DEUTSCH

 

DIE ORGANISIERUNG DER NATIONALEN BEFREIUNGSARMEE
UND DES ALLGEMEINEN VOLKSAUFSTANDES

(aus: Geschichte der PAA - Seite 116 - 131)


Nach der 1. Landeskonferenz konzentrierte sich die politische und organisatorische Tätigkeit der Partei hauptsächlich auf die Vorbereitung des Volkes auf den allgemeinen Aufstand, vor allem auf die Organisierung der Nationalen Befreiungsarmee. Die Partei richtete einen Aufruf an das albanische Volk, an die Arbeiter und Bauern, an die Stadtbewohner, an die Jugend, die Frauen, an die patriotischen Nationalisten und Intellektuellen und forderte sie auf, alle ihre Kräfte zu vereinigen und sie in den Dienst des Kampfes gegen die faschistischen Besatzer und die Verräter zu stellen, möglichst zahlreich in die Reihen der Partisanen einzutreten, um neue Verbände zu schaffen, den bewaffneten Kampf zu verstärken und so an den allgemeinen Aufstand heranzukommen. »Das Schicksal des Landes, hängt von dem Kampf ab, den wir jetzt führen. Je breiter und heftiger dieser Kampf gegen die Besatzer ist, desto schneller wird die Stunde der Befreiung schlagen. «
Die ballistischen Propagandisten entlarvend, die überall herumposaunten, daß die Albaner gegen Italien weder kämpfen könnten noch kämpfen dürften, denn die Alliierten würden Italien ohnehin zerschlagen und Albanien die Unabhängigkeit bringen, schrieb Genosse Enver Hoxha in »Zeri i popullit«: »Was würde geschehen, wenn die ganze Welt so argumentieren würde wie diese 'großen Politiker'? ... Es würde etwas ganz Einfaches geschehen. . . das kleine Albanien würde für immer ein Vasall Mussolinis bleiben. . .

Einer für alle und alle für einen.

Rußland, England und Amerika führen Krieg mit großen Armeen, Panzern und Flugzeugen; aber das schließt nicht aus, daß wir den Krieg selbst dann führen, wenn wir nur ein einziges Gewehr besitzen. . . Der Krieg wird weder mit Rosen noch mit Watte geführt, und die Freiheit weder mit Worten noch mit Kompromissen errungen, sondern und Blut. « Neben der breiten politischen Arbeit mit den Volksmassen verstärkten die Kommunisten auch ihre illegale Tätigkeit unter den albanischen Soldaten, Gendarmen und Polizisten, unter allen irregeführten Menschen, die im Dienst der Besatzer standen, sowie unter den italienischen Soldaten und Arbeitern, die sich in Albanien befanden. Unter diesen wurden Flugblätter in italienischer Sprache verteilt.


Auf den Aufruf der Partei hin und infolge der intensiven Tätigkeit der Kommunisten füllten Hunderte neue Kämpfer die Reihen der Partisanenfreischaren. Ein großer Teil der Mittelschüler ging in die Berge und schloß sich den Freiheitskämpfern an. Mit den Partisanen vereinigten sich auch Patrioten, die aus den militärischen Formationen des Feindes desertiert waren. Binnen weniger als drei Monaten verdoppelte sich die Zahl der Partisanen. Im Mai 1943 wurden die ersten Bataillone und die ersten Kreisstäbe gebildet. Im Juli gab es in Albanien 20 Bataillone und 30 Partisanenfreischaren.
Keine äußere Einmischung in die Angelegenheiten des Nationalen Befreiungskampfes
Im Herbst 1943 stieß der Antifaschistische Nationale Befreiungskampf des albanischen Volkes auf eine weitere Gefahr, die von den angloamerikanischen Alliierten ausging. Schon im Mai 1943 waren Vertreter des angloamerikanischen Mittelmeerkommandos (ungebeten) nach Albanien gekommen. .Eine britische Militärmission, später auch eine amerikanische, wurden beim Generalstab eingerichtet. Ferner befanden sich auch bei einigen Partisanenkommandos englische Offiziere. Sie gaben vor, daß ihre Ankunft in Albanien von den gemeinsamen militärischen Interessen des Krieges gegen die Hitlerdeutschen diktiert sei, und versprachen die Versorgung der ANBA mit Waffen und anderem notwendigem Militärmaterial. In Wirklichkeit aber kamen sie mit hauptsächlich politischen Absichten nach Albanien. Diesen Absichten entsprechend entfalteten sie eine unterminierende Tätigkeit und wurden ein Hindernis für den Kampf gegen die Besatzer und ihre Handlanger in Albanien. Die Angloamerikaner gaben den Gegnern der Nationalen Befreiungsbewegung, den reaktionären Kräften, die größte Hilfe. Sie unterhielten bei diesen Kräften besondere Militärmissionen und versorgten sie mit Waffen, Munition, Kleidung und Geld. Als der Balli Kombetar und die Legalität sich mit den Deutschen gegen die Nationale Befreiungsfront vereinigten, wurden die anglo-amerikanischen Militärmissionen weder von ihnen abgezogen, noch wurden die Hilfen eingestellt. Das Kommando der angloamerikanischen Mittelmeertruppen begann großen Druck auf den Generalstab auszuüben, damit kein Angriff auf die reaktionären Kräfte unternommen wurde. Es verlangte außerdem, daß er den englischen und amerikanischen Offizieren eine Schiedsrichterrolle in den inneren Angelegenheiten des albanischen Volkes zuerkannte.


Wie die Praxis zeigte, hatten die Regierungen Großbritanniens und der USA nicht im geringsten die Absicht, die nationalen Befreiungsbewegungen auf dem Balkan wirklich zu unterstützen. Sie zielten nur darauf ab, den Sieg der revolutionären Volkskräfte nicht zuzulassen, die Autorität und den Einfluß der kommunistischen Parteien zu vernichten und die angloamerikanische Kontrolle über die Balkanländer zu errichten.
Die Kommunistische Partei bezeichnete die angloamerikanische Einmischung als eine Gefahr für den Sieg der Revolution und für die nationale Unabhängigkeit und nahm unverzüglich eine entschiedene Haltung gegenüber dieser Einmischung ein. Die alliierten Missionen erhielten vom Generalstab eine ernste Warnung, sich nicht in die inneren politischen und militärischen Angelegenheiten Albaniens einzumischen und der Ausweitung des Kampfes des albanischen Volkes gegen die Hitlerbesatzer mit ihre Handlanger kein Hindernis in den Weg zu legen. Alle britischen und amerikanischen Offiziere, die bei den reaktionären Kräften weiter verbleiben würden, werde man als Feinde ansehen. Die alliierten Militärmissionen, wies das Zentralkomitee die Kreisparteikomitees an, »dürfen sich nicht in unsere inneren Angelegenheiten einmischen und auf keinen Fall zu Schiedsrichtern zwischen uns und der Reaktion gemacht werden. Wenn ihnen unser Kampf gegen die Reaktion paßt, dann gut, wenn nicht, hindert sie niemand daran zu gehen.«
Jeder alliierte Vertreter, der das Prinzip der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten nicht respektierte, sollte unter Begleitung zum Generalstab gebracht und hierauf aus Albanien ausgewiesen werden.
Diese entschiedene und richtige revolutionäre Haltung gegenüber den angloamerikanischen Alliierten war von sehr großer Bedeutung für die weitere Entwicklung des Nationalen Befreiungskampfes und die Geschicke der Volksrevolution.


An erster Stelle die Festigung der Macht und der ANBA


Die Festigung der revolutionären acht und der Nationalen Befreiungsarmee war für die Vereitelung nicht nur der Pläne der neuen deutschen Besatzer und der Verräter von entscheidender Bedeutung, sondern auch der konterrevolutionären Pläne, die die Anglo- Amerikaner im Falle einer Landung ihrer Truppen in Albanien der seitens ihrer Agenturen und Militärmissionen durchzuführen versuchen würden.
Nachdem in Mukja der sehr gefährliche Versuch, die Macht der Räte und die führende Rolle der Kommunistischen Partei zu untergraben, gescheitert war, wandte die Reaktion neue Mittel an, um diese Macht zu liquidieren Die Nationalen Befreiungsräte sollten mit Waffengewalt vernichtet werden. An ihrer Stelle sollte mit Billigung und Unterstützung der deutschen Besatzer die alte feudal bürgerliche Macht restauriert werden. Die Nazis unterstützten widerstandslos die Idee eines Zoguregimes, die die Legalität präsentiert hatte. Ein klarer Beweis dafür war die Bildung des Quislings-regentschaftsrats, die Vergabe wichtiger Posten in der kollaborationistischen Regierung; und Gendarmerie an Zogisten, die Freizügigkeit, die die Legalität genoß, um ihre Presseorgane zu veröffentlichen und zu verbreiten und ihre Tätigkeit in den von den deutschen Truppen besetzten Städten und Gebieten auszuüben. Be sonders wurde die Wiedererrichtung des Zoguregimes von der britischen und der amerikanischen Regierung unterstützt. Zu dieser Zeit verhandelte Churchill mit Ahmet Zogu in London, um eine königliche albanische Exilregierung zu bilden.

Diesen Machenschaften versetzten die Kommunistische Partei und das albanische Volk vernichtende Schläge. Angesichts der Situation gab das Zentralkomitee der Partei nachstehende Direktive: »An erster Stelle steht die Machtfrage... die Einsetzung der Nationalen Befreiungsräte im ganzen Land, ihre Festigung und Verteidigung vor jedem Versuch des Balli oder einer anderen Partei, die versuchen werden, sie zu sabotieren oder offen zu bekämpfen. Dabei darf es keine Doppeldeutigkeiten geben: nurdie Rätemacht und keine andere darf existieren. In dieser Frage gibt es keinen Kompromiß und keinen Dualismus.«
Die Kreiskomitees von Berat und Gjirokastra wurden scharf kritisiert, weil sie nach der Kapitulation des faschistischen Italien nicht sofort Maßnahmen ergriffen hatten, den alten Staatsapparat in diesen befreiten Städten zu zerschlagen, sondern zugelassen hatten, daß der Balli Kombetar diesen Apparat unter seine Kontrolle brachte und benutzte. Nach der Kritik wurde dieser Fehler entsprechend der Anweisung des Zentralkomitees sofort behoben.
Die Parteiorganisationen entfalteten eine breite Propaganda und Agitation, um das alte Regime als ein Regime der Verelendung und Unterdrückung zu entlarven. Sie klärten die Volksmassen noch mehr darüber auf, daß niemand die politische Macht, wenn man ihm diese nicht mit Gewalt entreißt, aus der Hand gibt oder herschenkt; daß das albanische Volk mit den Waffen, die es in der Hand hat, selbst über sein Schicksal entscheiden muß und nicht gestatten darf, daß ihm das Zoguregime aufgezwungen wird; daß die Engländer und Amerikaner kein Recht haben, sich in die Frage der Regierungsform und in die anderen politischen und militärischen Angelegenheiten des albanischen Volkes einzumischen.
Aufgrund der Beschlüsse der 2. Konferenz der Nationalen Befreiung, des Statuts und der Geschäftsordnung der Räte wurden eine Reihe von Maßnahmen für die Festigung der Volksmacht er griffen. In allen befreiten Städten und Distrikten wurde die Wahl neuer Nationaler Befreiungsräte organisiert, in einigen Kreisen wurden Nationale Befreiungskonferenzen auf Kreisebene abgehalten. Die Räte wurden von schwankenden Menschen gesäubert. Ihre Zusammensetzung wurde erweitert und gefestigt.
Die Nationalen Befreiungsräte wurden in ihrer gesamten Tätigkeit von den Volksmassen mit allen Kräften unterstützt.
Die Vereinigung der Volksmassen um die Partei und die Nationalen Befreiungsräte wurde durch die Bildung der Räte der Antifaschistischen Jugend und der Antifaschistischen Frauen im ganzen Land noch mehr gefestigt.
Ein Hauptproblem des Nationalen Befreiungskampfes, von dem die Sicherung der nationalen Unabhängigkeit und die Errichtung der Volksmacht abhing, blieb die Stärkung der Armee. Entsprechend den Anweisungen des Zentralkomitees vom Herbst 1943 traten die Mehrheit der Parteimitglieder und der Jungkommunisten in die Nationale Befreiungsarmee ein. Tausende junge Menschen aus den Reihen der Bauern, Arbeiter und Schüler folgten dem Aufruf der Partei und schlossen sich den Verbänden und Einheiten der Partisanen an.
Die feindliche Generaloffensive vom Winter 1943-44 war die schwerste Prüfung für die KPA. In dieser Prüfung erwies sich die Albanische Nationale Befreiungsarmee als eine gut organisierte, disziplinierte und der Sache des Volkes und des Vaterlandes bis zum Äußersten ergebene Armee mit hoher Moral.

Die Zerschlagung der Fraktion im Kreis Vlora
Als die ganze Partei mit der Durchführung der Aufgaben der 1. Landeskonferenz für die Vorbereitung des allgemeinen Aufstandes beschäftigt war, zogen Sadik Premte und Pali Terova im Kreis Vlora heimlich eine feindliche Fraktion gegen die KPA auf. Tatsächlich hatten sie die Organisierung dieser Fraktion gerade in dem Augenblick begonnen, als sich die wichtigsten Parteiführer des Kreises auf der 1. Konferenz der KPA befanden. Sie ergriffen diese Gelegenheiten und das Fehlen einer strengen marxistisch-leninistischen Wachsamkeit, Disziplin und Ausbildung der Kommunisten bei Schöpfe und schafften es, eine Anzahl von Parteimitgliedern das Kommando der Partisanenfreischar »Plake« von Vlora zu betrügen und für sich zu gewinnen. Im April erklärten die Frakionisten, daß sie das Kreiskomitee der Partei nicht anerkannten, und gaben die Losung zur Einberufung einer sogenannten »Parteikonferenz« aus, um das Komitee zu stürzen und einen neuen Kreis mit Sadik Premte und seinen engsten Leuten zu wählen. Die feindliche Fraktion hatte sich vorgenommen, die Zügel der Parteiorganisation und das Kommando über die Partisanenfreischaren des Kreises Vlora an sich zu reißen, die entschlossenen Kommunisten, in erster Linie die führenden Kader, auszuschalten, den Befreiungskampf im Kreis zu vernichten und hierauf ihr Zerstörungswerk in den anderen Gebieten des Landes fortzusetzen, das Zentralkomitee zu stürzen und die Kommunistische Partei zu liquidieren. Die Verräter hatten sich mit den Häuptern des Balli Kombetar ins Einvernehmen gesetzt, um zur Erreichung dieses Zieles gemeinsam vorzugehen. Mit Unterstützung der Ballisten versuchten sie mit Intrigen und Verleumdungen, die bäuerliche Bevölkerung zum bewaffneten Angriff auf die Partei und die Partisanenfreischaren zu bewegen. Zugleich schickten sie Schreiben an eine Reihe Kommunisten in den verschiedenen Kreisen sowie an das Kreiskomitee Gjirokastra. In diesen Schreiben wurden als Grund der Revolte die angeblich »ungerechten-« Parteibeschlüsse gegen A. Lula. S. Premte und die anderen Fraktionisten angegeben und um Hilfe ersucht.
Die in der Parteiorganisation des Kreises Vlora entstandene schwere Situation bezeichnete das Zentralkomitee mit Recht als große Gefahr für die Partei. Der Generalsekretär Enver Hoxha begab sich an Ort und Stelle, um den Kampf gegen die Fraktion selbst zu leiten.


Unter der Losung «Die Partei über alles! « wurde der Kampf für die Liquidierung der Fraktion organisiert. Gemeinsam mit Genossen Hysni Kapo, politischer Sekretär des Kreiskomitees, klärte Genosse Enver Hoxha in Versammlungen und persönlichen Treffen in erster Linie die Parteimitglieder über die wahren Ziele und die große Gefährlichkeit der feindlichen Tätigkeit der Fraktion auf. Beinahe alle von dan Verrätern irregeführten Kommunisten erkannten ihre schwere Schuld und brachen jede Verbindung zu ihnen ab. Auch die Bevölkerung des Gebiets Vlora und Mallakastra wurde über den Verrat S. Premtes aufgeklärt. Im Mai war alles erledigt. S. Premte, als Feind des Volkes und der Partei bloßgestellt, vermochte sich zu retten, indem er sich in die von den italienischen Faschisten besetzte Stadt Vlora absetzte. Nach der Liquidierung der feindlichen Fraktion im Kreis Vlora versandte das Zentralkomitee der Partei im Juni 1943 ein besonderes Rundschreiben, in dem es die Wurzeln und Ziele dieser Fraktion enthüllte und allen Kommunisten auftrug: »Diese schlechten Erfahrungen müssen allen Parteiorganisationen,
insbesondere aber der Organisation von Vlora, als Lehre dienen...

Unser Kampf gegen diese gemeinen Feinde muß mit der größten Heftigkeit durchgefochten werden... Wir müssen diese Menschen hassen und erbarmungslos bekämpfen, wo immer wir sie auch antreffen und bei jeder Gelegenheit. «
Das Ereignis von Vlora war wirklich eine Lehre für die gesamte Partei. Es trug dazu bei, daß die Kommunisten die Gefahr, die die Parteifeinde darstellten, gründlicher verstanden, daß sie die Disziplin festigten und ihre Wachsamkeit, ihren Kampfgeist und ihre revolutionäre Aktivität erhöhten. Bis Kriegsende fanden solche Ereignisse wie in Vlora nicht mehr statt.
Der Kampf gegen die neuen, deutschen Besatzer
Die Kapitulation des faschistischen Italien wurde am 8. September 1943 verkündet. Der Generalstab der albanischen nationalen Befreiungsarmee (ANBA) richtete einen Aufruf an die italienische Besatzerarmee, entweder die Waffen zu strecken oder sich mit der ANBA gegen Hitlerdeutschland zu vereinigen. Aber der italienische Oberbefehlshaber kam diesem Aufruf nicht nach. Nur 15 000 italienische Soldaten und Offiziere ergaben sich der ANBA. Davon waren 1500 Mann bereit, mit der Waffe in der Hand gegen die deutschen Nazis zu kämpfen. In der 1. Sturmbrigade der ANBA wurde das Bataillon „Antonio Gramsci“ formiert. Die übrigen Soldaten, die nicht zu kämpfen wünschten, wurden in den befreiten Gebieten des Landes untergebracht.
Die Befreiung
Das gesamte albanische Territorium war ein brodelnder Vulkan. Die deutschen Garnisonen, die reaktionären Banden waren täglich vernichtenden Schlägen der ANBA ausgesetzt. Am 24. Oktober war der Süden des Landes von den Hitlerianern vollständig gesäubert. Zwei Brigaden der ANBA hatten bereits am 5. Oktober 44 auf Ersuchen des Oberkommandos der Jugoslawischen Nationalen Befreiungsarmee die Staatsgrenze überschritten, um gegen die deutschen Nazis in Kosova zu operieren.


Die ANBA zählte bereits 70 000 Kämpfer, eingeteilt in Brigaden, Divisionen und Armeekorps. Von ihnen waren 9 Prozent Frauen, rund 80 Prozent Jugendliche und fast 90 Prozent Bauern.
Am 17. November 1944 wurde das Siegesbanner über Tirana aufgezogen. Am 29. November wurde die letzte albanische Stadt Shkodra befreit. Der 29. November 1944 bezeichnet die vollständige Befreiung Albaniens und den Sieg der Volksrevolution.
Auf Beschluß des ZK der KPA und auf Befehl des Oberkommandierenden Enver Hoxha setzten zwei Divisionen der ANBA sofort nach der Befreiung Albaniens die Verfolgung der Hitlertruppen in Jugoslawien fort. Die albanischen Kämpfer und die jugoslawischen Kämpfer befreiten, Schulter an Schulter gegen die Nazihorden kämpfend, im Dezember 1944 und im Januar/Februar 1945 Montenegro, Sandschak und den südlichenTeil Bosniens.

 

Partei der Arbeit Albaniens