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Proletarier aller Länder, vereinigt euch!


Eure proletarische Internationale i s t nicht untergegangen, und sie w i r d nicht untergehen!

Es lebe die III. Internationale Lenins und Stalins!

Es lebe die Komintern/ML!







Weltrevolution -

proletarische Strategie und Taktik




Generallinie

der KOMINTERN / ML

(Kommunistische Internationale / Marxisten-Leninisten)


(erste deutsche Fassung vom 6. Juli 2001 - erste, erweiterte deutsche Fassung vom 11. April 2002)

herausgegeben vom Exekutivkomitee der Komintern/ML

zum Gedenken an den 17. Todestag des Genossen Enver Hoxha und gewidmet dem Genossen Ernst Aust, dem Gründer und ersten Vorsitzenden der KPD/ML - dem ich als sein Schüler alles zu verdanken habe.

Komintern/ML im Internet:

http://ciml.250x.com

email-Adresse: comintern2001@yahoo.com

falls uns die Bourgeoisie diese Kontaktadresse zerstört, werden wir eine neue Kontaktadresse veröffentlichen. Falls die Bourgeoisie die Komintern/ML zerstört, wird eine neue aufgebaut werden!






Wir Kommunisten haben der Welt b e w i e s e n , dass wir den Sozialismus geschaffen haben. Wir hatten einige Bestien des Kapitalismus schon besiegt. Aber leider noch nicht alle. Sie haben sich von unseren Schlägen erholt und plündern und morden weiter durch die Welt, schlimmer als je zuvor. Geholfen haben ihnen dabei die Revisionisten, die Arbeiterverräter, die Arbeiteraristokratie. Die Revisionisten haben den Sozialismus in schändlichster Weise an den Kapitalismus verschachert, um selber Kapitalisten zu werden. Die Revisionisten haben den Sozialismus beerdigt, aber sie verurteilten sich mit diesem Verbrechen an der Menschheit selbst zu einer sterbenden Klasse! Das Weltproletariat ist der Totengräber der Revisionisten, denn dies sind in Wirklichkeit nur neue Kapitalisten, die sich als Sozialisten ausgeben, um uns des Sozialismus zu berauben. Die Revisionisten ließen die Bestie, die wir einsperrten, wieder frei, um die Welt erneut in den Abgrund zu stürzen. Der sterbende Sozialismus ist ein stinkender Leichnam und unwiederbringlich verloren, weil sie ihn in ihren bürgerlichen Sozialismus verwandelten. Wer ihn zu retten versucht, wird mit ihm untergehen. Versetzen wir ihm also beherzt den Todesstoß, ohne ihm nachzuweinen, denn nur auf seinen Trümmern können wir den proletarischen Sozialismus retten, können wir ihn zurückerobern, neu erschaffen. Und wir werden niemals zögern, und keine Opfer scheuen, ihn wieder und immer wieder zurückzuerobern und neu aufzubauen - solange, bis endlich alle Bestien der Welt, einschließlich aller derjenigen, die sie zu befreien versuchen, endgültig hinter Schloss und Riegel gebracht sind und dann keiner mehr unserem Sozialismus etwas zu Leide tut. Der Sozialismus der Zukunft ist ein ganz neuer Sozialismus: revolutionär, frei, unversöhnlich und anti-revisionistisch nicht nur »in einem Lande«, sondern in »allen« Ländern der Welt !

 


Dies ist - populär und leicht verständlich ausgedrückt - unsere historische Botschaft an die neue Welt.

Die Generallinie der Komintern/ML hat diese Botschaft in eine Anleitung zum Handeln verwandelt und öffnet damit wieder das Kapitel der Geschichte des Sozialismus - das mit der Oktoberrevolution begann und mit der Schaffung des W e l t - Sozialismus gekrönt werden wird.


Mit dieser

Generallinie der Strategie und Taktik der proletarischen Weltrevolution

will die Komintern/ML keine von den Interessen des ganzen Weltproletariats getrennte, sektiererische Prinzipien aufstellen, » wonach sie die proletarische Bewegung modeln« will, so wie Marx und Engels es im Kommunistischen Manifest formuliert haben, denn:

»Die Kommunisten unterscheiden sich von den übrigen proletarischen Parteien nur dadurch, dass sie einerseits in den verschiedenen nationalen Kämpfen der Proletarier die gemeinsamen, von der Nationalität unabhängigen Interessen des gesamten Proletariats hervorheben und zur Geltung bringen, andererseits dadurch, dass sie in den verschiedenen Entwicklungsstufen, welche der Kampf zwischen Proletariat und Bourgeoisie durchläuft, stets das Interesse der Gesamtbewegung vertreten. Die Kommunisten haben die Einsicht in die Bedingungen, den Gang und die allgemeinen Resultate der proletarischen Bewegung voraus

(Marx/Engels, Manifest der Kommunistischen Partei)




------------- Inhalt ----------------

    1. Kurze Definition der Generallinie der Komintern/ML in der gegenwärtigen Etappe

    2. Tiefgreifende, revolutionäre Weltereignisse kündigen sich an! Völker hört die Signale!

    3. Der Albanische Nationale Befreiungskampf und die Gründung der Komintern/ML

    4. Die proletarische Weltrevolution

    - Definition der Revolution

    - Weltrevolution und Negation der Negation

    - Weltrevolution und Revolution der einzelnen Länder

    - Weltrevolution und internationale Konterrevolution

    - Durchbruch des schwächsten Kettengliedes der imperialistische Kette und die Entwicklung der weltrevolutionären Kette des Sozialismus

    - Weltrevolution und Lenins Lehre vom Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus

    - Weltrevolution - ein Werk der Millionen Massen, ihrer Arbeiter-, Bauern- und Soldatenräte und ihrer marxistisch-leninistischen Partei

    - Weltrevolution und Lenins Lehre vom Staat

    - Weltrevolution und imperialistischer Krieg

    5. Strategie und Taktik der Komintern/ML

    - 18 strategische Richtlinien

    - 18 taktische Richtlinien

    - a) taktischen Methoden

    - b) Taktik des ökonomischen Kampfes

    - c) Taktik des politischen Kampfes

    - d) Taktik des ideologisch-theoretischen Kampfes

    - Gegen die Strategie und Taktik des rechten Opportunismus

    - Gegen die Strategie und Taktik des »linken« Opportunismus

    - Gegen die Strategie und Taktik des Versöhnlertums und Zentrismus

    6. Programm, Agitation und Propaganda

    7. Die Perspektive des Weltsozialismus

    8. Die Komintern/ML - proletarische Weltpartei, ihr bolschewistischer Aufbau und das Statut

    - Stalins 12 Thesen zur Bolschewisierung

    - Statut der Komintern/ML (anzustrebende Form für ein ausgereifteres Stadium der Komintern/ML )

    - Gegen den organisatorischen rechten Opportunismus-

    - Gegen den organisatorischen »linken« Opportunismus

    - Gegen organisatorisches Versöhnlertum und Zentrismus

    9. Die Ideologische Linie der Komintern/ML

    - 12 ideologische Richtlinien

    - Gegen die Ideologie des rechten Opportunismus

    - Gegen die Ideologie des »linken« Opportunismus

    - Gegen die Ideologie des Versöhnlertums und Zentrismus

    10. Historische Lehren der Komintern und der kommunistischen Weltbewegung

    - Gegen den rechten Opportunismus in der kommunistischen Weltbewegung

    - Gegen den »linken« Opportunismus in der kommunistischen Weltbewegung

    - Gegen das Versöhnlertum und den Zentrismus in der kommunistischen Weltbewegung

    Das Lied von der Internationale







Vorwort


An der Weltrevolution tatsächlich teilzunehmen, ist besser als über sie nur zu schreiben, aber über sie zu schreiben, um besser an ihr teilzunehmen zu können, ist legitim und notwendig.

Zum Zeitpunkt ihrer Ausarbeitung ist die Generallinie notgedrungen noch mit Anfangsmängeln behaftet. Auch diese zweite Fassung kann dem Weltproletariat nur die prinzipiell richtigen Grundideen verkünden. Die Klassiker haben die Aufgaben und Ziele des Kommunismus und die Rolle des Weltproletariats bereits grundsätzlich vollkommen und präzise formuliert . Die Generallinie hat sie auf den neuesten Stand gebracht, damit sie unter den gegenwärtigen Erfordernissen erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden können - stets in Abgrenzung zu den verschiedenen Strömungen des Opportunismus, so wie es auch die Klassiker getan haben.

Das Problem ist immer das Gleiche: nämlich dass die Opportunisten so eine Generallinie zwar Wort für Wort anerkennen, aber alles Erdenkliche tun, um die Generallinie in ihrem revolutionären Geist, in ihrem Wesen zu entstellen und zu verraten. Das ist ihr Auftrag als Agenten der Bourgeoisie. Dabei bedienen sie sich immer ausgefeilterer Methoden und Argumente. Diese gilt es zu entlarven und unschädlich zu machen, bevor sie sich ausbreiten. Die ausbeutenden und unterdrückenden Klassen werden immer wieder versuchen, das Proletariat auf die hinterhältigste Weise daran zu hindern, sich auf der ganzen Welt durch seine Vereinigung selbständig zu befreien. Auf Grund leidvoller Erfahrungen der Geschichte der Kommunistischen und Arbeiter - Weltbewegung wäre daher heute die Nichtbeachtung des Kampfes gegen den Revisionismus von Anfang an das Todesurteil für die Befreiung der Arbeiterklasse und die Wiedererrichtung des Sozialismus. Es reicht also nicht aus, wenn sich die Generallinie damit begnügt, lediglich den richtigen Weg des proletarischen revolutionären Kampfes aufzuzeigen. Das Proletariat wird seinen eigenen Weg siegreich zu Ende gehen, und sich schließlich von jeglichem bürgerlichen Einfluss befreien. Es wird den bürgerlichen Einfluss als solchen erkennen, wird sich bewusst von ihm abgrenzen und ihn richtig bekämpfen.

Eine Generallinie, die sich vom Marxismus-Leninismus leiten lässt, ist also eine Generallinie, die sich vom Opportunismus korrekt abgrenzt, sowohl in der marxistisch-leninistischen Weltbewegung selbst, als auch insbesondere in ihrer Ideologie, in ihrer Strategie und Taktik, in der Organisationsfrage, und letztlich in der programmatischen und perspektivischen Frage. Die Generallinie grenzt sich in all diesen zu lösenden wichtigen Aufgaben stets ab von dem Zusammenspiel des rechten Opportunismus, des »linken Opportunismus« und des Zentrismus. Eine Kommunistische Internationale, der es gelingt, sich in ihrer Arbeit erfolgreich gegen die Gefahren des rechten und »linken« Opportunismus und gegen den Zentrismus zu wappnen, wird den Revisionismus besiegen und damit eine sichere Grundlage für die erfolgreiche Umsetzung der Generallinie schaffen. Genosse Enver Hoxha hat den modernen Revisionismus in allen einzelnen Länder geschlagen, wo immer er sein Haupt erhob, und wir werden ihm auf diesem Weg weiter folgen. Der Revisionismus stellt sich immer noch in den Weg der Weltrevolution, um das Weltrad der Geschichte zurückzudrehen, aber wir sind auf dem Posten. Aus der Restauration des Kapitalismus in einem Land wird er keine Restauration des Weltkapitalismus machen können, denn das Weltproletariat wird aus der Geschichte lernen- lernen aus der Geschichte des sterbenden Sozialismus, damit der Sozialismus wieder lebt.

Die Generallinie der Komintern/ML ist also eine internationale Kriegserklärung gegen den Revisionismus. Proletarier aller Länder - vereinigt euch gegen den Revisionismus! Feuer auf den revisionistischen Verrat! Erheben wir das siegreiche Banner Enver Hoxhas!

Denn seid gewiss, Genossen: Genauso wenig wie man das Weltproletariat vernichten kann, genauso wenig kann man den proletarischen Internationalismus, den Marxismus-Leninismus, genausowenig kann man die Kommunisten, ihre Parteien und ihre Kommunistische Internationale vernichten - ist die revolutionäre Weltbewegung der Proletarier aller Länder durch den Revisionismus letztendlich nicht aufzuhalten, werden wir eines Tages triumphieren, denn dem Arbeiter gehört die Zukunft und die Revisionisten werfen wir auf den Misthaufen der Geschichte.

Solange die Komintern/ML noch kein Programm ausgearbeitet hat, wurden die wichtigsten programmatischen Grundsätze zunächst in der Generallinie mit eingearbeitet. Daraus ist auch der enorme Umfang der Generallinie zu erklären.

Ferner steht die Generallinie im Kontext mit den historischen Lehren der Komintern und der marxistisch-leninistischen Weltbewegung. Die Komintern/ML ist nicht nur der Tradition der Komintern und der marxistisch-leninistischen Weltbewegung verpflichtet, sondern gründete sich als direkte Nachfolgerorganisation der Komintern, um der marxistisch-leninistischen Weltbewegung neue Impulse und Auftrieb zu geben und ihr treu zu dienen. Der Abschnitt über die historischen Lehren der kommunistischen Weltbewegung ist der Generallinie angefügt und ebenfalls sehr umfangreich- schon allein begründet durch die lange Zeit, die seit der Auflösung der Komintern verstrichen ist.

Abschließend sei vermerkt, dass in der Generallinie die Grundlagen, Thesen, Richtlinien und Perspektiven nicht deswegen numeriert wurden, um sie »erschöpfend« in einer Gesamtsumme zu verschließen oder sie gar in eine Rangordnung zu bringen. Erstens ist die vorliegende Anzahl unvollständig, könnten also weitere Punkte hinzugefügt werden, und zweitens geht es uns nicht um das bloße Abhaken einzelner Punkte. Sinn und Zweck ist es vielmehr, alle Punkte in ihrem »Ensemble als Elemente« zu begreifen, die die Akteure noch selber in eine feste Gussform einfließen lassen müssen, damit die Generallinie elastisch wird und nicht in einer ellenlangen Aufzählung dogmatischer Lehrsätze erstarrt. Nur in ihrer dialektischen Verknüpfung lassen sich alle Punkte als geschlossene Einheit aktivieren, kann auf die sich ständig verändernde revolutionäre Weltbewegung konkret eingewirkt werden durch Analysen von Momentaufnahmen, die wiederum Verallgemeinerungen und Schlussfolgerungen für das jeweilig erforderliche Hauptkettenglied zulassen, das ergriffen und in den Vordergrund der Tätigkeit der Komintern/ML gerückt wird, und von dem aus alle anderen Aufgaben konkret abgeleitet werden müssen, um auf dem von der Generallinie gewiesenen Weg sicher vorwärts zu schreiten. Alles andere wäre eine Aneinanderreihung dogmatischer Lehrsätze im Stile der »Worte des Vorsitzenden Mao«, wäre anti-dialektisch. Die Generallinie der Komintern/ML beruht auf dem dialektischen und historischen Materialismus, wurde auf seinen Grundlagen entworfen, aber der Weltrevolution dienen kann die Generallinie nur denjenigen, die sie mit Hilfe des dialektischen und historischen Materialismus in Theorie und Praxis richtig anzuwenden, umzusetzen und weiter zu entwickeln verstehen. Wir haben eine Generallinie auf den Grundlagen des Marxismus-Leninismus entwickelt, die unsere gemeinsamen Interessen aufzeigt und ebenso die gemeinsamen Wege zu ihrer Verwirklichung, aber die Komintern/ML kann die Generallinie nicht stellvertretend für ihre Sektionen durchführen. Wir gehen im Gleichschritt, aber jede Sektion geht ihren eigenen Weg, setzt die Generallinie auf eigene Weise um, entwickelt eigene Kampfformen, die die Komintern/ML nun mal nicht am Reißbrett entwerfen kann. Die Generallinie ist also nur so gut, wie sie jeder einzelnen und allen Sektionen gemeinsam hilft, ihre internationalen Aufgaben und die Aufgaben im eigenen Land am besten zu erfüllen. Es reicht also nicht aus, sich auf gemeinsame Grundlagen zu beschränken. Jeder muss darüber hinaus den eigenen Erfordernissen im Land entsprechend auch eigene Grundlagen entwickeln. Ob sich die Generallinie als eine Anleitung zum Handeln bewährt oder nicht, wird erst im Kampf der einzelnen Sektionen zum Tragen kommen. Was hilft, wird verändert oder eingebaut, was sich nicht bewährt, wird verworfen. Dies ist die Generallinie einer Weltkampfpartei, keiner reinen Propagandapartei. Die Generallinie erhebt nicht den Anspruch, den vollständigen, genauen Weg zur Weltrevolution zu kennen und kann diesen Anspruch auch nicht erheben. Sie kann nur in die richtige Richtung weisen. Wir erheben allerdings den Anspruch, den Weg zur Weltrevolution kampfentschlossen zu beschreiten und unabwendbar und unaufhaltsam für den Kommunismus zu kämpfen. Auch schwierige Zeiten können uns nicht schrecken, ebenso wenig Niederlagen und Rückschritte. Wenn wir die Komintern/ML im Kampf verlieren sollten, werden wir an ihrer Stelle eine noch bessere aufbauen. Wir sind auf alles gefasst und sind bereit, die Komintern/ML gegen jeden Feind zu verteidigen, von wo aus auch immer er sie angreift. Wir können Fehler nicht ausschließen, aber mit 100%iger Sicherheit werden wir mit allen Mitteln und Kräften dafür kämpfen, das Ruder fest in proletarischen, revolutionären Händen zu halten und es vor allen Dingen niemals wieder aus der Hand zu geben. Helft alle mit, das Vertrauen der Proletarier in den Kommunismus zurückzugewinnen, das die Revisionisten ihnen geraubt haben. Unser Kampf gegen die Weltbourgeoisie wird siegen, weil diese außerstande ist, ihre Macht ohne die Stütze des Revisionismus zu behaupten, und diese Stütze wird durch uns fallen!






1. Kurze Definition der Generallinie der Komintern/ML in der gegenwärtigen Etappe


Was ist - kurz zusammengefasst - die Generallinie der Komintern/ML ?

und wie definiert sie die gegenwärtigen Epoche?

Vereinigung der Proletarier aller Länder zur Klasse des Weltproletariats im Geiste des proletarischen Internationalismus zum revolutionären Sturz der Weltbourgeoisie, um die Weltproduktivkräfte von ihren privatkapitalistischen, imperialistischen Fesseln zu befreien und die Produktionsmittel in das Eigentum der sozialistischen Weltgesellschaft zu überführen. Diese Massnahmen treten in Kraft durch die Eroberung und Rückeroberung der Diktatur des Proletariats, durch den Sieg der proletarischen,sozialistischen Revolution aller Länder und die dafür in verschiedenen Ländern noch notwendigen Vorbedingungen des Sieges verschiedenartiger revolutionärer Übergangsformen bzw. zeitweiliger Etappen der revolutionären Nationalen Befreiungskämpfe. Das Weltproletariat stützt sich auf die Lehren der 5 Klassiker Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha, stützt sich auf die Taktik des Weltbolschewismus, durch die die Weltbourgeoisie besiegt, die Weltordnung des Kapitalismus ausgerottet und die Weltordnung des Weltkommunismus siegen wird.

Und die alte marxistisch-leninistische Theorie der Weltrevolution wurde in der Generallinie deswegen erneuert und weiter entwickelt, weil diese Theorie im Wesentlichen der ersten Etappe des »Sozialismus in einem Land » entsprach, weil inzwischen einige Losungen veraltet und heute nicht mehr aktuell sind, um das Weltproletariat siegreich in die 2. Etappe des Sozialismus, in die Etappe des Sozialismus im Weltmaßstab, in die Etappe der Rückeroberung des Sozialismus zu führen. Wir können nicht ignorieren, dass zwischen der Entstehung des Weltimperialismus und seinem heutigen Entwicklungsstand immerhin 100 Jahre vergangen sind, in denen die kontinuierliche Ausbreitung des Sozialismus von »einem Land » bis hin zum Weltmaßstab durch den Revisionismus vorübergehend unterbrochen wurde. Ohne die Massen vom Verrat der Revisionisten am Kommunismus, am Weltproletariat, an den Völkern der Welt gerade in dieser zweiten Etappe des Sozialismus zu überzeugen, ohne den Einfluss des Revisionismus auf die Massen zu entkräften, wird es den Kommunisten niemals gelingen, sich das Vertrauen, das die Revisionisten zerstört haben, wieder zurückzuerobern, und gerade hiermit beginnt die Aufgabe der Rückeroberung des Sozialismus. Dies ist nicht in erster Linie eine Aufgabe der Agitation und Propaganda, nicht nur eine Aufgabe von Worten, sondern letztlich von Übereinstimmung von Wort UND Tat. Dermaßen erschüttertes Vertrauen kann nur durch geduldige Überzeugungsarbeit an Hand der vorbildlichen und aufopferungsvollen Teilnahme aller Kommunisten am Klassenkampf zurückgewonnen werden. Dem Revisionismus mag es vorübergehend gelingen, die Kommunisten von den Arbeitern zu trennen, aber auf die Dauer wird dieses Band durch den anti-revisionistischen Kampf um so fester geknüpft, wird das Vertrauen zwischen Arbeitern und Kommunisten nicht mehr gesprengt werden können. Die Revisionisten können das Weltproletariat und uns Marxisten-Leninisten eine Zeit lang in die Irre führen und betrügen, aber sie werden dafür eines Tages zur Rechenschaft gezogen. Dafür werden alle Unterdrückten und Ausgebeuteten sorgen gewappnet mit den Lehren Enver Hoxhas!

»Das Verdienst Enver Hoxhas besteht nicht nur darin, dass er die Lehren Stalins und des gesamten Marxismus - Leninismus wieder herstellte, sondern dass er noch einen Schritt darüber hinaus gegangen ist und den Marxismus - Leninismus weiter entwickelte unter den neuen Bedingungen des Imperialismus und Sozialimperialismus, in der Periode der Revisionisten an der Macht, der Periode der Restauration des Kapitalismus und seines sozialfaschistischen Herrschaftssystems, unter den Bedingungen der Liquidierung der Diktatur des Proletariats in der Sowjetunion .

Was ist also die Definition der Lehren Enver Hoxhas?

Die Lehre Enver Hoxhas ist der Marxismus - Leninismus auf einer weitest fortgeschrittenen Stufe der Epoche des Imperialismus, des krisengeschüttelten, verfaulenden, parasitären, sterbenden Kapitalismus, mit seinen neuen besonderen Formen des Sozialimperialismus und Sozialfaschismus und der Theorie und Taktik der neuen anti-revisionistischen und anti-sozialfaschistischen proletarischen Weltrevolution im Allgemeinen, und der Theorie und Taktik der Zerschlagung des bürgerlichen Sozialismus zum Zwecke der Zurückeroberung und der Wiedererrichtung der Diktatur des Proletariats, die Errichtung der Diktatur des Proletariats im Weltmaßstab, der siegreiche, sich regenerierende Sozialismus gegenüber Einkreisung und Bündnis von Imperialismus UND Sozialimperialismus im Besonderen, der Sieg des Proletariats über den restaurierten Kapitalismus gegenüber der revisionistischen Ideologie an der Macht. Die Lehren Enver Hoxhas besagen ferner, dass der Sturz einer faschistischen Diktatur/Besatzung direkt zur Errichtung des Sozialismus führt, dass sich der Sozialismus in einem einzelnen Land weiter entwickelt, selbst wenn ein anderes sozialistisches Land an den Kapitalismus verloren ging, dass auch ein kleines Land sich gegenüber dem Weltimperialismus nicht nur ganz allein behaupten, sondern sich für gewisse Zeit weiterentwickeln kann, dass der Sozialismus den Revisionismus besiegt und die Weltrevolution unaufhaltsam voranschreitet. Wir leben in der Epoche, in der die Revolution zur praktischen Lösung ansteht.





2.

....Tiefgreifende, revolutionäre Weltereignisse kündigen sich an... und brechen hervor...

Völker hört die Signale!


Die Tatsache, dass ...

die heute herrschende Weltordnung die Völker der Welt in einen Abgrund stürzt, in die Verzweiflung treibt und vor Armut verhungern lässt, ihr Leben ruiniert und ihre Existenzgrundlage raubt, dass die Völker der Welt mit ansehen müssen, wie sie zu Grunde gerichtet und geschunden werden, und sie miterleben müssen, wie sich die schreienden Widersprüche zwischen armer und reicher Welt, zwischen Freiheit und Knechtung, zwischen Krieg und Frieden, Widersprüche zwischen Globalisierung der Produktivkräfte und deren weltkapitalistischen Aneignung von Tag zu Tag zuspitzen, dass sie die kapitalistische Devise: »Teile und herrsche!« hart zu spüren bekommen, dass die Armen begreifen, wie sinnlos es ist, weiter darauf zu hoffen, die Reichen würden Almosen in der Welt verteilen, - sie statt dessen immer klarer die klassenmäßigen, internationalen Zusammenhänge ihrer Ausbeutung und Unterdrückung begreifen lernen als Schlüssel für ihre gemeinsame, internationale Befreiung vom Joch des Weltimperialismus, und dass sie erkennen, dass das internationale Proletariat der einzige Verbündete aller Werktätigen und Ausgebeuteten der Welt ist, dass die Völker in der Weltrevolution den einzigen Ausweg aus ihrem Elend sehen, dass die revolutionäre Weltbewegung triumphieren wird als Arbeiterbewegung oder dass sie nie triumphieren wird.

die Tatsache, dass...

die Proletarier den sich zuspitzenden und polarisierenden Grundwiderspruchs in der Welt zwischen Weltbourgeoisie und Weltproletariat begreifen, zwischen Lohnarbeit und Kapital, dass das Proletariat im Zeitalter der Globalisierung sein internationales Klassenbewusstsein zur Reife herausbildet durch seine immer enger werdende internationale Verbindung und Zusammenarbeit, dass es sich als eine einzige, einheitliche Weltklasse versteht, die der international operierenden Klasse der Weltbourgeoisie unversöhnlich gegenübersteht, dass die Existenz und Zukunft der Proletarier aller Länder durch das internationale Kapital unlösbar geknüpft sind an ihre Befreiung als Weltproletariat, dass dieses sich dabei auch seiner führenden Rolle bei der Befreiung der Völker, bei der klassenmäßigen Umwälzung der Weltgeschichte immer klarer bewusst wird, dass es sich als solches zu einer geschlossen Front entwickelt, die den Weltimperialismus im internationalen Klassenkampf endgültig besiegt und die Welt für immer befreit von der Sklaverei, von der Lohnsklaverei des Weltkapitalismus, dass das Proletariat also erkennt: die Weltallianz der Bourgeoisie kann nur erschüttert werden durch die Weltallianz des Proletariats, dass die Emanzipation der Arbeiterklasse weder eine lokale noch eine nationale, sondern eine internationale, globale soziale Aufgabe ist. Endgültig siegen kann man nur im Weltmaßstab und nur durch die gemeinsamen Anstrengungen der Arbeiter aller Länder. Das Weltproletariat ist Träger der Weltrevolution, Erbauer der neuen, zukünftigen Gesellschaft, dem Weltkommunismus, während die Weltbourgeoisie Trägerin des untergehenden Weltkapitalismus und diese Gesellschaft historisch zum Absterben verurteilt ist. Der Kapitalismus muss also vollständig und endgültig als internationales Gesellschaftssystem überwunden werden. Nur als Weltordnung kann der Kommunismus die Weltordnung Kapitalismus ausrotten. Die Weltrevolution ist eine universelle Revolution und wird daher auch ein universelles Terrain haben. Die nationalen Schranken der revolutionären proletarischen Bewegung fallen. Die weltweiten Konzerne haben das revolutionäre Weltproletariat geschaffen, das sich jetzt darüber bewusst wird, das sich jetzt formiert und organisiert und zum Schlag ausholt. Die Proletarier aller Länder reichen sich die Hände. Sie sind die Totengräber des Weltimperialismus. Nur das Proletariat ist in der Lage, die internationale Solidarität zu schaffen, um soziale Sicherheit, Freiheit und Frieden zu erkämpfen durch den Sozialismus, durch die Diktatur des Weltproletariats.


die Tatsache, dass...

sich die Proletarier immer bewusster vom bürgerlichen- revisionistischen Einfluss befreien und den Sozialismus nach wie vor als ihre eigene Sache ansehen, dass sich die Proletarier der ganzen Welt an die historisch gewordenen, unauslöschbaren und unvergesslichen Errungenschaften ihrer tatsächlich existierenden Diktatur des Proletariats erinnern und dieser treu bleiben, dass ihr internationalistisches, sozialistisches Klassenbewusstsein lebendig geblieben ist und sie bereit sind, die Lehren der Kommunistischen Internationalen weiter richtig anzuwenden, den ungeheuren Nutzen der Oktoberrevolution für die unbesiegbare Weltrevolution zu erkennen, auf dem begonnenen Weg vorwärtszuschreiten und sie zu vollenden, die alten Diktaturen des Proletariats wieder zu errichten und neue sozialistische Länder aufzubauen, dass sich die Proletarier aller Länder darin einig sind, den Kampf zwischen Sozialismus und Kapitalismus gemeinsam und geschlossene und siegreich fortzusetzen und im Weltmaßstab zu Ende zu führen; dass dem Weltproletariat klar ist, dass der Sieg des ehemaligen Sozialismus in der UdSSR Lenins und Stalins und in Albanien der Beweis dafür ist, dass der sozialistische Sieg in der ganzen Welt für immer unausbleiblich ist.


die Tatsache, dass...

sich die Marxisten - Leninisten, die marxistisch-leninistischen Parteien und Organisationen darüber klar und einig sind, sich zur Kommunistischen Internationale, zum Generalstab des organisierten Weltproletariats, zur bolschewistischen Weltpartei zusammenzuschließen; dass die Marxisten-Leninisten der ganzen Welt alle Hindernisse, ihre Spaltung und Isolierung auf der Basis eines prinzipienfesten Kampfes überwinden und ihre Einheit auf der Basis des Marxismus-Leninismus und des proletarischen Internationalismus, im Interesse der Einheit der Proletarier aller Länder festigen, dass sie ihre Zusammenarbeit und ihr Zusammenwirken forcieren, dass sie ihren Zusammenschluss vollziehen, die Generallinie gemeinsam weiter entwickeln, ein gemeinsames Programm, eine gemeinsame Strategie und Taktik, eine gemeinsame Haltung zu den aktuellen Weltfragen ausarbeiten, dass sie ihren gemeinsamen internationalen Kampf organisieren in revolutionären Aktionen des Proletariats und das Proletariat auf die entscheidende Schlacht gegen den Weltimperialismus im zähen langwierigen Kampf systematisch vorbereiten;


die Tatsache, dass...

der US-Imperialismus, der Hauptfeind, vergeblich versucht, seinem Untergang durch die Entfesselung imperialistischer Raubkriege zu entgehen, sich die imperialistischen Länder untereinander immer größere Knüppel zwischen die Beine werfen, im Gezänk um die fetteste Beute imperialistische Kriege vom Zaun brechen, sich in konterrevolutionäre Abenteuer verstricken, um die Welt neu unter sich aufzuteilen und dabei die Weltherrschaft gegenseitig wegzunehmen, dabei ihre Kräfte im Konkurrenzkampf aufreiben, sich untereinander spalten und sich damit letztendlich ihr eigenes Grab schaufeln, dass dem fletschenden Weltimperialismus die faulen Zähne aus dem gierigen Parasitenmaul herausfallen, dass er sich weder ökonomisch noch politisch vor seinem Zerfall retten und internationale revolutionäre Kettenreaktionen verhindern kann, dass der Revisionismus seinen Sturz nicht auf Dauer aufhalten kann, dass seine welthistorische Uhr abgelaufen und seine letzte Stunde geschlagen hat. und das den Revisionisten ein gleiches Schicksal ereilt und den Sieg des Weltproletariats beschleunigt und erleichtert. »Die Globalisierten sind die Totengräber der Globalisierer«.

All dies sind unwiderlegbare Anzeichen dafür, dass der Tag der Befreiung vom Weltimperialismus nicht mehr fern ist, dass die Stunde der Weltrevolution schlägt, dass sich das Weltproletariat zum Sturm erheben wird und sich international formiert zur revolutionärsten aller Bewegungen, dem internationalen Bund der proletarischen, marxistisch-leninistischen Parteien, die den Sturz des Weltkapitalismus leiten und im internationalen Maßstab die Diktatur des Proletariats errichten und Bannerträger jener großen Diktaturen des Proletariats sind, die bereits real existierten in der Sowjetunion Lenins und Stalins und in Albanien des Genossen Enver Hoxha. Mit der neuen Kommunistischen Internationale werden bessere Bedingungen geschaffen, die Diktaturen des Proletariats zurückzuerobern und neue zu errichten, bis schließlich die Weltdiktatur des Proletariats über die Weltdiktatur der Bourgeoisie, bis der Weltkommunismus über den Weltkapitalismus gesiegt hat. Erst in einer sozialistischen Welt, die die kapitalistische Welt bezwungen hat, wird es für immer möglich werden, jede Form der Aggression und militärischen Einmischung von Staaten gegen andere zu verhindern, jede koloniale Ausbeutung zu beseitigen, jede Form der Bevormundung, des Diktats und der Vorherrschaft, gegen nationale Knechtung und Rassentrennung zu unterbinden, das Selbstbestimmungsrecht der Völker zu garantieren, die nationale Souveränität und Gleichberechtigung aller Länder und freundschaftliche und solidarische internationale Beziehungen in der Welt herzustellen, jede Ausbeutung von Menschen durch Menschen, jegliche Klassenherrschaft, die Klassen auf der ganzen Welt abzuschaffen.

Aufgrund all dieser Tatsachen wurde am 31.12. 2000 die Kommunistische Internationale wieder neu gegründet, nachdem die letzte, die III. Komintern 1943 aufgelöst wurde! Die Gründung der Komintern/ML erfolgte in einer internationalen Situation, die durch den heldenmütigen revolutionären Befreiungskampf der Albaner gegen Imperialismus, Sozialimperialismus und Sozialfaschismus geschaffen wurde. So konnte weder der Imperialismus, noch seine Agenturen des Revisionismus und des »linken« Opportunismus und auch nicht der Zentrismus, verhindern, dass der erste Schlachtruf der Kommunistischen Internationale / Marxisten-Leninisten erscholl: »Rote Interbrigaden in den Kosova!« Um die solidarischen Beziehungen der Marxisten-Leninisten in der Welt und der Marxisten-Leninisten der Albaner entwickeln zu können, ist vor allem Abgrenzung und Klarheit über den Charakter, die Aufgaben und Ziele der opportunistischen einerseits und revolutionären Kräfte andererseits unbedingt notwendig. Und dies ist nur möglich, wenn man diesen Befreiungskampf tatkräftig unterstützt im Geiste Enver Hoxhas und zur Isolierung der Opportunisten einen internationalistischen Beitrag leistet.

»Ein Anhänger der Internationalität«, lehrte Lenin, «der nicht zugleich der konsequenteste und entschlossenste Gegner des Opportunisten ist - das wäre ein bloßes Trugbild, nichts mehr.« (Lenin Werke Bd. 21 dt. Ausgabe; Seite 146).

Deswegen sind alle Neo-Revisionisten, die ausgerechnet in diesem scharfen Klassenkampf die Marxisten-Leninisten als Verräter an Enver Hoxha, als Gefolgsleute des Revisionisten Alia, als Handlanger der Bourgeoisie und des Weltimperialismus verunglimpfen, die die »Fehler Enver Hoxhas« auftischen, ihn als »unvollkommenen Marxisten« hinzustellen versuchen, seine internationale Bedeutung regional auf Albanien herabmindern oder die ihn zwar in Worten anerkennen, aber ihn in der Praxis um so mehr verraten - eine tödliche Gefahr für den Sieg des Befreiungskampf der Albaner, für die unverzichtbare internationalistische Solidarität und deren Initialzündung für den vereinigten internationalen Klassenkampf. Deswegen hatte die Verknüpfung der Verteidigung Enver Hoxhas als 5. Klassiker des Marxismus-Leninismus mit der Gründung der Komintern/ML eine außerordentlich wichtige Bedeutung sowohl für die Ausrichtung und Stärkung des führenden Zentrums des revolutionären Klassenkampfes der Albaner und des ganzen Balkans als auch für deren internationale Verwurzelung und Ausweitung. Bereits zum historischen Dokument ist der Aufruf zur Gründung der Komintern/ML vom 31.12.2000 geworden. Die ideologische Grundlage wurde ausführlich niedergelegt in dem Dokument: »Enver Hoxha, der 5. Klassiker des Marxismus-Leninismus und die Gründung der Komintern/ML« (Aus Anlass des 16. Todestages des Genossen Enver Hoxha).





3. Der Befreiungskampf der Albaner wurde zum internationalistischen Fanal und

führte zur Gründung der Komintern/ML am 31.12. 2000

... auf der ideologischen Basis des Genossen Enver Hoxha, dem 5. Klassiker des Marxismus-Leninismus!


Schaut auf das leidgeprüfte albanische Volk und erkennt euer eigenes Schicksal darin wieder. Unterstützt seinen nationalen und sozialen Befreiungskampf durch euren proletarischen Internationalismus der Tat, denn die Albaner sind im Kosova ein leuchtendes Fanal für die revolutionäre Befreiung aller Völker der Welt von Imperialismus und Sozialimperialismus, von Reaktion und Faschismus und Sozialfaschismus - weit über die Grenzen des Balkans und Europas hinaus. Dieser nationale Befreiungskampf beweist sich in der Tat als wichtige Triebkraft für die sozialistische Revolution. Warum? Das Besondere an der Befreiungsbewegung der Albaner ist erstens ihr sozialer Charakter, denn sie begründet sich auf die imperialistische Krise Europas, die im Kosova ihren krassesten Widerspruch zwischen den ärmsten Klassen und den reichsten Klassen zu einem historischen Zeitpunkt widerspiegelt, wo das - eben erst vereinigte - Europa bereits durch eben diese krassen Widersprüche in eindrucksvoller Weise einen bewaffneten revolutionären Klassenkampf hervorgebracht hat. Das Besondere an der albanischen Befreiungsbewegung ist zweitens ihr anti-faschistischer Charakter, genauer gesagt, eine Befreiungsbewegung, die sich mit revolutionärer Gewalt erfolgreich gegen ein sozialfaschistisches Regime erhoben und damit einen großen Beitrag zum proletarischen Internationalismus geleistet hat, der drittens auch zur Befreiung Jugoslawiens vom Sozialfaschismus geführt hat, durch den kein Volk grausamer geknechtet und unterjocht wurde, als das albanische Volk im Kosova. Die vierte Besonderheit der nationalen Befreiungsbewegung der Albaner ist die Tatsache, dass sie den nationalen Befreiungskampf weiterer Völker des Balkans ausgelöst haben mit Solidarisierungseffekt. Die fünfte Besonderheit der nationalen Befreiungsbewegung der Albaner ist der Beitrag zum anti-imperialistischen Kampf, insofern sie die Kräfte der Imperialisten nicht nur für die eigene Befreiung genutzt hat, sondern diese auch gebunden hat, d.h. die imperialistische Manövrierfähigkeit in anderen Teilen der Welt so sehr eingeengt hat, dass sich die anti-imperialistischen Befreiungsbewegungen überall auf der Welt leichter entfalten konnten. Die Albaner haben also die marxistische Theorie vom Durchbruch des Imperialismus an seinem schwächsten Kettenglied nicht nur ausgezeichnet verstanden, sondern auch geschickt angewandt. Und hierin liegt auch die sechste - und zugleich bemerkenswerteste Besonderheit des albanischen Befreiungskampfes - er trägt die Handschrift Enver Hoxhas, eine marxistisch-leninistische Handschrift also, wie man sie heute selten in der Welt vorfindet - und auch vorübergehende Niederlagen können den endgültigen Sieg dadurch nicht aufhalten ! - Die unbesiegbare Waffenbrüderschaft eines Volkes, dessen Schicksal es vereinigt, was es nirgends sonst jemals auf der Welt gegeben hat: Hier kämpft nämlich das ärmste, ausgebeutetste und am brutalsten unterdrückte Volk Europas - Kosova-Albanien - zusammen mit den aus dem antifaschistischen Kampf siegreich hervorgegangenen Albanern, denen das schwerste Verbrechen zugefügt wurde, welches man überhaupt einem Volk zufügen kann: seinen Sozialismus, den es voller Stolz aufgebaut und bis zuletzt mit der Waffe in der Hand verteidigt hat, zu rauben und zu vernichten. Die Albaner haben den Schrecken des Krieges überlebt, sie haben den Schrecken als Armenhaus Europas überlebt, sie haben den Schrecken nationaler Unterjochung und Ermordung überlebt, sie haben auch den schlimmsten Schrecken des Verrats am Sozialismus überlebt. Sie haben sich unter der Fahne Enver Hoxhas zum Freiheitskampf erneut erhoben: Zurückeroberung der nationalen Freiheit, vereinigt mit der Zurückeroberung des Sozialismus, das ist es, wodurch die albanische revolutionäre Bewegung zum Fanal der Weltrevolution geworden ist. Das ist es, was das Weltproletariat veranlasste, die Komintern/ML zu gründen, um dieses Fanal über die Welt zu tragen. Die revolutionäre Lage im Balkan kann also ein großer Schritt auf dem welthistorischen Weg des Proletariats werden, seine verlorene Diktatur, die einst stolze, blühende Sozialistische Volksrepublik Albanien zurückzuerobern, die neu aufgestiegene Bourgeoisie zum Rückzug zu zwingen und ihr ein schnelles Ende zu bereiten. Die Revolution wird allen Albanern gemeinsam eine neue, selbständige, vereinigte, unabhängige und sozialistische Heimat ermöglichen, gleichberechtigt unter den Balkanvölkern und unter allen Völkern der Welt. Es ist die gemeinsame Aufgabe der Marxisten-Leninisten aller Länder, das in das von Anfang an ins albanische Proletariat zu Recht gesetzte Vertrauen, das Vertrauen in das ganze albanische Volk, das auf die eigene Kraft gestützt heldenhaft kämpft, niemals aufzugeben und ihm solidarisch gegen alle seine Feinde beizustehen. Es ist die Generallinie der Komintern/ML, das kämpfende Proletariat, die kämpfenden Völker auch nach Niederlagen niemals im Stich zu lassen. Die Generallinie der Komintern/ML ist also kein Ergebnis intellektueller Schreibstuben, sondern die im Feuer des internationalen Klassenkampfes entstandene anti-revisionistische, anti-sozialfaschistische Strategie und Taktik der kommunistischen Weltbewegung. Wir müssen unsere Niederlage in Siege verwandeln und wir dürfen deswegen dort nie den Kampf aufgeben, wo der letzte Vorposten der Arbeiterklasse an der Macht (vorübergehend!) gefallen ist . Erheben wir gemeinsam das albanische Banner der Revolution, das Banner des vorerst letzten führenden Zentrums des Sozialismus und Marxismus-Leninismus und tragen es über die ganze Welt!

Die nationale Befreiungskampf von Fremdherrschaft, Unterdrückung und Ausbeutung des kleinen, tapferen europäischen Volkes erreicht nach einigen Jahrhunderten seinen Höhepunkt. Dieser gerechte Kampf richtete sich stets gegen all seine Unterdrücker und Ausbeuter, aber niemals gegen die Nachbarvölker oder irgendein anderes Volk auf der Welt. Im Gegenteil, es waren die albanischen Genossen unter der Führung Enver Hoxhas, die einst ihr brüderliches Blut im antifaschistischen Partisanenkampf auf jugoslawischem Boden vergossen. Statt des Dankes für die erwiesenen proletarische, internationalistische Hilfe errichtete die groß-serbische Bourgeoisie ihre sozialchauvinistische, sozialfaschistische Diktatur über ihre einstigen albanischen Waffenbrüder in den Gebieten des ehemaligen Jugoslawiens mit der frechen Behauptung, sich vor der »groß-albanischen Bedrohung« schützen zu müssen. Dabei verübten die serbischen Herrscher ihren Völkermord an den Albanern schon lange vor Tito und Milosevic, kam es zu Vertreibungen und räuberischen Annexionen, wurde der Kosova gegen den Willen der Albaner dem jugoslawischen Staatenbund einverleibt und Albanien zerstückelt. Die albanischen nationalen Minderheiten, insbesondere die Kosova-Albaner, wurden bis heute systematisch ausgerottet, niedergemetzelt, verfolgt, entrechtet, diskriminiert, entnationalisiert, in bitterer Armut gehalten, und ihr Recht auf Selbstbestimmung wird mit Füßen getreten - mit Willen und Unterstützung des Weltimperialismus. Damit nicht genug: Tito wie Milosevic hatten niemals ihre aggressive sozialimperialistische Politik der Zerschlagung des einstigen sozialistischen Albaniens aufgegeben, um es gewaltsam ins jugoslawische Völkergefängnis einzusperren. Die Diktatur des albanischen Proletariats unter der Führung der PAA mit Enver Hoxha an der Spitze hatte dies vereitelt, und das war auch ein welthistorisches Beispiel für den proletarischen Internationalismus, insofern die albanischen Genossen den jugoslawischen Tito-Revisionismus als trojanisches Pferd in der marxistisch-leninistischen Weltbewegung entlarvt hatten und zum Leuchtfeuer des Sozialismus in der Welt wurden. Der Große Vaterländische Krieg der Sowjetunion unter der Führung Stalins half - ebenfalls ein Meilenstein des proletarischen Internationalismus - nicht nur bei der Befreiung der Balkanvölker, sondern ebnete auch den Weg Albaniens zum Sozialismus. Dadurch entstand ein gewisser Grad an relativer Stabilität im Balkan, dem Zankapfel der Imperialisten und Sozialimperialisten, der heute durch die militärische Intervention der NATO zu einer ernstzunehmenden internationalen Kriegsgefahr herangewachsen ist .... und die UCK hat mit ihrem bewaffneten Kampf für eine freie Republik Kosova sowohl den Imperialisten als AUCH den Sozialimperialisten und den serbischen Chauvinisten einen Denkzettel verpasst, die anscheinend die lebendig gebliebene Traditionen des siegreichen antifaschistischen Widerstandskampfes Enver Hoxhas, die albanische Volksrevolution und die Errichtung der albanischen Diktatur des Proletariats vergessen haben, wenn sie nun erneut ihre Krallen nach Südost-Europa ausstrecken. Die Völker, die für ihr Recht, für ihre Freiheit und Unabhängigkeit kämpfen, sind unbezwingbar, weil ihr anti-imperialistischer, anti-sozialimperialistischer Kampf gerecht ist. Dieser anti-imperialistische, anti-sozialimperialistische Kampf führt die Balkanvölker zum endgültigen Sieg ihrer nationalen und sozialen Befreiung, wenn sie ihn miteinander und nicht gegeneinander führen, d. h. gemeinsam gegen die gleichen äußeren Feinde sowie eigenständig gegen die Feinde im eigenen Lager:

Es ist klar, dass

erstens

der sofortige und vollständige Rausschmiss ALLER militärischer, imperialistischer Besatzer aus dem Balkan durch eine revolutionäre anti-imperialistische Balkanfront notwendig ist - zusammen mit der Annullierung ihrer Abkommen, die den Balkanvölkern aufgezwungen wurden und die deren nationale, souveräne Rechte verletzen usw. usf. Dabei ist auch klar, dass es eine dringende Aufgabe des Weltproletariats ist, insbesondere des Proletariats der imperialistischen Länder Europas, sich mit dem Proletariat und den werktätigen Massen im Balkan zu einem revolutionären europäischen Kampfbündnis zusammenzuschließen, ihrerseits den Kampf gegen den Imperialismus zu führen und dazu beizutragen, das historische Pulverfass im Balkan für immer zu beseitigen, denn die Balkanvölker wünschen dauerhaften Frieden und bleibende Stabilität in ihrer Zone. Keine fremde Macht hat das Recht, sich in die inneren Angelegenheiten der Balkanvölker einzumischen. Jedes Balkanland ist verpflichtet, gegen die äußeren imperialistischen Aggressionen vorzugehen und dabei auch den Nachbarn zu helfen. Die Situation auf dem Balkan würde sich sehr verbessern, wenn sich jedes Balkanvolk weigert, Imperialisten zu gestatten, das eigene Land als Aufmarschgebiet gegen das Nachbarland zu missbrauchen, um dieses anzugreifen, zu bedrohen, zu unterdrücken und auszubeuten. Es ist auch die Aufgabe der Balkanvölker, Nationalismus und Chauvinismus für immer auszurotten und im Geiste des proletarischen Internationalismus gute nachbarschaftliche Beziehungen zu entwickeln.

zweitens

alle diejenigen Völker, die um ihr Selbstbestimmungsrecht im Nationalen Befreiungskampf ringen zu unterstützen, den Weg der Volksrevolution unter der Voraussetzung beschreiten, wenn sie durch den Zusammenschluss einer breiten Einheitsfront des Proletariats vor allem mit den Bauern, aber auch mit allen übrigen nationalen Kräften ihre nationale Unabhängigkeit und Selbständigkeit siegreich erkämpft haben - einschließlich derjenigen Elemente der nationalen Bourgeoisie, die die nationalen Interessen unterstützen und diese weder an die Imperialisten noch an die Sozialimperialisten verraten - möglichst unter Führung der kommunistischen Partei, wenigstens unter Wahrung ihres eigenständigen Kampfes, d.h. sich also weder mit den bürgerlichen noch mit den kleinbürgerlichen Elementen zu verschmelzen, noch sich ihnen unterzuordnen. Der Kampf der Kosovaren um ihr Selbstbestimmungsrecht ist aufgrund der gegenwärtigen Bedingungen an den revolutionären Nationalen Befreiungskampf geknüpft und erst in einem darauffolgenden, späteren Schritt an die proletarische Revolution. Dies entspricht den Lehren des Genossen Enver Hoxha. Die Errichtung einer Republik Kosova ist gerecht. Nach Auffassung der Komintern/ML gehört der Kosova zu Albanien, und alle Albaner haben das Recht, zu Albanien zu gehören, wenn sie es wünschen. Das hat nichts mit »groß-albanischen« Chauvinismus zu tun, sondern entspricht dem Selbstbestimmungsrecht jedes Volkes, vor allem eines Volkes, das jahrhundertelang blutig niedergemetzelt, brutal unterdrückt, ausgebeutet und gewaltsam getrennt und aufgeteilt wurde. Das heisst nicht, dass wir den reaktionären albanischen Kreisen - die es immer noch gibt - in die Hände arbeiten. Im Gegenteil, die Komintern/ML bekämpft jene reaktionären albanischen Kreise mit aller Kraft. Nationalistischer Terror gegen die Balkanvölker kann nur revolutionär , d.h. gewaltsam beseitigt werden.

drittens

Albanien seine Diktatur des Proletariats durch eine gewaltsame, sozialistische Revolution neuen Typs zurückerobert (es ist möglich, dass 2 und 3 sich verknüpfen oder gar verschmelzen);

viertens

der jugoslawische Sozialimperialismus, Großmachtchauvinismus und Sozialfaschismus in einem langjährigen, gründlichen Prozess mit der Wurzel ausgerissen wird und tatsächlich demokratische Verhältnisse in Jugoslawien geschaffen werden, indem sich Jugoslawien von der gekauften Bevormundung durch die imperialistischen Mächte und auch von der Herrschaft der eigenen Bourgeoisie befreit. Dies gelingt schließlich nur mit dem revolutionären Sturz durch die proletarische Revolution unter Führung der marxistisch-leninistischen Partei und der Errichtung der Diktatur des Proletariats. Diese gewährt allen Völkern des ehemaligen Jugoslawiens ihr Recht auf Selbstbestimmung, ihr Recht auf Lostrennen, ihr Recht auf ihre bewaffnete Selbstverteidigung, auf ihren eigenen souveränen Staat, d.h. insbesondere auch die Anerkennung der Republik Kosova als eigenständiger souveräner Staat oder als autonomer Staat im föderalistischen Bündnis, wenn die Kosova-Albaner dies wünschen. Wir sind für das Selbstbestimmungsrecht der jugoslawischen Völker, aber noch mehr sind wir für ein jugoslawisches Völkerbündnis, das sich als sozialistische Union auf wahrhaft marxistisch-leninistischer Grundlage entfaltet, und in dem die Diktatur des Proletariats über Revisionismus und Sozialfaschismus für immer gesiegt hat.

fünftens

auch alle anderen Balkannationen sich gegen die Imperialisten erheben, dass dort das Proletariat im Bündnis mit den Bauern und Werktätigen dazu übergeht, ihre eigene Bourgeoisie zu stürzen in der sozialistischen Revolution und schließlich die Diktatur des Proletariats errichtet;

sechstens

sich eines Tages alle sozialistischen Nationen zu einer sozialistischen Balkanunion zusammenschließen, die sich von den Prinzipien des sozialistischen Internationalismus leiten lässt.

Welchen Weg die Balkanvölker zur revolutionären Befreiung auch immer einschlagen werden, sie werden siegen, wenn sie die Lehren des revolutionären Klassenkampfes mit dem Ziel der Diktatur des Proletariats beherzigen: »Es wird nur einen freien Balkan des proletarischen Internationalismus geben unter der Führung der revolutionären Arbeiterbewegung im Bündnis mit der Bauernschaft und anderen Werktätigen, oder es wird nie einen freien Balkan geben!« Die Komintern/ML bekundete ihre volle Sympathie und tatkräftige Unterstützung : »Die Losung der Komintern/ML: »Rote Interbrigaden in den Kosova!« drückte dies am besten aus.

Die Imperialisten der NATO-Länder haben sich also nicht zum ersten Mal in der Geschichte im Balkan wieder einmal gehörig die Finger verbrannt, und nachdem sie sich selber immer tiefer in den Schlammassel hineinmanövriert haben, haben sie es mit der Angst bekommen. Wie konnte es geschehen, dass die albanischen Freiheitskämpfer im ärmsten Teil Europas so erfolgreich sind? Weil sie (- ebenso wie die Arbeiter und Bauern in Russland, dem damals rückständigsten Land Europas, die Lehren der einst marxistischen deutschen Arbeiterbewegung in der Oktoberrevolution übernommen und richtig angewandt haben -) heldenhaft dafür kämpfen, die Lehren Enver Hoxhas über den Antifaschistischen Nationalen Befreiungskampf und seine Verwandlung in eine Volksrevolution erfolgreich anzuwenden. Die Imperialisten fürchten die anti-imperialistische Verbrüderung der Balkanvölker, verstärken den Druck auf sie und schüren die Widersprüche gegeneinander. Ferner schickten sie die verschiedensten revisionistischen Strömungen ins Gefecht, nachdem sie den Tito-Sozialfaschismus verfaulen ließen, was folgerichtig nationale Befreiungsbewegungen, eine hochexplosive revolutionäre Lage im Balkan hervorrief, die sie nun mit Gewalt und Subversion auszulöschen versuchen und dabei jede internationalistische Annäherung and diese revolutionäre Bewegung zu verhindern und die Organisierung der Solidarität des Weltproletariats durch bürgerlichen und kleinbürgerlichen Nationalismus zu unterlaufen. Erinnerungen an die II. Internationale werden wieder wach, wenn sich »Marxisten-Leninisten« nennende Opportunisten den revolutionären Befreiungskampf der Albaner als »pro-imperialistisch« anprangern und die wahren Marxisten-Leninisten, die diesen Kampf als einzige unterstützen, als »Sektierer« und »verlängerter Arm der NATO« verurteilen. Die rechten und »linken« Opportunisten der ganzen Welt unterstützen heute die jugoslawischen Sozialfaschisten gegen die Albaner, weil die nicht in die sogenannte »Anti-NATO-Front« hineinpassen. Anti-Imperialismus in Worten und die Albaner international im Stich lassen und verraten, das ist also derselbe lebendig gebliebene Geist der II. Internationale. Die Imperialisten haben erkannt, dass sie die kapitalistische Welt vor diesem Ansteckungsherd des Weltkommunismus retten müssen - vergeblich, denn je mehr ihre Propagandamaschinerie von den vor sich gehenden Siegen der Albaner abzulenken versucht, um so mehr rühren sie unbeabsichtigt die Werbetrommel für deren revolutionären Befreiungskampf. Und je tollwütiger sie und ihre revisionistischen Agenturen über die albanischen »Terroristen« herziehen, die sich aus den kapitalistischen Ketten zu befreien versuchen, desto mehr Sympathien gewinnt dieser Befreiungskampf nicht nur bei den Albanern, sondern in der ganzen Welt. Die ach so »zivilisierten« Imperialisten haben Angst vor einem kleinen Volk, das sie aus den Häusern und deren Familien sie vertrieben und ruiniert haben, das sie vor den Augen der Welt hungern und frieren ließen und deren Heimat sie zum Schlachtfeld und zum Armenhaus Europas gemacht haben. Ausgerechnet sie sind es, die den Albanern vorwerfen, sie würden andere Völker terrorisieren und abschlachten. Das sozialfaschistische System Milosevic, von dem sich die jugoslawischen Völker befreien, ist nicht aus dem Sozialismus hervorgegangen, sondern aus dem Tito-Revisionismus, dem Dollar gefütterten Kind des Weltimperialismus, das der Spaltung und Schwächung der Kommunistischen Weltbewegung diente und das von den Imperialisten heute unter »demokratischem-westlichen« Deckmantel weiter gepäppelt wird als Bollwerk gegen die Revolution im Balkan. Diese zivilisierten »Gipfelländer« meinen, mit ihrer weltumspannenden »Zivilisation« die von ihnen geknechteten Völker »beglücken« zu müssen und dafür aussaugen zu dürfen und notfalls ihre »demokratische Weltordnung« als frohe Botschaft mit ein Paar Bomben zu »schmücken«, falls man Freiheit nicht für einen Koffer voll Dollars abkaufen kann. Wenn sich ein Volk gegen den Imperialismus mutig erhebt und sich »erdreistet«, sich gegenüber der allmächtigen imperialistischen »Großzügigkeit« als »undankbar« zu erweisen und sich auf keinen Fall vor den Karren spannen lässt, dann fällt das imperialistische Friedensgesäusel wie ein Kartenhaus zusammen, dann zeigen sie ihr wahres Gesicht und schwingen den Weltpolizeiknüppel, fallen sie alle geschlossen über die UCK her und beschimpfen sie als »Terroristen«, »Partikularisten«, »Separatisten« etc.

Vom militärischen Standpunkt aus gesehen ist der Kosova ein »Zwerg« gegen die NATO, aber vom revolutionären Standpunkt aus gesehen ein David gegenüber einem Goliath. Der Kosova ist keine afrikanische Neo-Kolonie, wo man den einheimischen Diktatoren für ein paar Dollars oder Euro´s Millionen Menschen abschlachten lässt, um reibungslos die Neo-Kolonien weiter auszubeuten. Im Kosova kamen die NATO-Soldaten mit dem revolutionären Befreiungskrieg in Berührung, und das Ergebnis ist Zersetzung. Das ist keine leere Phrase, sondern Tatsache, denn NATO-Soldaten haben die Gewehre umgedreht und die Fronten gewechselt, kämpften auf der Seite der UCK, wenn auch vereinzelt.

»In dem Augenblick, in dem der Soldat zur Besinnung kommt und zu begreifen beginnt, dass er einzig und allein um die Interessen der Bourgeoisie willen in den Tod gejagt oder zum Krüppel geschossen wird, muss unter den Massen unbedingt Zersetzung um sich greifen« (Lenin, Bd. 28, Seite 69, dt. Ausgabe).

Wenn die NATO anfängt, die Rolle der Würger und Henker der europäischen Völker zu spielen, wird dies unweigerlich das europäische - und nicht nur das europäische - Proletariat GEGEN die NATO lenken und dieser Kampf hat unter den NATO-Soldaten selbst schon begonnen, wenn sie sich darüber bewusst geworden sind, dass sie ihr Leben nur dafür bezahlen sollen, den Imperialisten die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Wenn sich die US-Imperialisten zum Henker und Gendarm Europas aufgemacht haben - und sie haben damit nicht erst im Kosova begonnen - dann wird das sicherlich beitragen zu ihrem politischen Zusammenbruch, auch wenn sie sich über die NATO geschickt der europäischen Imperialisten bedienen, sich über sie hinwegsetzen und ihnen dafür einen Balkanhappen abtreten. Erstens wird das den Appetit der starken europäischen Imperialisten anregen, werden sie den vereinigten Europakuchen um so rascher neu untereinander aufzuteilen versuchen, und zweitens wird sich der US-Imperialismus als Gegenleistung einen größeren Happen gegenüber den europäischen Imperialisten irgendwo anders auf der Welt genehmigen. Mit dem Befreiungskampf im Kosova sind wir der europäischen und somit auch der internationalen Revolution nie näher gekommen als jetzt, und genau das ist es, weswegen wir die solidarische Unterstützung der Albaner nicht aufgeben oder einschränken werden, sondern unsere Solidarität verstärken, denn der Kampf ist im Kosova noch lange nicht entschieden. Die Imperialisten können um den Kosova eine chinesische Mauer errichten, sie würden trotzdem nicht verhindern, dass der revolutionäre »Bazillus« der Befreiung ganz Europas durch sie hindurch dringt und die Arbeiter Europas »ansteckt«. Die Imperialisten verhängen ihre Militärzensur über die revolutionären Ereignisse im Kosova - wie in der ganzen Welt. Aber die Wahrheit lässt sich nicht zensieren, sie wird auch in den Rücken der Imperialisten gelangen, nämlich dorthin, wo das einheimische Proletariat steht. Und ihre Lügen, die sie über den Erdball verbreiten, werden in ihrem eigenen Land bestraft werden! Die internationale Demagogie geht mit jeder skandalösen Aufdeckung von Ungereimtheiten der Militärzensur Stück für Stück ihrem Untergang entgegen, indem sie ihre Glaubwürdigkeit einbüßt, ihre Wirkung verfehlt und zum Bumerang wird.

Die Komintern/ML begreift den Befreiungskampf der Kosova-Albaner, den Befreiungskampf der Balkanvölker als Teil des Kampfes gegen den Weltimperialismus und seine Lakaien. So, wie die Komintern/ML die Revolutionäre im Kosova unterstützt, solidarisiert sie sich auch mit den revolutionären Kämpfern in allen anderen Ländern als Teil des gemeinsamen, internationalen Kampfes, als Teil des gesamten Kampfes gegen den Weltimperialismus. Schaffung eines Generalstabs als vereinigte, organisierte Kraft aller internationalistischen Kämpfer zur weltweiten Mobilisierung der Millionenmassen gegen den Weltimperialismus, das ist die Aufgabe, die sich die entstehenden marxistisch-leninistischen Parteien als Sektionen der Komintern/ML heute stellen und die sie lösen werden. Zu glauben, dass die sozialistische Revolution denkbar ist ohne Aufstände kleinerer Nationen in Europa oder anderswo, heisst nichts anderes als die sozialistische Revolution zu leugnen, denn wer eine `reine` sozialistische Revolution propagiert, der wird sie niemals erreichen. So kann man sich getrost als Befürworter der sozialistischen Revolution ausgeben, ohne in Wahrheit ein Revolutionär zu sein. Lenin wies darauf hin:

»Die Dialektik der Geschichte ist derart, dass die kleinen Nationen, die als selbständiger Faktor im Kampf gegen den Imperialismus machtlos sind, die Rolle eines der Fermente, eines der Bazillen spielen, die den wahren Gegenspieler des Imperialismus, das sozialistische Proletariat, auf den Plan treten helfen.« (Lenin, Bd. 22, Seite 366)

Die Komintern/ML wäre eine schlechte Internationale, wenn wir es nicht verstehen, die albanische Befreiungsbewegung sowohl gegen die jugoslawische Bourgeoisie als auch gegen die Besatzung der NATO zur Verschärfung der revolutionären Krise und Ausbreitung der Krise, d.h. für die sozialistische Weltrevolution, auszunutzen - selbst dann, wenn es uns nicht gelingt, den Zeitpunkt des nationalen Befreiungskampfes der Albaner mit dem Zeitpunkt der Reifegrade der europäischen proletarischen Revolutionen in Übereinstimmung zu bringen.

»Der Kapitalismus ist nicht so harmonisch aufgebaut, dass die verschiedenen Aufstandsherde sich von selbst, ohne Misserfolge und Niederlagen, sogleich miteinander vereinigen könnten. Im Gegenteil, gerade der Umstand, dass die Aufstände zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten ausbrechen, dass sie verschieden geartet sind, gewährleistet die Breite und Tiefe der allgemeinen Bewegung; nur in unzeitgemäßen, partiellen, zersplitterten und daher erfolglosen revolutionären Bewegungen werden die Massen Erfahrung erwerben, werden sie lernen, Kräfte sammeln, ihre wahren Führer, die sozialistischen Proletarier, erkennen und dadurch den allgemeinen Ansturm vorbereiten.« (Lenin, Bd. 22, Seite 366, dt. Ausgabe)

»Wollen wir den Sozialismus nicht preisgeben, so müssen wir jeden Aufstand gegen unseren Hauptfeind, die Bourgeoisie der `Groß`mächte, unterstützen, wenn es nicht ein Aufstand einer reaktionären Klasse ist.« (ebenda S.339)

Und man wird nicht allen Ernstes behaupten können, dass es sich im Kosova- Befreiungskampf um die Befreiung einer reaktionären Klasse handelt. Also:

»Lehnen wir die Unterstützung eines Aufstandes annektierter Gebiete ab, so werden wir - objektiv - zu Annexionisten. Gerade in der ' Ära des Imperialismus` , die die Ära der beginnenden sozialistischen Revolution ist, wird das Proletariat mit besonderer Energie heute den Aufstand der annektierten Gebiete unterstützen, um bereits morgen oder gar zur gleichen Zeit die durch einen solchen Aufstand geschwächte Bourgeoisie der `Groß`macht anzugreifen« (ebenda S. 399).

»Nationale Kriege gegen imperialistische Mächte sind nicht nur möglich und wahrscheinlich, sie sind unvermeidbar, sie sind fortschrittlich und revolutionär« (ebenda S. 318).





4.

Die proletarische Weltrevolution


    Ihr ganzes politisches Denken und Handeln, ihre gesamte hingebungsvolle Arbeit, die Mobilisierung und Ausschöpfen ihrer Energie und all ihrer Kräfte (- ohne dabei die größten Opfer zu scheuen -), die ganze Daseinsberechtigung, der einzige Sinn und Zweck der Komintern/ML ist nur auf die Verwirklichung eines einzigen Zieles ausgerichtet, nämlich: die proletarische, sozialistische Weltrevolution zum Sieg zu führen, zu einer welthistorischen Tatsache der endgültigen Befreiung der Menschheit zu machen. Wir glauben an die Weltrevolution, weil sie kommen wird.

    Mit der Weltrevolution betritt die Menschheit die Schwelle zum Kommunismus. Die Weltrevolution ist das größte, das einzige und letzte, das entscheidende und entschiedenste, das komplizierteste und schwierigste, das anstrengendste und schmerzlichste Tor, durch das die ganze Menschheit aus ihrer Vorgeschichte in die wahre Menschheitsgeschichte vordringt und vordrängt, um von der ersten Stufe des Weltsozialismus zu den nächsten Stufen des Kommunismus emporzusteigen, in der die Gemeinschaft schließlich die persönliche Freiheit auch des letzten Menschen dieser Erde hergestellt hat und damit jeder einzelne Mensch in Freiheit leben und sich selbst emanzipieren kann in einer menschlichen neuen Weltgemeinschaft.

    »Die gewaltige, in der Welt noch nie dagewesene Befreiungsbewegung einer unterdrückten Klasse, der revolutionärsten Klasse der Geschichte, ist u n m ö g l i c h ohne revolutionäre Theorie. Sie kann nicht ausgedacht werden, sie w ä c h s t h e r a n aus der Gesamtheit der revolutionären Erfahrungen und der revolutionären Ideen a l l e r L ä n d e r d e r W e l t.« (Lenin Bd. 21, Seite 358, dt. Ausgabe).

    Eine solche Theorie ist der Marxismus-Leninismus. Sie wird nicht mit dem Revisionismus sterben, sondern im Kampf gegen ihn weiter leben, solange alle Marxisten-Leninisten der Welt an der Fortsetzung der Ausarbeitung und Anwendung der weltrevolutionären Theorie teilnehmen, indem wir heute gemeinsam einen schonungslosen Kampf gegen ihre revisionistische Verunstaltung führen.

    »Wie die Bourgeoisie nicht sterben wird, solange man sie nicht stürzt, so wird auch die von der Bourgeoisie genährte und unterstützte (politisch-ideologische) Strömung, die die Interessen der kleinen Gruppe von Intellektuellen und Aristokraten der Arbeiterklasse, die sich mit der Bourgeoisie verbündet hat, zum Ausdruck bringt, nicht sterben, wenn man sie nicht ´totschlägt ´, d.h. nicht stürzt, nicht j e d e n Einflusses auf das sozialistische Proletariat beraubt«. (Lenin, Bd. 21, Seite 359)

    Geleitet von den Grundthesen der marxistischen Revolutionstheorie, erarbeitete Lenin die wissenschaftliche Theorie der Weltrevolution für die gesamte Epoche des Imperialismus, die wir zur Grundlage unserer Generallinie machen. Wir fassen die revolutionäre Weltbewegung dialektisch, als einheitlichen, komplizierten, komplexen Prozess auf. Wir analysieren die Rolle und Besonderheiten der Triebkräfte der Weltrevolution und die Wechselwirkung ihrer Hauptströme, schaffen die theoretischen Grundlagen für die Festigung der Einheit und Verstärkung des Zusammenwirkens aller Hauptströme des revolutionären Weltprozesses. Wir analysieren die Bedingungen und Voraussetzungen für eine revolutionäre Situation als dialektische Einheit aller objektiven und subjektiven Faktoren nicht nur in den einzelnen Ländern, sondern vor allem auch im Weltmaßstab. Wir arbeiten nicht nur die Strategie und Taktik der Vorbereitung, Durchführung und Absicherung der proletarischen Weltrevolution aus, sondern lenken dabei stets unser Augenmerk auf das anzustrebende Ziel - der Verwirklichung des Weltsozialismus. Um das Heranwachsen, das Tempo, die Elastizität und die Durchschlagkraft der Weltrevolution in der Breite und in der Tiefe optimal, effektiv und nachhaltig zu beeinflussen, muss das Weltproletariat mit Hilfe der Komintern/ML die marxistisch-leninistische Theorie der Weltrevolution unabdingbar schöpferisch weiterentwickeln und wissenschaftlich auf die Höhe unserer Zeit heben. Der dialektische Materialismus ist der Schlüssel, mit dem wir uns Aufschluss verschaffen müssen über die Ereignisse, über den Prozess der internationalen Klassenkampfbewegung, ihre Bedeutung für den weltrevolutionären Prozess, um gezielter und konkreter auf die Weltrevolution hinarbeiten zu können. Ohne die Theorie der Weltrevolution Stück für Stück weiter zu entwickeln, werden wir auch nicht Schritt für Schritt die Welt revolutionär verändern. Es werden sich dann die revisionistischen »Weltrevolutionstheorien« ausbreiten, wenn wir ihnen nicht unverzüglich und unversöhnlich entgegentreten, um ihren Einfluss in der Arbeiterweltbewegung auf revolutionäre Weise zu vertilgen. Die Revolutionstheorie des Marxismus-Leninismus ist keine künstliche Konstruktion irgendeines Hebels, mit dem die Menschheit aufgescheucht, umgekrempelt und entwurzelt werden soll. Die Weltrevolution wird der Wirklichkeit nicht zur Beglückung der Arbeiter aufgezwungen. Sie ist kein willkürliches Instrument, um mit einer neuen Weltherrschaft auf die derzeitigen und historischen Grausamkeiten des Weltimperialismus zu antworten, ja diese gar noch übertrumpfen zu wollen. Die Weltrevolution ist NICHT das berühmte kommunistische Gespenst, das um die Welt geistert, um Angst und Schrecken zu verbreiten. Das Weltproletariat und die werktätigen Massen der ganzen Welt werden s e l b e r das letzte Gespenst auf der Erde, den Weltimperialismus, erwürgen, und es wird dadurch überhaupt keine einzige herrschende Klasse mehr die Welt jemals erwürgen k ö n n e n.

    »Die Revolutionen der Vergangenheit endeten gewöhnlich damit, dass am Regierungsruder eine Ausbeutergruppe durch eine andere Ausbeutergruppe abgelöst wurde. Die Ausbeuter wechselten, die Ausbeutung blieb. So war es zur Zeit der Sklavenrevolutionen, der Revolutionen der Leibeigenen, der Revolutionen der Handels- und Industriebourgeoisie. Die Oktoberrevolution unterscheidet sich grundsätzlich von diesen Revolutionen. Sie setzt sich nicht das Ziel, eine Ausbeutungsform durch eine andere Ausbeutungsform, eine Ausbeutungsgruppe durch eine andere Ausbeutungsgruppe zu ersetzen, sondern jede Ausbeutung des Menschen durch den Menschen zu beseitigen, alle und jede Ausbeutergruppen zu stürzen« (Stalin, Bd. 10, Seite 146, »Der internationale Charakter der Oktoberrevolution«, dt. Ausgabe).

    Mit dem Weltimperialismus endet die letzte Klassengesellschaft der Welt, wird die Klassengesellschaft für immer abgeschafft. Das ist ein objektives Gesetz der gesellschaftlichen Entwicklung in der Menschheitsgeschichte, das unabhängig vom menschlichen Willen wirksam ist, dem trägt die Weltrevolution Rechnung - und nichts anderem -

    »Um die Revolution wirklich marxistisch, vom Standpunkt des dialektischen Materialismus aus zu beurteilen, muss man sie als Kampf lebendiger gesellschaftlicher Kräfte betrachten, die in bestimmte objektive Bedingungen versetzt sind, in bestimmter Weise wirken und mit größerem oder geringerem Erfolg die einen oder anderen Kampfformen anwenden« (Lenin, Bd. 15, Seite 44, dt. Ausgabe).

    »Die Hauptaufgabe der Taktik des Proletariats bestimmte Karl Marx in strenger Übereinstimmung mit allen Leitsätzen seiner materialistisch-dialektischen Weltanschauung. Nur die objektive Berücksichtigung der Gesamtheit der Wechselbeziehungen ausnahmslos aller Klassen einer gegebenen Gesellschaft, und folglich die Berücksichtigung der objektiven Entwicklungsstufe dieser Gesellschaft, wie auch die Wechselbeziehungen zwischen ihr und anderen Gesellschaften, kann als Grundlage für eine richtige Taktik der fortgeschrittenen Klasse dienen. Dabei werden alle Klassen und alle Länder nicht in ihrer Statik, sondern in ihrer Dynamik betrachtet, d.h. nicht im starren Zustand, sondern in der Bewegung, (deren Gesetze den ökonomischen Existenzbedingungen jeder Klasse entspringen).« (Lenin, Bd. 21, Seite 64 dt. Ausgabe, »Karl Marx«)

    »Auf jeder Entwicklungsstufe, in jedem Moment, muss die Taktik des Proletariats diese objektiv unvermeidliche Dialektik der menschlichen Geschichte berücksichtigen, indem sie einerseits die Epochen der politischen Stagnation oder der schneckenhaft langsamen, sogenannten ´ friedlichen ` Entwicklung ausnutzt, um das Bewusstsein, die Kraft und Kampffähigkeit der fortgeschrittenen Klasse zu entwickeln, und indem sie andererseits diese ganze Arbeit auf das ´Endziel´ der Bewegung der betreffenden Klasse ausgerichtet und darauf einstellt, diese Klasse zur praktischen Lösung der großen Aufgaben in den großen Tagen zu befähigen, ´worin sich 20 Jahre zusammen fassen´«. (ebenda)

    Das große, weltgeschichtliche Verdienst der 5 Klassiker besteht darin, dass sie den Proletariern aller Länder ihre Rolle, ihre Aufgabe, ihre Berufung aufgezeigt haben: sich als erste zum revolutionären Kampf gegen das Kapital zu erheben und in diesem Kampf alle Werktätigen und Ausgebeuteten um sich zu vereinigen.

    Die Generallinie stützt sich auf die grundlegenden, allgemein gültigen Lehrsätze der marxistisch-leninistischen Revolutionstheorie, die in den folgenden Klassikerzitaten zusammengestellt sind:

    Klassikerzitate der marxistisch-leninistischen Revolutionstheorie

    »Die gesellschaftlich wirksamen Kräfte wirken ganz wie die Naturkräfte: blindlings, gewaltsam, zerstörend, solange wir sie nicht erkennen und nicht mit ihnen rechnen. Haben wir sie aber einmal erkannt, ihre Tätigkeit, ihre Richtungen, ihre Wirkungen begriffen, so hängt es nur von uns ab, sie mehr und mehr unserem Willen zu unterwerfen und vermittels ihrer unsere Zwecke zu erreichen. Und ganz besonders gilt dies von den heutigen gewaltigen Produktivkräften. Solange wir uns hartnäckig weigern, ihre Natur und ihren Charakter zu verstehen - und gegen dieses Verständnis sträubt sich die kapitalistische Produktionsweise und ihre Verteidiger -, solange wirken diese Kräfte sich aus, trotz uns, gegen uns, solange beherrschen sie uns. Aber einmal in ihrer Natur begriffen, können sie in den Händen der assoziierten Produzenten aus dämonischen Herrschern in willige Diener verwandelt werden. Mit dieser Behandlung der heutigen Produktivkräfte.. tritt an die Stelle der gesellschaftlichen Produktionsanarchie eine gesellschaftlich-planmäßige Regelung der Produktion nach den Bedürfnissen der Gesamtheit wie jedes einzelnen. Damit wird die knechtende Aneignungsweise, in der das Produkt zuerst den Produzenten, dann aber auch den Aneigner knechtet, ersetzt durch die in der Natur der modernen Produktionsmittel selbst begründete Aneignungsweise der Produkte: einerseits direkt gesellschaftliche Aneignung als Mittel zur Erhaltung und Erweiterung der Produktion, andererseits direkt individuelle Aneignung als Lebens- und Genussmittel. Indem die kapitalistische Produktionsweise mehr und mehr die große Mehrzahl der Bevölkerung in Proletarier verwandelt, schafft sie die Macht, die diese Umwälzung, bei Strafe des Untergangs, zu vollziehen genötigt ist... Die Besitzergreifung der sämtlichen Produktionsmittel durch die Gesellschaft hat, seit dem geschichtlichen Auftreten der kapitalistischen Produktionsweise, einzelnen wie ganzen Sekten öfters mehr oder weniger unklar als Zukunftsideal vorgeschwebt. Aber sie konnte erst möglich, erst geschichtliche Notwendigkeit werden, als die tatsächlichen Bedingungen ihrer Durchführung vorhanden waren. Sie, wie jeder andere gesellschaftliche Fortschritt, wird ausführbar nicht durch die gewonnene Einsicht, dass das Dasein der Klassen der Gerechtigkeit, der Gleichheit etc. widerspricht, nicht durch den bloßen Willen, diese Klassen abzuschaffen, sondern durch gewisse neue ökonomische Bedingungen.... Erst von da an werden die Menschen ihre Geschichte mit vollem Bewusstsein selbst machen, erst von da an werden die von ihnen in Bewegung gesetzten gesellschaftlichen Ursachen vorwiegend und in stets steigendem Maße auch die von ihnen gewollten Wirkungen haben...” (MEW Bd. 20, Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft, S. 222, 223, 224, 226, dt. Ausgabe)

    »Die eigne Vergesellschaftung der Menschen, die ihnen bisher als von der Natur und Geschichte oktroyiert gegenüberstand, wird jetzt ihre eigene freie Tat... Es ist der Sprung der Menschheit aus dem Reiche der Notwendigkeit in das Reich der Freiheit. Diese weltbefreiende Tat durchzuführen, ist der geschichtliche Beruf des modernen Proletariats. Ihre geschichtlichen Bedingungen und damit ihre Natur selbst zu ergründen, und so der zur Aktion berufenen, heute unterdrückten Klasse die Bedingungen und die Natur ihrer eigenen Aktion zum Bewusstsein zu bringen; ist die Aufgabe des theoretischen Ausdrucks der proletarischen Bewegung, des wissenschaftlichen Sozialismus« (MEW, Bd. 20, Anti-Dühring, Seite 264/265, dt. Ausgabe)

    »Die scheinbare Gemeinschaft, zu der sich bisher die Individuen vereinigten, verselbständigte sich stets ihnen gegenüber und war zugleich, da sie eine Vereinigung einer Klasse gegenüber einer anderen war, für die beherrschte Klasse nicht nur eine ganz illusorische Gemeinschaft, sondern auch eine neue Fessel. In der wirklichen Gemeinschaft erlangen die Individuen in und durch ihre Assoziation zugleich ihre Freiheit. ... Diese Subsumtion der Individuen unter bestimmte Klassen kann nicht eher aufgehoben werden, als bis sich eine Klasse gebildet hat, die gegen die herrschende Klasse kein besonderes Klasseninteresse mehr durchzusetzen hat... die Proletarier müssen, um persönlich zur Geltung zu kommen, ihre eigne bisherige Existenzbedingung, die zugleich die der ganzen bisherigen Gesellschaft ist, die Arbeit, aufheben. Sie befinden sich daher auch im direkten Gegensatz zu der Form, in der die Individuen der Gesellschaft sich bisher einen Gesamtausdruck gaben, zum Staat, und müssen den Staat stürzen, um ihre Persönlichkeit durchzusetzen.« (Marx/Engels, Deutsche Ideologie, Werke Band 3, Seite 74, 75, 77, dt. Ausgabe)

    »Das Proletariat ergreift die öffentliche Gewalt und verwandelt kraft dieser Gewalt die den Händen der Bourgeoisie entgleitenden gesellschaftlichen Produktionsmittel in öffentliches Eigentum. Durch diesen Akt befreit es die Produktionsmittel von ihrer bisherigen Kapitaleigenschaft und gibt ihrem gesellschaftlichen Charakter volle Freiheit, sich durchzusetzen. Eine gesellschaftliche Produktion nach vorher bestimmten Plan wird nunmehr möglich. Die Entwicklung der Produktion macht die fernere Existenz verschiedener Gesellschaftsklassen zu einem Anachronismus. In dem Maße wie die Anarchie der gesellschaftlichen Produktion schwindet, schläft auch die politische Autorität des Staates ein. Die Menschen, endlich Herren ihrer eigenen Art der Vergesellschaftung, werden damit zugleich Herren der Natur, Herren ihrer selbst - frei.« (MEW, Bd. 20, Seite 620, dt. Ausgabe, Materialien zum Anti-Dühring [Bd. 19, S. 227/228]).

    »Bis zu einer gewissen Periode vollziehen sich die Entwicklung der Produktivkräfte und die Veränderungen auf dem Gebiete der Produktionsverhältnisse als elementarer Prozess, unabhängig vom Willen der Menschen. Aber dies nur bis zu einem gewissen Augenblick, bis zu dem Augenblick, wo die neu entstandenen und sich entwickelnden Produktivkräfte die notwendige Reife erlangt haben. Nachdem die neuen Produktivkräfte ausgereift sind, verwandeln sich die bestehenden Produktionsverhältnisse und ihre Träger, die herrschenden Klassen, in das `unüberwindliche` Hindernis, das nur aus dem Wege geräumt werden kann durch die bewußte Tätigkeit der neuen Klassen, durch gewaltsame Handlungen dieser Klassen, durch die Revolution... Der elementare Entwicklungsprozess macht der bewußten Tätigkeit der Menschen Platz, die friedliche Entwicklung der gewaltsamen Umwälzung, die Evolution der Revolution.« (Stalin, Dialektischer und Historischer Materialismus).

    oder das bekannteste Zitat von Marx:

    »Auf einer gewissen Stufe ihrer Entwicklung geraten die materiellen Produktivkräfte der Gesellschaft in Widerspruch mit den vorhandenen Produktionsverhältnissen oder, was nur ein juristischer Ausdruck dafür ist, mit den Eigentumsverhältnissen, innerhalb deren sie sich bisher bewegt hatten. Aus Entwicklungsformen der Produktivkräfte schlagen diese Verhältnisse in Fesseln derselben um. Es tritt dann eine Epoche sozialer Revolution ein. Mit der Veränderung der ökonomischen Grundlage wälzt sich der ganze ungeheure Überbau langsamer oder rascher um... Die bürgerlichen Produktionsverhältnisse sind die letzte antagonistische Form des gesellschaftlichen Produktionsprozesses, antagonistisch nicht im Sinne von individuellem Antagonismus, aber die im Schoß der bürgerlichen Gesellschaft sich entwickelnden Produktivkräfte schaffen zugleich die materiellen Bedingungen zur Lösung dieses Antagonismus« (Marx, »Zur Kritik der Politischen Ökonomie, 1859)

    Die Perspektive der Weltrevolution, der gewaltigsten Revolution aller Zeiten, eröffnet sich uns also sofort bei weiterem Verfolgen unserer materialistischen Geschichtsauffassung und bei ihrer Anwendung auf unsere Gegenwart. Das Proletariat spielt dabei eine welthistorische Rolle nicht nur als Totengräber der alten Welt, sondern als Erbauer einer neuen Welt. Was Marx und Engels im Kommunistischen Manifest formulierten, trifft heute im Weltmaßstab exakt zu, dass nämlich die »neue« Weltordnung des Imperialismus sich bereits historisch als unfähig erwiesen hat, als herrschende Ordnung der heutigen Welt fort zu bestehen, weil sich die herrschende Klasse längst den Boden unter den Füßen weggezogen hat und in eine ausweglose Lage geraten ist:

    »Der moderne Arbeiter... statt sich mit dem Fortschritt der Industrie zu heben, sinkt immer tiefer unter die Bedingungen seiner eigenen Klasse herab. Der Arbeiter wird zum Pauper, und der Pauperismus entwickelt sich noch schneller als Bevölkerung und Reichtum. Es tritt hiermit offen hervor, dass die Bourgeoisie unfähig ist, noch länger die herrschende Klasse der Gesellschaft zu bleiben und die Lebensbedingungen ihrer Klasse der Gesellschaft als regelndes Gesetz aufzuzwingen. Sie ist unfähig zu herrschen, weil sie unfähig ist, ihrem Sklaven die Existenz selbst innerhalb seiner Sklaverei zu sichern, weil sie gezwungen ist, ihn in eine Lage herabsinken zu lassen, wo sie ihn ernähren muss, statt von ihm ernährt zu werden. Die Gesellschaft kann nicht mehr unter ihr leben, d.h. ihr Leben ist nicht mehr verträglich mit der Gesellschaft.

    Die wesentliche Bedingung für die Existenz und für die Herrschaft der Bourgeoisieklasse ist die Anhäufung des Reichtums in den Händen von Privaten, die Bildung und Vermehrung des Kapitals; die Bedingung des Kapitals ist die Lohnarbeit. Die Lohnarbeit beruht ausschließlich auf Konkurrenz der Arbeiter unter sich. Der Fortschritt der Industrie, dessen willenloser Träger die Bourgeoisie ist, setzt an die Stelle der Isolierung der Arbeiter durch die Konkurrenz ihre revolutionäre Vereinigung durch die Assoziation. Mit der Entwicklung der großen Industrie wird also unter den Füßen der Bourgeoisie die Grundlage selbst hinweg gezogen, worauf sie produziert und die Produkte sich aneignet. Sie produziert vor allem ihren eigenen Totengräber. Ihr Untergang und der Sieg des Proletariats sind gleichsam unvermeidlich« (MEW, Bd. 4, Seite 474, Manifest der Kommunistischen Partei).

    Die objektive und geschichtliche Tendenz der kapitalistischen Akkumulation, so wies Karl Marx im »Kapital« nach, führt zwangsläufig zur schließlichen Aufhebung des kapitalistischen Privateigentums an den Produktionsmitteln. Mit der Weltrevolution entsprechen wir dieser objektiven Gesetzmäßigkeit, wenden wir sie an, richten wir unser ganzes revolutionäres Handeln und Streben als geschichtliche Notwendigkeit und Aufgabe darauf aus, mobilisieren wir die revolutionären Triebkräfte für die Umwälzung der Gesellschaft, bringen wir die Weltrevolution mit den objektiven Entwicklungsgesetzen der Gesellschaft in Übereinstimmung, um diese schneller, besser, tiefer, sicherer, gründlicher, optimaler usw., usf. wirksam werden zu lassen im Interesse und für den Fortschritt der Menschheit.

    »Weil die Lage der Arbeiter aller Länder dieselbe, weil ihre Interessen dieselbe, ihre Feinde dieselben sind, darum müssen sie auch zusammen kämpfen, darum müssen sie der Verbrüderung der Bourgeoisie aller Länder eine Verbrüderung der Arbeiter aller Völker entgegenstellen« (MEW, Bd. 4, Seite 418, dt. Ausgabe).

    »Das Proletariat vereint im Kampfe gegen die Bourgeoisie sich notwendig zur Klasse, macht sich durch eine Revolution zur herrschenden Klasse und hebt als herrschende Klasse gewaltsam die Produktionsverhältnisse auf« (Marx/Engels, Kommunistisches Manifest)

    »Es existiert ... eine gewisse Art Verbrüderung der Unterdrücker gegen die Unterdrückten, der Exploiteurs gegen die Exploitierten. Weil die Bourgeoisieklasse eines Landes gegen die Proletarier desselben Landes vereinigt und verbrüdert ist, trotz der Konkurrenz und des Kampfes der Mitglieder der Bourgeoisie unter sich selbst, so sind die Bourgeoisie aller Länder gegen die Proletarier aller Länder verbrüdert und vereinigt, trotz ihrer wechselseitigen Bekämpfung und Konkurrenz auf dem Weltmarkte. Damit die Völker sich wirklich vereinigen können, muss ihr Interesse ein gemeinschaftliches sein. Damit ihr Interesse gemeinschaftlich sein könne, müssen die jetzigen Eigentumsverhältnisse abgeschafft sein, denn die jetzigen Eigentumsverhältnisse bedingen die Exploitation der Völker unter sich: die jetzigen Eigentumsverhältnisse abzuschaffen, das ist nur das Interesse der arbeitenden Klasse. Sie allein hat auch die Mittel dazu. Der Sieg des Proletariats über die Bourgeoisie ist zugleich der Sieg über die nationalen und industriellen Konflikte, die heutzutage die verschiedenen Völker feindlich einander gegenüberstellen. Der Sieg des Proletariats über die Bourgeoisie ist darum zugleich das Befreiungssignal aller unterdrückten Nationen.. Der Verlust der alten Gesellschaft ist... kein Verlust für die, die nichts in der alten Gesellschaft zu verlieren haben, und in allen jetzigen Ländern ist dies der Fall für die große Mehrzahl. Sie haben vielmehr alles zu gewinnen durch den Untergang der alten Gesellschaft, welcher die Bildung einer neuen, nicht mehr auf Klassengegensätzen beruhenden Gesellschaft bedingt« (MEW, Bd. 4, Seite 416/417, dt. Ausgabe).

    »Das Proletariat wird seine politische Herrschaft dazu benutzen, der Bourgeoisie nach und nach alles Kapital zu entreißen, alle Produktionsinstrumente in den Händen des Staates d.h., des als herrschende Klasse organisierten Proletariats zu zentralisieren und die Masse der Produktivkräfte möglichst rasch zu vermehren« (Marx/Engels, Kommunistisches Manifest).

    »Der Leninismus ist der Marxismus der Epoche des Imperialismus und der proletarischen Revolution. Genauer: der Leninismus ist die Theorie und Taktik der proletarischen Revolution im allgemeinen, die Theorie und Taktik der Diktatur des Proletariats im besonderen« (Stalin, Bd. 8, Seite 12, dt. Ausgabe).

    Lenin charakterisierte die Merkmale der proletarischen Revolution wie folgt:

    » `Möge zuerst, bei Aufrechterhaltung des Privateigentums, das heißt bei Aufrechterhaltung der Macht und des Jochs des Kapitals, die Mehrheit der Bevölkerung für die Partei des Proletariats aussprechen - dann erst kann und darf sie die Macht übernehmen` - sagen die kleinbürgerlichen Demokraten, die faktischen Lakaien der Bourgeoisie, die sich `Sozialisten nennen` .

    `Möge zuerst das revolutionäre Proletariat die Bourgeoisie stürzen, das Joch des Kapitals abschütteln, den bürgerlichen Staatsapparat zerschlagen - dann wird das siegreiche Proletariat rasch die Sympathien und die Unterstützung der Mehrheit der werktätigen nichtproletarischen Massen für sich gewinnen können, indem es sie auf Kosten der Ausbeuter zufriedenstellt`- sagen wir.

    Um die Macht der Bevölkerung für sich zu gewinnen, führte Lenin weiter aus, muss das Proletariat erstens die Bourgeoisie stürzen und die Staatsmacht erobern; es muss zweitens die Sowjetmacht einführen und dabei den alten Staatsapparat in Trümmer schlagen, wodurch es sofort die Herrschaft, die Autorität, den Einfluss der Bourgeoisie und der kleinbürgerlichen Paktierer unter den nichtproletarischen werktätigen Massen untergräbt. Es muss drittens den Einfluss der Bourgeoisie und der kleinbürgerlichen Paktierer unter der Mehrheit der nichtproletarischen werktätigen Massen durch revolutionäre Befriedigung ihrer ökonomischen Bedürfnisse auf Kosten der Ausbeuter endgültig vernichten« (Lenin zitiert bei Stalin, Bd. 8, Seite 23, dt. Ausgabe).

    Die Diktatur des Proletariats bildet den Hauptinhalt der proletarischen Revolution und in diesem Zusammenhang bildet die Diktatur des Proletariats die folgenden Grundzüge:

    »Die Diktatur des Proletariats ist nicht die Beendigung des Klassenkampfes, sondern seine Fortführung in neuen Formen. Die Diktatur des Proletariats ist der Klassenkampf des Proletariats, das gesiegt und die politische Macht erobert hat, gegen die Bourgeoisie, die zwar besiegt, aber nicht vernichtet, nicht verschwunden ist, nicht aufgehört hat, Widerstand zu leisten, gegen die Bourgeoisie, die ihren Widerstand verstärkt hat« (Lenin, Vorwort zu: »Wie das Volk mit den Losungen der Freiheit und Gleichheit betrogen wird« ( Lenin zitiert bei Stalin, Bd. 8, Seite 23, dt. Ausgabe).

    Marx stellte fest, »dass also die Revolution nicht nur nötig ist, weil die herrschende Klasse auf keine andere Weise gestürzt werden kann, sondern auch, weil die stürzende Klasse nur in einer Revolution dahin kommen kann, sich den ganzen alten Dreck vom Halse zu schaffen.« Das Weltproletariat muss sich also auf revolutionäre Weise des ganzen parasitären, verfaulten und verwesten Drecks der imperialistischen Basis UND ihres Überbaus entledigen und sich davon frei machen.

    Solange die anderen Klassen, speziell die kapitalistische noch existiert, solange das Proletariat mit ihr kämpft, muss es gewaltsame Mittel anwenden.« (MEW, Bd. 18, Seite 630, dt. Ausgabe).

    »Die Befreiung der unterdrückten Klasse ist unmöglich nicht nur ohne gewaltsame Revolution, sondern auch ohne Vernichtung des von der herrschenden Klasse geschaffenen Apparats der Staatsgewalt« (Lenin zitiert bei Stalin, Bd. 8, Seite 22, dt. Ausgabe.

    »Das Proletariat kann also nur weltgeschichtlich existieren, wie der Kommunismus, seine Aktion, nur als `weltgeschichtliche` Existenz überhaupt vorhanden sein kann«. (MEW, Bd. 3, Seite 36, Deutsche Ideologie, dt. Ausgabe)

    Ist also das Weltproletariat selbst noch Klasse, und sind die ökonomischen Bedingungen, worauf der Klassenkampf beruht, auf der ganzen Welt noch nicht restlos verschwunden, so muss ihr Umwandlungsprozess gewaltsam, das heisst durch die gewaltsame, sozialistische proletarische Weltrevolution beschleunigt werden.

    »Die Gewalt ist der Geburtshelfer jeder alten Gesellschaft, die mit einer neuen schwanger geht.« (Marx, Das Kapital Bd. I, Seite

    Jede Revolution, jede Volksrevolution, jede Revolution, in denen sich also Massen der unterdrückten Klassen gegen die Unterdrückerklassen zu deren Sturz erheben (- gemeint sind in der Regel nicht einzelne Revolten und Aufstände«), ist stets eine schöpferische Revolution, hat eine Zukunftsperspektive, denn sie zerschlägt »nur« die alte Ordnung der herrschenden Klassen und verwertet aus der alten Ordnung die Dinge, die jede Revolution zur Schaffung der neuen Gesellschaft braucht. Marx hob hervor, dass die proletarische Revolution sich von jeder Revolution dadurch unterscheide, dass sie permanent und unentwegt jede Phase ihres Prozesses ändert, ja die Prozesse sogar abbricht, verwirft und korrigiert, indem sie Selbstkritik übt und sich ständig durch Selbstkritik stärkt.

    »Bis zu einer gewissen Periode vollziehen sich die Entwicklung der Produktivkräfte und die Veränderungen auf dem Gebiet der Produktionsverhältnisse als elementarer Prozess, unabhängig vom Willen der Menschen. Aber dies nur bis zu einem gewissen Augenblick, bis zu dem Augenblick, wo die neu entstandenen und sich entwickelnden Produktivkräfte die notwendige Reife erlangt haben. Nachdem die neuen Produktivkräfte ausgereift sind, verwandeln sich die bestehenden Produktionsverhältnisse und ihre Träger, die herrschenden Klassen, in das `unüberwindliche` Hindernis, das nur aus dem Weg geräumt werden kann durch die bewusste Tätigkeit der neuen Klassen, durch gewaltsame Handlungen dieser Klassen, durch die Revolution. Hier zeigt sich besonders klar die gewaltige Rolle der neuen gesellschaftlichen Ideen, die neuen politischen Einrichtungen der neuen politischen Macht, die berufen sind, die alten Produktionsverhältnisse gewaltsam zu beseitigen. Auf der Grundlage des Konflikts zwischen den neuen Produktivkräften und den alten Produktionsverhältnissen, auf der Grundlage der neuen ökonomischen Bedürfnisse der Gesellschaft entstehen neue gesellschaftliche Ideen, die neuen Ideen organisieren und mobilisieren die Massen, die Massen schließen sich zusammen zu einer neuen politischen Armee, schaffen eine neue revolutionäre Macht und benutzen sie, um die alten Zustände auf dem Gebiet der Produktionsverhältnisse gewaltsam zu beseitigen und neue Zustände herzustellen und zu verankern. Der elementare Entwicklungsprozess macht der bewussten Tätigkeit der Menschen Platz, die friedliche Entwicklung der gewaltsamen Umwälzung, die Evolution der Revolution« (Stalin, Geschichte der KPdSU(B), Bd. 15, Seite 163, dt. Ausgabe der KPD/ML).

    Die Freiheit der Menschheit setzt die Einsicht in die Notwendigkeit voraus. Die Befreiung der Menschheit vom Weltimperialismus bedingt nicht nur die Einsicht in die Notwendigkeit der Weltrevolution, sondern vor allem ihre Verwirklichung voranzutreiben. Wenn die Massen die Idee, die Theorie, der Weltrevolution begreift, von ihr erfasst wird, ergreifen sie auch die Waffen und ringen den Weltimperialismus nieder. Die Unterdrückten und Ausgebeuteten der Welt sind unbesiegbar, denn unbesiegbar ist die Weltrevolution.

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    Im Rahmen der Generallinie beschränken wir uns auf das Allerwesentlichste, weil die Revolutionstheorie als bekannt vorausgesetzt und bei den Klassikern ausführlich studiert werden kann. Uns kann es hier nur um die wichtigsten Merkmale der marxistisch-leninistischen Revolutionstheorie in verallgemeinerter, kurzer und bündiger Form gehen, und die sind mit einigen wichtigen Klassikerzitaten hervorgehoben.

    Die marxistisch-leninistischen Theorie der

    proletarischen Weltrevolution

    Was verstehen wir unter bolschewistischer Weltrevolution?

    Worauf beruht sie und wodurch unterscheidet sie sich von jeder anderen Revolution?

    Was sind die wesentlichen Merkmale, Voraussetzungen und Bedingungen der bolschewistischen Weltrevolution?

    Wie müssen wir Marxisten-Leninisten heute die Weltrevolution vorbereiten, wie können wir ihr zum Durchbruch verhelfen, wie können wir sie zum Sieg führen und - vor allem - wie können wir ihren Sieg sichern? Diese Frage der praktischen Anwendung der Theorie der proletarischen Weltrevolution wird im nächsten Kapitel »Strategie und Taktik der Komintern/ML« definiert.

    Die Komintern/ML versteht unter bolschewistischer Weltrevolution...

    ....den gewaltsamen, bewaffneten Sturz der Weltbourgeoisie und die endgültige Zerschlagung ihres internationalen Unterdrückungs- und Ausbeutungsapparates, mit dem sie ihr System des Weltkapitalismus aufrecht erhält. Sie wird geführt durch das Weltproletariat und seine Kommunistische Internationale zur vollständigen, revolutionären Befreiung der Weltproduktivkräfte aus den Fesseln der imperialistischen Produktionsverhältnisse durch weltweite Enteignung des Privateigentums, dessen internationale Vergesellschaftung unter dem Schutzschild Weltdiktatur des Proletariats als Voraussetzung für das nächste Ziel des Aufbaus des Weltsozialismus und dem ferneren Ziel des Aufbaus des Weltkommunismus, der klassenlosen Gesellschaft.

    »Sicherlich wird die Weltrevolution nicht an einem Tage ausbrechen und sie wird nicht innerhalb eines Tages entschieden werden. Der Kampf wird lang und schwierig sein, wird viele Opfer erfordern, aber die Idee der Revolution und der Errichtung der Diktatur des Proletariats werden unaufhaltsam ihren Weg nehmen« (Enver Hoxha, »25 Jahre Kampf und Sieg auf dem Wege des Sozialismus«, Seite 83, Tirana 1970, dt. Ausgabe).

    Worauf stützt die Komintern/ML den unausbleiblichen Sieg der bolschewistische Weltrevolution? Wir stützen unseren Sieg der bolschewistischen Weltrevolution auf die Erkenntnisse der ökonomischen Entwicklungsgesetze der Gesellschaft, die wir für die erfolgreiche, revolutionäre Umwälzung nutzen und mit ihr in Übereinstimmung bringen. Keine Weltrevolution, auch nicht die bolschewistische, wird siegen oder sich behaupten können, wenn sie nicht ökonomisch herangereift und sie jeglicher materieller Basis entbehrt. Auf Grund der Erfahrungen des Aufbaus des Sozialismus - einschließlich der Erfahrungen seines Niedergangs, ausgehend von den praktischen Erfahrungen der bisherigen Geschichte des Sozialismus, aber auch auf Grund des reichhaltigen theoretischen Erbes des Marxismus-Leninismus, insbesondere die Marx´schen Theorie über die politische Ökonomie des Kapitalismus und die Weiterentwicklung der Lenin´schen Theorie vom »Imperialismus, als höchste Stufe des Kapitalismus«, auf Grund der Erkenntnisse Stalins »über die Probleme der Ökonomie des Sozialismus in der UdSSR«, sowie auf Grund des Werkes von Enver Hoxha über »Imperialismus und Revolution«, können wir sowohl von einer objektiven, materiellen Reife der alten Gesellschaft als auch von einer objektiven, materiellen Reife des Sozialismus, von einer Reife der subjektiven Erfahrungen ausgehen, um mit der bolschewistischen Weltrevolution unmittelbar, direkt und stufenlosen d.h., ohne irgendwelche Zwischenetappen, zum internationalen Sozialismus überzugehen.

    Wenn sich die ökonomische Basis der kapitalistischen Gesellschaft erschöpft hat, fällt sie nicht wie eine reife Frucht in den Schoß der sozialistischen neuen Gesellschaft. Die kapitalistischen Produktionsverhältnisse verwandeln sich nicht im Selbstlauf in sozialistische Produktionsverhältnisse. Dies vollzieht sich in einem revolutionären Umwälzungsprozess, in dem ein bis aufs Äußerte zugespitzter Klassenkampf, der Weltklassenkrieg, zwischen Weltbourgeoisie und Weltproletariat tobt und der letztendlich über die Niederlage der Weltbourgeoisie entscheidet, die mit ihrem Verschwinden endet und damit den Sieg des Weltproletariats bedeutet, der mit der Weltdiktatur des Proletariats beginnt und mit dem Verschwinden der Klassengesellschaft beendet wird. Mit Kautskys mechanistischer Theorie der »Produktivkräfte« wäre die führende Rolle der kommunistischen Partei »überflüssig«, wäre sie dazu verdammt, abzuwarten, bis die »Produktivkräfte so weit sind«, bliebe ihr nur Nachtrabpolitik hinter der spontanen Arbeiterbewegung und dem Selbstlauf der sozialistischen Ökonomie. Wir können zwar nicht die objektiven ökonomischen Gesetze, selbst nicht mit einer Weltrevolution, außer Kraft setzen, weil sie sich unabhängig vom Willen des Menschen entwickeln. Wir können aber Bedingungen schaffen, die diesen Umwälzungsprozess begünstigen und ihn beschleunigen. Mit der Weltrevolution kann das Weltproletariat den kürzesten und sichersten Weg zum Weltsozialismus beschreiten, kann es Gefahren der Restauration des Kapitalismus vermeiden und sich viele Niederlagen und Irrwege ersparen - und vor allem eine unnötige 2. oder 3. Weltrevolution. Eben dazu ist die proletarische Weltpartei da. Allerdings, absolute Garantien für den Sieg der Weltrevolution gibt es ebensowenig, wie es sie für die Oktoberrevolution und deren Ausweitung nach Westeuropa nach Asien, nach Südosteuropa oder sonst wo auf der Welt geben konnte. Das hat die Geschichte des Kommunismus bewiesen.

    Der Imperialismus hat nationale Schranken niedergerissen und die Produktivkräfte weltweit entwickelt, zugleich aber hat er die Produktivkräfte in seinem Endstadium nicht nur gehemmt, sondern ist dabei, sie im Weltmaßstab wieder zu zerstören in seiner Jagd nach Maximalprofit.

    »Der Kapitalismus setzt sich für neue Technik ein, wenn sie ihm Höchstprofite verheißt. Der Kapitalismus wendet sich gegen die neue Technik und ist für den Übergang zur Handarbeit, wenn ihm die neue Technik keine Höchstprofite mehr verheißt. Dieser schreiende Widerspruch kann man nur mit dem ökonomischen Grundgesetz des modernen Kapitalismus erklären, d.h. mit der Notwendigkeit der Erzielung von Maximalprofiten. Die wichtigsten Merkmale und Forderungen des ökonomischen Grundgesetzes des modernen Kapitalismus könnte man ungefähr folgendermaßen formulieren: Sicherung eines kapitalistischen Maximalprofits durch Ausbeutung, Ruinierung und Verelendung der Bevölkerungsmehrheit des gegebenen Landes, durch Unterjochung und systematische Ausplünderung der Völker anderer Länder, insbesondere rückständiger Länder, schließlich durch Kriege und Militarisierung der Volkswirtschaft, die zur Sicherung von Höchstprofiten ausgenutzt werden. Der Durchschnittsprofit ist die Mindestgrenze der Rentabilität, unter der die kapitalistische Produktion unmöglich wird. Es wäre aber lächerlich zu glauben, dass die Obermacher des modernen monopolistischen Kapitalismus, wenn sie Kolonien an sich reißen, wenn sie Völker versklaven und Kriege anzetteln, sich alles in allem nur einen Durchschnittsprofit sichern wollten. Nein, nicht der Durchschnittsprofit und nicht der Extraprofit, der in der Regel nur etwas höher ist als der Durchschnittsprofit, sondern gerade der Maximalprofit ist die Triebfeder des monopolistischen Kapitalismus... um schließlich die Weltherrschaft zu erringen« [ bzw. diese einmal errungen, aufrecht zu erhalten, die Redaktion ] - Stalin, »Die ökonomischen Probleme des Sozialismus in der UdSSR«, Seite 48, 49, dt. Ausgabe, Moskau 1952).

    Der Imperialismus entwickelt, organisiert und diszipliniert der Arbeiter, zwingt die Werktätigen unter seine brutale Ordnung, die er wie ein Netz über die ganze Erde aufgespannt hat - der Imperialismus unterdrückt, unterjocht, führt zur Degeneration, zum Elend, zum Ruin von immer mehr Ländern. Damit erzeugt der Imperialismus selbst seine internationalen Totengräber, schafft selbst die Elemente der sozialistischen Weltordnung. Aber diese einzelnen Elemente, die einzelnen Länder, ändern ohne einen »Weltsprung« nichts an der allgemeinen Sachlage, der Sozialismus »in einem Land« rüttelt an der Herrschaft des Weltimperialismus, schafft glänzende Voraussetzungen für seinen Untergang, aber er kann sie letztendlich nicht beseitigen ohne die Weltrevolution.

    Unter den Bedingungen des schnell um sich greifenden Fäulnisprozesses des gesamten Weltkapitalismus insbesondere des rasanten Zerfallsprozess des Sozialimperialismus, unter den Bedingungen seines ausgereiften Endstadiums, ist die Weltrevolution objektiv reif für ihren Ausbruch. Das meinte Lenin, wenn er bereits vor 85 Jahren(!) vom Imperialismus als den »Vorabend der proletarischen, sozialistischen Revolution« sprach, was wir uns angesichts des heutigen Stadiums des Imperialismus, der Gärung seiner materiellen Macht (= Ohnmacht) für den Übergang zum internationalen Sozialismus, praktisch vor Augen führen müssen. Bereits 1917, in seinem Artikel, »Werden die Bolschewiki die Staatsmacht behaupten?«, sagte Lenin:

    »Jetzt, wo diese (materiellen) Voraussetzungen vorhanden sind, wird es auf der ganzen Erde keine Macht geben, die die Bolschewiki hindern könnte, wenn sie sich nicht einschüchtern lassen und es verstehen, die Macht zu ergreifen, sie bis zum Siege der sozialistischen Weltrevolution zu behaupten.«

    Einschüchtern ließen sich die Bolschewiki auch nicht von Kautskys Schreckgespenst vom »Ultra-Imperialismus«. Lenin hat die sogenannte These des `friedlichen Überlebens` des Kapitalismus, die fließende Entwicklung vom Imperialismus zum »Ultra-imperialismus«, die Möglichkeit seines Weiterlebens widerlegt. Wenn wir Kommunisten auch zur Kenntnis nehmen mußten, dass der Überlebenskampf des Imperialismus nicht nur sehr zäh ist, sondern er auch die Kraft hatte, den Sozialismus in den Kapitalismus, in den Sozialimperialismus zu verwandeln, so ist uns Kautsky bis heute eines Beweises für den real existierenden Ultra-Imperialismus schuldig geblieben. Seine heutigen Anhänger wünschen ihn verjüngt als zweite Supermacht wieder auferstehen zu lassen in der Hoffnung, den Weltimperialismus »links« und den Sozialismus rechts zu überholen. Dieser arbeiteraristokratische Traum des Neo- Chruschtschowismus und Neo-Breschnewismus ist heute in Russland ausgeträumt bevor er begonnen hat, ebenso ist der bescheidenere Wunsch, sich wenigstens ein warmes Plätzchen am Ofen des Weltimperialismus zu sichern, wie eine Seifenblase geplatzt und historisch erledigt. Sie haben ihren eigenen Sozialismus wie Parasiten verschlungen und werden - undankbar wie der Weltimperialismus nun einmal ist - selber von diesem verschluckt, um den Heldentod der zweiten Supermacht im Magen anderer weltimperialistischer Bestien zu sterben, wo deren neue Weltordnung sie verdaut und ausscheidet. Der Weltimperialismus ist heute schon zu schwach, um die »Trümmer des Sozialismus« vollständig zu beseitigen, um darauf einen neuen Kapitalismus aufzubauen, geschweige denn ihn in die alte Weltordnung problemlos zu integrieren. Dieser ganze Entwicklungsverlauf widerlegt nicht den Marxismus-Leninismus, sondern bestätigt ihn vielmehr, bestätigt Lenin, wie die Gesetze des Imperialismus wirken. Daraus lernen heisst: entschieden gegen den Revisionismus für den Sieg der Weltrevolution- und noch viel mehr für die Verhinderung der Restauration des Weltkapitalismus - zu kämpfen, damit sich die Geschichte nicht wiederholt. Uns wurde eine bittere Niederlage erteilt, aber mit ihr wertvolle Lehren, mit denen wir um so gründlicher und sicherer und schneller zur 2. Etappe des Sozialismus, zum »internationalen Sozialismus«, vordringen werden, indem wir den neu gepflanzten Sozialismus vor revisionistischen Keimen schützen und die revisionistischen Giftmischer der ehemaligen »Volksdemokratien« und des »sozialistischen Lagers« von vornherein daran hindern, den Sozialismus durch versöhnlerische Fäulnisbakterien zum Absterben zu verurteilen und sie daran hindern, wie Parasiten darüber herzufallen. Wir werden an Enver Hoxha und Stalin anknüpfen, die das historisch Optimale aus den vorhandenen Bedingungen herausgeholt und den Sozialismus zu einer Blüte und Kraft entwickelt haben, die den Imperialisten heute noch den Angstschweiß auf die Stirn jagt. Die Weltbourgeoisie hat nicht Angst vorm »Terrorismus«, sondern Angst vorm Kommunismus, den sie als »Terrorismus« definiert, um die Massen zu täuschen und vom Kommunismus abzuhalten. Und unsre Zeit wird kommen, noch ehe die verbliebenen Länder mit ihrem maroden revisionistischen staatskapitalistischen System Bankrott gemacht haben und die Neuverteilung der Welt abgeschlossen ist. Wir bezeichnen die kommende 2. Etappe des Sozialismus, »internationalen Sozialismus«, und mit den Worten Enver Hoxhas als »Phase der Welt, wo die Frage der Revolution und der Befreiung der Völker ein Problem ist, das zur Lösung ansteht« (Enver Hoxha, Bericht auf dem 7. Parteitag der PAA).

    Lenin bewies, »dass, noch ehe es zu einem einzigen Welttrust, zu einer `ultra-imperialistischen Weltvereinigung` der nationalen Finanzkapitale kommt, der Imperialismus ( auf Grund des Gesetzes der ungleichmäßigen Entwicklung des Kapitalismus, das durch die imperialistische Epoche noch verschärft wurde, die eine dauernde und feste internationale Vereinigung imperialistischer Mächte unmöglich macht) unvermeidlich zusammenbrechen, der Kapitalismus sich in sein Gegenteil verwandeln wird.« (Lenins Vorwort zu Bucharins Broschüre:`Weltwirtschaft und Imperialismus`, 1915),

    In der Polemik mit Kautsky sagte Lenin:

    »...`inter-imperialistische` oder `ultra-imperialistische` Bündnisse sind daher in der kapitalistischen Wirklichkeit... notwendigerweise nur `Atempausen` zwischen Kriegen - gleichviel, in welcher Form diese Bündnisse geschlossen werden, ob in der Form einer imperialistischen Koalition gegen eine andere imperialistische Koalition oder in Form eines allgemeinen Bündnisses aller imperialistischen Mächte.« (Lenin, Bd. 22, alb. Ausgabe, Seite 359 - 360)

    »dass der Kapitalismus durch die imperialistischen Kriege unter den Schlägen der proletarischen Revolution unvermeidlich schon viel früher zusammenbrechen muss.« (Aus dem Programm der Kommunistischen Internationale Abschnitt I, Kapitel 4)

    »Die Epoche des Imperialismus, die den Prozess der Schaffung der materiellen Voraussetzungen des Sozialismus vollendet (Konzentration der Produktionsmittel, gigantische Vergesellschaftung der Arbeit, Erstarken der Arbeiterorganisationen), verschärft zugleich die Widersprüche zwischen den `Großmächten`und ruft Kriege hervor, die den Zerfall der einheitlichen Weltwirtschaft herbeiführen. Der Imperialismus ist daher der verwesende, sterbende Kapitalismus. Er ist die letzte Etappe der Entwicklung des Kapitalismus überhaupt. ER IST DER ANBRUCH DER SOZIALISTISCHEN WELTREVOLUTION. Die internationale proletarische Revolution entspringt so den Entwicklungsbedingungen des Kapitalismus im allgemeinen und seiner imperialistischen Phase im besonderen. Das kapitalistische System als Ganzes nähert sich seinem endgültigen Zusammenbruch. Die Diktatur des Finanzkapitals bricht zusammen und weicht der Diktatur des Proletariats.« (Aus dem Programm der Kommunistischen Internationale, Abschnitt I, Kapitel 4)

    Wir sehen uns dadurch vor die Aufgabe gestellt, nicht nur die Oktoberrevolution zu Ende zu führen, sondern in einem Atemzug an der Beschleunigung ihrer weltrevolutionären Ausbreitung zu arbeiten, was nichts anderes heißen kann, als gleichzeitig die Weltrevolution zu Ende zu führen. Durch die kombinierte imperialistische Strategie des Antikommunismus und Revisionismus leiden die Kämpfe unter ihrer Spontaneität, tragen sie Abwehr- und Widerstandscharakter, fehlt es an geballter, flächendeckender Gegenoffensive, an globaler Perspektive, an einer vereinigten und zentrierten revolutionären Strategie und Taktik, eben bedingt durch die Schwächung des subjektiven Faktors, der Schwäche und Losgelöstheit der Marxisten-Leninisten und ihrer Organisation insbesondere ihrer gemeinsamen Organisation - die Kommunistische Internationale gegenüber der internationalen Arbeiter - und nationalen Befreiungsbewegung. Dabei steht die Weltrevolution heute unmittelbar zur Lösung an, das gesamte System des Weltimperialismus zu stürzen und danach - ohne dem Klassenfeind wieder Regenerationsspielräume offen zu lassen - die Weltdiktatur des Proletariats zu errichten, um die Weltordnung des Kapitalismus durch die Weltordnung des Sozialismus zu ersetzen. Der Einfluss der Kommunisten auf die Massenbewegungen ist gegenwärtig sehr gering. Auf der einen Seite waren die objektiven Bedingungen für die Weltrevolution noch nie so herangereift wie heute. Aber auf der anderen Seite waren die subjektiven Faktoren nie schwächer als heute. So muss sich das revolutionäre Weltproletariat erst in den Klassenkämpfen als vereinigte Kraft herausbilden, muss es seine Bündnispartner um sich scharen und kann sich dabei nicht einmal auf ein sozialistisches Hinterland stützen. Hinzu kommen die Gefahren eines unmittelbar bevorstehenden Weltfaschismus und eines erneuten imperialistischen Weltkrieges zwischen den sich herausbildenden rivalisierenden imperialistischen Lagern, um die Welt neu aufzuteilen und ihren Untergang hinauszuschieben. Trotzdem - oder gerade deswegen - steht die Weltrevolution heute zur Lösung auf der Tagesordnung, tragen wir Marxisten-Leninisten heute eine ungeheure Verantwortung, dürfen wir nicht mehr so weiter machen wie bisher, wenn uns die Welle der Revolution nicht überrollen soll und wir nicht hinter den aufständischen Massen hilflos hinterher hinken wollen. Die Taktik des Weltbolschewismus ist also darauf zu richten, die Schwächen des subjektiven Faktors mit aller Kraft zu überwinden und uns für die kommenden Schlachten zu rüsten. Die Taktik des Weltbolschewismus muss gemäß den Lehren der Geschichte der Sowjetunion und der Geschichte des sozialistischen Albaniens, darauf ausgerichtet sein, die internationale Kraft der Oktoberrevolution und der Revolution in Albanien noch besser zu nutzen, als dies in der Geschichte der Fall war. Das ist die Aufgabe des Weltproletariats und seiner Kommunistischen Internationale. Der Sozialismus in einem Land schuf durch den Sieg der Oktoberrevolution eine ungeheure Quelle für das Ansteigen des Kräftepotentials des gesamten Weltproletariats, das Lenin und Stalin hoffen ließ, dass sich die Weltrevolution - vor allem über Europa - ausdehnt. Das hätte das internationale Kräfteverhältnis gegenüber dem Imperialismus erhöht und das Angriffspotential auf die Sowjetunion durch die kapitalistische Umkreisung vermindert, deren Ziel es war, diese Quelle der Weltrevolution sowohl von außen als auch von innen zum Versiegen zu bringen.

    Die Weltrevolution und die »Negation der Negation«

    Die »Negation der Negation« ist eine Methode des dialektischen Materialismus, die den fortschreitenden Entwicklungsverlauf der Weltrevolution theoretisch erhellt, genauer: die Erkenntnis des inneren Zusammenhanges der einzelnen Entwicklungsstadien der Weltrevolution, ihrer Tendenz und Richtung, die scheinbare Rückkehr zum Alten, die scheinbare Wiederholung des gleichen Prozesses, aber auf qualitativ höherer Stufe, in vollkommenerer Entwicklung. Die Negation der Negation der Weltrevolution wirkt durch die Bedingungen der Kontinuität zwischen Negiertem und Negierendem. Infolgedessen ist die dialektische Negation nicht Negieren der vorangegangenen revolutionären Weltentwicklung, der bisherigen allgemeinen Geschichte der Revolution, die mit der Pariser Kommune und der Oktoberrevolution begann, sondern die Negation ist vielmehr eine Voraussetzung, ein Erfahrungspotential, eine historische Schatzkammer, die als Grundlage und Ausgangspunkt für neue Entwicklungsmöglichkeiten dient durch Wiederholung auf höherem Niveau. Die Negation, die In-Fragestellung, was wir richtig, was wir falsch gemacht haben, was wir in Zukunft besser machen müssen, das Nutzbarmachen und Verwerten aller bisherigen Ideen, positiven Errungenschaften, Kräfte, Methoden usw. , ja sogar in bedingtem Umfang auch eine direkte Übernahme von Kampfformen und Hilfsmitteln, welche sich in der Ausgangsstufe als unentbehrlich und ungeheuer nützlich erwiesen haben. Dazu gehören auch die negativen Erfahrungen, die Niederlagen, deren zukünftige Vermeidung uns unnötige Irrwege erspart, den Weg erleichtert und unsere Kräfte schneller uns sicherer zur erneuten Erstürmung der feindlichen Bastion führt. Deswegen ist das Entwicklungsgesetz der bolschewistischen Kritik und Selbstkritik ebenfalls ein Gesetz der Negation der Negation, womit wir alle negativen Entwicklungen und Fehler der vergangenen Revolutionen aufdecken können. um sie das nächste Mal, in der Weltrevolution, nicht wiederholen zu müssen, sondern vermeiden und überwinden können. Nur so ist es uns Revolutionären möglich, vorwärts zu schreiten und die fortschreitende, aufsteigende Linie der weltrevolutionären Bewegung, die Kontinuität der Weltrevolution zu begreifen und zu nutzen. So werden z.B. auch bei der Negation der Negation der kapitalistischen Gesellschaftsformen in der sozialistischen Revolution die vom Kapitalismus hervorgebrachten materiellen Produktivkräfte nicht etwa vernichtet wie zur Zeit der »Maschinenstürmerei«, sondern übernommen und den Erfordernissen der neuen, sozialistischen Produktionsverhältnisse angepasst und entsprechend genutzt und weiter entwickelt. Bei der Anwendung »der Negation der Negation« müssen wir darauf bedacht sein, dass wir die Entwicklungsformen der Vergangenheit nicht blindlinks und dogmatisch übernehmen, müssen wir uns vor dem Revisionismus in Acht nehmen, und nicht die Lehren der Klassiker aus ihrem konkreten historischen Kontext herausreißen. Haben sich die Bedingungen geändert, wird das Gegenteil von dem herauskommen, was damals richtig war, werden richtige Lehrsätze zu alten, wertlosen Schablonen, wenn man sie unkritisch übernimmt und es nicht versteht, sie auf die gegenwärtige Situation richtig anzuwenden, oder in manchen Fällen verzichtet man besser gänzlich auf sie. Andererseits haben wir die Theorie der Revolution gerade dadurch weiterentwickelt, dass wir den revolutionären Geist von revisionistischen Entstellungen oder alten Verkrustungen befreiten und es uns gelang, den Marxismus-Leninismus auf die gegenwärtigen Verhältnisse schöpferisch anzuwenden, lebendig zu gestalten und somit den Sieg davon zu tragen.

    Niederlagen und die Rückschritte, Verlangsamung der Revolution usw. sind Bestandteil unseres revolutionären Klassenkampfes, woran die Kleinbürger verzweifeln, »die an nichts mehr glauben, weder an die Reformen, die auf sich warten lassen, noch an die Revolution, die nicht kommen will.« Es hat noch niemals irgendwo eine Revolution gegeben, in der nicht bestimmte Schichten von Verzweiflung erfasst worden wären, ebensowenig wie es Niederlagen und Rückschritte gegeben hat, wo dieser Erscheinungen auftreten. »Jeder Fortschritt... ist zugleich Rückschritt, indem er einseitige Entwicklung fixiert, die Möglichkeit der Entwicklung in vielen anderen Richtungen ausschließt« (MEW, Bd. 20, Seite 564, »Dialektik der Natur«, dt. Ausgabe). Das ist selbst bei der fortschrittlichsten Ideologie des Marxismus-Leninismus nicht anders.

    Die Früchte der Oktoberrevolution wurden wieder vom Imperialismus eingeheimst. Das ist kein Grund zum Verzweifeln, denn die Imperialisten werden dafür noch teurer bezahlen: die Früchte des Sozialismus werden noch zu höherer Reife kommen, aber nur im Besitz des Proletariats! Eine Niederlage nach schwerem Kampf ( gegen den Sowjetrevisionismus) ist eine Tatsache von ebenso großer revolutionärer Bedeutung wie ein leicht errungener Sieg. Das russische und albanische Proletariat sind um ihre Früchte gebracht worden, aber das wird ihr Verlangen nach Rache und Vergeltung in dem Moment wecken, wo sie den Verrat des Revisionismus begriffen haben, und es werden die revolutionären Zeiten dort nicht nur zurückkehren, sondern die Rache der Betrogenen wird zur stärksten Triebkraft des energischen, leidenschaftlichen Kampfes für die Rückeroberung des Sozialismus werden.

    Mit der »Negation der Negation« wird der Ebbe und Flut der Revolution der fatalistische Charakter des Spontaneismus, des Abwartens und der Passivität genommen und ihr Bewusstheit eingehaucht, die der Sammlung, Strukturierung, Mobilisierung und Aktivierung der revolutionären Kräfte in der Phase der Vorbereitung der Revolution dient. Die Theorie der Revolution erkennt weder Stillstand noch Reversibilität an. Jeder Rückschritt der Revolution bedeutet zugleich ihren Fortschritt. »Jede Art von Dingen hat also ihre eigentümliche Art, so negiert zu werden, dass eine Entwicklung dabei herauskommt, und ebenso jede Art von Vorstellungen und Begriffen« (Marx/Engels Werke, Bd. 20, Seite 132, ´Anti-Dühring`, dt. Ausgabe).

    Den Fehler des passiven Abwartens kann man andererseits auch nicht mit dem entgegengesetzten Fehler aus der Welt schaffen, in dem man die Ebbe der Revolution durch »Heiserschreien« des Slogans »Die Haupttendenz in der Welt - ist Revolution!« (Mao) zu überbrücken sucht.

    Es kann sein, dass die Revolution in einem Land siegt, aber die Weltrevolution ausbleibt und umgekehrt können bei Progression der Weltrevolution in einzelnen Ländern Rückwärtsbewegungen der Revolution stattfinden. Rückwärtsbewegungen heben die Entwicklung des Klassenkampfes, die Entwicklung der Weltrevolution und jeder anderen Revolution nicht auf, im Gegenteil. Die Revolution kann sich durch Rückwärtsbewegungen, schneller und tiefer entfalten, in ausgereifterer Form. Das wird auch bei der nächsten Oktoberrevolution der Fall sein. In einem erneuten Anlauf kann die Revolution also ihre Triebkräfte, ihre revolutionäre Energie besser entfalten, können gewaltigere Kräfte aufgebaut werden durch vorheriges Sammeln und ihre Konzentration und durch ein qualitativ höheres proletarisches Klassenbewusstsein. Die Wellen der Revolution erreichen ihre durchbrechende Wirkung erst an einem Punkt, wenn sie sich allmählich hoch geschaukelt haben, wenn Wellentäler und Wellenberge anwachsen. Die Oktoberrevolution hatte damals dieses Höchstmaß an Kräften noch nicht erreichen können, um alle Dämme des Weltimperialismus zu brechen. Das lag nicht an der Oktoberrevolution, sondern an den damals vorhandenen bzw. noch nicht vorhandenen objektiven Bedingungen. Der Dammbruch an einer Stelle konnte wieder behelfsmäßig repariert werden durch die Restauration des Kapitalismus. Deswegen haben wir jetzt eine lange Periode des Wellentals durchlaufen m ü s s e n, bevor wir den nächsten höheren Wellenberg erreichen. Erst so - über ein Wellental - wird es heute möglich sein, vom Sozialismus »in einem Lande« ins sozialistische Lager und schließlich zum Sozialismus »in allen Ländern« zu gelangen, aber eben auf den Schultern des ersten Sozialismus auf der Welt, auf den Schultern der Pariser Kommune u n d der beiden ersten sozialistischen Staaten der Welt. Stalin sprach von »einer Periode zwischen zwei Revolutionen« (Stalin, Bd. 9, Seite 40, »VII. Erweitertes Plenum der EKKI«, dt. Ausgabe). Das ist die Periode der Gegenwart, die die Revolutionen der Etappe des Sozialismus »in einem Lande« von den Revolutionen in der Etappe des »internationalen Sozialismus« trennt. Es ist klar, dass durch den Sieg des »internationalen Sozialismus«, der Sozialismus » in einem Lande« eine ganz andere Qualität erhält, eine neue Qualität gegenüber der einstigen Sowjetunion oder auch gegenüber Albanien, das schon eine höhere Qualität hatte, und das konnte nach dem Revisionismus an der Macht auch gar nicht anders sein. Unsere Opportunisten brauchen nun aber nicht aufschreien und uns als Trotzkisten zu »entlarven«. Wenn wir von dieser höherenQualität des neu entstehenden »Sozialismus in einem Land« sprechen, so meinen wir damit erstens nicht, dass der alte Sozialismus »in einem Lande« im Wesentlichen nicht korrekt aufgebaut wurde oder aus Gründen scheitern musste, die seine Gegner erfanden, um ihn zu vernichten. Zweitens meinen wir damit nicht, dass diesmal zuerst die Weltrevolution kommt und dann die Revolution in einem Land folgt oder gar der große »Kladderadatsch« allen Ländern den Sozialismus gleichzeitig beschert. Dass die Weltrevolution erst in einem Land b e g i n n e n wird, ist eine Binsenwahrheit des Marxismus-Leninismus. Aber dass sie nicht den gleichen Verlauf wie nach der Oktoberrevolution nehmen kann, versteht sich von selbst, sonst müssten wir mit der Weltrevolution auf den Sankt Nimmerleinstag warten - und das, ihr Herren Opportunisten, wäre in der Tat trotzkistisch. Dies kann man eben nicht verstehen, wenn man sich nicht die Mühe macht, zu begreifen, dass sich nach 85 Jahren Oktoberrevolution die objektiven Voraussetzungen für die Weltrevolution ungemein verbessert haben, dass sich im Verhältnis zwischen Oktoberrevolution und Weltrevolution der Schwerpunkt nunmehr eindeutig auf die Weltrevolution verlagert hat und weiter verlagern wird, dass eine weltrevolutionäre Situation bereits herangereift ist, dass die Weltrevolution konkret zur Lösung ansteht, dass sich heute nicht nur ein einzelnes Land gegen den US-Imperialismus und die übrigen imperialistischen Länder erheben wird, sondern die Wahrscheinlichkeit ist gewachsen, dass sogar die überwiegende Mehrheit aller übrigen Länder der Welt gemeinsame revolutionäre Schritte unternehmen werden, um ihr Joch abzuschütteln, weil sie alle mehr oder weniger ausgeblutet und am am Ende sind, dass sie daher mehr oder weniger übereinstimmend fest entschlossen sind, diese Weltherrschaft nicht länger zu ertragen. Es ist nur noch die Hemmschwelle, ihre Sorge um die Vergeltung der Konterrevolution. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, wann die existentielle Not diese Hemmschwelle beseitigt. Und auf der anderen Seite sind auch die Imperialisten an einen Punkt der Erschöpfung angelangt, wo sie nicht mehr die Kraft und die Mittel haben, ihre sich zersetzende und in Auflösung begriffene Weltherrschaft unvermindert weiter aufrecht zu erhalten. Sie haben Angst davor, dass ihre Schwächen, die sie immer weniger verbergen können, von den Völkern erkannt werden und damit deren Ermutigung zur Befreiung wecken und verstärken. Auch in den Metropolen regen sich die Proletarier, verschärfen sich die Lebensbedingungen, nehmen sie existenzbedrohende Formen an, tragen sie die Kosten der immer aufwendigeren Weltherrschaft, die Kriege, die Krisen, faschistischer Überwachungsapparat usw. , was den Widerstand nicht auf sich warten läßt - also auch dort entstehen revolutionäre Stimmungen, also ein Stöhnen unter der Last des Imperialismus über dem ganzen Erdball - eine revolutionäre Wut überall - es fehlt noch das Zündholz an der Lunte, bis die Tage kommen, die die Welt erschüttern werden. Ob die Schlussfolgerungen aus dieser Erkenntnis richtig sind, wird die Zukunft zeigen - in nicht all zu ferner Zukunft, wie wir alle hoffen !

    Unter Umständen ist die Revolution nicht gleich beim ersten Anlauf siegreich, macht sie bestimmte Etappen durch. So blieb die Ausweitung der Oktoberrevolution in der ersten Etappe, in der Etappe des Sozialismus »in einem Lande« nicht unmittelbar auf die Revolutionen in anderen kapitalistischen Ländern z.B. des Westens aus. Heute sind das Weltproletariat und die werktätigen Massen der ganzen Welt zu einer viel größeren Reserve herangewachsen, um den zukünftigen Sozialismus » in einem Land« viel wirkungsvoller zu verteidigen! Die Negation der Negation lehrt uns, dass wir zwar wieder »bei Null« anfangen, aber doch wiederum nicht genau »bei Null« , weil wir erstens im Besitz der positiven und negativen Erfahrungen der ganzen Etappe des bisherigen Sozialismus sind und zweitens der Imperialismus seit damals weiter auf absteigendem Kurs, heute sogar auf rasant absteigendem Kurs ist. Wenn wir genauso beim Aufbau der Komintern/ML wieder »bei Null« anfangen und neue marxistisch-leninistische Sektionen aufbauen müssen, so ist das nur die halbe Wahrheit, denn diesmal haben wir eine Komintern/ML, die auf die Gründung neuer Parteien positiven Einfluss nehmen wird und den Marxisten-Leninisten in der Welt dabei in gewissem Umfang helfen kann, was damals für die Bolschewiki schwieriger war. Die Gründung der kommunistischen Parteien wurde durch die Komintern erst unmittelbar nach dem Sieg der Bolschewiki in der Oktoberrevolution möglich. Aus der Negation der Komintern können wir ebenfalls Lehren ziehen, die uns helfen, zwar wieder »bei Null« anzufangen - dann aber schneller vorwärts zu schreiten, die Entwicklung zu beschleunigen und die verlorene Zeit zu verkürzen, wieder einzuholen - und zu überholen. Man bedenke nur, wie viele Jahrzehnte lang die Bolschewiki kämpfen mussten, bis sie eine Partei geschaffen hatten, die den Sieg der Revolution sichern konnte. Auf der ersten Stufe des Sozialismus konnte es noch zu einer Restauration des Kapitalismus kommen. Heute, im zweiten Anlauf, würde es den Revisionisten schon schwerer fallen, ihren Verrat zu wiederholen, weil wir aus der Geschichte des Sozialismus die richtigen Lehren ziehen, nicht zuletzt mit Hilfe der Negation der Negation.

    Die Urgesellschaft hat die Entstehung der Klassengesellschaft,des Privateigentums, nicht verhindern können, wohl aber kann die sozialistische Revolution die Klassengesellschaft beenden und auf der Stufe des Kommunismus gibt es endlich keine Rückwärts-Entwicklung mehr in die Klassengesellschaft.

    Die Bourgeoisie propagiert in ihrem anti-kommunistischen Wahn den Untergang der 1. Stufe des Sozialismus als Untergang des Sozialismus überhaupt. Wir Kommunisten aber bereiten uns auf die 2. Etappe des Sozialismus vor, auf die Etappe des Sozialismus im Weltmaßstab, und anders kann es auch gar nicht sein, wenn man die objektiven Entwicklungsgesetze der Gesellschaft und die Gesetze der Revolution korrekt deutet und anwendet. »Auf keinem Gebiet kann man eine Entwicklung durchlaufen, ohne seine frühere Existenzweise zu verneinen«, schrieb Karl Marx (MEW, Bd. 4, Seite 336, dt. Ausgabe) und die Entwicklung der Weltrevolution mit ihrer ersten Etappe des Sozialismus »in einem Land« macht da keine Ausnahme.

    Marx erkannte, dass sich die Revolution von einer aufsteigenden in eine absteigende Linie verwandelt:

    »In der ersten französischen Revolution folgt auf die Herrschaft der Konstitutionellen die Herrschaft der Girondins und auf die Herrschaft der Girondins die Herrschaft der Jakobiner. Jede dieser Parteien stützt sich auf die fortgeschrittenere. Sobald sie die Revolution weit genug geführt hat, um ihr nicht mehr folgen, noch weniger ihr vorangehn zu können, wird sie von dem kühnen Verbündeten, der hinter ihr steht, beiseite geschoben und auf die Guillotine geschickt. Die Revolution bewegt sich so in aufsteigender Linie. Umgekehrt (...) jede Partei schlägt von hinten aus nach der weiterdrängenden und lehnt sich vorn über auf die zurückdrängende (...) Die Revolution bewegt sich so in absteigende Linie. Sie befindet sich in dieser rückgängigen Bewegung, ehe die letzte (...) Barrikade weggeräumt und die erste Revolutionsbehörde konstituiert ist« (Marx/Engels, Bd. 8, Seite 135, »Der 18. Brumaire des Louis Bonaparte«, dt. Ausgabe).

    Und wir kommen nicht umhin, dass dieses Gesetz nicht nur auf bürgerliche Revolutionen beschränkt ist, sondern auch Anwendung auf die Oktoberrevolution findet, somit ein allgemeines Gesetz der Revolution ist.

    Ohne die Negation würde das Proletariat versumpfen, sich nicht weiter entwickeln können, ohne Negation der Diktatur des Proletariats in einem Lande = keine Entwicklung zur Weltdiktatur des Proletariats (der Sturz der Diktatur des Proletariats hält uns z.B. nicht davon ab, das Prinzip der Rätemacht der Arbeiter, Bauern und Soldaten im Weltmaßstab wieder zu verwenden, weil es sich wieder bewähren wird, vielleicht in neuer Form, aber im Prinzip nicht anders, vielleicht werden sich auch völlig neue Formen entwickeln, wir werden sehen). Die Negation im dialektischen Sinne ist also keineswegs etwas Negatives, kein Skeptizismus. Negation der Revolution ist ein Hinterfragen, Nachdenken und Überprüfen, um die Revolution unter den sich veränderten Bedingungen richtig vorzubereiten und durchzuführen unter Anwendung des dialektischen Materialismus. Die Negation des Sozialismus »in einem Lande« dialektisch betrachtet, ist die Verschmelzung aller sozialistischen Länder zu einer Einheit, ist sozialistischer Internationalismus. Die Negation des Sozialismus »in einem Lande« ist revisionistisch betrachtet, sozialistischer Nationalismus, der sich in offenen bürgerlichen Nationalismus verwandelt, der den Sozialimperialismus herausbildet und sich in Imperialismus verwandelt bzw. vom Imperialismus einverleibt wird. Durch die Negation vervollkommnen wir die Theorie der Weltrevolution, beseitigen wir diejenigen Hindernisse, die sich der Revolution auf allen früheren Entwicklungsstufen entgegengestellt haben. So folgte die Sowjetunion der Pariser Kommune und Albanien der Sowjetunion auf einer qualitativ höheren Stufe. Das entspricht genau der zyklischen, spiralförmigen Entwicklung der Weltrevolution. So wird die höhere Entwicklungsform des Sozialismus bei Albanien nicht stehen bleiben, werden die Lehren aus dem dortigen neo-revisionistischen Verrat gezogen werden und auf dieser gesicherten Erkenntnisbasis werden neue, qualitativ höher entwickelte sozialistische Länder folgen, indem sie die Fehler und Mängel ihrer Vorgänger vermeiden. Vielleicht wird die Weltrevolution auch beim zweiten Anlauf noch nicht siegen, wird es eine 3. Etappe geben, aber alles sind Stufen einer Leiter, die das Weltproletariat zweifellos bis zum Endsieg emporsteigt. Der Kreis, den alle Revolutionen in allen Ländern bis zur Vollendung der Weltrevolution ziehen endet nicht am Ausgangspunkt der Oktoberrevolution, sondern auf höherer Ebene der Entwicklung. Die Kreise der Entwicklung der Weltrevolution sind Windungen einer Spirale, die an der Stelle einen qualitativen Sprung machen, wo das Weltsystem des Imperialismus endgültig beseitigt ist und die Windungen dann weiter zu neue Stufen in der Entwicklung des Weltsozialismus führen. Jede Stufe nimmt den ganzen Reichtum der vorangegangenen Stufen der Weltrevolution mit auf, den materiellen wie den geistigen Reichtum. Gleichzeitig wirft jede Stufe gleichzeitig den historischen Plunder ab und entsorgt ihn durch Recycling.

    Wir gehen an die Aufgabe der Weltrevolution auf Grund der Erfahrungen der Oktoberrevolution, des Sozialismus in einem Land heran, das ist gut so, aber reicht das aus? Unser Fehler liegt gerade darin, dass wir meinen, es reiche aus , die Aufgabe allein mit unseren Erfahrungen und Lehren der Klassiker zu l ö s e n. Gehen wir so an die Weltrevolution heran, dann werden gerade die Erfahrungen, gerade die Lehren der Klassiker zu einem Hemmklotz, schaden sie mehr als sie uns nützen. Das begreift man nur, diesen Fehler überwindet man nur, wenn man dialektisch an die Aufgabe herangeht. Es geht nicht allein um das reine theoretische Orakeln, um Diskussionen, ob die objektiven und subjektiven Faktoren der Weltrevolution erfüllt sind oder noch nicht, weil das zum passiven Abwarten und zu endlosen Debatten verleitet. So wurde Lenin vor die Frage gestellt: Wo sind die Grenzen des Rückzugs, und wir blicken dabei auf den gegenwärtigen Rückzug der marxistisch-leninistischen Weltbewegung. Lenin antwortete hierauf:

    »Diese Frage ist der Ausdruck einer gewissen Verzagtheit und Mutlosigkeit und ist durch nichts begründet. (...) Wir werden so lange zurückgehen, bis wir es gelernt haben, bis wir darauf vorbereitet sind, zu einem dauerhaften Angriff überzugehen. Mehr kann man darauf nicht antworten. Ein Rückzug ist recht unangenehm, doch wenn man geschlagen wird, fragt man nicht danach, ob es angenehm oder unangenehm ist, die Truppen gehen zurück und kein Mensch wundert sich darüber. Bei dem Gerede, bis zu welchem Zeitpunkt wir immer noch zurückgehen werden, kommt nichts Vernünftiges heraus. Wozu sollen wir uns vorher Situationen ausmalen, aus denen es keinen Ausweg gibt? Statt dessen muss man an die konkrete Arbeit gehen. Man muss die konkreten Bedingungen, die Lage aufmerksam prüfen und muss feststellen, wo man sich anklammern kann (...), denn nur dann, wenn wir uns an etwas anklammern können, wird es möglich sein, zum Angriff überzugehen. Man darf sich nicht dem Kleinmut hingeben, man darf die Frage nicht leichter Hand mit agitatorischen Ausrufen abtun, die am rechten Ort sicher sehr wertvoll sind, in dieser Frage aber nichts als Schaden bringen können« (Lenin, Bd. 33, Seite 89, dt. Ausgabe).

    Was Lenin meint, ist, dass wir nicht den relativen Verlauf des weltrevolutionären Prozesses mit seiner Ebbe und Flut durch subjektivistische Euphorie und Zweckoptimismus zum Beispiel wie ins Leere ausposaunte Losungen wie »Haupttendenz ist Revolution!« ignorieren oder überspielen dürfen, wie es der Maoismus mit seinem kleinbürgerlichen Revolutionskult vertreten hat. So oft und so laut man diese Losung auch schreien mag, sie wird verrauchen und nur Schaden anrichten, wenn sie der revolutionären Situation nicht entspricht.

    Der Determinismus der Weltrevolution erstarrt zur Metaphysik, wenn er sich vom historischen Materialismus entfernt.

    Natürlich ist die Revolution unbestreitbar die Haupttendenz, auch zu dem Zeitpunkt, wenn die Revolution abflaut, da dieses Abflauen ein wichtiger Teil dieser Haupttendenz ist. Aber in regelmäßigen Abständen mechanisch eine Kulturrevolution durchführen zu wollen, um ab und zu Kurskorrekturen vorzunehmen, ist genauso unmarxistisch wie das Überspringen der Flaute der Revolution. Entweder die Revolution nimmt einen Aufschwung - dann müssen wir sie zu Ende führen. Oder sie ebbt ab - dann können wir uns nicht die unmittelbare Aufgabe der Revolution stellen. Ein künstliches Anheizen und die Taktik des Dauerbrenners »Haupttendenz ist Revolution!« ist unsinnig und schädlich und schon gar kein Indiz für »rrrevolutionären Anti-Revisionismus«. Mit revolutionären Phrasen, mit Sektierertum verteidigt man die Revolution nicht gegen offene Revisionisten, die die Revolution längst begraben haben als Täuschungsobjekt:

    »Es gibt auf der Welt viele überspannte Elemente mit guten oder schlechten Absichten, die glauben, man könne die Revolution zu jeder Zeit, in jedem Augenblick, überall durchführen. Doch solche Menschen täuschen sich. Die Revolution bricht aus und wird durchgeführt in jenem Glied der kapitalistischen Kette, das am schwächsten ist« (Enver Hoxha, Imperialismus und Revolution, Seite 167, Tirana 1979, dt. Ausgabe).

    Gelöst werden kann das theoretische Problem der Weltrevolution nur durch den praktischen Kampf - damit muss unbedingt, zwingend, unverzüglich und ohne Zögern, sofort begonnen werden. Im Klassenkampf selbst, in der Revolution selbst, gewinnt die Arbeiterklasse die wertvollsten Erkenntnisse über die internationalen Zusammenhänge ihres Kampfes, erkennt sie die Weltprozesse, indem sie aktiv daran teilnehmen, erkennen sie sich auch als Subjekt in den objektiven Prozessen wieder, lernen sie, die Gesetzmäßigkeiten des internationalen Klassenkampfes zielbewusst einzusetzen. Indem das Weltproletariat seine objektive Lage innerhalb des weltimperialistischen Systems erkennt, wird es auch befähigt, sein Schicksal zielstrebig selbst in die Hand zu nehmen, um seine Lage zu ändern. Uns aus dem Elend zu erlösen, können wir nur selber tun. Das Weltproletariat muss sich die Weltrevolution selber erkämpfen. Die Befreiung der Arbeiterklasse kann nur das Werk der Arbeiter sein. Das Weltproletariat muss sich selbst in die Position bringen, von der aus die Schlacht gegen den Weltimperialismus im richtigen Augenblick begonnen, durchgeführt und vollendet werden kann, wie der subjektive und objektive Faktor in Übereinstimmung gebracht werden kann, um den »Sprung« zu wagen. Nur so, auf dem Wege des praktischen Kampfes, entwickelt sich eine Eigendynamik der revolutionären Weltgeschichte, die unausbleiblich mit dem Sieg der Weltrevolution gekrönt wird.

    »Die internationale revolutionäre Bewegung des Proletariats verläuft in den verschiedenen Ländern nicht gleichmäßig und nicht in ein und derselben Form, sie kann es auch gar nicht. Die vollständige und allseitige Ausnutzung aller Möglichkeiten in allen Wirkungsbereichen ergibt sich erst als E r g e b n i s des Klassenkampfes der Arbeiter v e r s c h i e d e n e r Länder. Jedes Land trägt seine eigenen, wertvollen Züge dazu bei, aber in jedem einzelnen Land leidet die Bewegung an dieser oder jener Einseitigkeit, an diesen oder jenen theoretischen und praktischen Mängeln der einzelnen sozialistischen Parteien. Im Großen und Ganzen aber sehen wir deutlich einen gewaltigen Fortschritt des internationalen Sozialismus, den Zusammenschluss mit den Millionenarmeen des Proletariats in vielen konkreten Zusammenstößen mit dem Feind, das Heranwachsen des Entscheidungskampfes gegen die Bourgeoisie...« (Lenin, Bd. 15, Seite 182, dt. Ausgabe).




Weltrevolution und Revolutionen in den einzelnen Länder wie Teile eines Ganzen

    Einer für alle - alle für einen! Das ist das Band des proletarischen Internationalismus, das die Proletarier aller Länder zum gemeinsamen Klassenkampf vereint und sie zur Klasse des Weltproletariat heranwachsen lässt, die der Weltbourgeoisie in der historischen Schlacht der Weltrevolution gegenübersteht.

    »Proletarier aller Länder, vereinigt euch!« Diese historische Losung des Proletariats besagt nicht zuletzt, dass sich das Weltproletariat in einer organisierten internationalen Vereinigung zusammenschließt, denn nur durch eine einheitliche Weltorganisation kann das Proletariat das Weltkapital schlagen! Daraus resultiert das ureigenste Wesen der marxistisch-leninistischen Weltbewegung, als führende Bewegung des Weltproletariats international zusammenzuarbeiten, den Aufbau seiner internationalen Dachorganisation aus den Vertretungen der marxistisch-leninistischen Parteien aller Länder anzustreben, zu schaffen und aufzubauen, die Kommunistische Internationale ins Leben zu rufen. Mit der Oktoberrevolution und der Errichtung des ersten sozialistischen Staates dieser Erde wurde der Schlachtruf zur Verwirklichung der Diktatur des Proletariats im Proletariat der ganzen Welt laut und vereinheitlichte ihr Bestreben, zu diesem Zweck überall bolschewistische Parteien aufzubauen nach dem Vorbild des russischen Proletariats mit Lenin und Stalin an der Spitze. Dies war die Stunde der Gründung der Komintern mit deren Sitz in Moskau und die Geburtsstunde neuer Parteien Lenin´schen Typs, deren Idee und Grundstruktur fester Bestandteil der Generallinie der Komintern/ML bleiben. Der heutige Schlachtruf der Komintern/ML lautet : » Es lebe der Sozialismus in allen Ländern und die Errichtung der Diktatur des Weltproletariats!«

Das begründet sich in der internationalistischen, marxistisch-leninistischen Lehre, dass die Proletarier, die ihre Diktatur errichtet haben, nicht nur an die Spitze der kommunistischen Weltbewegung stehen, sondern diese auch führen, entwickeln und entfalten, sozusagen dem Weltproletariat eine klassenmäßige Heimat, Anleitung und Perspektive, Kraft und Zuversicht für die Weltrevolution geben. Umgekehrt unterstützen und verteidigen die Proletarier aller übrigen Länder mit ihren kommunistischen Parteien die bestehende Diktatur des Proletariats nicht nur solidarisch gegen die imperialistische Einkreisung, nicht nur solidarisch im Klassenkampf gegen die inneren Feinde, sondern beflügeln und stärken die bestehende Diktatur des Proletariats durch den Erfahrungsschatz des internationalen Klassenkampfes. Sie wachsen also im gemeinsamen internationalen Klassenkampf zu einer unzertrennlichen, starken Einheit zusammen. Jede Partei trägt die Fahne der Oktoberrevolution in ihrem eigenen Land voran und steht gleichzeitig den Parteien aller anderen Länder in deren revolutionären Klassenkampf solidarisch zur Seite. Sie alle lernen gemeinsam voneinander und vereinheitlichen ihren Kampf. Und schließlich verknüpft und verstärkt das ganze Weltproletariat den internationalen proletarischen Klassenkampf mit den Bündnispartnern, mit den Bauern, mit den Werktätigen in den Ländern, die vom Weltimperialismus kolonial ausgebeutet und unterdrückt werden.

    »Es wird immer klarer, dass die über der ganzen Welt heraufziehende sozialistische Revolution keinesfalls nur in dem Sieg des Proletariats eines jeden Landes über die eigene Bourgeoisie bestehen wird. Das wäre möglich, wenn die Revolutionen leicht und rasch vonstatten gingen. Wir wissen aber, dass die Imperialisten das nicht zulassen werden, dass alle Länder gegen ihren inneren Bolschewismus gerüstet und nur mit dem Gedanken beschäftigt sind, wie sie den Bolschewismus bei sich zu Lande besiegen können. Deshalb reift in jedem Land der Bürgerkrieg heran, an dem die alten sozialistischen Paktierer an der Seite der Bourgeoisie teilnehmen sollen. Somit wird die sozialistische Revolution nicht nur hauptsächlich ein Kampf der revolutionären Proletarier eines jeden Landes gegen die eigene Bourgeoisie sein, nein, sie wird ein Kampf aller vom Imperialismus unterdrückten Kolonien und Länder, aller abhängigen Länder gegen den internationalen Imperialismus sein« (Lenin - 22.11.1919, Werke, Bd. 30, Berlin 1961, S.144 ).

    Wenn sich die sozialistische Revolution der Proletarier der fortgeschritteneren Länder mit den Befreiungskämpfen vom internationalen Imperialismus im »Hinterland« zu vereinigen beginnen, dann kann man vom Herannahen der Weltrevolution sprechen. Die Weltrevolution wird ihren ersten Sieg erringen - nicht durch eine Hand voll Taten individuellen Terrors, sondern wenn die Proletarier aller Länder, wenn die Völker der Welt vereint am Thron des US-Imperialismus rütteln und sein Anblick vom Erdboden vertilgt wird.

Es geht also nicht darum, uns mit dem Klassenkampf im eigenen Land zu begnügen. Internationalistischen Charakter erhält der Klassenkampf im eigenen Land erst, wenn er als Teil in den Klassenkampf der anderen Länder eingebunden wird, in den Hauptstrom der revolutionären Weltbewegung gelenkt wird. Damit wird die Bedeutung des Klassenkampfes im eigenen Land nicht herabgemindert, im Gegenteil. Die Weltrevolution existiert nur in jedem einzelnen Land, durch jedes einzelne Land. Jede Revolution in den einzelnen Ländern trägt auf die eine oder andere Weise zur Weltrevolution bei, ist ein Teil der Weltrevolution. In der Weltrevolution spiegeln sich die Revolutionen in den einzelnen Ländern wider, formen sie als Teile das Wesen der Weltrevolution und drücken der Weltrevolution ihren besonderen Charakter auf. Sie formen damit das allgemeine Wesen der Weltrevolution heraus, wodurch ihr die Kraft zufließt, die die Revolution in den einzelnen Ländern nicht nur beflügelt, sondern ihren Charakter internationalisiert, d.h., auf eine qualitativ höhere Stufe hebt, eine Stufe, die sie befähigt, die Weltrevolution gemeinsam zu Ende zu führen und gemeinsam die neue kommunistische Weltordnung aufzubauen.

    »Der Kapitalismus ist eine internationale Macht, und endgültig vernichten kann man ihn nur dann, wenn der Sieg in allen Ländern und nicht bloss in einem Land errungen sein wird« (Lenin, Bd. 28, Seite 65, dt. Ausgabe)

    Die Weltrevolution und die Revolutionen in den einzelnen Ländern stehen in einem relativen Verhältnis zu einander wie die Relativität von Ganzheit und Teilsein. Sie sind identisch in ihrem internationalistischen, sozialistischen Charakter, aber unterscheiden sich jeweils alle voneinander in national unterschiedlichen Formen. Je weiter sich die jeweils nächstere Revolution der Weltrevolution nähert, desto mehr verlieren die Revolutionen auch ihre nationalen Formen, ohne diese aber ganz zu verlieren. Die Revolution in den einzelnen Ländern und die Weltrevolution sind auch insofern untrennbar, als nichts in der Weltrevolution wirken kann, was nicht auch in den Revolutionen der einzelnen Länder wirkt und umgekehrt nichts in den einzelnen Ländern wirken kann, was nicht in der ganzen Welt als revolutionäres Ganzes wirkt. Eine Weltrevolution hört nicht auf, eine Weltrevolution zu sein, weil sie sich nicht auf viele Länder erstreckt, sondern nur auf ein Land, nicht auf viele Revolutionen, sondern auf eine Revolution. Jede Revolution für sich und alle Revolutionen zusammen bilden einen einzigen Weltprozess, der mit der Weltrevolution seine volle Entwicklung entfaltet und qualitativ sein höchstes Stadium erreicht. Jede Revolution dient nicht nur der Befreiung im eigenen Land, sondern erleichtert auch die Befreiung in den anderen Ländern. Indem jede Revolution auch der Revolution in einem anderen Land dient, dienen alle Revolutionen allen anderen Revolutionen, dienen sie alle der Weltrevolution, dient die Weltrevolution allen. Alle Revolutionen sind Teile eines Kampfes, des Sturzes der Weltbourgeoisie, der Zerschlagung des Weltimperialismus und der Schaffung des Weltsozialismus. Die Weltrevolution kann sich nicht selbst auslösen. Ihr Schicksal steht und fällt mit dem Schicksal der Revolution in jedem einzelnen Land, mit dem Schicksal der Revolutionen in allen Ländern. Jede Revolution geht ihren eigenen Weg, aber (mehr oder weniger - jedoch möglichst) im Gleichschritt führen alle ihre Wege in Richtung Weltrevolution. Die Weltrevolution kann auch nicht nur die Summe, arithmetische Summe, oder Durchschnittsergebnis aller Revolutionen sein. Eine Revolution kann auch nicht die Funktion der Weltrevolution übernehmen oder so stark werden, dass sie die Weltrevolution oder andere Revolutionen überflüssig macht. Revolutionen können nicht exportiert werden. Die Weltrevolution unterscheidet sich durch ihre relative Eigengesetzlichkeit von den unterschiedlichen Eigengesetzlichkeiten aller anderen Revolutionen. Es können unterschiedliche und sogar widersprüchliche Interessen auftreten wie zwischen Teilen und ihrem Ganzen. Die Teile sind dem Ganzen zugeordnet. Diejenigen Interessen der einzelnen Teile, die ihrem Ganzen dienen, sind diesem untergeordnet. Alles dient der Weltrevolution, ist ihr untergeordnet, denn erst durch die Weltrevolution werden alle Revolutionen zu Ende geführt, sind die Revolutionen gesichert, gibt es keine Einkreisung mehr durch die Imperialisten, erhalten die bürgerlichen Klassen in den einzelnen sozialistischen Ländern keine Nahrung mehr von außen, beginnen die Klassen durch die Weltdiktatur des Proletariats allmählich abzusterben. Die Wahrscheinlichkeit, dass nach der Weltrevolution die Bourgeoisie wieder die Weltherrschaft erringt ist nicht garantiert auszuschließen, aber höchst gering. Es existiert noch eine sozialistische Klassengesellschaft, aber mit nicht mehr antagonistischen Klassen. Diese Zeit liegt noch in ferner Zukunft und wir können noch nicht so weit voraussehen, um diese oder jene Prognose abzugeben. Eins ist jedenfalls klar: Wir haben uns von den Revisionisten das letzte Mal den Sozialismus aus der Hand nehmen lassen. Beim zweiten Mal werden wir wachsam sein, wenn nötig bis zum Ende der Menschheitsgeschichte!

    Revolutionen sind nie auf die Grenzen und Probleme der einzelnen Länder beschränkt. Nie haben die Revolutionen nur einen beschränkten nationalen Charakter oder nur eine nationale Bedeutung oder eine nationale Seite (dies ist nicht mit dem marxistisch-leninistischen Prinzip zu verwechseln, dass wir nicht unbedingt und zwangsläufig jeden nationalen Kampf unterstützen dürfen, wohingegen wir jeden internationalen Kampf gegen den Weltimperialismus unbedingt und ausnahmslos unterstützen müssen) - Wir sprechen hier von etwas ganz Anderem, also ausschließlich vom revolutionären nationalen Charakter, von der revolutionären nationalen Bedeutung, von der nationalen Seite der internationalistischen Revolution, von den nationalen Formen, die mit dem internationalen Charakter der Revolution untrennbar verbundenen sind. Genauso wenig wie es eine sozialistische Revolution geben kann, die sich ausschließlich auf die Grenzen und Probleme der einzelnen Länder beschränkt (Nationalsozialismus, Nationalbolschewismus etc.), kann es im Umkehrschluss eine »Weltrevolution« geben, die sich nur auf die »Interessen der Weltgemeinschaft«, »auf das ganze Weltproletariat« usw. beschränkt. Es gibt keine Weltrevolution des Weltproletariats, die »über« den Proletariern aller Länder steht, keine Stellvertreter- Weltrevolution, keine »höhere» Weltrevolution, in der das Ganze von den Teilen losgelöst wird. Es gibt auch keine »ultra-internationalistische« Weltrevolution, die sozusagen die internationale Seite jeder Revolution säuberlich von den nationalen Formen in den einzelnen Ländern lostrennt, um diese internationale Seite mit den internationalen Seiten aller anderen Revolutionen zusammenzufügen, von denen die jeweiligen nationalen Formen ebenfalls fein säuberlich losgetrennt werden. Das wäre ein Hirngespinst von Leuten, die die Weltrevolution verabsolutieren, sie in »Reinkultur« hoch sterilisieren und damit die Weltrevolution nur zu einer hohlen Phrase des imperialistischen Kosmopolitismus verklären. Wenn man diejenigen Opportunisten entlarvt, die die nationalen Formen und nationalen Besonderheiten jeder proletarischen Revolution leugnen und bekämpfen, muss man auch diejenigen entlarven, die dies im Weltmaßstab versuchen, und auf diese Weise die Revolutionen in den einzelnen Ländern vergewaltigen. So hebt der Kampf gegen die Globalisierung den Kampf gegen den Kapitalismus im nationalen Maßstab nicht auf, sondern setzt ihn vielmehr voraus. Insofern sind viele »Theorien« der Globalisierungsgegner nicht marxistisch, obwohl sie den Anspruch des Kampfes gegen den Weltimperialismus erheben. Die Revolutionen sind die einzelnen Bestandteile des gesamten allgemeinen Revolutionsprozesses, der im Weltmaßstab vorangetrieben wird, indem das Weltproletariat einen heftigen Klassenkampf führt in einer einheitlichen Weltfront mit den unterdrückten Völker. Der Sieg der Revolution im nationalen Maßstab ist immer ein Sieg im internationalen Maßstab, nicht als passive mechanistische, spontaneistische Wirkung verstanden, sondern dadurch, dass die äußeren inneren Faktoren jeder Revolution im Weltmaßstab dialektisch miteinander verknüpft werden durch die Strategie und Taktik der Weltrevolution. Insofern als die Strategie und Taktik der Revolutionen in einzelnen Ländern an die Strategie und Taktik der Weltrevolution wie in Kettengliedern verbunden sind, können sich die einzelnen Glieder dieser Kette leichter und fester verschmelzen, können die äußeren und inneren Faktoren der Revolution optimaler zusammenwirken und damit die Weltrevolution beschleunigen und vertiefen. Revolutionen haben alle ihre inneren und äußeren Faktoren, die in jeder Revolution voneinander verschieden sind. Die äußeren Faktoren wirken vermittels der inneren, weil die inneren Faktoren die entscheidenden Faktoren jeder Revolution sind:

    »Wenn die marxistisch-leninistischen Parteien sich konsequent an das Prinzip halten, dass der innere Faktor, der revolutionäre Kampf des Proletariats und des Volkes jedes Landes selbst der entscheidende Faktor für den Sieg der Revolution ist, der äußere Faktor dagegen ein unterstützender und sekundärer Faktor, so ignorieren und unterschätzen sie dabei keineswegs die äußeren Verbündeten der Revolution,. Sowohl gegenüber den inneren als auch gegenüber de äußeren Verbündeten nehmen sie eine zugleich prinzipienfeste und elastische Haltung ein« (Enver Hoxha, »Imperialismus und Revolution«, Seite 262, dt. Ausgabe).

    Dieses Prinzip gilt für die Revolution in ausnahmslos allen Ländern. Dadurch erhält das Verhältnis zwischen innerem und äußerem Faktor nicht nur eine auf das einzelne Land beschränkte Bedeutung, sondern auch einen internationalistische Bedeutung, durch die alle miteinander verbunden sind. Das ist eine wichtige Frage der Strategie und Taktik der Weltrevolution im Verhältnis zur Strategie und Taktik der Revolution in den einzelnen Ländern.

    Wenn sich alle anderen marxistisch-leninistischen Parteien hierüber bewusst sind und daraus Lehren ziehen, können sie dieses Prinzip auf internationaler Ebene koordinieren und verknüpfen und daraus Nutzen nicht nur für die eigene Revolution ziehen, sondern auch für die Weltrevolution, was den Zusammenschluss der marxistisch-Leninistischen Parteien zu Sektionen der Komintern/ML voraussetzt.

»Es wäre eine Dummheit zu behaupten, man könne bei der Charakterisierung dieser oder jener Strömungen, dieser oder jener Fehler in der Revolution eines bestimmten Landes überhaupt keine Analogien mit den Revolutionen anderer Länder aufstellen. Lernt etwa die Revolution eines Landes nicht aus den Revolutionen anderer Länder, selbst wenn diese Revolutionen nicht von gleichem Typus sind? Worauf läuft denn sonst die Wissenschaft von der Revolution hinaus?« (Stalin, Bd. 10, Seite 26, dt. Ausgabe).

    Die Komintern/ML geht bei jeder Revolution und der Haltung zu ihr stets vom internationalistischen Klassenstandpunkt des Weltproletariats aus. Der proletarische Internationalismus ist unteilbar. Jede einzelne marxistisch-leninistische Partei und alle marxistisch-leninistischen Parteien in ihrer vereinigten Weltpartei zusammen genommen, können nur einen wahre und solide Position des proletarischen Internationalismus einnehmen, wenn sie ihren Kampf und ihre Bestrebungen im engen Zusammenhang mit der gesamten internationalen marxistisch-leninistischen Arbeiterbewegung betrachten mit dem Ziel des Sieges der Revolution und des Sozialismus nicht nur im eigenen Land, nicht nur in einzelnen Ländern, sondern im Weltmaßstab, mit dem Ziel der Verteidigung und völlig konsequenten Umsetzung der proletarischen Ideologie nicht nur im eigenen Land, nicht nur in einzelnen Ländern, sondern in der ganzen Welt, mit dem Ziel der kompromisslosen Bekämpfung des Revisionismus und jeder Art von Opportunismus und deren restlosen Aufdeckung, Entlarvung und Zerschlagung nicht nur im eigenen Land, nicht nur in einzelnen Ländern, sondern eben auch im Weltmaßstab. Die Dialektik der Entfaltung des Klassenkampfes wird letzten Endes unvermeidlich zum Sieg der Sache des Proletariats in der ganzen Welt führen. Das Schicksal der Zukunft der Weltrevolution als Ganzes und der Revolutionen als deren einzelnen Teile dem spontanen Weltprozess zu überlassen, die Hände in den Schoß zu legen und abzuwarten, dass sich die einzelnen Revolutionen zugunsten der Weltrevolution von alleine entwickeln werden, das bedeutet auch im Weltmaßstab, wie Lenin betont hat, »abwartend sterben«.

    Der Weltimperialismus hat durch die Globalisierung des Weltmarktes alle revolutionären Kräfte der Erde in eine solche Verbindung zueinander gebracht, dass die proletarische Revolution jedes Landes davon abhängig ist, wie die proletarische Revolution im anderen Land verläuft. Die Weltrevolution wird vor keiner nationalen Grenze halt machen und schon gar nicht vor den Festungstoren der imperialistischen Metropolen. Die Weltrevolution wird auch die Metropolen knacken, die einen früher, die anderen später, je nach den objektiven und subjektiven Faktoren, die durch das Ungleichgewicht der sprunghaften kapitalistischen Entwicklung bedingt sind, aber eine Metropole nach der anderen w i r d fallen, das ist ein Gesetz der Weltrevolution. Wie wir noch sehen werden, widerspricht dieses Gesetz nicht dem Gesetz vom »Durchbruch des schwächsten Kettengliedes der imperialistischen Kette«, im Gegenteil, beide Gesetze bedingen einander und werden erst in einer aufeinander abgestimmten, gemeinsamen Strategie und Taktik umsetzbar. Es erübrigt sich nachzuweisen, dass die Revolutionen der Proletarier in den Metropolen und die Revolutionen außerhalb der Metropolen in ihrem vereinigten Wirken erst tatsächlich den Sieg der Weltrevolution möglich machen, nicht nur möglich machen, sondern auch tatsächlich bewirken. Die Schwächung des Weltimperialismus durch die Revolution an der äußeren Front und gleichzeitig an der inneren Front beschleunigt den Durchbruch der imperialistischen Kette an ihrem schwächsten Kettenglied. Der Durchbruch an den Schwachstellen setzt voraus, dass gewisse Bedingungen und Voraussetzungen vorhanden bzw. geschaffen werden, um die politische Macht an der durchgebrochenen Stelle zu behaupten. Das erfordert auch solidarische Unterstützung von außen, denn die Befreiung des Proletariats kann letztendlich nur eine internationale Aktion sein, das Werk der Proletarier aller Länder, das Werk des Weltproletariats. Den Sozialismus kann man nur im Bund mit dem Weltproletariat aufbauen. Die Stärke der Revolution in den einzelnen Ländern besteht in ihrer gegenseitigen Unterstützung und in diesem Bündnis der Proletarier aller Länder. Die »nationalen« und die internationalen Aufgaben der Revolution in ausnahmslos allen Ländern bilden also eine Einheit, und sie sind unteilbar. Stalin betonte im Kampf gegen den Trotzkismus im Jahre 1926, der gerade diesen Standpunkt mit dem Argument leugnete, dass der Sozialismus »in einem Lande« = »national beschränkt« sei, ja die Gegner Lenins und Stalins erhoben sogar den Vorwurf,«die internationale revolutionäre Perspektive mit einer nationalreformistischen Perspektive zu vertauschen«, und daher unmöglich sei:

    »Die Partei geht davon aus, dass die ´nationalen` und die internationalen Aufgaben des Proletariats der UdSSR mit der gemeinsamen Aufgabe der Befreiung der Proletarier aller Länder vom Kapitalismus verschmelzen, dass die Interessen des Aufbaus des Sozialismus in unserem Lande mit den Interessen der revolutionären Bewegung aller Länder voll und ganz zu einem gemeinsamen Interesse - Sieg der sozialistischen Revolution in allen Ländern - verschmelzen. Was wäre die Folge, wenn die Proletarier aller Länder der Republik der Sowjets nicht Sympathie und Unterstützung erwiesen? Intervention und Zerschlagung der Republik der Sowjets wäre die Folge. Was wäre die Folge, wenn es dem Kapital gelänge, die Republik der Sowjets zu zerschlagen? Eine Epoche der schwärzesten Reaktion würde über alle kapitalistischen und kolonialistischen Länder hereinbrechen, man würde die Arbeiterklasse und die unterdrückten Völker vollends knebeln, die Positionen des internationalen Kommunismus würden liquidiert« (Stalin, Bd. 9, Seite 24, »VII. Erweitertes Plenum der EKKI, dt. Ausgabe).

    Genau diese Folgen sind mit der Zerschlagung Albaniens, als letzte Bastion des Sozialismus in dieser Welt, tatsächlich eingetreten, haben sich Stalins Worte historisch bewahrheitet.

    »Deshalb heisst es einen schwerwiegenden Fehler in der Politik begehen, wenn man die ´nationalen´ Aufgaben der Proletarier dieses oder jenes Landes den internationalen Aufgaben entgegenstellt... Gerade deshalb ist der Sieg der proletarischen Revolution in einem Lande nicht Selbstzweck, sondern Mittel und Hilfe für die Entwicklung und den Sieg der Revolution in allen Ländern. Den Sozialismus in der UdSSR aufbauen heisst deshalb, die gemeinsame Sache der Proletarier aller Länder verfechten, heisst, den Sieg über das Kapital nicht nur in der UdSSR, sondern auch in allen kapitalistischen Ländern schmieden, denn die Revolution in der UdSSR ist ein Teil der Weltrevolution, ist ihr Anfang und die Basis für ihre Entfaltung« (Stalin, ebenda Seite 25-26).

»Ein Internationalist ist, wer vorbehaltlos, ohne zu schwanken, ohne Bedingungen zu stellen, bereit ist, die UdSSR zu schützen, weil die UdSSR die Basis der revolutionären Bewegung der ganzen Welt ist; diese revolutionäre Bewegung zu schützen und voran zu bringen ist aber nicht möglich, ohne die UdSSR zu schützen. Denn wer die internationale revolutionäre Bewegung zu schützen gedenkt und dabei die UdSSR nicht schützen will oder sich gegen sie stellt, der stellt sich gegen die Revolution, der gleitet unwiderruflich ins Lager der Feinde der Revolution hinab« (Stalin, Bd. 10, Seite 45, dt. Ausgabe).

      Die Revolution beginnt in einem Land, aber sie ist dort nicht abgeschlossen, sie endet dort nicht als Sozialismus »in einem Land«, der sich dann wieder womöglich gesetzmäßig und zwangsläufig in den Kapitalismus verwandelt wie Trotzki es »weissagte«.

      »Was aber bedeutet Sieg ´im Weltmaßstab`? Bedeutet das, dass ein solcher Sieg gleichbedeutend ist mit dem Sieg des Sozialismus ´in einem Lande`? Nein, das bedeutet es nicht. Lenin unterscheidet in seinen Werken streng zwischen dem Sieg `in einem Lande´ und dem Sieg ´im Weltmaßstab`. Wenn Lenin von dem Sieg `im Weltmaßstab` spricht, will er sagen, dass die Erfolge des Sozialismus in unserem Lande, dass der Sieg des sozialistischen Aufbaus in unserem Lande von so gewaltiger internationaler Bedeutung sind, dass dieser Sieg sich nicht auf unser Land beschränken kann, sondern eine machtvolle Bewegung zum Sozialismus in allen kapitalistischen Ländern hervorrufen muss, wobei er, wenn er zeitlich nicht mit dem Sieg der proletarischen Revolution in anderen Ländern zusammenfällt, doch auf jeden Fall eine machtvolle Bewegung der Proletarier der anderen Länder für den Sieg der Weltrevolution auslösen muss« (Stalin, ebenda Seite 35-36).

Durch die Sowjetunion wurde die internationale Aktion nicht überflüssig oder ersetzt, sondern erleichtert, und sie wurde von Albanien fortgesetzt, und heute drängt sie sich um so mehr auf, wird in Zukunft die Weltrevolution noch schneller vorankommen. Das Gesetz von der Ungleichmäßigkeit der sprunghaften Entwicklung in den einzelnen kapitalistischen Länder bedingt zwar auch eine Ungleichmäßigkeit der Entwicklung der Revolution in den einzelnen Ländern, aber mit umgekehrten Resultaten: für den Kapitalismus bewirkt diese Entwicklung eine Schwächung des weltimperialistischen Systems, für die Weltrevolution aber notwendigerweise eine Stärkung im gleichen Maße. Unter dem Eindruck der revisionistischen Zwangspause müssen wir von dem Irrglauben Abschied nehmen, als hätten wir noch einen »unendlich langen« Weg bis zur nächsten Oktoberrevolution vor uns und einen »noch viel längeren« zur Weltrevolution. Man belächelt uns heute als »Ewig - Gestrige« als »Hoxhaisten«, wenn wir uns trauen, das Wort »Revolution« in den Mund zu nehmen, aber man möchte uns ins Irrenhaus stecken, wenn die gleichen Leute nach zweimaligem Hinhören endlich verstanden haben, dass wir nicht diese oder jene Revolution meinen, die zur Lösung ansteht, sondern die Weltrevolution! Wenn wir uns viel früher, viel ernsthafter mit der kommenden Revolution in der gegenwärtigen Weltlage auseinandersetzen gesetzt hätten, kämen wir schon viel eher zu der Erkenntnis, dass wir heute der Weltrevolution näher stehen, als Lenin und Stalin sich dies je träumen ließen. Der Abstand zwischen dem Sozialismus »in einem Land« und dem Weltsozialismus ist heute viel kürzer geworden. Auch das ist ein unumstößliches Gesetz der Weltrevolution. Wenn wir heute also die Weltrevolution auf die Tagesordnung setzen, so tun wir das aus dem entgegengesetzten Grund, aus dem es Trotzki damals zur Zeit Lenins und Stalins zu tun vorgab. Das scheint schwer glaubhaft zu sein, wenn wir die Weltrevolution zu einem Zeitpunkt auf die Tagesordnung setzen, wo wir heute doch noch nicht einmal einen Sozialismus »in einem Land« haben, was zu Trotzkis Zeiten wenigstens der Fall war. Und dabei war es noch ein ganz besonderer Sozialismus »in einem Land«, der sogar »das Zeug hatte«, sich schnell und gewaltig über den Erdball zu verbreiten. Nehmen wir nur ein kleines Beispiel und betrachten wir die klassenmäßige quantitative UND qualitative Entwicklung der Proletarier aller Länder, die sich da heute vereinigen: Heute hat das Weltproletariat international eine ganz neue Kraft und Bedeutung erlangt - allein dadurch, dass sich in den abhängigen Ländern die Entwicklung zum Industrieproletariat durch den internationalen Monopolkapitalismus viel schneller und gründlicher vollzieht, als das noch beim Industrieproletariat des Westens im 19. Jahrhundert der Fall war (deren internationale Entwicklung [nicht zu verwechseln mit seiner Lage, und nicht zu verwechseln mit der Arbeiteraristokratie] sich seit Lenins Zeit auch verändert hat - verbessert hat! nicht verschlechtert wie uns das die Revisionisten weiss machen wollen, die davon sogar schwafeln, dass es gar »kein echtes« Proletariat mehr gibt!). Man kann heute z.B. den Arbeiter in den abhängigen Ländern nicht mehr mit dem Arbeiter in den alten Kolonien des 19. Jahrhunderts vergleichen und seine neue Rolle im weltrevolutionären Prozess übersehen. Das Weltproletariat wächst also als Klasse heran und zusammen und kann seine historische Mission dadurch bestens erfüllen; die Weltbourgeoisie schrumpft hingegen auf eine immer kleinere Minderheit in der Welt zusammen und verliert zusehends Einfluss auf jene Reserven, über die sie noch vor 100 Jahren verfügte. Sie kann ihre historische Rolle heute schlechter erfüllen als noch vor 100 Jahren. Diese objektiven Veränderungen des Ungleichgewichts der Klassen UND ihrer Polarisierung in der heutigen Periode des Imperialismus sind kaum vom Tisch zu diskutieren. Wenn sich die Weltrevolution auch nicht gleichzeitig im ganzen kapitalistischen Weltsystem vollziehen kann, sondern nur zu verschiedenen Zeitpunkten in den verschiedenen Ländern, so darf man nicht übersehen, dass sich diese Ungleichmäßigkeit nicht nur gegenüber den Zeiten Lenins und Stalins verkürzen wird, sondern auch die Abstände zwischen den einzelnen Revolutionen zeitlich abnehmen werden bis schließlich die letzten Revolutionen mehr oder weniger schnell ineinander übergehen und sie immer mehr internationalen Charakter annehmen, und im gleichen Maße verlieren diese ihre nationale Form, womit wir dann schon eine Eigendynamik der Weltrevolution feststellen, wo wir schon nicht mehr klar unterscheiden können zwischen dem nationalen und internationalen Moment der Revolution, wo diese Momente ineinander übergehen, wo wir schon fast an die »Gleichzeitigkeit« der Revolution herankommen. Aus dem Slogan »Proletarier aller Länder, vereinigt euch!« wird nicht nur ein Slogan »Proletarier aller Länder vereinigt eure Revolutionen!« sondern auch ein Slogan »Proletarier aller Länder, vereinigt euch zur Weltrevolution!« und »vereinigt euren Sozialismus zum Weltsozialismus« Diesen fließenden, dialektischen weltrevolutionären Prozess, in dem sich auch der Charakter jeder nacheinander folgenden einzelnen Revolution dem Charakter einer Weltrevolution a n n ä h e r t - all dies mit den Theorien des Trotzkismus in einen Topf zu werfen, ist nicht nur eine Dummheit, für die sich die Weltbourgeoisie bedanken wird, sondern auch ein fataler Fehler, der gerade dadurch entsteht, wenn man hier meint, Lenin und Stalin gegen den Trotzkismus “verteidigen” zu müssen, aber genau das Gegenteil bewirkt und dem Trotzkismus somit sogar einen Dienst erweist ( eben, weil Lenin und Stalin dadurch in Wirklichkeit gar nicht verteidigt werden!) - nämlich vor der Weltrevolution zurückzuschrecken, ebenso wie Trotzki damals die Absicht verfolgte, vor dem Sozialismus » in einem Land« zurückzuschrecken. Das ist doch der Trotzkismus: Immer das Gegenteil von dem behaupten, was die Marxisten-Leninisten an ihrer Weltanschauung weiterentwickelt haben, und unsere Schwierigkeiten als Indiz für unsere »rechten« Linie zu werten. Wer also heute die Theorie Trotzkis über die Weltrevolution bekämpfen will, der muss die marxistisch-leninistische Theorie der Weltrevolution verteidigen, indem er sie weiter entwickelt und nicht auf der Stelle stehen bleibt. Das klingt wie ein »Angriff« auf die Theorie des Sozialismus »in einem Land«, aber das Gegenteil ist der Fall: die Weiterentwicklung der Theorie der Weltrevolution bedeutet die Verteidigung der Lenin`schen und Stalin`schen Theorie des Sozialismus »in einem Land« ( eben als Voraussetzung und Basis zur Weltrevolution) unter den heutigen Bedingungen. Wer dies nicht versteht, versteht nichts von der Weltrevolution, dem Höhepunkt des proletarischen Internationalismus im Kampf für die Befreiung des Weltproletariats. Der Sozialismus »in einem Land« wird von von Trotzkisten und Revisionisten der Weltrevolution gegenübergestellt und losgelöst. Weltrevolution hier und Sozialismus “in einem Land” da, durchtrenne die dialektische Verbindung und beides wird vereitelt! Teile und herrsche! Nur so lässt sich scheibchenweise der Kapitalismus von einem sozialistischen Land zum anderen restaurieren. Abwürgen des Sozialismus »in einem Land«, um die Entfachung der Weltrevolution und den Sieg des Weltsozialismus abwürgen. Was ist ein sozialistisches Land vor der Weltrevolution gegen ein sozialistisches Land nach der Weltrevolution?! Die Opportunisten werden sich für das erstere entscheiden, um es leichter zerstören zu können, die Proletarier aber für das letztere, um die sozialistischen Länder vor der Restauration des Kapitalismus besser zu schützen. Die Opportunisten sind die Anhänger des bürgerlichen nationalen Sozialismus - die Marxisten-Leninisten sind die Anhänger des proletarischen, internationalen Sozialismus. So stehen sich die Theorie der Weltrevolution der Opportunisten und die Theorie der Weltrevolution der Marxisten-Leninisten diametral gegenüber - und das Weltproletariat wird die richtige Wahl treffen. »Proletarier aller Länder, vereinigt euch zur Weltrevolution!« Das ist die marxistisch-leninistische Formel. An ihr werden sich die Geister scheiden, wird die Spreu vom Weizen getrennt!

    Um Missverständnissen vorzubeugen, “die vereinigten Staaten der Welt” (gemeint sind nicht die Vereinigten Staaten von Amerika oder die vereinigten Staaten von Europa und andere vereinigte Staaten), ein »monopolistischer Weltstaat«, der von einer kleinen Gruppe von internationalen Monopolkapitalisten dirigiert wird, das ist nicht, was Lenin mit »Vereinigten Staaten der Welt« meinte, sondern die vereinigten sozialistischen Staaten der Welt:

    »Die Vereinigten Staaten der Welt (nicht aber Europas) sind jene staatliche Form der Vereinigung und der Freiheit der Nationen, die wir mit dem Sozialismus verknüpfen - solange nicht der vollständige Sieg des Kommunismus zum endgültigen Verschwinden eines jeden, darunter auch des demokratischsten, Staates geführt haben wird. Als selbständige Losung wäre jedoch die Losung Vereinigte Staaten der Welt wohl kaum richtig, denn erstens fällt sie mit dem Sozialismus zusammen, und zweitens könnte sie die falsche Auffassung von der Unmöglichkeit des Sieges des Sozialismus in einem Lande und eine falsche Auffassung von den Beziehungen eines solchen Landes zu den übrigen entstehen lassen« (Lenin, Bd. 21, Seite 345, dt. Ausgabe).

    Erst wenn in allen Ländern der Welt die Bourgeoisie gestürzt ist durch die Revolutionen in den einzelnen Ländern, dann ist die Bourgeoisie auch im Weltmaßstab besiegt, braucht man nicht abstrakt »zusätzlich eine Weltrevolution, um die Weltbourgeoisie zu stürzen«, denn die Weltbourgeoisie ist als Ganzes das, was sie in allen Ländern als Teil ist. Und sie wird nicht als Ganzes in einem Stückbeseitigt durch die Weltrevolution, sondern sie wird im Weltmaßstab in dem Maß Stück für Stück beseitigt, wie es den Proletariern in einem Land nach dem anderen gelungen ist, die Diktatur der Bourgeoisie zu brechen und die Diktatur des Proletariats zu errichten. Der Sturz der Weltbourgeoisie ist also als Aufgabe bereits von den Proletariern in all ihren Ländern Stück für Stück durch gemeinsame Anstrengungenund gegenseitige Unterstützung »erledigt« worden. Mit jedem neuen Land, in dem die Bourgeoisie besiegt wurde, wird bereits automatisch ein ebenso großer Teil der Weltbourgeoisie wegbröckeln, verringert sich der Anteil der Weltbourgeoisie nach jedem Sieg der Revolution in einem weiteren Land, wird die Weltbourgeoisie und ihr internationaler Einfluss jedesmal kleiner und schwächer. In dem Moment, wo das Weltproletariat die Überlegenheit der Macht der Weltbourgeoisie zum Kippen gebracht hat, d.h. ihr mit jeder siegreichen Revolution in den einzelnen Ländern so viele weitere Stücke entrissen worden sind, dass sie so sehr geschrumpft ist und schon nicht mehr ihre Weltherrschaft als Minimum aufrechterhalten kann, dann kann man auch schon nicht mehr von der »Welt«bourgeoisie sprechen, sondern nur noch von den in der Welt übrig gebliebenen letzten Bastionen verbündeter Bourgeoisien in den einzelnen noch verbliebenen kapitalistischen Ländern. So wird die Weltbourgeoisie Stück für Stück vernichtet und insofern wird es auch nicht eine »letzte Schlacht auf einem einzigen riesigen Weltschlachtfeld« geben, wo sich das gesamte Weltproletariat und die gesamte Weltbourgeoisiesozusagen in zwei großen Heerscharen gegenüberstehen. Das internationale Kapital, mit dem die Bourgeoisie zur Weltbourgeoisie aufstrebte, wird ihr nun von den Proletariern in den einzelnen Ländern Stück für Stück entrissen, wodurch die Bourgeoisie als Weltbourgeoisie genauso wieder von der Bühne der Geschichte verschwindet, wie sie durch das internationale Kapital die Bühne einst betreten konnte.


    Weltrevolution und internationale Konterrevolution = Weltbarbarei und Weltsozialismus


Auf die Frage »Weltbarbarei oder Weltsozialismus« gab Lenin folgende treffende Antwort:

»Indessen verlief die Bewegung in Wirklichkeit nicht so geradlinig, wie wir erwartet hatten. In den anderen großen, kapitalistisch am meisten entwickelten Ländern ist die Revolution bis heute nicht ausgebrochen. Die Revolution entwickelt sich wohl - wir können das mit Befriedigung feststellen - in der ganzen Welt, und nur dank diesem Umstand ist die internationale Bourgeoisie, obwohl sie ökonomisch und militärisch hundertmal stärker ist als wir, nicht imstande, uns zu erdrosseln« (Lenin, Bd. 32, Seite 502,503, dt. Ausgabe).

Hauptfeind im internationalen Maßstab und Zentrum des Lagers der internationalen Konterrevolution ist heute nach wie vor der US-Imperialismus - wie dies vom Kominformbüro nach dem 2. Weltkrieg festgestellt und durch die Partei der Arbeit Albaniens bestätigt wurde, wobei die EU - Imperialisten und die sogenannten »G8- Länder« die engsten und gefährlichsten Verbündete der US-Imperialisten geworden sind, nachdem die zweite Supermacht, der sowjetische Sozialimperialismus, kollabierte, aber weiter als »Bündnispartner der Weltallianz« fungiert unter dem Generalstab der US-Imperialisten. Unterschätzt werden darf auch nicht der sehr gefährliche chinesische Sozialimperialismus mit seiner »Drei-Weltentheorie« als einer der übelsten sozialfaschistischen Feinde der Weltrevolution, obwohl die imperialistische Weltallianz den chinesischen Sozialimperialismus in Schach zu halten versucht. Was die Zusammenarbeit z.B. im sogenannten »Krieg gegen den Terrorismus« anbelangt, so führen sie alle untereinander einen erbitterten Konkurrenzkampf um die obersten Plätze, aber gegen das Weltproletariat und gegen die Völker ist sich die Weltbourgeoisie insgesamt einig. Jeder Imperialist versucht dort einzudringen, wo ein anderer verdrängt wurde, und zwar mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und Methoden - einschließlich der zwischenimperialistischen Kriege. Dieser Zwiespalt, die Gewalt einerseits gegeneinander richten zu müssen, um den Profit zu maximieren und andererseits die gemeinsame Konterrevolution gegen die Weltrevolution aufrechtzuerhalten - das bereitete den Imperialisten bereits im ersten und zweiten Weltkrieg Kopfschmerzen. Und so sehr sie sich auch bemühen, durch neue Strategien und Taktiken aus diesem Dilemma herauszukommen, desto tiefer verstricken sie sich in diesen Widersprüchen, desto schwieriger und bedrohlicher wird für sie die weltpolitische Lage, desto schwächer wird ihre Position, desto wilder werden sie um sich schlagen. Und genau da muss der weltrevolutionäre Hebel angesetzt werden! Genau auf diesen kritischen Punkt der internationalen Konterrevolution muss die Strategie und Taktik der proletarischen Weltrevolution ausgerichtet sein! Nur im Bündnis können sie sich eine Zeit lang die Revolution vom Halse halten, aber sie selber können dieses Bündnis nicht auf Dauer zusammenhalten, wird es bröckeln und auseinanderfallen - das wird so kommen mit der NATO, mit den UNO-Truppen und mit den internationalen Sondereinheiten usw. usf. Ein Bündnispartner nach dem anderen wird auf der Strecke bleiben und den ganzen Prozess dadurch nur noch beschleunigen.

»Die Revolution wird durch die Tat, im Kampf, im Feuer den ernstlichsten Prüfungen unterworfen. Wenn du unterdrückt und ausgebeutet bist und daran denkst, die Macht der Ausbeuter abzuschütteln, wenn du den Entschluss gefasst hast, die Sache ihrer Niederwerfung zu Ende zu führen, dann musst du wissen, dass du den Ansturm der Ausbeuter der ganzen Welt zu bestehen haben wirst; und wenn du bereit bist, diesem Ansturm zu begegnen und neue Opfer zu bringen, um im Kampfe zu bestehen, dann bist du ein Revolutionär; andernfalls wirst du zertreten« (Lenin, Bd. 29, Seite 52, »Erfolge und Schwierigkeiten der Sowjetmacht«, dt. Ausgabe).

»Jede revolutionäre Erhebung, mag ihr Ziel noch so fernliegend dem Klassenkampf scheinen, muss scheitern bis die revolutionäre Arbeiterklasse siegt,...bis die proletarische Revolution und die ... Konterrevolution sich in einem Weltkrieg mit den Waffen messen« (Marx, Engels, Bd. 6, Seite 397/398, »Lohnarbeit und Kapital«, dt. Ausgabe)

    Seit der Pariser Kommune hat die Konterrevolution zunehmend internationalen Charakter angenommen. Die Weltrevolution wird in Blut ertränkt, wenn die subversiven Kräfte zur inneren Zersetzung der revolutionären Bewegung versagen, wenn die bewerte Taktik des Weltimperialismus versagt, vom internationalen Klassenkampf abzulenken durch Ausnutzung von Widersprüchen auf Nebenschauplätzen, wenn das Schüren religiöser, ethnischer, nationaler und anderer Konflikte, nachbarstaatlicher Streitigkeiten etc. nicht mehr greifen und die Konflikte nicht mehr unter Kontrolle zu halten sein werden. Für den Fall, falls dies nicht mehr verfängt und die Weltrevolution bedrohlich herannaht, werden Truppen von einem Land ins andere über den ganzen Erdball geschickt, schrickt die internationale Konterrevolution vor nichts zurück, greift sie zu den äußersten Mitteln, lässt sie sich zur Abschreckung zu bestialischen Strafexpeditionen gegen das Weltproletariat und die Völker hinreißen, versucht sie so viel wie möglich mit in den Tod der herrschenden Klasse hineinzuziehen. So oder ähnlich lautet dann der gegenseitige Schutzvertrag der internationalen Obermacher: »Aktives Eingreifen in die inneren Angelegenheiten verbündeter Staaten zwecks Unterdrückung und Einschränkung der revolutionären Bewegung ist erwünscht und nützlich«. So war Afghanistan als »Krieg gegen den Terror« eine Probe - so wie auch der Einsatz der Faschistenbomber im Spanischen Bürgerkrieg eine Probe für den zweiten Weltkrieg waren. Als die internationale Konterrevolution in Spanien zuschlug, hatte dies die Aufstellung internationaler Brigaden zur Folge und Spanien wurde Republik.

    Stehen sich die Weltbourgeoisie und das Weltproletariat im ökonomischen Kampf gegenüber, d.h. übt das internationale Finanzkapital ökonomischen Terror aus, so sind beide Klassen gezwungen, ihren politischen Kampf um die Macht zu führen und es folgt der politische Terror des Klassengegners, der im Bürgerkrieg dann fortgesetzt wird mit den Mitteln des militärischen Terrors der Konterrevolution. Das heisst, dass das Weltproletariat nur in der Weltrevolution siegen kann, wenn es sich sowohl gegenüber dem ökonomischen, als auch gegenüber dem politischen und militärischen Terror des Klassengegners rüstet. All diese Elemente müssen in der Strategie und Taktik dialektisch Berücksichtigung finden. Es ist selbstredend: Um der internationalen Konterrevolution wirkungsvoll zu begegnen, ist eine gut gerüstete Weltpartei erforderlich, die weltweit überlegene Kräfte um sich herum vereinigen und einsetzen kann, revolutionäre Kampfeinheiten wie die »Roten Interbrigaden«, um nur ein Beispiel von vielen zu nennen.

Die Imperialisten fliegen mit Koffern voll Geld um die Welt, um diese zu kaufen. Tanzt irgendeine Regierung aus der Reihe, dann hagelt es Bomben statt Geldsäcke. Entstehen revolutionäre Unruhen, werden also die »Spielregeln« der Imperialisten verletzt oder gefährdet, wird der Raub der Reichtümer und deren Transfer in die Metropolen gestört, dann wird Druck auf die Regierungen und dann auch auf die Massen ausgeübt. Auf diese Weise verwandelt der Imperialismus die Welt in ein einziges Völkergefängnis in ein einziges internationales Flüchtlingslager. Was auf »friedlichem« Wege nicht mehr zu »regeln« ist, wird durch eine militärische Intervention wieder in »Ordnung« gebracht. Die moderne Konterrevolution operiert das aufständische Geschwür mit sauberen, selektiven Schnitten, Heraustrennung des revolutionären Nervs unter Vermeidung zu hohen Blutverlusts, damit der koloniale Organismus nicht beschädigt wird und weiter funktioniert als »friedens(=profit-)erhaltende Maßnahme« , im TV = NATO-Soldaten als »Samariter der Humanität«, als »Wohltäter und Befreier der Zivilisation«, moderne Konterrevolution im Dienste des » demokratischen Fortschritts«. Aber die Weltbourgeoisie gibt nicht allein deswegen Milliarden Dollar aus, um ungehindert weiter ausbeuten zu können, sie gibt Milliarden Dollar nicht freiwillig aus, sondern weil sie sich gezwungen sieht, sich selber vor der Weltrevolution retten. Warum haben die US-Imperialisten sonst eine Länderliste für den Abwurf von Atombomben in ihrer Schublade, auf denen auch solche Länder verzeichnet sind, die bereits mit dem marxistisch-leninistischen »Bazillus« historisch infiziert waren? Weil der Weltimperialismus nichts mehr fürchtet, als seine kommunistischen Totengräber, denen er ja immerhin ( zu Recht!) noch »Einiges« zuzutrauen scheint, obwohl diese Länder bereits revisionistisch verseucht, also ideologisch »gesäubert« und entwaffnet wurden. Der Imperialismus wird niemals freiwillig auf die internationale Konterrevolution verzichten, denn nach wie vor ist sein Hauptfeind Nr. 1 = Kommunismus! Die Marxisten-Leninisten werden in der ganzen Welt verfolgt, ausgewiesen, verhaftet, eingesperrt, misshandelt, gefoltert ermordet, weil die Weltbourgeoisie sie fürchtet.

Es ist richtig, dass die Konterrevolution in der heutigen Welt durch die Waffen lebt ( wir wissen, was Sturz der Diktatur des Proletariats bedeutet und dass die Konterrevolution der Weltbourgeoisie es versteht, die Waffe der Kritik in eine Kritik der Waffen zu verwandeln!). Es ist aber ebenso richtig, dass die Konterrevolution durch die Waffen stirbt , durch ihre eigenen Waffen (sie wird ferner sterben durch viele andere Faktoren u.a. durch mangelndes Geld - nicht nur durch revolutionäre Steuer-Verweigerungsaktionen der Massen - ). Vielleicht kommt die Weltrevolution dem Staatsbankrott zuvor. Die internationale Konterrevolution schreitet rasch, aber die Weltrevolution noch schneller voran. Das heisst durchaus nicht, dass die Konterrevolution erst dann aktiv wird, wenn die Revolution an ihre Tür klopft - sozusagen als Reflexbewegung. Nein, die Konterrevolution verfügt über eine Jahrtausend-alte Erfahrung und ist zu keinem Zeitpunkt in der Geschichte besser ausgerüstet gewesen als heute. Sie wird zu keinen brutaleren Schandtaten, zu keiner größeren Unmenschlichkeit, keiner tieferen Menschenverachtung und keiner grausameren Menschenvernichtung fähig und willens sein, als gerade bei ihrer allerletzten historischen Untat: die Verhinderung des Endes nicht nur der jetzigen Klassenherrschaft, sondern der Klassengesellschaft in der Weltgeschichte überhaupt. Es wird die erste Untat sein, in der die Konterrevolution verliert, weil es zugleich ihre letzte ist. Das muss sich das Weltproletariat vor Augen halten, wenn es in die Schlacht zieht. Die größte und »zivilisierteste« Ordnung, die jemals auf diesem Erdball geherrscht hat, wird nun in unzivilisiertester Weise ( also historisch nicht mehr zu überbieten) vom Erdball für immer hinweg gefegt durch die Weltrevolution. Gemessen an der neue entstehenden zivilisierten Weltordnung des Sozialismus wird man den »zivilisiertesten« Kapitalismus nicht einmal mehr mit der Lupe finden können, denn die Diktatur des Weltproletariats wird die internationalen Konterrevolution des Kapitalismus vernichten.

Die Konterrevolution des sterbenden Kapitalismus ist die stärkste und schlimmste Konterrevolution, gegen die jemals eine revolutionäre Klasse zu kämpfen hatte. Aber es gibt auch nur eine einzige Klasse, die die Geschichte der Klassengesellschaft hervorgebracht hat, die diese Konterrevolution besiegen kann - das ist das Weltproletariat. Das weiss die Weltbourgeoisie. Sie hat längst die Notwendigkeit einer ausgefeilten Strategie und Taktik erkannt, geht planmäßig vor, verfügt über einen riesigen Apparat des Krisenmanagements, leistet täglich, stündlich auf der Welt ( und vom Weltall aus!) subversive Zersetzungsarbeit, so dass ihr die Bedeutung von Präventivschlägen nicht nur nicht unbekannt ist, sondern diese auch hervorragend beherrscht und einsetzt. Und je perfekter die Konterrevolution heranreift, desto perfekter organisiert sie sich als »Revolution einer untergehenden herrschenden Klasse«, als herrschende Klasse der letzten Klassengesellschaft der Welt. Sie richtet sich bereits gegen sich selbst und schwankt bis sie im Sturm der Revolution kentert und auf den historischen Grund der Weltmeere der Millionenmassen versinkt, so als wenn es sie nie zuvor gegeben hätte.

Der Kampf des internationalen Bürgerkrieges kann also nicht auf dem friedlichen Wege durch internationale Versammlungen, Konstitutionen, parlamentarische Weltorganisationen etc. zu Ende geführt werden («Weniger Illusionen über den Liberalismus der konterrevolutionären Bourgeoisie.!..[in der ganzen Welt]...Mehr Aufmerksamkeit dem Wachstum des internationalen revolutionären Proletariats!« [Lenin, Bd. 11, Seite 183, »Zündstoff in der Weltpolitik«, dt. Ausgabe]), sondern muss letztlich auf militärischem Wege entschieden werden. Die Lehren der revolutionären Gewalt einer sozialistischen Revolution in einem Land, die Lehren der Bewaffnung der Diktatur des Proletariats in einem Land, gilt in noch höherem Maße für die internationalistische Gewalt, für die Gewalt des Sozialismus in allen Ländern in der zweiten Etappe der ersten Stufe des Kommunismus. Wir dürfen niemals vergessen, dass die internationale Konterrevolution stets sowohl von innen, als auch gleichzeitig von außen alle bisherigen Diktaturen des Proletariats früher oder später niedergeschlagen hat. Wir dürfen niemals vergessen, dass die internationale Konterrevolution gegen das sozialistische Albanien aus einer gemeinsamen Front des Imperialismus und des Sozialimperialismus bestand, wobei die eine Seite mehr an der äußeren und die andere mehr an der inneren Front operierte. Ohne Zusammenarbeit mit der internationalen Konterrevolution und ohne deren Unterstützung, wäre es der albanischen Konterrevolution aus eigener Kraft niemals gelungen, die Diktatur des Proletariats zu stürzen. Historisch gesehen hat diese internationale Konterrevolution mit ihrem Pyrrhussieg über das letzte sozialistische Land diejenigen revolutionären Kräfte auf der ganzen Welt geweckt, die berufen sind, die internationale konterrevolutionäre Allianz des Sozialimperialismus und des Imperialismus durch die Weltrevolution in einem Waffengang zu erledigen.

Gesetzmäßig bewirkt die internationale Konterrevolution die Ausbreitung der Revolution in diesem u n d in anderen Land. Die Revolution, die international bekämpft wird, durchbricht auch die Grenzen anderer Länder nach dem Prinzip des Durchbruchs des schwächsten Kettengliedes in der imperialistischen Kette - nicht in Form eines schmalen Kanals zu diesem oder jenen Land, sondern als mächtiger Strom, der sich international ergießt. Aus dem gemeinsamen »Krieg gegen den Terror« wird ein »Mittel des revolutionären Terrorismus«, wie Karl Marx es ausdrückt:

»Die resultatlosen Metzeleien....der Kannibalismus der Konterrevolution selbst wird die Völker überzeugen, dass es nur ein Mittel gibt, die mörderischen Todeswehen der alten Gesellschaft, die blutigen Geburtswehen der neuen Gesellschaft abzukürzen, zu vereinfachen, zu konzentrieren, nur ein Mittel - den revolutionären Terrorismus« (Marx, Engels, Bd. 5, Seite 457).

»Die vereinigte internationale Konterrevolution, erweitert unermüdlich die Revolution, vereinigt die Proletarier aller Länder miteinander und legt das Fundament der internationalen Revolution... Die internationale Konterrevolution wird die internationale Revolution nur stärken und vertiefen, stärken und auf einen festen Boden stellen. Die Losung `Proletarier aller Lände, vereinigt euch!´ wird ihren wahren Ausdruck finden. Wohlan, arbeitet nur, Herrschaften, arbeitet! Der russischen Revolution, die sich verbreitert, wird die europäische Revolution folgen - und dann... dann wird die Stunde schlagen nicht nur für die Überbleibsel der Leibeigenschaft, sondern auch für euren geliebten Kapitalismus« (Stalin,Bd. 1, Seite 217, 218 »Die internationale Konterrevolution«, dt. Ausgabe).

Auch die internationale Konterrevolution gegen revolutionäre nationale Befreiungsbewegungen haben diesen Effekt, dass sie sich nicht nur ausbreiten als nationale Befreiungsbewegungen in anderen Ländern, sondern sich auch zur sozialistischen Revolution weiter entwickeln, bzw. sozialistische Revolutionen in anderen Ländern auslösen, kommt es zur Vereinigung des Weltproletariats und der unterdrückten Völker - durch die internationale Konterrevolution. Lenin sprach sogar davon, dass die internationale Konterrevolution die russische Revolution »in eine Weltrevolution verwandelt« (Lenin, Bd. 11, Seite 93, »Verschwörungen der Reaktion und Drohungen der Progromhelden”, dt. Ausgabe).

    Wie in den rückständigeren Ländern zu beobachten, ist der internationale Staatsmonopolismus bemüht, die internationale Konterrevolution schon auf äußerstem Vorposten des Hinterlandes zu organisieren und zu stationieren. Die Bourgeoisien dieser Länder werden vor Ort mit dem »Know how« der Demonstrations- und Aufstandsbekämpfung ausgerüstet und die neu aufgestellten Polizei- und Militärkräfte unterstehen der direkten Kontrolle der Metropolen als verlängerter Arm der NATO für den Fall eines inneren Bürgerkrieges oder militärischen Überfalls von außen. Später können daraus Truppen für den 3. Weltkrieg rekrutiert werden. Mit der Fremdaufstockung der weltweiten US-Militärstützpunkte durch die NATO-Partner und die Mobilisierung von Truppen in den abhängigen Ländern würden die stationierten US-Truppen entlastet, entbunden werden, um so viel mobiler, zentrierter und effektiver in zukünftigen Krisenherden eingesetzt zu werden. Die Globalisierung des militärischen Terrors, die internationale Konterrevolution, schafft sich eine bewaffnete Weltarmee - und damit auch ihren Gegenpart: die revolutionäre Weltarmee. Die Spezialeinheiten werden international koordiniert unter einem »Krisen« - Einsatz-Kommando bei selbständiger Organisierung der vorher festgelegten, ganz bestimmten konterrevolutionären Aufgaben - und diese Spezialkräfte wird auch die Weltrevolution hervorbringen. So arbeiten auch die Geheimdienste der internationalen Konterrevolution - und so werden die revolutionären Geheimdienste arbeiten. All das birgt für die internationale Konterrevolution natürlich auch die Gefahr, dass sich ihre eigenen Kräfte verselbstständigen und sich eines Tages gegen sie selbst richten werden. aber der US-Imperialismus hat gar keine andere Wahl, dieses Risiko einzugehen, wenn er nicht vorzeitig unter der schweren Last seiner Rolle als alleiniger Weltgendarm kapitulieren will. So gibt es auch israelische Soldaten, die sich ihrem Befehl widersetzen, arabisches Blut in arabischem Boden zu vergießen und sie werden dabei international unterstützt, nicht nur von den arabischen Brudervölkern. Bei allen Völkern der Welt bleibt der Völkermord der internationalen Konterrevolution nicht ohne Wirkung, erkennen sie deren weltweite Strategie und Taktik, entwickeln sie ihre eigene Strategie und Taktik im Kampf gegen die internationale Konterrevolution. Sie werden sich mit dem hilflosen Zusehen des Blutvergießens nicht länger abfinden, insbesondere bei Nachrichtensperren. Da ahnt jeder, was in solchen Situationen passiert und die Welt wird gerade dadurch hellwach! Die Welt wird nicht nur Zeuge des Verbrechens in der Welt, sondern gleichzeitig Akteur zur Verhinderung von Verbrechen der internationalen Konterrevolution. Sie werden mit internationalen Augen die Geschehnisse in der Welt sehen, sie werden sich eine internationale Meinung über die internationale Konterrevolution machen und sie werden auch international gegen die Konterrevolution handeln - nicht wo keine Militärzensur stattfindet, sondern gerade da! Es werden internationale Barrikaden entstehen, die vom Krisenherd sich über die ganze Welt ausbreiten - und zu einer INTERNATIONALEN Barrikade heranwachsen. Ob also der Kampf tobt im Balkan, in Afghanistan, in Palästina oder sonst wo auf den Kontinenten der Welt, entstehen bereits gesetzmäßig diese internationalen Barrikaden, internationale Kämpfer, internationale rote Brigaden usw. usf. Sie kämpfen an allen Fronten, auf allen Barrikaden, ob im Krisenherd, oder auch in der ganzen Welt, ob im Krisenzentrum oder an der Peripherie - der Kampf wird sich zwangsläufig international ausweiten, und es kommt darauf an, diesen Kampf zu zentralisieren und zu koordinieren im Geiste des proletarischen Internationalismus. Die Krisenherde haben damit die ganze Welt bereits zu einem Pulverfass für den Ausbruch zwischen Weltkonterrevolution und Weltrevolution gemacht. Seit Jahrzehnten reisst der israelische Kettenhund des US-Finanzkapitals im Nahen Osten ( das sich zu einem nicht geringen Anteil im Besitz jüdischer Finanzgruppen befindet ) das palästinensische Volk blutig in Stücke, und er schreckt nicht davor zurück, es gänzlich von der Welt zu vertilgen. Am Blut, nicht nur am Öl der Araber hat sich der Weltkapitalismus gemästet, genauso wie am Blut aller unterdrückter Völker der Welt, ist der US-Imperialismus der Generalstab der internationalen Konterrevolution, befehligt er seine Kettenhunde auf der ganzen Welt, um den revolutionären Widerstand gegen die imperialistische Ausplünderung und physische Vernichtung der Völker zu brechen. Der US-Imperialismus hat die ganze Welt in schwärzeste Reaktion getaucht. Die Beute der Bestien wird an die Oberbestie abgeliefert und sie verteilt die Beute, nachdem sie sich das größte Stück selber einverleibt. Wenn dann besonders gierige Bestien vor Ort im Einsatz sind für die Oberbestie und sich dabei schnell den eigenen Bauch »übergebührlich« voll schlagen, dann ist die Oberbestie natürlich böse und pfeift die gierigsten Bestien zurück. Aber schon ist das »Gleichgewicht« der Verteilung dahin, wird um jeden Bissen gekämpft - schließlich nicht mehr im vereinbarten Rahmen der Oberbestie, sondern auf eigene Rechnung der untergebenen Bestien. All dies bleibt nicht ohne Wirkung auf die Entwicklung und die Zuspitzung des großen Kampfes zwischen der internationalen Konterrevolution und der Weltrevolution. Haben sich zwei Bestien in einer gemeinsamen Beute verbissen, kann die Weltrevolution zuschlagen, und das erste Glied in der imperialistischen Kette wird sich befreien. Alles trägt dazu bei, dass sich die Weltrevolution vereinigt und die internationale Konterrevolution sich zwar vergeblich zu einigen versucht, aber - »der Geist ist willig und das Fleisch schwach« - kämpfen sie gegeneinander und spalten und schwächen sich dabei selbst, verbeißen sich ineinander, so dass die Weltrevolution in diesem günstigen Augenblick ausbrechen kann. Die Weltrevolution wird deswegen siegen, weil jede Bestie ihrer Gier nach Beute nicht widerstehen kann, denn ist sie nicht stark genug, wird sie gnadenlos von einer anderen Bestie, nicht nur von der Oberbestie, gefressen.

Klar, dass die Taktik der internationalen Konterrevolution darauf abzielt, die revolutionären Kräfte zu zersplittern und zu vereinzeln, sie von den Massen zu isolieren und die (nicht proletarischen) Massen auf die Seite der Konterrevolution zu ziehen (z.B. Lumpenproletariat, Kleinbürgertum , Spaltung der Bauern von ihrer Einheit mit dem Proletariat, Bauernrevolten [unter Führung der Kulaken] gegen das Proletariat usw.), um sie dann Schritt für Schritt auf dem internationalen Schlachtfeld niederzuschlagen. Aber vorher wird dieser Kampf auch schon auf einem anderen internationalen Schlachtfeld geführt: nicht die militärische Armee der Konterrevolution ist hier gemeint, sondern Armeen von Parasiten, die über das Weltproletariat und die Werktätigen in der ganzen Welt herfallen, um ihre Kampfkraft von vorn herein zu schwächen und zu zersetzen. Die Weltparasitenarmee saugt heute das Blut der Völker schon aus, bevor es durch die Bajonette der Militärs in die Erde des Schlachtfeldes der Weltrevolution fließt. Diese Weltparasitenarmee besteht nicht nur aus der Oberschicht der internationalen luxuriösen Kouponabschneider - »High Scociety«, sondern dazu gehören die staatlichen Parasiten, die Steuereintreiber, Versicherungen, Mafia (übrigens auch international organisiert!), kleine Gauner und Ganoven. Sie alle plagen mit großen und kleinen Stichen und Saugrüsseln das Weltproletariat und die Völker Tag für Tag, lassen sie nicht zur Ruhe kommen, beschäftigen die Geplagten mit Abwehr und Widerstand, um die Haut zu retten - ABER das steigert nur noch mehr den Überlebenskampf, setzt neue revolutionäre Energien frei, die man braucht, um sich diese Parasitenplage FÜR IMMER vom Hals zu schaffen. All diesen Parasiten, den Reserven der internationalen konterrevolutionären Kraft müssen wir gezielt mit unserer Strategie und Taktik den Gar aus machen, werden das Weltproletariat und die Völker der Welt sie eines Tages für immer abschütteln, sich von ihnen befreien! Wer die Unvermeidlichkeit dieses Weltparasitismus beseitigen will, muss die Ursachen dieses Weltparasitismus beseitigen. Die Hauptursache aber ist der parasitäre Kapitalismus selbst - nicht nur auf nationaler, sondern eben auch - und in zunehmendem Maße organisiert - auf internationaler Ebene. Hinzu kommt der Faktor der Zerstörung der Produktivkräfte in Natur und Gesellschaft, der durch die internationale Konterrevolution an Bedeutung zunimmt. Unsere Strategie und Taktik muss darauf gerichtet werden, diese Produktivkräfte vor ihrer Zerstörung zu retten, weil sie die Grundlage der Revolution, die Grundlage der zukünftigen Gesellschaft, die Grundlage des Weltsozialismus sind. Je mehr zerstört wird, desto schwieriger ist es aufzubauen! Je schneller und gründlicher die Weltherrschaft der Weltbourgeoisie zerschlagen wird, je eher die internationale Konterrevolution besiegt wird, desto schneller und gründlicher können die Produktivkräfte in der ganzen Welt entwickelt, die Probleme der Umweltzerstörung usw. usf. - können die Probleme der heutigen Welt gelöst und der Aufbau der neuen Welt begonnen werden.

Die Kritik der Konterrevolution richtet sich gegen die Revolution, sie diffamiert die revolutionären Arbeiter und ihre Partei, den Kommunismus und zersetzt unseren Aufbau, desorganisiert, spioniert und schadet, wo sie nur kann, um uns und unsere Bewegung zu liquidieren - das ist in der Geschichte der bürgerlichen Konterrevolution nie anders gewesen, wenn die Opportunisten darüber auch immer hinweggetäuscht haben. So verhinderte die deutsche Konterrevolution die Ausbreitung der Oktoberrevolution zur Weltrevolution u.a. dadurch, dass sie der deutschen Novemberrevolution die Versorgungsquellen abschnitt. Die Arbeiter- und Soldatenräte kämpften ohne Bauernräte, die die aufständischen Arbeiter hätten mit Brot versorgen können. Die Arbeiterklasse kann ihre Revolution also niemals siegreich lenken, wenn sie nicht auf dem Land eine bewusste, geschlossene Unterstützung findet. Zerstörung der Versorgungsquellen und der Transportwege durch den Partisanenkampf, das sind unsererseits die notwendigen Gegenmaßnahmen gegenüber der internationalen Konterrevolution. Jeder kennt heute die Versorgungsquellen und Transportwege der internationalen Konterrevolution und ihre empfindlichen Stellen!

Besonders für die Massen, die entweder kurz vor dem Sieg ihrer Revolution standen oder sogar siegten, die also bereits über einen gewissen Grad des revolutionären, sozialistischen Bewusstseins verfügten und Erfahrungen mit den Taktiken der internationalen Konterrevolution gewonnen hatten, musste die internationale Konterrevolution ihre alte Taktik des offenen »Draufhauens« verfeinern und neue Taktiken entwickeln, die darin bestanden, sich als »Revolution« auszugeben. Die Weltbourgeoisie versteckt ihre internationale Konterrevolution also hinter hohlen Phrasen der »Befreiung«, so wie etwa heute die »Befreiung vom Terrorismus«. Die Geschichte der Konterrevolution ist also auch eine Geschichte ihrer Verschleierung im »revolutionären« Gewand.

Wir meinen hier nicht nur die beiden internationalen Konterrevolutionen, durch die der Sozialismus in der Sowjetunion und in Albanien fiel, und auch nicht die Konterrevolutionen gegen die Diktatur des Proletariats von innen heraus, um die »Revolution vor den Kommunisten zu retten« ( die »Streikbrecher der Revolution«), sondern auch zwei andere Beispiele: Erstens die Machtergreifung des deutschen »Nationalsozialismus«, der vorgab, das deutsche Volk von der Knechtung und Unterjochung des internationalen Imperialismus [insbesondere des internationalen jüdischen Finanzkapitals] »zu befreien« - zunächst mit »sozialistischer« Perspektive, die man den deutschen Kommunisten abgeguckt hatte. Heute tarnen sich die neo-nazistischen Hilfstruppen der internationalen Konterrevolution mit ihrer »Revolution« gegen den US-Imperialismus, wiederum z. T. mit »sozialistischem« Deckmantel, so z.B. vertreten durch den europäischen »Nationalbolschewismus« und außerdem vertreten durch sozialfaschistische Kräfte (z.B. des deutschen STASI), die sich in der Welt als Teil der »marxistisch-leninistischen Weltbewegung« ausgeben. Als der Zeitpunkt reif war,entledigte sich damals der Hitler-Faschismus dieser sozialistischen Hülle schließlich (im Zusammenhang mit dem sogenannten »Röhmputsch«), und die Konterrevolution in Deutschland begann offen ihre Fratze zu zeigen und verhinderte schließlich, dass die erste internationalistische, russische rote Fahne außerhalb der Sowjetunion in Deutschland gehisst werden konnte (natürlich mit Hilfe der Feinde im kommunistischen Lage selbst). So oder ähnlich ging und geht die internationale Konterrevolution auf der ganzen Welt vor. Ferner:

»Neue Revolutionen« gab es seitens der »ultra-linken Opposition« in der Geschichte viele, die darauf abzielten, die kommunistische Partei von der führenden Spitze zu »befreien«. Zu diesem Zweck bedienten sich beispielsweise damals auch die Trotzkisten ihrer Freunde in der französischen und deutschen kommunistischen Partei, um Stalin zu beseitigen.

In die gleiche Richtung führt ein weiteres Beispiel: die sogenannte »chinesische proletarische Kulturrevolution« unter der Führung Mao Tsetungs. (Wir dürfen nicht den Fehler machen, nur aus deren negativen Seiten zu lernen. Sie hatte in der Nebenseiten ihre positiven Seiten, aber ihrem Wesen nach, in der Hauptseite, war sie weder proletarisch noch revolutionär oder etwa »nur auf halbem Wege stehen geblieben”, oder etwa “vereitelt” worden usw. usf., sondern sie war konterrevolutionär.) Durch sie entledigte sich eine Führungsclique der Bourgeoisie einer anderen Führungsclique auf pseudo-revolutionäre Weise, die den weiteren Weg zum offenen Revisionismus - eben durch revolutionäre Phrasen ermöglichte. Mao´s proletarische Kulturrevolution war gegen das Proletariat gerichtet unter Missbrauch der studentischen Jugend und der Bauernschaft. Mao´s Kulturrevolution war in Wahrheit eine putschistische Konterrevolution und zerstörte in anarchistisch-kleinbürgerliche Weise nicht nur die bürgerliche Kultur, sondern auch die proletarische und eben das macht die Kulturrevolution reaktionär:

»Die chinesischen Genossen meinen, die Hilfe für die kommunistische Weltbewegung und die Weltrevolution bestünde in der Empfehlung, die Große Proletarische Kulturrevolution zu machen, so wie sie China gemacht hat. Ihnen zufolge ist es fürderhin nicht nötig, sich von der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution (außer vielleicht von der Pariser Kommune) inspirieren zu lassen, sondern von der Kulturrevolution, denn so, wie der Marxismus-Leninismus durch die ´Mao Tsetungideen´ ersetzt worden sei, so trage auch die Kulturrevolution die Sozialistische Oktoberrevolution in sich (...). Diese Entstellung ist schändlich und antimarxistisch« (Enver Hoxha, »Betrachtungen über China, Bd. I, Seite 390, Tirana 1979, dt. Ausgabe).

Lenin verstand unter Kulturrevolution etwas ganz anderes. Damit die Oktoberrevolution siegreich in einem r ü c k s t ä n d i g e n Land wie Russland verteidigt werden konnte, mussten die Produktivkräfte auf ein enorm hohes Niveau gehoben werden durch die NÖP, was ohne revolutionäre Hebung des Kulturniveaus unmöglich war. Leben und Tod des Sozialismus hing nicht nur von der Gefahr der Intervention der internationalen Konterrevolution ab, sondern vor allem davon, ob es den Bolschewiki gelingen würde, innerhalb kürzester Zeit das Analphabetentum zu besiegen oder nicht. Revolutionierung des Überbaus zur Schaffung und Hebung der ökonomischen sozialistischen Basis - das war das Ziel und die Aufgabe der sowjetischen Kulturrevolution zur Zeit Lenins unter erschwerten Bedingungen des Aufbaus des ersten Sozialismus der Welt. Kulturrevolution in Worten und Konterrevolution in Taten, so würde hingegen Lenin den revisionistischen Missbrauch der Kulturrevolution durch Mao heute geißeln, wenn er noch lebte. Unter dem Deckmantel des Kampfes gegen das »Alte« das Neue zerschlagen, das ist das Wesen jeder Konterrevolution, die nur dazu dient, die alte Klassenherrschaft aufrechtzuerhalten bzw. diese zurück zu erobern. Die Kulturrevolution des Proletariats hat genau das gegenteilige Ziel. Wenn die sozialistische Revolution gesiegt hat und die Diktatur des Proletariats errichtet ist, kann eine »Revolution« innerhalb des sozialistischen Systems logischerweise nur das Gegenteil von dem sein, was diese »Revolution« vorgibt: eine Konterrevolution. Das Proletariat kann sich nicht von seiner Befreiung »befreien«. Die unterdrückte Bourgeoisie bedient sich nur dieser Tarnung, um sich selber zu befreien von der Diktatur des Proletariats. Das heisst nicht, die Lehren der Fortsetzung des Klassenkampfes im Sozialismus zu vergessen, der mit der Restauration des Kapitalismus endete: Wir werden die Diktatur des Proletariats dazu benutzen, um den Sozialismus notfalls durch eine Revolution gegen die zur Herrschaft strebenden Revisionisten zu verteidigen, wenn dies notwendig werden sollte. Die Klassenkämpfe im Sozialismus nehmen nicht ab, sondern zu, wie Stalin lehrte, während die Revisionisten genau das Gegenteil behaupten,um das Proletariat in trügerischer Sicherheit zu wiegen, um das herrschende Proletariat zu entwaffnen und die Konterrevolution zu bewaffnen. Die Konterrevolution schlägt meistens in dem Augenblick zu, wo das Proletariat diese am wenigsten vermutet. So wurde aus dem Schritt des Sozialismus zum Kommunismus ein Weg zurück zum Kapitalismus.

Wenn das reformistische Ventil der bürgerlichen Klassenherrschaft eines Landes dem Druck der Revolution nicht mehr standhält, dann eilt die Weltbourgeoisie zur Hilfe, um es mit Gewalt zu schließen. Dafür gibt es viele Beispiele der Geschichte. So ein Ventil war auch die II. Internationale. Und nach dem 2. Weltkrieg war es Revisionismus + »Kalter Krieg«:

»Um den Sozialismus nieder zu ringen, um die revolutionären Befreiungsbewegungen zu ersticken, um den großen Einfluss der marxistisch-leninistischen Theorie zu bekämpfen und um die eigene Hegemonie auf der Welt zu errichten, bediente sich der amerikanische Imperialismus zweier Wege: Der eine Weg war die Aggression und die bewaffnete Intervention... Der andere Weg war der der ideologischen Aggression und Subversion... machte sich der Weltimperialismus und der Weltkapitalismus die modernen Revisionisten zunutze« (Enver Hoxha, »Imperialismus und Revolution«, Seite 19-20, dt. Ausgabe).

»Zugleich ist die Perspektive der Revolution und der Befreiung der Völker infolge des Verrats der ... Revisionisten nicht nur nicht verschwunden, sondern die Revolution befindet sich jetzt nach einem zeitweiligen Rückzug sogar vor einem neuen Aufschwung« ( ebenda, S. 24-25).

»Die kapitalistische Bourgeoisie hat sich (nach den Niederlagen, die der Sozialismus erlitten hat - die Red.) allerdings nicht frei gemacht und wird sich auch nie frei machen vor der Angst vor dem wahren Kommunismus, im Gegenteil, der wahre Kommunismus hat den Imperialismus und Sozialimperialismus in Schrecken versetzt und wird sie noch mehr in Schrecken versetzen« (ebenda, Seite 29)

Die US-Imperialisten gaben beispielsweise zu, dass sie die Faschisten Hitler, Mussolini, Hirohito, Franco usw. umarmten aus Angst vor dem Kommunismus. Und heute geben sie zu, unter dem Vorwand des Anti-Terrorismus, ihre eigene faschistische Diktatur über der ganzen Welt zu errichten. Wer nicht für sie ist, ist gegen sie, wird getötet, notfalls mit Atombomben. Das ist die internationale Konterrevolution, wie wir sie heute vorfinden, und sie ist dabei, den Hitlerfaschismus zu übertreffen.

Es ist die Aufgabe der proletarischen Kriegsführung, ihrerseits die internationale Konterrevolution zu zersplittern und zu vereinzeln, sie daran zu hindern, sich der rückschrittlichen Schichten der breiten Massen zu bedienen, sich in gezielten Stoßtruppmanövern zu sammeln, zu vereinigen und zu konzentrieren, indem man ihre Kräfte ebenso gezielt auf den verschiedenen Schauplätzen der Welt zur gleichen Zeit b i n d e t . »Dreht die Gewehre um!« Auch diese wirkungsvolle Losung dient dazu, um die Konterrevolution anzugreifen und zumindest einzelne Gruppen innerhalb der Konterrevolution auf die revolutionäre Seite der Barrikade zu ziehen und zum Frontwechsel zu veranlassen.

Offensive Angriffsaktionen sind das Fleisch und Blut jedes Aufstandes, um so mehr gilt dies für die internationalen Aufstände. Marx schrieb schon vor 150 Jahren :

»...kann man ihnen(den Kräften des Gegners) nicht mit starker Überlegenheit entgegentreten, so ist man geschlagen und vernichtet; hat man einmal den Weg des Aufstandes beschritten, so handle man mit der größten Entschlossenheit und ergreife die Offensive. Die Defensive ist der Tod jedes bewaffneten Aufstandes... Überrasche deinen Gegner, solange seine Kräfte zerstreut sind, sorge täglich für neue, wenn auch noch so kleine Erfolge; erhalte dir das moralische Übergewicht, das der Anfangserfolg der Erhebung dir verschafft hat; ziehe so die schwankenden Elemente auf deine Seite, die immer dem stärksten Antrieb folgen und sich immer auf die sichere Seite schlagen; zwinge deine Feinde zum Rückzug, noch ehe sie ihre Kräfte gegen dich sammeln können; um mit den Worten Dantons, des größten bisher bekannten Meisters revolutionärer Taktik zu sprechen: `Kühnheit! Kühnheit und abermals Kühnheit!« ( Marx/Engels, Bd. 8, Seite 95, »Revolution und Konterrevolution in Deutschland«, dt. Ausgabe).

Klar, dass man mit Defensive, mit »passivem Widerstand« nicht weiter kommt, wenn diese nicht mit dem »aktiven Widerstand«, der Offensive gegen die Konterrevolution verknüpft werden. Das Weltproletariat wird sich durch die Drohungen der internationalen Konterrevolution nicht einschüchtern lassen, dass durch die Weltrevolution »Ströme von Blut fließen« werden. Unser Ziel ist es, dass die Ströme von Blut -die der Weltimperialismus bereits vergossen hat, jeden Tag vergießt und auch morgen vergießen wird, g e s t o p p t und für immer verhindert werden! Was sind Blutströme gegen Blutmeere! Ihr Herren Konterrevolutionäre glaubt doch nicht, dass die Völker die Blutmeere vergessen haben, die ihr für die Weltherrschaft eurer Geldsäcke vergossen habt! Tretet ab und gebt den Völkern zurück, was ihr ihnen geraubt habt, dann bräuchten keine Ströme von Blut fließen!

»Große Revolutionen, selbst wenn sie friedlich anfingen, wie die Große Französische Revolution, haben mit erbitterten Kriegen geendet, die von der konterrevolutionären Bourgeoisie begonnen wurden. Anders kann es auch nicht sein, wenn man diese Frage vom Standpunkt des Klassenkampfes und nicht des spießbürgerlichen Wortgeklingels über Freiheit, Gleichheit, Arbeiterdemokratie, Mehrheitswillen betrachtet (...) Eine friedliche Entwicklung des Sozialismus kann es nicht geben« (Lenin, Bd. 29, Seite 351 - 352, dt. Ausgabe).

In einer Welt, die zerrüttet ist und ausgebeutet am Boden liegt, ist es die erste Aufgabe der Weltrevolution, das Weltproletariat und die übrigen Werktätigen zu retten, das heisst vor allem mit Brot und Frieden. Das ist heute die wichtigste agitatorische Losung. Die erste Produktivkraft der ganzen Menschheit ist der Arbeiter, der Werktätige, wie Lenin sagte, »wenn er am Leben bleibt, werden wir alles retten und wiederherstellen«. Die Weltrevolution wird zu Grunde gehen, wenn wir den Arbeiter nicht retten. Der Arbeiter ist der erste, der unter den Trümmern der kapitalistischen Katastrophe unter der Zerstörung des imperialistischen Krieges, der Schlächterei der internationalen Konterrevolution, geborgen werden muss, denn nur er kann die Trümmer beseitigen und eine neue Welt aufbauen.

Wir kommen hier anschließend auf den Kriegskommunismus zu sprechen, der in einer solchen Notsituation nach dem 1. Weltkrieg unvermeidlich war. Der Kriegskommunismus ist keine unvermeidbare Phase der proletarischen Revolution, sondern wie Lenin sagte: eine vom Interventen aufgezwungene »traurige Notwendigkeit«, aber kein Prinzip des Marxismus-Leninismus

»Eine Revolution ist nur dann etwas wert, wenn sie sich zu verteidigen versteht, aber die Revolution lernt nicht auf einmal, sich zu verteidigen« (Lenin Bd. 28, Seite 115, dt. Ausgabe). Das gilt für die Weltrevolution noch mehr als für jede einzelne Revolution.

»Der Kriegskommunismus ist eine durch Kriegssituation und Intervention diktierte Politik der Diktatur des Proletariats, darauf berechnet, nicht vermittels des Marktes, sondern unter Ausschluss des Marktes, durch Maßnahmen hauptsächlich außer-ökonomischen und teilweise militärischen Charakters den direkten Produktenaustausch zwischen Stadt und Land herzustellen, mit dem Ziel, die Verteilung der Produkte so zu organisieren, dass die Versorgung der revolutionären Armeen an der Front sowie der Arbeiter im Hinterland gewährleistet ist. Wenn nicht die Kriegssituation und die Intervention gewesen wären, so ist klar, dass es auch keinen Kriegskommunismus gegeben hätte. Daher darf man nicht behaupten, der Kriegskommunismus bilde eine ökonomische unvermeidliche Entwicklungsphase der proletarischen Revolution. Man sagt, die proletarische Revolutionen würden isoliert verlaufen und deshalb könne keine einzige proletarische Revolution ohne Intervention, also auch ohne Kriegskommunismus auskommen. Das ist falsch. Nachdem wir die Festigung der Sowjetmacht in der UdSSR, ein Anwachsen der kommunistischen Parteien in den ausschlaggebenden Ländern des Kapitalismus und eine Stärkung der Komintern erreicht haben, kann und darf es schon keine isolierten proletarischen Revolutionen mehr geben. Man darf solche Faktoren wie die sich verschärfende Krise des Weltkapitalismus, wie die Existenz der Sowjetunion und das Anwachsen des Kommunismus in allen Ländern nicht außer acht lassen« (Stalin, Bd. 11, Seite 129-131, dt. Ausgabe). Das ist für die Revolution im Weltmaßstab von außerordentlich wichtiger Bedeutung.

Das Kapitel »Weltrevolution und internationale Konterrevolution« wäre völlig nutzlos und würde nur unseren Feinden in die Hände arbeiten, wollten wir die größte internationale Konterrevolution in der Geschichte des Sozialismus ausklammern - die Zerschlagung der Diktatur des Proletariats durch die Revisionisten, die Arbeiteraristokratie an der Macht, die neue Sozialbourgeoisie, die Bourgeoisie des restaurierten Kapitalismus - also gerade diejenige internationale Konterrevolution, die sich unter den Bedingungen des Sozialismus herausgebildet hat und weiter herausbilden wird, solange diese Konterrevolution durch die Weltbourgeoisie genährt und gespeist wird. Sozialismus und Restauration des Kapitalismus verhalten sich wie Revolution und Restauration der Konterrevolution. So wie die Revisionisten den Kapitalismus im Sozialismus »eines Landes« restaurierten durch die Restauration der Konterrevolution, so werden die Revisionisten auch versuchen, den Weltkapitalismus im »internationalen« Sozialismus zu restaurieren durch die Restauration der internationalen Konterrevolution. Was der internationalen Konterrevolution von außen nicht gelang, gelang ihr von innen, wobei die äußere vermittelst der inneren wirkte. Eine internationale Konterrevolution, die unter dem Deckmantel des Sozialismus unter dem Deckmantel der Revolution, unter dem Deckmantel des Marxismus-Leninismus operiert, die also vorgibt, die Diktatur des Proletariats zu »schützen«, aber die Diktatur der Bourgeoisie in Wirklichkeit zurückerobert, die die Revolution im Namen der »Revolution« erwürgt, die vorgibt, die Konterrevolution im Namen der »Revolution« nieder zu ringen, aber in Wahrheit die Revolution selber tötet, ist eine Revolution in Worten und eine Konterrevolution in Taten, ist revisionistisch, ist eine revisionistische Konterrevolution. Und wer vorgibt, die internationale revisionistische Konterrevolution zu bekämpfen, vom Marxismus-Leninismus aus zu bekämpfen, aber der sie in Wirklichkeit gewähren lässt oder ihr gar Dienste erweist oder der sie direkt unterstützt als verlängerter Arm, als 5. Kolonne, der ist ein neo-revisionistischer Konterrevolutionär, also ein Konterrevolutionär, der in der Weltrevolution vorgibt, die revisionistische Konterrevolution zu bekämpfen, aber ihnen hilft, die Weltrevolution von innen her zu zerschlagen. Die Neo-Revisionisten sind die Nachfolger der alten Revisionisten, die einst den Sozialismus »in einem Land« beseitigt hatten. Die Neo-Revisionisten sind die Revisionisten von heute, die uns an der Vorbereitung, der Durchführung und am Sieg der Weltrevolution hindern wollen und -, falls ihnen dies nicht gelingen sollte, unseren internationalen Sozialismus von morgen durch eine soziale Konterrevolution beseitigen wollen. Der Sieg über den Neo-Revisionismus ist also ein Sieg der Weltrevolution gegenüber die internationalen Konterrevolution. Die Niederlage im Kampf gegenüber dem Neo-Revisionismus hat daher unweigerlich die Niederlage der Weltrevolution zur Folge. Deswegen ist die gefährlichste Konterrevolution der Welt heute die neo-revisionistische Konterrevolution! Sie ist verheerender und grausamer als alle revisionistischen Konterrevolutionen, die die Proletarier nicht nur in den ehemaligen sozialistischen Ländern zu spüren bekamen! Ob in den kapitalistischen Ländern, ob in den revisionistischen Ländern oder in den Ländern der unterdrückten Völker haben die Revisionisten das Blut der Marxisten-Leninisten vergossen, das Blut der revolutionären Arbeiter und Werktätigen in der ganzen Welt - und sie haben nicht aufgehört und werden nicht aufhören, dies weiter zu tun! Die Revisionisten provozierten Staatsstreiche, nicht anders wie dies der CIA tut. Sie führen Kriege und üben (militärische) faschistische Gewalt aus, wie es die US-Imperialisten auch tun. So sind die Revisionisten auch gegen Albanien vorgegangen. Der Sozialfaschismus in den einzelnen revisionistischen Ländern war und ist noch heute das schlimmste Zuchthaus für die Arbeiter und Werktätigen, bedeutete und bedeutet weiter den Tod von Millionen revolutionärer Arbeiter und Werktätiger. Der Weltsozialfaschismus wäre eine Katastrophe für das Weltproletariat.

Welche Lehren muss die Weltrevolution aus dem Sieg der Oktoberrevolution und der Volksrevolution in Albanien und gleichermaßen aus ihren beiden Niederlagen ziehen, die durch die internationale Konterrevolution im Gewand des »Sozialismus« und des »anti-revisionistischen« Sozialismus zugefügt wurden? Hieraus resultiert die zwingende Notwendigkeit der Weltrevolution, die internationale Konterrevolution in der Weise zu besiegen, dass sie das Band der offenen und versteckten - der inneren und äußeren - internationalen Konterrevolution zerschlägt, indem sie die Weltbourgeoisie vernichtet, die dieses Band immer wieder erneut verknüpft, solange es uns noch nicht endgültig gelungen ist, die Herrschaft der Weltbourgeoisie und deren Zustrom aus der Arbeiteraristokratie zu beseitigen.

Die Geschichte hat gezeigt, dass nicht nur das Kleinbürgertum Kapitalismus immer wieder neu produziert, sondern mit ihr auch die Arbeiteraristokratie. Diese Erkenntnisse hat das Weltproletariat infolge der Restauration des Kapitalismus gewonnen. Den Opportunisten, den Helfershelfern der Konterrevolution, wird es nichts nützen, diese Erkenntnisse über die Arbeiteraristokratie zu verschleiern. Es gibt nur eine Klasse, die das Problem der Arbeiteraristokratie und ihrer sozialfaschistischen Konterrevolution auf revolutionäre Weise lösen kann; es gibt nur eine Klasse, die die Frage : »Sozialismus oder Barbarei« lösen kann. Es gibt nur eine Klasse, die darüber entscheidet, ob die Menschheit in der Katastrophe endet, oder den Weg in die sozialistische Zukunft beschreitet - das ist die Arbeiterklasse. Sie ist infolge ihrer ökonomischen und gesellschaftlichen Lage genötigt, jede Konterrevolution hinweg zu fegen, um sich und damit die Menschheit zu befreien. Indem das Proletariat die Konterrevolution vernichtet, vernichtet es sich selbst, als eine Klasse, die der Produktionsmittel beraubt ist, ihre Arbeitskraft verkaufen muss, dem Mehrwertgesetz unterworfen ist, und an der Lohnsklaverei im Kapitalismus zu Grunde gerichtet wird. »Wenn das Proletariat siegt, so ist es dadurch keineswegs zur absoluten Seite der Gesellschaft geworden, denn es siegt nur, indem es sich selbst und sein Gegenteil aufhebt. Alsdann ist ebensowohl das Proletariat wie sein bedingter Gegensatz, das Privateigentum, verschwunden« (Marx/Engels, Bd. 2, Seite 37fdt. Ausgabe).

Was Marx hier so kurz auf einen Nenner bringt, ist in Wirklichkeit ein Prozess, bei dem man in Jahrhunderten rechnen muss, bevor dieser Prozess tatsächlich abgeschlossen ist. Das sind Dimensionen, die wir Kommunisten erst durch unsere Niederlagen ernsthaft begreifen, wenn wir das Lied von der »Internationale« singen - »Auf zum letzten Gefecht«. Der entscheidende Kampf zwischen Revolution und Konterrevolution wird eines Tages für die Revolution endgültig gewonnen sein, aber nicht in einem Blitzkrieg. Deswegen sind wir Kommunisten Kämpfer mit besonderen Eigenschaften, sind wir uns dank des Marxismus-Leninismus selbst dann noch unseres Sieges sicher, wenn wir unsere bisher größte Niederlage erlitten und wir dabei wohlwissend die längste Strecke des Weges noch vor uns haben:

Abschaffung der Konterrevolution = Abschaffung der Klassen = Sozialismus (nicht auf einen Schlag also, sondern als langwierige Übergangsperiode = alles auf dem Wege zur Abschaffung der Konterrevolution!):

  1. Phase des Kapitalismus = vormonopolistische Aufbauphase (Niederschlagung der Konterrevolution mit Hilfe des Proletariats zur Errichtung der Diktatur der Bourgeoisie; bürgerliche Konterrevolutionen zur Niederschlagung des zum ersten Mal nach Macht strebenden Proletariats; Niederschlagung der bürgerlichen Konterrevolution in einer Stadt gelungen, Arbeitermacht für ein Paar Tage erobert, Pariser Kommune 1871 - von der Konterrevolution im Blut ertränkt, die von außen Unterstützung erhielt)

    II. Phase Kapitalismus = Übergang von der aufstrebenden zur sterbenden Gesellschaftsordnung (Konterrevolution versucht vergeblich, die Herrschaft der Bourgeoisie aufrechtzuerhalten, aber Oktoberrevolution besiegt die Konterrevolution, sterbende Gesellschaftsordnung damit zum Teil überwunden, neue sozialistische Gesellschaftsordnung wächst heran, versucht sich international auszubreiten und wird in seine nationalen Schranken verwiesen durch die internationale Konterrevolution);

    I. Phase Sozialismus »in einem Lande« = Gesellschaftsordnung in der Übergangsperiode in einem Land, in der die alten Klassen langsam absterben und die neuen Klassen langsam zusammenwachsen, aber sich nicht aufheben können wegen Weltherrschaft des Kapitalismus. Also heranwachsender, noch schwacher Sozialismus neben der alten sterbenden kapitalistischen Gesellschaftsordnung, die noch über die Weltherrschaft verfügt (Konterrevolution versucht, die verlorene Herrschaft der Bourgeoisie im Sozialismus zurück zu erobern, und es gelingt ihr dank revisionistischer Konterrevolution von innen und internationaler Konterrevolution von außen, den Vormarsch des Sozialismus ins sozialistische Lager zu stoppen und damit den Sozialismus im ersten Anlauf zu Fall zu bringen, ebenso nationale Befreiungsbewegungen und national befreite Länder im Blut erstickt durch die internationale Konterrevolution); also bereits internationale revisionistische Konterrevolution als die entscheidende Kraft der internationalen Konterrevolution);

    III. Phase Kapitalismus = sterbende Gesellschaftsordnung erobert Weltherrschaft zurück, die sich aber durch den Zerfall zusehends schwächt, wankt und seine Kräfte aufreibt; (Weltproletariat und unterdrückte Völker vereinigen sich zur Weltrevolution, Konterrevolution verschlingt Kraft, die existenzbedrohende Ausmaße annimmt. Kaum noch Chance, den Weltkapitalismus dauerhaft gegen den Ansturm der Weltrevolution zu verteidigen - Sieg der Weltrevolution über den Weltkapitalismus);

  1. Phase Sozialismus »international« = Gesellschaftsordnung in der internationalen Übergangsperiode, in der alle alten Klassen der Welt schneller absterben und die neuen Klassen weltweit schneller zusammenwachsen und sich verschmelzen und sich dadurch zusehends aufheben; (Konterrevolution nicht mehr international; versucht am schwächsten Glied der weltsozialistischen Kette durchzubrechen; Chancen der Konterrevolution nicht ausgeschlossen, aber sehr gering wegen Weltherrschaft des Proletariats; Klassenkampf geht aber weiter und damit Konterrevolution zwar international geschlagen, aber noch nicht vernichtet, solange Klassen weiter bestehen bleiben; revisionistische Konterrevolutionen müssen weiter bekämpft werden, aber sie nehmen zusehends ab, bis sie ganz verschwinden);

    III. Phase des Sozialismus = Kommunismus = neue Gesellschaftsordnung ohne Klassen = klassenlose Gesellschaft (keinerlei Chance mehr für die Konterrevolution).

Nach ihrem Sieg über die Konterrevolution ist die Arbeiterklasse nicht mehr das vom Kapitalismus ausgebeutete Proletariat. Wenn der Kapitalismus zerschmettert ist, kann er auch kein altes Proletariat als Bestandteil der kapitalistischen Klassengesellschaft mehr produzieren. Das Proletariat verwandelt sich also in eine völlig neue Arbeiterklasse und schafft sich eine neue ökonomische und gesellschaftliche Basis durch das vergesellschaftete, sozialistische Eigentum an den Produktionsmitteln, eben die Verwandlung des Proletariats des Kapitalismus in die Arbeiterklasse des Sozialismus. Das ist dann also schon eine ganz andere Arbeiterklasse, die der Konterrevolution gegenüber steht und damit auch eine neue, eine viel schwierigere Situation für die Konterrevolution. Das Proletariat hat bewiesen, die Konterrevolution zu schlagen, aber es konnte sie nicht auf einen Schlag vernichten, weil es die herrschenden Klassen nicht auf einen Schlag vernichten kann. Im Sozialismus »in einem Lande«, sind die Klassen geblieben und werden für die Dauer der Diktatur des Proletariats bestehen bleiben. Solange diese Klassen bleiben, bleibt auch die Konterrevolution - vor allem wenn sie international noch weiter genährt werden kann. Der Klassenkampf und die Konterrevolution verschwinden also nicht, sondern nehmen nur andere Formen an - das sind die Lehren unserer Niederlage in der Etappe des Sozialismus »in einem Lande«. Und es stellt sich für das Proletariat eine neue Aufgabe, nämlich einen solchen Sozialismus zu schaffen, der es dem Proletariat ermöglicht, bis in den letzten Winkel der Welt zur herrschenden Klasse zu werden, um bis in den letzten Winkel der Welt die Konterrevolution jagen und schlagen zu können. Diese Aufgabe heisst: Weltrevolution und Errichtung der Diktatur des Proletariats über den ganzen Erdball. Auch im Weltmaßstab können die Klassen nicht auf einmal verschwinden, sind die Weltimperialisten geschlagen, aber die Klassen noch nicht vernichtet, ist die internationale Konterrevolution geschlagen, aber nicht vernichtet - eben weil die Klassen auch im »internationalen Sozialismus« für gewisse Zeit weiter bestehen. Was aber den entscheidenden Unterschied der ersten Etappe des Sozialismus »in einem Lande« und der zweiten Etappe des »internationalen Sozialismus« ausmacht, ist der Entzug des internationalen Kapitals, der Basis der internationalen Konterrevolution. Nun ist es nicht mehr die Revolution, die am schwächsten Kettenglied des Kapitalismus durchbrechen kann, sondern die Konterrevolution, die am schwächsten Kettenglied des »internationalen Sozialismus« durchzubrechen versucht! Durchbrechung der sozialistischen Kette an seinem schwächsten Kettenglied - das wird dann das zukünftige Ziel der Konterrevolution sein, was wir zu verhindern haben.


    Die Lehre vom Durchbruch der Kette des Imperialismus an seinem schwächsten Kettenglied und der Sozialismus »in einem Lande« als erstes Kettenglied des »internationalen Sozialismus«


Warum begann die Oktoberrevolution, am schwächsten Glied die imperialistische Kette durchzubrechen? Nicht weil das russische Proletariat anderen voraus war, sondern weil die Schwäche und Rückständigkeit des russischen Kapitalismus und die drückende Situation des 1. Weltkrieges die Bolschewiki nötigte, eine vorgeschobene Position vor den anderen Abteilungen der sozialistischen Weltarmee zu beziehen, ohne abzuwarten, bis diese Abteilungen heran marschiert waren, sich erhoben hatten. Zur Zeit des ersten Durchbruchs der imperialistischen Kette an seinem schwächsten Glied, in der Zeit des Sturzes des zaristischen, imperialistischen Russlands durch die Oktoberrevolution, der Entstehung des ersten sozialistischen Staates, dem Sozialismus »in einem Lande«, da befand sich der Kapitalismus in einer Phase, in der er als monopolistischer Kapitalismus schon auf dem absterbenden Ast saß, wo die Welt bereits unter die kapitalistischen Gruppen aufgeteilt war, und die Neuaufteilung kriegerische Zusammenstöße forderte, wo der 1. Weltkrieg die Weltfront des Kapitalismus schwächte und dadurch in einzelnen Ländern den Durchbruch ermöglichte. Die hervorgewachsenen Monopole führten zu einer gewaltigen weltweiten Vergesellschaftung der Arbeit, dass Lenin den sterbenden Kapitalismus als Beginn des Übergangs zum Sozialismus charakterisierte. Dies vollzog sich gesetzmäßig im Kampf der Gegensätze, wobei das Gesetz der Ungleichmäßigkeit der sprunghaften Entwicklung der kapitalistischen Länder immer schärfer und krasser wirkte - nicht nur auf die imperialistischen Länder selbst, sondern auf ausnahmslos alle Länder der ganzen Welt. Die Oktoberrevolution zerriss also nicht nur deshalb das schwächste Glied in der Kette des Imperialismus, weil Russland ein rückständiges Land war, das Privateigentum leichter abschaffen konnte und der Zarismus schwach war. Die Ursache für den Durchbruch war in erster Linie der Krieg, der das Land in eine verzweifelte Lage mit Hungersnöten gebracht hatte, das Volk so sehr geschwächt hatte, dass der einzige Ausweg für Russland die Oktoberrevolution war.

Der Durchbruch am schwächsten Kettenglied ist demnach nicht allein deswegen am wahrscheinlichsten, weil dort die revolutionären Kräfte am stärksten wirken, denn die internationale Konterrevolution wäre viel zu stark und würde auch die aller stärksten revolutionären Kräfte in jedem Land - isoliert betrachtet - niederringen. Die Sache ist aber die: Wie die bisherigen Revolutionen zeigen, die aus dem 1. und 2. Weltkrieg hervorgegangen sind, hatten sich die imperialistischen Räubergruppen so sehr ineinander verkettet, dass sie, um die Welt untereinander neu aufzuteilen, wozu sie das Gesetz des Imperialismus zwingt, ihre sämtlichen Kräfte hierauf konzentrieren mussten. Das schwächste Kettenglied kann also nur unter der Voraussetzungen abspringen, wenn sich die stärksten Kettenglieder so sehr gegenseitig binden und behindern, dass sie das Abspringen gar nicht verhindern können, selbst wenn sie es wollten. Die Imperialisten konnten also zu einem bestimmten Zeitpunkt ihre Kräfte gar nicht auf die Niederschlagung der Revolution konzentrieren weil ihre Spaltung sie schwächte und »ihre Hände gebunden« waren. Es ist also die Spaltung des Weltimperialismus, die ihre Kette an der schwächsten Stelle zum Zerreißen bringt, also in einem ganz bestimmten Zustand der Schwächung ihrer stärksten Kettenglieder, in einem Zustand, wo die internationale Konterrevolution sich nicht geschlossen gegen eine Revolution vereinigen und zur Hilfe eilen kann, weil eben die internationale Konterrevolution gespalten und geschwächt wird. So eine Spaltung ist schon durch den »Krieg gegen den Terror« entstanden, und sie wird eine Tiefe erreichen, die den ganzen Weltimperialismus in eine verzweifelte Lage bringt. Hinzu kommt, dass der allgemeine Zerfall, der Sterbeprozess sich auf Dauer nicht verlangsamt oder gar rückläufig wirkt, sondern mit jeder Krise, mit jedem Problem beschleunigt sich der Zeitpunkt des imperialistischen Zusammenbruchs, wird das Band ALLER Kettenglieder schwächer und rissiger - nicht mehr nur an der schwächsten Stelle. Auf der anderen Seite ist das Weltproletariat aber sehr wohl in der Lage, seine volle Sympathie und Unterstützung dem durchbrechenden schwächsten Kettenglied zu geben und zur Hilfe zu eilen, selbst aus den Ländern, aus denen die stärksten Kräfte der internationalen Konterrevolution stammen. Wenn also dieses merkwürdige labile Gleichgewicht im Lager des Weltimperialismus eintritt, und der proletarische Internationalismus das Seinige tut, dann ist es eben doch möglich, dass sogar ein schwaches, rückständiges Land den Weg zum Sozialismus beschreiten kann. Spaltung der Weltbourgeoisie einerseits und Vereinigung des Weltproletariats andererseits, dies sind die beiden konträren Bewegungen, die das Kräfteverhältnis in der Welt zum Umschlagen treiben: deswegen die Organisierung des Weltproletariats, deswegen die Organisierung seiner Weltpartei, die Komintern/ML, deswegen die Ausnutzung der Widersprüche im imperialistischen Lager ( 1. Weltkrieg Lenin = 1 Staat, 2. Weltkrieg Stalin= mehrere Staaten, 3. Weltkrieg= alle Staaten). Mit der historischen Spaltung des sozialistischen Lagers wird das Weltproletariat mit der historischen Spaltung des imperialistischen Lagers kontern.

Die Weltrevolution wird ihren Aufschwung also nicht allein deswegen nehmen, weil irgendwo ein starker subjektiver Faktor herangereift sein wird, das Weltproletariat sich gerüstet hat usw. usf., sondern die revolutionäre Weltbewegung kommt zu dem Zeitpunkt und in dem Tempo in Gange, indem sich die Barbarei und die Fäulnis des Weltimperialismus also insgesamt in der ganzen Welt ausbreiten wird. Der internationale »Krieg gegen den Terror« beginnt sich in einen Klassenkrieg gerade GEGEN diese Kriegsallianz zu entwickeln, weil der Terror, den sie vorgibt zu bekämpfen, von ihr s e l b s t initiiert und über den Erdball verbreitet wird. Mit dem »Krieg gegen den Terror« lenkt der Weltimperialismus letztlich die Waffen auf sich selbst, die Waffen der proletarischen Weltarmee, verwandeln sich die Waffen der internationalen Konterrevolution in die Waffen der Weltrevolution und zwar unvermeidlich ü b e r a l l auf der Welt und zuerst in den Krisengebieten.

    Um die Globalstrategie des Weltimperialismus und des Sozialimperialismus zu durchkreuzen, müssen » wir uns fest auf die marxistisch-leninistische Theorie der Revolution stützen,... dass in der gegenwärtigen Situation und in der Zukunft eine Reihe schwacher Glieder der Kette des Weltimperialismus existieren bzw. existieren werden, wo die Revolutionäre und die Völker eine ununterbrochene Tätigkeit, einen organisierten, unbeugsamen und mutigen Kampf entfalten müssen, um diese Kettenglieder eines nach dem anderen zu zerbrechen« (Enver Hoxha, »Imperialismus und Revolution«, Seite 79, dt. Ausgabe).

In seiner jetzigen Zerfallsphase befindet sich der Imperialismus bereits in einem weiter fortgeschrittenen Stadium der Fäulnis, wo der Weltmarkt von der Peripherie her abstirbt und in den meisten Ländern nur noch Rinnsale fließen. Es ist zu beobachten, dass der Weltmarkt sich im Wesentlichen auf die Hauptströme zwischen den imperialistischen Ländern konzentriert, wo die Produktivität am höchsten ist, während die meisten unterdrückten und unterjochten Länder bereits in den Ruin bzw. an den Rand des Bankrotts gestoßen und zum Teil gänzlich vom Weltmarkt ausgeschlossen wurden, für den Weltimperialismus sogar `hinderlich´ geworden sind. Die Imperialisten müssen für die Ausbeutung zu viel Kapital ´reinstecken´, damit sich die Ausbeutung überhaupt noch rentiert. Interessant sind nur noch Länder, wo es sich lohnt und die werden von den Imperialisten hart umkämpft. Immer mehr Länder werden also als unprofitabel abgestoßen und ausgesondert, sie werfen nicht mehr genug Profit ab und verursachen zu viel Kosten. Im Prinzip ist das nichts anderes als unrentable kapitalistische Unternehmen zu schließen, nur dass dabei nicht nur die Arbeiter eines Betriebes auf die Strasse geworfen werden, sondern ganze Völker ihrer Existenzgrundlage beraubt werden und vollkommen in Abhängigkeit und Armut geraten. Sie sind auf dem Weltmarkt kaum noch konkurrenzfähig. Die Großen fressen die Kleinen. Dies ist die Folge der Globalisierung. Die sogenannte »zivilisierte Welt« schrumpft auf eine kleine Minderheit der wenigen »Großmächte« zusammen, und die übrige Welt, die Mehrheit, wird von der«Zivilisation« ausgeschlossen, Die Kettenglieder des Imperialismus und die Verbindungen dieser Kettenglieder werden geschwächt und gelockert durch Auswirkungen der Globalisierung, durch die Konzentration des internationalen Kapitals, durch die Schwächung und Zerstörung des nationalen Kapitals, durch die Verschärfung des internationalen Konkurrenzkampfes, durch die Hemmung und Zerstörung der internationalen Produktivkräfte. Mit dem Niederreißen der nationalen Schranken vollzog sich auch die Zerstörung der nationalen Wirtschaften, die heute am Tropf des Weltkapitals hängen. So wurde das Band, mit dem das internationale Kapital alle Kettenglieder einst kräftig zusammenzog, unter den eigenen Entwicklungsgesetzen des Zerfalls gelockert und geschwächt. Die Globalisierung hat die Aufteilung der Welt in reich und arm dermaßen verschärft und beschleunigt, dass die damit verknüpften Weltprobleme zu einer Last bei den Völkern herangewachsen sind, deren Lösung für den Weltimperialismus unmöglich geworden sind, die die imperialistische Kette vor eine Zerreißprobe stellt, die die Kräfte des Weltimperialismus überfordern. Die Geister, die sie riefen, werden sie nun nicht mehr los. Der Durchbruch des schwächsten Kettengliedes in der unter enormer Spannung stehenden Kette des Imperialismus kann jeden Augenblick erfolgen. Es ist gegenwärtig mit einer weltrevolutionären Situation zu rechnen. Aber wo ist das Fünkchen, dass zum Steppenbrand werden kann? Wie können die Proletarier ihre Ketten der Ausbeutung und Unterdrückung sprengen, und wo denn genau ist das erste, das entscheidende, das schwächste Kettenglied, das das Proletariat durchbrechen muss, um dann überhaupt die ganze Kette Glied für Glied zerreißen zu können?

    Um diese wichtige Frage beantworten zu können, müssen wir uns genauer mit der marxistischen Theorie über das entscheidende Kettenglied, das es anzupacken gilt, vertraut machen und uns in das Studium der Klassiker vertiefen:

    Lenin sagte: »Das wirklich Interessante an der Epoche großer Sprünge besteht darin, dass die Unmenge von Trümmern des Alten, die sich mitunter schneller anhäufen als die Keime des Neuen (die nicht immer sofort sichtbar werden), die Fähigkeit erfordert, das Wesentlichste in der Linie oder in der Kette der Entwicklung herauszugreifen. Es gibt historische Momente, wo es für den Erfolg der Revolution am wichtigsten ist, möglichst viele Trümmer anzuhäufen, d.h. möglichst viele alte Einrichtungen zu sprengen; es gibt Zeiten, wo genügend gesprengt worden ist und die ´ prosaische´ (für den kleinbürgerlichen Revolutionär ´langweilige´ ) Arbeit der Säuberung des Bodens von den Trümmern auf die Tagesordnung tritt; es gibt Zeiten, wo die sorgsame Pflege der Keime des Neuen am wichtigsten ist, die unter den Trümmern auf dem vom Schutt noch schlecht gesäuberten Boden hervor sprießen. Es genügt nicht, Revolutionär und Anhänger des Sozialismus oder Kommunismus zu sein. Man muss es verstehen, in jedem Augenblick jenes besondere Kettenglied zu finden, das mit aller Kraft angepackt werden muss, um die ganze Kette zu halten und den Übergang zum nächsten Kettenglied mit fester Hand vorzubereiten wobei die Reihenfolge der Glieder, ihre Form, ihre Verkettung, ihr Unterschied voneinander in der historischen Kette der Ereignisse nicht so einfach und nicht so simpel sind wie in einer gewöhnlichen, von einem Schmied hergestellten Kette« (Lenin, Bd. 27, Seite 265, dt. Ausgabe).

    Und weiter:

    »J e d e Frage ´bewegt´ sich in einem fehlerhaften Kreis´, denn das ganze politische Leben ist eine endlose K e t t e aus einer endlosen Reihe von Gliedern. Die ganze Kunst des Politikers besteht eben darin, gerade jenes kleine K e t t e nglied herauszufinden und ganz fest zu packen, das ihm am wenigsten aus der Hand geschlagen werden kann, das im gegebenen Augenblick am wichtigsten ist, das dem Besitzer dieses K e t t e ngliedes den Besitz der ganzen K e t t e am besten garantiert. Hätten wir einen Trupp erfahrener Maurer, die so gut aufeinander eingearbeitet sind, dass sie auch ohne Schnur die Steine gerade dort hinlegen könnten, wo es notwendig ist ( das ist, abstrakt gesprochen, durchaus nicht unmöglich), dann könnten wir vielleicht auch nach einem anderen Kettenglied greifen. Aber das ist ja eben das Malheur, dass wir noch keine erfahrenen und gut aufeinander eingearbeiteten Maurer haben, dass die Steine ganz oft nutzlos gelegt werden, dass sie nicht nach einer gemeinsamen Schnur gelegt werden, sondern so verstreut, dass der Feind sie einfach fort bläst, als wären es nicht Steine, sondern Sandkörner« (Lenin, Bd. 5, Seite 521/522, »Was tun?«, dt. Ausgabe). Man wende dieses Gleichnis auf die marxistisch-leninistische Weltbewegung an!!

    Aber:

    »Die politischen Ereignisse sind stets sehr verworren und kompliziert. Will man sich an die ganze Kette festklammern, so darf man sich nicht lediglich ein einziges Kettenglied anklammern. Man kann sich nicht künstlich das Kettenglied auswählen, an das man sich klammern will« (Lenin, Politischer Bericht des ZK an den XI. Parteitag, 1922).

    »Wir müssen uns stets kontrollieren durch das Studium der K e t t e der politischen Geschehnisse in ihrer Gesamtheit, in ihrem ursächlichen Zusammenhang, in ihren Ergebnissen» ( Lenin, Bd. 26, Seite 35, dt. Ausgabe).

    »... kann diese ganze Revolution überhaupt nur verstanden werden als ein Glied in der Kette der sozialistischen proletarischen Revolution, die durch den imperialistischen Krieg hervorgerufen wird.« (Lenin, Bd. 25, Seite 396, »Staat und Revolution«, dt. Ausgabe).

    »In jedem gegebenen Augenblick ist jenes besondere Glied in der Kette der Prozesse aufzufinden, das man anpacken muss, um die ganze Kette festzuhalten und die Bedingungen für die Erreichung des strategischen Erfolges vorbereiten zu können. Es handelt sich darum, aus der Reihe der Aufgaben, vor denen die Partei steht, gerade diejenige aktuelle Aufgabe herauszugreifen, deren Lösung der Zentralpunkt bildet und deren Bewältigung die erfolgreiche Lösung der übrigen aktuellen Aufgaben sichert« (Stalin, Bd. 8, »Fragen des Leninismus«, Seite 81-82, dt. Ausgabe, KPD/ML).

    Über das Gesetz des Durchbruchs der imperialistischen Kette am schwächsten Kettenglied lehrt uns Stalin:

    Stalin sagte, » dass die Oktoberrevolution eine Durchbrechung der Front des Weltimperialismus darstellt. Was bedeutet das? Das bedeutet, dass sie die Ära der proletarischen Revolution und der Diktatur des Proletariats eröffnet hat« (Stalin, Bd. 10, Seite 147, »Der internationale Charakter der Oktoberrevolution«, dt. Ausgabe).

    »Den marxistisch-leninistischen Parteien in den kapitalistischen Ländern obliegt es also, ununterbrochen darauf hinzuarbeiten und sich dafür zu schlagen, das internationale monopolistische Kapital zu schwächen und in Unruhe zu versetzen, ebenso die Multis, die die Völker unterdrücken und ausbeuten. Und zwar dergestalt, dass das Volk das schwächste Glied der kapitalistischen Kette zerbrechen kann, d.h. sich zum Aufstand erhebt, um die Macht an sich zu reißen und demokratische Reformen durchzuführen und außerdem die Diktatur des Proletariats zu errichten, eine sozialistische Basis und einen sozialistischen Überbau« (Enver Hoxha, Oeuvres choisies, Band 5, Seite 757-781, frz. Ausgabe).

    »Das Gesetz der Ungleichmäßigkeit der Entwicklung bedeutet in der Periode des Imperialismus die sprunghafte Entwicklung der einen Länder gegenüber anderen Ländern, die rasche Verdrängung der einen Länder vom Weltmarkt durch andere Länder, die periodische Neuverteilung der bereits aufgeteilten Welt auf dem Wege kriegerischer Konflikte und Katastrophen, Vertiefung und Verschärfung der Konflikte im Lager des Imperialismus, die Schwächung der Front des Weltimperialismus, die Möglichkeit eines Durchbruchs dieser Front durch die Proletarier einzelner Länder, die Möglichkeit des Sieges des Sozialismus in einzelnen Ländern« (Stalin, Bd. 9, Seite 93-94, »VII. erweitertes Plenum des EKKI«, dt. Ausgabe).

    »Früher ging man an die Analyse der Voraussetzungen der proletarischen Revolution gewöhnlich vom Standpunkt der wirtschaftlichen Lage in diesem oder jenem einzelnen Lande heran. Heute ist diese Methode bereits überholt, heute muss an diese Frage vom Standpunkt der ökonomischen Verhältnisse in allen Ländern oder in den meisten Ländern herangegangen werden, vom Standpunkt der Lage der Weltwirtschaft, denn die einzelnen Länder und die einzelnen nationalen Wirtschaften haben aufgehört, selbstgenügsame Einheiten zu sein, sie wurden zu Gliedern einer einheitlichen Kette, die wir Weltwirtschaft nennen; ... Früher pflegte man von dem Vorhandensein oder dem Fehlen objektiver Bedingungen für die proletarische Revolution in den einzelnen Ländern, oder genauer gesagt, in diesem oder jenen entwickelten Lande zu sprechen. Heute ist dieser Standpunkt bereits überholt. Heute muss man von dem Vorhandensein objektiver Bedingungen für die Revolution im gesamten System der imperialistischen Weltwirtschaft als eines einheitlichen Ganzen sprechen, wobei der Umstand, dass diesem System einige industriell nicht genügend entwickelte Länder angehören, kein unüberwindliches Hindernis für die Revolution bilden, kann, wenn das System als Ganzes, oder richtiger gesagt - da das System als Ganzes bereits für die Revolution reif geworden ist.

    Früher pflegte man von der proletarischen Revolution in diesem oder jenem hoch entwickelten Land zu sprechen als von einer einzelnen selbstgenügsamen Größe, die der einzelnen, nationalen Front des Kapitals als ihrem Antipoden gegenübergestellt wurde. Heute ist dieser Standpunkt bereits überholt. Heute muss man von der proletarischen Weltrevolution sprechen, denn die einzelnen nationalen Fronten des Kapitals haben sich in Glieder einer einheitlichen Kette verwandelt, die wir die Weltfront des Imperialismus nennen, der die allgemeine Front der revolutionären Bewegung aller Länder entgegengestellt werden muss.

    Früher betrachtete man die proletarische Revolution einschließlich als das Resultat der inneren Entwicklung des betreffenden Landes. Heute ist dieser Standpunkt überholt. Heute muss man die proletarische Revolution in erster Linie als Resultat der Entwicklung der Widersprüche im Weltsystem des Imperialismus betrachten, als Resultat des Zerreißens der Kette der imperialistischen Weltfront in diesem oder jenem Land.

    Wo wird die Revolution beginnen, wo, in welchem Lande, kann am ehesten die Front des Kapitals durchbrochen werden? Dort, wo die Industrie am entwickeltsten ist, wo das Proletariat die Mehrheit bildet, wo mehr Kultur, mehr Demokratie ist - so wurde gewöhnlich früher geantwortet. Nein - entgegnet die Leninsche Revolutionstheorie -, nicht unbedingt dort, wo die Industrie am höchsten entwickelt ist usw. Die Front des Kapitals wird dort durchbrochen, wo die Kette des Imperialismus schwächer ist, denn die proletarische Revolution ist die Folge des Zerreißens der Kette der imperialistischen Weltfront an ihrer schwächsten Stelle, wobei es sich ergeben kann, dass jenes Land, das die Revolution begonnen und die Front des Kapitals durchbrochen hat, kapitalistisch weniger entwickelt ist als andere, höher entwickelte Länder, die aber noch im Rahmen des Kapitalismus bleiben.... Kürzer ausgedrückt: die Kette der imperialistischen Front wird, als Regel, dort reißen, wo die Glieder dieser Kette schwächer sind, und keinesfalls unbedingt dort, wo der Kapitalismus am höchsten entwickelt ist, und wo es soundso viel Prozent Proletarier und soundso viel Prozent Bauern gibt usw. « (Stalin, Probleme des Leninismus, »Die Grundlagen des Leninismus«).

    »Trotzkis Frage, wer mehr Aussichten auf einen schnellen Sieg hat, wird nicht dadurch entschieden, dass man das Proletariat eines Landes dem Proletariat der anderen Länder oder die Bauernschaft unseres Landes dem Proletariat der anderen Länder gegenüberstellt. Eine solche Gegenüberstellung ist ein kindischer Vergleich. Die Frage, wer größere Aussichten auf einen schnellen Sieg hat, wird durch die reale internationale Situation, durch das reale Kräfteverhältnis an der Front des Kampfes zwischen Kapitalismus und Sozialismus entschieden« (Stalin, Bd. 9, Seite 39, »VII. Erweitertes Plenum der EKKI«, dt. Ausgabe).

»Man darf keinesfalls ein Gleichheitszeichen setzen zwischen der These `die imperialistische Kette reißt dort, wo sie am schwächsten ist´ und der These des Genossen Bucharin ´die imperialistische Kette reißt dort, wo das Volkswirtschaftssystem am schwächsten ist´. Warum? Weil im ersten Fall von der Schwäche der imperialistischen Kette die Rede ist, die durchbrochen werden muss, d.h. von der Schwäche der imperialistischen Kräfte, während es sich bei Genossen Bucharin um die Schwäche des volkswirtschaftlichen Systems jenes Landes handelt, das ( d.h. das Land) die Kette des Imperialismus durchbrechen soll, d.h. um die Schwäche der anti-imperialistischen Kräfte. Das ist durchaus nicht ein und dasselbe. Ja noch mehr, das sind zwei entgegengesetzte Thesen. Bei Bucharin heisst es, dass die imperialistische Front dort zerreisst, wo das Volkswirtschaftssystem am schwächsten ist. Das ist natürlich unrichtig. Wenn dies richtig wäre, dann hätte die proletarische Revolution irgendwo in Zentralafrika und nicht in Russland begonnen... Die Kette des Weltimperialismus zerreißt gerade deshalb im betreffenden Lande, weil sie im gegebenen Augenblick gerade in diesem Lande am schwächsten ist. Sonst wäre sie gar nicht zerrissen... Wodurch wird die Schwäche der imperialistischen Kette im betreffenden Lande bestimmt? Durch das Vorhandensein eines gewissen Minimum an industrieller Entwicklung und Kultur in diesem Lande. Durch das Vorhandensein eines gewissen Minimums an Industrieproletariat. Durch den revolutionären Geist des Proletariats und des proletarischen Vortrupps in diesem Lande. Durch das Vorhandensein eines ernsten Verbündeten des Proletariats (beispielsweise der Bauernschaft), der fähig ist, dem Proletariat im Entscheidungskampf gegen den Imperialismus Gefolgschaft zu leisten. Folglich durch die Vereinigung von Bedingungen, die die Isolierung und den Sturz des Imperialismus in diesem Lande unvermeidlich machen« (Stalin, »Notwendige Korrekturen«, Zentralorgan »Prawda« vom 18.12.1929).

    »Die Weltbedeutung der Oktoberrevolution besteht nicht nur darin, dass sie die große Initiative eines einzelnen Landes in der Durchbrechung des Systems des Imperialismus darstellt und dass sie den ersten Herd des Sozialismus im Ozean der imperialistischen Länder bildet, sondern auch darin, dass sie die erste Etappe der Weltrevolution und eine mächtige Basis für deren weiteren Entfaltung ist.

    Deshalb haben nicht nur diejenigen unrecht, die den internationalen Charakter der Oktoberrevolution vergessen und den Sieg der Revolution in einem einzelnen Lande für eine rein nationale und nur nationale Erscheinung erklären. Unrecht haben auch diejenigen, die zwar an den internationalen Charakter der Oktoberrevolution denken, aber geneigt sind, diese Revolution als etwas Passives zu betrachten, das berufen ist, lediglich Unterstützung von außen zu empfangen. In Wirklichkeit braucht nicht nur die Oktoberrevolution die Unterstützung der Revolution in den anderen Ländern, sondern auch die Revolution in diesen Ländern braucht die Unterstützung der Oktoberrevolution, um das Werk des Sturzes des Weltimperialismus zu beschleunigen und vorwärtszutreiben« (Stalin, Probleme des Leninismus, I. Folge, »Die Oktoberrevolution und die Taktik der russischen Kommunisten).


Wir haben es in der jetzigen Periode nicht nur mit der Besonderheit zu tun, dass außer der »periodischen« Verteilung der alten Einflusssphären, auch die Neuverteilung der Länder des bürgerlichen Sozialismus, (die einst noch als proletarischer Sozialismus aus dem Weltsystem des Imperialismus ausgebrochen waren), sondern auch mit der Besonderheit, dass die Gesetze der Ungleichmäßigkeit der Entwicklung besonders heftig wirken durch die rapiden Zerfallserscheinungen der Ökonomie dieser Länder, die vielen alten unterdrückten Ländern gleichen, die bereits durch den Weltimperialismus ruiniert wurden, bzw. am Abgrund des wirtschaftlichen Ruins stehen. Das sind zwei Erscheinungen, die im Zusammenhang stehen, sich dynamisieren und die gleiche Ursache haben: der rapide zunehmende Zerfall des Weltimperialismus selbst. In dem Maße, in dem die internationale Bedeutung der Revolution heranwächst, in dem Maße verstärkt sich auch der fieberhafte Zusammenschluss der Imperialisten in der ganzen Welt, sind sie zum Zusammenrücken gezwungen, können sie nicht mehr selber so schalten und walten wie sie es früher getan haben, engt das ihren eigenen Spielraum ein, erhöht sich ihre Abhängigkeit von außen. Jede Revolution wächst daher schneller und wirksamer zu einem wirklichen Herd der sozialistischen Weltrevolution heran, bedeutet eine höhere Anspannung der Kräfte, eine höhere Spannung der imperialistischen Kette. Darum spricht Lenin auch von der »aufsteigenden« proletarischen Revolution.

Je schwächer das Glied in der imperialistischen Kette, desto leichter ist es zwar, sich abzusprengen, aber um so schwerer ist es, sich nicht nur politisch, sondern auch ökonomisch zu behaupten. Nach der Oktoberrevolution mussten die Arbeiter und Bauern große Kraftanstrengungen und viele Opfer bringen, um den siegreichen Weg des Sozialismus in einem Land beschreiten zu können, um später in der Lage zu sein, den Sozialismus im Großen Vaterländischen Krieg nicht nur zu verteidigen, sondern auch anderen Ländern den Weg zum Sozialismus zu ebnen. Die Sowjetunion verfügte nicht nur über reiche Ressourcen und über eine millionenstarke Arbeitsarmee, sondern vor allem über eine starke bolschewistische Partei, die in der Lage war, binnen kürzester Zeit sämtliche Produktivkräfte gegen den Faschismus zu mobilisieren. Das war nicht zuletzt erreichbar durch den Sieg über Bucharin und Trotzki.

Die Bedingungen der imperialistischen Umkreisung waren für das kleine Albanien schon wesentlich schwieriger, zumal der Weltimperialismus zur Zeit der größten Blüte des Sozialismus längst seine Schwächung durch den 2. Weltkrieg überwunden hatte. Diesem erhöhten Druck von innen und außen ist jedes kleine Land ausgesetzt, wenn es sich zur sozialistischen Revolution erhebt und den Sozialismus aufbaut. Es reicht also nicht nur, vom schwächsten Kettenglied zu sprechen, sondern gleichzeitig müssen die ökonomischen Möglichkeiten, die volle Entfaltung der Produktivkräfte, in Betracht gezogen werden, auf deren Basis sich eine widerstandsfähige Diktatur des Proletariats stellen kann, um sich nicht nur gegen eine Intervention des Imperialismus zu behaupten, sondern auch seine revolutionäre Pflicht gegenüber der Weltrevolution erfüllen zu können. Albanien war auf diesem Wege sehr erfolgreich, stützte sich auf seine eigenen Kräfte.



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