115 Jahre 1. Mai
Am 14. Juli 1889, genau hundert Jahre nach der Erstürmung der französischen Bastille, begann der Internationale Arbeiterkongress in Paris, auf dem die Resolution zu der „großen internationalen Manifestation“ verabschiedet wurde, die am Anfang der Geschichte des 1. Mai steht.

Es lebe der 1. Mai !
– internationaler Kampftag des Weltproletariats -
Heute marschieren seit 115 Jahren in aller Welt Millionen unter der Fahne des 1. Mai für die Befreiung der Menschheit vom kapitalistischen Joch.
Heute am 1. Mai gedenken wir aller Toten, die am ersten Mai und für die Ziele des 1. Mai , gegen den Kapitalismus und für den proletarischen Sozialismus und für seine Zurückeroberung gefallen sind. Wir gedenken insbesondere der gefallenen Arbeiter in Chicago 1886 und der vor 75 Jahren von der sozialfaschistischen SPD-Regierung in Berlin erschossenen Arbeiter am 1. Mai1929.
Heute gedenken wir der russischen Arbeiterklasse, die den 1. Mai zur Zeit Lenins und Stalins unter der Diktatur des Proletariats, dem Vaterland des Weltproletariats feierte. Es wird die Zeit kommen, wo das russische Proletariat wieder den 1. Mai feiern wird, wenn die Diktatur des Proletariats zurückerobert ist.
Heute gedenken wir der albanischen Arbeiterklasse, die den 1. Mai zur Zeit Enver Hoxhas unter der Diktatur des Proletariats feierte. Und es wird die Zeit kommen, wo das albanische Proletariat wieder den 1. Mai feiern wird, wenn die Diktatur des Proletariats zurückerobert ist.
Heute gedenken wir der Helden der Arbeiterklasse in den ehemaligen und noch existierenden revisionistischen Ländern, die im Kampf gegen den revisionistischen Verrat gefallen und von der sozialfaschistischen Diktatur umgebracht wurden. Es wird die Zeit kommen, wo die Arbeiterklasse in diesen Ländern den begonnenen Kampf für die Diktatur des Proletariats siegreich zu Ende geführt haben und am 1. Mai feiern wird.
Heute gedenken wir der Märtyrer aller unterdrückten und ausgebeuteten Völker, die für die Befreiung von imperialistischer Knechtung ihr Leben ließen, insbesondere der Märtyrer des palästinensichen, irakischen und afghanischen Volkes.
Die internationale Solidarität des Weltproletariats mit den ausgebeuteten und unterdrückten Völkern kennt keine nationalen Grenzen und Schranken, sie ist globalisiert! Am ersten Mai formiert sich die globalisierte anti-imperialistische Befreiungsfront unter der Führung des Weltproletariats gegenüber der globalisierten Konterrevolution unter dem Kommando des „Terroristen Nr. 1“ in der Welt – gegenüber dem US-Imperialismus und seinen internationalen Hilfstruppen!
Es wird die Zeit kommen, wo der Weltimperialismus besiegt und alle seine Herrschaftsinstrumente zerschlagen sind!
Es kommt die Zeit des Sieges der proletarischen Weltrevolution!
Es wird die Zeit kommen, wo wir alle gemeinsam unter der Führung der Kommunistischen Internationale eine neue Welt des Sozialismus schaffen !
Die ökonomische Krise des Weltkapitalismus tritt in den ärmsten Ländern am härtesten zu Tage, aber sie hat schon lange auch die kapitalistischen Länder und ihre Metropolen erfasst. Das Heer der Arbeitslosen wächst, hunderte von Millionen ohne Brot, ohne Dach über dem Kopf, ohne Arbeit, ohne soziale und ärztliche Versorgung; Menschen, die ein menschenunwürdiges Leben in Armut und Verzweiflung führen, die der Zerstörungswut und Profitgier des Weltimperialismus zum Opfer fallen. Auf allen Kontinenten sind seit dem letzten 1. Mai wieder Millionen Menschen an Hunger und Krankheit gestorben. Das reicht der Weltbourgeoisie aber nicht: in ihren Profitplänen wird der der Tod weiterer Millionen Menschen für die kommenden Jahre eiskalt einkalkuliert. Das internationale Finanzkapital beschleunigt sogar noch diesen mörderischen Kurs des Hungers und der Ausbeutung der Proletarier aller Länder. Rationalisierung, und Massenentlassungen, Verlängerung der Arbeitszeit und Kurzarbeit, sowie Lohnraub, Teuerung und Abbau der sozialen Leistungen schmieden die Welteinheitsfront der Arbeiter auch mit den anderen Werktätigen, vor allem der Bauern, die stark unter der Weltwirtschaftskrise zu leiden haben. Physische Vernichtung des Weltproletariats, der Völker der Welt – das ist das Ziel des Weltfaschismus! Tod, Hunger, Krieg und Diktatur – das ist also das einzige, was die Weltbourgeoisie den Völkern als Gegenleistung für ihre räuberischen Maximalprofite zu bieten hat.
Die ökonomische Weltkrise des Kapitalismus hat auch zur politischen Krise des globalen kapitalistischen Systems geführt. Die Klassengegensätze zwischen Bourgeoisie und Proletariat sind weltweit noch nie so groß gewesen wie heute, die auf sämtliche Schichten der Weltbevölkerung übergegriffen hat.
Auf der einen Seite, also auf der Seite der Weltbourgeoisie, formieren sich die Klassenfeinde zum Weltfaschismus geführt vom amerikanischen Finanzkapital unter dem Slogan: „Rettet die zivilisierte Welt vor dem Terrorismus!“ (übersetzt: „Beschützt die Welt der Geldsäcke vor der armen Welt“). Dabei bedient sich die Weltbourgeoisie durchaus auch sozialfaschistischer Formen der konterrevolutionären Gewalt.
Auf der anderen Seite, auf der Seite des Weltproletariats formieren sie alle Ausgebeuteten und Unterdrückten in der ganzen Welt, um dem Weltkapitalismus die geschaffenen und geraubten Werte des Weltproletariats, die gestohlenen Reichtümer der Völker Stück für Stück zu entreißen, um wieder für Brot und Freiheit sorgen zu können!
Die Tendenz und das Tempo der Radikalisierung der unterdrückten und ausgebeuteten Volksmassen ringt mit der Tendenz und dem Tempo der Entwicklung des Weltfaschismus. Der beginnende weltrevolutionäre Aufstieg in den aufständischen Zentren steht bereits in härtestem Kampf mit dem fortschreitenden Prozess der Konzentration und Zentralisierung der internationalen Konterrevolution. Als Antwort auf die militärische Offensive des US-Imperialismus ist der Abwehrkampf bereits in eine Gegenoffensive umgeschlagen. Von dieser Gegenoffensive hängt ab, wie lange und wie weit die Massen die Weltkrise noch zu ertragen haben. Die Mobilisierung des Weltproletariats ist ein wichtiger Faktor für den weiteren Verlauf der politischen Weltkrise.
In einer solchen politischen Weltkrise wachsen für uns Kommunisten die Voraussetzungen, die revisionistischen Verräter am Kommunismus vor der Weltöffentlichkeit zu brandmarken, unsere gemachten Fehler offen und ehrlich darzulegen, die großen Ideen des Kommunismus wiederzubeleben, die Ideen des Kampfes und Sieges der proletarischen Revolution in die Massen zu tragen, den Einigungsprozess der wahren Marxisten-Leninisten in Abgrenzung vom Neo-Revisionismus voranzutreiben. Darauf aufbauend wollen wir Voraussetzungen für eine prinzipienfeste proletarische Welteinheitsfront schaffen und somit den noch dahinsiechenden subjektiven Faktor für den Sieg der Weltrevolution stärken. Wir müssen den revolutionären proletarischen Ausweg aus der Weltkatastrophe des Kapitalismus, aus dem Millionenmassenelend, der Millionenarbeitslosigkeit und dem kolonialistischen Massensterben anschaulich aufzeigen. Nur dann werden wir die Rolle der Kommunistischen Internationale als der Weltpartei des weltproletarischen Auswegs aus der Krise ins Bewusstsein internationaler Massen tragen und alle Ausgebeuteten und Unterdrückten gegen den globalen Klassenfeind ins Feuer führen können. Aus der ökonomischen Welteinheitsfront werden sich alle anderen internationalen Klassenfronten entwickeln, die Klassenfront gegen die faschistische Unterdrückung und die Klassenfront gegen den imperialistischen Krieg bzw. gegen imperialistische, militärische Okkupation, um nur die beiden wichtigsten zu nennen. Aber:
„Der Sieg der Revolution kommt nie von selbst. Man muss ihn vorbereiten und erkämpfen. Ihn vorbereiten und erkämpfen kann aber nur eine starke, revolutionäre, proletarische Partei. Es gibt Momente, da die Lage revolutionär ist, die Macht der Bourgeoisie bis auf die Grundfeste erschüttert ist, der Sieg der Revolution aber dennoch nicht kommt, da keine revolutionäre Partei des Proletariats vorhanden ist, die genügend Stärke und Autorität besitzt, um die Massen zu führen und die Macht zu erobern. Es wäre unvernünftig zu glauben, dass solche `Fälle` nicht vorkommen können“ (Stalin, Werke Band 13, dt. Ausgabe, Seite 266 – Rechenschaftsbericht an den XVII. Parteitag).
Das Vorhandensein der Kommunistischen Internationale, das Vorhandensein erfahrener bolschewistischer Parteien, wird die revolutionären Kräfte international wie national zentralisieren und konzentrieren und damit die bereits vorhandenen Schwierigkeiten des Weltkapitalismus, die kapitalistischen Schwierigkeiten in den einzelnen Ländern erhöhen, das Tempo der Krisenentwicklung beschleunigen und die einzelnen proletarischen Revolutionen, die einzelnen revolutionären nationalen Befreiungsbewegungen, und damit die gesamte Weltrevolution schrittweise vorwärtsbringen.
Vergessen wir nicht, dass der konterrevolutionäre Vormarsch des Weltimperialismus nur durch die Schwächung des Weltproletariats, nur durch den revisionistischen Verrat am Sozialismus, durch den dadurch bewirkten Zusammenbruch der einst starken Bollwerke der Weltrevolution -Sowjetunion und Albanien – ermöglicht wurde. Es war der moderne Revisionismus und ist der Neo-Revisionismus, der dem heutigen Treiben der US-Imperialisten den Weg ebnete.
Vergessen wir zweitens aber auch nicht, dass diese Offensive des Weltimperialismus mit den USA an der Spitze zugleich ein Zeichen der Schwäche der Weltborgeoisie darstellt, dass die selbstzerstörische Weltkrise sie um so schneller in den Untergang zwingt, dass der Weltimperialismus nicht mehr in der Lage ist, mit den alten Methoden der bürgerlichen Demokratie zu herrschen und inzwischen gezwungen ist, in der Innenpolitik zu terroristischen Regierungsmethoden zu greifen – und in der Außenpolitik zur Politik militärischer Interventionen und Kriege.
Die Geschichte hat bewiesen, dass imperialistische Kriege keinen wirklichen Ausweg für den Untergang des Imperialismus darstellen. Im Gegenteil, es werden dadurch die Widerstandskräfte mobilisiert, es werden Revolutionen ausgelöst, es wird die gesamte Existenz des Weltkapitalismus in Frage gestellt und beginnen wird es damit, dass ein Land nach dem anderen sich von kapitalistischer Ausbeutung und Unterdrückung befreit. Der Weltimperialismus ist in eine Sackgasse geraten und ist drauf und dran, kopfüber in den Abgrund zu stürzen. Das Weltproletariat beschreitet den Weg der Weltrevolution und denkt dabei nicht eine Sekunde daran, sich mit in den Abgrund stürzen zu lassen, sondern konzentriert sich auf seine historische Mission : eine Weltordnung der Arbeiterklasse zu errichten – den Weltsozialismus!
Proletarier aller Länder - vereinigt euch im Kampf für die sozialistische Revolution!
Für Freiheit, Arbeit und Brot !
Krieg dem imperialistischen Krieg!
Imperialistische Besatzungstruppen - raus aus dem Irak, raus aus dem Nahen und Mittleren Osten, raus aus dem Balkan, raus aus allen besetzten Ländern der Welt!
Nieder mit dem US- Imperialismus und seinem ganzen Gefolge!
Nieder mit Faschismus und Sozialfaschismus!
Nieder mit Reformismus, Revisionismus und Neo-Revisionismus!
Nieder mit den imperialistischen Gewerkschaften!
Es lebe die Rote Gewerkschaftsinternationale !
Es lebe der proletarische Internationalismus!
Es lebe der revolutionäre Befreiungskampf der unterdrückten Völker!
Es lebe die Kommunistische Internationale / Marxisten-Leninisten
und ihre Sektionen !
Es lebe der Weltkommunismus!
Es lebe Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha!
Exekutivkomitee der Komintern-ML

Es lebe der Rote 1. Mai 2004