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Gesammelte

STALINWERKE :

 

 

 

 BAND 4

1919

Seite 163 - 164

 

 

 

BRIEF VON DER OSTFRONT AN W.I. LENIN

5. Januar 1919, Wjatka
8 Uhr abends.

[49]

 

An den Vorsitzenden des Verteidigungsrats,
Genossen Lenin

Die Untersuchung hat begonnen. Über ihren Fortgang werden wir laufend berichten. Vorläufig halten wir es für nötig, Ihnen eine für die III. Armee höchst dringliche Angelegenheit vorzutragen. Es handelt sich darum, dass von der III. Armee (über 30000 Mann) nur ungefähr 11000 erschöpfte, schwer mitgenommene Soldaten übrig geblieben sind, die dem Druck des Gegners kaum standhalten. Die vom Oberbefehlshaber geschickten Truppen sind unzuverlässig, zum Teil sogar uns feindlich eingestellt und bedürfen einer ernstlichen Durchsiebung. Um die Reste der III. Armee zu retten und ein schnelles Vorrücken des Gegners nach Wjatka zu verhindern (nach allen vom Frontkommando und von der III. Armee eingegangenen Angaben ist diese Gefahr völlig real), ist es absolut notwendig, unverzüglich wenigstens drei völlig zuverlässige Regimenter aus Rußland herüberzuwerfen und dem Armeebefehlshaber zur Verfügung zu stellen. Wir bitten nachdrücklich, auf die entsprechenden militärischen Stellen in dieser Richtung einen Druck auszuüben. Wir wiederholen: Ohne eine solche Maßnahme droht Wjatka das Schicksal von Perm, das ist die allgemeine Meinung der zuständigen Genossen, der wir uns auf Grund aller uns vorliegenden Angaben anschließen.

5. Januar 1919, Wjatka
8 Uhr abends.

Stalin

F. Dzierzynski

Zuerst veröffentlicht in der
"Prawda" Nr. 309,
21. Dezember 1929.

 

 

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