Politische Ökonomie

ist eine der Quellen der Lehren aller 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus.

- Komintern (SH) -

Erster Studienkurs

POLITISCHE ÖKONOMIE

Sammlung von MELSH Schriften

- ZU STUDIENZWECKEN -

Herausgeber: Komintern (SH)

zusammen gestellt von Wolfgang Eggers

Diese Webseite wurde erstellt aus Anlass des 200. Geburtstags von Karl Marx - am 5. Mai 2018

 

Was ist Politische Ökonomie ?

DEFINITION

Die politische Ökonomie untersucht die Gesetze der gesellschaftlichen Produktion und der Verteilung der materiellen Güter auf den verschiedenen Entwicklungsstufen der menschlichen Gesellschaft und ist also

„die Wissenschaft von den Bedingungen und Formen, unter denen die verschiedenen menschlichen Gesellschaften produziert und ausgetauscht, und unter denen sich demgemäß jedesmal die Produkte verteilt haben“

(Engels„Anti-Dühring“)

 

Gegenstand der politischen Ökonomie sind die Produktionsverhältnisse, die ökonomischen Verhältnisse der Menschen.

Dazu gehören

a)

die Formen des Eigentums an den Produktionsmitteln;

b).

die sich daraus ergebende Stellung der verschiedenen sozialen Gruppen in der Produktion und ihre Wechselbeziehungen oder, wie Marx sagt, die Art, wie sie 'ihre Tätigkeiten gegeneinander austauschen';

c)

die voll und ganz von ihnen abhängenden Formen der Verteilung des Produkts.

Das alles zusammen bildet den Gegenstand der politischen Ökonomie

(Stalin, Ökonomische Probleme des Sozialismus in der UdSSR, Seite 88).

 

 

Die am weitesten fortgeschrittene Wissenschaft von der Politischen Ökonomie ist konzentriert in unseren

14 Grundsätzen des Weltkommunismus:

Programm

der "Weltkommune Nr. 1"

( Grundsatz 5)

 

 

Lehrbuch der politischen Ökonomie

UdSSR - 1955

(enthält vereinzelt Korrekturen, die von den Sowjetrevisionisten vorgenommen worden waren!)

Davon abgesehen ein nützliches Standardwerk

Kapitel 41 und 42 sowie der Anhang sind hinzugefügt von der Komintern (SH):

 

Kapitel 41: Die politische Ökonomie der revisionistischen Produktionsweise

Kapitel 42: Die politische Ökonomie des Weltkommunismus

 

 

 

Die 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus

über die Krise des Kapitalismus

 

 

 

1867 - 2017

150 Jahre

"Das Kapital"

+ Zusammenstellung polit-ökonomischer Schriften

von Marx und Engels

von Wolfgang Eggers

 

 

Einführung

in Marx' Schrift

"Zur Kritik der Politischen Ökonomie"

 

Marx und Engels

Kommunistisches Manifest

(html)

in PDF - Format

1848

 

Karl Marx

Kritik des Gothaer Programms

 

 

ANTI-DÜHRING

Über politische Ökonomie

Dieses 10. Kapitel wurde von Karl Marx geschrieben

 

 

Friedrich Engels

Die Lage der arbeitenden Klasse in England 

 

 

Friedrich Engels

Zur Wohnungsfrage

 

Friedrich Engels

Artikel aus: "The Labour Standard"

1881

 

 

 

 

LENIN

 

 

 

Kritik an Sismondis' Krisentheorie

Lenin, Werke, Band 2, Seite 160 - 168, - "Zur Charakteristik der ökonomischen Romantik".

1897

  

 

DIE LEHREN DER KRISE

August 1901 

 

Drei Quellen und drei Bestandteile

des Marxismus

März 1913

 

Karl Marx

Kurzer biographischer Abriß mit einer Darlegung des Marxismus

1914

 

 

Vorwort zu N. Bucharins Broschüre

"Weltwirtschaft und Imperialismus"

Dezember 1915

 

 

Der Imperialismus

als höchstes Stadium des Kapitalismus

1916 

 

 

Der Imperialismus und die Spaltung des Sozialismus

Oktober 1916


 

DIE LEHREN DER KRISE

Geschrieben am 22.April (5. Mai 1917)

 

 

Die drohende Katastrophe und wie man sie bekämpfen soll

September 1917

 

Entwurf eines Dekrets

über die Durchführung der Nationalisierung der Banken
und über die im Zusammenhang damit erforderlichen Maßnahmen

zweite Dezemberhälfte 1917

 

Über das Finanzkapital und die Banken,

über Anleihen und Schulden,

über Geld und Gold,

über die Nationalisierung der Banken

und die Finanzpolitik im Sozialismus

chronologische Zusammenstellung einiger Schriften und Zitate

 


Wie soll man den Wettbewerb organisieren

25. - 28. Dezember 1917

 

 

Ökonomie und Politik in der Epoche der Diktatur des Proletariats

30. Oktober 1919 


 

Über das Außenhandelsmonopol

An Genossen Stalin für die Plenartagung des ZK

(Kritik an Bucharin)

 

 

Über das Genossenschaftswesen

Januar 1923  

 

 

Lieber weniger, aber besser

2. März 1923

pdf

 

 

Zu Lenins 110. Geburtstag 1980 erschien in „Albanien heute“ Nr. 3 – 1980 der Artikel:

Lenins Banner im Kampf für den Sieg über

den Imperialismus und den modernen Revisionismus“

(von Adem Mezini)

 

 

 

 

STALIN

 

Über den dialektischen und historischen Materialismus

 

Die ökonomischen Probleme des Sozialismus in der UdSSR (1952)

 

 

Zu den Fragen des Leninismus

1927

 

Über die wirtschaftliche Lage der Sowjetunion und die Politik der Partei

1927

 

Über die Industrialisierung des Landes und über die rechte Abweichung in der KPdSU(B)

1928

 

Der Wettbewerb und der Arbeitsaufschwung der Massen

1929

 

Das Jahr des großen Umschwungs

1929

 

Politischer Rechenschaftsbericht des Zentralkomitees an den XVI. Parteitag der KPdSU(B)

1930

 

Über die Aufgaben der Wirtschaftler

1931

 

Neue Verhältnisse - Neue Aufgaben des wirtschaftlichen Aufbaus

1931

 

Vereinigtes Plenum des ZK und der ZKK der KPdSU(B)

1. Fünfjahrplan

1933

 

Rede auf dem ersten Unionskongress der Stossarbeiter der Kollektivwirtschaften

1933

 

Rechenschaftsbericht an den XVII. Parteitag über die Arbeit des ZK der KPdSU(B)

1934

 

Rede auf der ersten Unionsberatung der Stachanowleute

1935

 

 

Die Grundlagen des technisch-ökonomischen Rekonstruktionsplanes der Sowjetunion

Gleb Maximilianowitsch Krshishanowski

1932

 

Wirtschaftsleben und Wirtschaftlicher Aufbau in Sowjet-Rußland, 1917-1920

Larin

Bibliothek der Kommunistischen Internationale (XVI)

 

 

 

Wie Lenins Programm erfüllt wird

Zum 11. Todestag des Genossen Lenin ( 21. Januar 1924 )

Stetzki - 1935 - Prometheus-Verlag

 

 

Techiker und Ingenieure in der UdSSR

Moskau - 1933

 

 

Die UdSSR im Bau

1938

 

Die ökonomische Geographie der UdSSR

1953

 

 

 

 

ENVER HOXHA

 

 

Imperialismus und Revolution

NEU : 1, 5 Mb - PDF - veröffentlicht im Mai 2014

 

 

 

Imperialismus und Revolution

veröffentlicht von der Komintern (SH)

zum 104. Geburtstag

- 16. Oktober 2012 -

(in mehreren Teilen)

 

  

Theorie und Praxis der Revolution (1977)

 

 

 

Die jugoslawische 'Selbstverwaltung'
kapitalistische Theorie und Praxis

 

Der Fortschritt des Landes ist von der Entwicklung der Wissenschaft und Technik nicht zu trennen

Rede auf dem 8. Plenum des ZK der PAA (24. - 25. Juni 1980)

aus: "Albanien heute"; Nr. 5 /1980 

TEIL 1

TEIL 2

 

 

In Albanien steht die Entwicklung der sozialistischen Landwirtschaft vor einem neuen qualitativen Sprung 

1. Oktober 1980

 

Enver Hoxha

ÜBER LANDWIRTSCHAFT

[ Textsammlung ]

 

 

Aspekte des Aufbaus des Sozialismus in der SVR Albanien und die Krise des Kapitalismus 

Tirana - 1978

Verlag "8 NENTORI"

 

 

DER BÜROKRATISMUS EIN GEFÄHRLICHER FEIND DES SOZIALISMUS

FOTO CAMI

 

 

Probleme des Sozialismus im Lichte der marxistisch-leninistischen Theorie und der historischen Erfahrung der PAA

Foto Cami

"Albanien heute" - Nr. 2 / 1980

Teil 1

Teil 2

 

 

WEDER „ABKAPSELUNG“ NOCH „AUTARKIE“,

SONDERN SELBSTÄNDIGE ENTWICKLUNG GESTÜTZT AUF DIE EIGENEN KRÄFTE

 

 

 

Der Verlauf der kapitalistischen Entwicklung der

chinesischen Wirtschaft

Aus: “Albanien heute” Nr. 2 / 1980 , Seite 52 – 59)

 

Neue Reformen in China auf dem alten kapitalistischen Weg

Zeri i Popullit

Albanien Heute, Nr. 5, 1880, Seite 37 - 41

 

 

Kommentar zu Enver Hoxhas Schrift:

”Imperialismus und Revolution”

(Agim Popa, Chefredakteur von “Zëri i popullit”)

Albanien-heute ; Nr. 2-1979

 

  

DER KAPITALISTISCHE CHARAKTER

DER PRODUKTIONSVERHÄLTNISSE IN DER SOWJETUNION

"Albanien heute"

 

 

Die Entlarvung der revisionistischen Theorien über das ökonomische Gesetz des Sozialismus

Radio Tirana vom 7. 3. 1976

 

Revisionistische Theorien des wieder hergestellten Kapitalismus

"Rruga e Partise"

1978

 

 

Neo-kolonialistische Expansion des sowjetischen Sozialimperialismus

Fatos Nao

"Albanien heute" - Nr. 2, 1982

 

Aderlass des kapitalistischen Währungssystems

"Albanien heute", Nr. 6 - 1973

Aleko Haxhi

 

RADIO TIRANA

vom 2. April 1978

Die Theorie von Marx und Lenin über die Wirtschaftskrise als Begleiterscheinungen des kapitalistischen Systems bleibt stets aktuell

 

 

 

Der Kampf des Proletariats gegen Imperialismus und Sozialimperialismus ist vom Kampf gegen die reaktionäre einheimische Bourgeoisie nicht zu trennen

 

 

 

Der Neokolonialismus und der Kampf der Völker für politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit

Radio Tirana Oktober 1978

 

 

Die "neue Weltwirtschaftsordnung" und die Vertiefung der Kluft zwischen

"Nord" und Süd"

aus:"Albanien heute" - Nr. 5 - 1981

 

DIE OBJEKTIVEN UND SUBJEKTIVE FAKTOREN IN DER REVOLUTION

FOTO CAMI

 

 

 

 

Publikationen der Komintern (SH)

 

Welche Lehren können wir Stalinisten-Hoxhaisten heute ziehen, um das kapitalistische Weltwirtschaftssystem durch unser sozialistisches Weltwirtschaftssystem zu ersetzen ? 

05. 12. 2015 

Wolfgang Eggers

 

 

Der Imperialismus

als höchstes Stadium des Kapitalismus

 

Eines der bedeutendsten Bücher des Marxismus-Leninismus

Würdigung und Kommentar

von Wolfgang Eggers

am 22. April 2016

8. November 1948

 

 


LENIN

100 Jahre

Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus

deutsche Sektion der Komintern (SH)

 

 

(Englisch) 

7. Februar 2012

Warum ist Brasilien ein neues imperialistisches Land?

IM HTML-FORMAT

 

Die Lehren des Marxismus-Leninismus

über den gesetzmäßigen Zerfall des Kapitalismus

Wolfgang Eggers

1993

 

 

Der 1. Parteitag der PAA

Lehren für die Zukunft des Weltsozialismus 

aus Anlass des 77. Jahrestages der Gründung der Partei der Arbeit Albaniens

am 8. November 1941

Wolfgang Eggers

 

 

 

Weltprogramm

Zur Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen der Menschheit

21. 11. 2018

Verfasser: Wolfgang Eggers

verabschiedet auf Beschluss der  Komintern (SH)

(Änderungen, Ergänzungen und Verbesserungen vorbehalten)

 

 

Aus Anlass des 110. Geburtstags des Genossen Enver Hoxha veröffentlichen wir folgenden Artikel in unserem theoretischen Organ "Weg der Weltpartei" 

Enver Hoxha über Landwirtschaft - unverzichtbare Lehren für den Aufbau der Landwirtschaft im zukünftigen Weltsozialismus

Wolfgang Eggers 

 

 

 

Weltdekret über Grund und Boden

- Grundlage des Agrarprogramms der Komintern (SH)

beschlossen am 18. Januar 2018

Wolfgang Eggers

 

 

 

 

 

 

 

weitere Publikationen zur

politischen Ökonomie

 

Der Imperialismus, seine ökonomischen Merkmale und sein historischer Platz

1951

 

Lenin und Stalin über den sozialistischen Wettbewerb und die Erziehung zur kommunistischen Arbeitsdisziplin

1952

 

Kapitalistisches Wirtschaftschaos oder sozialistische Planwirtschaft ?

1932

 

Die drei Besonderheiten der Produktion

1952

 

 

Über einige Fragen der Politischen Ökonomie des Sozialismus

1950

 

Die Betriebsparteiorganisation an der Spitze des Wettbewerbs

1952

 

EINFÜHRUNG

(1983)

Grundfragen der marxistischen Geldtheorie

Alfred Lemnitz

Akademie - Verlag, Berlin

 

Die faschistische Geopolitik im Dienste des amerikanischen Imperialismus

1952

 

 

 

abschließend noch ein Text der Komintern (SH)

Die politische Ökonomie

des modernen Revisionismus

von Wolfgang Eggers.

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Die politische Ökonomie des Marxismus wurde schon zu einer Zeit von den Revisionisten kritisiert und angegriffen, als es weder ein ökonomisches System des Sozialismus an der Macht, noch eines des modernen Revisionismus an der Macht gab.

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Will man nun das Wesen der politischen Ökonomie des modernen Revisionismus an der Macht herausarbeiten, will man seine Ursachen aufzeigen, dann muss man mit den revisionistischen Auffassungen über die Politökonomie von Karl Marx vertraut machen und einen Zusammenhang herstellen mit den entwickelteren revisionistischen Auffassungen zur Zeit der Sowjetunion Lenins und Stalins. Hierbei kommt der Schrift Stalins “Die ökonomischen Probleme des Sozialismus in der UdSSR“ zentrale Bedeutung zu.

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Letztendlich dürfen wir dabei aber nicht stehen bleiben, sondern müssen die Entwicklung nach Stalins Tod bis zu Ende verfolgen, wobei es unverzichtbar ist zu analysieren, wie die heutigen Revisionisten (also nach der beendeten Periode der Restauration des Kapitalismus) die politische Ökonomie des modernen Revisionismus beurteilen und welche unterschiedlichen Auffassungen untereinander bestehen.

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Man darf die politische Ökonomie des modernen Revisionismus nicht von seinen historischen Wurzeln loslösen und trennen, man muss den vollständigen Entwicklungsweg seit seiner Entstehung und bis zu seinem Abschluss verfolgen.

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Denn wenn wir die Unvermeidbarkeit der Wiedererrichtung eines revisionistischen ökonomischen Systems in Zukunft beseitigen wollen, können wir dies nur, wenn wir seine sämtlichen kapitalistischen Wurzeln ausreißen, wenn wir mit der Restauration des Sozialismus alles ausmerzen und überwinden, was überhaupt erst zum Kapitalismus führen konnte und wieder führen kann.

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Albanien darf man nicht ausklammern. Es handelte sich bei der Sowjetunion und bei Albanien schließlich gleichermaßen um die einzig existierenden ökonomischen Systeme des Sozialismus. Grundsätzlich waren sie beide sozialistisch, obwohl sie bestimmte Wesensmerkmale aufwiesen, die sie voneinander unterschieden. Unter bewusster Ausblendung der diversen Unterschiede beider sozialistischen ökonomischen Systeme interessiert uns vor allem, inwieweit sich die Kritik an den revisionistischen Auffassungen über die Politökonomie des Sozialismus auf die tatsächliche ökonomische Entwicklung Albaniens positiv ausgewirkt hat (zum Beispiel welchen Einfluss hat Stalins Schrift “Die ökonomischen Probleme des Sozialismus in der UdSSR“ auf Albaniens Wirtschaft gehabt?)

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Wir wollen auch herausfinden, welche Lehren die Albaner aus dem Negativbeispiel der revisionistischen Länder für den Aufbau und die Verteidigung ihrer sozialistischen Wirtschaft gezogen haben und wie sie dabei eine höhere Stufe des Kampfes gegen die Restauration des Kapitalismus im eigenen Land erreichen konnten. Uns interessieren um so mehr die ökonomischen Ursachen (inneren wie äußeren) für die trotzdem nicht verhinderte Restauration des Kapitalismus in Albanien, denn wir wollen daraus für die Zukunft Lehren ziehen.

Abschließend muss man sich auch mit den heutigen und zukünftigen Entwicklungen der politischen Ökonomie in der Sowjetunion und Albanien in diesem Zusammenhang beschäftigen, insebsondere Entwicklungen, die sich von den Entwicklungen der klassischen Politökonomie des Kapitalismus unterscheiden.

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Doch beginnen wir mit den historischen Wurzeln des modernen Revisionismus, beginnen wir mit der Kritik der Revisionisten an der Politökonomie von Karl Marx.

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Die ersten revisionistischen Vertreter der Kritik an der Politökonomie des Marxismus waren in Russland zum Ende des 19. Jahrhunderts die Volkstümler, deren Ideologie Lenin zerschlug.

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Im Grunde leugneten die Volkstümler die Existenz der ökonomischen Lehre des Marxismus, erkannten sie diese nicht an. Die modernen Revisionisten unterschieden sich in dieser Hinsicht nur dadurch, dass sie die Leugnung der marxistischen Ökonomie hinter dem Leninismus verbargen. Zu Lebzeiten trauten sie sich lediglich, die ökonomischen Lehren Stalins bei der praktischen Umsetzung zu entstellen: „Das hat Stalin gesagt und fertig!“ Auch was Stalin NICHT gesagt hatte, war ihnen dabei völlig egal; Hauptsache sie konnten ihren ökonomischen Formalismus hinter seinem Namen verstecken. Die Volkstümler vertraten den Standpunkt, dass man die gesellschaftlichen Verhältnisse durch abstrakte Ideale der „kritisch denkenden Persönlichkeit“ verändern könne. Die Marxisten verbinden die Frage nach der Rolle der Persönlichkeit in der Geschichte jedoch stets mit der Produktionsweise jener Klasse, der diese Persönlichkeit angehört, der diese Person dient und mit dem Klassenkampf, den Wechselbeziehungen der nichtantagonistischen Klassen usw. usf. Ist der Personenkult der modernen Revisionisten etwa anderes als das was die Volkstümler vertraten? Die Schöpfer des Personenkults waren die Gleichen, die sich nach Stalins Tod als „Kämpfer gegen den so genannten „Personenkult“ feiern ließen. Hinter ihrer „kollektiven Führung“ verbarg sich nichts Banaleres als die revisionistische „Freiheit“, dass sich ihre „kollektive Führung“ vom Staat bis zum einzelnen Betrieb auf Kosten der Arbeiterklasse und allen Werktätigen legal die Taschen füllen dürfe.

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Lenin vertrat den Standpunkt: „In dem Maße, wie sich das geschichtliche Schöpfertum der Menschen erweitert und vertieft, muss auch der Umfang der Bevölkerungsmasse wachsen, die bewusst Geschichte macht“ (Lenin, Werke Band 2, Seite 536; „Auf welches Erbe verzichten wir?“).

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Das geschichtliche "Schöpfertum" der modernen Revisionisten bestand hingegen lediglich darin, den Umfang des aus der Mehrarbeit der Arbeiterklasse und der Werktätigen herausgeschöpften Profits zu steigern.

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Chruschtschow ließ sich zum Beispiel als „Meister“ der Landwirtschaft feiern, während Getreide aus den USA importiert werden musste. Mit dem Chruschtschowschen „Gulasch-Kommunismus“ (vergleiche Lenins Verteidigung der materialistischen Geschichtsauffassung gegenüber dem vulgären ökonomischen Materialismus der ´legalen Marxisten`, in Lenins Werk: „Was sind die ´Volksfreunde` ) wurden die Errungenschaften der sozialistischen Wirtschaft parasitär verkonsumiert und aufgebraucht.

Mit dem Gulasch-Kommunismus sollte das Proletariat vom Klassenkampf gegen den Kapitalismus abgehalten werden. Mit vollem Magen kämpft`s sich schlechter.

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Die These Chruschtschows über das persönliche, materielle Interesse, des „materiellen Ansporns“, als die „treibende Kraft“ für die Entwicklung der sozialistischen Produktion, als die Basis für die Steigerung der Produktion und der Produktivität in der Arbeit, als „große Kraft“ für den Aufbau des Kommunismus befand sich im offenen Gegensatz zu den Lehren Marx`, Engels`, Lenins und Stalins.

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Das wesentliche Unterscheidungsmerkmal der verschiedenen Gesellschaftsklassen in der Quelle ihres Einkommens suchen heißt an die erste Stelle die Distributionsverhältnisse rücken, die doch in Wirklichkeit das Resultat der Produktionsverhältnisse sind. Auf diesen Fehler hat Marx vor langem hingewiesen und die Leute, die ihn nicht sahen, Vulgärsozialisten genannte“ (Lenin, Band 6, Seite 256, „Vulgärsozialismus und Volkstümlerei“).

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Für die ´legalen Marxisten`war der ökonomische Materialismus eine theoretische Waffe im Kampf gegen die materialistische Geschichtsauffassung und ein Mittel zur Rechtfertigung des Kapitalismus.

Die modernen Revisionisten benutzten den ökonomischen Materialismus als eine theoretische Waffe im Kampf für die Restauration des Kapitalismus, für ihren abgestuften „Reformkurs“ Richtung Kapitalismus, um den Einfluss der sozialistischen Arbeiterklasse einzudämmen, sie zum spontaneistischen Nachtrab zu verurteilen und schließlich ihren Einfluss auf die Wirtschaft auszuschalten.

Unter der „Unbeeinflussbarkeit“ und „Unüberwindlichkeit“ des Sozialismus verstanden die modernen Revisionisten in Wirklichkeit die „unbeeinflussbare und unüberwindliche“ Rückkehr des Sozialismus in den Kapitalismus, der sich die Arbeiterklasse zu fügen und mit der sie sich abzufinden habe.

Die sozialistische Wirtschaft läuft Bestens, die Produktion kommt vorwärts, uns geht es allen im Sozialismus immer besser, alles geht seinen sozialistischen Gang!“ - das war die platte, mechanistische Methode, mit der die modernen Revisionisten die revolutionären Grundlagen der sozialistischen Ökonomie allmählich mit ihren bürokratisch-administrativen Maßnahmen durch staatskapitalistische (und später privatkapitalistische) Grundlagen ersetzten, alles vermittels Missbrauch der Autorität und der hohen Achtung, die die Person des Genossen Stalin bei den Sowjetvölkern genoss.

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Stalin verteidigte treu den Leninismus gegen die modernen Revisionisten zum Beispiel in seiner erwähnten Schrift, welche die modernen Revisionisten nach seinem Tod als „dogmatisch“ und „anti-leninistisch“ verurteilten. Sie schlugen auf Stalin ein, aber meinten natürlich Lenin und die gesamte ökonomische Lehre des Marxismus-Leninismus.

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Woroschilow sagte in einem Gespräch mit Enver Hoxha 1954 – also ein Jahr nach Stalins Tod - :

Auf dem Gebiet der Wirtschaftsentwicklung hat er (Stalin) Fehler gemacht, deshalb trifft das Beiwort´Architekt des sozialistischen Aufbaus` mit dem man ihn belegt hat, nicht zu“ (zitiert aus Enver Hoxha: „Die Chruschtschowianer“, Seite 62).

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Das sind abstrakt-moralische, subjektivistische Bewertungen wie sie bereits früher von den Volkstümlern angewandt wurden.

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So wie die Volkstümler die Entwicklung des Kapitalismus mit dem vulgären Evolutionismus zu erklären versuchten, folgten die modernen Revisionisten deren Weg der Passivität und Anpassung, nur dass sie ihren eigenen vulgären Evolutionismus des Sozialismus zunächst hinter dem Marxismus-Leninismus verbargen. Diese Maske fiel bekanntlich mit dem 20. Parteitag. So, wie die Volkstümler die Entwicklung des Kapitalismus in qualitativen Sprüngen leugneten, leugneten die modernen Revisionisten die qualitativen Sprünge des Sozialismus.

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Damals brauchte man zum Sturz des Kapitalismus den Marxismus-Leninismus, nun, wo es den Sozialismus gibt, bräuchte man den Marxismus-Leninismus nicht mehr, könne man ihn am Betriebstor ohne schlechtes Gewissen abgeben. „Wozu braucht die Arbeiterklasse im Sozialismus noch den Marxismus-Leninismus, wozu braucht man an der wirtschaftlichen Front noch den Klassenkampf, wenn das Zentralkomitee alles zum Besten bestellt hat?“ „ Es genügt doch, wenn die Partei den Marxismus-Leninismus in Händen hält; was soll der Marxismus-Leninismus in den Arbeiterhänden, Arbeiterhände sind zum Arbeiten da, die Hände der Partei für den Marxismus-Leninismus?!“ [vergleichbar mit den Credo-Leuten, den Ökonomisten: Die Arbeiter führen den ökonomischen Kampf, die Intellektuellen, die Liberalen den politischen Kampf (siehe Lenin, „Was tun?“] – Anmerkung der Redaktion].

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Die Bürokraten fühlten sich so allmächtig, dass sie meinten, sich über die objektiven Gesetzmäßigkeiten der ökonomischen Entwicklung des Sozialismus hinwegsetzen, sie aufheben oder gar neue schaffen zu können. Ihr pragmatisches Motto hieß:

Alles was rentabel ist, Nutzen und Gewinn in dem jetzigen Moment bringt, ist gut“.

Einerlei, ob es sich wie zuerst bei den Volkstümlern um die Periode des Kapitalismus oder wie bei den modernen Revisionisten später um die Periode des Sozialismus handelte, wurde die Unaufhebbarkeit der objektiven Gesetze der politischen Ökonomie geleugnet.

Die modernen Revisionisten konnten diese Gesetze im Interesse der neuen Bourgeoisie ausnutzen, ihre korrekte Anwendung behindern, ihre Wirkungssphäre verringern und Bewegungsfreiheit einschränken.

Die objektiven Gesetze der politischen Ökonomie können der sozialistischen Produktionstätigkeit der Sowjetvölker aber niemals gegenübergestellt werden.

Wie Lenin lehrte, entstehen und verändern sie sich in der Produktion und im Klassenkampf. Diesen objektiven Gesetzen liegen die Produktionsverhältnisse und der Klassenkampf im Sozialismus zu Grunde.

Wenn sie also unabhängig vom Willen der sozialistischen Gesellschaft existieren, so heißt das nicht fatalistisch, dass die sozialistische Gesellschaft ihnen machtlos gegenübersteht und diese ihnen gegenüber sklavisch ausgeliefert sei.

Im Gegenteil, die politische Ökonomie, ob nun im Kapitalismus oder im Sozialismus, nutzt diese objektiven Gesetze in ihrem jeweiligen Interesse aus. Hierauf hat auch Genosse Stalin hingewiesen in seiner Schrift: “Die ökonomischen Probleme des Sozialismus in der UdSSR“ (Seite 5-8).

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Die ´legalen Marxisten` behaupteten, die Leninsche proletarische Parteilichkeit wäre „polemisch“ und „tendenziös“.

Die modernen Revisionisten ersetzten sie durch die Parteilichkeit für „die Interessen des gesamten Volkes“ (Objektivismus als Maskierung für die bürgerliche Parteilichkeit im Sozialismus).

In Wirklichkeit sollte mit der Beseitigung der proletarischen Parteilichkeit verhindert werden, die objektiven Gesetzmäßigkeiten der sozialistischen Entwicklung und ihre Probleme tiefer und richtiger zu erkennen, sollten die Revisionisten durch den „absterbenden“ Klassenkampf verschont werden. Die modernen Revisionisten retteten den struvistischen Objektivismus der „unüberwindlichen geschichtlichen Tendenzen“ in den Sozialismus, während der Materialist die Verschärfung des Klassenkampfes im Sozialismus berücksichtigt und von der Hegemonie der Arbeiterklasse spricht, die die sozialistische Wirtschaftsordnung dirigiert und dabei unvermeidlich Gegenwirkungen der Revisionisten hervorruft, denen er revolutionär entgegenzutreten hat.

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Lenin verteidigte die marxistische Auffassung vom (kapitalistischen) Staat, der keine über den Klassen stehende Organisation sei wie die Volkstümler das behaupteten. Der „Staat des ganzen Volkes“ stammt also aus dem Arsenal des alten Revisionismus, um die Diktatur des Proletariats zu verhindern und den die modernen Revisionisten dazu benutzten, erstens (sozial) um die Diktatur der Arbeiterklasse zu beseitigen und zweitens (national) um die Sowjetvölker zu russifizieren.

Der sozialistische Staat ist ein Machtorgan der herrschenden Arbeiterklasse gegen die unterdrückten Klassen.

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Von ihm zu sagen, er sei ´vor allem` (sic!?!) ´eine Organisation der Ordnung´ heißt die Theorie von Marx in einem sehr wichtigen Punkt nicht verstehen“ (Lenin, Der ökonomische Inhalt der Volkstümlerrichtung und die Kritik an ihr in dem Buch des Herrn Struve, Werke Band 1, Seite 434f).

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Nichts anderes würde Lenin den modernen Revisionisten geantwortet haben, wenn diese vom sozialistischen Staat als eine ´Organisation der sozialistischen Ordnung` faselten.

In dem Büchlein „Kritische Bemerkungen zur ökonomischen Entwicklung in Russland (1894) eliminierte Struve, der Führer des ´legalen Marxismus`, die These vom Klassenkampf, von der proletarischen Revolution und der Diktatur des Proletariats aus der Lehre von Marx. Nichts anderes taten die modernen Revisionisten, als in Struves Fußstapfen zu treten. So wie sich die alten Revisionisten auf die bürgerliche „Wissenschaft“ stützten, taten das wiederum auch die modernen Revisionisten – damals der Neukantianismus und zur Zeit der modernen Revisionisten der Pragmatismus als Grundlage des Revisionismus (pragmatischer Sozialismus als Ideologie des Sozialimperialismus). Die Ansichten der bürgerlichen Ökonomen aller Zeiten waren Wegbereiter für die Transformation von den offenen reaktionärsten Formen der bürgerlichen Wirtschaftsideologie im Kampf gegen die politische Ökonomie des Marxismus, zu den maskierten revisionistischen Formen innerhalb der internationalen kommunistischen und Arbeiterbewegung.

Gehen wir beim Kapitalismus in die Lehre, der versteht was vom praktischen Wirtschaften, der Sozialismus versteht nicht so zu wirtschaften wie der Kapitalismus usw. usf!“ - Das war sowohl die Leitlinie des alten Revisionismus als auch die des modernen Revisionismus. Das löste bei den kapitalistischen Ländern natürlich Begeisterungsstürme aus, genauso wie die Kapitalisten den Renegaten Bernstein beklatschten, dass dieser offen vom Marxismus Abstand nahm. Lenin lenkte schon früh die Aufmerksamkeit auf die Bemerkung Bernsteins, dass das „abschließende Unterkapitel des `Kapitals` (Über die geschichtliche Tendenz der kapitalistischen Akkumulation) `tendenziös` sei. Diese Anschuldigung ist in höchstem Grade abgegriffen; sie wurde von Eugen Dühring, Julius Wolf und vielen anderen in Deutschland erhoben, sie wurde (fügen wir von uns aus hinzu) von Herrn J. Shukowski in den siebziger Jahren und Herrn N. Michailowski in den neunziger Jahren erhoben – von demselben Herrn Michailowski, der seinerzeit Herrn J. Shukowski wegen dieser Anschuldigungen der Akrobatik bezichtigte“ (Lenin, Werke Band 4, Seite 188f, „Rezension. Karl Kautsky, Bernstein und das sozialdemokratische Programm. Eine Antikritik“).

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Auf dem Gebiet des historischen Materialismus ordneten die Bernsteinianer Marx dem „ökonomischen Materialismus“ zu, propagierten die Idee der Abschwächung der sozialen Widersprüche im Kapitalismus, predigten sie das Hinüberwachsen des Kapitalismus in den Sozialismus, während die modernen Revisionisten gleichermaßen, jedoch umgekehrt, die Idee der Abschwächung der sozialen Widersprüche im Sozialismus, vom Hinüberwachsen des Sozialismus in den Kapitalismus propagierten – natürlich nicht offen, sondern hinter der Maske des Marxismus-Leninismus versteckt.

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Die Revisionisten erklärten zum Beispiel die „Theorie des Zusammenbruchs“, dem der Kapitalismus entgegengehe, sei unhaltbar, denn es trete eine Tendenz zur „Abstumpfung und Milderung der Klassengegensätze“ zu Tage

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Die ersten „Theorien“ über den „Marktsozialismus“ tauchten in den 30er Jahren schon im Westen auf.

Die „sozialistische Marktwirtschaft“ wurden damals von der „neo-klassizistischen Schule“ vertreten.

Daraus entwickelten die modernen Revisionisten die „gemischte sozialistische Wirtschaft“ als Konvergenztheorie der beiden Wirtschaftssysteme, um damit ihre Restauration des Kapitalismus zu rechtfertigen und die Integration in das kapitalistische Weltwirtschaftssystem vorzubereiten.

Mit dieser „Theorie“ wird die Rolle der Diktatur des Proletariats bei der Leitung der Wirtschaft ausgeschlossen, wird die Dominanz des sozialistische Eigentum verneint und ebenso die der sozialistischen Planwirtschaft.

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Die allgemeine Tendenz der „Umorganisierung“ Chruschtschows in der Wirtschaft war beispielsweise die Dezentralisierung der Wirtschaftsleitung und der Übergang der Leitung der Wirtschaft von den politischen Organen, z.B. von den Sowjets zu den rein wirtschaftlichen Organen, z.B. zu den Räten der Volkswirtschaft, was der „Selbstverwaltung“ in Jugoslawien ähnelte.

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Außerdem erinnert die Wirtschaftsreform Chruschtschows an die Versuche der Gegner Lenins in den ersten Jahren des Sowjetstaates und der Diktatur des Proletariats, um die wirtschaftliche Leitung dem Staate der Diktatur des Proletariats zu entziehen und diese dem so genannten Kongress der Produzenten zu übergeben.

Bekanntlich haben Lenin und Stalin heftig gegen diese trotzkistischen Auffassungen gekämpft und diese gefährlichen Tendenzen der „Arbeiter-Opposition“ zerschlagen.

Geplant wird nur noch für den Markt – Ein Plan sei nur noch ein Element des Wertgesetzes.

Alle sozialistischen Elemente der Wirtschaft „koexistieren“ und „kooperieren“ vielmehr mit den kapitalistischen Elementen der Wirtschaft in einer Art „Hybrid“-Wirtschaft.

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Die modernen Revisionisten klammerten die Eigentumsverhältnisse aus und bedienten sich der „Theorie der Produktivkräfte“ als Triebkraft des „Marktsozialismus“, um damit zu „beweisen“, dass Sozialismus und Kommunismus angeblich nichts anderes seien als eine „Zeitverschiebung“ des Kapitalismus und dass die sozialistischen Elemente auch in den Ländern des fortgeschrittenen Kapitalismus vorzufinden seien, dass der Sozialismus in vielerlei Beziehungen gemeinsame Merkmale mit dem staatsmonopolistischen Kapitalismus aufweise.

Die bürgerlich-revisionistischen „Theoretiker“ vertraten sogar den Standpunkt, dass die sozialistische und die kapitalistische Verstaatlichung dem Wesen nach gleich seien. Genosse Enver Hoxha aber vertrat den marxistischen Standpunkt, dass sich mit der kapitalistischen Verstaatlichung nichts am Ausbeutungscharakter des bürgerlichen Staates ändere und mit sozialistischer Verstaatlichung, also mit der Überführung ins Volkseigentum folglich nichts zu tun habe.

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Wie Genosse Enver Hoxha betonte:

Sozialismus und Kapitalismus sind zwei verschiedene Gesellschaftsformationen, die sich gegenseitig ausschließen. Kapitalismus existiert nur so lange wie er die Ausbeutung und Unterdrückung des Proletariats und der werktätigen Massen aufrecht erhält, während der Sozialismus sich nur durch den Sturz und auf den Trümmern des Kapitalismus aufbauen und entwickeln lässt und dass es keinen Sozialismus ohne Diktatur des Proletariats, ohne sozialistisches Eigentum an den Produktionsmitteln geben kann und zwar in allen Bereichen und ohne Ausnahme“ (Enver Hoxha, Euro“kommunismus“ ist Antikommunismus, 1980, Seite 136-137).

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Es ist bekannt, dass Mao Tsetung ebenfalls ein Vertreter des „Marktsozialismus“ war und dass der chinesische Marktsozialismus mit dem Sozialismus der Sowjetunion Lenins und Stalins nichts zu tun hat.

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Das so genannte ungarische „Wirtschaftsmodell“ kann als Hybrid-Modell bezeichnet werden und hat die pseudo-sozialistischen Formen wie in der Sowjetunion noch stark verbreitet, viel eher abgelegt und ist schneller zu den kapitalistischen Formen des privaten Eigentums übergegangen und hat sich von dem Dezentralismus und der „Selbstverwaltung“ der Jugoslawen inspirieren lassen. Ungarn hatte sich dem kapitalistischen Westen – gleich nach Jugoslawien - am meisten geöffnet, weswegen man von dort aus das ungarische „Modell“ lobte, um sich selbst zu loben. Und natürlich haben die Sowjetrevisionisten von ihren „Bruderstaaten“ nicht weniger gelernt, ihren eigenen Kapitalismus zu restaurieren.

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Eine Form des Ökonomismus unter den Bedingungen des Aufbaus des Sozialismus war der Glaube der modernen Revisionisten an die Allmacht der spontanen ökonomischen Prozesse und die Herabminderung, ja Leugnung der aktiven Rolle der Arbeiterklasse, insbesondere ihre politische Rolle.

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Am weitesten Verbreitung fand die „Theorie“ des „Marktsozialismus“ natürlich bei den Euro“kommunisten“, als eine „sozialistische Wirtschaft ohne Dogmatismus“.

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Hier fanden sie in Westeuropa die klassischen Formen der politischen Ökonomie des Kapitalismus „in voller Pracht“ vor, auf die man in Osteuropa so neidisch war.

Die „Werttheorie“ und die „Preistheorie“ wurde von den Klassikern des Marxismus-Leninismus zurückgewiesen als typisch alte „Theorien“ der bürgerlichen und kleinbürgerlichen Ideologie.

Lenin sagte,

Hinsichtlich der Werttheorie ist nur zu sagen, dass die Revisionisten hier, außer höchst unklaren Andeutungen und Anspielungen auf Böhm-Bawerk [österreichischer bürgerlicher Ökonom- Anmerkung der Redaktion], rein gar nichts geleistet und daher in der Entwicklung des wissenschaftlichen Denkens keinerlei Spuren hinterlassen haben“ (Lenin, Band 15, Marxismus und Revisionismus, Seite 24).

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Die modernen Revisionisten bedienten sich solcher Überreste kapitalistischer Formen im Sozialismus, die sie wieder mit dem alten kapitalistischen Inhalt füllen konnten. Ihr Kurs der Entfaltung der Geld-Ware-Beziehung, des Profitstrebens als „Maßnahme zur Erhöhung der Effektivität der sozialistischen Produktion“ führte unweigerlich zur Übernahme entsprechender kapitalistischer Kategorien wie die Kategorie der Durchschnitts-Profitrate, des Produktiosnpreises, der Entfaltung der spontanen Marktkräfte usw. usf. Das waren alles Versuche der Modifizierung von Wert und Preis und die Einschmuggelung der kapitalistischen Kategorie des „Produktionspreises“ in die sozialistische Wirtschaft.

Die Revisionisten vertraten die These, dass im Sozialismus das Wertgesetz die Preise sowohl für die Konsumgüter als auch für die Produktionsmittel reguliert.

So wie im Kapitalismus müssten alle Preise auf dem Produktionspreis basieren. In der sozialistischen Wirtschaft ist jedoch kein Platz für derartige kapitalistische Modifikation des Werts und seinen Ausdruck durch die Mechanismen des Produktionspreises.

Die revisionistische „Theorie des optimalen Plans“ widerspricht sowohl dem Gesetz der geplanten und proportionierten Entwicklung der Wirtschaft als auch dem demokratischen Zentralismus der politischen Ökonomie des Sozialismus.

Es ist ein revisionistischer Versuch zur Förderung der Dezentralisation der Wirtschaft, ein Versuch, die „Selbstregulierung“ der Wirtschaft zu rechtfertigen.

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All diese revisionistischen Wirtschaftstheorien dienten den Revisionisten dazu, die Restauration des Kapitalismus alsWeiterentwicklung der sozialistischen Wirtschaft“, „als Vervollkommnung der sozialistischen Wirtschaft“ usw. usf. zu verkaufen.

Eine wirklich sozialistische Wirtschaft kann jedoch niemals durch kapitalistische Mechanismen der „Selbstregulierung“ existieren.

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Da, wo sie „sich selbst reguliert“, wird sie kapitalistisch reguliert.

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Eine sozialistische Wirtschaft ohne demokratischen Zentralismus und ohne Planung ist unmöglich, ist kapitalistische Wirtschaft.

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Die revisionistische Haltung gegenüber Krediten von den Kapitalisten hatte Enver Hoxha streng verurteilt.

Sogar in der Verfassung waren Kredite aus dem kapitalistischen Ausland verboten:

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§ 28.

In der Sozialistischen Volksrepublik Albanien ist die Vergabe von Konzessionen, die Gründung von ausländischen oder mit bürgerlichen und revisionistischen kapitalistischen Monopolen und Staaten gemeinsamen Wirtschafts- und Finanzgesellschaften und anderen Institutionen sowie die Annahme von Krediten von ihnen verboten“ (Tirana 1977, Seite 20, dt. Ausgabe)..

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Kann es überhaupt Sozialismus geben, der mit Krediten von den Kapitalisten oder mit ausländischen, kapitalistischen Betrieben auf sozialistischem Boden aufgebaut wird ? Seit wann steckt der Kapitalist sein Geld in die Wirtschaft seiner Totengräber rein? So was gibt es nur in revisionistischen Ländern, wo die westlichen Kapitalisten sicher sein konnten, dass es sich amortisiert..

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Lenins Kritik an den Ökonomisten, die er in „Was tun?“

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formulierte, war eine Weiterentwicklung der marxistischen Auffassung vom Wechselverhältnis zwischen der ökonomischen und politischen Form des Klassenkampfes.

Lenin begründete die These von der Vorrangigkeit des politischen Kampfes des Proletariats gegen die Bourgeoisie gegenüber dem ökonomischen..

Jeder Klassenkampf in der Gesellschaft, ob nun im Kapitalismus oder im Sozialismus, hat seine ökonomischen Wurzeln und Voraussetzungen, aber hieraus folgt nicht, dass der ökonomische Kampf dadurch vorrangige Bedeutung erlangt:

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Aus dem Umstand, dass die wirtschaftlichen Interessen eine entscheidende Rolle spielen, ist keineswegs zu folgern, dass der wirtschaftliche (=gewerkschaftliche) Kampf von ausschlaggebender Bedeutung sei, denn die wesentlichsten ´entscheidenden` Interessen der Klassen können nur durch radikale politische Umgestaltungen befriedigt werden, insbesondere kann das grundlegende wirtschaftliche Interesse des Proletariats nur durch eine politische Revolution befriedigt werden, die die Diktatur der Bourgeoisie durch die Diktatur des Proletariats ersetzt. B. Kritschewski wiederholt die Argumentation des W. W. Der russischen Sozialdemokratie` (die Politik folgt der Wirtschaft usw.) und der Bernsteinianer der deutschen Sozialdemokratie (Woltmann z. B. hat gerade mit solchen Argumenten nachzuweisen gesucht, die Arbeiter müssten, ehe sie an die politische Revolution denken können, erst einmal ´ökonomische Macht` erringen“ (Lenin, „Was tun?“, in Werke Band 5, Seite 436).

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So argumentieren übrigens auch die chinesischen Revisionisten: „Erstmal eine (kapitalistische) Wirtschaftsmacht werden, dann könne China ´zum Kommunismus` übergehen!“-

Das ist das Motto der heutigen chinesischen Sozialimperialisten.. Stalin hat klar den Leninismus in dieser Frage verteidigt.

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Auch im Sozialismus kann man die Politik nicht von der Ökonomik trennen, hebt die Ökonomik die Politik nicht auf, hat nicht die Politik der Wirtschaft zu folgen, sondern umgekehrt die Wirtschaft der Politik, denn die sozialistische Gesellschaft beruht auf Klassen, ist eine Klassengesellschaft, in der es unvermeidlich Klassenkampf gibt, indem die soziale Ungerechtigkeit noch nicht beseitigt und somit ihr Einfluss auf die sozialistische Wirtschaft bestehen bleibt.

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Die Klasse der Ausbeuter, der Gutsbesitzer und Kapitalisten, ist unter der Diktatur des Proletariats nicht verschwunden und kann nicht auf einmal verschwinden. Die Ausbeuter sind geschlagen, aber nicht vernichtet. Ihnen ist die internationale Basis geblieben, das internationale Kapital, dessen Filiale sie sind. Ihnen sind zum Teil gewisse Produktionsmittel geblieben, ist Geld geblieben, sind weitverzweigte gesellschaftliche Verbindungen geblieben. Ihr Widerstand ist gerade infolge ihrer Niederlage hundertmal, tausendmal stärker geworden“ (Lenin, Werke Band 30, Seite 99-100, „Ökonomik und Politik in der Epoche der Diktatur des Proletariats“).

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Wer diese Wahrheit Lenins , wie die modernen Revisionisten es getan haben, ignoriert und leugnet, wer leugnet, dass der Sozialismus unvermeidlich stets einen Boden für den Kapitalismus bietet und dagegen die energischsten Anstrengungen unternehmen muss, macht sich zum Helfershelfer des internationalen Kapitals, um den Sozialismus wieder in die Arme des Kapitalismus zu treiben, denn die allerstärkste sozialistische Wirtschaft ohne Diktatur des Proletariats bedeutet glatter Selbstmord für jede sozialistische Gesellschaft. Wer die Gesetze der politischen Ökonomie des Sozialismus verfälscht, zurückzerrt, sie missachtet, sie mit Füßen tritt, der bereitet der politischen Ökonomie des Kapitalismus den Weg.

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Die modernen Revisionisten hatten eine anti-marxistische Auffassungen von der Rolle der Produktivkräfte und der Produktionsverhältnisse.

Stalin widerlegt diese revisionistishen Auffassungen wie folgt:

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Gen. Jaroschenkos Hauptfehler besteht darin, dass er in der Frage, welche Rolle die Produktivkräfte und die Produktionsverhältnisse in der gesellschaftlichen Entwicklung spielen, vom Marxismus abgeht, die Rolle der Produktivkräfte zu sehr übertreibt, zugleich die Rolle der Produktionsverhältniusse zu sehr herabmindert und das ganze damit krönt, dass er die Produktionsverhältnisse beim Sozialismus zu einem Teil der Produktivkräfte erklärt (...) positive Funktionen der Produktionsverhältnisse sieht Gen. Jaroschenko nicht. (...) Erstens stimmt es nicht, dass die Rolle der Produktionsverhältnisse in der Geschichte der Gesellschaft auf die Rolle eines Hemmschuhs beschränkt ist, der die Entwicklung der Produktivkräfte aufhält. Wenn die Marxisten von einer hemmenden Rolle der Produktionsverhältnisse reden, so meinen sie dabei nicht jegliche Produktionsverhältnisse, sondern nur die alten Produktionsverhältnisse, die dem Wachstum der Produktivkräfte bereits nicht mehr entsprechen und folglich ihre Entwicklung hemmen. Aber außer alten Produktionsverhältnissen gibt es ja bekanntlich auch neue Produktionsverhältnisse, die an die Stelle der alten treten. Kann man sagen, dass die Rolle der neuen Produktionsverhältnisse auf die eines Hemmschuhs der Produktivkräfte hinausläuft? Nein, das kann man nicht. Im Gegenteil, die neuen Produktionsverhältnisse sind gerade die wichtigste und entscheidende Macht, die im Grunde bestimmend ist für die weitere und überdies machtvolle Entwicklung der Produktivkräfte, und ohne die die Produktivkräfte zum Dahinvegitieren verurteilt wären, wie dies gegenwärtig in den kapitalistischen Ländern der Fall ist. (...) Die neuen Produktionsverhältnisse können natürlich nicht ewig neu bleiben und bleiben es auch nicht. Sie beginnen zu altern, treten allmählich in einen Widerspruch zur weiteren Entwicklung der Produktivkräfte, sie beginnen die Rolle der Haupttriebfeder der Produktivkräfte zu verlieren und verwandeln sich in ihren Hemmschuh. Dann treten an die Stelle solcher schon alt gewordener Produktionsverhältnisse neue Produktionsverhältnisse zu Tage, deren Rolle darin besteht, die Haupttriebfeder der weiteren Entwicklung der Produktivkräfte zu sein. Diese Eigenart der Entwicklung der Produktionsverhältnisse von der Rolle eines Hemmschuhs der Produktivkräfte zur Rolle ihrer Haupttriebfeder und von der Rolle der Haupttriebfeder zur Rolle eines Hemmschuhs der Produktivkräfte ist eines der Hauptelemente der marxistischen materialistischen Dialektik. (...) Der Marxismus betrachtet die gesellschaftliche Produktion als ein Ganzes, das zwei unlöslich zusammenhängende Seiten hat: die Produktivkräfte der Gesellschaft ( als Beziehungen der Gesellschaft zu den Naturgewalten, im Kampfe mit denen sie die notwendigen materiellen Güter schafft) und die Produktionsverhältnisse ( die wechselseitigen Beziehungen der Menschen im Produktionsprozess). Das sind zwei verschiedene Seiten der gesellschaftlichen Produktion, obwohl sie unlöslich zusammenhängen. Und gerade, weil sie verschiedene Seiten der gesellschaftlichen Produktion sind, können sie aufeinander einwirken. Zu behaupten, die eine Seite könnte von der anderen verschlungen und in ihren Bestandteil verwandelt werden, heißt, sich am Marxismus schwer versündigen. (...) (Jaroschenko) ist offenbar mit Marx nicht ganz einverstanden. Er ist der Ansicht, dass dieser Marxsche Satz für die sozialistische Gesellschaft nicht anwendbar sei. Eben deshalb reduziert er das Problem der politischen Ökonomie des Sozialismus auf die Aufgabe einer rationellen Organisation der Produktivkräfte, wirft er die Produktionsverhältnisse, die ökonomischen Verhältnisse über Bord und reißt die Produktivkräfte von ihnen los“ (Stalin Ökonomische Probleme der Wirtschaft des Sozialismus in der UdSSR, Seite 71 – 84).

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Was heißt es, wenn man in der politischen Ökonomie des Sozialismus an Stelle der ökonomischen Probleme die Probleme der Organisation der Produktivkräfte unterschiebt? Das heißt die politische Ökonomie des Sozialismus liquidieren. ( ...) Gen. Jaroschenko trottet in Bucharins Fußtapfen“ (Stalin, ebenda Seite 87).

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Es würde dazu führen, dass wir die politische Ökonomie als Wissenschaft liquidieren, denn eine Wissenschaft kann ohne Anerkennung objektiver Gesetzmäßigkeiten, ohne Untersuchung dieser Gesetzmäßigkeiten nicht leben und sich nicht entwickeln. Indem wir aber die Wissenschaft liquidieren, nehmen wir uns die Möglichkeit, den Gang der Ereignisse im ökonomischen Leben des Landes vorauszusehen, d.h., wir nehmen uns selber die Möglichkeit, auch nur die elementarste Leitung der Wirtschaft in Gang zu bringen“ (Stalin, ebenda Seite 102/103).

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Stalin fasst die Einheit von Produktivkräften und Produktionsverhältnissen dialektisch-materialistisch auf. Hingegen sind nachfolgenden Auffassungen von Mao Tsetung, also die Mao Tsetung Ideen, metaphysisch und idealistisch, was nichts anderes heißt, als dass die Mao Tsetung-Ideen gar nicht zur marxistisch-leninistischen Erkenntnis der Wirklichkeit führen, sondern im Gegenteil von ihr wegführen sollen. Mao Tsetung jongliert mit marxistischen Begriffen, die den marxistisch-leninistischen Blick auf die Wirklichkeit verstellen.

Mit marxistischen Begriffen den marxistisch-leninistischen Inhalt ´widerlegen`, eben das heißt mit einfachen Worten ausgedrückt: Anwendung der Methode des Revisionismus und eben das heißt, mit den Mao Tsetung Ideen den Marxismus-Leninismus zu bekämpfen.

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In folgendem Beispiel `widerlegt` Mao Tsetung den marxistisch-leninistischen Gehalt durch das willkürliche und platte Vertauschen marxistischer Begriffe: er bezeichnet den dialektischen Materialismus als mechanischen Materialismus und gibt dafür umgekehrt, den mechanischen Materialismus als dialektischen Materialismus aus. Zitieren wir aus Maos Schrift „Über den Widerspruch“, Band I, Seite 394:

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„Wenn zum Beispiel in dem Widerspruch zwischen Produktivkräften und Produktionsverhältnissen die hauptsächliche Seite die Produktivkräfte sind, in dem Widerspruch zwischen Theorie und Praxis – die Praxis, in dem Widerspruch zwischen der ökonomischen Basis und dem Überbau – die ökonomische Basis, so fände (nach Meinung ´mancher Leute` [womit Mao die Marxisten-Leninisten meint- Anmerkung der Redaktion]) angeblich kein Platzwechsel [ mechanischer Platzwechsel im metaphysischen Sinne – dagegen qualitativer Sprung im dialektischen Sinne, Anmerkung der Redaktion] zwischen den beiden Seiten des Widerspruchs statt. Diese Auffassung ist kennzeichnend für den mechanischen Materialismus und nicht für den dialektischen Materialismus [genau umgekehrt !!! - Anmerkung der Redaktion]. Selbstverständlich spielen die Produktivkräfte, die Praxis und die ökonomische Basis im Allgemeinen die hauptsächliche, entscheidende Rolle, und wer das leugnet, ist kein Materialist. Man muss jedoch auch anerkennen, dass unter bestimmten Bedingungen die Produktionsverhältnisse, die Theorie und der Überbau an die Reihe kommen, die entscheidende, die Hauptrolle zu spielen.“

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Mao beschränkt sich auf die Symbolik der beiden Begriffe als ein bequemes Mittel, sich die eigentliche Begriffsbestimmung (also die Bestimmung ihres Wesens ) zu ersparen, um seinem Subjektivismus, seinem Eklektizismus, freie Bahn zu verschaffen. Wenn man den qualitativen Sprung - die revolutionäre Befreiung der Produktivkräfte aus den Fesseln der Produktionsverhältnisse nicht erklärt und lediglich vom „Platztausch“ spricht (Wechselwirkung ist alles, ihr Grund und Ziel ist nichts!), hat das nichts mehr mit Marxismus-Leninismus, sondern vielmehr mit Spontaneismus zu tun.

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Dass ein äußerlicher Platztausch stattfindet, dass sich ein Verhältnis umkehrt, macht noch keinen dialeketischen Materialismus aus, - das ist nichtssagend, tot, nur abstrakt = subjetivistisch, - und wer die materialistische Dialektik auf die formale Logik reduziert, ist ein Idealist. Ein Materialist wie Stalin deckt die wirklich allseitigen, inneren Beziehungen zwischen den Produktivkräften und den Produktionsverhältnissen auf, spiegelt das Wesentliche in der Bewegung von Produktivkräften und Produktionsverhältnissen wider, zeigt, dass sie als zwei Seiten des gemeinsamen Ganzen, nämlich der gesellschaftlichen Produktion, auf dieses einwirken, die Produktion hemmen oder beflügeln (nicht nur wechselseitige Verkettung von Ursache und Wirkung), zeigt das entscheidende Gesetz von der Einheit ( also ihr wesentliches Verhältnis), der notwendigen Übereinstimmung von Produktivkräften und Produktionsverhältnissen für das Fortkommen der gesellschaftlichen Produktion auf usw. usf.

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Maos „dialektischer Materialismus“ begnügt sich hingegen mit der Feststellung, dass die Seiten ihren Platz austauschen und begreift nicht, warum sie das tun müssen, dringt nicht zur Gesetzmäßigkeit ihrer dialektischen Bewegung vor und ist deswegen auch unfähig, sie für die Entfaltung der gesellschaftlichen Produktion richtig auszunutzen, was doch der eigentliche Zweck der ganzen Philosophie der Widersprüche zwischen Produktivkräften und Produktionsverhältnissen ist.

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Mao Tsetung griff den dialektischen Materialismus aber deswegen an, weil dieser determiniert und folglich beim willkürlichen Jonglieren hinderlich ist.

Ob nun die Begriffspaare „Produktivkräfte und Produktionsverhältnisse“, „Sein und Bewusstsein“, „Überbau und Basis“, „Proletariat und Bourgeoisie“, „Krieg und Frieden“ usw. usf. überall finden wir seine idealistische und metaphysische Methode, diese auszutauschen mit dem Platzwechsel. Lenin würde zu Mao sagen:

bloß, Wechselwirkung` = Hohlheit“ (Lenin, Konspekt zu Hegels „Wissenschaft der Logik“, Band 38, Seite 154) zwischen Gegensatzpaaren.

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Mao spannte die Philosophie der Widersprüche vor den Karren seiner opportunistischen Politik, benutzte sie zur Rechtfertigung seiner revisionistischen Linie und beraubte sie damit ihrer Wissenschaftlichkeit. Eine Philosophie war dann für Mao „brauchbar“, wenn sie seiner voluntaristisch-pragmatischen, anarchistischen Augenblickspolitik diente, ganz besonders die marxistische Philosophie, aber nicht nur diese allein, eben das kennzeichnet Mao Tsetung als ein Vertreter der Eklektiker, die sich aus den Weltanschauungen der verschiedenen Klassen jeweils das herausklauben, was in der gegebenen Situation und unter den gegebenen Bedingungen der herrschenden Klasse am besten in den Kram passt

(

Lenin:

allseitige, universelle Elastizität der Begriffe, Elastizität, die bis zur Identität der Gegensätze geht – das ist das Wesentliche. Diese Elastizität, subjektiv angewendet, = Eklektizismus und Sophistik, objektiv angewendet, d.h. so, dass sie die Allseitigkeit des materiellen Prozesses und seine Einheit widerspiegelt, ist Dialektik, ist die richtige Widerspiegelung der ewigen Entwicklung der Welt“ (Band 38, Seite 100).

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Wenn das Proletariat sich der Weltanschauung anderer Klassen bedient, um seine eigene Weltanschauung herauszuarbeiten, dann ist das richtig, denn nur damit macht sie sich zur universellen Weltanschauung, entwickelt sie sich zur klassenlosen Weltanschauung, aber das ist nicht das Gleiche, als wenn man die proletarische Weltanschauung mit allen anderen Weltanschauungen zusammen zu schustern versucht – das ist „universeller“ Revisionismus, Weltrevisionismus.

Das Weltproletariat kann das permanente Einfließen fremder Weltanschauungen in der Klassengesellschaft nicht verhindern, und muss gerade aus diesem Grund den konsequentesten Kampf für die Eigenständigkeit seiner eigenen Weltanschauung führen und sie hierzu von klassenfremden, reaktionären ideologischen Einflüssen permanent reinigen.

Genau das hat Mao eben in der Frage des Widerspruchs von Produktivkräften und Produktionsverhältnissen zu verhindern verstanden.

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Die modernen Revisionisten stützten sich auf eine vulgäre Anschauung über die „Produktivkräfte“, wonach allein die Produktivkräfte die absolute Rolle bei der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft spielen.

Im Grunde liefert die „Theorie der Produktivkräfte“ die ökonomische Untermauerung für die „Theorie des friedlichen, evolutionären, und nicht- revolutionären Übergangs des Kapitalismus zum Sozialismus“.

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Da die heutige technisch-wissenschaftliche Revolution die Notwendigkeit aufzeigt, die Produktivkräfte rationell einzusetzen, entstand – nach ihrer Meinung – „unvermeidlich auch die unbedingte Notwendigkeit“, die zwei großen Prozesse ihrer Regelung zu verquicken – nämlich des gesellschaftlichen und des privaten, des sozialistischen und des kapitalistischen. Den Leitfaden und die theoretische Hauptstütze dieser revisionistischen Einstellung bildete die vulgäre „alte Theorie“ der Produktivkräfte von Kautsky, der tollkühn erklärte:

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Russland hat in der Entwicklung der Produktivkräfte noch nicht die Höhe erreicht, bei welcher der Sozialismus möglich wäre“ (siehe Zitat bei Lenin, Band 33, Seite 464).

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Stalin polemisierte gegen Kautsky in seiner Schrift „Über die Grundlagen des Leninismus“ :

Herrn Kautskys `Theorie der Produktivkräfte` erklärt ´uns` das haargenau. Und wer an diese ´Theorie` nicht glaubt, sei kein Marxist. Die Rolle der Parteien? Ihre Bedeutung in der Bewegung? Aber was kann die Partei ausrichten gegen einen so entscheidenden Faktor wir den ´Entwicklungsstand der Produktivkräfte`?“ (Stalin, Band 6, Seite 82/83).

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Diese „Theorie der Produktivkräfte“ ist von der Geschichte der Sowjetunion überholt , aber von den modernen Revisionisten wieder aufgegriffen worden, um die Geschichte der Sowjetunion zu überholen.

Die Zeit wird kommen, wo die neuen Revisionisten die „Theorie der Produktivkräfte auf eine internationale Stufe „heben“ werden. Heute würde Kautsky prophezeien: „Die Welt hat in der Entwicklung der Produktivkräfte noch nicht die Höhe erreicht, bei welcher der Weltsozialismus möglich wäre.“

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Engels spricht von der Überproduktionskrise

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Vernichtung nicht allein der produzierten Lebens-, Genuss- und Entwicklungsmittel, sondern auch eines großen Teils der Produktivkräfte selbst – dass der so genannte Kampf ums Dasein also die Form annimmt: die von der bürgerlichen kapitalistischen Gesellschaft produzierten Produkte und Produktivkräfte gegen die vernichtende, zerstörende Wirkung dieser kapitalistischen Gesellschaftsordnung selber zu schützen, indem die Leitung der gesellschaftlichen Produktion und Verteilung der dazu unfähig gewordenen herrschenden Kapitalistenklasse abgenommen und der produzierenden Masse übertragen wird – und das ist die sozialistische Revolution“ (MEW, Band 20, Anti-Dühring, Seite 565/566).

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Die materiellen Produktivkräfte der russischen kapitalistischen Gesellschaft gerieten Anfang des 19. Jahrhunderts in Widerspruch mit den dort vorhandenen Produktionsverhältnissen (Eigentumsverhältnissen), innerhalb derer sie sich bewegt hatten. Aus Entwicklungsformen der Produktivkräfte schlugen diese Verhältnisse in Fesseln derselben um. Es begann die Epoche der siegreichen Sozialistischen Oktoberrevolution. Mit dem Aufbau der Ökonomie auf sozialistischen Grundlagen entstand die progressivste aller bisherigen ökonomischen Gesellschaftsformationen, die die Umwälzung des sozialistischen Überbaus bestimmte.

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In der Betrachtung solcher Umwälzungen muss man stets unterscheiden zwischen den materiellen naturwissenschaftlich treu zu konstatierenden Umwälzungen in den ökonomischen Produktionsbedingungen und den juristischen, politischen, religiösen, künstlerischen oder philosophischen, kurz, ideologischen Formen, worin sich die Menschen dieses Konflikts bewusst werden und ihn ausfechten“ (Marx, Vorwort „Zur Kritik der Politischen Ökonomie“).

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Eine besondere ideologische Form, worin sich die sozialistischen Menschen in der Sowjetunion und in Albanien dieses Konflikts bewusst wurden und ihn ausfochten, das war ihr ideologischer Klassenkampf gegen den Revisionismus bzw. gegen den modernen Revisionismus, gegen die Restauration des Kapitalismus. Dieser Kampf vollzog sich innerhalb der sozialistischen Gesellschaft nicht ohne Einfluss von außen. Es gab zunächst die revisionistische Hauptgefahr der inneren Selbstüberschätzung ( „Uns kann keiner was!

Wir sind unbesiegbar!“), gepaart mit der Gefahr der Überschätzung der Sowjetunion und ihres Einwirkens auf die kapitalistische Welt.

Aus dieser Selbstüberschätzung entstand die gefährlich wachsende Sorglosigkeit gegenüber dem äußeren Feind Die Unterschätzung der Tatsache, dass eine kapitalistische Umwelt besteht, war ein maßgeblicher Faktor für die weitere Ausbreitung der revisionistischen Ideologie in der Sowjetunion, was den Restaurationsprozess des Kapitalismus Auftrieb verlieh.

Stalin selber gab selbstkritisch zu:

In gewissem Maße lassen wir Bolschewiki alle ohne Ausnahme uns diese Unterschätzung zu Schulden kommen. (...) Womit ist dieses Versagen zu erklären? Dieses Versagen erklärt sich aus der Unterschätzung der Kraft und Bedeutung des Mechanismus der uns umgebenden bürgerlichen Staaten und ihrer Spionageorgane, die bestrebt sind, die Schwächen der Menschen, ihre Eitelkeit, ihre Charakterlosigkeit auszunutzen, um sie in ihre Spionagenetze zu verstricken und diese Netze um die Organe des Sowjetstaates zu ziehen. Es erklärt sich aus der Unterschätzung der Rolle und Bedeutung des Mechanismus unseres sozialistischen Staates und seines Abwehrdienstes, aus der Unterschätzung dieses Abwehrdienstes, aus dem Geschwätz, dass der Abwehrdienst im Sowjetstaate nebensächlich und bedeutungslos sei, dass man den sowjetischen Abwehrdienst, ebenso wie den Sowjetstaat selber, bald in ein Museum für Altertümer abschieben müsse. Auf welchem Boden konnte bei uns diese Unterschätzung aufkommen? Auf dem Boden der ungenügenden Ausarbeitung und Unvollständigkeit einiger allgemeiner Sätze der Lehre des Marxismus vom Staate. Sie fand Verbreitung infolge unseres sträflich sorglosen Verhaltens zu den Fragen der Staatstheorie [und wir fügen als Redaktion hinzu – insbesondere der Wirtschaftstheorie und der marxistisch-leninistischen Theorie überhaupt], obwohl wir über die praktische Erfahrung einer zwanzigjährigen staatlichen Tätigkeit verfügen, die ein reiches Material für theoretische Verallgemeinerungen liefert, obwohl wir die Möglichkeit haben, diese theoretische Lücke, bei richtigem Willen unsererseits, erfolgreich auszufüllen. Wir hatten den überaus wichtigen Hinweis Lenins auf die theoretischen Pflichten der russischen Marxisten vergessen, die berufen sind, die Theorie des Marxismus weiter auszuarbeiten“ (Stalin, Band 14, Rechenschaftsbericht an den XVIII. Parteitag), Seite 223-224).

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Es ist Zeit, mit dem faulen Standpunkt der Nichteinmischung in die Produktion Schluss zu machen!“ (Stalin, Band 13, Seite 38, „Über die Aufgaben der Wirtschafter“).

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Wenn wir uns heute mit der politischen Ökonomie des Revisionismus befassen, dann muss man diese selbstkritischen Worte Stalins, die er immerhin schon im März 1939 (also schon vor dem 2. Weltkrieg !!!) äußerte, sehr ernst nehmen und die größte Bedeutung beimessen für den Weg zur sozialistischen Weltrevolution.

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Wäre Stalins Schrift „Die ökonomischen Probleme des Sozialismus in der UdSSR“ 10 Jahre früher geschrieben worden und hätte die bolschewistische Partei ihre theoretischen Lücken rechtzeitig gefüllt, dann hätten sich auch nicht die Revisionisten darin so breit machen können, wie sie es dann ja auch taten.

Wenn man also von den Ursachen der Restauration des Kapitalismus in der Sowjetunion spricht, so muss man die Ursachen des sträflichen „Vergessens, die Theorie des Marxismus weiter auszuarbeiten“ in allen Konsequenzen vollständig in Betracht ziehen:

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Ohne revolutionäre Theorie keine revolutionäre Bewegung, ohne die marxistisch-leninistische Wirtschaftstheorie, ohne die politische Ökonomie des Sozialismus, zu meistern kann man auch die sozialistische Wirtschaft nicht meistern. Was heißt das aber? Das heißt: da, wo sich die sozialistische Wirtschaft nicht weiterentwickelt, entwickelt sich gesetzmäßig nichts anderes weiter als der revisionistische Einfluss, findet er immer mehr kapitalistischen Nährboden.

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Das Tempo bei der Weiterentwicklung des Marxismus-Leninismus zu verlangsamen, das bedeutet zurückbleiben.

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Rückständige werden geschlagen.

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Und Marxisten-Leninisten, die sich nicht theoretische weiter entwickeln, werden zu rückständigen Marxisten-Leninisten und rückständige Marxisten-Leninisten werden von Revisionisten geschlagen !

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Auch das ist eine tragische Lehre aus 50 Jahren Kommunismus im Kampf gegen den modernen Revisionismus.

Wo die politische Ökonomie des Marxismus-Leninismus zurückbleibt, da bleibt auch die sozialistische Wirtschaft zurück.

Da, wo der Marxismus-Leninismus zurückbleibt, gewinnt der Revisionismus an Boden.

Da, wo die sozialistische Wirtschaft zurückbleibt, da gewinnt die Restauration des Kapitalismus an Boden.

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Der Sozialismus „in einem Land“, das heißt ein Sozialismus, der von der ganzen kapitalistisch(-revisionistischen) Welt eingekreist ist, hat naturgemäß erschwerte Bedingungen für die Festigung und Vervollkommnung des Sozialismus und damit logischerweise um so größere Probleme mit der Bewältigung der Gefahr der Restauration des Kapitalismus- eben durch den weltkapitalistischen Einfluss von außen. Ein großer Teil der für den Aufbau des Sozialismus benötigten Energie und Anstrengung wurde unvermeidlich abgezwackt für den Schutz der Diktatur des Proletariats gegenüber den inneren und äußeren Feinden, gegen die alten Gewohnheiten, die Überbleibsel der alten Gesellschaft, Interventionskriege der Imperialisten gegen die Sowjetunion, Bürgerkrieg, II. Weltkrieg. Das waren alles belastende Bedingungen, die an die Substanz gingen, aber solange erfolgreich gelöst werden konnten, wie an der bolschewistischen Linie Lenins und Stalins, am Marxismus-Leninismus, festgehalten wurde, die Diktatur des Proletariats in dem sich verschärfenden Klassenkampf im Sozialismus immer weiter zu festigen und auszubauen, um die auftretenden revisionistischen Elemente zu schlagen.

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Das Gegenteil passierte.

Nach Stalins Tod und insbesondere mit dem 20. Parteitag der KPdSU wurde die Umkehr des Sozialismus zurück zum Kapitalismus offiziell zum Programm erhoben und es wurde beschlossen, den schon lange vorbereiteten Weg der Restauration des Kapitalismus energischer und offen fortzusetzen und ihn zu Ende zu gehen bis der russische Imperialismus wieder vollständig in die imperialistische Weltordnung eingegliedert war. Welche komplizierten Widersprüche beinhalten den Prozess der Restauration der alten Gesellschaftsformation aus der neuen und wie wirken sie?

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Die sozialistische Gesellschaftsformation geht erst unter, wenn die Produktivkräfte und die Produktionsverhältnisse in einen nicht mehr lösbaren Konflikt geraten sind, also nachdem die Produktivkräfte so weit zerstört worden sind, dass sie für die Aufrechterhaltung des Sozialismus gegenüber der kapitalistischen Welt nicht mehr ausreichen.

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Und die alten, niedrigeren, kapitalistischen Produktionsverhältnisse treten erst an die Stelle der höheren, sozialistischen Produktionsverhältnisse, wenn ihre materiellen Existenzbedingungen im Schoß der sozialistischen Gesellschaft selbst ausgebrütet worden sind.

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Die Aufgabe, ein sozialistisches Land zu schaffen, konnten die Menschen lösen, denn die materiellen Bedingungen der Verwandlung eines kapitalistischen Landes in ein sozialistisches Land, des Fertigwerdens der sozialistischen Elemente mit den kapitalistischen Elementen aus eigener Kraft im eigenen Land, waren für diese Lösung gegeben.

Die Aufgabe, eine sozialistische Welt zu schaffen, konnten die Menschen eines sozialistischen Landes nicht lösen, denn die materiellen Bedingungen ihrer Lösung, um die kapitalistische Welt in die sozialistische Welt zu verwandeln, sind erst mit der Globalisierung im Prozess ihres Werdens begriffen.

Die Wirtschaft eines sozialistischen Landes allein, kann nicht die kapitalistische Weltwirtschaft in eine sozialistische Weltwirtschaft verwandeln, kann sich noch nicht einmal auf Dauer gegenüber der Übermacht des Weltkapitalismus behaupten, wenn es keine Hilfe vom Weltproletariat, von den Proletariern in anderen sozialistischen Ländern erhält.

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Auf einer gewissen Stufe ihrer Entwicklung gerieten die materiellen Produktivkräfte der sozialistischen Gesellschaft in Widerspruch mit den sich heranbildenden staatskapitalistischen Produktionsverhältnissen, innerhalb derer sie sich nicht weiter entwickeln konnten. Aus sozialistischen Entwicklungsformen der Produktivkräfte schlugen diese stattskapitalistischen Produktionsverhältnisse in Fesseln derselben um, wirkten sich die Übergangsformen zu den kapitalistischen Produktionsverhältnissen verlangsamend und hemmend auf die weitere Entwicklung der Produktivkräfte aus, gaben sie ihnen nicht genügend Spielraum für ihre weitere Entfaltung, kam es zu immer tiefer gehenden Störungen der Einheit und Übereinstimmung von Produktivkräften und Produktionsverhältnissen im sozialistischen Produktionssystem, resultierten daraus Krisenerscheinungen der Produktion, kam es zu zerstörten Produktivkräften, zu Engpässen, Arbeitslosigkeit, Bankrotts wirtschaftlicher Betriebe, kam es zum Zerfall und schließlich zum völligen Zusammenbruch der sozialistischen Wirtschaft.

Der Übergang oder das Umschlagen von der Übereinstimmung zur Nichtübereinstimmung der sozialistischen Produktionsverhältnisse mit dem gesellschaftlichen Charakter der Produktivkräfte ist typisch für einen Sozialismus, der in den Kapitalismus restauriert wird.

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Daher lautet unsere Definition:

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Die politische Ökonomie des modernen Revisionismus ist die Lehre von der Beseitigung der sozialistischen Übereinstimmung von Produktionsverhältnissen und Produktivkräften unter dem Deckmantel der Politökonomie des Marxismus-Leninismus.

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Die Sowjetunion ging den Weg vom Kapitalismus zum Sozialismus über den Staatskapitalismus unter der Diktatur des Proletariats (NÖP). Und zurück ging die Sowjetunion den Weg vom Sozialismus zum Kapitalismus wiederum über den Staatskapitalismus -diesmal unter der Diktatur der neuen sozialistischen Bourgeoisie (= neuer staatsmonopolistischer Kapitalismus revisionistischen Typs).

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Der heutige sowjetische Staat verwaltet als Gesamtkapitalist die Produktionsmittel im Namen und im Interesse der sowjetischen neuen Bourgeoisie. Das sozialistische Gemeineigentum wurde zu einem Staatskapitalismus neuen Typs“ (Enver Hoxha – Zitat nicht zur Hand)

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Die staatskapitalistische Nichtübereinstimmung hat aber weder in der relativ langlebigen revisionistischen Sowjetunion noch im relativ kurzlebigen revisionistischen Albanien zu einer sozialen Revolution geführt, um die sozialistischen Produktionsverhältnisse durch die Beseitigung der staatskapitalistischen Produktionsverhältnisse wieder herzustellen. Es kam weiter zu einer Verschärfung des Konflikts der Nichtübereinstimmung und zwar in dem Maße, wie sich das Staatskapital in das Privatkapital verwandelte und wie sich infolgedessen das kapitalistische Privateigentum an den Produktionsmitteln vermehrte und in das Weltkapital einfloss.

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Mit Hilfe der Unterstützung des Weltkapitalismus von außen wurde unter der sozialfaschistischen Konterrevolution von innen der Weg in das kapitalistische Weltsystem vollzogen.

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Mit der Globalisierung der Produktivkräfte verändern sich die globalen Produktionsverhältnisse.

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Sie hemmen die globalisierten Produktivkräfte, was nicht zuletzt auch die sozialistische Weltrevolution beschleunigen wird, um die globalisierte Nichtübereinstimmung der Weltproduktionsverhältnisse mit dem gesellschaftlichen Charakter der Weltproduktivkräfte zu beseitigen, und zwar nicht etwa um die ehemalige sozialistische Übereinstimmung auf nationaler Ebene zu wiederholen, sondern sie auf höherer Stufe wieder herzustellen, nämlich im globalisierten Rahmen der völligen Übereinstimmung des weltgesellschaftlichen Eigentums an allen Produktionsmitteln der Welt mit dem gesellschaftlichen Charakter aller Weltproduktionsprozesse.

Engels drückt das so aus:

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Diese Negation zu negieren, das Gemeineigentum auf einer höheren Stufe wieder herzustellen, ist die Aufgabe der sozialen Revolution“ (MEW, Band 20, Anti-Dührung, Seite 583).

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Was auf die heutige Zeit angewendet nichts anderes bedeutet als:

das sozialistische Eigentum in „einem“ Land auf einer höheren Entwicklungsstufe als weltsozialistisches Eigentum wieder herzustellen, ist die Aufgabe der sozialistischen Weltrevolution.

Mit dem Erwerb neuer globaler Produktivkräfte verändert sich die Produktionsweise auf der ganzen Welt und das Weltproletariat wird das erste Mal in seiner Geschichte in die Lage versetzt, seine Produktionsverhältnisse, seine Lebensweise und damit die Lebensweise der ganzen Menschheit grundsätzlich zu verbessern.

Die Entstehung und Ablösung der globalisierten kapitalistischen Produktionsweise durch die Entstehung und Ablösung der globalisierten sozialistischen Produktionsweise ist ein gesetzmäßiger, historischer Prozess auf höherer Stufenleiter der gesellschaftlichen Entwicklung. Aus der Globalisierung der privaten Aneignung des wichtigsten Teils der Weltproduktionsmittel folgt auch deren globalisierte Expropriation durch die Diktatur des Weltproletariats .

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Die Macht des Weltproletariats schafft jene Voraussetzungen der Entwicklung eines neuen Weltwirtschaftsorganismus, der die Rolle der Warenproduktion als Regulator der Weltproduktion überflüssig macht und der Warenproduktion Zügel anlegt und sie Schritt für Schritt aus der Welt schafft im Prozess der vollständigen Vergesellschaftung aller Produktionsmittel, im Prozess der Überwindung der nationalen Schranken, im Prozess der Vergesellschaftung der genossenschaftlichen Kollektivwirtschaft, im Prozess der Schaffung eines einheitlichen wirtschaftlichen Weltorganismus`;

kurz:

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Der Weltsozialismus besteht in der der schrittweisen Aufhebung der internationalen kapitalistischen Warenwirtschaft.

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Stalin spricht von den „Jammermarxisten“, die die Macht erst ergreifen wollen, wenn sämtliche Produktionsmittel erst vollkommen vergesellschaftet sind (friedliches Hinüberwachsen des globalisierten Weltkapitalismus zum Weltsozialismus). Das Weltproletariat darf jedoch die günstigen Bedingungen der Globalisierung seiner Klassenorganisationen für seine globalisierte Machtergreifung nicht versäumen. Das Weltproletariat muss seine Weltmacht ergreifen, ohne auf den Augenblick zu warten, zu dem der Weltkapitalismus dies fertig gebracht haben wird. Die Weltexpropriation der Produktionsmittel zunächst in den globalisierten Schlüsselindustrien, die Vergesellschaftung der Produktion der Weltenergie usw. usf. sind bereits durch die sozialistische Revolution verwirklichbar unter der Diktatur des Weltproletariats.

Wie die Weltproduktivkräfte, so werden auch die Weltproduktionsverhältnisse sein müssen – unter dieser Voraussetzung wird die sozialistische Weltwirtschaft aufgebaut.

Die Wechselbeziehungen aller Menschen im Weltproduktionsprozess bekommen den Charakter kameradschaftlicher Zusammenarbeit und Hilfe aller sozialistischer Länder untereinander, die von Ausbeutung frei sind.

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Der Kommunismus weiß, dass die Vereinigung der Völker in einer einheitlichen Weltwirtschaft nur auf der Grundlage gegenseitigen Vertrauens und freiwilligen Übereinkommens möglich ist, er weiß, dass der Weg zur Bildung einer freiwilligen Vereinigung der Völker über die Lostrennung der Kolonien von dem ´einheitlichen` imperialistischen ´Ganzen` , über ihre Umwandlung in selbständige Staaten führt“ (Stalin, Band 6, Seite 129).

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Um die Sympathien der unterdrückten Völker für die sozialistische Weltwirtschaft zu gewinnen, muss das Weltproletariat mit seiner sozialistischen Weltrevolution durch Unterstützung aller verbündeten unterdrückten Völker nicht nur die eigenen Ketten der kapitalistischen Lohnsklaverei, sondern auch die weltimperialistischen Ketten aller ausgebeuteten und unterdrückten Völker sprengen und die Macht über die Weltproduktionsmittel erobern. Dadurch entwickelt sich die sozialistische Weltwirtschaft in beschleunigtem Tempo, können die Geschwüre und Eiterbeulen des Weltimperialismus immer gründlicher beseitigt werden. Mit der sozialistischen Weltproduktionsweise verändert die Menschheit alle bisherigen gesellschaftlichen Verhältnisse, schafft sie alle Klassenverhältnisse ab, schafft sie sich klassenlose Verhältnisse, schafft sie sich die weltkommunistische Gesellschaft. Die Komintern / ML hat das in ihrem Manifest des Weltbolschewismus“ dargelegt.

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Marx hat die Dialektik Hegels in ihrer rationellen Form auf die politische Ökonomie angewendet. (...) So wie die einfache Wertform, der einzelne Akt des Tausches einer einzelnen gegebenen Ware gegen eine andere schon in unentwickelter Form alle Hauptwidersprüche des Kapitalismus in sich einschließt – so bedeutet schon die einfachste Verallgemeinerung, die erste und einfachste Bildung von Begriffen (Urteilen, Schlüssen etc.) die immer mehr fortschreitende Erkenntnis des tiefen objektiven Weltzusammenhanges durch den Menschen““ (Lenin, Band 38, Seite 168/169).

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Die politische Ökonomie untersucht die Gesetze der gesellschaftlichen Produktion und der Verteilung der materiellen Güter auf den verschiedenen Entwicklungsstufen der menschlichen Gesellschaft und ist also

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„die Wissenschaft von den Bedingungen und Formen, unter denen die verschiedenen menschlichen Gesellschaften produziert und ausgetauscht, und unter denen sich demgemäß jedesmal die Produkte verteilt haben“ (Engels„Anti-Dühring“).

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Gegenstand der politischen Ökonomie sind die Produktionsverhältnisse, die ökonomischen Verhältnisse der Menschen.

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Dazu gehören

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a)

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die Formen des Eigentums an den Produktionsmitteln;

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b)

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die sich daraus ergebende Stellung der verschiedenen sozialen Gruppen in der Produktion und ihre Wechselbeziehungen oder, wie Marx sagt, die Art, wie sie ´ihre Tätigkeiten gegeneinander austauschen`;

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c)

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die voll und ganz von ihnen abhängenden Formen der Verteilung des Produkts. Das alles zusammen bildet den Gegenstand der politischen Ökonomie (Stalin, Ökonomische Probleme der sozialistischen Wirtschaft in der UdSSR, Seite 88).

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Die verschiedenen Gesellschaftsformationen sind in ihrer ökonomischen Entwicklung nicht nur ihren spezifischen ökonomischen Gesetzen unterworfen, sondern auch den allen Formationen gemeinsamen ökonomischen Gesetzen, zum Beispiel solchen Gesetzen wie dem Gesetz von der Einheit der Produktivkräfte und der Produktionsverhältnisse in der einheitlichen und gesellschaftlichen Produktion, dem Gesetz von den Beziehungen zwischen den Produktivkräften und den Produktionsverhältnissen im Entwicklungsprozess aller Gesellschaftsformationen.

Somit sind die Gesellschaftsformationen nicht nur voneinander getrennt durch ihre spezifischen Gesetze, sondern auch miteinander verbunden durch die allen Formationen gemeinsamen ökonomischen Gesetze“ (Stalin, Ökonomische Probleme der sozialistischen Wirtschaft in der UdSSR, Seite 85/86).

Die marxistische Anschauung der Geschichte des modernen Revisionismus geht von dem Satz aus, dass die Produktion und der Austausch ihrer Produkte, die Grundlage der revisionistischen Gesellschaftsordnung ist; dass die Verteilung der Produkte und mit ihr die soziale Gliederung der revisionistischen Gesellschaft in Klassen sich danach richtet, was und wie produziert und wie das Produzierte ausgetauscht wurde. Hiernach sind die Ursachen für die Restauration des Kapitalismus und für die politischen Umwälzung aus der sozialistischen Gesellschaft in die revisionistische Gesellschaft und damit in die kapitalistische Gesellschaft, zu suchen, also in der revisionistischen Ökonomie und nicht in der revisionistischen Ideologie.

So wie die Gesetze der politischen Ökonomie beim Kapitalismus objektiven Charakter haben, welche die sich unabhängig von unserem Willen vollziehenden Prozesse des ökonomischen Lebens widerspiegeln, so sind auch die Gesetze der politischen Ökonomie beim Sozialismus, beim restaurierten Kapitalismus und beim restaurierten Sozialismus objektive Gesetze.

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Im System der ökonomischen Gesetze und darüber hinaus aller gesellschaftlichen Gesetze spielte das ökonomische Grundgesetz in der Geschichte aller bisherigen Gesellschaftsformationen stets die dominierende und entscheidende Rolle und dies tut es auch in der gegenwärtigen und diese einmal ablösende zukünftige Gesellschaftsformation.

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Das ökonomische Grundgesetz des Kapitalismus im Allgemeinen, des monopolistischen Kapitalismus im Besonderen, des Sozialismus, der Restauration des Kapitalismus und der Restauration des Sozialismus sind solche Gesetze, die nicht irgendwelche einzelnen Seiten oder irgendwelche einzelnen Entwicklungsprozesse der Produktion bestimmen, sondern alle wichtigsten Seiten und alle wichtigsten Prozesse dieser Entwicklung, die folglich das Wesen der Produktion, ihre Quintessenz bestimmen.

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Was ist nun das ökonomische Grundgesetz des Kapitalismus, des monopolistischen Kapitalismus, des Sozialismus, der Restauration des Kapitalismus und das ökonomische Gesetz des restaurierten Sozialismus ?

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Wir kennen die ersten drei Definitionen von den Klassikern und leiten davon die beiden nächstfolgenden ab:

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1.

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Das ökonomische Grundgesetz des Kapitalismus ist das Bewegungsgesetz der kapitalistischen Produktionsweise, das auf der privaten Aneignung der Produktionsmittel, auf der Triebfeder des Mehrwertgesetzes , auf Lohnsklaverei beruht zum Zwecke der Mehrung des Profits.

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2.

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Das ökonomische Grundgesetz des monopolistischen Kapitalismus ist das Bewegungsgesetz, die Triebfeder der monopolistischen Produktionsweise zum Zwecke der Vermehrung des maximalen Profits. „Die wichtigsten Merkmale und Forderungen des ökonomischen Grundgesetzes des modernen Kapitalismus könnte man ungefähr folgendermaßen formulieren: Sicherung eines kapitalistischen Maximalprofits durch Ausbeutung, Ruinierung und Verelendung der Bevölkerungsmehrheit des gegebenen Landes, durch Unterjochung und systematische Ausplünderung der Völker anderer Länder, insbesondere rückständiger Läner, schließlich durch Kriege und Militarisierung der Volkswirtschaft, die zur Sicherung von Höchstprofiten ausgenutzt werden“ (Stalin, ebenda Seite 47).

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3.

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Das ökonomische Grundgesetz des Sozialismus ist das Bewegungsgesetz der sozialistischen Produktionsweise, das sich darin ausdrückt, dass die Produktivkräfte mit dem vergesellschafteten Charakter der Produktionsverhältnisse in Übereinstimmung gebracht werden, um eine maximale Befriedigung der ständig wachsenden materiellen und kulturellen Bedürfnisse der gesamten Gesellschaft durch ununterbrochenes Wachstum und ununterbrochene Vervollkommnung der sozialistischen Produktion auf der Basis der höchsten Technik zu sichern.

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4.

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Das ökonomische Grundgesetz der Restauration des Kapitalismus ist das dialektische Bewegungsgesetz von der Umwandlung der sozialistischen in die kapitalistische Produktionsweise, insbesondere die Verwandlung der sozialistischen Produktionsverhältnisse in kapitalistische Produktionsverhältnisse vermittels der Macht des Monopols des Staates der neuen Bourgeoisie.

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Der Parasitismus ist charakteristisch für jeden imperialistischen Staat, insbesondere auch für den sozialimperialistischen Staat ( Ausplünderung anderer Völker und Päppelung der sozialistischen Arbeiteraristokratie als soziale Stütze gegen die Arbeiterklasse und die werktätigen Massen – Förderung des Fäulnisprozesses in der sozialistischen Arbeiterklasse), der nicht aus dem Kapitalismus, sondern aus dem Sozialismus entstanden ist. Dieser schränkt das Wirken des ökonomischen Grundgesetzes des Sozialismus immer mehr ein, sanktioniert es, erstickt es, so dass es nicht mehr die Kraft zum Atmen und Gedeihen hat und sich in Fäulnis zersetzt, während gleichzeitig das ökonomische Grundgesetz des monopolistischen Kapitalismus, die Erzielung von Höchstprofiten aktiviert und in den Vordergrund gerückt wird, sich dabei der sozialistischen Errungenschaften bedient, um als kapitalistischer Parasit im sozialistischen Organismus zu gedeihen. Der sozialistische Fäulnisprozess wird erzeugt durch das Staatsmonopol der Bourgeoisie über die Produktionsmittel. Indem die neue Bourgeoisie der sozialistischen Gesellschaft das Volkseigentum raubt, werden die neuen kapitalistischen Produktionsverhältnisse zum Hemmschuh der Produktivkräfte des Sozialismus und verurteilen diese zum Dahinvegetieren und schließlich zumVerfaulen, zur Verelendung der Arbeiterklasse und der werktätigen Massen. Mit der vollständigen Wiederherstellung der kapitalistischen Produktion stirbt die sozialistische Produktion schließlich vollständig ab. Damit stirbt auch die nicht-antagonistische sozialistische Klassengesellschaft, macht sie der antagonistischen Klassengesellschaft des Kapitalismus wieder Platz.

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Der Marxismus-Leninismus ist die einzige Theorie, die auf wissenschaftlichen Grundlagen den Verfall der ökonomischen Gesellschaftsformation des Sozialismus, die Gesamtheit seines Fäulnisprozesses und alle die ihm innewohnenden Gesetzmäßigkeiten und Widersprüche erforschen, aufzeigen, erklären und deuten kann.

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Die neue Bourgeoisie des Revisionismus an der Macht stützt sich auf die Erkenntnis und Erfahrung im Umgang mit dem Grundgesetz der sozialistischen Ökonomie, versteht es, diesem eine rückwirkende Richtung zu geben, seine Wirkungssphäre zu beschränken, es zu verletzen, um es zu entkräften und seine Prozesse zu stören und den zum Durchbruch drängenden kapitalistischen Gesetzen immer mehr Bewegungsfreiheit zu verschaffen, ohne sie dabei willkürlich aufheben oder ersetzen zu können. All das setzt voraus, dass die Überreste der Wirkungen des ökonomischen Grundgesetzes des Kapitalismus noch nicht vollkommen überwunden und noch nicht beseitigt sind. Das ist sogar die Grundvoraussetzung dafür, dass sich das kapitalistische Grundgesetz der Ökonomie wieder regenerieren kann. Dies ist vom dialektischen Standpunkt des Materialismus auch gar nicht anders möglich, denn es handelt sich bei der Gesellschaftsformation des Sozialismus ja um eine Gesellschaftsformation, die erstens aus dem Schoß der alten hervorgegangen ist und sich zweitens nur in einem einzelnen Land entwickeln konnte unter den Bedingungen der internationalen Vorherrschaft des Weltimperialismus. Das bedeutete, das sich die Muttermale im historischen Prozess nicht sofort und vor allem nicht völlig abschütteln ließen, dass es nicht nur notwendig war, einen permanenten, revolutionären Klassenkampf zur Überwindung der kapitalistischen Muttermerkmale im eigenen Land zu führen, sondern auch dem Druck der kapitalistischen Umkreisung standzuhalten, also gleichzeitig einen Klassenkampf gegen den internationalen Klassenfeind zu führen.

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Die Warenproduktion und das Wertgesetz und die ihnen innewohnenden Gefahren der Restauration des Kapitalismus werden erhalten bleiben, wenn die kapitalistische Umkreisung eines sozialistischen Staates nicht beseitigt wird. Die Warenproduktion und das Wertgesetz und die ihnen innewohnenden Gefahren der Restauration des Kapitalismus werden nicht erhalten bleiben, sondern absterben, wenn die kapitalistische Umkreisung beseitigt, wenn sie durch eine sozialistische Umwelt abgelöst wird. Die Ablösung der kapitalistischen Umkreisung durch eine sozialistische Umwelt aber ist nicht anders möglich und verwirklichbar als durch die sozialistische Weltrevolution des Weltproletariats unter der Führung der Kommunistischen Internationale.

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Stalin verneinte die These, dass die Warenproduktion fatalistisch wieder zum Kapitalismus führen müsse:

„Warenproduktion führt nur in dem Fall zu Kapitalismus, wenn Privateigentum an den Produktionsmitteln besteht, wenn die Arbeitskraft als Ware auf den Markt kommt, die der Kapitalist kaufen und im Produktionsprozess ausbeuten kann, wenn also im Land das System der Ausbeutung von Lohnarbeitern durch Kapitalisten besteht. (...) Wenn die Produktionsmittel bereits nicht mehr Privateigentum, sondern sozialistisches Eigentum sind, wenn das System der Lohnarbeit nicht existiert und die Arbeitskraft keine Ware mehr ist, wenn das System der Ausbeutung schon längst abgeschafft ist – was dann? Kann man glauben, dass die Warenproduktion auch dann zum Kapitalismus führt? Nein, das kann man nicht. (...) Man darf die Warenproduktion nicht als etwas an und für sich, unabhängig von den ökonomischen Umweltbedingungen Bestehendes betrachten. Die Warenproduktion ist älter als die kapitalistische Produktion. Sie bestand bei der Sklaverei und diente dieser, führte jedoch nicht zum Kapitalismus. Sie bestand beim Feudalismus und diente diesem, führte aber, obwohl sie gewisse Bedingungen für die kapitalistische Produktion schuf, nicht zum Kapitalismus. Warum soll also die Warenproduktion nicht auch für eine bestimmte Periode unserer sozialistischen Gesellschaft dienen können, ohne zum Kapitalismus zu führen, wenn man berücksichtigt, dass die Warenproduktion bei uns keine so unumschränkte und allumfassende Verbreitung hat wie unter kapitalistischen Verhältnissen, dass ihr bei uns strenge Schranken gesetzt sind durch so entscheidende ökonomische Bedingungen wie das gesellschaftliche Eigentum an den Produktionsmitteln, wie die Abschaffung des Systems der Lohnarbeit und der Ausbeutung abgeschafft worden ist, habe die Warenproduktion ihren Sinn verloren, weswegen man die Warenproduktion abschaffen müsste. Das ist gleichfalls falsch. (...) Solange die zwei Hauptsektoren der Produktion bleiben [gemeint sind hier die staatliche und kollektivwirtschaftliche Produktion – Anmerkung der Redaktion], müssen die Warenproduktion und die Warenzirkulation in Kraft bleiben als notwendiges und höchst nützliches Element in unserem Volkswirtschaftssystem. (...) Folglich ist unsere Warenproduktion keine gewöhnliche Warenproduktion, sondern eine Warenproduktion ohne Kapitalisten, die es hauptsächlich mit den Waren der vereinigten sozialistischen Produzenten ( des Staates, der Kolchose, der Genossenschaft) zu tun hat, eine Warenproduktion, deren Wirkungssphäre auf die Gegenstände des persönlichen Konsums beschränkt ist, eine Warenproduktion, die sich offensichtlich unter keinen Umständen in eine kapitalistische Produktion entwickeln kann und der es beschieden ist, zusammen mit ihrer ´Geldwirtschaft` der Entwicklung und Festigung der sozialistischen Produktion zu dienen.

Deswegen sind die Genossen völlig im Unrecht, die erklären, insofern als die sozialistische Gesellschaft die Warenformen der Produktion nicht abschaffe, müssten bei uns alle dem Kapitalismus eigenen ökonomischen Kategorien wiederhergestellt werden [kursiv und unterstrichen von der Redaktion]: Arbeitskraft als Ware, Mehrwert, Kapital, Kapitalprofit, Durchschnittsprofitrate u. Dgl. mehr. Diese Genossen verwechseln die Warenproduktion mit der kapitalistischen Produktion und sind der Ansicht, wenn schon einmal eine Warenproduktion da sei, so müsse es auch eine kapitalistische Produktion geben. Sie begreifen nicht, dass sich unsere Warenproduktion grundlegend von der Warenproduktion beim Kapitalismus unterscheidet. (...) Ich glaube, unsere Ökonomen müssten mit diesem Missverhältnis zwischen den alten Begriffen und der neuen Sachlage in unserem sozialistischen Lande aufräumen, indem sie die alten Begriffe durch neue, der neuen Lage entsprechende Begriffe ersetzen. Wir konnten dieses Missverhältnis bis zu einem gewissen Zeitpunkt dulden, aber jetzt ist die Zeit gekommen, wo wir dieses Missverhältnis endlich beseitigen müssen“ (Stalin, ebenda, Seite 18 - 23).

Hier liegen zwei Knackepunkte.

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Erstens

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widerlegt Stalin die Behauptung, dass die sozialistische Wirtschaft den Kapitalismus wiederherstellt, weil sie die Warenformen der Produktion nicht abschaffe ( was sehr interessant ist, das aus dem Munde der modernen Revisionisten zu hören, die damit natürlich ihre wahren Absichten verbargen!)

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und zweitens

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sagte Stalin zwar formal , dass man nicht mehr das Missverhältnis zwischen den alten und neuen Begriffen dulden könne, aber er meinte inhaltlich damit natürlich, dass man das Missverhältnis zwischen der sozialistischen Wirtschaft und der mit ihr gleichzeitig vor sich gehenden Tendenz zur Restauration des Kapitalismus nicht mehr dulden darf ! Die Revisionisten zogen, nachdem sie von Stalin eins mit der Keule verpasst gekriegt hatten, den Kopf ein. Sie hielten sich der Form halber an das, was Stalin gefordert hatte, aber unter dem Deckmantel, mit dem Missverhältnis zwischen den alten und neuen Begriffen aufzuräumen, stellten sie die sozialistischen Verhältnisse in Wirklichkeit auf den Kopf, um kapitalistische Verhältnisse zu schaffen. Sie stellten Stalins Linie auf den Kopf, nämlich die Missachtung der politischen Ökonomie des Sozialismus mittels durchgreifender Maßnahmen nicht etwa zu überwinden, sondern die politische Ökonomie des Kapitalismus wieder herzustellen. Anstatt die Schwächen der sozialistischen Wirtschaft zu beseitigen wie Stalin es forderte, nutzten die modernen Revisionisten diese für ihr konterrevolutionären Vorhaben aus - „im Auftrage Stalins“ selbstredend.

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Die Sowjetrevisionisten identifizierten die sozialistische Warenproduktion mit der kapitalistischen Warenproduktion, machten das Wertgesetz zum Regulator der sozialistischen Wirtschaft und verwandelten die Arbeitskraft in eine Ware, der Keimzelle der bürgerlichen Gesellschaft.

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Stalin zeigte mit dem Finger auf die Wunde des immer gefährlicher werdenden Umgangs mit dem Wertgesetz, das bekanntlich - im Gegensatz zum Kapitalismus - im Sozialismus nicht mehr Regulator der Produktion ist und auch nicht wieder werden durfte. Zwischen den Zeilen lässt sich unschwer erkennen, dass Stalin zu der beunruhigenden Schlussfolgerung gekommen sein musste, dass sich die sozialistische Wirtschaft schon auf revisionistischem Kurs befand, :

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Das Unglück besteht nicht darin, dass das Wertgesetz bei uns auf die Produktion einwirkt. Das Unglück besteht darin, dass unsere Wirtschaftler und Planer mit wenigen Ausnahmen mit den Auswirkungen des Wertgesetzes schlecht vertraut sind, sie nicht untersuchen und es nicht verstehen, sie bei ihren Aufstellungen zu berücksichtigen. Damit ist eigentlich auch der Wirrwarr zu erklären, der bei uns immer noch in der Frage der Preispolitik herrscht.

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(...[Stalin liefert im Folgenden einige Beispiele bevor er zusammenfassend feststellte: – Anmerkung der Redaktion])

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All dies führt in seiner Gesamtheit dazu, dass die Wirkungssphäre des Wertgesetzes bei uns streng beschränkt ist und dass das Wertgesetz in unserem System nicht die Rolle eines Regulators der Produktion spielen kann. Damit ist eigentlich auch die ´frappante` Tatsache zu erklären, dass das Wertgesetz bei uns trotz des steten und stürmischen Wachstums unserer sozialistischen Produktion nicht zu Überproduktionskrisen führt, während das gleiche Wertgesetz, das beim Kapitalismus eine weite Wirkungssphäre hat, trotz des niedrigen Tempos des Wachstums der Produktion in den kapitalistischen Ländern zu periodischen Überproduktionskrisen führt.

Man sagt, das Wertgesetz sei ein ständiges, für alle historischen Entwicklungsperioden unerlässliches Gesetz, und wenn das Wertgesetz in der Periode der zweiten Phase der kommunistischen Gesellschaft auch als Regulator der Tauschbeziehungen außer Kraft trete, so werde es in dieser Entwicklungsphase als Regulator der Beziehungen zwischen den verschiedenen Produktionszweigen, als Regulator für die Verteilung der Arbeit zwischen den Produktionszweigen in Kraft bleiben. Das ist absolut falsch. Der Wert ist ebenso wie das Wertgesetz eine historische Kategorie, die mit dem Bestehen der Warenproduktion zusammenhängt. Verschwindet die Warenproduktion, so verschwinden auch der Wert mit seinen Formen und das Wertgesetz.

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In der zweiten Phase der kommunistischen Gesellschaft wird die für die Herstellung der Erzeugnisse aufgewandte Arbeit nicht auf den Umwegen, nicht vermittels des Wertes und seiner Formen gemessen werden, wie es bei der Warenproduktion der Fall ist, sondern direkt und unmittelbar, durch die Menge der Zeit, durch die Zahl der Stunden, die die Herstellung der Erzeugnisse in Anspruch genommen hat. Was die Verteilung der Arbeit angeht, so wird die Verteilung der Arbeit zwischen den Produktionszweigen nicht durch das Wertgesetz reguliert werden, das zu jener Zeit nicht mehr in Kraft sein wird, sondern durch den wachsenden Bedarf der Gesellschaft an Erzeugnissen. Das wird eine Gesellschaft sein, wo die Produktion durch den Bedarf der Gesellschaft reguliert wird und wo die Erfassung des Bedarfs der Gesellschaft für die Planungsorgane erstrangige Bedeutung gewinnen wird.

Völlig falsch ist auch die Behauptung, dass das Wertgesetz bei unserem heutigen ökonomischen System, in der ersten Entwicklungsphase der kommunistischen Gesellschaft, die ´Proportionen` reguliert, in denen sich die Arbeit auf die verschiedenen Produktionszweige verteilt. (...) Offenbar müssten wir, wenn wir diesen Genossen folgen wollten, zu Gunsten der Produktion von Konsumzinsmitteln auf das Primat der Produktion von Produktionsmitteln verzichten“ (Stalin, ebenda, Seite 23 -29).

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Und in der Tat, war das dann ja auch unmittelbar nach Stalins Tod die Linie der modernen Revisionisten mit Chruschtschow an der Spitze , wurde die Arbeitskraft in eine Ware verwandelt und die alte Lohnsklaverei wieder hergestellt, wurden die Produktionsmittel in Waren verwandelt, usw. usf. Der sozialimperialistische Staat eignete sich die Rechte des Monopolbesitzes über die Produktionsmittel, über den Boden, die Rohstoffe, Gebäude und der Arbeitskraft an. Der sozialimperialistische Staat der Sowjetrevisionisten verfügte über das Staatskapital, den Kapitalexport usw. usf., über alles, was er zur Wiederherstellung des Kapitalismus und zur Vernichtung des Sozialismus brauchte.

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Den alten Überresten der Ausbeuterklasse war die sozialistische Wirtschaft ein Dorn im Auge, denn sie untergrub ihnen die materielle Möglichkeit der Restauration des Kapitalismus.

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Die Geschichte der Restauration des Kapitalismus ist daher die Geschichte des bislang am schärfsten geführten Klassenkampfes, die Geschichte des stärksten Widerstandes aller bisher abgelösten alten Gesellschaftsformationen.

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Eine neue Bourgeoisie ist nicht mehr die alte Bourgeoisie, und sie baut ja auch nicht die alte Gesellschaft wieder auf dem alten Stand des Kapitalismus, sondern auf dem Stand des monopolistischen Kapitalismus auf, wobei sie sich ihrer gemachten Erfahrungen bei der Restauration des Kapitalismus bedient, aber auch der Erfahrungen des Weltkapitalismus ebenso wie der Erfahrungen des Sozialismus und auf all diesen Erfahrungen zusammengenommen baut sie darauf eine neue Qualität des monopolistischen Kapitalismus auf, trug die politische Ökonomie des Revisionismus an der Macht zur Veränderung der Entwicklung des Weltkapitalismus bei, nahm sie Einfluss auf diesen, was den Restaurationsprozess des Sozialismus erheblich erschwert.

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Die sozialistischen Wirtschaftsformen, die sozialistischen Eigentumsverhältnisse stellten für die Umsetzung der politischen Ökonomie des Revisionismus an der Macht nur noch eine Hülle dar, die dem Inhalt der neuen staatsmonopolistischen Produktionsverhältnisse nicht mehr entsprachen und daher die sozialistische Wirtschaft in Fäulnis übergehen musste. Dieser Fäulnisprozess wurde durch den ideologischen Klassenkampf im Sozialismus hinausgezögert, wodurch die Hülle noch verhältnismäßig langen erhalten blieb. So musste der Widerspruch zwischen dem bürokratischen Zentralismus des Staatsmonopolismus und dem ökonomischen Liberalismus an der Basis, in den Betrieben usw. schrittweise durch „Reformen“ gelöst werden. Die staatsmonopolistische Organisation der Wirtschaft musste aber schließlich der Anarchie der revisionistischen Wirtschaft weichen und den neuen privatkapitalistischen Organisationsformen Platz machen. Die sozialistische Planwirtschaft wich dem „freie Spiel“ der Kräfte des kapitalistischen Marktgesetzes, genauer: den Gesetzen des Weltimperialismus, die von den Weltimperialisten beherrscht wurden.

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Die Formen der sozialistischen Produktionsweise werden als Hülle solange beibehalten, bis sich die neue kapitalistische Produktionsweise zur Reife herausgebildet hat, wodurch dann die alte Hülle der sozialistischen Wirtschaft abfällt und sich staatskapitalistische und schließlich privatkapitalistische Formen herausbildeten, die von den Formen der monopolistischen Produktionsweise des Weltkapitalismus assimiliert und von diesem brockenweise verschlungen wurden.

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Restauration des Kapitalismus bedeutet Beseitigung der maximalen Befriedigung der ständig wachsenden materiellen und kulturellen Bedürfnisse der gesamten Gesellschaft zum Zwecke der Profitmaximierung.

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Der Kapitalismus wird dabei nicht neu erschaffen wie beim Übergang vom Feudalismus, sondern der monopolistische Kapitalismus übernimmt in seiner Endphase noch mal das Ruder, weil die Überlebensbedingungen des Sozialismus noch nicht ausreichten, weil der Kapitalismus sich noch als zu stark erwies, um auf internationaler Ebene geschlagen zu werden.

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Die Geschichte der Restauration des Kapitalismus lehrt, dass die Gesetze der politischen Ökonomie des Sozialismus in „einem“ Land nicht von ewiger Dauer sind, solange der Weltkapitalismus herrscht, weswegen sie den Gesetzen der politischen Ökonomie des Weltkapitalismus wieder unvermeidlich Platz machen mussten.

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Aber die Gesetze der politischen Ökonomie des Sozialismus konnten nicht einfach willkürlich „aufgehoben“ oder „ersetzt“ werden, sondern verloren ihre Kraft durch die neu entstandenen ökonomischen Verhältnisse der restaurierten alten Gesellschaft.

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Durch den weiter existierenden Weltkapitalismus verfügten die modernen Revisionisten über die notwendigen Kenntnisse, die ökonomischen Gesetze des Kapitalismus in ihrem Land auszunutzen und ihnen einen fruchtbaren Boden für ihr Gedeihen zu bereiten.

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Dies gelang ihnen nur dadurch, dass sie auch genau Bescheid wussten über die sozialistischen Gesetze der Ökonomie (vor allem über deren Lücken und Schwächen bei ihrer mangelhaften Anwendung in Theorie und Praxis: „Man kann nicht sagen, dass unsere Jahres- und Fünfjahrespläne den Forderungen dieses ökonomischen Gesetzes vollkommen Rechnung tragen“ (Stalin, die ökonomischen Probleme des Sozialismus in der UdSSR, Moskau 1952, Seite 11, dt. Ausgabe).)

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, dass sie folglich vermittels ihrer politischen Macht ihre Wirkungssphäre beschränken und einengen und im Interesse der neuen Bourgeoisie paralysieren konnten, ohne dabei die alten sozialistischen Formen sofort beseitigen zu müssen. So wie die modernen Revisionisten die Formen des Marxismus-Leninismus als Hülle beibehielten, um darunter die bürgerliche Ideologie im Verborgenen zu entwickeln, genauso behielten sie zumindest schrittweise die ökonomischen Formen des Sozialismus bei, um die kapitalistische Wirtschaft ebenso schrittweise oder in verschiedenen „Phasen“ zunächst im Verborgenen und schrittweise immer offener zu entwickeln, die durch den Sozialismus aufgehobene kapitalistische Ausbeutung wieder in Kraft zu setzen.

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Die Produktionsmittel des Volkseigentums in das Eigentum der neuen Bourgeoisie zu überführen, das war für die modernen Revisionisten eine schwierige Aufgabe, für die es keinen Präzedenzfall gab. Würden die modernen Revisionisten sich nicht im Inneren auf die Gesetze der politischen Ökonomie des Kapitalismus gestützt haben und würden sie sich außerdem nicht auf den Weltkapitalismus von außen stützen können, so wären sie nicht imstande gewesen, ihre konterrevolutionäre Aufgabe zu erfüllen.

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Das Wesen der Restauration den Kapitalismus besteht nicht darin, irgendwelche Hindernisse aus dem Weg zu räumen, sondern darin, wie,von welchen Klassen und mit welchen Methoden sie bewerkstelligt wurde und welche reaktivierende Rolle dabei die Wurzeln und Überreste der alten Gesellschaft gespielt hatten.

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Die Geschichte der Restauration des Kapitalismus ist die Geschichte der Verwandlung der sozialistischen in kapitalistische Produktionsverhältnisse.

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Die revisionistischen Auffassungen der neuen Bourgeoisie in der Sowjetunion waren bestimmt von der absterbenden und nicht wiederkehrenden sozialistischen Vergangenheit. Ganz anders die NÖP. Die Opposition Sinowjews erhob damals den unberechtigten Vorwurf, die NÖP sei Kapitalismus. Sie war aber eben nicht eine einfache Wiederherstellung des Kapitalismus, keine einfache „Rückkehr“ des Kapitalismus, sondern wie Stalin richtig feststellte:

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In Wirklichkeit vollzieht sich bei uns jetzt nicht der einseitige Prozess der Wiederherstellung des Kapitalismus, sondern der doppelseitige Prozess der Entwicklung des Kapitalismus und der Entwicklung des Sozialismus, der widerspruchsvolle Prozess des Kampfes der sozialistischen Elemente gegen die kapitalistischen Elemente, der Prozess der Überwindung der kapitalistischen Elemente durch die sozialistischen Elemente. (...) Eine einfache Wiederherstellung des Kapitalismus ist schon deswegen unmöglich, weil bei uns die Staatsmacht proletarisch ist“ (Stalin, Band 8, Seite 75/76).

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Nichts anderes als so einen – wie Stalin sagt - „doppelseitigen Prozess“ - nur im vergößerten Weltmaßstab – wird es auch im widerspruchsvollen Prozess des Kampfes der sozialistischen Weltelemente gegen die kapitalistischen Weltelemente, der noch schwierigere und noch kompliziertere Prozess der Überwindung der kapitalistischen Weltelemente durch die sozialistischen Weltelemente, geben. Auch in diesem internationalen Fall ist eine einfache Wiederherstellung des Weltkapitalismus schon deswegen unmöglich, weil die politische Weltmacht bereits in den Händen des Weltproletariats liegen wird.

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5.

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Das ökonomische Grundgesetz der Restauration des Sozialismus ist das dialektische Bewegungsgesetz der Verwandlung des Weltkapitalismus in den Weltsozialismus, das heißt die Bedingungen für die Wirkung des ökonomischen Grundgesetzes des Kapitalismus global zu beseitigen und die Bedingungen für die Wirkung des ökonomischen Grundgesetzes des Sozialismus auf globaler Stufe wieder herzustellen.

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Es weist folgende wesentlichen Merkmale auf:

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statt globalisierte Sicherung von Maximalprofiten globalisierte Sicherung der maximalen Befriedigung der materiellen und kulturellen Bedürfnisse der globalen Gesellschaft; statt Entwicklung der Weltproduktion mit Unterbrechungen vom Aufschwung zur Krise und von der Krise zum Aufschwung – ununterbrochenes Wachstum der Weltproduktion; statt periodischer Unterbrechungen in der Entwicklung der Technik, begleitet von globaler Zerstörung der Produktivkräfte der Weltgesellschaft – ununterbrochene Vervollkommnung der Weltproduktion auf der Basis einer höheren Technik.

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Die Triebfeder für das Wirken des ökonomischen Grundgesetzes der sozialistischen Weltwirtschaft ist die Befreiung der Weltproduktivkräfte aus den Fesseln der weltkapitalistischen Produktionsverhältnisse, die Schaffung weltsozialistischer Produktionsverhältnisse durch die Weltdiktatur des Proletariats vermittels der sozialistischen Weltrevolution.

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Die sozialistische Weltrevolution ist die politische Grundvoraussetzung, um für die völlige Übereinstimmung der Weltproduktivkräfte und der Weltproduktionsverhältnisse zu sorgen, ohne die das ökonomische Grundgesetz der sozialistischen Weltwirtschaft jede Wirkung verlieren würde.

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Auch hier haben wir es im Prinzip wieder mit dem oben erwähnten Stalinschen „doppelseitigen Prozess“ des Kampfes zwischen dem kapitalistischen und sozialistischen Elemente zu tun.

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Gestützt auf diesem ökonomischen Grundgesetz des Weltsozialismus wirkt sich das Gesetz der planmäßigen Entwicklung der Weltwirtschaft nur positiv zwei Bedingungen erfüllt sind

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a)

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wenn sie die Forderungen des Gesetzes der planmäßigen Entwicklung der Weltwirtschaft richtig widerspiegelt,

b)

wenn sie in allem mit den Forderungen des ökonomischen Grundgesetzes des Weltsozialismus übereinstimmt (von Stalin abgeleitet, Seite 50 ebenda...).

Man kann mit der Restauration des Sozialismus nicht noch mal auf der Entwicklungsstufe des ersten Sozialismus anfangen, denn er entstand unter anderen Bedingungen als heute. Heute befinden sich die entscheidenden Macht- und Produktionsmittel in den Händen des globalen Monopolkapitals. Die Restauration des Sozialismus wird daher nur möglich sein durch die Vergesellschaftung des Weltkapitals, zunächst der Schlüsselbereiche, die der Versorgung der Weltbevölkerung und der Erzeugung der Produktionsmittel für die Weltproduktion dienen.

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Der Marxismus-Leninismus ist die einzige Theorie, die auf wissenschaftlichen Grundlagen die Wiederherstellung der ökonomischen Gesellschaftsformation des Sozialismus, die Gesamtheit seines Regenerationsprozesses und alle die ihm innewohnenden Gesetzmäßigkeiten und Widersprüche erforschen, aufzeigen, erklären und deuten kann, ist die einzige Theorie, die die Notwendigkeit der Restauration des Sozialismus wissenschaftlich begründen kann.

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Aus der Notwendigkeit der Restauration des Sozialismus „an sich“ wird die Notwendigkeit der Restauration des Sozialismus „für uns“. Die revolutionären Auffassungen des Weltproletariats werden bestimmt von der unvermeidlich wieder auflebenden und wiederkehrenden sozialistischen Vergangenheit. Die Geschichte der Restauration des Sozialismus hat begonnen. Sie wird eine Geschichte eines Klassenkampfes zwischen international organisierten Klassen sein, die die Welt vorher noch nie gekannt hat. Es hat keinen Klassenkampf bisher gegeben, der in Schärfe, Breite und Tiefe an den Kampf für die Restauration des Sozialismus heranreicht. Der Klassenkampf gegen die Restauration des Kapitalismus ist ein Sandkorn im Vergleich zum Felsbrocken des Klassenkampfes für die Restauration des Sozialismus. In diesem Klassenkampf geht es nicht minder um den Sieg über den Revisionismus, den wir in 50 Jahre Kampf für den Kommunismus vorbereitet haben.

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Die Restauration des Sozialismus ist weiter nichts als der Gedankenreflex jenes historischen Konflikts, also der Unverträglichkeit von sozialistischer Produktion und kapitalistischer Aneignung, den die Restauration des Kapitalismus in den klügsten Köpfen des revolutionären Proletariats auslösen musste, das mehr als alle anderen darunter gelitten hatte und weiter leidet, den Sozialismus an den Kapitalismus verloren zu haben, denn aus dem Widerspruch zwischen sozialistischer Produktion und kapitalistischer Aneignung tritt der Gegensatz von Proletariat und Bourgeoisie schärfer als nirgends sonst hervor und damit auch der Widerspruch zwischen der sozialistischen und der kapitalistischen Ideologie.

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Es ist klar, dass die Verschärfung auf der Stufe der Restauration des Sozialismus eine noch höhere Qualität erhält als zur Zeit der Restauration des Kapitalismus, denn die Wiederherstellung des Sozialismus bedeutet auch die Wiederherstellung des Revisionismus auf höherer Stufenleiter oder mit Lenins Worten ausgedrückt: Wenn sich der Klassenkampf im Sozialismus verzehnfacht, so verhundertfacht er sich im Klassenkampf des restaurierten Sozialismus usw. usf. solange bis der Klassenkampf den Revisionismus zur Aufgabe zwingt. Der Revisionismus stirbt ab im Weltkommunismus, sobald ihm (gewaltsam durch die Arbeiterklasse) der letzte Rest seiner ökonomischen Basis entzogen wurde.

Wir haben gesehen:

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Die Ökonomie des modernen Revisionismus ist die bürgerliche Ökonomie des faulenden, parasitären und sterbenden Sozialismus, ist die Ökonomie des bürgerlichen Sozialismus, ist die Ökonomie des staatsmonopolistischen Kapitalismus neuen Typs.

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Bürgerlicher Sozialismus endet aber nur dann nicht im Kapitalismus, wenn die Arbeiterklasse mit einer erneuten sozialistischen Revolution ihre Diktatur des Proletariats zurückerobert hat und dadurch den bürgerlichen zurück in den proletarischen Sozialismus verwandelt, um die Fäulnisprozesse der sozialistischen Wirtschaft zu unterbinden und sie schließlich zu beseitigen.

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Kehrt der Sozialismus zur alten Reaktion zurück, dann geschieht dies in verschärfter Form durch den Fäulnisprozess, was wiederum den revolutionären Nährboden fruchtbar macht und wodurch die Revolutionierung in verschärfter Form hervorrufen wird, scharf und gut genährt genug jedenfalls, um internationale Gestalt anzunehmen und die Quantität der revolutionären Bewegung in Qualität zu verwandeln.

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.Die Restauration der Ökonomie des Sozialismus gelingt folglich nur auf der Grundlage der Zertrümmerung des faulenden, parasitären und sterbenden Sozialismus, auf der Grundlage der Beseitigung dieses ruinierten Sozialismus und seiner Überreste sowie durch die revolutionäre Überwindung der Fehler und Schwächen jener ersten Form der Ökonomie des Sozialismus, die es den modernen Revisionisten erlaubten, den Sozialismus zum Sterben zu verurteilen und den Kapitalismus zu restaurieren.

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Es gibt eine marxistisch-leninistische und eine revisionistische Auffassung zur Restauration des Sozialismus.

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Die revisionistische Auffassung geht aus – oder besser gesagt – bleibt stehen auf der alten Stufe des Sozialismus in „einem“ Land, der den Revisionismus unvermeidlich erzeugte und im Kapitalismus endete, weil er auf dieser Entwicklungsstufe noch nicht international reif dazu war, die kapitalistisch-revisionistische Umkreisung zu durchbrechen.

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Man kann den Sozialismus heute deswegen unmöglich wieder auf seiner alten Entstehungsstufe restaurieren, weil wir nicht mehr die alten Bedingungen vorfinden, unter denen er einst entstanden war

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Der Sozialismus lässt sich nur auf einer höheren Stufe der gesellschaftlichen Entwicklung restaurieren, auf der Stufe der globalisierten Welt.

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Das entspricht dem Gesetz der Negation der Negation des Sozialismus, nämlich:

Den Sozialismus auf höherer Entwicklungsstufe wieder herzustellen, das ist die Aufgabe der sozialistischen Weltrevolution.

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Wenn man heute den Kapitalismus beseitigen will, dann hat man es mit dem globalisierten Kapitalismus zu tun, kann aus dem Schoß des globalisierten Kapitalismus der Sozialismus nicht anders wiedergeboren werden, als der globalisierte Sozialismus. Die Dialektik des Internationalismus des revolutionären Weltproletariats - das ist das weltrevolutionäre Element, der weltrevolutionäre Geist, die weltrevolutionäre Idee, das ist das Licht der neuen Welt, mit dem der neue Sozialismus ausgebrütet werden wird. Was ist demnach die Restauration des Sozialismus ?

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Die Restauration des Sozialismus bedeutet nichts anderes als die Wiedergeburt des Sozialismus auf seiner globalisierten, höheren Stufenleiter, auf der Stufe des Weltsozialismus !

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Das ist die Quintessenz:

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Der heutige Marxismus-Leninismus ist die globalrevolutionäre Theorie, mit der das Weltproletariat den Weltsozialismus verwirklicht. Der Marxismus-Leninismus kann sich nur in diese Richtung entfalten und erstarken, wenn er alle dieser Richtung widersprechenden Strömungen und Tendenzen im ideologischen Klassenkampf überwindet.

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Der Marxismus-Leninismus wird dieser Aufgabe gerecht, wenn es ihm gelingt, die gegenwärtigen revolutionären Bewegungen auf der ganzen Welt richtig zu analysieren, ihren zukünftigen Verlauf vorauszusehen, ihre internationalen Beziehungen, Entwicklungen und Tendenzen zu synthetisieren und zwar zu einer einheitlichen, schlüssigen, universellen Theorie der großen, globalrevolutionären, sozialistischen Weltbewegung gegen den globalisierten Weltimperialismus.

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Vor allem müssen die Marxisten-Leninisten damit endlich beginnen, ihre Furcht zu überwinden, jene für dieses Vorhaben unbrauchbar gewordenen Vorstellungen zu überdenken, die ihnen bei der globalen Revolutionierung des Marxismus-Leninismus entgegenstehen. Die bislang noch nicht vollzogene, aber dringend notwendige Negation der Negation des Marxismus-Leninismus ist fraglos das gegenwärtige Haupthindernis für die Entfaltung der sozialistischen Weltrevolution!

Das Gesetz der Negation der Negation die Herrschaft des Marxismus-Leninismus in der sozialistischen Gesellschaft „in einem“ Land lautet:

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die Macht Marxismus-Leninismus auf höherer Entwicklungsstufe der sozialistischen Gesellschaft wieder herzustellen, auf der Stufe des Weltsozialismus - das ist die heutige Aufgabe der Revision des Marxismus-Leninismus zur Revolutionierung des Marxismus-Leninismus. Der Marxismus-Leninismus kann sich nur auf fortgeschrittener Stufenleiter seiner Entwicklung reproduzieren, sonst verliert er seinen theoretischen Anschluss.

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Man wendet die Dialektik (und auch das viel zu wenig!) auf alles Mögliche an, nur nicht auf den Marxismus-Leninismus selbst.

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Der heutige Marxismus-Leninismus ist die Dialektik der Einheit der Gegensätze von der Theorie des alten, niederen Sozialismus in „einem“ Land und von der Theorie des neuen, höheren Weltsozialismus.

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Anstatt das zu begreifen, stößt und reibt man sich lieber an der angeblich „provokativen“ Bezeichnung „alter Sozialismus“ und „niedere Entwicklungsstufe“ des Sozialismus, so als würde man sie geringschätzen oder verachten. Das ändert nichts an der Tatsache, das man den Marxismus-Leninismus nicht retten kann, wenn man ihn nicht weiter entwickelt. Wie soll man ihn aber weiterentwickeln können, wenn man sich nicht von veralteten Lehrsätzen verabschiedet? Man kann umgekehrt die Theorie des Weltsozialismus nicht schaffen, wenn man die Theorie des Sozialismus in „einem“ Land nicht darin (auf richtige Weise!) verteidigt. Nur wie man ihn verteidigt, da trennen sich die Geister und das muss schließlich unvermeidlich ausgefochten werden, sonst kommen wir nicht vom Fleck.

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Die revolutionäre Restauration der politischen Ökonomie des Sozialismus ist ergo: Schaffung einer globalisierten politischen Ökonomie des Weltsozialismus.

Das ist die heutige marxistisch-leninistische Grundthese zur Beseitigung der Unvermeidbarkeit der politischen Ökonomie des Revisionismus.

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zurück zur Ökonomie der modernen Revisionisten:

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Die politische Ökonomie des modernen Revisionismus ist die in die politische Ökonomie des Kapitalismus umgewandelte politische Ökonomie des Sozialismus.

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Die Politische Ökonomie des modernen Revisionismus ist die sozialistische Verwirrung der wahren kapitalistischen Verhältnisse, die dazu diente, die Täuschung der sozialistischen politischen Ökonomie zu verbergen.

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Die modernen Revisionisten zwängten die konkrete sozialistische Wirtschaft einseitig in solche „Lehrsätze“, mit denen sich die Widerlegung aus den sozialistischen Wirtschaftserfahrungen am besten beseitigt ließ.

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In dieser Unterordnung der konkreten sozialistischen Wirtschaftserfahrungen unter die von der politischen Ökonomie der Revisionisten festgelegten bürokratischen Bestimmungen wurde die Grundlage und Theorie der politischen Ökonomie des Sozialismus verdunkelt und nur nach der Seite gezeigt, welche dem Revisionismus gemäß war.

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Sie ließen nur das an der politischen Ökonomie des Sozialismus pro forma gelten, was der eigentlichen Restauration des Kapitalismus nicht weh tat.

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Die Revisionisten sammelten allmählich immer mehr Erfahrungen aus ihrer revisionistischen Wirtschaftspraxis.

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Und diese immer tiefer beschrittene Praxis der revisionistischen Wirtschaft diente wiederum als Kriterium für neue „Erkenntnisse“ der politischen Ökonomie des Revisionismus, mit denen sie den Prozess der Restauration des Kapitalismus von einer „Reform“ zu nächst „höheren“ vorantrieben.

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Das revisionistische Bewusstsein der Wirtschaftler widerspiegelte nicht nur die Wirklichkeit der revisionistischen Wirtschaft, sondern trug dazu bei, dass sich die sozialistische in die kapitalistische Wirtschaft verwandeln konnte und half schließlich bei der Beseitigung der revisionistische Wirtschaft !

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Die Ökonomie des modernen Revisionismus ist also – wie bereits dargestellt - nicht aus der Ökonomie des Kapitalismus, sondern aus der Ökonomie des Sozialismus hervorgegangen und ist die Ökonomie der Restauration des Kapitalismus.

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Die Rückkehr der Sowjetunion zum Kapitalismus musste unweigerlich seine eigenen Besonderheiten hervorbringen; die dortige kapitalistische Ordnung musste unweigerlich besondere Formen annehmen. Diese Besonderheiten und Formen definieren sich von daher, dass der dortige Kapitalismus als Ergebnis des Sturzes des Sozialismus, als regressiver Prozess wiederhergestellt wurde, anders als der Kapitalismus klassischen Typs, der nach dem Sturz der Feudalordnung als progressiver Prozess kommt“ (Enver Hoxha, Bericht an den 8. Parteitag der PAA, Seite 272-273).



Wir verweisen hier nochmals auf das gründliche Studium der Schrift von Stalin hin: “Die ökonomischen Probleme des Sozialismus in der UdSSR“, Moskau 1952, Verlag für fremdsprachige Literatur, dt. Ausgabe. Hier in seiner hervorragendsten Verteidigung der Ökonomie des Sozialismus der Sowjetunion finden sich bereits die Grundzüge der Stalinschen Kritik an der Ökonomie des modernen Revisionismus und zugleich der Schlüssel für den Wiederaufbau der sozialistischen Ökonomie und der Schaffung internationaler sozialistischer Wirtschaftsformen. Solange Stalin die Sowjetunion führte hat er gegen alle diejenigen siegreich gekämpft, die bemüht waren, den Sozialismus „auf den ´üblichen` kapitalistischen Entwicklungsweg hinunterzuzerren“ (Stalin, Band 15, Seite 48, KPD/ML, Dortmund 1979). Von

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Stalin lernen, heißt von seinem Kampf lernen, den er gegen alle Feinde des Sozialismus geführt hatte, welche versuchten, den Sozialismus auf den „üblichen“ kapitalistischen Entwicklungsweg hinunterzuzerren; heißt heute folglich zu lernen, den restaurierten Kapitalismus durch die erneute sozialistische Revolution wieder in den Sozialismus zu verwandeln (Restauration des Sozialismus).

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Die Albaner haben das von Stalin formulierte ökonomische Gesetz des Sozialismus direkt in die Verfassung aufgenommen und zwar im Artikel 25.

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Die Ökonomie des Sozialismus wies eine entscheidende historische Besonderheit auf, die der Genosse Stalin mit den folgenden Worten umschrieb:

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Die besondere Rolle der Sowjetmacht ist mit zwei Umständen zu erklären: erstens damit, dass die Sowjetmacht nicht eine Form der Ausbeutung durch eine andere Form zu ersetzen hatte, wie es bei den alten Revolutionen war, sondern jegliche Ausbeutung aufheben musste; zweitens damit, dass sie, da es im Lande keinerlei fertige Keime einer sozialistischen Wirtschaft gab, sozusagen `aus dem Nichts` neue, sozialistische Wirtschaftsformen schaffen musste.

Es war dies unbedingt eine schwierige und komplizierte Aufgabe, für die es keinen Präzedenzfall gibt. Nichtsdestoweniger hat die Sowjetmacht diese Aufgabe mit Ehre erfüllt. Aber wenn sie sie erfüllt hat, so nicht etwa, weil sie die bestehenden ökonomischen Gesetze aufgehoben und neu ´formiert` hätte, sondern nur, weil sie sich auf das ökonomische Gesetz der unbedingten Übereinstimmung der Produktionsverhältnisse mit dem Charakter der Produktivkräfte stützte. Die Produktivkräfte unseres Landes hatten, besonders in der Industrie, einen gesellschaftlichen Charakter, das Eigentum hingegen hatte eine private, kapitalistische Form. Gestützt auf das ökonomische Gesetz der unbedingten Übereinstimmung der Produktionsverhältnisse mit dem Charakter der Produktivkräfte, vergesellschaftete die Sowjetmacht die Produktionsmittel, machte sie zum Eigentum des gesamten Volkes und vernichtete damit das System der Ausbeutung, schuf sozialistische Wirtschaftsformen. Wäre nicht dieses Gesetz, und hätte die Sowjetmacht sich nicht auf es gestützt, so wäre sie nicht imstande gewesen, ihre Aufgabe zu erfüllen.

Das ökonomische Gesetz der unbedingten Übereinstimmung der Produktionsverhältnisse mit dem Charakter der Produktivkräfte drängt in den kapitalistischen Ländern seit langem zum Durchbruch. Wenn es noch nicht zum Durchbruch gekommen ist und noch Bewegungsfreiheit erlangt hat, so deswegen, weil es bei den ablebenden Gesellschaftskräften auf stärksten Widerstand stößt“ (Seite 8-9).“

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Wie sich historisch zeigte, handelte es sich nicht nur um den Widerstand der ablebenden Gesellschaftskräfte in den umkreisenden kapitalistischen (plus hinzugekommenen, revisionistischen) Ländern, sondern auch um die ablebenden Gesellschaftskräfte im sozialistischen Land selbst – .

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Die modernen Revisionisten vertuschten die Wahrheit, dass es überhaupt eine Gefahr der Restauration des Kapitalismus gäbe, auf die Lenin, Stalin und Enver Hoxha zu Lebzeiten nicht nur hingewiesen, sondern sie auch theoretisch und praktisch erfolgreich bekämpft hatten. Ausgehend von der falschen, anti-marxistischen These, dass der Sozialismus in einem Land „garantiert“ sei, verbreiteten die modernen Revisionisten insbesondere die Sowjetrevisionisten die falsche, anti-marxistische These, dass allein durch die Wirtschaft der sozialistischen Länder, das kapitalistische Weltwirtschaftssystem „zurückgedrängt“, „besiegt“ und „überwunden“ werden könne (– also ohne sozialistische Revolution!). Im Nachhinein hat sich diese „Theorie“, dass allein die quantitative Stärke eines sozialistischen Landes automatisch den Kapitalismus in den kapitalistischen Ländern „erdrücken“ und „überrollen“ könne, ja dass der Weltsozialismus aus dem „friedlichen Wettbewerb“ zwischen dem sozialistischen und dem kapitalistischen ökonomischen System hervorgehen müsse, als eine geplatzte Seifenblase erwiesen.

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Es hat sich vielmehr gezeigt, dass unter den Bedingungen der weltkapitalistisch-revisionistischen Umkreisung in einem sozialistischen Land das Gesetz der unbedingten Übereinstimmung der Produktionsverhältnisse mit dem Charakter der Produktivkräfte nicht auf ewige Dauer anwenden ließ, dass dieses Gesetz in einem sozialistischen Land erst unwiderruflich und auf Dauer anwendbar ist unter entsprechenden Bedingungen im Weltmaßstab.

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Um die Wirkungskraft des Gesetzes der unbedingten Übereinstimmung der Produktionsverhältnisse mit dem Charakter der Produktivkräfte für jedes sozialistische Land zu garantieren, bedarf es der Voraussetzung des Sieges der sozialistischen Weltrevolution. Erst die Anwendung dieses ökonomischen Gesetzes im Weltmaßstab ermöglicht den vollständigen Sieg über den Weltkapitalismus, erhält der Weg zum Kommunismus sein festes, ökonomisches Fundament.

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Und umgekehrt werden dadurch erst die Erkenntnis der Wirkungsweise des ökonomischen Grundgesetze der sozialistischen Weltwirtschaft vertieft, wird man in die Lage versetzt, diese neuen Erkenntnisse in der Praxis erneut anzuwenden und diese auf eine nächst höhere Stufe heben, um dadurch wiederum noch tiefer in die Dialektik der ökonomischen Gesetze einzudringen usw. usf.

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Der Globalisierung wird diesen Entwicklungsprozess begünstigen und beschleunigen. Wir stehen also relativ kurz vor dem Durchbruch dieses ökonomischen Gesetzes im Weltmaßstab. Diese objektive Entwicklung muss sich in unser Bewusstsein einpflanzen. Das Weltproletariat braucht nicht mehr wie damals das russische Proletariat - wie Stalin sagte - „aus dem Nichts“ neue sozialistische Wirtschaftsformen schaffen, denn die Keime der sozialistischen Wirtschaft wurden bereits vom russischen und albanischen Proletariat angelegt. Was schon mal aufgebaut worden ist, lässt sich schneller und leichter wieder aufbauen, wenn man sich denn auf die gemachten Erfahrungen stützt und Fehler zukünftig vermeidet. Genauso wie es für das Weltproletariat deswegen leichter und schneller gelingen wird, den Sozialismus zu restaurieren, so dürfte es den Neo-Revisionisten auf jeden Fall schwerer fallen, einen restaurierten Sozialismus kapitalistisch zu restaurieren, als den modernen Revisionisten die Restauration des Kapitalismus eines nicht restaurierten Sozialismus, zumal er dann nicht mehr nur „in einem Lande“, sondern im internationalen Maßstab aufgebaut sein wird.

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Was die modernen Revisionisten durchzogen, war die Trennung des dialektischen Verhältnisses von Wirtschaft und Politik, die Abkehr von der revolutionären, von der proletarischen Politik, des Nachlassens des revolutionären Klassenkampfes im Sozialismus, das Abgleiten in den Ökonomismus, des Technokratismus, der Erfindung neuer „Theorien“ wie die der „Theorie der Produktivkräfte“, Leugnung der marxistisch-leninistischen Theorie über die gesellschaftlich-wirtschaftliche Entwicklung durch Einteilung der 5 - gliedrigen Kette der sozioökonomischen Formationen( Sklavenhaltergesellschaft, Feudalsimus...) und der bürgerlich-revisionistischen „Theorie“ vom „Marktsozialismus“ usw. usf.

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Dieser anti-marxistische Kurs führte zum Aufweichen der sozialistischen Grundlagen der Wirtschaft, zur ideologischen und politischen Entartung, öffnete die Türen für alle möglichen revisionistischen Konzepte außerhalb der revisionistischen Länder wie des friedlichen Hinüberwachsens des Kapitalismus in den Sozialismus durch Reformen (ohne natürlich die politischen und ökonomischen Grundlagen der bürgerlichen Ordnung anzutasten!), sowie den so genannten „nichtkapitalistischen“ und „nichtsozialistischen“ Entwicklungsweg, pluralistischer, selbstverwalteter „Sozialismus“ usw. usf. Bezüglich der Änderungen in der Organisation der Wirtschaft gingen die Revisionisten offener in Richtung der Liquidierung der sozialistischen Wirtschaft und ihrer Umwandlung in eine kapitalistische Wirtschaft vor. Und es musste unvermeidlich so kommen, weil man die Wirtschaft nicht so maskieren kann wie die Politik.

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Das verlangte die Objektivität der Schaffung der neuen kapitalistischen, revisionistischen Klasse, verlangte das Interesse der herrschend Clique, verlangten die neuen Allianzen mit dem Weltkapitalismus, vor allem mit dem amerikanischen Imperialismus, sowie ihre bürgerliche Diktatur, welche die Volksmassen und die Revolution im Inneren unterdrückte.

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Wir haben nachfolgend einen vollständigen Artikel als Zitat ausgewählt, in dem zum Teil mit Hilfe der Stalinschen Lehren über die ökonomischen Probleme des Sozialismus in der UdSSR die Grundzüge der tatsächlich vollzogenen Restauration des Kapitalismus herausgearbeitet wurden.

In dem Artikel mit der Überschrift

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Die sowjetische Wirtschaft – eine vollständig und endgültig kapitalistische Wirtschaft“, geschrieben von Aristotel Pano, einem Ökonom, Journalist, Dozent und Professor an der Universität Tirana, hieß es:

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Das Vorspiel zur Wiederherstellung des Kapitalismus in der Sowjetunion bildete natürlich der große ideologische Verrat und die Usurpierung der Führung der KPdSU durch eine Verrätergruppe, was auf dem berüchtigten 20. Parteitag der KPdSU offene Form annahm. Diese Verrätergruppe mit Chruschtschow an der Spitze leitete den Prozess der Entartung der damals in der SU bestehenden Diktatur des Proletariats in eine Diktatur der aufkommenden sowjetischen neuen Bourgeoisie ein. Der gesamte Überbau der sowjetischen Gesellschaft entartete. Die einstige Diktatur des Proletariats wurde zu einer wilden faschistischen Diktatur der revisionistischen, neuen Bourgeoisie, der sowjetische sozialistische Staat wurde zu einem sozialimperialistischen Staat. Obwohl der Beginn des Entartungsprozesses des sowjetischen Überbaus auch der Anfang der Wiederherstellung des Kapitalismus war, hätte die Entartung des Überbaus ohne die Entartung der ökonomischen Basis nicht fortschreiten können. Darum begann mit dem Entartungsprozess des Überbaus auch der Entartungsprozess der ökonomischen Basis. Es handelte sich dabei um eine dialektische und komplizierte Wechselwirkung zwischen der Entartung des Überbaus und der Entartung der Basis, die einander anregten und vorantrieben, bis sie schließlich ihre endgültige kapitalistische Form annahmen. Zur Entartung der sozialistischen Produktionsverhältnisse in kapitalistische Verhältnisse haben die verräterischen Chruschtschowschen Führer, wie unsere Partei in ihren Dokumenten betont, einige Mängel ausgenutzt, die besonders in den Verteilungsverhältnissen existierten (das starke Lohngefälle, das von unserer Partei mit Recht als ein gefährliches Übel bezeichnet worden ist).

Der Kapitalismus ist bekanntlich das höchste und allgemeine Stadium der Warenproduktion. Mit wissenschaftlicher Genialität bewies Marx im `Kapital` , dass dort, wo die Warenproduktion allgemein und blühend wird, von selbst die kapitalistische Ausbeutung entsteht. Deshalb hat Marx die gesamte Analyse des Kapitalismus im ´Kapital` mit der Analyse der Ware begonnen. Lenin verteidigte die Wirtschaftstheorie von Marx und entwickelte sie weiter. Er betonte:

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Ein wesentliches Kennzeichen ist nach seiner Lehre: 1) Die Warenproduktion als allgemeine Form der Produktion. Das Produkt nimmt in den verschiedensten gesellschaftlichen Produktionsorganismen Warenform an, aber nur in der kapitalistischen Produktion ist sie die allgemeine Form des Arbeitsprodukts und nicht Ausnahme, nicht Einzelerscheinung oder Zufall. Das zweite Kennzeichen des Kapitalismus. 2) Besteht darin, dass nicht nur das Arbeitsprodukt, sondern auch die Arbeit selbst, d.h. die menschliche Arbeitskraft, Warenform annimmt. Der Entwicklungsgrad der Warenform der Arbeitskraft charakterisiert den Entwicklungsgrad des Kapitalismus“ (Lenin, Band 1, Seite 453-454, dt. Ausgabe).

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Nachdem die sowjetrevisionistischen Verräter die Partei – und Staatsführung in der Sowjetunion an sich gerissen hatten, schufen sie in verhüllter Weise die objektiven Bedingungen, damit in der sowjetischen Wirtschaft genau die beiden oben erwähnten Kennzeichen entstanden und sich entwickeln. Da jede praktische Tätigkeit ideologisch vorbereitet werden muss, griffen die Sowjetrevisionisten nach dem Jahre 1953 als erste These der marxistischen Wirtschaftstheorie die These über die Warenproduktion und das Wertgesetz im Sozialismus an.

Der Marxismus-Leninismus leugnet bekanntlich nicht die unbedingte Notwendigkeit der Existenz der Warenproduktion nach der Ergreifung der Staatsmacht durch die Arbeiterklasse. Im Gegenteil, die Warenproduktion ist in der ersten Etappe objektiv vorhanden; als ´Überrest` des Kapitalismus darf sie sich aber nie erweitern und nicht aufblühen, im Gegenteil, der Bereich der Warenproduktion und des Wertgesetzes muss in dem Maße eingeengt und eingeschränkt werden, wie sich der sozialistische Wirtschaftssektor erweitert und festigt und die sozialistischen Produktionsverhältnisse heranreifen, bis schließlich die objektiven Bedingungen entstehen, um sie vollständig zu beseitigen. Die wahrhaft marxistisch-leninistische Partei und der sozialistische Staat der Arbeiterklasse, die die Warenproduktion eine bestimmte Zeit lang für unvermeidlich halten, kennen die Gefahr, die sie in sich birgt, und ergreifen bewusst Maßnahmen, durch die die objektiven Bedingungen geschaffen werden, um sie in Zukunft endgültig zu liquidieren.

Doch im Gegensatz dazu haben die sowjetrevisionistischen Verräter und ihre Lakaien nach dem Jahr 1953, um den Prozess der Wiederherstellung des Kapitalismus mit demagogischen Phrasen zu verschleiern, ihre teuflische These aufgebracht, dass die alten, vom Kapitalismus geerbten Kategorien ( also auch die Warenproduktion und das Wertgesetz), bevor sie aufhören zu wirken, vollständig und allgemein entfaltet sein und erblühen müssen [auf diese Weise erblüht heute auch die chinesische kapitalistische Wirtschaft – Anmerkung der Redaktion].

Da nicht alle „wissenschaftlichen Argumente“ dieser teuflischen These hier aufgezählt werden können, sei nur erwähnt, dass sie im ganzen auf dem 22. Parteitag der KPdSU angenommenen so genannten ´Programm` der Kommunistischen Partei der Sowjetunion verschleiert zum Ausdruck kamen. Im Programm heißt es:

´Beim kommunistischen Aufbau ist es notwendig, die Beziehungen Ware-Geld vollständig auszunutzen...`

Im Gegensatz zur gesamten marxistisch-leninistischen Theorie, die auf die unbedingte Notwendigkeit der Einschränkung und Verringerung der Warenproduktion in der Etappe des Übergangs zum Kommunismus hinweist, reden die Sowjetrevisionisten, als bewusste Verräter am Marxismus und weil sie den Prozess der Wiederherstellung des Kapitalismus verschleiern wollen, von der ´vollständigen Ausnutzung` der Ware-Geld-Beziehungen für den Aufbau des Kommunismus. Was diese ´vollständige Ausnutzung` heißt, das hat man klar an allen von ihnen getroffenen praktischen ökonomischen Maßnahmen gesehen, die Maßnahmen zur Umwandlung der sozialistischen Produktion in kapitalistische Warenproduktion sind. Alle ´theoretischen` Erfindungen und praktischen Maßnahmen dieser Renegaten stellen einen offenen Verrat an den Lehren des Marxismus-Leninismus dar, die sie zu ´entwickeln` behaupten.

Lenin unterstrich:

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´Der Marxismus lehrt, dass eine Gesellschaft, die sich auf die Warenproduktion gründet, auf einer bestimmten Entwicklungsstufe unvermeidlich auch selbst den Weg des Kapitalismus beschreitet“ [leider ohne Zitatangabe – Anmerkung der Redaktion].

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Und die von den Sowjetrevisionisten nach 1953 auf dem Gebiet der Wirtschaft getroffenen Maßnahmen schufen neben dem Entartungsprozess des Überbaus objektiv auch eine bestimmte Entwicklungsstufe der Warenproduktion, die zur Entstehung des Kapitalismus in der Wirtschaft führte, der sich jetzt vollständig und endgültig herausgebildet hat. Alle konkreten ökonomischen Maßnahmen der Sowjetrevisionisten nach 1953, die 1965 mit der so genannten ´Wirtschaftsreform` einen Höhepunkt erreichten, hatten nur ein Ziel: die kapitalistische Wirtschaft der Warenproduktion wiederherzustellen. Unabhängig davon, mit welchen ´marxistischen` Phrasen diese Maßnahmen gerechtfertigt wurden oder wie ihr kapitalistisches Wesen vor den Werktätigen verschleiert wurde, handelt es sich im Wesentlichen um Maßnahmen zur Wiederherstellung des Kapitalismus, ein Prozess, der heute abgeschlossen ist. Diese Maßnahmen betrafen in verschiedenen Etappen jeweils die Produktion, die Verteilung, den Austausch, die Leitung der Wirtschaft usw., doch insgesamt drücken sie eines aus: die Entartung der der sozialistischen Wirtschaft, die grenzenlose Ausdehnung der Ware-Geld-Beziehung, die Schaffung der kapitalistischen Wirtschaft der Warenproduktion, die Schaffung der Bedingungen für die Entstehung und das Wirken aller Kategorien der kapitalistischen Wirtschaft, worauf wir im Folgenden eingehen werden.

Das wichtigste Element im gesamten Prozess der Erweiterung und des Gedeihens der kapitalistischen Warenproduktion in der Sowjetunion war die Verwandlung auch der Arbeitskraft in eine Ware. Der Marxismus lehrt, dass der ´Kapitalismus das Entwicklungsstadium der Warenproduktion ist, in dem auch die Arbeitskraft zur Ware wird`. Da in der Sowjetunion dieser Prozess der Umwandlung der Arbeitskraft in eine Ware heute vollständig abgeschlossen ist, ist es verständlich, dass es sich hier um eine vollkommen kapitalistische Wirtschaft handelt.

Damit die Arbeitskraft zur Ware wird, muss der Arbeiter aller Produktionsmittel beraubt und gezwungen sein, seine Arbeitskraft zu verkaufen. Der Prozess, durch den die sowjetische Arbeitskraft der Produktionsmittel beraubt wurde, war gleichzeitig der Prozess, in dem die Diktatur des Proletariats zur Diktatur der sowjetischen neuen Bourgeoisie wurde. Mit der Entartung des Sowjetstaates, mit seiner Umwandlung in eine Diktatur der sowjetischen neuen Bourgeoisie, wurden auch die Produktionsmittel, die Staats- oder Genossenschaftseigentum waren, zum Eigentum der revisionistischen neuen Bourgeoisie, die die Macht ursupiert hat. Die sowjetische Arbeiterklasse wurde der Produktionsmittel beraubt, sie hat nichts weiter als ihre Arbeitskraft zu verkaufen, die so, wie alle anderen Produktionsfaktoren, zur Ware geworden ist.

Um sich zu überzeugen, dass der Charakter des Staatseigentums vom Charakter des Staates selbst abhängt, davon, in wessen Händen sich der Staat befindet, braucht man nur die heutige Realität der westlichen kapitalistischen Staaten zu betrachten, in denen sich in den letzten Jahren das Staatseigentum sehr erweitert hat. Niemandem würde es einfallen, das Staatseigentum, das heute in den westlichen kapitalistischen Ländern existiert, sozialistisches Eigentum, Eigentum der Arbeiter zu nennen. Warum? Weil das Staatseigentum Eigentum der Klasse bleibt, die die Macht hat. Solange also die Bourgeoisie, die Kapitalisten, die Macht haben, ist das Staatseigentum eine Form des kapitalistischen Eigentums, ist es staatsmonopolistischer Kapitalismus.

Das Gleiche finden wir im Wesentlichen auch in der Sowjetunion. Es ist bestimmt nicht überflüssig, hier darauf hinzuweisen, dass Engels vor einem Jahrhundert in seinem Werk ´Anti-Dührung` unterstrichen hat, dass der Charakter des Staatseigentums davon abhängt, in wessen Händen sich der Staat befindet.

Die Umwandlung des sozialistischen Eigentums in staatskapitalistisches Eigentum eines besonderen Typs und der Arbeitskraft in eine Ware erfolgte in der Sowjetunion nicht wie mit einem Zauberstab auf einen Schlag, sondern über einen ganzen Prozess der Entartung der Diktatur des Proletariats in die Diktatur der revisionistischen neuen Bourgeoisie.

Als sich die Prozesse der Entartung des Überbaus, der Veränderung des Charakters des Eigentums, der Umwandlung der Arbeitskraft in eine Ware, der Erweiterung und des Gedeihens der kapitalistischen Warenproduktion vollzogen hatten, vollzog sich in der Sowjetunion von selbst auch in seiner ganzen Breite und Tiefe der Prozess der Wiederherstellung der kapitalistischen Ausbeutung. Das war das unvermeidliche Ergebnis der Wiederherstellung der kapitalistischen Warenproduktion. Karl Marx lehrte dazu:

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´Erst da, wo die Lohnarbeit ihre Basis, zwingt die Warenproduktion sich der gesamten Gesellschaft auf; aber auch erst da entfaltet sie alle ihre verborgenen Potenzen. Sagen, dass die Dazwischenkunft der Lohnarbeit die Warenproduktion fälscht, heißt sagen, dass die Warenproduktion, will sie unverfälscht bleiben, sich nicht entwickeln darf. Im selben Maß, wie sich nach ihren eigenen immanenten Gesetzen sich zur kapitalistischen Produktion fortbildet, in demselben Maß schlagen die Eigentumsgesetze der Warenproduktion um in Gesetze der kapitalistischen Aneignung. [Dazu wollen wir hier die für die Sowjetrevisionisten sehr bezeichnende Anmerkung von Karl Marx nicht vorenthalten – Anmerkung der Redaktion]: Anmerkung 24: Man bewundere daher die Pfiffigkeit Proudhons, der das kapitalistische Eigentum abschaffen will, indem er ihm gegenüber – die ewigen Eigentumsgesetze der Warenproduktion geltend macht!` (Marx, Engels, Werke Band 23, Seite 613), dt. Ausgabe).

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2

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Es besteht kein Zweifel mehr daran, dass die Hauptform des Kapitalismus in der Sowjetunion staatsmonopolistischer Kapitalismus eines neuen Typs ist. Das ´Neue` besteht nur in seiner Entstehung und Rolle, seinem Wesen nach ist er aber der gleiche Kapitalismus wie in allen kapitalistischen Ländern.

Der Staatskapitalismus entstand in den Westländern vor allem durch die vom bürgerlichen Staat vorgenommenen Verstaatlichungen gegen Entschädigung. In der Sowjetunion entstand er allein durch den Prozess der Entartung der Diktatur des Proletariats in die Diktatur der neuen Bourgeoisie. In den westlichen kapitalistischen Ländern spielt der Staatskapitalismus eine zweitrangige Rolle gegenüber dem Privatkapital, als Werkzeug des Privatkapitals [indem sich die mächtigen multinationalen Monopole insbesondere infolge ihrer Globalisierung der bürgerlichen Staaten als Werkzeuge bedienen – Anmerkung der Redaktion], in der heutigen Sowjetunion spielt er hingegen eine hauptsächliche, vorrangige Rolle.

Wenn wir unterstreichen, dass die Hauptform des Kapitalismus in der Sowjetunion ein neuer Typ des staatsmonopolistischen Kapitalismus ist, müssen auch die anderen Formen des Kapitals und des Kapitalismus erwähnt werden, die es heute dort gibt.

Da die sowjetische neue Bourgeoisie im staatlichen und genossenschaftlichen Sektor hohe Gehälter bekommt, führt sie ein märchenhaftes Leben und kann außerdem große ´Ersparnisse` in Form von Depositen machen, die durch Zinsen neues Geld ´erzeugen`. Wir sprechen uns hier nicht gegen die Möglichkeit aus, im Sozialismus Ersparnisse zu machen. Bei wachsendem allgemeinen Wohlstand können die Werktätigen auch Ersparnisse machen, um ihre Bedürfnisse in Zukunft besser befriedigen zu können. Wenn aber nur ´Menschen mit besonderen Fähigkeiten` sparen können, wenn die Ersparnisse aus äußerst hohen Gehältern und Prämien stammen, dann tragen sie natürlich sehr hohe Zinsen und sind keine Ersparnisse mehr, sondern verleihbares Kapital, Geld das Geld zeugt.

Lenin sagt dazu:

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´Der Ausgangspunkt jedes Kapitals – sowohl des Industrie- als auch des Handelskapitals – ist die Bildung freier Geldmittel in Händen einzelner Personen (als frei werden Geldmittel angesehen, die nicht unbedingt für die individuelle Konsumtion usw. aufgewandt werden müssen)` (Lenin, Band 3, Seite 365, dt. Ausgabe).

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Die sowjetischen neuen Bourgeois und ein Teil der Arbeiteraristokratie besitzen heute als Depositen etwa 60 Milliarden Rubel, die ihnen jährlich 2 Milliarden Zinsen einbringen, ohne nur einen Finger dafür zu rühren brauchen. Die von Marx vor einem Jahrhundert aufgestellte Formel des verleihbaren Kapitals G-G` ist genau die Formel dieser ´Ersparnisse` der sowjetischen neuen Bourgeoisie.

Das ist aber nicht die einzige Form des privaten Geldkapitals, das die neue sowjetische Bourgeoisie besitzt. Es gibt noch andere Formen, so die Staatsobligationen, Versicherungen usw. Schließlich muss unbedingt noch eine andere Form der Warenproduktion erwähnt werden, die täglich neue Kapitalisten in der Sowjetunion zeugt, das ist der ´Eigenhof der Genossenschaftsbauern` . Kein Marxist hat jemals geleugnet, dass die Genossenschaftler, solange die Landwirtschaftlichen Genossenschaften nicht alle Bedürfnisse ihrer Mitglieder befriedigen können, einen Eigenhof haben dürfen, um einige Bedürfnisse ihrer Familie zu erfüllen. Wenn aber dieser ´Hof` maßlos vergrößert wird und seine Erzeugnisse nicht nur dazu dienen, den Eigenbedarf zu decken, dann wird er zu einem Betrieb der einfachen Warenproduktion, der, wie Lenin gesagt hat, unausgesetzt, täglich, stündlich Kapitalismus erzeugt. Das ist der Wirtschaftstyp einer großen Zahl der ´Kolchoshöfe` in der heutigen Sowjetunion. Diese Höfe liefern heute 60 Prozent des Gemüses, 80 Prozent des Obstes usw. Als Betriebe der Warenproduktion erzeugen sie täglich neue Kapitalisten.

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Die Analyse des kapitalistischen Charakters der sowjetischen Wirtschaft darf nicht auf Grund der äußeren Erscheinungen der Demagogie der Verräter am Marxismus, der Gesetze und juristischen Formen, die noch eine ´sozialistische` Hülle haben, vorgenommen werden, sondern, wie die Klassiker des Marxismus-Leninismus, unsere Partei und Genosse Enver Hoxha lehren, gestützt auf die realen ökonomischen Verhältnisse.

In einer Kritik an den Volkstümlern lehrt Lenin die Marxisten:

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´Um den ´Typ` ( einer Wirtschaft – A. Pano) zu bestimmen, muss man natürlich die wirtschaftlichen Hauptkennzeichen und nicht die juristischen Formen nehmen` [wieder ohne Zitatangabe – Anmerkung der Redaktion]

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Die ökonomische Realität der Sowjetunion zeigt heute, dass die revisionistische Bourgeoisie, ohne eine notariell beglaubigte Eigentumsurkunde für die Produktionsmittel des Landes in der Tasche zu haben, sich doch dank ihrer realen Position der Produktionsmittel bedienen, um die Arbeiterklasse auszubeuten, um sich auf kapitalistische Weise den durch die unbezahlte Arbeit der einfachen Werktätigen geschaffenen Mehrwert anzueignen.

Wie alle anderen Elemente der Produktionsverhältnisse sind auch die Verhältnisse der Verteilung vollständig entartet. Deshalb erlauben die sowjetischen neuen Bourgeois den Arbeitern ganz gern, im Schubfach ein Exemplar der sowjetischen Verfassung liegen zu haben, in der gesetzlich das Gemeineigentum verbürgt ist, während die Bourgeois nur in ihrem Schubfach die Kontoauszüge haben, auf denen sich die Summen der hinterlegten Rubel ständig vermehren.

Der insgesamt von der sowjetischen Bourgeoisie angeeignete Mehrwert nimmt verschiedene Formen an. Einen großen Teil dieses Mehrwertes verwandelt die Bourgeoisie als Kollektiveigentümer der Produktionsmittel auf verschiedenen Wegen in Kapital der Form des staatsmonopolistischen Kapitalismus. Diesen Teil sowie die Produktionsmittel besitzt sie als Klasse und nicht als Individuum. Einen weiteren Teil des von ihr angeeigneten Mehrwerts verteilt sie individuell unter die Angehörigen der eigenen Klasse, in Form fetter Gehälter und unzähliger Prämien, die die neuen sowjetischen Manager in den letzten Jahren eingeführt haben und ununterbrochen erhöhen.

Ein Vergleich des zweiten Teils des Mehrwertes, den sich die Angehörigen der sowjetischen Bourgeoisie in Form von Gehältern und Prämien aneignen, mit dem Lohn eines einfachen Arbeiters genügt schon, um den ganzen Ausbeutungscharakter der kapitalistischen Verteilungsverhältnisse in der Sowjetunion zu verstehen. Die Löhne und die Prämien der hohen sowjetischen Manager (ganz abgesehen von der Elite der Partei, des Staates, der Armee und der Wissenschaft) sind 15 – 20 mal so groß wie der Grundlohn eines einfachen Arbeiters. Um ihre Herrschaft leichter zu erhalten, korrumpiert die sowjetische Bourgeoisie natürlich durch Prämien auch einen kleinen Teil der Arbeiterklasse und verwandelt ihn genau wie in der kapitalistischen Gesellschaft, in die Arbeiteraristokratie.

Das heutige Verteilungssystem in der Sowjetunion, die Unzahl der manchmal uneingeschränkten Prämien, hat mit dem sozialistischen Verteilungsprinzip nach der Leistung nichts zu tun, doch unter dem Aushängeschild der ´Anerkennung für besondere Verdienste der Betriebsleiter` dient es der neuen Bourgeoisie dazu, sich individuell einen Teil des durch die unbezahlte Arbeit der sowjetischen Arbeiter erzeugten Mehrwerts anzueignen. Auf diesem Hintergrund nehmen die gesellschaftlichen Unterschiede zu: auf der einen Seite die Klasse der sowjetischen neuen Bourgeoisie, die ein märchenhaftes Luxusleben führt, auf der anderen die einfachen Werktätigen, die in einer derartigen Armut leben, dass sie, wie vor einigen Jahren die sowjetische Zeitschrift ´Sozialistitscheskaja industrija` feststellte, heute nur die Holzlöffel durch Metalllöffel ersetzt haben. Anders konnte es auch nicht sein. Als Chruschtschow an die Macht kam, versprach er allen goldene Löffel, unter ´allen` verstand er aber nur die sowjetische Bourgeoisie, die die Macht und die Produktionsmittel an sich riss, die anderen sollten Lohnsklaven werden, was sie auch geworden sind.

Der Grad der Ausbeutung der Arbeiter in jeder kapitalistischen Gesellschaft berechnet sich durch die Mehrwertrate, die das Verhältnis zwischen Mehrwert und variablem Kapital ausdrückt. Die sowjetische Statistik dieser Kategorien behält zwar noch die ´sozialistischen` Bezeichnungen bei, verfälscht aber die Größe des variablen Kapitals und rechnet auch die Gehälter eines Teils der neuen sowjetischen Bourgeoisie dazu, die jedoch, wie gesagt, einen Teil des Mehrwertes darstellen. Doch auch die von der sowjetischen Statistik ´frisierten` Angaben zeigen, dass der Ausbeutungsgrad der sowjetischen Arbeiterklasse 1972 um 23 Prozent größer als 1960 war. Das ist der ´Gewinn` der sowjetischen Arbeiterklasse beim so genannten Aufbau des Kommunismus (lies: bei der Wiederherstellung des Kapitalismus).

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Mit der Wiederherstellung des Kapitalismus in der Sowjetunion wurden auch alle sozialistischen ökonomischen Gesetze und Kategorien durch kapitalistische ersetzt. Der Prozess der Restauration des Kapitalismus dauerte mehrere Jahre, die gleichzeitig Jahre der Erweiterung der kapitalistischen Gesetze und Kategorien waren, bis sie ihren endgültigen Zustand erreicht hatten.

Das Grundgesetz der heutigen sowjetischen Wirtschaft ist, Höchstprofite zu erzielen. Ein Aspekt seines praktischen Wirkens ist, dass die gesamte Tätigkeit der sowjetischen Betriebe nach einer Hauptkennziffer bewertet wird, nach der so genannten ´Rentabilität des Fonds` (lies: Rentabilität des Kapitals). Die Sowjetrevisionisten können so viel Demagogie, wie sie wollen, betreiben und behaupten, das Ziel ihrer Produktion bleibe nach wie vor die Befriedigung der Bedürfnisse der werktätigen Massen; doch nicht die Worte, sondern die Taten zählen. Solange die fetten Prämien der sowjetischen Manager allein von der ´Rentabilität des Fonds` abhängen, kann jedermann verstehen, dass sie alles daran setzen, nicht die Bedürfnisse der Wirtschaft und der Werktätigen zu befriedigen, sondern ihre eigenen Taschen zu füllen, ihre eigenen Prämien zu erhöhen. Ihr Motto ist genau das alte Sprichwort: ´Das Hemd ist mir näher als der Rock`.

Der Regulator der sowjetischen Produktion sind allein das Wertgesetz und die Spontaneität des Marktes. Die zweite Kennziffer zur Bewertung der Arbeit der sowjetischen Betriebe ist das Absatzvolumen. Doch das Absatzvolumen wird unmittelbar von der Marktkonjunktur bestimmt, so dass also die sowjetische Produktion durch die Spontaneität des Marktes reguliert wird und nicht durch den ´Plan` , wie sie daherfaseln. Pro forma spielen die Sowjetrevisionisten Komödie und ´kritisieren` den so genannten Marktsozialismus eines gewissen Ota Šik, sie selbst aber haben seit langem den Marktkapitalismus eingeführt.

Die Verteilung der Investitionen erfolgt in der Sowjetunion heute nach dem so genannten ´normativen Koeffizienten der Kapitalinvestitionen`, was nur der ´sozialistische` Name für die durchschnittliche Profitrate ist. In der gesamten sowjetischen Wirtschaft wirkt die Kategorie des kapitalistischen Produktionspreises. Für die die Revisionisten durch tausenderlei Tricks ´sozialistische` Namen und Argumente finden. Durch die Dezentralisierung der Preisfestlegung, die von den Betrieben selbst festgelegten Preise, die ´Preisstaffelung` usw. usf. wirkt vollständig, wenn auch in anderen Formen, das Spiel der freien Preise. In der gesamten Wirtschaft wurde die kapitalistische Kategorie des Kapitalzins eingeführt.

Der Kampf der einzelnen Betriebe, sich günstigere Bedingungen für den Stimulationsfonds, günstigere Kredite und Kapitalien, eine profitträchtigere Struktur der Sortimente usw. zu schaffen, ist weiter nichts als eine Form der Konkurrenz wie in der kapitalistischen Wirtschaft. Durch den Zusammenschluss, die Fusion und Verlegung der Aktivität einzelner Betriebe vertuschen die Sowjetrevisionisten in Wahrheit nur den Bankrott einzelner kapitalistischer Betriebe, dieser Bankrott existiert aber. Viele sowjetische Betriebe stehen heute vor dem finanziellen Bankrott. In der Zeitspanne 1965 – 1971 sind allein die von den Betrieben den Banken nicht fristgemäß zurückgezahlten Anleihen auf das 2 – 3 fache angestiegen.. Das Überschreiten der Tilgungsfrist durch die sowjetischen Betriebe nahm in den Jahren 1966 – 1977 im Durchschnitt um 25 Prozent zu, während sich die Gesamtsumme aller nicht fristgerecht zurückgezahlten Schulden um 79 Prozent erhöhte.

Die vollständige Wiederherstellung des Kapitalismus in der Sowjetunion konnte nur die märchenhafte Bereicherung der neuen Bourgeoisie, die Verarmung der werktätigen Massen, fortwährende Misserfolge der Wirtschaft, in verhüllten Formen auftretende Arbeitslosigkeit und Krisen und andere kapitalistische Erscheinungen mit sich bringen.

Als Beweis für die katastrophalen Folgen der Wiederherstellung des Kapitalismus in der sowjetischen Wirtschaft wollen wir nur den auffälligen Rückgang des Entwicklungstempos erwähnen im Vergleich zu der Zeit, als dort noch die sozialistische Wirtschaft existierte. Im Vergleich zur Zeitspanne 1945 – 1960 sank die Zuwachsrate des Nationaleinkommens in der Sowjetunion in den Jahren 1960 – 1965 um 44 Prozent, in den Jahren 1965 – 1970 um 35 Prozent und bis 1974 um weitere 58 Prozent. Es sei darauf hingewiesen, dass in den von den sowjetischen Statistiken angegebenen Kennziffern über die Entwicklung der sowjetischen Wirtschaft auch das gewaltige Wachstum der sowjetischen Militärproduktion in den letzten Jahren enthalten ist; wenn man dies ausklammerte, könnte man noch deutlicher die Krise und die tatsächliche Rückentwicklung der sowjetischen Wirtschaft erkennen.

Die Gesamtanalyse der vorhandenen Fakten zeigt jetzt sehr gut, dass die sowjetische Wirtschaft eine vollständig und endgültig kapitalistische Wirtschaft ist. Gerade diese kapitalistische Wirtschaft bildet die Basis des sowjetischen Sozialimperialismus, der im Innern durch eine grausame Ausbeutung der Werktätigen, durch die antagonistischen Klassenwidersprüche, durch Stillstand und fortwährende Krisen, durch noch nie da gewesene Militarisierung usw. und nach außen durch nicht nur politische und militärische, sondern auch durch wirtschaftliche Expansion, durch die Ausbeutung anderer Länder, in erster Linie der ´verbündeten` Osteuropas, gekennzeichnet ist“. (aus: „Albanien heute“, 1975, Ausgabe Juli-August, Seite 43-47, dt. Ausgabe).

Ausgeburt der Restauration des Kapitalismus und Abgesang des gealterten „modernen“ Revisionismus der Sowjetunion war schließlich „Glasnost“ und „Peristroyka“ von Gorbatschow. Die Perestroyka und Glasnost, die Ideologie der „Revolution von oben“, waren zwei der letzten Masken des modernen Revisionismus in der Sowjetunion: Aber ob nun „kapitalistischer Sozialismus“ oder „sozialistischer Kapitalismus“ - das war nur noch eine Frage der revisionistischen Kosmetik und machte keinen Unterschied mehr beim Versuch, die Krise und die Eiterbeulen des russischen Kapitalismus neuen Typs zu kaschieren. Es war die Maske der „Rekonstruktion“ des verfaulten bürgerlichen Sozialismus, ein Trostpflaster zur letzten Desillusionierung aller derjenigen Revisionisten, die dem bequemen Luxusleben im Sozialismus noch nachtrauerten und die davor Angst hatten, ihr altes Parasitendasein unter dem „neuen“ Kurs aufgeben zu müssen, alte Pfründe an das ausländische Kapital zu verlieren usw. usf. Perestroyka und Glasnost waren ein Stoßgebet des bürgerlichen Sozialismus, dass nun endlich der große Aufschwung der kapitalistischen Wirtschaft in Russland seinen Einzug hielte und alle Eiterbeulen des verfaulten bürgerlichen Sozialismus heilen würde. Die Prestroyka und Glasnost war der allen Revisionisten verliehene Orden zum Dank für die von ihnen getane Arbeit, aber auch der Freifahtsschein für die Intervention des westlichen Kapitals. Diese symbolische Schlüsselübergabe wars die Fortsetzung der wachsenden Misere der bisherigen kapitalistischen Herrschaft der russischen Bourgeoisie, nur dass dies nicht abging ohne ideologischen Kampf um die Neubesetzung der alten Futterkrippen im eigenen Land und Neuaufteilung der neuen Futterkrippen im Ausland. Mit Perestroyka und Glasnost wollte die alte riesige bürokratische Apparat-Schicht und die aus ihr hervorgegangene alte sozialistische Bourgeoisie ihren Anteil gegenüber den neu aufstrebenden, „weltoffenen“ und vom revisionistischen Plunder befreiten Kräften der Bourgeoisie sichern.

Der sowjetische Revisionismus wechselte somit, wie in allen anderen osteuropäischen Ländern, lediglich die Bank von der Regierung in die Opposition, die nunmehr mit ähnlichen Zielrichtungen und Formen und Bewegungen ausgestattet wurde wie bei den Eurokommunisten und wie bei vielen anderen revisionistischen europäischen Strömungen – wie die zum Beispiel von Ludo Martens in Belgien. Der russische Revisionismus von heute besteht aus unzähligen Strömungen, die alle auf ihre Weise versuchen, die russische Arbeiterklasse von der erneuten Revolution abzuhalten und ihren Kampf für die revolutionäre Restauration des Sozialismus zu unterhöhlen, indem sie den Weg der Klassenversöhnung, den Weg verfolgen zur weiteren Anpassung und Unterwerfung der russischen Arbeiterklasse unter die Bedürfnisse des Weltimperialismus und des Großmachtchauvinismus der herrschenden Klasse in Russland – unter der Maske „Führen wir die alten sozialistischen Zeiten wieder herbei“. Dieser Satz heißt ins Marxistisch-Leninistische übersetzt: Restauration des Sozialimperialismus an der Macht durch Revision des modernen Revisionismus, durch Neo-Revisionismus! Mit der „Beseitigung“ des Weltkapitalismus durch den Weltrevisionismus aber ist nur die Inschutznahme des Weltkapitalismus vor dem Weltsozialismus gemeint. Und es wird nicht die einzige und letzte Maske sein, die der sowjetische Revisionismus aufsetzen wird, um die Vollendung der Oktoberrevolution, die Sehnsucht der Arbeiterklasse nach der Wiederherstellung ihrer Macht und des Sozialismus der alten Sowjetvölker zu untergraben und den Marxismus-Leninismus zu bekämpfen. An der Spitze dieser revolutionären Bewegung werden aber nicht die Revisionisten stehen, sondern jene Marxisten-Leninisten, die das alte rote Banner der Bolschewiki und das Banner Enver Hoxhas gegen alle Strömungen des Neo-Revisionismus erheben!

Zum Weiterstudium empfohlen: Über die heutige und zukünftige Entwicklung des imperialistischen Russlands siehe der Artikel National´bolschewismus` = Anti-Bolschewismus!“


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