DEUTSCH

 

 

 

 

Die Wahrheit über Stalin

(herausgegeben von der KPD/ML)

Dortmund, Dezember 1979

 

 

Das Massaker von Katyn - ein Verbrechen der deutschen Faschisten

(auch in PDF)

 

 

Das Massaker von Katyn

Ein Verbrechen der deutschen Faschisten

 

Immer, wenn es darum geht, Beweise für „Stalinsche Morde“, für „Stalinsche Verbrechen“ zu liefern, taucht - früher oder später - der Begriff „Massaker von Katyn“ auf. Dort, in Katyn, so lernt man es auch an jeder bundesdeutschen Schule, haben die Bolschewisten rund 10000 polnische Offiziere ermordet. Was Auschwitz für Hitler, das ist Katyn für Stalin, so ungefähr lautet die Behauptung. In den Wäldern von Katyn, das ist eine Tatsache, gab es tatsächlich ein Massengrab mit Abertausenden Leichen polnischer Offiziere. Polnischer Offiziere, die anlässlich des Einrückens der Roten Armee in die Gebiete der Westukraine und des westlichen Weißrußlands gefangen genommen worden waren, und - im Gegensatz zu den einfachen polnischen Soldaten - nicht sofort wieder freigelassen worden waren. Als Gefangene der Roten Armee kamen sie, wie auch die sowjetische Zivilbevölkerung jenes Gebiets, beim Überfall Nazi-Deutschlands auf die UdSSR im Sommer 1941 in die Gewalt der Faschisten. Fast zwei Jahre später, Mitte April 1943, verbreitete das Berliner Ministerium für „Volksaufklärung und Propaganda“, die berüchtigte Goebbelsche Giftküche, die Meldung, deutsche Truppen hätten in den Wäldern von Katyn, in der Nähe der Stadt Smolensk mehrere Massengräber mit den Leichen polnischer Offiziere gefunden, die im März 1940, also drei Jahre zuvor, von den Russen erschossen worden seien. Die Ziele, die Goebbels mit dieser Falschmeldung verfolgte, waren klar: Erstens ging es den Nazis darum, von einem eigenen grausamen Verbrechen abzulenken und diese Untat der Sowjetunion in die Schuhe zu schieben. Denn die Lage der Nazis hatte sich nach der vernichtenden Niederlage von Stalingrad so stark verschlechtert, dass sie befürchten mussten, bald die Flucht ergreifen zu müssen und so auch den Raum von Katyn bei Smolensk aufzugeben, wo sie dieses Verbrechen begangen hatten. Zweitens ging es den Nazis darum, in dieser Situation wachsender Bedrängnis die Beziehungen zwischen der UdSSR und der polnischen Exilregierung in London durch diese Meldung zu verschlechtern. Dabei hatten sie sogar einen gewissen Erfolg, denn die Exilregierung der polnischen Obristen nahm diese Meldung begierig auf und verbreitete sie sofort weiter, was schließlich dazu führte, dass die Regierung der UdSSR die Beziehungen zu der polnischen Exilregierung abbrach. Die sowjetische Presse hatte diese Falschmeldungen von Goebbels sofort widerlegt.

„Die Goebbelssche Lügenpropaganda hat in den letzten zwei oder drei Tagen empörende und verleumderische Behauptungen über angebliche Massenerschießungen durch sowjetische Organe im Raum Smolensk im Frühjahr 1940 verbreitet. Die deutsche Erklärung läßt keinen Zweifel über das tragische Schicksal der früheren polnischen Kriegsgefangenen, die 1941 in den Räumen westlich Smolensk bei Bauarbeiten beschäftigt waren und zusammen mit vielen Sowjetbürgern, Bewohnern der Provinz Smolensk, den deutschen Henkern nach dem Rückzug der sowjetischen Truppen aus Smolensk in die Hände fielen (...) Doch das ist nicht der erste Fall dieser Art: Schon 1941 inszenierten sie in Lwow das Theater mit den ‚Opfern des bolschewistischen Terrors’. Hunderte von Zeugen entlarvten dann die deutschen Lügen. In dem Bewusstsein, dass die ganze fortschrittliche Menschheit ihre Massaker an friedlichen Bürgern und besonders an Juden verurteilt, suchen jetzt die Deutschen, den Hass der Leichtgläubigen gegen die Juden zu schüren: aus diesem Grund erfanden sie eine ganze Kollektion geheimnisvoller jüdischer Kommissare, die, wie sie behaupten, an der Ermordung der 10000 polnischen Offiziere teilgenommen hätten. Für so ausgekochte Fälscher war es nicht schwierig, die Namen von Leuten zu erfinden, die niemals existierten - Lew Rybak, Avraam Borisowitsch, Paul Brodninskiy, Chaim Finberg. Diese Personen existierten weder in der ‚Sektion Smolensk der OGPU’ noch in irgendeiner anderen Abteilung des NKWD“[Prawda vom 16. April und 19. April 1943].

Außerhalb Deutschlands zweifelte damals, außer der polnischen Exilregierung, niemand daran, dass die sowjetische Gegendarstellung richtig war. In einem Brief an J.W. Stalin schrieb der britische Premier Winston Churchill über Goebbels Vorschlag, unter dem Schutz der Wehrmacht eine Untersuchungskommission des Roten Kreuzes zuzulassen:

„Eine solche Untersuchung wäre ein Betrug, und ihre Ergebnisse würden durch Terror zustande kommen. Herr Eden wird heute mit Sikorski (dem Chef der polnischen Exilregierung - d. Verfs.) zusammentreffen und ihn so energisch wie nur möglich drängen, jeder Untersuchung unter dem Schutze der Nazis die Unterstützung zu entziehen“[Briefwechsel Atalins mit Churchill, Roosevelt und Truman, Seite 152, Berlin 1961].

Für die Antifaschisten war es sowieso kein Zweifel, dass die wahren Täter nur die Nazis sein konnten, die unzählige gleichartige Verbrechen begangen hatten. Aber im Jahre 1951 gruben, im Rahmen des kalten Krieges, amerikanische Politiker dieses Machwerk aus der Giftküche Goebbels wieder aus. Im amerikanischen Repräsentantenhaus wurde ein eigener Untersuchungsausschuss „über Katyn“ gebildet. Neben dem berüchtigten Kommunistenjäger Senator McCarthy gehörten ihm auch alle Vertreter des extremen Antikommunismus der USA an. Sie entfachten diese Neuauflage der Goebbelspropaganda wider besseres Wissen, denn inzwischen war schon seit Jahren die ganze Wahrheit über das Massaker von Katyn bekannt geworden. Als die Truppen der Roten Armee Ende August 1943, vier Monate nach Goebbels Kampagne, Smolensk wieder von den Nazi-Truppen befreiten, organisierten die Sowjetbehörden sofort einen Untersuchungsausschuss. Das war die „Sonderkommission zur Feststellung und Untersuchung des Tatbestandes der Erschießung kriegsgefangener polnischer Offiziere im Wald von Katyn“ (im folgenden als „Sonderkommission“ bezeichnet.). Ihr gehörten an: als Vorsitzender der Chefchirurg der Roten Armee, Burdienko; als Mitglieder: der Schriftsteller Alexej Tolstoj, der Metropolit von Moskau, Nikolaj, der Vorsitzende des Allslawischen Komitees, Gundorow, der Vorsitzende des Exekutivkomitees des Verbandes der Organisationen des Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds, Kolessnikow, der Volkskommissar für Bildungswesen der RSFSR Potjemkin, führende sowjetische Gerichtsmediziner und eine große Zahl weiterer Sachverständiger. Es ist eine bezeichnende Tatsache, dass die Existenz dieser Sonderkommission von der bürgerlichen Propaganda in den fünfziger Jahren vollkommen verschwiegen wird. Deshalb wurde nach der Gründung des so genannten Untersuchungsausschusses des amerikanischen Repräsentantenhauses im Jahre 1952 der Untersuchungsbericht dieser „Sonderkommission“ in verschiedenen Sprachen neu veröffentlicht. In deutscher Sprache in der Zeitschrift „Neue Zeit“ in ihrer Nummer 10 vom 5. März 1952. Aus der dortigen Beilage stammen die folgenden Angaben, sofern nicht anders bezeichnet. Die Untersuchung war Januar 1944 abgeschlossen worden, im selben Monat wurde der Bericht der „Sonderkommission“ veröffentlicht. Anhand der Aussagen von über 100 Zeugen, zahlreichen Beweisstücken und Leichenfunden wurde dort ein wahrhaft schauriges Geschehen enthüllt, und ein viehisches Verbrechen der Nazis entlarvt. Als erstes bewiesen die Zeugenaussagen, dass die polnischen Offiziere bei dem Einmarsch der Wehrmacht noch lebten. Das war für die informierten Kreise nichts Erstaunliches. Denn die Wälder von Katyn waren bis zum Überfall der Wehrmacht das beliebteste Ausflugsziel der Smolensker Gegend gewesen, in dem sich stets eine große Zahl von Spaziergängern und Urlaubern aufhielt. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht allerdings änderte sich das. Der Wald durfte nicht mehr ohne Passierschein betreten werden. Ein abgeriegeltes Gebiet aber war ja die Hauptvoraussetzung für einen heimlichen Massenmord, den man in einem Ausflugszentrum schlecht geheim halten konnte. Folgende Aussagen vor der Sonderkommission machten vor allem verschiedene russische Frauen, die beim Stab der Gestapo in einem Waldhaus in der Nähe des „Kosij Gory“ arbeiteten und die Erschießung der Polen durch die Nazis mitbekommen hatten.

„Ende August und längere Zeit im September 1941 trafen vor dem Landhaus in Kosij Gory beinahe täglich mehrere Lastkraftwagen ein. Zuerst achtete ich nicht darauf, aber später merkte ich, dass jedes Mal, wenn diese Wagen auf das Gelände des Landhauses kamen, sie vorher eine halbe Stunde irgendwo auf dem Landweg, der von der Chaussee zum Landhaus führte, anhielten. Es gab Tage, an denen beim Landhaus keine Wagen eintrafen, die Soldaten aber dennoch aus dem Landhaus in den Wald gingen und von dort zahlreiche Einzelschüsse gehört wurden. Nach der Rückkehr gingen die Soldaten unbedingt ins Bad und begannen dann zu saufen.“

„Es kam folgender Fall vor. Eines Tages hielt ich mich im Landhaus etwas länger als gewöhnlich auf. Michailowa und Konachowskaja waren schon weggegangen. Ich war mit meiner Arbeit, wegen der ich geblieben war, noch nicht fertig, als unerwartet ein Soldat kam und sagte, dass ich gehen kann. Er berief sich dabei auf eine Anordnung Roses. Er begleitete mich auch bis zur Chaussee. Als ich mich auf der Chaussee 150 bis 200 Meter von der Stelle entfernt hatte, wo man zum Landhaus abbiegt, sah ich eine etwa 30 Mann starke Gruppe kriegsgefangener Polen unter verstärkter deutscher Bewachung die Chaussee entlang gehen. Dass es Polen waren, wusste ich, weil ich noch vor Beginn des Krieges und auch eine Zeitlang nach dem Einzug der Deutschen auf der Chaussee kriegsgefangenen Polen begegnete, die dieselbe Uniform mit den auffallenden viereckigen Mützen trugen. Ich blieb am Wegrand stehen, weil ich sehen wollte, wohin man sie führt, und ich sah, wie sie zu uns, zum Landhaus in ‚Kosji Gory’ abbogen. Da ich damals bereits alle Vorgänge im Landhaus aufmerksam verfolgte, interessierte mich das. Ich ging auf der Chaussee ein wenig zurück, versteckte mich im Gebüsch an dem Straßenrand und wartete. Nach etwa 20 oder 30 Minuten hörte ich die mir schon bekannten charakteristische Einzelschüsse.“

„Im September 1941 hörte man im Wald ‚Kosji Gory’ sehr oft Schießen. Zuerst beachtete ich nicht die bei unserem Landhaus vorfahrenden, grün angestrichenen Lastwagen; sie waren an den Seiten und von oben geschlossen und immer von Unteroffizieren begleitet. Dann bemerkte ich, dass diese Wagen niemals in unsere Garage einfuhren und auch nicht entladen wurden. Diese Lastwagen kamen sehr oft, besonders im September 1941“.

Neben den dort beschäftigten Frauen bestätigten auch noch zahlreiche weitere Zeugen die Tatsache, dass die polnischen Offiziere beim Beginn der deutschen Besatzung noch am Leben waren. So unter anderem auch ein Herr Basilewski, Professor der Astronomie und Direktor der Sternwarte von Smolensk, den die Nazis zwangsweise zum stellvertretenden Bürgermeister von Smolensk ernannt hatten. (A) Derselbe Professor Basilewski berichtete auch, was ein deutscher Kommandant ihm selbst über die Gründe der Ermordung der polnischen Offiziere sagte (B).

(A) „Anfang September 1941 wandte sich Basilewski an Menschagin mit der Bitte, sich bei dem Kommandanten von Swchetz dafür zu verwenden, dass der Lehrer Shiglinski aus dem Gefangenenlager Nr. 126 entlassen werden. Menschagin wandte sich mit dieser Bitte an von Schwetz und teilte danach Basilewski mit, dass seiner Bitte nicht stattgegeben werden kann, da, wie von Schwetz gesagt hatte, aus Berlin die Anweisung eingetroffen sei, den Kriegsgefangenen gegenüber die allerhärtesten Maßnahmen anzuwenden und dabei keinerlei Nachsicht zu üben. ‚Unwillkürlich entgegnete ich’, sagte der Zeuge Basilewski aus, ‚was könne es denn Härteres geben als das jetzige Regime im Lager?’ Menschagin blickte mich seltsam an, beugte sich zu mir und antwortete leise: ‚Vielleicht doch! Die Russen werden wenigstens von selbst sterben, die kriegsgefangenen Polen aber sollen laut Befehl einfach vernichtet werden.’ ,Wieso denn? Wie ist das zu verstehen?’ fragte ich. ‚Das ist im buchstäblichen Sinne zu verstehen. So eine Anweisung liegt aus Berlin vor’, antwortete Menschagin und bat mich sofort, um Himmels willen niemandem etwas darüber zu sagen... Etwa zwei Wochen nach dem oben erwähnten Gespräch mit Menschagin, als ich wieder von ihm empfangen wurde, konnte ich mich nicht beherrschen und fragte: ‚Was hört man über die Polen?’ Menschagin zögerte, antwortete aber nachher doch: ‚Mit ihnen hat man schon Schluss gemacht.’ Von Schwetz sagte mir, dass sie irgendwo in der Nähe von Smolensk erschossen wurden.“

(B) „Hirschfeld sagte mir mit zynischer Offenheit, dass die Schädlichkeit der Polen und ihre Minderwertigkeit geschichtlich erwiesen sei und dass darum die Verringerung der Bevölkerung Polens eine Düngung des Bodens sein und die Möglichkeit für die Erweiterung des deutschen Lebensraumes schaffen werde. In diesem Zusammenhang prahlte Hirschfeld mir gegenüber, dass in Polen überhaupt keine Intellektuellen mehr geblieben sind, weil man sie aufgehängt, erschossen oder in Lager gesperrt hat.“

Von den verhörten Zeugen entlarvt wurde auch der Schachzug der Nazis, ihrerseits Delegationen zu den Gräbern zu schicken, mit angeblichen Zeugen für den russischen Mord. Wie sie diese Zeugen fanden, beschreibt einer von ihnen, der Bauer Kisseljow, der seinen Hof in der Nähe des Waldes hatte. (A) Derselbe Kisseljow berichtete auch, wie sie speziell für diese Besucherdelegationen vorbereitet wurden (B).

(A) „Im Herbst 1942 kamen zwei Polizisten zu mir ins Haus und forderten mich auf, bei der Gestapo der Station Gnesdowo zu erscheinen. Ich ging am selben Tag zur Gestapo, die sich in einem einstöckigen Haus neben der Eisenbahnstation befand. In dem Zimmer, das ich betrat, waren ein deutscher Offizier und ein Dolmetscher anwesend. Der deutsche Offizier begann mich mit Hilfe des Dolmetschers auszufragen, ob ich schon lange in dieser Gegend wohne, womit ich mich beschäftige und wie meine materielle Lage sei. Ich erzählte ihm, dass ich seit 1907 auf dem Gehöft bei ‚Kosji Gory’ wohne und in meiner Wirtschaft arbeite. Über meine materielle Lage sagte ich, dass ich Schwierigkeiten habe, da ich selbst im vorgeschrittenen Alter bin und meine Söhne im Krieg sind. Nach kurzer Unterhaltung über dieses Thema erklärte der Offizier, dass nach Mitteilungen, die der Gestapo vorliegen, Mitarbeiter des Volkskommissariats für Innere Angelegenheiten im Jahre 1940 im Wald von Katyn auf dem Gelände von ‚Kosji Gory’ polnische Offiziere erschossen haben, und er fragte mich, welche Aussagen ich darüber machen kann. Ich antwortete, dass ich überhaupt nie gehört habe, dass Organe des Volkskommissariats für Innere Angelegenheiten in ,Kosji Gory’ Erschießungen vorgenommen hätten, dies sei auch kaum möglich, erklärte ich dem Offizier, da ,Kosji Gory’ ein offener viel besuchter Ort ist, und wenn man dort Erschießungen vorgenommen hätte, würde es die ganze Bevölkerung der umliegenden Dörfer Wissen. Der Offizier antwortete mir, dass ich trotzdem diese Aussagen machen müsse, da dies so gewesen wäre. Für diese Aussagen wurde mir eine hohe Belohnung versprochen. Ich erklärte dem Offizier noch einmal, dass ich von Erschießungen nichts weiß und dass dies vor dem Krieg in unserer Gegend unmöglich geschehen konnte. Trotzdem bestand der Offizier hartnäckig darauf, dass ich falsche Aussagen mache.

Nach dem ersten Gespräch, das ich schon erwähnt habe, wurde ich erst im Februar 1943 zum zweiten Mal zur Gestapo vorgeladen. Zu dieser Zeit war mit bekannt, dass auch andere Bewohner der umliegenden Dörfer zur Gestapo vorgeladen wurden und dass man von ihnen ebensolche Aussagen verlangte wie von mir. In der Gestapo verlangten derselbe Offizier und derselbe Dolmetscher, die mich schon das erste Mal vernommen hatten, wieder von mir Aussagen darüber, dass ich Augenzeuge der Erschießungen von polnischen Offizieren gewesen sei, die angeblich 1940 vom Volkskommissariat für Innere Angelegenheiten vorgenommen wurden. Ich erklärte dem Gestapo-Offizier wieder, dass das eine Lüge sei, da ich vor dem Krieg von keinen Erschießungen gehört habe und dass ich keine falschen Aussagen machen werde. Aber der Dolmetscher hörte mich gar nicht an, nahm vom Tisch ein handschriftliches Dokument und las es vor. Darin war gesagt, dass ich, Kisseljow, wohnhaft im Gehöft bei ‚Kosji Gory’, selbst gesehen hätte, wie 1940 Mitarbeiter des Volkskommissariats für Innere Angelegenheiten polnische Offiziere erschossen. Nachdem er dieses Dokument vorgelesen hatte, forderte mich der Dolmetscher auf, es zu unterschreiben. Ich weigerte mich. Da begann der Dolmetscher, mich zu beschimpfen und mit Drohungen zu nötigen. Zum Schluss erklärte er: Entweder unterschreiben Sie auf der Stelle oder wir erledigen Sie. Wählen Sie!“

(B) „Bald darauf kam der Dolmetscher der Gestapo zu mir ins Haus und führte mich in den Wald, in die Gegend von ‚Kosji Gory’. Als wir das Haus verlassen hatten und nur zu zweit waren, machte mich der Dolmetscher aufmerksam, dass ich jetzt den im Wald anwesenden Leuten alles genau so erzählen müsse, wie es in dem von mir bei der Gestapo unterschriebenen Dokument dargelegt sei. Als ich in den Wald kam, sah ich geöffnete Gräber und eine Gruppe mir unbekannter Personen. Der Dolmetscher sagte mir, dies seien polnische Delegierte, die zur Besichtigung der Gräber gekommen seien. Als wir zu den Gräbern kamen, begannen die Delegierten, mir in russischer Sprache verschiedene Fragen über die Erschießung der Polen zu stellen. Aber da seit meiner Vorladung zur Gestapo mehr als ein Monat vergangen war, hatte ich alles vergessen, was in dem von mir unterschriebenen Dokument stand, ich geriet in Verlegenheit und sagte schließlich, dass ich über die Erschießung polnischer Offiziere nichts weiß. Der deutsche Offizier wurde sehr wütend und der Dolmetscher zerrte mich grob von der Delegation weg und jagte mich davon.“

Diese Aussagen Kisseljows werden von zahlreichen weiteren Zeugen bestätigt. Von seiner ganzen Familie und von dem Streckenmeister T.I. Sergejew, der bei Kisseljow auf dem Hof wohnte. Weitere Zeugen wie der Stationsvorsteher von Gnesdowo, S.W. Iwanow und der Verkehrsleiter I.W. Sawwatejew sagten ebenfalls aus, sie seien von den Nazis gezwungen worden zu bezeugen, dass die polnischen Offiziere von den Bolschewiken erschossen worden seien. Von den sieben Zeugen, die die Nazis in ihrer „Dokumentation“ namentlich erwähnten, lebte zum Zeitpunkt der Befreiung von Smolensk durch die Rote Armee und der Einsetzung der Sonderkommission außer dem bereits genannten Kisseljow noch ein weiterer: M. Sacharow, Rangierarbeiter der Bahnstation Smolensk. Alle anderen Zeugen der Nazis waren beim Rückzug der Wehrmacht verschwunden. Sacharow sagte aus:

„Anfang März 1943 kam in meine Wohnung ein Mitarbeiter der Gnesdowoer Gestapo, seinen Namen kenne ich nicht, und sagte, dass mich ein Offizier rufen läßt. Als ich zur Gestapo kam, ließ mir der deutsche Offizier durch den Dolmetscher sagen: Uns ist bekannt, dass Sie als Wagenkoppler auf dem Smolensker Zentralbahnhof gearbeitet haben, und Sie müssen aussagen, dass im Jahre 1940 die Waggons mit den kriegsgefangenen Polen über Smolensk nach der Station Gnesdowo geleitet wurden, wonach die Polen im Wald bei ,Kosji Gory’ erschossen wurden.’

Ich antwortete darauf, dass die Waggons mit den Polen im Jahre 1940 tatsächlich über Smolensk in westlicher Richtung fuhren, dass ich aber die Bestimmungsstation nicht kenne... Der Offizier sagte mir, wenn ich nicht gewillt sei, im Guten Aussagen zu machen, dann werde er mich dazu zwingen. Nach diesen Worten griff er zum Gummiknüppel und begann mich zu schlagen. Sodann legte man mich auf eine Bank, und der Offizier zusammen mit dem Dolmetscher prügelten mich. Wie viele Schläge ich bekam, weiß ich nicht mehr, weil ich bald die Besinnung verlor. Als ich wieder zur Besinnung kam, forderte der Offizier, dass ich das Protokoll des Verhörs unterschreibe, und ich verlor durch die Schläge und die angedrohte Erschießung den Mut, machte falsche Aussagen und unterschrieb das Protokoll. Nachdem ich das Protokoll unterschrieben hatte, wurde ich aus der Gestapo entlassen... Einige Tage nach meiner Vorladung zur Gestapo, etwa Mitte März 1943, kam der Dolmetscher zu mir in die Wohnung und sagte, dass ich zu einem deutschen General gehen und dort meine Aussagen bestätigen muss. Als wir zu dem General kamen, fragte er mich, ob ich meine Aussagen bestätige. Ich sagte, dass ich sie bestätige, weil mich der Dolmetscher noch unterwegs darauf aufmerksam machte, dass mich noch etwas viel Schlimmeres als das erste Mal in der Gestapo erwarte, wenn ich mich weigere, die Aussage zu bestätigen. Da ich mich vor einer Wiederholung der Folterungen fürchtete, antwortete ich, dass ich meine Aussagen bestätige. Dann befahl mir der Dolmetscher, den rechten Arm zu erheben, und sagte mir, dass ich den Schwur geleistet habe und nach Hause gehen kann.“

Aber nicht nur mit Terror hatten die Nazis gearbeitet, sie hatten auch Belohnungen ausgesetzt. Am 3. Mai 1943 erließ der kommandierende Leutnant Voss der Feldpolizei einen Aufruf an die Bevölkerung, sich als Zeugen der Erschießung „polnischer Offiziere und Geistlicher“ durch den NKWD zu melden. „Jede Mitteilung wird belohnt.“ Das bestätigten vor der Sonderkommission nochmals Dutzende von Zeugen. Die Nazis hatten vor allem auch versucht, ehemalige Mitarbeiter des NKWD selbst, der ja die Morde begangen haben sollte, als ihre Zeugen zu finden. Dafür musste ein ehemaliger Garagenarbeiter des NKWD Smolensk herhalten, der bezeugen musste, dass er Polen zur Erschießung abtransportiert hatte. Auch er war später verschwunden. Da aber die Nazis die Gräber der Polen entsprechend präparieren mussten, um sie öffentlich vorzeigen zu können, wurden 500 russische Kriegsgefangene dazu gezwungen, diese schmutzige Arbeit zu erledigen, die dann ihrerseits alle ermordet werden sollten. Einigen von ihnen gelang aber die Flucht. Bei der „Sonderkommission“ meldete sich eine Frau, die einen russischen Kriegsgefangenen halbtot aufgefunden hatte. Aus dem Gespräch mit ihm konnte sie bestätigen, was aus den Aussagen zahlreicher anderer Zeugen bereits rekonstruiert worden war:

„Sein Zuname ist Jegorow, sein Vorname Nikolai; er ist Leningrader. Seit Ende 1941 befand er sich die ganze Zeit im deutschen Kriegsgefangenenlager Nr. 126 in der Stadt Smolensk. Anfang März 1943 wurde er mit einer Kolonne von Kriegsgefangenen von mehreren hundert Mann aus dem Lager in den Wald von Katyn geschickt. Dort wurden sie, darunter auch Jegorow, gezwungen, Gräber zu öffnen, in denen sich Leichen in der Uniform polnischer Offiziere befanden; sie mussten diese Leichen aus den Gruben herausholen und aus ihren Taschen die Dokumente, Briefe, Photographien und alle anderen Sachen herausnehmen. Die Deutschen hatten strengsten Befehl gegeben, in den Taschen der Leichen nichts zurückzulassen. Zwei Kriegsgefangene wurden erschossen, weil ein deutscher Offizier bei diesen Leichen, nachdem sie durchsucht worden waren, irgendwelche Papiere fand. Die aus den Kleidern der Leichen herausgenommenen Sachen, Dokumente und Briefe wurden von deutschen Offizieren gesichtet; dann mussten die Gefangenen einen Teil der Papiere wieder in die Taschen der Leichen zurücklegen, der auf diese Weise ausgewählte Rest der Sachen und Dokumente kam auf einen Haufen, der dann verbrannt wurde.

Alle Kriegsgefangenen lebten auf dem Territorium des Waldes von Katyn unter fürchterlichen Bedingungen unter freiem Himmel und wurden scharf bewacht. Anfang April 1943 waren alle von den Deutschen vorgesehenen Arbeiten offenbar beendigt, da drei Tage lang keiner von den Kriegsgefangenen zur Arbeit gezwungen wurde... Plötzlich wurden sie alle ohne Ausnahme in der Nacht geweckt und irgendwohin geführt. Die Bewachung war verstärkt. Jegorow schöpfte Verdacht, dass irgendetwas drohe, und begann alles, was vor sich ging, mit besonderer Aufmerksamkeit zu verfolgen. Sie gingen drei bis vier Stunden lang in unbekannter Richtung. Auf irgendeiner Wiese machten sie im Walde bei einer Grube halt. Er sah, wie eine Gruppe von Kriegsgefangenen von der Gesamtmasse abgesondert, zur Grube getrieben und dann erschossen wurde. Die Kriegsgefangenen gerieten in Aufregung, begannen zu lärmen und unruhig zu werden. Nicht weit von Jegorow stürzten sich einige Kriegsgefangene auf die Wache, denen andere von der Wachmannschaft zu Hilfe kamen. Jegorow benutzte diesen Augenblick der Verwirrung und rannte in das Waldesdunkel; hinter sich hörte er Rufe und Schüsse.“

Nach dieser Bearbeitung der Gräber von Katyn hatten die deutschen Nazis dann ihre so genannten Exkursionen dorthin organisiert, vor allem für dubiose „polnische Delegationen“ und die einheimische Bevölkerung. Dabei hatten sie aber, vor allem bei der einheimischen Bevölkerung, wenig Erfolg. Denn unvoreingenommene Besucher, das wurde auch mehrmals von Zeugen vor der Sonderkommission betont, konnten feststellen, dass die Leichen teilweise noch sehr frisch waren. Ohne auseinander zufallen konnten sie transportiert werden, Kleidung, metallische Teile und Schuhe waren noch gut erhalten. In der Folgezeit waren die Nazis dann, laut zahllosen Zeugenaussagen, vor allem damit, beschäftigt, solche Menschen, die diese Dinge erzählten, zu verfolgen. Da die Exkursionen offenbar nichts fruchteten, wurden sie nach zwei Monaten wieder eingestellt, und es wurde ruhig um Katyn. Als die Wehrmacht sich dann, im August 1943, vor der Roten Armee zurückziehen musste, versuchten die Nazis, soweit als möglich, alle Spuren zu verwischen. Das Landhaus, in dem der Stab der Gestapo seinen Sitz gehabt hatte, wurde niedergebrannt, die vorher präsentierten Zeugen wurden gejagt und zu einem großen Teil ermordet oder verschleppt. Aber neben den Zeugen und den noch vorliegenden Gegenständen usw. gab es auch noch die Leichen der Opfer dieses Massenmordes. Als die Sonderkommission im Januar 1944 in Moskau die Exhumierung von 925 der gefundenen Leichen vornahm, tat sie das in der Öffentlichkeit. Dazu wurde die gesamte westliche Presse eingeladen. Über drei Dutzend Berichterstatter dieser Presse waren dabei anwesend, auch sachverständige Beobachter. Auch schon zuvor, bei der Anhörung der Zeugen, waren zahlreiche unabhängige Beobachter anwesend gewesen. Darunter auch Kathie Harriman, die Tochter des US-Botschafters Averell Harriman, als Korrespondentin der amerikanischen Presse. Unter allen diesen Anwesenden gab es keinerlei Zweifel über die Richtigkeit des Berichts der „Sonderkommission“. Auch die amerikanische Presse, die einige Jahre später eine wüste Hetzkampagne gegen die UdSSR wegen ihrer angeblichen „Morde von Katyn“ starten sollte, berichtete damals ausschließlich in diesem Sinn. Der abschließende Bericht der Sachverständigen über die medizinische Untersuchung der Leichen der Opfer des Nazi-Terrors, den die Sonderkommission veröffentlichte, lautete wie folgt:

„Die in der Zeit vom 16. bis zum 23. Januar 1944 vorgenommenen gerichtsmedizinische Untersuchung der Leichen zeigt, dass überhaupt keine Leichen im Zustand des Zerfalls durch Verwesung oder Zerstörung und dass alle 925 Leichen gut erhalten sind und sich im Anfangsstadium des Feuchtigkeitsverlustes befinden (was am häufigsten und am deutlichsten in der Brust- und Bauchgegend und manchmal auch an den Extremitäten in Erscheinung trat; Anfangsstadium des Fettwachses, ausgeprägter Grad des Fettwachses bei den Leichen, die vom untersten Boden der Gräber exhumiert wurden), in einer Kombination der Entwässerung der Leichengewebe und der Bildung von Fettwachs. Besondere Beachtung verdient der Umstand, dass die Muskeln des Rumpfes und der Extremitäten ihre mikroskopische Struktur und ihre fast gewöhnliche Farbe erhalten haben; die inneren Organe des Brustkastens und der Bauchhöhle haben ihre Konfiguration beibehalten, in einer ganzen Anzahl von Fällen hatte der Herzmuskel an Schnitten eine deutlich unterscheidbare Struktur und die ihm eigene Färbung, und das Kopfhirn wies die charakteristischen Struktureigenarten auf mit deutlich ausgeprägter Grenze der grauen und der weißen Substanz. Außer der mikroskopischen Untersuchung der Leichengewebe und organe nahm die gerichtsmedizinische Sachverständigenkommission entsprechendes Material für die nachfolgenden mikroskopischen und chemischen Untersuchungen im Laboratorium. Für die Erhaltung der Gewebe und Organe der Leichen waren die Eigenschaften des Bodens am Ausgrabungsort von gewisser Bedeutung. Nach der Öffnung der Gräber und der Exhumierung der Leichen beim Liegen im Freien waren sie der Einwirkung der Wärme und Feuchtigkeit im Frühjahr und Sommer 1943 ausgesetzt. Das konnte eine starke Beschleunigung des Zersetzungsprozesses der Leichen bewirkt haben. Aber der Grad der Entwässerung der Leichen und der Bildung von Fettwachs in ihnen, der besonders gute Zustand der Muskeln und inneren Organe sowie der Kleidung bieten die Grundlage zu der Behauptung, dass sich die Leichen kurze Zeit im Boden befanden. Vergleicht man aber den Zustand der Leichen in den Gräbern auf dem Gelände von ,Kosji Gory’ mit dem Zustand der Leichen an anderen Grabstätten in der Stadt Smolensk und in ihrer nächsten Umgebung - in Gedeonowka, Magalenschtschina, Readowka, im Lager Nr. 126, in Krassny Bor usw., (siehe Protokoll der gerichtsmedizinischen Sachverständigenkommission vom 22. Oktober 1943), so muss festgestellt werden, dass die Leichen der polnischen Kriegsgefangenen auf dem Gelände von ,Kosji Gory’ vor etwa zwei Jahren begraben wurden. Das findet seine volle Bestätigung in den Dokumenten, die in der Kleidung an den Leichen gefunden wurden, und die frühere Begrabungstermine ausschließen (siehe Punkt e, Artikel 36, und Verzeichnis der Dokumente). Die gerichtsmedizinische Sachverständigenkommission, die die Tatsachen und Ergebnisse der Untersuchungen zur Grundlage nimmt, betrachtet es als festgestellt, dass kriegsgefangene Offiziere und zum Teil Soldaten der polnischen Armee durch Erschießung getötet wurden; konstatiert, dass diese Erschießung in eine Zeit fällt, die etwa zwei Jahre zurückliegt, d. h. zwischen September und Dezember 1941 stattfand; erachtet die Tatsache, dass die gerichtsmedizinische Sachverständigenkommission in der Kleidung der Leichen Wertsachen und Dokumente fand, die mit dem Jahr 1941 datiert sind, als Beweis dafür, dass die faschistischen deutschen Behörden, die im Frühjahr und Sommer 1943 eine Durchsuchung der Leichen vornahmen, diese Durchsuchung nicht sorgfältig durchführten, die aufgefundenen Dokumente hingegen zeigen, dass die Erschießung nach dem Juni 1941 vorgenommen wurde; stellt fest, dass die Deutschen im Jahre 1943 nur eine verschwindend kleine Anzahl Obduktionen von Leichen der erschossenen polnischen Kriegsgefangenen vornahmen; stellt fest, dass das Verfahren bei der Erschießung polnischer Kriegsgefangener völlig identisch ist mit der Art der Erschießung friedlicher Sowjetbürger und sowjetischer Kriegsgefangener, die von den faschistischen deutschen Behörden auf dem vorübergehend besetzten Gebiet der Sowjetunion, darunter in den Städten Smolensk, Orel, Charkow, Krassnodar und Woronesh, weitgehend angewandt wurde.“

Zweifel an der Arbeit und dem Bericht der Sonderkommission wurden damals nur von einer Seite laut, von der Exilregierung der polnischen Obristen in London, die die NaziVerleumdung sofort aufgegriffen hatten und jetzt auch dabei blieben. Für sie war diese Hetze ein Mittel, das wachsende Ansehen, das die Rote Armee und die UdSSR wegen ihres Kampfes gegen Hitler-Deutschland unter dem polnischen Volk genoss, zu schmälern. Selbst Alexander Werth, der einer der wenigen Autoren ist, die die sowjetische Darstellung anzweifeln, kann nicht umhin, eine Reihe von Tatsachen anzuführen, die ihm in seiner antisowjetischen Haltung zwar nicht passen, aber selbst ihn dazu bringen zu glauben, dass die Darstellung wohl doch richtig sei. Er schreibt:

„Zunächst war die Technik der Massenmorde, was immer auch die Deutschen sagen mochten, eher deutsch als russisch. An zahllosen anderen Orten hatte die Gestapo eben diese Technik angewandt. Was den NKWD angeht, so war es eher wahrscheinlich, dass die in seiner Obhut befindlichen Menschen an Überarbeitung, Unterernährung oder Kälte starben, nicht aber, weil man sie in Massen hinmordete. Zweitens das Motiv: Warum hätten die Russen die Polen 1940, in Friedenszeiten also, töten sollen, da es ja kaum einen Anlass gab, sie zu liquidieren? Dann war da die Frage der Kugeln, mit denen man die Opfer erschossen hatte. Die Polen waren mit deutschen Geschossen umgebracht worden - eine Tatsache, die Goebbels sehr verwirrt hatte. General Anders zitiert einen Zeugen, der behauptet hatte, dass diese Geschosse von den Deutschen in großen Mengen in die baltischen Staaten verkauft worden seien. Aber dieses Argument vermag nicht völlig zu überzeugen: Angeblich hatten die Russen die polnischen Offiziere doch im März 1940 erschossen; die vollständige Besetzung der baltischen Staaten durch die Russen hatte aber erst drei Monate später stattgefunden.“

So bleibt also am Schluss festzustellen, dass das angebliche sowjetische „Massaker von Katyn“ eine jener vielen schmutzigen Erfindungen des Hauses Goebbels war, die damals von niemandem geglaubt wurden, die aber dann, als es als politisch nützlich betrachtet wurde, von der US-amerikanischen Propaganda neu aufgelegt wurden, Eingang in alle Medien fanden und heute von allen reaktionären Kräften mit größter Selbstverständlichkeit als Wahrheit präsentiert werden. Die Wahrheit ist, dass der Massenmord von Katyn eines der zahllosen Verbrechen der Nazis war.




 

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