DEUTSCH

 

von der Komintern (SH) veröffentlicht aus Anlass des 115. Geburtstags von

 

Bertolt Brecht

10. 2. 1898 - 14. 8. 1956

 

 

Sendereihe:
Hervorragende revolutionäre Ereignisse und Gestalten

RADIO TIRANA

- vom 10. 2. 1978

 


 

 

Über Bertolt Brecht


Heute werden wir im Rahmen dieser Sendereihe auf eine der hervorragendsten Gestalten der revolutionären Kunst des sozialistischen Realismus eingehen, auf Bertolt Brecht, der seine Kunst in den Dienst der Sache der Revolution und des
Proletariats stellte.
Heute, am 10. Februar, jährt sich zum 80. Male der Geburtstag dieses revolutionären Künstlers, der sein ganzes Leben lang unermüdlich gegen die Ausbeuter und das kapitalistische System, gegen den Faschismus, diese brutale Diktatur der
Bourgeoisie, gekämpft hat.
Brecht war ein Humanist; und Sein Humanismus hatte einen sozialistischent Klassencharakter. Er war vom Bewußtsein dessen durchdrungen, er trug in sich auch das Bewußtsein, daß er aus einer Familie kam, die einer anderen Klasse angehörte. In einem seiner Gedichte: "Gejagt mit gutem Grund" schreibt Brecht:

 

"Als ich erwachsen war und um mich sah, gefielen mir die Leute meiner Klasse nicht."

 

Brecht gehörte zu denjenigen, die das Mitleid nicht akzeptierten. Er sagte, daß man den Feind' im Kampf nicht bemitleidet sondern vernichtet. Er machte sich mit der Theorie des wissenschaftlichen Sozialismus vertraut und blieb durch
seine machtvolle Kunst stets ein Propagandist des Marxismus.
Die Schreiberlinge der Bourgeoisie waren stets bemüht, zwischen dem Dichter Brecht und dem Kommunisten Brecht einen Graben zu ziehen. Sie behaupteten, der Kommunismus habe einen schlechten Einfluß auf die Ditchtung Brechts gehabt
und den Dichter daran gehindert, das zu werden, was er einst zu werden versprochen hatte.
Doch das, gesamte Werk Brechts beweist das Gegenteil. Die
marxistische Theorie, die Liebe zum Kommunismus ermöglichten es Brecht, seinen großartigen Weg zu beschreiten. Brecht besingt den Menschen einer menschlichen
Gesellschaft, und er übt Kritik am bestehenden System, am kapitalistischen System, vom Standpunkt der armen Leute aus, der Niedrigen, wie er sie zu nennen pflegte. Bertolt Brecht besang das Lob dessen, was wirklich groß war, das
"Lob der Revolution", das "Lob der Dialektik", der "Partei Lenins".

Mit mit den einfachsten Worten lobte er den Kommunismus:

 

"Er ist gut für dich, erkundige dich nach ihm. Die Dummköpfe nennen ihn dumm, und die Schmutzigen nennen ihn
schmutzig. Er ist gegen den Schmutz und gegen die Dummheit.". . . . .' "


Brechts Werk ist ein Spiegelbild seines ständigen Strebens, als Schriftsteller möglichst wirksam den Kampf der Arbetterklasse zu unterstützen, denn von der Arbeiterklasse lernte er sein ganzes Leben. Die Werke Brechts behandeln soziale Schlüsselprobleme unserer Epoche.

 

Eben weil er ein geschworener Feind der Bourgeoisie war, wurde er auch auf die schwarze Liste Nr. 1 vom 23. April 1933
gesetzt. Neben den Werken anderer fortschrittlicher Schriftsteller verboten die Nazis auch die Werke Brechts.
In der Emigration verfolgte Brecht tagtäglich mit höchster Anteilnahme die Ereignisse in seinem Vaterland, wo die brutale Diktatur des Kapitalismus, der Nazismus wütete, "Der Kapitalismus zwingt uns den Kampf auf", sagte Brecht, "er verödet uns das Milieu."

1938 schrieb Brecht:

"Das Volk hat sich deutlicher
getrennt von seiner Oberschicht. Seine Unterdrücker und Ausbeuter sind aus ihm herausgetreten und haben sich in einen nicht mehr übersehbaren blutigen Kampf mit ihm verwickelt."


Der revolutionäre Dichter Brecht war ein unbeugsamer Kämpfer gegen Ausbeuter und Unterdrücker, und er schrieb für die armen Massen, für die Arbeiterklasse, für den Kommunismus. Er sagte:

"Die Arbeiter beurteilen alles nach dem Wahrheitsgehalt. Wir müssen zu ihnen aufrichtig und vernünftig sein."

 

Die Volkskunst fand bei Brecht die höchste Würdigung. Er sagte:

"Wir brauchen volkstümliche Kunst, und damit meinen wir die Kunst für die breiten Volksmassen, für die Vielen, die von den Wenigen unterdrückt werden, die Völker selber, die Masse, die solange das Objekt der Politik war und die das Subjekt der
Politik werden muß."

Auf das Theaterstück "Die Mutter", zu dem er Maxim
Gorkis Roman zum Vorbild nahm, eingehend, schreibt Brecht:

 

"Für meine Aufgabe hielt ich es, von einer großen historischen Gestalt zu berichten: Dem unbekannten Vorkämpfer der Menschheit."
Und

"Die Mutter: Lehrt /Ihre vielen Söhne und Töchter die Sprache des Kampfes/ Gegen den Krieg und die Ausbeutung, Mitglied einer Heeresmacht/ über den ganzen Planeten ... ".


Nach Brecht kann die heutige Welt im Theater nur als eine Welt, die sich verändert, die transformiert wird, dargestellt werden. Dieser Leitsatz durchzieht wie ein roter Faden alle Theaterstücke Brechts. Erwähnt sei hierbei der
Satz von Marx:

"Die Philosophen haben die Welt auf verschiedene Weise interpretiert, es geht aber darum, sie zu verändern."

 

Indem er sich von der marxistischen Philosophie leiten ließ, legte er seiner Kunst die proletarische Weltanschauung,
die Prinzipien des Marxismus -Lenimsmua zugrunde.
Der Beitrag Brechts zur Weltliteratur, sein Streben, die sozialistische Kunst zu entwickeln, sind heute allgemein anerkannt. Brechts Werk ist ein Bestandteil des Befreiungskampfes. Zwar ist seine Sprache so rauh wie die Zeit, doch er spricht in einfachen Worten und in großartigen Worten. So gehören seine Werke nicht zu den verstaubten Büchern im Bücherschrank. Brecht war ein Revolutionär, ein wahrhafter Internationalist, und er hatte großes Vertrauen in die Kräfte
des Proletariats.

" ... die Besiegten von heute sind die Sieger von morgen."


lautet ein Satz von ihm. In einem seiner Gedichte heißt es:


"Fang an! Du mußt alles wissen!
Hungriger, greif nach dem Buch: es ist eine Waffe.
Du mußt die Führung übernehmen. "

Das Streben der Völker nach Gerechtigkeit, die Stärke der Arbeiterklasse, die Stärke der kommunistischen Ideen - all dies verlieh dem Werk von Brecht das Bewusstsein der Stärke. Brecht blieb bis zu seinem letzten Atemzug den Ideen
des Kommunismus treu.
Das revolutionäre Werk des großen Künstlers Bertolt Brecht behält stets seine Aktualität, bleibt ein Beweis des stürmischen Charakters und der revolutionären Methode
des sozialistischen Realismus. Es ist der proletarische Inhalt
seiner Werke, verkörpert in einer hohen künstlerischen Form, was Brecht zu einem Schriftsteller macht, der von den Millionenmassen in der Welt der hemmungslosen
kapitalistischen Ausbeutung und Unterdrückung geliebt wird. Sein Werk zeigt, daß der revolutionäre Künstler und Dichter sein Schaffen mit der Sache des Volkes verbinden und es zur Waffe gegen die Bourgeoisie und die gesamte Reaktion machen muß.
Auch in Albanien, wo Kunst und Literatur sich rein und fest auf dem Weg des sozialistischen Realismus entfalten, sind die Werke des revolutionären Dichters Brecht breit übersetzt, und sie werden von den werktätigen Massen mit Vorliebe gelesen. Wir gedenken Bertolt Brechts mit Achtung, weil, wie Genosse Enver Hoxha gesagt hat, wir stets nur die fortschrittliche, revolutionäre und demokratische Kunst des Auslandes, möge sie der Vergangenheit oder unserem Jahrhundert angehören, würigen.

Brechts Werk gehört zum Schatz der revolutionären Kunst. In ihr verkörpern sich die fortschrittlichen und revolutionären Ideale zum Wohl der Ausgebeuteten und Unterdrückten. Daher gehört Brecht zu jener Pléiade der großen Dichter, die ihr Leben lang für die Sache der Revolution und der Völker gekämpft haben und als solche für immer in den Herzen des Proletariats und der Völker bleiben.

 

 

 

 

Partei der Arbeit Albaniens