Gründungsdokument der Comintern / ML



Enver Hoxha

der 5. Klassiker des Marxismus - Leninismus

und die Gründung der

Kommunistischen Internationale / Marxisten - Leninisten

[Komintern / ML]

1.1.2001

- Wolfgang Eggers -

[Vorsitzender der KPD/ML]



Wir Marxisten - Leninisten der ganzen Welt haben uns endlich dringend die Frage zu stellen, ob Genosse Enver Hoxha ein Klassiker ist oder nicht.

Warum?

Weil es für das neue Jahrhundert die entscheidende Schlüsselfrage ist, in welche Richtung sich der internationale revolutionäre Klassenkampf weiter entwickelt. Es ist die Frage zur notwendigen Entscheidung, wo die ideologische Demarkationslinie mindestens verlaufen muss, um das höchste Maß an proletarischer Einheit auf dem kürzesten Weg zu den bekannten Zielen zu erreichen:

Zerschlagung des Imperialismus durch die Weltrevolution, Aufbau des Sozialismus unter der Diktatur des Proletariats, die Verwirklichung des Weltkommunismus.



Die Dialektik der Klassikerfrage

- die höchste Form des revolutionären ideologischen Klassenkampfes des Proletariats

Die Frage der Klassiker ist tatsächlich eine Frage des ideologischen Klassenkampfes auf seiner höchsten Stufe, weil die klare und korrekte Beantwortung dieser Frage unabänderlich über Sieg oder Niederlage der Weltrevolution, über die langfristige Generallinie der kommunistischen Weltbewegung, über die Zukunft des Kommunismus, entscheidet.

Gehen wir an diese Frage mit dem dialektischen und historischen Materialismus heran, so können wir folgende grundsätzliche Feststellungen machen:

a) Die Lehren der Klassiker kann man voneinander nicht losgelöst betrachten und willkürlich gegeneinander ausspielen oder aus dem Zusammenhang reißen. Sie bilden ein gemeinsames, geschlossenes Ganzes, sie bestehen sozusagen »aus einem Guss«. Die modernen Revisionisten lösten zB. Marx, Engels und Lenin von Stalin und erkennen bis heute Stalin nicht als Klassiker an. Die Anerkennung Stalins als 4. Klassiker war für die Weiterentwicklung der Marxistisch-Leninistischen Weltbewegung, für die Weiterentwicklung des sozialistischen Albaniens, aber eine unverzichtbare Demarkationslinie gegen den modernen Revisionismus und Voraussetzung für den Sieg über ihn. Das war auch eine Voraussetzung, um das marxistisch-leninistische Schwert nicht stumpf werden und verrosten zu lassen. Genauso versuchen die Revisionisten von heute, Enver Hoxha von den Klassikern Marx, Engels, Lenin und Stalin zu trennen, weil sie wissen, dass die Anwendung der Klassiker Marx, Engels, Lenin und Stalin für die heutige Zeit nicht ausreicht, um über die Bourgeoisie und über den Revisionismus und seinen neuesten Häutungen zu siegen. Die vier bisherigen Klassiker spiegeln nicht die Zeit nach Stalins Tod korrekt wieder, können dies auch gar nicht, weil sie in ihrer Zeit gelebt haben, nicht in unserer. Dieses Problem tauchte nicht nur nach dem Tod Stalins, sondern auch nach dem Tod von Marx und Engels und auch nach dem Tod von Lenin auf und wurde gelöst durch die richtige Beantwortung der Klassikerfrage. So und nicht anders ist auch die Klassikerfrage von Enver Hoxha zu lösen.

b) Mit Marx und Engels Tod war die Klassikerfrage nicht endgültig beantwortet. Hätte Lenin den Marxismus nicht kühn weiterentwickelt ( und er zog sich die Kritik des gesamten bisherigen europäischen Sozialdemokratismus auf sich, deren Zurückweisung die schöpferische Weiterentwicklung des Marxismus-Leninismus bedingte), würde es keine Oktoberrevolution und keinen Sozialismus auf der Erde geben, würde der Marxismus seine revolutionäre, mobilisierende und organisierende Kraft für das Weltproletariat verlieren. Auch für den Marxismus-Leninismus gilt - wie alles auf der Welt - , dass Teile vergehen und absterben, nicht mehr auf die sich verändernden gesellschaftlichen Bedingungen anwendbar sind, sie nicht mehr richtig widerspiegeln können und ihre Bedeutung verlieren, sozusagen »absterben«. Dies wäre auch passiert, wenn Stalin den Marxismus-Leninismus nicht weiterentwickelt hätte, und das ist auch die Überlebensfrage des heutigen Marxismus-Leninismus, wenn wir nicht Enver Hoxha als 5. Klassiker anerkennen und seine Lehren weiterentwickeln. Wir sind deswegen noch lange keine trotzkistischen Vertreter, die behaupten dass der Marxismus-Leninismus gesetzmäßig absterben m u s s , dass er nicht zu retten ist, dass die bürgerliche Ideologie stärker ist usw. Natürlich gibt es Situationen der Schwäche - wie jetzt - wo wir Vertreter der 5 Klassiker noch in der Minderheit sind, aber wir stützen uns auf die Wahrheit, auf die Übereinstimmung mit der objektiven und gesetzmäßigen Entwicklung der Gesellschaft - und die Minderheit von heute wird deshalb zu einer Mehrheit von morgen, das Entstehen einer neuen, starken Generallinie aller Marxisten-Leninisten.

c) Die Entwicklung - und das Wachstum des Marxismus-Leninismus ist keine Schatzkammer im quantitativen Sinne, die man nur ansammeln und anhäufen braucht, sozusagen ein Archiv aller Erfahrungen des revolutionären Klassenkampfes des Weltproletariats, aus dem man sich für den gegenwärtigen und zukünftigen Kampf nur zu bedienen braucht, die Lehren der Klassiker sind keine Dogmensammlung. Wir müssen das lebendige Wesen des Marxismus-Leninismus erkennen, um ihn weiter entwickeln zu können, und das geht nicht, wenn wir uns damit begnügen, ihn auswendig zu lernen und nur zwischen den Buchstaben zu lesen. Der Marxismus-Leninismus ist eine Wissenschaft, die sich stets verjüngt und schöpferisch weiterentwickelt, die sich von Quantität in Qualität verwandelt und somit eine neue Stufe erreicht. Wenn der Zustand der Stagnation- wie jetzt zum Beispiel - zu einer Hemmschwelle wird, wenn das Bisherige nicht ausreicht, um die Fragen des heutigen Klassenkampfes zu beantworten ( wie Lenin zu Zeiten der II. Internationale und wie wir heute, über 50 (!) Jahre nach der III. Komintern ), wenn die Marxisten-Leninisten von den Revisionisten daran gehindert werden, vorwärts zu marschieren und sich weiter zu entwickeln, wenn man im Dunkeln tappt und mit dem gegenwärtigen Entwicklungsstand des wissenschaftlichen Sozialismus nicht weiterkommt, dann wird dieser Hemmschuh beiseite geschoben, überwunden, wird der opportunistische Sumpf trocken gelegt, bahnt sich der Marxismus-Leninismus einen Weg aus der Sackgasse, sehen die Marxisten-Leninisten wieder Licht am Ende des Tunnels und befreien sich von ihrer revisionistischen Umklammerung. Dieser Durchbruch, diese neue Qualität, die Überwindung des Stillstands, stellen wir her, wenn wir Enver Hoxha als Klassiker anerkennen und uns von seinen Lehren leiten lassen. Durch diesen qualitativen Sprung wird auch der anti-revisionistische Kampf geschärft und wieder zu einer unbesiegbaren Kraft.

d) Diese Verwandlung von Quantität in Qualität vollzieht sich nicht ohne Kampf der Gegensätze, sozusagen im Selbstlauf oder per Akklamation: »Enver Hoxha, so sei es, ist (!) 5. Klassiker und wer es nicht glaubt, dem hauen wir den Schädel ein«. Der Sieg kommt nicht von alleine hinter uns her marschiert. Die Unterscheidung von wahrem Marxismus-Leninismus und revisionistischem »Marxismus-Leninismus« ist eine Entscheidung, die auf dem Schlachtfeld des ideologischen Klassenkampfes ausgetragen wird, ein Kampf auf Leben und Tod, der niemals aufhört, sondern sich hundertfach verschärft! Bedenken wir, dass wir erst am Anfang dieses Kampfes stehen und uns umfassend ideologisch rüsten und wachsam sein, Opferbereitschaft und höchste Disziplin an den Tag legen müssen, dass wir vor der Aufgabe stehen, die Proletarier zu überzeugen und im Klassenkampf zu schulen, denn ohne diese Voraussetzung nützen uns unsere Erkenntnisse überhaupt nichts. Wir sind erst dabei, die Lebens- und Kampffähigkeit des Marxismus-Leninismus wieder herzustellen und das heisst nichts anderes, als dass die Klassiker Marx, Engels, Lenin und Stalin erst wieder lebendig werden, ihre Bedeutung zurückerhalten, durch Enver Hoxha. Das heisst, dialektisch an die Klassikerfrage heranzugehen, sie zu lösen.

»Die Kraft der marxistisch-leninistischen Theorie besteht darin«, so lehrte Stalin,«dass sie der Partei die Möglichkeit gibt, sich in der jeweiligen Situation zu orientieren, den inneren Zusammenhang der rings um sie vor sich gehenden Ereignisse zu verstehen, und zu erkennen nicht nur, wie und wohin sich die Ereignisse gegenwärtig entwickeln, sondern auch wie und wohin sie sich künftig entwickeln müssen. Nur eine Partei, die die marxistisch-leninistische Theorie gemeistert hat, kann mit Zuversicht vorwärts marschieren und die Arbeiterklasse vorwärts führen. Und umgekehrt - eine Partei, die die marxistisch-leninistische Theorie nicht gemeistert hat, ist genötigt, tastend umherzuirren, verliert die Zuversicht in ihre Handlungen, ist nicht fähig, die Arbeiterklasse vorwärts zu führen«



Wer ist ein Klassiker?

Der Begriff - Marxismus-Leninismus - entstammt von den Männern, die den Namen Marx und Lenin trugen. Der Marxismus-Leninismus ist also eine Schöpfung von Menschen, sind Lebenswerke von Berufsrevolutionären, die selber Teilnehmer und Führer des internationalen proletarischen Klassenkampfes waren. Anders kann man nicht Klassiker werden. Um sich als revolutionäre Führer heranzubilden vom Format der Klassiker, bedarf es nicht nur Jahrzehnte, sondern eines ganzen Lebens herausragendster, ununterbrochener, prinzipienfestester, aufopferungsvollster und diszipliniertester harter Lernarbeit und Erfüllung der Rolle des Vorreiters im internationalen Klassenkampf an der vordersten Front. Es ist nicht nur das Denken, sondern auch das Herz und die Liebe zur Arbeiterklasse, die einen Klassiker auszeichnet. Es sind also keine Studierstuben-Intellektuelle, die ihre Ideen nach Professorenart nur aus Büchern oder Beobachtungen abgeleitet haben oder aus Kritiken an anderen Denkern, sozusagen aus der »Negation der Negation«. Die Klassiker waren nicht nur Theoretiker, sondern zogen auch Konsequenzen aus ihren Erkenntnissen, nämlich dass die Arbeiterklasse die wichtigste Triebkraft der gesellschaftlichen Entwicklung ist und teilten im täglichen Klassenkampf mit den Arbeitern Niederlagen und Siege. Weil die Lehren der Klassiker nicht blosse Theorie blieben, sondern den Kampf der Arbeiterklasse wissenschaftlich fundierten und befruchteten, sind sie erst zum wesentlichen Bestandteil jener Kraft und Macht geworden, der die Zukunft gehört. Deswegen sind die Lehren der Klassiker auch Lehren der Arbeiterbewegung, der proletarischen Revolution, der Diktatur des Proletariats. Die Klassiker trugen das sozialistische Bewusstsein in die Arbeiterbewegung ( die sie selber anführten, deren edelsten und wertvollsten Teil sie verkörperten), aber nur aus einem einzigen Grund, den Stalin um die Jahrhundertwende nannte:

»Die Arbeiterklasse aber, solange sie Arbeiterklasse bleibt, ist außerstande, an die Spitze der Wissenschaft zu treten, sie vorwärts zu bringen und die historischen Gesetze wissenschaftlich zu erforschen: sie hat hierfür weder Zeit noch Mittel...«

Dies gilt besonders wieder, nachdem den Arbeitern nach dem Sturz der Diktatur des Proletariats in Albanien und Russland keine andere Möglichkeit mehr bleibt und damit die Bedingungen, selber den Weg in die Zukunft zu finden, entzogen, zumindest erschwert und verschlechtert wurden. Das heisst aber keinesfalls, dass die intellektuellen Kleinbürger gegenüber der Arbeiterklasse nun die theoretische Führung übernehmen müssten. Diesen Alptraum der Geschichte muss sich die Arbeiterklasse ersparen und daraus Lehren ziehen. Nichts ist nervenaufreibender, anstrengender, hemmender und nutzloser, als sich mit den endlosen Diskutierereien von Intellektuellen herumplagen zu müssen. Dann lieber ohne Intellektuelle (Es erübrigt sich - auch in Hinblick auf die Klassenherkunft von Marx und Engels - zu betonen, dass unter den schwarzen Raben auch einige weisse Tauben zu finden sind, die selbstlos und bescheiden ihren revolutionären Beitrag leisten. Adler wie Marx und Engels fallen nicht vom Himmel). Die Arbeiterklasse ist lernfähig und ist theoretisch längst emanzipiert. Wir leben schliesslich nicht am Anfang des 20. Jahrhunderts, sondern am Anfang des 21. Jahrhunderts! Die Arbeiterklasse muss in allem die Führung innehaben, muss sich diese Führung auch im ideologischen Klassenkampf abringen, behaupten, festigen und immer weiter ausbauen. Niemals darf sie die Führung wieder aus der Hand geben oder teilen, mit niemandem! Auf diese Prinzipien müssen wir eisern bestehen. Es ist klar, dass sich die sozialistischen Arbeitern mit qualitativ höherem sozialistischen Bewusstsein unter der Diktatur des Proletariats ausstatten konnten, wir wollen nicht sagen, dass dies etwa leichter war - im Gegenteil, denn schliesslich haben die sozialistischen Arbeiter leidvoll erfahren müssen, was passieren kann, wenn ihr sozialistisches Bewusstsein nicht auf der Höhe - also auf der Strecke - bleibt, um den verschärften Klassenkampf im Sozialismus zu Ende zu führen. Nichts ist schlimmer zu ertragen, als in den Kapitalismus zurückgeschubst zu werden. Das ist der Grund, warum sich das heutige sozialistische Bewusstsein des Weltproletariat ohne die Lehren Enver Hoxhas gar nicht entfalten kann, denn diese Lehren zeigen den Weg, wie man die Diktatur des Proletariats trotz Niederlagen verteidigen und zurückerobern und auf eine neue Stufe heben kann. Welches sozialistische Bewusstsein sollte denn heute sonst Sinn machen, in die Arbeiterbewegung hineingetragen zu werden, das ist doch keine abstrakte Formel?! Nur wenn sich das Proletariat mit der fortgeschrittensten (!) Theorie des Marxismus-Leninismus, mit den Lehren Enver Hoxhas, wappnet, wird sein Kampf durch den Sieg gekrönt werden, ansonsten ist »sozialistisches Bewusstsein« nur etwas für den Mülleimer der Geschichte und für Intellektuelle, die in ihrer Arroganz nur die Arbeiter als Lehrmeister bevormunden und erniedrigen wollen und auf Nachtrabwege zurückzerren. So kann das Weltproletariat heute nicht zur Weltrevolution geführt werden.

Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha sind nicht nur deswegen Klassiker, weil sie wie keine anderen, dem Proletariat ihrer Zeit zum sozialistischen Bewusstsein und damit zum Sieg verholfen haben, ihnen mit Leib und Seele gedient haben, sondern weil ihre Lehren der Wahrheit aller Dinge am nächsten kamen, nicht nur weil sie das fortschrittlichste Denken verkörpern, das die Menschheit jemals hervorgebracht hat, sondern weil ihre Gültigkeit und Bedeutung für alle Zukunft der Menschheit erhalten bleibt. Die Lehren der Klassiker bestehen weiter, solange die Menschheit selber bestehen wird. Das ist der Grund, warum wir von Klassikern sprechen, warum die Klassikerfrage über unsere Zeit hinaus höchste Bedeutung hat. Und es können nur die Marxisten-Leninisten, das Weltproletariat, darüber entscheiden, wer Klassiker ist und wer nicht. Wir entscheiden diese Frage ja nicht nur für uns allein, damit wir wissen, wo`s lang geht, sondern vor allem für unsere nachfolgende Generation, ohne die der Kampf nicht zu Ende geführt werden kann. Als Stalin starb, starb mit ihm auch die gesamte Garde der alten Bolschewiki bzw. wurden die Führer des Proletariats getötet von den Sozialfaschisten. Die Klassiker würden also nutzlos werden, wenn nach ihnen die Lücke nicht geschlossen wird, wenn ein Vakuum entsteht und der Nachwuchs sich nicht rechtzeitig mit ihren Lehren rüstet. Wir gehören der Garde des Genossen Enver Hoxhas an, sind seine Schüler und unser Leben währt auch nicht ewig. Wäre es da nicht beschämend, wenn wir diese Welt verlassen und die Beantwortung der Klassikerfrage unserer Jugend überlassen würden? Wie soll die Jugend heute ihren revolutionären Weg ohne Enver Hoxha finden? Das wäre nicht nur beschämend, sondern dumm und verantwortungslos. Wir müssen die Jugend auf ihre revolutionären Aufgaben vorbereiten. Das ist ohne die Lehren Enver Hoxhas undenkbar, denn Enver Hoxha war der beste und größte revolutionäre Weltführer der proletarischen Generation nach Stalin.

Die Weltanschauung des Proletariats wird also verkörpert durch die Lehren der Klassiker. Die Ideologie des Marxismus - Leninismus ist lebendig und entwickelt sich weiter, und es werden immer wieder neue Klassiker dazukommen, die die Schatzkammer des Marxismus - Leninismus bereichern. Wir stehen heute also an einem Punkt, wo wir uns fragen m ü s s e n , ob es noch ausreicht, sich von den Klassikern Marx, Engels, Lenin und Stalin leiten zu lassen. Wir haben nach dem Tode des Genossen Stalin als Marxisten - Leninisten unsere ideologischen Waffen gegen den modernen Revisionismus gerichtet, um das Erbe des Marxismus-Leninismus zu verteidigen und zu vergrößern. Den Sieg über den modernen Revisionismus haben wir in erster Linie dem Genossen Enver Hoxha zu verdanken. Wenn Genosse Enver Hoxha dafür heute als Zielscheibe immer noch wütend angegriffen wird, dann wird damit also gleichzeitig der Marxismus - Leninismus, werden alle Klassiker, wird die Marxistisch-Leninistische Weltbewegung, wird das ganze Weltproletariat, angegriffen. Man kann heute nicht den Marxismus-Leninismus, die Klassiker Marx, Engels, Lenin und Stalin verteidigen, ohne Enver Hoxha zu verteidigen.



Was ist Marxismus - Leninismus?

Stalin gibt folgende Definition:

»Der Leninismus ist die Weiterentwicklung des Marxismus«

»Der Leninismus ist der Marxismus der Epoche des Imperialismus und der proletarischen Revolution. Genauer:

Der Leninismus ist die Theorie und Taktik der proletarischen Revolution im Allgemeinen, die Theorie und Taktik der Diktatur des Proletariats im Besonderen. Marx und Engels wirkten in der vor-revolutionären Periode ( wir meinen von der proletarischen Revolution), als es noch keinen entwickelten Imperialismus gab, in der Periode der Vorbereitung der Proletarier zur Revolution, in jener Periode, als die proletarische Revolution praktisch noch keine unmittelbare Notwendigkeit war. Lenin dagegen, der Schüler von Marx und Engels, wirkte in der Periode des entwickelten Imperialismus, in der Periode der sich entfaltenden proletarischen Revolution, als die proletarische Revolution bereits in einem Lande gesiegt, die bürgerliche Demokratie zerschlagen und die Ära der proletarischen Demokratie, die Ära der Sowjets, eröffnet hatte.«

(Stalin, »Über die Grundlagen des Leninismus«)

Stalin selber war der beste und treueste Schüler Lenins und hat den Marxismus - Leninismus genial bereichert. Stalin ist als Klassiker über allem Zweifel erhaben.



Die Lehren Enver Hoxhas

Enver Hoxha wiederum hat die Lehren Stalins korrekt angewandt. Er wurde der würdigste und beste Schüler Stalins.

Enver Hoxha hat aber die Lehren Stalins nicht nur korrekt auf die Bedingungen Albaniens angewandt und das einzige sozialistische Land an der Seite der Sowjetunion zum Sieg geführt, sondern die Lehren Stalins zu seiner Zeit weiter voran getragen. Wenn die Lehren Enver Hoxhas nichts weiter wären, als deren Anwendung auf die besonderen Verhältnisse Albaniens, so müsste man von einer rein nationalen und nur nationalen, rein albanischen und nur albanischen Erscheinung sprechen. Hätte sich Enver Hoxha nicht korrekt auf die Lehren Stalins gestützt, hätte der Sozialismus in Albanien nicht einen Tag lang existiert.

Die Lehren Enver Hoxhas sind jedoch eine internationale Erscheinung, die in der ganzen internationalen Entwicklung wurzeln, und nicht nur eine albanische Erscheinung. Enver Hoxha hat den Marxismus - Leninismus selbst in einem der kleinsten Länder der Welt auch dann noch vorangetrieben, als die grosse Sowjetunion Lenins und Stalins ihre Diktatur des Proletariats durch den Verrat Chruschtschows verloren hatte und sich Albanien ganz allein auf seine eigenen Kräfte stützen musste. Dabei erwies es sich als wichtig, dass Albanien nicht nur auf das revolutionäre Erbe der Klassiker zurückgreifen konnte, sondern die gesamte marxistisch - leninistische Weltbewegung stand treu an Enver Hoxhas Seite und organisierte den revolutionären Klassenkampf in der ganzen Welt. Unter der Führung Enver Hoxhas nahm die marxistisch - leninistische Weltbewegung einen grossartigen Aufschwung. Es gelang ihm, die Marxisten-Leninisten in der ganzen Welt zu stählen und zu vereinigen und bewirkte die Wiedergeburt aller revolutionären Elemente des Marxismus - Leninismus nach dem revisionistischen Verrat an Stalin. Die Regeneration, Reorganisierung und Neugründung vieler Marxistisch - Leninistischer Parteien wurde durch die Lehren Enver Hoxhas beflügelt, eine Erscheinung wie sie in gewissem Grade durchaus vergleichbar ist mit der Zeit, in der die Komintern gegründet wurde und somit der proletarische Internationalismus nach dem revisionistischen Verrat wieder einen revolutionären Charakter annahm. Enver Hoxha wurde der Führer der Marxisten - Leninisten, des Weltproletariats und aller Völker der Welt nach Stalin. Obwohl die Komintern von revisionistischen Führern entwaffnet wurde, hat Enver Hoxha die Richtlinien der Komintern Lenins und Stalins siegreich auf die Verhältnisse Albaniens umgesetzt. Enver Hoxha war auf der Moskauer und Bukarester Konferenz der einzige aufrechte marxistisch - leninistische Führer, der den Angriff auf Stalin zurückschlug und der Welt ein leuchtendes Beispiel dafür gab, die Teilnehmer beider Beratungen trotz massiven Drucks der Revisionisten unter Führung Chruschtschows auf bestmöglichem marxistisch - leninistischen Kurs zu halten. Mit seiner revolutionären internationalistischen Haltung - auch später in der albanischen Außenpolitik - hat Enver Hoxha zur Freundschaft der Völker und zum Kampf gegen den Imperialismus und Sozialimperialismus wie kein anderer auf der Welt beigetragen.

Das Verdienst Enver Hoxhas besteht also nicht nur darin, dass er die Lehren Stalins und des gesamten Marxismus - Leninismus wieder herstellte, sondern dass er noch einen Schritt darüber hinaus gegangen ist und den Marxismus - Leninismus weiter entwickelte unter den neuen Bedingungen des Imperialismus und Sozialimperialismus, unter den Bedingungen der Revisionisten an der Macht, der Periode der Restauration des Kapitalismus und seines sozialfaschistischen Herrschaftssystemes, unter den Bedingungen der Liquidierung der Diktatur des Proletariats in der Sowjetunion .



Was ist also die Definition der Lehren Enver Hoxhas?

1. Die Lehren Enver Hoxhas sind der Marxismus-Leninismus auf einer weitest fortgeschrittenen Stufe der Epoche des Imperialismus, der fortgeschrittenen Krise, Fäulnis und parasitären Zersetzung des sterbenden Weltkapitalismus, insbesondere der hieraus hervorgetretenen besonderen Degenerationsformen des Sozialimperialismus und Sozialfaschismus. Die Lehren Enver Hoxhas sind die Lehren einer neuen Form der sozialistischen Revolution - die Theorie und Taktik des anti-revisionistischen und anti-sozialfaschistischen Kampfes des revolutionären Proletariats unter den Bedingungen des Revisionismus an der Macht im Allgemeinen und im Besonderen die Theorie und Taktik der Zurückeroberung, der Wiedererrichtung der Diktatur des Proletariats, die Errichtung der Weltdiktatur des Proletariats, der Sieg des Sozialismus durch das Zersprengen der imperialistisch.sozialimperialistischen Kette, der Sdieg über den restaurierten Kapitalismus und der Sieg über den Revisionismus an der Macht.

2. Der Hoxhaismus ist die siegreiche Lehre des Sozialismus in einem Land, das sich für Jahrzehnte entwickelt hat – TROTZ der Entartung eines anderen sozialistischen Landes, TROTZ der Restauration des Kapitalismus in einem anderen sozialistischen Land, TROTZ des Revisionismus an der Macht. Der Hoxhaismus ist die Lehre von der anti-revisionistischen Regenerationskraft des Sozialismus, die Lehre vom jahrzehntelangen siegreichen Widerstand gegen die bürgerlich-revisionistische Umkreisung des gesamten Weltimperialismus.

3. Der Hoxhaismus ist die Weiterentwicklung des Marxismus-Leninismus unter den Bedingungen des anti-faschistischen Kampfes wie er direkt in den siegreichen Kampf für die Diktatur des Proletariats verwandelt wurde. Der Hoxhaismus ist die Lehre vom erfolgreichen Durchbrechen einer imperialistischen Kette unter den Bedingungen der faschistischen Okkupation eines Landes, ist die Lehre vom Aufbau des Sozialismus eines Landes unmittelbar auf den Ruinen einer faschistischen Diktatur. Der Hoxhaismus ist also die Lehre von der Beseitigung des Faschismus durch den Sozialismus im nationalen Maßstab.

4. Der Hoxhaismus liefert den Beweis für die Richtigkeit des universellen und internationalen Charakters des Bolschewismus und dafür, dass der Bolschewismus unter Lenin und Stalin nicht nur eine siegreiche Lehre begrenzt auf die russischen Verhältnisse war, dass der Bolschewismus nicht national und zeitlich beschränkt blieb, sondern auch fortgesetzt und weiterentwickelt wurde in einem anderen Land. Der Hoxhaismus ist die Bestätigung der Lehre des Bolschewismus nach Lenin und Stalin als ein „Modell der Taktik für alle“ - wie Lenin es treffend formulierte. Der Hoxhaismus ist die Weiterentwicklung der Lehre von der Diktatur des Proletariats unter den Bedingungen des Revisionismus an der Macht. Die Lehren des Genossen Enver Hoxhas stellen einen bedeutenden Beitrag dazu dar, den Beweis für den endgültigen Sieg des Weltbolschewismus zu liefern, als eine Taktik für den Sieg der sozialistischen Weltrevolution und der Errichtung der Diktatur des Weltproletariats unter den Bedingungen eines einzelnen sozialistischen Landes, das sich gegenüber dem Revisionismus an der Macht zu behaupten verstand.

Das ist die Definition des Hoxhaismus.



Was sind die praktischen Schlussfolgerungen aus der Definition der Lehren Enver Hoxhas ?

Wie wirken sich die Lehren Enver Hoxhas international, aber in erster Linie auf das heutige Russland und Albanien aus, den beiden einzigen Ländern der ehemaligen Diktatur des Proletariats?

Niemand kann leugnen, dass dort noch ein hohes, funktionsfähiges Potential an sozialistischen Kräften lebendig geblieben ist. Die Wurzeln und Überreste der Diktatur des Proletariats sind in Russland und Albanien noch vorhanden, und es existiert eine entsprechende revolutionäre Bewegung des Proletariats. Sie konnten nicht vollständig zerschlagen und ausgelöscht werden. Dass die Diktatur des Proletariats zerstört wurde, heisst ja nicht gleichzeitig, dass sie nicht wiedererrichtet werden kann. Aus den Lehren Enver Hoxha können wir ableiten:

Die Restauration des Kapitalismus wird abgelöst durch die Restauration des Sozialismus auf qualitativ höherer Stufe.

Enver Hoxha analysierte die Gründe für den Verfall und schließlichen Sturz der Diktatur des Proletariats in der Sowjetunion. So konnte er die Lehren Stalins erfolgreich auf die Verteidigung und Stärkung der Diktatur des Proletariats in Albanien richtig anwenden und weiterentwickeln. Die Schlussfolgerungen aus dem Untergang der Diktaturen des Proletariats in der Sowjetunion und Albanien ist:

  1. Es ist notwendig, einen qualitativ höheren Standard des revolutionären Klassenkampfes im Sozialismus zu erreichen, nur das kann es heissen, wenn Stalin davon sprach, dass der Klassenkampf im Sozialismus ohne zögern zu Ende zu führen ist. Den Sozialismus aufzubauen ist eine Sache, ihn dauerhaft zu verteidigen und auf eine qualitativ höhere Stufe zu heben, eine ganz andere. Es ist notwendig, die Diktatur des Proletariats auf einer qualitativ höheren Stufe zu entwickeln, um den Überresten der Bourgeoisie und den neuen bürgerlichen Elementen aus den eigenen Reihen keine Chance für ihre Wiedergeburt zu lassen, das Rad der Geschichte wieder zurückzudrehen. Wir nennen die neue Bourgeoisie, die den Sozialismus von innen zerschlagen und sich an die Macht gebracht hat, Sozialbourgeoisie (»sozialistisch in Worten und bourgeois in Taten«). Die Sozialbourgeoisie, die neuen Kremlzaren in Russland beispielsweise, ist die herrschende Klasse des Revisionismus an der Macht.

    Wenn man sich einer höheren Stufe des Sozialismus, der klassenlosen Gesellschaft nähern will, so muss man - wie Lenin und Stalin lehren - die Diktatur des Proletariats stärken und den Klassenkampf verschärfen, den sozialistischen Klassenstaat aufrüsten usw. und nicht umgekehrt die Zügel locker lassen und dem Klassenfeind ein freies Betätigungsfeld einzuräumen. Es wäre historisch gesehen eine sehr fatale Wiederholung der Restauration des Kapitalismus, wenn wir keine Lehren aus den Fehlern ziehen und dabei den dialektischen und historischen Materialismus ausser Acht lassen. Was heisst denn das, wenn Lenin und Stalin von Verschärfung des Klassenkampfes im Sozialismus, von der Stärkung der Diktatur des Proletariats sprechen? War das ein Fehler? Das war keineswegs ein Fehler, sondern wird nur dann ein Fehler, wenn man die Lehren Lenins und Stalins über die Diktatur des Proletariats entstellt, wenn man dem Irrglauben erliegt, dass es sich bis zur Stufe des Kommunismus lediglich um eine quantitative Verschärfung des Klassenkampfes, eine reine Anhäufung der Instrumente der Arbeitermacht im Sozialismus handelt. So können nur Revisionisten denken. Wir Marxisten-Leninisten hingegen wissen, dass wir uns der klassenlosen Gesellschaft nur revolutionär nähern können, das heisst durch qualitative Sprünge, nicht durch quantitative Verstärkung sondern qualitative Veränderung der Diktatur des Proletariats. So wie Lenin davon sprach, dass man die Formen der Pariser Kommune nicht einfach übernehmen könne, so ändern sich auch die Formen der Diktatur des Proletariats auf höheren Stufen des Sozialismus, erhalten sie im Kampf der Gegensätze eine neue Qualität. Mao meinte, man müsse alle 10 Jahre eine Kulturrevolution machen. Diese mechanistische Herangehensweise ist aber nicht der Weg des Marxismus-Leninismus, das ist der Weg des Kapitalismus, denn die »Kulturrevolution« war alles andere, als eine revolutionäre Erhebung der Arbeiterklasse gegen den Revisionismus wie Enver Hoxha und die Geschichte bewiesen haben. Wäre Enver Hoxha den Weg Maos gegangen, hätte sich die Diktatur des Proletariats in Albanien nicht behaupten und weiter entwickeln können. Die richtigen Lehren des Genossen Enver Hoxha anzuwenden und fortzusetzen, ist heute eine hochrangige Aufgabe für der Zukunft, ist Sache des heutigen Marxismus-Leninismus in Verbindung mit der revolutionären Bewegung des Weltproletariats, ist eine Sache, die wir nicht am Schreibtisch lösen können als eine Art Patentrezept, sondern die neuen Formen der Diktatur des Proletariats können endgültig erst auf dem Schlachtfeld des Klassenkampfes entwickelt und entschieden werden.

     

    Nach dem Tode von Enver Hoxha war die internationale Ausbreitung dieser Meinungsverschiedenheiten über diese brisanten ideologischen Fragen kein Zufall. Die Bruderparteien sollten als Stütze des sozialistischen Albaniens nach Envers Tod zerschlagen werden und die Enver Hoxha treuen Genossen in der Welt versuchten, dies zu verhindern, indem sie in ihren Parteien für die Verteidigung der marxistisch-leninistische Linie kämpften! Dieser Kampf war nicht nur wichtig für Albanien, sondern auch international, um die Marxistisch-Leninistische Weltbewegung vor ihrem Zerfall zu bewahren und sie nach Enver Hoxhas Tod weiter zu entwickeln. Dieser ideologische Kampf, der noch anhält und noch nicht entschieden ist, war also einer der entscheidenden Gründe für die Spaltung der KPD/ML im Jahre 1985, die damit endeten, dass die Marxisten-Leninisten zwar in die Minderheit gerieten - aber doch Stalins und Enver Hoxhas Standpunkt behaupten und verteidigen konnten und die opportunistische Mehrheit sich ohne uns der trotzkistischen GIM zuwandte. Letztendlich gelang es dem Klassenfeind jedoch durch unsere Unerfahrenheit, Unaufmerksamkeit und auch durch den gleichzeitigen Tod unseres Führers Ernst Aust, die Mehrheit in unserer eigenen Partei zu verlieren und damit eine wichtige Stütze für die Verteidigung der Diktatur des Proletariats in Albanien. Das sozialistische Albanien wurde nicht nur durch Spaltungen der Bruderparteien isoliert, sondern auch zerstört durch subversive Tätigkeiten von KPD/ML - Parteimitgliedern, die sowohl von der alten westdeutschen als auch von der sozialfaschistischen ostdeutschen neuen Bourgeoisie in die KPD/ML als Spitzel eingeschleust waren und direkt in Albanien selber an der Konterrevolution mitwirkten, um Albanien in den Machtbereich des Weltimperialismus zurückzuführen ( zB. DAFG). Unsere Versuche, das zu verhindern, scheiterten.

Der entschiedene bewaffnete Widerstandskampf gegen die brutale Machtübernahme der neuen albanischen Bourgeoisie (die ja nicht vom Himmel gekommen ist! ) war ein Versuch des albanischen Volkes, die Errungenschaften der Diktatur des Proletariats zu verteidigen und die Macht zurück zu erobern. Der revolutionäre, bewaffnete Befreiungskampf der Kosovaren und der Sturz Berishas wurde nur durch die militärische Hilfe der Imperialisten vereitelt. Das sind schon historische Fakten. Und die militärische Intervention der NATO gegen den Sozialfaschisten Milosevic war in Wirklichkeit ein ernsthafter Test zur Niederschlagung einer möglichen Revolution in irgendeinem anderen Teil Europas, nicht nur in ihrem schwächsten Kettenglied. Und dies ist nicht etwa ein Zeichen für die Stärke des Weltimperialismus, so seine Probleme und Konflikte zu lösen, sondern offensichtliches Unvermögen, die revolutionäre Bewegung allein durch die Bourgeoisie des einzelnen Landes in den Griff zu kriegen. Ohne militärische Intervention des Weltimperialismus ist nirgends mehr die Bourgeoisie vor der Revolution sicher. Im Sinne Lenins gibt es keine bessere Ausgangssituation, die militärische Intervention des Weltimperialismus in einen Bürgerkrieg zur sozialen und nationalen Befreiung zu verwandeln, als heute! Wenn schon Diktatoren wie Sadam Hussein den US-Imperialisten auf der Nase herumtanzen können, sind die Revolutionen der Arbeiterklasse unter Führung der marxistisch-leninistischen Parteien eine ernstzunehmende Gefahr nicht nur für die Bourgeoisie eines einzelnen Landes, sondern für den gesamten Weltimperialismus. Die objektiven Faktoren für die Weltrevolution sind schon lange herangereift. Die Massen sind nicht länger gewillt und auch am Ende ihrer Kräfte, das »globalisierte »System der Ausbeutung und Unterdrückung länger zu ertragen, erkennen ihre internationalistische Kraft, und sie erheben sich in machtvollen Demonstrationen. So in Russland und Albanien. Die bewaffnete proletarische Revolution gegen die Nomenklatur, gegen die neue Bourgeoisie, steht in Russland und Albanien zur Lösung an. Aber die korrekte, konkrete revolutionäre Strategie und Taktik hängt wesentlich ab vom Grad der Zerstörung des Sozialismus bzw. vom Zustand der lebendig gebliebenen sozialistischen Überreste. Alles was sich an alten sozialistischen Errungenschaften am Leben erhalten hat, nicht zuletzt das sozialistische Bewusstsein in den Köpfen der Arbeiter selbst, muss verteidigt und wiederbelebt werden, was für die Rückeroberung der proletarischen Macht eine unverzichtbare, dringende Voraussetzung ist. Die Bedingungen des subjektiven Faktors müssen dort sorgfältig analysiert werden. Es ist notwendig, dass sich alle Marxisten-Leninisten in Russland und Albanien auf den Grundlagen des Marxismus-Leninismus im Allgemeinen und auf den Lehren Enver Hoxhas im Besonderen im eigenen Land zu einer einzigen, vereinigten Marxistisch-Leninistischen Partei zusammenschliessen, um die sozialistische Revolution weiter zu Ende zu führen.

Die Imperialisten sind klug genug, um auf diese Situation vorbereitet zu sein. Das verkompliziert die Lage auf den ersten Blick. So spalten sie die revolutionäre Bewegung und Organisierung des Proletariats in hundert verschiedene »kommunistische« Organisationen, gibt es konterrevolutionäre Kräfte, die den Revisionismus an der Macht wiederbeleben und zurückerobern wollen, zum Teil mit vorgetäuschter »Kritik und Selbstkritik« des modernen Revisionismus`. Mit der »Globalisierung« entwickelten die Imperialisten unter Federführung der USA auch ihre »Globalisierung« der weltweit vernetzten Konterrevolution - hauptsächlich durch die Instrumentalisierung der noch funktionsfähigen Überreste der ehemaligen revisionistischen und sozialfaschistischen Institutionen in Russland und Albanien. Dies zeigt deutlich, dass die Rückeroberung der Arbeitermacht nicht nur allein eine Angelegenheit des revolutionären Proletariats in Russland und Albanien ist. Dies betrifft die ganze Marxistisch-Leninistische Weltbewegung. Und diese muss auch in sich gehen, ihren ideologischen und organisatorischen Zustand und ihre Situation korrekt und selbstkritisch analysieren, muss sie sich ihrer Verantwortung im Geiste des proletarischen Internationalismus bewußt werden und die Genossen in Albanien und Russland tatkräftig unterstützen zB durch Einsatz von Interbrigaden etc..

Zuerst müssen wir die einzige klare, marxistisch-leninistische Linie, die revolutionäre Linie des Genossen Enver Hoxhas, manifestieren, um die ideologischen Barrieren zu überwinden, die die Konterrevolution errichtet hat, um uns zu trennen und alle zu spalten und die Genossen auf der ganzen Welt von den revolutionären Ereignissen in Albanien und Russland fernzuhalten und uns zu isolieren. Die Genossen in Russland und Albanien müssen sofort ihre Zusammenarbeit im Geiste der Freundschaft zwischen Stalin und Enver Hoxha aufnehmen, und gleichzeitig muß sich die Marxistisch-Leninistische Partei in Russland und Albanien gemeinsam mit der Marxistisch-Leninistischen Weltbewegung in der Kommunistischen Internationale/ Marxisten-Leninisten vereinigen auf der ideologischen Basis von Enver Hoxha - und ausschliesslich auf dieser Basis. Das sind die praktischen Schlussfolgerungen der Lehren Enver Hoxhas und ist die aktuelle Antwort auf Lenins damalige Frage:«Was tun?«



Was sind die herausragenden, schöpferischen Merkmale der Lehren Enver Hoxhas,

die ihn als neuen Klassiker auszeichnen?

Es ist eine Tatsache, dass die Revolution in Albanien unter den historischen Bedingungen des Befreiungskampfes gegen den Hitlerfaschismus und des anti-imperialistischen Krieges durch die Rote Armee Stalins begünstigt wurde. Mit den Lehren Enver Hoxhas konnte im Zuge der Volksrevolution die Diktatur des Proletariats gegen den sowjet-revisionistischen und tito-revisionistischen Verrat und später gegen den Verrat des chinesischen Revisionismus und Euro«Kommunismus« siegreich verteidigt und gefestigt werden, sowohl gegen deren eigenen als auch gegen deren gemeinsamen Angriff auf den albanischen Sozialismus. In allen Teilen Osteuropas blieb der Sieg des Sozialismus aus, den Stalin mit der Roten Armee vorbereitet hat. Die revisionistischen Führer in jenen Ländern verhinderten - und Tito und Ulbricht waren einer ihrer gefährlichsten Drahtzieher -, die Lehren Stalins konsequent unter ihren Bedingungen anzuwenden wie Albanien das vorgemacht hatte. Sie hintertrieben die Durchführung der proletarischen Revolution und die Errichtung der Diktatur des Proletariats in ihrem eigenen Land. Sie wandten sich gegen den Marxismus-Leninismus, verfolgten und liquidierten die revolutionären Genossen, um ungehindert ihren kapitalistischen Weg unter dem sozialimperialistischen Diktat der neuen Kremlzaren einzuschlagen und sich als Vasallenstaaten zu verdingen. Sie verrieten Stalin und Enver Hoxha, verrieten die beiden einzigen sozialistischen Länder, sie verrieten die Komintern und die Bildung eines starken sozialistischen Lagers und den Sieg des Sozialismus über den Imperialismus auf der ganzen Welt, und sie unterstützten die Imperialisten durch Kollaboration, gönnten dem Weltimperialismus eine Atempause, verlängerten unnötig seine Existenz und sorgten dafür, dass dieser wieder erstarken konnte, um neue imperialistische Kriege vom Zaun zu brechen und die Welt wieder neu unter sich aufzuteilen. Die Revisionisten an der Macht richteten grossen Schaden an und hinterliessen uns Marxisten-Leninisten eine schwierige Ausgangsposition, mit deren Überwindung wir heute noch schwer zu kämpfen haben. Angesichts dieser verheerenden Ergebnisse ist es ein historisches Vermächtnis Enver Hoxhas, auf diesem Erdball niemals mehr Revisionisten an die Macht zu lassen und sie jeden Millimeter im Klassenkampf zurückzuschlagen, wo immer sie ihre Rattenköpfe aus der Erde stecken.

In Betrachtung dieser historischen Ereignisse wird der Kern von Enver Hoxhas klassischer Haltung klar und deutlich:

Feuer auf den revisionistischen Verrat! Entwicklung der marxistisch-leninistischen Strategie und Taktik gegen den Revisionismus an der Macht! Das macht den besonderen Charakter der Lehren Enver Hoxhas aus.

Enver Hoxha hatte das erste revisionistische und sozialfaschistische Land vor der Haustür - Titos Jugoslawien. Er kannte die Verhältnisse dort sehr genau. Das ermöglichte ihm, die Kritik Stalins an Tito weiter zu entwickeln. Er schrieb das Werk »Die Titoisten« und schützte damit Albanien vor Titos Überfall.

Und mit seiner »Blockfreien-Bewegung« sammelte Tito - der schlimmste Agent des Imperialismus im sozialistischen Lager - die konterrevolutionären, bewaffneten Kräfte gegen Stalin, Enver Hoxha und ihre Verbündeten, versuchte Tito die Balkanländer zu unterdrücken und entwickelte die ersten Besonderheiten des Sozialimperialismus an der Macht. Schon Lenin hat den Sozialimperialismus definiert: »Sozialismus in Worten und Imperialismus in Taten«. Lenin widerlegte die Theorie des »Ultra«-Imperialismus von Karl Kautsky, der den friedlichen, mechanischen Übergang des Imperialismus zum Sozialismus propagierte. Das war eine Theorie, um dem Imperialismus »fortschrittliche Kräfte« anzudichten, ihn vor seinem Untergang zu retten und seine Totengräber ideologisch zu entwaffnen. Lenin sah voraus, dass die Arbeiteraristokratie die Macht in einem Land übernehmen kann, was bis dahin nicht der Fall war. Aber dies war zuerst der Fall in Jugoslawien, und heute wird der »Ultra«-Imperialismus wieder hoffähig gemacht von Nina Andrejewa in Russland. Enver Hoxha hat immer wieder betont, dass man im Kampf gegen den Revisionismus an der Macht die Produktivkräfte entfalten und damit gleichzeitig den Klassenkampf unter der Diktatur des Proletariats stärken muss. Es ist bekannt, dass die Revisionisten an der Macht Nutzen aus Kautskys Theorie zogen. Um zum Kapitalismus zurückzukehren, mussten sie den Sozialismus mit dem Imperialismus versöhnen, schufen sie den Sozialimperialismus an der Macht, der im Wesen reiner Imperialismus war. Unter Stalin trotzten die Sowjets der Arbeiter, Bauern und Soldaten vereint dem Ansturm der deutschen imperialistischen Aggression und Enver tat es Stalin gleich. Er verschmolz die Räte erfolgreich und mobilisierte die Produktivkräfte, um die zweifache Blockade von Imperialismus und Sozialimperialismus zu durchbrechen. Die Einheit von Arbeitern, Bauern und Soldaten auf der revolutionären Linie des bewaffneten Klassenkampfes und die Volksbewaffnung, waren Envers richtige Antwort auf die Angriffe des Imperialismus. Dies sind Lehren für das gesamte Weltproletariat.

Lenin schuf auch den Begriff des Sozialfaschismus: »Sozialismus in Worten, Faschismus in Taten!« Jugoslawien wurde das erste Land mit Sozialfaschismus an der Macht. Schon in der Sowjetunion führte Stalin erfolgreich einen scharfen Klassenkampf gegen die sozialfaschistischen Versuche der Konterrevolution, die Diktatur des Proletariats zu zerschlagen und eine neue Bourgeoisie an die Macht zu bringen. Die versteckten und offenen Angriffe der anti-sozialistischen Kräfte, die Verschwörung mit den Nazifaschisten, wurde aufgedeckt und in der Sowjetunion siegreich liquidiert. Enver Hoxha analysierte das sozialfaschistische Herrschafts- und Unterdrückungssystem in Jugoslawien und zerschlug auch die gleichen Versuche gegen Albanien. Der Sozialfaschismus ist von seinem Wesen her reiner Faschismus, der darauf gerichtet ist, die proletarischen (!) Arbeiter, die proletarischen Bauern und proletarischen Soldaten physisch zu vernichten. Die Sowjets wurden nach Stalins Tod in der Sowjetunion als erste vernichtet, bzw. wurden sie assimiliert und aristokratisiert und als wichtigster Bestandteil der neuen Bourgeoisie rekrutiert. Das geschah auch in Albanien durch den Verräter Ramiz Alia. So ist es eine klare marxistisch-leninistische Aufgabe, auch heute noch den Kampf zur Zerschlagung des Sozialimperialismus und Sozialfaschismus bis zum endgültigen Sieg fortzusetzen, das Bündnis des intellektuellen Kleinbürgertums mit der Arbeiteraristokratie zu zerbrechen, eben auf der Grundlage der Lehren des Genossen Enver Hoxha. Wir Marxisten-Leninisten taten dies gegen Milosevic, und wir riefen auf, Rote Interbrigaden zu bilden und dem Befreiungskampf des albanischen Volkes im Kosova zur Hilfe zu eilen. Der Kampf für das nationale Selbstbestimmungsrecht der Kosovaren war leninistisch, aber musste gleichzeitig mit der Forderung nach der revolutionären sozialen Befreiung vom Sozialfaschisten Milosevic und gegen den imperialistischen Krieg erweitert werden. Wir riefen das serbische Proletariat dazu auf, seine anti-sozialfaschistische Revolution durchzuführen, wir riefen auf zum revolutionären Krieg der Balkanvölker gegen den NATO - imperialistischen Krieg, wir riefen auf zur revolutionären, sozialen Befreiung aller Balkanvölker, wir riefen auf zum Kampf für einen sozialistischen Balkan. Das war die zutiefst internationalistische Haltung, die wir Marxisten-Leninisten einnahmen, und die wütende Reaktion der sogenannten »marxistisch-leninistischen« Weltbewegungen gegen uns zeigte, dass wir die Lehren Enver Hoxhas richtig angewandt hatten und dass wir in diese anti-sozialimperialistische und anti-sozialfaschistische Richtung weiter marschieren müssen.

Wenn die proletarische Revolution in Deutschland gesiegt hätte, wäre das wichtigste Standbein des Imperialismus gefallen. Dieser Versuch wurde damals durch Hitler und später durch die Sozialfaschisten Ulbricht, Honecker und StaSi-Wolf vereitelt , die für die Entartung der alten KPD sorgten und die 1968/69 gegründete revolutionäre Nachfolgerin der KPD, die KPD/ML des Genossen Ernst Aust, fast vollständig liquidierten. Aber die angeschlagene KPD/ML zögerte nicht, den anti-sozialfaschistischen Kampf auf den Grundlagen des Marxismus-Leninismus in ganz Deutschland und international fortzusetzen, einen Kampf, der den Genossen Ernst Aust und Enver Hoxha verband. Um der Welt zu zeigen, wie gefährlich der Sozialfaschismus ist, führen wir als Beispiel die subversive Tätigkeit in Deutschland auf. Die Sozialfaschisten ( ehemalige Agenten des StaSi der sozialfaschistischen DDR), rühmen sich selber (!) als »Vertreter« unserer illegalen KPD/ML-Sektion in der DDR, die sie - dort von M. Wolf als majorisierende Mitglieder eingeschleust - selber liquidiert haben, ein historisches »Meisterwerk«des Sozialfaschismus. Die alten Sektionsgenossen aus der DDR werden hingegen heute immer noch genau sie wir die KPD/ML Genossen im Westen von den gleichen (!) ehemaligen StaSi - Agenten verfolgt, die in der Führung der »Möller-KPD« arbeiten, um den anti-sozialfaschistischen Kampf der KPD/ML und anderer Marxisten-Leninisten in der Welt zu paralysieren. Ihre Liquidierungsversuche begannen sowohl innerhalb der illegalen Sektion der KPD/ML in der DDR, als auch innerhalb der KPD/ML in der BRD schon zu Lebzeiten des Genossen Ernst Aust`, einer der engsten Kampfgefährten des Genossen Enver Hoxhas. Die deutschen Sozialfaschisten waren es auch, die - mehr oder weniger erfolgreich - versuchten, uns den Maoismus in Deutschland einzuimpfen. Die KPD/ML ist bekanntlich die einzige Partei der Welt, die gleichzeitig gegen die Imperialisten und Sozialfaschisten an der Macht in einem durch Stacheldraht geteilten Land gekämpft hat - nicht zuletzt dank der internationalistischen Unterstützung der PAA. Enver Hoxha und Ernst Aust starben 1985. Im gleichen Jahr gründete sich aus einer Abspaltung der KPD/ML eine neue Seifenblasenpartei »Möller-KPD«, um die geschwächte, aber weiter kämpfende KPD/ML endgültig aus dem Weg zu räumen. Das ist ihr bis heute nicht gelungen, und sie spuckt deswegen Gift und Galle. Und dann erklärt die KPD/ML auch noch Enver Hoxha zum 5. Klassiker des Marxismus-Leninismus und nimmt gleichzeitig die Neugründung einer Komintern/ML, die Nachfolgerin der alten III.Komintern des Genossen Lenin und Stalin in Angriff! Das ist nicht nur ein Schlag gegen den Revisionismus in Deutschland, sondern eine empfindliche Niederlage für den Weltrevisionismus.

Als Klassiker wertet Enver Hoxha die Bedeutung von Marx, Engels, Lenin und Stalin nicht ab, sondern im Gegenteil auf. Es sind nicht »neue Prinzipien«, sondern Anwendung und Schlussfolgerungen aus den Lehren des Marxismus - Leninismus, die Enver Hoxha unter den sich verändernden Bedingungen seiner Zeit gezogen hat. Es ist eine der wichtigsten Aufgaben des heutigen Marxismus-Leninismus, die Errungenschaften und Erfahrungen des Sozialismus in der Sowjetunion und Albanien nicht zu konservieren, sondern aktiv zu nutzen und für die Nachwelt zu erhalten, weil sie eine Vorbildfunktion, eine richtungsweisende Bedeutung haben, um uns den schwierigen, vor uns liegenden Weg zur proletarischen Weltrevolution zu erleichtern. Die Wahrheit ist, dass wir mit 1917 wieder von vorn anfangen, dass wir die Oktoberrevolution zu neuem Leben erwecken, zu Ende führen müssen. Es gibt heute keinen real existierenden Sozialismus mehr, aber wenn wir die Oktoberrevolution als einen Sieg über den aufkommenden Imperialismus betrachten, dann verstehen wir die Vollendung der Oktoberrevolution als einen Sieg über den abtretenden, absterbenden Imperialismus. So bedeutet die Vollendung der Oktoberrevolution im internationalen Zusammenhang Aufbau eines neuen revolutionären Weltzentrums des Proletariats, eines Zentrums, das sich auf den Marxismus-Leninismus begründet und weiterentwickelt im Geiste von Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha. Die Verbreitung der Ideen der Klassiker ist auch eine Aufgabe der Schulung des Weltproletariats. Enver Hoxha hinterliess den Proletariern aller Länder ein fundamentales, grossartiges theoretisches Werk, das an dieser Stelle nicht ausführlich gewürdigt werden kann. Wir werden eine »Enver Hoxha - Gesellschaft« aufbauen und - genauso wie wir das bei Stalin gemacht haben - die gesammelten Werke in verschiedenen Sprachen veröffentlichen. Wir beschränken uns hier auf den wesentlichen Kern.

Unter den Verhältnissen der fortschreitenden Krise des Weltimperialismus, verteidigte Enver Hoxha die lenin`sche Imperialismustheorie und entwickelte sie in seinem Werk »Imperialismus und Revolution« weiter. Insbesondere hat Enver Hoxha den restaurierten Kapitalismus und die Entwicklung des Sozialimperialismus marxistisch analysiert. Der Kapitalismus hat seine Bastionen zurückerobert, aber nicht im alten Zustand. Der parasitäre, verfaulende Charakter des Imperialismus tritt besonders beim Sozialimperialismus hervor. Der Verfall und die Vernichtung der sozialistischen Produktivkräfte, ihre Zerstörung und Vernichtung, der sich zuspitzende Widerspruch zwischen Produktivkräften und staatskapitalistischen Produktionsverhältnissen kamen nicht rein zufällig in Russland und nach Enver Hoxhas Tod auch in Albanien zum Ausdruck. An dem unbeschreiblichen Leid der Werktätigen ist nicht die sozialistische Planwirtschaft schuld, sondern ihre Demontage, ihr Zerfall und schließlich ihre Liquidierung durch ihre Gegner. Wir, als proletarische Internationalisten, können diesem Zustand nicht tatenlos zusehen. Solidarität mit den Völkern Russlands und Albaniens hört nicht auf mit dem Ende ihres Sozialismus, sondern ist fortan unsere Pflicht und dankbare Aufgabe. Niemals dürfen wir vergessen, was die Völker des Sozialismus für die übrigen Völker der Welt geleistet und geopfert haben. Die sozialistische Wirtschaft der Sowjetunion und Albaniens war die materielle Basis für das Aufblühen der sozialistischen Gesellschaft, war der Schutzwall gegen den Imperialismus, war die Keimzelle des zukünftigen Kommunismus. Sie war vorbildlich für die Proletarier aller Länder. »Proletarier aller Länder, vereinigt euch!« Dieser Schlachtruf von Marx und Engels besagt heute unter Anwendung der Lehren Enver Hoxhas:

Proletarier aller Länder, strebt nach dem Vorbild der Sowjetunion Lenins und Stalins und nach dem Vorbild des sozialistischen Albaniens des Genossen Enver Hoxha, vereinigt euch zur sozialistischen Weltrevolution, zur Errichtung und Wiedererrichtung der Diktatur des Proletariats nicht nur in einem oder zwei Ländern oder gar in möglichst vielen Ländern, sondern in allen Ländern der Welt!

Der Mythos vom Ende des Kommunismus ist gebrochen, der Sozialimperialismus hat den Imperialismus nicht vor seinem Untergang gerettet, sondern den Fäulnisprozess und damit das kommende Ende des Imperialismus nur noch weiter beschleunigt. Man halte sich nur vor Augen, was für schädliche und tiefgreifende Auswirkungen der Sieg Stalins im Vaterländischen Krieg für den Weltimperialismus hatte. Und die Diktatur des Proletariats in Russland und Albanien sowie der revolutionären Kampf gegen den Revisionismus und Sozialimperialismus an der Macht gingen am Weltimperialismus nicht spurlos vorüber. Wenn er heute beispielsweise mit den Hinterlassenschaften des russischen Sozialimperialismus zu kämpfen hat, kann er dem revolutionären Ansturm Russlands nichts entgegensetzen.

Der Imperialismus kann die Revolution letztendlich nicht verhindern, natürlich auch nicht ein sozialimperialistisches Land wie China. In seinen Werken demaskierte Enver Hoxha unwiderlegbar den chinesischen Revisionismus. Er wies nach, dass der Sozialimperialismus und Sozialfaschismus in China nicht wegen Abkehr von Mao entstanden ist, sondern gerade konsequentes Ergebnis der Mao- Tsetung-Ideen selbst ist. Heute ist es dort sehr wichtig, von Enver Hoxha zu lernen, denn der Sozialimperialismus und Sozialfaschismus in China ist noch an der Macht und sehr gefährlich, weil sein Einfluss auf dem ganzen Erdball verbreitet und er sehr aktiv ist. Deshalb ist es notwendig, dass sich im Herzen Chinas eine illegal operierende marxistisch-leninistische Partei heranbildet, die mit den Lehren Enver Hoxhas ausgestattet, den Sozialimperialismus und Sozialfaschismus revolutionär niederringt und den Maoismus vernichtet. Enver Hoxha wies nach, dass Mao unter keinen Umständen und zu keiner Zeit als Klassiker des Marxismus-Leninismus eingestuft werden darf und dass sich die Mao-Tsetung-Ideen zwar einiger marxistischer Elemente bedienen, aber dass die Mao-Tsetung-Ideen sich im Wesentlichen aus einem Amalgam verschiedenster Bruchstücke nicht marxistischer - sondern größtenteils traditioneller, alter chinesischer Philosophien - zusammensetzen. Enver Hoxha betonte in seinem Bericht auf dem 6. Parteitag der Partei der Arbeit Albaniens:

»Ohne die Mao-Tsetung-Ideen anzuprangern und zu verwerfen, ohne ihren ganzen Einfluss in der revolutionären Bewegung zu bekämpfen und auszumerzen, kann weder vom Kampf gegen den chinesischen Revisionismus noch vom Kampf gegen den modernen Revisionismus insgesamt die Rede sein, kann sich die marxistisch-leninistische Bewegung nicht im erforderlichen Masse konsolidieren und entwickeln, kann die Sache der Revolution nicht erfolgreich vorangetrieben werden.«

Enver Hoxhas Entscheidung gegen Mao half uns Marxisten-Leninisten, nicht vom marxistisch-leninistischen Weg abzuweichen und uns nicht zu desorientieren, uns vor entscheidenden Fehlern zu bewahren. Seine Entscheidung war nicht nur ein Sieg über den chinesischen Revisionismus, sondern über den Revisionismus überhaupt, insbesondere über seine gefährlichste Häutung nach dem Machtantritt Chruschtschows. Und die Entscheidung für Enver Hoxha als 5. Klassiker gegen Mao ist ein weiterer Sieg für uns Marxisten-Leninisten, weil die Revisionisten die Lücke nach Stalin mit Mao zu füllen versuchten und uns damit in eine Sackgasse locken wollten. In Zeiten der Niederlagen, Stagnation, Schwächen und des Zurücksehnens nach alten großen Zeiten des Sozialismus sind revisionistische Blumen wie »Mao-Tsetung-Ideen als schöpferische Weiterentwicklung des Marxismus-Leninismus« sehr verlockend, besonders für die revolutionäre Jugend, die sich schneller für einen neuen revolutionären Führer begeistert. Der Personenkult um Mao hatte viele jungen Genossen Ende der 60er/ Anfang der 70er Jahre beeinflusst. Um den modernen Revisionismus zu überwinden, wurden sektiererische Fehler gemacht und ich selber weiss, wovon ich spreche. Es gab ausser Enver Hoxha aber auch Marxisten-Leninisten in der Welt, die korrekt Kritik an den Mao-Tsetung-Ideen übten. Wenn wir Mao als Klassiker ablehnen, heisst das nicht, dass wir grundsätzlich Klassiker nach Stalin ablehnen. Dieser Vorwurf ist jetzt wohl zweifellos aus der Welt geschafft.

Was den Kampf gegen den chinesischen Sozialimperialismus und Sozialfaschismus anbelangt, so müssen wir sagen, dass die Mörderbanden von Pol-Pot in Kambodscha auch ein grauenhaftes Produkt des chinesischen Sozialimperialismus und Sozialfaschismus sind und dass dies auch für Albanien geplant war. Aber nur die Wachsamkeit der PAA mit Genossen Enver Hoxha an der Spitze verhinderte dieses Verbrechen. Sowohl die russischen als auch die chinesischen Sozialimperialisten hatten ihre Finger im Spiel, um Albanien zu unterwerfen, aber beide haben sich dabei gehörig die Finger verbrannt. Enver Hoxha deckte auf, dass die KP Chinas den Kampf gegen den sowjetischen Revisionismus und Sozialimperialismus nicht vom Boden des Marxismus-Leninismus aus führte, sondern diesen nur als Tarnkappe ihres eigenen chinesischen Revisionismus und Sozialimperialismus an der Macht missbrauchte. Dies war anfangs sehr schwer zu durchschauen, weil sich die KP Chinas auch hinter korrekten, grundlegenden anti-revisionistischen Argumenten versteckte, führte aber zur marxistisch-leninistischen Selbstkritik bei den meisten Marxistisch-Leninistischen Parteien. Dank Enver Hoxha gelang es, das maoistische Gift auch aus dem Körper der KPD/ML zu entfernen.

Es wurde durch Enver Hoxha auch klar, dass die kriegerischen Auseinandersetzungen, das Streben nach Hegemonie, zwischen China und Russland sozialimperialistischen Charakter trugen. Und es ist auch eine Tatsache, dass das afghanische Volk in seinem heroischen bewaffneten Befreiungskampf über die russischen Besatzer siegte und als erstes Volk der ganzen Welt den kriegerischen Sozialimperialismus zum Teufel jagte!



Der Sturz Enver Hoxhas und die Folgen

Schliesslich streckten die albanischen Sozialfaschisten selber ihre Rattenköpfe aus der Erde und zerschlugen unter Führung des Verräters Ramiz Alia die Diktatur des Proletariats in Albanien. Dies geschah mit Unterstützung der Imperialisten und Sozialimperialisten, die den Sturz schon lange geplant und Schritt für Schritt vorbereitet hatten. Somit lieferten die albanischen Revisionisten an der Macht - im Gegensatz zur Sowjetunion - Albanien direkt und in kürzester Zeit an den Weltimperialismus aus. Es war die gleiche Person namens Ramiz Alia, der einst an der Seite Enver Hoxhas gegen den modernen Revisionismus auftrat und nach Envers Tod den Abriss der Denkmäler Enver Hoxhas und Stalins in Tirana und ganz Albanien befahl. Ramiz Alia lobte Enver in höchsten Tönen, während er den Dolch im Gewande führte. Aber Enver Hoxha und die PAA sind unsterblich. An dem geflossenen albanischen Blut, an der heutigen Not und dem Elend in Albanien ist nicht Enver Hoxha schuld, er war weder ein Massenmörder noch ein brutaler Diktator. Das was Chruschtschow mit Stalin machte, tat Ramiz Alia mit Enver Hoxha. Wir wissen, dass die wahren Genossen Stalins und Enver Hoxhas von den Sozialfaschisten in Russland und Albanien und überall in der Welt weiterhin verfolgt werden unter US - Oberaufsicht. Der Klassenkampf geht weiter und die revolutionären Gewehre werden ihr letztes Wort sprechen.



Wir Marxisten-Leninisten sind Gegner des Personenkults um Enver Hoxha

Die Niederlagen wurden schon immer den Kommunisten, den Arbeiterführern, den Klassikern, in die Schuhe geschoben, nie ihren Verrätern, die von unseren Feinden rehabilitiert wurden! Persönliche Unzulänglichkeiten werden mit der revolutionären Sache gleichgesetzt. Die Bourgeoisie wirft nicht zuletzt den Proletariern selber vor, dass sie schuld sind, wenn sie dem »Irrglauben« der Klassiker erliegen. Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha sind keine religiösen Götzen, die man anbetet. Wir lieben und verehren unsere Klassiker und alle Helden und Führer des revolutionären Weltproletariats, aber wir Marxisten-Leninisten sind Gegner des Personenkults, Wir sind keine willenlosen Gefolgsleute, die ihren Idolen blind folgen. Wir sind nicht die »Sektierer« und »Ultralinken«, nicht die »Heiligen Gralshüter«, was uns unsere Gegner glauben machen wollen. Es waren niemals die revolutionären Arbeiter, die Personenkult oder Proletkult betrieben, sondern stets nur die Agenturen der Bourgeoisie in der revolutionären Arbeiterbewegung. Personenkult ist Teil des ideologischen Waffenarsenals der Bourgeoisie. Die Revisionisten haben die Klassiker und Arbeiterführer nur hoch gelobt und Personenkult betrieben, um sie besser stürzen zu können. Beweise dafür lieferten Chruschtschow und Ramiz Alia. Vergessen wir nicht, dass sogar beachtliche Kreise des bürgerlichen Lagers offen für den einen oder anderen Klassiker »schwärmen«, aber nur, um sie für ihre großmacht-chauvinistischen, imperialistischen, nationalistischen und reaktionären Zwecke zu missbrauchen.

Wir Marxisten-Leninisten haben noch nie die Ernsthaftigkeit der Treuebekenntnisse zu unseren Klassikern mit blossen Worten gemessen, sondern stets ihre Lehren im Feuer des täglichen Klassenkampfes befolgt.



Es gibt für uns Marxisten-Leninisten keine sogenannte »Hoxha-Frage!«

Diese Frage werfen nur unsere Gegner auf, weil sie Enver Hoxha prinzipiell als Klassiker ablehnen oder ihn nicht einmal als Marxisten-Leninisten anerkennen wollen. Das ist uns aus der sogenannten »Stalinfrage« noch frisch in Erinnerung. Wir wollen uns daher von vorn herein abgrenzen von den rechten Opportunisten und »linken« Sektierern, die unsere prinzipienfeste Haltung zu den unwiderlegbaren Lehren Enver Hoxhas angreifen:

  1. Für die Marxisten-Leninisten in der Welt, für die zukünftigen Vertreter und Mitglieder der Komintern/ML, herrscht grundsätzlich Klarheit und Einheit über Enver Hoxha als Klassiker des Marxismus-Leninismus. Wenn wir den Marxismus-Leninismus verteidigen, verteidigen wir Enver Hoxha. Das heisst nicht, dass wir seine Fehler verteidigen oder Diskussionen über Fehler unterdrücken wollen. Fehler haben alle Klassiker gemacht, deswegen haben sie als Klassiker ihre Bedeutung bis heute nicht verloren und werden sie nie verlieren.

  2. Wir müssen dem Proletariat die Bedeutung Enver Hoxhas als Klassiker klar machen, seine Werke verbreiten, lernen und lehren und im Klassenkampf anwenden. Wir erläutern, warum und wie wir die Angriffe auf Enver Hoxha zurückweisen müssen. Wir erziehen unsere Mitglieder im Geiste Enver Hoxhas.

  3. Der Eintritt eines Genossen in die Marxistisch-Leninistische Partei, seine Aktivität im täglichen Klassenkampf, kann man nicht von seiner restlosen Klarheit über die sogenannte »Hoxhafrage« abhängig machen. Man kann ihn wegen Unklarheiten nicht einfach ausschließen, bedenke man nur, dass wir seit dem Tod Enver Hoxhas fast 16 Jahre gebraucht haben, um diese Frage aufzuwerfen und zu klären. Man kann ihn also wegen Unklarheiten nicht einfach ausschließen, das wäre Sektierertum und falsch verstandene Prinzipienfestigkeit.

Wir gehen deswegen so ausführlich hierauf ein, weil der gemeinsame Angriff der rechten Opportunisten (Koch) UND GLEICHZEITIG der Linkssektierer (Möller) auf und nach dem 5. Parteitag der KPD/ML auf den Genossen Ernst Aust - der sich um die Verteidigung Stalins in Deutschland wie kein anderer verdient gemacht hat - in der sogenannten »Stalinfrage« in der Mitte der 80er Jahre zur Spaltung und fast vollständigen Liquidierung der KPD/ML geführt hatte. Das darf uns in der sogenannten »Hoxhafrage« nicht noch einmal passieren.

Es nützt unseren Klassengegnern letztendlich doch nichts, die sogenannte »Stalinfrage« oder »Hoxhafrage« aufzuwerfen. Aus diesem Kampf gehen die Marxisten-Leninisten gestärkt hervor, die Gegner sind diskreditiert. Stets begannen sie beim letzten Klassiker und versuchten dann, einen Klassiker nach dem anderen zu »widerlegen«, um damit den ganzen Marxismus-Leninismus zu »widerlegen«. Man greift Enver Hoxha an, und meint Stalin. Man griff Stalin an und meinte Lenin. Man griff Lenin an und meinte Marx und Engels. Man griff Marx und Engels an und meinte den Kommunismus. Dies ist der konsequente Weg des Revisionismus, angefangen beim Sektierertum und endend mit offen anti-kommunistischer bürgerlicher Ideologie, die auf dem Müllhaufen der Geschichte landet. Nicht zuletzt hat Enver Hoxha die sogenannten »Stalinfrager« glänzend widerlegt. Wenn wir als »Pro-Hoxhaisten« beschimpft werden, trifft uns das genauso wenig, wie die Beschimpfung als »Stalinisten« (Enver = «Stalinist«) , das beliebteste Steckenpferd der Trotzkisten. Unsere Gegner werden versuchen, den Spiess umzudrehen, auf Enver »schwören« und uns Marxisten-Leninisten als Scharlatane hinstellen. Nichts und niemand kann jedoch die Lehren Enver Hoxhas bestreiten, widerlegen oder aufhalten, auch nicht mit faulen Tricks. Wir fürchten nicht physische Vernichtung, fürchten nicht faschistische Verfolgungen und Foltern, wir fürchten nicht die Sozialfaschisten und ihren Lakaien, aber auch nicht solche Gegner, die vorgeben, plötzlich ihr«Herz« für Enver Hoxha »entdeckt« zu haben, um unser Vertrauen zu missbrauchen und mit einem »Trojanischen Pferd« die Festung von innen zu stürmen und unsere Organisation zu liquidieren.



Enver Hoxha hat den modernen Revisionismus demaskiert, was kommt danach?

Das Auftauchen des Neo-Revisionismus und wie sich der moderne Revisionismus häutete

Es ist das Wesen des Revisionismus, den Marxismus-Leninismus zu imitieren, um die Marxisten-Leninisten irrezuleiten und vom revolutionären Weg abzubringen. Der Revisionismus versucht, den Marxismus-Leninismus mit seinen eigenen Waffen zu schlagen. Die Revisionisten geben sich als »Marxisten-Leninisten« aus, erschleichen sich so den Weg in die Parteispitze, um von dort aus die Marxisten-Leninisten als »Parteifeinde zu entlarven« und zu entmachten. Der Revisionismus ist die Ideologie der Bourgeoisie in der kommunistischen und Arbeiterbewegung, ob an der Macht oder nicht, ob national oder international und so alt wie der Marxismus-Leninismus selbst. Der Revisionismus ist ein Instrument der Bourgeoisie, um ihre Macht nicht an die Arbeiterklasse zu verlieren und um nötigenfalls ihre Macht zurückzuerobern. Die Geschichte hat gezeigt, dass der Revisionismus nach Macht strebt und sie auch erobern und aufbauen kann. Sie kann die Macht aber auch wieder zurückerobern, wenn sie verloren ging. Erinnern wir uns daran, dass Enver Hoxha gegen alle Spielarten und verschiedenste Vertreter des modernen Revisionismus gleichzeitig gekämpft hat und wie sie alle gemeinsam gegen die Marxisten-Leninisten vorgegangen sind, obwohl sie sich auch untereinander bekämpften, um sich einen besseren kapitalistischen Platz zu sichern. Der Kommunismus bleibt auf der Strecke oder wird aufgehalten, wenn wir den sich ständig wandelnden Revisionismus nicht in seinem Wesen erkennen, ihn nicht »auf frischer Tat« ertappen bei seiner Wühlarbeit und seinen Manövern entlarven und ihn restlos und gnadenlos und vor allem rechtzeitig zerschlagen. Es handelt sich um einen Gegner, der damit beginnt, uns von hinten aufzulauern und uns dann von vorne direkt aufs Haupt zu schlagen, nachdem er uns vorher ideologisch wehrlos gemacht hat. Es ist ein Gegner, der uns vorher freundschaftlich die Hand reicht, bevor er uns damit erschlägt. Wir müssen lernen, zu agieren und nicht erst zu reagieren, wenn es schon zu spät ist. Wenn wir zu viel Zeit verlieren, weil wir die Entwicklung des Revisionismus nicht vorausgesehen haben, irren wir tastend herum, kann man den Revisionismus nicht im Keim ersticken, breitet er sich aus, kann er uns überraschende Schläge versetzen und wird immer schwieriger zu besiegen sein. Wir dürfen nicht zimperlich sein. Das sind die Revisionisten mit uns und ja auch nicht. Es gilt, was Enver Hoxha sagte: »Auge um Auge, Zahn um Zahn!«. Der Revisionismus ist für immer, das heißt bis in die Zeit der klassenlosen Gesellschaft, eine immer währende Gefahr, aber kein notwendiges Anhängsel des Marxismus-Leninismus. Der Revisionismus ist nicht etwa der »notwendige« Gegenpol, ohne den sich der Marxismus-Leninismus nicht entwickelt - wie die Maoisten predigen, um immer einen Fuß in der Tür zu behalten. Wir Marxisten-Leninisten kommen ohne Revisionismus aus, die Revisionisten nicht ohne uns. Wenn wir die Revisionisten niedergeschlagen haben und sie ihren Kopf wieder herausstrecken wollen, kriegen sie von uns immer wieder eins aufs Haupt. Nur da, wo die bolschewistische Partei, wo die Marxisten-Leninisten, nicht sauber und wachsam genug arbeiten, wo sich Dreck ansammelt und Schlamperei geduldet wird, wo man sorglos wird und die Verantwortung anderen überlässt und den Klassenkampf als Selbstlauf betrachtet und blind vertraut, wo man Prinzipienfestigkeit vernachlässigt oder gar übertreibt und mit Sektierertum verwechselt, und nicht auf dem revolutionären Weg vorwärts schreitet, kann sich Revisionismus entfalten, sonst nicht. Die Werktätigen sind die Akteure in der Geschichte des Klassenkampfes,sie schaffen Reichtum und Wohlstand, die Parasiten wollen davon nur profitieren und nutzen unsere Fehler und Schwächen aus, können alles Leben zerstören. Revisionismus heisst ja bekanntlich: »Sozialismus in Worten, Kapitalismus in Taten!«

Die Anpassungsfähigkeit, das Anlegen neuer Gewänder, seine Fähigkeit sich zu häuten, sein parasitäres Verhalten, das Aufsetzen von Tarnkappen, seine Täuschungsmanöver, die Errichtung verschiedenster und gleichzeitiger ideologischer Barrieren an allen Fronten des Klassenkampfes, die Erschwernis und Verhinderung unserer kommunistischen Arbeit, sein Bemühen zu spalten und die Zersplitterung unserer Kräfte, die klassenversöhnlerische, opportunistische Einheitsmacherei und das Paktierertum, um uns den revisionistischen Kurs aufzuzwingen und unsere Organisationen zu liquidieren oder zu entarten, unsere Genossen zu zermürben und ihre bolschewistische Prinzipienfestigkeit und bewußte Disziplin zu brechen bzw. aufzuweichen, uns gegeneinander auszuspielen und Gerüchte zu verbreiten, und vor den Schwierigkeiten zu kapitulieren, uns mit bürgerlicher Ideologie zu beeinflussen und zu erpressen, uns zu verfolgen und notfalls zu töten, uns der materiellen Basis zu berauben, uns von der Arbeiterbewegung, von der Basis zu isolieren, den Marxismus-Leninismus zu »widerlegen« und die Wahrheit zu verkleistern, uns immer wieder auszutrixen und uns auf eine falsche Fährte zu locken, sein sich ständig vergrößerndes Waffenarsenal macht den Revisionismus zu jeder Zeit, in jeder Situation und überall gefährlich. Und wir dürfen niemals vergessen, dass wir uns selber gefährden, wenn wir nicht ernsthaft und gründlich das Prinzip von Kritik und Selbstkritik beherzigen. Es ist ein ganz wichtiges Entwicklungsgesetz des Marxismus-Leninismus, dass wir unserer Fehler aufdecken und korrigieren, um nicht ins revisionistische Fahrwasser zu geraten und Spielball der Revisionisten zu werden. Die gemeinste revisionistische Taktik ist es, »Selbstkritik« vorzutäuschen, um uns glauben zu machen, dass sie ihre Fehler »dank uns« erkannt und überwunden haben, um unser Vertrauen zu missbrauchen und uns zu liquidieren. Daher müssen wir unsere Wachsamkeit erhöhen und diesen vorgetäuschten »Anti-Revisionismus« durchschauen. Es gehört heutzutage schon »zum guten Ton«, »anti-revisionistisch« zu sein. Das klingt »revolutionär« und wer möchte schon gern als »Revisionist« beschimpft werden? Nur Dummköpfe würden heute noch auf die alten abgedroschenen Argumente der modernen Revisionisten hereinfallen. Die Demarkationslinie gegenüber dem modernen Revisionismus reicht also heute schon aus dem einzigen Grund nicht mehr aus, weil er bereits enttarnt und ideologisch gründlich entwaffnet ist. Die Revisionisten haben daraus gelernt. Und so nennt sich der moderne Revisionismus selbst eben auch »anti-revisionistisch«. Und genau deswegen, weil er sich neu maskieren kann, dies getan hat und weiter tun wird, bleibt der moderne Revisionismus gefährlich. Wie soll man den modernen Revisionismus oder jeden neuen Revisionismus überhaupt erkennen, der sich selber »anti-revisionistisch« nennt oder behauptet, den modernen Revisionismus »überwunden« zu haben?

Den modernen Revisionismus nach außen in Worten bekämpfen, um dahinter neue Formen des Revisionismus zu praktizieren, das ist die neue Spielart des modernen Revisionismus, ein »verkappter« Revisionismus wie Lenin das ausdrückte. Wir müssen dieser Spielart, die sich bereits weit verbreitet hat, einen Namen geben, damit wir sie unterscheiden können und wissen, was wir meinen. Da es keinen neuen Terminus gibt, sprechen wir zukünftig von Neo-Revisionismus. (Wir haben fast 10 Jahre gebraucht, um uns über dieses Phänomen völlige Klarheit zu verschaffen).



Was ist Neo-Revisionismus?

Unter Neo-Revisionismus verstehen wir alle neuen Spielarten des Revisionismus, die sich hinter dem modernen Revisionismus verbergen, diesen nur in Worten bekämpfen, sich aus ihm gehäutet haben, bzw. sich noch häuten werden.

Ohne den modernen Revisionismus vom Neo-Revisionismus unterscheiden zu können, ohne davon Kenntnis zu nehmen, dass sich der Neo-Revisionismus eigenständig aus dem modernen Revisionismus entwickelt, eine neue Qualität angenommen, die marxistisch-leninistische Weltbewegung massgeblich beeinflusst hat, kann heute keine Rede sein vom anti-revisionistischen Kampf, bleibt der Kampf gegen den Revisionismus eine hohle Phrase, dient er der Bourgeoisie, aber nicht dem Proletariat. Wer heute die Demarkationslinie auf dem alten Level des modernen Revisionismus zur Zeit Enver Hoxhas liegen lässt und sie nicht auf die Stufe des Neo-Revisionismus hochhebt, erlaubt den Revisionisten, die Demarkationslinie zu überspringen, wirft den Revisionismus zwar vorne raus, aber lässt ihn wieder durch die Hintertür hereinkommen, macht es unmöglich, Enver Hoxha zu verteidigen und seine Lehren weiter zu entwickeln. So wird der Revisionismus niemals überwunden, wird die gegenwärtige internationale Strömung der anti-revisionistischen Nachtrabpolitik in offener bürgerlicher Ideologie enden, wird die Demarkationslinie ad absurdum geführt. Hüten muss man sich vor solchen Leuten, die behaupten, die Hintertür geschlossen zu halten, aber sie einen Spalt breit offen lassen, um den Revisionismus unbemerkt hereinkommen zu lassen. Der Marxismus-Leninismus kann seine revolutionäre Kraft nur entfalten, wenn er sich dem Kampf gegen alle Formen des Revisionismus stellt.



Der allgemeine Häutungsprozess und das dialektische Entwicklungsgesetz des Revisionismus

Wir haben oben einige wichtige Erscheinungen des Revisionismus aufgezählt, aber man darf sich nicht damit begnügen, sie voneinander losgelöst und den Revisionismus als reinen, quantitativen Wachstumsprozess zu betrachten. Als Marxisten-Leninisten betrachten wir die Dinge nicht losgelöst, unabhängig voneinander, nicht ohne ihren inneren Zusammenhang. Bevor wir uns also mit dem heutigen Neo-Revisionismus näher auseinandersetzen, müssen wir das allgemeine Wesen des Revisionismus dialektisch in seiner Gesetzmäßigkeit, im historischen Gesamtzusammenhang aufdecken. Das heisst, dass wir damit den immer wiederkehrenden Ablösungsprozess von einer Spielart oder Form des Revisionismus in die nächste, ihr Entstehen und Absterben betrachten müssen - auch auf lange Sicht. Wir müssen die dem Revisionismus innewohnenden Widersprüche aufdecken und die Verwandlung von Quantität in Qualität untersuchen. Wir müssen ergründen, auf welche Weise sich der Revisionismus verjüngt; wie es dem Revisionismus gelingt, sich erneut zu maskieren, neue Eigenschaften anzunehmen und damit wieder gefährlich zu werden, nachdem wir ihm bereits alte Tarnkappen heruntergerissen haben.

Der von Quantität in Qualität umschlagene Prozess, das Entwicklungsgesetz des Revisionismus, von der alten in die neue Haut zu schlüpfen, dieser Häutungsprozess des Revisionismus, ist ja nichts Neues. Nehmen wir den Chruschtschow-Revisionismus:

Er ist heute nicht mehr so aktuell wie zu Enver Hoxhas Zeiten, sozusagen ist es eine Spielart des modernen Revisionismus, die aus der Mode gekommen ist. Nebenbei bemerkt sprechen manche Genossen davon, dass der Chruschtschow-Revisionismus heute unbrauchbar, abgehakt, erledigt ist, weil er dazu diente, den Sozialismus zu liquidieren und den Kapitalismus zu restaurieren. Heute ist der Kapitalismus schon lange restauriert und daher sei der Chruschtschow-Revisionismus »überholt«. Aber das ist nur die halbe Wahrheit, denn der Chruschtschow-Revisionismus war nicht nur ein sowjetisches Phänomen. Darüber hinaus erfüllte der Chruschtschow-Revisionismus international die Funktion, die Marxistisch-Leninistische Weltbewegung zu desorientieren, zu lähmen und zu erwürgen und die revolutionären Bewegungen zB. in den kapitalistischen Ländern zu paralysieren. Diese Länder existieren sehr wohl noch und damit auch die Gefahr des Chruschtschow-Revisionismus, wenn er sich neu maskiert und sich als Neo-Chruschtschow-Revisionismus häutet.

Wir wollen jetzt das allgemeine Entwicklungsgesetz des Revisionismus, den dialektischen Häutungsprozess, am Beispiel des Chruschtschow-Revisionismus nachweisen. Qualitativer Ausgangspunkt ist die Entwicklung des Revisionismus an einem Punkt, wo er behauptet, dass der Klassenkampf auf einer fortgeschritteneren Stufe des Sozialismus »abstirbt« anstatt zuzunehmen und weiter zu Ende geführt zu werden, also in der Sowjetunion zur Zeit zwischen dem 19. und 20. Parteitag der KPdSU. Er wurde von der KPdSU, von Stalin, enttarnt und angegriffen, also musste er sich davor schützen, sich verbergen, sich häuten, und Formen und Methoden entwickeln,um sich vom sozialistischen Bürokratismus in den modernen Revisionismus zu verwandeln. Revisionismus strebt an die Macht,das ist sein wichtigster Impuls im Sozialismus. Zu diesem Zweck griff Chruschtschow die revisionistischen Vertreter des bürokratischen Sozialismus, das schrittweise Nachlassen des Klassenkampfes im Sozialismus, »solidarisch« mit Stalin an, gegen die sich Stalin und die KPdSU auf dem 19. Parteitag wandten und tat so, als sei seine (Chruschtschows) Position (»der grosse Stalin«) mit Stalins prinzipienfester Position identisch. So würde niemand Verdacht schöpfen. Er benutzte die alte revisionistische Haut also nur, um unter ihr die neue revisionistische Haut heranwachsen zu lassen. Nachdem dieser Häutungsprozess abgeschlossen war, griff Chruschtschow Stalins Prinzipienfestigkeit erst versteckt (»dogmatische Fehler, Festhalten an »überholten« Prinzipien, »Prinzipienreiterei«) und dann immer offener (»dogmatische Abweichung als Ursache des verknöcherten Bürokratismus«) und dann frontal als »Dogmatismus«, als »Gefahr für die Zukunft der Sowjetunion« und »nicht mehr zeitgemäß« an, indem er den alten Revisionismus (Vertreter des Bürokratismus) nach rechts rückte, damit sein moderner Revisionismus den Platz als offizielle, »marxistisch-leninistische« Parteilinie einnehmen konnte. Als die Zeit gekommen war für einen Machtwechsel, hievte er seine Leute an die Macht und die Position Stalins, die Diktatur des Proletariats, wurde dann vor allem nach seinem Tod »als veraltet« nach »links« vom Tisch gekehrt ( »Stalin der Massenmörder«) - und mit ihm seine treuen Anhänger, viele alte Bolschewiki. Dies passierte nicht wie auf einem Schachbrett durch Plätze tauschen, sondern im Kampf der Gegensätze, in einem erbitterten Klassenkampf innerhalb und außerhalb der KPdSU zwischen Marxismus-Leninismus und Revisionismus, ein Kampf, in dessen Folge der Revisionismus die Macht übernahm, und der Sozialismus eben nicht automatisch ewig weiter existiert und sozusagen in einem »unerschütterlichen« gesellschaftlichen Zustand verbleibt, was die modernen Revisionisten behaupteten, um dahinter ungestört ihren Kapitalismus zu restaurieren. So kam der Revisionismus an die Macht. Deswegen darf man niemals den modernen Revisionismus unterschätzen. Seine Häutung brachte den Sozialismus in Albanien zu Fall, und wenn wir nicht aufpassen, kann jede neue Häutung in Zukunft den gleichen oder noch größeren Schaden anrichten. Im Resultat hatte Chruschtschow die bürokratischen Erscheinungen im Sozialismus nicht bekämpft, sondern sie im Gegenteil in eine neue Qualität verwandelt. Also kann man die sozialistische Ordnung durch die kapitalistische Ordnung ersetzen, ebenso wie die so entstandene, neue kapitalistische Ordnung wieder durch die sozialistische Ordnung zurückerobert werden kann. Und das ist die Aufgabe des Proletariats in Russland und Albanien.

Chruschtschow machte sich dabei die marxistisch-leninistische Lehre vom gleichzeitigen Kampf gegen beide Richtungen, den rechten Opportunismus und das linke Sektierertum, zunutze. Genauso arbeitet im Prinzip heute auch die »Möller/KPD« in Deutschland gegen die KPD/ML. Dies trifft besonders auf Situationen zu, in denen die Bewegung zu »stagnieren« scheint und man nach neuen Wegen suchen muss. Übrigens funktioniert dieses Prinzip auch von der Position des Linkssektierertums aus: In diesem Fall werden die Marxisten-Leninisten auf die Seite der »rechten Abweichung« gesetzt, die Linksopportunisten nehmen die Position des »Marxismus-Leninismus« ein und grenzen sich dann von der »linken Abweichung« ab. Und dies passiert häufig in Situationen, wo die revolutionäre Bewegung einen Aufschwung nimmt und einen gewissen Höhepunkt erreicht. Der Marxismus-Leninismus wird dann sozusagen von der rechten Tischkante gekehrt. Diese Manöver können sowohl umgekehrt als auch zu gleicher Zeit stattfinden. Besonders in revolutionären Situationen oder wenn die Marxistisch-Leninistische Partei noch in ihren Kinderschuhen steckt, kann es gleichzeitig zu mehreren Abspaltungen, Neugründungen und Konkurrenzgründungen kommen. Dies sind auch die historischen Erfahrungen der KPD/ML im Kampf für ihre proletarische Linie gegen die rechten und »linken« Abweichler. Lehrreich ist Stalins »Kurzer Lehrgang der Geschichte der KPdSU (B)«, ein Werk, das unbedingt in allen Marxistisch-Leninistischen Parteien geschult und in der Praxis angewandt werden m u s s. Der Häutungsprozess des Revisionismus ist ja nicht - wie gesagt - zwangsläufig und unvermeidbar, sondern kann sich nur entwickeln,wenn wir Marxisten-Leninisten ihn nicht rechtzeitig erkennen und bekämpfen. Wir Marxisten-Leninisten können ihn besiegen und unschädlich machen, wenn wir die Lehren der Klassiker richtig anwenden. Der Revisionismus kann sich nur durch unsere Fehler und Schwächen entwickeln. Deswegen müssen wir das revolutionäre Feuer ständig schüren ( nur nicht zu stark!), damit das proletarische Schwert des Klassenkampfes in der Glut ständig geschmiedet und geschärft werden kann. Niemals dürfen wir Marxisten-Leninisten zulassen, dass das revolutionäre Feuer erlischt!

Die neue revisionistische Haut beginnt also immer erst neu zu wachsen, wenn die alte von den Marxisten-Leninisten entdeckt entlarvt, und ernsthaft verletzt wird, also nicht mehr lebensfähig ist. Dabei wird die alte Haut sicherheitshalber während des gesamten Häutungsprozesses funktionsfähig gehalten. Man muss diesen dialektischen Vorgang auch im historisch-materialistischen Zusammenhang begreifen, Die revisionistische Haut ist ja in der jeweilig existierenden Gesellschaft und ihrem Entwicklungsstadium lebendig verbunden mit einem organischen, bürgerlichen, kapitalistischen Kern, sie nährt diesen Kern, damit die Sozialbourgeoisie wachsen kann! Und je länger wir diesem Wachstum tatenlos zusehen oder falsch bekämpfen, desto mehr Schaden kann sich ausbreiten. So nutzte Chruschtschow das Vertrauen in die grosse Sowjetunion Lenins und Stalins schamlos aus, wertete er die berechtigte und notwendige Kritik am Revisionismus durch Enver Hoxha als »Angriff« auf die Sowjetunion und rechnete mit den Marxisten-Leninisten in aller Brutalität ab. So ging auch Ramiz Alia mit den Marxisten-Leninisten im eigenen Land um und schottete die Marxisten-Leninisten aus dem Ausland vor den tatsächlichen revisionistischen und sozialfaschistischen Vorgängen in Albanien ab. Er hat sich feige unserer Kritik verweigert und sie geschickt ins Leere laufen lassen, aber wir haben ihm nicht den Kopf abgeschlagen. Die Revisionisten haben es verstanden, die Marxisten-Leninisten in den sozialistischen Ländern und in den übrigen Ländern voneinander abzuriegeln. Die Komintern konnte das anfangs verhindern, bis auch diese von den revisionistischen Häuptlingen erobert wurde und die Komintern als Instrument gleichzeitig gegen die Sowjetunion und gegen die Marxisten-Leninisten in der übrigen Welt missbraucht wurde.

Nehmen wir den revisionistischen Angriff auf die Diktatur des Proletariats im Allgemeinen, das Kernstück des Marxismus-Leninismus. Die Haut der Diktatur des Proletariats wird von den Revisionisten zunächst »unbeschadet« benutzt, um dahinter schrittweise die Diktatur einer neuen Herrscherklasse gegen das Proletariat zu errichten - das ist die Errichtung des Sozialfaschismus an der Macht. Hat dann die neue herrschende Sozialbourgeoisie ihre Macht gesichert und das Proletariat und seine Verbündeten entmachtet, wirft sie die unbrauchbar gewordene, alte Haut ab und richtet ganz offen ihre Organe der Klassenherrschaft gegen den Widerstand der Arbeiter und anderer Werktätigen, zerstört sie schrittweise die sozialistischen Errungenschaften und verbreitet bürgerliches Bewusstsein in der Arbeiterklasse. Dies war in der Sowjetunion und Albanien ein abgeschlossener und ist in China noch ein laufender Prozess. Wobei es in China und vielen ehemaligen Ländern der Volksdemokratie niemals eine Diktatur des Proletariats gegeben hat. Heute braucht die Bourgeoisie zB. In Kuba nicht die Haut der Diktatur des Proletariats, um sich dahinter zu verbergen, der Zerfallsprozess der kubanischen, sozialfaschistischen Gesellschaft ist schon viel zu weit fortgeschritten und die Euro«Kommunisten«, die Genosse Enver Hoxha ideologisch schonungslos entlarvte, nehmen noch nicht mal mehr das Wort »Kommunismus« in den Mund, wenn`s hoch kommt bestenfalls »demokratischer Sozialismus«. Sie haben die gesamte Terminologie des Marxismus-Leninismus über Bord geworfen, um einst das Vertrauen des einheimischen und internationalen Kapitals zu gewinnen. Heute sind sie im kapitalistischen System als Ordnungsfaktor bereits vollständig integriert.

So wie Chruschtschow stellt sich also j e d e r Revisionist als »Antirevisionist« dar, um seinen eigenen Revisionismus dahinter zu verbergen. So läuft jeder Häutungsprozess regelmäßig nach dem revisionistischen Schema ab: »Antirevisionismus in Worten und Revisionismus in Taten.« Das trifft natürlich auf alle restlichen revisionistischen, also auf die sich heute noch »sozialistisch« nennenden Länder zu .



Das internationale Auftreten des Neo-Revisionismus nach Enver Hoxha

Wenn man das allgemeine Wesen des Revisionismus, sein Entwicklungsgesetz kennt, dann begreift man nicht nur die Besonderheiten des modernen Revisionismus, sondern auch das besondere Wesen des Neo-Revisionismus, erkennt man seine gegenwärtigen Häutungsprozesse. Auf Enver Hoxha übertragen, dem Verfechter des Kampfes gegen den modernen Revisionismus, bedeutet Neo-Revisionismus heute nichts anderes als:

»In Worten Enver Hoxha verteidigen, in Taten Enver Hoxha verraten!«

Es gibt heute nur einen wahren Anti-Revisionisten, nämlich den Marxisten-Leninisten, der diesen neuesten Formen des Neo-Revisionismus kompromisslos entgegentritt.

Wer sich heute Anti-Revisionist nennt, der muss in Taten beweisen, den neo-revisionistischen Verrat an Enver Hoxha zu entlarven, zu verurteilen und zu bekämpfen !

Hinter den Lehren Enver Hoxhas neue Formen des Revisionismus aufzubauen, das ist also die neueste und gefährlichste Variante des Neo-Revisionismus. Das scheint etwas zu abstrakt zu sein, also wollen wir diesen revisionistischen Häutungsvorgang etwas konkreter beleuchten:

Nachdem in Albanien die letzte Bastion der Diktatur des Proletariats durch die Revisionisten gestürmt war, war ihr Werk noch lange nicht vollendet, denn es gab ja Marxisten-Leninisten, die mutig den Revisionismus in Albanien angriffen - nicht nur Enver Hoxha und die Genossen der PAA, sondern auch einige Marxisten-Leninisten aus dem Ausland, verstärkt nach dem Tode Enver Hoxhas, viele erst nach dem Umsturz. Die Marxisten-Leninisten in Albanien und in der Weltbewegung haben den revisionistischen Verrat Ramiz Alias korrekt entlarvt und verurteilt. Die Marxisten-Leninisten verurteilten auch sogenannte »Marxisten-Leninisten«, die den revisionistischen Kurs von Ramiz Alia voll unterstützten, wie zB. die CPC/ML aus Kanada unter Hardial Bain. Schwer zu durchschauen sind die heutigen Neo-Revisionisten, die sich bei ihrer Kritik an Ramiz Alia und zB. an Hardial Bain auf Enver Hoxha »berufen«. Sie griffen Ramiz Alia und Hardial Bain nur in Worten an, verteidigten nur in Worten Enver Hoxha, während sie in Wirklichkeit genau das Gegenteil tun, nämlich Ramiz Alia nicht vom marxistisch-leninistischen, sondern vom revisionistischen Standpunkt aus zu kritisieren. Ramiz Alia in Worten verurteilen, ihn aber in Taten zu schonen, das ist eine gefährliche Variante des Neo-Revisionismus. Diese neo-revisionistische Linie wird nicht nur vertreten von der internationalen Gruppierung »Unity & Struggle«, sondern von vielen anderen Organisationen.

Wir kennen sogenannte »Marxisten-Leninisten«, die Enver Hoxha von »links«, also vom sektiererischen Standpunkt aus kritisieren - die einen offen, die anderen versteckt. Die offenen Sektierer beschuldigen lauthals Enver Hoxha, er wäre nicht nur für die Machtübernahme des Revisionismus in Albanien persönlich verantwortlich, weil er Ramiz Alia und andere Revisionisten schon zu Lebzeiten mit Samthandschuhen angefasst hätte, ja ihn sogar in den Sattel gehoben habe und den Maoismus viel zu spät offen angegriffen bzw. mit dem Maoismus in der Anfangszeit paktiert hätte. Mit all diesen haltlosen Beschuldigungen kamen die Sektierer zu dem Schluss, dass Enver Hoxha die Revisionismus-Kritik insgesamt »erschwert«, »behindert« oder gar »verhindert«, und damit der marxistisch-leninistischen Weltbewegung einen großen »Schaden« im anti-revisionistischen Kampf zugefügt hätte. Sie kritisieren, dass Enver Hoxha angeblich die Lehren Stalins »nicht konsequent umgesetzt« hätte und manche bezeichnen Enver Hoxha sogar als »Revisionisten«.

Die verkappten Sektierer werfen den Marxisten-Leninisten vor, sie würden nicht konsequent die Lehren Enver Hoxhas umsetzen, würden auf halbem Wege stehen bleiben und hätten sich nicht konsequent von revisionistischen Einflüssen freigemacht. Es sollten »lupenreine«, sektiererische »Enver Hoxha-Parteien« neu gegründet werden, und die bestehenden marxistisch-leninistischen Parteien sollten aufgelöst und liquidiert werden, weil sie angeblich »entartet« und »nie«/ »nicht mehr« fähig seien, die Linie Enver Hoxhas zu befolgen. Die Neo-Revisionisten verwenden diese Argumentation des versteckten Sektierertums mit Vorliebe gegen uns Marxisten-Leninisten (das ist auch die Haltung der »Möller-KPD« gegenüber unseren Gründer und Führer der KPD/ML - Genosse Ernst Aust), weil wir ja ihre neo-revisionistischen Organisationen angreifen und beweisen können, dass sie nur ihrem Namen nach »marxistisch-leninistisch« sind. Gegen all diese anti-marxistisch-leninistischen Strömungen haben wir in Deutschland einen konsequenten ideologischen Kampf geführt und den Genossen Enver Hoxha vom marxistisch-leninistischen Standpunkt aus von Anfang an ohne Schwanken verteidigt.

Der Revisionismus erfasste also nicht nur Albanien, sondern breitete sich auch in der Marxistisch-Leninistischen Weltbewegung aus, nicht rein zufällig, wie wir noch sehen werden. Es kam zu Spaltungen in den meisten Marxistisch-Leninistischen Parteien bzw. zu deren Entartung und Liquidierung. Warum?

Die Revisionisten wussten aus historischen Erfahrungen sehr wohl, dass die Marxisten-Leninisten in der Welt diese Spaltungen - die einen früher und die anderen später - überwinden würden durch das prinzipientreue Festhalten am Marxismus-Leninismus - nicht zuletzt durch die Tatsache, dass sie sich dabei auf die Lehren Enver Hoxhas stützten. Für die Marxisten-Leninisten war die Quelle ihrer Kraft mit dem Sturz des sozialistischen Albaniens nicht versiegt. Das ist ein grossartiger Sieg des Marxismus-Leninismus über den Revisionismus, der nicht genug gewürdigt werden kann. Zeigt dieser Sieg doch, dass der Marxismus-Leninismus immer lebendig bleibt. Obwohl die treuen Enver Hoxha Genossen ermordet oder in die Gefängnisse gesteckt wurden und der wütenden Konterrevolution zum Opfer fielen, gab es niemals Zweifel bei den wahren Marxisten-Leninisten, gab es niemals einen Grund zur Resignation. In der nachfolgenden Zeit der Wiederfindung und Regenerierung der marxistisch-leninistischen Kräfte bemühten sich die Revisionisten, die Entstehung einer gewissen Periode der Führungslosigkeit der Marxisten-Leninisten, ein gewisses Vakuum nach der ersten Periode des Sozialismus, die Abschirmung von den alten treuen PAA-Genossen, durch Desorientierung, Verwirrungstaktiken und Verbreitung von Misstrauen und Resignation für sich auszunutzen. Darüber hinaus versuchten die Revisionisten, den neuen Sammlungsprozess der Marxistisch-Leninistischen Weltbewegung selber in ihre Hand zu bekommen und stellten mehrere Auffangbecken auf. Das geschah an mehreren Fronten gleichzeitig.

Sie bedienen sich heute noch der letzten Hochburgen des Revisionismus an der Macht in China, Nord-Korea, Kuba und Milosevic` Jugoslawien mit dem Hintergedanken, nun wenigstens auf dem ideologisch »kleinsten gemeinsamen Nenner«, also auf prinzipienloser Grundlage, diese revisionistischen Länder vor dem Zugriff des Weltimperialismus zu »retten«. Alles, was sich noch irgendwie »sozialistisch« nennt, soll »geschützt« werden. Dafür muss dann auch der »anti-imperialistische« Kampf herhalten für eine opportunistische Einheit der sogenannten »Linken« (»der Massen«) »gegen« den Weltimperialismus. Auch einzeln versuchen die heute noch existierenden sozialfaschistischen Länder, weltweit ihre Unterstützung zu sichern, um ihren Kopf aus der Schlinge zu ziehen durch »internationale Solidaritätsversammlungen« und »internationale Erklärungen« zB. die »Erklärung von Pjöngjang«. Und so versuchte auch Milosevic die »Weltlinke« vor seinen Karren zu spannen, um seinen Sozialfaschismus vor der imperialistischen militärischen NATO-Intervention zu verteidigen. Und auch Fidel Castro und die sogenannte »Che Guevara-Bewegung« versuchen die »Linken« in der Welt- womit sie nicht nur die Revisionisten meinen - , das sozialfaschistische Kuba vor dem US-Imperialismus in Schutz zu nehmen und sich als »Führer« der »sozialistischen Weltbewegung« in Szene zu setzen.

Bei den Maoisten ist das Lager nicht einheitlich. Es gibt maoistische Organisationen, die den heutigen Sozialimperialismus und Sozialfaschismus weiter offen weltweit unterstützen, aber auch welche, die Mao und seine »Kulturrevolution« vor dem »chinesischen Revisionismus« verteidigen. Beides sind aber gleichermaßen Spielarten des chinesischen Revisionismus, die einen gefährlich, die anderen noch gefährlicher. Am gefährlichsten ist die zentristisch - maoistische Strömung, die Mao »bis zu einem gewissen Grade« kritisiert, um den Maoismus mit Enver Hoxha, also mit dem Marxismus-Leninismus, zu versöhnen und sich damit den Zugang zur marxistisch-leninistischen Weltbewegung offen zu halten.

In den Ländern des portugiesisch-spanischen Sprachraums kam es auch zu einer internationalen Versammlung in Quito, wo man sich auf die prinzipienlose und opportunistische »Erklärung von Quito« einigte. Dabei handelte es sich um revisionistische Organisationen in der Welt, die im Wesentlichen identisch sind mit der internationalen »Unity & Struggle-Gruppierung«, der auch die »Möller-KPD« angehört.

In Sofia misslang eine revisionistische Einheitskocherei unter der Führung der Überreste der sozialfaschistischen osteuropäischen Länder u.a. einer Ostberliner »KPD«, die vom Stasi ins Leben gerufen wurde als Auffangbecken für die Marxisten-Leninisten der ehemaligen DDR aber auch Westdeutschlands. Diese Stasi-«KPD« hat vergeblich versucht, die KPD/ML für kurze Zeit zum Narren zu halten.

Bleibt noch ein gefährliches, konterrevolutionäres Weltlager des Revisionismus, dass sich um die Partei der Arbeit Belgiens, um Ludo Martens, gruppiert, das sich in nicht mehr zu überbietendem Opportunismus und Prinzipienlosigkeit auf die Spaltung der Marxistisch-Leninistischen Weltbewegung spezialisiert und zu diesem Zweck fast alle verschiedenen Vertreter des Revisionismus um sich vereinigt hat.

Daran beteiligte sich auch die Spalterorganisation von Nina Andrejewa, die anlässlich der 80. Jahresfeier der Oktoberrevolution viele Parteien um eine gemeinsame Solidaritätserklärung sammelte. Also auch der russische Revisionismus häutete sich mittlerweile zum Neo-Revisionismus hinter der roten Fahne der Oktoberrevolution, um sein altes Ziel, wieder zum Weltzentrum aufzusteigen, zu erreichen - teilweise durch gemeinsame Propagierung von Mao und anderen Revisionisten einerseits und Enver Hoxha und Stalin und Publikationen der KPD/ML andererseits im gleichen Atemzug (»Kritik am modernen Revisionismus in Worten, Verbreitung des Neo-Revisionismus in Taten!«).

Da nun auch die ISML eine versöhnlerische, liberalistische und intellektualistische Haltung zu all diesen weltweiten Bewegungen des Revisionismus eingenommen hat, sozialfaschistische Propaganda ganz offen auf ihrer Internet-Diskussions-Liste zuläßt und insbesondere die Zusammenarbeit mit der neo-revisionistischen Gruppierung »Unity&Struggle« sucht, die die Marxisten-Leninisten offen angreifen und verfolgen, darf die ISML auf der Liste neo-revisionistischen Weltbewegungen nicht fehlen. Die ISML »erkennt« die Notwendigkeit der Komintern/ML zwar in Worten »an«, aber behindert und paralysiert ihren Aufbau, indem sie die Marxisten-Leninisten als »Sektierer« bekämpft. Das macht sie sehr gefährlich, so dass die Marxisten-Leninisten begonnen haben, sich von ihnen loszulösen und sie zu entlarven und die Komintern/ML ungehindert aufzubauen.



Die notwendige Abgrenzung vom Neo-Revisionismus

als Grundlage für den Aufbau und Wiederaufbau der marxistisch-Leninistischen Parteien und die Gründung der Komintern/Marxisten-Leninisten

Allen neuen gegenwärtigen revisionistischen Weltbewegungen ist eines gemeinsam:

Die Verhinderung des Aufbaus und Wiederaufbaus der marxistisch-leninistischen Parteien und ihre Vereinigung der Marxisten-Leninisten in der Komintern/ML. Im Endeffekt sollten die wahren Marxisten-Leninisten, die unter keinen der oben genannten revisionistischen Deckel passen, zersplittert und verstreut bleiben und isoliert und kalt gestellt werden. Die KPD/ML hat dies durchschaut und durch die Anerkennung von Enver Hoxha als 5. Klassiker des Marxismus-Leninismus die notwendige Demarkationslinie zum Neo-Revisionismus gezogen und zur Gründung der Komintern/ML ausgerufen. Nichts haben die Revisionisten seit über 50 Jahren mehr gefürchtet als diesen Schritt. Die KPD/ML hat seit über 10 Jahren versucht, die Parteien in der Welt dazu zu bewegen, an dieser dringenden Aufgabe solidarisch mitzuwirken. Das Weltproletariat braucht die Komintern/ML, um ein neues revolutionäres, ideologisches UND organisatorisches Weltzentrum des Marxismus-Leninismus zu schaffen. Eine Marxistisch-Leninistische Weltbewegung kann sich nicht weiter entwickeln, wenn sie sich nicht in eine bolschewistische Weltpartei verwandelt (nicht zu verwechseln oder gleichzusetzen mit der trotzkistischen IV. Internationale!). So wie Lenin am Scheideweg stand, die II. Internationale ideologisch zu zerschlagen und die III. Komintern aufzubauen, so stehen wir heute am Scheideweg der Zerschlagung der neo-revisionistischen Weltbewegung mit ihren verschiedenen, scheinbar konkurrierenden Lagern und dem Aufbau der Komintern/ML. Nur mit Hilfe der Komintern/ML sind wir in der Lage, der Komintern Lenins und Stalins wieder Leben einzuhauchen. Wer dies nicht begreift und heute nicht bereit ist, am Aufbau der Komintern/ML mitzuwirken, um sich zB. nicht den Vorwürfen des »Linkssektierertums«, der Isolierung von der »Weltbewegung« (welcher?!), deren Rachefeldzug usw. auszusetzen, sollte sich ernsthaft die Frage stellen, ob das im Sinne des proletarischen Internationalismus sein kann, ob die bisher erfolgreiche Verhinderung der III. Komintern durch die Revisionisten verewigt werden soll. Genau das macht die Gefahr des Neo-Revisionismus aus. Und genau an diesem Punkt müssen wir selbstkritisch Rechenschaft darüber ablegen, warum die blühende Marxistisch-Leninistische Weltbewegung wie sie zur Zeit Enver Hoxhas existierte, heute ihre Schlagkraft längst verloren hat. Wir haben nicht konsequent genug gegen den Revisionismus gekämpft. Das ist eine traurige Wahrheit, und daraus muss die Marxistisch-Leninistische Weltbewegung Konsequenzen ziehen, wenn sie überleben will. So wie Enver Hoxha und die PAA seinerzeit das revolutionäre Banner Stalins erhoben, das die modernen Revisionisten niedergerissen hatten, müssen wir heute das revolutionäre Banner Enver Hoxhas und der PAA erheben, das die Neo-Revisionisten niedergerissen haben. Nur die Komintern/ML ist in der Lage, die nationalen und internationalen revisionistischen neuen Auffangbecken zu zerschlagen, und den Marxisten-Leninisten ein internationales Wirkungsfeld, eine gemeinsame Heimat zu bieten, in dem sich ihre Prinzipienfestigkeit nicht verkapselt und konserviert, sondern aufblüht und entfaltet. Wir können gut auf solche »Genossen« verzichten, für die die Zeit stehen geblieben ist, die auf ihrem Bärenfell liegen, das mit den Brandzeichen von Marx, Engels, Lenin und Stalin versehen ist. Sie sind langsam in die neo-revisionistischen ruhigen Gewässer hinüber gesegelt, und im Sumpf gelandet, wo das marxistisch-leninistische Schiff manövrierunfähig wurde und auf Grund gelaufen ist. Wenn das alte Schiff nicht mehr seetüchtig ist, um auf die internationalen Meere des Klassenkampfes zurückzukehren, dann müssen sich die Marxisten-Leninisten in ihrem eigenen Land ein neues Schiff bauen, das mit modernsten Navigationsinstrumenten ausgestattet ist. Entweder es gelingt ihnen, die Neo-Revisionisten aus ihren Parteien hinauszuwerfen und die Partei zu erneuern und die marxistisch-leninistische Führung zurückzuerobern oder - und nur dann, wenn dies fehlschlägt (!) - müssen sie eine neue marxistisch-leninistische Partei aufbauen, die mit der politischen und ideologischen Linie der 5 Klassiker ausgestattet ist. Ohne diese Voraussetzung ist an den stetigen Aufbau der Komintern/ML nicht zu denken, obwohl die Komintern/ML anfangs einen wichtigen und unentbehrlichen Teil dazu beitragen kann, den Aufbau bzw. Wiederaufbau der marxistisch-leninistischen Partei jeden Landes zu erleichtern, zu fördern und zu unterstützen - eben durch die Organisierung gegenseitiger Hilfe. Auf die Dauer kann die Komintern/ML allerdings nur dann ihre Aufgabe erfüllen, wenn sich sich mit den marxistisch-leninistischen Parteien in den einzelnen Ländern vorwärts entwickelt.



Warum ist die Komintern/ML heute für den praktischen internationalen revolutionären Klassenkampf gegen den Weltimperialismus eine so wichtige und entscheidende Voraussetzung?

Das Gesetz von der ungleichmäßigen und sprunghaften ökonomischen und politischen Entwicklung der kapitalistischen Länder (nicht zu verwechseln mit dem reinen Nivilierungsgesetz!) existiert nach wie vor (was die Trotzkisten verneinen!), hat gegenüber der Vergangenheit sogar enorme Dimensionen angenommen, die wir als Marxisten-Leninisten nicht unterschätzen dürfen. Das heutige Anwachsen der Widersprüche innerhalb des globalisierten kapitalistischen Weltsystems, seine weltvernetzte finanzielle Unterdrückung und Ausbeutung und die Unvermeidlichkeit militärischer Zusammenstöße und Interventionen haben dazu geführt, dass die Weltfront des globalisierten Imperialismus durch die Revolution immer leichter verwundbar und der Durchbruch dieser Front auf immer breiterer Ebene in einzelnen Ländern immer wahrscheinlicher wird. Im Verlauf der Globalisierung des Imperialismus (ein Zeichen seines Untergangs und nicht etwa seines Wachstums!) findet ja gleichzeitig eine Globalisierung des Weltproletariats statt. Es hiesse, dem Spontaneismus zu verfallen, wenn wir uns Marxisten-Leninisten dieser Tatsache nicht bewusst werden: Die Globalisierung des internationalen Klassenkampfes, ihre Verbindung mit der sozialistischen Theorie, ist ja das ureigene, ursprüngliche Ziel des Kommunismus, was wir Marxisten-Leninisten von Anfang an vorausgesehen und angestrebt haben, was wir deswegen seit Marx und Engels fördern, organisieren, ausdehnen und ausweiten in Richtung unseres großen Zieles - die sozialistische Weltrevolution. Wir Marxisten-Leninisten müssen der brüchig werdenden, der zerfallenden Weltfront des Imperialismus, die geschlossene Front der revolutionären Bewegungen nicht nur einzelner Länder, sondern deren Kettenreaktion auf alle Länder entgegenstellen. Das sind die Schlussfolgerungen, die wir heute aus Lenins und Stalins Lehren über den Durchbruch der Kette des Imperialismus im schwachen Glied ziehen müssen, wenn wir nicht Nachtrabpolitiker der Weltrevolution werden und auf der Stelle treten oder gar der Entstellung dieser Lehren durch Bucharin erliegen wollen. Diese weltrevolutionäre Entwicklung des immer leichteren Einbrechens in den globalisierten Weltimperialismus auf breiter Front ergibt sich aus den heutigen Wirkungen des Gesetzes der ungleichmäßigen und sprunghaften Entwicklung der kapitalistischen Länder (widerlegt ganz praktisch die Theorie Kautskys vom »Ultra«-Imperialismus und entlarvt solche Opportunisten, die den Unterschied der revolutionären Bedingungen am Anfang und am Ende des Imperialismus leugnen). Das heisst, dass das Proletariat nicht nur in dem einen oder anderen Land das schwächste Kettenglied des Weltimperialismus leichter als jemals zuvor durchbrechen kann, sondern dass durch die Globalisierung dieser Revolutionsprozess immer mehr internationalen Charakter annimmt, d.h. wodurch der endgültige Sieg des Sozialismus über den Imperialismus, der Sieg des Weltsozialismus möglich wird. Mit den ideologischen, revisionistischen Hinterlassenschaften des Endes der ersten Periode des Sozialismus im 20. Jahrhunderts ist es also nicht etwa schwieriger oder unmöglich geworden, die nächste zweite Periode des Sozialismus im 21. Jahrhundert einzuläuten und zu erreichen, sondern für den Sozialismus sind die objektiven Bedingungen weit besser als zur der Zeit der Oktoberrevolution und ebenfalls unsere revolutionären subjektiven Erfahrungen mit der ersten Periode des Sozialismus, insbesondere unsere Erfahrungen mit dem Kampf gegen den Revisionismus. Als Marxisten-Leninisten sehen wir die Zukunft nicht rosig, lügen wir uns nicht selbst in die Tasche, sondern betrachten die sich verändernden Vorgänge in der Welt ganz realistisch vom revolutionären Standpunkt aus. Dann kann man gar nicht zu anderen Schlussfolgerungen kommen. Der Sieg des Sozialismus in Russland und Albanien war, ist und bleibt die Grundlage für den kommenden Sieg des Weltsozialismus. Enver Hoxha ist damit nicht nur der letzte Klassiker der ersten Periode des Sozialismus im 20. Jahrhundert, sondern auch der 1. Klassiker, der den Weg für den Sozialismus des 21. Jahrhunderts ebnet, den Weg zum Weltsozialismus. Wird die Oktoberrevolution angesichts dieser glänzenden Zukunft sozusagen im Selbstlauf, im Spaziergang, vollendet werden, da das gesamte Weltproletariat beteiligt sein wird? Nein, ganz im Gegenteil. Der revolutionäre Klassenkampf wird den bisherigen Höhepunkt, alle bisherigen Dimensionen von Kämpfen zwischen Weltbourgeoisie und Weltproletariat sprengen und überschreiten, wird riesige Opfer verlangen, wie wir uns das niemals vorstellen können. »Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht, die Internationale erkämpft das Menschenrecht«. Dieses letzte, entscheidende Gefecht gegen den Weltimperialismus steht real vor uns zur Lösung an, und wir müssen die Internationale, die Komintern/ML hierauf vorbereiten und uns rüsten. Das also ist die wichtige und entscheidende Voraussetzung für den praktischen internationalen revolutionären Klassenkampf gegen den Weltimperialismus, nämlich die Linie der Schwächung des Willens des Weltproletariats zur Weltrevolution, die Linie der Passivität und des Abwartens zu überwinden. Das heisst nicht, unsere Augen vor der Tatsache zu verschliessen, dass der Verfall der bürgerlichen Ideologie, die Ausdruck des Verfalls des Imperialismus ist, am Bewußtsein der Arbeiterklasse spurlos vorüberziehen wird. Der Kampf ist schon verloren, wenn wir unsere Aufgabe als Marxisten-Leninisten nicht lösen, den vorherrschenden Einfluss der bürgerlichen Ideologie in der Arbeiterklasse zurückzudrängen und das sozialistische Bewusstsein auf ein höheres, weltrevolutionäres Niveau zu heben.

Es hat einen ganz aktuellen Grund, warum wir uns Stalins Worte über den internationalen Charakter der Oktoberrevolution in Erinnerung rufen:

»Die Weltbedeutung der Oktoberrevolution besteht nicht nur darin, dass sie die große Initiative eines einzelnen Landes in der Durchbrechung des Systems des Imperialismus darstellt und dass sie den ersten Herd des Sozialismus im Ozean der imperialistischen Länder bildet, sondern auch darin, dass sie die erste Etappe der Weltrevolution und eine mächtige Basis für deren weitere Entfaltung ist« .

Wir Marxisten-Leninisten sind heute geneigt hinzufügen, dass wir den Ozean der imperialistischen Länder in den Ozean der sozialistischen Länder verwandeln werden und die zweite Etappe der Weltrevolution die mächtige Basis für den Weltsozialismus und für den Weltkommunismus ist. So verstehen wir heute die Vollendung der Oktoberrevolution als den Griff des Proletariats zur Weltmacht, als Vollstreckung der Diktatur des Weltproletariats. Wir Kommunisten sind Himmelsstürmer, keine kriechenden Erdwürmer, die nach jeder Niederlage ihre Köpfe in den Sand stecken, wir sind die stolzen Bannerträger der Revolution, die treuen Schüler von Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha! Wir sind die Garde der zweiten Etappe der Weltrevolution, die Wegbereiter des Weltsozialismus! Es ist geradezu lächerlich, wenn die Revisionisten ausgerechnet heute die Oktoberrevolution auf i h r e Fahne schreiben.



Der Neo-Revisionismus will die Weltrevolution verhindern -

durch Versöhnung mit dem Marxismus-Leninismus

Zunächst ist klar, dass wir nicht dem trotzkistischen Fehler verfallen dürfen, durch die Globalisierung der Weltlage würde sich etwas ändern an der marxistisch-leninistische Lehre von der sozialistischen Revolution in e i n e m Lande. Das Gesetz des Ungleichgewichts der Entwicklung des Kapitalismus in den verschiedenen Ländern bedingt logischerweise auch entsprechende Unterschiede in der revolutionären Entwicklung eines jeden Landes und des Zeitpunktes des Ausbruchs der Revolution. Niemals wird es also zu einer gleichzeitigen Revolution aller Länder kommen können, ohne auf den Sankt Nimmerleinstag zu warten, den die Trotzkisten predigen. Es wäre aber auch genauso fatal, davon ausgehen zu wollen, dass der Weg der kommenden Periode des Sozialismus genauso verlaufen müsse, wie der Weg der Sowjetunion als erstes sozialistisches Land der Welt, als der Imperialismus noch im Aufwind war und er seine Krisen und Niederlagen durch Regenerierung schnell wieder überwinden konnte. Eine Wiederholung der damaligen Probleme des Sozialismus, die Stalin mit der Theorie des Sozialismus in einem Land meisterte, ist also eher unwahrscheinlich und auszuschliessen. Die damalige Hoffnung auf die schnelle Revolution in Deutschland hatte sich leider nicht erfüllt, weil es dem deutschen Proletariat u.a. nicht gelang, sich auf die Bauern zu stützen (Sowjets der Arbeiter, Bauern und Soldaten aufzubauen), um die bürgerliche Revolution wie in Russland in eine proletarische Revolution zu verwandeln. In der Endphase des Weltimperialismus, in der es für ihn ungemein schwieriger geworden ist sich zu regenerieren, stoßen diese Hoffnungen auf Kettenreaktionen der sozialistischen Revolutionen in den einzelnen Ländern jedoch auf einen ganz anderen ökonomischen und politischen Nährboden, ist die Chance , dass sich aus dem Sozialismus in einem Lande ein sozialistisches Lager bildet viel realistischer geworden. Genau hier setzte der moderne Revisionismus seinen Hebel an - angefangen bei Tito. Die objektiven Bedingungen, ein sozialistisches Weltlager zu verhindern, stehen heute also schlechter als noch zu Zeiten Titos. Deswegen tritt schon heute der globalisierte Neo-Revisionismus auf die Weltbühne. Wir sind nicht dumm genug, darauf zu hoffen, dass der Revisionismus nach dem Ende des Sozialismus in Russland und Albanien seine Hände für immer in den Schoß legt und uns die Arbeit erspart. Deswegen ist es so gefährlich, all den derzeitigen neo-revisionistischen Weltgruppierungen und Bündnissen hinterher zu laufen, in der Hoffnung, sie »revolutionieren« zu können. Man kann den Revisionismus nicht revolutionieren, das ist ein aussichtsloses Unterfangen. Es hilft nichts: Wir müssen auf eigenen Beinen stehen und dafür bleibt nicht viel Zeit. Die Gefahr des globalisierten Neo-Revisionismus erscheint um so klarer und eindringlicher, je gründlicher und schneller sich der Prozess der weltweiten Vereinigung der Marxisten-Leninisten vollzieht, sich die Komintern/ML entwickelt - einerseits, und der internationale Klassenkampf sich andererseits nicht nur ausweitet und vertieft, sondern sich auch mit dem Marxismus-Leninismus weltweit verbindet. Wenn alle diese Faktoren zusammentreffen und sich vereinigen zu einer geschlossenen Kraft, dann ist der Untergang, die Zerschlagung des Weltimperialismus, einschließlich des Sozialimperialismus, eine ernstzunehmende Gefahr für ihn. Nun verstehen wir, warum die Neo-Revisionisten uns so eifrig als »Sektierer« bekämpfen. Sie wissen, was da auf den Weltimperialismus zukommt.

Der Neo-Revisionismus ist ja keine internationale Erscheinung, die erst nach dem Tode des Genossen Enver Hoxhas entstanden ist, sondern begann mit dem Tag, als der moderne Revisionismus das Licht der Welt erblickte und dann das erste Mal entlarvt und seine Haut ernsthaft verletzt wurde. Der Neo-Revisionismus wurde bereits zuerst von Mao angewandt, als er seinen chinesischen Revisionismus hinter dem Kampf gegen den modernen Revisionismus versteckte. Und dies war keinesfalls nur eine nationale, rein chinesische Erscheinung. Der Neo-Revisionismus verbreitete sich weltweit zu einer Zeit, als der moderne Revisionismus noch nicht endgültig enttarnt und ideologisch erledigt war. Der Neo-Revisionismus war der Stachel im Fleisch des Marxismus-Leninismus im Kampf gegen den modernen Revisionismus, im Kampf für den Aufbau und Wiederaufbau der marxistisch-leninistischen Parteien und in der marxistisch-leninistischen Weltbewegung, die sich in Abgrenzung vom modernen Revisionismus entwickelte. Die heutigen Auswirkungen sind schon allein Grund genug, mit Enver Hoxha endgültig eine Demarkationslinie gegen den Neo-Revisionismus von Mao zu errichten. Wir müssen daher definitiv mit der Legende aufräumen, dass b e i d e gemeinsam - Enver Hoxha u n d Mao - die marxistisch-leninistischen Führer im Kampf gegen den modernen Revisionismus gewesen seien. Das stimmt nicht.

Zugegebenermaßen tauchte der chinesische Revisionismus sehr schnell nach dem Verrat Chruschtschows auf, konnte er sich zu einer »Vorreiterposition« im Kampf gegen den Chruschtschow-Revisionismus aufspielen. Insofern war er sehr gefährlich, konnte er nur schwer demaskiert werden. Aber dies lässt sich erklären aufgrund der bereits vorher schon zugespitzten Entwicklung der historischen Beziehungen zwischen der KPdSU und der KP Chinas, die ihren Ursprung in der Opposition zu Stalin, zum Sozialismus überhaupt hatte, und nicht erst als eine reine Konkurrenzsituation zwischen dem Chruschtschow-Revisionismus und dem chinesischen Revisionismus entstanden war. Damit erwies Mao den Sowjet-Revisionisten im Grunde genommen im Kampf gegen den Sozialismus, gegen den Marxismus-Leninismus und seinem anti-revisionistischen Kampf, einen Bärendienst, so widersprüchlich sich dies auch auf den ersten Blick darstellen mag. Insofern ist es auch nicht mehr erstaunlich, dass der deutsche Erzrevisionist Ulbricht, einer der engsten Lakaien der neuen Kremlzaren, auf der internationalen Bukarester Konferenz nicht etwa Mao und den chinesischen Revisionismus angriff, sondern Enver Hoxha und die anderen albanischen Delegierten! Die Revisionisten wußten genau, wo sie die marxistisch-leninistische Bewegung und Einheit aushebeln mußten. Die chinesischen Revisionisten versuchten ihrerseits eine Brücke zu Albanien zu schlagen, um die UdSSR als sozialimperialistischen Rivalen einzukreisen, wie es der Art der Imperialisten entspricht. Und bevor Ulbrichts Nachfolger Honecker in Chile starb, sagte dieser noch: »Lang lebe Mao und die Kulturrevolution!« Er wußte, dass die Zeit des modernen Revisionismus mit ihm abgelaufen war, und dass der Revisionismus nur eine Überlebenschance hat, wenn er sich erneut maskiert, verjüngt und häutet wie zB. durch die Mao-Tsetung-Ideen als »schöpferische Weiterentwicklung des Marxismus-Leninismus«. Dies war auch der Grund, weswegen die Sozialfaschisten zu Honeckers Zeiten den Maoismus in ganz Deutschland , insbesondere in Westdeutschland (zur Schwächung der Konkurrenz im Westen!) verdeckt durch ihre Spitzel aufbauen liessen in Form von verschiedensten konkurrierenden Splitterorganisationen- den sogenannten »K-Gruppen«, um innerhalb der marxistisch-leninistischen Bewegung in Deutschland den Fuß in die Tür zu bekommen und den Kampf gegen den modernen Revisionismus zu kontrollieren und zu paralysieren. Damals ahnten wir von der KPD/ML nicht, dass der Stasi uns die Mao-Bibel in die Hand gedrückt hatte, um nicht nur die Werke der Klassiker, nicht nur die Werke Enver Hoxhas und andere kommunistische Literatur zu verbreiten, sondern außerdem - sozusagen im »Stasi-Auftrag« - den Maoismus in Deutschland zu verbreiten, um das deutsche Proletariat in die Irre zu leiten. Dies ist auch ein Beweis dafür, dass die modernen Revisionisten an der Macht durchaus verdeckte Instrumente des Neo-Revisionismus beherrschten und sich derer bedienten, um so ihre Kontrolle über die KPD/ML aufrecht zu erhalten, die für die anti-sozialfaschistische, anti-revisionistische, proletarisch-sozialistische Revolution in der DDR, für ein vereintes, unabhängiges, sozialistisches Deutschland kämpften. Und es ist die »Möller/KPD«, die diese neo-revisionistische Stasi-Linie heute im Namen »Enver Hoxha« fortsetzt. Gleichzeitig verbreiten sie die Werke des Erzrevisionisten Ulbricht über hyperlinks auf ihrer Internet-homepage. Damit unterscheiden sie sich dem Wesen nicht von den offenen Vertretern des modernen Revisionismus, die es in Deutschland ja auch immer noch gibt und die ebenfalls vom ehemaligen Stasi gesteuert sind. Um auf den Punkt zu kommen, gibt es genug Gründe, warum wir Enver Hoxha niemals mit Mao versöhnen dürfen. Wir würden damit die Prinzipien des Marxismus-Leninismus verlassen und den Weg des Revisionismus einschlagen. Somit wird klar, dass wir eine unwiderrufliche Demarkationslinie zu Mao ziehen müssen, insbesondere im Kampf gegen den modernen Revisionismus, aber auch gegen den Neo-Revisionismus. Die Versöhnungsversuche werden von unseren Gegnern immer noch weitergeführt. So will man mit uns Marxisten-Leninisten und mit Mao den Neo-Revisionismus gemeinsam bekämpfen. Weder ein verjüngter »Chruschtschow« noch ein verjüngter »Mao« sind für uns Marxisten-Leninisten eine ernstzunehmende Alternative. Man kann sich nicht auf die eine Form des Neo-Revisionismus stützen, um die andere zu bekämpfen, man muss alle neo-revisionistischen Strömungen gleichermaßen und ausschließlich von der Position des Marxismus-Leninismus aus bekämpfen, wenn man nicht im Spinnennetz des Revisionismus gefangen werden will.

Der moderne Revisionismus war der Arzt am Krankenbett des Kapitalismus. Der Neo-Revisionismus ist der Arzt am Totenbett des Kapitalismus, denn die Krankheit ist unheilbar. Wie lange der Kapitalismus noch dahinsiechen kann, hängt einzig und allein vom Weltproletariat ab und von seiner Fähigkeit, sich mit der neuesten marxistisch-leninistischen Theorie zu wappnen. In der Marxistisch-Leninistischen Weltbewegung hat sich die Krankheit des Neo-Revisionismus weit verbreitet wie man gesehen hat. Es gilt, diese Krankheit auszumerzen, damit die Bewegung wieder gesunden kann. Hierzu ist alles gesagt worden, was zu sagen war. Nun müssen wir uns auf den Weg machen, uns dabei auf die Lehren Enver Hoxhas stützen, um die Reihen in den Marxistisch-Leninistischen Parteien zu stärken, zu verbessern und von den revisionistischen und opportunistischen Elementen zu reinigen. Wir brauchen also die notwendige ideologische Klarheit, um uns als Marxisten-Leninisten in der ganzen Welt zu vereinigen. Die 5 Klassiker müssen daher das Symbol der Komintern/ML sein. Enver Hoxha wird zukünftig die unverzichtbar notwendige Demarkationslinie zwischen Marxismus-Leninismus und Anti-Marxismus-Leninismus sein. Diese Demarkationslinie ist nicht statisch; d.h. wiederum nicht, dass wir sie im opportunistischen Sinne willkürlich hoch oder runter schieben können, je nach dem, aus welcher Richtung der Wind weht. Wir dürfen sie auch niemals wieder niedriger legen. Flexibilität heisst nur, dass wir sie in dem Moment höher legen werden, wenn die Revisionisten meinen, wir könnten nicht mehr Freund und Feind voneinander unterscheiden.

Jede kleinste Abweichung von den Lehren Enver Hoxhas jeder Zentrismus, jede Versöhnung und Vermengung mit der bürgerlichen Ideologie bedeutet eine Verletzung der marxistisch-leninistischen Prinzipien und vergiftet oder verwässert den Marxismus-Leninismus. Und eine der wichtigsten Prinzipien ist: Zwischen Revisionisten und den Marxisten-Leninisten kann und darf es niemals Einheit und Zusammenarbeit geben! Wir sind disziplinierte Bolschewisten und hüten den Marxismus-Leninismus wie unseren Augapfel.

Wir Genossen aus Deutschland, dem von Marx und Engels erschaffenen Geburtsort des Kommunismus, wir gründeten die KPD/ML im Feuer des Kampfes gegen den Revisionismus erst 16 Jahre nach dem Tod Stalins auf der Basis seiner 12 Bolschewisierungsthesen der KPD, also Jahrzehnte, nachdem sie geschrieben wurden. Wenn wir jetzt erst, fast weitere 16 Jahre nach dem Tod Enver Hoxhas, die Klassikerfrage gestellt und beantwortet haben, so zeigt das nur unsere Schwäche und Unerfahrenheit, aber auch unsere tiefe Überzeugung, an den Prinzipien des Marxismus-Leninismus nicht nur festzuhalten,sondern dazu beizutragen, sie schöpferisch anzuwenden und weiterzuentwickeln. Wir sind bis zum letzten Atemzug treue und ehrliche Schüler des Genossen Enver Hoxha, fürchten uns nicht vor unseren Feinden und aus unseren Fehlern und Niederlagen zu lernen. Die KPD/ML erweitert ihre ideologische Generallinie mit sofortiger Wirkung auf die Lehren Enver Hoxhas als 5. Klassiker des Marxismus-Leninismus. Wir sind einen großen Schritt weiter, wenn es uns gelingt, das Proletariat und alle Marxisten-Leninisten für Enver Hoxha als 5. Klassiker und für ihren Eintritt in die Komintern/ML zu gewinnen.



Von Enver Hoxha lernen, heisst siegen lernen!

Es lebe Enver Hoxha, der 5. Klassiker des Marxismus-Leninismus!

Es lebe Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha!

Es lebe der Marxismus-Leninismus!

Es leben die marxistisch-leninistischen Parteien der ganzen Welt!

Es lebe der Kommunismus und die Weltrevolution!

Es lebe die Diktatur des Proletariats!



Vorwärts beim Aufbau der Kommunistischen Internationale/ Marxisten-Leninisten!