Grußadressen der Solidarität

Grußadresse der Komintern (SH) aus Anlass des 124. Todestags von Friedrich Engels

5. August 1895 – 5. August 2019


Vor 124 Jahren starb Friedrich Engels.

"Ewiges Gedenken dem großen Kämpfer und Lehrer des Proletariats Friedrich Engels!"

Das schrieb Lenin vor 122 Jahren in seinem berühmtem Nachruf, den die Komintern (SH)

in 16 Sprachen der Welt veröffentlicht hat.

 

Friedrich Engels

der erste "General"(*) der Weltrevolution

(*) Spitzname von Friedrih Engels

[Auszüge aus:

"Lehrbuch über die marxistisch-leninistischen Grundlagen der weltproletarischen Militärwissenschaft und über die Kunst der weltrevolutionären Klassenkriegsführung - 2. Kapitel - Die Klassiker des Marxismus-Leninismus"

Herausgeber: Komintern (SH)]

 

Aus Anlass des 124. Todestages von Friedrich Engels wollen wir Marx und Engels als die Begründer der marxistischen Militärtheorie und der wissenschaftlichen Kriegsgeschichte würdigen und uns dabei insbesonere auf die Beiträge von Friedrich Engels konzentrieren.

Wir verfolgen dabei die Absicht, unseren heutigen Kampf gegen den dritten imperialistischen Weltkrieg ideologisch zu rüsten, der mit jedem Tag bedrohlicher wird.


Der Marxismus-Leninismus ist das geschlossene System der Weltanschauungen und der internationalen Lehren von Karl Marx, Friedrich Engels, Wladimir I. Lenin, Josef. W. Stalin und Enver Hoxha. Die marxistisch-leninistische Militärwissenschaft und die weltrevolutionäre Klassenkriegskunst als marxistisch-leninistische Militärtaktik ist das geschlossene, gemeinsame, internationale Werk der 5 Klassiker. Marx und Engels begründeten die materialistische Kriegsgeschichte und schufen die marxistische Militärwissenschaft und die Klassenkriegstaktik des Weltproletariats. Sie wurde nicht nur von den nachfolgenden Klassikern Lenin, Stalin und Enver Hoxha weiterentwickelt und meisterhaft angewandt, sondern dabei auf eine neue qualitativ höhere Stufe gehoben zur Militärwissenschaft des sozialistischen Staates, zu einem wissenschaftlichen Instrument der Diktatur des Proletariats. Die Klassiker des Marxismus-Leninismus waren nicht nur die theoretischen und praktischen Führer der internationalen Arbeiterbewegung im Allgemeinen , sondern insbesondere auch die bewaffneten Führer des bewaffneten Weltproletariats. Sie zeichneten sich also dadurch als Führer des Weltproletariats aus, dass sie die militärische Theorie des Proletariats mit der militärischen Praxis meisterhaft verknüpften und damit dem bewaffneten, revolutionären Klassenkampf des vereinigten Proletariats ein leuchtendes kommunistisches Ziel und eine klare, marxistische Richtung verliehen. Ohne Kriterium eines bewaffneten Führers des bewaffneten Weltproletariats kann man überhaupt nicht von einem Klassiker des Marxismus-Leninismus sprechen. Dies ist ein ganz wichtiges Kriterium, mit dem wir Marxisten-Leninisten von der Komintern/ML uns deutlich vom bürglichen Sozialismus, vom Revisionismus im Allgemeinen und vom Neo-Revisionismus im Besonderen abgrenzen. Wer das militärische Kriterium für den Rang der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus ausklammert oder verfälscht, kann nicht wahrhaft für die proletarische, sozialistische Weltrevolution kämpfen, kann nicht den Sieg des Weltsozialismus erringen, ist zum Scheitern verurteilt, nimmt alle möglichen Standpunkte ein, aber keinen marxistisch-leninistischen. Wir können nur wahre Anti-Revisionisten sein, wenn wir die militärischen Lehren und den militärischen Kampf der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus gegen die Neo-Revisionismus in Wort und Tat verteidigen. Die Dialektik der Klassikerfrage ist nicht nur die höchste Form des ideologischen, sondern auch des militärischen Klassenkampfes des Weltproletariats. Die richtige Bestimmung der Klassikerfrage ist nicht zuletzt in militärischer Hinsicht entscheidend für die ganze Zukunft des Kommunismus.

Die Morgenröte einer neuen und besseren Gesellschaft steigt für die unterdrückten Klassen aller Länder leuchtend empor. Und überall schließen die Unterdrückten ihre Reihen; überall reichen sie sich über die Grenzen, über die verschiedenen Sprachen hinweg die Hand. ES FORMIERT SICH DAS HEER DES INTERNATIONALEN PROLETARIATS“

(Engels, MEW, Band 22, Seite 477).

Es ist das besondere Verdienst von Marx und Engels, die historische Rolle der bewaffneten Emanzipation der Arbeiterklasse erkannt und die Militärwissenschaft auf den internationalistischen Boden dieser Klasse gestellt zu haben.

Marx und Engels entwickelten eine meisterhafte Kritik an der bürgerlichen Militärwissenschaft, analysierten die Bürgerkriege und die bewaffneten Klassenauseinandersetzungen der Geschichte und ihrer Gegenwart und kamen zu höchst revolutionären Schlussfolgerungen. Nicht nur Lenin hat daraus für die russische Revolution wertvvolle Lehren ziehen können, sondern die militärischen Erkenntnisse von Marx und Engels sind auch zur Zeit Stalins und Enver Hoxhas von großer Bedeutung gewesen. Auch heute sind sie noch hoch aktuell und sind als theoretische Grundlage unverzichtbar für unseren praktischen Kampf. Marx und Engels nahmen eine tiefgründige Einschätzung der mit den ältesten Zeiten beginnenden Kriegsgeschichte vor, der Geschichte der Entstehung und Entwicklung der Armeen ebenso wie die Analyse der Organisation und des Zustandes der bewaffneten Streitkräfte ihrer Zeit, der Methoden und Formen der Kiegführung und des bewaffneten Kampfes. Damit schufen sie die Grundlage der marxistischen Militärwissenschaft und einer wissenschaftlichen Geschichte der Kriegskunst. Insbesondere die Gedanken von Marx und Engels über die Frage des bewaffneten Aufstandes sind fester Bestandteil der Schatzkammer der marxistisch-leninistischen Militärwissenschaft. Gestützt auf Marx und Engels entwickelten Lenin und Stalin die Lehren des bewaffneten Aufstandes weiter, die durch den Sieg der Oktoberrevolution glänzend bestätigt wurden. Auch Enver Hoxha stützte sich auf Marx, Engels, Lenin und Stalin im antifaschistischen Befreiungskampf, der zum glänzenden Sieg der Volksrevolution in Albanien geführt hat.

Die vollkommene Einheit von geistiger und materieller sozialistischer Kriegsproduktion stellt die sozialistische Kriegsführung auf eine feste Basis und macht sie erst möglich. Natürlich setzt eine sozialistische Kriegsführung die Diktatur des Proletariats voraus. Ohne Diktatur des Proletariats kann es weder eine sozialistische Kriegsführung, noch eine sozialistische Kriegsproduktion und auch keine sozialistische Kriegswissenschaft geben. [So ist ja auch die maoistische Kriegsführung schon deswegen keine sozialistische, weil es in China nie eine Diktatur des Proletariats gegeben hat]. Die sozialistische Kriegsführung ist militärischer Ausdruck der Diktatur des Proletariats.

Die geistige Kriegsproduktion, die Kriegswissenschaft stellt also einen unschätzbaren Wert für die materielle Kriegsproduktion dar, die den Wert der Arbeitszeit, die zur materiellen Kriegsproduktion erforderlich ist, bei weitem übersteigt. Vom richtigen Einsatz der Kriegswissenschaft ist der Wert der materiellen Kriegsproduktion abhängig und davon der Sieg oder die Niederlage der Revolution, des Sozialismus, also Leben und Tod der ganzen Gesellschaftsordnung. Engels hat auf die revolutionierende Wirkung der Kriegswissenschaft für die Entwicklung jeder neuen Gesellschaftsformation immer wieder hingewiesen, so sagte er über die Kriegswissenschaft des alten Fritz: Das Epochemachende in der Kriegswissenschaft des alten Fritz besteht darin, dass er innerhalb der Grenzen der damaligen Kriegsführung überhaupt die alte Taktik den neuen Instrumenten gemäß umschuf und ausbildete“ (Engels, MEW, Band 7, Seite 483).

 

Marx und Engels waren die Kenner der Kriegsgeschichte und der Kriegskunst. Sie beschäftigten sich mit fast allen Militärtheorien und -theoretikern aller Zeiten, insbesondere aber aus ihrer Zeit. Ihre Erkenntnisse und Schlussfolgerungen, die Marx und Engels aus diesen Theorien zogen, insbesondere ihr kritisches Urteil über die Theoretiker selbst und, wie weit diese überhaupt den materialistischen Kriegscharakter, die Kriegsursachen, die Kriegsinteressen, die Kriegsziele, die Kriegsführung, den Verlauf, das Ende und die Folgen des Krieges usw. usf. erkennen, kommentieren und einschätzen, bzw. die notwendigen Schlussfolgerungen daraus ziehen konnten – aus all diesem mühevoll zusammengetragenen Material, wissenschaftlich ausgewertet und am Maßstab der Praxis überprüft, entwarfen Marx und Engels überhaupt das erste Mosaikbild der Kriegsgeschichte und Kriegskunst . Wenn Marx und Engels damals ihre Sichtweise formulierten, so müssen wir das heute historisch relativieren. Damit soll gesagt sein, dass man sich heute davor hüten muss, die bürgerlichen Wissenschaften im damaligen Kampf gegen den Feudalismus mit ihrem heutigen Kampf gegen den Sozialismus gleichzusetzen. Die bürgerliche Militärwissenschaft diente zunächst der Befreiung der Bourgeoisie und heute dient sie der Unterdrückung der Befreiung des Proletariats. Also ist es unsere Aufgabe, die bürgerlichen Wissenschaften vom militärischen Standpunkt des Proletariats aus nicht nur richtig in ihrer historischen Entwicklung richtig einzuschätzen, sondern auch gebührend zu kritisieren – schließlich handelt es sich um die Militärwissenschaft unseres Klassenfeindes!

Das hält uns natürlich nicht davon ab, insbesondere die imperialistischen, militaristischen Doktrinen, die militärischen Theorien des Klassengegners genau zu studieren, so wie wir das Feindstudium ganz allgemein als unverzichtbar betrachten – was wohl hier auch nicht unbedingt näher begründet werden muss. Aber man muss nicht nur die Stärken und Schwächen des Gegners richtig einschätzen, man muss auch die Stärken und Schwächen seiner eigenen theoretischen Kampfausrüstung selbstkritisch beurteilen und daraus die notwendigen Schlussfolgerungen ziehen.

 

Die Klassiker des Marxismus-Leninismus und insbesondere Marx und Engels, haben niemals die Begriffe der formalen Militärtheorie und der marxistischen Militärtheorie durcheinandergeworfen, sondern sie stets in verschiedenen Zusammenhängen unterschiedlich und getrennt voneinander benutzt. Marx und Engels benutzten die militärischen Begriffe in erster Linie im politischen Sinne. So sprachen sie zum Beispiel von der Armee des Proletariats als politische Armee der Revolution. Den politischen Charakter dieser Begriffe rein militärisch einzuengen und umzudeuten, ist Ausdruck von Abenteuertum und Doktrinarismus.

Engels schrieb von einem „sonderbaren Kontrast: Unsere höheren Militärs sind gerade in ihrem Fach meist so entsetzlich konservativ, und doch gibt es heute kaum ein andres Gebiet, das so revolutionär ist wie das militärische(Engels, MEW, Band 22, Seite 380).

1848 sagten wir: jetzt kommt unsere Zeit, und sie kam in gewissem Sinne; diesmal aber ( 15. 11. 1857, Brief von Engels an Marx, MEW, Band 29, Seite 212) kommt sie vollständig, jetzt geht es um den Kopf. Meine Militärstudien werden dadurch sofort praktischer, ich werfe mich unverzüglich auf die bestehende Organisation und Elementartaktik der preußischen, österreichischen, bayrischen und französischen Armee (...).“

Der materialistischen Gesellschaftsauffassung von Marx und Engels entsprechend bestimmt das Sein das Bewusstsein im Allgemeinen, und so wird auch im Besonderen, sozusagen das militärische Bewusstsein vom militärische Sein bestimmt. Die militärische Wissenschaft steht mit der materialitischen Grundlage der bewaffneten Auseinandersetzungen innerhalb einer Klassengesellschaft in untrennbarem Zusammenhang und beruht darauf.

 

Zur die Bedeutung des wissenschaftlichen Elements der Armee schrieb Engels über die Einnahme Delhis, dass ihnen [den aufständischen indischen Sepoys] das wissenschaftliche Element völlig fehlte, ohne das eine Armee heutzutage hilflos und die Verteidigung einer Stadt ganz und gar aussichtslos ist“ (MEW, Band 12, Seite 327) (...) Was die Verteidigung angeht, so zeigen der Versuch zu offensiven Gegenbewegungen (...), dass sich gewisse Vorstellungen einer wissenschaftlichen Kriegsführung unter den Sepoys durchgesetzt hatten; doch waren sie entweder nicht klar oder nicht stark genug, um mit Erfolg in die Tat umgesetzt zu werden“ (ebenda, Seite 334) ; „Alle Armeen sind ungemein bildungsfähig nach großen Niederlagen (Engels, MEW, Band 22, Seite 397).. .

Es reicht also nicht nur, wissenschaftliche Kriegsführung zu studieren, weiterzuentwickeln und lediglich „anzuwenden“. Entscheidend ist letztendlich nicht ob, sondern wie revolutionär sie in die Tat umgesetzt wird, um siegreich zu sein. Es geht nicht darum, die Weltgeschichte militärisch verschiedenen zu interpretieren, es reicht auch nicht, die proletarische Militärtheorie von der bürgerlichen Militärtheorie abzugrenzen oder gegen diese zu kämpfen, es kommt letztendlich vielmehr auf die praktische Umsetzung der Weltrevolution mit Hilfe der marxistisch-leninistischen Militärtheorie in Abgrenzung von der bürgerlichen Militärtheorie an, zu der auch die revisionistische Militärtheorie gehört: „Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert; es kommt aber darauf an, sie zu verändern“ (Marx über Feuerbach, berühmte These XI).

Engels war seiner Zeit ein etablierter literarischer Militärkritiker unter dem anonymen Namen „Verfasser von `Po und Rhein`“. Im Freundeskreis wurde Engels der „General“ genannt (Lenin nannte Engels den großen Kenner der Kriegskunst“).

„Ich habe in der preußischen Gardeartilleriebrigade als einjähriger Freiwilliger es nur bis zum Bombardier gebracht und später in Baden den Feldzug von 1849 auf Seite der Insurgenten mitgemacht. Ich habe mich aber seit meiner Dienstzeit fortwährend mit militärischen Dingen beschäftigt“ (Engels, MEW, Band 30, Seite 559).

Und 1854 schrieb Engels in einem Bewerbungsschreiben an den Redakteur der „Daily News“: Viele Jahre hindurch ist das Studium der Militärwissenschaft in allen ihren Zweigen eine meiner Hauptbeschäftigungen gewesen, und der Erfolg, den meine damals in der deutschen Presse veröffentlichten Artikel über den Ungarischen Feldzug erfreulicherweise hatten, bestärkten mich in dem Glauben, dass ich nicht vergeblich studiert habe. (...) Was die Politik anbelangt, so würde ich sie so wenig wie möglich mit der militärischen Kritik vermischen. ES GIBT IM KRIEGE NUR EINE RICHTIGE POLITISCHE LINIE: mit der größten Schnelligkeit und Energie daranzugehen, den Gegner zu schlagen und ihn zu zwingen, sich den Bedingungen des Siegers zu unterwerfen.“ (MEW, Band 28, Seite 601 und 602). Engels konnte natürlich nicht offen als Kommunist an die Zeitung herantreten. Er bekam den Job schließlich deswegen nicht, weil ihn einer von den Emigranten dort verraten hatte, nur um sich mit sensationellem Klatsch wichtig zu tun.

Engels sagte als Teilnehmer der 1849er Kämpfe:Die entschiedensten Kommunisten waren die couragiertesten Soldaten“ (MEW, Band 7, Seite 185).

Engels selbst war Adjutant des Obersten Willich, des Kommandeurs des ersten Korps aus kommunistischen Freischärlern. Engels kämpfte also für den Kommunismus mit aufständischen Waffe in der Hand ein Jahr nachdem er mit Marx überhaupt das Kommunistische Manifest zu Papier gebracht hatte !! Diese revolutionäre Armee setzte sich aus bewaffneten proletarischen Kräften Badens zusammen aus 10 000 Mann Linientruppen und 12 000 Freiwilligen. Es fanden 4 große Gefechte statt, in denen die konterrevolutionären 36 000 Mann starke Armee nur siegen konnte dank ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit und durch die Verletzung der württembergischen Grenze, was ihnen ermöglichte, die revolutionäre Armee im entscheidenden Augenblick zu umgehen. Nach sechs Wochen Kampf auf offenem Feld gegen den Einfall Preußens zogen sich die Reste der aufständischen Armee 1849 in die Schweiz zurück. Der Aufstand begann im Mai 1849 in ganz Süddeutschland, aber die Revolutionäre begingen, so wie Paris 1871, den verhängnisvollen Fehler – nicht anzugreifen. Die Truppen der benachbarten kleinen Staaten waren demoralisiert und suchten nur einen Vorwand, um sich dem Aufstand anzuschließen; sie waren entschlossen, nicht gegen das Volk zu kämpfen. Die Aufständischen hätten die Bevölkerung dieser Staaten zur Erhebung bringen und mitreißen können, wenn sie erklärt hätten, dass sie die von preußischen und österreichischen Truppen umstellte Frankfurter Nationaversammlung befreien wollen. Kampflose Preisgabe von Positionen an den Feind können die Massen mehr demoralisieren als eine Niederlage im Kampf. Marx und Engels schlugen den Führern der Bewegung vor, auf Frankfurt zu marschieren, aber man weigerte sich sie zu hören (siehe: MEW, Band 21, Seite 489-90) so wie auch die solzialdemokratischen Arbeiter- und Soldatenräte in Berlin sich in der Novemberrevolution weigerten, Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht zu hören, um dem Kommunismus, der Oktoberrevolution, in Deutschland zum Sieg zu verhelfen. Die Geschichte der niedergeschlagenen Aufstände zeigt auch an diesem Beispiel, dass ein hartnäckiger Widerstand, den die unterdrückte, unterlegene, schlecht organisierte und miserabel ausgerüstete Klasse einer sowohl materiell als auch an Zahl und Professionalität weit überlegenen Armee der unterdrückenden Klasse in einer revolutionären Situation entgegen bringt, imstande und fähig ist, große Wirkung auf die Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse zu zeitigen. Jede Niederlage eines proletarischen, revolutionären Aufstandes bereitet stets seinen noch gründlicheren Sieg in der Zukunft vor.

Es ist ein großes Verdienst von Friedrich Engels, dass er als erster zum Studium der Kriegsgeschichte und zur Analyse der Armeen seiner Zeit die einzige wissenschaftliche Methode, die Methode des dialektischen und historischen Materialismus anwandte. Zum Unterschied von den bürgerlichen idealistischen Historikern, die nicht imstande waren, die Entwicklung der bewaffneten Streitkräfte als einen gesetzmäßigen Prozess darzustellen, zeigte Engels, dass diese Entwicklung in letzter Instanz bestimmt wird durch die Veränderung in der materiellen Produktionsweise, die die ökonomische Basis der Gesellschaft bildet. Marx schrieb über das Werk von Engels, „Armee“: „Die Geschichte der `Army` hebt anschaulicher als irgend etwas die Richtigkeit unsrer Anschauung von dem Zusammenhang der Produktivkräfte und der sozialen Verhältnisse hervor. Überhaupt ist die army wichtig für die ökonomische Entwicklung. Die ganze Geschichte der bürgerlichen Gesellschaften ferner sehr schlagend darin resümiert“ (Brief an Engels vom 25. 11. 1857, MEW, Band 29, Seite 192). Nichts ist abhängiger von ökonomischen Vorbedingungen als gerade Armee und Flotte. Bewaffnung, Zusammensetzung, Organisation, Taktik und Strategie hängen vor allem ab von der jedesmaligen Produktionsstufe und den Kommunikationen“ (Friedrich Engels). Jeder gegebenen Entwicklungsstufe der Produktivkräfte entspricht ein bestimmter Charakter der Bewaffnung, der Kriegskunst.

So fand Engels heraus, und führte zahlreiche Beispiele dafür an, dass gerade die Geschicke der Armeen die wahre Natur der zivilen Regierung widerspiegeln - in revolutionären Verhältnissen mehr noch als in normalen Zeiten“ (Engels, MEW, Band 10, Seite 449).

Engels hat als erster in der Geschichte der Kriegswissenschaft die Tatsache nachgewiesen, dass Charakter und Typus der bewaffneten Streitkräfte, ihre spezifischen Züge, Bewaffnung und Taktik sowie die Art der Rekrutierung und Ausbildung der Truppen von dem Entwicklungsniveau der Produktivkräfte, von der Gesellschaftsordnung und der Klassenstruktur der Gesellschaft abhängen.Die ersten Kriege, die Kriege in der Periode der Gentilverfassung, verfolgten – wie dies Engels in seinem “Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Stattes” aufzeigt -lediglich das Ziel einer Erweiterung des nicht zureichenden Territoriums und der Verteidigung gegen feindliche Überfälle. Mit fortschreitender Arbeitsteilung, Schichtung der Gesellschaft in Klassen und Bildung des Staates jedoch werden die Kriege für die herrschenden Klassen zur notwendigen Fortsetzung und zu einem Kettenglied ihrer auf Ausbeutung und Knechtung der Volksmassen beruhenden Politik. Auf der Basis des Privateigentums sind Kriege unvermeidlich. An zahlreichen historischen Beispielen deckte Engels, beginnend mit der Zeit des Auftretens der ersten organisierten bewaffneten Streitkräfte in den Sklavenhalterstaaten des antiken Orients, den Klassencharakter der Armeen auf. Engels betrachtete die bewaffneten Streitkräfte in ihrer dialektischen Entwicklung und brachte diese Entwicklung in konkreten Zusammenhang mit der Geschichte der sozialökonomischen Formationen. Er zeigte, dass die Blütezeit und der Niedergang von Armeen durch den Prozess des Werdens und Vergehens dieser oder jener Formation bestimmt wird. So können wir heute unter den Bedingungen des sterbenden, faulenden parasitären globalisierten Weltimperialismus auch von einer faulenden, parasitären, globalisierten weltimperialistischen Armee unter der Führung des US-Imperialismus samt ihrer „modernsten“ Militärdoktrin, Rüstung, „Wissenschaft“ usw. usf. sprechen [größter Krieg der „Zivilisation“ = größter Krieg der reichen gegen die arme Welt wird mit dem Sieg der armen über die reiche Welt enden und damit die Befreiung der Zivilisation von ihrer Phrase !], die sich mit der Weltkrise dem Untergang nähert. Die Armeen des alten Griechenlands mit ihrer Taktik der Phalangen, die altrömische Armee mit ihrem fortschrittlicheren System der Legionen, gerieten in Verfall, wie Engels feststellt, durch das Anwachsen der Widersprüche in der Sklavenhaltergesellschaft, die sie zum Untergang verurteilten. Der Verfall des Feudalismus führte zum Zerfall des feudalen Kriegssystems, zum Verschwinden der Reiterei der Ritter, die ihre Kampffähigkeit eingebüßt hatte. Engels hob vor allem die Bauern hervor: in allen den drei großen bürgerlichen Revolutionen“ (Reformation und Bauernkrieg des 16. Jahrhunderts in Deutschland, englische Revolution des 17. und französische des 18. Jahrhunderts), liefern die Bauern die Armee zu Schlagen...“ (zitiert bei Lenin, Band 15, Seite 378).

In der Epoche des Entstehens des Kapitalismus machten die bewaffneten Steitkräfte, wie Engels bemerkte, eine bedeutende Evolution durch, von Söldnertruppen zu Massenarmeen, die sich auf Grund einer allgemeinen Militärpflicht rekrutierten – eine Evolution, die den Prozess des Entstehens und der Entwicklung der bürgerlichen Gesellschaft widerspiegelte. Eine gewaltige Rolle in der Entwicklung des Militärwesens wies Engels den Perioden der Ablösung einer sozialökonomischen Formation durch eine andere, fortschrittlichere zu, den Epochen des revolutionären Bruchs mit einer veralteten Gesellschaftsordnung und der Schaffung einer neuen. Solche Epochen gaben, wie Engels in seinen Werken zeigte, dem Fortschritt auf militärischem Gebiet einen besonders starken Auftrieb, wobei die Initiatoren und Träger dieser progressiven Veränderungen die revolutionären Klassen waren, die den Kampf gegen die überlebten Kräfte der Gesellschaft führten. Engels wies diese Gesetzmäßigkeit an dem Beispiel der frühen bürgerlichen Revolutionen, in erster Linie am Beispiel der französischen bürgerlichen Revolution Ende des 18. Jahrhunderts, und der Kriege des revolutionären Frankreichs gegen die Koalition der feudal-absolutistischen Staaten Europas nach. Er zeigte, dass gerade in diesen Kriegen das militärische Schöpfertum der Volksmassen, die unmittelbaren Akteure im bewaffneten Kampf, in den Vordergrund rückt, die neue Formen des Kampfes und des taktischen Vorgehens, welche den neuen Bedingungen entsprachen, suchten und fanden.

Große Bedeutung maß Engels dem Befreiungskampf der Völker gegen fremdländische Eroberer bei, zum Beispiel den Kriegen der Schweizer gegen die österreicherischen und burgundischen Feudalherren, dem Kriege der Niederländer gegen die spanische Herrschaft im 16. Jahrhundert, dem Unabhängigkeitskrieg der nordamerikanischen Kolonien Ende des 18. Jahrhunderts, den Kriegen der europäischen Völker gegen das napoleonische Joch Anfang des 19. Jahrhunderts, dem nationalen Befreiungskrieg Ungarns 1848/49 usw. Engels wandte sich gegen das Raubsystem der Unterjochung und Ausbeutung der Völker Asiens und Afrikas durch die Bourgeoisie der ökonomisch entwickelten Länder, gegen die Politik der kolonialen Eroberer und Abenteurer. Marx und Engels waren hervorragend über die Entwicklung der nationalen Befreiungsbewegungen informiert und orientiert. In einigen Artikeln wies Engels auf die materiellen Ressourcen verschiedener Länder hin, die die Gier nach Kolonisation in den kapitalistischen Räubern weckten, welche die wirtschaftliche Rückständigkeit und die halb-patriarchalische Ordnung dieser Länder ausnutzten und sie in einen Schauplatz der Plünderung verwandelten. Engels war tief durchdrungen von der Überzeugung von der zunehmenden Kraft und Unüberwindlichkeit der Befreiungsbewegung gegen die Kolonisatoren – einer Bewegung, die tief in den Volksmassen wurzelt, die das Kolonialjoch hassen und nach Freiheit streben. Engels handelte im Geiste des proletarische Internationalismus, indem er das Proletariat im unterdrückenden und ausbeutenden Land zum Gefühl der Solidarität und tatkräftiger Unterstützung erzog für die um ihre Befreiung kämpfenden Völker der kolonialen und abhängigen Länder:Ein Volk, das andere unterdrückt, kann sich nicht selbst emanzipieren“ (MEW, Band 18, Seite 527). Und Engels prophezeite, dass: (...) sobald die Arbeiterklasse zur politischen Herrschaft kommt, aller Vorwand zu nationalem Zwist beseitigt ist, denn die Arbeiterklasse ist international ihrer innersten Natur nach (...)“ (MEW, Band 22, Seite 403).

Engels ging damals zu Recht davon aus, dass die Erhaltung der nationalen Unabhängigkeit die wichtigste Voraussetzung für die weitere Entwicklung der internationalen revolutionären Bewegung war, wobei er darauf hinwies, dass die Taktik der Arbeiterklasse auch in der Frage von Krieg und Frieden die konkreten historischen Bedingungen und den Stand der revolutionären Arbeiterbewegung in den jeweiligen Ländern zu berücksichtigen habe. So schrieb Lenin hierzu: 1891 gab es überhaupt keinen Imperialismus... und gab es keinen imperialistischen Krieg, konnte er ihn von Seiten Deutschlands nicht geben. Übrigens gab es damals auch kein revolutionäres Russland; das ist sehr wichtig“ (Lenin, Band 35, S. 242).

Engels analysierte die beginnende Entwicklung zum Imperialismus, der Verschärfung des militärischen Kampfes um die Aufteilung der Welt, und die Strategien der Großmächte, die Weltherrschaft zu erlangen bzw. sie sich gegenseitig abzujagen. Er war leidenschaftlicher Ankläger gegen die Eroberungspolitik der herrschenden Klassen, Verkünder des Kampfes gegen den Militarismus und gegen die Geheimdiplomatie der Großmächte. Marx und Engels kritisierten mit aller Härte die hinterhältigen Methoden der herrschenden Klassen, wie sie die Nationen gegeneinander aufhetzten, sie einschüchterten und erpressten und sich frech in die inneren Angelegenheiten der kleineren Staaten einmischten. Die Begründer des Marxismus sahen in der gründlichen Kenntnis der Geheimnisse der internationalen Politik, in der Aufdeckung des geheimen diplomatischen Intrigenspiels der herrschenden Klasse sowie ihrer Eroberungspläne und Taten, eine sehr wichtige Aufgabe der proletarischen Revolutionäre nicht nur in agitatorischer und propagandistischer Hinsicht, sondern vor allem auch hinsichtlich der eigenen Strategie und Taktik des bewaffneten Kampfes der Arbeiterklasse für ihre nationale und internationale soziale Befreiung. Die hoben immer wieder hervor, wie notwendig es ist für die Arbeiterklasse, zu den internationalen Konflikten eine selbständige revolutionäre Linie des proletarischen Internationalismus der Tat beizubehalten, das heißt, die Weltkonflikte stets aus dem Blickwinkel der proletarischen Weltrevolution zu betrachten.

Einen Krieg anzufangen, sagte Engels einmal, ist kinderleicht. Aber was aus dem einmal angefangen wird, das spottet jeder Berechnung“ (MEW, Band 22, Seite 9) und hat so manchem Blitzkrieg eines Angreifer das Genick gebrochen. Der Friede besteht ja nur noch dank der nie endenden Revolution der Waffentechnik, die niemand kriegsbereit werden lässt, und dank der Angst aller vor den absolut unberechenbaren Chancen des jetzt aller in noch möglichen Weltkriegs. Nur eines kann helfen: ein durch Regierungsbrutalität provozierter, mit doppelter und dreifacher Brutalität niedergeschlagener Aufstand, allgemeiner Belagerungszustand und Neuwahl unter dem Schrecken. Auch das könnte nur ein paar Jahre Galgenfrist erwirken. Aber es ist das einzige Mittel – und wir wissen, dass Bismarck zu den Leuten gehört, denen jedes Mittel recht ist. Und hat nicht auch Wilhelm gesagt: Beim geringsten Widerstand lasse ich alles über den Haufen schießen? Und daher wird dieses Mittel sicher angewandt. (...) Vergewaltigung, Polizeiwillkür, richterliche Niedertracht, alles prallte wirkungslos [an den disziplinierten, deutschen sozialdemokratischen Arbeitern – Anmerkung des Verfassers] ab, vorwärts und immer rascher vorwärts bewegte sich die stets anschwellende Angriffskolonne, bis sie jetzt dasteht, die zweitstärkste Partei im Reich. Und da sollten die deutschen Arbeiter sich ihr eigenes Spiel verderben, indem sie sich zu einem aussichtslosen Putsch verleiten lassen, einzig und allein, um Bismarck aus der Todesnot zu erretten? In dem Augenblick, wo ihre eigene, über alles Lob erhabene Tapferkeit unterstützt wird durch das Zusammenwirken aller äußeren Umstände, wo die ganze gesellschaftliche und politische Lage, wo sogar alle ihre Feinde für die Sozialdemokratie arbeiten müssen, als würden sie von ihr bezahlt – in dem Augenblick sollte die Disziplin, die Selbstbeherrschung versagen und wir selbst uns in das vorgehaltene Schwert stürzen? Nimmermehr. Dazu hat das Sozialistengesetz unsere Arbeiter zu gut eingeschult, dazu haben wir viel zuviel alte Soldaten in unseren Reihen, und unter ihnen zu viele, die Gewehr bei Fuß im Kugelregen ausharren gelernt haben, bis der Augenblick reif für den Angriff“(ebenda, Seite 9-10).

Engels sah voraus, dass der Krieg, einmal ausgebrochen, im Endergebnis zum Zusammenbruch der Ausbeuterordnung führen würde, aber mit welchen Opfern! Mit welcher allgemeinen Anspannung – und nach welchen vielen Wendungen!“ (Engels` Brief an Bebel vom 23-25. Oktober 1986). Engels erkannte in den „lokalisierten Kriegen“ eine vorübergehende wie einleitende Etappe zum Weltkrieg, der zum Zusammenbruch des kapitalistischen Systems auf dem Erdball führen würde. Er machte den Erfolg der Revolution aber keineswegs abhängig von einem Krieg. Im Gegenteil, er sah im Krieg ein furchtbares Unglück für die Arbeiter, der von ihnen unerhörte Opfer fordern und das von der Arbeiterbewegung bereits Erkämpfte rückgängig machen würde: Soviel ist sicher, der Krieg würde unsere Bewegung zunächst in ganz Europa zurückdrängen, in vielen Ländern total sprengen, den Chauvinismus und Nationalhass schüren und uns sicher unter den vielen unsicheren Möglichkeiten nur das bieten, dass nach dem Krieg wir wieder von vorn anzufangen hätten, aber auf einem unendlich günstigeren Boden als selbst heute“ (Brief an Bebel vom 13./14. September 1986).Der Feind selbst kämpft und ist dazu verurteilt, für uns zu kämpfen“ (MEW, Band 21, Seite 258, „Zum 15. Jahrestag der Pariser Kommune). Was ist die Aussicht, wenn das auf die Spitze getriebene System der gegenseitigen Überbietung in Kriegsrüstungen endlich seine unvermeidlichen Früchte trägt“ [MEW, Band 21, Seite 351) ?Wenn sie [die Kriegstreiber – Anmerkung des Verfassers] die Mächte entfesselt haben, die sie dann nicht wieder werden bändigen können, so mag es gehn wie es will: am Schluss der Tragödie sind sie ruiniert und ist der Sieg des Proletariats entweder schon errungen oder doch unvermeidlich“ (ebenda).

Und in einem Brief an Bebel vom 11./12. Dezember 1884 (MEW, Band 36, Seite 253) ging Engels von der Rolle der Armee in der proletarischen Revolution von folgender Hypothese aus:

Nun kann die Sache in Deutschland allerdings anders verlaufen, und zwar aus militärischen Gründen. Anstoß von außen kann, wie die Sachen jetzt liegen, kaum anders als von Russland kommen. Kommt er nicht, geht der Anstoß von Deutschland aus, so kann die Revolution nur von der Armee ausgehn. Ein unbewaffnetes Volk gegen eine heutige Armee ist militärisch eine rein verschwindende Größe.“ Und er fügte in einem Brief an Paul Lafargue am 21. Dezember 1884 hinzu:

(...) In Deutschland gibt es zu viel Soldaten und Unteroffiziere, die der Partei angehören, als dass man auch nur mit der geringsten Aussicht auf Erfolg einen Aufstand predigen könnte. Sie wissen, dass die Demoralisierung (vom bürgerlichen Standpunkt aus) gerade in den Reihen der Armee um sich greifen muss; unter den Bedingungen der modernen Kriegstechnik (Schnellfeuerwaffen usw.) muss die Revolution von der Armee ausgehen. Bei uns wenigstens wird sie so beginnen. Niemand weiß besser als die Regierung, wie die Zahl der Einberufenen, die Sozialisten sind, von Jahr zu Jahr wächst“ (MEW, Band 36, Seite 255).

Und Engels gab ferner den Hinweis: Die Unterstützung durch eine reguläre Armee ist heutzutage unbedingt notwendig für den Fortgang jedes irregulären Krieges oder Insurrektionskriegs [Insurrektion=Aufstand – Anmerkung des Verfassers] gegen eine mächtige reguläre Armee“ (MEW, Band 9, Seite 445). So war es der antifaschistischen Befreiungsbewegung Albaniens u.a. durch den großen vaterländischen Krieg, den die Rote Armee gegen den Faschismus führte, leichter möglich, sich eine reguläre Armee gegen die deutschen Besatzungstruppen aufzubauen und durch eine Volksrevolution die Diktatur des Proletariats zu errichten. Der Einmarsch der Roten Armee in Deutschland schuf auch die Möglichkeit eines deutschen Sozialismus, aber die Revisionisten hinderten die deutsche Arbeiterklasse daran, den Sozialismus und eine sozialistische Armee auf deutschem Boden aufzubauen, und so verkam die Nationale Volksarmee nur zu einer Vasallenarmee der sozialimperialistischen Sowjetarmee. Die Revolution kann nicht importiert werden, die Arbeiterklasse muss sich ihre eigene Befreiungsarmee schaffen, muss die bürgerliche Armee zersetzen und deren Soldaten für den Aufbau einer roten Armee gewinnen und das in allen kapitalistischen Ländern der Welt. Nur so können die Abteilungen der Roten Weltarmee zentralisiert und für die sozialistische Weltrevolution zum Einsatz kommen gegen die mächtige reguläre Armee des Weltimperialismus. Ohne reguläre Armee des Weltproletariats kann die sozialistische Weltrevolution über die mächtige reguläre Arnee des Weltimperialismus nicht siegen. Unter den Bedingungen der modernen Kriegstechnik muss die Revolution von der Armee ausgehen“ (Engels, MEW, Band 9, Seite 255).

Ich gehe von der Voraussetzung aus“, schrieb Engels 1893, „dass das System der stehenden Heere in ganz Europa auf die Spitze getrieben ist in einem Grad, wo es entweder die Völker durch die Militärlast ökonomisch ruinieren oder in einen allgemeinen Vernichtungskrieg ausarten muss, es sei denn, die stehenden Heere werden rechtzeitig umgewandelt in eine auf allgemeiner Volksbewaffnung beruhenden Miliz (...) Ich suche nur festzustellen, dass vom rein militärischen Standpunkt der allmählichen Abschaffung der stehenden Heere absolut nichts im Wege steht; und dass, wenn trotzdem diese Heere aufrechterhalten werden, dies nicht aus militärischen, sondern aus politischen Gründen geschieht, dass also mit einem Wort die Armee schützen sollen nicht so sehr gegen den äußern wie gegen den innern Feind“ (Engels, MEW, Band 22, Seite 371). Wir sprechen heute von der internationalen Bürgerkriegsarmee, die nicht nur den „inneren Feind“, also das Proletariat eines Landes, sondern auch den inneren Feind aller anderen Länder, also das gesamte Weltproletariat in Schach hält, um nicht nur die Bourgeoisie eines einzelnen Landes, sondern die Weltbourgeoisie aller Länder insgesamt vor der sozialistischen Weltrevolution schützen soll.

Engels hat immer wieder betont, den kürzesten Weg zur Revolution mit den geringsten Opfern zu wählen. Die Bourgeoisie braucht den Kieg, um die Revolution zu verhindern. Das Proletariat braucht den Frieden, um seine Kräfte zum Sturz des Kapitalismus zu sammeln und zu organisieren. Im März 1987 bemerkte er in einem Brief an Schlüter: Unser Kampf ist ein Belagerungskrieg, und so lange da die Laufgräben stetig fortrücken, geht`s gut. Wir sind jetzt schon nahe an der zweiten Parallele, in der wir die Demontierbatterien errichten und das feindliche Geschütz zum Schweigen bringen können; und sind wir erst so weit, ohne dass der Belagerte durch einen Weltkrieg momentanen Einsatz bekommt, dann können wir auch die Ziele berechnen, wo wir die Breschbatterien auf dem Glaciskamm anlegen, Bresche schießen und Sturm laufen können. Bis dahin ist aber der langsame, ruhige Fortschritt der Belagerungsarbeiten die beste Sicherung vor verfrühtem Sturmlaufen und unnützen Opfern“ (MEW, Band 36, Seite 632). Leidenschaftlich hat Engels stets dazu aufgerufen, zu verhindern, dass sich das Weltproletariat den Weg zum Weltsozialismus erst durch ein Meer von Blut und Tränen bahnen müsse, ohne damit dem bürgerlichen Pazifismus Wasser auf die Mühlen zu gießen. Engels gab viele Ratschläge für den Kampf der Proletarier gegen Militarismus und Kriegsvorbereitungen der herrschenden Klasse. Und arbeitete eine proletarische Taktik in Fragen von Krieg und Frieden aus. Darin schloss er auch die besondere Rolle der Soldaten und Bauern als Verbündete des Kampfes gegen den Militärstaat und für die sozialistischen Revolution ein. Beachtenswert sind Engels` Bemerkungen zum „Deutschen Bauernkrieg“ (1870), wovon sich Lenin auch in der siegreichen Oktoberrevolution leiten ließ. Die deutsche Novemberrevolution hingegen scheiterte nicht zuletzt daran, dass die Rolle der Bauern als Verbündete der Revolution unterschätzt wurde. Ohne Brot ist die Arbeiterklasse zu schwach, um das revolutionäre Gewehr gegen die Kapitalisten zu richten. Die Einbeziehung der Landarbeiter in den proletarischen Klassenkampf bezeichnete Engels als dringendste Aufgabe der deutschen Arbeiterbewegung“ (MEW, Band 16, Seite 400). Wer hier von Engels` Grund- und Bodenfrage nichts lernt, wird in der Weltrevolution scheitern. Die Versorgung der proletarischen Weltarmee muss von den Bauern der ganzen Welt abgesichert werden.

Die militärischen Arbeiten von Engels widerlegten die Konzeption vieler bürgerlicher Militärtheoretiker über die Unveränderlichkeit und Ewigkeit der Prinzipien der Kriegskunst. Indem er die der Strategie und Taktik eigenen dialektischen Gesetzmäßigkeiten aufdeckte, wies Engels nach, dass die strategischen und taktischen Regeln, die unter bestimmten historischen Bedingungen vorteilhaft waren, Bankrott erlitten, wenn sie in einer veränderten Lage angewandt wurden. So schrieb er in einem Brief an Marx am 7. Mai 1852: „Das Willisensche Buch sollte eigentlich heißen: Philosophie des großen Kriegs. Es versteht sich damit von selbst, dass in dem Ding mehr Philosophierei als Kriegswissenschaft enthalten ist (...). Was soll man zu einer Kriegswissenschaft sagen, die mit dem Begriff der Kunst im Allgemeinen anfängt, dann nachweist, dass auch die Kochkunst eine Kunst ist, über das Verhältnis von Kunst und Wissenschaft sich breit auslässt und schließlich alle Regeln, Verhältnisse, Möglichkeiten pp. der Kriegskunst in dem Einen absoluten Satz aufgehen lässt, dass der Stärkere immer den Schwächeren schlagen muss!“ (MEW, Band 28, Seite 71).

Die Entwicklung der Kriegskunst stellte Engels im Ganzen als einen komplizierten, fortschreitenden Prozess der allmählichen Vervollkommnung dar. Er deckte die enge Wechselbeziehung der verschiedenen Seiten dieses Prozesses auf. In seinen Arbeiten zeigte Engels die Rolle des Zusammenwirkens der verschiedenen Waffengattungen und die wechselseitige Bedingtheit ihrer historischen Entwicklung. Die Artikel von Engels umfassen die verschiedensten Gebiete des Militärwesens. In ihnen werden, meistens in der historischen Entwicklung, die Probleme der Bildung, Organisation und Bewaffnung der Armeen, ihrer Rekrutierung und Ausbildung, der Führung der bewaffneten Streitkräfte, der Strategie und Taktik, der Organisation und Taktik der einzelnen Gattungen des Heeres und der Kriegsflotte, der Errichtung von Festungsanlagen , materielle Versorgung und Ausrüstung der Truppen, ihrer Einquartierung und Ruhestellung behandelt. Größte Aufmerksamkeit widmete Engels der Kriegstechnik. An zahlreichen Beispielen deckte Engels den revolutionierenden Einfluss auf, den die wichtigsten technischen Entdeckungen – die Erfindung des Schießpulvers, die Anwendung und Vervollkommnung der Schusswaffen, der Fortschritt in der Artilleriewissenschaft und des Kriegsingenieurwesens, die Benutzung der Dampfmaschine in der Kriegsflotte – auf die Entwicklung der bewaffneten Streitkräfte und der Kriegskunst ausübten. Die Abhängigkeit der Kriegstaktik von der Kriegstechnik, die unvermeidlichen Veränderungen in den taktischen Kampfformen als Resultat des Auftauchens neuer Arten der Massenbewaffnung, ist, wie Engels das in seinen Artikeln nachwies, eine der Gesetzmäßigkeiten, die die Einwirkung der ökonomischen Entwicklung der Gesellschaft und des Wachstums ihrer Produktivkräfte auf das Kriegshandwerk widerspiegeln. Dazu bemerkte Karl Marx: Unsre Theorie von der Bestimmung der Arbeitsorganisation durch das Produktionsmittel, bewährt sie sich glänzender als in der Menschenabschlachtungsindustrie?“ (MEW, Band 31, Seite 234, Brief an Engels). Engels führte jedoch die Gesetze des bewaffneten Kampfes nicht nur auf den Einfluss der Kriegstechnik auf die Kampfarten zurück. Der Zustand dieser oder jener Armee, ihrer Kampffähigkeit, wird, wie er betonte, vor allem von dem sozialen und politischen System, von jenen gesellschaftlichen Bedingungen bestimmt, unter denen sie entstand und wirkt. Die kämpferischen Qualitäten dieser oder jener Armee werden neben ihrer Bewaffnung von ihrer Zusammensetzung, den gesellschaftlichen Kräften, aus denen sie rekrutiert worden ist, dem Grad ihrer militärischen Ausbildung, dem Niveau des Bewusstseins und der moralischen Haltung ihrer Kämpfer bestimmt, die in vielem vom Charakter der Kriege abhängig sind. Große Bedeutung maß Engels dem Kampfgeist der Armee bei. Im entscheidenden Augenblick, wo die Gegner aufeinanderstoßen, wird das moralische Element, die Tapferkeit (...) sogleich in materielle Gewalt umgewandelt“ (Engels, MEW, Band 14, Seite 307). Engels nennt auch die Faktoren, die im Kampfe wirksam sind: der Einfluss des Geländes, des Vorhandenseins von Reserven, der operative Charakter des Oberkommandos, die Kunst der Heerführer und die Rolle der Soldaten und der Massen. Die Rolle des Feldherren, hob Engels hervor, besteht in der klugen Anwendung jener Formen und Methoden der Kriegsführung und des Gefechtes, die durch die objektive historische Entwicklung der bewaffneten Streitkräfte gegeben sind, sowie in der zweckmäßigen Ausnutzung neuer technischer Mittel und jener Veränderungen in der Zusammensetzung und der kämpferischen Qualität der Armeen, die unter dem Einfluss der Veränderungen in der Gesellschaftsordnung entstehen. Engels trat gegen den für die bürgerliche Geschichtsschreibung charakteristischen Kult und die Idealisierung der Feldherren auf und stellte in der Tätigkeit selbst der größten von ihnen Züge der Beschränktheit und Widersprüchlichkeit fest, die ihre klassenbedingten Wurzeln hatten. In seinen militärischen Arbeiten analysierte Engels die Erfahrungen der gesamten Geschichte der Kriege aller Völker in erster Linie der vormonopolistischen Zeit, wobei er alle deren Beiträge zur allgemeinen Militärwissenschaft und zur Kriegskunst darlegte. Die monopolistische Periode, der Massenvernichtungswaffen, wie die Atombombe, der automatisierten, computergesteuerten, hochtechnisierten Waffen waren Engels natürlich damals noch nicht bekannt. Man kann also nicht alle Beiträge zur Militärwissenschaft auf die heutige Zeit mechanisch übertragen, da wir heute veränderte Bedingungen haben.

Es ist das große Verdienst von Engels, dass er die Frage des nationalen Widerstandes im Krieg gegen einen fremden Eroberer, des Volkskrieges, der Partisanenbewegung und der Formen und Methoden zur Mobilisierung der Volkskräfte gegen den Aggressor aufgeworfen und ausgearbeitet hat. So forderte er das italienische Proletariat auf, sich gegen die regulären österreichischen Truppen nicht auf die herkömmlichen Kampfweisen zu beschränken, sondern zu Massenerhebungen überzugehen und einen gesamt-nationalen revolutionären Guerillakrieg zu führen. Und so muss – ausgehend von den Lehren Engels` heute auch das Weltproletariat eine neue Kampfweise entwickeln und einen internationalen Guerillakrieg führen – gemeinsam mit den unterjochten Völkern - , um der Knechtung des Weltimperialismus für immer Schluss zu machen.

Engels war sogar der Auffassung: Die Geschichte der größten Schlachten der Welt scheint zu beweisen, dass die defensive Aktion die sicherste ist, wenn die angegriffene Armee genügend Ausdauer besitzt, um hartnäckig Widerstand zu leisten, bis das Feuer der Angreifer nachlässt, bis sich Erschöpfung und die Reaktion beim Angreifer einstellen und sie dann ihrerseits zur Offensive und zum Angriff übergehen kann. Es gab aber nur wenige Armeen oder überhaupt selten Völker mit der Fähigkeit, solche Schlachten zu schlagen“ (Engels, „Angriff“, MEW Band 14, Seite 69).

Auch Engels verfügte über umfassende Kenntnisse auf allen Gebieten der Kriegswissenschaft indem er den historischen und dialektischen Materialismus anwendete, um die aktuellen Kriegsereignisse, den Entwicklungsverlauf der militärischen Operationen sowie ihren Ausgang und ihre Folgen mit wissenschaftlicher Präzision vorauszusagen.Jede Vermehrung der militärischen Kräfte des einen Landes zwingt die anderen Staaten, ein Gleiches, wenn nicht mehr zu tun. Und alles das kostet ein wahnsinniges Geld. Die Völker werden durch die Last der Militärausgaben zugrunde gerichtet, der Friede wird beinahe noch kostspieliger als der Krieg, so dass schließlich der Krieg, statt als eine schreckliche Geißel, als eine heilsame Krise erscheint, die einer unmöglichen Situation ein Ende macht. Dies ist der Grund, warum es den Intriganten in den verschiedenen Ländern, die gern im Trüben fischen möchten, möglich wurde, den Krieg herbeizuschwören“ (MEW, Band 21, Seite 345). Und Engels hatte auch gleich das „Heilmittel“ dagegen parat:

Und das Heilmittel? Die Abschaffung des preußischen Systems und die Ersetzung desselben durch ein wirkliches Volksheer, das eine einfache Schule ist, in die jeder Bürger, sobald er fähig ist, die Waffen zu tragen, für die Dauer der zur Erlernung des Soldatenmetiers absolut notwendigen Zeit eingereiht wird; Einstellung der so herangebildeten Leute in stark organisierte örtliche Reservekadres, so dass jede Stadt, jeder Distrikt sein Bataillon hat, zusammengesetzt aus Leuten, die sich kennen und die, wenn es sein muss, in 24 Stunden vollständig ausgerüstet und marschbereit zusammentreten können. Das bedeutet, dass jeder Wehrfähige sein Gewehr und seine Equipierung bei sich zu Hause hat, wie es in der Schweiz der Fall ist. Das Volk, welches dieses System zuerst einführt, wird seine wirkliche militärische Kraft verdoppeln und dabei gleichzeitig sein Kriegsbudget um die Hälfte vermindern. Es wird schon durch die Tatsache, dass es alle seine Bürger bewaffnet, seine Friedensliebe beweisen. Denn diese Armee, welche eins ist mit der Nation, ist ebensowenig zur Eroberung nach außen geeignet, als sie in der Verteidigung ihres heimischen Bodens besiegbar ist. Und dann, welche Regierung würde es wagen, die politische Freiheit anzutasten, wenn jeder Bürger ein Gewehr und fünfzig scharfe Patronen zu Hause zu liegen hat?“ (MEW, Band 21, Seite 345).

Um den internationalen Frieden zu sichern, müssen vorerst alle vermeidlichen nationalen Reibungen beseitigt, muss jedes Volk UNABHÄNGIG und HERR IM EIGENEN HAUS sein“ (MEW, Band 21, Seite 407) [Hervorhebung und Unterstreichung vom Verfasser].

Vor allem konzentrierte sich Engels auf die Analyse und Charakterisierung der abenteuerlichen Kriegspläne, die Schwächen und Fehler der Strategie und Taktik und die Mängel der militärischen Operationen der Herrschenden.Man muss aber nicht nur die Schwächen, sondern auch die Stärken des Gegners kennen“ MEW, Band 22, Seite 14).

So erkannte er den Zusammenhang zwischen der Qualität einer Armee und ihre Abhängigkeit von der Qualität der sozialen und politischen Ordnung. So sei der militärische Zusammenbruch Frankreichs kein Zufall gewesen, sondern die unvermeidliche Folge des Verfalls des durch und durch verrotteten bonapartistischen Regimes: Die Armeeorganisation versagt überall. (...) Eine edle und tapfere Nation sieht alle ihre Anstrengungen zur Selbstverteidigung unwirksam werden, weil sie es zwanzig Jahre lang hingenommen hat, dass ihre Geschicke von einer Abenteuerclique geleitet wurden, die Verwaltung, Regierung, Heer, Marine – tatsächlich ganz Frankreich – zu ihrer persönlichen Bereicherungsquelle machte“ (MEW, Band 17, Seite 78).

Engels unterzog die bonapartistischen Generäle einer vernichtenden Kritik. Er enthüllte die Fehlerrhaftigkeit ihrer Strategie und Taktik, ihre Unfähigkeit, Truppen zu führen und koordiniert zu operieren, und kritisiert die schlechte Ausrüstung der Truppen, die Korruption im Versorgungswesen. Er unterstrich, das das bonapartistische Regime auch während des Krieges seinen verderblichen Einfluss auf die Armee ausübte und die Fehler des französischen Oberkommandos noch dadurch verschlimmert wurden, dass es gezwungen war, sich bei seinen Operationen oft nicht von militärischen Erwägungen leiten zu lassen, sondern von dem Bestreben, das Prestige des Zweiten Kaiserreiches zu retten. Engels verwies darauf, dass die bonapartistische Regierung es aus Furcht vor den Volksmassen von Paris ablehnte, die zum Kampf gegen die revolutionäre Gefahr in der Hauptstadt verbliebenen Truppen an die Front zu senden, wo sie dringend nötig waren ( siehe MEW, Band 17, Seite 55). Auch die preußische Armee, die wegen des damals überlegenen neuen Rekrutierungssystems fälschlicherweise als „Volk in Waffen“ bezeichnet wurde, hatte in Wirklichkeit einen volksfeindlichen Charakter – Unterdrückung von Aufständen nach innen und Durchführung von Eroberungsfeldzügen nach außen. Als die regulären französischen Armeen geschlagen, das Zeite Kaiserreich gestürzt und die räuberischen Bestrebungen Preußens offenkundig geworden waren, standen die Stärkung der nationalen Verteidigung Frankreichs, die Aufstellung neuer militärischer Formationen und die Organisierung des Guerillakrieges gegen die Eindringlinge im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von Engels. Obwohl die abenteuerliche Politik der herrschenden Klassen Frankreich an den Rand der nationalen Katastrophe gebracht hatte, rief Engels das französische Volk auf, auch unter diesen Bedingungen den Kampf fortzusetzen, der von Erfolg gekrönt sein würde, wenn es alle Reserven mobilisierte und der Widerstand gegen die Preußen wirklich das ganze Volk, die ganze Nation erfasste. Engels vertrat die Position des Generalrats der Internationale, der in dieser Etappe des Krieges das internationale Proletariat aufforderte, das französische Volk bei seinem Widerstand gegen die Eroberer zu unterstützen. Er entwarf einen konkreten Plan für den Kampf gegen die Preußen und entwickelte die Strategie und Taktik der Koordinierung der militärischen Operationen der neuformierten französischen Truppen mit dem Kampf von Partisanenabteilungen. Engels wies die unzerstörbare Kraft des Volkswiderstandes nach, der durch die Taktik des Partisanenkampfes erzeugt wird ( siehe zum Beispiel „Kriegführung im Gebirge einst und jetzt“, MEW, Band 12, Seite 113). Er setzte sich auch dafür ein,dass der Volkswiderstand in Form des Partisanenkrieges als Methode legitimer Kriegsführung anerkannt wird.

Revolutionskrieg, Massenerhebung und Terrorismus – dazu wird die Monarchie sich nie verstehen. Eher schließt sie Frieden mit ihrem bittersten, ebenbürtigen Feind, ehe sie sich mit dem Volk verbündet(...). Aber der Aufstand der Masse, die allgemeine Insurrektion des Volkes, das sind Mittel, vor deren Anwendung das Königtum zurückschreckt“ (MEW, Engels, Band 6, Seite 369).

Marx und Engels entwickelten die marxistische Lehre von den Kriegen, ihren klassenbe

dingten Ursachen, Zielen und ihrem Klassencharakter. Wenn man von Marx und Engels lernen will, muss man jeden einzelnen Krieg konkret betrachten, welchen ökonomischen und politischen Klasseninteressen er dient, welche Klasse ihn führt, ob es sich um einen gerechten (Befreiungs- und Verteidigungs-) Krieg oder um einen ungerechten ( räuberischen Ausbeutungs- und Unterdückungs-) Krieg handelt, der ja nichts anderes verteidigt als den Profit. Der Charakter eines Krieges, seine wahre Bedeutung, wird dadurch bestimmt, welche Politik der Krieg fortsetzt, welche Klasse den Krieg führt und welche Ziele sie dabei verfolgt. Alle militärischen Lehren der Geschichte vom nicht-klassengebundenen bewaffneten Kampf und nicht-klassenbedingten Krieg sind leerer Unsinn. Marx und Engels beschränkten sich nicht auf die konkrete Analyse jedes einzelnen Krieges, sondern dadurch gelang es ihnen auch meisterhaft, die gesamte Politik des ganzen Systems der europäischen Staaten in ihren ökonomischen und politischen Wechselbeziehungen zu erfassen, wodurch sie verstanden, auf welche Weise aus diesem System folgerichtig und unvermeidbar die damaligen Kriege entstanden waren. Die Frage, wer dabei den Krieg angefangen hatte, war sowohl ökonomisch als auch politisch völlig unbedeutend angesichts der Tatsache, dass zwei Gruppen von Räubern, zwei oder mehrere Nationen gemeinsam um ihre Beute Krieg führten im Wettstreit um die Weltherrschaft, also wer zukünftig mehr Völker unterjochen, wer mehr rauben sollte, wer den Profit des internationalen Bankkapitals am höchsten steigern könnte. Wenn man einen Krieg richtig verstehen will, dann muss man wie Marx und Engels deren Zusammenhang mit der vorausgegangenen Politik der betreffenden Staaten, des betreffenden Staatssystems, der betreffenden Gesellschaftsordnung und der betreffenden Klassen innerhalb dieser Gesellschaftsordnung berücksichtigen – eine Grundforderung der marxistischen Militärtheorie, um nicht den Lügenmärchen der Bourgeoisie auf den Leim zu gehen – Und nicht nur wir Marxisten-Leninisten müssen so an die Frage der Wahrheitsfindung der Kriege herangehen, sondern diese auch den Massen begreiflich machen. Der Krieg ist immer mit den Interessen bestimmter Klassen verrknüpft, ebenso der Frieden. So gingen Marx und Engels auch an jeden einzelnen Frieden konkret heran, stellten sie die Klassenfrage, wem der Frieden nützt und wem er schadet. Wenn der Krieg die Fortsetzung der Politik der Friedenszeit ist, dann ist der Frieden umgekehrt auch die Fortsetzung der Politik des Krieges. Ein bürgerlicher Friede entwaffnet das Proletariat, und versklavt die annektierten Völker, anstatt ihnen die Freiheit zu geben. Und das trifft insbesondere auf den imperialistischen Frieden zu. Ob von der Fortsetzung der bürgerlichen Friedens- zur Kriegspolitik oder umgekehrt - diesen furchtbaren Teufelskreis durchbricht das Proletariat nach Auffassung von Lenin, dem besten Schüler von Marx und Engels, letztendlich erst durch den proletarisch-weltrevolutionären Krieg zur Befreiung der Arbeitern und Bauern der ganzen Welt vom Joch des Kapitals, denn es ist das Weltkapital, das internationale Bankkapital, das die imperialistischen Kriege unvermeidlich hervorruft und der Frieden ist somit nichts anderes als ein Gewaltfrieden; nichts anderes als die von den Siegermächten den Völkern einseitig aufgebürdeten gigantischen Lasten der Kriegsfolgen mit einer damit der Welt aufgezwungenen, noch gigantischeren, noch raffinierteren Versklavung; nichts anderes als die Zwischenperiode, die das internationale Kapital für den nächsten Krieg benötigt.

Am Beispiel des Deutsch-Französischen Krieges lehrten Marx und Engels dem internationalen Proletariat, zwischen nationalen Befreiungskriegen, Verteidigungskriegen, die der Abwehr einer ausländischen Invasion zum Ziel haben, und Raub- und Eroberungskriegen zu unterscheiden. Es war das große Verdienst von Engels, dass er die Frage des nationalen Widerstandes im Krieg gegen einen fremden Eroberer, des Volkskriegs, der Partisanenbewegung und der Formen und Methoden zur Mobilisierung der Volkskräfte gegen den Aggressor aufgeworfen und ausgearbeitet hatte. Deutschland siegte über Frankreich, Bismarck und Thiers aber siegten über die Arbeiter!“ (Lenin, Band 21, Seite 274). Die Sowjetunion Stalins siegte über den Hitlerfaschismus, über das Dritte Reich, aber der Weltimperialismus mit den USA an der Spitze siegte über das Weltproletariat, über die sozialistische Weltrevolution.

Marx und Engels wiesen nach, dass die Kriegsentwicklung unvermeidbar die Klassengegensätze verschärft und dadurch eine revolutionäre Situation entstehen kann, die die Möglichkeit der revolutionären Erhebung des Proletariats in sich birgt. Das ist ein Gesetz, das heute vor allem im internationalen Maßstab wirkt. Gleichzeitig warnten sie das revolutionäre Proletariat, den Sieg der Revolution durch einen verfrühten Aufstand (genaue Analyse des Kräfteverhältnisses) nicht zu gefährden und damit die Niederlage unvermeidbar zu machen. Auch das gilt ganz besonders heute für die weltrevolutionäre Situation. Marx enthüllte die provokatorische Taktik der Bourgeoisie, die bestrebt war, die Arbeiterklasse zu einem vorzeitigen Aufstand aufzurufen, um sie in einem Meer von Blut zu ertränken (Das ist eine Taktik, die sie bis heute nicht aufgegeben hat und immer wieder anwendet. Die Weltbourgeoisie schreckt auch nicht davor zurück, die proletarische Weltrevolution in einem Weltmeer von Blut zu ertränken, bevor ihr letztes Stündchen geschlagen hat ! ! ). Revolutionen im Weltmaßstab bedeuten in der Regel auch entsprechende Ausmaße auf Seiten der Opfer.

Marx und Engels erkannten, dass der Sieg der Pariser Kommune durch eine besondere Situation der momentanen Schwäche der kriegführenden Gegner begünstigt wurde – die sich im Deutsch-Französischen Krieg nur für einen minimalen Augenblick für den günstigen Ausgang des Aufstandes bot. Die Armeen des französischen Kaiserreiches waren entweder außerhalb von Paris eingeschlossen oder gefangen in Deutschland, und der ausländische, deutsche Feind war erst bis zu den Toren vor Paris vorgedrungen. Mit der Belagerung der Stadt Paris finden wir historisch die altbekannte Tatsache der internationalen kapitalistischen Einkreisung der Arbeitermacht vor, auf die noch ausführlich einzugehen ist. Nur so viel sei hier angemerkt, dass es ausgerechnet die belagernden Soldaten waren, die die belagerten solidarisch unterstützten. Hier haben wir in Keimform den entscheidenden Faktor der internationalistischen solidarischen Unterstützung der aufständischen Arbeiter: Die preußischen Truppen, die die Nordosthälfte von Paris umlagerten, hatten Befehl, keine Flüchtlinge durchzulassen, doch drückten die Offiziere oft ein Auge zu, wenn die Soldaten dem Gebot der Menschlichkeit mehr gehorchten als dem des Oberkommandos; namentlich aber gebührt dem sächsischen Armeekorps der Ruhm, dass es sehr human verfuhr und viele durchließ, deren Eigenschaft als Kommunekämpfer augenscheinlich war“ (Engels, MEW, Band 22, Seite 195). Sowohl die äußere als auch die innere Konterrevolution hatten sich während des Kriegsverlaufs gegenseitig geschwächt und waren in einem bestimmten Augenblick neutralisiert und damit kräftemäßig nicht fähig, die Arbeiterrevolution (gemeinsam) niederzuschlagen.

Die Verteidigung der Kommune hielten Marx und Engels für die höchste Pflicht der Arbeiter aller Länder. Bereits in den ersten Tagen der Revolution von Paris mobilisierten sie mit Hilfe der Internationalen Arbeiterassoziation alle Kräfte des internationalen Proletariats zur Unterstützung der Kommunarden. Marx und Engels betrachteten die Pariser Kommune als geistiges Kind der Internationale, als die praktische Verwirklichung ihrer Prinzipien und sahen in ihrer Errichtung einen ungeheuren Gewinn nicht nur für die Arbeiterklasse in Paris, sondern für die Proletarier aller Länder in inhrem Kampf für die Revolution.

Engels „tadelte“ die Pariser Kommune:

Ich kenne nichts Autoritäreres als eine Revolution, und wenn man mit Bomben und Gewehrkugeln gegen seine Feinde kämpft, scheint mir das ein Akt der Autorität zu sein. Hätte es in der Pariser Kommune ein wenig mehr Autorität und Zentralisation gegeben, so hätte sie über die Bourgeoisie gesiegt. Nach dem Sieg können wir uns organisieren, wie wir wollen, doch für den Kampf scheint es mir notwendig, alle unsere Kräfte zusammenzuballen und sie auf denselben Angriffspunkt zu richten. Und wenn man mir sagt, das sei nicht möglich ohne Autorität und Zentralisation, und das seien zwei absolut verdammenswerte Dinge, dann scheint mir, dass diejenigen, die so sprechen, entweder nicht wissen, was eine Revolution ist, oder dass sie Revolutionäre nur in Worten sind“(Engels, MEW, Band 33, Seite 372-373).

Am schwersten begreiflich ist allerdings der heilige Respekt, womit man vor den Toren der Bank von Frankreich ehrerbietig stehenblieb. Das war auch ein schwerer politischer Fehler. Die Bank in den Händen der Kommune – das war mehr wert als zehntausend Geiseln“ (MEW, Engels, Band 22, Seite 196). Aus den Lehren der Pariser Kommune schöpften Marx und Engels die klaren Forderungen des Arbeitersozialismus, nämlich die Notwendigkeit der gewaltsamen Aneignung der Produktionsmittel durch die Gesellschaft: Hinter dem Recht auf Arbeit steht die Gewalt über das Kapital, hinter der Gewalt über das Kapital die Aneignung der Produktionsmittel, ihre Unterwerfung unter die assoziierte Arbeiterklasse, also die Aufhebung der Lohnarbeit wie des Kapitals und ihres Wechselverhältnisses“ (MEW, Band 7, Seite 41/42).

Während die demokratischen Kleinbürger die Revolution möglichst rasch... zum Abschluss bringen wollen, ist es unser Interesse und unsere Aufgabe, die Revolution permanent zu machen, so lange, bis alle mehr oder weniger besitzenden Klassen von der Herrschaft verdrängt sind, die Staatsgewalt vom Proletariat erobert und die Assoziation der Proletarier nicht nur in einem Lande, sondern in allen herrschenden Ländern der ganzen Welt so weit vorgeschritten ist, dass die Konkurrenz der Proletarier in diesen Ländern aufgehört hat und dass wenigstens die entscheidenden produktiven Kräfte in den Händen der Proletarier konzentriert sind. Es kann sich für uns nicht um Veränderung des Privateigentums handeln, sondern nur um seine Vernichtung, nicht um Vertuschung der Klassengegensätze, sondern um Aufhebung der Klassen, nicht um Verbesserung der bestehenden Gesellschaft, sondern um Gründung einer neuen“ (MEW, Band 7, Seite 247-248).

Eine Revolution ist gewiss die autoritärste Sache, die es gibt, ein Akt, durch den ein Teil der Bevölkerung seinen Willen dem anderen Teil durch Flinten, Bajonette und Kanonen, alles das sehr autoritäre Mittel, aufzwingt; und die Partei, die gesiegt hat, muss ihre Herrschaft durch den Schrecken, den ihre Waffen den Reaktionären einflößen, behaupten. Und hätte sich die Pariser Kommune mit der Autorität eines bewaffneten Volkes gegen die Bourgeoisie bedient, hätte sie sich länger als einen Tag behauptet? Können wir sie nicht umgekehrt tadeln, dass sie sich zu wenig dieser Autorität bedient habe?“ (Engels „Von der Autorität“ ;1872/73) Und zum 20. Jahrestag sagte Engels über die Pariser Kommune:

Seit nunmehr zwanzig Jahren sind die Arbeiter von Paris ohne Waffen, und so ist es überall; in allen zivilisierten Ländern ist das Proletariat der materiellen Verteidigungsmittel beraubt. Überall sind es die Feinde und Ausbeuter der Arbeiterklasse, die über die gesamte bewaffnete Streitmacht verfügen. Doch wozu hat das geführt? Dazu, dass heute, da jeder taugliche Mann durch die Armee geht, diese Armee mehr und mehr die Gefühle und Ansichten des Volkes widerspiegelt, dass diese Armee, das Hauptwerkzeug der Unterdrückung, von Tag zu Tag unzuverlässiger wird. Schon sehen die Männer an der Spitze aller großen Staaten mit Schrecken den Tag nahen, an dem die unter Waffen stehenden Soldaten sich weigern werden, ihre Brüder und ihre Väter zu massakrieren (...) Es lebe die internationale soziale Revolution!“ (Engels, MEW, Band 22, Seite 186-187).

Marx und Engels betrachteten alle militärischen Fragen vom Standpunkt des internationalen Proletariats aus, von den Arbeiterparteien der Länder und auch von der Ersten Internationale. Insbesondere beharrten sie darauf, sich von der schwankenden liberalen Bourgeoisie selbständig abzugrenzen, die sich historisch aus Feigheit allzu oft auf Kompromisse mit der Reaktion einließ und vor dieser insbesondere in Kriegssituationen kapitulierte. Es hat sich ebenso gezeigt, dass die Angst der Liberalen vor dem revolutionären Volk meist viel größer ist als vor der Reaktion. So hat sich der Marxismus auch in der Militärfrage klar und deutlich vom Lassalleanismus, vom „königlich preußischen Regierungssozialismus“ distanziert ( siehe MEW, Band 16, Seite 79).

Es ist unerlässlich, dass jeder rote Soldat mit seiner geistigen Waffe genauso gut umgehen kann wie mit seiner Waffe in der Hand, und er muss stets lernen, diese beiden „Waffengattungen“ in jedem Augenblick, in jeder Situation in ihrem einheitlichen Gebrauch zu beherrschen. Das unterscheidet die rote Armee von jeder konterrevolutionären Armee (einschließlich der revisionistischen Armee), wo ja noch ( oder wieder) das militaristische System des Gegensatzes zwischen „Hand - und Kopfarbeit“ angewandt wird .

Es lebe Friedrich Engels, der 2. Klassiker des Marxismus-Leninismus!

Es leben die unbesiegbaren Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus:

Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha!

Es lebe die gewaltsame, proletarische, sozialistische Weltrevolution und die bewaffnete Diktatur des Weltproletariats!

Es lebe der Weltsozialismus und der Weltkommunismus!

Es lebe die Komintern (SH)!

Wolfgang Eggers

Komintern (SH)

05. 08. 2019


 


 

Heute vor 124 Jahren, am 5. August 1895, starb Friedrich Engels.


Mit seinem Freund und Waffenbruder Karl Marx schuf er die proletarische Ideologie der Arbeiterklasse, entwickelte die Methode des historischen und dialektischen Materialismus, legte das Fundament der wissenschaftlichen Politökonomie, wurde er mit Karl Marx zum Schöpfer des wissenschaftlichen Kommunismus. Diese beiden Klassiker waren darüberhinaus die großen Führer des Klassenkampfes und der Revolution des Weltproletariats und Gründer der Ersten Internationale. Und auch an der Gründung der Zweiten Internationale war Friedrich Engels nach Marx' Tod maßgeblich beteiligt.
Damals wie heute lehrt  uns Engels an unzähligen Beispielen aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, wie die Unvermeidbarkeit von Ausbeutung und Unterdrückung beseitigt werden kann. Friedrich Engels stellte sein ganzes Leben in den Dienst der Arbeiterklasse und der armen Bauern.
Gerade heute sind die Lehren von Friedrich Engels für das Weltproletariat unverzichtbar im Kampf gegen den faschistischen und sozialfaschisten Mob, gegen die imperialistischen Kriege. Die Lehren von Friedrich Engels sind eine scharfe Waffe gegen die gesamte kapitalistische,  revisionistische, trotzkistische, sozialfaschistische Welt. Gegen die gekaufte heutige Protestindustrie verteidigen wir das Banner des proletarischen Internationalismus, das zuerst von Friedrich Engels und Karl Marx erhoben wurde, in Deutschland und in der ganzen Welt. Friedrich Engels gehört zu den größten Denkern der Menschheit. Erkenntnis und Tat gehörten bei ihm unzertrennlich zusammen. Sein ganzes Leben und Werk war geprägt von der felsenfesten Überzeugung von der Befreiung des Proletariats und dessen führende Rolle als Erbauer der kommunistischen Weltgesellschaft.


Es lebe Friedrich Engels , der 2.Klassiker des Marxismus-Leninismus und, zusammen mit Karl Marx, der Wegbereiter der sozialistischen Weltrevolution !

* * *

 

 

 

GEDICHT

 

Friedrich Engels

- wir werden dich nie vergessen !  


Es ist schon lange her
Als die Pariser Komune noch stand.
Die Proleten  hörten damals schon von einem Mann,
Ein Revolutionär aus deutschem Land

Friedrich Engels war sein Name.
Und lasen wir seine Werke,  flippten wir völlig aus.
Und was  alle dachten,
Das sprach er ohne Pardon  aus.   Friedrich Engels - du warst einer der Besten .
Friedrich Engels - wir werden dich nie vergessen !  

Du schriebst unsere Hymne "Grundsätze des Kommunismus"
Und fordertest die Diktatur des Proletariat.
Du schriebst  vom Klassenkampf und Umdrehen der Gewehrläufe   unserer Soldaten
Gegen die preußische Militärpest - und zwar rabiat!
Wie viele Nächte haben wir durchgemacht
Im Rausch alter Werke  schrien wir Lieder.
"Die Lage der arbeitenden Klasse in England"  und

"der deutsche Bauernkrieg"
Immer, immer wieder.  

 
Die Nachricht von deinem Tod
Die konnten Proleten, Bauern und Unterdrückte auf der ganzen Welt   erst gar nicht glauben!
Wie konnte das Schicksal uns
Nur einen wie dich rauben?
Doch bist du jetzt auch tot,
Dein revolutionärer Geist und dein Klassenkampf  werden weiterleben.
Auf unseren Friedrich Engels im Engelreich
Lasst uns die Fäuste heben.

 

 

 

1895 

LENIN

über

Friedrich Engels

(geschrieben 1895) 

[ in 16 verschiedenen Sprachen ]

 

* * *

Friedrich Engels

Gallerie

 

* * *

Friedrich Engels

in verschiedenen Sprachen

 

 

NEUE PUBLIKATIONEN

aus Anlass des 124. Todestages - vom

05. 08. 2019

 

 

in German language

 

Karl Marx/Friedrich Engels

Die angeblichen Spaltungen in der Internationale

Vertrauliches Zirkular des Generalrats der Internationalen Arbeiterassoziation

Geschrieben Mitte Januar bis Anfang März 1872.

Friedrich Engels

Preußischer Schnaps im deutschen Reichstag

Geschrieben im Februar 1876.

 

Friedrich Engels

Wilhelm Wolff

Geschrieben im Februar 1876.

 

Friedrich Engels

Zur Urgeschichte der Deutschen

Geschrieben 1881/1882.

 

Friedrich Engels

Fränkische Zeit

1881-1882

 

 

in französischer Sprache

 

Friedrich Engels

Description de colonies communistes surgies

ces derniers temps et encore existantes

1845

 

Friedrich Engels

Principes du communisme

1847

HTML

PDF

 

Friedrich Engels

LES JOURNÉES DE JUIN 1848

 

Friedrich Engels

Le panslavisme démocratique

14 février 1849

 

Friedrich Engels

La guerre des paysans en Allemagne

1850

 

Marx et Engels

Statuts de la Société Universelle des Communistes
Révolutionnaires

Avril 1850

 

Friedrich Engels

L’Afghanistan

1857

 

Marx et Engels

Abd El Kader - Bugeaud - Algérie

1858

 

Friedrich Engels

La question du logement

1872

 

Friedrich Engels

La République en Espagne

1er mars 1873

 

Friedrich Engels

Le programme des émigrés blanquistes de la Commune

1873

 

Friedrich Engels

LE RÔLE DU TRAVAIL DANS LA TRANSFORMATION DU SINGE EN HOMME

1876

 

 

Friedrich Engels

Socialisme Utopique et Socialisme Scientifique

1880

 

 

Friedrich Engels

Dialectique de la nature

1883

 

 

Friedrich Engels

Discours sur la tombe de Karl Marx

1883

 

Friedrich Engels

L'origine de la famille, de la propriété privée et de l'Etat

1884

 

 

Friedrich Engels

La décadence de la féodalité et l'essor de la bourgeoisie

1884

 

Friedrich Engels

INTRODUCTION A

"LA GUERRE CIVILE EN FRANCE"

1891

 

Friedrich Engels

CRITIQUE DU PROJET DE PROGRAMME SOCIALDÉMOCRATE DE 1891

1891

 

 

Friedrich Engels

Fragment d'un projet d'appel pour le XXI° anniversaire de la Commune de Paris

1892

 

 

Friedrich Engels

Contributions à l'Histoire du Christianisme primitif

1894

 

 

Sur le parti de classe

 

 

SUR LA DICTATURE DU PROLÉTARIAT

 

SUR LA SOCIÉTÉ COMMUNISTE

 

 

SUR LA RELIGION

 

SUR LA CRISE

 

Sur la social-démocratie allemande

 

Sur la guerre civile aux États-Unis

 

Sur la Commune de 1871

 

 

Sur la critique de l'éducation et de l'enseignement

 

SUR LA CRITIQUE DE MALTHUS

 

Sur l'Utopisme et communauté de l’avenir

 

SUR LES UTOPISTES

 

SUR LA CHINE

 

SUR LA RUSSIE

 

SUR LE MOUVEMENT OUVRIER FRANÇAIS

TOME I

TACTIQUE DAN SLA RÉVOLUTION PERMANENTE

TOME II

EFFORTS POUR CRÉER LE PARTI DE CLASSE

 

LE SYNDICALISME

TOME I

Théorie, organisation, activité.

TOME II

Contenu et signification des revendications.

 

 

 

MARX-ENGELS ARCHIV

jetzt in 48 Sprachen !!!

(Kommunistisches Manifest in über 80 Sprachen)

 

 

ÜBER MARX UND ENGELS

(spezielle Webseite)

 

 

 

 

Wichtige Werke von Friedrich Engels

 

Aus der riesigen Fülle von Büchern, Broschüren, Briefen und anderen Schriften von Engels sowie auch der grundlegenden Schriften des Weltkommunismus , die Engels zusammen mit Marx verfaßt hat- hier ist vor allem das " Manifest der Kommunistischen Partei" zu nennen - wollen wir hier einige seiner grundlegenden Werke vorstellen.

* " Die Lage der Arbeiterklasse in England"

von 1845 ( Siehe MEW Band 2) ist, wie Lenin betont hat, eine furchtbare Anklage gegen den Kapitalismus und der Bourgeoisie, eine auch später nicht mehr übertroffene, eindrucksvolle und wahrheitsgetreue Schilderung der Notlage der working class , zugleich ein Beweis der schon damals bei Engels vorhandenen Überzeugungen, daß das Weltproletariat zum Totengräber des Weltkapitalismus werden wird.

* In seinem Werk

" Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft ( Anti-Dühring)"

von 1878 ( siehe MEW Band 20), das zunächst in 38 Folgen im " Vorwärts" veröffentlicht wurde, verteidigt und entwickelt Engels in beißender Polemik gegen den theoretisch hochstapelnden Professor Eugen Dühring auf den Gebieten der Philosophie, der Naturwissenschaften, der Geschichte und der politischen Ökonomie die Grundlagen des wissenschaftlichen Kommunismus - ein unverzichtbares Werk für die Schulung, für den theoretischen und ideologischen Kampf gegen pseudo-wissenschaftliche anti-kommunistische Angriffe gerade auch heute. Lenin bezeichnete es als ein wahres " Handbuch jedes klassenbewußten Arbeiters" ( Siehe Lenin Werke, Band 19, s.4)

" Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft"

von 1880 ( Siehe MEW Band 19) ist eine Zusammenfassung wichtiger Passagen aus dem "Anti-Dühring" und , wie es Marx in einer Vorbemerkung 1880 einschätzte, eine "Einführung inden wissenschaftlichen Sozialismus". Darin greift Engels auch den zuerst von dem utopischen Sozialisten Fourier ausgesprochenen Grundgedanken auf, " daß in einer gegebenen Gesellschaft der Grad der weiblichen Emanzipation das natürliche Maß der allgemeinen Emanzipation ist." (MEW 19, S.196)

* In der

" Dialektik der Natur"

von 1883 ( Siehe MEW Band 20) entwickelt Engels vor allem den dialektischen Materialismus gegen die bürgerlichen Verdrehungen und Spekulationen auf dem Gebiet der Naturwissenschaften. Eine bahnbrechende Rolle für den historischen Materialismus ist darin der Abschnitt über den "Anteil der Arbeit an der Menschwerdung des Affen", unter diesem Titel auch als Einzelschrift veröffentlicht wurde.

* In seinem Werk

" Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats"

von 1884 ( siehe MEW Band 21) weist Engels den Zusammenhang nach zwischen der Entstehung der Klassenteilung in Unterdrückende und Unterdrückte, in Ausbeuter und Ausgebeutete, zwischen der Entstehung des Staats als Werkzeug der herrschenden Klasse und der beginnenden Unterdrückung der Frauen. Das Studium dieser Schrift, das Wissen um diese historischen Zusammenhänge und Entwicklungen erleichtert auch heute die wissenschaftliche Überzeugung, daß es möglich sein wird, auf der Basis des radialen Brechens mit allen ausbeuterischen Produktionsverhältnissen und allen Ideologien, die diese Verhältnisse zementieren helfen, auf einer höheren Stufe der geschichtlichen Entwicklung gesellschaftliche Verhältnisse entstehen zu lassen, in denen die Klassenunterschiede beseitigt werden, und auch die Unterdrückung der Frauen, wie jede andere Unterdrückung, endgültig der Geschichte angehören wird.

* In

"Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie"

von 1886 ( Siehe MEW Band 21) fasst Engels - auch selbstkritisch gegenüber seiner eigenen Entwicklung- grundlegend zusammen , welche Bedeutung die umfassende Auseinandersetzung , Verwertung und Abrechnung mit der Philosophie Hegels und Feuerbachs für die Enstehung des wissenschaftlichen Weltsozialismus hatte.

Es ist unmöglich, alle Schriften von Engels aufzuzählen, die für das Studium unverzichtbar sind. Erwähnt seien nur noch seine Schrift

" Zur Wohnungsfrage"

(MEW Band 18) sowie seine zahlreichen Schriften zur Geschichte der Klassenkämpfe im deutschen Lande wie

"Der deutsche Bauernkrieg"

( siehe MEW Band 7)

und

"Revolution und Konterrevolution in Deutschland"

( Siehe MEW Band 8)

 


Zur zentralen Frage der Weltdiktatur des Weltproletariats im Kampf gegen den Revisionismus, Trotzkismus, Maoismus und Neorevisionismus  beim Aufbau der Dritten Internationale der working class


Vier Jahre vor seinem Tod bestand Friedrich Engels angesichts des in der deutschen Sozialdemokratie um sich greifenden Opportunismus unnachgiebig darauf, die seit 15 Jahren in den Schubladen der SPD unter Verschluß gehaltenen Kritiken am "Gothaer Programm" zu veröffentlichen. Es war sein Verdienst, daß es gegen massive Widerstände in der Parteiführung gelang, diese harte Kritik an der Vertuschung der Gegensätze des Weltkapitalismus zu verbreiten und die Idee der Weltdiktatur des Weltproletariats als einer ganzen zwischen Weltkapitalismus und klassenlosen , kommunistischen Gesellschaft liegenden Epoche breit publik zu machen, die Argumente für diese Weltdiktatur , die Unterscheidunng zwischen Weltsozialismus und Weltkommunismus als grundlegende reale Perspektive der sozialistischen Weltrevolution umfassend darzulegen. Engels' wuchtigen , gegen die Revisionisten gerichteten Worte zur Einleitung des "Bürgerkriegs in Frankreich" lauten :

" Der sozialdemokratische Philister ist neuerdings wieder in heilsamen Schrecken geraten bei dem Wort : Diktatur des Proletariats. Nun gut ihr Herren, wollt ihr wissen, wie diese Diktatur aussieht? Seht such die Pariser Kommune an. Das war die Diktatur des Proletariats." ( Engels` Einleitung zur Marx-Schrift " Der Bürgerkrieg in Frankreich", 1890, Verlag für fremdsprachige Literatur , Tirana 1972, S.17 f.)

Engels beschrieb nicht nur das Wesen eines jeglichen Staates als "eine Maschin zur Unterdrückung einer Klasse durch eine andere " ( Siehe ebenda, s.17) und die Notwendigkeit der Weltdiktatur des Weltproletariats, sondern machte eben deutlich, daß die maximale Entwicklung der weltproletarischen Weltdemokratie und die maximale Stärkung der weltproletarischen Staatsmacht schließlich dazu führen wird, daß im Weltkommunismus der Staat überhaupt abstirbt. Diesen Hinweis gab er,

"... weil gerade in Deutschland der Aberglaube an den Staat aus der Philosophie sich in das allgemeine Bewußtsein der Bourgeoisie und selbst vieler Arbeiter übertragen hat." (ebenda, S.17)

* Wir zitieren hier nach der in Handschrift von Engels gebrauchten Formulierung . Die Redaktion der " Neuen Zeit" hatte damals daraus " deutsche Philister" gemacht. Engels mißbilligte diese eigenmächtige Änderung. In den "MEW" des revisionistischen (DDR-)Dietz-Verlags wird ebenfalls die Formulierung " deutsche Philister" übernommen, wobei die deutschen Revisionisten der SED 1963 nur in einer Anmerkung darauf verwiesen haben, daß die deutsche Sozialdemokratie aus " sozialdemokratischen Philister" einfach " deutsche Philister" gemacht hatte ( Vgl. MEW 22, S.199 und 588).

Engels erkannte die Gefahr des Opportunismus und Revisionismus innerhalb der deutschen Sozialdemokratie in der Zeitspanne von 1880-1894. Als er dem ersten Entwurf des "Erfurter Programms" zu Gesicht bekam, schrieb er an Kautsky, daß er es für notwendig halte,

" auf den friedfertigen Opportunismus des `Vorwärts` und das frisch-fromm-fröhlich-freie `Heinwachsen` deralten Sauerei `in die sozialistische Gesellschaft` loszuhauen." ( Engels an K. Kautsky am 26.6.1891, Marx/Engels Werke, Band 38, S.125)

In seiner von der deutschen Sozialdemokratie erst 1901 veröffentlichten

" Kritik des Erfurter Programms"

von 1891 charakterisierte Engels treffend einen Wesenspunkt des Opportunismus:

" Dies Vergessen der großen Hauptgesichtspunkte über den augenblicklichen Interessen des Tages, die Ringen und Trachten nach dem Augenblickserfolg ohne Rücksicht auf die späteren Folgen, dies Preisgeben der Zukunft der Bewegung und der Gegenwart willen mag`ehrlich` gemeint sein, aber Opportunismus ist und bleibt es, und der `ehrliche` Opportunismus ist vielleicht der gefährlichste von allen". ( Engels, " Zur Kritik des sozialdemokratischen Programmentwurfs 1891", 1891, Marx/Engels Werke, Band 22, S.234 f.)

In zahlreichen Schriften hob Engels die Notwendigkeit der revolutionären Weltpartei der working class für den Sieg der sozialistischen Weltrevolution hervor, die, geleitet von der weltrevolutionären Theorie des wissenschaftlichen Weltsozialismus, ihre Ziele klar vor Augen haben, offen aussprechen und an diesen unter allen Umständen festhalten. Dazu benötigt sie ein genau formuliertes Programm:

" Eine Partei muß ein bestimmtes positives Programm haben, ein Programm, dessen Einzelheiten wechseln mögen mit den Umständen und mit der Entwicklung der Partei selbst, aber immerhin ein Programm, worüber die Partei in jedem gegebenen Augenblick einig ist. Solange dieses Programm noch nicht herausgearbeitet ist, solange wird auch die Partei nur als Keim existieren ; sie mag lokale Existens haben, aber keine nationale; sie mag Partei sein in ihrer Bestimmung nach, aber noch nicht in der Wirklichkeit." ( Engels, "Die Arbeiterbewegung in Amerika", 1887, Marx/Engels Werke, Band 21, S.337)

Und was die Taktik der Partei angeht , so lehnte Engels die von den Opportunisten der deutschen Sozialdemokratie mit Verweis auf das Bismarcksche " Sozialistengesetz" propagierte Leisetreterei entschieden ab:

" Nicht sich drehen und winden unter den Schlägen des Gegners, heulen, winseln und Entschuldigungen stammeln: So böse war`s nicht gemeint; - wie noch so viele tun. Wiederhauen muß man, für jeden feindlichen Hieb zwei, drei zurück." ( Brief von Engels an E. Bernstein, 18.1.1883, Marx/Engels Werke, Band 23, S.425)

 

" Engels war nicht unfehlbar...aber da muß man ganz anders herangehen." (Lenin)

Es wäre selbstverständlich völlig unmarxistisch/undialektisch, davon auszugehen, daß ein so herausragender Stelle kämpfender Waffenbruder wie Engels , der von seiner Jugend als weltrevolutionärer Demokrat bis hin zu seiner Entwikcklung zum Weltrevolutionär und Lehrmeister des Weltproletariats an so vielen Fronten des Klassenkampfes gekämpft hat, keine Fehler gemacht habe.

Ebensowenig wie Marx, Lenin, Stalin oder Enver Hoxha hat sich Engels als unfehlbar betrachtet und natürlich auch nie von anderen eine solche Haltung ihm gegenüber verlangt. Die Klassiker des Marxismus-Leninismus üben in ihren Werken, wenn nötig, Selbstkritik und gehen auch gegenseitig kritisch auf die Werke ihrer großen Mitkämpfer bzw. Vorgänger ein. So kommt Engels 1892, mehr als vier Jahrzehnte später, im Vorwort zur 2. Ausgabe seines Buches " Lage der arbeitenden Klasse in England" selbstkritich darauf zurück, daß dieses Werk zu einer Zeit geschrieben wurde, als der wissenschaftliche Weltsozialismus noch nicht existierte und dieses Buch noch gewisse " Spuren der Abstammung" von einem der Vorfahren des modernen Sozialismus, der deutschen klassischen Philosophie enthält, so z.b. den Fehler, pauschal von der "Befreiung der ganzen Menscheheit" zu reden, ohne klarzustellen, daß dies nur das Weltproletariat in einem erbitterten Klassenkrieg gegen den Widerstand der Weltbourgeoisie erreichen kann ( vgl. Marx/Engels Werke, Band 22, S.321 - Vorwort "Lage der arbeitenden Klasse").

Ebenso bemerkte Engels im historischen Rückblick auf die Ergebnisse der Revolution von 1848 in Frankreich, daß er und Marx zunächst eine falsche Einschätzung hatten, als sie von einem schnellen Umschlagen dieser Revolution in eine vom Proletariat geführte Revolution ausgingen:

" Die Geschichte hat uns und allen, die ähnlich dachten unrecht gegeben." ( Engels`Einleitung zu Marx-Schrift " Die Klassenkämpfe in Frankreich", 1895, Marx/Engels Werke, Band 22, S.515)

Die Feststellung, daß Engels eben nicht " unfehlbar" war, ist jedoch noch lange kein Freibrief sowohl für irgendwelche antikommunistischen, revisionistischen Angriffe, noch für leichtfertige Kritik. Man muß schon wissen, wovon man spricht. Schon Lenin stellte z.B. . zu der Schrift von F. Engels "Ursprung der Familie , des Privateigentums und des Staats" fest :

"Es ist einer der grundlegenden Werke des modernen Sozialismus, worin man zu jedem Satz vertrauen haben, worin man sich darauf verlassen kann, daß kein einziger Satz aufs Geratewohl ausgesprochen, daß jeder auf der Grundlage eines riesigen historischen und politischen Materials niedergeschrieben ist." ( Lenin, " Über den Staat", 1919, Lenin Werke, Band 29, S.463)

Natürlich läßt sich das für alle Schriften der 5 Klassiker, Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha sagen - so auch für die grundlegenden Schriften, die Engels verfaßt hat, als er bereits zusammen mit Marx die Grundlagen des wissenschaftlichen , historischen, dialektischen Materialismus erarbeitet hatte. Dabei gilt es selbstverständlich, auch diese Werke kritisch zu studieren , ist doch der wissenschaftliche Stalinismus-Hoxhaismus selbst seinem Wesen nach kritisch und weltrevolutionär. Lenin schrieb über leichtfertige Engels-Kritiker:

"Ich habe in meinem Leben allzuoft mit angesehen, daß Engels unüberlegt des Opportunismus bezichtigt wurde, und verhalte mich äußerst mißtrauisch dagegen: Versuchen Sie nämlich erst mal zu beweisen, daß Engels unrecht hatte. Das können Sie nicht! ... Nein, nein. Engels ist nicht unfehlbar. Marx ist nicht unfehlbar. Aber um "ihre Fehler" nachzuweisen, muß man anders zu Werke gehen, wirklich ganz anders. So aber haben Sie tausendmal unrecht."
(Lenin in einem Brief an Ines Armand, nachdem diese Engels des Opportunismus in der Frage des Generalstreiks bezichtigt hatte. Siehe Lenin Werke, Band 35, S.243)

" Diese weltbefreiende Tat durchzuführen, ist der geschichtliche Beruf des modernen Proletariats." (Engels, "Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft", 1880, Marx/Engels, Band 19, S.228)

 

 

Gedichte dazu:

 

 

Friedrichs Engels Rat, Tat und Werke  sollen uns eine Lehre sein

Wir wollen euren Bundespräsidenten  nicht, der alte Brüllmeier.
Denn zu Kreuze kriechen, geht Proletariern tierich auf die Eier.
Die Grundgesetz und das Kruzifix, die soll der Geier holen.
Wir wollen keine EU-Pfaffen, nein dann lieber die Taten und Werke Bolesław Bierut aus Polen.


Friedrichs Engels Rat, Tat und Werke  sollen uns eine Lehre sein
Friedrichs Engels Gesetzmäßigkeiten sollen uns befreien
Friedrich Engels Wissenschaft soll uns befreien

Einst gab er "die Lage der arbeitende Klasse in England" bekannt.
Doch in der DDR -Zone haben Sozialfaschisten "die wahren Sozialisten " verbrannt.
Doch heut, da machen Revisionisten   auf "menschlich" und wollen mit dem Kapital Frieden schaffen.
Diese ganzen Kaninchenzuchtvereine stinken zum Himmel,  sind nur darauf aus, nach Profit zu raffen!


Friedrichs Engels Rat, Tat und Werke  sollen uns eine Lehre sein
Friedrichs Engels Gesetzmäßigkeiten werden uns befreien
Friedrich Engels Wissenschaft wird uns befreien

Grundsätze des Kommunismus sind unsere  Taten.
Doch der bürokratische Kapitalismus  heimste ein den fetten  Braten
Ein Schlag  aus Proletariers Hammer ballerte der sozialfaschistischen  DDR eine
Nun flieht  wie Erich der Letzte , seine Urne kümmert Margot nicht, ihr elenden Bonzenschweine.

Friedrichs Engels Rat, Tat und Werke  sollen uns eine Lehre sein
Friedrichs Engels Gesetzmäßigkeiten werden uns befreien
Friedrich Engels Wissenschaft wird uns befreien.

 


Friedrich Engels

- wir werden dich nie vergessen !  


Es ist schon lange her
Als die Pariser Kommune noch stand.
Die Proleten  hörten damals schon von einem Mann,
Ein Revolutionär aus deutschem Land
Friedrich Engels war sein Name.
Und lasen wir seine Werke,  flippten wir völlig aus.
Und was  alle dachten, das sprach er ohne Pardon  aus.

Friedrich Engels - du warst einer der Besten .
Friedrich Engels - wir werden dich nie vergessen !   

Du schriebst unsere Hymne "Grundsätze des Kommunismus"
Und fordertest die Diktatur des Proletariat.
Du schriebst  vom Klassenkampf und Umdrehen der Gewehrläufe   unserer Soldaten
Gegen die preußische Militärpest - und zwar rabiat!
Wie viele Nächte haben wir durchgemacht
Im Rausch alter Werke  schrien wir Lieder.
"Die Lage der arbeitenden Klasse in England"  und "der deutsche Bauernkrieg" Immer, immer wieder.  

 
Die Nachricht von deinem Tod
Die konnten Proleten, Bauern und Unterdrückte auf der ganzen Welt   erst gar nicht glauben!
Wie konnte das Schicksal uns nur einen wie dich rauben?
Doch bist du jetzt auch tot,
Dein revolutionärer Geist und dein Klassenkampf  werden weiterleben.
Auf unseren Friedrich Engels im Engelreich lasst uns die Fäuste heben.

 

 


Friedrich Engels wußte wir sind proletarisch- ja einfach korrekt
weder opportunistisch, maoistisch, trotzkistisch noch revisionistisch befleckt

Vor langer langer Zeit war der Friedrich Engels noch bekannt
Auf der ganzen Welt waren sie für ihn bereit
Es wurden Straßen nach ihm benannt
Jetzt wird sein Vermächtnis vernichtet
Seine Werke von Trotzkisten , Revisionisten und Maoisten umgedichtet
Aber das Weltproletariat wird sich durch  den Verrat nicht unterbelichten
Auch unterdrückte Völker lassen sich nicht unterdrücken


Friedrich Engels wußte wir sind proletarisch
Friedrich Engels bewies, wir sind die revolutionäre Klasse

Gerade durch Friedrich werden wir das Klassenbewußtsein nie verlieren
Sollen die Herrschenden der Welt es ruhig probieren
Proletarier aller Länder werden es ihnen zeigen
Arbeitereinheit schließt die Reihen
Werktätige, laßt uns deshlab auf die Straßen marschieren
internationale Solidarität und  Klassenbewußtsein nie verlieren

Friedrich Engels wußte wir sind proletarisch
Friedrich Engels bewies, wir sind die revolutionäre Klasse

Weltproletarisch werden wir immer bleiben
Bourgoisie und Bonzen können uns einfach nicht vertreiben
Das Bündnis mit den Bauern könnt ihr Oligarchen nicht vernichten
Die Werktätigen werden es der Arbeiteraristokratie und den Arbeiterfeinden schon zeigen
Wir werden den Weltkapitalismus zu Grunde richten


Friedrich Engels wußte wir sind proletarisch- ja einfach korrekt
weder opportunistisch, maoistisch, trotzkistisch noch revisionistisch befleckt

Friedrich Engels wußte wir sind proletarisch- ja einfach korrekt
weder opportunistisch, maoistisch, trotzkistisch noch revisionistisch befleckt

Friedrich Engels wußte wir sind proletarisch
Friedrich Engels bewies, wir sind die revolutionäre Klasse