Teil 11
Antisemitismus war also nie Stalins Grundüberzeugung. Wer das behauptet, lügt. Das Gegenteil ist der Fall: der Zionismus finanzierte und finanziert den Anti-Kommunismus, finanzierte und organisierte Mordanschläge auf die kommunistischen Führer, vor allem auf Stalin.
Über den Antisemitismus äußerte sich Stalin auf eine Anfrage der Jüdischen Telegrafenagentur hin aus Amerika:
„Der National- und Rassenchauvinismus ist ein Überrest der menschenfeindlichen Sitten aus der Periode des Kannibalismus. Der Antisemitismus als extreme Form des Rassenchauvinismus ist der gefährliche Überrest des Kannibalismus.
Der Antisemitismus dient den Ausbeutern als Blitzableiter, der die Schläge der Werktätigen vom Kapitalismus ablenken soll. Der Antisemitismus ist eine Gefahr für die Werktätigen, denn er ist ein Irrweg, der sie vom rechten Wege abbringt und sie in den Dschungel führt. Darum sind die Kommunisten als konsequente Internationalisten unversöhnliche und geschworene Feinde des Antisemitismus.
In der UdSSR wird der Antisemitismus als eine der Sowjetordnung zutiefst feindliche Erscheinung vom Gesetz aufs strengste verfolgt. Aktive Antisemiten werden nach den Gesetzen der UdSSR mit dem Tode bestraft. 12. Januar 1931“, Prawda Nr. 329, 30. November 1936; Stalin Werke, Band 13, Seite 26, KPD/ML, Hamburg 1971).
Auf dem XV. Parteitag von 1927 forderte Stalin die Partei zum „unerbittlichen“ Kampf gegen den Antisemitismus auf:
„Wir haben gewisse Ansätze des Antisemitismus nicht nur in bestimmten Kreisen der Mittelschichten, sondern auch unter einem gewissen Teil der Arbeiterschaft und sogar an manchen Stellen in unserer Partei. Gegen dieses Übel müssen wir, Genossen, mit aller Unerbittlichkeit ankämpfen“ (Stalin, Werke, Band 10, Seite 282, dt. Ausgabe KPD/ML)
Es gibt nirgends auch nur den entferntesten Hinweis dafür, dass Stalin von dieser Linie jemals in seinem Leben abgewichen ist. Stalin ist bis zum Schluss entschiedener Gegner des Antisemitismus gewesen und hat die Partei im Kampf gegen den Antisemitismus angeführt.
Das hinderte ihn aber nicht, die Methoden der Buchstabengelehrten und Talmudisten in der UdSSR als anti-marxistische Methoden zu kritisieren wie er es in seiner Schrift „Marxismus und die Fragen der Sprachwissenschaften“ 1950 getan hat. [Talmud ist hebräisch und heißt übersetzt: „Lehre“. Es handelt sich um eine Sammlung der Gesetze und religiösen Überlieferungen des nach-biblischen Judentums, das sich auf der Mischna aufbaut] Er kritisierte damit nicht die Juden oder das Judentum im Allgemeinen, sondern bestimmte rückschrittliche Methoden sowjetischer Wissenschaftler, vor allem russischer Wissenschaftler. Stalins Kritik an den Talmudisten hat nichts mit Antisemitismus zu tun.
Das hinderte ihn ebenso wenig daran zu durchschauen, dass die Zionisten im Kalten Krieg eine Waffe des amerikanischen Imperialismus gegen die Sowjetunion darstellten, und er deswegen im eigenen Lande und in den Volksdemokratien die erforderlichen Maßnahmen gegen diese real existierende Gefahr des Zionismus ergreifen musste. Und es war vor Allem Berija, der diese Maßnahmen hintertrieb, um seinen Vorteil daraus zu ziehen. Der Kampf gegen den Kosmopolitismus war also ein Mittel zur Durchsetzung Stalins politischer Ziele, die vorhandene zionistische Agentur des amerikanischen Imperialismus, die eingeschleuste weltimperialistische, die amerikanische „Kultur“, die „westliche Kultur“ in der UdSSR zu zerschlagen. Der interne Machtkampf der Jahre 1948 bis 1952 weitete sich zu einer öffentlich geführten anti-zionistischen Kampagne, gegen den Kosmopolitismus aus. Die jüdische „Ärzteverschwörung“ hatte Berija gegen Stalin eigefädelt. Die Kampagne richtete sich nicht gegen die Juden an sich. Stalin hat nicht Millionen sowjetischer Juden ausgerottet wie man es ihm anzuhängen versucht! Was er getan hat, das richtete sich ausschließlich gegen die geheimen jüdischen Verbindungen zum imperialistischen Ausland, die für die Sowjetunion zweifellos eine reale Bedrohung darstellten und also nicht dem wachsamen Auge Stalins verborgen geblieben waren. Das war also im Grunde genommen ein wichtiges Kettenglied in Stalins unverzichtbarem, verschärftem Klassenkampfes gegen die eindringende Aggression der Kalten Krieger des Weltimperialismus. Und eben in diesem Klassenkampf gegen den Kalten Krieg des Weltimperialismus bildete sich dann auch prompt die Verschwörung gegen Stalin heraus, weswegen wir auch von einem Kalten Krieg nicht nur von außen, sondern auch von innen sprechen müssen. Ohne das Zusammenspiel des Kalten Krieges von innen und außen wäre es nicht möglich gewesen, den Putsch gegen Stalin zu gewinnen. Das war also alles kein Zufall, sondern entsprach genau der systematisch vorbereiteten und kaltblütig durchgeführten Strategie der angloamerikanischen Imperialisten, die UdSSR zu infiltrieren. Und sie selber haben daraus ja nicht einmal ein Geheimnis gemacht, sondern diese Strategie lauthals in der ganzen Welt hinausposaunt, und zwar nicht nur mit ihrem Hetzsender „Stimme Amerikas“, sondern eben auch mit ihren Agenten, die bis in die Führungsspitzen der Sowjetunion vorgedrungen waren. Hier muss Stalin klar gegen ungerechtfertigte Vorwürfe, sich des Antisemitismus schuldig gemacht zu haben, verteidigt werden. Stalin hat sich nicht von irgendwelchen Stimmungen leiten lassen, auch nicht von Progromen gegen die Juden, die es durchaus gab, und zwar ausgerechnet inszeniert von den Verschwörern selbst – im Auftrag der zionistisch- imperialistischen Bande in Washington und London. Das gehörte zu ihrer Taktik, Stalin des Antisemitismus zu beschuldigen. Wer hat denn die jüdischen Agenten ein paar Tage nach seinem Mord aus Stalins Gefängnissen befreit und sie vor Prozess und Verurteilung geschützt? Das war Berija !!! Wer hat den Tod Michoels Stalin angelastet ? Das war ebenfalls Berija !! Stalin hatte am 12. Februar 1953 die diplomatischen Beziehungen zum Staat Israel abgebrochen. Wer nahm die diplomatischen Beziehungen zum Staat Israel wieder am 15. Juli 1953 auf ? Das war wiederum Berija !!
Nicht zuletzt war es doch Stalin, der die jüdische Arbeiterklasse verteidigte, indem er sich in ihrer sowjetischen Heimat gegen den Einfluss des Zionismus stellte. Lenin und Stalin waren prinzipiell gegen kulturelle, gegen jegliche Privilegien von Nationalitäten und damit auch gegen jegliche Diskriminierung – das entspricht der internationalistischen Kultur des Proletariats, das entsprciht der Innen- und Außenpolitik der UdSSR Stalins. Und an dieses Prinzip des Marxismus-Leninismus, das sie selber aufgestellt hatten, haben sie sich beide auch in Taten immer gehalten. Stalin hatte an sich nichts gegen das Judentum, aber genauso wenig war er davon angetan, denn er kämpfte ausschließlich für den Kommunismus, für die Befreiung des Weltproletariats, für das Wohl der Sowjetvölker. Es gab nicht wenig Juden, die für die Revolution, für den Kommunismus nicht schlechter gekämpft haben und nicht weniger Opfer gebracht haben als Genossen anderer Nationalitäten und das wird auch in der kommenden Weltrevolution nicht anders sein. Stalin hatte nur etwas gegen solche tendenziösen Kreise, die meinten, das Judentum über das Nichtjudentum oder gar über den Kommunismus zu stellen. Niemals hätte Stalin den Zionisten erlaubt, den Kommunismus vor den Karren des Judentums zu spannen. Vor allem hatte Stalin etwas dagegen, wenn sich Leute mit der Feschetisierung des Judentums der Diktatur des Proletariats bedienten, um sie gegen sich selbst zu richten. Es waren nicht wenig Juden, die in den Folterkellern der Lubjanka Kommunisten quälten und ermordeten – auch jüdische Kommunisten ! Und diejenigen, denen Stalin habhaft werden konnte, sind ihrer gerechten Strafe nicht entgangen. Man kann also nicht Stalin persönlich als einen nützlichen Sündenbock für unschuldiger jüdischer Opfer hinstellen, nur um damit zu „beweisen, wie unmenschlich“ oder wie „rassistisch“, wie „antisemitisch“ der sozialistische „Unrechtsstaat“ ist. Wie viel kommunistisches Blut haben die Kapitalisten, haben die Zionisten in ihrer Vergangenheit und Gegenwart auf der ganzen Welt vergossen? Und wie viele „unschuldige“ Opfer waren noch nicht einmal Kommunisten?
„Die Verfassung geht davon aus“, sagte Stalin, „dass alle Nationen und Rassen unabhängig von ihrer vergangenen und gegenwärtigen Lage, unabhängig von ihrer Kraft oder Schwäche – in allen Sphären des wirtschaftlichen, gesellschaftlichen, staatlichen und kulturellen Lebens der Gesellschaft die gleichen Rechte genießen müssen“.
Unsere Kommunistischen Parteien sind in Wort und Tat für eine gerechte, für eine offene, auf Gleichheit und Freiwilligkeit beruhende Nationalitätenpolitik, das zeichnet uns als proletarische Internationalisten aus. Entscheidend ist unser Kampf für die proletarische Klasse, die ihrem Wesen nach international, internationalistisch, anti-nationalistisch, aber nicht gegen die nationalen Interessen der Arbeiterklasse gerichtet ist. Wir Kommunisten können allerdings in unseren Reihen nicht solche Elemente dulden, die dies in Frage stellen und die uns deswegen von innen heraus vernichten wollen. Da dürfen wir uns nicht vor dem Schreckgespenst des „Antisemitismus“ fürchten, wenn es sich um jüdische Elemente handelt. Parteifeindliche Elemente sind parteifeindliche Elemente, egal welchen Namen sie führen und egal, aus welchem Volk oder aus welcher Rasse, aus welcher Nationalität usw. sie hervorgehen. Man kann doch von uns Kommunisten nicht verlangen, alle feindlichen Elemente in unseren Reihen zu bekämpfen und rauszuwerfen, aber bei bestimmten Elementen aus irgendeinem Grund eine Ausnahme zu machen ?! Wir können keinem einzigen feindlichen Element einen Ausnahmepassierschein in unsere Kommunistische Partei ausstellen, dürfen keinerlei „bundistische“ Sonderrechte gewähren. Unsere proletarische Sache dürfen wir nicht aufs Spiel setzen, wir dürfen weder feilschen noch schachern, sondern müssen wachsam und dem Internationalismus treu bleiben ! Und deswegen müssen ausnahmslos alle parteifeindlichen Elemente hinaus gesäubert werden, bevor sie uns Kommunisten hinaussäubern. So standen und stehen wir zur prinzipiellen Frage jeglicher zionistischen Unterwanderung unserer kommunistischen Bewegung, die wir uns nicht extra ausgedacht haben, weil wir angeblich „Antisemiten“ sind. Mit dem so genannten „stalinistischem Antisemitismus“ kann die bürgerliche Hetzpropaganda uns Kommunisten nicht schrecken. Mit ihrer anti-kommunistischen Hetze, mit der Hetze des angeblichen „Antisemitismus“ vernichten sich die Zionisten letztendlich selbst.
Stalin befahl die Verhaftung aller Juden im Staatssicherheitsdienst im Rang eines Oberst und General auf Grund der bedrohlichen zionistischen Unterwanderung. Es folgte eine Welle der Säuberungen wie in den 30er Jahren. Um Abakumow den Prozess zu machen, gab es noch keinen neuen Sicherheitsminister. Ignatew war damals vom ZK aus für den MGB zuständig. Stalin bildete sofort eine Kommission zur Neustrukturierung der Staatssicherheit, an der Ignatew beteiligt wurde. Einen Monat später wurde Ignatew Minister für Staatssicherheit. Aber in den kleinen „Königreichen“ der miteinander konkurrierenden Ministerien hielt man solche „Parteileute“ grundsätzlich für „unfähig“ und „debütantenhaft“, die die „Profis“ im Auftrag des ZK der KPdSU (B) immer häufiger ersetzen mussten, weil sich die Ministerien und ihre Apparatschiks immer weiter von der Generallinie der proletarischen Partei Stalins entfernten und ihre „eigenen Staatswege“ gingen. Das waren vor allem die Politbüromitglieder, die in ihren Ministerien nicht immer das durchführten, was Stalin mit ihnen besprochen hatte. Ignatew war zum Beispiel diesem Intrigenspiel Malenkows und Berijas hilflos ausgeliefert und völlig überfordert, war ihr Spielball.
Der Kampf gegen den Zionismus erreichte im Winter 1949 seinen Höhepunkt. In der Endphase des Kampfes gegen die zionistische Verschwörung im Jahre 1952 war es den Verschwörern fast gelungen, nicht nur die Säuberungen zu überstehen, sondern auch selber immer mehr Kontrolle über Stalins Maßnahmen zu gewinnen. Indem Stalin den Kampf gegen den Zionismus, die Verurteilung des Nationalismus und die Verfolgung bourgeoiser Kosmopoliten vorantrieb, entstand für die Verschwörer eine gefährliche Situation, dass ihre Sache nun jeden Moment auffliegen würde und sie verloren seien. Was sie gegen Stalin zu richten versuchten, das fiel nun auf ihre eigenen Füße.
Es ist bewiesen, dass es Zionisten waren, die Shdanow als einen „Schwarzhunderter“ beschimpften und dessen Schriften als „Protokolle des Weisen von Zion“ verteufelten. Besonders der Zionist Agurski hatte sich hierbei hervorgetan. Die Verurteilung Shdanows als angeblicher „Einpeitscher des russischen Großmacht-Chauvinismus“, als „Restaurator des zaristischen Nationalismus“ seitens der Zionisten zielte darauf ab, die Sowjetunion zu verunglimpfen. Ist es denn etwa ein Zufall gewesen, dass ausgerechnet Berija und Malenkow in diesen Chor der Progrome gegen die Leningrader einfielen – nur auf einer anderen Ebene ? Man muss blind oder ein Sowjetfeind sein, die Zusammenhänge dieser zionistischen Progrome in der Leningrader Öffentlichkeit von 1946 mit dem Mord an Shdanow und der Abrechnung mit der Leningrader Partei 1949/50 nicht sehen zu wollen. Die Ärzteaffäre gefährdete die Poisition Malenkows als einer der Drahtzieher des Mordes an Shdanow. Dabei ist erwiesen, dass Berija und Malenkow die ärgsten Feinde Shdanows schon vorm Krieg gewesen waren, dass Berija mit den Zionisten schon lange vorher kollaborierte hatte – nicht nur gegen Shdanow, sondern auch gegen Stalin.
Shdanow war Leiter der Abteilung „Agitation und Propaganda“ beim ZK der KPdSU (B). Gegen ihn richtete sich die Fraktion um Berija und Malenkow mit dem Ziel der Restauration der idealistischen Wissenschaften, mit der Unterwanderung der bolschewistischen Agitation und Propaganda. Was wir oben in der ökonomischen Frage, in der Auseinandersetzung zwischen der ökonomischen Wissenschaft des Marxismus-Leninismus und der idealistischen Wissenschaft dargestellt hatten, das spielte sich damals auf dem gesamten Gebiet der Wissenschaft ab. In der Lyssenkofrage setzten Berija und Malenkow den Hebel an, um die Einheit zwischen Shdanow und Stalin auseinander zu dividieren. Was die Atomphysik und Mathematik anbelangte, hatten Berija und Malenkow entscheidend ihre Hände im Spiel. Sie verhinderten Stalins Kampf gegen die Restauration der idealistischen Wissenschaft auf diesen Fachgebieten. Berija nahm die jüdischen Atomphysiker in Schutz. Auf diesem Wege gelang es dem amerikanischen Agentennetz, den Fuß in die Sowjetunion zu bekommen. Berija öffnete dem Kosmopolitismus auf dem Gebiet der Wissenschaft die sowjetische Tür und damit konnte die Ideologie des Zionismus sowjetischen Boden betreten. Dabei hatte er natürlich im Sinn, seine eigene Machtposition mit der Atombombe im eigenen Land aufzuwerten. Berija hat sich des amerikanischen Pragmatismus auf dem Gebiet der Atomwissenschaft zu eigen gemacht und ihn nach Stalins Tod zur Staatsdoktrin erhoben. Das revisionistische Zauberwort der „Friedlichen Koexistenz“ sollte auch auf dem Gebiet der Wissenschaften Anwendung finden. Shdanow richtete sich gegen diese Linie der friedlichen Koexistenz zwischen den reaktionären Wissenschaften der Bourgeoisie und den proletarischen Wissenschaften. Beim Übergang zum Kommunismus in der Sowjetunion konnte die Wissenschaft nicht ihren Klassencharakter verlieren. Gleichzeitig richtete sich Stalin an Hand der Sprachwisssenschaft gegen die falsche Auffassung von der Sprache als „Klassensprache“. Marr unternahm nur eine versteckte Methode zur Restauration der idealistischen Wissenschaft, nämlich eine verkappte Methode, um der idealistischen Sprachwissenschaft einen roten Anstrich zu verleihen und sie dadurch ungehindert zu etablieren. Der alte Scheingefechte zwischen mechanischem Materialismus und Idealismus, waren stets Komplementärkämpfe gegen die beiden Elemente von HistoMat und DiaMat. Es hat sich nach Stalins Tod historisch herausgestellt, dass diese Scheingefechte unter den verschiedenen Revisionistenfraktionen zur Täuschung der sowjetischen Arbeiterklasse stattgefunden hatten. Sie waren sich generell einig, den Kapitalismus zu restaurieren, sie stritten sich nur über den besonderen Weg dorthin.
Wie gesagt, nahm die jüdische Intelligenz ihren besonderen Einfluss hierauf. Sie trat vor allem dagegen auf, dass sich das russische Volk seiner eigenen Geschichte bewusst wurde, dass der Sieg im Großen Vaterländischen Krieg das Selbstbewusstsein der Russen gestärkt hatte, das es die Wurzeln seiner Siege im fortschrittlichen Gedankengut und in der historischen Kultur neu entdeckte. Dem russischen Volk und den Sowjetvölkern wurde bewusst, dass sie gar nicht so „kulturlos“ waren wie dass von der westlichen Reaktion verbreitet wurde. Der Internationalismus kam nicht vom Himmel, sondern dieser konnte sich nirgends anders als aus den nationalen Verhältnissen der damaligen Zeit heraus schälen, nämlich dort, wo die Arbeiter arbeiteten und lebten. Nationen haben nicht nur reaktionäres Zeug produziert, sondern auch revolutionäre Denker hervorgebracht. Und das, bevor es dort eine Arbeiterbewegung gab. Auf diese Denker stützten sich die Arbeiter, um sich selbst zu befreien und ihre eigene internationalistische Kultur zu entwickeln. Stalin lehrte das russische Volk und die Sowjetvölker, dass sie sich nicht vor dem Westen verstecken bräuchten, dass die russische Kultur, dass die Kultur der Völker des Ostens großen Wert für den selbständigen Übergang zum Kommunismus hätten, dass sich die Sowjetvölker dabei auf ihre eigenen Kräfte stützen und nicht auf die „Hilfe und Unterstützung“ des kosmopolitischen Westen angewiesen ist. Der Internationalismus ist deswegen Internationalismus, weil sich die Arbeiter als internationale Klasse nur gemeinsam aus dem bürgerlichen Fesseln ihrer Nationen befreien können. Und dazu gehört auch das Kulturerbe ihres Volkes zu verteidigen, um daraus für ihren internationalistischen Kampf schöpfen zu können. Insofern hatte Shdanow nur den korrekten Kurs Stalins verteidigt. Und eben das passte Berija und Malenkow nicht, weswegen sie sich mit Zionisten zusammen taten, die bekanntlich ihre eigene Kultur über die der anderen Völker stellen, und folglich als Gegner der russische Kultur und der Kultur der Sowjetvölker auftraten, was eben nicht ohne Hilfe aus dem Inneren der UdSSR funktioniert.
Stalins Kurs zur Nutzung der Schöpferkraft der eigenen Kulturgeschichte konnte natürlich nicht im Sinne des Zionismus sein und so begann er unvermeidlich seine Giftpropaganda zu starten und die Weltöffentlichkeit über den angeblich eingekehrten „stalinistischen Nationalismus“, ja den „roten Rassismus der Russen“, insbesondere gegenüber den Juden, an die Wand zu malen, so als hätte Stalin den Antisemitismus der Zarenzeit „übernommen“. Auf die sowjetische Führung wurde also von den Zionisten Druck ausgeübt. Dass unter Stalins Führung der Siegeszug des Vaterländischen Krieges nun im Vaterländischen „Kalten Krieg“ gegen den Kosmopolitismus erfolgreich fortgesetzt worden war, das war natürlich ein harter Schlag für die Kosmopoliten, also vor allem gegen die Zionisten.
Stalin hatte einen Zweifrontenkrieg in der Frage des Antisemitismus zu führen. Darin spielte die gesamte jüdische Intelligenz eine besondere Rolle und nicht nur die jüdischen Ärzte. Während Stalin Korrekturen und Neuerungen vornahm, um den Bolschewismus zu stärken gegenüber Alterungserscheinungen und anderen Schwächen, sahen die Sowjetfeinde darin ein gefundenes Fressen, „auf diesen Zug aufzusteigen“ und die Restauration des Kapitalismus als „den richtigen Weg zum Kommunismus“ an den Mann zu bringen, natürlich unter dem Deckmantel des „Stalinismus“.
Stalins Kampf gegen den Kosmopolitismus gestaltete sich als sehr schwierig und kompliziert auf Grund der Vielschichtigkeit, aber auch durch dessen Einfluss auf die inneren revisionistischen Fraktionskämpfe in der Sowjetführung. Stalin musste auf der einen Seite gegen den Einfluss der zionistischen Verschwörung kämpfen, die von außen unterstützt wurde durch die zionistische Weltbewegung , als auch gegen solche Genossen, die sich von den Verschwörern dazu hinreißen ließen, auf die gezielte antisemitische Provokation auch noch hereinzufallen. Antisemitismus würde unschuldige Opfer unter der Intelligenz bedeuten, Kräfte, die wertvoll und für die Verteidigung des Sozialismus im Kampf gegen den Weltimperialismus unverzichtbar waren. Die Verbreitung des Antisemitismus war also eine hinterhältige, spalterische Taktik des Kalten Kriegs, die nur dem westlichen Imperialisten dienen konnte. Warum sollte ausgerechnet Stalin den Antisemitismus geduldet oder gar angeordnet haben ? Etwa um den Imperialisten einen Bärendienst zu erweisen ? Das tat nicht er, sondern diesen Bärendienst erwiesen die Verschwörer von 1953 den Imperialisten.
Molotow, Mikojan, Woroschilow, Wosnessenski , Berija und viele Führer in der Sowjetunion hatten jüdische Angehörige und wussten von den Plänen der Zionisten. Und leider beließen sie es nicht nur mit ihrem Wissen. Der eine oder andere war sogar an den Plänen mehr oder weniger aktiv beteiligt. Das war für Stalin also eine höchst unerfreuliche Situation. Es gab im Untergrund jüdische Gruppierungen gegen den Kommunismus, die bis ganz nach oben ihre Fäden zogen ! Alle jüdischen Splittergruppen wurden von Stalin aufgelöst. Die jüdische Intelligenz wurde auf kommunistischen Kurs gebracht. Trotzdem hielten sie weiter viele Führungsposten in der SU in ihrer Hand.
1928 war Stalin unter strengen Auflagen damit einverstanden, Juden in Birobidschan anzusiedeln zur Sicherung der Grenze im Fernen Osten, aber nur als autonomes Gebiet und nicht als autonome Republik, um den Rechtsstatus der Autonomie von Moskau aus unter Kontrolle zu behalten. Das Gebiet konnte – an den Rand verlegt – nicht zum Zentrum werden. Es handelte sich um ein Gebiet städtischen Charakters mit 30 000 Einwohnern und existierte schon 1915 unter dem Namen Tichonkaja. Alles in Allem also ungeeignet, um einen zionistischen jüdischen Staat dort zu etablieren, aber auch von Stalin eine Geste, die Interessen der Juden nicht zu unterdrücken, sondern sie in die Interessen der UdSSR einzubinden. Er war aber auch souverän genug, um den wachsenden Einfluss bestimmter jüdischer Kreise, die zu ausländischen zionistischen Organisationen Kontakt hatten, zu unterbinden und notfalls auch Gewalt anzuwenden, wenn die von ihm gesteckten Risiko-Grenzen überschritten wurden. Er hatte den Zionismus nie unterschätzt. Er hatte nichts dagegen, wenn vom jüdischen Ausland finanzielle Hilfe angeboten wurde. Im Krieg gegen die Hitlerfaschisten, die die Juden verfolgten, konnte er jede Kupeke dringend gebrauchen, aber er ließ sich deswegen noch lange nicht auf einen Schacher mit Prinzipien ein. Der Kommunismus lässt sich nicht von Zionisten abkaufen. Stalin war unbestechlich, Berija nicht.
Wer von Stalin als Agent der zionistischen Bewegung entlarvt wurde, ist liquidiert worden. So waren damals die Gesetze der Diktatur des Proletariats nun einmal – Kapitalismus oder Sozialismus? Dieses Schwert schwebte über der UdSSR, seit sie gegründet wurde. Der Sozialismus „in einem Land“ war durch die Bedingungen der Umkreisung des Weltkapitalismus zu scharfem Durchgreifen und zur bedingungslosen Einhaltung der Gesetze der Diktatur gezwungen, wenn er seine Überlebenschance nicht leichtsinnig verspielen wollte. Das ist typisch für den Sozialismus Lenins und Stalins, aber untypisch für den Weltsozialismus, wo die Bedrohung durch den Weltkapitalismus nicht mehr die gleiche Rolle (Einkreisung von außen) spielen kann wie noch in der ersten Periode des Sozialismus. Und Stalin überwachte deswegen strengstens die Durchführung der Beschlüsse gegen die zionistische Infiltration. Stalin unterlief nach dem Krieg die zionistische Bewegung (antikommunistische jüdische Kriegsgewinnler), denn auf jüdische Kredite war die Sowjetunion nach ihrem Sieg gegen die Hitlerfaschisten nun nicht mehr angewiesen.
Losowski war 1943 stellvertretender Außenminister und Beauftragter (!) des Jüdischen Antifaschistischen Komitees, das einen Brief vom 14. Januar 1944 an Stalin sandte:
„Mit der Einrichtung einer jüdischen Sowjetrepublik wird die Frage der staatsrechtlichen Stellung des jüdischen Volkes in Tradition der Bolschewiken und im Geiste der leninistisch-stalinistischen Nationalpolitik ein für allemal gelöst und die Weiterentwicklung seiner jahrhundertealten Kultur gesichert. Im Verlauf vieler Jahrhunderte ist es niemandem gelungen, diese Frage zu lösen. Erst unser großer sozialistischer Staat bietet dazu die Möglichkeit“ (Krimbesiedlung).
Das muss man noch einmal genau lesen, um den Sinn dieser „staatsrechtlichen Stellung des jüdischen Volkes“ und vor allem die daraus entstehenden Konsequenzen zu ermessen. Den heutigen jüdischen Staat hätte es so gar nicht gegeben, wenn er damals auf sowjetischem Boden errichtet worden wäre. Wenn man sich heute den Nahen Osten ansieht, kann man sich ausmalen, was das damals für die UdSSR bedeutet hätte. Nein, das kann man sich gar nicht ausmalen !!!
Dieser Brief fand sich auf Berijas Schreibtisch. Es fragt sich, wie der dahin gekommen ist ? Berija erhoffte sich wohl aus Amerika von den Zionisten 10 Milliarden Dollar für diese Gefälligkeit, so wie er auch die gleiche Summe Geldes für den Verkauf Deutschlands kassieren wollte.
Wir machen an dieser Stelle darauf aufmerksam, dass ebenfalls im Januar 1944 die Frage der Unterstützung der konterrevolutionären Bewegung mit jüdischem Geld bezüglich Albaniens zur Debatte stand. Ein purer Zufall ?? Keineswegs !!
„Es handelt sich um eine Information, die dem Southern Department über ein weiteres Treffen von Zogu mit `drei oder vier Mitgliedern der Anglo-Jüdischen Gesellschaft` zugegangen war. Auf der Zusammenkunft `bot Zogu an, einen Plan über die Ansiedlung von Juden in Albanien zu verwirklichen` , allerdings unter der Bedingung (und hier wird es ganz klipp und klar gesagt), dass die `Juden ihm (Zogu) helfen, den verlorenen Thron wiederzugewinnen`“ (Arben Puto, „In den Annalen der englischen Diplomatie geblättert“, Tirana 1980, Seite 136). Und wir fügen hier hinzu: die Ansiedlung der Juden auf der Krim, die Gründung eines jüdischen Staates auf der Krim, unter der Bedingung, dass das Jüdischen Antifaschistischen Komitee Berija hilft, den „Thron Stalins“ zu gewinnen. Eine andere Bedeutung konnte der Brief auf Berijas Schreibtisch nicht haben, denn:
Sudoplatow erhielt von Berija den Auftrag, über die Errichtung einer jüdischen autonomen Republik auf der Krim zu informieren. 1945, bei den Verhandlungen mit den Alliierten war es Berijas Ziel, vom Westen jüdische Devisen für den Nachkriegswiederaufbau locker zu machen. Berija war maßgeblich an der Zwangsumsiedlung der Krimtataren beteiligt, aber Stalin machte dem amerikanischen Krim-Projekt einen Strich durch die Rechnung. Er folgte Lenin und ließ keinen jüdischen Staat im Staate zu. Nicht nur Sudoplatow hatte mit Harriman in Jalta Sondierungsverhandlungen über die jüdische Republik auf der Krim geführt, sondern parallel dazu hatten diese auch seitens der Chemschuchina (Molotows Frau), Michoels und der jüdisch-amerikanischen Journalistin Goldberg stattgefunden.
Als die Krimplanung 1945 von Stalin aufgehoben wurde, planten die Alliierten unter eigener Regie das Palästinaprojekt und zwar unter Ausschluss (!) von Stalin, was gegen das Jalta-Abkommen verstieß. Es war Molotow, der 1948 unter dem Druck der westlichen Alliierten und unter dem Einfluss der Zionisten auf die Sowjetunion für den israelischen Staat eintrat – Stalin hingegen war gegen einen israelischen Staat, er war bestenfalls für einen palästinensischen Staat, der den jüdischen Flüchtlingen unter bestimmten Bedingungen offen steht. Stalin wich nicht vor dem Druck von außen zurück und natürlich konnte er auch nicht erlauben, dass jemand im eigenen Lager zurückwich. Stalin sah sich einflussreichen Vertretern gegenüber, die in der UdSSR das alliierte Palästinaprojekt begrüßt und unterstützt hatten.
US - Terrorgruppen („JOINT“) benutzten jüdische Sowjetbürger für ihre konterrevolutionären Zwecke. Ihre Lsoung, die sie hierzu ausgaben, hieß: „Solidarität mit dem Kampf gegen den Antisemitismus Stalins“. Die Zionisten brauchten nur ihr eigens fabriziertes „Progrom des Antisemitismus“ aus dem Hut zaubern und schon lagen ihnen die Herrscher Reihenweise entmachtet zu Füßen. Wenn die Zionisten jemanden des Antisemitismus bezichtigten, dann ist er geliefert und wenn er noch so unschuldig ist. Sollte Stalin etwa schweigend zusehen, dass sich eine Reihe von Juden und jüdischen Organisationen mit den Alliierten gegen die Sowjetunion verbündeten, um den Kommunismus zu bekämpfen? Bei den eingeleiteten Säuberungen konnte Stalin gegen solche Leute vorgehen, die sich vorher schon anderer Vergehen schuldig gemacht hatten, nahm sie von ihren Posten und ersetzte sie durch zuverlässigere Genossen.
Ab Oktober 1946 wurde der sich ausbreitende jüdische bourgeoise Nationalismus angegriffen, geleitet von Abakumow. Dieser stellte fest, dass im Jüdischen Antifaschistischen Komitee nationalistische Propaganda betrieben worden war, die darauf abzielte, die jüdischen Interessen über die Interessen der Sowjetunion zu stellen. Tausende Juden waren aus den von Deutschen besetzten sowjetischen Gebieten geflohen und die Sowjetunion tat wirklich alles, um ihnen zu helfen. Der Wiederaufbau nach den Kriegsverwüstungen war eine große Leistung des sowjetischen Staates und sie konnte nur bewerkstelligt werden durch die gemeinsamen Anstrengungen aller Sowjetvölker, aller Nationalitäten. Da konnten weder Privilegien noch Diskriminierungen geduldet werden. Man darf nicht vergessen, dass es schließlich das russische Volk war, das die größten Opfer im Zweiten Weltkrieg zu beklagen hatte und auch mit am tapfersten gegen die Hitlertruppen gekämpft hatte, was die Juden niemals vergessen sollten. Die Sowjetvölker haben im Krieg und nach dem Krieg alles miteinander brüderlich geteilt – sowie Freud als auch Leid. Die Sowjetregierung lehnte es also ab, aus dem Leid, das die Hitlerfaschisten den Juden angetan hatten, einen Anspruch auf die Gründung eines jüdischen Staates in der Sowjetunion gelten zu lassen. Stalin schritt ein und Michoels wurde liquidiert, weil er am vehementesten solche jüdischen Veränderungen im Sowjetsystem vertrat und auch vom jüdischen Ausland dafür beauftragt worden war.
Abakumow schlug Stalin 1947 vor, keine Juden mehr in den Staatssicherheitsdienst neu einzusetzen, da dort bereits über 50 % Juden beschäftigt waren und dies somit ein reales Sicherheitsrisiko für die Infiltration von außen darstellte. 1951 kam es zu jüdischen Säuberungen im Staatssicherheitsdienst. Die Streichung jüdischer Posten war übrigens bekannt als „Malenkowsches Rundschreiben“. Wer seine sowjetische Heimat hinten an stellte und sich für die Zusammenarbeit mit zionistischen Weltorganisationen begeisterte, sich mit dem westlich-zionistischen Judentum solidarisierte, war ein wurzelloser Kosmopolit, konnte nicht gleichzeitig ein Kommunist, kein Internationalist sein. Besonders im Zuge des Konfrontationskurses des Westens gegen Stalin schürten die zionistischen Juden im Westen ihren Antistalinismus unter der jüdischen Bevölkerung in der Sowjetunion, besonders aber in Partei und Staat. Antistalinismus ist gegen das Weltproletariat und die Sowjetvölker gerichtet. Wer will uns also vorwerfen, dass wir uns verteidigt haben. Der Anti-Stalinismus (– und der Kosmopolitismus/ Zionismus waren damals die ausgeprägtesten und gefährlichsten Formen des Anti- Stalinismus -) ist eine Reaktion der internationalen Konterrevolution auf die weltrevolutionäre Tätigkeit des Genossen Stalin gewesen und nicht umgekehrt !! Wer uns deswegen des Antisemitismus anklagt, wenn wir uns gegen Zionismus und Kosmopolitismus zur Wehr setzen, der unterwirft sich damit dem Weltkapital und schadet nur sich selbst.
Es hat noch keiner geschafft, den Genossen Stalin aus dem Anti-Stalinismus hervorzuzaubern. Der Anti-Stalinismus ist aus dem Kapitalismus hervorgegangen, nicht aus dem Sozialismus. Aus dem Sozialismus ist bekanntlich der Stalinismus hervorgegangen. Und so lange der Kosmopolitismus und der Zionismus auf dieser Welt nicht beseitigt sind, solange sie also für uns Kommunisten wie für die ganze Welt eine drohende Gefahr darstellen, werden sie von uns Stalinisten auch entschlossen und unnachgiebig bekämpft. Selbst der massivste Vorwurf des Antisemitismus wird uns in diesem Kampf nicht zur Kapitulation zwingen können! Die modernen Revisionisten haben diesen Kampf verraten und schließlich eingestellt. Wir Stalinisten haben dieses Banner des Kampfes gegen Kosmopolitismus und Zionismus aus dem Dreck gezogen, aber bestimmt nicht deswegen, um es uns wieder von Faschisten und Nationalbolschewisten aus der Hand reißen zu lassen!
Abakumow hatte im Auftrag Stalins genug belastendes Material gegen Berija gesammelt, um vor dessen Machenschaften gewarnt zu sein. Und so war es denn ja auch: Nach Stalins Tod gab Berija den Auftrag, die von ihm zu Lebzeiten Stalins noch vertuschten Hintergründe der Ärzteverschwörung so „aufzuarbeiten“, dass sie Stalin belasten sollten, insbesondere im Fall Michoels, aber auch im Fall der Frau von Molotow, die in Amerika häufig ihre reiche jüdische Verwandtschaft „besuchte“. Molotow und seine Frau waren die wichtigsten Verhandlungspartner der zionistischen Mafia in Europa und Amerika und deswegen wurde Molotows Frau auch zu Recht verhaftet im Januar 1953. Zu Molotows Geburtstag schenkte Berija ihr die Freiheit – Stalin war noch nicht einmal eine Woche tot. Berija schloss diese Akte eigenmächtig und verstieß damit nicht nur ausdrücklich gegen Stalins Befehl, sondern machte sich damit zu einem kosmopolitischen und zionistischen Erfüllungsgehilfen. Molotows Frau war übrigens im Parfüm- und Fischgeschäft tätig. Der Volksmund sagte von ihr: „Ihr Parfüm stinkt nach Fisch und ihr Fisch nach Parfüm.“
Abakumow wurde von Berija und Malenkow beseitigt, weil er zu viel über ihre Verbrechen wusste. Dazu bedienten sie sich einer Methode, die sie immer wieder erfolgreich anzuwenden verstanden: treue Stalinanhänger zu kompromittieren, sie entweder gegen Stalin aufzubringen oder umgekehrt Stalin gegen sie aufzubringen.
Auf der Plenarsitzung des ZK vom 2. April 1953 ( Stalin war kaum ein Monat tot!!) prangerte Berija Stalins „Machtmissbrauch“ bei der „Konstruktion“ (!) der Ärzteverschwörung an. Die Kampagne zur Diskreditierung Stalins ging von Berija aus. Das kann man an Hand der Ärzteverschwörung dokumentarisch belegen. Berija sorgte nach Stalins Tod für die Vertuschung der Ärzteverschwörung. Mit diesen intriganten Manipulationen schuf er für die anderen revisionistischen Führer eine brenzlige Lage, die ihre Verbrechen hätten ans Licht befördern können. Die Ärzte hatten Angst, für die Intrigen der rivalisierenden Gruppen in der Regierung herhalten zu müssen. Stalin wirkte diesem Treiben durch Aufklärungsarbeit und Öffentlichkeit entgegen.
Berija hatte nicht nur die Macht, die Ärzteverschwörung unmittelbar nach Stalins Tod für eine „Erfindung Stalins“ abzutun und alle zu amnestieren, sondern die Ärzte auch zu verwickeln in seinen Intrigen gegen die Stalinisten. Berija hatte Verbindung zu jüdischen Verschwörern und machte sich diese zunutze. Berija stellte sich vor Ilja Ehrenburg, „den er vor dem Zorn Stalins gerettet hatte“ (Sudoplatow, Seite 409). Er hatte nicht nur den Schlüssel für den sowjetischen Giftschrank, sondern auch die Macht, dieses Gift jedem zu verabreichen, der ihm im Wege war. Schwerwiegend wurde Berijas Verrat an der UdSSR dadurch, dass er mit der Befreiung von Feinden Stalins der antistalinistischen Westpropaganda einen „Beweis“ lieferte, dass das „verbrecherische Sowjetregime Stalins zum ersten Mal in seiner Geschichte seine Verbrechen selber zugegeben habe.“
Die anti-kosmopolitische Linie wurde also eingeschlagen, in deren Verlauf Stalin Malenkow degradierte und Berija der Position beraubte, die ihm die Kontrolle über sämtliche Aktivitäten im Bereich der Staatssicherheit verschafft hatte. Der Anti-Kosmopolitismus richtete sich nach außen gegen die USA und nach innen u.a. gegen die Kollaborateure Berija und Malenkow. Stalin hatte Berija und Malenkow in begründetem Verdacht, gegenüber dem wachsenden Einfluss des Zionismus und Kosmopolitismus „nicht entschlossen entgegengetreten“ zu sein. Diese Worte Stalins ins Deutsche übersetzt, heißen so viel wir: politisch verantwortlich also konterrevolutionär zu sein!). Zu dieser Zeit verschärften die Alliierten ihren ernstzunehmenden Konfrontationskurs gegen Stalin und die Sowjetunion. Sie waren die Einzigen auf der Welt, die der Sowjetunion noch gefährlich werden konnten. Also konzentrierten sich die Weltimperialisten darauf, Einfluss zu nehmen auf das Machtgefüge in der sowjetischen Führungsspitze. Es waren also die Alliierten, die hieran nicht nur Interesse hatten, sondern dies weitestgehend ausnutzen mussten, indem sie noch mehr Druck ausübten, aber eine Eskalation tunlichst vermieden, um die Kontrolle zu behalten. Dieser Druck rief wie gewünscht kapitulantenhaftes Verhalten einiger Politbüromitglieder hervor und die Einheit unter den Politbüromitgliedern - und damit der Einfluss des Genossen Stalins war geschwächt.
Was ist Kosmopolitismus ?
Der Kosmopolitismus ist im Allgemeinen die Ideologie des Weltkapitals zur kapitalistischen Ausbeutung und Unterdrückung der Nationen durch das weltpolitische, globale Herrschaftssystem der Weltbourgeoisie, durch das Weltsystem des Kapitalismus, ist Weltkanibalismus. Konkret ist der Kosmopolitismus eine ideologische Waffe des räuberischen amerikanischen Imperialismus, kanibalistischer Amerikanismus. Stalin führte den Kampf an gegen den Hauptfeind des Weltproletariats, den Hauptfeind der Völker – den amerikanischen Imperialismus und seine Ideologie des Kosmopolitismus. Stalin ist in den Augen der Weltimperialisten auch heute noch ihr gefährlichster Feind, was sich in ihrem wilden Anti-Stalinismus widerspiegelt, den sie niemals aufgegeben haben, im Gegenteil weiter anheizen. Kosmopolitismus ist Anti-Stalinismus !
Der Kosmopolitismus ist die Ideologie von der kapitalistischen Weltversklavung und führt nicht nur zur kapitalistischen Entwurzelung, Verelendung und Vernichtung von Völkern, Nationen und Ländern, sondern der ganzen Menschheit. Der Kosmopolitismus predigt den nationalen Nihilismus zugunsten einer allmächtigen imperialistischen Weltregierung, der sich alle nationalen Regierungen zu fügen haben (außer der israelischen Regierung natürlich). Schwächung aller Nationen auf der Welt – um den „einzig auserwählten“ Elitestaats Israel in die Lage zu versetzen, sich die ganze Welt Untertan zu machen – das ist der Kosmopolitismus des Zionismus ! Aktuelles Beispiel der zionistisch-kosmopolitischen Zuspitzung der historischen „Streitfrage der Judenvernichtung“ im Vatikan und im Iran: Wenn sich Befürworter und Gegner ordentlich in die Haare kriegen, reibt sich ein Dritter die Hände – Israels Zionismus ! Die Zionisten haben sich aber jetzt schon verkalkuliert, wenn sie meinen, dass dieser Streit für sie ordentlich Zinsen abwirft. Nicht die Zionisten werden über die Völker herrschen, sondern die Völker über die Zionisten !! Wenn der Kommunismus nicht nur den Wucherzins, sondern das Geld überhaupt abgeschafft hat, ist die Geldquelle der Zionisten für immer versiegt, ist der Zionismus im arabischen Wüstensand verflogen !
Der Kosmopolitismus zielt darauf ab, alle Nationen untereinander zu entzweien und gegenseitig aufzuhetzen ( zum Beispiel durch Wirtschaftskriege, militärische Kriege, so genannte „Kalte Kriege, Religionskriege, ethnische Kriege usw. usf.), um daraus Profite zu ziehen, um das Kapital aus den Nationen herauszupumpen und in wenige Hände zu „globalisieren“. Weltkapital entfaltet seine Kraft als „grenzenloses Kapital“. Stärkung des Privateigentums am Weltkapital durch Schwächung des Privateigentums der Nationen vermittels seiner globalisierten Konzentration und Zentralisierung. Der Kosmopolitismus ist die weltimperialistische Ideologie der Globalisierung zur Mehrung des Weltprofits in multinationalen und schließlich supranationalen Händen. Das jüdische Kapital ist auf Grund der besonderen, historischen Entwicklung des Judentums hierfür prädestiniert, weil es schon mit seinem Bestehen unabhängig vom nationalen Kapital angehäuft worden war bzw. „sich des nationalen Kapitals bedienen konnte, indem es das nationale Kapital bediente“. Diese Vorteile nutzte das jüdische Kapital gegenüber dem Kapital jeder anderen Nation zinsbringend aus, um sich somit eine Vormachtstellung in der Welt zu erobern und zu sichern. Früher herrschten die Kaiser auf Pump des jüdischen Kapitals. Heute ist die politische Herrschaft der Bourgeoisie auch nur „geliehen“, abhängig vom Zinssatz ihrer Kreditgeber. Die ganze „zivilisierte“ Weltordnung hängt nicht wenig am Tropf des zionistischen Kapitals.
Es wird hieran völlig klar, dass die weltproletarische Ideologie, der Marxismus-Leninismus, der größte Feind der Privateigentümer des Weltkapitals ist, da sie wissenschaftlich nachweist, dass das revolutionäre Weltproletariat dieses supra-nationale Privateigentum am Weltkapital expropriiert, das heißt: Die Weltproduktivkräfte werden vergesellschaftet zum Zwecke der Schaffung einer sozialistischen Weltordnung. Die Restauration des Kapitalismus in „einem“ Land, die Wiederherstellung der uneingeschränkten, grenzenlosen Weltmacht des Kapitals, war also nur zu bewerkstelligen durch die Ersetzung des proletarischen Internationalismus durch den bürgerlichen Nationalismus in der UdSSR und in ihren internationalen Einflusssphären.
Im Besonderen ist der Kosmopolitismus also ein Instrument aus dem ideologischen Waffenarsenal der Weltbourgeoisie, die drohende Gefahr vor der Errichtung der politischen Herrschaft des Weltproletariats abzuwenden durch die Einkesselung, Isolierung und Infiltration der sozialistischen und volksdemokratischen Nationen zwecks deren Einverleibung in das weltimperialistische System. Was für die Weltbourgeoisie der Kosmopolitismus, ist für das Weltproletariat der proletarische Internationalismus. Es sind die beiden stärksten Waffen mit denen die Weltgeschichte entschieden wird: „Wer – wen?“ - Der Weltkapitalismus oder der Weltkommunismus ? Stalin bediente sich zweifellos der Waffe des proletarischen Internationalismus ( dessen immanenter Bestandteil selbstverständlich der Sowjetpatriotismus war), um den Kosmopolitismus zu schlagen und Stalin bediente sich nicht etwa der Waffe des Nationalismus, weswegen er von den einen kritisiert und von den anderen gelobt wird. Die Waffe des Nationalismus ist in den Händen der Weltbourgeoisie eine Komplementärwaffe des Kosmopolitismus gegen den proletarischen Internationalismus. Wieso Komplementärwaffe ? Worauf zielte der Kosmopolitismus seit Ende des Krieges ab? Er zielte darauf ab, den proletarischen Internationalismus vom Sowjetpatriotismus loszutrennen und ihm willkürlich gegenüberzustellen, um dadurch den Sowjetpatriotismus in den bürgerlichen Nationalismus zu verwandeln und diesen dem Kosmopolitismus dienstbar zu machen im Kampf gegen den proletarischen Internationalismus. Der Kosmopolitismus und der Nationalismus sind zwei Seiten der gleichen Ideologie der Bourgeoisie, die von den Revisionisten in „sozialistische“ Phrasen gehüllt wurden, um damit die Ideologie des proletarischen Internationalismus und des Sowjetpatriotismus, der Liebe zum Vaterland des Weltproletariats zu ersetzen.
Kosmopolitismus propagiert den nationalen Nihilismus, die Unmöglichkeit der Verwandlung der kapitalistischen Nationen in sozialistische Nationen, die Unmöglichkeit der Verwandlung des Weltkapitalismus in den Weltsozialismus, die Unmöglichkeit des Weltbundes der Arbeiter und Bauern aller Völker auf Grund der Freiwilligkeit und des Internationalismus. .
Die Ideologie des Kosmopolitismus ist für den faulenden, absterbenden Weltkapitalismus charakteristisch. In der „zivilisierten Welt“ ist – nach den Worten Lenins – der Kapitalismus ein globaler Parasit, der am Körper von Hunderten Millionen unterdrückten Massen schmarotzt. Dieser Parasit, der die unmittelbare Verbindung mit der Weltproduktion schon längst eingebüßt hat, der Dividenden von Betrieben erhält, die mit ihrem Einfluss alle Kontinente erfassen, wird zum ausgesprochenen Kosmopoliten. Durch den globalisierten Klassenkampf wird der Kosmopolitismus angeheizt aus Furcht der Weltbourgeoisie, ihre „zivilisierte Welt“ an das Weltproletariat zu verlieren. Es verwundert also nicht, wenn die Weltbourgeoisie den Kosmopolitismus in die weltproletarische Bewegung einzuschmuggeln versuchte, indem sie diese ihre Ideologie als eine angeblich „marxistische“ internationale Erscheinung verhüllten. Die Weltbourgeoisie missbraucht den proletarischen Internationalismus, indem sie diesen zynisch als Kosmopolitismus auslegt. Der bekannteste Agent des Kosmopolitismus im Lager der marxistischen Arbeiterbewegung war Kautsky mit seinem „Ultra-Imperialismus“. Kautskyanertum ist das Gleichheitszeichen zwischen Kosmopolitismus und proletarischem Internationalismus. Das Kautskyanertum ist die Ideologie von der Rechtfertigung der Weltversklavung des Proletariats. Das Ziel ist die ideologische Entwaffnung des Weltproletariats.
Lenin hatte gezeigt, dass die Imperialisten in ihren Vereinigungsbestrebungen die Interessen des Weltproletariats mit Füßen treten, dass das Weltkapital
„den Schutz seines Bundes der Kapitalisten aller Länder gegen die Werktätigen höher stellt als die Interessen des Vaterlandes, des Volkes und alles Andere...“ (Lenin, Sämtliche Werke, Band 23, Seite 5).
Einst war der Kosmopolitismus noch fortschrittlich gegenüber dem Feudalismus, Anfang des 19. Jahrhunderts – als er nämlich dem feudalistischen, reaktionären, verknöcherten Provinzialismus mit „Weltoffenheit“, „Weltaufgeklärtheit“, „Weltidealismus“, „Weltgeist“ und „Welthumanismus“ des „Weltbürgers“ entgegen trat, woraus dann das Bürgertum mit seiner bürgerlich-freiheitlich-demokratischen Nation hervorgegangen ist. Zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert hat sich die Verwendung des Begriffs „Kosmopolitismus“ gewandelt. Unter den Bedingungen des Imperialismus wurde der Kosmopolitismus zur Ideologie der kapitalistischen Weltversklavung.
Marx und Engels schreiben in ihrem „Kommunistischen Manifest“: „Die Bourgeoisie hat durch ihre Exploitation des Weltmarktes die Produktion und Konsumtion aller Länder kosmopolitisch gestaltet. Die Bourgeoisie reißt durch die rasche Verbesserung aller Produktionsinstrumente, durch die unendlich erleichterten Kommunikationen alle, auch die barbarischsten Nationen in die Zivilisation. Die wohlfeilen Preise ihrer Waren sind die schwere Artillerie, mit der sie alle chinesischen Mauern in den Grund schießt, mit der sie den hartnäckigsten Fremdenhass der Barbaren zur Kapitulation zwingt (...) Mit einem Wort: sie schafft sich eine Welt nach ihrem eigenen Bilde“ (MEW, Band 4, Seite 466).
25 Jahre später verwenden Marx und Engels den Begriff von der „kosmopolitischen Macht des Proletariats“ als herrschende Klasse im Weltmaßstab ( das ist interessant, bemerkenswert und zudem hochaktuell, denn bis heute kämpft der Marxismus für die politische Arbeitermacht im Weltmaßstab!) :
„Während die Internationale der Arbeiterklasse der verschiedenen Länder die vollste Freiheit in ihren Bewegungen und Bestrebungen ließ, brachte sie es gleichzeitig fertig, die Gesamtarbeiterklasse zu einem Bunde zu vereinigen und zum ersten Male den herrschenden Klassen und ihren Regierungen die kosmopolitische Macht des Proletariats fühlbar zu machen“ (Marx und Engels,Komplott gegen die IAA -Bericht über das Treiben Bakunins, MEW Band 18, Seite 439).
„Proletarier aller Länder – vereinigt euch!“ - „Weltproletariat – vereinige alle Länder !“ - die Kombination dieser beiden Losungen vertritt heute die Komintern / ML und das entspricht haargenau der Generallinie der Ersten Internationale von Marx und Engels unter den heutigen Bedingungen der Globalisierung !
Demnach sprachen Marx und Engels sowohl vom Kosmopolitismus der Bourgeoisie als auch vom Kosmopolitismus des Proletariats . Heute hat sich der Sprachgebrauch geändert und man könnte Kosmopolitismus im Sinne von Marx und Engels eher übersetzen als „globalisierte Weltpolitik“. Dem Wesen nach hat sich also nichts geändert, denn wie die Erste Internationale und die Komintern stellt die Komintern / ML der globalisierten Weltpolitik der Bourgeoisie die globalisierte Weltpolitik des Proletariats gegenüber. Seitdem der Stalinismus seinen Kampf gegen den Kosmopolitismus des Weltkapitals begonnen hat, würden wir heute nicht mehr von der „kosmopolitischen Macht des Proletariats“ sprechen, sondern von der politischen Macht des Weltproletariats, was dem Wesen nach keinen gravierenden Unterschied macht.
Lenin definierte das Weltbild materialistisch:
„Das Weltbild ist ein Bild dessen, wie sich die Materie bewegt und wie `die Materie denkt`“ (Lenin, Materialismus und Empiriokritizismus, Seite 371).
Das Weltbild des Weltproletariats ist das internationalistische Bild der revolutionären Befreiung der Menschheit aus der Knechtschaft des Weltkapitalismus.
Der Stalinismus ist die ideologische Waffe des Weltproletariats zur Zerschlagung des Kosmopolitismus und garantiert den ideologischen Sieg über die Weltbourgeoisie. Der Klassenkampf gegen den Imperialismus und seine Ideologie führt das Proletariat zur Weltrevolution. Das Stalinbanner wird über das amerikanische Banner des Weltimperialismus triumphieren !
Man darf den Kosmopolitismus zur Zeit Stalins und den Globalismus von heute weder gleichsetzen noch gegeneinander stellen. Beide Begriffe trennen Jahrzehnte der weltimperialistischen Entwicklung, nämlich dem Drang des Kapitals, sich global zu zentralisieren und zu konzentrieren. Damals war dem Kapital das sozialistische Weltlager Stalins dabei nicht nur mächtig im Wege, sondern das war ein Kampf um seine eigene Existenz. Nachdem das kapitalistische Weltlager es mit Hilfe der modernen Revisionisten beseitigt hatte, erlangte der Kapitalismus seine absolute Weltherrschaft zurück. Insofern ist der heutige Kampf gegen die Ideologie des Weltkapitalismus der Kampf Stalins gegen den Kosmopolitismus auf höherer Stufenleiter, was die Weiterentwicklung des Stalinismus im Kampf gegen den heutigen Globalismus unvermeidlich macht – denn jetzt muss die Waffe des Stalinismus für die absolute Weltherrschaft des Sozialismus zum Sturz der absoluten Weltherrschaft des Kapitalismus geschärft werden.
Zur Zeit Stalins diente der Kosmopolitismus als ideologische Waffe des kapitalistischen Weltlagers gegen das entstehende sozialistische Weltlager Stalins. Heute dient die weltimperialistische Ideologie des Globalismus dem Kampf gegen die Globalisierung unseres proletarischen Internationalismus, und zwar in der Absicht, die globale Herrschaft des Weltproletariats zu verhindern und damit den globalen Aufbau des Weltsozialismus auf den Trümmern des Weltimperialismus abzuwenden.
Nun steht nicht mehr die Arbeiterklasse der UdSSR an der Spitze des Kampfes gegen die kosmopolitische Ideologie des alten Weltimperialismus, sondern das gesamte Weltproletariat formiert sich zur Revolution gegen die Weltbourgeoisie samt ihrer globalistischen Ideologie – also einschließlich der sich globalisierenden Bourgeoisie der ehemaligen und noch weiter existierenden revisionistischen Länder. Dem Wesen nach ist es der gleiche ideologische Kampf, aber mit der Globalisierung hat er eine höhere Qualität angenommen, die wir in unserem ideologischen Kampf zu berücksichtigen haben – eben dadurch, dass seiner höheren Qualität global entsprochen wird (und nicht nur, was die Globalisierung unseres Kampfes gegen die Globalisierung des Revisionismus betrifft).
Ehe das Weltproletariat seinen Sieg über den Weltkapitalismus auf den Schlachtfeldern des internationalen Klassenkampfes erkämpft, kündete Stalin Ende der 40er, Anfang der 50er Jahre die Ankunft der Herrschaft des Weltproletariats mit vernichtenden Schlägen gegen die Ideologie des Kosmopolitismus und des Zionismus an. Auf dieser stalinistischen Grundlage haben wir heute unseren globalisierten Klassenkampf zum führen.
Der Kosmopolit war anfangs der die kapitalistische Welt gestaltende und beherrschende Weltbürger. Der Kosmopolitismus, war Ausdruck des entstehenden Weltbildes der Bourgeoisie, das zur Zeit von Marx und Engels noch „fortschrittliche“ Züge hatte, aber zur Zeit, als Stalin gegen den Kosmopolitismus kämpfte, so erzreaktionär und menschenverachtend geworden war, wie das internationale Monopolkapital selbst. Der Kosmopolitismus riss die Schranken des nationalistisch-faschistischen Hasses herunter, aber nicht um ihn zu beseitigen, sondern um ihn auf eine noch gefährlichere Stufe zu heben, nämlich ihn zum Weltfaschismus zu globalisieren und gegen alle Menschen auf dieser Erde zu richten, die sich der so genannten „zivilisierten Weltordnung“, der barbarischsten aller Weltordnungen, nicht unterwerfen wollen:
„Früher galt die Bourgeoisie als das Haupt der Nation (...) Jetzt ist vom 'nationalen Prinzip` auch nicht eine Spur geblieben. Jetzt verkauft die Bourgeoisie die Rechte und die Unabhängigkeit der Nation für Dollars“ (Stalin, Werke, Band 17, Seite 189/190, KPD/ML, Hamburg 1973)
„Aus einem Befreier der Nationen, der er in der Zeit des Ringens mit dem Feudalismus war, ist der Kapitalismus der imperialistischen Epoche zum größten Unterdrücker der Nationen geworden“ (Lenin, „Sozialismus und Krieg“, Dietz, Berlin 1952, Seite 8).
Die Berliner Mauer war weder ein „antifaschistischer Schutzwall“, noch eine Mauer zwischen Kapitalismus und Sozialismus, sondern die Kerkermauer des berijanischen Sozialfaschismus, die einbetonierte Spaltung der deutschen Nation und des deutschen Volkes durch die Weltbourgeoisie. Stalin errichtete keine Mauern mitten durch die Völker, sondern baute Brücken der Völkerfreundschaft, Brücken zur Vereinigung der Proletarier aller Länder, Brücken zur Befreiung der Menschheit von ihrem kapitalistischen Joch ! Stalins Antwort auf den Kosmopolitismus war also alles Andere als „russischer Nationalismus“, als dessen Führer seine heutigen „Freunde“ aus dem faschistischen Lager ihn so gern hinstellen. Mit Nationalismus kann man den Kosmopolitismus nicht besiegen und eben deswegen verraten die Nationalisten den Kampf gegen den Kosmopolitismus, als deren Führer sie sich vor den Massen aufspielen. Stalins Antwort auf den Kosmopolitismus war die sozialistische Weltrevolution, war der Aufbau des Kommunismus in der UdSSR, war die Unterstützung beim Aufbau sozialistischer Länder, war die Verwirklichung des sozialistischen Internationalismus und nicht der russische Großmacht-Chauvinismus.
„Das Erblühen der ihrer Form nach nationalen und ihrem Inhalt nach sozialistischen Kulturen unter den Bedingungen der Diktatur des Proletariats in einem Lande zum Zwecke ihrer Verschmelzung zu einer gemeinsamen ( der Form wie dem Inhalt nach) sozialistischen Kultur mit einer gemeinsamen Sprache, wenn das Proletariat in der ganzen Welt gesiegt haben und der Sozialismus in das Alltagsleben übergegangen sein wird – darin besteht gerade die Dialektik der Leninschen Fragestellung in Bezug auf die nationale Kultur.“ (Stalin auf dem XVI. Parteitag der KPdSU(B)
Natürlich hatten die Inselbewohner des Sozialismus [Stalin benutzt den Begriff der „sozialistischen Insel“ in einer seiner berühmtesten Schriften: „Die Partei vor und nach der Machtergreifung“ (Stalin, Werke, Band 5, Seite 87 – 97 ; Anmerkung der Redaktion] dem wichtigen im Meer des Weltimperialismus schwer zu leiden, waren sie vom Festland abgeschnitten, gab es Argwohn, wenn fremde Schiffe vom Festland in den Inselhäfen vor Anker gingen, gab es umgekehrt auch Argwohn, wenn Inselbewohner, die feindliches Festland betreten hatten, zur Insel (vom Festland „umgedreht“???) zurückgekehrt waren. Und dieser Argwohn war nicht paranoid, sondern beruhte auf schmerzhafte Erfahrungen und verhängnisvolle Folgen, die die Inselbewohner durchzustehen hatten. Nicht die Inselbewohner und ihre Regierung waren Schuld an ihrem Inseldasein, sondern das Festland, das ihre Isolation systematisch betrieben hat, und seine Feindschaft gegenüber den Inselbewohnern mit heißen und kalten Kriegen blutig unter Beweis stellte.
Die Sowjetvölker hatten unter der Abschirmung vor den anderen Völkern der Welt zu leiden und die Völker der ehemaligen UdSSR leiden heute noch darunter. Sie sehnten sich danach, sich so frei und ungezwungen auf der Welt zu bewegen wie alle anderen Völker auch, aber man ließ sie nicht, man behandelte sie wie Menschen zweiter Klasse. Anders war es mit privilegierten Schichten in der UdSSR. Sie konnten sich den Luxus von Auslandsreisen erlauben. Unter diesen Privilegierten gab es überproportional viele Juden, denn sie verfügten durch ihre Jahrhunderte alte Streuung auf dem ganzen Erdball über internationale Kontakte des Judentums. Durch die israelische Botschaft in Moskau waren diese Kontakte erleichtert worden und der Kosmopolitismus hatte nun völlig legal seinen Fuß in der Tür der UdSSR geschoben, um sozialistischen Boden zu „betreten“ (zertreten!). Der Kosmopolitismus sollte nun die Eintrittskarte in die „gelobte freie Welt“ werden, die das Festland aber nicht bereit war zu verschenken, sondern es stellte die Bedingung, dass sich die Sowjetvölker von Stalin, vom Sozialismus, vom Marxismus-Leninismus los sagen und ihre schwer erkämpfte Inselfreiheit mit der Knechtung des Festlands eintauschen. Heute erkennen immer mehr Bürger der ehemaligen UdSSR, welchen revisionistischen Betrügern sie vertrauten und was für ein schwerer Fehler es war, Stalin für ihr Inseldasein verantwortlich zu machen. Im Gegenteil, Stalin verbannte den Weltkapitalismus auf eine Insel, die vom Meer des Fortschritts in der ganzen Welt umgeben war. Stalin verwandelte die einst sozialistische Insel in ein großes sozialistisches Festland, auf dem ein Drittel der Weltbevölkerung lebte. Und auch die volkreichsten Länder China und Indien waren bereits auf dem Weg, dieses Festland zu vergrößern. So wäre die dadurch entstandene Insel des Weltkapitalismus beinahe für immer untergegangen. Stalin sagte über die weltgeschichtlichen Bedeutung der Oktoberrevolution:
„Die weltgeschichtliche Bedeutung der Oktoberrevolution besteht nicht nur darin, dass sie der großen Initiative eines einzelnen Landes bei der Durchbrechung des Systems des Imperialismus entsprang und die erste Heimstätte des Sozialismus im Ozean der imperialistischen Länder ist, sondern auch darin, dass sie die erste Etappe der Weltrevolution und eine mächtige Basis für ihre weitere Entfaltung bildet [und sie hatte sich bis 1953 wahrhaft mächtig entfaltet! - Anmerkung der Redaktion]. Deshalb haben nicht nur diejenigen Unrecht, die den internationalen Charakter der Oktoberrevolution vergessen und den Sieg der Revolution in einem Lande als eine rein nationale und ausschließlich nationale Erscheinung hinstellen. Unrecht haben auch diejenigen, die zwar des internationalen Charakters der Oktoberrevolution eingedenk sind, aber dazu neigen, diese Revolution als etwas Passives zu betrachten, das lediglich dazu berufen ist, Unterstützung von Außen entgegenzunehmen. In Wirklichkeit braucht nicht nur die Oktoberrevolution die Unterstützung der Revolution in den anderen Ländern, sondern die Revolution in diesen Ländern braucht auch die Unterstützung der Oktoberrevolution, um die Sache der Niederwerfung des Weltimperialismus zu beschleunigen und vorwärtszubringen“ (Stalin, Werke Band 6, Seite 358, KPD/ML, 1971).
Hervorragend !
War der Kosmopolitismus und Zionismus vor der Gründung Israels noch genau derselbe geblieben wie nach der Gründung Israels ? Keinesfalls. Durch die Gründung Israels gewann der Kosmopolitismus und Zionismus festeren Boden unter den Füßen, hatte er sich seinen Jahrhunderte alten Traum erfüllt, sich wieder sein eigenes staatliches Zentrum zu schaffen und sich von dort aus über dem Erdball auszubreiten mit all den Folgen – nicht zuletzt für das jüdische Volk selbst. Nie verfügte der Zionismus in seiner ganzen Geschichte über mehr weltpolitische Macht und Einfluss als nach der Gründung des Staates Israel. Nie ging vom Zionismus eine größere Gefahr für die Welt aus als heute. Nie war die Notwendigkeit größer, den endgültigen Sieg über den Zionismus zu erringen, als heute. Die Völker der Welt müssen sich gegen den Zionismus erheben und ihn nieder ringen – Auge um Auge, Zahn um Zahn !
So wie der amerikanische Imperialismus seinen Bonner Unrechtsstaat schuf und den sie nun zum 60. Jahrestag in den Himmel heben, so verhalf er den Zionisten auch zum blutigen Unrechtsstaat Israel. Und dieser Staat Israel nahm von seiner Geburt an einen scharfen Kurs gegen Stalin, betrachtete die Juden in der UdSSR als seine sozialen Träger des Zionismus zur Unterwanderung und Liquidierung der sozialistischen Führung der UdSSR, zur Beseitigung des Sozialismus von dieser Erde. Das sind historische Tatsachen, die sich uns Stalinisten unauslöschbar eingeprägt haben und die den tiefen Graben zwischen Stalin auf der einen Seite und Berija und Malenkow auf der anderen Seite ans grelle Tageslicht befördern. Berija hat den zionistisch-kosmopolitischen Löwen aus Stalins Löwenkäfig freigelassen und wurde als erster von diesem gefressen. Der zionistische Löwe schreitet auch heute noch majestätisch durch Russland, das er als Raubrevier seines Königreiches mit blutigen Krallen verteidigt. Und Putin hat bei Strafe seiner Macht dafür unermüdlich zu sorgen, den unersättlichen, unbändigen Hunger dieses Löwen zu stillen.
Berijas sozialimperialistisches Abenteuertum
Wir haben im letzten Kapitel die Innenpolitik Berijas behandelt. Bevor wir zu den außenpolitischen Fragen des Berijanertums kommen, wollen wir kurz auf den Stalinismus und das weltrevolutionären Verhältnis von Innen- und Außenpolitik eingehen, vom sich verändernden Verhältnis von Innen-und Außenpolitik im Weltsozialismus und vom Absterben der Innen- und Außenpolitik im Weltkommunismus.
Innen- und Außenpolitik stehen in einem dialektischen Zusammenhang. Für den Sozialismus „in einem“ Land hieß das konkret: Rückhaltlos konsequenter Bruch und nicht Paktierertum mit den Imperialisten in der Innen- und Außenpolitik - das ist der einzige Weg, um die Revolution zu verteidigen und den Sozialismus aufzubauen, der vom Imperialismus in eiserner Umklammerung gehalten wird (siehe Lenin, Band 25, Seite 374).
„Die Grundlage des Parteilebens und der Parteiarbeit liegt (...) in der Politik der Partei, in ihrer Innen- und Außenpolitik“ (Stalin, Band 6, Seite 205).
Insofern ist
Mit welcher Politik verteidigt das Weltproletariat seine Revolution, wenn es die Imperialisten bereits besiegt hat und gegen wen ? Was wird aus der Innen- und Außenpolitik, wenn die eiserne Umklammerung beseitigt ist ? Gibt es dann nur die Innen- und Außenpolitik der Proletarier in jedem Land oder ist die Diktatur des Weltproletariats mit ihrer eigenen Innen- und Außenpolitik ausgestattet ? Wenn ja, was soll den überhaupt unter der Innen- und Außenpolitik des Weltproletariats verstanden werden ? Und in welchem Verhältnis soll das zur Innen- und Außenpolitik der neuen weltsozialistischen Staaten stehen ? Ist die Diktatur des Weltproletariats nur ein anderer Begriff für die Diktatur des Proletariats in jedem Land ?
Wir bitten den Leser, sich noch einmal in das Kapitel über die Grundlagen des Stalinismus in der nationalen Frage zurück zu versetzen. Dort ging es darum, die von Stalin gelöste nationale Frage der UdSSR als Grundlage für die Lösung der nationalen Frage der Diktatur des Weltproletariats zu verwenden. Von den dort vertretenen Positionen der Komintern / ML kommt man leichter zur Lösung der Frage von Innen- und Außenpolitik unter den Bedingungen des Weltsozialismus.
Im Grunde ist das Verhältnis von Innen- und Außenpolitik in der Diktatur des Proletariats der UdSSR Lenins und Stalins und das Verhältnis von Innen- und Außenpolitik der Diktatur des Weltproletariats im Prinzip dasselbe, nur in globaler Form.
Deswegen könnten wir die Bestimmung der Innen- und Außenpolitik als Instrumente der Diktatur des Weltproletariats fürs Erste belassen ohne näher darauf einzugehen. Aber es kann nicht schaden, ihr Verhältnis zur Innen- und Außenpolitik der Diktatur des Proletariats der einzelnen Länder zu beleuchten.
Wenn wir davon ausgehen, dass der heutige Marxismus-Leninismus insbesondere die Theorie und Taktik der Diktatur des Weltproletariats ist, dann müssen wir auch die Frage beantworten können, worin sich denn nun die weltsozialistische Innen- und Außenpolitik von der sozialistischen Innen- und Außenpolitik „in einem“ Land unterscheidet. Wir machen vorweg darauf aufmerksam, dass das zugegebener Maßen gedanklich etwas gewöhnungsbedürftig ist, denn: Es wird allmählich Zeit, dass wir uns daran gewöhnen, die Theorie und Taktik der Diktatur des Weltproletariats nicht als „abstrakten Sprung in eine noch unbekannte Welt“ zu begreifen, sondern als Instrument der revolutionären Veränderung der gleichen Welt zu begreifen, in der wir heute leben. Wir haben also ganz konkrete Fragen zu klären, was denn zu tun ist, sobald die sozialistischen Weltrevolution gesiegt hat und wir ans Werk gehen können, ohne dass uns die alten Herrscher der Welt uns vorschreiben können, was wir zu tun oder zu lassen haben. Man kann doch nicht die Losung der sozialistischen Weltrevolution ausgeben, ohne eine Theorie und Taktik der Diktatur des Weltproletariats in der Tasche.Die Theorie und Taktik der Diktatur des Weltproletariats hat im Zeitalter der Globalisierung aktuellen Bezug und muss ausgearbeitet sein. Es ist also kein Zufall, dass sich die Komintern / ML als erste auf dieser Welt mit dieser Frage beschäftigt, und die auch damit zum ersten Mal auf dieser Welt diese Frage überhaupt gestellt hat. Wenn man Neuland betritt, und die Diktatur des Weltproletariats ist Neuland, dann muss man aufpassen, dass man Realität nicht mit „blühender Phantasie verwechselt. Wir haben „Gott sei dank“, so einen Genossen gefunden, der uns gutwillig und mit einfachen Worten erklärt, wie das funktioniert mit der Innen- und Außenpolitik nach der Weltrevolution:
„ Also, als Proletarier aus jedem Land haben wir uns nun endlich zusammen gerauft und mit der internationalen kapitalistischen Mafia kurzen Prozess gemacht. Nun sind wir in jedem Land am Ruder, keiner kann uns jetzt mehr umkreisen und jeder kann wieder zufrieden heimkehren. Es gibt keinen einzigen Weltmonopolisten mehr, der sich an unserem heimatlichen Boden zu schaffen macht. Die alte Innen- und Außenpolitik wird in sozialistische umbenannt. Innenpolitik ist klar: wenn sich die alten Herrschaften über uns beschweren wollen, zeigen wir ihnen, wer Herr im Lande ist. Mit der Außenpolitik hilft man sich gegenseitig, da kommt man mal mit den Genossen von ein paar anderen Ländern zusammen. Ach so, die internationalen Organisationen aus der alten Welt.... Ja, die alten Posten besetzen wir mit Genossen, die kümmern sich dann darum, was man da so tun kann für die Welt. Zu Hause muss erst mal aufgeräumt werden nach dem ganzen revolutionären Chaos. Und wenn dann alles wieder im Lot ist und der Laden läuft, könnt ihr ruhig mal vorbei schauen, dann haben wir mal Zeit, mit euch über die Probleme des Weltsozialismus, so im im Allgemeinen und im Besonderen und so ... zu diskutieren. Tja, war doch alles nicht so schwer zu verstehen mit der Innen- und Außenpolitik, oder ?
Übrigens, das mit der Theorie und Taktik der sozialistischen Weltrevolution habt ihr von der Komintern / ML jedenfalls gut hin gekriegt, das muss man euch lassen. Nun sind die Imperialisten endlich raus aus unserem Land dank eurer Unterstützung.
Doch seid mal ehrlich, Genossen, wozu wollt ihr von der Komintern / ML denn noch groß an Theorien und Taktiken herum basteln ? Die Diktatur des Proletariats ist doch schon längst erfunden und vom Bolschewismus, als Taktik für alle, davon kann sich nun wirklich jedes Land eine Scheibe abschneiden. Wir haben unsere bolschewistische Partei, was sollen wir da noch mit eurer bolschewistische Weltpartei anfangen ? Sie hat ihren Zweck erfüllt oder nicht ? Kann sie jetzt nicht ihre Büros schließen und in unseren bolschewistischen Parteien unter kommen ?
Aber mit einer Frage haben wir so unsere Bauchschmerzen. Ihr von der Komintern / ML, ihr sprecht in jedem zweiten Satz immer nur von eurem geliebten Weltproletariat. Übertreibt ihr da nicht ein bisschen ? Man könnte meinen, dass ihr uns Proletarier aus den Ländern nicht so wichtig nehmt und diese Weltproletarier ein wenig bevorzugen wollt. Was machen die denn schon ? Heute arbeiten die mal hier und morgen mal da, oder sie treiben sich sonst wo auf der Welt herum. Also diese globalen Nomaden mit ihren weltsozialistischen Hirngespinsten, sollten weniger Luftschlösser in die Welt setzen und dafür mehr den Sozialismus im Lande mit anpacken. Da haben wir schließlich alle was davon.
Wo sollen diese Wanderarbeiter denn überhaupt ihren globalen Staat her kriegen ? Sollen wir denen etwa von unserem Land ein Stück abtreten ? Wird der Koffer dann nicht zu schwer, wenn die Weltproletarier ihren globalen Weltstaat überall mit herumschleppen müssen ? Und wer ist von denen überhaupt gerade zu Hause zum Regieren, wenn die meisten sowieso gar nicht da sind, sondern auf allen Baustellen der Welt herum turnen ? Wozu brauchen die globalen Arbeiter außer ihrem Reisekoffer überhaupt eine Diktatur und dann auch gleich noch eine Weltdiktatur ? Nein, also, wir sind da mit unserer Außen- und Innenpolitik der Länder bescheidener als die Weltproletarier. Wenn die für ihre Reiseangelegenheiten gleich einen großen Weltstaat für sich allein beanspruchen, halten wir das für etwas überzogen.“
Dieser Genosse, der uns hier über die Innen- und Außenpolitik des Proletariats aufzuklären versucht, scheint nicht ganz auf dem Laufenden zu sein. Er ist dem Irrtum verfallen, dass die Arbeiterklasse sich nie verändert. Im Gegensatz zu diesem Genossen ist das Weltproletariat jedoch nicht von gestern, sondern von heute. Das wird dieser Genosse wohl noch nicht gemerkt haben. Er hat also den Fehler gemacht, das Weltproletariat nicht als eine international zusammenwachsende Klasse zu begreifen, weswegen er es fälschlicherweise als eine Schicht von Arbeitern darstellt, die sich außerhalb der Proletarier der Länder aufhalte, also als eine Art Zwischenschicht, als eine Schicht zwischen den Ländern. Deswegen passierte ihm auch das Missgeschick, sich in der Außenpolitik total zu verheddern, denn das passt nicht hinein in sein altes Bild, in sein überholtes Schema von den gestrigen Proletariern aller Länder. Dabei ist es genau umgekehrt:
Es ist vielmehr das alte Bild über die Proletarier aller Länder, das nicht mehr in die heutige globale Produktionsweise des Weltkapitalismus hinein passt , in die das Weltproletariat im Zeitalter der Globalisierung nun einmal hinein gewachsen ist. Das Weltproletariat globalisierte sich mit den globalisierten Eigentumsverhältnissen des Weltkapitalismus an den globalisierten Produktionsmitteln. Es ist also die Produktionsweise einer Klassengesellschaft, genauer, das Eigentumsverhältnis zu den gesellschaftlichen Produktionsmitteln, was die Klassen hervorbringt und verändert also bestimmt - und nicht umgekehrt. Verändert sich die Produktionsweise, dann verändern sich entsprechend mit ihr die Klassen und zwar mit all ihren Merkmalen und Charakterzügen (Was den Begriff „Weltproletariat“ angeht, so sind es übrigens die Revisionisten, die ihn herunterspielen, oder ist es etwa ein Zufall, dass der Begriff „Weltproletariat“ gar nicht im Register der von ihnen heraus gegebenen Leninbände auftaucht ?).
Kurz: Dieser Genosse hat nicht begriffen, dass nicht mehr die alten Proletarier der Länder, sondern das durch die globale Produktionsweise hervorgebrachte globalisierte Industrieproletariat zur weltrevolutionären Triebkraft geworden ist und zwar nicht nur bei der weltrevolutionären Umwälzung des Weltimperialismus, sondern auch beim Aufbau des Weltsozialismus. Die Zeit, wo die Proletarier eines Landes ihren eigenen Sozialismus aufgebaut haben, gehört heute der Geschichte an. Der arme Genosse ist hier leider in seiner alten Zeit zurückgeblieben und somit unweigerlich unter die Räder der neuen Zeit geraten. Der alte Proletarier der Länder kann also nur noch insofern und nur in dem Maße revolutionär bleiben als er sich heute als Zugehöriger der einzig revolutionären Klasse, das Weltproletariat - und zwar als dessen Abteilung in seinem Lande – begreift.
Wie definiert die Komintern / ML den Begriff „Weltproletariat“ ?
Unter „Weltproletariat“ verstehen wir die aus den Proletariern aller Länder hervorgehende und zum Weltganzen heran wachsende (globalisierte) Arbeiterklasse, die als weltrevolutionäre Hauptkraft der herrschenden Weltbourgeoisie gegenübersteht und die von dieser am meisten ausgebeutet und unterdrückt wird - und zwar im heutigen Zeitalter der Globalisierung, die für die Epoche des Übergangs vom Weltimperialismus zum Weltsozialismus typisch ist (Komintern / ML).
Die Komintern / ML hat über diese historische Entwicklung des Weltproletariats eine wissenschaftliche Abhandlung vorgelegt, die hier zum vertiefenden Studium angeklickt werden kann : „´Weltproletariat – vereinige alle Länder` - vier Worte, die die Welt verändern“
Stalin definierte die Innen- und Außenpolitik der bolschewistischen Partei als deren Grundlage des Parteilebens und der Parteiarbeit. Dies gilt natürlich auch für die Innen- und Außenpolitik der bolschewistischen Weltpartei, die selbstverständlich nicht nach der sozialistischen Weltrevolution abgeschafft wird.
Die Grundlage des Lebens und der Arbeit der Weltpartei liegt in ihrer Weltpolitik, in ihrer globalen „Innenpolitik“, d.h., die Weltpolitik der aus der Vereinigung aller befreiten Länder geschaffenen befreiten Welt als Ganzes - und ihrer „Außenpolitik“, d.h., ihrer Weltpolitik gegenüber den einzelnen Ländern der Welt, die deren Zusammenfassung und Vereinigung durch das globale Ganze dient.
So wie die Innenpolitik der Diktatur des Proletariats „in einem“ Land nur die Innenpolitik in eben diesem Land sein kann, so ist in der Diktatur des Weltproletariats die Innenpolitik auf die Welt als Ganzes beschränkt, während die Innenpolitik der weltsozialistischen Staaten dabei unberührt also erhalten bleibt.
Im Unterschied zum Sozialismus der ersten Periode, verwandelt sich in der zweiten Periode des Sozialismus - also in der Periode des Weltsozialismus - die Außenpolitik dem Wesen nach dadurch, dass sie sich nur noch mit nicht-antagonistischen außenpolitischen Widersprüchen befasst und nicht mehr mit antagonistischen Widersprüchen. Wobei dies nicht bedeutet, dass sich die nicht-antagonistischen Widersprüche nicht wieder in antagonistische Widersprüche zurückverwandeln können – wenn auch die Gefahr der Verwandlung der nicht-antagonistischen Widersprüche in antagonistische Widersprüche im Weltmaßstab viel geringer sein muss, als unter den Bedingungen der Diktatur des Proletariats „in einem“ Land.
Erst die Innenpolitik der Weltpartei schafft die Voraussetzungen und Bedingungen für die Entfaltung ihrer Außenpolitik. Die Erfolge der Innenpolitik der bolschewistischen Weltpartei wird eine der Hauptursachen für das Anwachsen der revolutionären Bewegungen in den weltsozialistischen Ländern werden. Erst das vervollständigte Ganze entfaltet die Kraft der Bewegung aller seiner Teile. Der Vereinigung aller Teile zum Ganzen bedingt die Vereinigung aller Teile durch das Ganze.
Zuerst geht es bei der Innenpolitik der Weltpartei um die Festigung der Diktatur des Weltproletariats und dann um die außenpolitische Ausdehnung ihres Wirkungsbereiches auf die Diktatur des Proletariats in jedem Land. Erst geht es um die Vereinigung der Anstrengungen der Proletarier aller Länder zur Schaffung ihrer gemeinsamen Macht, sodann um die Anstrengungen des Weltproletariats zur Festigung der Diktatur des Proletariats in den einzelnen Ländern.
Die Innenpolitik der Kommunistischen Weltpartei besteht darin, ein Höchstmaß dessen durchzuführen, was im Weltmaßstab für die Entwicklung, Unterstützung und Entfachung der Weltrevolution, zur Errichtung der Weltdiktatur des Proletariats und später für den Weltsozialismus durchführbar ist.
Die Außenpolitik der Kommunistischen Weltpartei besteht darin, ein Höchstmaß dessen durchzuführen, was für die Entwicklung, Unterstützung, Entfachung der sozialistische Revolution in einem Land, zur Errichtung der Diktatur des Proletariats in einem Land, für die Verwirklichung des Sozialismus im nationalen Rahmen eines jeden Landes durchführbar ist.
Der Wert dieser Definition der Innen- und Außenpolitik der Kommunistischen Weltpartei besteht darin, dass sie die weltproletarischen Triebkräfte des globalen Revolutionsprozesses richtig in Rechnung stellt, ihn voraussieht und erleichtert.
In der Übergangsphase vom Weltsozialismus zum Weltkommunismus wachsen Innen- und Außenpolitik zusammen, bilden diese eine Einheit, die sich ihrer Identität dermaßen nähert, dass sie über genügend Kraft verfügen, sich gegenseitig aufzulösen. Der Weltkommunismus hat das politische Weltreich mit allen seinen Formen, wozu auch die Innen- und Außenpolitik gehört - für immer hinter sich gelassen.
Wir Kommunisten haben uns von Anfang an über die Naivität mancher Leute lustig gemacht, die ganz falsche Vorstellungen von uns Kommunisten, vom Kommunismus haben. Sie stellen sich den Kommunismus so vor, als würde das ganze Leben nur noch zum Zwecke politischer Auseinandersetzungen existieren. Sie malen sich den Kommunismus als rote Höllenpolitik aus, die die Brüderlichkeit der Völker gewaltsam erzwingen will mit der Parole „Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein !“ Wenn man sich die Rechenschaftsberichte Stalins auf allen Parteitagen ansieht, wird man nirgends kriegslüsterne Hetzparolen wie diese finden.
In der Familie des Kapitalismus ist das einzige sozialistische Kind von seinen kapitalistischen Brüdern stets gehänselt, gemieden, beschimpft und ausgestoßen worden, fehlte es ihnen an der Toleranz, den Sozialismus nach seinen eigenen Wünschen und Vorstellungen aufwachsen zu lassen. Man stürzte sich auf den „aus der Art geratenen“ Bruder und versuchte ihn blutig niederzuschlagen, um ihn „zur Vernunft zu bringen“, mit dem Ergebnis, dass der sozialistische Bruder kräftig zurückschlug, um sich seiner Haut zu wehren. Schließlich stellten sich einige Brüder solidarisch auf die Seite des sozialistischen Bruders, so dass nur noch zwei Brüder, die angloamerikanischen Brüder, übrig blieben, um ihre Haut vor den sozialistischen Brüdern zu retten und um die schrumpfende kapitalistische Familie vor ihrem Weltuntergang zu bewahren. Mit ihrer Politik von Zuckerbrot und Peitsche gelang es ihnen nach Jahrzehnten mit den äußersten politischen Mitteln des Kalten Krieges, die neu gegründete Familie des Sozialismus „heim ins Reich“ zu führen – ins Reich des Kapitalismus. Politik hat also was mit Weltherrschaft und Weltmacht zu tun, weswegen wir Kommunisten die Politik überhaupt abschaffen wollen. Niemand soll mehr auf der Welt über Menschen herrschen, auch nicht politisch – und eben das ist nur im Kommunismus zu verwirklichen.
Wir können also diese Leute beruhigen, die den Kommunismus wegen seiner angeblichen „politischen Machtbesessenheit“ fürchten. Das Gegenteil ist der Fall: Der Kommunismus schafft eine neue Welt, die absolut frei ist von jeglicher Politik.
„Warum geht ihr Kommunisten denn nicht mit gutem Beispiel voran, und hängt die Politik jetzt gleich an den Nagel ?“ Diese Frage ist berechtigt. Aber wir antworten: Die Unvermeidlichkeit der Politik kann nur beseitigt werden, wenn man jene Gesellschaft beseitigt, die die Politik ebenso unvermeidlich hervorbringt – die Klassengesellschaft. Die klassenlose Gesellschaft kann man aber nicht mit Außerirdischen, sondern nur mit den Menschen schaffen, die real unter den Bedingungen ihrer Klassengesellschaft leben. In der Klassengesellschaft selbst kann man die Politik also nicht abschaffen, selbst wenn wir Kommunisten es denn wollten. Wir sind also in der herrschenden Weltordnung gezwungen, zu weltpolitischen Mitteln zu greifen, die für die Abschaffung der Politik notwendig sind. Wir Kommunisten sind also die einzigen Politiker auf der ganzen Welt, die überhaupt für die Abschaffung der Politiker und ihrer Politik sind. Um also die Politik samt Politiker abzuschaffen, müssen die Arbeiter und Bauen erst einmal selber Politiker werden, um die Politiker loswerden zu können. Denn sie sind die einzigen, die das gemeinsam schaffen können, deren gemeinsame Politik den Politikern und ihrer Politik überlegen ist. Im Kommunismus werden Politiker nur noch ausgestopft im Museum zu betrachten sein. Warum ? Was ist überhaupt Politik?
Lenin lehrt:
„Was ist unter Politik zu verstehen? Politik – das ist der Kampf zwischen den Klassen; Politik – das sind die Beziehungen des Proletariats, das für seine Befreiung gegen die Weltbourgeoisie [Hervorhebung vom Verfasser] kämpft“ (Lenin, Band 31, Seite 365). Man beachte, dass Lenin hier ausdrücklich von der Weltbourgeoisie und nicht von irgend einer anderen Bourgeoisie spricht. Also ist die Politik des Proletariats ihrem Wesen nach stets als Weltpolitik aufzufassen gewesen und weiter aufzufassen. Und eben zum Erarbeiten und Umsetzen seiner Weltpolitik braucht das Weltproletariat seine weltproletarische Partei.
Der Inhalt der Weltpolitik hat Klassencharakter- die weltpolitische Form ist die wesentliche Art und Weise, wie der globale Klassenkampf organisiert und geführt wird.
Politik - das ist das entscheidende Mittel, das hauptsächliche Instrument von Parteien, Staaten, Staatenbündnissen, ihrer Institutionen und Organisationen usw. usf. zur Durchsetzung von Klasseninteressen mit dem Ziel, die Macht von Klassen zu erobern, aufrecht zu erhalten, zu verteidigen, zu stärken usw. usf. Die Politik der Gewalt im eigentlichen Sinne ist die organisierte Gewalt einer Klasse zur Unterdrückung einer anderen. Politik ist ein Instrument in den Händen von Klassen, Politik ist Bestandteil der Klassengesellschaft.
Die proletarische Weltpolitik ist das entscheidende Mittel zur Durchsetzung der weltproletarischen Klasseninteressen mit dem Ziel, mit seiner Macht jene Bedingungen zu schaffen, mit denen sich die Klassen „selbst“ abschaffen. Die proletarische Weltpolitik ist das entscheidende Mittel, um die Politik aus den Fesseln ihres Klassencharakters zu befreien.
Die Politik der von der marxistisch-leninistischen Partei geführten Arbeiterklasse ist also im Unterschied zur Politik aller bisherigen Klassen eine Politik zur proletarischen Weltbefreiung und zugleich zur Befreiung der Menschheit von Ausbeutung, Krisen und Kriegen, eine Politik zur Gestaltung der sozialistischen und kommunistischen Weltgesellschaft. Die proletarische Weltpolitik der marxistisch-leninistischen Weltpartei ist schöpferische Anwendung der von den Marxisten-Leninisten ausgearbeiteten theoretischen und methodologischen Grundlagen und ist damit die einzige wissenschaftliche Weltpolitik.
Die Weltpolitik der proletarischen Gewalt ist im eigentlichen Sinne die organisierte Gewalt des Weltproletariats für seine Befreiung von der globalen Unterdrückung der ausbeutenden Klassen, zur globalen Unterdrückung der ausbeutenden Klassen. Wer von einem Mittelweg der proletarischen und bürgerlichen Weltpolitik träumt, ist unser weltpolitischer Gegner, die Berijaner nicht ausgenommen.
Was ist die Definition der stalinistischen Politik ?
Die Politik Stalins, das war die Politik des Kampfes des sozialistischen Weltlagers gegen das kapitalistische Weltlager. Das war einerseits die internationalistische, revolutionäre Beziehung der Sowjetmenschen der UdSSR zum Weltproletariat, zu den Völkern der Welt, zu den Volksdemokratien, im gemeinsamen Kampf gegen die Politik der Weltbourgeoisie und andererseits die Politik des Ausnutzens der Widersprüche des kapitalistischen Lagers, die Politik, das gegnerische Lager zu zwingen, das sozialistische Weltlager und den Übergang zum Kommunismus „in einem“ Land zu stärken und das eigene kapitalistische Lager zu schwächen, also eine Politik, die sich der Mittel des Klassengegners bediente, um sie kommunistischen Zwecken zuzuführen, das war die Politik der Zweckentfremdung kapitalistischer Kräfte, um sie in weltrevolutionäre Bahnen zu lenken, sowohl im Dienste des Proletariats und seiner Befreiung vom Kapitalismus, als auch im Dienste seiner Befreiung von der Restauration des Kapitalismus - im Weltmaßstab.
Im Oktober 1918 sagte Stalin:
„Russland hat sich vom Joch des Imperialismus befreit. Es führt eine eigene unabhängige Außenpolitik durch und hofft, dies auch weiterhin zu tun. Jetzt leuchtet es allen ein, dass Russland ohne den Oktobersturz nicht aus der Sackgasse des imperialistischen Krieges herausgekommen wäre“ (Stalin Band 4, Seite 117).
Zuerst Revolution – dann Frieden !
In der Außenpolitik vertrat Stalin stets diesen revolutionären Standpunkt, diesen weltrevolutionären Standpunkt, nicht vor dem Feind zu kapitulieren und sich nichts von ihm diktieren zu lassen !
Worin bestand das internationalistische Wesen der stalinistischen Außenpolitik ?
Die Grundlage der stalinistischen Außenpolitik war der proletarische Internationalismus.
Er setzte die alte Losung: „Proletarier aller Länder vereinigt euch!“ in die Tat um. Er streckte allen revolutionären Kräften außerhalb der UdSSR die Hand entgegen.
Selbstlos unterstützte er den Kampf der Arbeiter aller Länder für den Sozialismus und den Kampf aller um ihre Befreiung vom Joch der imperialistischen Ausbeutung kämpfenden Völker und Nationen.
Stalin stellte das Vertrauen der Völker Russlands für ihren Zusammenschluss her und schuf damit ein festes Bollwerk gegenüber der Umkreisung durch die Imperialisten, ein festes Bündnis als Grundlage für seine Außenpolitik. Damit schuf er die Basis für die Entfaltung des proletarischen Internationalismus auf der ganzen Welt. Er schlug die Imperialisten mit ihren eigenen Waffen und legte die Sache des Friedens in die Hände der werktätigen Massen. Er zwang die Imperialisten, sich entweder mit der UdSSR abzufinden und ihre Friedensangebote zu akzeptieren oder den Krieg gegen die UdSSR fortzusetzen und dadurch zur sicheren Niederlage verurteilt zu sein. Stalin hatte die internationale Lage stets richtig analysiert und eingeschätzt und ließ sich von den Imperialisten nicht einschüchtern oder durch ihre Drohungen und Intrigen erpressen.
„Wie die Sowjetunion 1918 infolge der feindseligen Politik der Westmächte gezwungen war, mit den Deutschen den Frieden von Brest-Litowsk abzuschließen, so sah sich die Sowjetunion genauso (...) im Jahre 1939, zwanzig Jahre nach dem Brester Frieden, gezwungen, angesichts der gleichen feindseligen Politik Englands und Frankreichs einen Pakt mit den Deutschen abzuschließen“ („Geschichtsfälscher“, eine historische Richtigstellung, veröffentlicht vom Informationsbüro der Sowjetunion, Seite 41).
Für die UdSSR gab es keine versklavenden Verträge mit den ausländischen Imperialisten, sie erkannte keinerlei Auslandsschulden gegenüber den imperialistischen Mächten an. Die Oktoberrevolution enteignete entschädigungslos ausländisches Kapital und überführte es in Volkseigentum. Stalin erkannte keinen einzigen Vertrag an, der die Völker und Nationen ausbeuten und unterdrücken. Den befreiten Nationen leistete er brüderliche Hilfe bei ihrem Aufbau. Mit aller Kraft trieb er die Sache der Weltrevolution voran im Kampf gegen den Imperialismus, die Weltreaktion und die Reaktionäre aller Länder. Stalin stellte zu den sozialistischen Bruderstaaten ( wirklich sozialistisch war natürlich nur Albanien, in den anderen Bruderstaaten war von Anfang an mehr oder weniger der revisionistische Wurm drin) enge brüderliche Beziehungen zum gegenseitigen Nutzen und gegenseitiger Hilfe gegen jeden Angriff von Außen her. Stalin regelte seine außenpolitischen Beziehungen zu den noch kapitalistischen Staaten auf der Grundlage der fünf sozialistischen Prinzipien der friedlichen Koexistenz und bekämpfte energisch die imperialistische Aggressions- und Kriegspolitik. Er schloss niemals irgendwelche Geschäfte mit den Imperialisten auf Kosten der Völker ab und strebte nicht danach, selber eine imperialistische Supermacht zu werden, über andere Nationen und Nationalitäten zu herrschen. Vielmehr vereinigte er die Völker des Westens und des Ostens zum Kampf gegen den Weltimperialismus, zum Kampf für ihre Befreiung.
In den Mittelpunkt seiner Außenpolitik stellte Stalin die UdSSR als Bannerträger der Weltrevolution, die die Arbeiter und Bauern der unterdrückten Völker mit dem Siegesglauben beseelte und ihren Befreiungskampf im Interesse des Weltsozialismus unterstützte. Die Außenpolitik fasste Stalin wie eine weltrevolutionäre Strategie und Taktik auf. Dabei bediente sich Stalin der Ausnutzung der Widersprüche im imperialistischen Lager (siehe seine Arbeiten über: „Strategie und Taktik“), was Enver Hoxha wie folgt beschrieb:
„Die Ausnutzung der Widersprüche im feindlichen Lager ist Bestandteil der revolutionären Strategie und Taktik. Stalin betrachtete die Ausnutzung der Widersprüche und Konflikte in den Reihen der Feinde der Arbeiterklasse, innerhalb des Landes oder in der internationalen Arena zwischen den imperialistischen Staaten, als eine indirekte Reserve der proletarischen Revolution“ Und Enver Hoxha fügte präzisierend hinzu:
„In jedem Fall aber sind die Beurteilung und Ausnutzung der Widersprüche zwischen den Feinden durch die revolutionären Kräfte und die sozialistischen Länder das Ergebnis einer konkreten marxistisch-leninistischen Analyse dieser Widersprüche und des Grads ihrer Verschärfung, des Kräfteverhältnisses in einer gegebenen Periode oder in einem gegebenen Augenblick, um zu bestimmen, auf welchem Weg, in welcher Form und mit welchen Mitteln diese Widersprüche auszunutzen sind. Es ist ein Prinzip, dass die Widersprüche stets zu Gunsten der Revolution, zu Gunsten der Völker und ihrer Freiheit, zu Gunsten der Sache des Sozialismus ausgenutzt werden müssen“(Enver Hoxha, Imperialismus und Revolution, Tirana 1979, Seite 325 - 326).
Man kann die stalin´sche Politik, also den Gegner mit seinen eigenen Waffen zu schlagen, die Zweckentfremdung der Konterrevolution zu Gunsten der Revolution, nicht erfolgreich umsetzen, wenn man sich scheut, sich mit dem Gegner einzulassen (natürlich ohne dabei prinzipielle Konzessionen zu machen !). Kommunisten, die Stalin verurteilen, weil er sich der Konterrevolution bedient hatte, weil er sich mit Hitler usw. „eingelassen“ habe, weil er damit den Kommunismus angeblich „in Misskredit“ gebracht habe usw. usf., das sind in Wirklichkeit nur Phrasendrescher, Edelkommunisten der „reinen kommunistischen Politik“, die sich scheuen, sich die Hände schmutzig zu machen oder einfach zu bequem dazu sind. Dagegen lehrt der Kommunismus, dass es unmöglich ist zu siegen, ohne sich der Waffen des Gegners zu bedienen und die Schwächen und Widersprüche des Gegners auszunutzen. Man kann – um es mit einfachen Worten zu sagen - keinen Kommunismus aufbauen, ohne sich die Hände schmutzig zu machen ! Und Stalin hat sich von allen Klassikern des Marxismus-Leninismus am allermeisten die Hände (in diesem Sinne) schmutzig gemacht, wenn es um die Zerschlagung des schmutzigen Feindes ging !!!
Lenin lehrt:
„Wir können den Kommunismus aus nichts Anderem aufbauen als aus dem, was der Kapitalismus geschaffen hat“ (Lenin, Band 29, Seite 58). - Der Weltsozialismus entsteht zwangsläufig aus der Lösung der dem Weltkapitalismus innewohnenden Widersprüchlichkeit, die die Weltbourgeoisie selber unmöglich überwinden kann, wohl aber das Weltproletariat.
Und wir fügen heute hinzu: Wir bauen den Weltsozialismus auf, indem wir uns der Globalisierung des Weltkapitalismus bedienen, die kapitalistischen Spezialisten der Globalisierung für die Arbeiter und Bauern unter der Weltmacht der Arbeit- und Bauern aller Länder arbeiten lassen bis sie aus eigener Kraft abgelöst werden können, also indem wir die Weltpolitik anwenden und weiter entwickeln, die die Klassiker des Marxismus-Leninismus diesbezüglich verfolgt und umgesetzt haben.
Unter den von der Oktoberrevolution geschaffenen Bedingungen formulierte Stalin die Stellung der Partei als eine „Partei der internationalen Revolution“ und stellte der Partei auf dem Gebiet der Außenpolitik folgende Aufgaben:
„1.Alle und jegliche Gegensätze und Konflikte zwischen den unser Land umgebenden kapitalistischen Gruppen und Regierungen dazu ausnutzen, um den Imperialismus zu zersetzen;
2. keine Kräfte und Mittel zu schonen, um der proletarischen Revolution im Westen Hilfe angedeihen zu lassen;
3. alle Maßnahmen zu treffen, um die nationale Befreiungsbewegung im Osten zu verstärken;
4. die Rote Armee zu festigen“ (Stalin, Band 5, Seite 95-96).
Die Nationalitätenpolitik Stalins wirkte sich auch positiv auf die Nachbarländer aus. So schreibt Stalin:
„Sie wirken sich, allerdings indirekt, auch auf die Beziehungen der Nachbarländer zur RSFSR aus. Die grundlegende Verbesserung der Beziehungen der Türkei, Persiens, Afghanistans, Indiens und anderer östlicher Länder zu Russland, das, früher der Schrecken dieser Länder war, ist eine Tatsache“ (Stalin, Band 5, Seite 100).
In seiner Schrift „Perspektiven“ spricht Stalin von Russland als „Vortrupp der proletarischen Revolution“, und „dass wir (die Arbeiter) noch nicht so stark sind, um jetzt schon mit dem Imperialismus Schluss machen zu können. Der Kampf hat aber auch gezeigt, dass sie (die Bourgeoisie) schon nicht mehr so stark sind, Um Sowjetrussland erdrosseln zu können (Stalin, Band 5, Seite 102). Dazu waren die Imperialisten erst mit Hilfe der revisionistischen Putschisten, u.a. mit Hilfe Berijas, im Jahre 1953 in der Lage.
Was die Verträge mit Russland anbelangt, warnte Stalin:
„Es darf aber nicht vergessen werden, dass die Handelsmissionen und alle sonstigen Missionen und Gesellschaften, die Russland überschwemmen, die mit Russland Handel treiben und ihm helfen, zugleich die besten Kundschafter der Weltbourgeoisie sind, dass die Weltbourgeoisie infolgedessen Sowjetrussland, seine schwachen und starken Seiten, jetzt besser kennt als je zuvor – Umstände, die im Fall neuer interventionistischer Aktionen ernste Gefahren in sich bergen (...). Kombinierung des Sturmangriffs von innen mit dem Sturmangriff von außen – das ist die wahrscheinlichste Form dieser Offensive“ (Stalin, Werke Band 5, Seite 104/105). Und man möchte hinzufügen... der Offensive von 1953 !!!!
Die Friedenspolitik des Genossen Stalin ist unverzichtbarer Bestandteil der Grundlagen des Stalinismus,
ist ein wichtiger Hebel gegen die Kriegspolitik des Imperialismus, ein Hebel der Weltrevolution, den Imperialismus als Ursache der Kriege zu stürzen. Die Friedenspolitik des Genossen Stalin ist das Klassenkampfinstrument des Weltproletariats zur Beseitigung der Unvermeidbarkeit imperialistischer Kriege. Sie ist das einzig wirksame Mittel zur Sicherung des Weltfriedens. Wer die Friedenspolitik Stalins allerdings von der Führung des Befreiungskrieges Stalins, vom proletarischen Klassenkampf, von der Weltrevolution trennt, wer sie nicht als Instrument des proletarischen Internationalismus anwendet, der hält den Status quo der Unvermeidbarkeit von Kriegen aufrecht, der dient – ob er es nun will oder nicht – den imperialistischen Kriegsbrandstiftern, der ist ein Opportunist, ein Anti-Stalinist ! Die Friedenspolitik Stalins stützt sich nicht nur auf den Sieg des Befreiungskrieges vom imperialistischen Krieg, sondern auch auf den darauf folgenden Sieg im internationalen Bürgerkrieg, der unvermeidlich aus dem imperialistischen Krieg hervorgeht.
Lenin lehrte:
„ Ist der Krieg ein reaktionärer, imperialistischer Krieg, d.h., ein Krieg, der von zwei Gruppen der imperialistischen, gewalttätigen, raubsüchtigen, reaktionären Weltbourgeoisie geführt wird, so macht sich jede Bourgeoisie (sogar die eines kleinen Landes) der Mittäterschaft am Raube schuldig, und meine Aufgabe, die Aufgabe eines Vertreters des revolutionären Proletariats, ist es dann, die proletarische Weltrevolution vorzubereiten als einzige Rettung vor den Schrecken des Weltgemetzels (...) Das eben ist Internationalismus, das ist die Aufgabe eines Internationalisten, eines revolutionären Arbeiters, eines wirklichen Sozialisten“ (Lenin, Band 28, Seite 324-325).
Stalin hat in seinem Rechenschaftsbericht an den XVII. Parteitag die vier Grundpfeiler aufgezählt, auf die sich die UdSSR im schwierigen und komplizierten Kampf für den Frieden stützte:
„a) Auf ihre wachsende wirtschaftliche und politische Macht;
b) auf die moralische Unterstützung der Millionenmassen der Arbeiterklasse aller Länder, die an der Erhaltung des Friedens aufs Stärkste interessiert ist;
c) auf die Einsicht derjenigen Länder, die aus diesen oder jenen Motiven nicht an der Störung des Friedens interessiert sind und die Handelsbeziehungen mit einem so korrekten Kontrahenten, wie es die UdSSR ist, ausbauen wollen;
d) schließlich auf unsere ruhmvolle Armee, die bereit ist, das Land gegen Überfälle von außen zu verteidigen“ (Stalin, Werke, Band 13, Seite 267).
Die Außen- und Friedenspolitik Stalins entwickelte sich in seinem Klassenkampf gegen die Feinde im eigenen Land. So schrieb er in : „Die trotzkistische Opposition früher und jetzt“ ( Stalin, Band 10, Seite 174-175):
„Die Frage der Außenpolitik. Das Ziel unserer Außenpolitik ist, wenn man die diplomatischen Beziehungen zu den bürgerlichen Staaten im Auge hat, die Erhaltung des Friedens. Was haben wir auf diesem Gebiet erreicht ? Wir haben erreicht, dass wir den Frieden erhalten haben – schlecht oder recht - , jedenfalls, dass wir ihn erhalten haben. Wir haben erreicht, dass wir trotz der kapitalistischen Umkreisung, trotz der feindseligen Tätigkeit der kapitalistischen Regierungen, trotz der provokatorischen Ausfälle in Peking, London, Paris – dass wir uns trotz alledem nicht haben provozieren lassen und es verstanden haben, die Sache des Friedens zu verteidigen.
Wir haben keinen Krieg, trotz der wiederholten Prophezeiungen Sinowjews und anderer – das ist die grundlegende Tatsache, gegen die das hysterische Geschrei unserer Opposition machtlos ist. Und das ist wichtig für uns, denn nur unter den Verhältnissen des Friedens können wir den Aufbau des Sozialismus in unserem Lande mit der für uns wünschenswerten Geschwindigkeit weiter voranbringen. Wie oft aber wurde bei uns ein Krieg prophezeit ! Sinowjew prophezeite, dass wir im Frühjahr dieses Jahres Krieg haben würden. Dann begann er zu prophezeien, dass der Krieg aller Wahrscheinlichkeit nach im Herbst dieses Jahres ausbrechen würde. Dabei steht der Winter schon vor der Tür, und wir haben immer noch keinen Krieg. Das sind die Resultate unserer Friedenspolitik. Schließlich die vierte Frage – die Frage des Zustands der kommunistischen Kräfte in der ganzen Welt. Nur Blinde können leugnen, dass die kommunistischen Parteien in der ganzen Welt wachsen, von China bis Amerika, von England bis Deutschland. Nur Blinde können leugnen, dass die Elemente der Krise des Kapitalismus anwachsen und nicht zurückgehen. Nur Blinde können leugnen, dass das Fortschreiten des sozialistischen Aufbaus in unserem Lande, die Erfolge unserer Politik innerhalb des Landes eine der Hauptursachen für das Anwachsen der kommunistischen Bewegung in der ganzen Welt sind. Nur Blinde können das fortschreitende Anwachsen des Einflusses und der Autorität der Kommunistischen Internationale in allen Ländern der Welt leugnen. Das sind die Resultate der Linie unserer Partei in den vier Grundfragen der Innen-und Außenpolitik in den letzten zwei Jahren.“
Die Grundlage, von der Stalins Friedenspolitik ausgeht, ist das Bewusstsein über die Tatsache, dass die Unvermeidlichkeit von Kriegen zwischen den kapitalistischen Ländern in Kraft bleibt:
„Die bürgerlichen Staaten betreiben eine wahnwitzige Auf- und Umrüstung. Wozu ? Natürlich nicht zum Zeitvertreib, sondern zum Krieg. Den Krieg aber brauchen die Imperialisten, da er das einzige Mittel ist zur Neuaufteilung der Welt, zur Neuaufteilung der Absatzmärkte, der Rohstoffquellen, der Sphären für Kapitalanlagen“ (Stalin, Band 12, Seite 242).
Die Unvermeidbarkeit von imperialistischen Kriegen bleibt erhalten solange der Weltimperialismus die Welt beherrscht - eben solange er existiert auf Grund der Wirksamkeit des Gesetzes von der Ungleichmäßigkeit der Entwicklung der imperialistischen Länder. Dieses Gesetz wirkt - gemäß der Lehren Stalins – unter den kapitalistischen Ländern stärker als die Gegensätze zwischen dem Lager des Kapitalismus und dem Lager des Sozialismus.. Die daraus zwingend resultierende Unvermeidbarkeit, sich als Konkurrenten gegen den amerikanischen Imperialismus stellen zu müssen, ist für die Ausnutzung der Widersprüche im kapitalistischen Lager von ausschlaggebender Bedeutung für die Friedenspolitik des Genossen Stalin, ist ein wichtiger Bestandteil der Grundlagen des Stalinismus.
Heute ist die alte Form des Gegensatzes zwischen dem sozialistischen und dem kapitalistischen Lager weggefallen. Wir haben es heute mit einem globalisierten Kriegsbrandstiftertum der gesamten kapitalistisch-revisionistischen Welt zu tun mit dem Kriegsbrandstifter Nr. 1 an der Spitze – der amerikanische Imperialismus. Was bedeutet das heute in Hinblick auf die Grundlagen des Stalinismus in der Frage der Unvermeidbarkeit von Kriegen zwischen den kapitalistischen Ländern ?
Die Komintern / ML hält an der Anwendbarkeit der Grundlagen des Stalinismus bezüglich der Friedenspolitik unter den globalisierten Bedingungen fest, denn ob nun der Widerspruch zwischen dem sozialistischen und kapitalistischen Lager existiert oder nicht, das ändert nichts an der weiteren Wirksamkeit des Gesetzes der Ungleichmäßigkeit der Entwicklung der kapitalistischen Länder. Das ist einleuchtend. Es ist dabei nur die wichtige Frage zu beantworten, wie und wer diesen Widerspruch im kapitalistischen Lager ohne eine so starke UdSSR Stalins ausnutzen kann und muss oder ob man sich zurücklehnt und abwartet, bis sich das kapitalistische Lager von selbst zerstört hat ? Für uns Stalinisten ist der letztere Weg ausgeschlossen. Wer in aller Welt aber soll oder kann heute die stalinistische Friedenspolitik siegreich fortsetzen ? Die Komintern / ML hat diese Frage in ihrer Generallinie und kürzlich mit ihrer Losung: „Weltproletariat – vereinige alle Länder!“ (Der Link kann hier angeklickt werden !) bereits korrekt beantwortet. Die einzig richtige Losung, um die Widersprüche zwischen den kapitalistischen Ländern auszunutzen, um den Weltkapitalismus niederzuringen, um die Unvermeidbarkeit von Kriegen zu beseitigen, das ist die Losung der Komintern / ML : „Weltproletariat – vereinige alle Länder gegen die imperialistischen Kriege !“ Das ist heute die stalinistische Losung zur Erhaltung – besser: - zur Erkämpfung des Weltfriedens unter den Bedingungen der Globalisierung. Das ist die modifizierte Globalisierung der stalinschen Friedenspolitik unter den heutigen Bedingungen.
Die „Friedenspolitik“ Berijas geht jedoch vom genauen Gegenteil aus und Stalin hat Berijas „Friedenspolitik“ noch kurz vor seinem Tod entlarvt, denn sie geht von dem tödlichen „Irrtum“ oder genauer gesagt, vom verkappten Pazifismus der neuen Bourgeoisie der Sowjetunion, aus, dass allein mit der Existenz der UdSSR der Weltfriede bereits „endgültig“, also für immer gesichert sei. Das ist eine sozialimperialistische Losung, denn endgültig gesichert ist der Frieden erst im Weltsozialismus. Das ist folglich eine Losung der Liquidierung der UdSSR, und das eben heißt nichts anderes, als mit Hilfe des verkappten Pazifismus (Anti-Pazifismus in Worten – Sozial-Imperialismus in Taten ! ) den Weltimperialismus zu retten, die weltrevolutionäre Losung von der Beseitigung der Unvermeidbarkeit von Kriegen zu untergraben, das Friedensinstrument der UdSSR des Genossen Stalin zu entwaffnen, kurz: das ist die „Friedenspolitik“ des berijanischen Menschewismus, eine „marxistisch-leninistische“ Mogelpackung der „Friedenspolitik“ der II. Internationale !!
Berija wollte vergessen machen, was Lenin 1920 sagte:
„Die bloße Existenz der Kapitalisten ist schon ein Krieg gegen die sozialistische Welt“ (Band 31, Seite 479).
„Man sagt, Lenins These, dass der Imperialismus unvermeidlich Kriege hervorbringt, müsse als veraltet gelten, da heute mächtige Volkskräfte herangewachsen sind, die sich für den Schutz des Friedens einsetzen und gegen einen neuen Weltkrieg auftreten. Das ist falsch. (...) Das ist nicht hinreichend, da der Imperialismus trotz aller dieser Erfolge der Friedensbewegung dennoch bestehen bleibt, in Kraft bleibt und folglich auch die Unvermeidlichkeit von Kriegen in Kraft bleibt. Um die Unvermeidbarkeit von Kriegen zu beseitigen, muss man den Imperialismus vernichten“ (Stalin, „Die ökonomischen Probleme des Sozialismus in der UdSSR, Moskau, 1952, Seite 44 und 45).
Wir Weltbolschewisten führen den Friedenskampf als internationalen Klassenkampf. Wir führen unseren Befreiungskrieg gegen den imperialistischen Krieg im Geiste der Weltrevolution. Uns kommt es nicht nur darauf an, nur diesen Frieden zu erringen oder nur jenen Krieg zu gewinnen. Wir führen stattdessen jeden konkreten Frieden und jeden konkreten Krieg als Kampf zur Beseitigung des Weltimperialismus. Nur mit dieser Zielsetzung hört der Kampf für die Beseitigung der Unvermeidbarkeit von Kriegen auf, eine „revolutionäre“ Phrase zu sein, führt er tatsächlich dazu, dass die Begriffe von „Frieden“ und „Krieg“ im Museum der Geschichte der Menschheit landen. Solange es auf der Welt Kapitalismus gibt, solange wird es auch keinen Frieden geben. Wenn ein Marxist also für den Frieden kämpft, darf er seine Waffen niemals an den Nagel hängen, muss er sich zum Krieg gegen den Krieg rüsten, muss er die internationalen Kräfte vereinigen, sie zentralisieren und konzentrieren.
Was die Friedenspolitik der UdSSR anbelangt, so hatte schon der XIII. Parteitag der KPR (B) eine Resolution auf dem Gebiet der auswärtigen Beziehungen gebilligt, die „die Partei verpflichtet hat, auch weiterhin die Politik des Friedens durchzuführen, die Politik des entschiedenen Kampfes gegen einen neuen Krieg, die Politik der schonungslosen Entlarvung aller und jedweder Anhänger oder Begünstiger neuer Aufrüstungen, neuer Zusammenstöße“ (Stalin, Band 6, Seite 215). Der Kalte Krieg war die Fortsetzung der Eroberungspolitik des Zweiten Weltkrieges mit anderen Mitteln.. Diese schonungslose Entlarvung hatte Berija nach dem Tode Stalins sofort gestoppt, um den Kampf gegen die Kriegsbranstifter einzustellen.
Mit Wirkung der Friedenspolitik Stalins auf die revolutionäre Bewegung im Westen schwenkte die Weltbourgeoisie um zum „bürgerlich-demokratischen“ Pazifismus, um dahinter ihre kriegerischen Ziele zu verbergen und mit Hilfe der II. Internationale die Revolution im Westen zu paralysieren und Aufstände in den Randgebieten der UdSSR zu organisieren., also die Vereinigung der westlichen und östlichen Revolution zu spalten. Ziel des Pazifismus, der Ideologie des verkappten Imperialismus, war es, sagte Stalin: ... die Massen „mit marktschreierischem Geschwätz über `freundschaftliche` Beziehungen zur Sowjetunion, über diese oder jene `Verträge` mit der Sowjetregierung zum Narren zu halten, um in desto engere Verbindung mit den aus Russland hinausgeworfenen konterrevolutionären Verschwörern zwecks Organisierung von Banditenüberfällen in (...) Georgien zu treten. Die Bourgeoisie brauchte den Pazifismus zur Maskierung“ (Stalin, Band 6, Seite 255-256, geschrieben am 20. September 1924). Das schrieb Stalin, nachdem noch nicht einmal ein Monat seit dem von georgischen Menschewisten und bürgerlichen Nationalisten inszenierten konterrevolutionären Aufstand in Georgien vergangen war, der eben von der II. Internationale und von Agenten der Imperialisten unterstützt wurde. Stalin war ein Vierteljahr vorher vom III. Kongress der kommunistischen Organisationen Transkaukasiens zum Delegierten für den XIII. Parteitag der KPR (B) gewählt worden.
Hier sehen wir den Werdegang bis hin zur Mingrelischen Verschwörung Berijas, der „stalinistischen“ Maskierung der von Lenin und Stalin hinausgeworfenen konterrevolutionären Verschwörer in Georgien.
Im Grunde hatte Berija den Pazifismus der II. Internationale übernommen und in der Mingrelischen Verschwörung angewandt und das geschickt in ein „stalinistisches“ Gewand gekleidet – eben in den verkappten Pazifismus.
Hier stoßen wir dann auch wieder auf die berijanische Verteidigung des Menschewismus, des Sozialdemokratismus, des Sozialfaschismus, auf den berijanischen Widerstand gegen den Stalinismus, der uns die unterschiedliche Bedeutung der beiden Seiten des Pazifismus gelehrt hat: (von Stalin In Anführungsstrichen gesetzt:) „Pazifismus“ unter den jetzigen Verhältnissen bedeutet Festigung des Faschismus, wobei sein gemäßigter, sozialdemokratischer Flügel in den Vordergrund geschoben wird.“ Stalin charakterisiert die Sozialdemokratie unter den damaligen Verhältnissen als „Zwillingsbruder“ des Faschismus. Er definiert den Faschismus wie folgt:
„Der Faschismus ist nicht nur eine militärisch-technische Kategorie. Der Faschismus ist eine Kampforganisation der Bourgeoisie, die sich auf die aktive Unterstützung der Sozialdemokratie stützt. Es liegt kein Grund der Annahme vor, die Kampforganisation der Bourgeoisie könnte ohne die aktive Unterstützung durch die Sozialdemokratie entscheidende Erfolge in den Kämpfen oder bei der Verwaltung des Landes erzielen. Ebenso wenig liegt Grund zu der Annahme vor, die Sozialdemokratie könnte ohne die aktive Unterstützung durch die Kampforganisation der Bourgeoisie entscheidende Erfolge in den Kämpfen oder bei der Verwaltung des Landes erzielen. Diese Organisationen schließen einander nicht aus, sondern ergänzen einander. Der Faschismus ist der nicht ausgestaltete politische Block dieser beiden Organisationen, der unter den Verhältnissen der Nachkriegskrise des Imperialismus entstanden und auf den Kampf gegen die proletarische Revolution berechnet ist“ (Stalin, Band 6, Seite 253). Das schrieb Stalin im Dezember 1924, also kurz nach dem von Ernst Thälmann geführten Hamburger Aufstand von 1923.
Stalin charakterisierte den damaligen Pazifismus als „direkten oder indirekten Machtantritt der II. Internationale“, der „Stütze des Imperialismus“. Und Berija war nichts anderes als eine solche menschewistische Stütze des Imperialismus. Berija war der erste Wegbereiter der imperialistischen Ostpolitik der deutschen Sozialdemokratie.
Für Stalin bedeutete der Machtantritt der II. Internationale im Ergebnis die Zersetzung der Bourgeoisie, ihre Fäulnis. Als Parallele dazu bedeutete der Machtantritt der modernen Revisionisten von 1953 die Zersetzung und Fäulnis des Sozialismus. Ihr verkappter Pazifismus bedeutete die Unterwühlung der proletarischen Macht.
Nach Stalins Ansicht bedeutete der Pazifismus damals das Unterwühlen der bürgerlichen Macht und der Pazifismus bereitete „den Boden für revolutionäre Erschütterungen“. Leider erkannten die Sowjetvölker 1953 nicht, die Friedenspolitik Stalins von der verkappten pazifistischen Politik der Verschwörer zu unterscheiden. Es gab keine stalinistischen Genossen, die den Mut hatten, die Friedenspolitik Stalins gegen die verkappte pazifistische Politik der Menschewisten und modernen Revisionisten offen und massenwirksam zu verteidigen und die erneute Revolution zur Wiederherstellung der Diktatur des Proletariats in Wort und Tat einzuleiten. Dabei hatte Stalin stets zur Pflicht der Kommunisten gemahnt, auf das pazifistische Gesäusel der angloamerikanischen Imperialisten nicht hereinzufallen und wachsam zu sein. Wenn die Imperialisten Lobeshymnen auf den Frieden anstimmen, bereiten sie den Krieg vor – muss das Weltproletariat sich zur Revolution rüsten !
„Und eben deshalb muss der Pazifismus nicht zur Festigung, sondern zur Schwächung der bürgerlichen Macht, nicht zur Vertagung der Revolution auf unbestimmte Zeit, sondern zu ihrer Beschleunigung führen“, (...) wenn die kommunistischen Parteien energisch an der Entlarvung der imperialistischen und konterrevolutionären Natur der pazifistisch-demokratischen Regierungen (...) arbeiten“ (Stalin, Band 6, Seite 254 und 255). „Es ist die Pflicht der Kommunisten, nicht hinter den Ereignissen zurückzubleiben und erbarmungslos jeden Schritt der Parteien der II. Internationale, jeden Lakaiendienst, den sie dem Imperialismus leisten, und jeden Verrat, den sie am Proletariat begehen, zu entlarven“ (Stalin, ebenda, Seite 256). Und das kann heute nichts Anderes heißen, als das Berijanertum zu entlarven als eine verkappte Ideologie der Lakaiendienste am heutigen Weltimperialismus.
Schon im Jahre 1924 hatte Stalin vor der Einmischung Amerikas in die Angelegenheiten Europas gewarnt.
„Die Hitleraggression wurde möglich, erstens, weil die USA Deutschland halfen, in kurzer Zeit eine militärische und ökonomische Basis für die deutsche Aggression zu schaffen und auf solche Weise diese Aggression bewaffneten, und zweitens, weil die regierenden Kreise Englands und Frankreichs durch ihre Abkehr von kollektiver Sicherheit die Reihen der friedliebenden Länder desorganisierten, die Einheitsfront dieser Länder gegen die Aggression zersetzten, der deutschen Aggression den Weg bereiteten und Hitler halfen, den Zweiten Weltkrieg zu entfesseln.
Was wäre geschehen, wenn die USA nicht die Schwerindustrie Hitlerdeutschlands finanziert und wenn England und Frankreich sich nicht von der kollektiven Sicherheit abgewandt, sondern, im Gegenteil, gemeinsam mit der Sowjetunion eine kollektive Abwehr gegen die deutsche Aggression in die Wege geleitet hätten?
Hitler hätte dann für seine Aggression keine ausreichenden Waffen gehabt. Die Raubpolitik Hitlers wäre von einem Regime der kollektiven Sicherheit in die Zange genommen worden. Die Chancen der Hitlerfaschisten auf eine erfolgreiche Entfesselung des Zweiten Weltkrieges wären auf ein Minimum zusammengeschrumpft. Hätten aber die Hitlerfaschisten, trotz dieser für sie ungünstigen Bedingungen, sich doch zur Entfesselung des Zweiten Weltkrieges entschlossen, dann wären sie schon im ersten Kriegsjahr geschlagen worden. Dies ist aber leider nicht geschehen, und zwar infolge der verderblichen Politik, die die USA, England und Frankreich während der ganzen Vorkriegszeit betrieben. Eben sie sind daran schuld, wenn die Hitlerfaschisten den Zweiten Weltkrieg, der fast sechs Jahre dauerte und Millionen Opfer verschlang, nicht ohne Erfolg entfesseln konnten“ („Geschichtsfälscher“, eine historische Richtigstellung, veröffentlicht vom Informationsbüro der Sowjetunion, Seite 15). Nicht Kampf gegen die deutsche Aggression, sondern eine Politik der Isolierung der UdSSR, das war die Linie der angloamerikanischen Imperialisten.
Stalin hat die hinterhältigen angloamerikanischen Imperialisten entlarvt und damit gleichzeitig die Tatsache festgestellt:
„Aber es wäre falsch anzunehmen, dass diese (...) Länder die Herrschaft und das Joch der Vereinigten Staaten von Amerika endlos dulden, dass sie nicht versuchen würden, das Joch der amerikanischen Sklaverei abzuschütteln und einen selbständigen Entwicklungsweg zu betreten“ (Stalin, „Die ökonomischen Probleme des Sozialismus in der UdSSR“, Moskau 1952, Seite 40). Stalin spricht kurz vor seinem Tod sogar von der Zerschlagung des Regimes der USA !!! (Stalin,ebenda, Seite 41). Darüber hat Berija ein paar Monate später nicht etwa geschwiegen, sondern das genaue Gegenteil zur Grundlage seiner Abenteuer“politik“ der Zusammenarbeit mit den Imperialisten gemacht.
„Die Sowjetmacht ist die einzige Macht, die die Ketten des ´vaterländischen` Imperialismus zerschlagen hat“ (Stalin, ebenda, Seite 268). Es ist demnach statthaft, in der ersten Periode des Sozialismus vom Vaterländischen Sozialismus zu sprechen, so wie es auch statthaft ist, vom Großen Vaterländischen Krieg zu sprechen. Mit der zweiten Periode ist der vaterländische Sozialismus abgeschlossen, denn nun wird die ganze Welt so zusagen zum sozialistischen „Vaterland“ des Weltproletariats, was keinen Sinn mehr macht, man könnte höchstens noch von einer „Vaterwelt“ sprechen. Das wäre zumindest recht gewöhnungsbedürftig. Der Begriff des sozialistischen Vaterlands wird vielleicht nur noch sehr bedingt auf die neu entstehenden weltsozialistischen Staaten zutreffen, obwohl ein bereits befreites Weltproletariat auch keine „sozialistischen Vaterländer“ mehr für seine Befreiung braucht. Sozusagen üben die einst als „vaterlandslose Gesellen“ gescholtenen internationalistischen Arbeiter ihre Weltmacht ganz ohne Vaterland aus. Die zweite Periode des Sozialismus - das ist die Periode der Weltdiktatur der „vaterlandslosen Gesellen“ ! Und sie schließen damit das Kapitel der Geschichte der bürgerlichen Nationen ab, das Kapitel des „vaterländischen“ Imperialismus, das Kapitel der „zivilisierten Ordnung“ des Weltkapitalismus.
Was für eine Politik brauchen wir heute, um aus der Krise des Kapitalismus herauszukommen, aus dem Sumpf der Zerrüttung der Welt, aus dem globalen Schwierigkeiten, der Zerstörung der Weltnatur, der Weltverwilderung, des Weltelends, des Welthungers, der Kriegsverwüstungen, der Weltarbeitslosigkeit ? Es ist eine Politik, nicht auf dem Karren sitzenzubleiben, den die Weltimperialisten in den Sumpf gefahren haben. Wir verfolgen eine Weltpolitik, deren Aufgabe darin besteht, die Arbeiter und Bauern aller Länder global zu vernetzen, um sie zu vereinigen, damit sie sich praktisch gegenseitig aus eigener Kraft dabei helfen können, den globalen Riesenbrocken des weltimperialistischen Verfalls unter Einsatz gemeinsamer, vereinter Anstrengungen zu beseitigen.
Der Aufbau des Weltkommunismus beginnt heute mit dem Kampf gegen den Welthunger, mit dem Aufbau eines weltproletarischen Zentrums, das sich der Verteilungsinstrumente bemächtigt, die zur globalen Versorgung, insbesondere der hungernden Menschen in den schlimmsten Hungerregionen der Erde, erforderlich sind ! Diese Aufgabe, die Not leidende Bevölkerung über dem ganzen Erdball bis in den letzten Winkel zu versorgen, ist eine Frage, die am dringendsten zur praktischen Lösung ansteht. Sie ist nicht anders zu lösen, als die Länder zu vereinigen, sie zu mobilisieren:
„Annäherung und Zusammenschluss der Proletarier und werktätigen Massen aller Nationen in ihrem revolutionären Kampf für den Sturz der Bourgeoisie“ (Lenin, Band 29, Seite 94). Weltproletariat – vereinige alle Länder zur Versorgung der Weltbevölkerung mit den nötigsten Nahrungsmitteln!
Wer soll die Länder vereinigen, mobilisieren ? Wer stellt die Kräfte, die dazu in der Lage sind ? Das kann heute nur die Kraft des organisierten Weltproletariats sein und seine politische Avantgarde. Das Weltproletariat ist objektiv reif für die Erfüllung dieser Aufgabe, aber ihm fehlt noch das weltproletarische Bewusstsein, ihm fehlt sein politischer Führungsstab, der weltrevolutionäre subjektive Faktor, der schnellstens hergestellt werden muss. Die allererste Aufgabe ist es also, eine revolutionäre Weltpolitik unter den proletarischen Elementen der heutigen marxistisch-leninistischen Weltbewegung zu machen, die der Herausbildung dieses weltproletarischen Führungsstabes, der Komintern / ML , dieser bewussten Führerin der Klassenbewegung des Weltproletariats, dient, damit sich das Weltproletariat zur führenden revolutionären Kraft in der Welt organisiert. Das Weltproletariat tritt selber auf die Bühne der Weltpolitik, um eine neue proletarische Weltordnung zu schaffen, in der es keinen Platz mehr für die Profitmacherei der Weltimperialisten geben wird, die in der neuen Weltordnung dazu gezwungen werden, dabei mitzuhelfen, das Leben auf der Welt wieder lebenswert zu machen. Und das beginnt mit der Beseitigung des Welthungers, beginnt mit dem selbsttätigen Eingreifen des Weltproletariats in die Verteilungs- und Produktionsflüsse der heutigen globalisierten Weltwirtschaft !
Die Politik der Komintern / ML besteht momentan darin, folgende Aufgabe zu bewältigen: das Weltproletariat auf die Erfüllung seiner welthistorischen Mission vorzubereiten und sich zur selbständigen politischen Partei zu organisieren, die sich allen politischen Parteien der Welt entgegenstellt. Die Komintern / ML muss vom Weltproletariat in die Lage versetzt werden, den globalen Klassenkampf in allen Erscheinungsformen zu leiten. Sie muss den unversöhnlichen Gegensatz zwischen den Interessen der globalen Ausbeuter und den Interessen der global Ausgebeuteten enthüllen und das Weltproletariat auf die daraus notwendig und unvermeidlich entstehende kommunistische Weltrevolution vorbereiten.
Das politische Ziel der Komintern / ML ist es heute, der kommunistischen Weltrevolution den Weg zu ebnen und ihr zum Durchbruch zu verhelfen.
Die Politik Stalins – das war das entscheidende Mittel, das hauptsächliche Instrument der KPdSU (B), der UdSSR, ihrer Institutionen und Organisationen usw. usf. zum Übergang zum Kommunismus in „einem“ Land, war die Durchsetzung von Klasseninteressen mit dem Ziel, die Macht der UdSSR aufrecht zu erhalten, zu verteidigen, zu stärken - zur Stärkung der Basis und des Hebels der Weltrevolution, zur Schaffung eines großen sozialistischen Lagers, des Weltsozialismus, zur Schaffung des Weltkommunismus.
Die proletarische Politik Stalins war das entscheidende Mittel zur Durchsetzung der weltproletarischen Klasseninteressen mit dem Ziel, mit der proletarischen Weltmacht jene Bedingungen zu schaffen, mit denen sich die Klassen „selbst“ abschaffen, nicht nur in der UdSSR, sondern – ihrem Beispiel folgend – in allen Ländern der Welt. Die proletarische Politik Stalins war das entscheidende Mittel, um die Politik nicht nur aus den Fesseln des Weltimperialismus, sondern überhaupt aus jeglichen Fesseln ihres Klassencharakters zu befreien.
Die Politik der von Stalin geführten KPdSU (B) war also im Unterschied zur Politik aller bisherigen Klassen eine Politik zur eigenen Befreiung und zugleich zur Befreiung der Menschheit von Ausbeutung, Krisen und Kriegen, eine Politik zur Gestaltung der sozialistischen und kommunistischen Gesellschaft.
Die Politik Stalins war die Anwendung und schöpferische Weiterentwicklung der internationalistischen Politik Lenins zum Aufbau und zur Festigung der UdSSR als Basis und Hebel für den Übergang in die zweite Phase des Sozialismus, den Sozialismus im Weltmaßstab, und für den Übergang zum Kommunismus in „einem“ Land.
Die Außenpolitik Lenins und Stalins war die gegen die kapitalistischen Nationen und Staaten gerichtete Politik der Diktatur des Proletariats. Da die Außenpolitik der Diktatur des Proletariats sich nicht nur gegen die Politik der einzelnen kapitalistischen Staaten richtete, sondern gegen den ganzen Weltkapitalismus, war sie im Grunde genommen Hebel und Basis die Verwirklichung der internationalistischen Klasseninteressen des gesamten Weltproletariats. Damit soll zum Ausdruck kommen, dass die UdSSR Lenins und Stalins mit den außenpolitischen Interessen der Sowjetvölker auch die Interessen des Weltproletariats vertrat. Die UdSSR war nicht irgendein nationalistischer Staat, sondern der erste internationalistische Staat, also ein Staat des Weltproletariats, das Vaterland des Weltproletariats.
Die Außenpolitik Lenins und Stalins war vom Kräfteverhältnis der internationalen Beziehungen bestimmt, die sich aus den nebeneinander bestehenden beiden Weltlagern ergaben.
Heute ist unsere Politik auf die Verwandlung der globalisierten kapitalistischen Welt in die globalisierte Welt des Kommunismus gerichtet. Die Abschaffung der Klassengesellschaft vollzieht sich zwar in nationalen Formen, aber ist dem Inhalt nach insgesamt ein globalisierter, internationalistischer Akt des Weltproletariats und seiner Bündnispartner. Unsere Politik dient der Abschaffung der Klassen im globalen Maßstab, dient der Abschaffung der globalen Politik, sowohl der kapitalistischen als auch der sozialistischen Politik. Mit dem Sturz und der Beseitigung der ausbeutenden Klassen im globalen Maßstab ist die Weltklassengesellschaft jedoch noch lange nicht beseitigt. Die noch weiter bestehende Weltklassengesellschaft muss in eine Weltgesellschaft aller Arbeitenden verwandelt werden, was nicht auf einmal geschehen kann. Die Beseitigung des weltweiten Unterschieds zwischen Arbeitern und Bauern ist ein langwieriger Prozess. Wer dabei nicht zwischen den besitzenden, Handel treibenden und spekulierenden Bauern einerseits und den proletarischen, den werktätigen Bauern andererseits eine Grenzlinie zu ziehen vermag, hat das Wesen des Weltsozialismus nicht begriffen, hat nicht begriffen, dass der Weltsozialismus nicht das Endziel, sondern nur die erste Phase des Weltkommunismus ist. Wir Kommunisten kämpfen für die Überwindung des Weltsozialismus, für seine Weiterentwicklung zum Weltkommunismus schon vom Augenblick der Errichtung des Weltsozialismus an, schon mit dem Kommunistischen Manifest.
Ist die Klassengesellschaft abgeschafft, ist der Unterschied zwischen Arbeitern und Bauern im Weltmaßstab verschwunden, so ist auch die Politik der Klassen abgeschafft. Im Kommunismus ist für Politik kein Platz mehr. Die Gesellschaft regelt ihr Leben ohne Politik, hat sich von allen Politikern der Welt befreit, von jeglicher Politik auf der Welt befreit. Es ist aber eine gefährliche Illusion, schon jetzt die Politik und die Politiker ins Museum zu
verbannen. Das bleibt eine Utopie, solange es auf der Erde Klassen gibt und wir Kommunisten sind keine Utopisten, sondern wir müssen ganz unvermeidlich in die Rolle der Politik schlüpfen, müssen den politischen Gegnern des Weltproletariats politisch entgegentreten, müssen die Politiker des Gegners besiegen, bevor wir unser politisches Rüstzeug irgendwann einmal als Hülle abstreifen können. Es ist kein Geheimnis, worin sich der kommunistische Politiker von allen anderen Politikern auf dieser Erde unterscheidet: Ein Kommunist ist der einzige Politiker, der die Unvermeidbarkeit der Politik für immer abschaffen wird, der sein Dasein als kommunistischer Politiker an den Nagel gehängt hat in einer Gesellschaft, die dafür keine Verwendung mehr findet.
Das trifft natürlich insbesondere für die Innen- und Außenpolitik zu – auch diese beiden Formen der Politik von Staaten, von Nationen, von Ländern, werden mit den Staaten, mit den Nationen, mit den Ländern, aus denen sie hervorgegangen sind, absterben im Weltkommunismus, ja die alte Außenpolitik des Sozialismus „in einem“ Land wird schon im Weltsozialismus nicht mehr benötigt werden, wie wir weiter unten sehen werden.
Was soll ein Weltkommunismus mit Innen- und Außenpolitik noch anfangen, wo sowieso kein Platz mehr für Politik ist ? Nichts. Auf der ganzen Welt gibt es keine Klassen mehr also haben die Menschen die Politik, einschließlich die Innenpolitik, zum alten Eisen geworfen. Und was die Außenpolitik anbelangt, sind noch nirgends im Weltall außerirdische Klassen gesichtet worden und gibt es auch noch keine ins All geschossene Menschen, die auf irgendwelchen Himmelskörpern neue Gesellschaften gegründet haben. Und wenn – dann wären es logischerweise kommunistische Gesellschaftsformen, denn eine kommunistische Gesellschaft auf der Erde würde ihre Besiedlung im Weltall nicht wieder mit Adam und Eva anfangen, sondern eben mit kommunistischen Siedlern.
Was den Weltkommunismus anbelangt, ist also die Frage der Innen- und Außenpolitik bereits gelöst und sie macht kein Kopfzerbrechen mehr. Was ist nun aber mit der ersten Phase des Weltkommunismus, also mit dem Weltsozialismus ? Wie sieht es da mit dem Verhältnis von Innen- und Außenpolitik aus ? Welcher Unterschied besteht zu der heutigen Innen- und Außenpolitik einer Nation ?
Hier kommen wir der Lösung der Frage näher, wenn wir einen Blick auf das Verhältnis der Innen- und Außenpolitik der UdSSR Lenins und Stalins werfen. Außen - und Innenpolitik der UdSSR waren politische Instrumente der Vertretung der gemeinsamen Interessen der gleichberechtigten Unionsrepubliken, wahrgenommen vom Obersten Sowjet der UdSSR, dem höchsten Staatsorgan der Sowjetunion. Bekanntlich handelte es sich bei der UdSSR um einen Bundesstaat, der sich aus 15 Sozialistischen Sowjetrepubliken und einer Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik, der Russischen SFSR, zusammensetzte und nicht als einheitlicher Nationalstaat aufgebaut war. Dadurch war das Verhältnis zwischen Innen- und Außenpolitik etwas komplizierter. Die Souveränität der Unionsrepubliken war durch die Kompetenz des Obersten Sowjet der UdSSR zwar weitestgehend beschränkt ( siehe Artikel 14 – Stalinwerke Band 14, Seite 94-95), aber darüber hinaus übte jede Unionsrepublik die Staatsgewalt selbständig aus (Artikel 15), verfügte also auch über eine eigene, wenn auch eingeschränkte Innen- und Außenpolitik, über deren Rahmen wiederum der Oberste Sowjet der UdSSR entschied.
An der UdSSR war charakteristisch, dass sich in ihr sozialistische Republiken der ersten Periode des Sozialismus verbündet hatten, diese sich also nicht nur gegenseitig beim Aufbau des Sozialismus halfen, sondern sich auch zentralistisch organisierten, über eine zentralistische Führung verfügten usw. Dies war auch außenpolitisch von Vorteil, um der kapitalistischen Umkreisung ein wirksames, geschlossenes sozialistisches Verteidigungsbündnis entgegenzustellen. Das war erforderlich, solange das sozialistische und kapitalistische Lager ko-existierten.
Im Weltsozialismus, in der zweiten Periode, hat das Weltproletariat die Macht in den Händen und damit nicht nur die Umkreisung des Weltimperialismus, sondern den Weltimperialismus selbst beseitigt. Aus der kapitalistischen Welt ist die sozialistische Welt hervorgegangen auf dem Wege des Sieges des sozialistischen Weltlagers über das kapitalistische Weltlager. Damit ist klar, dass kein einziger bürgerlicher Staat nach der Beseitigung des kapitalistischen Lagers weiter existieren wird. Der Weltsozialismus gründet sich auf das Bündnis weltsozialistischer Republiken, d.h., solcher sozialistischer Staaten, die sich zu einem globalen Bundesstaat, der Union der Sozialistischen Republiken, zusammengeschlossen haben. Dieser Bundesstaat wird prinzipiell genauso zentralistisch aufgebaut sein wie die UdSSR Lenins und Stalins. Aber eine Außenpolitik wie sie noch in der UdSSR notwendig war, fällt in der UdWSR weg, denn außerhalb von ihr wird es (ausgehend vom Normalfall) keinen einzigen sozialistischen Staat mehr geben, dem gegenüber die UdWSR etwa anti-kapitalistische Interessen zu verteidigen hätte. Es gibt keine feindlichen Staaten mehr, denn eine sozialistische Welt bekriegt sich nicht selbst, umkreist keine sozialistischen Staaten, um sie zu erdrosseln. Trotzdem ist die Weltdiktatur des Proletariats notwendige Voraussetzung dafür, dass es nicht wieder in irgendeinem weltsozialistischen Staat zur Restauration des Kapitalismus kommt. Da die Restauration des Kapitalismus im Weltmaßstab unter den Bedingungen der Weltdiktatur des Proletariats eher unwahrscheinlich ist, wird die Bewaffnung auf ein Mindestmaß reduziert werden können, womit der Weltkommunismus schneller erreicht wird. Die Überreste der ausbeutenden Klassen werden schneller beseitigt werden können, denn sie werden nicht mehr von einem umkreisenden Weltimperialismus genährt und hochpäppelt. Auch das sozialistische Weltbewusstsein der zweiten Periode kann mit dem sozialistischen Bewusstsein der ersten Periode nicht verglichen werden. Der herrschende bürgerliche Einfluss von außen fällt weg (nicht der innere, der bleibt noch eine Weile erhalten, weil er nicht so schnell überwunden werden kann). Es findet eine Vereinigung des sozialistischen Weltbewusstseins statt, seine Verschmelzung und gegenseitige Befruchtung in allen sozialistischen Ländern der Welt.
Nur die globale Autorität der Diktatur des Weltproletariats garantiert den Völkern den Weltfrieden. Diese Garantie gibt es für die Völker unter den Bedingungen des Kapitalismus nicht und weder der Sozialismus „in einem“ Land, noch das sozialistische Weltlager konnten diese Garantien herstellen, denn solange der Weltkapitalismus auch nur einen einzigen Zahn im Maul hat, wird der Krieg unvermeidbar bleiben.
Im Laufe der Zeit werden sich die weltsozialistischen Staaten der UdWSR verschmelzen, wird es vielleicht gar nicht erst zu einem all zu lange existierenden einheitlichen sozialistischen Weltstaat mehr kommen, um zum Weltkommunismus vorwärtszuschreiten. Wir wissen es nicht wie schnell oder wie langsam sich dieser Prozess vollziehen wird und müssen das heute auch nicht unbedingt wissen, denn bis da ist es noch hin. Wir wissen nur, dass nach dem sozialistischen Staat kein Staat mehr gebraucht wird. Begeben wir uns also aus der Zukunft wieder in die Vergangenheit, zur UdSSR Lenins und Stalins und ihrem Verhältnis zur Weltrevolution.
Mit dem Verlust der UdSSR Lenins und Stalins, mit dem Verlust des sozialistischen Albaniens Enver Hoxhas ist uns bewusst geworden, dass damals deren Verteidigung unbedingt das Wichtigste gewesen war - sogar im Falle einer damit unvermeidlichen Hinauszögerung der sozialistischen Weltrevolution. Für die Weltrevolution braucht man nun einmal eine starke Basis und einen starken Hebel – und das war in der ersten Periode des Sozialismus nicht anders zu bewerkstelligen als durch die Schaffung, Stärkung, Verteidigung des „einzigen“ sozialistischen Landes. Und das war unter den Bedingungen des Abfalls der revisionistischen Länder – einschließlich des ersten sozialistischen Landes der Welt – von noch viel größerer Bedeutung für den Kampf gegen das Erlöschen des Leuchtfeuers der sozialistischen Weltrevolution, gegen die Restauration des Kapitalismus im sozialistischen Land Albaniens mit der PAA des Genossen Enver Hoxha an der Spitze.
Erst heute unter den Bedingungen des erstarkenden Weltproletariats, der Entfaltung seiner Selbständigkeit, rückt die Bedeutung der sozialistischen Weltrevolution wieder mehr in den Vordergrund, hat das Weltproletariat sich davon befreit, von der weltrevolutionären Basis und dem weltrevolutionären Hebel eines einzelnen sozialistischen Landes abhängig zu sein, ist es in der Lage, sich selber eine eigene Basis und eigene Hebel der Weltrevolution aufzubauen, die zweifellos alle Basen und Hebel einzelner sozialistischer Länder der ersten Periode des Sozialismus in den Schatten stellen, braucht es das „Schlepptau“ eines einzigen sozialistischen Landes nicht mehr, kann das Weltproletariat auf die Schaffung weltsozialistischer Staaten zusteuern, was nur das Weltproletariat fertig bringen kann und wozu kein sozialistischer Staat aus der ersten Periode des Sozialismus in „einem“ Land in der Lage war und auch nicht sein konnte.
Wir müssen endlich lernen zu unterscheiden, dass die Basis und der Hebel der Weltrevolution in der ersten und zweiten Periode des Sozialismus nicht die gleichen sind und auch nicht die gleichen sein können. Die Geschichte hat gezeigt, dass das Weltproletariat erst in der zweiten Periode des Sozialismus über seine eigene Basis, über seine eigenen Hebel der Weltrevolution verfügt, eben über eine globale Basis und über einen globalen Hebel gegenüber der globalen Basis und des globalen Hebels der Weltbourgeoisie. Nur eine globale Basis, nur die globalen Hebel entscheiden über Sieg und Niederlage der Weltrevolution im Weltmaßstab.
Die Oktoberrevolution ließ sich nicht exportieren und ihr ist bis auf den heutigen Tag noch nicht die Weltrevolution gefolgt. Die Weltrevolution hat seit 1917 auf sich warten lassen.
Schon Lenin wusste, „wie sehr das Kapital eine internationale Macht darstellt, wie sehr die größten kapitalistischen Fabriken, Betriebe und Warenhäuser in der ganzen Welt miteinander verflochten sind. Und daraus ersieht man natürlich, dass das Kapital dem ganzen Wesen der Sache nach in einem einzelnen Land nicht endgültig besiegt werden kann. Das ist eine internationale Macht, und um sie endgültig zu besiegen, bedarf es auch gemeinsamer Aktionen der Arbeiter im internationalen Maßstab“ (Lenin, Band 32, Seite 106).
Lenin wusste, „dass der siegreiche Sozialismus nur entstehen wird aus der revolutionären Zusammenarbeit der Proletarier aller Länder durch eine Reihe von Versuchen – von denen jeder, einzeln genommen, einseitig sein, an einer gewissen Nichtübereinstimmung leiden wird“ (Lenin, Band 32, Seite 352).
Der Versuch, der Weltrevolution mit Hilfe eines einzelnen Landes, mit Hilfe eines sozialistischen Weltlagers zum Durchbruch zu verhelfen, war für sich genommen so ein einseitiger Versuch, der an einer gewissen Nichtübereinstimmung mit dem Reifeprozess der Proletarier aller Länder, insbesondere in den imperialistischen Ländern, litt.
Ob sich der heutige Versuch, der Weltrevolution allein gestützt auf die Kräfte des Weltproletariats und seiner Bündnispartner zum Durchbruch zu verhelfen, als einseitiger Versuch ohne Unterstützung eines sozialistischen Landes oder gar eines sozialistischen Lagers erweisen könnte, der zudem an einer gewissen Nichtübereinstimmung mit den bisherigen Erfahrungen der Kommunistischen Weltbewegung leidet, das können wir natürlich nicht voraussagen, das wird sich erweisen. Jedenfalls bleibt dem Weltproletariat heute gar keine andere Alternative, denn es kann sich kein sozialistisches Land schnitzen. Wir empfehlen dem Weltproletariat also, diesen Versuch unbedingt zu wagen. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Auf bessere Bedingungen hoffen und auf sie zu warten, das war noch nie ein guter Ratgeber fürs Proletariat in einer revolutionären Situation. Und die gegenwärtig größte Krise in der Geschichte der Menschheit etwa nicht als Auslöser der größten weltrevolutionären Situation zu erkennen, dazu muss ein Kommunist heute schon vollkommen blind sein.
Genauso wenig wie die Diktatur des Proletariats auf die Weltdiktatur des Proletariats warten konnte, um ihren Sieg zu sichern, kann auch umgekehrt nicht das Weltproletariat darauf warten, bis sich irgendwo auf der Welt wieder eine Diktatur des Proletariats gebildet hat, auf die es sich stützen könnte. Wir können dem Weltproletariat nicht sagen, ob der Versuch unter den heutigen Bedingungen glücken wird oder nicht, ob es noch mehrerer Versuche bedarf oder nicht, was wir aber mit größter Sicherheit sagen können, ist dies:
Wenn das Weltproletariat sich 100 % einig ist, wenn es ihm also gelingt, dass alle Proletarier aller Länder so zusagen „an einem Strang ziehen“, wenn sie sich zu stählernen Abteilungen der Weltrevolution zusammenschließen und mit einer international vereinigten Faust organisiert, systematisch, gezielt zuschlagen, dann werden sie unbesiegbar sein. Das Weltproletariat hat zwar schwere und viele Feinde, aber sie sind sich nicht einig, wissen nicht, was sie der Einheit des Weltproletariats entgegenstellen sollen. Wenn es das Weltproletariat versteht, die Widersprüche im Lager der Weltbourgeoisie richtig auszunutzen, wenn es die Uneinigkeit in den eigenen Reihen überwindet, die von den Agenturen der Bourgeoisie hinein getragen worden ist - und die man nicht unterschätzen darf, die man niederschlagen muss - dann wird die sozialistische Weltrevolution siegreich verlaufen, auch wenn dabei die eine oder andere Niederlage an dieser oder jenen Front nicht ausgeschlossen werden kann. Eine Revolution ohne Opfer hat es noch nie gegeben und wird es nicht geben. Es ist davon auszugehen, dass in der heutigen Weltrevolution Opfer unvermeidlich sind. Aber es waren auch noch nie so viele Menschen auf der Welt in ihrer Existenz bedroht wie heute. Eine revolutionäre Umwälzung der heutigen Welt ist also ungeachtet der damit verbundenen Opfer unvermeidlich, um die lebensbedrohliche Lage der großen Mehrheit der Weltbevölkerung zu überwinden.
Man muss an Hand des Stalinismus verstehen lernen, wie die erste Periode des Sozialismus in die zweite hinüber zu wachsen begann und dabei aufgehalten wurde und scheiterte. Die zweite Periode löst die Fragen, die in der ersten Periode noch nicht beantwortet werden konnten. Die zweite Periode stellt die Errungenschaften der ersten Periode auf höherer Stufenleiter ihrer Entwicklung wieder her und verankert das Werk der ersten Periode. Aber nur mit dem Kampf für die Weltrevolution wird das Weltproletariat darüber entscheiden, wie weit es ihm in der zweiten Periode gelingt, über die erste Periode des Sozialismus hinauszuwachsen.
Die Weltrevolution bedurfte ihres eigenen Reifeprozesses und der steht und fällt mit dem Reifeprozess des Weltproletariats selbst ( und übrigens nicht unabhängig vom objektiven Reifeprozess der Globalisierung des Kapitalismus!). Es versteht sich von selbst, dass der Reifeprozess des gesamten Weltproletariats viel langwieriger, schwieriger und komplizierter ist als der Reifeprozess des Proletariats eines einzelnen Landes. Dieser weltproletarische Reifeprozess neigt sich jetzt seinem Höhepunkt zu und es versteht sich ebenso von selbst, dass dieser globalisierte Reifeprozess nicht ohne entscheidenden Einfluss, ohne beschleunigende Wirkung auf den Reifeprozess der Proletarier in allen Ländern der Welt sein wird, und eben das bedeutet, dass die Weltrevolution in fassbare und sichtbare Nähe rückt.
Und das allen Revisionisten zum Trotz !
Sehen wir uns heute die Landkarte an, so ist von der alten Sowjetunion Lenins und Stalins „dank“ der Revisionisten nichts mehr übrig geblieben, sie ist zerfallen und zerfällt weiter. Was die Restauration des Kapitalismus angerichtet hatte, finden wir schon verwurzelt in den geheimen Plänen des Trotzkistisch-Bucharinistischen Blocks der 30er Jahre.
Wir versuchen es hier einmal, die alten Ziele des Rjutin-Programms abzuleiten:
Die Restauration des Kapitalismus in der Sowjetunion lässt sich demnach in 7 Programmpunkten zusammenfassen:
Die erste Bedingung für eine geheime Zusage des Weltimperialismus, den Prozess der Restauration des Kapitalismus in der UdSSR von außen zu unterstützen, war es, dafür zu sorgen, das die UdSSR sich von der Stalinära, von der Diktatur des Proletariats, endgültig verabschiedet und alle stalinistischen Kräfte in der Gesellschaft isoliert, unterdrückt und liquidiert; Errichtung eines bürgerlichen Sozialismus, der den Marxismus-Leninismus zwar formal aufrecht erhält, aber nur mit dem Ziel, den beschlossenen Prozess vor seiner Gefährdung zu schützen; im Verlauf des Restaurationsprozessess sollen die unvermeidlichen marxistisch-leninistichen Hüllen allmählich immer weiter abgebaut werden, bis Russland reif für die formale Eingliederung in die weltimperialistische Staatengemeinschaft geworden ist. Also: Zugeständnis des Weltimperialismus, den modernen Revisionisten bei der Restauration des Kapitalismus in der UdSSR zu helfen, wenn sich die modernen Revisionisten ihrerseits verpflichten, dabei mitzuhelfen, die revolutionären, die stalinistischen Widerstandskräfte unter Kontrolle zu halten, sie zu unterdrücken;
Isolierung der Oktoberrevolution, damit ihr Absterben durch Verhinderung ihrer Ausweitung zur Weltrevolution; Demontage aller sowjetischen weltrevolutionären Hebel zur Befreiung des Weltproletariats und der Völker vom Weltimperialismus bei formaler Aufrechterhaltung des proletarischen Internationalismus, um den Prozess zu tarnen und nicht zu gefährden. Geheime Absprachen mit der internationalen Konterrevolution. Zusage des Weltimperialismus an die modernen Revisionisten, sich an der kolonialen Ausbeutung und Unterdrückung der Welt beteiligen zu „dürfen“ und Zusage des Westens, sich ihrerseits nicht in die Außenpolitik der modernen Revisionisten einzumischen.
militärische Zugeständnisse; Zusicherung durch die modernen Revisionisten, dass von der Sowjetunion keine militärische Gefahr mehr für den Westen ausgehe. Falls es doch zu einem Krieg kommt – Zusicherung der Niederlage (Chruschtschows Säbelrasseln, um militärische Kapitulation zu verbergen, Kubakrise, „Abrüstungs“konferenzen usw. usf. )
Zulassung des ausländischen Kapitals im Rahmen der Kontrolle durch den sowjetischen Staatskapitalismus
Auflösung der Kollektivwirtschaften, Liquidierung der Sowjetwirtschaften, landwirtschaftliche Maschinen, Traktoren, werden privatisiert. Restauration einer neuen Kulakenordnung.
Die Arbeiter sollen einesteils in Privatbetriebe, andernteils in staatskapitalistische Betriebe zurückgebracht werden. Um die Bauern und Arbeiter zu zwingen, wird die Diktatur der Bourgeoisie eingesetzt, die zunächst unter ihrer sozialistischen Hülle agiert (sozialfaschistisches Herrschaftssystem).
Außenpolitische Einbindung der Sowjetunion in das weltimperialistische Netzwerk, sukzessive Abtretung von Einflusssphären, wirtschaftliche Zugeständnisse aller Art, Lebensmittel- und Rohstofflieferungen, Abgabe eines Anteils der Sowjetimporte.
Das könnten die 7 Grundfragen des Restaurationsprogramms gewesen sein des „friedlichen Weges zum Kapitalismus“ der Sowjetmacht zwecks Änderung der in der UdSSR bestehenden sozialistischen Gesellschafts- und Staatsordnung und Wiederherstellung der Herrschaft der Bourgeoisie in Russland, um der Sache des proletarischen Internationalismus einen Schlag zu versetzen und den blutrünstigen, imperialistischen Großmächten – allen voran der USA – zur Hilfe zu kommen. Punkt für Punkt lässt sich daran der Verrat Berijas nachweisen.
Den Verrat am Sozialismus haben sich die modernen Revisionisten vom Weltimperialismus teuer bezahlen lassen, aber dem Weltimperialismus war dieses Opfer wert, denn ohne diese Opfer an die modernen Revisionisten gäbe es heute vielleicht keinen Weltimperialismus mehr, gäbe es keinen Profitsegen aus dem zurückeroberten russischen Kettenglieds des Imperialismus. Im Grunde entspricht dieses möglicherweise heimlich existierende Programm der modernen Revisionisten der so genannten „Rjutin- Plattform“, die von Bucharin und schließlich vom Block der Rechten und der Trotzkisten im Jahre 1932 als Grundlage für den Sturz der Sowjetunion verwendet wurde.
1933 forderte Trotzki die Auflösung des größten Teils der Kollektivwirtschaften als fiktive; Auflösung der Sowjetgüter als unrentable; Verzicht auf die Politik der Liquidierung des Kulakentums; Rückkehr zur Konzessionspolitik und vergebung einer ganzen Reihe unserer industriellen Unternehmungen als unrentable in Konzession. Dies diente Trotzki als Grundlage für sein Geheimabkommen mit der ausländischen Aggression. Es waren trotzkistische Judasse, die die Heimat für 30 Silberlinge verkauften, und noch dazu für falsche. Es waren die rechten und die „linken“ Oppositionellen, die bestrebt waren, der UdSSR das Joch des ausländischen Kapitals aufzuerlegen. Insofern kann man das Programm der revisionistischen Verschwörergruppen von 1953 als siegreichen und krönenden Abschluss aller Programme der vorausgegangenen Verschwörergruppen bezeichnen , als Triumph Trotzkis, den Sozialismus an den kapitalistischen Feind auszuliefern. All das ist ans Licht gekommen und es wird noch mehr darüber ans Licht kommen. War es zu Trotzkis Zeiten die Beschädigung und Vernichtung von Maschinen, Aggregaten und ganzen Betrieben, die Inbrandsetzung und Sprengung ganzer Werkstätten, Gruben und Werke, die Organisierung von Eisenbahnkatastrophen, Massenmord an werktätigen Menschen, so war es zu Chruschtschows Zeiten der „Schutz“ der großen Errungenschaften des Sozialismus, um es dem Kapitalismus profitbringend in den Rachen schieben zu können. Das sozialistische System wurde sozusagen durch die modernen Revisionisten vom Kapitalismus übernommen, nicht die Produktivkräfte zerstört, sondern die Produktionsverhältnisse restauriert – eine Zerschlagung des Sozialismus „auf höherer Stufe“: nicht Aufhetzung und Erbitterung der Massen gegen die Sowjetmacht, sondern Gewinnung der Massen für die bürgerliche Sowjetmacht durch Betrug an den Massen und dass „alles seinen sozialistischen Gang“ weiterginge, an den sich die Massen so sehr gewöhnt hatten.
So, wie sich die Interessen der trotzkistischen Organisationen mit den Interessen der ausländischen Spionagedienste verflochten, um die Sowjetmacht zu stürzen und den alten Kapitalismus wieder herzustellen, so verflochten sich die Interessen der modernen Revisionisten mit den politischen, ökonomischen und militärischen Interessen des Weltimperialismus, um in der Sowjetunion einen neuen, eigenständigen und starken russischen Kapitalismus aufzubauen. Aus dem Bollwerk des Sozialismus gegen den Weltimperialismus machten die modernen Revisionisten mit Hilfe der imperialistischen Mächte ein Bollwerk gegen den Sozialismus in der ganzen Welt. All diese Verbrechen waren nur deshalb möglich, weil sie unter dem Schutz derjenigen verübt wurden, deren Pflicht es gewesen wäre, als erste Alarm zu schlagen, zu signalisieren und sich in einem Kampf auf Leben und Tod gegen solche Verbrechen zu stürzen. Das erklärt alles, weswegen die einst illegalen Verbrechen an der Diktatur des Proletariats legalisiert werden konnten. Der trotzkistische Sturz der Sowjetmacht ist im Wesen nicht anders als Chruschtschows „Reorganisierung des Stalinschen Apparats durch leninistische Normen“. Das Sowjetsystem war stark genug gegen die illegalen Formen seiner Vernichtung, gegen den offenen Terorismus, aber zu schwach gegen seine kapitalistische Reformierung mittels legaler Formen des hinter der „marxistisch-leninistischen“ Maske operierenden Terrorismus.
Trotzki, konnte man beseitigen, aber nicht sein Programm zur Vernichtung der Sowjetunion. Es war Berija, der bei der Beseitigung Trotzkis eine nicht geringe Rolle gespielt hatte. Hätte man dem Trotzkismus eine stärkere Waffe in die Hand geben können als diesen Berija ? Das trotzkistisch-bucharinistische Programm zum Sturz Stalins, zum Sturz der Sowjetunion hätte man nicht in die Praxis umsetzen können, wenn es keinen gegeben hätte wie Berija, der sich das Vertrauen Stalins erschlichen hatte, um es gerade zu diesem Zwecke zu missbrauchen.
Berija war weder ein Marxist-Leninist, noch ein Revolutionär. Er war ein Menschewist, der sich mit jedem verbündete, der gegen Stalin, gegen des Stalinismus war. Bestenfalls kann man den Verbrecher Berija als einen Reformisten bezeichnen.
„Um in der Politik nicht fehl zu gehen, muss man Revolutionär sein und nicht Reformist“ (Stalin, Geschichte der KPdSU (B), Seite 139, „Über den dialektischen und historischen Materialismus“, 1938).
Stalin ging in der Politik nicht fehl, weil er ein Revolutionär war. Berija aber ging in der Politik fehl, weil er ein Reformist, ein Paktierer war... und zwar der übelsten Sorte, nämlich sein Paktierertum hinter dem Stalinismus zu verbergen, was die heutigen Berijaner von ihm fleißig abgeschaut haben.
Stalin lehrte, man darf sich in seiner „praktischen Tätigkeit nicht von irgendwelchen zufälligen Beweggründen leiten lassen, sondern muss sich von den Entwicklungsgesetzen der Gesellschaft, von praktischen Schlussfolgerungen aus diesen Gesetzen leiten lassen“ (Stalin, ebenda, Seite 144). Im Gegensatz zu Stalin ließ sich Berija hiervon nicht im Entferntesten leiten.
Während Stalin sich von den Entwicklungsgesetzen der Weltrevolution leiten ließ, ein Land nach dem anderen befreite und die rote Fahne auf dem Brandenburger Tor hisste, schwenkte Berija nach dem Tode Stalins gegenüber den angloamerikanischen Imperialisten die weiße Fahne der Kapitulation.
Der Stalinismus hat in Wort und Tat historisch bewiesen, dass nicht nur die Horden der faschistischen Landräuber vernichtet, sondern dass auch die unterdrückten Völker Europas befreit wurden. Die Sowjetunion hatte also nicht nur ihre eigene Heimaterde vom Feind gesäubert, sondern auch ihre große internationalistische Befreiungsmission glänzend erfüllt. Der Stalinismus schuf den Völkern die Möglichkeit, die Macht der ausbeutenden Klassen in den Ländern Mittel- und Südosteuropas zu vernichten und ihre Volksdemokratien zu errichten. Die Stärke des Stalinismus ist daran zu messen, dass sich ein Drittel der Menschheit vom Kapitalismus befreit hatte und zwar besonders dadurch, dass auch mehrere asiatische Länder aus der Kette des Weltimperialismus ausgebrochen waren.
Stalin verstand es, die westlichen Alliierten dazu zu bewegen, sich an die Seite der Sowjetunion und der durch die vom Hitlerfaschismus unterdrückten Völker zu stellen. Wie konnten imperialistische Länder an der Seite der Kommunisten kämpfen ? Dieses außenpolitische Kunststück konnte nur ein Genosse wie Stalin es war, vollbringen ! Hingegen brachten die Putschisten von 1953 es fertig, sich an die Seite der ehemaligen westlichen alliierten Imperialisten zu stellen, um gegen den Sozialismus, gegen den Stalinismus zu kämpfen. So sehr unterschieden sich die Außenpolitik der Stalinisten von der der Revisionisten !!!
Nicht zuletzt wurde das Ausbrechen aus der Kette des Weltimperialismus durch die Kriegskunst und Militärpolitik Stalins erleichtert worden. Die Sowjetunion erwies sich unter der Führung Stalins als siegreiche militärische Basis und als gewaltiger militärischer Hebel der Weltrevolution.
Stalin lehnte den revolutionären Krieg nicht ab, im Gegenteil, er führte ihn zum Sieg. Mit der Errichtung und dem Aufbau und der Stärkung der UdSSR löste Stalin die Aufgabe des Kampfes für den Sozialismus im internationalen Maßstab. Diesen Kampf der UdSSR inmitten der kapitalistischen Staaten war ein außerordentlich schwieriger und aufopferungsvoller Kampf, den Stalin mit großem Erfolg geführt hatte.
Stalin und die Rote Armee, die Sowjetvölker und ihre Mitkämpfer aus allen Ländern dieser Erde, wurden im Großen Vaterländischen Krieg den ernstlichsten Prüfungen unterworfen. Wenn die Sowjetmenschen vom Willen durchdrungen waren, ihre Heimat, das Vaterland des Weltproletariats, von den räuberischen und bestialischen Hitlerhorden zu säubern, die vollständige Vernichtung des Hitlerfaschismus zum siegreichen Ende zu führen, dann werden sie es gewusst haben, nämlich dass sie nun, nach dieser schweren Prüfung eine noch schwerere Prüfung, den Ansturm der angloamerikanischen Imperialisten, den Ansturm des ganzen Weltimperialismus zu bestehen haben würden. Der russische Bär hatte mit seiner Tatze ein riesiges Loch gerissen, ein Loch in eins der stärksten Zentren des Weltimperialismus und das konnte für die UdSSR nicht ohne Folgen bleiben. Und es war Stalin, der diese Herausforderung annahm, der bereit war, diesem angloamerikanischen Ansturm zu begegnen und neue Opfer zu bringen, um im Kampf für die UdSSR, für das sozialistische Weltlager, für die Weltrevolution zu bestehen. So konnte nur ein Weltrevolutionär wie Stalin handeln -, die Revisionisten jedoch , diese Kapitulanten, wurden zertreten – eben von den angloamerikanischen Imperialisten, denen sie die Hand gaben, um sich und die UdSSR an den Weltimperialismus zu verkaufen.
Der Stalinismus ist die Lehre vom Sieg aber nicht der Unbesiegbarkeit des Proletariats in der Übergangsphase zum Weltsozialismus. Ausgerüstet mit der Waffe des Stalinismus besiegte die Diktatur des Proletariats die Diktatur des Faschismus ! Die Proletarier haben historisch millionenfach bewiesen, dass sie gestählter und disziplinierter sind, dass sie zu größeren Opfern fähig sind als jede imperialistische Armee. Und es gibt nicht wenig Bauern, die sich heldenhaft an die Seite dieser Proletarier gestellt haben. Schließlich gab es Soldaten der imperialistischen Armee, die auf der Seite der Weltrevolution tausend mal besser gekämpft haben. Das Kampfbündnis von Proletariern, Bauern und Soldaten hat nicht nur den Sieg der Oktoberrevolution herbeigeführt, hat sich nicht nur im nachfolgenden Bürgerkrieg bewährt, sondern auch im Großen Vaterländischen Krieg als unbesiegbar erwiesen – das lehrt uns der Stalinismus. Den Stalinismus auf den heutigen Kampf für die Weltrevolution anzuwenden, das heißt, das führende Weltproletariat, die befreundete Weltbauernschaft und die revoltierenden, revolutionierten Soldaten aus der weltimperialistischen Armee zusammenzuschweißen zu einer unbesiegbaren Armee des Weltproletariats zum Sturz des Weltimperialismus ! Darum: Hammer, Sichel und Gewehr !!
Der Stalinismus lehrt, dass der Weltimperialismus das sozialistische Proletariat nicht auf dem offenen Schlachtfeld besiegen konnte. Es waren seine Agenten im Lager des Proletariats, es waren Verräter in den Reihen des bewaffneten Proletariats an der Macht, die es besiegten und entwaffneten.
Das sozialistische Proletariat in Albanien hat einen siegreichen Kampf gegen den Revisionismus geführt und Enver Hoxha hat als treuer Schüler Stalins nicht zu gelassen, dass der Revisionismus in Albanien an die Macht kommen konnte. Damit ist bewiesen, dass der Stalinismus sich letztendlich als stärker erweist als der Revisionismus.
Aber die Diktatur des Proletariats wieder über die revisionistische Diktatur der Bourgeoisie zu errichten, das ist dem Proletariat noch niemals in der Geschichte gelungen. So konnten die Sozialimperialisten die sozialistischen Arbeiter demütigen und erniedrigen und sie schließlich zwingen, sozialimperialistische Gewehre in die Hand zu nehmen, damit sich die Proletarier gegenseitig niedermetzeln für den Profit des restaurierten Kapitalismus.
So ist die historische Frage der Weltrevolution gestellt. Die Weltrevolution ist das Ergebnis von schwersten, seit einem Jahrhundert andauernden Prüfungen des Weltproletariats, der revolutionären Völker, insbesondere der weltrevolutionären Sowjetvölker und solcher Führer wie die Genosse Lenin, Stalin und Enver Hoxha.
Die Weltrevolution stieß nicht nur auf die Grenzen der imperialistischen Länder, sondern auch auf ihre inneren, subjektiven Grenzen, das heißt insbesondere auf die begrenzte Reife der Proletarier in den imperialistischen Ländern. Hitlerdeutschland konnte besiegt werden durch weltrevolutionäre Truppen, aber den Faschismus vernichten und den Sozialismus aufbauen sind zwei verschiedene Dinge. Der Aufbau des Sozialismus in Deutschland stieß an die Grenze der revolutionären Kraft des deutschen Proletariats, insbesondere seiner kommunistischen Führung, die aus ihren Fehlern nicht gelernt hatte. Und diejenigen deutschen Kommunisten, die daraus gelernt hatten, waren entweder umgebracht oder umgedreht worden vom Revisionismus.
So konnte Stalin den Weltimperialismus nicht völlig vernichten, denn das Proletariat in den imperialistischen Ländern war dazu entweder noch nicht bereit oder nicht in der Lage. Ohne das Weltproletariat aber kann man den Weltimperialismus nicht vernichten, kann die Weltrevolution nicht siegen. Stalinismus, das konnte niemals bedeuten, den Weltimperialismus allein durch ein einziges sozialistisches Land zu vernichten. Ein einziges sozialistisches Land der Welt kann „nur“ die Basis und der Hebel des Sturzes des Weltimperialismus sein, aber den Weltimperialismus stürzen, die Weltmacht des Proletariats errichten, das kann nur das Weltproletariat selbst.
Was die Außenpolitik anbelangt, so sagte Lenin, dass sie „mit jedem Tag die Gewissheit vom Kommen der Weltrevolution festigt. (...) Einerseits sind die Ententeländer stärker als wir, andererseits können sie sich ihrer inneren Lage nach unter keinen Umständen für längere Zeit behaupten. (...) Aus dieser Lage entspringen auch komplizierte Aufgaben der internationalen Politik (...) Unsere wesentlichste Erfahrung ist der Brester Frieden. Er ist das Wesentliche im Fazit der auswärtigen Politik des Rats der Volkskommissare“ (Lenin, Band 29, Seite 48).
Nehmen wir dies zum Vergleich mit den außenpolitischen Verträgen der Sowjetunion mit Ausgang des Zweiten Weltkrieges, dann wird darin die Weiterentwicklung der leninistischen Außenpolitik, dann wird darin die Bedeutung der stalinistischen Außenpolitik deutlich:
Im Brester Frieden ging es um die Existenz des Proletariats sichernde Atempause für den Aufbau des Sozialismus in „einem“ Land. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging es um die Existenz der Weltbourgeoisie sichernde Atempause zur Verhinderung des Weltsozialismus und der Abwehr des Niedergangs des Kapitalismus auf der ganzen Welt ! Im Großen Vaterländischen Krieg schuf sich Stalin beim Vorstoß der Hitlertruppen genügend Raum zum Rückzug, so wie er auch genügend Raum zum Rückzug hatte, als die Rote Armee bis Berlin vorstieß. Dieser Rückzug war für die Schaffung neuer Kraftreserven im unvermeidlich bevorstehenden siegreichen Krieg gegen den Weltimperialismus der Angloamerikaner von welthistorischer Bedeutung.
Diese Tatsache beweist, welche weltrevolutionäre Rolle Stalin damals gespielt hatte. Hier als „Marxist-Leninist“ davon zu sprechen, Stalin komme keine „ausschlaggebende Bedeutung“ zu, ist absurd, ist Berijanertum. Man sehe sich dagegen Berija und Malenkow an, und später die Chruschtschow, Breschnew, Gorbatschow usw. usf.: Sie waren es doch, die mit ihrer Außenpolitik den Weltimperialismus wieder hochpäppelten, ihm die notwendige Atempause verschafften, um wieder sein Haupt über die Welt zu erheben. In der Kapitulation vor dem Feind, die sie geschickt hinter dem sorglos machenden „Gefühlssozialismus“, hinter der gefährlichen, einschläfernden Losung von der „unbesiegbaren Sowjetarmee“, von der „Unbesiegbarkeit der UdSSR“ versteckten, in der Entwaffnung der Weltrevolution, darin bestand ihr Verrat am Weltproletariat und an den Sowjetsmenschen der UdSSR, an den Völkern der Welt.
Es gibt Leute, die Stalin des „roten Militarismus“ beschuldigen und das sind nicht nur die Imperialisten mit ihren schwarzen Räuberarmeen, sondern auch die Menschewiki und Sozialrevolutionäre, die die Sowjetunion Lenins und Stalins entwaffneten, um sie dem Weltimperialismus auf dem Silbertablett zu servieren. Es waren die Putschisten von 1953, die diesen spzialimperialistischen Kurs der Restauration der zaristischen Militärdiktatur einschlugen und die Roter Armee, die beste und stärkste weltrevolutionäre Armee, die die Welt jemals gesehen hat, in ein zersetztes imperialistisches Heer verwandelten.