DEUTSCH

 

von der Komintern (SH) veröffentlicht aus Anlass des 75. Todestags von Ernst Thälmann

18. August 1944 - 18. August 2019


RADIO TIRANA

Feuer auf die reaktionären Komplotte des westdeutschen Revanchismus mit dem Sozialimperialismus und USA-Imperialismus! (Oktober 1971) S.50-53

SONDERDRUCK

 

 


ERNST THÄLMANN

TREUER SOHN DES DEUTSCHEN VOLKES

ANLÄSSLICH DES 27. JAHRESTAGS SEINER ERMORDUNG

Vor 27 Jahren, am 18. August des Jahres 1944, erlitt das deutsche Volk einen großen Verlust. Sein treuer Sohn, der hervorragende Führer der deutschen Arbeiterbewegung, Ernst Thälmann, wurde von den Faschisten im Konzentrationslager Buchenwald meuchlerisch ermordet. Die Lehre Ernst Thälmanns ist für das deutsche Volk und die aufrechten Kommunisten Deutschlands heilig, weil er für dieses Volk alles hingab, weil er sein ganzes Leben lang den Kampf für die soziale Befreiung des deutschen Volkes gewidmet hatte. In der Gestalt Thälmanns sieht das deutsche Volk den Menschen der Aufopferung, der Mannhaftigkeit und der Tapferkeit, den Menschen, der für die Einheit der Arbeiterklasse, für die Vereinigung der progressiven Kräfte gegen die Herrschaft des Kapitals, gegen die faschistische Gefahr, gegen den sozialdemokratischen Terror trotzte.

Sein Hauptverdienst beruht in der Tatsache, daß er und die revolutionäre Gruppe um ihn den Weg der Lostrennung von der verräterischen Sozialdemokratie verfolgten und sich um die KPD zusammenscharten, wo Ernst Thälmann gleichfalls einen wuchtigen, prinzipienfesten und kompromißlosen Kampf gegen die Opportunisten und die rechten und ultralinken Reformisten, gegen alle Liquidatoren führte. Die von den Opportunisten usurpierte KPD machte er zu einer revolutionären und organisierten Massenpartei des Proletariats, gewappnet mit der marxistischen Theorie, eng verbunden mit den Massen. Dem Kampf für die Konsolidierung der Partei widmete er seine ganze Begabung und seine ganze revolutionäre Energie, weil er in einer stählernen, kompakten, völlig einheitlichen und disziplinierten Partei die unerläßliche Voraussetzung für den Triumph des Proletariats im Kampf für seine soziale Befreiung sah.

Als Mensch des revolutionären Gedankens und der revolutionären Tat, betrachtete Thälmann die Sache der ideologischen und organisatorischen Festigung und Stählung der Partei in den konkreten Aktionen, in der Führung der Massen zu revolutionären Taten. Der Kampf der Partei, um sich mit den breiten werktätigen Massen zu verbinden, sah er in enger Verbindung mit der Bildung der proletarischen revolutionären Massenorganisationen.

Wie zum Beispiel (...), welcher bei der Umwandlung der Partei in eine revolutionäre Massenpartei des Proletariats, in eine wirkliche Führerin der proletarischen Bewegung mithalf.

Thälmanns Weg war also der Weg der Revolution, der Weg der Gründung einer, mit der marxistisch-leninistischen Theorie gewappneten revolutionären Partei, fähig, um das Proletariat in all seinen revolutionären Handlungen anzuleiten. Er war der Weg der Verbindung des revolutionären Gedankens mit der revolutionären Tat.

Andererseits betrachtete Thälmann den Kampf für die Konsolidierung der Partei in untrennbarer Verbindung mit dem Kampf gegen die opportunistische Strömung Brandler-Thalheimer, die die Partei von innen her schwächte und unterhöhlte, ihre ideologischen und politischen Positionen zermürbte, ihr die Klassenzusammenarbeit mit der Bourgeoisie und den Junkern empfahl.

Thälmann brandmarkte auch die demagogischen Losungen der Nationalchauvinisten und der Sozialdemokraten, die mit den Faschisten mitwirkten und die faschistische Diktatur als eine angebliche Diktatur der Kleinbourgeoisie hinstellten. Der Klasseninhalt der faschistischen Diktatur, hat Ernst Thälmann gesagt, ist nichts weiter als die Diktatur des Finanzkapitals. Hitlers Demagogie und die Politik des deutschen Imperialismus entlarvend, riß er dem Abkommen der Großkapitalisten und der Unterstützung der Sozialdemokraten, um Hitler die Macht in die Hände zu spielen, die Maske herunter. Thälmann führte einen nachdrücklichen und gewaltigen Kampf gegen den Faschismus und bemühte sich um die Gründung der Einheitsfront gegen ihn.

Der Verrat der Sozialdemokraten aber ließ die Vorbeugung der Machtübernahme des Hitlerregimes nicht zu. Die Bourgeoisie, die gesamte Reaktion und ihre Vorhut, die Nazis, von der Tätigkeit Thälmanns in helle Angst versetzt, verhafteten ihn am 3. März des Jahres 1933.

Aber auch im Gefängnis ergab er sich nicht. Von seiner Zelle aus forderte er das deutsche Volk auf, sich gegen den Faschismus und seine aggressive Politik zu erheben.

Die Faschisten ermordeten ihn, er ist aber nicht tot. Er lebt weiter in den Herzen des deutschen Volkes, der aufrechten marxistisch-leninistischen Revolutionäre. Seine Lehren über die Organisierung der Arbeiterklasse, ihrer kämpferischen Vorhut, der marxistisch-leninistischen Partei, über die Festigung des Klassenkampfes gegen die Bourgeoisie, den Militarismus und den Faschismus, sind heute äußerst aktuell, wo in Westdeutschland dieselben Kräfte, die Hitler an die Macht verhalfen, herrschen; wo die deutsche Sozialdemokratie gegenwärtig die Interessen der westdeutschen revanchistischen Bourgeoisie an der Macht vertritt und diese verteidigt; wo die modernen Revisionisten sich mit der Sozialdemokratie verschmelzen, die Interessen der Arbeiterklasse offen verraten und sich auf den Weg des Packtierertums, der Konzessionen und prinzipienlosen Kompromisse mit den Bonner Revanchisten begeben haben. Die verschiedenen Ministerien des Kabinetts Brandt finanzieren heute regelmäßig die offen revanchistischen Organisationen. Diese Tätigkeit aber wird von den Sozialdemokraten Brandts mit dem Schleier angeblicher Hilfe für kulturelle Aktivitäten dieser Organisationen fürsorglich  getarnt. Sowohl die Sozialdemokraten aus der Zeit vor Hitler, als auch Brandt und Konsorten behindern niemals die Rolle der vielen neonazistischen Organisationen im Lande.

So nehmen sie in der Tat die Aktivität dieser Organisationen in Schutz; sie versuchen den Kampf der revolutionären und demokratischen Rechte gegen die neonazistische Gefahr zu bremsen. Die Kriegsvorbereitungen der Bundeswehr, die kolossalen Ausgaben zwecks ihrer Modernisierung unter der Führung des Sozialdemokraten Brandt haben jene Hitler-Deutschlands an der Schwelle des zweiten Weltkrieges weitgehend überholt. Und man muß sagen, daß diese gesamte Tätigkeit sich heute des Segens und der Unterstützung der modernen Revisionisten, insbesondere der Sowjetrevisionisten, erfreut. Die Renegaten des Marxismus-Leninismus, im gemeinsamen Chor dem Dirigentenstab folgend, wiederholen unablässig, daß die Innen- und Außenpolitik Brandts angeblich realistisch sei. Sie lassen sich keine Gelegenheit entgehen, um die angebliche Unversöhnlichkeit der gegenwärtigen Regierung Brandt mit dem Revanchismus und Neo-Nazismus zu beweisen. Brandt wird von ihnen als Antinazi der ersten Stunde hingestellt.

Die Haltung der gegenwärtigen westdeutschen Regierung gegenüber den neo-nazistischen und revanchistischen Organisationen wird mit Absicht in Vergessenheit gelassen. Die Verantwortung für die kolossalen Beiträge zu Rüstungszwecken wird, den Sowjetrevisionisten nach, den Generälen der Bundeswehr in die Schuhe geschoben, welche angeblich auch die Regierung Brandt bemüht ist zu bremsen.

Diese Haltung sieht jener ähnlich, welche die Sozialdemokratie zur Zeit der Machtübernahme Hitlers einnahm. Eine Haltung, welche Thälmann aufs Schärfste verurteilt hatte. Und Thälmann hatte recht. Es ist allgemein bekannt, wohin die Verratspolitik von seiten der deutschen Sozialdemokratie führt.

Eben deshalb bilden das Leben und das Werk Thälmanns, heute mehr denn je, ein hohes begeisterndes Vorbild für alle Revolutionäre und für die Arbeiterklasse Deutschlands, um die Sache, für welche Thälmann kämpfte und sein Leben hingab, voranzuführen.

 

Hisst das von den modernen Revisionisten fallen gelassene Banner des

M a r x i s m u s - L e n i n i s m u s

und der R e v o l u t i on ! "