Teil 16
(letzter Teil)
Was ist nun unter diesem neu zu schaffenden weltsozialistischen Lager zu verstehen ?
Es bleibt uns überhaupt keine andere Alternative übrig als sich auf die eigenen Kräfte zu stützen, d.h., dem Weltproletariat bei der Bewältigung seiner Aufgabe zu dienen, Hebel und Basis der Weltrevolution zukünftig selber aufzubauen ohne ein vom sozialistischen Land geführtes sozialistisches Weltlager. Die Zielsetzung ist die gleiche geblieben, Eroberung der politischen Macht des Weltproletariats durch die proletarische Weltrevolution. Die Aufgabe des Weltproletariats ist es heute jedoch, als globale Klasse den Kampf für den Weltsozialismus SELBER zu übernehmen, diesen Kampf selber zu organisieren und selber anzuführen, sich selber entsprechende globale Organisationen mit nationalen Abteilungen in den einzelnen Ländern aufzubauen. Dies ist also kein Kampf „von oben“ im alten Sinne, sondern ein Kampf „von unten“ in neuem Sinne, nämlich ein direkter und gegen das Kapital global gerichteter Kampf der zentral mobilisierten proletarischen Welt massen, ein Kampf, den die Abteilungen der revolutionären Massen in allen Ländern der Welt unter zentralen Leitung führen, ein globaler Klassenkampf der globalen weltproletarischen Klasse unter globaler Führung der weltproletarischen Klassenpartei, der Komintern / ML.
Die Geschichte wird uns Recht geben, wenn wir Weltbolschewisten diesen neuen weltrevolutionären Weg eingeschlagen haben. Zudem wird dies ein viel leichterer und schnellerer Weg als der alte sein, denn erstens steht heute der Bourgeoisie ein viel größeres und stärkeres Proletariat gegenüber und zweitens sind allein schon die ökonomischen Möglichkeiten eines globalisierten Sozialismus durch die Globalisierung des Kapitalismus viel größer geworden als dies in der ganzen bisherigen Geschichte des Sozialismus, selbst zur Zeit des Stalinismus, der Fall war. Das neu entstehende weltsozialistische Lager hat also hundert Mal mehr „Trümpfe im Ärmel“ als das alte stalinistische sozialistische Weltlager.
Was mit der Kommune begann, was mit der Sowjetunion fortgesetzt wurde, was das stalinistische Weltlager nicht zu Ende bringen vermochte, das wird das neue weltsozialistische Lager mit seinem Sieg krönen.
Das Wechselverhältnis der Klassen im Weltmaßstab zur Zeit Stalins begann sich mit dem Ende des Zweiten Weltkrieg zu verändern– und das ist besonders durch die Globalisierung Ende des 20. und Anfang des 21. Jahrhunderts deutlich geworden. Das ist der springende Punkt. Heute haben sich die Klassen globalisiert, steht ein neues Weltproletariat einer neuen Weltbourgeoisie global gegenüber, herrschen globale Klassenverhältnisse, wird der Klassenkampf gobalisiert.
Die Globalisierung der Klassen, das ist heute die Hauptsache, denn daraus entsteht die globalisierte revolutionäre Triebkraft, die für die Schaffung des neuen weltsozialistischen Lagers notwendig ist.
„Nicht mehr dieselben Klassen stehen ´diesseits und jenseits der Barrikade´. Das und nur das ist die wissenschaftliche Grundlage, die es erlaubt, von einer neuen Revolution zu sprechen“ (Lenin, Band 26, Seite 37).
Eben aus der Globalisierung der proletarischen Klasse ergibt sich die Globalisierung der Weltrevolution. Die Globalisierung der proletarischen Weltrevolution, das ist das Entscheidende und eben auf dieser wissenschaftlichen Grundlage der neuen Klassenverhältnisse unter den ökonomischen und politischen Bedingungen der Globalisierung, darauf stützt sich die neue weltrevolutionäre Politik der Komintern / ML. Die Politik der Komintern / ML ist eine globale Politik der globalen Vorhutpartei einer globalen proletarischen Klasse und zwar eine Politik, die auf den Grundlagen des globalisierten Marxismus-Leninismus ausgefochten wird.
Stalin hatte vollkommen Recht als er feststellte, dass der Grund, weswegen der Weltkapitalismus immer noch an der Macht ist, nicht etwa darin liege, dass dieser zu stark sei, sondern der Grund ist einzig und allein das Proletariat selbst (heute das Weltproletariat als globale Klasse), dass sich noch nicht über seine Überlegenheit, seine Stärke, seine Macht bewusst geworden ist. Genossen nehmt euch dieser Hauptfrage an, und geht konkret an ihre praktische Lösung heran. Nur dadurch kann sich ein neues weltsozialistisches Lager, das Klassen lager des revolutionären Weltproletariats herausbilden, kann es mit seinem weltrevolutionären Bewusstsein wachsen und erstarken.
Das weltsozialistische Lager ist also im Grunde die Fortsetzung des alten sozialistischen Weltlagers – nur eben angepasst an die neue Situation, modifiziert unter den veränderten Bedingungen der Globalisierung. An der Spitze dieses weltsozialistischen Lagers steht eine neue weltsozialistische Partei, die vom Weltproletariat selbst geschaffen wird und die nicht aus der Partei jenes Landes hervorgegangen ist, das bisher stellvertretend (in Kommission) das sozialistische Weltlager angeführt hat. Sie wird nicht von einem Land, sondern über alle Ländergrenzen hinweg, global aufgebaut mit Hilfe der globalen Kommunikationsmittel. Die neue Partei baut sich global auf, bildet globale Zellen, die sich in nationale Abteilungen teilen und nicht umgekehrt - wie bisher - Zellen aus den einzelnen Ländern, die sich international vereinigen. Der Aufbau der Komintern / ML vollzieht sich genau umgekehrt wie der Aufbau der alten Komintern, die sich um die Sowjetunion bildete, wobei das Wesen dieser beiden Weltparteien genau das gleiche bleibt. Nur die Form ihres Aufbaus und ihrer Entwicklung haben sich durch die Globalisierung des Weltimperialismus, durch den Wegfall des real existierenden Sozialismus usw, usf. grundlegend geändert.
Am Wesen und Inhalt des proletarischen Internationalismus hat sich ebenso wenig geändert, nur seine Form ist neu. Die sozialistische Weltrevolution verwandelt den proletarischen Internationalismus in den Internationalismus des Weltsozialismus. Die neue globalisierte Form des Kampfes für den Weltsozialismus ruht also nicht mehr einseitig auf der Schulter der sozialistischen Länder, sondern auf beiden Schultern des reorganisierten Weltproletariats. Die neuen sozialistischen Länder, die aus der Weltdiktatur des Proletariats hervorgehen werden, bezeichnen wir als weltsozialistische Länder. Sie entstehen aus dem weltsozialistischen Lager, das das weltkapitalistische Lager besiegt, während damals umgekehrt das sozialistische Weltlager von den sozialistischen Ländern aufgebaut wurde, um das kapitalistische Weltlager zu besiegen.
Wir sehen also, dass auch das alte kapitalistische Lager seine alte Form abgestreift hat und die Form eines weltkapitalistisches Lagers angenommen hat. Das heißt, die alten Mächte, die das kapitalistische Weltlager einst vertraten, haben sich zu einem weltkapitalistischen Lager zusammengeschlossen, bilden ein mehr oder weniger geschlossenes Lager (aber äußerst Krisen anfälliges und instabiles Lager – wie wir es gegenwärtig mit aller Wucht erleben), das Lager des globalisierten weltkapitalistischen Systems.
Lenin sagte:
„ (...) es gibt zwei Tendenzen: die eine, die ein Bündnis aller Imperialisten unvermeidlich macht, die andere, die die einen Imperialisten den andern entgegenstellen ...“ (Lenin Werke, Band 27, Seite 418).
Stalin fragte: „Ist diese These Lenins richtig ? Und wenn sie richtig ist, ist es dann nicht klar, dass die kapitalistische Stabilisierung nur eine morsche Stabilisierung sein kann ?“ (Stalin, Band 11, Seite 264).
Und der VI. Kongress der Komintern stellte in dem Absatz über die dritte Periode eindeutig und korrekt fest:
„Diese Periode“ (d.h. die dritte Periode. J.St.) „führt unvermeidlich über eine weitere Entwicklung der Widersprüche der kapitalistischen Stabilisierung zur weiteren Erschütterung (von mir hervorgehoben. J.St.) der kapitalistischen Stabilisierung und zu einer heftigen Verschärfung der allgemeinen Krise des Kapitalismus“ (zitiert von Stalin in: Stalin, Band 11, Seite 263-264; siehe Stenographischer Bericht der Komintern von 1929)
Betrachten wir die Dialektik dieser beiden Tendenzen, die - wie der VI. Kongress der Komintern es formulierte - auch als Wechsel von morscher Stabilität und sich verschärfenden Erschütterungen zum Ausdruck kommen, im Prisma des wirkenden Gesetzes von der Ungleichmäßigkeit der ökonomischen und politischen Entwicklung der kapitalistischen Länder, so können wir nur zu einem Ergebnis kommen, nämlich dass der Weltimperialismus im Laufe seiner Geschichte unvermeidlich gezwungen war, gegen das ökonomische Gesetz zu verstoßen und die Folgen der Nichtübereinstimmung jedes Mal durch Anstrengungen für die Übereinstimmung halbwegs wieder abzumildern - mit letztlich schwindendem Erfolg, ohne diese jemals aus eigener Kraft vollständig herstellen zu können. Das Entscheidende daran ist aber nicht der Wechsel als solches, sondern dass dieser Ablösungsprozess unvermeidlich die Tendenz hat, sich auf Grund seines unlösbaren Widerspruchs so weit zu verschärfen, dass er den Weltimperialismus schließlich und endlich zu seinem Zusammenbruch zwingt. Die beiden von Lenin hervorgehobenen Tendenzen liegen also einer solchen Art von Gegensätzen zu Grunde, die gar nicht zu etwas Anderem führen können, als zum Zusammenbruch des Weltimperialismus, also zu seinem eigenen Untergang. Nicht umsonst hat Lenin dem Imperialismus den Stempel aufgedrückt – nämlich „parasitärer, verfaulender, sterbender Kapitalismus“:
„Die Antwort des Proletariats auf die Wirtschaftspolitik des Finanzkapitals, den Imperialismus, kann nicht der Freihandel, kann nur der Sozialismus sein. Nicht das reaktionär gewordene Ideal der Wiederherstellung der freien Konkurrenz, sondern völlige Aufhebung der Konkurrenz durch Überwindung des Kapitalismus kann jetzt allein das Ziel der proletarischen Politik sein“ (Lenin, „Der Imperialismus als höchstes Stadium...“ , Dietz, Berlin, 1966, Seite 120). HOCHAKTUELL!!!
Und nur ein Kautsky konnte die marxistische Zusammenbruchtheorie leugnen, indem er stattdessen von den ewigen Selbstheilungskräften des Ultra-Imperialismus faselte; und wenn sich die Widersprüche des Kapitalismus trotzdem immer wieder entluden, er beschönigend von „Umständen“ zu sprechen pflegte, „die sich kaum wiederholen werden, wie immer sich die Zukunft gestalten mag“ (Kautsky, „Die proletarische Revolution und ihr Programm“, Seite 95).
Und auch die falsche, mechanische Zusammenbruchtheorie von Rosa Luxemburg ( wie auch die „rekonstruierte“ von Großmann) wurde von Lenin dahingehend korrigiert, dass es sich nicht um einen „rein ökonomischen“, nicht um einen „automatischen“ Zusammenbruch handeln kann, sondern dass die Sprengung der kapitalistischen Produktionsverhältnisse durch die Produktivkräfte die politische Tat der Arbeiterklasse ist, denn nichts fällt, wenn es nicht zu Fall gebracht wird. Die Menschen machen ihre Geschichte selbst und nicht etwa der Kapitalismus selbst ... und so ist dann auch:
„Die Vergesellschaftung der Arbeit (...) - (...) die entscheidende materielle Grundlage für das unvermeidliche Kommen des Sozialismus“ (Lenin, „Karl Marx“).
Das weltsozialistische Lager ist das direkt vom Weltproletariat wieder errichtete sozialistische Lager, nur eben ohne Führung eines sozialistischen Landes, sondern eben unter globaler Führung des Weltproletariats als Ganzes. Die neue weltsozialistische Bewegung ist eine Bewegung des weltsozialistischen Lagers, ist also eine völlig neue Bewegung des Weltsozialismus, die globalisierte weltrevolutionäre Bewegung des Weltproletariats - hervorgegangen aus der alten marxistisch-leninistischen Weltbewegung des Genossen Enver Hoxha.
Der Sieg des Sozialismus im Weltmaßstab wird heute global entschieden – und zwar vom Weltproletariat selbst als eine international vereinigte Klasse, als eine aus einem Guss geformte Weltklasse, als Führerin des neuen weltsozialistischen Lagers.
Wir haben hier bis jetzt nur die Form des neuen vom alten Weltlagers unterschieden. Wir wären schlechte Stalinisten, wenn wir Form und Inhalt voneinander trennen oder gar den Inhalt als Teil der Form missverstehen wollten. Das Wesen des weltsozialistischen Lagers erschöpft sich nicht in seiner Form. Dem Inhalt nach handelt es sich um einen qualitativen Unterschied. Gehen wir von der Verallgemeinerung der historischen Entwicklung des sozialistischen Weltlagers aus:
Das sozialistische Weltlager entsteht nicht automatisch dort, wo der Kapitalismus am weitesten entwickelt ist. Dieser Prozess verläuft ungleichmäßig auf Grund der Ungleichmäßigkeit des kapitalistischen Lagers, aus dem das sozialistische Lager hervorgeht (Das sozialistische Weltlager kam nicht aus dem Himmel oder aus „sich selbst“ heraus). Wir erinnern uns an die Leninsche Formel vom schwächsten Kettenglied des Kapitalismus, das sich in das stärkste Kettenglied des sozialistischen Weltlagers verwandelt. Daran hat sich in der Geschichte des sozialistischen Weltlagers bis heute nichts geändert. Entscheidend ist, dass wir heute unter den Bedingungen der globalen Krisen kämpfen, dass sich aus diesen Krisen auch globalen Formen des Klassenkampfes zur Beseitigung dieser globalen Krisen entwickeln, dass der Sturz der kapitalistischen Weltherrschaft unmittelbar mit der Errichtung der Diktatur des Weltproletariats verknüpft ist. Entweder Weltkapitalismus oder Weltsozialismus ? Auf die weltrevolutionäre Lösung dieser Frage hat die Komintern / ML die ganze Aufmerksamkeit des Weltproletariats zu richten !
Die Geschichte der Kommunistischen Internationale ist natürlich ebenso uneinheitlich und ungleichmäßig verlaufen. Die Kommunistische Internationale ist im Wesen nie gefallen, lebt bis heute fort und wird auch in Zukunft weiter leben, aber sie hat dabei einen Weg von Siegen und Niederlagen zurückgelegt (und wird diesen Weg auch nicht verlassen können bis zum Kommunismus), der gekennzeichnet war mit dem Aufbau und Zerfall der ersten, der zweiten und der dritten Internationale und der nun mit der Gründung der Komintern / ML im Jahre 2000 fortgesetzt wurde.
Man sehe sich die Arbeiterbewegung in den USA an – (noch heute) das Zentrum des Weltkapitalismus. So war England zwar das erste und führende kapitalistische Land, aber die Arbeiterbewegung dort durch die stärkste Arbeiteraristokratie der Welt um mehrere Jahrzehnte zurückgeblieben.
Mit der I. Internationale (1864 – 1872) legten die Arbeiter der Kommune (1871) - [vorausgegangen war die bürgerliche Revolution von 1848, was in Bezug auf die Bildung der Kommune eine entscheidende Rolle spielte; und hier nicht vergessen werden darf hinsichtlich der Herausbildung des sozialistischen Lagers aus dem bürgerlichen Lager!] - mit ihrer proletarischen Revolution und der ersten Diktatur des Proletariats den Grundstein für das erste „sozialistische Weltlager“ - wenn auch nur in der Mini-Form einer Stadt wie Paris.
Die II. Internationale (1889-1914) baute sich auf diesem Grundstein auf, wuchs in die Breite, und trug die Ideen der Pariser Kommune in eine Reihe weiterer Länder, in denen sich die Arbeiterbewegung jedoch nicht einheitlich, sondern ungleichmäßig entwickelte hatte auf Grund eben der ungleichmäßigen Entwicklung dieser kapitalistischen Länder. Die Geschichte der Entstehung des sozialistischen Weltlagers lehrte also der internationalen Arbeiterbewegung, dass eine quantitative Vergrößerung des sozialistischen Weltlagers nicht im Prozess eines gleichmäßigen oder harmonisch-proportionalen Übergangs geschaffen werden konnte wie es die Opportunisten der II. Internationale predigten. Die II. Internationale musste genau deswegen unvermeidlich scheitern und unter diesem Opportunismus zusammenbrechen.
Die richtige Antwort gaben die Bolschewiki mit der Verwirklichung der Diktatur des Proletariats „in einem“ Land als Basis und Hebel der Weltrevolution, als Basis und Hebel für die Schaffung des sozialistischen Weltlagers. Die Russen hatten unter Lenin mit dem Aufbau des sozialistischen Weltlagers begonnen, indem sie die Diktatur des Proletariats einer Stadt wie Paris nunmehr in einem ganzen Land errichtet hatten. Damit war im Vergleich zur Kommune ein zweiter weltgeschichtlicher Schritt getan (Lenin). Stalin setzte diesen Weg des sozialistischen Lagers fort, indem der Sozialismus über die russischen Grenzen hinausgetragen wurde mit der Bildung der UdSSR und schließlich mit dem Großen Vaterländischen Krieg, aus dem dann das stalinistische Weltlager hervorging. Lenin charakterisierte den Platz der III. Internationale in der Geschichte wie folgt:
„Die I. Internationale legte das Fundament zum internationalen proletarischen Kampf für den Sozialismus.
Die II. Internationale war die Epoche, in der in einer Reihe von Ländern der Boden für eine weitere Ausbreitung der Bewegung unter den Massen bereitet wurde.
Die III. Internationale übernahm die Früchte der Arbeit der II. Internationale, beseitigte deren opportunistischen, sozial-chauvinistischen, bürgerlichen und kleinbürgerlichen Unrat und begann , die Diktatur des Proletariats zu verwirklichen. Die weltgeschichtliche Bedeutung der III., der Kommunistischen Internationale, besteht darin, dass sie damit begonnen hat, die große Losung von Marx in die Tat umzusetzen, die Losung, die aus der hundertjährigen Entwicklung des Sozialismus und der Arbeiterbewegung die Bilanz zieht, die Losung, die ihren Ausdruck findet in dem Begriff: Diktatur des Proletariats. Diese geniale Voraussicht, diese geniale Theorie wird zur Wirklichkeit“ (Lenin, Die Dritte Internationale und ihr Platz in der Geschichte“, Moskau, 15. April 1919).
Die Komintern / ML übernahm die Früchte der Arbeit der Komintern, übernahm die Beseitigung des revisionistischen Unrats und erkannte den weltrevolutionären Charakter der globalisierten Ausbreitung der internationalen Arbeiterbewegung. Die welthistorische Bedeutung der Komintern / ML besteht darin, dass sie damit begonnen hat, die große Losung des Marxismus-Leninismus umzusetzen – die Weltdiktatur des Proletariats. Die Komintern / ML legte das theoretische Fundament zum Kampf des globalisierten Weltproletariats für den globalisierten Sozialismus, für die Schaffung eines weltsozialistischen Lagers, für die Diktatur des Weltproletariats.
Das weltsozialistische Lager ist ein globales Gebäude, das das Weltproletariat aus eigener Kraft errichtet, aus eigener Kraft organisiert und führt. Und das kann es deswegen unbedingt heute schon objektiv , weil die Mittel und Möglichkeiten bereits allesamt verfügbar sind. Der globalisierte Kapitalismus hat also bereits vollständig die Voraussetzungen für die Diktatur des Weltproletariats geschaffen.
Hier folgt nun der klassische Satz Stalins , dass die Weltrevolution objektiv reif ist, dass wir „nur“ noch den subjektiven Faktor mit in die Waagschale legen müssen. Für die Komintern / ML nimmt dieser Satz Stalins eine feste Grundlage für die Theorie und Taktik der sozialistischen Weltrevolution, für die Theorie und Taktik der Diktatur des Weltproletariats ein:
„Jetzt muss man vom Vorhandensein objektiver Bedingungen für die Revolution im ganzen System der imperialistischen Weltwirtschaft als eines einheitlichen Ganzen sprechen, wobei der Umstand, dass diesem System einige industriell mangelhaft entwickelte Länder angehören, kein unüberwindliches Hindernis für die Revolution bilden kann, wenn das System als Ganzes oder, richtiger gesagt, da das System als Ganzes bereits für die Revolution reif geworden ist“ (Stalin, „Grundlagen des Leninismus“).
„Jetzt muss man vom Vorhandensein objektiver Bedingungen für die WELTREVOLUTION im globalen System der imperialistischen Weltwirtschaft als eines einheitlichen Ganzen sprechen. Selbst die Tatsache, dass in diesem einheitlichen Ganzen große Ungleichmäßigkeiten in der Entwicklung der einzelnen Länder vorherrschen ist das kein Hinderungsgrund für die WELTREVOLUTION, da das System als Ganzes bereits für die Revolution reif geworden ist“
Waren die Bolschewiki etwa schlechter als die Pariser Kommunarden nur weil sie es nicht vermochten, in einer Stadt wie Petersburg die Diktatur des Proletariats wieder zu errichten, die vom russischen Zarenreich umkreist gewesen wäre ? Sicherlich nicht, denn mit der Diktatur des Proletariats „in einem“ Land lösten sie das Problem der Umkreisung nicht nur in einer Stadt, sondern aller Städte der UdSSR. Das ist ein gewaltiger Fortschritt und das zeigt, dass die Bolschewiken nicht schlechter waren als die Pariser Kommunarden.
Waren die albanischen Genossen schlechter als die Bolschewiki, nur weil sie es nicht vermochten, Stalins sozialistisches Lager gegen den Revisionismus an der Macht zu verteidigen und zu festigen ? Sicherlich nicht, denn sie bewiesen dem Weltproletariats, dass auch ein einzelnes Land, selbst wenn es so klein ist wie Albanien, den Sozialismus aufbauen und festigen kann trotz kapitalistisch-revisionistischer Umkreisung. Auch das ist ein welthistorischer Fortschritt, und das zeigt, dass die albanischen Genossen nicht schlechter waren als all die sowjetischen Kommunisten.
Sind wir Stalinisten heute schlechter als die Pariser Kommunarden, als die Bolschewiki, als die Genossen Enver Hoxhas nur weil wir es bis jetzt nicht vermocht haben, „irgendwo“ auf der Welt wieder sozialistische Verhältnisse zu schaffen ? Sicherlich nicht, denn unser Ziel ist es gar nicht „irgendwo“ auf der Welt den Sozialismus aufzubauen, sondern den Weltsozialismus aufzubauen. Wir streben die Errichtung der Weltdiktatur des Proletariats an, weil nur damit das Problem des Sozialismus „in einem“ Land, das Problem des ersten sozialistischen Weltlagers, das Problem der Überwindung des Revisionismus an der Macht, das globale Problem des Sozialismus und damit das Problem der Unvermeidbarkeit der Restauration des Kapitalismus gelöst werden kann. Diese Beseitigung der Unvermeidbarkeit der Restauration des Kapitalismus wird der gewaltigste aller gewaltigen, bisherigen Fortschritte sein und wir werden beweisen, dass wir Weltkommunisten nicht schlechter sind als alle unsere Vorgänger. Wir haben bereits eine Theorie, die marxistisch-leninistische Theorie, die unseren Weg zum Ziel beleuchtet. Wenn wir verstehen, sie richtig anzuwenden, kann keiner das Weltproletariat von seinem globalen Sieg abhalten. Die Pariser Kommunarden begannen mit einer Stadt, wir werden aber nicht nur alle Städte der Welt, sondern auch alle Dörfer der Welt befreien.
Ist es so, dass wir wegen der zur Zeit herrschenden globalen Reaktion weit davon entfernt sind, was die Generationen von Kommunisten vor uns geleistet haben ? Wir denken nein. Wir sind der Auffassung, dass sich keine Generation von Kommunisten näher am Ziel des Weltsozialismus befindet als die unsrige. Mit unserem Kampf kommen wir dem Weltkommunismus näher als jede andere kommunistische Generation zuvor, weil wir uns auf alle vorangegangenen Kämpfe stützen, die für dieses Ziel geführt wurden, weil wir den historischen Wert des subjektiven Faktors globalisieren können.
Das System ist als Ganzes reif für die sozialistische Weltrevolution. Das Weltproletariat hat alles, was notwendig ist für die vollendete sozialistische Weltgesellschaft. Was noch nicht reif ist, das ist das weltrevolutionäre Bewusstsein des Proletariats, sein Organisationsgrad, seine Weltpartei, das weltsozialistische Lager, die zentralistische Führung seines weltrevolutionären Klassenkampfes usw. usf. Das Weltproletariat kann den Kapitalismus heute mit seinen eigenen Waffen schlagen – diese brauchen nur aufgehoben und gegen den Kapitalismus gerichtet werden – wenn, ja wenn es das Weltproletariat wirklich will, wenn es sich sein altes weltrevolutionäres Bewusstsein zu Nutze macht, um sich daraus ein global-revolutionäres Bewusstsein zu schmieden und es sich anzueignen. Jawohl, global-revolutionäres Bewusstsein – das ist nicht nur eine der neuen „Wortschöpfungen“ der Komintern / ML, sondern dieser Begriff wird vom Weltproletariat selber mit Inhalt gefüllt werden, der sich erst im globalen Klassenkampf des Weltproletariats neu festigt und zur materiellen Gewalt heranwächst. Das Weltproletariat muss nur lernen, wie sie diese globalen Möglichkeiten für sich am besten ausnutzen kann. Eine Möglichkeit haben wir genannt – das ist die Schaffung des weltsozialistischen Lagers, nicht das Absprengen vom Weltkapitalismus, um sich an einem „sicheren Ort der Welt“ möglichst unbeschadet vor der kapitalistischen Umkreisung erneut aufzurichten und auszubreiten, nicht die illusionäre „Kopie“ des stalinistischen Weltlagers. Heute finden wir in jedem kapitalistischen Land genug Armeen vor, die wir zur Belagerung des internationalen Kapitalismus einsetzen können. Sie helfen uns bei der Eroberung der politischen Machtzentrale des internationalen Kapitals. So gelangen wir in die Position, mittels der global eroberten Machtposition des Weltproletariats mit dem häppchenartigen revolutionären Absprengen einzelner kapitalistischer Glieder von der weltimperialistischen Kette anzufangen, die das Weltproletariat der Weltbourgeoisie aus der Hand reißt, um jedes dieser Glieder – eins nach dem anderen - in ein Glied unserer sozialistischen Kette zu verwandeln. Das ist keine Abkehr vom Marxismus-Leninismus, sondern im Gegenteil würde unser Fehler gerade darin bestehen, wenn wir die Notwendigkeit und Unvermeidlichkeit eines anderen, eines globalisierten Herangehens an die Frage des Herausbrechens aus der imperialistischen Kette nicht einsehen wollten. Genossen bedenkt: Eine Weltrevolution kann niemals vollständig siegen mit diesem ersten Turnus ihrer globalen Aktion. Sie wächst und erstarkt im Wechsel von Flut und Ebbe in jedem einzelnen Land. Aus der globalen Krise erwächst ein globaler revolutionärer Aufschwung, der die Länder, eins nach dem anderen, unvermeidlich mit in seinen Bann ziehen wird.
Lenin schrieb 1915 [!!]:
„Die Ungleichmäßigkeit der ökonomischen und politischen Entwicklung ist ein unbedingtes Gesetz des Kapitalismus. Hieraus folgt, dass der Sieg des Sozialismus zunächst in wenigen kapitalistischen Ländern oder sogar in einem einzeln genommenen Lande möglich ist“ (Lenin, Werke, Band 21, Seite 345).
Das ist natürlich richtig. Unter Stalins Führung wurde der Sozialismus nicht nur in einem Land verwirklicht, sondern auch in einem sozialistischen Weltlager möglich gemacht, wenn es auch durch den revisionistischen Verrat an seiner Verwirklichung gehindert worden war. Folgt aber aus der von Lenin richtig gefolgerten Möglichkeit des Sozialismus „in einem“ Land unvermeidlich eine Unmöglichkeit des sozialistischen Sieges im Weltmaßstab ? Nein. Lenin und Stalin und alle anderen Klassiker des Marxismus-Leninismus banden sich niemals die Hände in Bezug auf die Formen, die Methoden, die Art und Weise der Umwälzung – und schon gar nicht in Bezug auf deren Möglichkeiten. So verwies Lenin auf Marx, der unter den Bedingungen des vormonopolistischen Kapitalismus sogar von der Möglichkeit des friedlichen Weges zum Sozialismus sprach und zwar im Sinne des „Auskaufs“ der Bourgeoisie durch die Arbeiter (siehe Lenin, Band 32, Seite 349). Lenin hat nie ausgeschlossen , dass sich die objektiven Bedingungen grundlegend ändern können, hat nirgends ausgeschlossen, dass Bedingungen entstehen können, unter denen die Wirkung des unbedingten Gesetzes des Kapitalismus den Sozialismus im Weltmaßstab ermöglicht. Im Gegenteil. Lenin hat öfters darauf hingewiesen, dass der Weltimperialismus selber die materiellen Voraussetzungen für den Weltsozialismus schafft. Nur Doktrinäre wie die Revisionisten malen den zukünftigen Sozialismus in seinen abgetragenen Hosen des 20. Jahrhunderts. Das ist kein Sozialismus, sondern eine Karikatur auf den Sozialismus.
Schon zwei Jahre danach, im September 1917, also noch vor der Oktoberrevolution, schrieb Lenin:
„Der Sozialismus aber schaut jetzt bereits durch alle Fenster des modernen Kapitalismus auf uns (...) zeichnet sich der Sozialismus unmittelbar, in der Praxis, ab.“ (Lenin, Werke Band 25, Seite 370).
Und er sagte hier ausdrücklich der „MODERNE“ Kapitalismus, womit er mit Sicherheit nicht den Kapitalismus in Russland gemeint haben konnte.
Wenn Lenin heute noch leben würde, hätte er den Satz etwas „moderner“ formuliert - etwa so: „Der Weltsozialismus aber schaut jetzt bereits durch alle Fenster des globalisierten Kapitalismus auf uns. Der Weltsozialismus zeichnet sich unmittelbar, in der Praxis, ab.“
„...Der staatsmonopolistische Kapitalismus ist die vollständige materielle Vorbereitung des Sozialismus, ist seine unmittelbare Vorstufe, denn auf der historischen Stufenleiter gibt es zwischen dieser Stufe und derjenigen, die Sozialismus heißt, keinerlei Zwischenstufen mehr“ (von Lenin zitiert in Band 32, Seite 348).
„Krieg und Zerrüttung zwingen alle Länder, vom monopolistischen Kapitalismus zum staatsmonopolistischen Kapitalismus überzugehen. Das ist die objektive Lage. Aber in revolutionären Verhältnissen, in einer Revolution geht der staatsmonopolistische Kapitalismus unmittelbar in den Sozialismus über. Man kann in der Revolution nicht vorwärts gehen, ohne zum Sozialismus zu schreiten – das ist die objektive, durch Krieg und Revolution geschaffene Lage“ (Lenin, Band 26, Seite 157).
Lenin zeigte stets auf den roten Faden, „der die gesamte Entwicklung des Kapitalismus und den ganzen Weg zum Sozialismus verknüpft“ (Lenin, Werke Band 27, Seite 117).
Konkret äußerte sich Lenin hierzu schon 1920 in seinem „Entwurf der Thesen zur nationalen und zur kolonialen Frage“, „dass die Tendenz zur Schaffung einer einheitlichen, nach einem gemeinsamen Plan vom Proletariat aller Nationen zu regelnden Weltwirtschaft als Ganzes, eine Tendenz, die bereits unter dem Kapitalismus ganz deutlich zu Tage getreten ist, unter dem Sozialismus unbedingt weiter entwickelt und ihrer Vollendung entgegen geführt werden muss“ (Lenin, Band 31, Seite 135).
Lenin nannte es damals Großindustrie, wir nennen es heute globalisierte Weltindustrie:
„Insofern es eine Großindustrie im Weltmaßstab gibt, ist zweifellos ein unmittelbarer Übergang zum [globalen – Anmerkung der Redaktion] Sozialismus möglich [sic !!], und niemand wird diese Tatsache bestreiten, wie auch niemand bestreiten wird, dass diese Großindustrie entweder den Atem verliert und in den blühendsten und reichsten Siegerländern Arbeitslosigkeit schafft oder nichts anderes tut, als Geschosse für die Ausrottung der Menschen zu fabrizieren“ (Lenin, Band 33, Seite 143).
Bereits 1921 [sic !!] sah Lenin in der sozialistischen Revolution in Deutschland nicht nur eine Möglichkeit, sondern sogar mit Bestimmtheit die Verwirklichung [sic!!] des „Weltsozialismus ohne Schwierigkeiten oder mit geringfügigen Schwierigkeiten“ (Lenin, Band 32, Seite 347).
„Zugleich schafft die Vervollkommnung der Technik, indem sie die Produktions- und Zirkulationsmittel und den Arbeitsprozess in den kapitalistischen Betrieben vergesellschaftet, immer rascher die materielle Möglichkeit der Ersetzung der kapitalistischen Produktionsverhältnisse durch kommunistische“ (Lenin, Band 29, Seite 85-86 bzw. Seite 105).
„Die organisatorische Form der [globalen – Anmerkung der Redaktion] Arbeit brauchen wir nicht zu erfinden, wir übernehmen sie fertig vom Kapitalismus – Banken, Syndikate, erstklassige Fabriken, Versuchsstationen, Akademien u.dgl. m; wir werden lediglich aus den Erfahrungen der fortgeschrittenen Länder die allerbesten Vorbilder übernehmen müssen“ (Lenin, Band 26, Seite 94).
„Organisieren wir Arbeiter selber die Großproduktion, davon ausgehend, was der Kapitalismus bereits geschaffen hat, auf unsere Arbeitererfahrung gestützt, mit Hilfe strengster, eiserner Disziplin, die von der Staatsgewalt der bewaffneten Arbeiter aufrecht erhalten wird: (...) das ist unsere proletarische Aufgabe, damit kann und muss man bei der Durchführung der proletarischen Revolution beginnen“ (Lenin, Band 25, Seite 439. Und genau so kann und muss das Weltproletariat die proletarische Weltrevolution beginnen.
“Nachdem aber dank dem Kapitalismus der materielle Apparat der Großbanken, der Syndikate, der Eisenbahnen usw. entstanden ist, nachdem die fortgeschrittenen Länder mit ihren überaus reichen Erfahrungen Wunder der Technik angehäuft haben, deren Anwendung vom Kapitalismus gehemmt wird, nachdem die klassenbewussten Arbeiter sich zu einer Partei von einer Viertelmillionen Mitglieder zusammen geschlossen haben, um diesen Apparat mit Unterstützung der Werktätigen und Ausgebeuteten planmäßig in ihre Hand zu nehmen und in Gang zu setzen – nachdem diese Voraussetzungen gegeben sind, gibt es auf der ganzen Erde keine Gewalt, die die Bolschewiki, wenn sie sich nicht einschüchtern lassen und es verstehen, die Macht zu ergreifen, daran hindern könnte, die Macht bis zum Siege der sozialistischen Weltrevolution zu behaupten“ (Lenin, Band 26, Seite 114-115). Kann es also noch irgendeinen Zweifel daran geben, dass wir das im Weltmaßstab fortsetzen und vollbringen, was die Bolschewiki in Russland begonnen haben ? Was damals für den Sozialismus „in einem“ Land möglich war, das ist heute möglich im Weltmaßstab ! Das ist die weltrevolutionäre Losung der Komintern / ML : Das bewaffnete Weltproletariat konfiskiert die globalisierten Produktionsmittel und setzt die globale Weltwirtschaft, die von den Kapitalisten still gelegt wurde, wieder in Gang. Das Weltproletariat behauptet seine Macht so lange , bis die sozialistische Weltrevolution in einem Land nach dem anderen gesiegt hat.
Worauf basierte denn damals die Möglichkeit des Sozialismus „in einem“ Lande ? Sie basierte vor allem darauf, dass das Gesetz der Ungleichmäßigkeit der ökonomischen und politischen Entwicklung die Gegensätze unter den imperialistischen „Groß“mächten vertiefte, und zwar durch den Ersten Weltkrieg so sehr vertiefte, dass ihre damit verursachte gegenseitige Schwächung das Herausbrechen ihres schwächsten Kettengliedes ermöglichte. Das Gesetz der Ungleichmäßigkeit zwang sie also dazu, sich gegenseitig an die Gurgel zu gehen, was die Bolschewiki ihrerseits zu nutzen verstanden, um den Sozialismus „in einem“ Land sogar unter den erschwerten Bedingungen eines rückständigen kleinbürgerlich-bäuerlichen Kapitalismus aufzubauen. Und auch nach dem Zweiten Weltkrieg hatten wir eine ähnliche Situation der Ausnutzung des Gesetzes der Ungleichmäßigkeit durch Stalins erstarkte UdSSR mit dem Ergebnis der Möglichkeit der Schaffung des sozialistischen Weltlagers. Der Weltimperialismus musste also mit großer Wahrscheinlichkeit befürchten, dass ein Dritter Weltkrieg sein Ende und die Möglichkeit des Sozialismus – nunmehr sogar im Weltmaßstab - bedeuten würde.
Sollen wir das bisherige Ausbleiben eines Dritten Weltkrieges etwa deswegen verdammen, weil die Welt dadurch um die Möglichkeit des Sozialismus im Weltmaßstab „betrogen“ wurde ? Im Gegenteil, der globale Kampf zur Verhinderung eines Dritten Weltkriegs ist eine ernste und reale Möglichkeit zum Herbeiführen des Sieges der sozialistische Weltrevolution sein, nämlich mit dem Sozialismus im Weltmaßstab die Unvermeidbarkeit von imperialistischen Kriegen für immer zu beseitigen.
„Wenn wir wirklich die Arbeiter und Bauern in einen Krieg hinein trieben, so wäre das ein Verbrechen. Aber unsere ganze Politik und Propaganda ist keineswegs darauf gerichtet, die Völker in einen Krieg hinein zu treiben, sondern darauf, dem Krieg ein Ende zu bereiten. Und die Erfahrung hat zur Genüge gezeigt, dass einzig und allein die sozialistische Revolution der Ausweg aus den ewigen Kriegen ist“ (Lenin, Band 31, Seite 540).
Erst einmal muss man die Tatsache begreifen, dass der Kapitalismus im Laufe seiner historischen Entwicklung genug Kiregserfahrungen mit diesem Gesetz der Ungleichmäßigkeit gemacht hat. Immerhin sehen wir heute, dass die Globalisierung der kapitalistischen Produktionsweise geradezu revolutionär vollzogen wurde, und dass der Kapitalismus es dabei immerhin 64 Jahre lang ohne dritten Weltkrieg ausgehalten hat, dass er eine Wiederholung der Möglichkeit des Sozialismus „in einem“ Land bis dato verhindert hat – wohlgemerkt trotz Wirksamkeit des Gesetzes von der Ungleichmäßigkeit, das natürlich nicht vom Kapitalismus außer Kraft gesetzt werden konnte und nicht außer Kraft gesetzt werden kann: Imperialismus bedeutet Krieg. Nur die Revisionisten behaupten das Gegenteil. Es mag paradox klingen, dem Gesetz der Ungleichmäßigkeit folgend hat der Kapitalismus sich nach einer Krise immer wieder aus der Krise heraus gearbeitet und es unter größten Anstrengungen sogar zur Globalisierung der Produktivkräfte geschafft, um heute in die tiefste Krise seiner Geschichte zu geraten. Ob sie die letzte Krise ist, das hängt ganz vom Weltproletariat ab. Es ist also nicht so, dass der Kapitalismus dem Gesetz der Ungleichmäßigkeit - einer Naturgewalt gleich - hilflos ausgeliefert ist, sondern bislang immer Mittel und Wege fand, „das Schlimmste“ zu verhindern oder aus dem „Schlimmsten“ immer wieder seine Existenz zu verlängern. Das ist eine unbestreitbare historische Tatsache. Also: Eine absolute Ausweglosigkeit aus Krisen gibt es nicht für den Kapitalismus. Jedenfalls ist es uns noch nicht wieder gelungen, die Möglichkeit der Errichtung oder Wiedererrichtung des Sozialismus „in einem Land“ zu nutzen, so wie sie damals von den Bolschewiki genutzt wurde. Und das ist auch eine unbestreitbare historische Tatsache. Wenn man Lenins Zitat also nach 94 Jahren heranzieht, ist es erlaubt, unter diesen Umständen seine aktuelle Gültigkeit erneut zu überprüfen. Lässt sich die Gültigkeit der These Lenins denn noch besser überprüfen als an Hand der gegenwärtigen Weltkrise ?
Warum ist jetzt die Möglichkeit für den Sozialismus im Weltmaßstab größer geworden als die Möglichkeit des Sozialismus „in einem“ Lande ?
Die Globalisierung ist noch kein Weltsozialismus, aber diese kapitalistische Produktionsweise entspricht schon nicht mehr derjenigen wie sie noch in den alten kapitalistischen Nationen zur Zeit Lenins und Stalins vorherrschten (wobei weltmonopolistischer Kapitalismus, staatsmonopolistischer Weltkapitalismus usw., natürlich dem Wesen nach verschiedene Formen des Kapitalismus bleiben und nicht zum „Staatssozialismus“, Kautskys „Ultra-Imperialismus“ usw. mutieren können, wie es die Reformisten der II. Internationale behaupteten – dies sei hier nur sicherheitshalber angemerkt, um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen !!), sondern ein gewaltiger Schritt zum Weltsozialismus, so dass man – die Diktatur des Weltproletariats vorausgesetzt - „von diesem Schritt schon nicht mehr ohne eine unerhörte Vergewaltigung der Massen zum Kapitalismus zurück kehren könnte“ (Lenin, Werke Band 25, Seite 371); ... ja, eine Rückkehr zur veralteten Form des Sozialismus „in einem“ Land ( so wie sie in der ersten Periode des Sozialismus noch hervorragend gepasst hatte und historisch von uns unbedingt zu verteidigen ist) muss – objektiv und ehrlich gesehen, nüchtern und unvoreingenommen betrachtet - schon als Rückschritt für die nahen weltsozialistischen und für die fernen weltkommunistischen Perspektiven der vor uns liegenden sozialistische Weltrevolution bewertet werden muss.
Man kann heute von den Weltmonopolen aus nicht vorwärts schreiten, ohne unvermeidlich zum Weltsozialismus zu gelangen.
Wenn sich ein globalisiertes kapitalistisches Großunternehmen in ein Weltmonopol verwandelt, dann bedeutet das, dass es – rein ökonomisch mit den Augen eines weltrevolutionären Arbeiters gesehen - alle Völker der Welt beliefern „könnte“. Wenn dieses Unternehmen zum globalisierten Monopol in vertraglichen Händen der Staaten der Welt gemacht worden ist (zum Beispiel im Falle seiner Insolvenz, bedingt durch die Weltkrise), dann bedeutet das einen Schritt zum Weltsozialismus, denn:
Der Weltsozialismus ist nichts anderes als globalisierter Staatsmonopolismus, der zum Nutzen aller Völker angewandt wird und dadurch aufgehört hat, kapitalistisches Weltmonopol zu sein.
Der globalisierte Kapitalismus hat alle Länder der Welt in engste Verbindung und gegenseitige Abhängigkeit gebracht, ja jedes für sich in existentielle wirtschaftliche Notlage gedrängt. Er hat die Länder vernetzt und internationalisiert und wird nun in der Krise damit nicht mehr fertig. Sie werden in seinen eigenen Händen für ihn wertlos. Zur Rettung der Weltmonopole geraten diese unter globale Trägerschaft und Aufsicht kapitalistischer Staaten.
So zu sagen, vollzieht sich unter größten Bauchschmerzen eine internationale Verstaatlichung der globalisierten Weltmonopole. Wäre das nicht der Fall, dann wäre es Unsinn, heute bereits von der „technischen“ Durchführbarkeit des Weltsozialismus zu sprechen. Was die heutige Krise der Globalisierung für das Herannahen der sozialistischen Weltrevolution bewirkt, das hat die ganze weltkapitalistische Entwicklung seit der Nachkriegszeit nicht bewirken können. Die Teilverstaatlichungen und die damit verbundenen gewissen Formen der „Enteignung“ als Ausdruck der öffentlichen Regulierung des Finanzkapitals, die „vorübergehend“ staatlich beaufsichtigte und regulierte Produktion und ihrer Verteilung, die „Kontrollierung“ des Heuschreckenwesens, bringen die sozialistische Weltrevolution näher, indem sie hierfür objektiv bessere Voraussetzungen schaffen.
Jetzt gibt es kein Zurück mehr zur „Befreiung“ der Weltwirtschaft aus ihren staatlichen „Fesseln“. Die Zeit der freien Weltmarktwirtschaft ist abgelaufen und vorüber. Sie zurück zu sehnen bedeutet nur, auf den nächsten, größeren Crash zu warten, der unvermeidlich kommt. Diese „freie Weltwirtschaft“ hat sich selber den Strick gedreht, der sich nun in ihren voll gefressenen Hals schnürt und ihr die Luft abgedrückt hat. Jetzt kommt die Zeit der Weltwirtschaft unter ihrer staatlichen Leitung, die Leitung durch sozialistische Staatlichkeit, die Leitung der globalen Wirtschaft von globalen Arbeitern.
Bis jetzt wurde die Verlustseite der Weltwirtschaft abgeschrieben auf die Schultern des Weltproletariats und der anderen Werktätigen, während die Gewinnseite der Weltwirtschaft in private, dunkle Kanäle verschwand, wobei keiner auf der Welt – außer das Weltproletariat und die anderen Werktätigen in der Welt - danach fragt, wer jetzt diese Raubbeute versteckt hält – Namen, Adressen müssen her, damit die Arbeiter und Bauern der ganzen Welt diesen Raub vergesellschaftet. Heute ist das Privateigentum der Weltwirtschaft zu vergesellschaften und die Weltkapitalisten haben die Verlustseite abzutragen, indem sie in unsere sozialistischen Weltdienste gestellt werden, um uns beim Wiederaufbau der von den Weltkapitalisten an die Wand gefahrenen Weltwirtschaft zu helfen. Das ist jetzt die aktuelle Aufgabe, die das Weltproletariat jetzt konkret anpacken muss – die Weltwirtschaft in seine eigene Hand nehmen und sie wieder ankurbeln. Einen anderen Weg gibt es nicht.
Man darf sich weder fürchten, die neu entstandenen Verhältnisse so und nicht anders zu betrachten, noch darf man sich der Illusion hingeben, dass sich das Weltproletariat nur mal eben seine Weltmacht aus den Ärmel zu schütteln braucht, um den „globalen Laden zu übernehmen.“ So einfach wird es ihm die Weltbourgeoisie sicherlich nicht machen. Wenn sie schwer angeschlagen ist, streckt die Bourgeoisie ihre blutigen Krallen gegen jeden aus, der ihnen ihre Weltmacht streitig zu machen versucht.
Stehen bleiben kann man aber nicht – weder in der Globalisierung überhaupt, noch um so weniger in der globalen Krise.
Man muss entweder vorwärts schreiten zum Weltsozialismus oder zurückkehren in sein nationales Kämmerlein.
Nur dort kommt man heute unmöglich zurück zum alten Sozialismus „in einem“ Lande.
Zum Sozialismus kommt man nur, wenn man in der Globalisierung vorwärts schreitet, d.h., wenn man die Bremse löst, die der Kapitalismus in der Krise zu treten gezwungen ist.
So ist die welthistorische Frage heute für das Proletariat gestellt.
Wer Angst hat, zum Weltsozialismus zu schreiten, der ist schon zurück geblieben !
Mit der Globalisierung hat der Kapitalismus seine letzte Schuldigkeit getan.
Danach kommt nichts mehr !
Der Kapitalismus hat die globalisierte Welt im Augenblick ihrer tiefsten Krise auf der Türschwelle der sozialistischen Weltrevolution bereits abgelegt.
Ihr Arbeiter und Bauern auf der ganzen Welt, worauf wartet ihr noch ?
Nehmt die globalisierte Welt in eure Hand, um sie in euren gemeinsamen Dienst zu stellen ! !
Die Dialektik der jüngsten Geschichte der Globalisierung ist die, dass die globale Krise die Umwandlung des weltmonopolistischen Kapitalismus in den verstaatlichten Weltmonopolismus ungeheuer beschleunigt hat
und damit selber die materiellen Voraussetzungen des Weltsozialismus bereits vollendete !!
Die Globalisierung des Kapitalismus war die allerletzte Stufe zur Globalisierung des Sozialismus !
Die kapitalistische Krise der Globalisierung ist heute der Vorabend der sozialistischen Weltrevolution !
Zweifellos ist die heutige Weltkrise bereits zur Quelle jener tiefen Gärung geworden, die weltweit zunimmt, denn in dieser Weltkrise nehmen die Menschen ihre katastrophale Lage unter den Verhältnissen der Globalisierung viel deutlicher, viel politischer wahr als sonst – und zwar nicht nur in diesem oder jenen Land, sondern hier handelt es sich um das Wachsen eines globalen politischen Bewusstseins von ausnahmslos allen Menschen auf dieser Welt. So zu sagen reißt die Weltkrise auch den letzten Menschen auf der Erde in den Strudel der Weltkatastrophe, zwingt ihn zum Handeln auf die politische Weltbühne, um seiner hoffnungslosen Lage zu entkommen.
Heute muss man die Frage des Weltsozialismus anders stellen als früher. Diese Frage verbirgt sich nicht mehr hinter einer nebelhaften Wand, sondern kann und muss ganz konkret beantwortet werden, so dass jedem sofort die Vorteile des Weltsozialismus als Ausweg im jetzigen Moment der Krise ins Auge springen !! Der Arbeiter kann den Weltsozialismus nicht als „Sprung“ in eine ferne, utopische Welt begreifen, sondern nur als praktischen Ausweg aus seiner gegenwärtig miserablen Weltlage. Das was da ist, das was stillgelegt wurde, das muss er selber in Gange setzen. Wenn die Kapitalisten keinen Ausweg aus der Krise finden, die sie uns beschert haben, dann können nur die Arbeiter selbst diejenigen sein, die vorwärts schreiten mit ihrer Revolution. Wer sonst ?
Beginnen die Arbeiter der ganzen Welt damit, ihr Schicksal selber in die Hand zu nehmen, fangen sie an, selber etwas gegen die Krise zu tun, dann stehen sie schon mit einem Bein im Weltsozialismus.
Es ist also die heutige Weltkrise, die das Gesetz der Ungleichmäßigkeit verschärft zum Ausdruck bringt. Man sehe sich den Bankrott oder die Tendenz zum Bankrott in verschiedenen kapitalistischen Ländern an. Mit der Verschärfung des Gesetzes der Ungleichmäßigkeit nimmt aber nicht nur der Zerfall dieses oder jenes Landes zu, sondern – und das ist das Entscheidende – der Zerfall des ganzen weltkapitalistischen Systems. Eben das zeigt das objektive Heranreifen der Weltrevolution unter den Bedingungen des jetzt global wirksam werdenden Gesetzes der Ungleichmäßigkeit.
„Das Kapital ist ein internationales Übel, aber gerade weil es ein internationales Übel ist, sind alle Länder untereinander bereits so eng verbunden, dass der Untergang der einen alle übrigen mit in den Abgrund reißen wird“ (Lenin, Werke, Band 32, Seite 109).
Heute tritt ein großes Weltproletariat durch die Krise vereint gegen einen Weltimperialismus auf, in dem die einen Staaten auf Kosten der anderen Staaten aus der Krise – letztlich auf Kosten des Weltproletariats und der anderen Werktätigen auf dieser Welt, heraus zu kommen versuchen, wodurch sie den gesamten Zerfall des Weltimperialismus nur noch mehr beschleunigen. Doch nichts zerfällt, wenn es nicht zu Fall gebracht wird.
„Die bürgerliche Ordnung in der ganzen Welt macht eine ungeheure revolutionäre Krise durch. Wir müssen jetzt durch die Praxis der revolutionären Parteien ´beweisen` , dass sie genügend Bewusstheit, Organisiertheit, Verbindung mit den ausgebeuteten Massen, Entschlossenheit und Fähigkeit besitzen, um die Krise für eine erfolgreiche, für eine siegreiche Revolution auszunutzen“ (Lenin, Band 31, Seite 215).
- Es handelt sich bei dem weltsozialistischen Lager also um das erste sozialistische Weltlager, das den Weltkapitalismus zuerst global überwältigt, um dadurch in einem nach dem anderen Land mit der sozialistischen Revolution überhaupt siegen zu können.
- Das Weltproletariat erobert sich die von den Ländern abgetrennte globale Macht der Weltbourgeoisie, um sich sodann der Bourgeoisie in den einzelnen kapitalistischen Ländern entgegenzustellen.
- Die eroberte globale Machtposition des Weltproletariats garantiert noch nicht die Machtposition des Proletariats im einzelnen Land.
- Der Sieg der sozialistischen Weltrevolution bedeutete noch nicht die volle Garantie gegenüber Restaurationsversuchen in den einzelnen kapitalistischen Ländern.
- Die Aufrechterhaltung der unter den gemeinsamen Anstrengungen der Proletarier aller Länder eroberten zentralen Machtpositionen des Weltimperialismus sind auf Dauer undenkbar ohne die dadurch unvermeidbar eintretenden Zusammenstöße der Klassen in den einzelnen Ländern.
Genossen, es ist die Komintern / ML und niemand anders, die die Wahrheit entdeckt hat, dass der Sieg des Weltproletariats unter den heutigen Bedingungen der Globalisierung möglich ist, auch wenn es noch nirgends auf der Welt eine Diktatur des Proletariats „in einem“ Land gibt. Wir haben den Mut, diese Wahrheit auszusprechen und man muss auch den Mut haben, offen auszusprechen, dass die Komintern / ML die Frage des Weltsozialismus hier auf neue Art gestellt hat und aller Wahrscheinlichkeit nach gute Aussichten hat, ihre neue Theorie von der Weltrevolution erfolgreich in die Tat umzusetzen. Wir stützen uns dabei auf Stalin, der da sagte:
„Eine Sache ist es zu sagen: Fange mit der Revolution an, in der allernächsten Zeit wird dich die siegreiche Revolution in anderen Ländern unterstützen, wobei du im Falle eines Sieges in den anderen Ländern auf den Sieg rechnen kannst. Das ist eine Sache. Eine ganz andere Sache ist es zu sagen: Fange mit der Revolution an und führe sie weiter in dem Bewusstsein, dass, selbst wenn der Sieg der Revolution in anderen Ländern in der nächsten Zeit ausbleibt, die Kampfbedingungen jetzt, in der Periode des entwickelten Imperialismus, derart sind, dass du dennoch siegen kannst, um dann die Revolution in anderen Ländern zu entfachen. Das ist eine andere Sache“ (Stalin, Band 8, Seite 273).
Eine Sache ist es zu sagen: Fange mit der Weltrevolution an, in der allernächsten Zeit wird dich die siegreiche Revolution in einzelnen Ländern unterstützen, wobei du im Falle eines Sieges in diesen einzelnen Ländern auf den Sieg rechnen kannst. Das ist eine Sache. Eine ganz andere Sache ist es zu sagen: Fange mit der Weltrevolution an und führe sie weiter in dem Bewusstsein, dass, selbst wenn der Sieg der Revolution in einzelnen Ländern in der nächsten Zeit ausbleibt, die Kampfbedingungen jetzt, in der Periode der Globalisierung des Imperialismus, derart sind, dass du dennoch siegen kannst, um dann die Revolution in einzelnen Ländern zu entfachen. Das ist eine andere Sache. Warum ? Sagen wir doch einfach ohne um den heißen Brei zu reden - kurz und bündig - was wir wollen:
Das Weltproletariat ist heute die einzige Kraft, die den Weltkapitalismus besiegen kann und damit das entscheidende weltrevolutionäre Subjekt. Es ist daher dazu bestimmt, mit der sozialistischen Weltrevolution zu beginnen und die unterdrückten und ausgebeuteten Klassen dieser Erde in die Weltschlachten zu führen, dieses globale Befreiungsinstrument zu beherrschen und zu meistern mit Hilfe seiner Weltpartei. Es muss hierfür alle seine Klassenabteilungen in den Ländern, die von ihren einzelnen Kommunistischen Parteien angeführt werden, mobilisieren und deren mobilisierte Kraft konzentrieren und zentralisieren, Wobei es die Aufgabe einer jeden Kommunistischen Partei ist, ein Höchstmaß an Unterstützung für die sozialistische Weltrevolution aus ihrer Abteilung herauszuholen, damit das Weltproletariat diese Kräfte mit denen aller anderen Abteilungen zu einem Höchstmaß an globaler Kraft bündeln und vereinigen kann, das ausreichen muss, um das Bollwerk des Weltimperialismus zu zerschlagen. Selbst, wenn die eine oder andere Abteilung dabei noch nicht sofort ihren Revolution im eigenen Land vollenden konnte, so besteht ihr halber Sieg bereits darin, dass sie dazu beigetragen hat, den globalen Sieg des Weltproletariats herbeizuführen. Die andere Hälfte des Sieges kommt dann vom Weltproletariat, das global gesiegt hat, und das nämlich nunmehr mit der ihm verliehenen globalen Macht zur Befreiung aller noch zurückgebliebenen Abteilungen beitragen wird und damit den Sieg des Proletariats auch in diesen Ländern erleichtert. Dieser bolschewistische Formel bringt den Plan des heutigen Stalinismus zum Ausdruck, den weltbolschewistischen Plan der Komintern / ML.
Wir haben diese beiden Formeln hier sauber gegenüber gestellt, um Klarheit in der Frage der Weltrevolution zu schaffen. Wir haben diese beiden Formeln hier außerdem gegenübergestellt, um den Neo-Revisionismus bloß zu stellen, der sich hinter der alten Formel von Stalin zu verschanzen sucht, die damals voll gültig war, heute aber unter völlig neuen Bedingungen etwas verändert werden musste, damit er als Anleitung zur Durchführung der sozialistischen Weltrevolution von heute siegreich bleiben kann.
Genauso war damals die von Marx und Engels aufgestellte Theorie von der Weltrevolution überholt und ungültig, nachdem sich die Bedingungen des Imperialismus entwickelt hatten.
Zur Zeit Lenins und Stalins waren es zum Beispiel Trotzki und die Sinowjewleute, die im Auftrag der II. Internationale den Aufbau der UdSSR untergruben und die Bolschewiki des Verrats an Marx und Engels beschuldigten, nur weil diese an der Möglichkeit des Sieges des Sozialismus „in einem“ Land festhielten.
Ausgangspunkt und Kernpunkt der Theorie der Weltrevolution Lenins und Stalins war der Imperialismus VOR seiner Globalisierung.
Er kann nun, nach der Globalisierung, nicht mehr seine Gültigkeit als Ausgangspunkt und Kernpunkt beibehalten.
Die Theorie der Weltrevolution musste also auf Grund der veränderten objektiven Bedingungen unvermeidlich revidiert werden und das gilt auch für unsere Generallinie aus dem Jahre 2001, die sich noch strikt an die alte Formel von Lenin und Stalin angelehnt hatte.
Und es ist dabei ebenso unvermeidlich, dass sich die Neo-Revisionisten heute dem Wesen nach gegen unsere neue Theorie der Weltrevolution stellen müssen. Das hat für uns eine ganze Menge Vorteile, die wir nutzen werden.
Wir haben keine Angst, wegen unserer Fehler ausgelacht zu werden. Es geht um die Sache des Weltproletariats und nicht darum, dass wir selber unserem „Image schaden“ würden.
Wir werden unsere neue weltrevolutionäre Theorie genauso verteidigen und weiter entwickeln wie Stalin die Lenin`sche Theorie der Weltrevolution verteidigt und weiter entwickelt hatte.
Ehrlich, Genossen. Was soll denn so „anti-marxistisch“ an unserer weltbolschewistischen Formel sein ? Jeder weiß doch, dass heute die ganze Welt global produziert, sich global versorgt, global denkt und global handelt, also sich auch global revolutioniert und sich global befreit.
Warum sollen ausgerechnet wir Marxisten-Leninisten, wir INTERNATIONALISTEN uns weigern, global zu denken und zu handeln ?
Sind wir Internationalisten in Worten oder Internationalisten der Tat ? Bei uns Weltbolschewisten stimmen Wort und Tat global überein !
Seit Marx die Lehre des proletarischen Internationalismus entwickelt hatte, haben wir doch nichts anderes getan, als diesen Internationalismus zu verteidigen und weiter zu entwickeln – und zwar in solchen unterschiedlichen Formen, die der jeweiligen Klassenkampfsituation entsprachen.
Heute sind das globale Formen des Klassenkampfes, hat unser heutiger proletarischer Internationalismus also eine globalistische Form.
Marx und Engels haben uns gelehrt, als Kommunisten in erster Linie stets die Gesamtbewegung des Proletariats voran zu treiben. Tun wir etwas anderes, wenn wir heute die globale Bewegung des Proletariats voran treiben wollen ?
Die Vorherrschaft der globalen Produktionsweise des heutigen Lebens auf der Welt ist es doch schließlich, die im Entwicklungsprozess unseres weltrevolutionären Bewusstseins vorherrscht, unsere weltrevolutionäre Theorie bedingt.
Ist es etwa verkehrt, uns darauf zu stützen ?
Wer ist denn heute das revolutionäre Subjekt, das sich am mächtigsten zur Revolution erheben kann ?
Das sowjetische oder albanische Proletariat ? Sicherlich auch , doch wohl nicht allein.
Es muss doch einleuchten, dass heute das revolutionäre Subjekt keine Klasse eines Landes allein sein kann so wie früher. Das kann nur eine Klasse sein, die die globale Produktionsweise gemeistert hat und dadurch (und nur dadurch !) in der Lage ist, auch die globalen Produktionsverhältnisse umzuwälzen.
Welche Kraft eines einzelnen Landes, welche andere globale Kraft, sollte dazu sonst in der Lage sein ?
Dazu ist heute nur das Weltproletariat in der Lage, das durch seine globale Produktionsweise zu einer selbständigen globalen Klasse herangewachsen ist und ein selbständiges weltrevolutionäres Bewusstsein entwickelt.
Diese globale Klasse ist heute also zweifellos das eigentliche revolutionäre Subjekt geworden, das die Revolution anführen wird, aber nicht mehr wie früher das Proletariat irgendeines Landes.
Wenn man dies also anerkennt, warum soll dann nicht das Weltproletariat mit der globalen Weltrevolution beginnen ?
Wenn man dies akzeptiert, warum sollte es dann dem Weltproletariat nicht möglich sein, den Sieg über die Weltbourgeoisie zu erringen ?
Wenn man dies so und nicht anders begriffen hat, dann muss man doch auch den Mut aufbringen und die alte Formel von der Möglichkeit des Sozialismus „in einem“ Land verwerfen , denn damit kann man heute noch weniger eine Weltrevolution entfachen, als damals.
Ist es also nicht richtig, dass das Weltproletariat mit der Weltrevolution beginnt ? Ist diese Frage wirklich so abwegig?
Man sage uns doch bitte, wer denn sonst soll mit der Weltrevolution beginnen – das Proletariat in Grönland etwa ?
Doch wohl kaum. Das Proletariat in diesem oder in jenem Land ?
Das scheint doch heute wohl fragwürdig zu sein nach über 60 Jahren, als die zweite und letzte sozialistische Revolution in einem Land gesiegt hatte, also in Albanien nach Russland. Die Frage, welches Land die Weltrevolution heute oder morgen anführen wird, wie damals das russische Proletariat mit der Oktoberrevolution, stellt sich doch überhaupt nicht mehr, wenn es dafür bereits eine globale Klasse gibt, die aus der Globalisierung hervorgegangen ist und dies viel besser erledigen kann.
Keine genaue Antwort auf unsere Fragen geben können, aber trotzdem unseren Standpunkt angreifen, das können doch nur Opportunisten tun.
Wenn das Weltproletariat die einzige Kraft ist, die die Gesellschaftsformation der Welt als Ganzes revolutionär umwälzen kann, dann ist das Weltproletariat auch die einzige Kraft , die die Weltrevolution zum Ausgangs- und Kernpunkt seiner revolutionären Bewegung machen kann, mit ihr beginnen wird, sie zum siegreichen Ende bringt.
Daran gibt es bei uns überhaupt keinen Zweifel.
Die globale Kraft der Weltrevolution von heute muss unvermeidlich stärker sein als jede andere, als jede bisherige Kraft der Revolution in einem Land, ist stärker als selbst die Kraft der Oktoberrevolution. Und das kann auch objektiv gar nicht anders sein. Das ist gut so und auch notwendig.
Das Weltproletariat hat alles, was notwendig ist, um den Weltsozialismus vollständig aufzubauen. Also kann und muss das Weltproletariat aus eigener Kraft die Macht der Weltbourgeoisie überwinden und die sozialistische, globale Gesellschaft aufbauen.
Wir leben nicht in einem Staat, sondern in einem globalen Staatensystem, dessen kapitalistische Verbindungen zwar mit der Weltrevolution gekappt, aber deswegen noch nicht erobert sind.
Die Eroberung seiner globalen Macht, das ist angesichts der Kraft des Weltproletariats nicht das entscheidende Problem. Die Umsetzung der eroberten globalen Macht in jedem einzelnen Land ist das größte Problem. Das ist der schwächste Punkt der Weltrevolution.
Die Verwandlung jedes bürgerlichen Staates in einen sozialistischen Staat zur Schaffung eines sozialistischen Staatensystems muss also unmittelbar folgend ausgefochten werden und das ist der eigentliche, der komplizierteste, schwierigste und langwierigste Abschnitt der Weltrevolution, der entscheidet, ob die globale Eroberung der Machtposition des Weltproletariats wieder von der Konterrevolution rückgängig gemacht werden kann, bevor die Weltrevolution in jedem Land gesiegt hat oder nicht.
Hier haben sich die Kommunistischen Parteien in den einzelnen Länder als weltrevolutionäre Abteilungen des Weltproletariats zu bewähren, denn von ihnen, und nur von ihnen, wird es abhängen, wie sich die globalen Machtverhältnisse in den einzelnen Ländern umsetzen und verankern lassen. Davon hängt schließlich Sieg und Niederlage der ganzen Weltrevolution ab.
Nur die Revolutionen in den einzelnen Ländern werden den errungenen globalen Sieg des Weltproletariats absichern, festigen und garantieren können. Aber nur, wenn das Weltproletariat die globalen Machtverhältnisse ändert, wird es den einzelnen Ländern überhaupt gelingen, ihre sozialistische Revolution siegreich zu beenden.
Das sind die beiden wichtigsten Elemente der Weltrevolution und nur wenn diese beiden wichtigsten Elemente optimal in einander greifen, wird das die Weltrevolution zum vollständigen Sieg führen können.
Der Kampf für oder gegen den Aufbau der sozialistischen Kette muss also mühselig in jedem einzelnen Land geführt werden und so lange bleibt der globale Zugriff des Weltproletariats auf die Lebensadern des Weltkapitals in Gefahr, können diese Lebensadern vom Weltimperialismus jeder Zeit wieder zurückerobert werden.
Die globalen Verhältnisse, unter denen wir unsere globale revolutionäre Arbeit leisten, werden also nicht allein vom globalen Rahmen bestimmt, sondern auch von unseren Wechselbeziehungen zu den Ländern, insbesondere zu den Ländern des Hinterlandes des Weltimperialismus. Warum ?
Sieht man sich die heutigen Raubkriege der Imperialisten an, so stoßen sie in den Ländern, aus denen sie ihre Rohstoffe klauen, auf revolutionären Widerstand der Volksmassen. Mit ihrer Kanonenbootpolitik provozieren sie den anti-imperialistischen Krieg überall auf der Welt. Es ist nicht die Stärke, sondern seine Schwäche, die den Weltimperialismus dazu treibt, das Blut der Völker in deren geraubten Öl zu ertränken – und genau dieser anti-imperialistische Krieg der Völker wird dem Weltimperialismus früher oder später zum Verhängnis werden.
Der Weltimperialismus hängt am Tropf seines Hinterlandes und das Weltproletariat muss alle Voraussetzungen dafür schaffen, damit der Hahn dieses Tropfes von den weltproletarischen Abteilungen des Hinterlandes nicht nur abgeschaltet wird, (ohne dabei vor Ort auf nennenswerten Widerstand der Konterrevolution des Weltimperialismus stoßen zu müssen), sondern gleichzeitig mit den konfiskierten Quellen aus dem Hinterland Lebensadern des Weltproletariats geschaffen werden (notfalls mit jenen bürgerliche Kräften, die dort von der Globalisierung des Weltimperialismus platt gemacht wurden und gar keine andere Alternative haben, als mit uns und unter unserer politischen Kontrolle zu kooperieren), um die materielle Versorgung der Weltrevolution zu sichern.
„Die Hauptkräfte der Revolution sind im entscheidenden Augenblick an dem verwundbarsten Punkt des Gegners zu konzentrieren, wenn die Revolution bereits heran gereift ist, wenn die Offensive mit Volldampf eingesetzt hat, wenn der Aufstand an die Tore pocht und die Heranziehung der Reserven an die Avantgarde die entscheidende Bedingung für den Erfolg ist“ (Stalin, „Grundlagen des Leninismus“, Kapitel VII, Strategie und Taktik). Also Heranziehung der Reserven des Hinterlandes durch die Komintern / ML.
„Und es ist absolut klar, dass in den kommenden entscheidenden Schlachten der Weltrevolution die ursprünglich auf die nationale Befreiung gerichtete Bewegung der Mehrheit der Bevölkerung des Erdballs sich gegen den Kapitalismus und Imperialismus kehren und vielleicht eine viel größere revolutionäre Rolle spielen wird, als wir es erwarten“ (Lenin, Band 32, Seite 505, III. Kongress der Kommunistischen Internationale).
All das macht begreiflich, dass man einen sorgfältig ausgearbeiteten zentralen, strategischen Plan und taktisch-operative Pläne vor Ort für die Organisierung des Weltaufstand des Proletariats in der Tasche haben muss, bevor man diesen ausrufen kann. Hierüber werden - aus sehr verständlichen Gründen - in der Öffentlichkeit keinerlei konkrete Angaben gemacht. Diese Dinge werden das wohl gehütetste aller Geheimnisse der zentralen Führung der Komintern / ML bleiben, die die einzelnen operativen Einheiten weltweit koordiniert und welche von der Zentrale nur so viel erfahren, wie es zur disziplinierten Durchführung ihrer Operation erforderlich ist. Wir sagen nur so viel, dass solchen Revolutionen - wie wir sie gegenwärtig im Iran erleben - von überaus großer Bedeutung für den Weltaufstand des Proletariats, für den Tag X, sein werden.
Sozialistische Weltkette oder Restauration der kapitalistischen Kette ? – diese Frage kann nur in einer mehr oder weniger längeren Periode des Klassenkampfes entschieden werden.
Eben von globaler Machtposition aus den einzelnen Ländern dabei zu helfen, in ihrem Klassenkampf die Diktatur des Proletariats zu erobern, eben das Durchschneiden der Bänder, die die kapitalistischen Länder wie Lebensadern zunächst mit dem Weltkapital und sodann untereinander verbinden, ist erst die Voraussetzung dafür, dass der Sieg über den Kapitalismus in den einzelnen Ländern möglich und wahrscheinlich wird, eben darin besteht die revolutionäre Zusammenarbeit der Proletarier aller Länder, erst unter Schaffung dieser Voraussetzung wird ihr gemeinsamer Sieg garantiert.
Wo also sind die entscheidenden Lebensadern des Weltkapitals abzuschneiden und in notwendige Lebensadern des Aufbaus der sozialistischen Kette zu verwandeln ??
Der Stalinismus hat uns darauf längst eine Antwort gegeben, wir brauchen nur den Sieg des Großen Vaterländischen Krieges sorgfältig studieren:
Es handelt sich um das Abtrennen der Lebensbahnen zum Hinterland, zu den Rohstoffquellen des Weltimperialismus, was voraussetzt, dass Lebensadern zwischen den Proletariern in den Kernländern des Weltimperialismus und den Proletariern seines Hinterlandes vorher schon kräftig fließen müssen, dass die Unterbrechung dieses dringend notwendigen fließenden Verkehrs durch die Spalterpolitik der Weltbourgeoisie überwunden und aufgehoben werden muss, um den Weltimperialismus auf diese Weise in die Zange nehmen zu können usw. usf.
Stalin lehrte die Verbindung der proletarischen revolutionären Bewegung in den kapitalistischen Kernländern mit den nationalen Befreiungsbewegungen der unterdrückten Nationen.
Diese Losung kommt beim Zupacken des schwächsten Kettengliedes in der heutigen Kette des Weltimperialismus aktuelle Bedeutung für die Strategie und Taktik der Weltrevolution zu. Die „nationalen“ und internationalen Aufgaben der Weltrevolution bilden eine Einheit und sind unteilbar. Der Generalstab des Weltproletariats konzentriert sich auf die Lösung dieser Aufgabe.
Sein Hinterland war und ist der schwächste Punkt des weltimperialistischen Systems, sein schwächstes Kettenglied - und damit ist es automatisch dasjenige Glied der Kette, das das Proletariat als erstes ergreifen muss, um sich in den Besitz der gesamten Kette zu bringen und um damit notwendiger Weise seine eigene neue weltsozialistische Kette zusammenzusetzen und aufzubauen.
Das Hinterland des Weltimperialismus, das ist das entscheidende Kettenglied, das ergriffen werden muss, um die ganze Kette des Weltimperialismus zu erobern. Dort muss der weltrevolutionäre Hebel angesetzt werden. Was damals für die Sowjetunion galt, muss heute im Weltmaßstab gelten:
„Eins von beiden: Entweder rütteln wir das tiefe Hinterland des Imperialismus – die kolonialen und halbkolonialen Länder des Ostens – auf, revolutionieren es und beschleunigen dadurch den Zusammenbruch des Imperialismus, oder wir versagen hier und stärken dadurch den Imperialismus, schwächen die Kraft unserer Bewegung. So ist es um die Frage bestellt“ (Stalin, Band 5, Seite 208).
Nur auf Kosten des Weltkapitals können wir mit der Eroberung seiner Lebensadern zum Hinterland sowohl die Mehrheit der Bevölkerung des Hinterlandes als auch die Mehrheit der Bevölkerung des Kernlands des Imperialismus sofort mit den nötigen Gütern versorgen, die ökonomischen Bedürfnisse befriedigen und die gesamte Weltbevölkerung auf unsere Seite ziehen, um die eroberte politische Macht des Weltproletariats ökonomisch abzusichern und sie in die einzelnen Länder zu tragen.
Die Menschen sterben Hungers trotz globalen Reichtums. Die Krise kann dadurch beendet werden, dass die einen die Rohstoffe, die anderen die Technik ihrer Verarbeitung liefern, um die so erzeugten Produkte auf alle zu verteilen und die Bedürfnisse aller zu befriedigen. Wer dabei stört, das sind die multinationalen Monopole. Der Kapitalismus stellt sich dem also in den Weg, also muss er beseitigt werden, wo er sich in den Weg gestellt hat. Werden stattdessen richtige Beziehungen zwischen Kern- und Hinterland angebahnt, dann lässt sich die Weltwirtschaft wieder herstellen.
Zu diesem Zweck kann man bestimmte Kapitalisten durchaus in der Überbrückungsphase in unseren Dienst stellen ( NÖP-Politik im Weltmaßstab), aber wir müssen dabei unbedingt jede Überschätzung unserer Möglichkeiten weltsozialistischer ökonomischer Umgestaltungen in der Anfangsphase der Weltrevolution tunlichst vermeiden und von vorschnellen Luftschlössern Abstand halten. Das kann uns Kopf und Kragen kosten.
Für die Zeit der Globalrevolution ist globale Elastizität notwendig, die nur mit einem zentralistisch geführten Kampf erreicht und mit zentralistischer Macht gesichert werden kann.
Worum es dabei im Einzelnen jedoch geht, das wird ganz von den Bedingungen abhängen, die wir nicht voraussehen können.
Die gegenwärtigen Revolutionen in verschiedenen Ländern spielen dabei eine sehr wichtige Rolle, weil sie sich der globalen Gewalt des Weltkapitalismus widersetzen.
Die Weltrevolution wird gekrönt mit dem zuletzt geschaffenen sozialistischen Land auf der Welt.
Die Frage „wer-wen?“ wird also erst dann endgültig entschieden sein, wenn die globale Machtposition des Weltproletariats ausgereicht hat, jene günstigen und erleichternden Bedingungen zu schaffen, die das Proletariat in jedem Land braucht, um dort die Diktatur des Proletariats zu errichten und den Sozialismus aufzubauen.
Mit den gemeinsamen Anstrengungen bringen die Proletarier aller Länder die sozialistische Weltrevolution ins Rollen, aber erst, wenn sich das letzte Land befreit hat, kann dieser Versuch des Weltproletariats, sich mit einem weltsozialistischen Lager befreit zu haben, als erfolgreich und gelungen gelten.
Als Lenin die Diktatur des Proletariats verwirklichte, konnte er noch nicht voraussagen wie dieses Experiment verlaufen wird. Das kann die Komintern / ML heute mit ihrem Experiment natürlich genauso wenig. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
Es hat nie eine Revolution mit Garantieschein gegeben und dies dem Weltproletariat zu versprechen, wäre ein Verbrechen an ihm. Der Erfolg basiert stets auf dem Misserfolg der vorangegangenen Revolution. Und unser Experiment wird vielleicht nicht das letzte sein auf dem Weg zur Befreiung des Arbeiters, aber für das Weltproletariat ist diese Frage unerheblich. Es ist gerade deswegen revolutionär, weil es aus seinen Niederlagen lernt und erstarkt trotz der Übermacht des Weltimperialismus. Niemals wird das Weltproletariat auf seine nächste Revolution verzichten, nur weil die vorherige Revolution gescheitert war, im Gegenteil, das Weltproletariat kann gar nicht auf seine Revolution verzichten, wenn es am Leben bleiben will. Es hat rein objektiv gar keine andere Alternative als seine revolutionäre Befreiung voran zu treiben.
Das weltsozialistische Lager wird also nicht mehr – wie einst das stalinistische Weltlager – beschränkt auf einem bestimmten Territorium der Erde aufgerichtet. Es konnte sich von dort aus ebenso wenig in einem Prozess des gleichmäßigen oder harmonisch-proportionalen Übergangs globalisieren wie die Kommune in weitere kapitalistische Länder. Genau umgekehrt. Aufgrund der ungleichmäßigen weltkapitalistischen Globalisierungsverhältnisse wird der Aufbau des weltsozialistischen Lagers ein ebenso ungleichmäßiger globalrevolutionärer Prozess sein. In unserer globalisierten Welt hat die Rolle des schwächsten Gliedes nicht ihre Bedeutung verloren – im Gegenteil, sie nimmt globale Gestalt an, ist von globaler Bedeutung für die Weltrevolution, aber wie Lenin sagte:
„Der ganze Marxismus, sein ganzes System verlangt, dass jede These [so auch die These vom proletarischen Weltaufstand – Anmerkung der Redaktion] nur: a- historisch; b – nur in Verbindung mit anderen; c – nur in Verbindung mit den konkreten Erfahrungen der Geschichte betrachtet wird“ (Lenin, Band 35, Seite 227).
„Die Strategie und Taktik der Vereinigung des Weltproletariats ist die Strategie und Taktik der Überwindung seiner Spaltung durch die Weltbourgeoisie und die Strategie und Taktik zur Spaltung der Weltbourgeoisie. Die Zentralisation des Weltkapitals bedingt die Zentralisation der sozialistischen Revolution. Aus dem Kapitalismus wird der globale Kapitalismus. Aus der sozialistischen Revolution wird die globale sozialistische Revolution – nicht direkt durch die sozialistische Revolution in „einem“ Land, sondern über den „Umweg“ des globalisierten Weltkapitals. Was bedeutet das für die sozialistische Revolution, für das Herausbrechen eines schwächsten imperialistischen Kettengliedes? Prinzipiell ändert das dem Wesen nach nichts an der Notwendigkeit des Herausbrechens des schwächsten Kettengliedes der imperialistischen Kette. Was sich ändert, ist lediglich die internationale Form dieser Bewegung, in der sich das Herausbrechen vollzieht. Es geht also nur um das Verwerfen der alten Taktik, wie herausgebrochen wird , nicht um die Leugnung der Strategie des Herausbrechens als solche. Der weltrevolutionäre Charakter der sozialistischen Revolution in einem Land bleibt erhalten, nicht aber die Form der sozialistischen Revolution. Das Herausbrechen nimmt nunmehr eine globale Form an, verliert seine national beschränkte Hülle, wird zum Neben-Produkt des revolutionären Weltprozesses gegen das Weltkapital.“
Wir haben dieses Zitat aus unserer im Jahr 2006/2007 erschienenen Schrift: „Weltproletariat – vereinige alle Länder !“ entnommen. Die neue Fragestellung des Herausbrechens, seine Modifizierung unter den Bedingungen der heutigen Globalisierung, haben wir dort bereits ausführlich dargestellt, was man dort nachlesen kann.
Aus dem globalisierten Lager des Kapitalismus entsteht das globalisierte Lager des Sozialismus. So wie das globalisierte Lager des Kapitalismus seine alten Weltstaaten formiert, so wird auch das globalisierte Lager des Sozialismus seine neuen Weltstaaten formieren, wird sich das weltkapitalistische Lager in das weltsozialistische Lager verwandeln.
Unser weltsozialistisches Lager besteht aber nicht nur aus der Arbeiterklasse, sondern auch aus dem werktätigen Teil der Bauernschaft. In einer globalen Klassenanalyse, bei der wissenschaftlichen Betrachtung der globalisierten Klassenverhältnisse, darf man die Bauernschaft, ihren werktätigen Teil, nicht ausklammern aus dem weltsozialistischen Lager. Die Komintern / ML ist selbstverständlich für den Anschluss der sich globalisierenden Bauernschaft, ihres werktätigen Teils, an die weltsozialistische Bewegung, wir sind selbstverständlich für deren Aufnahme ins weltsozialistische Lager. Den Bauern in der Weltdiktatur des Proletariats kommt im Wesen die gleiche Rolle und Bedeutung zu wie in der Diktatur des Proletariats „in einem“ Land, wenn das auch im Einzelnen erst durch Erfassung des tatsächlichen Entwicklungsstandes der weltwirtschaftlichen Bedingungen genauer vorher sagen lässt. Wenn die Bauern auf der ganzen Welt den Weltboden sozialisieren wollen, im Bündnis mit dem Weltproletariat, die die Banken internationalisieren und die Arbeiterkontrolle im Weltmaßstab schaffen werden, um alle Betriebe der Welt zu konfiskieren, so sind sie für uns zuverlässige Partner, die treuesten und wertvollsten Verbündeten.
Ist es denn nicht klar, Genossen, dass zwischen dem Weltkapitalismus und dem Weltsozialismus eine lange, mehr oder weniger schwierige Übergangsperiode der Weltdiktatur des Proletariats unvermeidlich ist, dass wir, ohne uns auf die Bauernschaft im Weltmaßstab zu stützen, die Weltdiktatur des Proletariats auch nicht einen Tag behaupten könnten ? Man darf sich den Weltsozialismus doch nicht etwa so vorstellen, als ob wir ihn auf dem Teller fix und fertig servieren könnten, das können wir nicht.
Erstens. Das Weltproletariat kann in der Weltrevolution nicht siegen, kann keinen globalen Sozialismus aufbauen ohne seine Verbündeten:
„Mit den Bauern „erhält die proletarische Revolution den Chor, ohne den ihr Sologesang in allen Bauernnationen zum Sterbelied wird“ (MEW, Bd 8, Seite 204, Anm.)
Stalin wies dabei gerade auf die Schwäche der proletarischen Revolutionen in Europa hin:
„Die Schwäche der proletarischen Revolutionen in Europa (auf dem Kontinent) besteht darin, dass dort das Proletariat weder diese Verbindung mit dem Dorf hat [damit meinte Stalin die Agrar-Revolution der russischen Bauernschaft gegen den Feudalismus unter der Führung des Proletariats – also statt Hammer Sichel und Gewehr - nur Hammer und Gewehr ohne Sichel - Anmerkung der Redaktion], noch diese Unterstützung erhält, dort vollzog sich die Befreiung der Bauernschaft vom Feudalismus unter Führung der Bourgeoisie (und nicht des Proletariats, das damals schwach war), was angesichts der gleichgültigen Haltung der Sozialdemokratie gegenüber den Interessen des Dorfes für lange Zeit der Bourgeoisie die Sympathien der Mehrheit der Bauern sicherte“ (Stalin, Band 5, Seite 74-75).
„Die Kraft der Oktoberrevolution besteht unter anderem darin, dass sie, zum Unterschied von den Revolutionen des Westens, das vielmillionenköpfige Kleinbürgertum und vor allem seine mächtigsten und zahlreichsten Schichten, die Bauernschaft, um das russische Proletariat zusammen geschlossen hat. Dadurch wurde die russische Bourgeoisie isoliert, ohne Armee gelassen, und das russische Proletariat wurde zum Gebieter über die Geschicke des Landes. Ohne das hätten die russischen Arbeiter die Macht nicht behaupten können“ (Stalin, Band 5, Seite 98).
Die Kraft der Weltrevolution wird unter anderem darin bestehen, dass sie das milliardenköpfige Kleinbürgertum und vor allem seine mächtigsten und zahlreichsten Schichten, die Bauernschaft, um das Weltproletariat zusammen schließen wird. Die globalisierte Welt ist heute wirtschaftlich so weit entwickelt, dass sofort Hunderte von Millionen rückständiger Bauern versorgt werden könnten. Dadurch wird die Weltbourgeoisie isoliert, ohne Armee gelassen, und das Weltproletariat wird zum Gebieter über die Geschicke der Welt. Ohne die Bauern wird das Weltproletariat seine Macht nicht behaupten können. Unter Anwendung des Gesetzes von der Wechselbeziehung zwischen den Arbeitern und Bauern wird ersten die sozialistische Weltrevolution vorbereitet und durchgeführt, zweitens die Diktatur des Weltproletariats errichtet,drittens der Weltsozialismus und viertens der Weltkommunismus aufgebaut. Arbeiter und Bauern schaffen gemeinsam die klassenlose Gesellschaft unter Führung des Weltproletariats.
Aus dieser Lehre des Stalinismus, der Lösung der Bauernfrage, erklärt sich auch das Symbol der Komintern / ML – nämlich Hammer, Sichel und Gewehr. Wir bedauern, dass wir diese wichtige Grundlage des Stalinismus, also die Lösung der Frage der Bauern ausgeklammert haben (Stalins Kollektivierung der Landwirtschaft in der UdSSR) – natürlich nicht aus politischen Gründen, sondern aus Platzgründen. Wir denken, dass wir noch einmal ausführlich in einem Extra-Artikel „Die Weltdiktatur des Proletariats – die Weltherrschaft der Arbeiter und Bauern unter Führung des Weltproletariats“ dazu Stellung nehmen werden.
Zweitens wird man nichts vom Aufbau verstehen können, ihn nicht meistern können, bevor man nicht bei den kapitalistischen Globalisierern in die Lehre gegangen ist. Das war beim Aufbau der UdSSR nicht anders. Wir bauen den Weltsozialismus auf dem auf, was der Weltkapitalismus hinterlassen hat. Wir können uns daher keinen Weltsozialismus vorstellen, der sich nicht auf die fachlichen (nur fachlichen) Lehren und Erfahrungen der globalisierten Ökonomie des Weltkapitalismus aufbaut. Es handelt sich hierbei selbstverständlich nicht um die Übernahme der Ausbeutermethoden der Weltbourgeoisie wie es die modernen Revisionisten machen, sondern darum, ihre Spezialisten des globalisierten Wirtschaftens in unseren Dienst zu stellen, sie in der ersten Zeit der Diktatur des Weltproletariats für uns arbeiten zu lassen bis wir sie aus eigener Kraft ersetzt haben.
Schwieriger ist die Übergangsperiode im Weltmaßstab jedenfalls im Vergleich zur Übergangsperiode „in einem“ Land deswegen, weil die Nationen viel unterschiedlichere Bedingungen ihrer Entwicklungen zu überwinden haben, dass die weltimperialistischen Wirtschaftsströme gekappt und diese Ströme umgeleitet werden müssen usw. usf. – leichter auf der anderen Seite im Vergleich zur Übergangsperiode „in einem“ Land ist sie hingegen deswegen, weil die Umkreisung des Weltkapitalismus weggefallen ist und eine fertige, hoch entwickelte Weltwirtschaft bereits übernommen werden kann, ohne dass eine sozialistische Weltwirtschaft gegen eine kapitalistische Weltwirtschaft aufgerichtet werden muss. Der Anfang mag schwieriger sein, aber die Übergangsperiode zum Weltsozialismus wird auf jeden Fall in ihrem Verlauf viel gewaltiger, leichter und flotter vonstatten gehen als die Übergangsperiode „in einem“ Land, weil der Weltkapitalismus dafür inzwischen viel bessere Voraussetzungen geschaffen hat, sowohl in weltökonomischer als auch in weltpolitischer Hinsicht. Trotzdem lauern in der Übergangsperiode genug Gefahren des Durchbrechens der sozialistischen Weltkette an ihrem schwächsten Glied.
Die modernen Revisionisten behaupteten, dass durch das sozialistische Weltlager die Möglichkeit einer Restauration des Kapitalismus bereits entfallen sei. Dimitroff sprach sogar schon auf dem VII. Weltkongress der Komintern vom „endgültigen Sieg“ der Sowjetunion. Die Geschichte strafte ihre Lüge.
Ist die Gefahr der Restauration des Kapitalismus im Weltsozialismus denn wenigstens beseitigt ? Auch dann noch nicht endgültig. Warum nicht ? Zwar ist die Unvermeidbarkeit der Restauration des Kapitalismus im Weltmaßstab beseitigt und damit diese Gefahr wesentlich verringert, eingeengt worden, aber das heißt noch lange nicht, dass damit überhaupt die Gefahr schon als beseitigt angesehen werden kann. Die Unvermeidbarkeit beseitigen heißt schlicht und einfach die Möglichkeit der Vermeidbarkeit, was natürlich ein großer Vorteil ist, den man aber auch erst einmal richtig zu nutzen verstehen muss. Die Möglichkeit der Vermeidbarkeit beinhaltet immer auch die Möglichkeit der Restauration des Kapitalismus, dann nämlich, wenn man die Möglichkeit der Vermeidbarkeit nicht zu nutzen versteht, bzw. sie falsch anwendet oder sich dieses wichtige Instrument aus der Hand nehmen lässt.
Die Beseitigung der Unvermeidbarkeit besagt lediglich, dass der Sozialismus in seiner zweiten Periode zu einer Weltmacht gegen die Restauration des Kapitalismus geworden ist, was nichts weiter heißt, als dass die Restauration des Kapitalismus in einem weltsozialistischen Land nicht mehr von einer äußeren Umkreisung des Weltkapitalismus unterstützt werden kann - wie dies noch in der ersten Periode des Sozialismus unvermeidlich der Fall war. Mehr gibt die Formel der Beseitigung der Unvermeidbarkeit der Restauration des Kapitalismus im Weltsozialismus leider nicht her.
Darum ist gegen die Gefahr der Restauration des Kapitalismus also bis zur Periode des Weltkommunismus in jedem einzelnen Land und in der Welt insgesamt ein notfalls erbitterter globaler Klassenkampf dagegen zu führen, wenn diese Gefahr zur Wirklichkeit geworden ist.
Folgender Lehrsatz des Marxismus-Leninismus behält für die ganze Periode zwischen Kapitalismus und Kommunismus Gültigkeit:
Nicht nur der Kapitalismus, sondern auch die Gefahr seiner Restauration muss vollständig, das heißt im Weltmaßstab, überwunden sein – sonst gibt`s keinen Weltkommunismus. Erst im Weltkommunismus ist der Kapitalismus irreversibel, also nicht wieder umkehrbar.
In der ersten Periode des Sozialismus wurde bewiesen, dass der Kapitalismus überwindbar ist. In der zweiten Periode ist zu beweisen, dass seine Restauration überwindbar ist.
Eine Rückkehr zum Kapitalismus innerhalb der gesamten Periode des Übergangs vom Kapitalismus zu Kommunismus ist nicht auszuschließen. Die Frage „Wer-wen?“ wird noch nicht endgültig im Weltsozialismus entschieden werden können, sondern erst im Weltkommunismus.
Uns ist beim Aufstellen all unserer Losungen für eine neue Zukunft des Proletariats bewusst, dass von der Vereinigung der Proletarier aller Länder durch die Globalisierung bis zu einer bewussten Herausbildung einer globalisierten revolutionären Klasse noch ein weiter Weg ist, der noch mit einigen Schwierigkeiten und Rückschlägen gepflastert sein wird. Aber dies sind Schwierigkeiten und Rückschläge einer unaufhaltsamen Vorwärtsentwicklung. Die Zeit der globalisierten Klasse der Proletarier ist jetzt da, ihre Epoche angebrochen und sie wird ein Hindernis nach dem anderen aus dem Weg räumen, um zur größten und stärksten gesellschaftlichen Weltmacht aufzusteigen.
Zur Zeit der Komintern gab es sicherlich ein koordiniertes Vorgehen der Proletarier der meisten Länder, wovon wir heute noch lernen können. Dabei muss man aber einschränkend berücksichtigen, dass es sich hauptsächlich um Fragen des Klassenkampfes handelte, die (völlig korrekt) auf die Sowjetunion (ob nun in direkter oder indirekter Weise) bezogen waren. Man kann also sagen, dass das Weltproletariat für sich allein genommen, ohne die Sowjetunion, ohne das sozialistische Lager, noch relativ wenig Erfahrungen beim Stützen auf die eigenen Kräfte im Kampf gegen die Weltbourgeoisie besitzt. Es ist klar, dass man von einer globalen Klasse, die erst ihr globales Bewusstsein entwickelt, noch nicht „fertige“ globale Organisationen usw. usf. erwarten kann, um einen „fertigen“ globalen Klassenkampf zu führen.
„Der Sieg der proletarischen Weltrevolution erfordert das vollste Vertrauen, das engste brüderliche Bündnis und die größtmögliche Einheit der revolutionären Aktionen der Arbeiterklasse der fortgeschrittenen Länder“ (Lenin, Band 29, Seite 107).
Das Weltproletariat braucht jetzt vor allem die Unterstützung der revolutionären Kräfte und Organisationen in den einzelnen Ländern, bedarf es der ideologischen Neu-Ausrichtung der marxistisch-leninistischen Weltbewegung, die in sich fast völlig zerstritten und zersplittert ist. In ihrem derzeitigen Zustand ist sie eher hinderlich als förderlich für die sozialistische Weltrevolution.
Es bedarf schon einer umfassenden und gründlichen Kritik und Selbstkritik aller, die sich der marxistisch-leninistischen Weltbewegung verbunden fühlen. Die Komintern / ML bildet da keine Ausnahme. Die Komintern / ML bemüht sich weiter darum, die Fahne der alten marxistisch-leninistischen Weltbewegung des Genossen Enver Hoxha hoch zu halten und wer das mit oder ohne uns tun will, der ist herzlich willkommen. Bei nüchterner Betrachtung der gegenwärtigen Lage der alten marxistisch-leninistischen Weltbewegung ist es durchaus nicht auszuschließen, dass sie sich nicht mehr aus ihrem opportunistischen Sumpf retten kann. Wir jedenfalls reichen jenen Genossen weiterhin geduldig die Hand, die bereit sind, mit uns ehrlich zusammen zu arbeiten, um die marxistisch-leninistische Weltbewegung des Genossen Enver Hoxha aus dem opportunistischen Sumpf zu befreien.
Wir strecken unsere Hand jedoch nicht jenen Genossen entgegen, die sie nur deswegen ergreifen wollen, um uns mit hinein zu ziehen. Diesen Genossen sei gesagt:
„Nein, wenn ihr in den Sumpf gehen wollt, bitte sehr, dann tut, was ihr nicht lassen könnt, aber ohne uns ! Wir wollen weder zu euch hinabsinken, noch zu den Elfenbeintürmen der Sektierer heraufsteigen, um dort unser eigenes Süppchen selber auslöffeln und im eigen Saft schmoren zu müssen.“
Wir haben der marxistisch-leninistischen Weltbewegung Jahrzehnte lang schließlich nicht umsonst die Treue gehalten und proletarische Disziplin für ihre Einheit geübt, als sie sich noch dem Genossen Enver Hoxha in Wort und Tat verpflichtet fühlte. Vergesst das nicht ! Für uns Marxisten-Leninisten kann es keinen Grund geben, nicht weiter an der Linie des Genossen Enver Hoxha festzuhalten. Wir weigern uns einzig und allein, als „Sektierer“ abgestempelt zu werden, nur weil wir euch nicht in den Sumpf folgen. Wir haben in allem, was wir tun stets zu beweisen versucht, dass wir uns sowohl vom rechten als auch vom „linken“ Opportunismus in aller Klarheit abgrenzen. Ist das verständlich ausgedrückt ?
So sehr wir auch alle unter der schwächelnden und auseinander brechenden marxistisch-leninistischen Weltbewegung leiden, so gibt es deswegen für die Komintern / ML noch lange keine Alternative zur Schaffung einer „neuen“, „blitzsauberen“ marxistisch-leninistische Weltbewegung. So etwas hat es nie gegeben und wird es nie geben können. Das sind Wunschträume, die an der Realität zerplatzen wie eine Seifenblase. Das Problem löst sich nicht, wenn wir hundert neue marxistisch-leninistische Weltbewegungen gründen. Das ist die Taktik der Konterrevolution, um uns zu zersplittern und gegeneinander kämpfen. Wir brauchen unsere Einheit, mehr brauchen wir nicht ! !
Die marxistisch-leninistische Weltbewegung des Genossen Enver Hoxha muss auf den zurückgebliebenen Trümmern des zerschlagenen Sozialismus wieder aufgebaut werden und dazu brauchen wir die tatkräftige Unterstützung und Erfahrung der alten Garde dieser Weltbewegung, können wir sie nicht vor den Kopf stoßen. Wir wissen sehr gut, dass wir nicht nur für den Wiederaufbau der marxistisch-leninistischen Weltbewegung kämpfen, für die Überwindung ihrer alten Fehler und Mängel, sondern auch gegen unsere eigenen Mängel und Schwächen, die unter dem Einfluss des Weltkapitalismus unvermeidlich sind. Das einzugestehen, ist für uns selber keine Schande. Wir geben es offen zu, dass wir zum Beispiel die Gefahr des Berijanertums erst sehr spät begriffen haben.
Wir brauchten eine Weile, uns zu besinnen, in uns zu gehen und uns selbst zu finden, denn auf der Suche nach verbündeten Genossen möchten wir die uns zugefügten Enttäuschungen getrost der Vergangenheit überlassen. Von einer Enttäuschung in die nächste zu geraten, dieser deprimierenden Suche nach Gleichgesinnten machtlos ausgeliefert zu sein, das konnte der Sache der Weltrevolution natürlich nicht dienlich sein, ist aber eine typische Erscheinung unserer ganzen gegenwärtigen Bewegung. Da ist die Komintern / ML kein Einzelfall. Enttäuschungen mit anderen Organisationen haben wir alle mehr oder weniger durchgestanden ohne davon gleich umzufallen.. Und Genossen, Gleichgesinnte zu finden, ist eigentlich gar nicht so schwer, wenn man denn etwas hat, worauf sich alle ohne die berühmten „Bauchschmerzen“ einlassen können. Wir meinen nicht den schnell verderblichen Einheitsbrei, sondern ideologische Grundlagen mit höchster Prinzipienfestigkeit (nicht zu verwechseln mit Sektierertum und Dogmatismus).
Das Fehlen einer gemeinsamen politisch-ideologischen Plattform, die die richtige Richtung vorgibt, auf die sich alle Gleichgesinnten bedingungslos stellen können, das ist das eigentliche gegenwärtige Problem.
An dieser Plattform arbeitet die Komintern / ML, davon kann sich jeder überzeugen, natürlich nur derjenige, der auch tiefen Herzens willens ist, sich überzeugen zu lassen.
Nach jeder tief greifenden politischen Umwälzung der marxistisch-leninistischen Weltbewegung brauchten die Marxisten-Leninisten viel Zeit, um sich über diese Umwälzungen klar zu werden. Und es stellt sich die Frage: Sind sich denn die Marxisten-Leninisten wirklich bewusst geworden über die Lehren, die aus diesen tief greifenden Umwälzungen der Vergangenheit zu ziehen sind ?
Oder: Wie sollte die marxistisch-leninistische Weltbewegung korrekt fortgesetzt werden? Wie soll es mit uns allen weiter gehen ?
Leider muss man diese Frage verneinen, denn wären sich die Marxisten-Leninisten hierüber im Klaren, hätten sie auch die richtigen Schlussfolgerungen gezogen, stünde die marxistisch-leninistische Weltbewegung heute nicht da, wo sie jetzt steht – am Abgrund. Wir haben uns in unserem Artikel „5 Jahre – 5 Köpfe“ über unseren Standpunkt zur Einheit der marxistisch-leninistischen Weltbewegung freimütig geäußert – und übrigens nicht nur dort. Man beachte die
„Erklärung des Exekutivkomitees der Kommunistischen Internationale (Marxisten-Leninisten) vom 29. 7. 2003“ -Zur Einheit der marxistisch-leninistischen Weltbewegung – aus Anlass des 25. Jahrestages der Veröffentlichung des Briefes des ZK der PAA und die Regierung Albaniens an das ZK der KP Chinas und die chinesische Regierung. Oder man studiere die Generallinie der Komintern / ML und „50 Jahre Kampf gegen den modernen Revisionismus“ und viele anderer unserer Erklärungen, in denen wir aufrichtig für die Einheit der marxistisch-leninistischen Weltbewegung eingetreten sind.
Es hat kaum eine Schrift von der Komintern / ML gegeben, in der nicht direkt oder indirekt zur Einheit der marxistisch-leninistischen Weltbewegung Stellung genommen wurde.
Hinzu kommen die zahlreichen Veröffentlichungen von historischen Dokumenten der marxistisch-leninistischen Weltbewegung zur Zeit des Genossen Enver Hoxha. Daran solltet ihr erkennen können, dass sie uns am Herzen liegt.
Wir haben dazu sogar eine eigene Serie über die damaligen einzelnen marxistisch-leninistischen Parteien herausgegeben. All das zeigt, dass uns die Einheit der marxistisch-leninistischen Weltbewegung wichtiger als alles Andere ist und dass wir weiter alles tun werden, um diesem Ziel der Einheit näher zu kommen.
Was sagte Lenin? Er sagte, bevor man sich vereinigt, muss man sich abgrenzen. Bevor man sich aber überhaupt abgrenzen kann, muss man erst einen eigenen Standpunkt haben. Zuerst muss man bei sich selber danach suchen, was schief läuft und warum es nicht mehr richtig vorangeht, bevor man das bei den anderen tut. Einen eigenen Standpunkt hat man nicht, sondern den erarbeitet man sich mühselig. Und um sich einen eigenen Standpunkt zu erarbeiten, braucht man Zeit. Und eben diese Zeit haben wir uns genommen, haben uns eine Strecke weit den Tageskampf verkniffen, um die ideologischen Grundlagen zu schaffen, um sodann die tägliche Kleinarbeit um so sinnvoller und effektiver gestalten zu können - mit allen Genossen, die mit unseren ideologischen Grundlagen etwas unter den heutigen Verhältnissen anzufangen verstehen.
Inzwischen sind einige Jahre seit unserer Gründung um die Erde gekreist und auch dem letzten Genossen in der Welt dürfte die Existenz und der Standpunkt der Komintern / ML mittlerweile nicht unbekannt geblieben sein. Wir haben Stellung bezogen und dazu kann sich jeder seine Meinung bilden.
Wenn sich die marxistisch-leninistische Weltbewegung mehr Klarheit über sich selbst verschafft hätte, wären wir längst weiter. So treten wir in einer Weltsituation auf der Stelle, wo wir eigentlich als große, vereinigte Kraft in der Welt vom Proletariat dringend gebraucht werden. So haben wir noch nicht einmal die „Kleinigkeit“ erledigt, die von uns verdaute Veränderung der marxistisch-leninistischen Weltbewegung den Massen verständlich zu machen, haben wir es nicht vermocht, unsere weltrevolutionären Positionen unter den Massen zu verbreiten, geschweige denn uns im Weltmaßstab unter den Massen zu verankern.
In aller stets gebotenen Bescheidenheit wollen wir zumindest dem Weltproletariat neue Wege und Möglichkeiten zu seiner Befreiung aufzeigen und dabei natürlich den kürzesten und leichtesten Weg herausarbeiten. Was wir gleichzeitig verhindern wollen, das ist, dass das Weltproletariat in die zahlreichen Fallen tappt, die der Klassenfeind aufgestellt hat, um es in die Sackgasse zu führen.
So ist der Gedanke, die Kommunistische Weltrevolution zu propagieren, nur ein ideologischer Vorwand gewesen, hinter dem sich das Wunschdenken der modernen Revisionisten nach Vorherrschaft in der Welt verbarg. Und tatsächlich werden die neuen Weltrevisionisten keinen Versuch auslassen, sich der Komintern / ML Losung der proletarischen Weltrevolution zu bedienen, um den Weltkapitalismus zu retten. Aber all dies wird ihnen nichts nützen, denn die proletarische Weltrevolution ist nur die subjektive Form der objektiv vonstatten gehenden Umwälzung des Weltkapitalismus in den Weltsozialismus, der sich auch unabhängig vom menschlichen Willen gesetzmäßig Bahn brechen wird.
Bisher war die marxistisch-leninistische Theorie unbestreitbar die wissenschaftliche Verallgemeinerung der Erfahrungen der Arbeiterbewegung aller Länder. Der Marxismus-Leninismus ist die Lehre von der Entfaltung der Oktoberrevolution im internationalen Maßstab. Ist sie das heute immer noch ? Sie wird es bleiben und auch wieder nicht bleiben, denn auch die Erfahrungen der Arbeiterbewegung aller Länder wird in dem Moment eine qualitative Veränderung erfahren, sobald das als globale Klasse vereinigte Proletariat aller Länder sich im globalisierten, weltproletarischen Klassenkampf erprobt. Dann können wir im eigentlichen Sinne nicht mehr von einer Theorie der Proletarier aller Länder, sondern müssen von einer Theorie sprechen als Erfahrung der Bewegung des globalisierten Weltproletariats, in ihrer allgemeinen Form genommen.
Die marxistisch-leninistische Theorie von der sozialistischen Weltrevolution wird erhalten bleiben, wenn sie erstens den objektiven Faktor der globalen Weltrevolution wissenschaftlich erfasst und sie sich zweitens der daraus ergebenden Erfahrungen der neu entstehenden, globalisierten weltproletarischen Bewegung in ihrer allgemeinen Form annehmen wird, das heißt, die globale Anpassung des subjektiven Faktors mit dem objektiven Faktor der Weltrevolution wissenschaftlich erhellt.
Die marxistisch-leninistische Theorie von der sozialistischen Weltrevolution wird nicht erhalten bleiben, wenn sie die Erfahrungen der neuen weltproletarische Bewegung unter den Bedingungen der Globalisierung ignoriert und unberücksichtigt lässt, wenn sie sich weigert, die alten lieb gewonnene Lehrsätze der verallgemeinerten Erfahrungen der Arbeiterbewegung aller Länder einer kritischen marxistisch-leninistischen Gesamtrevision zu unterziehen. Mit welchem Mittel muss diese Gesamtrevision durchgeführt werden ? Erstens sind jene Lehrsätze zu erhalten und zu modifizieren, die nicht nur zur Zeit der ersten Periode des Sozialismus gültig waren, sondern auch ihre Gültigkeit bis heute nicht verloren haben, also auch in der zweiten Periode des Sozialismus Anwendung finden und zweitens sind diejenigen alten Lehrsätze über Bord zu werfen, die heute nicht mehr anwendbar sind auf Grund der veränderten Weltlage, auf Grund der veränderten Klassenverhältnisse.
So ist zum Beispiel das Grundgesetz der sozialistischen Weltrevolution nicht identisch mit dem Grundgesetz der Revolutionen im nationalen Rahmen und ergibt sich auch nicht aus deren Summe.
Nur die für den Sieg der Weltrevolution notwendige globale Einheit, die globale Übereinstimmung von objektiven und subjektiven Bedingungen einer weltrevolutionären Situation (die Einheit also, die sich eben nur in den globalen Krisen einer globalisierten Welt herausbildet und von diesen bestimmt wird!), kann als Grundgesetz der sozialistischen Weltrevolution bezeichnet werden. Ist diese Einheit nicht herstellbar oder wird sie nicht ausreichend hergestellt, dann bleibt das Grundgesetz der sozialistischen Weltrevolution wirkungslos oder nur unvollkommen im Ergebnis.
Nur aus den Gegensätzen, die in der globalen kapitalistischen Produktionsweise herangereift sind, kann die weltrevolutionäre Situation hervorgehen.
Und der subjektive Faktor kann diese heran gereiften objektiven Bedingungen der weltrevolutionäre Situation nicht nutzen, wenn er zu schwach ist, um als globaler Hebel zu greifen. Der subjektive Faktor kann nichts auf der Welt hebeln ohne das wichtigste Element dieses Hebels, nämlich die Kommunistische Weltpartei. Ohne diese Partei kann das Weltproletariat nicht unter die bereits durch die Weltkrise objektiv entwurzelten globalen Massen greifen, damit sie sich aus eigener Kraft leichter erheben und sich aus den gelockerten politischen Fesseln der aufgewühlten kapitalistischen Erde befreien können.
Wir von der Komintern / ML sind also bemüht, die marxistisch-leninistische Theorie entsprechend auf die Höhe der Erfordernisse des globalisierten subjektiven Faktors zu heben.
Also:
Es ist keine Schande zugeben zu müssen, dass wir zum derzeitigen Zeitpunkt noch in den Anfängen der Weiterentwicklung der Theorie der Weltrevolution stecken und dabei unsere Anfangsschwierigkeiten haben, bei denen Fehlüberlegungen unvermeidlich sind. Wir haben im Laufe der vergangenen Jahren etwas dazu gelernt und werden weiter dazu lernen. So sehr wir auch noch im Dunkeln tappen, so schwer die Prüfungen, die uns der untergehende Weltimperialismus noch bescheren wird, so leidvoll die Rückschläge sein mögen, die uns die Weltbestie noch zufügen wird – trotz alledem wird der Kapitalismus nicht seinem Untergang entgehen. Der Sieg des Weltsozialismus ist dem Weltproletariat sicher, das Ende des Weltimperialismus unvermeidlich !
Wie soll man sich das zukünftige weltsozialistische Lager vorstellen ?
Man muss sich das weltsozialistische Lager nicht wie ein Lager vorstellen, in dem sich alle Kräfte der globalen Revolution lediglich „versammelt“ haben, sozusagen dichter zusammengerückt sind. Das mag das solidarische Gefühl stärken und beeindruckend aussehen, aber das allein jagt unseren Gegner nicht in die Flucht. Das sozialistische Weltlager ist vielmehr eine ganz bestimmte Form, eine Struktur, in der das Weltproletariat die Gesetze der Bewegung des internationalen Klassenkampfes optimal ausnutzt. Das muss erläutert werden. Anschauungsgegenstände haben es an sich, die Sache zu sehr zu vereinfachen, aber sie helfen uns, den Mechanismus der Funktion eines weltsozialistischen Lagers leichter verständlich zu machen. Tauchen wir hierzu in die Welt der Mechanik ein, so wie es Stalin getan hat, als er beispielsweise Bewegung und Gegenbewegung in der Kriegskunst erklärt hat. Und auch Lenin hat sich des Begriffs einer Kette bedient, um damit die Sprengung der imperialistischen Kette zu verdeutlichen, Engels nahm das Beispiel eines Gerstenkorns um das dialektische Gesetz von der Negation der Negation zu erläutern.... usw. usf .
Da wir der Meinung sind, dass Stalin noch nie zum alten Eisen gehört hat, wie es die modernen Revisionisten behaupteten, und er auch niemals zum alten Eisen gehören wird und kann, ist es nahe liegend, unser Anschauungsmaterial aus stalinschem Stahl zu schmieden und diesen Stahl in ein weltsozialistisches Lager, in eine weltsozialistisches „Kugel“lager zu formen:
Ist euch die Funktionsweise eines Kugellagers bekannt ? Wir wollen mit Hilfe des Kugellagers die Funktionsweise der Bewegung des weltsozialistische Lagers versuchen zu erklären. Wie erklären das zwei-dimensional. In Wirklichkeit handelt es sich um die große Weltkugel, auf der sich das Weltproletariat sein Kugellager schafft, in denen die Kugeln (Proletarier in den Ländern) lagern- und sich in einer bestimmten Weise miteinander (3-dimensional) bewegen, um die Weltkugel in revolutionären Schwung zu bringen, damit alles, was die Welt daran hindert, sich fortzubewegen, umgewälzt werden kann.
In einem weltsozialistischen „Kugellager“ lagern selbstverständlich Kugeln wie der Name schon sagt. Sie sind in einem Kreis, genauer: zwischen einem Außen- und einem Innenring des Kugellagers angeordnet. Sagen wir, dass die Kugeln die Proletarier aller Länder verkörpern, die natürlich von der Avantgarde des Proletariats geschmiedet worden sind. Die Revolutionierung der einzelnen Kugeln lässt sie leichter laufen, und sie können sich schneller mit den anderen Kugeln zusammen beschleunigen. Die Kugeln folgen der kreisförmigen Bahn, die zwischen dem Außen – und Innenring verläuft. Nehmen wir an, dass der Außenring den Rahmen der Gesamtinteressen des Weltproletariats bildet, während der Rahmen aller Eigeninteressen der Proletarier der Länder den Innenring verkörpern. Die Kugeln bewegen sich wie Kettenglieder zwischen Außen und Innenring im Kreis, wobei sie sich aber durch ihre gleichzeitige Berührung mit dem Außen- und Innenring selber im eigenen Kreis drehen. Wir haben simultan also sowohl die Kreisbewegung jeder einzelnen Kugel als auch die gemeinsame Kreisbewegung aller Kugeln mit Hilfe der Struktur eines Lagers erzeugt.
Damit wird die globale, weltproletarische gemeinsame Bewegung und die einzelne proletarische Bewegung in den Ländern zu einer in sich geschlossenen Gesamtbewegung des internationalen Klassenkampfes vereinigt. Und so öffnen wir uns damit das Verständnis für den dialektischen Zusammenhang zwischen der sozialistischen Weltrevolution und der sozialistischen Revolution in den einzelnen Ländern – also diese beiden verschiedenen Formen der sozialistischen Revolution in ihrer Vereinigung als einen globalisierten revolutionären Gesamtprozess zu begreifen. Mit der Konstruktion seines weltsozialistischen Lagers globalisiert das revolutionäre Weltproletariat seinen Klassenkampf. Wir verwenden den wissenschaftlichen Begriff von der „globalisierten Weltrevolution“, was nichts anderes ausdrückt als die Weltrevolution in ihrer höchsten und vollendeten Form, also in ihrer globalisierten Form.
Die eine Bewegung ist durch die andere Bewegung bedingt – gegenseitig voneinander abhängig und sich beides präzise ergänzend – eben eine einheitliche und geschlossene Weltbewegung verkörpert im weltsozialistischen Lager. Allein für sich genommen – ohne weltsozialistisches Lager – würden die Bewegungen der einzelnen Länder nicht ineinander greifen können, um zusammen und in geschlossenem Verband zu einer einzigen globalen Bewegung zu gelangen die ihre eigene Bewegung nicht ersetzt, sondern braucht, um in der Bewegung mit den anderen Kugeln, ihr eigenes revolutionäres Tempo zu beschleunigen. Erst das weltsozialistische Weltlager versetzt die einzelnen Klassenkampfbewegungen in den Ländern in die Lage, sich in eine große weltrevolutionäre Bewegung zu verwandeln und sich zu beschleunigen. Das ist also ein globaler Beschleunigungsprozess, der die Eigenbewegung aller einzelnen Länder dynamisch einbezieht und durch sie erst möglich wird. Und eben dafür wollen wir den Begriff von der „Kinetik des weltsozialistischen Lagers“ ins Leben rufen.
So weit so gut. Wo ist aber nun der Haken an der Sache ? Wenn man nur beim Beispiel einer rein mechanischen Kreisbewegung bleibt, dann bleibt auch ein unbefriedigendes Ergebnis zurück, denn eine Kreisbahn endigt dort vor sie aufgehört hat, nur um sich unendlich zu wiederholen. Das Weltproletariat kann aber kein weltsozialistisches Lager gebrauchen, mit dem sich seine revolutionäre Bewegung tot läuft. Hier müssen wir darauf hinweisen, dass es sich beim weltsozialistischen Lager nicht um einen mechanischen Gegenstand handelt wie es das Kugellager ist, sondern um einen lebendigen Organismus, um einen Organismus des Weltproletariats, der nicht nur wachsen und erstarken kann, um das weltkapitalistische Lager zu schlagen, sondern auch den Weltsozialismus aufbauen kann, kurz: dem Eigenschaften qualitativer Veränderungen eigen sind.
Es fehlt also noch etwas Wichtiges an unserem Kugellager-Modell, um den gewünschten Effekt der Weiterentwicklung zu erzielen. Nehmen wir Lenins Beispiel von der spiralförmigen Bewegung: „Die menschliche Erkenntnis ist nicht (resp. Beschreibt nicht) eine gerade Linie, sondern eine Kurve, die sich einer Reihe von Kreisen, einer Spirale unendlich nähert“ (Lenin, Band 38, Seite 344). Wir meinen die qualitative Veränderung, die sich aus dem revolutionären Weltprozess ergibt (qualitativer Sprung bei der Sprengung der globalen Produktionsverhältnisse ... usw. usf.)
Das Entscheidende ist die dialektische Einheit des Zusammenspiels der Proletarier aller Länder wie Teile eines Ganzen, wie Teile, die sich schließlich als Ganzes verschmelzen werden ( siehe Artikel: „Weltproletariat – vereinige alle Länder!“)
Damit die Revolution im eigenen Land vorankommt, braucht sie des Anstoßes von außen, braucht sie die vereinigte Kraft des gesamten Weltproletariats. Damit aber ein ausreichender Anstoß von außen überhaupt entstehen kann, damit der globale Klassenkampf angekurbelt werden kann, bedarf es vorher der revolutionären globalen Zusammenziehung der proletarischen Kräfte aus jedem Land der Welt (durch die Weltpartei).
Stalin spürte nicht nur, sondern er fand Beweise dafür, „dass sich in den Tiefen der Arbeiterklasse eine revolutionäre Energie angesammelt hat, die nach einem Anlass, einer Gelegenheit, mitunter sogar nach einer anscheinend ganz unbedeutenden Gelegenheit sucht und suchen wird, um zum Durchbruch zu kommen und sich gegen das kapitalistische Regime zu entladen. Wir leben am Vorabend eines neuen revolutionären Aufschwungs sowohl in den Kolonien als auch in den Metropolen“ (Stalin, XV. Parteitag der KPdSU [B], Band 10, Seite 247).
Aus Sicht des heutigen Stalinismus beginnt der Vorabend der Weltrevolution an den politökonomischen Knotenpunkten der Widersprüche des weltimperialistischen Systems, dort wo die Klassenkämpfe, die Kriege, die Befreiungskämpfe usw. am schnellsten hervortreten, wo sie am meisten Kraft konzentrieren, wo der Riss, der die Erde entlang der „kontinentalen Platten[Klassen]verschiebungen der reichen und der armen Welt“ in zwei Teile spaltet, am tiefsten und am breitesten ist. Entlang dieser Zerreißlinie, die die arme von der reichen Welt trennt, befinden sich die großen aktiven und schlummernden Klassenvulkane der Welt, die nur darauf warten, ihre angestaute Lava der revolutionären Weltmassen mit einer solchen Gewalt herausschießen zu lassen, dass sie die alte Welt des Kapitalismus unter sich begräbt und sich die sozialistische Klassenwelt unaufhaltsam über die kapitalistische Klassenwelt schiebt.
Der Weltimperialismus darf weder Kräfte aus den Ländern weiter heraus ziehen, noch sich auf die Länder stützen können, um die weltrevolutionäre Bewegung wie bisher einzukreisen und zu erdrosseln zu können, eben weil die Weltrevolution an den schwersten, neuralgischen Knotenpunkten des weltimperialistischen Nervensystems....
(die sich durch die Vereinigung der sozialistischen Weltrevolution in am leichtesten zerreißbare Nahtstellen verwandeln- und dann auch von zwei getrennten weltrevolutionären Bewegungen von dort aus das ganze weltimperialistische Weltsystem auseinanderreißen !!)
.... sowohl die Verbindung des Weltimperialismus aus den Ländern als auch zu ihnen unvermeidlich durchtrennen muss.
Nur so können sich die revolutionären Umwälzungen (proletarische Revolutionen) sowohl in den reichen als auch in den armen Ländern (nationale, anti-imperialistische Befreiungsrevolutionen) selbstständig entfalten und vollziehen, um sich gemeinsam zur Niederhaltung des besiegten weltimperialistische Systems vereinigen zu können.
Alle globalen revolutionären Kräfte an den Nahtstellen der Widersprüche des weltimperialistischen Systems zusammenziehen, um diese dort einreißen zu können.
Dadurch den Weltimperialismus so sehr schwächen, dass die eigenen globalen revolutionären Kräfte ausreichen, sich in zwei Hälften teilen zu können.
Sich in zwei Hälften aufzuteilen, ist deswegen unvermeidlich, weil zwei entgegengesetzte Richtungen der weltrevolutionären Kräfte notwendig sind, um die weltimperialistische Kette immer weiter und solange auseinander reißen zu können, bis sie völlig zerrissen ist und alle Glieder von ihr abspringen.
Erst nach dem vollständigen Auseinanderreißen der imperialistischen Kette können auch alle Glieder vollständig abspringen.
Und nur mit allen Gliedern verwandeln sich alle auseinander reißenden Kräfte wieder in alle sich zusammenziehende Kräfte – und zwar als eine neue Vereinigung aller Glieder der weltrevolutionären Kette auf höherer Stufenleiter, um die zerstörischen Kräfte in schöpferische Kräfte zu verwandeln ....
das ist die Dialektik der Weltrevolution.
Was also verstehen wir Marxisten-Leninisten heute konkret unter der Dialektik der Weltrevolution? Darunter verstehen wir:
Erstens: Vereinigt an ihrem schwächsten Punkt die Nahtstellen der imperialistischen Kette durchtrennen, um sie zweitens: gleichzeitig (zentral koordiniert) in zwei entgegen gesetzte Richtungen auseinander zu reißen, und drittens: um sich dadurch wieder als eine gemeinsame Kraft zum Aufbau der neuen Welt zusammenzufinden und zu vereinigen -
das ist der dialektische Weg der sozialistischen Weltrevolution unter den heutigen globalen Bedingungen der ihrem Ende entgegen schreitenden Epoche des Imperialismus. Das ist der von Lenin beschrittene Weg der Oktoberrevolution, den Stalin schon ein riesiges Stück voraus gegangen war und dessen siegreichen Ende wir heute entgegen gehen. Das ist unser Plan, der in die Praxis richtig umgesetzt, auch unvermeidlich zum Sieg führen muss.
Damit wird eine völlig neue Qualität der weltrevolutionären Bewegung des Proletariats erreicht, der Sieg der Weltrevolution um so mehr in den einzelnen Ländern gesichert und der Aufbau des neuen weltsozialistischen Systems erleichtert und beschleunigt. Zur Eroberung der Macht des Weltproletariats wird die Avantgarde im harten Klassenkampf gegen die Weltbourgeoisie geschaffen und in der Verteidigung ihrer Macht gefestigt. Ist erst einmal die Weltmacht des Proletariats durch die gemeinsamen Anstrengungen aller Länder unter zentraler Führung der Avantgarde des Weltproletariats erobert, dann werden die nachfolgenden revolutionären Kräfte in den einzelnen Ländern eben von dieser Weltdiktatur des Proletariats heran gebildet, unterstützt und getragen, sind ihre Kräfte nicht mehr an den Sturz der Weltbourgeoisie gebunden, sondern können sie sich voll im eigenen Land entfalten, eben unter den viel günstigeren Bedingungen einer siegreichen sozialistischen Weltmacht.
Zwischen den beiden Polen des Kampfes für die Gesamtinteressen des Weltproletariats als den einen Pol und des Kampfes für seine Einzelinteressen in den Ländern auf dem anderen Pol baut sich das Spannungsfeld seines globalen Klassenkampfes auf, schaukelt er sich zwischen beiden Polen hoch, bis so viel eigendynamische Kraft verfügbar wird, dass es nur noch eines Funken bedarf, um den Motor der Weltrevolution in Gange zu setzen und die Selbstbewegung des internationalen Proletariats nicht mehr zu bremsen ist.
So wie wir das weltsozialistische Lager mit einem „Kugellager“ verglichen haben, so können wir auch die Kraft des Weltproletariats mit einem „Verbrennungsmotor“ erklären, können wir das Prinzip der Kompression und Dekompression auch auf die Kräfte der einzelnen Länder und des Weltproletariats als Ganzes übertragen.
Wir können auch die Beispiele der Biokinematik anführen, um zu zeigen, wie die Muskeln des Weltproletariats seine Klassenkampfbewegungen erzeugen. Mechanische, physikalische, chemische, biologische und gesellschaftliche Formen der Bewegung sind Grundformen der Bewegungen, die eigenen Gesetzen folgen.
Egal, welches Bewegungsgesetz wir anwenden, um die Kraft des Proletariats zu entfalten - immer geht es hauptsächlich um den Energieaustausch zwischen den beiden Systemen der proletarischen Kräfte der einzelnen Länder und der weltproletarischen Kraft in der globalen Welt.
Nur dürfen wir dabei eins nicht vergessen.
All diese naturwissenschaftlichen Gesetze der Bewegung kann man nicht schablonenhaft auf die gesellschaftliche Weltbewegung des Proletariats übertragen, wohl aber die eine Bewegungsform in die andere Bewegungsform umsetzen.
Mit Hilfe der dialektisch-materialistischen Lehre (genauer- unter Anwendung ihres höchsten wissenschaftlichen Entwicklungsstandes) müssen wir bei Anwendung des höchst entwickelten naturwissenschaftlichen Erkenntnisstandes die weltrevolutionäre Bewegung aus ihrer naturwissenschaftlichen Beschränktheit befreien und reinigen.
Der Begriff der weltrevolutionären Bewegung ist ein Begriff der gesellschaftlichen Bewegungsgesetze und darf auf keinen Fall mit einer naturwissenschaftlichen Bewegung gleichgesetzt werden.
Die weltrevolutionäre Bewegung folgt also ganz ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten, ist unzerstörbar und bedient sich bewusst mannigfaltiger Bewegungsformen, indem sie diese entsprechend modifiziert, an die sich verändernde Weltlage anpasst und der sich ständig verändernden Klassenverhältnisse sowohl in den einzelnen Ländern als auch im globalen Rahmen berücksichtigt .
Ausgangspunkt sind unsere marxistisch-leninistischen Grundkenntnisse und die verallgemeinerten Erfahrungen. Wir vertiefen unsere Kenntnisse über den dialektischen und historischen Materialismus, um den philosophischen, marxistischen, allgemeinen Charakter der revolutionären Bewegung zu erfassen und auf die Weltrevolution richtig anzuwenden: „Bewegung, auf die Materie anwendbar, ist Veränderung überhaupt“ (MEW, Band 20, Seite 513). „Der Kommunismus ist keine Doktrin, sondern eine Bewegung“ (Engels, „Die Kommunisten und Karl Heinzen“, 3. Oktober 1847) [usw. usf.... das auszudehnen, würde hier vom Thema ablenken].
Die Quelle der weltrevolutionären Bewegung und Veränderung der konkreten Formen des internationalen Klassenkampfes sind natürlich immer die dem Weltkapitalismus innewohnenden Widersprüche, der Klassenkampf zwischen Weltproletariat und Weltbourgeoisie (Einheit und „Kampf“ der Gegensätze). Und aus dieser Quelle wird sie zum reißenden Strom, wenn wir die Uferböschungen begradigen und allen Rinnsalen den direkten Zufluss in diesen Strom erleichtern.
Stalin hat maßgeblich an der Erarbeitung des Programms der Komintern und ihrer bolschewistischen Ausrichtung mitgewirkt. All das zu verteidigen, was Stalin für die Komintern getan hat (einschließlich mit seiner Auflösung der Komintern im Kriegsjahr 1943, womit Stalin das gefährliche und bedrohliche liquidatorische Spiel der Revisionisten gegen die UdSSR unterband , das sie mit der Komintern zu treiben begannen), ist für die Komintern / ML eine Ehrensache:
„Der Imperialismus schlägt die ganze Welt in die Fesseln des Finanzkapitals, zwingt die Proletarier aller Länder, Völker und Rassen mit Hunger, Blut und Eisen unter sein Joch und steigert die Ausbeutung, Unterdrückung und Knechtung des Proletariats ins Maßlose. Damit stellt der Imperialismus dem Proletariat unmittelbar die Aufgabe, die Macht zu erobern, und nötigt die Arbeiter, sich aufs Engste zur einheitlichen internationalen Armee der Proletarier aller Länder zusammenzuschließen über alle Grenzpfähle, über alle Unterschiede von Nation, Kultur, Sprache, Rasse, Geschlecht und Beruf hinweg.
Die Diktatur des Finanzkapitals bricht zusammen und weicht der Diktatur des Proletariats.
So führt der Imperialismus den Prozess der Schaffung der materiellen Voraussetzungen des Sozialismus zu Ende und erzeugt zugleich damit das Heer seiner Totengräber, indem er das Proletariat vor die Notwendigkeit stellt, sich zu einer internationalen Kampfassoziation der Arbeiter zusammenzuschließen.“
„ ... die zunehmende Internationalisierung des Kampfes zwischen der imperialistischen Bourgeoisie und dem Proletariat -
das alles macht ein einheitliches, allen ihren Sektionen gemeinsames Programm der Kommunistischen Internationale notwendig. (Programm der Komintern, 1928 – anklicken ?)
Das Weltproletariat wird die Welt universell revolutionieren (Engels sprach von einer „universellen Revolution“ [Grundsätze des Kommunismus]), und wir von der Komintern / ML stützen uns dabei auf die universellen Gesetze der Weltrevolution, um die weltgesellschaftlichen Umwälzungen bewusst und praktisch, und möglichst auf dem schnellsten und einfachsten Weg, zu vollziehen. Was hier für die Komintern galt, gilt auch für die Komintern / ML als ihre Nachfolgeorganisation:
„Als Erfüllung des historischen Erfordernisses nach einer internationalen Organisation der revolutionären Proletarier, der Totengräber des kapitalistischen Systems, ist die Kommunistische Internationale die einzige internationale Macht, deren Programm die Diktatur des Proletariats und der Kommunismus ist, und die offen als Organisator der internationalen proletarischen Revolution auftritt“ (Programm der Komintern, 1928).
Es gilt, diese historische Aufgabe der Komintern zu Ende zu führen. Um die Funktion des Organisators der internationalen proletarischen Revolution zu erfüllen, muss es der Komintern / ML unbedingt gelingen, die marxistisch-leninistische Weltbewegung in eine globalisierte Bewegungsform zu verwandeln, sie als globalisierte Weltbewegung auf eine höhere Stufe zu stellen, auf eine Weltbewegung, die mit Hilfe des demokratischen Zentralismus von ihrer Weltpartei, der Komintern / ML, geführt wird.
Den globalisierten Verhältnissen unseres Kampfes Rechnung tragen, heißt für uns Stalinisten, den Stalinismus nicht etwa – wie es viele leider immer noch nicht begriffen haben - als „historische Schablone“ anzuwenden, sondern ihn unter den Verhältnissen der Globalisierung wissenschaftlich zu modifizieren.
Die Leitsätze des Marxismus-Leninismus wie sie in dem einen oder anderen Land bisher entwickelt wurden, sind als Ganzes im Weltmaßstab anzuwenden, sind von uns selbständig in konkrete Leitsätze zu verwandeln, um die lebendige Frage der Weltrevolution zu lösen, um die Welt sozialistisch umzugestalten.
Die Komintern / ML kann fast auf eine 10 jährige Geschichte zurück blicken. Vieles, was wir am Anfang noch für richtig hielten, was wir den 5 Klassikern entlehnten, was wir dem Programm der Komintern (vor 80 Jahren beschlossen !!!) entnahmen, hat sich im Laufe der Jahre zum Teil bereits als überholt und veraltet erwiesen. Wir müssen unsere Erkenntnisse weiter vertiefen, dürfen auch jetzt, in diesem Augenblick, nicht stehen bleiben, sondern müssen alles überdenken, korrigieren und zum Teil wieder verwerfen. Dies ist ein Zwischenergebnis und kann auch nicht mehr sein. Vor allem aber können wir erst in der Praxis, im Klassenkampf selbst überprüfen, woran unsere Theorie krankt und wo ihr geholfen werden muss, um sich als hervorragende Anleitung zum Handeln zu erweisen.
Revolutionäre heißen deswegen Revolutionäre, weil sie ihre revolutionäre Tätigkeit als einen sich ständig revolutionierenden Prozess begreifen, in dessen Verlauf alles Bisherige einer permanenten kritischen und selbstkritischen Revision unterzogen werden muss, um dem Weltproletariat den besten Weg zu seiner Befreiung aufzeigen zu können.
Was Stalin über die Theorie und Praxis der Komintern sagte, ist auch die Richtschnur für die Komintern / ML :
„Die Theorie und Praxis der Komintern besteht in der Organisierung der revolutionären Massenbewegungen gegen den Kapitalismus“ (Stalin, Band 7, Seite 254).
Die Komintern / ML hat sich deswegen zum Bannerträger der Theorie der sozialistischen Weltrevolution der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus gemacht, weil sie diese Theorie auf eine höhere Stufe gehoben, sie globalisiert hat.
„Die Theorie und Praxis der Komintern / ML besteht in der Organisierung der weltproletarischen Revolution im Allgemeinen
und in der Errichtung der Diktatur des Weltproletariats im Besonderen.“
(Komintern / ML)
Das Hauptmerkmal des Stalinismus
war, ist und wird es immer bleiben:
die Weltmacht des Sozialismus.
Von Stalin lernen - heißt siegen lernen !
Als Genosse Stalin ermordet wurde, hinterließ er uns Stalinisten das Vermächtnis, seinen Grundsätzen die Treue zu halten. Wir schwören dem Genossen Stalin, dass wir unser Leben nicht schonen werden, um für den Triumph des Weltkommunismus zu kämpfen. Wir werden alle Fragen „mit ihm“ beraten. Schonungslos werden wir alle entlarven, die Stalin die Treue schwören, in der Tat aber den Stalinismus verraten. Wir werden stets die wahren Ansichten Stalins verteidigen, aus ihrer titanischen Kraft schöpfen und seine weltrevolutionären Ideen von allen opportunistischen Verzerrungen befreien.
Es lebe Genosse Stalin – der eiserne Feldherr der Weltrevolution!
Es lebe der Stalinismus !
Es lebe Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha - unsere 5 Klassiker !
Es lebe der Marxismus-Leninismus !
- Ende -