Gegen den Trotzkismus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Über die Grundlagen und zu den Fragen des Stalinismus"

(Buch von Wolfgang Eggers)

2009

Auszüge

- den Kampf gegen den Trotzkismus betreffend -

 

Es war unserer Meinung nach ein Fehler von Bill Bland, dass er sich mit Leuten wie Hari Kumar überhaupt eingelassen hatte. Hari Kumar ist einer jener geschickten Neo-Trotzkisten in der Welt, der es verstanden haben, einigen Marxisten-Leninisten den verkappten, also den in „Marxismus-Leninismus“ eingewickelten Trotzkismus unterzujubeln.

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Das Weltproletariat hat sich noch längst nicht vollständig vom Einfluss des modernen Revisionismus, vom Trotzkismus und anderen stalinfeindlichen Einflüssen - wie hier im Falle des Berijanertums - befreit. Der Kampf gegen den modernen Revisionismus ist immer noch ein internationaler Klassenkampf auf Leben und Tod. Aber die Dialektik der antikommunistischen Konterrevolution wurde auf schlummernden Vulkanen der Weltrevolution errichtet, die um so heftiger zum Ausbruch kommen, je mehr man ihren Ausbruch zu verhindern sucht. Unter einer globalen Konterrevolution muss sich die Oktoberrevolution in eine globale Weltrevolution verwandeln, werden auf der ganzen Welt revolutionäre Vulkane ausbrechen und die Konterrevolution unter ihrer heißen Lava begraben. Das ist die Dialektik des Weltkommunismus ! So hat die Konterrevolution auch die Wahrheit über Stalin mit Lügen zuzuschütten versucht, mit dem Ergebnis: der Vulkan des Stalinismus bricht nunmehr global aus und er wird den Antistalinismus unter seiner gewaltigen Lavamasse begraben !

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Wie hat Stalin denn den Leninismus weiter entwickelt ? Hätte er den Leninismus ohne seinen erbitterten Kampf gegen die Rechten und Trotzkisten etwa einen Millimeter weiter entwickeln können - ohne Zitatenschlachten zu führen ? Man studiere die Werke Stalins, um sich vom genauen Gegenteil zu überzeugen. Zitatenschlachten und „Zitatenschlachten“ sind also längst nicht das Gleiche. Es kommt im Wesentlichen darauf an, ob sie von Stalinisten oder von ihren Gegnern geführt werden, also welche politische Absicht damit verfolgt wird, welcher Klasse sie dienen und welcher Klasse sie schaden usw. usf. . Zugegeben, die meisten aller geführten Zitatenschlachten sind sicherlich vermeidbar gewesen, ist jeder ernsthafte „Kleinarbeit“ hundert Mal wertvoller, aber es ist erstens zweifellos unvermeidlich überhaupt ohne Zitatenschlachten auszukommen zu können, zweitens ausgesprochen dumm oder anarchistisch, ohne sie auskommen zu wollen – und drittens unheimlich gefährlich, ihren absoluten Verzicht mit „marxistischen“ Phrasen zu rechtfertigen. Auch dies ist nebenbei ein Lehrsatz des Stalinismus in seinem Kampf zur Verteidigung des Leninismus.

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Wenn Trotzki mit dem Schimpfwort „Stalinismus“ angefangen hat, dann hat er sich damit nur selber eine Ohrfeige verpasst, hat er sich damit vom Marxismus-Leninismus abgegrenzt. Wir sind keine Trotzkisten und haben daher keinen Grund, uns etwa vom Stalinismus abzugrenzen. Umgekehrt : wir grenzen uns von den Gegnern des Marxismus-Leninismus ab, indem wir sie vom Stalinismus abgrenzen. Man kann den Anti-Marxismus nicht mit irgendetwas bekämpfen, sondern nur mit dem Marxismus. Man kann den Anti-Leninismus nur bekämpfen mit dem Leninismus. Man kann den Anti-Stalinismus nicht allein mit Marx, Engels und Lenin bekämpfen. Man muss ihn mit den Lehren Stalins bekämpfen. Das klingt alles wie ein Wortspiel, aber in Wirklichkeit ist das eine sehr prinzipielle und grundlegende Frage, die wir Stalinisten hier sorgfältig zu beantworten haben und worüber sich jeder Genosse unbedingt und absolut Klarheit verschaffen muss. Nicht unsere proletarische Sache reduzieren oder gar verwerfen, nur weil unser Gegner sie mit Schmutzkübeln überhäuft hat, sondern Beseitigung der Schmutzkübel und Reinigung und Weiterentwicklung unserer proletarischen Sache – das ist die einzig richtige, das ist die revolutionäre Haltung. Alles Andere ist Zurückweichen vor dem Klassenfeind, ist eine kapitulantenhafte Haltung gegenüber dem Stalinismus, gegenüber dem Marxismus-Leninismus, ist der Weg in den opportunistischen Sumpf.

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Stalin bezeichnete sich selbst nicht als „Stalinist“, aber die Bolschewiki, die ihm im Kampf gegen die Trotzkisten, Bucharinisten und später gegen die parteifeindlichen, bürokratischen Elemente und Führer der Apparatschiks folgten, nannten sich Stalinisten.

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Der moderne Revisionismus Chruschtschows und der Revisionismus der heutigen Neo-Revisionisten unterscheidet sich – kurz gesagt - dadurch, dass der Erstere gezwungen war, den Stalinismus mit dem „Leninismus“ zu schlagen, während der Letztere nunmehr in verschiedenste Gewänder des „Stalinismus“ schlüpfen musste ( Gewänder von „links“ Trotzkisten, Berijaner usw.] bis rechts [Nationalbolschewisten]), weil wir ihm die „leninistische“ Maske vom Gesicht gerissen haben und er sich dahinter nicht mehr verstecken kann.

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Der einstige Block der Rechten und Trotzkisten im Kampf gegen Stalin und seine Wiederbelebung und Fortsetzung durch die gemeinsame Front von Neo-Trotzkisten und Neo-Revisionisten im Kampf gegen die Marxisten-Leninisten

Wir wollen Missverständnissen vorbeugen und auf die Gefahr hinweisen, welche eine Zweiteilung des Lebens- und Wirkens Stalins in sich birgt. So ist die Methode der historischen Zweiteilung ein beliebtes Steckenpferd des Trotzkismus und des modernen Revisionismus, um einen Zeitabschnitt gegen den anderen auszuspielen und als Rechtfertigung für Stalins Aburteilung zu verwenden. Unsere Kurzbeschreibung des zeitlichen Kampfabschnittes Stalins, den wir nochmals nachgezeichnet hatten, die Zeit an Lenins Seite wird von den Antistalinisten mehr oder weniger als eine gerade noch „hinnehmbare Vorgeschichte des Diktators“ heruntergespielt. Die Zeit kurz vor und kurz nach dem Tod Lenins jedoch wird von den Antistalinisten „selbstkritisch“ als „schon zu spät erkannte Unterschätzung der Gefahr des Machtmissbrauchs Stalins“ interpretiert, nachdem Lenin in einem angeblichen „Brief“ vor Stalins „Alleinherrschaft“ gewarnt haben soll. Darauf haben sich später alle Antistalinisten, einschließlich Chruschtschow, berufen. Dieser Zeitpunkt wird als „Wendepunkt“ datiert. Der Kampf gegen den Trotzkismus, den „Links“opportunismus der 20er Jahre wird schon als „persönliche Machtüberschreitung“ eingeschätzt – ab 1929 = „Alleinherrscher“. Spätestens aber mit den Säuberungen Mitte der 30er Jahre, „wo Stalin entschieden zu weit gegangen sei“, beginnt für die Antistalinisten die eigentliche „Periode der Stalinschen Schreckensherrschaft“. Es darf deswegen auch nicht verwundern, warum die Gegner Stalins in den Reihen der Partei an einer Veröffentlichung der Werke Stalins ab 1934 nicht mehr sonderlich interessiert waren. Mit Band 13 war für sie die Fahnenstange erreicht. In Wirklichkeit aber glaubten sie mit diesem plumpen Trick leichteres Spiel zu haben, um dann nach Stalins Tod Mistkübel über ihn auszuschütten. Stalin aber bewies bis in den Tod bolschewistische Unversöhnlichkeit gegenüber den Feinden des Sozialismus. Er zerschlug die bucharinsche-trotzkistische Bande von Spionen, Schädlingen und Mördern, die im Dienste der Spionageorgane kapitalistischer Staaten standen und vereitelte deren Pläne, die Sowjetunion in eine Kolonie des Weltimperialismus zu verwandeln und dort die kapitalistische Sklaverei wieder herzustellen. Klar, dass die Stalingegner vor Wut schäumten und ihn zur Zielscheibe ihrer Verleumdungen machten.

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Die sozialistische Gesellschaft darf sich nicht selbst untreu werden und sich weigern, zum Kommunismus zu schreiten. Und wenn sie nicht mehr bereit ist, die Revolution weiter voranzutreiben, wenn sie es nicht mehr für nötig hält, sich permanent zu revolutionieren mit Hilfe der Lehren Stalins, dann ist sie sich bereits untreu geworden. Trotzki hatte die Rolle der revolutionären Theorie bei der Schaffung und Entwicklung der Partei verachtet. Trotzki war tot, aber der Trotzkismus lebte fort unter der entristischen Maske des „Stalinismus“.

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Die Geschichte der KPdSU endete mit dem Kampf gegen ihre Verschwörer, endete mit dem Sieg dieser Verschwörer über die bolschewistische Partei Lenins und Stalins. Während die Verschwörung der „Rechten und Trotzkisten“, die vor allem eine Agentur der der Faschisten in Deutschland und Japan waren, von Stalin vernichtend geschlagen worden waren, trugen die Verschwörer von 1953 – als Agenten des angloamerikanischen Imperialismus – diesmal den Sieg davon.

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Oskar Negt und Co. haben sich mehr damit beschäftigt, sich von der „Frankfurter Schule“ abzugrenzen, traten in die Fußstapfen Trotzkis, Titos, Deborins und Bucharins usw. usf., um die 68` er – Bewegung als eine kleinbürgerliche Bewegung zu entlarven, die sich in ihrem breiten linken Spektrum „bis hin zum Stalinismus“ verstieg, sprich: sich nur damit zu „legitimieren“ versucht hatte. Für diese Erkenntnis, dass sich die kleinbürgerliche Bewegung mit der Arbeiterbewegung schmückt, um sich damit größer zu machen als sie ist, brauchte man keinen Oskar Negt - das haben die Marxisten schon vor 100 Jahren kritisiert. Auch ein Oskar Negt konnte die 68`er Bewegung nicht vor ihrer Berührung mit dem Stalinismus retten. Im Ergebnis konnte er nicht verhindern, ja trug er unfreiwillig dazu bei, dass die 68`er Bewegung solche Intellektuelle hervorbrachte, die sich ernsthaft auf den revolutionären Standpunkt Stalins stellten, die sich ernstlich der revolutionären Arbeiterbewegung anschlossen und ihren eigenen kleinbürgerlichen Standpunkt allmählich überwanden und auf einen Oskar Negt nicht herein fielen, sondern ihn frontal als Anti-Kommunisten bekämpften. Er jedoch predigte den „wahren“ Marxismus“, die Kritik an der Ideologisierung der „reinen“ marxistischen Wissenschaft. Er im Besonderen – so wie die gesamte intellektualistische „Links“opposition insgesamt - betrachtete sich stets als „revolutionäre Vorhut“ für die „Entstalinisierung“ der Wissenschaft.

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Jedenfalls ist uns Marxisten-Leninisten nicht unbekannt geblieben, dass es die Trotzkisten waren, die das permanente künstliche Schüren des Generationskonfliktes zur Schwächung der Einheit zwischen Führern, Partei und Massen demagogisch ausnutzten.

Die Frage der Generationen ist eine zweitrangige Frage“, sagte Stalin in der Auseinandersetzung mit Trotzki. Gegen die Auffassung Trotzkis richtete sich Stalin folgendermaßen:

Nur wer die Kader als ein in sich abgeschlossenes Ganzes, als einen privilegierten Stand betrachtet, der keine neuen Mitglieder in seine Mitte aufnimmt, nur wer alle übrigen Parteimitglieder als `unter seiner Würde stehend` ansieht, nur wer eine Kluft zwischen den Kadern und den jungen Parteimitgliedern aufreißen will – nur der kann die Frage der Demokratie auf die Frage der Generationen in der Partei zuspitzen. Das Wesen der Demokratie läuft nicht auf die Frage der Generationen hinaus, sondern auf die Frage der Selbsttätigkeit, der aktiven Teilnahme der Parteimitglieder an der Führung der Partei“ (Stalin, Band 6, Seite 202-203).

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Solange Stalin noch lebte, so lange die Macht also in den Händen der Marxisten-Leninisten war, griffen die Trotzkisten den Stalinismus von „links“ an ( nach dem Vorbild des Blocks der Rechten und der Trotzkisten). So hing Tito den Stalinismus zum Beispiel das Prädikat des „modernen Revisionismus“, des „bürokratischen Staatskapitalismus“, des „Imperialismus“ und des „Faschismus“ usw. an. Wir , als marxistisch-leninistische Weltbewegung, die sich gegen den XX. Parteitag der KPdSU herausgebildet hatte, griffen die modernen Revisionisten als moderne Revisionisten erst zu einer Zeit an als diese schon an die Macht gelangt waren, während die modernen Revisionisten den Stalinismus bereits zu einer Zeit als „moderne Revisionisten“ angegriffen hatten, als Stalin noch an der Macht war. Nachdem sie Stalin beseitigt hatten, nachdem der Revisionismus an der Macht war, schwenkten die Opportunisten um 180 Grad, um von rechten Positionen aus den Stalinismus als „Sektierertum“, „Links“opportunismus und als „Dogmatismus“ usw. anzuprangern. In den 60er Jahren betrachtete die Sowjetrevisionisten den Stalinismus als „Links“opportunismus und zwar als eine Strömung, die es als Hauptgefahr zu bekämpfen galt. An dieser historischen Wende wechselte also der moderne Revisionismus seine Fronten im Zweifrontenkrieg, wurde die Hauptfront zur Nebenfront und die Nebenfront zur Hauptfront gegen den Stalinismus.

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Der Trotzkismus lehnt den „Alleinvertretungsanspruch“ des Stalinismus ab, nicht aber eine „stalinistische“ Fraktion, wenn sie sich im Rahmen der trotzkistischer Spielregeln bewegt – den Spielregeln eines ideologischen Pluralismus in der Partei, den Spielregeln der Gruppierungen in der Partei. Die Trotzkisten vertraten also eine prinzipienlose Einheit im Gegensatz zur bolschewistischen Einheit, die sich ausschließlich auf die Grundlagen des Marxismus-Leninismus stützt und damit eine prinzipienfeste Einheit ist. Die Verschwörer Stalins von 1953 aber hatten sich von der prinzipienfesten Einheit der bolschewistischen Partei endgültig losgesagt, um sie zu zerstören. Für sie war der Stalinismus nur eine leere Hülle, hinter der sie ihre konterrevolutionäre Tätigkeit vorantrieben. Ihrer ganzen Natur nach ist die lenin-stalinsche Partei durch ihre monolithische Einheit geprägt , die die Existenz von Gruppen und Fraktionen in ihren Reihen ausschließt. So wie Trotzki widersetzten sich auch die Verschwörer Stalins dieser monolithischen Einheit der Partei. Sie waren Fraktionisten und liquidierten die Partei, indem sie sie in eine bürgerliche Partei verwandelten, aber sich ihrer alten Hülle bedienten, um ihr Verbrechen zu verbergen. Sie waren deswegen schlimmer als Liquidatoren, weil sie ihre liquidatorischen Absichten nicht offen darlegten, sondern die Partei und die Sowjetmenschen hinterrücks betrogen, um ihre Entlarvung möglichst unmöglich zu machen.

Trotzki gab sich als Anhänger Lenins aus, so als gäbe es nur Meinungsverschiedenheiten mit Stalin. Die Berijaner geben Berija als Stalinisten aus, so als gäbe es nur Meinungsverschiedenheiten mit Chruschtschow. Die gleiche trotzkistische Methode, um das konterrevolutionäres Gesicht zu verbergen.

Nehmen wir Lenins Charakterisierung Trotzkis im Dezember 1911, um sie mit Berija zu vergleichen:

Mit Trotzki kann man nicht prinzipiell diskutieren, denn er hat keinerlei feste Anschauungen. Mit überzeugten Liquidatoren und Otsowisten kann und soll man diskutieren, aber mit einem Menschen, der sein Spiel damit treibt, die Fehler sowohl der einen wie der anderen zu bemänteln, diskutiert man nicht, ihn entlarvt man ... als einen Diplomaten allerniedrigster Sorte“ (Lenin, Werke, Band 17, Seite 351). Eben ein Geheimdiplomat allerniedrigster Sorte – das war Berija.

Trotzki war für die Durchrüttelung der Leninschen Kader. Er forderte die Methode des Zwangs, da wo der Methode der Überzeugung (Gewerkschaftsfrage) der Vorrang einzuräumen war. Die trotzkistischen Verschwörer von 1953 begannen die Durchrüttelung (Liquidierung) der Stalinschen Kader von oben und setzten sie dann fort von unten.

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Der Kampf gegen den so genannten „Personenkult“ diente nicht nur der Machtergreifung der modernen Revisionisten, sondern auch der Spaltung der kommunistischen Weltbewegung, deren Führer Stalin war, also die „Entstalinisierung“ der kommunistischen Weltbewegung. Dies war ein nützliches Geschenk Berijas an die von ihm selber aus dem Gefängnis freigelassenen Trotzkisten. Berija sorgte dafür, dass sie sich nach ihrer Rehabilitation wieder regenerieren und international ausbreiten konnten, insbesondere bei der „Entstalinisierung“, der Verbreitung der „Kritik“ des „Personenkults“ tatkräftig mit zu helfen. Man kann es nicht als einen Zufall betrachten, dass das erneute Auftreten des Trotzkismus mit Berijas Mord an Stalin zusammenfiel (und die gleiche Wiederbelebung des Trotzkismus fällt übrigens auch mit dem Tod Enver Hoxhas nicht zufällig zusammen!). Zu Stalins Lebzeiten hätte sich niemand diesen gewagten Schritt trauen dürfen – er wäre ein toter Mann gewesen. Stalin kennzeichnete u.a. den Trotzkismus wie folgt:

Drittens. Trotzkismus bedeutet Misstrauen gegenüber den Führern des Bolschewismus, bedeutet den Versuch, sie zu diskreditieren, sie zu diffamieren“ (Stalin, Band 6, Seite 313); (... und wie Berija, ihn letztlich zu ermorden!).

Im dialektischen Umkehrschluss bedeutet Trotzkismus genauso viel wie Vertrauen gegenüber den Führern des Opportunismus, bedeutet den Versuch, diese zu rehabilitieren und – wie von den Berijanern beabsichtigt – diese in ein neues „marxistisch-leninistisches“ Licht zu stellen, sie aus unserem Bewusstsein, das sie verbannt hatte, freizulassen oder als „Märtyrer des Stalinismus“ wieder zum Leben zu erwecken und sie mit einem „marxistisch-leninistischen“ Heiligenschein zu versehen.

Solche Genossen, die die Rolle, die Stalin gespielt hat, heute nicht oder nicht mehr von ausschlaggebender Bedeutung halten, so wie die Berijaner, haben sich nicht nur gründlich geirrt, sondern sie leiten auch Wasser auf die Mühlen der Trotzkisten, die die Rolle Stalins als Klassiker des Marxismus-Leninismus nicht nur leugnen, sondern dem Genossen Stalin die Rolle des „größten Feindes“ des Marxismus-Leninismus zuschreiben. Im anti-revisionistischen Kampf der Marxisten-Leninisten kommen die Neo-Trotzkisten und Neo-Revisionisten, kommen die Berijaner den modernen Revisionisten heute zur Hilfe, um deren ramponiertes Image vermittels Häutung abzustreifen (Schönheitsoperation und Verjüngunskur für den in die Jahre gekommenen „modernen“ Revisionismus = Neo-Revisionismus).

Trotzkismus und moderner Revisionismus sind wesensgleich - nicht nur was die Personenkult-Taktik gegen den Marxismus-Leninismus angeht –. Beides sind Todfeinde des Marxismus-Leninismus im Gewand des „Marxismus-Leninismus“. Das traf damals zuerst auf den Leninismus zu. Nun trifft es auf den Stalinismus -und nicht weniger auf den Hoxhaismus - zu. Vergessen dürfen wir dabei nicht, dass der Trotzkismus gezwungen war, seinen konterrevolutionären Kampf innerhalb der marxistisch-leninistischen Weltbewegung illegal fortzusetzen, nachdem Stalin seine offenen Kampfformen in den Reihen der KPdSU (B) zerschlagen hatte. Und so führen die modernen Trotzkisten, die Berijaner, heute ihren illegalen Kampf gegen Stalin hinter der Maske des „Stalinismus“ in unseren weltrevolutionären Reihen weiter fort. Bis heute hat der Trotzkismus, hat das Berijanertum seine Doppeltaktik nicht aufgegeben, seine Wühlarbeit gegen Lenin, Stalin und Hoxha auch unter der Maske des „Leninismus“, des „Stalinismus“ und des „Hoxhaismus“ fortzusetzen. Es ist selbstredend, dass der Trotzkismus, dass das Berijanertum, unter der Maske der „Verteidigung Stalins“ besonders gefährlich ist und deswegen seiner marxistisch-leninistischen Entlarvung und Bekämpfung auch in Zukunft besondere Bedeutung zukommt (Kaum zu glauben, aber wahr: Da man es sich schwerlich vorstellen mag, dass sich einige trotzkistische Gruppierungen, dass sich überhaupt Trotzkisten, dass sich die Berijaner als die größten Stalinhasser, ausgerechnet als die „treuesten Stalinverteidiger“ auf so hinterhältige Weise in unseren Reihen präsentieren könnten, aber genau deswegen ist ihre „stalinistische“ Tarnkappe so perfekt!). Und was lernen wir daraus ? Es genügt nicht, den Trotzkisten, den Berijanern ihre „Stalin“-Tarnkappe vom Gesicht zu reißen. Vielmehr müssen wir uns Marxisten-Leninisten unsererseits eine trotzkistische Tarnkappe aufsetzen, wenn wir in die trotzkistischen, berijanischen Organisationen unerkannt eindringen wollen – und das müssen wir, wenn wir es denn mit der Zerschlagung des Trotzkismus, mit der Zerschlagung des Berijanertums, wirklich ernst meinen. Dazu muss man aber über den Neo-Trotzkismus genau Bescheid wissen, muss man die Trotzkisten, die Berijaner, von heute studieren, nicht nur ihre konterrevolutionären „Theorien“, sondern auch ihre konterrevolutionäre Praxis – vor allem in unseren eigenen Reihen! Der Kampf der Marxisten-Leninisten um Stalin ist gegen alle seine trotzkistischen Feinde also noch längst nicht abgeschlossen oder gar entschieden. Die Komintern (ML) fordert alle Marxisten-Leninisten in der Welt auf, den Kampf zur Verteidigung Stalins unvermindert fortzusetzen und sich fest zu vereinigen, sowohl gegen Stalins offene Feinde als auch gegen seine vermeintlichen „Freunde“. Wir dürfen uns den Kampf zur Verteidigung Stalins nicht aus der Hand reißen lassen. Dieser Kampf um die Klassiker des Marxismus-Leninismus kann ausschließlich nur von uns Marxisten-Leninisten selbst geführt und siegreich beendet werden. Und dies gelingt nur unter der Voraussetzung, dass wir unsere marxistisch-leninistischen Reihen von trotzkistischen und revisionistischen Einflüssen, von berijanischen Einflüssen rein halten und dabei die Lehren Stalins beherzigen. Wir müssen wachsam sein, denn wir haben unbedingt damit zu rechnen , dass die Feinde Stalins gerade uns Stalinisten von der Komintern (ML) aussuchen werden, um dieses heutige ideologische Bollwerk zur Verteidigung Stalins zu unterminieren, zu knacken und zu liquidieren – wohlgemerkt- alles „im Namen Stalins“! Die Trotzkisten, die Berijaner, diffamieren uns Komintern (ML), um von da aus auch andere Marxisten-Leninisten zu diffamieren und diesen durch den erneuerten („stalinistischen“) Trotzkismus zu ersetzen – das ist ihr altes, erklärtes Ziel. Die Trotzkisten sind dabei historisch gescheitert, den Leninismus durch den Trotzkismus zu ersetzen und sie werden genauso historisch scheitern, den Stalinismus ( Anmerkung: und schließlich auch den Hoxhaismus!) durch den Trotzkismus zu ersetzen. Wir werden dafür sorgen, jede Wiederbelebung des Trotzkismus unter der Maske des „Marxismus-Leninismus“ zu begraben. Wenn wir dabei mutig und unerschrocken im Geiste Stalins zu Werke gehen, brauchen wir die „(r r r r r -) evolutionären Intelligenzler“ nicht zu fürchten, denn der Stalinismus war ist und wird immer ein Garant für den Sieg über den Trotzkismus sein, egal in welches Gewand dieser schlüpfen wird, um seine Spur zu verwischen, wie es Berija getan hat. Im Spurenverwischen sind die Berijaner immer erfolgreich gewesen, aber genau dies wird sie zu Fall bringen.

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Die albanischen Genossen ergriffen mutig Partei für Stalin und riefen das Weltproletariat und die kommunistische Weltbewegung auf, den Grundsätzen und Lehren des Genossen Stalin treu zu bleiben und sie zu verteidigen, nicht auf sie zu verzichten, sie nicht durch die opportunistischen Ideen Bernsteins, Kautskys, Trotzkis, Bucharins, Titos, Chruschtschows und der anderen Renegaten zu ersetzen und den modernen Revisionisten die Maske vom Gesicht zu reißen.

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Wenn wir als „Stalinisten“ beschimpft werden, trifft uns das nicht. Die einen Trotzkisten beschimpfen uns so offen wie sie Stalin beschimpfen. Die andere Sorte von Trotzkisten geht geschickter vor. Sie verteidigt Stalin in Worten, um uns Stalinisten des „Sektierertums“ zu bezichtigen. Beides zusammengenommen bildet heute die Front der 5. Kolonne im Kampf gegen den Stalinismus, im Kampf gegen die sozialistische Weltrevolution, gegen das revolutionäre Weltproletariat. Unsere Gegner werden versuchen, den Spieß umzudrehen, auf Stalin »schwören« und uns Marxisten-Leninisten als Scharlatane hinstellen. Nichts und niemand kann jedoch die Lehren Stalins bestreiten, widerlegen oder aufhalten, auch nicht mit faulen Tricks. Wir fürchten nicht physische Vernichtung, fürchten nicht faschistische Verfolgungen und Foltern, wir fürchten nicht die Sozialfaschisten und ihren Lakaien, aber auch nicht solche Gegner, die vorgeben, plötzlich ihr«Herz« für Stalin »entdeckt« zu haben, um unser Vertrauen zu missbrauchen und mit einem »Trojanischen Pferd« die Festung von innen zu stürmen und uns das Messer in den Rücken zu jagen.

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Die Führer der II. Internationale, Bernstein und Kautsky, begannen ihren Verrat mit der Verwerfung Marx und Engels, die Trotzkisten, Bucharinisten und Sinowjewisten begannen ihren Verrat mit der Verwerfung Lenins und die Chruschtschowgruppe begann ihren Verrat mit der Verwerfung Stalins. Die Geschichte wiederholt sich, aber die modernen Revisionisten dürfen nicht vergessen, dass sie nicht nur die Handlungen, sondern auch ihre Folgen wiederholen. Sie werden dasselbe Schicksal wie alle ihre Nachfolger erleiden. Ihre Niederlage ist unvermeidlich, sie wird früher oder später eintreten: der Marxismus-Leninismus wird über alle Gegner und Verräter siegen“ (Der so genannte Kampf gegen den „Personenkult“ und seine Folgen“ - Artikel aus der Zeitung „Zëri i Popullit“, Zentralorgan der PAA, vom 12., 13. und 14. Juni 1964, Seite 158).

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Wie konnte sich der Trotzkismus nach seiner Niederlage in den 30er Jahren retten, erholen und wieder erstarken? Er konnte sich zunächst nur dadurch retten, indem er einen „langen Marsch durch die Institutionen zurücklegte“, sich als kommunistische Fraktion darstellte, um sich selber an die Spitze des „Kampfes gegen den Trotzkismus!“ stellen zu können. Das gelang durch keinen Geringeren als Berija, der an die Stelle eines Verräters wie Jagoda und Jeschows trat ! Und wer hat die Trotzkisten gleich nach Stalins Tod aus den Gefängnissen befreit ? Berija ! Wer hat sie rehabilitiert? Chruschtschow !

In Wirklichkeit war der Trotzkismus eine Fraktion des Menschewismus bis zum Eintritt der Trotzkisten in unsere Partei, er wurde vorübergehend zu einer Fraktion des Kommunismus nach dem Eintritt der Trotzkisten in unsere Partei, er ist von neuem zu einer Fraktion des Menschewismus geworden nach der Vertreibung der Trotzkisten aus unserer Partei. ´Der Hund ist zu seinem Auswurf zurückgekehrt.` (Stalin, Band 13, Seite 115/116).

Zu seinem Auswurf zurückgekehrt“ war auch Berija.

Was Stalin auf der 15. Unions-Parteikonferenz über die Verschwörer der Trotzkisten und Bucharinisten sagte, trifft auch auf den Verschwörer Berija zu:

Skrupellosigkeit in der Wahl der Mittel und Prinzipienlosigkeit in der Politik“ (Zitat gefunden in: „Prozessbericht“, Moskau 1937, Seite 528).

 

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Stalins Verschwörer der 50er Jahre, an deren Spitze sich zum Schluss Chruschtschow setzte, bedienten sich der gleichen skrupellosen Methoden wie einst das trotzkistisch-sinowjewistische Zentrum und der Block der Rechten und Trotzkisten. Die Spuren der terroristischen Staatsverschwörung wurden verwischt durch Liquidierung aller Leute, die davon zu viel wussten. Zu den Terrorakten gehörten folglich immer zwei Dinge: 1. die Organisierung des Terroraktes selbst und 2. die Liquidierung der Täter zur Spurenverwischung zu den Auftraggebern. Die Verschwörer waren darauf bedacht, nach der Machtergreifung die Leitung der OGPU/MDW auf der einen oder der GRU auf der anderen Seite zum Verwischen der Spuren ihrer Verbrechen an sich zu reißen. Man hat von den Nazis Methoden abgeguckt, wo die Teilnahme an der Verschwörung durch die Hand der Organisatoren der Verschwörung physisch vernichtet wurden, wie dies auch mit der Vernichtung Röhms und seiner Gefolgsleute der Fall gewesen ist. Auch die modernen Revisionisten bedienten sich wie die Trotzkisten und Faschisten dieser Methode.

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Als Bolschewist muss man die dialektischen Gesetze der Verschwörung durchschauen und sie als Waffe gegen die Verschwörer selbst einsetzen. Dies verstand Stalin wie kein Anderer und Berija, der sich stets in der Nähe Stalins aufhielt, lernte diese Waffe gegen Stalin selbst zu richten. So nah wie Berija ist Trotzki nie an Stalin heran gekommen.

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Einer der trotzkistischen Anschläge, den Trotzki persönlich befahl, war die Erschießung Stalins auf dem VII. Weltkongress der Komintern, was eine „internationale Massenbewegung“ auslösen sollte. Der Plan scheiterte genauso wie derjenige, Stalin auf dem XIII. EKKI – Plenum zu erschießen, auf dem Stalin aber gar nicht anwesend war. Mit den Säuberungen wurden weitere Pläne aufgedeckt und vereitelt. Stalin hatte den internationalen konterrevolutionären Terror der ganzen Welt jahrzehntelang davon abgehalten, die Sowjetunion zu vernichten, den Kommunismus – zu beseitigen – allein das spricht für seine anti-verschwörerischen Führungsqualitäten. Wenn die Verschwörer Stalin „Verfolgungswahn“ vorwarfen, dann gab ihnen Stalin auch guten Grund, warum sie das taten !!

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Was war der Auslöser der Säuberungswelle in den 30er Jahren ? Verbrechen von Parteiführern wurden aufgedeckt und das bedeutete eine Warnung vor weiteren Doppelzünglern und Verrätern in der Partei, die von ihrer Reue redeten und sich abgrenzten und maskierten, um so leichter einen Schlag in den Rücken der Partei, des Landes, der proletarischen Sache zu organisieren. Diese Position hatten auch die Verschwörer von 1953 eingenommen. Obwohl die Führer des trotzkistisch-sinowjewistischen Zentrums in Verbannung bzw. im Gefängnis waren, blieb ihr Zentrum handlungsfähig , um zum Beispiel den Mord an Kirow durchzuführen. Das Zentrum der Verschwörung wurde von Trotzki im Ausland gelenkt. Das Zentrum der Verschwörung von 1953 befand sich in der Parteiführung selbst. Obwohl Stalin die Verschwörer von 1953 unter Kontrolle hatte, blieben sie handlungsfähig, um den Mord an Stalin durchzuführen.

 

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Das gemeinsame System von Trotzkisten und Faschisten gegen die Bolschewisten , insbesondere die Pläne für die Ermordung Stalins kam 1933 zustande als die Nazis an die Macht gelangten. In der Ermordung Stalins sah Trotzki seine Hauptaufgabe. Die Gestapo ließ die Trotzkisten frei herumlaufen, weil diese an das Abkommen mit ihr gebunden war, die Sowjetführer mit terroristischen Mitteln umzubringen, vor allem Stalin. Die Faschisten setzten also nicht nur auf Intervention von außen, sondern auch auf Terrorakte von innen, die sie zusammen mit den Trotzkisten unternahmen – aber auch ohne Unterstützung der 5. Kolonne. Ab 1932 wurden in der UdSSR Terrorakte von deutschen Nazis im Auftrage Himmlers ausgeführt und zwar nicht erst als Leiter der Gestapo, sondern schon als Himmler Stabschef der SS war.

Nicht nur Trotzkisten sind Sozialfaschisten, nicht nur die modernen Revisionisten sind Sozialfaschisten, alle anderen Antibolschewisten, die im Gewand des „Bolschewismus“ agieren, sind es ebenso, auch die Berijaner. Und ob sie dies nun wollen oder nicht, bilden sie alle gemeinsam eine 5. Kolonne des internationalen Faschismus gegen die Weltrevolution. Der Hass auf Stalin, die tiefe Feindschaft uns Stalinisten gegenüber, ist sowohl bei den Faschisten als auch bei den Sozialfaschisten gleich stark ausgeprägt - wesensgleich. Sie unterscheiden sich nur äußerlich dadurch, dass deren eine Fahne braun, grün, gelb, schwarz usw., die der anderen aber „rot“ ist.

Im Falle einer möglichen Kompromittierung Trotzkis sollten die Terrorakte auf die Gestapo und die Weißgardisten abgewälzt werden, das war auch bei der Kompromittierung Berijas vorgesehen, aber der Mord an Stalin konnte erfolgreich vertuscht und Berija noch gerade rechtzeitig beseitigt werden. Besonders setzte Trotzki seine Hoffnung auf solche Trotzkisten, die in den Reihen der KPdSU (B) noch nicht als Trotzkisten kompromittiert waren. Die trotzkistischen Verschwörergruppen sollten untereinander nicht verbunden sein, damit beim Hochgehen einer Gruppe nicht die ganze konspirative Organisation aufflog. Für alle Verschwörer galt die Prämisse:

Der Kampf gegen den Kommunismus ist ein Kampf gegen die Kommunistische Partei, insbesondere gegen ihre Führungsspitze. Der Kampf gegen die Kommunistische Partei ist ein Kampf gegen Stalin, gegen die Führer der Partei. Ist Stalin erstmal tot, dann gelangt man in den Besitz der Partei und führt sie auf den Weg des Kapitalismus. Je stärker der Einfluss des Kapitalismus, desto stärker der Rückgang des Kommunismus, der schließlich mit seinem Siechtum endet – das war die Linie der Konterrevolution, die seit der Machtübernahme des Faschismus konsequent umgesetzt wurde. Aber unter dem Druck des Großen Vaterländischen Krieges war es schließlich Hitler, der sich feige das Leben nahm und nicht Stalin, dem er großspurig nach dem Leben trachtete. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg unter dem Druck des angloamerikanischen Imperialismus wurde Stalin das Opfer ihres Kalten Krieges, ermordet von Verrätern in seiner eigenen Führungsspitze, die mit dem Westen verbunden war. Es deutet alles darauf hin, dass das, was in den 30er Jahren mit den Faschisten gegen Stalin passierte, auch mit den Angloamerikanern nach dem Zweiten Weltkrieg passierte, insbesondere ab Ende der 40er Jahre bis zum Todestag Stalins. Das Motto der Amerikaner lautetet „Wir verschonen nicht nur alle, die sich vom Stalinismus abkehren, sondern belohnen sie auch reichlich mit Dollars dafür“. Der erste, der die Hand aufhielt, war der einst so „stalintreue“ Tito, aber Berija wollte ihm nicht nachstehen und hielt auch seine Hand auf. Alle – von Tito bis Gorbatschow – standen in Zusammenarbeit mit dem Weltimperialismus und haben nicht nur ihre Hand aufgehalten, sondern haben auch ihren Judaslohn für ihren Verrat empfangen.

Ob nun Trotzki, Berija oder Chruschtschow, sie und all die Anderen erkannten, dass keinerlei Möglichkeit besteht, die Politik der Partei zu ändern, die Partei in ihre Hand zu kriegen, solange Stalin nicht gewaltsam beseitigt war: im Kampf gegen Stalin durfte weder der eine noch der andere vor den äußersten Mitteln halt machen – Stalin musste physisch vernichtet werden. Erst mit der Eroberung der politischen Macht ließ sich die Wiederherstellung des Kapitalismus zu Ende führen. Was die Ermordung der Parteiführer anbelangte, verfolgte Trotzki die Taktik „fern von Moskau“, ihn an der Peripherie aufzulauern mit spektakulären Attentaten wie inszenierten „Autounfällen“ usw. Ganz anders die Verschwörer von 1953: Sie konnten ganz „legal“ den Zugang zu Stalins Privatzimmer nutzen, um Stalin – von niemandem dabei gestört - zu ermorden. An dieser Entwicklung ist zu bemessen, wie weit die Feinde und Mörder nach Trotzkis Tod vorgedrungen waren, um ihr verbrecherisches Werk zu vollenden. Mehr noch: Trotzki konnte nur den Weißgardisten, ausländischen Geheimdiensten usw. die Schuld in die Schuhe schieben, um seine Hände in Unschuld zu waschen. Hingegen die Verschwörer von 1953 hatten alle so viel Dreck ab Stecken, dass sie locker jedem Führer der Partei und des Sowjetstaates etwas davon in die Schuhe schieben konnten. Sie suchten sich in aller Ruhe ihre Opfer aus. Soagr Verbrecher konnten sie willkürlich freilassen und Genossen, die zwar Fehler gemacht, diese aber überwunden hatten, wieder ins Gefängnis stecken, wenn sie ihnen gefährlich erschienen. Dieser gemeinen Taktik bedienten sich sowohl die Verschwörer von 1953 als auch die trotzkistischen Verschwörer in den 30er Jahren, denn beide hatten sich Einfluss auf das Innenministerium und die Staatssicherheitsorgane und andere Instrumente der Diktatur des Proletariats verschafft. Trotzki war weit weg von Russland und hatte keinen Masseneinfluss. Berija bediente sich der Geheimdienst und Chruschtschow bemächtigte sich aller Propagandamittel in Partei und Staat, um sich seine eigene Massenbasis, einen eigenen Personenkult zu schaffen, nachdem er die Vertrauensbasis der Massen als ein „Kampfgefährte“ Stalins auf dem XX. Parteitag nun nicht mehr brauchte. Trotzkis Verschwörer und die verschwörerischen modernen Revisionisten hatten die gleichen Ziele , die Restauration des Kapitalismus in der UdSSR; einmal davon abgesehen, dass Trotzki sich als Agentur der Nazis verkaufte, während die modernen Revisionisten sich an die Angloamerikaner verkauften: Zulassung der Entwicklung von Privatkapital, Auflösung der Kollektivwirtschaften, Liquidierung der Sowjetwirtschaften, Übergabe von Sowjetbetrieben in die Hände des Auslands, Annahme von Krediten, Einkalkulierung von Konzessionen, bei denen auch Gebietsabtretungen nicht ausgeschlossen sein würden – all das spielte von Anfang an die gleiche Rolle.

Stalin signalisierte den ausländischen Regierungen knallhart, dass die UdSSR niemals kapitulieren würde und nichts an den Imperialismus zu verschenken habe. Stalin verfolgte konsequent seinen Konfrontationskurs zwischen Kapitalismus und Sozialismus – was nichts anderes heißt als Verschärfung des Klassenkampfes, was ihn nicht davon abhielt, sich mit den imperialistischen Großmächten auf eine Bank zu setzen, um sie zu taktischen Zugeständnissen zu zwingen, um die UdSSR vor ihnen zu schützen.. Nach Stalins Tod signalisierte die UdSSR den gleichen ausländischen Regierungen den Wunsch zur Beendigung der Konfrontation , den Wunsch, den Sozialismus allmählich an den Kapitalismus anzugleichen. Anders als mit dem Aufbau von Verbindungen zum Westen hätten die modernen Revisionisten ihre Macht nicht behaupten können. So wie der Trotzkismus sich als Waffe der faschistischen Kriegsbrandstifter erwies, so sind die modernen Revisionisten eine Waffe in den Händen der angloamerikanischen Kriegsbrandstifter gewesen, denn sie haben den Mann ermordet, der wie kein anderer in der Menschheitsgeschichte den Frieden erkämpft hatte, der gegen die Unvermeidbarkeit von Kriegen gekämpft hatte. Und gegen die Unvermeidbarkeit des Krieges zu kämpfen, bedeutete für Stalin nach dem 2. Weltkrieg, die Speerspitze gegen die USA zu richten. So wie zur Zeit des Faschismus der Trotzkismus und der Faschismus sich die Hand gegen den Kommunismus reichten, so reichten sich die modernen Revisionisten und die westlichen Siegermächte, voran die USA und England, die Hand gegen den Kommunismus. Verräter am Kommunismus waren und sind stets Handlanger des Kapitalismus, unter welcher Maske diese Verräter auch immer geschlüpft sind oder noch schlüpfen werden.

Die Taktik krimineller Verbrecher war und ist es - so auch in den 30er Jahren - nur das zu gestehen, was unwiderlegbar beweisbar ist – aber keinesfalls mehr. Der hinterlistige Verbrecher spekuliert mit seinen erfundenen Märchen auf die Leichtgläubigkeit der Leute und schließlich auf seine „zu Tränen rührige, herzzerreißende Reue“. Die „verbrannten“ (entlarvten) trotzkistischen Agenten in der Partei wurden umgehend öffentlich von den Trotzkisten „gebrandtmarkt“, um die noch nicht enttarnten Trotzkisten in der Partei zu schützen. So laufen in der kommunistischen Weltbewegung immer noch Trotzkisten als so genannte „Marxisten-Leninisten“ herum – wie zum Beispiel die Berijaner. So eine Taktik wird im Allgemeinen als „Platzhalter-Taktik“ bezeichnet. Berijaner sind also Platzhalter der trotzkistischen Wühlarbeit in der marxistisch-leninistischen Bewegung – so geschehen mit Berija und Malenkow und anderen Verrätern, die heute immer noch als „Marxisten-Leninisten“ gefeiert werden. Diese Platzhalter sind nicht nur „Schläfer“, sondern auch Aktivisten, um die marxistisch-leninistischen Organisationen von innen her zu zersetzen auf die unterschiedlichste verdeckte Art und Weise. Fehler der Marxisten-Leninisten werden zum Beispiel gelobt und die korrekte marxistisch-leninistische Linie zum Beispiel als „sektiererisch“ kritisiert – natürlich immer mit „marxistisch-leninistischen Argumenten.“ Im Lager der Marxisten-Leninisten gab es also so genannte geheime „Platzhalter“. Platzhalter sind solche Leute, die sich doppelzünglerisch im Lager der Marxisten-Leninisten unerkannt bewegen und zwar als Agenturen eben der modernen Revisionisten, und anderer antimarxistisch-leninistischer Kräfte, die keinen offenen Zugang in die marxistisch-leninistischen Weltbewegung haben würden, die dort - würden sie offen auftreten - früher oder später raus geworfen und zerschlagen worden wären. Platzhalter innerhalb der kommunistischen Bewegung und Organisation schaffen dort Platz für die systematische Anpassung der revolutionären Kräfte an die konterrevolutionären Kräfte, – also von innen heraus - ihre Umwandlung in konterrevolutionäre Kräfte. Die von den Marxisten-Leninisten noch unentdeckt gebliebenen Parteifeinde innerhalb der marxistisch-leninistischen Front versuchen so viele (historische) Verbrecher wie möglich und dies so lange wie möglich unter dem Deckmantel eines „Marxisten-Leninisten“ zu konservieren, allein um die Verbrechen zu tarnen und Platz genug für die Deckung weiterer Verbrechen zu schaffen. So ein Platzhalterrolle nehmen heute auch die Berijaner ein: „Führe die Marxisten-Leninisten weiter in die Irre, wenn sie versuchen dahinter zu kommen. Nur so kannst du deine berijanische Politik ungehindert weiterverfolgen, folgen dir die Marxisten-Leninisten im Glauben, den modernen Revisionismus zu bekämpfen. Nun, die Berijaner können davon ausgehen, dass wir Marxisten-Leninisten auch unsere Platzhalter in ihrem Lager haben – vor und hinter den Barrikaden unseres Klassenkampfes !

Zu dieser Taktik gehörte es auch, Mittäter vor ihrer Entdeckung und Entlarvung zu schützen, um Reserven für weitere Verbrechen zurück zulassen, bzw. um das aufgedeckte Verbrechen doch noch zu Ende zu führen. Es wird zu diesem Zweck häufig ein zweites, unabhängig strukturiertes, verschwörerisches Reservezentrum eingerichtet. Parallelzentren der Wiederherstellung kapitalistischer Verhältnisse in der UdSSR waren einerseits die Zentren der umkreisenden imperialistischen Mächte und andererseits die Zentren konterrevolutionärer Elemente innerhalb und außerhalb der Partei und der Regierung der UdSSR. Bei aller taktischen Eigenständigkeit und Parallelität waren diese Zentren strategisch miteinander verzahnt und koordiniert, dienten sie alle dem gemeinsamen strategischen Ziel der Liquidierung der Macht des Sozialismus und ihrer Führer.

Die Trotzkisten handelten entschlossener und energischer als die Sinowjewleute. Wer vor dem Mord die beste Position ergatterte, würde nach dem Mord um so mächtiger da stehen. Wer die größten Verbrechen vorweisen konnte, hatte natürlich einen Anspruch auf das größte Stück Kuchen. Das war bei den Verschwörern von 1953 nicht anders. Berija war am gierigsten. So brachten sie Berija um, damit für sie noch genug vom Kuchen übrig blieb. Mit diesem Wetteifer, das größte Stück Kuchen zu ergattern, bekamen die Aktivitäten der Verschwörergruppen gegen Stalin ihre charakteristische Eigendynamik, die die Verschwörer in Situationen brachte, welche sie weder vorhersagen noch vorausplanen konnten, denen sie vielmehr ausgeliefert waren und wodurch sich alles unumkehrbar zuspitzte.

. Aber erst einmal an die Schalthebel der Macht gelangt, stellte sich heraus, dass sich diese nicht so leicht steuern ließen wie man es sich erhofft hatte. Alles schien sich nun gegen die Verschwörer selbst zu verschwören. Die Verschwörer standen unter enormem Druck. Und das drückt sich auch in ihren unmittelbar nach dem Mord begangenen chaotischen politischen Handlungen aus, obwohl sie in Kaltblütigkeit jahrzehntelang geübt waren. Das kam besonders deutlich bei Berijas Abenteuerpolitik zum Ausdruck, die er nach Stalins Tod im rasenden Tempo durchzog.

 

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Aber ist der moderne Revisionismus mit seinem verfaulten Werk wirklich in sich zusammengestürzt? Das zu glauben, würde bedeuten, nichts aus der Geschichte des modernen Revisionismus gelernt zu haben. Ist er wirklich so bei den Massen verhasst, dass er begraben ist und sich nicht wieder erheben kann? Das haben auch die Trotzkisten vom Trotzkismus behauptet als sie vor dem Sowjetgericht um Nachsicht winselten. Aber wir Marxisten-Leninisten wissen natürlich, dass dies nicht stimmt, dass der Trotzkismus sich häutet und solange für uns eine Bedrohung darstellt, wie auch die Bedrohung durch den Kapitalismus existiert. Die Trotzkisten verübten ihre Morde , um den Sozialismus zu stürzen und deswegen wurden sie erschossen. Und so ergeht es auch den modernen Revisionisten, die es auf die Wiedergeburt des Sozialismus abgesehen haben und dann „im Namen der Weltrevolution“ auf uns Stalinisten zu schießen versuchen.

Rykow organisierte im Nordkaukasus Kulakenaufstände gegen die Sowjetregierung. Er war damals immerhin Vorsitzender des Rates der Volkskommissare und spielte sowohl der II. Internatinale als auch den Menschewisten Material zu, damit diese in ihrer Zeitung „Sozialistscheski Westnuk“ gegen die Sowjetunion hetzen und die Kulaken zu Aufständen aufrufen . Im Auftrag der faschistischen Spionagedienste sammelten die Verschwörer Kader für Banditen-Aufstände, indem sie sie für bewaffnete Aktionen u.a. im Nordkaukasus vorbereiteten. Der Block der Rechten und Trotzkisten nahm zu diesem Zweck Verbindung zu den Sozialrevolutionären auf, die in den Kulakenschichten des Dorfes ihre Wurzeln hatten und auch in Paris unter Emigrantenkreisen ihr ausländisches Zentralkomitee unterhielten. Hier war Bucharin schon ab 1926 aktiv, weil er in der Bauernbewegung im Nordkaukasus einen der wichtigsten Hebel sah, die Sowjetmacht zu stürzen. Im Nordkaukasus konnten Kulakenaufstände früher als anderswo ausbrechen und es gab auch Überreste der weißgardistischen Kulakenarmee, die aus dem Ausland in Bereitschaft standen. Deswegen konzentrierte sich Bucharin darauf, sich dort rechtzeitig an die Spitze zu stellen. Das hätte Signalwirkung für alle anderen Aufstände im ganzen Land. Das war Bucharins „Massentaktik“, um die Randgebiete wieder in den Kapitalismus zu verwandeln. Und das war natürlich gegen den Leninismus gerichtet, der die Möglichkeit des direkten Übergangs ehemaliger Kolonialländer zum Sozialismus bejaht, nämlich ohne dabei das kapitalistische Entwicklungsstadium durchlaufen zu müssen. Verräter innerhalb des Blocks wurden liquidiert, so auch im Nordkaukasus. Damit wollte man die eigenen Mitglieder im Block unter Druck setzen, ihre Anstrengungen für Terrorakte erhöhen. Die Verschwörer vor 1953 gingen da nicht anders vor. Man trat sogar an Japan und Deutschland heran, sie mögen sich mit dem Überfall auf die Sowjetunion mehr beeilen, damit sich die Bedingungen für den Aufstand nicht noch weiter verschlechtern. Doch die Terrorakte führten – ganz im Gegensatz zu ihren Zielen – zur Festigung der Wachsamkeit der Massen gegen die inneren Feinde der Sowjetunion. Die Massen empfanden den Terror nicht als ein „Befreiungsakt“ vom „Joch des Sozialismus“, sondern als einen Angriff auf ihre eigenen Interessen. Durch den Mord an Kirow waren die Massen aufgebracht und standen noch fester hinter Stalin als je zuvor. Die Frage der Machtergreifung durch einen bewaffneten Aufstand wurde von Bucharin aber schon vor 1929 gestellt, also bevor der Block mit den Trotzkisten gebildet wurde. Ab 1934 sollte die Niederlage der Sowjetmacht von innen vorbereitet werden. Das war die Zuarbeit für die Zerschlagung der Sowjetmacht . Im Nordgau des Landes wurde Holz geklaut und illegal an die Engländer verscherbelt. England wollte den Norden der Sowjetunion überfallen. Es lief also ein illegaler Deal zwischen den Imperialisten und den Bucharinleuten. Das sollte eine Art Vorschusszahlung sein, damit die Rechten nach der Zerschlagung der UdSSR den Kapitalismus in Russland aufbauen konnten – in direkter Zusammenarbeit mit den Imperialisten des Auslands. 1935 wurde zwischen Trotzkisten, den Rechten und der Militärgruppe Tuchatschewskis ein Abkommen über den bewaffneten Umsturz getroffen. Zum Vergleich: Berija besetzte den Kreml mit seinen MWD-Truppen und hatte damit das gesamte Präsidium in seiner Gewalt.

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Ab 1930 war es mit der Legalität der Konterrevolution vorbei. Von da ab trat sie nur illegal in Erscheinung. Die „Rechten und Trotzkisten“, die nun nicht mehr öffentlich auftreten konnten, waren damit natürlich noch lange nicht zerschlagen, sondern sie setzten ihre Wühlarbeit gegen die Sowjetunion um so intensiver illegal fort, setzten sich sogarl im „Kampf gegen den Block der Rechten und Trotzkisten“ selber mit an die Spitze, um neue Positionen in der Partei zu erobern.

Die Taktik des offenen Ausprechens von konterrevolutionären Positionen innerhalb der Partei, die Bildung einer Opposition, verwandelte sich von diesem Augenblick an in die Taktik des Verschweigens und des Verfälschens der revolutionären Ziele, zum Beispiel das Verschweigen von Hauptkettengliedern des Klassenkampfes bzw. die Ersetzung der eigentlichen Hauptkettenglieder durch falsche, um die Stoßrichtung abzuschwächen bzw. in eine falsche Richtung zu lenken. Diese Taktik wurde bis zum Tode Stalins immer ausgefeilter gehandhabt, bis sie von den modernen Revisionisten an der Macht zur Meisterschaft geführt wurde, nämlich die tatsächliche Umsetzung der Restauration des Kapitalismus als eine „Weiterentwicklung und Festigung des Sozialismus“ erscheinen zu lassen. Die Wurzeln dieser Taktik führen zurück zur Taktik des Blocks der Rechten und Trotzkisten als dieser seine Konterrevolution nach den Säuberungen in den 30er Jahren weiter fortsetzte. Die Spur des Blocks der Rechten und Trotzkisten müssen wir also unbedingt bis zum Tod Stalins weiterverfolgen, um die Verschwörung von 1953 historisch richtig verstehen und deuten zu können.

Die Aufgabe Jagodas als Stellvertreter des Vorsitzenden der Vereinigten Staatlichen Politischen Verwaltung Menschinskis war es, die illegale Organisation des Blocks der Rechten und Trotzkisten vor und während der Säuberungen der 30er Jahre vor dem Zugriff der Diktatur des Proletariats in Schutz nahmen. Offen aufgetreten waren die Rechten hauptsächlich mit Tomski, Rykow und Bucharin (Dreierbund), die Organisation selbst operierte illegal. Schutz der eigenen verbrecherischen Organisation war der Grund, warum die Rechten und Trotzkisten unschuldige Opfer in Kauf nahmen, nämlich um den Verdacht von sich abzulenken und damit ihre eigene Haut zu retten. Unschuldige Opfer schoben dann später Berija und Chruschtschow auf Stalins Konto. Damit fielen Berija und Chruschtschow ein in den allgemeinen Tenor der westlichen antistalinistischen Hetzpropaganda.

Die so genannte „Rjutinsche Plattform“ war ab 1932 das illegale Programm der Konterrevolution, das Programm des gewaltsamen Sturzes der Sowjetmacht - im Landhaus Tomskis entworfen, wo außer Bucharin, Rykow und Tomski auch andere Konterrevolutionäre teilnahmen. Die Doppeltaktik dieser Plattform drückte sich bereits in der Absicht ihrer Verfasser aus, sich namentlich offiziell davon zu distanzieren, um möglichst alle Gegner des Sowjetsystems anzusprechen und zu gewinnen, also auch diejenigen, die die Plattform gar nicht unterstützt hätten, wenn sie denn gewusst hätten, dass die Verfasser in Wahrheit Tomski, Rykow und Bucharin hießen - das waren schließlich führende Mitglieder des ZK der KPdSU (B) ! Inhaltlich ging es um das Praktizieren jeglicher gewaltsamer Maßnahmen gegen die UdSSR und um die organisatorische Vereinigung der konterrevolutionären Kräfte. Die Kräfte der Unzufriedenheit mit Partei und Regierung sollten gebündelt und auf bewaffnete Aufstände konzentriert werden, zum Beispiel Kulakenaufstände. Indem sich Trotzki mit dieser Rjutinischen Plattform der Rechten vereinigte, zeigte er, was er unter seiner linkslerischen Uniform verbarg - seine faschistische Gesinnung! Rechte und „Linke“ rüsteten sich gegenseitig ideologisch auf und bewiesen in der Tat, was sie in Wirklichkeit waren – ausgemachte Halunken.

Während der Block der Rechten und Trotzkisten den Faschisten die Tür zum Überfall auf die Sowjetunion öffneten, öffneten die Verschwörer von 1953 dem Kalten Krieg der Angloamerikaner die Tür in die Sowjetunion, nicht um die Sowjetunion auszuliefern, sondern um am Machtspiel der Weltherrschaft teilhaben zu können, also der Unterwerfung der Welt unter dem Kapitalismus, wovon sie sich reichlich Vorteile erhofften. Aber in wessen Hände würde die Macht tatsächlich letztendlich gelangen? Natürlich nur in die Hände des Weltkapitalismus, was 1991 denn ja auch zur historischen Tatsache wurde. Somit war die Verschwörung von 1953 eine Abteilung des Weltimperialismus mit den Westmächten an der Spitze, insbesondere den USA. Die Angst, entlarvt werden zu können, brachte sie zusammen, um sich gegenseitig zu decken. Aber einmal zusammengeführt, verwandelte sich die gemeinsame Deckung in einen kollektiven Druck, der also auf jeden Einzelnen von ihnen lastete. Aus der Stärke der gemeinsamen Verschwörung wurde die Zerreißprobe ihres Auseinanderfallens am schwächsten Kettenglied.

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Die Trotzkisten mussten ihre eigenen illegalen Militärtrupps für die „Palastrevolution“ aufbauen und zwar unabhängig von ihren anderen illegalen Organisationen, während Chruschtschow sich auf dem Parteiwege - also ganz „legal“ - der Führung der Roten Armee bedienen konnte, um seine Macht zu übernehmen. Mit der Militärgruppe war das Zentrum des Blocks sowie Jagoda vom Innenministerium als auch Tuchatschewski von der Armee verbunden. Chruschtschow hingegen benutzte Berija und Schukow / Bulganin und zwar ganz „legal“.

1934 wurde 2/3 des ZK gesäubert - aber doch nicht etwa von den Revisionisten, sondern von Stalin und seinen Getreuen. Der Generallinie Stalins wurde im ideologischen Zweifrontenkampf zur mehrheitlichen Linie entwickelt, die erst über seine Leiche umgestoßen werden konnte. Die große Bedeutung Stalins liegt vor allem darin, dass er die marxistisch-leninistische Linie bis zum Schluss durchzusetzen vermochte gegen alle revisionistischen Kräfte, die sich mit den imperialistischen Kräften von außen gegen Stalin, zum Sturz Stalins, zur Ermordung Stalins, verbündet hatten.

Die Trotzkisten und Rechten bereiteten ihren Umsturz für den XVII. Parteitag Januar 1934 (Prozesse waren 1938, also 4 Jahre später, wo die Vebrecherbande so richtig in Schwung kam!) vor, planten sogar, Stalin und die anderen führenden Regierungsmitglieder in den Republiken und Bezirken zu verhaften (Tomski). Wenn sie auch wegen der Aussichtslosigkeit ihres Vorhabens davon Abstand nehmen mussten, so hatten sie wenigstens versucht, die Mehrheit auf dem Parteitag zu erobern, aber Stalin überstand die kritische Situation, die durch die geringere Stimmenzahl entstanden war infolge des Einflusses, den die Trotzkisten und Rechten auf die Delegierten tatsächlich ausgeübt hatten. Es gab jedoch keine Stimmenmehrheit gegen ihn dank seiner großen Erfolge beim Aufbau des Sozialismus, dank der Massen, die in geschlossener Front hinter ihm standen und nicht zuletzt dank der vernichtenden Entlarvung des Blocks der Rechten und Trotzkisten, der Formierung der Front des Leninismus gegen alle parteifeindlichen Abweichungen. Er blieb in diesem harten Kampf auf dem 17. Parteitag wieder einmal der Sieger, die „Nachzügler“, die Doppelzüngler, erlitten eine Niederlage und heuchelten schließlich ihre Lobeshymnen auf Stalin, um in der Partei ihre Blockwühlarbeit illegal fortsetzen zu können.

Für die 1953er Verschwörung gegen Stalin trägt die ganze Führungsspitze der KPdSU die Verantwortung, sowohl die Genossen der alten als auch der neuen Garde – ausnahmslos alle ! Die Rolle des Führungskreises in den 30ern und 1953 war insofern verschieden, als 1953 keiner mehr auf der Seite Stalins gekämpft hatte, sondern alle mehr oder weniger einig waren, Stalin zu beseitigen. Diese relative Einigkeit, sich gegen Stalin aufzulehnen, war schließlich ausschlaggebend für die Verschwörer, ihre Angriffe auf Stalin zu forcieren und das hatte ihren verbrecherischen Taten schließlich Auftrieb und Dynamik verliehen. In der konterrevolutionären Einheitsfront verringerten sie ihre Furcht vor Stalin und das war von großer Bedeutung für das, was dann geschah. Die Verschwörerruppen waren verbunden durch ihre verschiedenen parteifeindlichen Anschauungen, woraus sich dann die Notwendigkeit ergab, gegen Stalin zu kämpfen. Als sie aber gegen Stalin kämpften, wurde ihnen damit auch immer deutlicher, dass sie den Sozialismus, die UdSSR verraten hatten, dass sie zu Komplizen der kapitalistischen Welt geworden waren. Dies verbargen sie um so mehr als sie Angst davor hatten, als Verräter entlarvt und liquidiert zu werden. Diese Angst, dieses schlechte Gewissen trieb sie immer tiefer in den Abgrund. Hätte Stalin noch gelebt, wäre das Programm der Restauration des Kapitalismus gescheitert, hätte das den Bankrott der Verschwörer bedeutet.

So wie die Rechten und Trotzkisten, die den Sozialismus „in einem“ Land für unmöglich hielten, so fürchteten sich die modernen Revisionisten vorm Weltsozialismus nach den großen Siegen Stalins.

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Ohne den Faschismus von außen gäbe es in der Sowjetunion keine konterrevolutionäre Gruppierungen, die sich auf den Faschismus hätte stützen können. In der ersten Periode des Sozialismus, also in der Periode des Sozialismus in „einem“ Land, war es zwar unter großem Kräfteaufwand und unzähligen Opfern gelungen, den Block der Rechten und Trotzkisten von der Oberfläche hinwegzufegen, ihm empfindliche Niederlagen und Verluste zuzufügen, die dem Aufbau des Sozialismus einen enormen und entscheidenden Auftrieb gaben, um im Großen Vaterländischen Krieg über den Faschismus und seine 5. Kolonne in der Sowjetunion zu siegen, um sich bessere Bedingungen für den Übergang zur zweiten Periode des Sozialismus zu schaffen usw. usf. - aber die im Untergrund weiter wühlende Konterrevolution konnte nicht für immer unschädlich gemacht werden, hierzu bedurfte es der Verschärfung des Klassenkampfes in der Sowjetunion. In der ersten Periode des Sozialismus kann die Unvermeidlichkeit der konterrevolutionären Bewegung der Restauration des Kapitalismus nicht beseitigt werden – erst im Weltmaßstab, also in der zweiten Periode des Sozialismus. Das liegt in der historischen Tatsache begründet, dass die erste Periode des Sozialismus gekennzeichnet ist durch den sich verstärkenden Druck der weltimperialistischen Umkreisung:

Die kapitalistische Einkreisung,“ sagte Stalin im Jahre 1930, „darf man nicht als einen einfachen geographischen Begriff auffassen. Kapitalistische Einkreisung bedeutet, dass es rings um die Sowjetunion feindliche Klassen gibt, welche bereit sind, unsere Klassenfeinde innerhalb der Grenzen der Sowjetunion moralisch und materiell, sowie durch eine finanzielle Blockade und, wenn es möglich ist, auch mit Hilfe einer militärischen Intervention, zu unterstützen“ (Stalin, Werke, Band 12, Seite 265, KPD/ML, Hamburg 1971).

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Die Konterrevolution bediente sich der Winkelzüge des Bürokratismus als aktive Waffe sowohl gegen die Regierung als auch gegen die Massen. Etwa 15% der Apparatschiks bestand aus ehemaligen Menschewiki, Sozialrevolutionären, Anarchisten, Trotzkisten und anderen parteifeindlichen Elementen. Alle standen unter dem Oberbefehl des Blocks der Rechten und Trotzkisten.

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Der Block der Rechten und Trotzkisten (Rakowski) lieferte im Auftrag des englischen Geheimdienstes negative Analysen über die Beziehungen der Randrepubliken mit dem Zentrum, die er im Zusammenhang von Stalins Verfassung von 1936 angefertigte hatte. Dies ermöglichte der englischen Großmacht, Schwachstellen und Widersprüche auch bezüglich der Republik Georgiens auszunutzen. Gebietsabtretungen im Kaukasus waren auch Verhandlungsgrundlage der Trotzkisten.

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Mdwani, Kawtaradse und Okudshawa, - und Tschichladse und Kiknadse bildeten eine trotzkistische Gruppe. Mdwani war 1931-36 Komissar der Leichtindustrie und Stellvertr. Vorsitzender. 1928 wegen Trotzkismus ausgeschlossen und 1931 rehabilitiert. 1936 wieder ausgeschlossen und 1937 zum Tode verurteilt durch Erschießen.

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Ein Neffe Stalins – Limonadse – wurde 1936 beschuldigt, 1932 der Linkslergruppe „Schatzkin-Lominadse-Sten“ angehört zu haben, die sich in einem Block mit „Sinowjew-Kamenew“ und Trotzki zur Ausführung von Terrorakten gegen die Führung der KPdSU (B) und der Sowjetregierung vereinigt hatte.

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In der Anklageschrift gegen den antisowjetischen Block der Rechten und Trotzkisten im März 1938 heißt es u.a., dass dieser die Zerstückelung der UdSSR und Lostrennung Georgiens, Armeniens und Aserbaidshans geplant und organisiert habe und zwar mit bewaffneter Hilfe ausländischer Aggressoren.

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Es fand eine Besprechung zur Bildung eines georgischen Blocks der Trotzkisten, mit den georgischen Menschewisten und Nationalisten (armenische Dashnaken und Mussawatisten in Aserbaidshan) statt. Hier liegen also die Verbindungen zu den Wurzeln zur Zeit der Oktoberrevolution und des Bürgerkrieges in Georgien (damals Kampf gegen Lenin) und 1953 die Verschwörung gegen Stalin. Dieser antisowjetische kaukasische Block hatte also von Anfang bis Ende der Geschichte der UdSSR eine gefährliche Rolle gespielt und war ununterbrochen aktiv und ist ebenso aktiv von Stalin die ganze Zeit bekämpft worden.

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Schon die Trotzkisten versuchten in den 30er Jahren, den Interessen der Faschisten zu dienen, die darin bestanden, die Randrepubliken vom Sowjetsystem abzuschneiden, nicht nur um sie sich leichter einverleiben zu können, sondern um das sowjetische Zentrum zu schwächen, erobern und den Bolschewismus zu zerschlagen.

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Lenin wäre für Chruschtschow die einzige Autorität, mit der er glaubte, die hitzigen Gemüter im Transkaukasus wieder beruhigen zu können – so glaubte er, dem Transkaukasus einen „leninschen Maulkorb“ zu verpassen. Und so suchte er nach gegensätzlichen Auffassungen zwischen Lenin und Stalin in der Kaukasusfrage. Es musste doch irgendwo etwas bei Lenin zu finden sein, was sich gegen Stalin verwenden ließ. Chruschtschow suchte, suchte und suchte, aber so sehr er sich auch bemühte, er konnte leider nichts finden, was ihn aus der Klemme geholfen hätte. Ihm mussten die Knie geschlottert haben bei dem Gedanken, Lenin ein wenig „auf die Sprünge“ zu helfen, nämlich dass dieser einmal vor langer, langer Zeit ein „Testament“ geschrieben haben muss, von dem weder Lenin selber noch die ganze Partei jemals etwas wissen konnte. Die Nachwelt der an den Leninwerken interessierten Menschen hat es Chruschtschow zu „verdanken“, dass dieser die Werke Lenins durch einen plötzlich bei ihm aufgetauchten Brief um ein weiteres Dokument bereichern konnte. Was für ein Zufall, dass der Brief in dem Moment aufgefunden wurde, als der XX. Parteitag stattfand. Und was für ein noch größerer Zufall, dass darin etwas stand, was haargenau für das Vorbringen von Chruschtschows Herzensangelegenheit auf dem Parteitag zu gebrauchen war. Und, oh Wunder, mit „Lenins Brief“ wurde Chruschtschow seine „mingrelische Migräne“ endlich los.

Aber was stand denn nun so Geheimnisvolles in dem „Brief von Lenin“ drin ? Schauen wir einmal rein:

Mir scheint, hier haben Stalins Eilfertigkeit und sein Hang zum Administrieren wie auch seine Wut auf den ominösen `Sozialnationalismus` eine verhängnisvolle Rolle gespielt. Wut ist in der Politik gewöhnlich überhaupt von größtem Übel.“ (von Chruschtschow gefälschter Lenin-Band 36, Seite 591)

Was glaubt ihr Genossen, hat das Lenin geschrieben oder seine Gegner ? Hat Lenin jemals bei Stalin „Eilfertigkeit, Wut oder gar einen Hang zum Administrieren“ erwähnt ? Nie ! Wieso sollte er auch. Seitdem die Beiden sich kannten, haben sie bis in ihren Tod große Stücke voneinander gehalten und waren herzlich vereint durch das unzertrennliche Band der bolschewistischen Partei. Nur der Tod konnte sie trennen. Chruschtschow entlehnte den Vorwurf des „Administrierens“ in seiner Geheimrede übrigens direkt dem Trotzkismus. Administrieren, das tat Trotzki, aber den Vorwurf des Administrierens erhob dieser gegen Stalin.

Was Stalins und Lenins Haltung zum „Sozialnationalismus“ anging und wie sie damit umgegangen sind, da gab es nie irgendeine Dissonanz. Im Gegenteil, wir könnten `zig Leninzitate anführen, wo sich Lenin lobend und sogar voller Freude über Stalins Nationalitätenpolitik im Kaukasus geäußert hat - die zustimmenden Beschlüsse der Partei in dieser Frage wollen wir hier gar nicht extra als Beweise heranziehen.

In seinen Notizen über „Genosse Lenin in Erholung“ notierte Stalin Lenins Äußerungen über die Sozialnationalisten (Sozialrevolutionäre in Georgien) und Menschewiki am 15. September 1922:

Ja, sie haben sich zum Ziel gesetzt, Sowjetrussland zu diskreditieren. Sie erleichtern den Imperialisten den Kampf gegen Sowjetrussland. Sie sind in den Sumpf des Kapitalismus geraten und gleiten in den Abgrund. Mögen sie nur zappeln. Für die Arbeiterklasse sind sie schon lange tot“ (Zitat aus: Stalin, Band 5, Seite 120). Und tatsächlich erleichterte die Mingrelische Verschwörung der Sozialnationalisten den USA ihren Kampf gegen Sowjetrussland.

Wir wollen uns auch gar nicht auf eine Diskussion über den Sozialnationalismus einlassen, wenn in dieser Frage zwischen Lenin und Stalin völlige Übereinstimmung herrschte. Wer will, der findet in unserem Artikel über Georgien genug Material über Lenins Haltung während der Kaukasusperiode des Lebens und Schaffens des Genossen Stalin.

Was aber steht in dem „Brief von Lenin“ noch weiter drin?

Politisch verantwortlich für diese ganze wahrhaft großrussisch-nationalistische Kampagne müssen natürlich Stalin und Dzierzynski gemacht werden.“ (von Chruschtschow gefälschter Lenin-Band 36, Seite 595)

Wann haben Stalin und Dzierzynsky jemals in ihrem Leben eine „großrussisch-nationalistische“ Kampagne gemacht ?

Im Jahr, bevor Stalin zum Generalsekretär vorgeschlagen wurde, hatte dieser auf dem X. Parteitag über die nächsten Aufgaben der Partei in der nationalen Frage referiert – also mit vollster Unterstützung Lenins:

Wie die Geschichte ferner gezeigt hat, können einzelne Völker, auch wenn es ihnen gelingt, sich von ihrer eigenen nationalen Bourgeoisie sowie von der ´fremden` Bourgeoisie zu befreien, das heißt, auch wenn sie im eigenen Lande die Sowjetordnung errichtet haben, solange der Imperialismus besteht, kein Einzeldasein führen und einzeln ihre Existenz nicht erfolgreich verteidigen ohne die wirtschaftliche und militärische Unterstützung durch die benachbarten Sowjetrepubliken“ (Stalin Band 5, Seite 33). Soll das etwagroßrussischer Nationalismus“ sein? Und was machte Lenin daraufhin? Schritt er dagegen ein ? Im Gegenteil: Er gab die Direktive, die Rote Armee auf den Weg nach Georgien zu schicken, was Stalin sofort praktisch umsetzte. Der Sieg des Sozialismus im Transkaukasus beruhte also unleugbar auf engster Zusammenarbeit zwischen Lenin und Stalin. Wer dies trotzdem leugnet, macht sich zum Erfüllungsgehilfen des angloamerikanischen Imperialismus, zum Verräter am Sozialismus in Georgien ! Und es waren Berija und Chruschtschow, die diesen Verrat an Lenin, an Stalin und am georgischen Volk verübten !

Stalin hat maßgeblichen Anteil an der Bildung der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken gehabt, was sich in ein paar kurzen Sätzen nachweisen lässt. Lenin hat den Weg zur Schaffung der Sowjetunion bereitet und Stalin war letztendlich der Vollstrecker, der tatsächliche Gründer der UdSSR, den Stalinismus als Grundlage für die Schaffung der zukünftigen Union der Weltsozialistischen Republiken.

Am 11. August 1922 und vom 23. - 24. September 1922 leitete Stalin eine Kommission zur Behandlung der Frage der gegenseitigen Beziehungen zwischen der RSFRS (...) und der Transkaukasischen Föderation. Am 27. September fährt er nach Gorki, um die Fragen mit Lenin abzusprechen. Am 6. Oktober hält er darüber ein Referat auf dem Plenum des ZK der KPR (B). Er wird vom Plenum des ZK zur Leitung einer Kommission zur Vorbereitung der Gründung der UdSSR eingesetzt. Am 16. Oktober teilt Stalin dem ZK der KP Georgiens den Beschluss des Plenums des ZK der KPR (B) mit, dass die Transkaukasische Föderation gegen den Willen der sozialnationalistischen Minderheit erhalten bleibt. Vom 21. - 28. November arbeitet die von Stalin geleitete Kommission einen Verfassungsentwurf der UdSSR aus. Im Politbüro berichtet er darüber am 30. November 1922, welches Stalins „Grundlegende Punkte der Verfassung der UdSSR“ bestätigt. Am 5. Dezember 1922 wird Stalin in der Sitzung der Kommission des Plenums des ZK der KPR (B) in die Unterkommission gewählt, um den Wortlaut der Verfassung und die Deklaration auszuarbeiten. Am 16. Dezember wird Stalins Entwurf angenommen. Darin heißt es:

Seit der Bildung der Sowjetrepubliken haben sich die Staaten der Welt in zwei Lager gespalten: das Lager des Kapitalismus und das Lager des Sozialismus. (hervorgehoben von der Redaktion als Gedankennotiz für die noch später vorzunehmende Gegenüberstellung zur „Weltlagertheorie“ Shdanows) Nur im Lager der Sowjets, unter den Verhältnissen der Diktatur des Proletariats, die die Mehrheit der Bevölkerung um sich geschart und zusammengeschlossen hat, ergab sich die Möglichkeit, die nationale Unterdrückung radikal zu vernichten, eine Atmosphäre des gegenseitigen Vertrauens zu schaffen und das Fundament des brüderlichen Zusammenwirkens der Völker zu legen. Nur dank diesen Umständen ist es den Sowjetrepubliken gelungen, die Überfälle der Imperialisten der ganzen Welt, die inneren wie der äußeren, abzuwehren“ (Deklaration über die Bildung der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, die auf dem I. Unionskongress der Sowjets am 30. Dezember 1922 bestätigt wurde). Dies sollte sich später auch im Sieg des Großen Vaterländischen Krieges bewahrheiten.

Stalin war im Gegensatz zu Berija niemals für einen nationalen sozialistischen Staat für sich allein genommen, sondern für einen internationalen Staat im Sinne des proletarischen Internationalismus. Von Stalin lernen heißt also, die zukünftigen Staaten des Sozialismus als weltsozialistische Staaten zu begreifen. Für Stalin war die sozialistische Nation niemals Selbstzweck, sondern dafür bestimmt, dazu beizutragen, dass auf dem ganzen Erdball sozialistische Nationen entstehen, weltsozialistische Staaten zum Unterschied von der „einen“ sozialistischen Nation. Jede sozialistische Nation, die nicht für die Weltrevolution kämpft, die den Kampf für die Weltrevolution aufgibt, ihn einstellt und ihn untergräbt, ist dem Schicksal der Restauration der bürgerlichen Nation geweiht, ist ein nationalistische und keine internationalistische Nation, verrät die Interessen des Weltproletariats, mit dem das Schicksal der Existenz einer jeden sozialistische Nation – ohne Ausnahme - verknüpft ist. Dies ist nicht nur bloße Theorie, sondern mit dem Tod Stalins wurde dies zur traurigen Tatsache. Man kann nicht für die sozialistische Nation sein, ohne für die Weltrevolution zu sein, ohne sich selber als Kommunist aufzugeben und ins bürgerliche Lager abzugleiten. Stalin hat – im Gegensatz zu den Behauptungen der Anti-Stalinisten – niemals den Grundsatz des Kampfes für die Weltrevolution unterschätzt, fallen gelassen oder gar verraten. Er hatte seinen Schwur an Lenins Grab, sein Leben lang für die Weltrevolution zu kämpfen, bis in seinen Tod die Treue gehalten. Als Lenin im Jahre 1924 starb, trat Stalin auf Vorschlag Lenins an seine Stelle als treuester Schüler und engster Kampfgefährte. Lenin und Stalin haben nie anders als Schulter an Schulter für die Weltrevolution gekämpft. In allen Fragen, in jeder ernsten Situation, bei jeder wichtigen Entscheidung standen Lenin und Stalin auf diesem internationalistischen Standpunkt. Gemeinsam schufen sie die organisatorischen und ideologischen Grundlagen der revolutionären Partei, die später imstande war, die Macht der Ausbeuterklassen zu stürzen. Sie führten gemeinsam einen unversöhnlichen Kampf gegen den Trotzkismus und andere Erscheinungen des Opportunismus und errichteten trotz der Opportunisten die Herrschaft der Arbeiterklasse. Was war denn Berija gegen einen Stalin ? Wo trieb Berija sich herum, als Stalin seine titanenhafte Rolle als Organisator der Oktoberrevolution erfüllte ? Wo war Berija, als Stalin den VI. Parteitag leitete (Lenin musste sich verborgen halten)? Um die Richtlinien Lenins zum bewaffneten Aufstand, zur sozialistischen Revolution hatte Stalin dort die Partei organisiert und mobilisiert. Es war Stalin, der Lenins Strategie gegen die Trotzkisten in der entscheidenden Stunde in die Tat umsetzte. Es war Stalin, der die trotzkistische Taktik des „Wartens“ auf die Revolution des Westens erfolgreich bekämpfte und auch gegen Bucharin den Kampf führte, der die Behauptung aufstellte, dass die Bauern die Revolution „nicht unterstützen“ würden. Auf wen konnte sich Lenin verlassen, um den entscheidenden Schlag gegen die Kapitulanten in den eigenen Reihen zu führen ? Auf Stalin ! Am 7. November ging die Macht an die Sowjets über und die erste Arbeiter- und Bauernregierung in der Geschichte wurde gebildet.

Die sozialistische Revolution siegte, weil an der Spitze der Arbeiterklasse und der werktätigen Massen eine Partei stand, die 15 Jahre hindurch unter der Führung Lenins und Stalins in erbittertem Ringen alle anti-marxistischen und opportunistischen Elemente geschlagen hatte und in diesem Ringen zu einer einheitlichen und geschlossenen, fest auf dem Boden der revolutionären marxistischen Theorie stehenden Organisation geworden war, die sich durch eine eiserne Disziplin und eine zielbewusste Führung vor allen bisherigen sozialistischen Parteien unterschied. Die Lehre von der Rolle der revolutionären Partei, die von Lenin ausgearbeitet und von Stalin weiter entwickelt wurde, ist eine der grundlegenden und entscheidenden Lehren, ohne deren Aneignung keine Partei der Arbeiterklasse irgendeines Landes, keine Kommunistische Weltpartei, keine Kommunistische Internationale ihren Kampf erfolgreich zu führen vermag. Stalin führte die Sowjetunion auf den einzig möglichen Weg, der seine historische Bestätigung erfahren hat, zum Sozialismus. Diese Leistung ist zweifellos das größte und gewaltigste Verdienst, das er sich um die Sache der internationalen Arbeiterbewegung erworben hat. Die Lehre vom Sozialismus „in einem Land“ wurde von Lenin ausgearbeitet und von Stalin weiter entwickelt und in die Tat umgesetzt - gegen den Trotzkismus. Mit dem Sozialismus „in einem“ Land, entstanden neben dem Kapitalismus ein neues sozialistisches Lager, standen sich von nun an die kapitalistischen und die sozialistischen Nationen gegenüber.

Die Lehre Stalins über Schaffung des sozialistischen Weltlagers, des weltrevolutionären Übergangs von der Periode „einer“ sozialistischen Nation zur Periode der sozialistischen Nationen in der ganzen Welt, das ist eine der Grundlagen des Stalinismus.

Schon 1922 setzte Stalin also die welthistorische Leninsche These von den beiden Weltlagern - dem kapitalistischen und dem sozialistischen Lager- in die Tat um mit der Schaffung der UdSSR:

Die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken hat sich bekanntlich im Jahr 1922 auf dem I. Sowjetkongress der UdSSR gebildet. Sie hat sich gebildet auf der Grundlage der Gleichheit und des freien Willens der Sowjetvölker. Die jetzt geltende, im Jahre 1924 angenommene Verfassung ist die erste Verfassung der Union der SSR. Es war dies eine Zeit, da die Beziehungen zwischen den Völkern noch nicht so geregelt waren, wie es sich gehört, das die Überreste des Misstrauens gegen die Großrussen noch nicht verschwunden war, da immer noch zentrifugale Kräfte weiter wirkten. Es galt, unter diesen Bedingungen die brüderliche Zusammenarbeit der Völker auf der Grundlage ökonomischer, politischer und militärischer gegenseitiger Hilfe zu organisieren, indem diese Völker zu einem Nationalitäten-Bundestaat vereinigt wurden. Die Sowjetmacht musste sich der Schwierigkeiten dieser Sache bewusst sein. Sie hatte vor sich die misslungenen Versuche von Nationalitätenstaaten in bürgerlichen Ländern. Sie hatte vor sich den gescheiterten Versuch des alten Österreich-Ungarn. Und dennoch entschied sie sich für den Versuch, einen Nationalitätenstaat zu schaffen, denn sie wusste, dass ein auf der Grundlage des Sozialismus entstandener Nationalitätenstaat allen und jeden Prüfungen standhalten muss.

Seitdem sind 14 Jahre verstrichen. Eine ausreichende Zeitspanne, um den Versuch einer Prüfung zu unterziehen. Und was ist das Ergebnis ? Die verflossene Periode hat unzweifelhaft gezeigt, dass der Versuch, einen Nationalitätenstaat auf der Grundlage des Sozialismus zu bilden, vollauf geglückt ist. Das ist ein unzweifelhafter Sieg der Leninschen Nationalitätenpolitik..

Wodurch ist dieser Sieg zu erklären ?

Das Fehlen von Ausbeuterklassen, die die Hauptorganisatoren der Zwietracht zwischen den Nationen sind; das Fehlen der Ausbeutung, die gegenseitiges Misstrauen züchtet und nationalistische Leidenschaften schürt; die Tatsache, dass die Arbeiterklasse an der Macht ist, die ein Feind jeglicher Versklavung und der treue Träger der Ideen des Internationalismus ist; die tatsächliche Verwirklichung der gegenseitigen Hilfe der Völker auf allen Gebieten des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens; schließlich das Aufblühen der nationalen Kultur der Völker der Sowjetunion, der Form nach national, dem Inhalt nach sozialistisch – alle diese und ähnliche Faktoren haben dazu geführt, dass sich die Physiognomie der Völker der Sowjetunion völlig verändert hat, das Gefühl gegenseitigen Misstrauens in ihnen geschwunden ist, das Gefühl gegenseitiger Freundschaft sich bei ihnen entwickelt hat, und somit die wahrhaft brüderlichen Zusammenarbeit der Völker im System eines einheitlichen Bundesstaates zustande gekommen ist.

Das Ergebnis ist, dass wir jetzt einen völlig ausgebildeten sozialistischen Nationalitätenstaat haben, der allen Prüfungen standgehalten hat und den jeder Nationalstaat in jedem Erdteil um seine Festigkeit beneiden könnte.

Das sind die Veränderungen, die in der vergangenen Periode auf dem Gebiet der nationalen Beziehungen in der Sowjetunion vor sich gegangen sind. Das ist das Gesamtfazit der Veränderungen, die im wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Leben der Sowjetunion in der Periode von 1924 bis 1936 vor sich gegangen sind“ (Stalin, „Über den Entwurf der Verfassung der UdSSR, Werke, Band 14, Seite 64-65, KPD/ML, Dortmund 1976).

Die Schaffung der UdSSR bedeutete eine gewaltige Stärkung der Sowjetmacht und einen großen Sieg der Lenin-Stalinschen Politik der Partei der Bolschewiki in der nationalen Frage.

Den Stalinismus verteidigen heißt, diesen wichtigen Grundpfeiler zu verteidigen, nämlich die Lehre von der UdSSR und die Lösung ihrer nationalen Frage. Das heißt nicht, dass man an historisch überholten Lehrsätzen Stalins festhalten muss. So muss zum Beispiel die folgende These Stalins überdacht werden: ... können einzelne Völker, auch wenn es ihnen gelingt, sich von ihrer eigenen nationalen Bourgeoisie sowie von der `fremden` Bourgeoisie zu befreien, das heißt, auch wenn sie im eigenen Land die Sowjetordnung errichtet haben, solange der Imperialismus besteht, kein Einzeldasein führen und einzeln ihre Existenz nicht erfolgreich verteidigen ohne die wirtschaftliche und militärische Unterstützung durch die benachbarten Sowjetrepubliken“ (Stalin, Band 5, Seite 33). Stalin hat sich hier zum Teil – und das im positiven Sinne - „geirrt“, denn was er hier sagt, widerspricht dem Beispiel Albaniens, dass es wenigstens oder immerhin für einen jahrzehntelangen Zeitraum geschafft hatte, durchaus ein Einzeldasein“ zu führen (führen zu müssen !). Die Lehren Enver Hoxhas beweisen eindeutig, dass das Leuchtfeuer des Sozialismus auch in einem kleinen Land wie Albanien über die ganze kapitalistisch-revisionistische Welt erstrahlte, dass es trotz Verrats des jugoslawischen, chruschtschowianischen und chinesischen Revisionismus ein sozialistisches Einzeldasein führte, sich verteidigen und wirtschaftlich unabhängig entwickeln und sich trotz alledem zu einem blühenden sozialistischen Land entwickeln konnte, indem es die Lehre Enver Hoxhas erfolgreich anwandte und sich „auf die eigenen Kräfte“ stützte. Das macht das Wesen und die Stärke des Hoxhaismus aus. Enver Hoxha konnte alle Versuche Titos erfolgreich abwehren, mit dessen „Nationalitätenpolitik“ Albanien zu einer seiner jugoslawischen „Sowjetrepubliken“ (sprich: zu einer jugoslawischen Kolonie) geworden wäre. Der Sturz der Diktatur des albanischen Proletariats scheiterte jedoch nicht etwa daran, dass sich Albanien nicht an Stalins These „gehalten“ hatte ( Albanien war gezwungen, seinen eigenen stalinistischen Weg des Sozialismus zu beschreiten oder unterzugehen !), sondern daran, dass sich in Albanien nach Enver Hoxhas Tod der Revisionismus breit machte, es sich unter derem Druck vom Stalinismus lossagte, und es - trotz Widerstand aufrechter albanischer Stalinisten - zuließ, wie die Konterrevolution das Stalin-Monument in Tirana umstürzte. Von Stalin lernen – heißt siegen lernen!“ Das galt nicht nur für das Aufblühen des sozialistischen Albanien, das gilt gegenwärtig und in Zukunft für den Sieg der Weltrevolution, für den Sieg des Weltsozialismus !

Was zeigt das albanische Beispiel ? Es zeigt, dass man den Stalinismus nicht unkritisch auf alle zukünftigen Bedingungen übertragen darf. Er muss im marxistischen Sinne modifiziert werden. Den Stalinismus kann man heute nicht verteidigen, wenn man am grünen Tisch eine „Kopie“ der UdSSR im Weltmaßstab konstruiert. Man muss das Wesen des Stalinismus begreifen und eine qualitativ völlig neue Weltunion von weltsozialistischen Staaten aufbauen, die unter den heutigen Bedingungen der Globalisierung die nationalen und sozialen Bedürfnisse der Werktätigen der ganzen Welt am optimalsten widerspiegelt und befriedigt. Die neue Form der Union der Weltsozialistischen Republiken entsteht im internationalen Klassenkampf selbst und zwar nach den Vorstellungen des Weltproletariats und nicht als Ergebnis schlauer Gelehrter, mit denen man nun einmal keine Formen „erdenken“ und „konstruieren“ kann. Diese Formen der Entwicklung des Weltsozialismus sind nicht vorausbestimmbar. Sie müssen im Klassenkampf wissenschaftlich erarbeitet werden. Das lehrt der Marxismus-Leninismus.

Die sozialistische Nation in der ersten Periode des Sozialismus musste sich gegenüber den kapitalistischen Nationen, die sie umkreisten, behaupten, musste sich gegen sie erwehren. Der Sozialismus wurde vom Weltkapitalismus ständig bedroht. Die Errichtung der Diktatur des Proletariats war der Grundpfeiler, auf dem sich die siegreiche Lösung der nationalen Frage in der UdSSR aufbaute. Die Geschichte der sozialistischen Nation war in dieser Periode die Geschichte von der Abwehr militärischer Überfälle und Kriege. Der imperialistische Klassenkrieg gegen den Sozialismus prägte den Typus der sozialistischen Nation in der ersten Periode des Sozialismus.

Wodurch wird die Lösung der nationalen Frage durch die sozialistische Weltrevolution des Weltproletariat also zu erklären sein ?

Der Weltkapitalismus scheitert, weil er nichts an seiner Kapitulation gegenüber der Lösung der sozialen und nationalen Frage zu ändern vermag, denn er hat seine Existenz nun einmal an Ausbeutung und Unterdrückung gekettet und damit sein eigenes Grab geschaufelt.

Der Weltsozialismus siegt, weil er sich im Kampf für die Lösung der sozialen und nationalen Frage herausbildet, weil er ohne internationale Befreiung der sozialen Welt nicht lebensfähig ist, weil er auf der ganzen Welt die Ausbeutung und Unterdrückung beseitigt. Im Weltsozialismus wird es etwa wie folgt aussehen:

Das Fehlen des Widerspruchs zwischen ausbeutenden und unterdrückenden sowie das Fehlen von ausgebeuteten und unterdrückten Nationen; das Fehlen der globalisierten, weltimperialistischen Ausbeutung; durch die Beseitigung ihrer imperialistischen Hauptorganisatoren, die den anti-imperialistischen und den gegenseitigen nationalistischen Hass schürten; die Tatsache, dass das Weltproletariat auf der ganzen Welt an der Macht ist, die ein Feind jeglicher Versklavung und der treue Träger der Ideen des Internationalismus ist; die tatsächliche Verwirklichung der gegenseitigen Hilfe aller Völker auf allen Gebieten des weltwirtschaftlichen und weltgesellschaftlichen Lebens; schließlich das Aufblühen der nationalen Kultur der Völker der sozialistischen Weltunion, der Form nach (noch) national (aber schon nicht mehr in der alten Form national), dem Inhalt nach weltsozialistisch – alle diese und ähnliche Faktoren werden dazu führen, dass sich die Physiognomie der Völker der sozialistischen Weltunion völlig verändern wird, dass das Gefühl gegenseitigen Misstrauens und vor allem dass das Gefühl, wieder von irgendeiner nächsten bürgerlichen Weltmacht beherrscht zu werden, in ihnen verschwinden wird, und somit die wahrhaft brüderliche Zusammenarbeit der Völker im Weltsystem eines einheitlichen Bundesstaates zustande kommen wird. Das werden die Veränderungen sein, die in Zukunft auf dem Gebiet der nationalen Beziehungen in der sozialistischen Weltunion vor sich gehen werden. Das Ergebnis wird sein, dass wir einen völlig ausgebildeten sozialistischen Nationalitätenstaat im Weltmaßstab haben, der allen Prüfungen standhalten wird und dessen Festigkeit die Festigkeit des alten Nationalitätenbundes, der UdSSR Lenins und Stalins bei Weitem überragen wird. In der zweiten Periode des Sozialismus bilden die sozialistischen Nationen gemeinsam ein Weltsystem sozialistischer Nationen unter den Bedingungen der Weltdiktatur des Proletariats. Der antagonistische Widerspruch der kapitalistischen Nationen lässt sich mit Hilfe der Weltdiktatur des Proletariats in einen nichtantagonistischen Widerspruch von sozialistischen Nationen verwandeln. Auch im sozialistischen Weltmaßstab wird es eine Periode der Überwindung der Überreste des Misstrauens gegen die dann „ehemaligen“ kapitalistischen Großmächte und in sozialistische Nationen verwandelte Nationen wie die USA, Russland, China, Europa, Japan, usw. usf. geben, deren zentrifugalen Kräfte noch eine Zeit lang weiter wirken werden und noch eventuelle militärische Gegenmaßnahmen unvermeidbar machen. Die Weltdiktatur ist die bewaffnete Weltmacht der Arbeiter gegen die Restauration des Weltkapitalismus, gegen die konterrevolutionären Überreste des Weltimperialismus.

In der zweiten Periode des Sozialismus gilt es, die brüderliche Zusammenarbeit der Völker auf der Grundlage, weltökonomischer, weltpolitischer gegenseitiger Hilfe zu organisieren, indem sich alle Völker der Welt zu einem weltweiten Nationalitäten-Bundesstaat, zur Weltunion der Sowjetrepubliken (deren eigentlichen, besonderen Formen sich noch erst herausbilden werden und sich also nicht am heutigen Reißbrett konstruieren lassen) vereinigt haben. Darüber muss sich die neue proletarische Weltmacht bewusst sein, denn sie hat vor sich den gescheiterten Versuch des ehemals revisionistischen Lagers, der revisionistisch entarteten, sozialimperialistischen Nationen und ihrer Wasallenstaaten. Und trotzdem werden die Arbeiter der ganzen Welt eine sozialistische Weltunion schaffen, die allen und jeden Prüfungen standhält. So werden die Völker der Welt aus eigenen Erfahrungen erleben, dass eine Weltunion auf Grundlage des Weltsozialismus, auf Grund ihrer Gleichheit und ihres freiwilligen Willens, sich zu vereinigen, vollauf glücken wird. Stalin hatte vollkommen Recht als er sagte, dass die internationale Bedeutung der neuen Verfassung der UdSSR kaum überschätzt werden kann“ (Stalin Werke Band 14, Seite 89, KPD / ML, Dortmund 1976).

Diese internationale Bedeutung der Stalinschen Verfassung als welthistorischen Sieg der Diktatur des Proletariats in ihrer praktischen Umsetzung unter den heutigen Bedingungen wieder zur Geltung zu bringen, das heißt, die Grundlagen des Stalinismus nicht nur zu verstehen, sondern auch korrekt anzuwenden.

Die zukünftige Verfassung der neuartigen UdWSR, der Union der Weltsozialistischen Republiken, wird unzweifelhaft den Sieg der Stalinschen Nationalitätenpolitik im Weltmaßstab krönen.

Was ist die Grundlage des Stalinismus in der nationalen Frage ?

Die Grundlage des Stalinismus in der nationalen Frage ist der Aufbau der UdSSR unter den Bedingungen der proletarischen Diktatur.

Die Beseitigung des antagonistischen Gegensatzes zwischen den Nationen, der Ausbeutung der einen Nationen durch andere Nationen, die Herstellung der Gleichheit der Nationen, die solidarische und freundschaftliche Zusammenarbeit und Vereinigung von Nationen, die Überwindung der durch das kapitalistische Gesetz der Ungleichmäßigkeit bedingten Rückständigkeiten der einen Nationen gegenüber den anderen Nationen - all das ist eine allgemeine Gesetzmäßigkeit des Übergangs vom Kapitalismus zum Sozialismus.

Die Beseitigung der nicht-antagonistischen Widersprüche zwischen den Nationen - und damit überhaupt die Beseitigung dieser Widersprüche zwischen den Nationen, die Verschmelzung der Nationen bis hin zur allmählichen Abschaffung der Nationen an sich – all das ist eine allgemeine Gesetzmäßigkeit des Übergangs vom Sozialismus zum Kommunismus, womit die natürlichen Unterschiede zwischen Menschen dieser oder jener ehemaligen Nation noch weitestgehend unberührt bleiben.

Wie wenden wir die Grundlagen des Stalinismus in der nationalen Frage auf die heutigen Verhältnisse korrekt an ?

Der Stalinismus lehrt, dass man die nationale Frage der ersten Epoche des Sozialismus (in „einem“ Lande) und der zweiten Epoche des Sozialismus (Weltmaßstab) nicht in einen Topf werfen darf, da diese sich beide wesentlich unterscheiden. Wir empfehlen dazu das vertiefende Studium der Werke Stalins, in denen dieser Unterschied präzise herausgearbeitet worden ist und der den Sturm der Entrüstung bei den Revisionisten hervorgerufen hatte.

Heute kann die nationale Frage nur mit Hilfe der sozialistischen Weltrevolution gelöst werden. Denn erst mit der globalen Befreiung vom Weltkapitalismus wird die Grundlage für die Gleichheit und die Entfaltung des freien Willens der Völker der ganzen Welt, die Befreiung jeder einzelnen Nation von Ausbeutung und Unterdrückung, geschaffen.

Stalinismus in der nationalen Frage heißt heute globale Befreiung vom Weltkapitalismus, heißt Kampf für die sozialistische Weltrevolution, heißt Befreiung jeder einzelnen Nation.

Der Stalinismus, die stalinistische UdSSR, ist somit Grundlage für den Aufbau der Weltunion aller Sowjetrepubliken dieser Erde.

So wie der Stalinismus die Lehre der Lösung der nationalen Frage am Beispiel der UdSSR war, so ist der Stalinismus heute die Lehre von der Lösung der nationalen Frage im Weltmaßstab, die Lösung der nationalen Frage im Kampf für den Weltsozialismus, für die Weltdiktatur des Proletariats.

Die UdSSR Lenins und Stalins gibt es nicht mehr und wird es – so wie sie war - nie wieder geben (können) – das zu Gehör derer, die davon träumen, die alte UdSSR Lenins und Stalins wieder so errichten zu wollen, wie sie einst existierte mit all ihren großen Opfern, die der Weltimperialismus ihnen zugefügt hatte und unvermeidlich wieder zufügen würde. Wir wollen eine neue UdSSR als Teil der UdWSR. Morgen entsteht eine UdSSR von neuem und nicht vom alten Leninschen-Stalinschen Typ. Die alte UdSSR Lenins und Stalins behält ihren Ehrenplatz in der Geschichte. Davon werden wir alle Genossen geduldig überzeugen, denn nur wer heute für die UdWSR kämpft, der kämpft auch für die Verteidigung der großen Errungenschaften der Sowjetvölker unter Führung Lenins und Stalins, für das Aufblühen der neuen UdSSR. Die alte UdSSR Lenins und Stalins war das erste Vaterland des Weltproletariats, aber inzwischen ist das vaterländische Herz des Weltproletariats so groß geworden, dass es die ganze Welt zu seinem Vaterland braucht. Es gibt zwar kein Vaterland des Weltproletariats mehr, aber es gibt noch ein Weltproletariat und zwar ein sich zu einer eigenständigen gigantischen globalen revolutionären Kraft entwickelndes Weltproletariat, ein Proletariat wie es die Welt vorher noch nie gesehen und erlebt hat. Was ist heute das Vaterland des Weltproletariats ? Heute beschränkt sich das Vaterland nicht mehr auf irgendein Land der Welt wie in der ersten Periode des Sozialismus, sondern das Vaterland des Weltproletariats erstreckt sich über den gesamten Erdball. Das proletarische Vaterland von morgen wird das Weltvaterland des Proletariats sein. Das unterscheidet das Vaterland des Weltproletariats in der ersten Periode des Sozialismus vom Vaterland des Weltproletariats in der zweiten Periode, in der Periode des Weltsozialismus. Das zukünftige Vaterland des Weltproletariats – das Weltvaterland, das ist die Union Weltsozialistischer Republiken, das ist nicht mehr die UdSSR, sondern die zukünftige UdWSR. Die Lehre vom Aufbau der UdWSR – das ist der Stalinismus von heute und morgen.

Wir erstreben die engste Vereinigung und völlige Verschmelzung der Arbeiter und Bauern aller Nationen der Welt zu einer einheitlichen Welt-Sowjetrepublik“ (Lenin, Band 30, Seite 283).

Stalin hat für die einheitliche Welt-Sowjetrepublik des Leninismus gekämpft. Und wir setzen diesen Kampf Lenins und Stalins nur weiter fort – sonst nichts.

Also: Es lebe die neue UdWSR im Geiste von Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha !

Wir fragen: Wer hat denn auf dem XII. Parteitag der KPR (B) im April 1923, auf dem ersten Parteitag, dem Lenin nicht mehr beiwohnen konnte, die Vertreter der georgischen nationalistischen Abweichung entlarvt, die Trotzki angeleitet hatte ? Wer wurde auf dem XII. Parteitag zum Generalsekretär wieder gewählt ? Stalin. Stalins Politik zur nationalen Frage wurde absolut gebilligt und unterstützt. Trotzkis Freunde in Georgien erlitten gegenüber Lenin und Stalin in der nationalen Frage eine empfindliche Niederlage. Das sind Fakten, und sie wurden historisch durch Stalins Taten sein Leben lang erhärtet, nicht nur im Kaukasus. Es waren die Trotzkisten, die seine Wahl 1923 als Generalsekretär hintertrieben und es waren ebenfalls die Trotzkisten, die ihn 1952 als Generalsekretär abzulösen versuchten !

Stalin wies auf dem XII. Parteitag bei der nationalen Frage vor allem auf die gewaltige internationale Bedeutung hin, betrachtete sie als Triebfeder für die revolutionäre Befreiung aller unterdrückten Völker im Osten und im Westen. Stalin wies auf die Notwendigkeit hin, energisch an der Beseitigung der Ungleichheit in der wirtschaftlichen und kulturellen Lage der Völker der Sowjetunion zu arbeiten. Stalin rief die gesamte Partei zum entschlossenen Kampf gegen den großrussischen Chauvinismus und den lokalen Nationalismus auf, die sich im Zusammenhang mit der teilweisen Belebung des Kapitalismus (NÖP) verstärkt hatten. Und eben diese bolschewistische Politik in der nationalen Frage des XII. Parteitags der KPR (B) hat Stalin gegen die Mingrelische Verschwörung, hinter der Berija steckte, prinzipienfest fortgesetzt. Und wie „löste“ der „Marxist-Leninist“ Berija die nationale Frage? Mit dem Mord an Stalin ! Berija beteiligte sich maßgeblich am Mord an Trotzki, um später Trotzkis Henker von Stalin werden zu können. Und Chruschtschow rehabilitierte Trotzki mit Lenins angeblichen „Testament“. So schließt sich der Kreis: Chruschtschow rechtfertigte Berijas Mingrelische Verschwörung mit Lenins „Fakten“ und verschloss mit dem Siegel „Lenins“ für immer die Akte der Mingrelischen Verschwörung ! Aber lassen wir sie noch geöffnet.

Hier noch weitere Perlen aus dem „Brief Lenins“, über die sich jeder weitere Kommentar erübrigt:

Persönlich ist er (Trotzki) der fähigste Mann im gegenwärtigen ZK!“ Man könne „Trotzki den Nichtbolschewismus“ nicht „als persönliche Schuld anrechnen.“ (von Chruschtschow gefälschter Lenin-Band 36, Seite 579). Wenn die Komintern / ML die Leninwerke wieder herausgibt, wird alles selbstverständlich wieder rausbefördert, was Chruschtschow reinbefördert hat ! Einen Nichtbolschewisten an die Spitze der bolschewistischen Partei setzen, weil man Trotzki das nicht persönlich vorwerfen dürfe ? Kann diese Perle des Opportunismus in der Geschichte der leninschen Partei noch getoppt werden ??? !!! Ja, sie konnte 1956 noch getoppt werden, nämlich dadurch, dass Chruschtschow diesen Opportunismus dem XX. Parteitag als Leninismus“ servierte:Persönlich ist er (Chruschtschow) der fähigste Mann im gegenwärtigen ZK!“ Man könne Chruschtschow den Nichtbolschewismus nicht als persönliche Schuld anrechnen.“ So hat sich also Chruschtschow auf dem XX. Parteitag zum neuen Kremlzaren vorschlagen lassen – ganz korrekt in Erfüllung vonLenins Testament“Chruschtschow - fürwahr der würdige und legitime Nachfolger Lenins !

Worum handelte es sich bei dem angeblichen Brief Lenins“ ?

Es handelt sich angeblich um einen „Brief an den Parteitag“.

Nun geht man normalerweise davon aus, dass sich so ein Brief von den Genossen in einem Guss lesen lassen sollte, vielleicht sogar beschließen lassen sollte. Aber das ist völlig unmöglich. Der Brief ist ein einziges Durcheinander, vollkommen auseinander gerissen bzw. zerstückelt und künstlich zusammengeflickt, sowohl formal als auch inhaltlich. Die Daten wurden nachweislich nachträglich manipuliert und gefälscht und die Fälscher sind außerordentlich stümperhaft vorgegangen mit „Ergänzungseinträgen“, die nicht mit den laufenden Tagebuch- Eintragungen von Lenins Sekretärinnen übereinstimmen, ganz im Gegensatz zu deren bis dato außergewöhnlich sorgfältiger Arbeitsweise. Hierzu gehörte auch die erste Frau Stalins, N.S. Alllujewa, zu der Lenin ja wohl volles Vertrauen gehabt hatte.

Der ganze Brief ist ein einziges Rätsel mit vielen Puzzleteilchen und Fragezeichen. Zum Beispiel ist reichlich merkwürdig, dass „Lenins Brief“ in völlig zusammenhanglosen „Niederschriften“ aufgegliedert ist. Die erste Niederschrift ist vom 23. 12. 1922 (Kapitel I). Die Fortsetzung ist mit dem 24. 12. 1922 datiert, aber ohne Niederschriftsvermerk, ohne Initialien der Sekretärinnen. Die Niederschrift vom 25. 12. 1922 taucht mitten in der Niederschrift vom 24. 12. 1922 auf – hat also gar keinen Anfang. Warum folgt eine „Ergänzung zum Brief vom 24. Dezember 1922“ erst nach dem Abschnitt der Aufzeichnung vom 25. 12. 1922 und nicht direkt nach dem 24. 12. 1922, was doch zeitlich logisch wäre? Aus ärztlichen Notizen der Doktoren ist nachweisbar, dass Lenin aus gesundheitlichen Gründen gar nicht an jenen Tagen arbeitsfähig war, an denen er angeblich die Ergänzungen diktiert haben soll [sic !!!].

Inhaltlich beschäftigt sich diese „Aufzeichnung“ des Kapitel II mit einer „Reihe von Erwägungen rein persönlicher Natur.“ Nanu ??Wahl des Generalsekretärs = Erwägung rein persönlicher Natur?? Reichlich „nebulös“ für einen Berufspolitiker wie es Lenin war ??

Und auf Seite 584 steht genau das Gegenteil (?!):Mir scheint, dass hier mit der prinzipiellen Frage gegenwärtig allzu eng die persönliche Frage verflochten ist – (sic ! ). Das Gegenteil in einem einzigen Atemzug zu behaupten – so etwas hat Lenin noch nie gemacht.

Stalin sei Generalsekretär geworden, aber Lenin soll in dem Brief Zweifel geäußert haben, ob es mit ihm gut gehen wird. In der Ergänzung zum Brief vom 24. Dezember 1922 liest sich das völlig anders. Da heißt es plötzlich: Stalin „kann in der Funktion des Generalsekretärs nicht geduldet werden“. Lenin schlägt darin angeblich seine Ablösung vor. Zuerst heißt es : Stalin Generalsekretär = ja, kann, wenn auch mit Bauchschmerzen, geduldet werden. Aber ganz anders in der „Ergänzung“: Da steht unmissverständlich: Stalin als Generalsekretär ist unbedingt abzulösen, kann nicht geduldet werden !! Was sind das ? Das sind zwei grundverschiedene, sich widersprechende Haltungen so mal eben von heut` auf morgen ?? Ist das Leninismus ?

Das sieht uns doch viel eher danach aus, dass hier mit einer „Ergänzung“ nachgebessert wurde, aber bestimmt nicht von Lenin ! Dass Stalin von Trotzki abgelöst werden sollte, das sieht uns eher nach Trotzkis (Krupskaja) und nicht nach Lenins Diktat aus. Was ist das für ein „Brief an den Parteitag“, in dem Lenin zwei entgegengesetzte Standpunkte der Einschätzung Stalins nebeneinander unvermittelt stehen lässt ? Beides zusammen ließ sich vom Parteitag überhaupt nicht umsetzen. Sollte der Parteitag sich nun nach dem "einen oder anderen" Standpunkt Lenins zukünftig richten ?? Das passt nicht zu Lenins Geradlinigkeit, denn erst am 3. April 1922 hatte das Plenum des ZK der KPR (B) Stalin zum Generalsekretär des Zentralkomitees der Partei gewählt - und wer machte ausgerechnet den Vorschlag hierzu ? Der Genosse Lenin selbst ! Wieso sollte Lenin einen Generalsekretär vorschlagen, um nach 8 Monaten diesen Vorschlag wieder über den Haufen zu werfen ? Man muss sich das mal vorstellen: An dem Tag als Lenin angeblich die Ablösung Stalins vorgeschlagen haben soll, wurde von Stalin die UdSSR ins Leben gerufen – und zwar mit dem Willen und der vollen Unterstützung Lenins und der gesamten bolschewistischen Partei !!!!

Und Trotzki ?

Mit Rykow und anderen parteifeindlichen Oppositionellen verwickelte er die Partei in endlose Diskussionen über den GOELRO-Plan, um Zeit zu gewinnen, Zersetzungsarbeit zu betreiben und die eigenen konterrevolutionären Kräfte zu sammeln, um den GOELRO-Plan zu Fall zu bringen. „Kommunismus ist Sowjetmacht plus Elektrifizierung des ganzen Landes“ - Trotzki besaß sogar die Frechheit, in aller Öffentlichkeit anzuzweifeln, dass diese berühmte Formel von Lenin stammt !!

Der IX. Parteitag erteilte der parteifeindlichen Gruppe des „demokratischen Zentralismus“ eine Abfuhr, die gegen die individuelle Leitung und die persönliche Verantwortung der Direktoren in der Industrie auftrat und eine schrankenlose „Kollegialität“ und Unverantwortlichkeit in der Leitung der Industrie verfocht. Die Hauptrolle in dieser parteifeindlichen Gruppe spielten Sapronow, Ossinski und W. Smirnow. Sie wurden auf dem Parteitag von Rykow und Trotzki unterstützt“ („Geschichte der KPdSU (B) – Kurzer Lehrgang“, Seite 300).

Kurz bevor Lenin Stalin als Generalsekretär vorschlug, erhielt Lenin von Stalin einen Brief, in dem dieser den Leninschen GOELRO-Plan lobte, sich auf seine Seite stellte und ihn gegen Trotzki verteidigte:

Genosse Lenin! Erinnern Sie sich des vorjährigen `Planes` Trotzkis (seiner Thesen) ? (...) Welche Armseligkeit, welche Rückständigkeit im Vergleich zu dem GOELRO-Plan ! Ein mittelalterlicher Handwerker, der ein Ibsenscher Held zu sein vermeint und sich berufen fühlt, Russland durch eine altertümliche Saga, `zu retten`“ (Stalin, Band 5, Seite 43).

Wenn Stalin ihm so etwas über Trotzki schrieb, wieso schlug Lenin dann im selben Augenblick trotzdem Stalin und nicht Trotzki als Generalsekretär vor ? Wieso entscheidet sich Lenin ausgerechnet für Stalin, wenn er sich angeblich in seinem „Brief“ für den Weg Trotzkis in der Frage der staatlichen Plankommission umentschieden hätte? Es gibt unzählige Dokumente Lenins, in denen er die Kritik der Trotzkisten am GOELRO-Plan als „Literatengeschwätz“ abqualifizierte.

Einen anderen einheitlichen Wirtschaftsplan als den von der `GOELRO` bereits ausgearbeiteten gibt es nicht und kann es nicht geben“ (Lenin, „Über den einheitlichen Wirtschaftsplan“, Band 32, Seite 139, vom 21. Februar 1921). „Gerade dieses Durcheinander der Meinungen ist gefährlich, denn es zeigt die Unfähigkeit zur Arbeit, das Dominieren von Intellektuellen- und Bürokratendünkel über wirkliche Arbeit“ (Lenin, ebenda, Seite 137).

Und wenn Stalin damals nicht gegen Trotzki den Leninschen Standpunkt über die staatliche Plankommission verteidigt hätte, was wäre dann passiert? Dann hätte Trotzki die NÖP Lenins durch einen Plan der Restauration des Kapitalismus ersetzt !! Und genau darum ging es auch den Verschwörern von 1953. Sie setzten Trotzkis „Plan“ von 1922 schließlich erfolgreich um, indem sie mit den gleichen verbrecherischen Methoden arbeiteten wie Trotzki, nämlich sich hinterhältig auf Lenin zu „berufen“! Weil Trotzki sich 1922 nicht gegen Stalin und die Partei durchsetzen konnte, bemächtigte dieser sich des Stempels Lenins, um sein teuflisches „Lenin-Dokument“ von Krupskaja testieren zu lassen !

Dass Lenin zur Klärung der Georgienfrage ausgerechnet Trotzki (!) beauftragt haben soll, um gegen Stalin vorzugehen, das passt doch nun wirklich nicht zu Lenins prinzipienfester und kritischer Haltung gegenüber der liquidatorischen Rolle, die Trotzki in Georgien von Anfang an gespielt hatte. Lenin wollte doch nicht etwa den Bock zum Gärtner machen ! Trotzki, Mdivani und Makharadze waren seperatistische Autonomistenführer einer Minigruppe, die in Georgien gegen Stalins Nationalitätenpolitik hetzte und dort konterrevolutionäre Terrorakte verübte, wie es später dokumentarisch beweisbar ist. Sie versuchten, sowohl die Gründung der UdSSR als auch die Gründung der Transkaukasischen Föderativen Sowjetrepublik zu verhindern ! Und kein Geringerer als Lenin hatte gegen diese trotzkistische Gruppe gerade deswegen schon seit langem einen prinzipienfesten Kampf geführt ! Nirgends und zu keinem Zeitpunkt hat Lenin auch nur im Entferntesten daran gedacht, Stalins Georgienpolitik in Frage zu stellen, geschweige denn diesem seine Unterstützung zu versagen. Worum ging es ?

Chruschtschow fand in dem „Brief von Lenin“ eine Stelle, aus der hervorgeht, dass Stalin in seiner Nationalitätenpolitik sich angeblich des „Verrats am proletarischen Internationalismus“ schuldig gemacht habe [„auf dem Standpunkt des Kleinbürgertums stehengeblieben“ sei], indem er die Georgier mit seinem angeblichen „Großmachtchauvinismus“ „gekränkt“ [mit dem Schimpfwort „Kapkaser“ verhöhnt] haben soll. Und genau so versuchte Berija mit seiner Mingrelischen Verschwörung die Georgier gegen Stalin aufzuhetzen !!

Ausgerechnet Lenin wolle Trotzki damit beauftragt haben, Stalin wieder auf den Kurs des proletarischen Internationalismus zurückzuführen ? Das ist doch `ne Lachnummer ! Trotzki wäre der letzte gewesen, den Lenin damit beauftragt hätte, denn dieser war der größte Feind des proletarischen Internationalismus im Lager der Bolschewiki. Stalins Nationalitätenpolitik beruht auf nichts Anderem als auf dem proletarischen Internationalismus, so wie Lenin ihn lehrte. Chruschtschow macht Lenin zum Sprachrohr Trotzkis gegen Stalin – kann man sich denn noch schlimmer am Leninismus, am proletarischen Internationalismus, vergreifen ?!

Chruschtschow verteidigt also nicht Lenin gegen Trotzki, sondern Lenin gegen Stalin. Lenin gegen Stalin verteidigen, heißt aber nichts Anderes, als den verbrecherischen Weg Trotzkis zu Ende zu gehen, heißt den proletarischen Internationalismus zu verraten.

In „Lenins Brief“ findet sich dann eine Fortsetzung vom 26. 12. 1922 als Kapitel III. Dann folgt ein Kapitel IV mit der „Fortsetzung der Aufzeichnungen“ vom 27. 12. 1922.; Kapitel V = Fortsetzung des Briefes über den gesetzgeberischen Charakter der Beschlüsse der Staatlichen Plankommission (28. 12. 1922); Kapitel VI, Fortsetzung der Aufzeichnung (29. 12. 1922); Kapitel VII (Zum Abschnitt über die Erhöhung der Zahl der ZK-Mitglieder) ebenfalls (!) vom 29.12. 1922. Nun folgen keine Kapitel mehr, sondern nur noch „Fortsetzung der Aufzeichnungen Zur Frage der Nationalitäten oder der „Autonomisierung“ (diesmal ohne Klammern); 30.12.1922. An diesem Tag - als die UdSSR von Stalin gegründet wurde (!!!) bezichtigt Lenin also angeblich Stalin der „Eilfertigkeit, seinem Hang zum Administrieren und seiner Wut“ und das ausgerechnet, nachdem Stalin die Konstituierung der UdSSR monatelang und äußerst sorgfältig - also absolut nicht eilfertig – kollektiv vorbereitet hatte. Er bereitete die Gründung der UdSSR auch nicht administrierend vor, sondern alle seine Vorbereitungen entsprachen korrekt dem demokratischen Zentralismus, holte sich Stalin die Meinung Lenins ein und vertrat er voll dessen Standpunkte. Wenn Stalin die Standpunkte Lenins in der Partei vor brachte und sich für deren politische Umsetzung kümmerte, warum sollte Lenin dann Trotzki beauftragen, die Nationalitätenpolitik Stalins umzuwerfen, wo es doch seine eigenen Standpunkte waren ? Soll Lenin Trotzki beauftragt haben, die Gründung der UdSSR zu vereiteln ? Das ist ja wohl kaum anzunehmen.

Stalin wurde von den Parteigremien in die Kommissionen ordentlich gewählt, so wie wir das oben in ein paar kurzen Sätzen beschrieben haben.

Am 31. 12. 1922 Fortsetzung der Aufzeichnungen (Fortsetzung zur Frage der Nationalitäten oder der „Autonomisierung“). Hier polemisiert Lenin angeblich gegen Stalin, dieser sei „selbst ein wahrer und echter `Sozialnationalist`, ja mehr noch, ein brutaler großrussischer Dershimorda“ (Seite 594). Auf deutsch: Ein prügelnder Dorfpolizist“ also – das soll Lenin in Gorki diktiert haben, als Stalin gerade einen Tag zuvor mit dem ausdrücklichen Willen Lenins in Moskau vom I. Unionskongress der UdSSR ins Präsidium und in das ZEK gewählt wurdeHallo???????????? So eine Ungeheuerlichkeit ausgerechnet Lenin unterzuschieben – dazu ist nur ein Trotzki fähig !!! Und so etwas - 34 Jahre danach - aus dem trotzkistischen Misthaufen auszugraben – dazu ist nur ein Chruschtschow fähig !

Fortsetzung der Aufzeichnungen. 31. 12. 1922; Wohl als Kritik auf Stalin gemünzt soll es im vorletzten Satz heißen: „Eine andere Sache ist es, wenn wir selbst, sei es auch nur in Kleinigkeiten, in imperialistische Beziehungen zu den unterdrückten Völkerschaften hineinschlittern und dadurch unsere ganze prinzipielle Aufrichtigkeit, unsere ganze prinzipielle Verteidigung des Kampfes gegen den Imperialismus völlig untergraben“ (Seite 596). Sehr schön, nur dass dies leider genau auf Berijas „Entstalinisierung“, auf seine „friedliche Koexistenz“ zutrifft, dass dies leider auch auf Chruschtschow zutrifft, der als Kremlzar in Tiflis einmarschiert, um den Tifliser Aufstand von 1956 nieder zu metzeln so wie später der Prager Aufstand 1968 blutig nieder zumetzelt wurde. Das hat also rein gar nichts zu tun mit Stalins Befreiung unterdrückter Völkerschaften im Großen Vaterländischen Krieg, nichts zu tun mit seinem prinzipienfesten Kurs gegen den Kalten Krieg der Imperialisten !!!!

Den Kopf kann man auch über eine kleine redaktionelle Anmerkung schütteln, die da lautet: „Offenbar ein Schreibfehler: statt ´ihm´ muss es sinngemäß ´ ihnen´ heißen.“ (Seite 579). Will man damit etwa noch die „wissenschaftliche Seriosität“ der dreisten Verlogenheiten in „Lenins Brief“ schmücken ?

Genossen, was meint ihr, reicht das jetzt ? Muss man diese peinliche Zitiererei eines solchen „Testament“-Schwachsinns noch weiter treiben? Es lohnt wirklich nicht ! Es ist schon schlimm genug, wenn Chruschtschow den Genossen Lenin dazu missbraucht, die „Entstalinisierung“ zu „rechtfertigen“. Das ist doch typisch für Opportunisten. Heute sagen sie so, um morgen genau das Gegenteil zu behaupten. Vor seinem Tod heben sie Stalin in den Himmel, um ihn dann nach seinem Tod in der Hölle schmoren zu lassen – gerade so wie es ihnen in den Kram passt. Prinzipientreue stand bei Opportunisten noch nie hoch im Kurs. Die Wahrheit ist:

Nicht Lenin änderte seine Meinung über Stalins Georgienpolitik um 180 Grad, sondern Chruschtschow bediente sich einer Verfälschung der Leninwerke. Es besteht kein Zweifel daran, dass die Verfälschungen und „Ergänzungen“ der Leninwerke ursprünglich überhaupt nicht im Band 36 enthalten waren, dessen Veröffentlichung der IX. Parteitag der KPR (B) beschlossen hatte. Wo kommen dann diese merkwürdigen „Ergänzungen“ her und aus welcher Zeit stammen sie ? Zur Zeit Stalins gab es keine Verfälschungen und „Ergänzungen“ der Werke Lenins. Stalin gab die Leninwerke korrekt heraus - Chruschtschow hingegen die Verfälschungen und die hinzu gedichteten „Ergänzungen“. Im Band 36 - wie er 1962 (!) in erster Auflage erschien - wird eine Veröffentlichung neu aufgenommen, die aus dem Jahre 1956 (sic!) stammt, also ausgerechnet dem Jahre des antistalinistischen XX. Parteitags (natürlich reiner Zufall !). Es handelt sich um genau diesen angeblichen „Brief Lenins an den Parteitag“- „Zur Frage der Nationalitäten oder der „Autonomisierung“, der angeblich zwischen Dezember 1922 und Januar 1923 diktiert worden sei und der von den Trotzkisten bis heute als „Lenins Testament“ verkauft wird. Es ist doch merkwürdig, dass dieser „Brief“ Lenins erst 1956 (also 33/34 Jahre danach!!) „entdeckt“ worden und zum ersten Mal 1956 in der Zeitschrift „Kommunist“ Nr. 9 veröffentlicht worden war. Und wieso enthielt dieser „Brief“ Lenins ausgerechnet die Forderung zur Ablösung Stalins ? Die Antwort lässt keinen Zweifel offen: „Lenins Testament“ ist das Werk Trotzkis, nicht Lenins Werk. Und es war Bestandteil der konterrevolutionären Tätigkeit des Blocks der Rechten und Trotzkisten, der Ende der 30er Jahre zerschlagen wurde. Und davon lassen wir uns von der Komintern / ML nicht abbringen. Nicht wir Marxisten-Leninisten müssen nachweisen, dass es sich nicht umLenins Brief“ handelt, sondern es muss erst einmal von denjenigen die Authentizität Lenins BEWIESEN werden, die dies behaupten.

Der Historiker V.A. Sacharow hat wissenschaftlich nachgewiesen, dass Lenin gar nicht der Autor vonLenins Testament“ sein KONNTE, sondern das es von Trotzki geschrieben wurde. Es gab zu jenem Zeitpunkt einen „zufälligen“ Austausch der Schriftführerin, der jedoch gar nicht nicht von Lenin angeordnet war, so dass an einigen Tagen in Lenins Tagebuch leere Seiten entstanden waren. Das hatte Trotzki auf seine verbrecherische Idee gebracht. Es bot sich ihm also geradezu an, diese leeren Seiten nachträglich vom neuen Schriftführer ausfüllen zu lassen mit eben Trotzkis Lenin-Brief. Lenins Sekretärin Fotijewa hat Trotzki dabei unterstützt (Veröffentlichung in der Zeitschrift „Molniya“ von der Bewegung „Trudovaja Rossija“). Fotijewa, dieser Name einer trotzkistischen Agentin am Krankenbett Lenins, taucht nicht zufällig plötzlich in der von den Chruschtschowianern im Jahre 1956 [sic !] erstelltenListe der noch lebenden alten bolschewistischen Garde“ wieder auf [sic !]. Die damit vorgenommene Rehabilitierung der Trotzkisten gehört nicht zufällig zur der von den modernen Revisionisten durchgeführten „Entstalinisierung“. Klar, dass im Gegensatz hierzu die Fotijewa in der von Stalin im Jahre 1947 erstelltenListe der alten bolschewistischen Garde“ gar nicht aufgetaucht war [sic!!], was die Antistalinisten – wie kann es anders sein - auf Stalins angebliche Säuberungswut“ zurückführten. Das Gegenteil war also der Fall: Fotijewa hat noch den Sturz Stalins erlebt, wofür sie historisch mit verantwortlich war als sie den sogenannten Brief Lenins“ im Auftrage Trotzkis diktierte und den die Chruschtschowianer nun dankbar gegen Stalin verwerten konnten. An der Fotijewa wird deutlich, dass die Chruschtschowianer die alte bolschewistische Garde mit der alten trotzkistischen Garde vertauscht hatten.

Jedenfalls ist es Fakt, dass Krupskaja der konterrevolutionären trotzkistischen Verschwörung gegen Stalin als aktives Mitglied angehört hatte und sie deswegen Stalins Zugang zu Lenin strikt verboten hatte – kurz vor seinem Tod. Anders ließ sich die ganze Wahrheit über Lenin nicht verschleiern. Nur so konnte Kurupskaja als „Lenin“ auftreten und ihn durch Trotzki ersetzen, ohne dass einer was merkte.. Angeblich habe Lenin darum gebeten, dass dieser „Brief“ nicht veröffentlicht wird. Beweise dafür gibt es nicht, so dass man ungeniert in der Gerüchteküche solche „Wahrheiten“ zusammenbraute, wie man sie gegen Stalin brauchte. Dass dies aber bedeutet hätte, dass Lenin sich vom Parteitag verleugnen ließ, dass der Inhalt des Briefes“ Lenin selbst schwer belasten und kompromittieren würde, das störte die Gerüchtemacher nicht, denn sie arbeiteten ja schon zu Lenins Zeiten daran, den Leninismus durch den Trotzkismus zu ersetzen. Für uns ist es völlig abwegig, dass Lenin überhaupt ein „Testament“ diktiert haben soll, zudem ein solches, das er vor den Augen der Arbeiterklasse zu verbergen gewünscht hätte. Lenin hat die Arbeiterklasse nie hintergangen und schon gar nicht in einer so wichtigen Entscheidung wie über die Wiederwahl des Generalsekretärs nach seinem Tod. Selbst, wenn dies zu träfe, was wir für unmöglich halten, hätte sich Chruschtschow mit dieser Veröffentlichung an Lenin bereits zweimal schuldig gemacht:

erstens hätte er gegen den letzten Willen Lenins und gegen die Beschlüsse eines Parteitags offensichtlich verstoßen und

zweitens hätte er als „aufrechter Leninist“ Stalin nicht Jahrzehnte lang als „größtes Genie des Universums“ kultivieren dürfen – nämlich genau aus den selben Gründen wie sie Lenin in der „Ergänzung“ des Briefes vom 24. 12. 1922 angeblich diktiert haben soll, und zwar wegen der angeblichen Ablösung Stalins zwecks „Vermeidung einer Spaltung“ (Chruschtschows gefälschter Leninband 36, Seite 580).

Wer ist denn nun der Spalter der Partei – Stalin oder Trotzki ? Und Lenin ist ja wohl der Letzte, der das nicht aus über 10 Jahren Parteierfahrung wissen würde. Wir wollen uns das Zitieren von Lenins Entlarvungen der trotzkistischen Fraktionsmacherei und Spalterei in der bolschewistischen Partei hier ersparen, denn damit kann man ganze Bücher füllen. Ob nun Chruschtschow oder alle, die sich heute noch hinter diese trotzkistische Erfindung und Veröffentlichung eines angeblichen „Lenin-Testaments“ stellen, sie sinken damit nur noch tiefer in den opportunistischen Sumpf. Aus diesem Grund halten wir es für alles Andere als ratsam, wenn der Genosse Bill Bland hier von einem „umstrittenen Dokument“ spricht: „Das umstrittene Dokument, das unter dem Namen 'Lenins Testament' bekannt ist“ (Bill Bland). Wieso umstritten ? Für Marxisten-Leninisten ist und war dieses „Dokument“ noch nie umstritten und wird es auch in Zukunft nie sein.

Für uns ist die prinzipienfeste Haltung der Verurteilung solcher trotzkistisch inszenierter Testamentvollstreckereien ein Prüfstein für jeden aufrechten Marxisten-Leninisten. Nichts auf der Welt kann die Verdienste Stalins erschüttern, nichts auf der Welt kann widerlegen, dass es keinen besseren Nachfolger für Lenin geben konnte als Stalin – auch nicht ein von Stalinfeinden UND (!!) von Leninfeinden geschriebenes und verbreitetes angebliches „Lenin-Testament“. Das trotzkistische Hintertürchen der „Diskussion über ein umstrittenes Lenin-Testament“ wird hiermit von der Komintern /ML vorerst geschlossen.

Wer allerdings immer noch nicht überzeugt ist, für den ziehen wir unsere letzte Trumpfkarte aus dem Ärmel und dem empfehlen wir als allerletzte Gelegenheit, Stalins Rede nachzulesen, die er in der Sitzung des vereinigten Plenums des ZK und der ZKK der KPdSU (B) am 23. Oktober 1927 gehalten hatte – insbesondere über Lenins „Testament“ in Kapitel I, „Einige Kleine Fragen“. Die Rede trägt den Titel: „Die Trotzkistische Opposition früher und jetzt“ und findet sich in Band 10 der von der KPD/ML herausgegebenen Stalinwerke auf Seite 150 – 155. Darin verlas Stalin Trotzkis persönliche Stellungnahme, die im „Bolschewik“ Nr. 16, 1. September 1925 auf Seite 68 veröffentlicht worden war – hier Trotzkis Originalton: „Alle Redereien über ein verheimlichtes oder verletztes `Testament` sind bösartige Erfindungen und sind ganz und gar gegen den faktischen Willen Wladimir Iljitschs sowie gegen die Interessen der von ihm geschaffenen Partei gerichtet.“ Was kann man diesem Trotzki abgerungenen „Selbstbekenntnis“ noch hinzufügen? Nichts. Uns fällt dazu jedenfalls für dieses Mal nichts mehr ein.

Es gab und gibt keine „Testamente“ der Klassiker, und es wird nie „Testamente“ der Klassiker geben. Dies widerspricht völlig der Lehre des Marxismus-Leninismus. Wir sind keine kommunistische Dynastie, in der die Thronfolger weiter vererbt werden. Am Marxismus-Leninismus gibt es weder einen Privatbesitz, noch einen Privatanspruch. Sowas gibt es nur im Kapitalismus, der auf Privateigentum aufbaut und dieses durch Missbrauch des Marxismus-Leninismus am Leben zu erhalten versucht. Eine revisionistische Klasse, die sich den Marxismus-Leninismus privat aneignet, um damit die von ihr getäuschte Arbeiterklasse auszubeuten und zu unterdrücken, wird von dieser enteignet und revolutionär beseitigt !

Privateigentum wird vom Weltsozialismus vergesellschaftet – wie es im „Kommunistischen Manifest“ von Marx und Engels niedergeschrieben worden ist. Der Marxismus-Leninismus, die Werke von Marx, Engels, Lenin, Stalin und Hoxha gehören dem Weltproletariat und sie werden diesem solange gehören wie es ein Weltproletariat gibt – und danach wird der Marxismus-Leninismus der klassenlosen, kommunistischen Weltgesellschaft gehören, die das bürgerliche Erbrecht längst begraben hat!

Den Angriff, den Berija mit der Mingrelischen Verschwörung auf Stalin begann, setzte Chruschtschow fort und er beendete ihn mit der „vernichtenden“ Anklage „aus dem Munde“ Lenins höchstpersönlich. Die Mingrelische Verschwörung dient der Komintern / ML als unwiderlegbarer Beweis dafür, dass Chruschtschow nicht davor zurückschreckte, auf die verbrecherische Methode Trotzkis, - den Leninismus durch den Trotzkismus zu ersetzen - zurückgreift, um den Stalinismus durch den Chruschtschowismus zu ersetzen – im Namen „Lenins“.

Zwischen Lenin und Stalin kann man so viele trotzkistischen Keile treiben wie man will, ihre gemeinsamen welthistorischen Leistungen in der ersten Periode des Sozialismus beruhen auf ihrer absoluten Einheit, die sich von niemandem und niemals auseinander dividieren lässt:

Die UdSSR Lenins und Stalins und mit ihr die sozialistischen transkaukasischen Republiken - das ist nun mal Fakt – können nicht aus der Geschichte ausradiert oder verfälscht werden – auch nicht mit der Geschichtsfälschung der Mingrelischen Verschwörung, die mit Unterstützung des amerikanischen CIA betrieben, und von Bill Bland „marxistisch-leninistisch“ gerechtfertigt wurde.

Mit dem „Testament“ scheiterte der Versuch der trotzkistischen Sowjetfeinde, die Gründung der UdSSR und insbesondere die Gründung der Republiken im Transkaukasus zu vereiteln, aber mit Berijas Mingrelischer Verschwörung und mit Chruschtschows „Wiederentdeckung des Testaments“ wurde es von den modernen Revisionisten doch noch vollstreckt, erfüllte sich der darin niedergeschriebene Wille Trotzkis, den er als Willen Lenins ausgab. Das „Testament“ hat nicht verhindern können, dass Stalin zum Führer des Weltproletariats, zum Führer der UdSSR, zum Führer der bolschewistischen, leninschen Partei wurde, aber es hat den Feinden der Sowjetunion Lenins und Stalins dazu gedient, das Vaterland des Weltproletariats von den Stalinisten zu „befreien“ und dadurch doch noch zu zerstören. Und damit sich die Geschichte nicht wiederholt, müssen wir die Geschichtsfälschung über die Mingrelische Verschwörung entlarven und der Wahrheit zu ihrem Recht verhelfen.

In ihr ging es nicht um die „Russifizierung Georgiens“ wie Berija behauptete, sondern um die Beseitigung des sozialistischen Georgiens, um dort den kapitalistischen Nationalismus durchzusetzen. Man braucht sich nur die Ereignisse im August 2008 anzusehen, um die Frage richtig zu beantworten, wer Recht behalten hatte, Berija oder Stalin.

Das georgische Volk und andere kaukasische Völker mussten den ungerechten und räuberischen Krieg zwischen dem russischen Imperialismus und dem vom Westen geschürten georgischen Nationalismus mit ihrem Blut bezahlen. Wir hoffen, dass mit diesen Zeilen ein kleiner Beitrag geleistet werden kann, dass nicht noch mehr Blut von den Bergen des Kaukasus ins Meer des Weltimperialismus fließt.

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Erinnern wir uns an den Kampf zwischen Trotzki und Stalin in der Frage der Staatlichen Plankommission - als der erste einheitliche Wirtschaftsplan der NÖP aufgestellt worden war – 1920 GOELRO-Plan. Lenin betonte, dass die Neue Ökonomische Politik den einheitlichen staatlichen Wirtschaftsplan nicht ändert und aus seinem Rahmen nicht heraustritt, sondern nur anders an seine Verwirklichung herangeht“ (Lenin, zitiert bei Kuibyschew, Seite 124).

Die Partei hat dieses Vermächtnis Lenins erfüllt. Unter der Führung des Genossen Stalin und gerade dank dieser Führung gestattete die Partei weder dem konterrevolutionären Trotzkismus noch dem rechten Opportunismus, den Leninschen Plan der Neuen Ökonomischen Politik durch einen Plan der Restauration des Kapitalismus zu ersetzen“ (ebenda, Seite 124).

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Kann das Proletariat den bürgerlichen Staat übernehmen oder muss es ihn zerschlagen ? Die Antwort ist klar. Das revolutionäre Proletariat kann seinen sozialistischen Staat nur auf den Trümmern des bürgerlichen Staates errichten. Um das nach der Oktoberrevolution zu erreichen, waren die Arbeiter und Bauern gezwungen, sich des alten Staatsapparates zu bedienen, ihn ein Stück weit für sich arbeiten zu lassen ( Zeit der NÖP) – natürlich ausdrücklich unter Ausübung der bewaffneten und politischen Kontrolle der Diktatur des Proletariats ! Der Weg des Aufbaus des sozialistischen Staates verlief alles Andere als gradlinig, sondern in Zickzack-Bewegungen ( und damit seiner Zersetzung und Zerschlagung am Ende seines Weges). Die Partei der Bolschewiki hatte sich dabei sowohl mit den Menschewisten als auch mit den „linken“ Kommunisten und den Zentristen, den Trotzkisten usw. usf. auseinandersetzen müssen, die sich dem leninschen NÖP - Kurs und der damit verbundenen außergewöhnlichen Bedingungen des Aufbaus des sozialistischen Staates in erbitterten Kämpfen widersetzten.

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Unvermeidlich war eine Übergangsperiode, die Periode der „Entstalinisierung“ des Staates, die nichts anderes bedeutete – als die Periode der NÖP-Linie Lenins – nur unter umgedrehtem Vorzeichen. Die neue Bourgeoisie war gezwungen, sich des sozialistischen Staates ein Stück weit zu bedienen – natürlich ausdrücklich unter der Führung der neuen Kremlzaren. Die hatten sich nicht mit Menschewisten, „linken“ Kommunisten und trotzkistischen Zentristen auseinander zu setzen wie seiner Zeit Lenin und Stalin, sondern diesmal umgekehrt mit den Marxisten-Leninisten, mit den Stalinisten, die sich den neuen Kreml-Zaren widersetzten.

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Halten wir als wichtigste Lehre Stalins fest: Für den Aufbau des Kommunismus kommt dem Staat eine wichtige Rolle zu und Stalin ist von der Erfüllung dieser Rolle bis in seinen Tod nie abgewichen. Da diese Linie von den Titoisten, von den Trotzkisten, Revisionisten usw. offen und versteckt angegriffen wird, gilt es, diese weitsichtige Position Stalins, gilt es die marxistisch-leninistische Staatstheorie Stalins zu verteidigen.

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Marx sprach davon, dass der sozialistische Staat der letzte Staat sei, der abstirbt. Tito aber brachte stattdessen die Kommunisten zum Absterben, die für den Aufbau des jugoslawischen sozialistischen Staates und gegen Tito und den titoistischen Kapitalistenstaat heldenhaft gekämpft hatten. Tito verhinderte den sozialistisches Staat für eine Hand voll amerikanischer Dollar. Als solcher Verräter ist Tito in die Geschichte des Kommunismus eingegangen.

In Jugoslawien muss also erstmal der kapitalistische Staat zertrümmert werden, muss überhaupt erst mal ein weltstalinistischer Staat (hohohoooo, eine Horrorvision für unsere trotzkistischen Freunde !) aufgebaut werden, muss der Kommunismus aufgebaut werden – erst dann würde sich die verbrecherische Lüge Titos in eine historische Wahrheit verwandeln, aber eben nicht dank Tito, sondern trotz Tito („Trotzkito“= Das „jugoslawische Modell“ - ein Lieblingskind der Trotzkisten, ein Demarkationsmodell der Marxisten-Leninisten – ein Tauschobjekt Berijas – ein Nachahmungsmodell für Chruschtschows sowjetischen Revisionistenstaat!).

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Die Aufhebung der Klassen wird nicht durch das Erlöschen des Klassenkampfes, sondern durch seine Verstärkung erreicht. Das Absterben des Staates wird nicht durch die Schwächung der Staatsmacht erfolgen, sondern durch ihre maximale Verstärkung, die notwendig ist, um die Überreste der sterbenden Klassen zu vernichten und die Verteidigung gegen die kapitalistische Umkreisung zu organisieren, die noch bei Weitem nicht beseitigt ist und noch nicht so bald beseitigt sein wird. (...) Man muss im Auge behalten, dass die wachsende Macht des Sowjetstaates den Widerstand der letzten Überreste der sterbenden Klassen verstärken wird. Gerade weil sie im Sterben liegen und ihre letzten Tage fristen, werden sie von den Vorstößen der einen Form zu Vorstößen in anderen, schärferen Formen übergehen, an rückständige Schichten der Bevölkerung appellieren und sie gegen die Sowjetmacht mobilisieren. Es gibt keine Gemeinheit und keine Verleumdung, zu der diese Ehemaligen in ihrem Kampf gegen die Sowjetmacht nicht greifen und mit deren Hilfe sie nicht versuchen würden, die rückständigen Elemente zu mobilisieren. Auf diesem Boden können die zerschlagenen Gruppen der alten konterrevolutionären Parteien der Sozialrevolutionäre, Menschewiki, der bürgerlichen Nationalisten im Zentrum des Landes und in den Randgebieten wieder aufleben und sich zu regen beginnen, können die Splitter der konterrevolutionären Elemente aus den Reihen der Trotzkisten und der rechten Abweichler wie aufleben und sich zu regen beginnen“ (Stalin, Band 13, Seite 189-190).

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Zuerst bemerkt man veränderte Stimmungen in der Gesellschaft, dann ergründet man ihren Klassengehalt, forscht man nach, woher diese Ideen kommen und danach erst kommt man diesen Agenten, Schädlingen und Indoktrinatoren auf die Spur. Sich gegen fremde Einflüsse verteidigen, müssen die Massen lernen und dabei hilft ihnen ihr Staat als Verteidigungsinstrument. Natürlich funktioniert das in einer sozialistischen Gesellschaft nur, wenn zwischen den Massen, der Partei und dem Staat eine enge, vertrauensvolle und kämpferische Einheit hergestellt und aufrechterhalten wird anstatt das Volk auszuhorchen, zu belauschen und zu bespitzeln wie das die Sozialfaschisten tun, um die Terrorherrschaft des sozialfaschistischen Staates über das Volk auszuüben.

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Ein Sieg der Liberalisierung ist immer ein Sieg der Trotzkisten!Aufgetaut“ wurde der Antistalinismus, wurden die gleichen konterrevolutionären Verbrecher, wie zum Beispiel die Trotzkisten usw. usf., die Stalin „eingefroren“ hatte.

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Wir sind der Meinung, dass Shdanow die Macht der Diktatur des Proletariats und die tatsächliche Kraft der KPdSU (B) überschätzt und den Klassenfeind in den eigenen Reihen nach den Parteisäuberungen gegen die Rechten und Trotzkisten in den 30er Jahren unterschätzt hat. Das Statut hätte angesichts des Kampfes gegen die Rechten und Trotzkisten eher verschärft werden müssen, keinesfalls aber gelockert werden dürfen. Der Kampagnencharakter der Massenreinigungen verleitet dazu, sich danach in Sicherheit zu wiegen und die Gefahr wieder sträflich anwachsen zu lassen bis die nächste Massenreinigung unvermeidlich geworden ist. Der Klassenfeind schläft nie, er erholt sich schneller als man es wahrhaben will. Deswegen muss die Reinigung der Partei systematisch und permanent betrieben werden, darf den parteifeindlichen Elementen keine Regenerationsmöglichkeit gegeben werden, muss man ihre Aktivitäten im Keim ersticken, damit sie gar nicht erst Massencharakter annehmen können. Massenreinigungen werden immer dann unvermeidlich, wenn man zugelassen hat, dass der Feind wieder über Masseneinfluss verfügt. So wurde bei den Säuberungen Ende der 20er Jahre eine systematische Arbeiterkontrolle durch so genannte „Arbeiterpartnerschaften“ eingeführt, deren Sinn und Zweck es war, den Arbeitern die Möglichkeit zu geben, die Staatsinstitutionen von Bürokraten zu säubern und selber Staatsverwaltungsaufgaben im Geiste Lenins zu übernehmen. Diese Linie wurde von Shdanow nicht konsequent fortgesetzt und die Arbeiterbewegung wurde allmählich von Staat und Wirtschaft abgekoppelt.

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Eine Demokratie für wen? Versteht man unter Demokratie die Freiheit, für ein paar von der Revolution losgelöster Intellektueller, ohne Ende zu schwätzen, ein eigenes Presseorgan zu besitzen, usw., so brauchen wir eine solche `Demokratie` nicht, denn sie ist eine Demokratie für eine verschwindende Minderheit, die den Willen der Mehrheit durchbricht. Versteht man dagegen unter Demokratie die Freiheit der Parteimassen, über die Fragen unseres Aufbaus zu entscheiden, den Aufschwung der Aktivität der Parteimassen, ihre Heranziehung zur Führung der Partei, die Entwicklung ihres Gefühls, Herr in der Partei zu sein, so haben wir eine solche Demokratie, wir brauchen sie und wir werden sie unbeirrbar weiter entwickeln, was auch kommen mag“. (STALIN)

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Der intelligenzlerische Opportunismus bedeutet nicht immer die direkte Verneinung des Marxismus-Leninismus in seiner Gesamtheit und Allgemeinheit, sondern „begnügt“ sich viel häufiger damit, diesen zum eigenen Vorteil „unangetastet“ zu lassen, aber sich in entscheidenden Fragen des Marxismus-Leninismus an bestimmte überholte Leitsätze festzuklammern, mit denen er in Wirklichkeit versucht, seine Abkehr vom Marxismus-Leninismus „wissenschaftlich“ zu untermauern. Er greift den Marxismus-Leninismus indirekt dadurch an, dass er die Weiterentwicklung des Marxismus-Leninismus durch die Weiterentwicklung des Revisionismus ersetzt und die intelligenzlerische „Glanzleistung“ lediglich darin besteht, die tatsächlich vollzogene Verneinung des Marxismus-Leninismus möglichst als „Weiterentwicklung des Marxismus-Leninismus“ erscheinen zu lassen und umgekehrt die tatsächlichen Theoretiker des Marxismus-Leninismus möglichst als „Dogmatiker und Sektierer“ oder als „Opportunisten und Revisionisten“ oder als „ Eklektizisten, Zentristen und Trotzkisten“ hinzustellen, um eine tatsächliche Verschmelzung von wissenschaftlichem Sozialismus und Arbeiterbewegung zu erschweren und schließlich zu verhindern.

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Die Besonderheit der internationalen bürgerlichen und kleinbürgerlichen Intelligenz besteht darin, dass sie sich damit beschäftigt, die Vereinigung der Proletarier aller Länder aufzuhalten und zu untergraben, sie zu spalten und zu liquidieren. Die internationale Intelligenz nährt sich aus dem ideologischen Kampf, den die Intelligenz in den einzelnen Ländern gegen die Proletarier führt. Die internationale bürgerliche Intelligenz soll der Weltbourgeoisie helfen, den weltrevolutionären Weg der Proletarier aller Länder dadurch aufzuhalten, dass sie diesen ideologisch verkleistert.

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Trotzkisten sind wir NICHT. Damals war es nicht anders möglich als den sozialistischen Staat in einem Land aufzubauen, weil die Weltrevolution noch nicht so weit war. Heute müssen wir das Ziel des Sturzes des Weltimperialismus ansteuern und zwar als gleichzeitige gemeinsame Aufgabe der Proletarier aller Länder, eben weil heute dazu die Bedingungen durch die Globalisierung dazu reif geworden sind. Die Weltrevolution setzt die Revolution in den einzelnen Länder in Gange. Wir befinden uns nicht mehr in der ersten Periode des Sozialismus, sondern befinden uns auf dem Weg zur zweiten Periode des Sozialismus. Das heißt, dass wir die Weltrevolution auf der Oktoberrevolution aufbauen, aber nicht mit dem Sozialismus „in einem“ Land anfangen müssen. Die Weltmacht des Sozialismus erobern - das lehrt uns der Stalinismus. Damals war das nur auf dem Wege des Sozialismus „in einem“ Land möglich. Heute ist es durch die Globalisierung auf dem direkten Wege der Weltrevolution möglich. Mit der Globalisierung des Imperialismus wird auch die Globalisierung der Revolution heranreifen, die den Weltimperialismus besiegen kann.

... dass der vollständige Sozialismus nur entstehen wird aus der revolutionären Zusammenarbeit der Proletarier aller Länder , durch eine Reihe von Versuchen von denen jeder, einzeln genommen, einseitig sein, an einer gewissen Nichtübereinstimmung leiden wird (Lenin, Band 27, Seite338).

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Die Schädlingsarbeit der bürgerlichen Intellektuellen ist eine der gefährlichsten Formen des Widerstands gegen den sich entwickelnden Sozialismus. Die Schädlingsarbeit ist um so gefährlicher, als sie mit dem internationalen Kapital verbunden ist. Die Schädlingsarbeit der Bourgeoisie ist ein unzweifelhafter Beweis dafür, dass die kapitalistischen Elemente noch lange nicht die Waffen gestreckt haben, dass sie Kräfte zu neuen Vorstößen gegen die Sowjetmacht sammeln.“ (Stalin, Band 12, Seite 13)

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Die bürgerlichen Intellektuellen leisten im Sozialismus nicht deswegen verstärkten Widerstand weil sie stärker, sondern weil sie schwächer geworden sind und zwar gegenüber den immer stärker werdenden sozialistischen Elementen innerhalb der Intelligenz. Die sozialistische Intelligenz unter der Hegemonie der Arbeiterklasse verdrängt die bürgerliche Intelligenz, die immer mehr ihrer Wurzeln beraubt wird, der Wurzeln des Kapitalismus. Und dieser Prozess geht nicht friedlich ab. Man kann die reaktionären Elemente der bürgerliche Intelligenz nicht friedlich in den Sozialismus integrieren, sondern muss sie im harten Klassenkampf schlagen, muss sie zwingen, muss notfalls revolutionäre Gewalt anwenden, muss sie den starken Arm der Arbeiterklasse an der Macht spüren lassen, muss sie spüren lassen, dass die Arbeiterklasse als herrschende Klasse nicht nur die materielle, sondern auch die geistige Macht ausübt.

Wenn wir die Klassiker richtig verstanden haben, dann dient die Abweichung vom dialektischen Verhältnis von proletarischen Intellektuellen und proletarischen Arbeitern in der Partei den Opportunisten zur Liquidierung der Partei. Man darf die Intellektuellen der Partei nicht über einen Kamm scheren. Es gibt bürgerliche Intellektuelle, die sich in die Partei eingeschlichen haben. Diese intellektuellen Opportunisten müssen aus der Partei verjagt werden, denn sie tragen den bürgerlichen Einfluss in die Partei. Hingegen muss die Partei ihre proletarischen Intellektuellen ( Klassenherkunft bitte nicht mit dem Klassenstandpunkt verwechseln!) gegen die Angriffe der Opportunisten verteidigen. Wir verstehen hier nicht jene Intellektuellen, die von ihrer Klassenlage aus proletarischen Verhältnissen stammen, sondern ausnahmslos alle diejenigen, die sich vollständig den proletarischen Klassenstandpunkt angeeignet haben. Wobei es eine unbestreitbare Tatsache ist, dass diejenigen intellektuellen Genossen, die aus ´einfachen` Verhältnissen, aus Arbeiterverhältnissen kommen, es auch leichter haben, sich den proletarischen Klassenstandpunkt anzueignen als diejenigen Intellektuellen, die in `höher stehenden` Verhältnissen groß geworden sind. Und tatsächlich sind von dem 1% aller Intellektuellen, die sich vom Marxismus-Leninismus angezogen fühlen, die meisten solche Intellektuellen, die aus den unteren Schichten der Gesellschaft zur Partei stoßen.

Die wenigen Intellektuellen, die sich tatsächlich einen vollständigen proletarischen Klassenstandpunkt angeeignet haben und der Arbeiterklasse und ihrer Vorhut vorbehaltlos und treu ergeben sind, sind für die Partei unverzichtbar. Sie leisten wichtige Dienste bei der Herausarbeitung des wissenschaftlichen Sozialismus (weil sie die Fähigkeit, wissenschaftlich zu arbeiten, mit in die Partei einbringen) – aber nicht nur dabei. Sie kämpfen diszipliniert auf jedem Posten, auf den sie die Partei gestellt hat. Parteimitglieder aus der Schicht der Intelligenz haben es besonders schwer, Selbstkritik zu üben (proletarische Selbstkritik versteht sich!). Intellektuelle winden und wenden sich häufig, bevor sie bereit sind, ihren Fehler einzugestehen. Häufig kommt es vor, dass sie sich „unverstanden“ oder „missverstanden“ fühlen, dass sie es „gar nicht so gemeint haben“ wie es aufgefasst wurde. Sie haben es schließlich gelernt, ihre Auzsflüchte mit „proletarischen“ Argumenten zu rechtfertigen. Die Proletarier haben damit ihre Erfahrungen und verhalten sich geduldig und solidarisch, aber das hat Grenzen, und wenn diese überschritten werden, auch Konsequenzen. Uneinsichtigkeit und Nachsichtigkeit sind Gegensätze, die sich einander ausschließen. Eine proletarische Partei kann man mit unaufrichtiger Selbstkritik von Intellektuellen nicht betrügen. Wie die Klassiker bewiesen haben, waren sie es vor allem als proletarische Intellektuelle, die die parteifeindlichen Methoden der bürgerlichen und kleinbürgerlichen opportunistischen Intellektuellen ausspähten, aufdeckten und entlarvten, die in hervorragender Weise dazu beigetragen haben, dass sich die Partei vor der intelligenzlerischen Wankelmütigkeit schützt und bekämpft. Der Hass, der in der Partei gegen die Intellektuellen geführt wurde, ging häufig vom Intrigantentum der bürgerlichen und kleinbürgerlichen Intellektuellen aus und nicht von den Arbeitern. Systematisch versucht die Bourgeoisie, die Heranbildung proletarischer Intellektueller innerhalb der Partei zu paralysieren und zu verhindern, um die marxistisch-leninistischen Grundlagen zu erschüttern und die Partei leichter auf den reformistischen, revisionistischen bzw., sektiererischen Weg zu bringen, um sie leichter liquidieren zu können. Dabei wird häufig die Methode angewandt, bestimmte Arbeiter zu hofieren und zu ´bearbeiten`, sie hinters Licht zu führen, indem sie sich deren Vertrauen ergaunern. Hinter der angeblichen Kritik am Führungsanspruch der Intellektuellen in der Partei“ verbirgt sich häufig die Absicht der Liquidatoren, die Arbeiter gegen die proletarischen Intellektuellen aufzubringen, Keile zu treiben und damit letztendlich vor allem die Herausarbeitung des wissenschaftlichen Sozialismus zu torpedieren, die Partei theoretisch zu schwächen und sie somit leichter auf den Weg zum Revisionismus zu treiben. Die Losung: `gegen den Führungsanspruch der Intellektuellen` dient diesen Leuten nur als Mittel zum Zweck, nicht weil sie ehrlich für diese Losung kämpfen. Dadurch soll der Weg geebnet werden, die Prinzipien des Marxismus-Leninismus als `Dogmatismus` abzuwerten, die Prinzipienfestigkeit der Partei aufzuweichen und den trade-unionistischen, spontaneistischen Einfluss in der Partei zu stärken.

 

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Was aber , wenn sich im Betrieb die ´ultralinke` Strömung der kleinbürgerlichen Intellektuellen der Partei mit den von der Arbeiteraristokratie und von den reformistisch/revisionistischen Gewerkschaften beeinflussten Elementen der Partei einander gegen die proletarischen Schichten, gegen den proletarischen Kern, die zuverlässigste soziale Basis des Marxismus-Leninismus in der Partei zusammenschließen und verbünden? Dann haben wir eine äußerst gefährliche Mischung, die für die revolutionären Betriebskollegen eine große Herausforderung darstellen und zum Prüfstein wird. Dann haben wir die klassische Blockbildung. Diese Blockbildung wird besonders dann für die Einheit der Partei brandgefährlich, wenn sie unter Führung des kleinbürgerlichen Trotzkismus steht, denn keine einzige oppositionelle Strömung in unserer Partei versteht so geschickt und kunstvoll durch ´linke` und rrrrevolutionäre Phrasen ihren Opportunismus zu maskieren wie der Trotzkismus(Stalin, Band 9, Seite 13).

Entweder weltproletarische Kampfpartei oder intellektueller Diskutierklub. Eins von Beiden.

Die Opposition bringt die Stimmungen des nicht-proletarischen Sektors der Arbeiterpartei zum Ausdruck. Die Opposition ist der Schrittmacher der Stimmungen des nicht-proletarischen Elements in der Partei. Jede Stärkung des intelligenzlerischen Opportunismus in der Partei bedeutet unvermeidlich auch eine Stärkung der nichtproletarischen Elemente in der ganzen Gesellschaft, nützt den klassenfeindlichen Kräften in der Gesellschaft. Wenn der intelligenzlerische Opportunismus die Waffen streckt – gut. Wenn er aber nicht die Waffen strecken will – dann ist er von der Partei zu entwaffnen. Man kann und darf die Intellektuellen nicht in Versuchung kommen lassen, sich der Führung der Partei, der Klasse oder der Massen zu bemächtigen, die Hegemonie des Proletariats (in Wort UND TAT!) in Frage zu stellen, sich über das Proletariat zu stellen, sich nicht der proletarischen Disziplin unterzuordnen und sich über die Regeln und Statuten der Partei hinwegzusetzen oder den proletarischen Verhaltenskodex eines Kommunisten mit Füßen treten.

Kann man einen erfolgreichen Kampf gegen die Klassenfeinde führen, ohne gleichzeitig gegen die Abweichungen in unserer Partei zu kämpfen, ohne diese Abweichungen zu überwinden? Nein, das geht nicht. Das geht nicht, weil es unmöglich ist, einen wirklichen Kampf gegen die Klassenfeinde zu entfalten, wenn man im Rücken ihre Agenten hat, wenn man Leute im Rücken belässt, die nicht an unsere Sache glauben und in jeder Weise bestrebt sind, unseren Vormarsch zu hemmen.(Stalin, Band 12, Seite 309/310)

Trotz des äußerlichen Unterschieds bilden diese beiden letzten Schichten der Arbeiterklasse [Schichten der nicht-proletarischen Elemente aus Bauernschaft, Kleinbürgertum, Intelligenz sowie die Schicht der Arbeiteraristokratie – Anmerkung der Redaktion] einen mehr oder weniger gemeinsamen Nährboden für den Opportunismus überhaupt, für den offenen Opportunismus, sofern Stimmungen der Arbeiteraristokratie die Oberhand gewinnen, und für den mit ´linken` Phrasen bemäntelten Opportunismus, sofern Stimmungen derjenigen halb-spießbürgerlichen Schichten der Arbeiterklasse die Oberhand gewinnen, die mit dem kleinbürgerlichen Milieu noch nicht völlig gebrochen haben. Die Tatsache, dass ´ultralinke` Stimmungen auf Schritt und Tritt mit offen opportunistischen Stimmungen zusammenfallen – diese Tatsache ist nicht verwunderlich. Lenin hat wiederholt erklärt, dass die ´ultralinke` Opposition die Kehrseite der rechten, menschewistischen, offen opportunistischen Opposition ist. Und das ist vollkommen richtig. Das der ´Ultralinke` für die Revolution nur deshalb eintritt, weil er den Sieg der Revolution bereits für morgen erwartet, ist es klar, dass er in Verzweiflung geraten und von der Revolution enttäuscht sein muss, wenn eine Verzögerung der Revolution eintritt, wenn die Revolution nicht bereits morgen siegt.

Es ist natürlich, dass bei jeder Wendung in der Entwicklung des Klassenkampfes, mit jeder Verschärfung des Kampfes und jeder Zunahme der Schwierigkeiten der Unterschied der Ansichten, Gewohnheiten und Stimmungen der verschiedenen Schichten des Proletariats unvermeidlich in Form bestimmter Meinungsverschiedenheiten unvermeidlich verschärfen, was dazu führt, dass sie innerhalb der proletarischen Partei durch Kampf ausgetragen werden. Das sind die Quellen der innerparteilichen Gegensätze und Meinungsverschiedenheiten.

Kann man diesen Gegensätzen und Meinungsverschiedenheiten aus dem Wege gehen? Nein, das kann man nicht. Glauben, man könne diese Gegensätze aus dem Wege gehen, heißt sich selbst betrügen. Engels hatte Recht, als er sagte, dass man Gegensätze innerhalb der Partei auf die Dauer nicht vertuschen kann, dass diese Gegensätze ausgefochten werden müssen.

Das bedeutet aber nicht, das die Partei in einen Diskussionsklub verwandelt werden soll. Im Gegenteil, die proletarische Partei ist eine Kampforganisation des Proletariats und muss es bleiben. Ich will damit lediglich sagen, dass man über die Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Partei nicht hinweg gehen und die Augen vor ihnen verschließen darf, wenn diese Meinungsverschiedenheiten prinzipiellen Charakter haben. Ich will damit lediglich sagen, dass nur durch den Kampf um die prinzipielle marxistische Linie die proletarische Partei gegen den Druck und den Einfluss der Bourgeoisie geschützt werden kann. Ich will damit lediglich sagen, dass nur durch die Überwindung der innerparteilichen Gegensätze die Gesundung und Festigung der Partei erreicht werden kann.“ (Stalin, Band 9, Seite 10/11).

Halten wir uns diese Berufsdiskutierer vom Leibe! (...) Wer endlose Diskussionen anstrebt, wer die Freiheit fraktioneller Gruppierungen anstrebt – der untergräbt die Einheit der Partei, der unterhöhlt die Macht unserer Partei.“ (Stalin, Band 8, Seite 128/129).

Alle diese kleinbürgerlichen Gruppen dringen auf eine oder die andere Weise in die Partei ein und tragen in sie den Geist des Schwankens und des Opportunismus, den Geist der Zersetzung und der Unsicherheit hinein. Sie sind es hauptsächlich, die die Quelle der Fraktionsmacherei und des Zerfalls bilden, die Quelle der Desorganisation und Sprengung der Partei von innen heraus. Gegen den Imperialismus kämpfen, wenn man solche ´Bundesgenossen` im Rücken hat, heißt in die Lage von Leuten geraten, die von zwei Seiten beschossen werden.“ (Stalin, Band 6, Seite 162/163).

 

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1933 forderte Trotzki die Auflösung des größten Teils der Kollektivwirtschaften als fiktive; Auflösung der Sowjetgüter als unrentable; Verzicht auf die Politik der Liquidierung des Kulakentums; Rückkehr zur Konzessionspolitik und Vergebung einer ganzen Reihe unserer industriellen Unternehmungen als unrentable in Konzession. Dies diente Trotzki als Grundlage für sein Geheimabkommen mit der ausländischen Aggression. Es waren trotzkistische Judasse, die die Heimat für 30 Silberlinge verkauften, und noch dazu für falsche. Es waren die rechten und die „linken“ Oppositionellen, die bestrebt waren, der UdSSR das Joch des ausländischen Kapitals aufzuerlegen. Insofern kann man das Programm der revisionistischen Verschwörergruppen von 1953 als siegreichen und krönenden Abschluss aller Programme der vorausgegangenen Verschwörergruppen bezeichnen , als Triumph Trotzkis, den Sozialismus an den kapitalistischen Feind auszuliefern. All das ist ans Licht gekommen und es wird noch mehr darüber ans Licht kommen. War es zu Trotzkis Zeiten die Beschädigung und Vernichtung von Maschinen, Aggregaten und ganzen Betrieben, die Inbrandsetzung und Sprengung ganzer Werkstätten, Gruben und Werke, die Organisierung von Eisenbahnkatastrophen, Massenmord an werktätigen Menschen, so war es zu Chruschtschows Zeiten der „Schutz“ der großen Errungenschaften des Sozialismus, um es dem Kapitalismus profitbringend in den Rachen schieben zu können. Das sozialistische System wurde sozusagen durch die modernen Revisionisten vom Kapitalismus übernommen, nicht die Produktivkräfte zerstört, sondern die Produktionsverhältnisse restauriert – eine Zerschlagung des Sozialismus „auf höherer Stufe“: nicht Aufhetzung und Erbitterung der Massen gegen die Sowjetmacht, sondern Gewinnung der Massen für die bürgerliche Sowjetmacht durch Betrug an den Massen und dass „alles seinen sozialistischen Gang“ weiterginge, an den sich die Massen so sehr gewöhnt hatten.

So, wie sich die Interessen der trotzkistischen Organisationen mit den Interessen der ausländischen Spionagedienste verflochten, um die Sowjetmacht zu stürzen und den alten Kapitalismus wieder herzustellen, so verflochten sich die Interessen der modernen Revisionisten mit den politischen, ökonomischen und militärischen Interessen des Weltimperialismus, um in der Sowjetunion einen neuen, eigenständigen und starken russischen Kapitalismus aufzubauen. Aus dem Bollwerk des Sozialismus gegen den Weltimperialismus machten die modernen Revisionisten mit Hilfe der imperialistischen Mächte ein Bollwerk gegen den Sozialismus in der ganzen Welt. All diese Verbrechen waren nur deshalb möglich, weil sie unter dem Schutz derjenigen verübt wurden, deren Pflicht es gewesen wäre, als erste Alarm zu schlagen, zu signalisieren und sich in einem Kampf auf Leben und Tod gegen solche Verbrechen zu stürzen. Das erklärt alles, weswegen die einst illegalen Verbrechen an der Diktatur des Proletariats legalisiert werden konnten. Der trotzkistische Sturz der Sowjetmacht ist im Wesen nicht anders als Chruschtschows „Reorganisierung des Stalinschen Apparats durch leninistische Normen“. Das Sowjetsystem war stark genug gegen die illegalen Formen seiner Vernichtung, gegen den offenen Terrorismus, aber zu schwach gegen seine kapitalistische Reformierung mittels legaler Formen des hinter der „marxistisch-leninistischen“ Maske operierenden Terrorismus.

Trotzki, konnte man beseitigen, aber nicht sein Programm zur Vernichtung der Sowjetunion. Es war Berija, der bei der Beseitigung Trotzkis eine nicht geringe Rolle gespielt hatte. Hätte man dem Trotzkismus eine stärkere Waffe in die Hand geben können als diesen Berija ? Das trotzkistisch-bucharinistische Programm zum Sturz Stalins, zum Sturz der Sowjetunion hätte man nicht in die Praxis umsetzen können, wenn es keinen gegeben hätte wie Berija, der sich das Vertrauen Stalins erschlichen hatte, um es gerade zu diesem Zwecke zu missbrauchen.

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Der Marxismus lehnt die Einheit mit dem Sozialdemokratismus, die Einheit mit dem Menschewismus ab. Darin unterscheidet sich der Bolschewismus u.a. vom Trotzkismus.

Zwischen den Linken und Rechten in der Sozialdemokratie entwickelte sich der Zentrismus als verkappter Sozialdemokratismus (Kritik am Sozialdemokratismus in Wortenseine Verteidigung in Taten). Hier tummelte sich alles, was nicht Fisch noch Fleisch war, aber beides zugleich sein wollte – vor allem der Trotzkismus.

Jede Form der Sozialdemokratie, so „links“ sie sich auch gebärden mag, ist und bleibt eine feindliche, bürgerliche Ideologie gegen den Marxismus-Leninismus, auch wenn sie noch so sehr das Gegenteil beteuert. Und jene besondere Form des Sozialdemokratismus, die im Gewand des „Stalinismus“ auftritt, ist eine besonders gefährliche Form, die wir uns erst in der Kritik an Berija zu erschließen beginnen. An eine menschewistische Revision des Stalinismus haben wir bislang nie nachgedacht, allein diese Frage aufzuwerfen, wäre uns ohne die Berijaner gar nicht eingefallen. So gebührt ihnen allein das „Verdienst“, Berija als „Marxisten-Leninisten“ ins Verwirrspiel ihrer trotzkistischen Zersetzungs- und Zersplitterungspolitik und uns damit auf ihre Spur gebracht zu haben.

Gegenüber dem sozialdemokratischen Einfluss, der über die Schiene des verkappten Trotzkismus zur Revision des Stalinismus hinführt, müssen wir also wachsam sein, da darf es kein Schwanken geben ! Die Trotzkisten bedienen sich zum Beispiel des Personenkult-vorwurfs, um den Stalinismus mit offenem Visier anzugreifen, und gleichzeitig bedienen sie sich der vorgetäuschtenanti-revisionistischen, anti-trotzkistischen Entkräftung“ des Personenkult-vorwurfs, um den Stalinismus mit seinen eigenen Waffen zu schlagen und das stalinistische Lager zu spalten.

Am gegfährlichsten sind diejenigen Trotzkisten, die sich hinter den Losungen des Anti-Trotzkismus verbergen (=Neo-Trotzkisten).

Der heutige Neo-Trotzkismus ist der Schrittmacher des Anti-Stalinismus im Besonderen und des Anti-Kommunismus im Allgemeinen.

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Glaubt ihr Genossen, dass Stalin sich im gesamten Jahr 1935 nur mit drei solchen Reden beschäftigt hat und dass er vom VII. Weltkongress nichts gewusst und nicht gehandelt haben soll ? Wir glauben das auch nicht und das lässt nur einen Schluss zu: die modernen Revisionisten haben alle seine anderen Dokumente des Jahres 1935 fein säuberlich verschwinden lassen und warum: Weil sie gegen das angebliche Sektierertum“ Stalins gerade einen Krieg auf Leben und Tod führten. Sie verwandelten die Komintern gegen seinen Willen in eine internationale sozialdemokratische Waffe und richteten sie gegen die Weltrevolution und gegen die UdSSR Lenins und Stalins ! Hier liegen die sozialdemokratischen Wurzeln für die revisionistisch entarteten kommunistischen Parteien. Im August 1935 wurde Stalin von den revisionistischen Kominternführern frech vor die Tür gesetzt und nicht wieder ins EKKI gewählt. Das muss man sich mal vorstellen ! Im August 1935, also zum genau den gleichen Zeitpunkt (!!!) als der VII. Weltkongress tagte, führte Stalin den Prozess gegen das terroristische trotzkistisch-sinowjewistische Zentrum, auf dem die ehemaligen trotzkistischen Führer der Komintern (!!), Sinowjew und Kamenew, zum Tod durch Erschießen verurteilt wurden. Das war Stalins Antwort auf den Verrat des VII. Weltkongresses !

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Mit Bolschewismus und Menschewismus zu spielen, um sie beide auszunehmen, das hatte Berija nicht etwa von Stalins, sondern von Trotzki gelernt.

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Selbst Trotzki, der in die Verbannung geschickt wurde und später im Ausland lebte, formierte mit dem Block der Rechten und Trotzkisten eine konterrevolutionäre Einheitsfront gegen die kommunistische und Arbeiterweltbewegung, wobei er sich führender Mitglieder des Politbüros, des ZK und des ganzen Partei- und Staatsapparates bedienen konnte. Mit Hilfe ihrer 5. Kolonne reichte der Einfluss des Weltimperialismus bis in die Parteispitze hinein. Bei der Verschwörung von 1953 waren die Bedingungen im Wesen die Gleichen. Der Apparat wurde von den konterrevolutionären Oberschichten aus Partei und Staat missbraucht, um die UdSSR mit Hilfe und Unterstützung der äußeren Konterrevolution auf den kapitalistischen Weg zu führen. Mit den Säuberungswellen wurde die Konterrevolution zwar gestutzt, wurde ihr Wirkungskreis beschnitten, aber sie wurde nie völlig ausgeschaltet und konnte es auch objektiv gar nicht. Die Geschichte des Kampfes gegen die Parteifeinde ist mit der Geschichte des Kampfes der Feinde gegen die Partei dialektisch eng miteinander verwoben, ist in dialektischer Weise identisch, ist die Geschichte des Klassenkampfes zwischen Proletariat und Bourgeoisie unter den Bedingungen des Sozialismus in „einem“ Land. In der Entwicklungsgeschichte des Kampfes gegen die innere Konterrevolution und ihre Zusammenarbeit mit der äußeren Konterrevolution zeigten sich nicht nur allgemeine Übereinstimmungen, sondern auch besondere Unterschiede.

So unterschied sich die Säuberungswelle von 1936 – 1938 von derjenigen Ende der 40er Jahre bis zum Tod Stalins u.a. :

erstens durch die Länge. Die erste wurde nach zwei Jahren erfolgreich abgeschlossen, die zweite wurde unvollendet abgebrochen mit dem Mord an Stalin (also von den Verschwörern, gegen die sie gerichtet war),

zweitens dadurch, dass die Erstere gegen die Anhänger der letzten Überreste der sterbenden Kapitalistenklasse gerichtet war (gegen die so genannten „Ehemaligen“, die den alten Kapitalismus durch einen Sturz der Sowjetmacht wieder herstellen wollten), während die darauf Folgende gegen die aufstrebenden Elemente der neuen, „sozialistischen“ Oberschichten, gegen die modernen Revisionisten gerichtet war, die, weil sie den Sozialismus nicht auf einen Schlag beseitigen konnten, den längeren Umweg der Degeneration des Sozialismus in Kauf nahmen, seinen langsamen Tod organisierten, seine schrittweise, schleichende Anpassung an den Kapitalismus betrieben, den Kapitalismus „von oben“, den Staatskapitalismus einzuführen, also den Sozialismus allmählich dem (neuen) Kapitalismus anzupassen. Bei der Säuberungswelle gegen den Block der Rechten und Trotzkisten ging es um den Überlebenskampf bzw. die Vernichtung der letzten alten Ausbeuterklasse im Sozialismusdas Kulakentum. Bei der Verschwörung der mo(r)de(r)n(d)en Revisionisten ging es 1953 um die Eroberung der Macht der aus dem Sozialismus, aus dem Partei- und Staatsapparat neu herauswachsenden bürgerlichen Klasse bzw. der Liquidierung ihrer Führer durch Stalins letzte, und leider unvollendet gebliebene Säuberungswelle.

drittens, dass die modernen Revisionisten aus der ersten Säuberungswelle gelernt hatten wie sie sich ihrerseits der Säuberungswelle bedienen und von innen unterwandern und aushöhlen konnten, um sie umgekehrt gegen Stalin und die Partei, gegen den Staat, gegen die Diktatur des Proletariats, gegen die ganze sozialistische Gesellschaft, gegen die kommunistische Weltbewegung und das Weltproletariat zu richten; die Methoden sind heimtückischer und raffinierter geworden - Anwendung der Dialektik von der Negation der Negation der konterrevolutionären Restaurationsvesuche des Kapitalismus.

viertens , dass die Partei in der ersten Säuberungswelle den Sieg davontrug, während in der zweiten Säuberungswelle die Parteifeinde über die Partei siegten und damit der neuen Bourgeoisie zur Macht verhalfen, um deren neue Diktatur über das Proletariat zu errichten und nunmehr Säuberungswellen gegen die Kommunisten veranstalteten. In den 30er Jahren gestanden die Verbrecher ihre Taten und wurden erschossen. Die modernen Revisionisten aber verschwiegen ihre Verbrechen und sie wurden dafür weder mit Gefängnis bestraft noch erschossen.

fünftens dadurch, dass zwischen beiden Säuberungen der Große Vaterländische Krieg zu führen war und dass sich notwendigerweise alle patriotischen Klassen auf den Kampf gegen den äußeren Feind konzentriert vereinigen mussten. Die Säuberung vor dem Krieg war notwendig, um die 5. Kolonne zu zerschlagen, deren Existenz Bestandteil der Kriegsvorbereitungen der Kapitalisten gegen die Sowjetunion war. Stalin war es klar, dass man mit inneren Feinden im Rücken keinen Sieg im Große Vaterländische Krieg hätte erringen können. Nach dem Krieg war es vor allem Churchill, der den organisierten Antibolschewismus anheizte und den Kalten Krieg vorbereitete. Die zweite Säuberung war eben gegen diese neue antibolschewistische Kampagne des westlichen Imperialismus, gegen dessen „Kalten Krieg“ gerichtet, der zu kapitulantenhaften, entwicklungshemmenden Haltungen, zur politischen Apathie und Indeterminismus, zu Haltungen der „friedlichen Koexistenz“ und des Müdewerdens, den Klassenkampf im Inneren der Sowjetunion (schon wieder alle Kräfte anspannen zu müssen!) zu verschärfen. Im Krieg waren viele revolutionären Kräfte in Partei und Staat gefallen, gab es Kriegsmüdigkeit, Trauer, Kraft, die an die Heilung der Kriegswunden gebunden war usw., was die innere Konterrevolution - wie übrigens auch die äußere Konterrevolution (gemeinsam mit ihr) - auszunutzen versuchte, um die kriegsgeschwächte Sowjetunion unter Druck zu setzen.

sechstens dadurch, dass die erste Säuberungswelle die Schatten der wirtschaftlichen Erfolge der 30er Jahre, die Gefahr der äußeren Umkreisung, die zweite Säuberungswelle die Schatten der militärischen Erfolge der 40er Jahre, die innere Gefahr der Restauration des Kapitalismus zu überwinden hatte. Beides hängt natürlich dialektisch zusammen, so dass auch die Gefahren im entgegengesetzten Extrem – wenn auch in der Nebenseite, so doch auch dynamisch aufeinander einwirkend - auftraten. Jede Säuberung birgt in sich die Gefahr, dass auch das mit weggeräumt wird, was man mit der Säuberung eigentlich schützen wollte (Reibungsverluste). Im Ergebnis trifft das auf beide Säuberungen gleichermaßen zu, aber inhaltlich richteten sich die beiden Säuberungswellen nicht auf die gleichen Schwierigkeiten.

siebtens dadurch, dass auf einer höheren Entwicklungsstufe des Sozialismus auch die zweite Säuberungswelle eine weiter fortgeschrittene, höhere Qualität hatte. Da ging es nicht nur mehr darum, sich dieses und jenes eingeschleusten Feindes in den eigenen Reihen zu entledigen, also parteifremde Elemente hinauszusäubern. Das war relativ „einfach“, barg aber die Gefahr, mit undifferenzierten Methoden alle über einen Kamm zu scheren. Schließlich gab es durchaus Genossen, die einst zum Trotzkismus geschwankt waren, aber daraus mehr Lehren im Kampf gegen den Trotzkismus gezogen hatten, als solche Genossen, die nie zum Trotzkismus tendiert hatten. Es wäre selbstzerstörerisch, solche „Ehemaligen“, die ihre Fehler überwunden haben, hinterher weiter in Verruf zu bringen. Wenn alle Klassen der sozialistischen Gesellschaft nunmehr immer weiter zusammenwuchsen und eine höhere Einheit bildeten, wo war dann der Klassenfeind? Hatte der sich in Wohlgefallen aufgelöst? Brauchte man also die Klassenkampfformeln nicht mehr? Musste man mit der Überwindung der Klassengegensätze auch die leninistische Klassenkampftheorie im höher entwickelten Sozialismus fallen lassen? Das wäre ein fataler, selbstbetrügerischer Irrtum. Es trat nun ein neuer, viel gefährlicherer Feind auf die Bühne des Klassenkampfes und Stalin schob ihn ins Blickfeld des höheren bolschewistischen Bewusstseins: der Feind der eigenen Sorglosigkeit, der eigenen Selbstgerechtigkeit, der eigenen Gleichgültigkeit, der eigenen Überheblichkeit, der Demobilisierung, der Entwaffnung und des Einschläfern des eigenen Klassenkampfes, die eigene Angst vor Selbstkritik und Selbstkontrolle. Der größte Feind war nunmehr der Bolschewik in seiner Verantwortung sich selbst und der sozialistischen Gesellschaft gegenüber. Nie zuvor hatte der Bolschewik solcher Herausforderung des Klassenkampfes gegenübergestanden, nämlich dass das Leben und der Tod des Sozialismus nunmehr unmittelbar von der Überwindung des eigenen „Schweinehundes“ abhängig wurde. Die Säuberung lief auf einer höheren Stufe der sozialistischen Klassengesellschaft unvermeidlich auf eine innere Selbstsäuberung der Partei hinaus, die sich von allen äußeren parteifeindlichen Elementen bereits gereinigt hatte – also der Kampf gegen Parteifeinde, die in der Partei verdeckt arbeiteten und nach außen hin ihrer „ganz normalen“ Partei- und Regierungsarbeit nachgingen, der Kampf gegen das Doppelzünglertum in Partei und Staat, eine illegale Kampfmethode, die die modernen Revisionisten schließlich perfektionierten und die zur späteren Kampfmethode von Sozialimperialisten und Sozialfaschisten wurde

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Drittens stimmen wir nicht mit solchen Genossen überein (insbesondere Bill Bland), die die führende und herrschende Rolle Stalins ab 1934 bis zu seinem Tod - also 19 Jahre lang ! - leugnen, denn das wäre gleichbedeutend mit der Leugnung von 19 Jahren sowjetischen Sozialismus, wo er sich immerhin auf seiner bislang höchsten Stufe zum Übergang in den Kommunismus entwickelte. Dann würde man beispielsweise anerkennen müssen, dass der Sieg der Säuberung der Trotzkisten in den Jahren 1936 – 1938 der Herrschaft der Revisionisten zuzuschreiben wäre und nicht etwa Stalin, dann wäre der Sieg im Großen Vaterländischen Krieg ein Sieg der herrschenden Revisionisten und nicht Stalins Sieg, würden die Nachkriegsjahre des sozialistischen Wiederaufbaus Stalins, würden die Fünfjahrpläne, die Verfassung Stalins usw. usf. der Herrschaft der Revisionisten „zu verdanken“ sein. Das wäre eine unstatthafte Überbewertung des tatsächlichen Einflusses, den die Revisionisten in diesen 19 Jahren gewonnen hätten und gleichzeitig eine völlig ungerechtfertigte Unterschätzung der Stärke des Sozialismus, die ihm nicht zuletzt durch Stalin verliehen wurde. Braucht man noch mehr Beweise für die Unhaltbarkeit dieser von den Genossen aufgestellten These, dass die Sowjetunion seit 1934 von einer revisionistischen Führung beherrscht worden sei? Vor 1934 konnte die Konterrevolution noch legal auftreten, sogar in der Partei (Opposition), nach 1934 musste sich diese verbergen, nicht weil sie so stark, sondern weil sie so schwach war, weil Stalin sie dazu zwang, in der Versenkung zu verschwinden, hatte Stalin also die Macht dazu und nutzte er sie diese auch siegreich.

Für Stalinisten ist unbestreitbar, dass die Arbeiterklasse und ihre Partei mit Stalin an der Spitze die Führung bis zu seinem Tode inne hatte, wenn diese Führung auch kurz vor Stalins Tod in einer äußerst kritischen Situation war.

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Die Gefahr der Restauration des Kapitalismus war für Stalin nicht ein Fluch oder gar ein unausweichliches, immanentes Gesetz des Zerfallsprozesses des Sozialismus „in einem“ Land, so wie es Trotzki „voraussagte“. Für Stalin war diese Gefahr gleichzeitig eine große Schule der Prüfung und eine Bewährungsprobe für alle anti-revisionistischen Kräfte der Arbeiterklasse und des sowjetischen Volkes. Stalin hat den modernen Revisionismus bloßgestellt, hat ihm erbarmungslos alle Hüllen und Schleier heruntergerissen. Darin lag die einzig positive Seite der Restaurationsgefahr, nämlich die herrschende Arbeiterklasse, die Sowjetvölker zu wachsender Wachsamkeit zu zwingen und diese Gefahr aktiv zu bekämpfen.

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Chruschtschow und seine engsten Mitputschisten gehörten schon vor Stalins Tod zu den hohen Führern, die hinter den Kulissen wirkten, die den geeigneten Moment für ein breit angelegtes, offenes Handeln vorbereiteten und abwarteten. Diese Verräter waren tatsächlich ausgekochte Verschwörer, die auf die Erfahrung der diversen russischen Konterrevolutionäre, die Erfahrung der Anarchisten, Trotzkisten und Bucharinisten zurückgriffen. Sie waren auch vertraut mit der Erfahrung der Revolution, der Bolschewistischen Partei, nur dass sie daraus nichts Gutes lernten, sondern all das, was sie brauchten, um die Revolution und den Sozialismus zu untergraben und dabei den Schlägen der Revolution und der Diktatur des Proletariats zu entgehen. Kurz, sie waren Konterrevolutionäre und Doppelzüngler. Auf der einen Seite brachten sie Lobeshymnen auf den Sozialismus, auf die Revolution, die Kommunistische Partei der Bolschewiki, auf Lenin und Stalin aus, und auf der anderen Seite bereiteten sie die Konterrevolution vor“ (ebenda, Seite 46-47).

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Zur Frage des Ausschlusses von Parteimitgliedern aus der Partei bzw. zur Frage der Wiedereinsetzung Ausgeschlossener (...) Tausende und Zehntausende aus der Partei auszuschließen, ist für sie ( für manche unserer führenden Parteifunktionäre) eine Lappalie, und sie trösten sich damit, dass unsere Partei zwei Millionen Mitglieder hat und Zehntausende Ausgeschlossener nichts an der Lage der Partei zu ändern vermögen. So aber können an Parteimitglieder nur Leute herangehen, die im Grunde genommen zutiefst parteifeindlich eingestellt sind. Durch ein solch herzloses Verhalten gegenüber den Menschen, gegenüber den Parteimitgliedern und den Parteifunktionären wird künstlich Unzufriedenheit und Erbitterung in einem Teil der Partei hervorgerufen, die trotzkistischen Doppelzüngler aber machen sich schlau an solche erbitterten Genossen heran und zerren sie geschickt mit sich in den Sumpf des trotzkistischen Schädlingswesens“ (ebenda Seite 157).

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Zum Beispiel wurden diejenigen entlarvt und bestraft, die unter dem Vorwand der Säuberungen gegen die Naziagenten, gegen den konterrevolutionären Block der Rechten und der Trotzkisten, diese schützten und stattdessen eine mörderische Hetzjagd auf die bolschewistischen Führer und das Volk des Sowjetlandes veranstalteten, die also unter dem Vorwand, „die Feinde zu liquidieren“, in Wirklichkeit die besten Genossen und die revolutionärsten Kräfte des Sozialismus liquidierten.

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Es waren Andere, die sich von der Weltrevolution verabschiedet hatten, sowohl in der UdSSR als auch in allen übrigen Ländern, aber nicht Stalin und seine Anhänger in allen Ländern der Welt. Die Weiterentwicklung der Lehren über die Weltrevolution durch Stalin erschöpfen sich nicht in seiner altbekannten Abrechnung mit Trotzki, die der seiner Zeit schon gegen Lenin geführt hatte. Man würde einen großen Fehler machen, wenn man den Stalinismus in der Frage der Weltrevolution auf die historische Abgrenzung zu Trotzki in den 20er Jahren reduzieren würde.

Früher – als das Weltproletariat noch nicht als globale, selbständige Klasse herangewachsen war - verhielt sich der Trotzkismus feindlich gegenüber der Schaffung einer Basis und eines Hebels der Weltrevolution in Form des Sozialismus „in einem“ Land.

Heute – wo sich die Klasse des Weltproletariats als globale Kraft erweist - verhält sich der Trotzkismus feindlich gegenüber der Form einer globalen Basis und eines globalen Hebels der Weltrevolution, setzt er die Tarnkappe des „Stalinismus“ auf, um mit dem veralteten strategischen Plan der Bolschewiki die Weltrevolution in eine Sackgasse zu manövrieren.

Der besondere Charakter der Einheit und Mannigfaltigkeit der sozialistischen Weltrevolution ergibt sich aus der einheitlichen Klasse des Weltproletariats, die sich aus der Mannigfaltigkeit der Proletarier aller Länder speist und stützt.

Jetzt muss man vom Vorhandensein objektiver Bedingungen für die WELTREVOLUTION im globalen System der imperialistischen Weltwirtschaft als eines einheitlichen Ganzen sprechen. Selbst die Tatsache, dass in diesem einheitlichen Ganzen große Ungleichmäßigkeiten in der Entwicklung der einzelnen Länder vorherrschen ist das kein Hinderungsgrund für die WELTREVOLUTION, da das System als Ganzes bereits für die Revolution reif geworden ist. Der Weltimperialismus schafft selber die materiellen Voraussetzungen für den Weltsozialismus.

Die von Marx und Engels aufgestellte Theorie von der Weltrevolution war überholt und ungültig, nachdem sich die Bedingungen des Imperialismus entwickelt hatten.

Zur Zeit Lenins und Stalins waren es zum Beispiel Trotzki und die Sinowjewleute, die im Auftrag der II. Internationale den Aufbau der UdSSR untergruben und die Bolschewiki des Verrats an Marx und Engels beschuldigten, nur weil diese an der Möglichkeit des Sieges des Sozialismus „in einem“ Land festhielten.

Ausgangspunkt und Kernpunkt der Theorie der Weltrevolution Lenins und Stalins war der Imperialismus VOR seiner Globalisierung.

Er kann nun, NACH der Globalisierung, nicht mehr seine Gültigkeit als Ausgangspunkt und Kernpunkt beibehalten.

Wenn das Weltproletariat die einzige Kraft ist, die die Gesellschaftsformation der Welt als Ganzes revolutionär umwälzen kann, dann ist das Weltproletariat auch die einzige Kraft , die die Weltrevolution zum Ausgangs- und Kernpunkt seiner revolutionären Bewegung machen kann, mit ihr beginnen wird, sie zum siegreichen Ende bringt.


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