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Proletarier aller Länder, vereinigt euch!
Eure proletarische Internationale i s t nicht untergegangen, und sie w i r d nicht untergehen!
Es lebe die III. Internationale Lenins und Stalins!
Es lebe die Komintern/ML!

Weltrevolution -
proletarische Strategie und Taktik
Generallinie
der KOMINTERN / ML
(Kommunistische Internationale / Marxisten-Leninisten)
(erste deutsche Fassung vom 6. Juli 2001 - erste, erweiterte deutsche Fassung vom 11. April 2002)
herausgegeben vom Exekutivkomitee der Komintern/ML
verfasst von Wolfgang Eggers
zum Gedenken an den 17. Todestag des Genossen Enver Hoxha und gewidmet dem Genossen Ernst Aust, dem Gründer und ersten Vorsitzenden der KPD/ML - dem ich als sein Schüler alles zu verdanken habe.
Kontakt
Komintern/ML im Internet:
email-Adresse: comintern2001@yahoo.com
falls uns die Bourgeoisie diese Kontaktadresse zerstört, werden wir eine neue Kontaktadresse veröffentlichen. Falls die Bourgeoisie die Komintern/ML zerstört, wird eine neue aufgebaut werden!
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Wir Kommunisten haben der Welt b e w i e s e n , dass wir den Sozialismus geschaffen haben. Wir hatten einige Bestien des Kapitalismus schon besiegt. Aber leider noch nicht alle. Sie haben sich von unseren Schlägen erholt und plündern und morden weiter durch die Welt, schlimmer als je zuvor. Geholfen haben ihnen dabei die Revisionisten, die Arbeiterverräter, die Arbeiteraristokratie. Die Revisionisten haben den Sozialismus in schändlichster Weise an den Kapitalismus verschachert, um selber Kapitalisten zu werden. Die Revisionisten haben den Sozialismus beerdigt, aber sie verurteilten sich mit diesem Verbrechen an der Menschheit selbst zu einer sterbenden Klasse! Das Weltproletariat ist der Totengräber der Revisionisten, denn dies sind in Wirklichkeit nur neue Kapitalisten, die sich als Sozialisten ausgeben, um uns des Sozialismus zu berauben. Die Revisionisten ließen die Bestie, die wir einsperrten, wieder frei, um die Welt erneut in den Abgrund zu stürzen. Der sterbende Sozialismus ist ein stinkender Leichnam und unwiederbringlich verloren, weil sie ihn in ihren bürgerlichen Sozialismus verwandelten. Wer ihn zu retten versucht, wird mit ihm untergehen. Versetzen wir ihm also beherzt den Todesstoß, ohne ihm nachzuweinen, denn nur auf seinen Trümmern können wir den proletarischen Sozialismus retten, können wir ihn zurückerobern, neu erschaffen. Und wir werden niemals zögern, und keine Opfer scheuen, ihn wieder und immer wieder zurückzuerobern und neu aufzubauen - solange, bis endlich alle Bestien der Welt, einschließlich aller derjenigen, die sie zu befreien versuchen, endgültig hinter Schloss und Riegel gebracht sind und dann keiner mehr unserem Sozialismus etwas zu Leide tut. Der Sozialismus der Zukunft ist ein ganz neuer Sozialismus: revolutionär, frei, unversöhnlich und anti-revisionistisch nicht nur »in einem Lande«, sondern in »allen« Ländern der Welt !
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Dies ist - populär und leicht verständlich ausgedrückt - unsere historische Botschaft an die neue Welt.
Die Generallinie der Komintern/ML hat diese Botschaft in eine Anleitung zum Handeln verwandelt und öffnet damit wieder das Kapitel der Geschichte des Sozialismus - das mit der Oktoberrevolution begann und mit der Schaffung des W e l t - Sozialismus gekrönt werden wird.
Mit dieser
Generallinie der Strategie und Taktik der proletarischen Weltrevolution
will die Komintern/ML keine von den Interessen des ganzen Weltproletariats getrennte, sektiererische Prinzipien aufstellen, » wonach sie die proletarische Bewegung modeln« will, so wie Marx und Engels es im Kommunistischen Manifest formuliert haben, denn:
»Die Kommunisten unterscheiden sich von den übrigen proletarischen Parteien nur dadurch, dass sie einerseits in den verschiedenen nationalen Kämpfen der Proletarier die gemeinsamen, von der Nationalität unabhängigen Interessen des gesamten Proletariats hervorheben und zur Geltung bringen, andererseits dadurch, dass sie in den verschiedenen Entwicklungsstufen, welche der Kampf zwischen Proletariat und Bourgeoisie durchläuft, stets das Interesse der Gesamtbewegung vertreten. Die Kommunisten haben die Einsicht in die Bedingungen, den Gang und die allgemeinen Resultate der proletarischen Bewegung voraus.«
(Marx/Engels, Manifest der Kommunistischen Partei)
------------- Inhalt ----------------
1. Kurze Definition der Generallinie der Komintern/ML in der gegenwärtigen Etappe
2. Tiefgreifende, revolutionäre Weltereignisse kündigen sich an! Völker hört die Signale!
3. Der Albanische Nationale Befreiungskampf und die Gründung der Komintern/ML
4. Die proletarische Weltrevolution
- Definition der Revolution
- Weltrevolution und Negation der Negation
- Weltrevolution und Revolution der einzelnen Länder
- Weltrevolution und internationale Konterrevolution
- Durchbruch des schwächsten Kettengliedes der imperialistische Kette und die Entwicklung der weltrevolutionären Kette des Sozialismus
- Weltrevolution und Lenins Lehre vom Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus
- Weltrevolution - ein Werk der Millionen Massen, ihrer Arbeiter-, Bauern- und Soldatenräte und ihrer marxistisch-leninistischen Partei
- Weltrevolution und Lenins Lehre vom Staat
- Weltrevolution und imperialistischer Krieg
5. Strategie und Taktik der Komintern/ML
- 18 strategische Richtlinien
- 18 taktische Richtlinien
- a) taktischen Methoden
- b) Taktik des ökonomischen Kampfes
- c) Taktik des politischen Kampfes
- d) Taktik des ideologisch-theoretischen Kampfes
- Gegen die Strategie und Taktik des rechten Opportunismus
- Gegen die Strategie und Taktik des »linken« Opportunismus
- Gegen die Strategie und Taktik des Versöhnlertums und Zentrismus
6. Programm, Agitation und Propaganda
7. Die Perspektive des Weltsozialismus
8. Die Komintern/ML - proletarische Weltpartei, ihr bolschewistischer Aufbau und das Statut
- Stalins 12 Thesen zur Bolschewisierung
- Statut der Komintern/ML (anzustrebende Form für ein ausgereifteres Stadium der Komintern/ML )
- Gegen den organisatorischen rechten Opportunismus-
- Gegen den organisatorischen »linken« Opportunismus
- Gegen organisatorisches Versöhnlertum und Zentrismus
9. Die Ideologische Linie der Komintern/ML
- 12 ideologische Richtlinien
- Gegen die Ideologie des rechten Opportunismus
- Gegen die Ideologie des »linken« Opportunismus
- Gegen die Ideologie des Versöhnlertums und Zentrismus
10. Historische Lehren der Komintern und der kommunistischen Weltbewegung
- Gegen den rechten Opportunismus in der kommunistischen Weltbewegung
- Gegen den »linken« Opportunismus in der kommunistischen Weltbewegung
- Gegen das Versöhnlertum und den Zentrismus in der kommunistischen Weltbewegung
Das Lied von der Internationale
Vorwort
An der Weltrevolution tatsächlich teilzunehmen, ist besser als über sie nur zu schreiben, aber über sie zu schreiben, um besser an ihr teilzunehmen zu können, ist legitim und notwendig.
Zum Zeitpunkt ihrer Ausarbeitung ist die Generallinie notgedrungen noch mit Anfangsmängeln behaftet. Auch diese zweite Fassung kann dem Weltproletariat nur die prinzipiell richtigen Grundideen verkünden. Die Klassiker haben die Aufgaben und Ziele des Kommunismus und die Rolle des Weltproletariats bereits grundsätzlich vollkommen und präzise formuliert . Die Generallinie hat sie auf den neuesten Stand gebracht, damit sie unter den gegenwärtigen Erfordernissen erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden können - stets in Abgrenzung zu den verschiedenen Strömungen des Opportunismus, so wie es auch die Klassiker getan haben.
Das Problem ist immer das Gleiche: nämlich dass die Opportunisten so eine Generallinie zwar Wort für Wort anerkennen, aber alles Erdenkliche tun, um die Generallinie in ihrem revolutionären Geist, in ihrem Wesen zu entstellen und zu verraten. Das ist ihr Auftrag als Agenten der Bourgeoisie. Dabei bedienen sie sich immer ausgefeilterer Methoden und Argumente. Diese gilt es zu entlarven und unschädlich zu machen, bevor sie sich ausbreiten. Die ausbeutenden und unterdrückenden Klassen werden immer wieder versuchen, das Proletariat auf die hinterhältigste Weise daran zu hindern, sich auf der ganzen Welt durch seine Vereinigung selbständig zu befreien. Auf Grund leidvoller Erfahrungen der Geschichte der Kommunistischen und Arbeiter - Weltbewegung wäre daher heute die Nichtbeachtung des Kampfes gegen den Revisionismus von Anfang an das Todesurteil für die Befreiung der Arbeiterklasse und die Wiedererrichtung des Sozialismus. Es reicht also nicht aus, wenn sich die Generallinie damit begnügt, lediglich den richtigen Weg des proletarischen revolutionären Kampfes aufzuzeigen. Das Proletariat wird seinen eigenen Weg siegreich zu Ende gehen, und sich schließlich von jeglichem bürgerlichen Einfluss befreien. Es wird den bürgerlichen Einfluss als solchen erkennen, wird sich bewusst von ihm abgrenzen und ihn richtig bekämpfen.
Eine Generallinie, die sich vom Marxismus-Leninismus leiten lässt, ist also eine Generallinie, die sich vom Opportunismus korrekt abgrenzt, sowohl in der marxistisch-leninistischen Weltbewegung selbst, als auch insbesondere in ihrer Ideologie, in ihrer Strategie und Taktik, in der Organisationsfrage, und letztlich in der programmatischen und perspektivischen Frage. Die Generallinie grenzt sich in all diesen zu lösenden wichtigen Aufgaben stets ab von dem Zusammenspiel des rechten Opportunismus, des »linken Opportunismus« und des Zentrismus. Eine Kommunistische Internationale, der es gelingt, sich in ihrer Arbeit erfolgreich gegen die Gefahren des rechten und »linken« Opportunismus und gegen den Zentrismus zu wappnen, wird den Revisionismus besiegen und damit eine sichere Grundlage für die erfolgreiche Umsetzung der Generallinie schaffen. Genosse Enver Hoxha hat den modernen Revisionismus in allen einzelnen Länder geschlagen, wo immer er sein Haupt erhob, und wir werden ihm auf diesem Weg weiter folgen. Der Revisionismus stellt sich immer noch in den Weg der Weltrevolution, um das Weltrad der Geschichte zurückzudrehen, aber wir sind auf dem Posten. Aus der Restauration des Kapitalismus in einem Land wird er keine Restauration des Weltkapitalismus machen können, denn das Weltproletariat wird aus der Geschichte lernen- lernen aus der Geschichte des sterbenden Sozialismus, damit der Sozialismus wieder lebt.
Die Generallinie der Komintern/ML ist also eine internationale Kriegserklärung gegen den Revisionismus. Proletarier aller Länder - vereinigt euch gegen den Revisionismus! Feuer auf den revisionistischen Verrat! Erheben wir das siegreiche Banner Enver Hoxhas!
Denn seid gewiss, Genossen: Genauso wenig wie man das Weltproletariat vernichten kann, genauso wenig kann man den proletarischen Internationalismus, den Marxismus-Leninismus, genausowenig kann man die Kommunisten, ihre Parteien und ihre Kommunistische Internationale vernichten - ist die revolutionäre Weltbewegung der Proletarier aller Länder durch den Revisionismus letztendlich nicht aufzuhalten, werden wir eines Tages triumphieren, denn dem Arbeiter gehört die Zukunft und die Revisionisten werfen wir auf den Misthaufen der Geschichte.
Solange die Komintern/ML noch kein Programm ausgearbeitet hat, wurden die wichtigsten programmatischen Grundsätze zunächst in der Generallinie mit eingearbeitet. Daraus ist auch der enorme Umfang der Generallinie zu erklären.
Ferner steht die Generallinie im Kontext mit den historischen Lehren der Komintern und der marxistisch-leninistischen Weltbewegung. Die Komintern/ML ist nicht nur der Tradition der Komintern und der marxistisch-leninistischen Weltbewegung verpflichtet, sondern gründete sich als direkte Nachfolgerorganisation der Komintern, um der marxistisch-leninistischen Weltbewegung neue Impulse und Auftrieb zu geben und ihr treu zu dienen. Der Abschnitt über die historischen Lehren der kommunistischen Weltbewegung ist der Generallinie angefügt und ebenfalls sehr umfangreich- schon allein begründet durch die lange Zeit, die seit der Auflösung der Komintern verstrichen ist.
Abschließend sei vermerkt, dass in der Generallinie die Grundlagen, Thesen, Richtlinien und Perspektiven nicht deswegen numeriert wurden, um sie »erschöpfend« in einer Gesamtsumme zu verschließen oder sie gar in eine Rangordnung zu bringen. Erstens ist die vorliegende Anzahl unvollständig, könnten also weitere Punkte hinzugefügt werden, und zweitens geht es uns nicht um das bloße Abhaken einzelner Punkte. Sinn und Zweck ist es vielmehr, alle Punkte in ihrem »Ensemble als Elemente« zu begreifen, die die Akteure noch selber in eine feste Gussform einfließen lassen müssen, damit die Generallinie elastisch wird und nicht in einer ellenlangen Aufzählung dogmatischer Lehrsätze erstarrt. Nur in ihrer dialektischen Verknüpfung lassen sich alle Punkte als geschlossene Einheit aktivieren, kann auf die sich ständig verändernde revolutionäre Weltbewegung konkret eingewirkt werden durch Analysen von Momentaufnahmen, die wiederum Verallgemeinerungen und Schlussfolgerungen für das jeweilig erforderliche Hauptkettenglied zulassen, das ergriffen und in den Vordergrund der Tätigkeit der Komintern/ML gerückt wird, und von dem aus alle anderen Aufgaben konkret abgeleitet werden müssen, um auf dem von der Generallinie gewiesenen Weg sicher vorwärts zu schreiten. Alles andere wäre eine Aneinanderreihung dogmatischer Lehrsätze im Stile der »Worte des Vorsitzenden Mao«, wäre anti-dialektisch. Die Generallinie der Komintern/ML beruht auf dem dialektischen und historischen Materialismus, wurde auf seinen Grundlagen entworfen, aber der Weltrevolution dienen kann die Generallinie nur denjenigen, die sie mit Hilfe des dialektischen und historischen Materialismus in Theorie und Praxis richtig anzuwenden, umzusetzen und weiter zu entwickeln verstehen. Wir haben eine Generallinie auf den Grundlagen des Marxismus-Leninismus entwickelt, die unsere gemeinsamen Interessen aufzeigt und ebenso die gemeinsamen Wege zu ihrer Verwirklichung, aber die Komintern/ML kann die Generallinie nicht stellvertretend für ihre Sektionen durchführen. Wir gehen im Gleichschritt, aber jede Sektion geht ihren eigenen Weg, setzt die Generallinie auf eigene Weise um, entwickelt eigene Kampfformen, die die Komintern/ML nun mal nicht am Reißbrett entwerfen kann. Die Generallinie ist also nur so gut, wie sie jeder einzelnen und allen Sektionen gemeinsam hilft, ihre internationalen Aufgaben und die Aufgaben im eigenen Land am besten zu erfüllen. Es reicht also nicht aus, sich auf gemeinsame Grundlagen zu beschränken. Jeder muss darüber hinaus den eigenen Erfordernissen im Land entsprechend auch eigene Grundlagen entwickeln. Ob sich die Generallinie als eine Anleitung zum Handeln bewährt oder nicht, wird erst im Kampf der einzelnen Sektionen zum Tragen kommen. Was hilft, wird verändert oder eingebaut, was sich nicht bewährt, wird verworfen. Dies ist die Generallinie einer Weltkampfpartei, keiner reinen Propagandapartei. Die Generallinie erhebt nicht den Anspruch, den vollständigen, genauen Weg zur Weltrevolution zu kennen und kann diesen Anspruch auch nicht erheben. Sie kann nur in die richtige Richtung weisen. Wir erheben allerdings den Anspruch, den Weg zur Weltrevolution kampfentschlossen zu beschreiten und unabwendbar und unaufhaltsam für den Kommunismus zu kämpfen. Auch schwierige Zeiten können uns nicht schrecken, ebenso wenig Niederlagen und Rückschritte. Wenn wir die Komintern/ML im Kampf verlieren sollten, werden wir an ihrer Stelle eine noch bessere aufbauen. Wir sind auf alles gefasst und sind bereit, die Komintern/ML gegen jeden Feind zu verteidigen, von wo aus auch immer er sie angreift. Wir können Fehler nicht ausschließen, aber mit 100%iger Sicherheit werden wir mit allen Mitteln und Kräften dafür kämpfen, das Ruder fest in proletarischen, revolutionären Händen zu halten und es vor allen Dingen niemals wieder aus der Hand zu geben. Helft alle mit, das Vertrauen der Proletarier in den Kommunismus zurückzugewinnen, das die Revisionisten ihnen geraubt haben. Unser Kampf gegen die Weltbourgeoisie wird siegen, weil diese außerstande ist, ihre Macht ohne die Stütze des Revisionismus zu behaupten, und diese Stütze wird durch uns fallen!
1. Kurze Definition der Generallinie der Komintern/ML in der gegenwärtigen Etappe
Was ist - kurz zusammengefasst - die Generallinie der Komintern/ML ?
und wie definiert sie die gegenwärtigen Epoche?
Vereinigung der Proletarier aller Länder zur Klasse des Weltproletariats im Geiste des proletarischen Internationalismus zum revolutionären Sturz der Weltbourgeoisie, um die Weltproduktivkräfte von ihren privatkapitalistischen, imperialistischen Fesseln zu befreien und die Produktionsmittel in das Eigentum der sozialistischen Weltgesellschaft zu überführen. Diese Massnahmen treten in Kraft durch die Eroberung und Rückeroberung der Diktatur des Proletariats, durch den Sieg der proletarischen,sozialistischen Revolution aller Länder und die dafür in verschiedenen Ländern noch notwendigen Vorbedingungen des Sieges verschiedenartiger revolutionärer Übergangsformen bzw. zeitweiliger Etappen der revolutionären Nationalen Befreiungskämpfe. Das Weltproletariat stützt sich auf die Lehren der 5 Klassiker Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha, stützt sich auf die Taktik des Weltbolschewismus, durch die die Weltbourgeoisie besiegt, die Weltordnung des Kapitalismus ausgerottet und die Weltordnung des Weltkommunismus siegen wird.
Und die alte marxistisch-leninistische Theorie der Weltrevolution wurde in der Generallinie deswegen erneuert und weiter entwickelt, weil diese Theorie im Wesentlichen der ersten Etappe des »Sozialismus in einem Land » entsprach, weil inzwischen einige Losungen veraltet und heute nicht mehr aktuell sind, um das Weltproletariat siegreich in die 2. Etappe des Sozialismus, in die Etappe des Sozialismus im Weltmaßstab, in die Etappe der Rückeroberung des Sozialismus zu führen. Wir können nicht ignorieren, dass zwischen der Entstehung des Weltimperialismus und seinem heutigen Entwicklungsstand immerhin 100 Jahre vergangen sind, in denen die kontinuierliche Ausbreitung des Sozialismus von »einem Land » bis hin zum Weltmaßstab durch den Revisionismus vorübergehend unterbrochen wurde. Ohne die Massen vom Verrat der Revisionisten am Kommunismus, am Weltproletariat, an den Völkern der Welt gerade in dieser zweiten Etappe des Sozialismus zu überzeugen, ohne den Einfluss des Revisionismus auf die Massen zu entkräften, wird es den Kommunisten niemals gelingen, sich das Vertrauen, das die Revisionisten zerstört haben, wieder zurückzuerobern, und gerade hiermit beginnt die Aufgabe der Rückeroberung des Sozialismus. Dies ist nicht in erster Linie eine Aufgabe der Agitation und Propaganda, nicht nur eine Aufgabe von Worten, sondern letztlich von Übereinstimmung von Wort UND Tat. Dermaßen erschüttertes Vertrauen kann nur durch geduldige Überzeugungsarbeit an Hand der vorbildlichen und aufopferungsvollen Teilnahme aller Kommunisten am Klassenkampf zurückgewonnen werden. Dem Revisionismus mag es vorübergehend gelingen, die Kommunisten von den Arbeitern zu trennen, aber auf die Dauer wird dieses Band durch den anti-revisionistischen Kampf um so fester geknüpft, wird das Vertrauen zwischen Arbeitern und Kommunisten nicht mehr gesprengt werden können. Die Revisionisten können das Weltproletariat und uns Marxisten-Leninisten eine Zeit lang in die Irre führen und betrügen, aber sie werden dafür eines Tages zur Rechenschaft gezogen. Dafür werden alle Unterdrückten und Ausgebeuteten sorgen gewappnet mit den Lehren Enver Hoxhas!
»Das Verdienst Enver Hoxhas besteht nicht nur darin, dass er die Lehren Stalins und des gesamten Marxismus - Leninismus wieder herstellte, sondern dass er noch einen Schritt darüber hinaus gegangen ist und den Marxismus - Leninismus weiter entwickelte unter den neuen Bedingungen des Imperialismus und Sozialimperialismus, in der Periode der Revisionisten an der Macht, der Periode der Restauration des Kapitalismus und seines sozialfaschistischen Herrschaftssystems, unter den Bedingungen der Liquidierung der Diktatur des Proletariats in der Sowjetunion .
Was ist also die Definition der Lehren Enver Hoxhas?
Die Lehre Enver Hoxhas ist der Marxismus - Leninismus auf einer weitest fortgeschrittenen Stufe der Epoche des Imperialismus, des krisengeschüttelten, verfaulenden, parasitären, sterbenden Kapitalismus, mit seinen neuen besonderen Formen des Sozialimperialismus und Sozialfaschismus und der Theorie und Taktik der neuen anti-revisionistischen und anti-sozialfaschistischen proletarischen Weltrevolution im Allgemeinen, und der Theorie und Taktik der Zerschlagung des bürgerlichen Sozialismus zum Zwecke der Zurückeroberung und der Wiedererrichtung der Diktatur des Proletariats, die Errichtung der Diktatur des Proletariats im Weltmaßstab, der siegreiche, sich regenerierende Sozialismus gegenüber Einkreisung und Bündnis von Imperialismus UND Sozialimperialismus im Besonderen, der Sieg des Proletariats über den restaurierten Kapitalismus gegenüber der revisionistischen Ideologie an der Macht. Die Lehren Enver Hoxhas besagen ferner, dass der Sturz einer faschistischen Diktatur/Besatzung direkt zur Errichtung des Sozialismus führt, dass sich der Sozialismus in einem einzelnen Land weiter entwickelt, selbst wenn ein anderes sozialistisches Land an den Kapitalismus verloren ging, dass auch ein kleines Land sich gegenüber dem Weltimperialismus nicht nur ganz allein behaupten, sondern sich für gewisse Zeit weiterentwickeln kann, dass der Sozialismus den Revisionismus besiegt und die Weltrevolution unaufhaltsam voranschreitet. Wir leben in der Epoche, in der die Revolution zur praktischen Lösung ansteht.
2.
....Tiefgreifende, revolutionäre Weltereignisse kündigen sich an... und brechen hervor...
Völker hört die Signale!
Die Tatsache, dass ...
die heute herrschende Weltordnung die Völker der Welt in einen Abgrund stürzt, in die Verzweiflung treibt und vor Armut verhungern lässt, ihr Leben ruiniert und ihre Existenzgrundlage raubt, dass die Völker der Welt mit ansehen müssen, wie sie zu Grunde gerichtet und geschunden werden, und sie miterleben müssen, wie sich die schreienden Widersprüche zwischen armer und reicher Welt, zwischen Freiheit und Knechtung, zwischen Krieg und Frieden, Widersprüche zwischen Globalisierung der Produktivkräfte und deren weltkapitalistischen Aneignung von Tag zu Tag zuspitzen, dass sie die kapitalistische Devise: »Teile und herrsche!« hart zu spüren bekommen, dass die Armen begreifen, wie sinnlos es ist, weiter darauf zu hoffen, die Reichen würden Almosen in der Welt verteilen, - sie statt dessen immer klarer die klassenmäßigen, internationalen Zusammenhänge ihrer Ausbeutung und Unterdrückung begreifen lernen als Schlüssel für ihre gemeinsame, internationale Befreiung vom Joch des Weltimperialismus, und dass sie erkennen, dass das internationale Proletariat der einzige Verbündete aller Werktätigen und Ausgebeuteten der Welt ist, dass die Völker in der Weltrevolution den einzigen Ausweg aus ihrem Elend sehen, dass die revolutionäre Weltbewegung triumphieren wird als Arbeiterbewegung oder dass sie nie triumphieren wird.
die Tatsache, dass...
die Proletarier den sich zuspitzenden und polarisierenden Grundwiderspruchs in der Welt zwischen Weltbourgeoisie und Weltproletariat begreifen, zwischen Lohnarbeit und Kapital, dass das Proletariat im Zeitalter der Globalisierung sein internationales Klassenbewusstsein zur Reife herausbildet durch seine immer enger werdende internationale Verbindung und Zusammenarbeit, dass es sich als eine einzige, einheitliche Weltklasse versteht, die der international operierenden Klasse der Weltbourgeoisie unversöhnlich gegenübersteht, dass die Existenz und Zukunft der Proletarier aller Länder durch das internationale Kapital unlösbar geknüpft sind an ihre Befreiung als Weltproletariat, dass dieses sich dabei auch seiner führenden Rolle bei der Befreiung der Völker, bei der klassenmäßigen Umwälzung der Weltgeschichte immer klarer bewusst wird, dass es sich als solches zu einer geschlossen Front entwickelt, die den Weltimperialismus im internationalen Klassenkampf endgültig besiegt und die Welt für immer befreit von der Sklaverei, von der Lohnsklaverei des Weltkapitalismus, dass das Proletariat also erkennt: die Weltallianz der Bourgeoisie kann nur erschüttert werden durch die Weltallianz des Proletariats, dass die Emanzipation der Arbeiterklasse weder eine lokale noch eine nationale, sondern eine internationale, globale soziale Aufgabe ist. Endgültig siegen kann man nur im Weltmaßstab und nur durch die gemeinsamen Anstrengungen der Arbeiter aller Länder. Das Weltproletariat ist Träger der Weltrevolution, Erbauer der neuen, zukünftigen Gesellschaft, dem Weltkommunismus, während die Weltbourgeoisie Trägerin des untergehenden Weltkapitalismus und diese Gesellschaft historisch zum Absterben verurteilt ist. Der Kapitalismus muss also vollständig und endgültig als internationales Gesellschaftssystem überwunden werden. Nur als Weltordnung kann der Kommunismus die Weltordnung Kapitalismus ausrotten. Die Weltrevolution ist eine universelle Revolution und wird daher auch ein universelles Terrain haben. Die nationalen Schranken der revolutionären proletarischen Bewegung fallen. Die weltweiten Konzerne haben das revolutionäre Weltproletariat geschaffen, das sich jetzt darüber bewusst wird, das sich jetzt formiert und organisiert und zum Schlag ausholt. Die Proletarier aller Länder reichen sich die Hände. Sie sind die Totengräber des Weltimperialismus. Nur das Proletariat ist in der Lage, die internationale Solidarität zu schaffen, um soziale Sicherheit, Freiheit und Frieden zu erkämpfen durch den Sozialismus, durch die Diktatur des Weltproletariats.
die Tatsache, dass...
sich die Proletarier immer bewusster vom bürgerlichen- revisionistischen Einfluss befreien und den Sozialismus nach wie vor als ihre eigene Sache ansehen, dass sich die Proletarier der ganzen Welt an die historisch gewordenen, unauslöschbaren und unvergesslichen Errungenschaften ihrer tatsächlich existierenden Diktatur des Proletariats erinnern und dieser treu bleiben, dass ihr internationalistisches, sozialistisches Klassenbewusstsein lebendig geblieben ist und sie bereit sind, die Lehren der Kommunistischen Internationalen weiter richtig anzuwenden, den ungeheuren Nutzen der Oktoberrevolution für die unbesiegbare Weltrevolution zu erkennen, auf dem begonnenen Weg vorwärtszuschreiten und sie zu vollenden, die alten Diktaturen des Proletariats wieder zu errichten und neue sozialistische Länder aufzubauen, dass sich die Proletarier aller Länder darin einig sind, den Kampf zwischen Sozialismus und Kapitalismus gemeinsam und geschlossene und siegreich fortzusetzen und im Weltmaßstab zu Ende zu führen; dass dem Weltproletariat klar ist, dass der Sieg des ehemaligen Sozialismus in der UdSSR Lenins und Stalins und in Albanien der Beweis dafür ist, dass der sozialistische Sieg in der ganzen Welt für immer unausbleiblich ist.
die Tatsache, dass...
sich die Marxisten - Leninisten, die marxistisch-leninistischen Parteien und Organisationen darüber klar und einig sind, sich zur Kommunistischen Internationale, zum Generalstab des organisierten Weltproletariats, zur bolschewistischen Weltpartei zusammenzuschließen; dass die Marxisten-Leninisten der ganzen Welt alle Hindernisse, ihre Spaltung und Isolierung auf der Basis eines prinzipienfesten Kampfes überwinden und ihre Einheit auf der Basis des Marxismus-Leninismus und des proletarischen Internationalismus, im Interesse der Einheit der Proletarier aller Länder festigen, dass sie ihre Zusammenarbeit und ihr Zusammenwirken forcieren, dass sie ihren Zusammenschluss vollziehen, die Generallinie gemeinsam weiter entwickeln, ein gemeinsames Programm, eine gemeinsame Strategie und Taktik, eine gemeinsame Haltung zu den aktuellen Weltfragen ausarbeiten, dass sie ihren gemeinsamen internationalen Kampf organisieren in revolutionären Aktionen des Proletariats und das Proletariat auf die entscheidende Schlacht gegen den Weltimperialismus im zähen langwierigen Kampf systematisch vorbereiten;
die Tatsache, dass...
der US-Imperialismus, der Hauptfeind, vergeblich versucht, seinem Untergang durch die Entfesselung imperialistischer Raubkriege zu entgehen, sich die imperialistischen Länder untereinander immer größere Knüppel zwischen die Beine werfen, im Gezänk um die fetteste Beute imperialistische Kriege vom Zaun brechen, sich in konterrevolutionäre Abenteuer verstricken, um die Welt neu unter sich aufzuteilen und dabei die Weltherrschaft gegenseitig wegzunehmen, dabei ihre Kräfte im Konkurrenzkampf aufreiben, sich untereinander spalten und sich damit letztendlich ihr eigenes Grab schaufeln, dass dem fletschenden Weltimperialismus die faulen Zähne aus dem gierigen Parasitenmaul herausfallen, dass er sich weder ökonomisch noch politisch vor seinem Zerfall retten und internationale revolutionäre Kettenreaktionen verhindern kann, dass der Revisionismus seinen Sturz nicht auf Dauer aufhalten kann, dass seine welthistorische Uhr abgelaufen und seine letzte Stunde geschlagen hat. und das den Revisionisten ein gleiches Schicksal ereilt und den Sieg des Weltproletariats beschleunigt und erleichtert. »Die Globalisierten sind die Totengräber der Globalisierer«.
All dies sind unwiderlegbare Anzeichen dafür, dass der Tag der Befreiung vom Weltimperialismus nicht mehr fern ist, dass die Stunde der Weltrevolution schlägt, dass sich das Weltproletariat zum Sturm erheben wird und sich international formiert zur revolutionärsten aller Bewegungen, dem internationalen Bund der proletarischen, marxistisch-leninistischen Parteien, die den Sturz des Weltkapitalismus leiten und im internationalen Maßstab die Diktatur des Proletariats errichten und Bannerträger jener großen Diktaturen des Proletariats sind, die bereits real existierten in der Sowjetunion Lenins und Stalins und in Albanien des Genossen Enver Hoxha. Mit der neuen Kommunistischen Internationale werden bessere Bedingungen geschaffen, die Diktaturen des Proletariats zurückzuerobern und neue zu errichten, bis schließlich die Weltdiktatur des Proletariats über die Weltdiktatur der Bourgeoisie, bis der Weltkommunismus über den Weltkapitalismus gesiegt hat. Erst in einer sozialistischen Welt, die die kapitalistische Welt bezwungen hat, wird es für immer möglich werden, jede Form der Aggression und militärischen Einmischung von Staaten gegen andere zu verhindern, jede koloniale Ausbeutung zu beseitigen, jede Form der Bevormundung, des Diktats und der Vorherrschaft, gegen nationale Knechtung und Rassentrennung zu unterbinden, das Selbstbestimmungsrecht der Völker zu garantieren, die nationale Souveränität und Gleichberechtigung aller Länder und freundschaftliche und solidarische internationale Beziehungen in der Welt herzustellen, jede Ausbeutung von Menschen durch Menschen, jegliche Klassenherrschaft, die Klassen auf der ganzen Welt abzuschaffen.
Aufgrund all dieser Tatsachen wurde am 31.12. 2000 die Kommunistische Internationale wieder neu gegründet, nachdem die letzte, die III. Komintern 1943 aufgelöst wurde! Die Gründung der Komintern/ML erfolgte in einer internationalen Situation, die durch den heldenmütigen revolutionären Befreiungskampf der Albaner gegen Imperialismus, Sozialimperialismus und Sozialfaschismus geschaffen wurde. So konnte weder der Imperialismus, noch seine Agenturen des Revisionismus und des »linken« Opportunismus und auch nicht der Zentrismus, verhindern, dass der erste Schlachtruf der Kommunistischen Internationale / Marxisten-Leninisten erscholl: »Rote Interbrigaden in den Kosova!« Um die solidarischen Beziehungen der Marxisten-Leninisten in der Welt und der Marxisten-Leninisten der Albaner entwickeln zu können, ist vor allem Abgrenzung und Klarheit über den Charakter, die Aufgaben und Ziele der opportunistischen einerseits und revolutionären Kräfte andererseits unbedingt notwendig. Und dies ist nur möglich, wenn man diesen Befreiungskampf tatkräftig unterstützt im Geiste Enver Hoxhas und zur Isolierung der Opportunisten einen internationalistischen Beitrag leistet.
»Ein Anhänger der Internationalität«, lehrte Lenin, «der nicht zugleich der konsequenteste und entschlossenste Gegner des Opportunisten ist - das wäre ein bloßes Trugbild, nichts mehr.« (Lenin Werke Bd. 21 dt. Ausgabe; Seite 146).
Deswegen sind alle Neo-Revisionisten, die ausgerechnet in diesem scharfen Klassenkampf die Marxisten-Leninisten als Verräter an Enver Hoxha, als Gefolgsleute des Revisionisten Alia, als Handlanger der Bourgeoisie und des Weltimperialismus verunglimpfen, die die »Fehler Enver Hoxhas« auftischen, ihn als »unvollkommenen Marxisten« hinzustellen versuchen, seine internationale Bedeutung regional auf Albanien herabmindern oder die ihn zwar in Worten anerkennen, aber ihn in der Praxis um so mehr verraten - eine tödliche Gefahr für den Sieg des Befreiungskampf der Albaner, für die unverzichtbare internationalistische Solidarität und deren Initialzündung für den vereinigten internationalen Klassenkampf. Deswegen hatte die Verknüpfung der Verteidigung Enver Hoxhas als 5. Klassiker des Marxismus-Leninismus mit der Gründung der Komintern/ML eine außerordentlich wichtige Bedeutung sowohl für die Ausrichtung und Stärkung des führenden Zentrums des revolutionären Klassenkampfes der Albaner und des ganzen Balkans als auch für deren internationale Verwurzelung und Ausweitung. Bereits zum historischen Dokument ist der Aufruf zur Gründung der Komintern/ML vom 31.12.2000 geworden. Die ideologische Grundlage wurde ausführlich niedergelegt in dem Dokument: »Enver Hoxha, der 5. Klassiker des Marxismus-Leninismus und die Gründung der Komintern/ML« (Aus Anlass des 16. Todestages des Genossen Enver Hoxha).
3. Der Befreiungskampf der Albaner wurde zum internationalistischen Fanal und
führte zur Gründung der Komintern/ML am 31.12. 2000
... auf der ideologischen Basis des Genossen Enver Hoxha, dem 5. Klassiker des Marxismus-Leninismus!
Schaut auf das leidgeprüfte albanische Volk und erkennt euer eigenes Schicksal darin wieder. Unterstützt seinen nationalen und sozialen Befreiungskampf durch euren proletarischen Internationalismus der Tat, denn die Albaner sind im Kosova ein leuchtendes Fanal für die revolutionäre Befreiung aller Völker der Welt von Imperialismus und Sozialimperialismus, von Reaktion und Faschismus und Sozialfaschismus - weit über die Grenzen des Balkans und Europas hinaus. Dieser nationale Befreiungskampf beweist sich in der Tat als wichtige Triebkraft für die sozialistische Revolution. Warum? Das Besondere an der Befreiungsbewegung der Albaner ist erstens ihr sozialer Charakter, denn sie begründet sich auf die imperialistische Krise Europas, die im Kosova ihren krassesten Widerspruch zwischen den ärmsten Klassen und den reichsten Klassen zu einem historischen Zeitpunkt widerspiegelt, wo das - eben erst vereinigte - Europa bereits durch eben diese krassen Widersprüche in eindrucksvoller Weise einen bewaffneten revolutionären Klassenkampf hervorgebracht hat. Das Besondere an der albanischen Befreiungsbewegung ist zweitens ihr anti-faschistischer Charakter, genauer gesagt, eine Befreiungsbewegung, die sich mit revolutionärer Gewalt erfolgreich gegen ein sozialfaschistisches Regime erhoben und damit einen großen Beitrag zum proletarischen Internationalismus geleistet hat, der drittens auch zur Befreiung Jugoslawiens vom Sozialfaschismus geführt hat, durch den kein Volk grausamer geknechtet und unterjocht wurde, als das albanische Volk im Kosova. Die vierte Besonderheit der nationalen Befreiungsbewegung der Albaner ist die Tatsache, dass sie den nationalen Befreiungskampf weiterer Völker des Balkans ausgelöst haben mit Solidarisierungseffekt. Die fünfte Besonderheit der nationalen Befreiungsbewegung der Albaner ist der Beitrag zum anti-imperialistischen Kampf, insofern sie die Kräfte der Imperialisten nicht nur für die eigene Befreiung genutzt hat, sondern diese auch gebunden hat, d.h. die imperialistische Manövrierfähigkeit in anderen Teilen der Welt so sehr eingeengt hat, dass sich die anti-imperialistischen Befreiungsbewegungen überall auf der Welt leichter entfalten konnten. Die Albaner haben also die marxistische Theorie vom Durchbruch des Imperialismus an seinem schwächsten Kettenglied nicht nur ausgezeichnet verstanden, sondern auch geschickt angewandt. Und hierin liegt auch die sechste - und zugleich bemerkenswerteste Besonderheit des albanischen Befreiungskampfes - er trägt die Handschrift Enver Hoxhas, eine marxistisch-leninistische Handschrift also, wie man sie heute selten in der Welt vorfindet - und auch vorübergehende Niederlagen können den endgültigen Sieg dadurch nicht aufhalten ! - Die unbesiegbare Waffenbrüderschaft eines Volkes, dessen Schicksal es vereinigt, was es nirgends sonst jemals auf der Welt gegeben hat: Hier kämpft nämlich das ärmste, ausgebeutetste und am brutalsten unterdrückte Volk Europas - Kosova-Albanien - zusammen mit den aus dem antifaschistischen Kampf siegreich hervorgegangenen Albanern, denen das schwerste Verbrechen zugefügt wurde, welches man überhaupt einem Volk zufügen kann: seinen Sozialismus, den es voller Stolz aufgebaut und bis zuletzt mit der Waffe in der Hand verteidigt hat, zu rauben und zu vernichten. Die Albaner haben den Schrecken des Krieges überlebt, sie haben den Schrecken als Armenhaus Europas überlebt, sie haben den Schrecken nationaler Unterjochung und Ermordung überlebt, sie haben auch den schlimmsten Schrecken des Verrats am Sozialismus überlebt. Sie haben sich unter der Fahne Enver Hoxhas zum Freiheitskampf erneut erhoben: Zurückeroberung der nationalen Freiheit, vereinigt mit der Zurückeroberung des Sozialismus, das ist es, wodurch die albanische revolutionäre Bewegung zum Fanal der Weltrevolution geworden ist. Das ist es, was das Weltproletariat veranlasste, die Komintern/ML zu gründen, um dieses Fanal über die Welt zu tragen. Die revolutionäre Lage im Balkan kann also ein großer Schritt auf dem welthistorischen Weg des Proletariats werden, seine verlorene Diktatur, die einst stolze, blühende Sozialistische Volksrepublik Albanien zurückzuerobern, die neu aufgestiegene Bourgeoisie zum Rückzug zu zwingen und ihr ein schnelles Ende zu bereiten. Die Revolution wird allen Albanern gemeinsam eine neue, selbständige, vereinigte, unabhängige und sozialistische Heimat ermöglichen, gleichberechtigt unter den Balkanvölkern und unter allen Völkern der Welt. Es ist die gemeinsame Aufgabe der Marxisten-Leninisten aller Länder, das in das von Anfang an ins albanische Proletariat zu Recht gesetzte Vertrauen, das Vertrauen in das ganze albanische Volk, das auf die eigene Kraft gestützt heldenhaft kämpft, niemals aufzugeben und ihm solidarisch gegen alle seine Feinde beizustehen. Es ist die Generallinie der Komintern/ML, das kämpfende Proletariat, die kämpfenden Völker auch nach Niederlagen niemals im Stich zu lassen. Die Generallinie der Komintern/ML ist also kein Ergebnis intellektueller Schreibstuben, sondern die im Feuer des internationalen Klassenkampfes entstandene anti-revisionistische, anti-sozialfaschistische Strategie und Taktik der kommunistischen Weltbewegung. Wir müssen unsere Niederlage in Siege verwandeln und wir dürfen deswegen dort nie den Kampf aufgeben, wo der letzte Vorposten der Arbeiterklasse an der Macht (vorübergehend!) gefallen ist . Erheben wir gemeinsam das albanische Banner der Revolution, das Banner des vorerst letzten führenden Zentrums des Sozialismus und Marxismus-Leninismus und tragen es über die ganze Welt!
Die nationale Befreiungskampf von Fremdherrschaft, Unterdrückung und Ausbeutung des kleinen, tapferen europäischen Volkes erreicht nach einigen Jahrhunderten seinen Höhepunkt. Dieser gerechte Kampf richtete sich stets gegen all seine Unterdrücker und Ausbeuter, aber niemals gegen die Nachbarvölker oder irgendein anderes Volk auf der Welt. Im Gegenteil, es waren die albanischen Genossen unter der Führung Enver Hoxhas, die einst ihr brüderliches Blut im antifaschistischen Partisanenkampf auf jugoslawischem Boden vergossen. Statt des Dankes für die erwiesenen proletarische, internationalistische Hilfe errichtete die groß-serbische Bourgeoisie ihre sozialchauvinistische, sozialfaschistische Diktatur über ihre einstigen albanischen Waffenbrüder in den Gebieten des ehemaligen Jugoslawiens mit der frechen Behauptung, sich vor der »groß-albanischen Bedrohung« schützen zu müssen. Dabei verübten die serbischen Herrscher ihren Völkermord an den Albanern schon lange vor Tito und Milosevic, kam es zu Vertreibungen und räuberischen Annexionen, wurde der Kosova gegen den Willen der Albaner dem jugoslawischen Staatenbund einverleibt und Albanien zerstückelt. Die albanischen nationalen Minderheiten, insbesondere die Kosova-Albaner, wurden bis heute systematisch ausgerottet, niedergemetzelt, verfolgt, entrechtet, diskriminiert, entnationalisiert, in bitterer Armut gehalten, und ihr Recht auf Selbstbestimmung wird mit Füßen getreten - mit Willen und Unterstützung des Weltimperialismus. Damit nicht genug: Tito wie Milosevic hatten niemals ihre aggressive sozialimperialistische Politik der Zerschlagung des einstigen sozialistischen Albaniens aufgegeben, um es gewaltsam ins jugoslawische Völkergefängnis einzusperren. Die Diktatur des albanischen Proletariats unter der Führung der PAA mit Enver Hoxha an der Spitze hatte dies vereitelt, und das war auch ein welthistorisches Beispiel für den proletarischen Internationalismus, insofern die albanischen Genossen den jugoslawischen Tito-Revisionismus als trojanisches Pferd in der marxistisch-leninistischen Weltbewegung entlarvt hatten und zum Leuchtfeuer des Sozialismus in der Welt wurden. Der Große Vaterländische Krieg der Sowjetunion unter der Führung Stalins half - ebenfalls ein Meilenstein des proletarischen Internationalismus - nicht nur bei der Befreiung der Balkanvölker, sondern ebnete auch den Weg Albaniens zum Sozialismus. Dadurch entstand ein gewisser Grad an relativer Stabilität im Balkan, dem Zankapfel der Imperialisten und Sozialimperialisten, der heute durch die militärische Intervention der NATO zu einer ernstzunehmenden internationalen Kriegsgefahr herangewachsen ist .... und die UCK hat mit ihrem bewaffneten Kampf für eine freie Republik Kosova sowohl den Imperialisten als AUCH den Sozialimperialisten und den serbischen Chauvinisten einen Denkzettel verpasst, die anscheinend die lebendig gebliebene Traditionen des siegreichen antifaschistischen Widerstandskampfes Enver Hoxhas, die albanische Volksrevolution und die Errichtung der albanischen Diktatur des Proletariats vergessen haben, wenn sie nun erneut ihre Krallen nach Südost-Europa ausstrecken. Die Völker, die für ihr Recht, für ihre Freiheit und Unabhängigkeit kämpfen, sind unbezwingbar, weil ihr anti-imperialistischer, anti-sozialimperialistischer Kampf gerecht ist. Dieser anti-imperialistische, anti-sozialimperialistische Kampf führt die Balkanvölker zum endgültigen Sieg ihrer nationalen und sozialen Befreiung, wenn sie ihn miteinander und nicht gegeneinander führen, d. h. gemeinsam gegen die gleichen äußeren Feinde sowie eigenständig gegen die Feinde im eigenen Lager:
Es ist klar, dass
erstens
der sofortige und vollständige Rausschmiss ALLER militärischer, imperialistischer Besatzer aus dem Balkan durch eine revolutionäre anti-imperialistische Balkanfront notwendig ist - zusammen mit der Annullierung ihrer Abkommen, die den Balkanvölkern aufgezwungen wurden und die deren nationale, souveräne Rechte verletzen usw. usf. Dabei ist auch klar, dass es eine dringende Aufgabe des Weltproletariats ist, insbesondere des Proletariats der imperialistischen Länder Europas, sich mit dem Proletariat und den werktätigen Massen im Balkan zu einem revolutionären europäischen Kampfbündnis zusammenzuschließen, ihrerseits den Kampf gegen den Imperialismus zu führen und dazu beizutragen, das historische Pulverfass im Balkan für immer zu beseitigen, denn die Balkanvölker wünschen dauerhaften Frieden und bleibende Stabilität in ihrer Zone. Keine fremde Macht hat das Recht, sich in die inneren Angelegenheiten der Balkanvölker einzumischen. Jedes Balkanland ist verpflichtet, gegen die äußeren imperialistischen Aggressionen vorzugehen und dabei auch den Nachbarn zu helfen. Die Situation auf dem Balkan würde sich sehr verbessern, wenn sich jedes Balkanvolk weigert, Imperialisten zu gestatten, das eigene Land als Aufmarschgebiet gegen das Nachbarland zu missbrauchen, um dieses anzugreifen, zu bedrohen, zu unterdrücken und auszubeuten. Es ist auch die Aufgabe der Balkanvölker, Nationalismus und Chauvinismus für immer auszurotten und im Geiste des proletarischen Internationalismus gute nachbarschaftliche Beziehungen zu entwickeln.
zweitens
alle diejenigen Völker, die um ihr Selbstbestimmungsrecht im Nationalen Befreiungskampf ringen zu unterstützen, den Weg der Volksrevolution unter der Voraussetzung beschreiten, wenn sie durch den Zusammenschluss einer breiten Einheitsfront des Proletariats vor allem mit den Bauern, aber auch mit allen übrigen nationalen Kräften ihre nationale Unabhängigkeit und Selbständigkeit siegreich erkämpft haben - einschließlich derjenigen Elemente der nationalen Bourgeoisie, die die nationalen Interessen unterstützen und diese weder an die Imperialisten noch an die Sozialimperialisten verraten - möglichst unter Führung der kommunistischen Partei, wenigstens unter Wahrung ihres eigenständigen Kampfes, d.h. sich also weder mit den bürgerlichen noch mit den kleinbürgerlichen Elementen zu verschmelzen, noch sich ihnen unterzuordnen. Der Kampf der Kosovaren um ihr Selbstbestimmungsrecht ist aufgrund der gegenwärtigen Bedingungen an den revolutionären Nationalen Befreiungskampf geknüpft und erst in einem darauffolgenden, späteren Schritt an die proletarische Revolution. Dies entspricht den Lehren des Genossen Enver Hoxha. Die Errichtung einer Republik Kosova ist gerecht. Nach Auffassung der Komintern/ML gehört der Kosova zu Albanien, und alle Albaner haben das Recht, zu Albanien zu gehören, wenn sie es wünschen. Das hat nichts mit »groß-albanischen« Chauvinismus zu tun, sondern entspricht dem Selbstbestimmungsrecht jedes Volkes, vor allem eines Volkes, das jahrhundertelang blutig niedergemetzelt, brutal unterdrückt, ausgebeutet und gewaltsam getrennt und aufgeteilt wurde. Das heisst nicht, dass wir den reaktionären albanischen Kreisen - die es immer noch gibt - in die Hände arbeiten. Im Gegenteil, die Komintern/ML bekämpft jene reaktionären albanischen Kreise mit aller Kraft. Nationalistischer Terror gegen die Balkanvölker kann nur revolutionär , d.h. gewaltsam beseitigt werden.
drittens
Albanien seine Diktatur des Proletariats durch eine gewaltsame, sozialistische Revolution neuen Typs zurückerobert (es ist möglich, dass 2 und 3 sich verknüpfen oder gar verschmelzen);
viertens
der jugoslawische Sozialimperialismus, Großmachtchauvinismus und Sozialfaschismus in einem langjährigen, gründlichen Prozess mit der Wurzel ausgerissen wird und tatsächlich demokratische Verhältnisse in Jugoslawien geschaffen werden, indem sich Jugoslawien von der gekauften Bevormundung durch die imperialistischen Mächte und auch von der Herrschaft der eigenen Bourgeoisie befreit. Dies gelingt schließlich nur mit dem revolutionären Sturz durch die proletarische Revolution unter Führung der marxistisch-leninistischen Partei und der Errichtung der Diktatur des Proletariats. Diese gewährt allen Völkern des ehemaligen Jugoslawiens ihr Recht auf Selbstbestimmung, ihr Recht auf Lostrennen, ihr Recht auf ihre bewaffnete Selbstverteidigung, auf ihren eigenen souveränen Staat, d.h. insbesondere auch die Anerkennung der Republik Kosova als eigenständiger souveräner Staat oder als autonomer Staat im föderalistischen Bündnis, wenn die Kosova-Albaner dies wünschen. Wir sind für das Selbstbestimmungsrecht der jugoslawischen Völker, aber noch mehr sind wir für ein jugoslawisches Völkerbündnis, das sich als sozialistische Union auf wahrhaft marxistisch-leninistischer Grundlage entfaltet, und in dem die Diktatur des Proletariats über Revisionismus und Sozialfaschismus für immer gesiegt hat.
fünftens
auch alle anderen Balkannationen sich gegen die Imperialisten erheben, dass dort das Proletariat im Bündnis mit den Bauern und Werktätigen dazu übergeht, ihre eigene Bourgeoisie zu stürzen in der sozialistischen Revolution und schließlich die Diktatur des Proletariats errichtet;
sechstens
sich eines Tages alle sozialistischen Nationen zu einer sozialistischen Balkanunion zusammenschließen, die sich von den Prinzipien des sozialistischen Internationalismus leiten lässt.
Welchen Weg die Balkanvölker zur revolutionären Befreiung auch immer einschlagen werden, sie werden siegen, wenn sie die Lehren des revolutionären Klassenkampfes mit dem Ziel der Diktatur des Proletariats beherzigen: »Es wird nur einen freien Balkan des proletarischen Internationalismus geben unter der Führung der revolutionären Arbeiterbewegung im Bündnis mit der Bauernschaft und anderen Werktätigen, oder es wird nie einen freien Balkan geben!« Die Komintern/ML bekundete ihre volle Sympathie und tatkräftige Unterstützung : »Die Losung der Komintern/ML: »Rote Interbrigaden in den Kosova!« drückte dies am besten aus.
Die Imperialisten der NATO-Länder haben sich also nicht zum ersten Mal in der Geschichte im Balkan wieder einmal gehörig die Finger verbrannt, und nachdem sie sich selber immer tiefer in den Schlammassel hineinmanövriert haben, haben sie es mit der Angst bekommen. Wie konnte es geschehen, dass die albanischen Freiheitskämpfer im ärmsten Teil Europas so erfolgreich sind? Weil sie (- ebenso wie die Arbeiter und Bauern in Russland, dem damals rückständigsten Land Europas, die Lehren der einst marxistischen deutschen Arbeiterbewegung in der Oktoberrevolution übernommen und richtig angewandt haben -) heldenhaft dafür kämpfen, die Lehren Enver Hoxhas über den Antifaschistischen Nationalen Befreiungskampf und seine Verwandlung in eine Volksrevolution erfolgreich anzuwenden. Die Imperialisten fürchten die anti-imperialistische Verbrüderung der Balkanvölker, verstärken den Druck auf sie und schüren die Widersprüche gegeneinander. Ferner schickten sie die verschiedensten revisionistischen Strömungen ins Gefecht, nachdem sie den Tito-Sozialfaschismus verfaulen ließen, was folgerichtig nationale Befreiungsbewegungen, eine hochexplosive revolutionäre Lage im Balkan hervorrief, die sie nun mit Gewalt und Subversion auszulöschen versuchen und dabei jede internationalistische Annäherung and diese revolutionäre Bewegung zu verhindern und die Organisierung der Solidarität des Weltproletariats durch bürgerlichen und kleinbürgerlichen Nationalismus zu unterlaufen. Erinnerungen an die II. Internationale werden wieder wach, wenn sich »Marxisten-Leninisten« nennende Opportunisten den revolutionären Befreiungskampf der Albaner als »pro-imperialistisch« anprangern und die wahren Marxisten-Leninisten, die diesen Kampf als einzige unterstützen, als »Sektierer« und »verlängerter Arm der NATO« verurteilen. Die rechten und »linken« Opportunisten der ganzen Welt unterstützen heute die jugoslawischen Sozialfaschisten gegen die Albaner, weil die nicht in die sogenannte »Anti-NATO-Front« hineinpassen. Anti-Imperialismus in Worten und die Albaner international im Stich lassen und verraten, das ist also derselbe lebendig gebliebene Geist der II. Internationale. Die Imperialisten haben erkannt, dass sie die kapitalistische Welt vor diesem Ansteckungsherd des Weltkommunismus retten müssen - vergeblich, denn je mehr ihre Propagandamaschinerie von den vor sich gehenden Siegen der Albaner abzulenken versucht, um so mehr rühren sie unbeabsichtigt die Werbetrommel für deren revolutionären Befreiungskampf. Und je tollwütiger sie und ihre revisionistischen Agenturen über die albanischen »Terroristen« herziehen, die sich aus den kapitalistischen Ketten zu befreien versuchen, desto mehr Sympathien gewinnt dieser Befreiungskampf nicht nur bei den Albanern, sondern in der ganzen Welt. Die ach so »zivilisierten« Imperialisten haben Angst vor einem kleinen Volk, das sie aus den Häusern und deren Familien sie vertrieben und ruiniert haben, das sie vor den Augen der Welt hungern und frieren ließen und deren Heimat sie zum Schlachtfeld und zum Armenhaus Europas gemacht haben. Ausgerechnet sie sind es, die den Albanern vorwerfen, sie würden andere Völker terrorisieren und abschlachten. Das sozialfaschistische System Milosevic, von dem sich die jugoslawischen Völker befreien, ist nicht aus dem Sozialismus hervorgegangen, sondern aus dem Tito-Revisionismus, dem Dollar gefütterten Kind des Weltimperialismus, das der Spaltung und Schwächung der Kommunistischen Weltbewegung diente und das von den Imperialisten heute unter »demokratischem-westlichen« Deckmantel weiter gepäppelt wird als Bollwerk gegen die Revolution im Balkan. Diese zivilisierten »Gipfelländer« meinen, mit ihrer weltumspannenden »Zivilisation« die von ihnen geknechteten Völker »beglücken« zu müssen und dafür aussaugen zu dürfen und notfalls ihre »demokratische Weltordnung« als frohe Botschaft mit ein Paar Bomben zu »schmücken«, falls man Freiheit nicht für einen Koffer voll Dollars abkaufen kann. Wenn sich ein Volk gegen den Imperialismus mutig erhebt und sich »erdreistet«, sich gegenüber der allmächtigen imperialistischen »Großzügigkeit« als »undankbar« zu erweisen und sich auf keinen Fall vor den Karren spannen lässt, dann fällt das imperialistische Friedensgesäusel wie ein Kartenhaus zusammen, dann zeigen sie ihr wahres Gesicht und schwingen den Weltpolizeiknüppel, fallen sie alle geschlossen über die UCK her und beschimpfen sie als »Terroristen«, »Partikularisten«, »Separatisten« etc.
Vom militärischen Standpunkt aus gesehen ist der Kosova ein »Zwerg« gegen die NATO, aber vom revolutionären Standpunkt aus gesehen ein David gegenüber einem Goliath. Der Kosova ist keine afrikanische Neo-Kolonie, wo man den einheimischen Diktatoren für ein paar Dollars oder Euro´s Millionen Menschen abschlachten lässt, um reibungslos die Neo-Kolonien weiter auszubeuten. Im Kosova kamen die NATO-Soldaten mit dem revolutionären Befreiungskrieg in Berührung, und das Ergebnis ist Zersetzung. Das ist keine leere Phrase, sondern Tatsache, denn NATO-Soldaten haben die Gewehre umgedreht und die Fronten gewechselt, kämpften auf der Seite der UCK, wenn auch vereinzelt.
»In dem Augenblick, in dem der Soldat zur Besinnung kommt und zu begreifen beginnt, dass er einzig und allein um die Interessen der Bourgeoisie willen in den Tod gejagt oder zum Krüppel geschossen wird, muss unter den Massen unbedingt Zersetzung um sich greifen« (Lenin, Bd. 28, Seite 69, dt. Ausgabe).
Wenn die NATO anfängt, die Rolle der Würger und Henker der europäischen Völker zu spielen, wird dies unweigerlich das europäische - und nicht nur das europäische - Proletariat GEGEN die NATO lenken und dieser Kampf hat unter den NATO-Soldaten selbst schon begonnen, wenn sie sich darüber bewusst geworden sind, dass sie ihr Leben nur dafür bezahlen sollen, den Imperialisten die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Wenn sich die US-Imperialisten zum Henker und Gendarm Europas aufgemacht haben - und sie haben damit nicht erst im Kosova begonnen - dann wird das sicherlich beitragen zu ihrem politischen Zusammenbruch, auch wenn sie sich über die NATO geschickt der europäischen Imperialisten bedienen, sich über sie hinwegsetzen und ihnen dafür einen Balkanhappen abtreten. Erstens wird das den Appetit der starken europäischen Imperialisten anregen, werden sie den vereinigten Europakuchen um so rascher neu untereinander aufzuteilen versuchen, und zweitens wird sich der US-Imperialismus als Gegenleistung einen größeren Happen gegenüber den europäischen Imperialisten irgendwo anders auf der Welt genehmigen. Mit dem Befreiungskampf im Kosova sind wir der europäischen und somit auch der internationalen Revolution nie näher gekommen als jetzt, und genau das ist es, weswegen wir die solidarische Unterstützung der Albaner nicht aufgeben oder einschränken werden, sondern unsere Solidarität verstärken, denn der Kampf ist im Kosova noch lange nicht entschieden. Die Imperialisten können um den Kosova eine chinesische Mauer errichten, sie würden trotzdem nicht verhindern, dass der revolutionäre »Bazillus« der Befreiung ganz Europas durch sie hindurch dringt und die Arbeiter Europas »ansteckt«. Die Imperialisten verhängen ihre Militärzensur über die revolutionären Ereignisse im Kosova - wie in der ganzen Welt. Aber die Wahrheit lässt sich nicht zensieren, sie wird auch in den Rücken der Imperialisten gelangen, nämlich dorthin, wo das einheimische Proletariat steht. Und ihre Lügen, die sie über den Erdball verbreiten, werden in ihrem eigenen Land bestraft werden! Die internationale Demagogie geht mit jeder skandalösen Aufdeckung von Ungereimtheiten der Militärzensur Stück für Stück ihrem Untergang entgegen, indem sie ihre Glaubwürdigkeit einbüßt, ihre Wirkung verfehlt und zum Bumerang wird.
Die Komintern/ML begreift den Befreiungskampf der Kosova-Albaner, den Befreiungskampf der Balkanvölker als Teil des Kampfes gegen den Weltimperialismus und seine Lakaien. So, wie die Komintern/ML die Revolutionäre im Kosova unterstützt, solidarisiert sie sich auch mit den revolutionären Kämpfern in allen anderen Ländern als Teil des gemeinsamen, internationalen Kampfes, als Teil des gesamten Kampfes gegen den Weltimperialismus. Schaffung eines Generalstabs als vereinigte, organisierte Kraft aller internationalistischen Kämpfer zur weltweiten Mobilisierung der Millionenmassen gegen den Weltimperialismus, das ist die Aufgabe, die sich die entstehenden marxistisch-leninistischen Parteien als Sektionen der Komintern/ML heute stellen und die sie lösen werden. Zu glauben, dass die sozialistische Revolution denkbar ist ohne Aufstände kleinerer Nationen in Europa oder anderswo, heisst nichts anderes als die sozialistische Revolution zu leugnen, denn wer eine `reine` sozialistische Revolution propagiert, der wird sie niemals erreichen. So kann man sich getrost als Befürworter der sozialistischen Revolution ausgeben, ohne in Wahrheit ein Revolutionär zu sein. Lenin wies darauf hin:
»Die Dialektik der Geschichte ist derart, dass die kleinen Nationen, die als selbständiger Faktor im Kampf gegen den Imperialismus machtlos sind, die Rolle eines der Fermente, eines der Bazillen spielen, die den wahren Gegenspieler des Imperialismus, das sozialistische Proletariat, auf den Plan treten helfen.« (Lenin, Bd. 22, Seite 366)
Die Komintern/ML wäre eine schlechte Internationale, wenn wir es nicht verstehen, die albanische Befreiungsbewegung sowohl gegen die jugoslawische Bourgeoisie als auch gegen die Besatzung der NATO zur Verschärfung der revolutionären Krise und Ausbreitung der Krise, d.h. für die sozialistische Weltrevolution, auszunutzen - selbst dann, wenn es uns nicht gelingt, den Zeitpunkt des nationalen Befreiungskampfes der Albaner mit dem Zeitpunkt der Reifegrade der europäischen proletarischen Revolutionen in Übereinstimmung zu bringen.
»Der Kapitalismus ist nicht so harmonisch aufgebaut, dass die verschiedenen Aufstandsherde sich von selbst, ohne Misserfolge und Niederlagen, sogleich miteinander vereinigen könnten. Im Gegenteil, gerade der Umstand, dass die Aufstände zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten ausbrechen, dass sie verschieden geartet sind, gewährleistet die Breite und Tiefe der allgemeinen Bewegung; nur in unzeitgemäßen, partiellen, zersplitterten und daher erfolglosen revolutionären Bewegungen werden die Massen Erfahrung erwerben, werden sie lernen, Kräfte sammeln, ihre wahren Führer, die sozialistischen Proletarier, erkennen und dadurch den allgemeinen Ansturm vorbereiten.« (Lenin, Bd. 22, Seite 366, dt. Ausgabe)
»Wollen wir den Sozialismus nicht preisgeben, so müssen wir jeden Aufstand gegen unseren Hauptfeind, die Bourgeoisie der `Groß`mächte, unterstützen, wenn es nicht ein Aufstand einer reaktionären Klasse ist.« (ebenda S.339)
Und man wird nicht allen Ernstes behaupten können, dass es sich im Kosova- Befreiungskampf um die Befreiung einer reaktionären Klasse handelt. Also:
»Lehnen wir die Unterstützung eines Aufstandes annektierter Gebiete ab, so werden wir - objektiv - zu Annexionisten. Gerade in der ' Ära des Imperialismus` , die die Ära der beginnenden sozialistischen Revolution ist, wird das Proletariat mit besonderer Energie heute den Aufstand der annektierten Gebiete unterstützen, um bereits morgen oder gar zur gleichen Zeit die durch einen solchen Aufstand geschwächte Bourgeoisie der `Groß`macht anzugreifen« (ebenda S. 399).
»Nationale Kriege gegen imperialistische Mächte sind nicht nur möglich und wahrscheinlich, sie sind unvermeidbar, sie sind fortschrittlich und revolutionär« (ebenda S. 318).
4.
Die proletarische Weltrevolution
Ihr ganzes politisches Denken und Handeln, ihre gesamte hingebungsvolle Arbeit, die Mobilisierung und Ausschöpfen ihrer Energie und all ihrer Kräfte (- ohne dabei die größten Opfer zu scheuen -), die ganze Daseinsberechtigung, der einzige Sinn und Zweck der Komintern/ML ist nur auf die Verwirklichung eines einzigen Zieles ausgerichtet, nämlich: die proletarische, sozialistische Weltrevolution zum Sieg zu führen, zu einer welthistorischen Tatsache der endgültigen Befreiung der Menschheit zu machen. Wir glauben an die Weltrevolution, weil sie kommen wird.
Mit der Weltrevolution betritt die Menschheit die Schwelle zum Kommunismus. Die Weltrevolution ist das größte, das einzige und letzte, das entscheidende und entschiedenste, das komplizierteste und schwierigste, das anstrengendste und schmerzlichste Tor, durch das die ganze Menschheit aus ihrer Vorgeschichte in die wahre Menschheitsgeschichte vordringt und vordrängt, um von der ersten Stufe des Weltsozialismus zu den nächsten Stufen des Kommunismus emporzusteigen, in der die Gemeinschaft schließlich die persönliche Freiheit auch des letzten Menschen dieser Erde hergestellt hat und damit jeder einzelne Mensch in Freiheit leben und sich selbst emanzipieren kann in einer menschlichen neuen Weltgemeinschaft.
»Die gewaltige, in der Welt noch nie dagewesene Befreiungsbewegung einer unterdrückten Klasse, der revolutionärsten Klasse der Geschichte, ist u n m ö g l i c h ohne revolutionäre Theorie. Sie kann nicht ausgedacht werden, sie w ä c h s t h e r a n aus der Gesamtheit der revolutionären Erfahrungen und der revolutionären Ideen a l l e r L ä n d e r d e r W e l t.« (Lenin Bd. 21, Seite 358, dt. Ausgabe).
Eine solche Theorie ist der Marxismus-Leninismus. Sie wird nicht mit dem Revisionismus sterben, sondern im Kampf gegen ihn weiter leben, solange alle Marxisten-Leninisten der Welt an der Fortsetzung der Ausarbeitung und Anwendung der weltrevolutionären Theorie teilnehmen, indem wir heute gemeinsam einen schonungslosen Kampf gegen ihre revisionistische Verunstaltung führen.
»Wie die Bourgeoisie nicht sterben wird, solange man sie nicht stürzt, so wird auch die von der Bourgeoisie genährte und unterstützte (politisch-ideologische) Strömung, die die Interessen der kleinen Gruppe von Intellektuellen und Aristokraten der Arbeiterklasse, die sich mit der Bourgeoisie verbündet hat, zum Ausdruck bringt, nicht sterben, wenn man sie nicht ´totschlägt ´, d.h. nicht stürzt, nicht j e d e n Einflusses auf das sozialistische Proletariat beraubt«. (Lenin, Bd. 21, Seite 359)
Geleitet von den Grundthesen der marxistischen Revolutionstheorie, erarbeitete Lenin die wissenschaftliche Theorie der Weltrevolution für die gesamte Epoche des Imperialismus, die wir zur Grundlage unserer Generallinie machen. Wir fassen die revolutionäre Weltbewegung dialektisch, als einheitlichen, komplizierten, komplexen Prozess auf. Wir analysieren die Rolle und Besonderheiten der Triebkräfte der Weltrevolution und die Wechselwirkung ihrer Hauptströme, schaffen die theoretischen Grundlagen für die Festigung der Einheit und Verstärkung des Zusammenwirkens aller Hauptströme des revolutionären Weltprozesses. Wir analysieren die Bedingungen und Voraussetzungen für eine revolutionäre Situation als dialektische Einheit aller objektiven und subjektiven Faktoren nicht nur in den einzelnen Ländern, sondern vor allem auch im Weltmaßstab. Wir arbeiten nicht nur die Strategie und Taktik der Vorbereitung, Durchführung und Absicherung der proletarischen Weltrevolution aus, sondern lenken dabei stets unser Augenmerk auf das anzustrebende Ziel - der Verwirklichung des Weltsozialismus. Um das Heranwachsen, das Tempo, die Elastizität und die Durchschlagkraft der Weltrevolution in der Breite und in der Tiefe optimal, effektiv und nachhaltig zu beeinflussen, muss das Weltproletariat mit Hilfe der Komintern/ML die marxistisch-leninistische Theorie der Weltrevolution unabdingbar schöpferisch weiterentwickeln und wissenschaftlich auf die Höhe unserer Zeit heben. Der dialektische Materialismus ist der Schlüssel, mit dem wir uns Aufschluss verschaffen müssen über die Ereignisse, über den Prozess der internationalen Klassenkampfbewegung, ihre Bedeutung für den weltrevolutionären Prozess, um gezielter und konkreter auf die Weltrevolution hinarbeiten zu können. Ohne die Theorie der Weltrevolution Stück für Stück weiter zu entwickeln, werden wir auch nicht Schritt für Schritt die Welt revolutionär verändern. Es werden sich dann die revisionistischen »Weltrevolutionstheorien« ausbreiten, wenn wir ihnen nicht unverzüglich und unversöhnlich entgegentreten, um ihren Einfluss in der Arbeiterweltbewegung auf revolutionäre Weise zu vertilgen. Die Revolutionstheorie des Marxismus-Leninismus ist keine künstliche Konstruktion irgendeines Hebels, mit dem die Menschheit aufgescheucht, umgekrempelt und entwurzelt werden soll. Die Weltrevolution wird der Wirklichkeit nicht zur Beglückung der Arbeiter aufgezwungen. Sie ist kein willkürliches Instrument, um mit einer neuen Weltherrschaft auf die derzeitigen und historischen Grausamkeiten des Weltimperialismus zu antworten, ja diese gar noch übertrumpfen zu wollen. Die Weltrevolution ist NICHT das berühmte kommunistische Gespenst, das um die Welt geistert, um Angst und Schrecken zu verbreiten. Das Weltproletariat und die werktätigen Massen der ganzen Welt werden s e l b e r das letzte Gespenst auf der Erde, den Weltimperialismus, erwürgen, und es wird dadurch überhaupt keine einzige herrschende Klasse mehr die Welt jemals erwürgen k ö n n e n.
»Die Revolutionen der Vergangenheit endeten gewöhnlich damit, dass am Regierungsruder eine Ausbeutergruppe durch eine andere Ausbeutergruppe abgelöst wurde. Die Ausbeuter wechselten, die Ausbeutung blieb. So war es zur Zeit der Sklavenrevolutionen, der Revolutionen der Leibeigenen, der Revolutionen der Handels- und Industriebourgeoisie. Die Oktoberrevolution unterscheidet sich grundsätzlich von diesen Revolutionen. Sie setzt sich nicht das Ziel, eine Ausbeutungsform durch eine andere Ausbeutungsform, eine Ausbeutungsgruppe durch eine andere Ausbeutungsgruppe zu ersetzen, sondern jede Ausbeutung des Menschen durch den Menschen zu beseitigen, alle und jede Ausbeutergruppen zu stürzen« (Stalin, Bd. 10, Seite 146, »Der internationale Charakter der Oktoberrevolution«, dt. Ausgabe).
Mit dem Weltimperialismus endet die letzte Klassengesellschaft der Welt, wird die Klassengesellschaft für immer abgeschafft. Das ist ein objektives Gesetz der gesellschaftlichen Entwicklung in der Menschheitsgeschichte, das unabhängig vom menschlichen Willen wirksam ist, dem trägt die Weltrevolution Rechnung - und nichts anderem -
»Um die Revolution wirklich marxistisch, vom Standpunkt des dialektischen Materialismus aus zu beurteilen, muss man sie als Kampf lebendiger gesellschaftlicher Kräfte betrachten, die in bestimmte objektive Bedingungen versetzt sind, in bestimmter Weise wirken und mit größerem oder geringerem Erfolg die einen oder anderen Kampfformen anwenden« (Lenin, Bd. 15, Seite 44, dt. Ausgabe).
»Die Hauptaufgabe der Taktik des Proletariats bestimmte Karl Marx in strenger Übereinstimmung mit allen Leitsätzen seiner materialistisch-dialektischen Weltanschauung. Nur die objektive Berücksichtigung der Gesamtheit der Wechselbeziehungen ausnahmslos aller Klassen einer gegebenen Gesellschaft, und folglich die Berücksichtigung der objektiven Entwicklungsstufe dieser Gesellschaft, wie auch die Wechselbeziehungen zwischen ihr und anderen Gesellschaften, kann als Grundlage für eine richtige Taktik der fortgeschrittenen Klasse dienen. Dabei werden alle Klassen und alle Länder nicht in ihrer Statik, sondern in ihrer Dynamik betrachtet, d.h. nicht im starren Zustand, sondern in der Bewegung, (deren Gesetze den ökonomischen Existenzbedingungen jeder Klasse entspringen).« (Lenin, Bd. 21, Seite 64 dt. Ausgabe, »Karl Marx«)
»Auf jeder Entwicklungsstufe, in jedem Moment, muss die Taktik des Proletariats diese objektiv unvermeidliche Dialektik der menschlichen Geschichte berücksichtigen, indem sie einerseits die Epochen der politischen Stagnation oder der schneckenhaft langsamen, sogenannten ´ friedlichen ` Entwicklung ausnutzt, um das Bewusstsein, die Kraft und Kampffähigkeit der fortgeschrittenen Klasse zu entwickeln, und indem sie andererseits diese ganze Arbeit auf das ´Endziel´ der Bewegung der betreffenden Klasse ausgerichtet und darauf einstellt, diese Klasse zur praktischen Lösung der großen Aufgaben in den großen Tagen zu befähigen, ´worin sich 20 Jahre zusammen fassen´«. (ebenda)
Das große, weltgeschichtliche Verdienst der 5 Klassiker besteht darin, dass sie den Proletariern aller Länder ihre Rolle, ihre Aufgabe, ihre Berufung aufgezeigt haben: sich als erste zum revolutionären Kampf gegen das Kapital zu erheben und in diesem Kampf alle Werktätigen und Ausgebeuteten um sich zu vereinigen.
Die Generallinie stützt sich auf die grundlegenden, allgemein gültigen Lehrsätze der marxistisch-leninistischen Revolutionstheorie, die in den folgenden Klassikerzitaten zusammengestellt sind:
Klassikerzitate der marxistisch-leninistischen Revolutionstheorie
»Die gesellschaftlich wirksamen Kräfte wirken ganz wie die Naturkräfte: blindlings, gewaltsam, zerstörend, solange wir sie nicht erkennen und nicht mit ihnen rechnen. Haben wir sie aber einmal erkannt, ihre Tätigkeit, ihre Richtungen, ihre Wirkungen begriffen, so hängt es nur von uns ab, sie mehr und mehr unserem Willen zu unterwerfen und vermittels ihrer unsere Zwecke zu erreichen. Und ganz besonders gilt dies von den heutigen gewaltigen Produktivkräften. Solange wir uns hartnäckig weigern, ihre Natur und ihren Charakter zu verstehen - und gegen dieses Verständnis sträubt sich die kapitalistische Produktionsweise und ihre Verteidiger -, solange wirken diese Kräfte sich aus, trotz uns, gegen uns, solange beherrschen sie uns. Aber einmal in ihrer Natur begriffen, können sie in den Händen der assoziierten Produzenten aus dämonischen Herrschern in willige Diener verwandelt werden. Mit dieser Behandlung der heutigen Produktivkräfte.. tritt an die Stelle der gesellschaftlichen Produktionsanarchie eine gesellschaftlich-planmäßige Regelung der Produktion nach den Bedürfnissen der Gesamtheit wie jedes einzelnen. Damit wird die knechtende Aneignungsweise, in der das Produkt zuerst den Produzenten, dann aber auch den Aneigner knechtet, ersetzt durch die in der Natur der modernen Produktionsmittel selbst begründete Aneignungsweise der Produkte: einerseits direkt gesellschaftliche Aneignung als Mittel zur Erhaltung und Erweiterung der Produktion, andererseits direkt individuelle Aneignung als Lebens- und Genussmittel. Indem die kapitalistische Produktionsweise mehr und mehr die große Mehrzahl der Bevölkerung in Proletarier verwandelt, schafft sie die Macht, die diese Umwälzung, bei Strafe des Untergangs, zu vollziehen genötigt ist... Die Besitzergreifung der sämtlichen Produktionsmittel durch die Gesellschaft hat, seit dem geschichtlichen Auftreten der kapitalistischen Produktionsweise, einzelnen wie ganzen Sekten öfters mehr oder weniger unklar als Zukunftsideal vorgeschwebt. Aber sie konnte erst möglich, erst geschichtliche Notwendigkeit werden, als die tatsächlichen Bedingungen ihrer Durchführung vorhanden waren. Sie, wie jeder andere gesellschaftliche Fortschritt, wird ausführbar nicht durch die gewonnene Einsicht, dass das Dasein der Klassen der Gerechtigkeit, der Gleichheit etc. widerspricht, nicht durch den bloßen Willen, diese Klassen abzuschaffen, sondern durch gewisse neue ökonomische Bedingungen.... Erst von da an werden die Menschen ihre Geschichte mit vollem Bewusstsein selbst machen, erst von da an werden die von ihnen in Bewegung gesetzten gesellschaftlichen Ursachen vorwiegend und in stets steigendem Maße auch die von ihnen gewollten Wirkungen haben...” (MEW Bd. 20, Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft, S. 222, 223, 224, 226, dt. Ausgabe)
»Die eigne Vergesellschaftung der Menschen, die ihnen bisher als von der Natur und Geschichte oktroyiert gegenüberstand, wird jetzt ihre eigene freie Tat... Es ist der Sprung der Menschheit aus dem Reiche der Notwendigkeit in das Reich der Freiheit. Diese weltbefreiende Tat durchzuführen, ist der geschichtliche Beruf des modernen Proletariats. Ihre geschichtlichen Bedingungen und damit ihre Natur selbst zu ergründen, und so der zur Aktion berufenen, heute unterdrückten Klasse die Bedingungen und die Natur ihrer eigenen Aktion zum Bewusstsein zu bringen; ist die Aufgabe des theoretischen Ausdrucks der proletarischen Bewegung, des wissenschaftlichen Sozialismus« (MEW, Bd. 20, Anti-Dühring, Seite 264/265, dt. Ausgabe)
»Die scheinbare Gemeinschaft, zu der sich bisher die Individuen vereinigten, verselbständigte sich stets ihnen gegenüber und war zugleich, da sie eine Vereinigung einer Klasse gegenüber einer anderen war, für die beherrschte Klasse nicht nur eine ganz illusorische Gemeinschaft, sondern auch eine neue Fessel. In der wirklichen Gemeinschaft erlangen die Individuen in und durch ihre Assoziation zugleich ihre Freiheit. ... Diese Subsumtion der Individuen unter bestimmte Klassen kann nicht eher aufgehoben werden, als bis sich eine Klasse gebildet hat, die gegen die herrschende Klasse kein besonderes Klasseninteresse mehr durchzusetzen hat... die Proletarier müssen, um persönlich zur Geltung zu kommen, ihre eigne bisherige Existenzbedingung, die zugleich die der ganzen bisherigen Gesellschaft ist, die Arbeit, aufheben. Sie befinden sich daher auch im direkten Gegensatz zu der Form, in der die Individuen der Gesellschaft sich bisher einen Gesamtausdruck gaben, zum Staat, und müssen den Staat stürzen, um ihre Persönlichkeit durchzusetzen.« (Marx/Engels, Deutsche Ideologie, Werke Band 3, Seite 74, 75, 77, dt. Ausgabe)
»Das Proletariat ergreift die öffentliche Gewalt und verwandelt kraft dieser Gewalt die den Händen der Bourgeoisie entgleitenden gesellschaftlichen Produktionsmittel in öffentliches Eigentum. Durch diesen Akt befreit es die Produktionsmittel von ihrer bisherigen Kapitaleigenschaft und gibt ihrem gesellschaftlichen Charakter volle Freiheit, sich durchzusetzen. Eine gesellschaftliche Produktion nach vorher bestimmten Plan wird nunmehr möglich. Die Entwicklung der Produktion macht die fernere Existenz verschiedener Gesellschaftsklassen zu einem Anachronismus. In dem Maße wie die Anarchie der gesellschaftlichen Produktion schwindet, schläft auch die politische Autorität des Staates ein. Die Menschen, endlich Herren ihrer eigenen Art der Vergesellschaftung, werden damit zugleich Herren der Natur, Herren ihrer selbst - frei.« (MEW, Bd. 20, Seite 620, dt. Ausgabe, Materialien zum Anti-Dühring [Bd. 19, S. 227/228]).
»Bis zu einer gewissen Periode vollziehen sich die Entwicklung der Produktivkräfte und die Veränderungen auf dem Gebiete der Produktionsverhältnisse als elementarer Prozess, unabhängig vom Willen der Menschen. Aber dies nur bis zu einem gewissen Augenblick, bis zu dem Augenblick, wo die neu entstandenen und sich entwickelnden Produktivkräfte die notwendige Reife erlangt haben. Nachdem die neuen Produktivkräfte ausgereift sind, verwandeln sich die bestehenden Produktionsverhältnisse und ihre Träger, die herrschenden Klassen, in das `unüberwindliche` Hindernis, das nur aus dem Wege geräumt werden kann durch die bewußte Tätigkeit der neuen Klassen, durch gewaltsame Handlungen dieser Klassen, durch die Revolution... Der elementare Entwicklungsprozess macht der bewußten Tätigkeit der Menschen Platz, die friedliche Entwicklung der gewaltsamen Umwälzung, die Evolution der Revolution.« (Stalin, Dialektischer und Historischer Materialismus).
oder das bekannteste Zitat von Marx:
»Auf einer gewissen Stufe ihrer Entwicklung geraten die materiellen Produktivkräfte der Gesellschaft in Widerspruch mit den vorhandenen Produktionsverhältnissen oder, was nur ein juristischer Ausdruck dafür ist, mit den Eigentumsverhältnissen, innerhalb deren sie sich bisher bewegt hatten. Aus Entwicklungsformen der Produktivkräfte schlagen diese Verhältnisse in Fesseln derselben um. Es tritt dann eine Epoche sozialer Revolution ein. Mit der Veränderung der ökonomischen Grundlage wälzt sich der ganze ungeheure Überbau langsamer oder rascher um... Die bürgerlichen Produktionsverhältnisse sind die letzte antagonistische Form des gesellschaftlichen Produktionsprozesses, antagonistisch nicht im Sinne von individuellem Antagonismus, aber die im Schoß der bürgerlichen Gesellschaft sich entwickelnden Produktivkräfte schaffen zugleich die materiellen Bedingungen zur Lösung dieses Antagonismus« (Marx, »Zur Kritik der Politischen Ökonomie, 1859)
Die Perspektive der Weltrevolution, der gewaltigsten Revolution aller Zeiten, eröffnet sich uns also sofort bei weiterem Verfolgen unserer materialistischen Geschichtsauffassung und bei ihrer Anwendung auf unsere Gegenwart. Das Proletariat spielt dabei eine welthistorische Rolle nicht nur als Totengräber der alten Welt, sondern als Erbauer einer neuen Welt. Was Marx und Engels im Kommunistischen Manifest formulierten, trifft heute im Weltmaßstab exakt zu, dass nämlich die »neue« Weltordnung des Imperialismus sich bereits historisch als unfähig erwiesen hat, als herrschende Ordnung der heutigen Welt fort zu bestehen, weil sich die herrschende Klasse längst den Boden unter den Füßen weggezogen hat und in eine ausweglose Lage geraten ist:
»Der moderne Arbeiter... statt sich mit dem Fortschritt der Industrie zu heben, sinkt immer tiefer unter die Bedingungen seiner eigenen Klasse herab. Der Arbeiter wird zum Pauper, und der Pauperismus entwickelt sich noch schneller als Bevölkerung und Reichtum. Es tritt hiermit offen hervor, dass die Bourgeoisie unfähig ist, noch länger die herrschende Klasse der Gesellschaft zu bleiben und die Lebensbedingungen ihrer Klasse der Gesellschaft als regelndes Gesetz aufzuzwingen. Sie ist unfähig zu herrschen, weil sie unfähig ist, ihrem Sklaven die Existenz selbst innerhalb seiner Sklaverei zu sichern, weil sie gezwungen ist, ihn in eine Lage herabsinken zu lassen, wo sie ihn ernähren muss, statt von ihm ernährt zu werden. Die Gesellschaft kann nicht mehr unter ihr leben, d.h. ihr Leben ist nicht mehr verträglich mit der Gesellschaft.
Die wesentliche Bedingung für die Existenz und für die Herrschaft der Bourgeoisieklasse ist die Anhäufung des Reichtums in den Händen von Privaten, die Bildung und Vermehrung des Kapitals; die Bedingung des Kapitals ist die Lohnarbeit. Die Lohnarbeit beruht ausschließlich auf Konkurrenz der Arbeiter unter sich. Der Fortschritt der Industrie, dessen willenloser Träger die Bourgeoisie ist, setzt an die Stelle der Isolierung der Arbeiter durch die Konkurrenz ihre revolutionäre Vereinigung durch die Assoziation. Mit der Entwicklung der großen Industrie wird also unter den Füßen der Bourgeoisie die Grundlage selbst hinweg gezogen, worauf sie produziert und die Produkte sich aneignet. Sie produziert vor allem ihren eigenen Totengräber. Ihr Untergang und der Sieg des Proletariats sind gleichsam unvermeidlich« (MEW, Bd. 4, Seite 474, Manifest der Kommunistischen Partei).
Die objektive und geschichtliche Tendenz der kapitalistischen Akkumulation, so wies Karl Marx im »Kapital« nach, führt zwangsläufig zur schließlichen Aufhebung des kapitalistischen Privateigentums an den Produktionsmitteln. Mit der Weltrevolution entsprechen wir dieser objektiven Gesetzmäßigkeit, wenden wir sie an, richten wir unser ganzes revolutionäres Handeln und Streben als geschichtliche Notwendigkeit und Aufgabe darauf aus, mobilisieren wir die revolutionären Triebkräfte für die Umwälzung der Gesellschaft, bringen wir die Weltrevolution mit den objektiven Entwicklungsgesetzen der Gesellschaft in Übereinstimmung, um diese schneller, besser, tiefer, sicherer, gründlicher, optimaler usw., usf. wirksam werden zu lassen im Interesse und für den Fortschritt der Menschheit.
»Weil die Lage der Arbeiter aller Länder dieselbe, weil ihre Interessen dieselbe, ihre Feinde dieselben sind, darum müssen sie auch zusammen kämpfen, darum müssen sie der Verbrüderung der Bourgeoisie aller Länder eine Verbrüderung der Arbeiter aller Völker entgegenstellen« (MEW, Bd. 4, Seite 418, dt. Ausgabe).
»Das Proletariat vereint im Kampfe gegen die Bourgeoisie sich notwendig zur Klasse, macht sich durch eine Revolution zur herrschenden Klasse und hebt als herrschende Klasse gewaltsam die Produktionsverhältnisse auf« (Marx/Engels, Kommunistisches Manifest)
»Es existiert ... eine gewisse Art Verbrüderung der Unterdrücker gegen die Unterdrückten, der Exploiteurs gegen die Exploitierten. Weil die Bourgeoisieklasse eines Landes gegen die Proletarier desselben Landes vereinigt und verbrüdert ist, trotz der Konkurrenz und des Kampfes der Mitglieder der Bourgeoisie unter sich selbst, so sind die Bourgeoisie aller Länder gegen die Proletarier aller Länder verbrüdert und vereinigt, trotz ihrer wechselseitigen Bekämpfung und Konkurrenz auf dem Weltmarkte. Damit die Völker sich wirklich vereinigen können, muss ihr Interesse ein gemeinschaftliches sein. Damit ihr Interesse gemeinschaftlich sein könne, müssen die jetzigen Eigentumsverhältnisse abgeschafft sein, denn die jetzigen Eigentumsverhältnisse bedingen die Exploitation der Völker unter sich: die jetzigen Eigentumsverhältnisse abzuschaffen, das ist nur das Interesse der arbeitenden Klasse. Sie allein hat auch die Mittel dazu. Der Sieg des Proletariats über die Bourgeoisie ist zugleich der Sieg über die nationalen und industriellen Konflikte, die heutzutage die verschiedenen Völker feindlich einander gegenüberstellen. Der Sieg des Proletariats über die Bourgeoisie ist darum zugleich das Befreiungssignal aller unterdrückten Nationen.. Der Verlust der alten Gesellschaft ist... kein Verlust für die, die nichts in der alten Gesellschaft zu verlieren haben, und in allen jetzigen Ländern ist dies der Fall für die große Mehrzahl. Sie haben vielmehr alles zu gewinnen durch den Untergang der alten Gesellschaft, welcher die Bildung einer neuen, nicht mehr auf Klassengegensätzen beruhenden Gesellschaft bedingt« (MEW, Bd. 4, Seite 416/417, dt. Ausgabe).
»Das Proletariat wird seine politische Herrschaft dazu benutzen, der Bourgeoisie nach und nach alles Kapital zu entreißen, alle Produktionsinstrumente in den Händen des Staates d.h., des als herrschende Klasse organisierten Proletariats zu zentralisieren und die Masse der Produktivkräfte möglichst rasch zu vermehren« (Marx/Engels, Kommunistisches Manifest).
»Der Leninismus ist der Marxismus der Epoche des Imperialismus und der proletarischen Revolution. Genauer: der Leninismus ist die Theorie und Taktik der proletarischen Revolution im allgemeinen, die Theorie und Taktik der Diktatur des Proletariats im besonderen« (Stalin, Bd. 8, Seite 12, dt. Ausgabe).
Lenin charakterisierte die Merkmale der proletarischen Revolution wie folgt:
» `Möge zuerst, bei Aufrechterhaltung des Privateigentums, das heißt bei Aufrechterhaltung der Macht und des Jochs des Kapitals, die Mehrheit der Bevölkerung für die Partei des Proletariats aussprechen - dann erst kann und darf sie die Macht übernehmen` - sagen die kleinbürgerlichen Demokraten, die faktischen Lakaien der Bourgeoisie, die sich `Sozialisten nennen` .
`Möge zuerst das revolutionäre Proletariat die Bourgeoisie stürzen, das Joch des Kapitals abschütteln, den bürgerlichen Staatsapparat zerschlagen - dann wird das siegreiche Proletariat rasch die Sympathien und die Unterstützung der Mehrheit der werktätigen nichtproletarischen Massen für sich gewinnen können, indem es sie auf Kosten der Ausbeuter zufriedenstellt`- sagen wir.
Um die Macht der Bevölkerung für sich zu gewinnen, führte Lenin weiter aus, muss das Proletariat erstens die Bourgeoisie stürzen und die Staatsmacht erobern; es muss zweitens die Sowjetmacht einführen und dabei den alten Staatsapparat in Trümmer schlagen, wodurch es sofort die Herrschaft, die Autorität, den Einfluss der Bourgeoisie und der kleinbürgerlichen Paktierer unter den nichtproletarischen werktätigen Massen untergräbt. Es muss drittens den Einfluss der Bourgeoisie und der kleinbürgerlichen Paktierer unter der Mehrheit der nichtproletarischen werktätigen Massen durch revolutionäre Befriedigung ihrer ökonomischen Bedürfnisse auf Kosten der Ausbeuter endgültig vernichten« (Lenin zitiert bei Stalin, Bd. 8, Seite 23, dt. Ausgabe).
Die Diktatur des Proletariats bildet den Hauptinhalt der proletarischen Revolution und in diesem Zusammenhang bildet die Diktatur des Proletariats die folgenden Grundzüge:
»Die Diktatur des Proletariats ist nicht die Beendigung des Klassenkampfes, sondern seine Fortführung in neuen Formen. Die Diktatur des Proletariats ist der Klassenkampf des Proletariats, das gesiegt und die politische Macht erobert hat, gegen die Bourgeoisie, die zwar besiegt, aber nicht vernichtet, nicht verschwunden ist, nicht aufgehört hat, Widerstand zu leisten, gegen die Bourgeoisie, die ihren Widerstand verstärkt hat« (Lenin, Vorwort zu: »Wie das Volk mit den Losungen der Freiheit und Gleichheit betrogen wird« ( Lenin zitiert bei Stalin, Bd. 8, Seite 23, dt. Ausgabe).
Marx stellte fest, »dass also die Revolution nicht nur nötig ist, weil die herrschende Klasse auf keine andere Weise gestürzt werden kann, sondern auch, weil die stürzende Klasse nur in einer Revolution dahin kommen kann, sich den ganzen alten Dreck vom Halse zu schaffen.« Das Weltproletariat muss sich also auf revolutionäre Weise des ganzen parasitären, verfaulten und verwesten Drecks der imperialistischen Basis UND ihres Überbaus entledigen und sich davon frei machen.
Solange die anderen Klassen, speziell die kapitalistische noch existiert, solange das Proletariat mit ihr kämpft, muss es gewaltsame Mittel anwenden.« (MEW, Bd. 18, Seite 630, dt. Ausgabe).
»Die Befreiung der unterdrückten Klasse ist unmöglich nicht nur ohne gewaltsame Revolution, sondern auch ohne Vernichtung des von der herrschenden Klasse geschaffenen Apparats der Staatsgewalt« (Lenin zitiert bei Stalin, Bd. 8, Seite 22, dt. Ausgabe.
»Das Proletariat kann also nur weltgeschichtlich existieren, wie der Kommunismus, seine Aktion, nur als `weltgeschichtliche` Existenz überhaupt vorhanden sein kann«. (MEW, Bd. 3, Seite 36, Deutsche Ideologie, dt. Ausgabe)
Ist also das Weltproletariat selbst noch Klasse, und sind die ökonomischen Bedingungen, worauf der Klassenkampf beruht, auf der ganzen Welt noch nicht restlos verschwunden, so muss ihr Umwandlungsprozess gewaltsam, das heisst durch die gewaltsame, sozialistische proletarische Weltrevolution beschleunigt werden.
»Die Gewalt ist der Geburtshelfer jeder alten Gesellschaft, die mit einer neuen schwanger geht.« (Marx, Das Kapital Bd. I, Seite
Jede Revolution, jede Volksrevolution, jede Revolution, in denen sich also Massen der unterdrückten Klassen gegen die Unterdrückerklassen zu deren Sturz erheben (- gemeint sind in der Regel nicht einzelne Revolten und Aufstände«), ist stets eine schöpferische Revolution, hat eine Zukunftsperspektive, denn sie zerschlägt »nur« die alte Ordnung der herrschenden Klassen und verwertet aus der alten Ordnung die Dinge, die jede Revolution zur Schaffung der neuen Gesellschaft braucht. Marx hob hervor, dass die proletarische Revolution sich von jeder Revolution dadurch unterscheide, dass sie permanent und unentwegt jede Phase ihres Prozesses ändert, ja die Prozesse sogar abbricht, verwirft und korrigiert, indem sie Selbstkritik übt und sich ständig durch Selbstkritik stärkt.
»Bis zu einer gewissen Periode vollziehen sich die Entwicklung der Produktivkräfte und die Veränderungen auf dem Gebiet der Produktionsverhältnisse als elementarer Prozess, unabhängig vom Willen der Menschen. Aber dies nur bis zu einem gewissen Augenblick, bis zu dem Augenblick, wo die neu entstandenen und sich entwickelnden Produktivkräfte die notwendige Reife erlangt haben. Nachdem die neuen Produktivkräfte ausgereift sind, verwandeln sich die bestehenden Produktionsverhältnisse und ihre Träger, die herrschenden Klassen, in das `unüberwindliche` Hindernis, das nur aus dem Weg geräumt werden kann durch die bewusste Tätigkeit der neuen Klassen, durch gewaltsame Handlungen dieser Klassen, durch die Revolution. Hier zeigt sich besonders klar die gewaltige Rolle der neuen gesellschaftlichen Ideen, die neuen politischen Einrichtungen der neuen politischen Macht, die berufen sind, die alten Produktionsverhältnisse gewaltsam zu beseitigen. Auf der Grundlage des Konflikts zwischen den neuen Produktivkräften und den alten Produktionsverhältnissen, auf der Grundlage der neuen ökonomischen Bedürfnisse der Gesellschaft entstehen neue gesellschaftliche Ideen, die neuen Ideen organisieren und mobilisieren die Massen, die Massen schließen sich zusammen zu einer neuen politischen Armee, schaffen eine neue revolutionäre Macht und benutzen sie, um die alten Zustände auf dem Gebiet der Produktionsverhältnisse gewaltsam zu beseitigen und neue Zustände herzustellen und zu verankern. Der elementare Entwicklungsprozess macht der bewussten Tätigkeit der Menschen Platz, die friedliche Entwicklung der gewaltsamen Umwälzung, die Evolution der Revolution« (Stalin, Geschichte der KPdSU(B), Bd. 15, Seite 163, dt. Ausgabe der KPD/ML).
Die Freiheit der Menschheit setzt die Einsicht in die Notwendigkeit voraus. Die Befreiung der Menschheit vom Weltimperialismus bedingt nicht nur die Einsicht in die Notwendigkeit der Weltrevolution, sondern vor allem ihre Verwirklichung voranzutreiben. Wenn die Massen die Idee, die Theorie, der Weltrevolution begreift, von ihr erfasst wird, ergreifen sie auch die Waffen und ringen den Weltimperialismus nieder. Die Unterdrückten und Ausgebeuteten der Welt sind unbesiegbar, denn unbesiegbar ist die Weltrevolution.