- Komintern (SH) -

"Die proletarische-revolutionäre Weltliteratur hat die Aufgabe, Herz und Hirn des Weltproletariats und der breiten werktätigen Massen für die sozialistische Weltrevolution zu gewinnen, zu entwickeln und zu organisieren"

Werde ein Schriftsteller der Weltrevolution !!

Tritt der Internationalen Vereinigung Revolutionärer Schriftsteller bei !

 

Internationale Vereinigung

Revolutionärer Schriftsteller

I V R S

 

6. April 2013

Gründungserklärung

der

"Internationalen Vereinigung Revolutionärer Schriftsteller"
( IVRS)



Am 6. April 2013 ergriff die Komintern (SH) die Initiative für eine Neugründung der

Internationalen Vereinigung

Revolutionärer Schriftsteller,

die einst im Jahre 1925 gegründet und 1935 wieder aufgelöst wurde.


Im September 1924 richtete die Sowjetunion eine Erklärung an die "proletarischen und revolutionären Schriftsteller aller Länder", und lud sie dazu ein, an der Gründung eines roten internationalen Schriftstellerverbandes mitzuwirken.

In Anlehnung an eine Resolution, die von der Konferenz angenommen wurde, schrieb der sowjetische Literaturhistoriker Oleg Jegerow:


"Die sowjetische Literatur und die proletarische Literatur in den kapitalistischen Ländern entwickelt sich unter verschiedenen Bedingungen, und jede von ihnen erfüllt ihre eigene Funktionen. Was notwendig ist, das ist der Kampf um die Hegemonie der revolutionären Literatur in jedem Land. Dieser Kampf muss im Bündnis mit vielen fortschrittlichen Schriftstellern geführt werden. Es ist notwendig, unverzüglich mit der Organisation der Verbände der proletarischen und revolutionären Schriftsteller in den kapitalistischen Ländern zu beginnen. "

Zur Unterstützung wurde ein internationales Büro für Revolutionäre Literatur (IBRL) eingerichtet.

Die zweite Konferenz der proletarischen und revolutionären Schriftsteller fand im November 1930 in Charkow statt mit Schriftstellerorganisationen aus Deutschland, Ungarn, Österreich, Polen, der Tschechoslowakei, Japan und den Vereinigten Staaten.

Insgesamt nahmen mehr als hundert Delegierten aus 23 Ländern teil. Im Verlauf der Konferenz wurde das IBRL in Internationale Vereinigung Revolutionärer Schriftsteller ( IVRS ) umbenannt, und ein 25 köpfiger Exekutivrat gewählt.

Mit der neuen Bezeichnung änderte sich auch der Charakter: Die IVRS war fortan nicht eine Vereinigung von Einzelpersonen, sondern von Schriftstellerorganisationen.

Ihre Aufgabe war es, die Bewegung an der roten Kulturfront in den verschiedenen Ländern zu koordinieren, Informationen auszutauschen sowie literarisches und theoretisches Material zu erarbeiten.

Zu diesem Zweck schuf sich die IVRS ein offizielles Organ namens "Literatur der Weltrevolution", später wurde es umbenannt in eine Zeitschrift "Internationale Literatur", die alle zwei Monate separat in Deutsch und Englisch sowie in Französisch und Russisch erschien.

In Charkov, wurde Deutschland als zweitwichtigstes Zentrum der proletarischen Kultur neben der Sowjetunion beschrieben. Die Tatsache, dass Deutschland die größte kommunistische Partei in einem kapitalistischen Land hatte, sowie eine lange Tradition der Literatur der revolutionären Arbeiterbewegung und des Theaters hatte, trug dies rasch zur Ausbreitung der proletarischen Kulturbewegung bei.

Die erste Initiative zur Schaffung eines proletarisch-revolutionärer Schriftstellerverbandes wurde 1927 von der Kommunistischen Partei (KPD) ergriffen. Mit einer "roten Kulturfront" sollte der bürgerlichen Ideologie im Kulturbereich entgegen getreten werden. Gegen Ende des gleichen Jahres reisten vier deutsche kommunistische Schriftsteller, darunter Johannes R. Becher, nach Moskau ab, um an der Ersten Internationalen Konferenz der proletarischen und revolutionären Schriftsteller teilzunehmen.

Kurz nach ihrer Rückkehr in die Heimat begannen sie mit der Organisierung eines revolutionären Schriftstellerverbandes und gründeten im Oktober 1928 den BPRS ("Bund Proletarischer Revolutionärer Schriftsteller"). Die organisatorischen Statuten des BPRS legten fest, dass professionelle oder semi-professionelle Schriftstellern sowie Arbeiter-Korrespondenten aufgenommen werden. Obwohl die Mitgliedschaft in der KPD nicht erforderlich war, gab es keinen Zweifel an der Loyalität zur KPD. Die Gründer erarbeiteten ein Aktionsprogramm, in dem der Punkt "Verteodogung der Sowjetunion" enthalten war. Der BPRS bekannte sich ausdrücklich zur "Dritten Periode" der Komintern. Die Mitglieder wurden aufgerufen, ihre Literatur als Waffe zu benutzen bei der Vorbereitung des immanenten Zusammenbruchs des Kapitalismus und für die kommende Weltrevolution.


Die Arbeit des IVRS vollzog sich in den nationalen Sektionen und Gruppen. Unter den prominentesten Mitgliedern waren L. Aragon, J. Becher, T. Dreiser, H. Barbusse und B. Brecht.

1935 wurde der IVRS im Laufe der opportunistischen Wende des VII. Weltkongresses der Komintern aufgelöst. .

Eine Kritik an dieser falschen, liquidatorischen Entscheidung des VII. Weltkongresses kann nichts Anderes bedeuten als die Wiedergründung des IVRS !

Zwölf Jahre nach der Neugründung der Komintern im Jahr 2000, sind wir davon überzeugt, dass jetzt die Zeit reif ist für die Wiederaufnahme der Arbeit des IVRS. Wir stützen unsere Arbeit auf die Beschlüsse der Konferenzen der ISRV aus den Jahren 1927 bis 1935.

[Das Archiv des IVRS befindet sich im Maxim Gorki-Institut für Weltliteratur in Moskau. Wir werden alles tun, um die historischen Dokumente zu veröffentlichen. ]


 

Das Programm des neuen IVRS kann in einem einzigen Satz komprimiert werden:

"Die Internationale Vereinigung Revolutionärer Schriftsteller hat die Aufgabe, Herz und Hirn des Weltproletariats und der breiten werktätigen Massen für die sozialistische Weltrevolution zu gewinnen, zu entwickeln und zu organisieren"

6. April 2013

Die Internationale Vereinigung Revolutionärer Schriftsteller

[Kontakt über Komintern (SH) - Adresse]

 

Bund proletarisch-revolutionärer Schriftsteller

Bericht über die Gründungsversammlung des BPRS am 19. Okt. 1928 in Berlin; Organisationsstatut u. Entwurf von Richtlinien für kommunistische Schriftsteller; Tätigkeitsbericht des BPRS von 1929; Schriftwechsel staatlicher Organe über den 2. Weltkongreß proletarisch-revolutionärer Literatur sowie die Internationale Vereinigung revolutionärer Schriftsteller

 

 

Deutsche Schriftsteller über ihr Verhältnis zur Oktoberrevolution und zur Sowjetunion

Irmfried Hiebel

 

 

Zentralorgan der Internationalen Vereinigung revolutionärer Schriftsteller

Die proletarische Literatur

in Deutschland

Otto Biha - 1931

Teil 1

Teil 2

-Staatsverlag Moskau

 

 

 

Kongress Sowjetischer Schriftsteller

1934

 

 

 

 

J. W. STALIN

und die Sowjetliteratur

A. M. Jegolin

Vorlesung des Direktors des Gorki-Instituts für Weltliteratur

 

 

 

 

 

Bertolt Brecht

 

Biographische und bibliographische Daten

 

 

Über Bertolt Brecht

(zum 80. Geburtstag)

RADIO TIRANA

vom 10. 2. 1978

 

Zum 80. Geburtstag von Bertolt Brecht

"Vorwärts, und nicht vergessen..."

    Roter Morgen Nr. 6 - 10. Februar 1978

 

 

1929 - 1932

BRECHT's Arbeit im Bündnis mit dem revolutionären Proletariat

TEIL 1

TEIL 2

(PDF)

 

 

 

Johannes R. Becher

 

1891 Johannes R. Becher wird am 22. Mai als Sohn eines Oberlandesgerichtspräsidenten geboren
1910 erste Liebesbeziehung mit versuchtem Doppelselbstmord; Becher allein überlebt
1911 erste Veröffentlichungen; Beginn des Studiums der Philologie, Philosophie und Medizin
1914 Verweigerung des Kriegsdienstes und erste Annäherungen an kommunistische Ideen
1917 Beitritt zur Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (USPD)
1918 Abbruch des Studiums ohne Abschluss; wird Mitglied im Spartakusbund
1919 Eintritt in die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD)
1925 Veröffentlichung des Romans "Levisite oder Der einzig gerechte Krieg", darauf folgt eine Anklage wegen literarischen Hochverrats, die aber 1928 aufgrund internationaler Proteste eingestellt wird.
1926 erste Versuche, linke Schriftsteller zu organisieren
1927 Reisen in die Sowjetunion
1928 Erscheinen der "Linkskurve", dem Organ des "Bundes proletarisch-revolutionärer Schriftsteller" (BPRS)
1933 Emigration nach Prag, von dort aus nach Paris und in sein Moskauer Exil
1934/35 Reisen in die Exilzentren zur Vorbereitung des Internationalen Kongresses zur Verteidigung der Kultur in Paris

 

ERICH WEINERT

 

Karl Marx/Friedrich Engels

über Kunst und Literatur

Pariser Kommune und überlieferte Kultur

 

Literatur der Weltrevolution

(Zentralorgan - später umbenannt : "Internationale Literatur")

 

 

 

 

 

Zentralorgan der Internationalen Vereinigung Revolutionärer Schriftsteller:


Literatur der Weltrevolution 1931, Nr. 4. Enthält: N. Tichonow: Nomaden; Ernst Gäser: Das Märchen von der Freiheit; Louis Lozowick: Die Kunst im Dienste des Proletariats; Johannes R. Becher: Von der Freiheit des Schriftstellers u. a.


Staatsverlag Moskau, 144 S.,

 

Internationale Literatur. Zentralorgan der Internationalen Vereinigung Revolutionärer Schriftsteller. Marx-Sondernummer. Heft Nr. 2, März/April 1933.


o. O., Staatsvlg. für schöne Literatur und IVRS, 1933 Gr.8°, 191 S..
; u. a. mit Friedrich Engels «Rede am Grabe von Karl Marx».
Schlagworte: Soziale Bewegung - Sozialismus Literaturgeschichte

 

Hans Günther

 

Hans Günther (1899 bis 1938), Sohn eines Möbelfabrikanten aus Bernburg in Mitteldeutschland, war promovierter Wirtschaftswissenschaftler und von 1930 ein Mitglied der KPD und seit seinem ersten publizistischen Auftreten als Theater- und Filmrezensent ein engagierte und kenntnisreicher Kritiker des braunen Ungeists. Im Auftrag der Abteilung Propaganda des ZK der KPD hielt er Vorträge über Politische Ökonomie an der Marxistischenb Arbeiterschule (MASCH). 1932 wurde Günther vom Bund proletarisch-revolutionärer Schriftsteller in die Leitung der Internationalen Vereinigung Revolutionärer Schriftsteller (IVRS) nach Moskau entsandt. Immer wieder griff Hans Günther in seinen philosophie-, ideologie- und literaturkritischen Schriften wie auch den belletristische Arbeiten faschistische Ideologie und ihrer Repräsentanten an, analysierte er die Schriften nationalistischer Denker, reaktionärer Philosophen und konservativen Ideologen, wies er die verhängnisvollen Folgen solchen Denkens nach. Sein Hauptwerk "Der Herren eigener Geist" (1935 in Moskau erschienen), eine der wichtigsten antifaschistischen Veröffentlichungen überhaupt, wurde von Genossen und potentiellen Verbündeten, vor allem aber vielen antifaschistischen Schriftsteller wie Heinrich Mann und Lion Feuchtwanger, als große Hilfe im Kampf gegen den Hitlerismus gewürdigt. Auch die Angegriffenen studierten seine Schriften genau: am 25. Juni 1937 verkündete der "Deutsche Reichsanzeiger und Preußische Stadtanzeiger" die Ausbürgerung Hans Günthers, und die Gestapo gab den Befehl, daß der Verfasser "auf ewig ins Konzentrationslager einzuschließen sei, wo immer man seiner habhaft werden könne"

 

 

 

 

International Union of Revolutionary Writers (IURW) - englisch

Union internationale des écrivains révolutionaires

(UIER) - französisch

Organización de Escritores Revolucionarios (MORP) - spanisch

Die Liga de Escritores y Artistas Revolucionarios

-(LEAR)

 

mexikanische Vereinigung revolutionärer Künstler und Schriftsteller.

 

Die Vereinigung wurde 1933 nach der Auflösung des "Syndikats der technischen Arbeiter, Künstler und Bildhauer" im Hause des bildenden Künstler und ersten Präsidenten Leopoldo Méndez gegründet. Erster Sekretär war Luis Arenal. Die L.E.A.R. deklarierte sich selbst als mexikanische Sektion der Internationalen Vereinigung revolutionärer Schriftsteller, die 1930 durch die Kommunistische Internationale in der Sowjetunion gegründet wurde. Zu den Mitgliedern der ersten Stunde zählten Juan de la Cabada, Pablo O’Higgins, Xavier Guerrero, Ermilo Abreu Gómez, Alfredo Zalce, Fernando Gamboa, Santos Balmori, Clara Porcet, Angel Bracho und viele andere.

Die Mitglieder der Liga verbreiteten in ihren Schriften und künstlerischen Arbeiten revolutionäres Gedankengut. Sie engagierten sich mit ihrer Arbeit gegen nationale politische Entwicklungen, insbesondere die staatliche Kunstzensur, aber auch gegen die politische Bedrohung des Weltfriedens durch Kriege, die Politik Hitlers und Mussolinis, den spanischen Bürgerkrieg und für ähnliche internationale, politische Themen.

 

Internationale Vereinigung Revolutionärer Schriftsteller



Der Gründung der Internationalen Vereinigung Revolutionärer Schriftsteller (IVRS) gingen verschiedene literaturpolitische Bestrebungen der kommunistischen Bewegungen Europas voraus, etwa der 1918 geschaffene Internationale Proletkult, das 1920 eingerichtete Provisorische Internationale Büro für Proletkult um Anatoli Lunatscharski (1917-1929 sowjetischer Volkskommissar für das Bildungswesen), Max Barthel, John Reed und andere sowie v.a. die von Henri Barbusse und Romain Rolland angeführte internationale Clarté-Bewegung, der u.a. auch Anatole France, Upton Sinclair, Stefan Zweig, Heinrich Mann, Leonhard Frank und Ernst Toller angehörten. Vom V. Weltkongress der Kommunistischen Internationale 1924 ging der Impuls zu einer stärkeren Institutionalisierung der kommunistischen Literaturbewegungen im Sinne einer Literatur-Internationale aus. Dafür wurde 1926 das Internationale Büro für revolutionäre Literatur (IBRL) eingerichtet, dessen Präsidium u.a. Lunatscharski, Barbusse, Johannes R. Becher und F. C. Weiskopf angehörten. Als leitender Sekretär fungierte der ungarische Schriftsteller Béla Illés. 1927 fand in Moskau die I. Internationale Konferenz proletarischer und revolutionärer Schriftsteller statt, an der dreißig Schriftsteller aus elf Nationen teilnahmen (u.a. Becher, Weiskopf, B. Lask, A. Gábor, A. Hollitscher, E. E. Kisch und F. Rubiner) und bei der die Einrichtung nationaler Verbände beschlossen wurde. Im Oktober 1928 wurde der von Becher dominierte Bund der proletarisch-revolutionären Schriftsteller Deutschlands (BPRS) in Berlin gegründet, im Februar 1930 der BPRSÖ in Wien. Als Wiener Abordnung reisten im November 1930 Ernst Fabri, Franz Janiczek, Lili Körber und Hans Maier zur II. Internationalen Konferenz proletarischer und revolutionärer Schriftsteller nach Charkow, bei der ausgehend vom IBRL die IVRS gegründet wurde. Unter den rund einhundert Teilnehmern aus 22 Nationen aus Europa, Amerika, Asien und Afrika stellte der dominante deutsche BPRS, der in Berlin eine westeuropäisches IBRL-Dependance geschaffen hatte, mit vierzehn Personen (u.a. E. Glaeser, L. Renn, A. Seghers) nach der russischen Fraktion die größte Gruppe. Becher war als einer von sieben Hauptrednern der einzige Nichtrusse und stieg in das IVRS-Leitungsgremium um Illés auf. Die strikte marxistisch-leninistische Ausrichtung im Kampf gegen Faschismus, Imperialismus und Krieg erfuhr rund um den „Fall Barbusse“ (B. gab in der Zeitschrift Monde 1928-1935 auch Trotzkisten und Liberalen Raum) ab 1928 eine Aufweichung. Nach der Auflösung der russischen Gruppe (RAPP) des Verbandes proletarischer Sowjetschriftsteller (WAPP) und den Amsterdamer Schriftstellerkongress 1932 traten auch bürgerliche Vertreter einer antifaschistischen Literatur neben sozialistischen in Erscheinung. Bis Ende 1932 schlossen sich in der IVRS Gruppen aus sechzehn Nationen zusammen. Neben den Publikationsorganen der einzelnen Verbände wurden mit Bote ausländischer Literatur (1928/30), Literatur der Weltrevolution (1931) und Internationale Literatur (1931-1945) gemeinsame Zeitschriften eingerichtet, wobei letztere auf Russisch, Englisch, Französisch und Deutsch, später auch auf Chinesisch und Spanisch erschien. Als Redakteure fungierten u.a. Becher, Gábor, G. Lukács, S. Tretjakow und E. Weinert, Beiträge verfassten u.a. E. Bloch, L. Feuchtwanger, B. Frei, O. M. Graf, A. Holitscher, K. Kläber, H. Mann, K. Mann, Th. Mann, B. Viertel, F. C. Weiskopf und St. Zweig. Zudem wurden Umfragen, Preisausschreiben, Protestaktionen sowie Russlandreisen organisiert.

Nach der Gründung der Internationalen Schriftstellervereinigung zur Verteidigung der Kultur (IVSK) in Paris wurde die IVRS und ihre noch bestehenden Unterorganisationen Ende 1935 aufgelöst.