GERMAN

 

herausgegeben zum

125. Geburtstag von Wjatscheslaw Molotow

am 25. Februar 1890

Wjatscheslaw Molotow

(25. Februar [9. März] 1890 - 7. November 1986)

 

GALLERIE

 

MOLOTOW

einst ein großer Bolschewik an der Seite Lenins und Stalins

wurde zu einer

"Leiche des Bolschewismus"

 

"Malenkow, Molotow, Kaganowitsch, Woroschilow und andere

HATTEN IHREN REVOLUTIONÄREN GEIST EINGEBÜSST, WAREN LEICHEN DES BOLSCHEWISMUS, KEINE MARXISTEN-LENINISTEN MEHR."

(Enver Hoxha, "Die Chruschtschowianer")

 

"Der Revisionismus

ist die Idee und die Tat, die die Restauration eines Landes vom Sozialismus zum Kapitalismus, einer kommunistischen Partei in eine faschistische Partei leiten."

(Enver Hoxha, "Die Chruschtschowianer")

 

ENVER HOXHA

ÜBER MOLOTOW

(Sammlung von Zitaten - zusammengestellt von Wolfgang Eggers)

 

Grußadressen der Solidarität

Grußadresse der Komintern (SH)

aus Anlass des

125. Geburtstags von

Wjatscheslaw Molotow

am 25. 2. 2015

 

 

Mit dem Tod des Genossen Stalin trat Molotow, einst sein treuester Kampfgefährte, vom welthistorischen Schauplatz des revolutionären Klassenkampfes des Weltproletariats ab. Molotow hatte die neue Aufgabe nicht verstanden, vor der sich die kommunistische Weltbewegung nach dem Tode Stalins gestellt sah - nämlich die Zerschlagung der Macht der modernen Revisionisten und der Kampf für die Restauration des Sozialismus im internationalen Maßstab.

Molotow vermochte es nicht, sich der Macht der modernen Revisionisten entgegenzustellen und kapitulierte.

Schon zu Lebzeiten hatte ihn Stalin deswegen scharf kritisiert und ihm das Vertrauen entzogen.

So nahm schließlich nicht Molotow, sondern Enver Hoxha den Ehrenplatz als Nachfolger Stalins ein.

Molotows Verdienste an der Seite Lenins und Stalins bleiben - trotz alledem - von großer welthistorischer Bedeutung. Deswegen gibt es für die Komintern (SH) auch keinen Grund, den alten Bolschewik und engen Kampfgefährten von Lenin und Stalin in Vergessenheit geraten zu lassen. Wir verteidigen Molotow für den Zeitraum, als er noch als führender Bolschewik auf der Seite des Kommunismus gekämpft hatte - nämlich immerhin knapp 5 Jahrzehnte lang.

 

* * *

 


Am 25. Februar (9. März) feiern wir den 125. Geburtstag von Wjatscheslaw Molotow. Als alter Bolschewik war er engster Kampfgefährte von Lenin und Stalin, Vorsitzender des Rates der Volkskommissare der UdSSR, der Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten und als Vertreter der KPdSU (B) einer der besten Führungskräfte der Kommunistischen Internationale.

Jahrzehnte lang war Molotow ein anschauliches Beispiel für den selbstlosen Dienst an der revolutionären Sache der Arbeiterklasse, für grenzenlose Hingabe an die Sache des Kommunismus. Er war ein hervorragender Kämpfer für die hohen Ideale und Prinzipien des Bolschewismus. Er war ein internationaler Führer der kommunistischen Weltbewegung vom Typus des Leninismus-Stalinismus.

Die revolutionäre Tätigkeit Molotows begann während der russischen Revolution 1905 – 1907. Als junger Mann nahm Molotow den edlen Weg des Kampfes gegen die Selbstherrschaft auf, den Kampf zum Sturz des Kapitalismus.

1909 wurde Molotow verhaftet wegen politischer Agitationen und ins Gouvernement Wologda verbannt.
Molotow kommt mit den Werken von Marx, Engels und Lenin in Berührung und schließt sich den Bolschewiki an.

1911 wird er aus der Verbannung entlassen. Er beginnt ein Studium am Technologischen Institut in St. Petersburg.

1912 wird er zum Mitbegründer und einer der Leiter der Redaktion des Parteiorgans der SDAPR "Prawda" (Wahrheit).

1913, 1914 und 1915 kommt es wiederholt zu Verhaftungen, (1915 Verbannung nach Irkutsk/Sibirien).

1916 flüchtet Molotow aus der Verbannung nach Petrograd.

 

Jahrzehnte lang folgte er dem bolschewistischen Weg unter der direkten Anleitung der größten Führer der Revolution - Lenin und Stalin. Er war illegal tätig in der kasachischen Sozialdemokratischen bolschewistischen Organisation in Vologda. In den Tagen der Reaktion beteiligte er sich an der Redaktion der „Prawda“. Im ersten imperialistischen Weltkrieg und während der bürgerlich-demokratischen Februarrevolution stand er überall in der ersten Reihe der revolutionären Kämpfer. Bereits in dieser Phase seines Lebens manifestiert er sich als hervorragender Führer der Partei. Er gehörte zu den revolutionären Leninisten, die die bolschewistischen Prinzipien sowohl in der Tiefe als auch in der Breite klug und gekonnt beherrschten. Molotow verfügte über eine hohe theoretische marxistisch-leninistische Schulung und über praktische Fähigkeiten der organisatorischen und politischen Arbeit unter den Massen. Eine der wichtigsten und dringendsten Aufgaben der Arbeit unter den Massen war zur damaligen Zeit die Aufgabe der Bewaffnung der Arbeiter, die Aufgabe der Vorbereitung der Arbeiter auf den gewaltsamen Umsturz des Kapitalismus.

Molotow war ein herausragender Führungskader der bolschewistischen Partei, der unter der Führung von Lenin und Stalin Tag für Tag geduldig die Arbeitermassen für die entscheidende Schlacht vorbereitete und diese in die Schlacht in den glorreichen Tagen des Oktobersturm führte.

Als Mitglied des Petrograder Revolutionären Militärkomitees beteiligte sich Molotow während der siegreichen Aufstand am bewaffneten Kampf der Arbeiter. Über seine Arbeit im Petrograder Revolutionären Militärkomitee berichtete Molotow:

"Das Revolutionäre Militärkomitee, das den Aufstand in Petrograd führte, war eine reine Kampforganisation. Es hatte die Ordnung wieder herzustellen, und die feindlichen Angriff auf die Stadt zurückzuschlagen, um eine umfassende und unermüdlich militärische Verteidigung durchzuführen und die revolutionären Positionen gegen die Weißgardisten in der Nähe von Petrograd zu behaupten.“

„Basierend auf den relativ kleinen Kampfgruppen der Roten Garde und einige militärische Einheiten, leitete er die sofortige Verteidigung von Petrograd "(" Wahrheit "7. November 1925).

Im Militärischen Revolutionskomitee war Molotow verantwortlich für die Propaganda-Abteilung. Tag und Nacht pendelte er zwischen den Abteilungen im Smolny hin und her. Ein ständiger Strom von Delegierten kamen aus Fabriken und Militäreinheiten der Roten Garde. Das Wort der bolschewistischen Agitation war in jenen Tagen nicht weniger scharf als das Schwert oder das Gewehr. Und Genosse Molotow bewaffnete mit diesen agitatorischen Waffen die Revolutionäre im Kampf gegen die Bourgeoisie, im Kampf für den Sieg des Proletariats.

Als engster Mitarbeiter Lenins und Stalins stand Molotow an der Wiege der Streitkräfte der siegreichen Oktoberrevolution.



* * *



Viel Energie und Arbeit wandte Molotow als Organisator und Führer der Nordindustriezone auf zur Beschaffung von Waffen für die neuen Abteilungen der Roten Armee.


Molotow setzte sich ein für die Versorgung der Roten Armee und die Mobilisierung der Industrie durch neue Wirtschaftsorganisationen. In seiner Rede auf einer Plenarsitzung sagte er am 8. Dezember 1918:

"Vor unseren Augen wurde Russland eine Schmiede, eine Schmiede der proletarischen Revolution im Kampf gegen die mächtigsten imperialistischen Länder wie England, Frankreich und Amerika. Wir brauchen eine Armee, um gegen diese Raubtiere zu kämpfen Und hierfür müssen wir zuerst die Kriegsindustrie organisieren. Es ist die zentrale Aufgabe, die eine Million stake Armee auf drei Millionen zu erhöhen. Diese Aufgabe muss unter ziemlich schwierigen Bedingungen durchgeführt werden. Wir, der Rat für Volkswirtschaft des Nord-Distrikts, werden keine Anstrengung scheuen im Kampf gegen die Imperialisten und die Banden der Weißgardisten. Wir setzen unsere ganze Energie ausschließlich ein für die Organisierung der Produktion von Rüstungsgütern und der Versorgung der Armee mit Lebensmitteln. Wir müssen alles tun, um die arbeitenden Massen hierfür zu mobilisieren.

Zuerst waren wir gegen den Krieg, aber jetzt haben sich die Dinge geändert. Am wichtigsten war die Verwirklichung der Militärprogramme, waren die militärischen Aufgaben der Revolution. Wir müssen den Plan für die Militärindustrie vollständig erfüllen und die Saboteure in den Militärbehörden unschädlich machen, die nach wie vor die ganze Versorgung der Armee zu zerstören versucht (Hauptwaffenamt, Kommissariat und so weiter.) Wir brauchen die Initiative für proletarisches Heldentum zur Versorgung der Armee. Die Frage der Versorgung der Armee sollte nur von den Verantwortlichen des Wirtschaftsrates gelöst werden, die unter der Kontrolle des Wirtschaftslebens des Landes gestellt werden ".


Der bolschewistischen Partei und ihren besten Vertretern wie Molotow ist es selbst in diesen schwierigen Jahren gelungen, die Roten Armee mit Waffen und Munition auszurüsten. Dies war eine wichtige und notwendige Voraussetzung, um den Sieg über die zahlreichen und mächtigen Feinden zu gewährleisten.



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Für die Rote Armee galt Molotow im Bürgerkrieg als eine ihrer bekanntesten politischen Persönlichkeiten.

Am 27. Juni 1919 ernannte Lenin ihn persönlich zum Kommissar des Zentralen Exekutivkomitees der Ausbilder auf dem Dampfer "Roter Stern" in der Wolga-Region. Hier (in der Nähe der Front, gerade von Koltschak befreit) leistete Genosse Molotow eine enorme organisatorische Arbeit zur Stärkung der lokalen Organe der Sowjetmacht und der Parteiorganisationen. Gleichzeitig leistete er Propagandaarbeit in den Einheiten der Roten Armee. Er leitete die Zeitung "Roter Stern". Mit NK Krupskaja spricht er auf Kundgebungen und Versammlungen der Roten Armee. Während einer Reise in die Wolga-Region besuchte Molotow Nischni Nowgorod, Tscheboksary, Kazan, Chistopol, Izhevsk, Perm, Simbirsk, Samara, Saratow und anderen Städten der Frontlinie, um dort die zivilien und militärischen Organisationen anzuleiten.

Genosse Molotow beschrieb die Rolle der bolschewistischen Propaganda und Agitation in der Roten Armee, die organisatorische Rolle der Partei und die Gründung der Kommissariate für den Sieg des Bürgerkrieges wie folgt:

"Die militärisch-politische Organisation der Partei hat eine extrem große revolutionäre Rolle für die Parteiarbeit in der Roten Armee gespielt - vor allem das sogenannte Amt für Militärkommissare, die Politische Verwaltung der Republik (PUR). Die politischen Abteilungen der Roten Armee vereinigten die Kommunisten in der Armee und waren vollkommen dem Militärkommando unterstellt. Damit waren die Kommunisten in der Roten Armee mit den Parteiorganisationen verbunden und damit mit dem Parteileben. Die schwierigsten militärischen Aufgaben konnten mit Hilfe der politischen Abteilungen gelöst werden. Dies war eine revolutionäre Neuerung, die es zuvor nirgends gegeben hat. Sie erwiesen sich für die proletarische Revolution als unentbehrlich – auch für alle Zukunft. Der Sieg der revolutionären Roten Armee im Bürgerkrieg wäre ohne politische Abteilungen unmöglich gewesen. Die politischen Abteilungen blieben für die siegreiche Verteidigung der Sowjetunion stets von großer Bedeutung.

Ein politischer Kommissar wird in der Geschichte der Befreiung des Proletariats stets den Ehrenplatz eines Helden der Revolution einnehmen.“


Diese Worte Molotows werden ihre Bedeutung auch für die kommende Rote Weltarmee nicht verlieren, wenn die sozialistische Weltrevolution als militärische Frage gelöst werden wird. Die Kommissare und politischen Organisationen in der Roten Weltarmee werden für die Schlagkraft der Armee des Weltsozialismus, für die Errichtung der Diktatur des Weltproletariats unentbehrlich sein.



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Im März 1921, auf dem X. Parteitag, wurde Molotow als Mitglied und Chefsekretär des ZK der KPR (B) gewählt und außerdem zum Kandidat des Politbüros. Damit begann für ihn eine neue Periode seiner Arbeit in der Führung der Partei und des Staates – an der Seite der beiden großen Führer der proletarischen Revolution - Lenin und Stalin.

In seinem hohen Amt als Sekretär der Kommunistischen Partei, das er bis zum 19. Dezember 1930 inne hatte, und als Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees seit 1926 hatte Molotow unmittelbar großen Anteil am Aufbau der Roten Armee und der Landesverteidigung.

Das waren schwierige Jahre für die Rote Armee. Der Verräter und Spion Trotzki (Revolutionärer Kriegsrat der Republik) führte einen hinterlistigen konterrevolutionären Kampf gegen die Partei und ihr Zentralkomitee, um die Niederlage des Sowjetlandes im Falle eines Krieges herbeizuführen.

Unter der Führung des Genossen Stalin stand Molotow an der Spitze der Partei, um die Rote Armee vom trotzkistischen Einfluss zu säubern. Im Jahr 1923 hat er zusammen mit Dserschinski die Arbeit des Zentralkomitees der Partei geleitet. Es wurde eine Kommission gebildet zur Überprüfung des höheren Führungspersonals der Armee und eine Militärakademie der Roten Armee geschaffen ( nach MV Frunse benannt). Das war der Beginn einer entscheidenden Wende. Die Militärakademie wurde zur Schmiede der bolschewistischen Kader der sowjetischen Militärspezialisten.

 

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Molotow leistete hervorragende Arbeit bei der Erstellung und Durchführung des Fünfjahr-Plans.

 

Hervorzuheben ist auch Molotows Verdienst bei der Umsetzung der stalinistischen Kollektivierung der Landwirtschaft. Molotow führte einen konsequenten und unerbittlichen Kampf gegen alle Opponenten der Kollektivierung.

 

 

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Molotow spielte auch in der Komintern eine bedeutende Rolle insbesondere zwischen 1928 und 1934 und genoss insbesondere das Vertrauen des Genossen Stalin im Kampf gegen den Block der Rechten und Trotzkisten.

Es ist nicht zuletzt Molotow zu verdanken, dass Stalin das EKKI aus dem Einfluss Trotzkis, Sinowjews und schließlich Bucharins befreien konnte.

Das Präsidium des EKKI traf sich zur erweiterten Sitzung im Februar 1930. Molotow lieferte einen ausführlichen Bericht an die Versammlung. In seinem Bericht der Delegation der KPdSU (B) in der Komintern am 25. Februar 1930 betonte er:

"Genossen,

seit dem XV. Parteitag hat sich die kommunistische Weltbewegung auffallend verändert. Dies ist vor Allem einerseits auf die tiefgreifenden Veränderungen in der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung der kapitalistischen Staaten und andererseits auf die rasante Entwicklung der Sowjetunion zurückzuführen.
Der Ausbruch der Wirtschaftskrise des Kapitalismus hat die kapitalistische Stabilisierung untergraben. In den Arbeitermassen reift das Bewusstsein von der Notwendigkeit des revolutionären Sturz des Kapitalismus und die Notwendigkeit, für den Sozialismus zu kämpfen. Die Erfolge der sozialistischen Revolution in der Sowjetunion begeistert zunehmend das Proletariat aller Länder. Und zur gleichen Zeit sieht das Weltproletariat in der Weltrevolution die einzige Möglichkeit, die Widersprüche des Kapitalismus zu lösen. Es ist die Pflicht der Kommunisten , alles zu tun, um den beginnenden revolutionären Aufschwung für die proletarische Revolution zu nutzen."

Im Auftrag Stalins war Molotow tätig im Zusammenhang mit der Auflösung der Komintern.




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Molotow leitete als Vorsitzender des Rates der Volkskommissare der UdSSR die oberste Vollzugsbehörde in der Sowjetunion. Mit seiner riesigen Regierungsarbeit leistete er einen großen Beitrag für die Stärkung der Verteidigung, für das Wachstum und die Stärkung der Roten Armee und der Marine.

Unter der Führung des Genossen Stalin wurde Molotow zu einem echten leninistisch-stalinistischen Staatsmann, der sich nicht nur für die Verteidigung, sondern auch für die Probleme der sowjetischen Wirtschaft und Außenpolitik große Verdienst erwarb.

Im März 1931 wies Molotow in seinem Bericht an den VI. Kongress der Sowjets der UdSSR darauf hin:

"Unser Vormarsch zur sozialistischen Wirtschaft und zur Verteidigung des Landes dient dem unerschütterlichen Kampf für den Weltfrieden und für friedliche Verhältnisse beim Aufbau der Sowjetunion. Wir müssen unsere Position stärken, um jeden Angriff unserer Gegner zurückschlagen zu können.“

In dieser Position synthetisiert sich der allgemeine Verlauf der bolschewistischen Politik: Sieg der sozialistischen Wirtschaft, allseitige Entwicklung der Streitkräfte zur Erhöhung der Verteidigung des Landes.

"Wir dürfen nicht vergessen“, sagte Genosse Molotow in seinem Bericht zum 21. Jahrestag der Oktoberrevolution, „dass, solange es eine kapitalistische Umkreisung im Kampf gegen den Kapitalismus gibt, darf der erste sowjetische Staat der Welt nicht in seiner Verteidigungsbereitschaft nachlassen, sondern muss hierfür die schärfsten Maßnahmen ergreifen. Deshalb müssen wir noch härter arbeiten, um die Verteidigungskraft unseres Landes, unsere Fähigkeiten zu stärken. Wir müssen eine eigene Kriegskunst gegen die feindliche kapitalistischen Umkreisung entwickeln und alle Mängel in unserem Staatsapparat überwinden, die diese Aufgabe behindern.
Es gilt, die Anweisungen des Genossen Stalin bezüglich der kapitalistischen Umkreisung richtig zu verstehen und umzusetzen. Das bedeutet, dafür zu kämpfen, unsere Position gegen unsere Klassenfeinde in allen Erscheinungsformen zu stärken. Das bedeutet, für den vollständigen Sieg des Sozialismus zu arbeiten".

Genosse Molotow widmete der Verteidigungsflotte große Aufmerksamkeit. Im Mai 1934 besuchte er den Kreuzer der Schwarzmeerflotte "Roter Kaukasus". Er machte sich mit den mächtigen Waffen des Schiffes vertraut.


Er machte den folgenden Eintrag ins Schiffsbuch:

"Ich begrüße die Matrosen und Kommandeure auf diesem wunderbaren Schiff. Von Ihnen, Genossen, erwartet die Sowjetunion eine bewusste Beherrschung der komplexen Maschinen des Schiffes, eine Disziplin und Organisation, die unserem Land würdig ist und im Dienst des Aufbaus des Sozialismus und unserer bolschewistischen Partei steht. Bereiten Sie sich rechtzeitig vor auf die ruhmreichen Schlacht – es lebe unsere Rote Flotte – Ihr Molotow“.

Während eines Besuchs der U-Boot Flotte ernannte Molotow den Genossen Burmistrow zum Held der Sowjetunion. Er besuchte auch eine der Küstenbatterien von Sewastopol. Gleichzeitig studierte Molotow den Zustand der militärischen Ausrüstung und gab einige wertvolle Leitlinien für die Zusammenarbeit mit der Industrie.

Im Laufe der Jahrzehnte führte Molotow das sowjetischen Staatsschiff durch die internationalen Gewässer des Imperialismus, auf dem die militärischen Angriffe auf den Sozialismus vorbereitet wurden.

Bereits im Jahr 1931, während des Ersten Fünfjahresplan, warnte Genosse Molotow alle Feinde des Sowjetstaates, dass "... ein bewaffneter Angriff auf die Sowjetunion jetzt die Hauptgefahr für diejenigen ist, die den Frieden stören." Wie prophetisch diese Worte waren, zeigte sich spätestens mit dem Sieg über den Hitlerfaschismus.



Molotov trug die Hauptlast der diplomatischen Schlachten während des Krieges.

Der Name der V. M. Molotow bleibt stets verbunden mit zahlreichen internationalen Konferenzen der Staats- und Regierungschefs, wie z.B. in Teheran 1943 Jalta 1945, San Francisco und Potsdam im Jahr 1945.



Mit dem Abschluss des deutsch-sowjetischen Nichtangriffsvertrags von 1939 ist Molotow den Grundsätzen Lenins und Stalins treu geblieben.

Er ist nicht einen Schritt von der Leninschen Konzeption des Nebeneinander-Bestehens zweier Welten - der sozialistischen und der kapitalistischen - abgewichen.


Die Völker der UdSSR konnten über 20 Jahre lang ihren sozialistischen Staat friedlich aufbauen, seine wirtschaftliche und militärische Macht festigen und der Sowjetunion immer größere Autorität in der Welt sichern.

Es ist der stalinistischen Führung zu verdanken, dass das Sowjetland im Moment des wortbrüchigen Überfalls Hitlerdeutschlands nicht nur imstande war, den mit der modernsten Kriegstechnik der Welt ausgerüsteten deutschen faschistischen Heerhaufen Widerstand zu leisten, sondern ihnen auch vernichtende Schläge zu versetzen, sie vom Boden der Sowjetunion zu verjagen, das faschistische Raubtier auf seinem eigenen Territorium zu erlegen und über Berlin die stalinistische Fahne des Sieges zu hissen.

Es ist Molotow persönlich zu danken, dass die Sowjetunion im Augenblick des erbittertsten Kampfes gegen den Feind nicht allein geblieben ist.


Unter Anleitung Stalins konnte Molotow die westlichen Alliierten dazu zu bewegen, sich an die Seite der Sowjetunion und der durch die vom Hitlerfaschismus unterdrückten Völker zu stellen.


Am 22. Juni 1941, dem Tag des faschistischen Überfalls auf die Sowjetunion sagte Molotow in seiner Rede: "Unsere Sache ist gerecht. Der Feind wird besiegt werden. Der Sieg wird unser sein. "


Vom 29. September bis 1. Oktober fand 1941 die Moskauer Konferenz statt unter Beteiligung der UdSSR, den USA und Großbritannien, auf der die militärischen Lieferungen an die Sowjetunion und die Eröffnung der Zweiten Front vereinbart wurden.

Ende Mai - Anfang Juni 1942 reiste Molotow in das Vereinigte Königreich und in die Vereinigten Staaten, wo er sich mit Roosevelt traf.


Am 26. Mai unterzeichnete er in London die Vereinbarung über "die Allianz im Krieg gegen Nazi-Deutschland und seine Verbündeten in Europa und über die Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung nach dem Krieg."



Die leninistisch-stalinistische Außenpolitik Molotows war vom Kräfteverhältnis der internationalen Beziehungen bestimmt, die sich aus den nebeneinander bestehenden beiden Weltlagern ergaben.



Der Stalinismus hat in Theorie und Praxis eindrucksvoll bewiesen, dass der Weltimperialismus nicht in der Lage war, das sozialistische Proletariat und seine Verbündeten auf dem offenen Schlachtfeld zu besiegen. Die proletarischen Waffen triumphierten über die Waffen der Bourgeoisie. Allerdings waren es die modernen Revisionisten, die Agenten der Weltbourgeosie im sozialistischen Weltlager, die die Diktatur des Proletariats - bzw. ihren Aufbau - vernichteten und damit das Weltproletariat der Basis und des Hebels der sozialistischen Weltrevolution beraubten.

Die Feinde der Sowjetunion Lenins und Stalins kritisieren nicht nur Molotows sowjetischen Nichtangriffspakt mit Nazi-Deutschland, sondern auch die Anti-Hitler-Koalition mit dem anglo-amerikanischen Imperialismus im Zweiten Weltkrieg.


"Vereinigung von Gleichgesinnten", sondern ein Übereinkommen mit den Feinden des Kommunismus, welches auf den 5 korrekten marxistisch-leninistischen Prinzipien der friedlichen Koexistenz beruhte.

Zweitens ist es bekannt, dass die Anti-Hitler-Koalition nicht etwa vor, sondern während des Zweiten Weltkriegs ratifiziert wurde.

Drittens, diente dieses Abkommen der Vereinigung und Stärkung der Kräfte im Krieg gegen Hitler-Faschismus.

Viertens hat Stalin dabei die Vereinigung mit der Bourgeoisie weder befürwortet noch praktiziert, weder gegenüber der Arbeiterklasse, noch gegenüber den unterdrückten Völkern.

Fünftens unterstützte Stalin die Völker gegen die faschistischen Besatzer und gegen Verräter, die den nationalen und sozialen Befreiungskampf sabotierten.

Sechstens: Weder Stalin noch Molotow, noch die KPdSU (B) hegten Illusionen über die Vereinigten Staaten und Großbritanniens, deren Ziel es war, ihre anglo-amerikanische Weltherrschaft zu errichten, nachdem sich die Sowjetunion und Deutschland gegenseitig vernichten würden.

 

Am 8. Mai 1945 sagte Molotow auf einer Konferenz der Vereinten Nationen in San Francisco anlässlich der Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation von Deutschland:

"Der Sieg über den deutschen Faschismus ist von größter historischer Bedeutung. Unter der Führung des großen Stalin haben wir diesen glorreichen Sieg errungen."

 

In seiner Rede anlässlich des 28. Jahrestags der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution hob Molotow hervor:

"Es ist unser Glück, dass in den schweren Jahren des Krieges die Rote Armee und das sojetische Volk von dem weisen und erfahrenen Führer der Sowjetunion, dem großen Stalin, vorwärts geführt wurde. Mit dem namen des Generalissimus Stalin werdeb die ruhmreichen Siege unserer Armee in die Geschichte unseres Landes und in der Weltgeschichte eingehen."


Molotow leitete die sowjetische Delegation bei den meisten Sitzungen des Rates der Außenminister - der UdSSR, USA, Großbritannien, Frankreich und China, auf der Pariser Friedenskonferenz von 1946, wo er die territorialen Forderungen Albanien, Bulgarien und Jugoslawien aktiv verteidigte. Er kämpfte auch für die Forderung Stalins für ein vereintes Deutschland auf demokratischen Grundlagen.

 

Am 4. März 1949 wurde Molotow aus dem Amt des Ministers für Auswärtige Angelegenheiten der UdSSR entfernt und von Wyschinski ersetzt.

 

Molotow wurde u.a. auch von Stalin kritisiert wegen seiner Fehler in der Rede auf dem 19. Parteitag der KPdSU (B) und wegen der Kollaboration der Frau Molotows mit den Zionisten.

Stalin prophezeite: "Ihr werdet die Sowjetunion an die Imperialisten verkaufen."

 

 

* * *

 

 

Molotow setzte sein revolutionäres Werk also leider nicht bis zu seinem Todestag, dem 7. November 1986, fort. Seit den 50er Jahren stellte er sich in den Dienst der Sowjetrevisionisten, wenn auch mit krtischen Positionen zu Chruschtschow, den er aber trotz allem unterstützte.

Man kann sich nicht auf die Seite der einen revisionistischen Führungsclique stellen, um die andere zu bekämpfen. Man kann die revisionistischen Führer und ihre Gruppierungen nur allesamt bekämpfen, und zwar ausschließlich auf dem Boden der Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus. Diesen einzig korrekten Weg ist Molotow nicht gegangen. So hat er sich gegen die Berijaner auf die Seite der Chruschtschowianer geschlagen. Die so genannte "parteifeindliche Gruppe", der Molotow angehörte, wurde zwar von Chruschtschow beseitigt, aber das hinderte Molotow nicht daran, wieder Mitglied der revisionistischen KPdSU zu werden.

Molotow wurde zu einem typischen Vertreter der revisionistischen Linie der "friedlichen Koexistenz." Hierfür wir er vom Westen gelobt, während seine stalinistische Vergangenheit bis heute verteufelt wird.

 

Zur Kritik an Molotow haben wir eine Zitatensammlung von Enver Hoxha über Molotow zusammengestellt. Es ist selbstverständlich, dass wir die Einschätzungen des Genossen Enver Hoxha für richtig halten, sie also teilen und verteidigen. Genosse Enver fasste seine Kritik an Molotow in folgenden markanten und eindeutigen Worten wie folgt zusammen:

"Malenkow, Molotow, Kaganowitsch, Woroschilow und andere

HATTEN IHREN REVOLUTIONÄREN GEIST EINGEBÜSST, WAREN LEICHEN DES BOLSCHEWISMUS, KEINE MARXISTEN-LENINISTEN MEHR."

(Enver Hoxha, "Die Chruschtschowianer")

 

 

Außerdem fügen wir unserer Grußadresse einige kritische Bemerkungen über Molotow hinzu, die wir dem Buch des Genossen Wolfgang Eggers entnommen haben - "Über die Grundlagen und zu den Fragen des Stalinismus":

 

Auszug 1:

"Nach Stalins Tod gab Berija den Auftrag, die von ihm zu Lebzeiten Stalins noch vertuschten Hintergründe der Ärzteverschwörung so „aufzuarbeiten“, dass sie Stalin belasten sollten, insbesondere im Fall Michoels, aber auch im Fall der Frau von Molotow, die in Amerika häufig ihre reiche jüdische Verwandtschaft „besuchte“. Molotow und seine Frau waren die wichtigsten Verhandlungspartner der zionistischen Mafia in Europa und Amerika und deswegen wurde Molotows Frau auch zu Recht verhaftet im Januar 1953. Zu Molotows Geburtstag schenkte Berija ihr die Freiheit – Stalin war noch nicht einmal eine Woche tot. Berija schloss diese Akte eigenmächtig und verstieß damit nicht nur ausdrücklich gegen Stalins Befehl, sondern machte sich damit zu einem kosmopolitischen und zionistischen Erfüllungsgehilfen. Molotows Frau war übrigens im Parfüm- und Fischgeschäft tätig. Der Volksmund sagte von ihr: 'Ihr Parfüm stinkt nach Fisch und ihr Fisch nach Parfüm.' "

 

Auszug 2:

 

Wer nun noch immer glaubt, dass Molotow „tapfer den Kurs Stalins gegen Chruschtschow“ verteidigt hätte, der sei dadurch eines Besseren belehrt, dass er sich die Haltung Molotows nach Stalins Tod durch das Studium der Reden Molotows kritisch erarbeitet. Chruschtschow und Molotow waren schon jahrzehntelang miteinander verbunden – im Wesen wurden sie beide zu Verrätern an Stalin, was sich in ihrem gemeinsamen Putsch von 1953 am deutlichsten ausdrückte. Nehmen wir Molotows Rede: „Die internationale Lage und die Außenpolitik der Regierung der UdSSR“, gehalten auf der Tagung des Obersten Sowjets der UdSSR am 8. 2. 1955. Wir hatten bereits erwähnt, dass darin nicht einmal der Name Stalins fiel und Molotows außenpolitische Linie revisionistisch und alles andere als stalinistisch war. Wir wollen das an einem Beispiel belegen. In seiner Rede stellt Molotow nämlich folgende These auf: „Die internationale Isolierung der UdSSR gehört der Vergangenheit an!“ (zitiert aus einer undatierten Broschüre des KPD-Vorstands, Düsseldorf, mit dem Titel: „Die Sowjetunion will den Frieden“; Seite 4). Ist diese These von Molotow marxistisch-leninistisch oder revisionistisch ? Natürlich ist sie revisionistisch, denn der Marxismus-Leninismus lehrt: Die Isolierung der UdSSR kann erst der Vergangenheit angehören, wenn der Weltimperialismus beseitigt ist, wenn der Sozialismus im Weltmaßstab gesiegt hat. Das konnte man zum Zeitpunkt der Rede Molotows ja wohl noch nicht ernsthaft behaupten, denn das war die Periode, in der die Welt noch in das kapitalistische und sozialistische Lager gespalten war und das allein reicht nicht aus, um die Umkreisung für erledigt zu den Akten zu legen. Mit dem Übergang der UdSSR als führendes Zentrum des sozialistischen Lagers ist die Umkreisung der UdSSR durch den Weltimperialismus zwar schwieriger geworden, aber noch lange nicht beseitigt. Das ist ein wesentlicher Unterschied, den man nicht vertuschen darf. Wie falsch diese These Molotows war, das beweist ein Blick auf die heutige Weltkarte. Die revisionistische These vom so genannten „endgültigen Sieg gegen die imperialistische Umkreisung“ entspricht dem Wesen nach genau der revisionistischen These des VII. Weltkongresses der Komintern über den so genannten „endgültigen Sieg des Sozialismus in der UdSSR“, die wir von der Komintern / ML schon im Jahre 2000 entlarvt haben. Diese These war direkt gegen die Außenpolitik Stalins gerichtet, denn die modernen Revisionisten schlussfolgerten daraus, dass es gar nicht mehr einer Weltrevolution des Proletariats bedürfe, um den Weltimperialismus zu beseitigen. Die These Molotows ist infolgedessen nichts Anderes als die Fortsetzung und Weiterentwicklung der revisionistischen These des VII. Weltkongresses der Komintern, nämlich die so genannte „Endgültigkeit des Sieges des sozialistischen Weltlagers“. Warum? Weil damit die welthistorische Rolle des Weltproletariats, die die Klassiker des Marxismus-Leninismus vorausgesehen hatten, unter den Tisch fällt, ja dass sie dadurch geradezu verhindert wird, für überflüssig erklärt wird. Molotows These ist also eine konterrevolutionäre These, die direkt im Dienste der Zusammenarbeit mit dem Weltimperialismus stand, gegen die Außenpolitik Stalins gerichtet und zweifellos ein schwerer Verrat an den revolutionären Interessen des Weltproletariats war.

Damit nun keiner auf die Idee kommt, hier würde es sich um einen „einzelnen Fehler“ Molotows handeln, den wir nur heraus gepickt hätten, um damit Molotows Außenpolitik schlecht zu machen, die im „Großen und Ganzen“ auf „marxistisch-leninistischen“ Grundlagen beruhe und durchaus der Außenpolitik Stalins „entspräche“. Dass dies kein Einzelfall war, sondern der revisionistischen Linie in der Außenpolitik der UdSSR nach dem Tod Stalins entsprach, beweist ein weiteres Beispiel, nämlich Molotows These von der „Minderung der Politik der Spannungen“. Wir zitieren Molotow: „Was bedeutet die Politik der Minderung der Spannung in den internationalen Beziehungen?“ Mit dieser Politik „bemühten wir uns um solche Lösungen, die zu einer bedeutenden Entspannung der internationalen Beziehungen beitragen würden“ (Molotow, ebenda, Seite 11). Wir sehen heute, wohin die so genannte „Entspannungspolitik“ der modernen Revisionisten geführt hat und wollen uns darüber nicht weiter verbreiten, da hierüber in der marxistisch-leninistischen Weltbewegung Einigkeit besteht. Molotow führte die Berliner Konferenz von 1954 an, er führt die Genfer Konferenz an. Was aber ist dabei herausgekommen ? Nichts. Wie Molotow selber einräumte, hatten sich die USA über derartige Beschlüsse einfach hinweggesetzt und Gegenkonferenzen einberufen, wie die Manila-Konferenz, auf denen Verträge abgeschlossen wurden (SEATO-Pakt), die direkt gegen die UdSSR und das sozialistische Lager gerichtet waren, die in Wahrheit eben jene Umkreisung der Sowjetunion bedeuteten, die Molotow großspurig für „endgültig überwunden“ erklärt hatte. Diese Verträge der USA waren aber auch gegen die Befreiungsbewegung in den ehemaligen Kolonien gerichtet. Da die „Entspannungsthese“ auf die Einstellung des revolutionären Kampfes gegen den Imperialismus hinauslief, wurde damit von Molotow grünes Licht für die Restauration des Kolonialismus gegeben, die mit der Restauration des Kapitalismus im sozialistischen Lager natürlich im dialektischen Zusammenhang steht und nicht voneinander zu trennen sind, die sich vielmehr gegenseitig bedingen und ergänzen – ganz im Interesse der Rückgewinnung der Alleinherrschaft des Kapitalismus über die ganze Welt, nicht zuletzt durch die Rückgewinnung seines imperialistischen Hinterlandes.

Der Stalinismus lehrt hingegen, dass man den Weg des Leninismus nicht verlassen darf, denn „der Leninismus ist der Marxismus der Epoche des Imperialismus und der proletarischen Revolution. Genauer: der Leninismus ist die Theorie und Taktik der proletarischen Revolution im Allgemeinen, die Theorie und Praxis der Diktatur des Proletariats im Besonderen“ (Stalin, Grundlagen des Leninismus).

Das Wesen der Außenpolitik Stalins war es, am Leninismus festzuhalten und diesen weiter zu entwickeln. Davon war Molotow jedoch nicht nur abgerückt, sondern seine Außenpolitik war direkt gegen den Leninismus, gegen die Theorie und Taktik der proletarischen Revolution gerichtet. Er war das, als was ihn Stalin bezeichnete - einen „Kapitulant“. Molotows Außenpolitik war die Politik der Kapitulation vor dem Weltimperialismus, ein Kniefall vor den Chruschtschowianern, Verrat an Stalin und dessen Außenpolitik. Der Frieden ist nicht nur eine Atempause zwischen den Kriegen, sondern auch eine Atempause, um sich auf die kommenden Revolutionen, auf die Weltrevolution vorzubereiten. Die Außenpolitik Lenins und Stalins diente keinem anderen Zweck, als dem proletarischen Internationalismus, aus dem man nicht die Weltrevolution herausschneiden kann, die man nicht der „Entspannungspolitik“ der modernen Revisionisten opfern darf. Friedliche Koexistenz heißt nichts anderes als günstige Voraussetzungen für den Sieg des Sozialismus im Weltmaßstab zu schaffen, der nun einmal ohne den Sieg des Weltproletariats in der Weltrevolution unmöglich ist. Das eben beinhaltete die Lehren Lenins und Stalins von der friedlichen Koexistenz entgegengesetzter Gesellschaftsformationen.

(aus: Wolfgang Eggers "Über die Grundlagen und zu den Fragen des Stalinismus")


Zum 125. Geburtstag sind wir zeitlich nicht in der Lage, das umfangreiche biographische Material umfassend zu studieren und korrekt zu bewerten vom Standpunkt des Stalinismus-Hoxhaismus. Wir halten es für wichtig, sowohl aus den positiven und negativen Seiten des Lebens und Werks von Molotow zu lernen. Deswegen werden wir bei Gelegenheit an dieser Aufgabe weiter arbeiten und das Bild über Molotow vervollständigen.

Comintern (SH)

25th of February 2015

 

 

MOLOTOW - ARCHIV

(DEUTSCHES ARCHIV)

 

 

Molotow
Bericht der Delegation der KPdSU (B) in der Komintern

 

am 25. Februar 1930

 

(Die Komintern zur Weltwirtschaftskrise)

 

 

Die Aufgaben des ersten Jahres des 2. Fünfjahrplans

1933

 

 

Die Abschaffung des Brotkartensystems

 

Rede vom 25. November 1934

 

 

 

 

Erklärung W.M. Molotows

Über die Ergebnisse der Pariser Konferenz der Außenminister

Antwort auf die Fragen der "Prawda" und der "Istwestija"

Anfang 1946

 

 

2 Reden auf der Pariser Friedenskonferenz

vom 30. August 1946

 

(1)

Über die räuberischen Ansprüche der griechischen Regierung an Albanien

Rede in der Plenarsitzung der Pariser Friedenskonferenz

am 30. August 1946

 

 

(2)

Nochmals zur Frage Albaniens

Rede in der Plenarsitzung der Pariser Friedenskonferenz

am 30. August 1946

 

 

 

 

Rede

W. M. Molotow

Sitzung der Generalversammlung der Organisation der Vereinten Nationen

am 29. Oktober 1946

 

 

Der 30. Jahrestag

der Großen Sozialistischen

Oktoberrevolution

Rede auf der Festsitzung

des Moskauer Sowjets

Am 6. November 1947

 

 

 

 

Der 31. Jahrestag

der Großen Sozialistischen

Oktoberrevolution

Rede auf der Festsitzung

des Moskauer Sowjets

Am 6. November 1948

 

 

 

ÜBER DEN FRIEDENSVERTRAG MIT DEUTSCHLAND

Reden und Erklärungen

auf der Londoner Tagung

des Außenministerrates

(25. 11. - 15. 12. 1947)

SWA - Verlag / Berlin 1948

 

 

 

 

 

ZITATE

 

 

 

 

Vor dem Obersten Sowjet der Sowjetunion bezeichnete Molotow am 31. August den deutsch-sowjetischen Nichtangriffsvertrag als

"einen Wendepunkt in der Geschichte Europas und nicht nur Europas allein."

(W.M. Molotow, Rede vor dem Obersten Sowjet vom 31. August 1939)

 

 

"Es werden Anstrengungen unternommen, die Erfindung zu verbreiten, dass der Abschluss des deutsch-sowjetischen Vertrages die Verhandlungen mit Großbritannien und

Frankreich über einen gegenseitigen Beistandspakt

gesprengt hätten.

...In Wirklichkeit ist das genaue Gegenteil wahr.

 

...Die Sowjetunion hatden Nichtangriffsvertrag mit

Deutschland unter anderem deswegen unterschrieben, weil

die Verhandlungen mit Frankreich und Großbritannien ...

gescheitert waren, wofür die herrschenden Kreise

Großbritanniens und Frankreichs das Verschulden trifft."

(W.M. Molotow, Rede vor dem Obersten Sowjet vom 31. August 1939)

 

 

"Es geht hier nicht um einen gegenseitigen Beistandspakt wie im Fall der britisch-französisch-sowjetischen

Beziehungen, sondern lediglich um einen Nichtangriffs-

Vertrag."

(W.M. Molotow, Rede vor dem Obersten Sowjet vom 31. August 1939)

"Unsere Truppen drangen erst nach Polen ein, nachdem der polnische Staat schon zusammengebrochen war und faktisch aufgehört hatte zu existieren. ...

Die sowje-tische Regierung konnte nicht anders als zu handeln in Anbetracht der außergewöhn-lichen Situation, die für unsere Brüder in der Ukraine und in West-Weißrussland ent-standen war, die infolge des Zusammenbruchs Polens ihrem Schicksal überlassenwaren."

(W.M. Molotow, Rede vor dem Obersten Sowjet der UdSSR, 31.Oktober 1939)

 

 

"Die Rote Armee ...wurde von der ukrainischen und

weißrussischen Bevölkerung mit Begeisterung empfangen, die unsere Soldaten als Befreier vom Joch des Land-adels sowie

vom Joch der polnischen Grundbesitzer und Kapitalisten

begrüßten."

(W.M. Molotow, Rede vor dem Obersten Sowjet der UdSSR, 31.Oktober 1939)

 

* * *

Audio-Rede

 

 

 

 

vor 75 Jahren

DEUTSCH-SOWJETISCHER NICHT-ANGRIFFS-VERTRAG

23. August 1939

 

Molotow

Rundfunkrede in San Franzisko

anlässlich der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands

Am 9. Mai 1945

Heute wurde in Moskau die Urkunde über die bedingungslose Kapitulation Deutschlands veröffentlicht. Der lang ersehnte Tag des Sieges über Hitlerdeutschland ist gekommen. An diesem Tag weilen unsere Gedanken bei denen, die durch ihr Heldentum und mit ihrer Waffe den Sieg über unseren Feind, über den Todfeind der Vereinten Nationen, gesichert haben.

Für immer wird uns das Andenken an die gefallenen Kämpfer und an die zahllosen Opfer des deutschen Faschismus heilig sein. Wir werden unsere großen Verpflichtungen gegenüber den Kriegsinvaliden, gegenüber den verwaisten Familien ehrlich erfüllen. Am Tag des räuberischen Überfalls Deutschlands auf die Sowjetunion erklärte die Sowjetregierung:

"Unsere Sache ist gerecht. Der Feind wird zerschmettert werden. Der Sieg wird unser sein."

Wir haben das in einem langen und schweren Kampf erreicht. Das Sowjetvolk spannte alle seine Kräfte an, um die Okkupanten aus seinem Lande zu vertreiben und seine Freiheit und Unabhängigkeit so zu behaupten, wie es uns der unsterbliche Lenin gelehrt hat. Gemeinsam mit unseren demokratischen Verbündeten haben wir den Befreiungskrieg in Europa siegreich beendet. Der Sieg über den deutschen Faschismus ist von größter historischer Bedeutung. Unter der Führung des großen Stalin haben wir diesen glorreichen Sieg errungen und schreiten nun vorwärts zur Herstellung eines dauerhaften Friedens. Es gilt, unseren Sieg im Namen der Freiheit der Völker, im Namen des Wohlstands, der Kultur und des Fortschritts der Menschheit zu festigen.

 

 

Wjatscheslaw Molotow

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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