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Spezielle Webseite der Komintern (SH)

 

 

Was ist Marxismus?

Der Marxismus

ist die Wissenschaft von den Entwicklungsgesetzen der Natur und der Gesellschaft, die Wissenschaft von der Revolution der unterdrückten und ausgebeuteten Massen, die Wissenschaft vom Siege des Sozialismus in allen Ländern, die Wissenschaft vom Aufbau der kommunistischen Gesellschaft“ (Stalin)

 

"Karl Marx - Jahr 2018"

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 14. März 2018

135. Todestag von Karl Marx

 

Karl Marx - gestorben am 14. März 1883  

„Der Riese Marx und sein Gefährte Engels, Begründer unserer ruhmreichen Lehre, haben ihr Studium auf ganze Jahrhunderte erstreckt und für die Jahrhunderte gearbeitet...

Ihre Lehre ist immer jung, aktuell und unsterblich.“

(ENVER HOXHA)

 

Die Komintern (SH) grüßt alle Genossinnen und Genossen auf der ganzen Welt !

 

Grußadressen der Solidarität

Grußadresse der Komintern (SH) aus Anlass

des 135. Todestages von

Karl Marx

 

14. März 1883 - 14. März 2018

 

Heute gedenken wir des 135. Todestages von Karl Marx. Das Vermächtnis von Karl Marx ist unsterblich. Er wird für immer in den Köpfen und in den Herzen eines jeden Arbeiters und eines jeden wahren Kommunisten weiter leben.

Marx ist der erste Klassiker des Marxismus-Leninismus und mit Engels Begründer des wissenschaftlichen Kommunismus.

In diesem Jahr feiern wir den 170. Jahrestag des Kommunistischen Manifests und der bürgerlichen Revolution in Deutschland (18. März 1848).

Unsere Grußadresse ist daher den Schriften von Karl Marx und Friedrich Engels gewidmet, die sich mit den historischen Ereignissen von 1848 beschäftigen. Hierzu veröffentlichen wir am heutigen Tag alle wichtigen Dokumente von Marx und Engels.

* * *

Die Bedeutung des Kommunistischen Manifests in der Revolution von 1848

Von besonderer Bedeutung in der revolutionären Periode der Jahre 1848/49 war das Kommunistische Manifest, war die Ausarbeitung der politischen Ideen des Marxismus, die Anwendung des historischen Materialismus bei der Analyse der aktuellen politischen Ereignisse und die Festlegung der Taktik des Proletariats in allen Etappen des revolutionären Kampfes. Stalin bezeichnete das Kommunistische Manifest als das "Hohelied des Marxismus".

Es wird bis heute immer noch hartnäckig behauptet, dass das Kommunistische Manifest zum Zeitpunkt der Revolution von 1848 angeblich "kaum bekannt gewesen" sei. Davon wird dann die anti-marxistische These abgeleitet, dass das Kommunistische Manifest "so gut wie keinen Einfluss" auf die Revolution gehabt habe. Und weiter wird behauptet, dass es eigentlich nur wenige Arbeiter gewesen seien, die sich an der Revolution von 1848 beteiligt hätten. Was ist dran an dieser plumpen Behauptung ? Rein gar nichts !

Marx stellte in seiner Ansprache der Zentralbehörde an den Bund im März 1850 fest, dass "die früher nur im Geheimen propagierte Auffassung jetzt im Munde der Völker ist und auf den Märkten öffentlich gepredigt wird". (Die Komintern (SH) hat diese Ansprache heute zum ersten Mal veröffentlicht).

Ferner gab es Friedrich Engels zu Folge ungefähr 30 Sektionen des "Bundes der Kommunisten" zur Zeit der Revolution von 1848. Dazu kamen einzelne Mitglieder in vielen Orten. In mehreren großen Städten standen diese Arbeiter 1848 sogar an führender Stelle der bereits gegründeten Arbeitervereine, die ihre revolutionäre Tätigkeit 1848 voll entfalteten.

Und schließlich verweisen wir auf Flugblätter von Arbeitern, die kurz vor und während der Revolution verteilt wurden. In einem Flugblatt vom Herbst 1847 heißt es:

"Männer aus dem Proletariat, die ihr am Bettelstabe Deutschland durchzieht, geschunden von den jammervollsten Polizeischergen ... lasst euch doch nicht mehr länger als Hunde behandeln. Wenn die Zeit des Kampfes kommt, schlagt zu!"

In einem anderen Flugblatt zum Jahresbeginn 1848, welches von den Arbeitern in Berlin verteilt wurde, heißt es:

"Wo zwei von uns zusammen sitzen - da sprechen sie von Revolution. Jede Fabrik ist für sie ein Herd der Revolution. Jeder wandernde Proletarier gilt als ein Emissär der Revolution ... Wenn es aber überall im Volke glüht und glimmt, wenn der zündende Funke fällt: - dann heraus, ihr wilden Schmiedegesellen, ihr rußigen Gießer, ihr bleichen Weber ! Dann reckt Brust und Arme, ihr gequälten Fabrikarbeiter ! Dann, ihr Setzer, gießt die Lettern in KUGELN!"

Diese Flugblätter sprechen die deutliche Sprache der revolutionären Arbeiterklasse, deren Stimme von den heutigen Geschichtsschreibern verschwiegen wird. Da findet sich in den Geschichtsbüchern wenig über die revolutionäre Rolle der Arbeiterklasse, aber um so mehr Lob über die liberale Bourgeoisie und das demokratische Kleinbürgertum, welche es waren, die die Arbeiter und Bauern in der Revolution von 1848 verraten hatten.

In der bürgerlichen Revolution von 1848 und in Verbindung mit der Lösung der Aufgaben dieser Revolution stellten sich Marx und Engels die Aufgabe, das damals noch zahlenmäßig sehr schwache Proletariat loszulösen von der Führung der bürgerlichen Demokraten, es mit dem Bewusstsein seiner besonderen geschichtlichen Aufgaben zu erfüllen und es im Feuer der revolutionären Kämpfe zu erziehen für die Anwendung der Strategie und Taktik des Proletariats in der bürgerlichen Revolution.

Das Wesen des Kommunistischen Manifests besteht in der Herausarbeitung der weltgeschichtlichen Rolle des Proletariats als des Schöpfers der sozialistischen Gesellschaft. Hierzu hat die Komintern (SH) ihre 30 Thesen veröffentlicht:

30 Grundthesen des Manifests der Kommunistischen Partei

Das Kommunistische Manifest heißt ja eigentlich im Original: "Manifest der Kommunistischen Partei". Das war also das Programm der ersten kommunistischen Partei der Welt, nämlich des "Bundes der Kommunisten", welcher von Marx und Engels gegründet wurde. Im Statut heißt es klar und deutlich:

"Der Zweck des Bundes ist der Sturz der Bourgeoisie, die Herrschaft des Proletariats, die Aufhebung der alten, auf Klassengegensätzen beruhenden bürgerlichen Gesellschaft und die Gründung einer neuen Gesellschaft ohne Klassen und ohne Privateigentum."

Diesem gleichen Zweck dient auch heute nach 170 Jahren die deutsche Sektion der Komintern (SH).

Die bürgerlich-demokratische Revolution ist Voraussetzung für die sozialistische Revolution.

 

Die bürgerlich-demokratischen Revolution - das Vorspiel der proletarischen Revolution.

Marx und Engels sahen in der siegreichen bürgerlich-demokratischen Revolution das Vorspiel der proletarischen Revolution.

Dieser Gedanke, dass die bürgerlich-demokratische Revolution das Vorspiel für die sozialistische Revolution ist, wurde von den Begründern des Marxismus in der Theorie der Revolution in Permanenz auf Grund der Erfahrungen von 1848/49 entwickelt und formuliert:

„Dieser Sozialismus ist die Permanenzerklärung der Revolution, die Klassendiktatur des Proletariats als notwendiger Durchgangspunkt zur Abschaffung der Klassenunterschiede überhaupt, zur Abschaffung sämtlicher Produktionsverhältnisse, worauf sie beruhen, zur Abschaffung sämtlicher gesellschaftlichen Beziehungen, die diesen Produktionsverhältnissen entsprechen, zur Umwälzung sämtlicher Ideen, die aus diesen gesellschaftlichen Beziehungen hervorgehen" (siehe MEW, Band 7, S. 89/90).

Es war Lenin, der die Strategie und Taktik von Marx und Engels in der Revolution von 1848 studierte und sie glänzend auf die revolutionären Bedingungen in Russland anzuwenden verstand, erst in der Revolution von 1905, dann in der Februarrevolution von 1917 und schließlich in der siegreichen Oktoberrevolution, mit der die sozialistische Weltrevolution begann.

Die Lehre von Marx und Engels über die permanente Revolution wurde definiert in ihrer „Ansprache der Zentralbehörde an den Bund":

„Während die demokratischen Kleinbürger die Revolution möglichst rasch ... zum Abschlüsse bringen wollen", indem sie ihr Ausmaß auf die Erkämpfung kleiner bürgerlicher Reformen beschränken, „ist es unser Interesse und unsere Aufgabe, die Revolution permanent zu machen, so lange, bis alle mehr oder weniger besitzenden Klassen von der Herrschaft verdrängt sind, die Staatsgewalt vom Proletariat erobert und die Assoziation der Proletarier nicht nur in einem Lande, sondern in allen herrschenden Ländern der ganzen Welt so weit vorgeschritten ist, daß die Konkurrenz der Proletarier in diesen Ländern aufgehört hat und daß wenigstens die entscheidenden produktiven Kräfte in den Händen der Proletarier konzentriert sind. Es kann sich für uns nicht um Veränderung des Privateigentums handeln, sondern nur um seine Vernichtung, nicht um Vertuschung der Klassengegensätze, sondern um Aufhebung der Klassen, nicht um Verbesserung der bestehenden Gesellschaft, sondern um Gründung einer neuen" MEW Band 7, S. 247/248).

Wir von der Komintern (SH) sehen in den Daten 1848 - 1918 - 2018 Schritte auf dem Weg zur sozialistischen Weltrevolution, von der bürgerlich-demokratischen Revolution bis hin zum Weltkommunismus. Alle Fehler und Mängel, die zum Scheitern von Revolutionen geführt haben, sind wichtige Lehren für alle nachfolgenden Revolutionen, wodurch sich die einstigen Niederlagen in Siege verwandeln. Das ist die marxistische Dialektik der permanenten Revolution, welche nicht zu verwechseln ist mit der anti-marxistischen These Trotzkis.

 

Die Revolution von 1848 und der proletarische Internationalismus

Das ganze Wirken von Marx und Engels im Jahre 1848 war erfüllt von dem Kampfgeist des proletarischen Internationalismus. Größte Aufmerksamkeit schenkten Marx und Engels dem Kampf der unterdrückten Völker für die nationale Befreiung. Sie begrüßten den Aufschwung der nationalen Befreiungsbewegung der Polen, Tschechen, Ungarn und Italiener. Sie sahen in ihnen Bundesgenossen im Kampf gegen die feudal-absolutistische Reaktion in Deutschland und gegen die anderen Kräfte der europäischen Konterrevolution.

Die Begründer des Marxismus, die den Zusammenhang und das Kausalverhältnis zwischen den Revolutionen in den verschiedenen Ländern hervorhoben, maßen dem Sieg der proletarischen Revolution in Frankreich, der dem revolutionären Kampf der Volksmassen in anderen Ländern Europas einen mächtigen Impuls geben mußte, entscheidende Bedeutung bei. Marx und Engels hofften, daß der Sieg des französischen Proletariats die Vollendung der bürgerlich-demokratischen Revolution in Deutschland und den Übergang zur proletarischen Revolution in diesem Lande erleichtern würde.

 

Der Verrat der Bourgeoisie an der Revolution von 1848

Lenin datierte von 1848 an eine neue Epoche der Arbeiterbewegung und der Weltgeschichte. Das Jahr 1848 hat gezeigt, "dass nur das Proletariat seiner Natur nach sozialistisch ist". In diesen Worten fasste Lenin in seinem Aufsatz "Die historischen Schicksale der Lehren von Karl Marx" (14. März 1913) das Ergebnis der Revolution von 1848 zusammen:

"Die liberale Bourgeoisie hat vor der Selsbtändigkeit dieser Klasse hundertmal mehr Angst als vor jeder beliebigen Reaktion. Der feige Liberalismus kriecht vor dieser auf dem Bauch ... Alle Lehren von einem nichtklassenmäßigen Sozialismus und einer nichtklassenmäßigen Politik erweisen sich als purer Unsinn."

Während die Revolutionen in England und Frankreich zur Errichtung einer, der kapitalistischen Produktionsweise entsprechenden, neuen politischen Ordnung führten, so „reformierte" die deutsche Märzrevolution von 1848 "nur die höchste politische Spitze, sie ließ alle Unterlagen dieser Spitze unangetastet, die alte Bürokratie, die alte Armee, die alten Parquets ...im Dienste des Absolutismus" (siehe Karl Marx, Band 6, S. 234). In England und Frankreich stand die Bourgeoisie an der Spitze der revolutionären Bewegung. Die preußische Bourgeoisie aber strebte danach, nicht durch die Revolution, sondern durch ein friedliches Abkommen mit der Monarchie zur Macht zu gelangen. Die Bourgeoisie strebte um jeden Preis danach, auf dem „Rechtsboden" zu bleiben und lehnte so jeden entschlossenen Kampf gegen die Kräfte der feudalen Gesellschaft ab. So stellte sich dann auch später die Sozialdemokratie auf den "Rechtsboden" der kapitalistischen Gesellschaft und bekämpft bis heute die sozialistische Revolution.

Das deutsche Volk vermochte weder einen entscheidenden Sieg über den Feudalismus zu erringen, noch die Zerstückelung Deutschlands zu überwinden. Die politische Ordnung des Landes, der ganze Beamten- und Polizeiapparat wurden nicht angetastet und die Volksmassen blieben gegenüber der bewaffneten Konterrevolution ohne Waffen. Die Ursache für diesen Verlauf der deutschen Revolution sahen die Begründer des Marxismus in der Politik der an die Macht gelangten liberalen Bourgeoisie.

Die deutsche Bourgeoisie, erschreckt durch den revolutionären Kampf des französischen Proletariats und durch das erwachte Klassenbewußtsein der deutschen Arbeiter, verriet die Interessen des Volkes und schloss ein Bündnis mit der feudalen Reaktion.

Die deutsche Bourgeoisie hat nicht, als ihre geschichtliche Stunde gekommen war, wie die Bourgeoisie Frankreichs die feudalen Herren entmachtete, sondern hat aus Furcht vor der eben erwachenden Arbeiterklasse einen Kompromiss mit den Junkern geschlossen, hat ihnen die politische Gewalt überlassen, sich mit der Ausweitung der kapitalistischen Wirtschaft begnügt und in der Folge mit den Junkern einen Ausbeuterblock gebildet. Das deutsche Volk vermochte sich nicht von der unter der Jahrhunderte langen reaktionären Herrschaft entstandenen, Untertanenseligkeit und Bedientenhaftigkeit in der Glut einer Volksrevolution zu befreien.

 

Die Revolution von 1848 und der Aufruf zur Verweigerung der Zahlung von Steuern

Als Beispiel für das konkrete Eingreifen von Marx in die Revolution ist sein Aufruf zur Steuerverweigerung, der heute nichts an Aktualität eingebüßt hat, und weswegen er auch prompt vor Gericht gestellt wurde. Karl Marx stellte in der Revolution von 1848 die berühmte Losung der Steuerverweigerung auf, um der konterrevolutionären Regierung eines der gegen das Volk gerichteten Kampfmittel aus der Hand zu nehmen. Marx sah in der Steuerverweigerungskampagne ein Mittel zur Entfachung der revolutionären Energie der Massen und den Beginn einer neuen Etappe der Revolution, die im Falle des Erfolges den Sturz der Königsmacht und den endgültigen Sieg des Volkes herbeiführen sollte. Im Gegensatz zur preußischen Nationalversammlung, die nur zum passiven Widerstand gegen die Steuereintreibung aufforderte, rief Marx in seinen Artikeln dazu auf, „jede Art von Gewalt der Gewalt entgegenzusetzen. Der passive Widerstand muß den aktiven Widerstand zu seiner Unterlage haben. Er gleicht sonst dem Sträuben des Kalbes gegen seinen Schlächter."

In der passiven Haltung der Nationalversammlung sah Marx einen der Gründe für das Scheitern der Märzrevolution.

 

Die Revolution von 1848 und die Doppelherrschaft von Bourgeoisie und Feudaladel

Marx sah im Konflikt zwischen der Krone und der Nationalversammlung den Kampf zwischen zwei Staatsgewalten, zwei Souveränen. Zwei souveräne Gewalten aber können nicht gleichzeitig nebeneinander in einem Staate wirken. Der Kampf zwischen ihnen muß durch materielle Gewalt entschieden werden. Marx legte die grundlegenden klassenmäßigen Wurzeln dieses Kampfes frei. Er zeigt, daß dies „kein politischer Konflikt zweier Fraktionen auf dem Boden einer Gesellschaft", sondern der „Konflikt zweier Gesellschaften selbst, ein sozialer Konflikt" war, „der eine politische Gestalt angenommen hatte". Es war ein Kampf zwischen der Krone als Repräsentant „der alten, feudal-bürokratischen Gesellschaft" und der Nationalversammlung als Vertreterin „der modernen bürgerlichen Gesellschaft".

„Wenn die Krone eine Kontrerevolution macht, so antwortet das Volk mit Recht durch eine Revolution."

Es gab 1848/49 vorübergehend eine Doppelherrschaft von Bourgeoisie und Feudalklasse.

Ebenso gab es eine kurze Tage dauernde Doppelherrschaft 1918: bürgerliche Republik und proletarische Republik.

Diese Doppelherrschaft hatte es auch zwischen der Februar- und Oktoberrevolution 1917 in Russland gegeben.

Und es ist auch nicht auszuschließen, dass wir die Frage der Doppelherrschaft von Weltbourgeoisie und Weltproletariat mit dem Sieg der bewaffneten sozialistischen Weltrevolution zu lösen haben.

 

Die Revolution von 1848 und der Krieg gegen den äußeren Feind

Marx und Engels schufen nicht nur die Lehre der Revolution gegen den äußeren Klassenfeind, sondern nahmen auch an diesem Kampf praktisch teil. In der Revolution beschränkt sich der Kampf nicht nur auf den inneren Feind, sondern schließt den Kampf gegen den äußeren Feind mit ein. Das war so in der bürgerlich-demokratischen Revolution von 1848, als es um den Kampf gegen die Hauptkräfte der europäischen Konterrevolution ging, nämlich das bürgerliche England und das feudal-absolutistische Rußland.

Der russische Zarismus war 1848 das Hauptbollwerk der feudal-monarchistischen Reaktion in Europa, ohne dessen Zerschlagung der Sieg der europäischen Revolution und eine wirkliche Vereinigung Deutschlands unmöglich war.

Im Jahre 1848 war es korrekt, zwischen reaktionären und revolutionär-demokratischen Nationen zu unterscheiden, weswegen Marx und Engels damals zu Recht für den Krieg gegen den Zarismus auftraten. Im revolutionären Krieg gegen den russischen Zarismus sahen Marx und Engels nicht nur ein Mittel zur Verteidigung der Revolution, sondern auch eine Bedingung für ihre weitere Entwicklung.

Heute verteidigen wir nicht den imperialistischen Westen gegen das imperialistische Russland oder umgekehrt, denn beide Lager sind konterrevolutionär und müssen daher beide in der sozialistischen Revolution besiegt werden. Gegenwärtig gibt es keine reaktionären und revolutionären Nationen, wie noch im Jahre 1848.

 

 

Die Revolution von 1848 und die Frage der Bauern

 

„Der deutsche Bauernkrieg" von Friedrich Engels verallgemeinert die Erfahrungen aus der deutschen Revolution von 1848/49. „Die Parallele zwischen der deutschen Revolution von 1525 und der von 1848/49 lag zu nahe, um damals ganz von der Hand gewiesen zu werden", schrieb später Friedrich Engels . Bei der Analyse der revolutionären Ereignisse im Deutschland des 16. Jahrhunderts zeigte Engels, daß die Hauptursache des Mißerfolges dieser beiden bedeutenden Bewegungen des deutschen Volkes in der verräterischen Haltung des deutschen Bürgertums im 16. Jahrhundert und der deutschen Bourgeoisie im 19. Jahrhundert zu finden ist. Wie W. I. Lenin feststellte, hat Engels die gemeinsame Lehre aus beiden Bewegungen „besonders unterstrichen, nämlich: Zersplitterung der Aktionen, mangelnde Zentralisation bei den unterdrückten Massen, was mit ihrer kleinbürgerlichen Lebenslage zusammenhängt." Im Bauernkrieg stellte sich das Bürgertum nicht auf die Seite des bäuerlich-plebejischen Lagers, um gemeinsam den Feudalismus abzuschaffen, sondern auf die Seite der Fürsten und gegen die Bauern. Der entscheidende Unterschied in der Klassensituation zur Zeit des 16. und 19. Jahrhunderts bestand darin, dass sich die Arbeiterklasse in Deutschland erst im 19. Jahrhundert heraus bildete als die einzige revolutionäre Kraft zum Sturz der Bourgeoisie. Mit der Geburt der marxistischen Ideen kennzeichnet das Jahr 1848 die erste Periode der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung. In dieser Zeit keimte der Klassenkampf des Proletariats auf in seinen ersten zaghaften Bewegungen. Das Proletariat begann mühsam den Wert der Organisation als seine einzige Waffe im Kampf gegen die kapitalistische Ausbeutung zu erkennen. In der ersten Periode der deutschen Arbeiterbewegung entwickelte sich das Proletariat von eine Klasse an sich zu einer Klasse für sich. Das Proletariat befreite sich mühselig aus der Rolle eines Anhängsels der Bourgeoisie, löste sich vom ideologischen Einfluss der liberalen Bourgeoisie und der kleinbürgerlichen Demokratie und schaffte sich eine politisch selbständige marxistische Partei zur Überwindung der kapitalistischen Gesellschaft.

Die Novemberrevoluion von 1918 fällt in die zweite Periode der deutschen Arbeiterbewegung, die mit der Entwicklung des Imperialismus und dem Ersten Weltkrieg verbunden war.

Die marxistische Lehre vom Bündnis der armen Bauern mit der Arbeiterklasse, die von Lenin weiter entwickelt wurde, hätte auch in der Novemberrevolution 1918 angewandt werden müssen, um den Sieg über die Bourgeoisie zu erringen. Das war mit einer der entscheidenden Gründe, weswegen die Novemberrevolution scheiterte. Ohne diese Lehre des Marxismus korrekt anzuwenden, wird weder die sozialistische Revolution in Deutschland, noch in der ganzen Welt siegen können.

Aus Furcht vor einem Anschlag auf das bürgerliche Eigentum ließ sie das Feudaleigentum unangetastet und stieß damit ihren unentbehrlichen Verbündeten im Kampf gegen den Feudalismus, die Bauernschaft, von sich. Als Vertreter des Proletariats, der konsequent revolutionären Klasse, unterstützten Marx und Engels eifrig die revolutionäre antifeudale Bewegung der Bauernschaft, in der sie eine der wichtigsten Triebkräfte der bürgerlich-demokratischen Revolution in Deutschland sahen. Es war also kein Zufall, dass Friedrich Engels sein berühmtes Buch über den deutschen Bauernkrieg mitten in den Revolutionstagen von 1848 geschrieben hatte. Friedrich Engels' Zurückgreifen auf eine der glänzendsten Epochen des revolutionären Befreiungskampfes in Deutschland war auch von dem Wunsch bestimmt, bei der Erschöpfung und Enttäuschung, die in Deutschland herrschten, im Volk die Erinnerung an seine revolutionären Traditionen zu beleben.

 

Die Revolution von 1848 und die besonderen Bedingungen Deutschlands

Das Scheitern der Revolutionen in Deutschland ist außerdem zurückzuführen auf die unablässigen Verwüstungen durch Kriege. Im Bauernkrieg, im Dreißigjährigen Krieg, in den Kriegen des preußischen Staates im 18. und 19. Jahrhundert und insbesondere im Ersten und Zweiten Weltkrieg wurde Deutschland immer wieder fast völlig zerstört und zerstückelt. Das hat sich auf die gesellschaftliche und ökonomische Entwicklung Deutschlands maßgeblich ausgewirkt - bis heute.

Die Krisen brachten den ersten deutschen Arbeiteraufstand von 1844 (schlesischer Weberaufstand) hervor, der als "Vormärz" die Revolution von 1848 ankündigte. Damit begann der offene Kampf der deutschen Arbeiter gegen die Bourgeoisie. 1847 brach die Weltwirtschaftskrise mit voller Wucht über Deutschland herein und beeinflusste den Verlauf der Revolution von 1848.

Marx und Engels wiesen nach, dass die Krisen einer der mächtigsten Hebel in der politischen Umwälzung sind und „daß die rückkehrende Prosperität dann auch die Revolutionen knickt und den Sieg der Reaktion begründet. Eine neue Revolution ist nur möglich im Gefolge einer neuen Krisis."

Die finstere Reaktion brachte die Revolution von 1848 hervor, und deren Scheitern wurde wiederum mit finsterster Raktion beantwortet. Das war auch vor und nach der Novemberrevolution von 1918 der Fall.

 

"Der Verlust ihrer Illusionen"

- die wichtigste Lehre für die Völker nach der Niederlage der europäischen Revolutionen von 1848/49

 

„Die Hauptfrucht der revolutionären Bewegung von 1848 ist nicht das, was die Völker gewonnen, sondern das, was sie verloren haben — der Verlust ihrer Illusionen." (Karl Marx, siehe MEW Band 6, S. 138.)

Alle Illusionen der Februar- und der Märzrevolution, reich an Träumen, guten Absichten und schönen Worten, wurden erbarmungslos durch den zielstrebigen Verlauf der Geschichte, durch die Grausamkeiten der Konterrevolution zerstört.

Das deutsche Proletariat hat auch in der Novemberrevolution von 1918 aus dieser Marxschen Lehre nicht gelernt und seine Illusionen in den Sozialdemokratismus teuer bezahlen müssen. Und das Gleiche passierte auch im anti-faschistischen Kampf. Das deutsche Proletariat hatte nicht gelernt, sich von den Illusionen über die Dimitroff'sche "Volksfront" zu befreien.

Diese ganzen Illusionen vom "friedlichen Weg", dessen Wurzeln bis in die Revolution von 1848 zurückreichen, haben stets zur Niederlage des deutschen Proletariats geführt.

Die Geschichte hat gezeigt, dass alle bisherigen Ausbeutungs- und Unterdrückungssysteme in Deutschland nicht friedlich überwunden werden konnten.

Und so kann und wird auch das heutige Regime in Deutschland und in der ganzen Welt nicht friedlich, sondern gewaltsam enden mit dem Sieg der sozialistischen Weltrevolution.

Die beste Garantie für den Sieg der Revolution von 1848 sahen Marx und Engels in der Bewaffnung des Volkes. Und das ist auch die beste Garantie für die Vollendung des Sieges der sozialistischen Revolution in Deutschland:

Bewaffnung der Arbeiterklasse zwecks Entwaffnung der Bourgeoisie mit dem Ziel der Errichtung der Diktatur des Proletariats. Das ist die Marxistische Lehre aus der Niederlage der Revolution von 1848.

Wir schließen ab mit einem Zitat von Marx und Engels, das bis heute seine Gültigkeit hat, wenn man das Wort "feudalistische Konterrevolution" durch "imperialistische Konterrevolution" ersetzt:

"Jede revolutionäre Erhebung, mag ihr Ziel noch so fernliegend dem Klassenkampf scheinen, muss scheitern, , bis die revolutionäre Arbeiterklasse siegt, dass jede soziale Reform eine Utopie bleibt, bis die proletarische Revolution und die feudalistische Konterrevolution sich in einem WELTKRIEG mit den Waffen messen."

 

Es lebe Karl Marx, der erste Klassiker des Marxismus-Leninismus! 

Es lebe der 170. Jahrestag der bürgerlichen Revolution in Deutschland! 

Es leben die 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus: Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha! 

Es lebe die gewaltsame sozialistische Weltrevolution und die bewaffnete Diktatur des Weltproletariats! 

Es lebe der Weltsozialismus und Weltkommunismus! 

Es lebe die Komintern (SH)!

Komintern (SH)

Wolfgang Eggers

14. März 2018

 

 

 

 

 

Aus Anlass des

135. Todestages von

Karl Marx

veröffentlicht die Komintern (SH)

 

 

 

Karl Marx, das Kommunistische Manifest und die Revolution von 1848-1849

 

 

 

 

Karl Marx und Friedrich Engels nach der Niederschlagung der Revolution 1848/49

R. P. Konjuschaja 

Moskau - 1952

 

 

 

 

Der Kampf von Marx und Engels für die demokratische Einigung Deutschlands in der Periode zwischen der Revolution 1848/49 und der Gründung der I. Internationale

 

Joachim Streisand

1953

 

 

 

 

 

Karl Marx / Friedrich Engels

Forderungen der Kommunistischen Partei in Deutschland

Flugblatt vom 30. März 1848

 

Die „Forderungen der Kommunistischen Partei in Deutschland" sind das erste Musterbeispiel für die konkrete Anwendung der allgemeinen Grundsätze des „Manifestes der Kommunistischen Partei" auf die Besonderheiten eines Landes, auf die Bedingungen der deutschen Revolution von 1848/49.

 

 

 

 

Karl Marx und Friedrich Engels

Revolution und Konterrevolution in Deutschland 

1851 - 1852

"New York Daily Tribune"

 

 

 

 

Karl Marx und Friedrich Engels

Die Revolution von 1848

ausgewählte Sammlung von Artikeln aus der "Neuen Rheinischen Zeitung"

Nr. 1 vom 1. Juni 1848 bis Nr. 301 vom 19. Mai 1849

Diese Artikel zeigen deutlich die unmittelbare Teilnahme von Marx und Engels am revolutionären Kampf und ihre Taktik in der deutschen und europäischen Revolution. Die Redaktion der „Neuen Rheinischen Zeitung" unter der Leitung von Marx war der wirkliche Kampfstab des Proletariats.

 

 

Friedrich Engels

Die revolutionäre Erhebung in der Pfalz und in Baden

Kaiserslautern, 2. Juni 1949

 

 

 

Friedrich Engels

Die deutsche Reichsverfassungskampagne

Geschrieben Ende August 1849 bis Februar 1850.

Aus: "Neue Rheinische Zeitung. Politisch-ökonomische Revue", Hamburg.

 

 

 

 

Karl Marx / Friedrich Engels

Die preußische Bürgerschaft vor und nach der Annahme der Verfassung durch Friedrich Wilhelm IV.

Revue - 1950

 

 

 

 

 

Marx und Engels

Revue
Mai bis Oktober [1850]

Auszüge Deutschland betreffend

 

 

 

Karl Marx - Friedrich Engels

Zwei Ansprachen der Zentralbehörde des Bundes der Kommunisten an den Bund

 

 

 

Friedrich Engels

Marx und die "Neue Rheinische Zeitung" 1848-1849

13. März 1884

 

 

 

 

 

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