Grußadressen der Solidarität

Grußadresse der Komintern (SH) aus Anlass des 123. Todestags von Friedrich Engels

5. August 1895 – 5. August 2018


Vor 123 Jahren starb Friedrich Engels.

"Ewiges Gedenken dem großen Kämpfer und Lehrer des Proletariats Friedrich Engels!"

Das schrieb Lenin vor 122 Jahren in seinem berühmtem Nachruf, den die Komintern (SH)

in 16 Sprachen der Welt veröffentlicht hat.

 

Aus Anlass des 123. Todestages von Friedrich Engels wollen wir die Schriften von Marx und Engels über die Junirevolution der französischen Arbeiter im Jahre 1848 würdigen. Hierzu haben wir die wichtigsten Texte zusammengestellt.

Über die Junirevolution in Frankreich 1848

 

In der „N. Rh. Z." vom 29. Juni 1848 schrieben Marx und Engels:

"Ordnung! war der Schlachtruf Guizots. Ordnung! schrie Sebastiani, der Guizotin, als Warschau russisch wurde. Ordnung! schreit Cavaignac, das brutale Echo der französischen Nationalversammlung und der republikanischen Bourgeoisie. Ordnung! donnerten seine Kartätschen, als sie den Leib des Proletariats zerrissen. Keine der zahlreichen Revolutionen der französischen Bourgeoisie seit 1789 war ein Attentat auf die Ordnung, denn sie ließ die Herrschaft der Klasse, sie ließ die Sklaverei der Arbeiter, sie ließ die bürgerliche Ordnung bestehen, sooft auch die politische Form dieser Herrschaft und dieser Sklaverei wechselte. Der Juni hat diese Ordnung angetastet."

Auch die deutsche Novemberrevolution hatte diese Ordnung angetastet.

Im Rahmen des 100. Jahrestags der Novemberrevolution stellen wir den Zusammenhang zwischen der Junirevolution von 1848 und der Novemberrevolution von 1918/19 her.

Es war Rosa Luxemburg, die diese Worte von Marx und Engels über die bürgerliche Ordnung aufgegriffen hat in ihrem letzten "Rote Fahne"-Artikel Nr. 14, vom 14, Januar 1919 - unmittelbar vor ihrer Ermordung durch eben die gleiche Ordnung wie sie auf den Straßen in Paris und Berlin mit dem Blut der Arbeiter wieder hergestellt worden ist:

»Ordnung herrscht in Warschau!« - »Ordnung herrscht in Paris!« - »Ordnung herrscht in Berlin!« So laufen die Meldungen der Hüter der »Ordnung« jedes halbe Jahrhundert von einem Zentrum des weltgeschichtlichen Kampfes zum anderen. Und die frohlockenden »Sieger« merken nicht, daß eine »Ordnung«, die periodisch durch blutige Metzeleien aufrechterhalten werden muß, unaufhaltsam ihrem historischen Geschick, ihrem Untergang entgegengeht. Was war diese letzte »Spartakus-Woche« in Berlin, was hat sie gebracht, was lehrt sie uns? Noch mitten im Kampf, mitten im Siegesgeheul der Gegenrevolution müssen sich die revolutionären Proletarier über das Geschehene Rechenschaft ablegen, die Vorgänge und ihre Ergebnisse am großen historischen Maßstab messen. Die Revolution hat keine Zeit zu verlieren, sie stürmt weiter - über noch offene Gräber, über »Siege« und »Niederlagen« hinweg - ihren großen Zielen entgegen. Ihren Richtlinien, ihren Wegen mit Bewußtsein zu folgen, ist die erste Aufgabe der Kämpfer für den internationalen Sozialismus.

"Ordnung herrscht in Berlin!"" Ihr stumpfen Schergen ! Eure "Ordnung" ist auf Sand gebaut. Die Revolution wird sich morgen schon "rasselnd wieder in die Höhe richten" und zu eurem Schrecken mit Posaunenklang verkünden: Ich war, ich bin, ich werde sein!

aus: Die Ordnung herrscht in Berlin

"Rote Fahne" Nr. 14 vom 14. Januar 1919

Und in einem ihrer früheren Artikel über die Pariser Kommune schrieb Rosa Luxemburg:

"Wir brauchen nur nach Frankreich, nach dem großen Experimentierfeld der modernen Revolution zu blicken. Wieviel Mal hat man dort das aufstrebende Proletariat, den Sozialismus, im Blute zu ertränken versucht ! In der furchtbaren Junischlächterei des Jahres 1848 sollte der Ruf des Proletariats nach der 'sozialistischen Republik' erstickt werden. Die siegestrunkene Bourgeoisie nicht nur Frankreichs, sondern auch Deutschlands, ja der ganzen Welt, jubelte und glaubte, sie habe den Samen des Sozialismus zerstampft. Seit den Junitagen des Jahres 1848 verschwindet das "rote Gespenst" nicht mehr von der öffentlichen Bühne - zum Entsetzen der französischen und internationalen Bourgeoisie."

Genauso wie die Junirevolution 1848 so rief auch die Novemberrevolution von 1918 die "sozialistische Republik" aus. Aber in Paris und in Berlin etränkte die Bourgeoisie in ihrer brutalen Wut die Revolutionen im Blut der Arbeiter. Die sozialdemokratischen Sozialfaschisten haben die besten Führer des deutschen Proletariats - Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg - bestialisch ermordet.

Marx und Engels schrieben:

"Wenn 40000 Pariser Arbeiter schon so Gewaltiges ausrichteten gegen die vierfache Überzahl, was wird erst die Gesamtmasse der Pariser Arbeiter zustande bringen, wenn sie einstimmig und im Zusammenhange wirkt!"

Und Rosa Luxemburg schrieb:

"Berlin ist bislang noch vom Reich so gut wie isoliert. Zwar stehen in der Provinz die revolutionären Zentren - im Rheinland, an der Wasserkante, in Braunschweig, in Sachsen, in Württemberg - mit Leib und Seele auf seiten des Berliner Proletariats. Doch fehlt vorerst noch der unmittelbare Gleichschritt des Vormarsches, die direkte Gemeinsamkeit der Aktion, die den Vorstoß und die Schlagfertigkeit der Berliner Arbeiterschaft unvergleichlich wirksamer gestalten würde."

Was lehren uns also sowohl die Junirevolution von 1848 als auch die Novemberrevolution von 1918 ?

Die Junirevolution von 1848 und die Novemberrevolution von 1918 muss man historisch im globalen Zusammenhang sehen, als Meilensteine auf dem Weg zur Diktatur des Weltproletariats.

Die welthistorische Bedeutung der Junirevolution von 1848 besteht darin, dass sie die erste Revolution war, in der das Proletariat für den Sturz der Bourgeoisie und für die Errichtung der Diktatur des Proletariats, für die sozialistische Republik gekämpft hat.

Die weltgeschichtliche Bedeutung der Novemberrevolution besteht darin, dass sie den Nachweis dafür lieferte, dass sich die Oktoberrevolution über ihre nationalen Grenzen hinweg ausgebreitet hatte und dass damit die sozialistische Weltrevolution auf eine nächst höhere Stufe ihrer Entwicklung gehoben wurde.

Um es mit den Worten von Rosa Luxemburg auszudrücken:

Es fehlt vorerst noch der unmittelbare Gleichschritt des Vormarsches der sozialistischen Weltrevolution, die direkte Gemeinsamkeit der globalen Aktion. Eben die gemeinsamen Aktionen der Proletarier aller Länder werden den Vorstoß und die Schlagfertigkeit des Weltproletariats unvergleichlich wirksamer gestalten und schließlich den Sieg der sozialistischen Weltrevolution garantieren. Dann rufen wir die sozialistische Weltrepublik aus !

Hierfür hat Friedrich Engels sein Leben lang gekämpft und in diesem Sinne gedenken wir seines 123. Todestages. Wir werden solange für den Weltkommunismus kämpfen, bis er so verwirklicht ist, wie es Karl Marx und Friedrich Engels gelehrt haben.

Es lebe Friedrich Engels, der 2. Klassiker des Marxismus-Leninismus!

Es leben die unbesiegbaren Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus:

Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha!

Es lebe die gewaltsame, proletarische, sozialistische Weltrevolution und die bewaffnete Diktatur des Weltproletariats!

Es lebe der Weltsozialismus und der Weltkommunismus!

Es lebe die Komintern (SH)!

Wolfgang Eggers

Komintern (SH)

05. 08. 2018


 


 

Heute vor 123 Jahren, am 5. August 1895, starb Friedrich Engels.


Mit seinem Freund und Waffenbruder Karl Marx schuf er die proletarische Ideologie der Arbeiterklasse, entwickelte die Methode des historischen und dialektischen Materialismus, legte das Fundament der wissenschaftlichen Politökonomie, wurde er mit Karl Marx zum Schöpfer des wissenschaftlichen Kommunismus. Diese beiden Klassiker waren darüberhinaus die großen Führer des Klassenkampfes und der Revolution des Weltproletariats und Gründer der Ersten Internationale. Und auch an der Gründung der Zweiten Internationale war Friedrich Engels nach Marx' Tod maßgeblich beteiligt.
Damals wie heute lehrt  uns Engels an unzähligen Beispielen aus der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, wie die Unvermeidbarkeit von Ausbeutung und Unterdrückung beseitigt werden kann. Friedrich Engels stellte sein ganzes Leben in den Dienst der Arbeiterklasse und der armen Bauern.
Gerade heute sind die Lehren von Friedrich Engels für das Weltproletariat unverzichtbar im Kampf gegen den faschistischen und sozialfaschisten Mob, gegen die imperialistischen Kriege. Die Lehren von Friedrich Engels sind eine scharfe Waffe gegen die gesamte kapitalistische,  revisionistische, trotzkistische, sozialfaschistische Welt. Gegen die gekaufte heutige Protestindustrie verteidigen wir das Banner des proletarischen Internationalismus, das zuerst von Friedrich Engels und Karl Marx erhoben wurde, in Deutschland und in der ganzen Welt. Friedrich Engels gehört zu den größten Denkern der Menschheit. Erkenntnis und Tat gehörten bei ihm unzertrennlich zusammen. Sein ganzes Leben und Werk war geprägt von der felsenfesten Überzeugung von der Befreiung des Proletariats und dessen führende Rolle als Erbauer der kommunistischen Weltgesellschaft.


Es lebe Friedrich Engels , der 2.Klassiker des Marxismus-Leninismus und, zusammen mit Karl Marx, der Wegbereiter der sozialistischen Weltrevolution !

* * *

 

 

 

GEDICHT

 

Friedrich Engels

- wir werden dich nie vergessen !  


Es ist schon lange her
Als die Pariser Komune noch stand.
Die Proleten  hörten damals schon von einem Mann,
Ein Revolutionär aus deutschem Land

Friedrich Engels war sein Name.
Und lasen wir seine Werke,  flippten wir völlig aus.
Und was  alle dachten,
Das sprach er ohne Pardon  aus.   Friedrich Engels - du warst einer der Besten .
Friedrich Engels - wir werden dich nie vergessen !  

Du schriebst unsere Hymne "Grundsätze des Kommunismus"
Und fordertest die Diktatur des Proletariat.
Du schriebst  vom Klassenkampf und Umdrehen der Gewehrläufe   unserer Soldaten
Gegen die preußische Militärpest - und zwar rabiat!
Wie viele Nächte haben wir durchgemacht
Im Rausch alter Werke  schrien wir Lieder.
"Die Lage der arbeitenden Klasse in England"  und

"der deutsche Bauernkrieg"
Immer, immer wieder.  

 
Die Nachricht von deinem Tod
Die konnten Proleten, Bauern und Unterdrückte auf der ganzen Welt   erst gar nicht glauben!
Wie konnte das Schicksal uns
Nur einen wie dich rauben?
Doch bist du jetzt auch tot,
Dein revolutionärer Geist und dein Klassenkampf  werden weiterleben.
Auf unseren Friedrich Engels im Engelreich
Lasst uns die Fäuste heben.

 

 

 

1895 

LENIN

über

Friedrich Engels

(geschrieben 1895) 

[ in 16 verschiedenen Sprachen ]

 

* * *

Friedrich Engels

Gallerie

 

* * *

Friedrich Engels

in verschiedenen Sprachen

 

 

NEUE PUBLIKATIONEN

aus Anlass des 123. Todestages - vom

05. 08. 2018

 

in English language


 

Marx - Engels

June 1848

Paris on the Barricades

 

 

in German language

 

Karl Marx und Friedrich Engels

Über die Junirevolution in Frankreich 1848

(Textsammlung)

* * *

Geschichte der revolutionären Weltbewegung

Bürgerlich-demokratische Revolution in

Frankreich - Februar/Juni 1848

 

in französischer Sprache

 

K. Marx- F. Engels

La défaite de Juin 1848

 

 

 

in spanischer Sprache

 

C. Marx y F. Engels

La derotta de junio 1848

La luchas de clases en Francia

 

 

 

MARX-ENGELS ARCHIV

jetzt in 48 Sprachen !!!

(Kommunistisches Manifest in über 80 Sprachen)

 

 

ÜBER MARX UND ENGELS

(spezielle Webseite)

 

 

 

 

Wichtige Werke von Friedrich Engels

 

Aus der riesigen Fülle von Büchern, Broschüren, Briefen und anderen Schriften von Engels sowie auch der grundlegenden Schriften des Weltkommunismus , die Engels zusammen mit Marx verfaßt hat- hier ist vor allem das " Manifest der Kommunistischen Partei" zu nennen - wollen wir hier einige seiner grundlegenden Werke vorstellen.

* " Die Lage der Arbeiterklasse in England"

von 1845 ( Siehe MEW Band 2) ist, wie Lenin betont hat, eine furchtbare Anklage gegen den Kapitalismus und der Bourgeoisie, eine auch später nicht mehr übertroffene, eindrucksvolle und wahrheitsgetreue Schilderung der Notlage der working class , zugleich ein Beweis der schon damals bei Engels vorhandenen Überzeugungen, daß das Weltproletariat zum Totengräber des Weltkapitalismus werden wird.

* In seinem Werk

" Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft ( Anti-Dühring)"

von 1878 ( siehe MEW Band 20), das zunächst in 38 Folgen im " Vorwärts" veröffentlicht wurde, verteidigt und entwickelt Engels in beißender Polemik gegen den theoretisch hochstapelnden Professor Eugen Dühring auf den Gebieten der Philosophie, der Naturwissenschaften, der Geschichte und der politischen Ökonomie die Grundlagen des wissenschaftlichen Kommunismus - ein unverzichtbares Werk für die Schulung, für den theoretischen und ideologischen Kampf gegen pseudo-wissenschaftliche anti-kommunistische Angriffe gerade auch heute. Lenin bezeichnete es als ein wahres " Handbuch jedes klassenbewußten Arbeiters" ( Siehe Lenin Werke, Band 19, s.4)

" Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft"

von 1880 ( Siehe MEW Band 19) ist eine Zusammenfassung wichtiger Passagen aus dem "Anti-Dühring" und , wie es Marx in einer Vorbemerkung 1880 einschätzte, eine "Einführung inden wissenschaftlichen Sozialismus". Darin greift Engels auch den zuerst von dem utopischen Sozialisten Fourier ausgesprochenen Grundgedanken auf, " daß in einer gegebenen Gesellschaft der Grad der weiblichen Emanzipation das natürliche Maß der allgemeinen Emanzipation ist." (MEW 19, S.196)

* In der

" Dialektik der Natur"

von 1883 ( Siehe MEW Band 20) entwickelt Engels vor allem den dialektischen Materialismus gegen die bürgerlichen Verdrehungen und Spekulationen auf dem Gebiet der Naturwissenschaften. Eine bahnbrechende Rolle für den historischen Materialismus ist darin der Abschnitt über den "Anteil der Arbeit an der Menschwerdung des Affen", unter diesem Titel auch als Einzelschrift veröffentlicht wurde.

* In seinem Werk

" Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats"

von 1884 ( siehe MEW Band 21) weist Engels den Zusammenhang nach zwischen der Entstehung der Klassenteilung in Unterdrückende und Unterdrückte, in Ausbeuter und Ausgebeutete, zwischen der Entstehung des Staats als Werkzeug der herrschenden Klasse und der beginnenden Unterdrückung der Frauen. Das Studium dieser Schrift, das Wissen um diese historischen Zusammenhänge und Entwicklungen erleichtert auch heute die wissenschaftliche Überzeugung, daß es möglich sein wird, auf der Basis des radialen Brechens mit allen ausbeuterischen Produktionsverhältnissen und allen Ideologien, die diese Verhältnisse zementieren helfen, auf einer höheren Stufe der geschichtlichen Entwicklung gesellschaftliche Verhältnisse entstehen zu lassen, in denen die Klassenunterschiede beseitigt werden, und auch die Unterdrückung der Frauen, wie jede andere Unterdrückung, endgültig der Geschichte angehören wird.

* In

"Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie"

von 1886 ( Siehe MEW Band 21) fasst Engels - auch selbstkritisch gegenüber seiner eigenen Entwicklung- grundlegend zusammen , welche Bedeutung die umfassende Auseinandersetzung , Verwertung und Abrechnung mit der Philosophie Hegels und Feuerbachs für die Enstehung des wissenschaftlichen Weltsozialismus hatte.

Es ist unmöglich, alle Schriften von Engels aufzuzählen, die für das Studium unverzichtbar sind. Erwähnt seien nur noch seine Schrift

" Zur Wohnungsfrage"

(MEW Band 18) sowie seine zahlreichen Schriften zur Geschichte der Klassenkämpfe im deutschen Lande wie

"Der deutsche Bauernkrieg"

( siehe MEW Band 7)

und

"Revolution und Konterrevolution in Deutschland"

( Siehe MEW Band 8)

 


Zur zentralen Frage der Weltdiktatur des Weltproletariats im Kampf gegen den Revisionismus, Trotzkismus, Maoismus und Neorevisionismus  beim Aufbau der Dritten Internationale der working class


Vier Jahre vor seinem Tod bestand Friedrich Engels angesichts des in der deutschen Sozialdemokratie um sich greifenden Opportunismus unnachgiebig darauf, die seit 15 Jahren in den Schubladen der SPD unter Verschluß gehaltenen Kritiken am "Gothaer Programm" zu veröffentlichen. Es war sein Verdienst, daß es gegen massive Widerstände in der Parteiführung gelang, diese harte Kritik an der Vertuschung der Gegensätze des Weltkapitalismus zu verbreiten und die Idee der Weltdiktatur des Weltproletariats als einer ganzen zwischen Weltkapitalismus und klassenlosen , kommunistischen Gesellschaft liegenden Epoche breit publik zu machen, die Argumente für diese Weltdiktatur , die Unterscheidunng zwischen Weltsozialismus und Weltkommunismus als grundlegende reale Perspektive der sozialistischen Weltrevolution umfassend darzulegen. Engels' wuchtigen , gegen die Revisionisten gerichteten Worte zur Einleitung des "Bürgerkriegs in Frankreich" lauten :

" Der sozialdemokratische Philister ist neuerdings wieder in heilsamen Schrecken geraten bei dem Wort : Diktatur des Proletariats. Nun gut ihr Herren, wollt ihr wissen, wie diese Diktatur aussieht? Seht such die Pariser Kommune an. Das war die Diktatur des Proletariats." ( Engels` Einleitung zur Marx-Schrift " Der Bürgerkrieg in Frankreich", 1890, Verlag für fremdsprachige Literatur , Tirana 1972, S.17 f.)

Engels beschrieb nicht nur das Wesen eines jeglichen Staates als "eine Maschin zur Unterdrückung einer Klasse durch eine andere " ( Siehe ebenda, s.17) und die Notwendigkeit der Weltdiktatur des Weltproletariats, sondern machte eben deutlich, daß die maximale Entwicklung der weltproletarischen Weltdemokratie und die maximale Stärkung der weltproletarischen Staatsmacht schließlich dazu führen wird, daß im Weltkommunismus der Staat überhaupt abstirbt. Diesen Hinweis gab er,

"... weil gerade in Deutschland der Aberglaube an den Staat aus der Philosophie sich in das allgemeine Bewußtsein der Bourgeoisie und selbst vieler Arbeiter übertragen hat." (ebenda, S.17)

* Wir zitieren hier nach der in Handschrift von Engels gebrauchten Formulierung . Die Redaktion der " Neuen Zeit" hatte damals daraus " deutsche Philister" gemacht. Engels mißbilligte diese eigenmächtige Änderung. In den "MEW" des revisionistischen (DDR-)Dietz-Verlags wird ebenfalls die Formulierung " deutsche Philister" übernommen, wobei die deutschen Revisionisten der SED 1963 nur in einer Anmerkung darauf verwiesen haben, daß die deutsche Sozialdemokratie aus " sozialdemokratischen Philister" einfach " deutsche Philister" gemacht hatte ( Vgl. MEW 22, S.199 und 588).

Engels erkannte die Gefahr des Opportunismus und Revisionismus innerhalb der deutschen Sozialdemokratie in der Zeitspanne von 1880-1894. Als er dem ersten Entwurf des "Erfurter Programms" zu Gesicht bekam, schrieb er an Kautsky, daß er es für notwendig halte,

" auf den friedfertigen Opportunismus des `Vorwärts` und das frisch-fromm-fröhlich-freie `Heinwachsen` deralten Sauerei `in die sozialistische Gesellschaft` loszuhauen." ( Engels an K. Kautsky am 26.6.1891, Marx/Engels Werke, Band 38, S.125)

In seiner von der deutschen Sozialdemokratie erst 1901 veröffentlichten

" Kritik des Erfurter Programms"

von 1891 charakterisierte Engels treffend einen Wesenspunkt des Opportunismus:

" Dies Vergessen der großen Hauptgesichtspunkte über den augenblicklichen Interessen des Tages, die Ringen und Trachten nach dem Augenblickserfolg ohne Rücksicht auf die späteren Folgen, dies Preisgeben der Zukunft der Bewegung und der Gegenwart willen mag`ehrlich` gemeint sein, aber Opportunismus ist und bleibt es, und der `ehrliche` Opportunismus ist vielleicht der gefährlichste von allen". ( Engels, " Zur Kritik des sozialdemokratischen Programmentwurfs 1891", 1891, Marx/Engels Werke, Band 22, S.234 f.)

In zahlreichen Schriften hob Engels die Notwendigkeit der revolutionären Weltpartei der working class für den Sieg der sozialistischen Weltrevolution hervor, die, geleitet von der weltrevolutionären Theorie des wissenschaftlichen Weltsozialismus, ihre Ziele klar vor Augen haben, offen aussprechen und an diesen unter allen Umständen festhalten. Dazu benötigt sie ein genau formuliertes Programm:

" Eine Partei muß ein bestimmtes positives Programm haben, ein Programm, dessen Einzelheiten wechseln mögen mit den Umständen und mit der Entwicklung der Partei selbst, aber immerhin ein Programm, worüber die Partei in jedem gegebenen Augenblick einig ist. Solange dieses Programm noch nicht herausgearbeitet ist, solange wird auch die Partei nur als Keim existieren ; sie mag lokale Existens haben, aber keine nationale; sie mag Partei sein in ihrer Bestimmung nach, aber noch nicht in der Wirklichkeit." ( Engels, "Die Arbeiterbewegung in Amerika", 1887, Marx/Engels Werke, Band 21, S.337)

Und was die Taktik der Partei angeht , so lehnte Engels die von den Opportunisten der deutschen Sozialdemokratie mit Verweis auf das Bismarcksche " Sozialistengesetz" propagierte Leisetreterei entschieden ab:

" Nicht sich drehen und winden unter den Schlägen des Gegners, heulen, winseln und Entschuldigungen stammeln: So böse war`s nicht gemeint; - wie noch so viele tun. Wiederhauen muß man, für jeden feindlichen Hieb zwei, drei zurück." ( Brief von Engels an E. Bernstein, 18.1.1883, Marx/Engels Werke, Band 23, S.425)

 

" Engels war nicht unfehlbar...aber da muß man ganz anders herangehen." (Lenin)

Es wäre selbstverständlich völlig unmarxistisch/undialektisch, davon auszugehen, daß ein so herausragender Stelle kämpfender Waffenbruder wie Engels , der von seiner Jugend als weltrevolutionärer Demokrat bis hin zu seiner Entwikcklung zum Weltrevolutionär und Lehrmeister des Weltproletariats an so vielen Fronten des Klassenkampfes gekämpft hat, keine Fehler gemacht habe.

Ebensowenig wie Marx, Lenin, Stalin oder Enver Hoxha hat sich Engels als unfehlbar betrachtet und natürlich auch nie von anderen eine solche Haltung ihm gegenüber verlangt. Die Klassiker des Marxismus-Leninismus üben in ihren Werken, wenn nötig, Selbstkritik und gehen auch gegenseitig kritisch auf die Werke ihrer großen Mitkämpfer bzw. Vorgänger ein. So kommt Engels 1892, mehr als vier Jahrzehnte später, im Vorwort zur 2. Ausgabe seines Buches " Lage der arbeitenden Klasse in England" selbstkritich darauf zurück, daß dieses Werk zu einer Zeit geschrieben wurde, als der wissenschaftliche Weltsozialismus noch nicht existierte und dieses Buch noch gewisse " Spuren der Abstammung" von einem der Vorfahren des modernen Sozialismus, der deutschen klassischen Philosophie enthält, so z.b. den Fehler, pauschal von der "Befreiung der ganzen Menscheheit" zu reden, ohne klarzustellen, daß dies nur das Weltproletariat in einem erbitterten Klassenkrieg gegen den Widerstand der Weltbourgeoisie erreichen kann ( vgl. Marx/Engels Werke, Band 22, S.321 - Vorwort "Lage der arbeitenden Klasse").

Ebenso bemerkte Engels im historischen Rückblick auf die Ergebnisse der Revolution von 1848 in Frankreich, daß er und Marx zunächst eine falsche Einschätzung hatten, als sie von einem schnellen Umschlagen dieser Revolution in eine vom Proletariat geführte Revolution ausgingen:

" Die Geschichte hat uns und allen, die ähnlich dachten unrecht gegeben." ( Engels`Einleitung zu Marx-Schrift " Die Klassenkämpfe in Frankreich", 1895, Marx/Engels Werke, Band 22, S.515)

Die Feststellung, daß Engels eben nicht " unfehlbar" war, ist jedoch noch lange kein Freibrief sowohl für irgendwelche antikommunistischen, revisionistischen Angriffe, noch für leichtfertige Kritik. Man muß schon wissen, wovon man spricht. Schon Lenin stellte z.B. . zu der Schrift von F. Engels "Ursprung der Familie , des Privateigentums und des Staats" fest :

"Es ist einer der grundlegenden Werke des modernen Sozialismus, worin man zu jedem Satz vertrauen haben, worin man sich darauf verlassen kann, daß kein einziger Satz aufs Geratewohl ausgesprochen, daß jeder auf der Grundlage eines riesigen historischen und politischen Materials niedergeschrieben ist." ( Lenin, " Über den Staat", 1919, Lenin Werke, Band 29, S.463)

Natürlich läßt sich das für alle Schriften der 5 Klassiker, Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha sagen - so auch für die grundlegenden Schriften, die Engels verfaßt hat, als er bereits zusammen mit Marx die Grundlagen des wissenschaftlichen , historischen, dialektischen Materialismus erarbeitet hatte. Dabei gilt es selbstverständlich, auch diese Werke kritisch zu studieren , ist doch der wissenschaftliche Stalinismus-Hoxhaismus selbst seinem Wesen nach kritisch und weltrevolutionär. Lenin schrieb über leichtfertige Engels-Kritiker:

"Ich habe in meinem Leben allzuoft mit angesehen, daß Engels unüberlegt des Opportunismus bezichtigt wurde, und verhalte mich äußerst mißtrauisch dagegen: Versuchen Sie nämlich erst mal zu beweisen, daß Engels unrecht hatte. Das können Sie nicht! ... Nein, nein. Engels ist nicht unfehlbar. Marx ist nicht unfehlbar. Aber um "ihre Fehler" nachzuweisen, muß man anders zu Werke gehen, wirklich ganz anders. So aber haben Sie tausendmal unrecht."
(Lenin in einem Brief an Ines Armand, nachdem diese Engels des Opportunismus in der Frage des Generalstreiks bezichtigt hatte. Siehe Lenin Werke, Band 35, S.243)

" Diese weltbefreiende Tat durchzuführen, ist der geschichtliche Beruf des modernen Proletariats." (Engels, "Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft", 1880, Marx/Engels, Band 19, S.228)

 

 

Gedichte dazu:

 

 

Friedrichs Engels Rat, Tat und Werke  sollen uns eine Lehre sein

Wir wollen euren Bundespräsidenten  nicht, der alte Brüllmeier.
Denn zu Kreuze kriechen, geht Proletariern tierich auf die Eier.
Die Grundgesetz und das Kruzifix, die soll der Geier holen.
Wir wollen keine EU-Pfaffen, nein dann lieber die Taten und Werke Bolesław Bierut aus Polen.


Friedrichs Engels Rat, Tat und Werke  sollen uns eine Lehre sein
Friedrichs Engels Gesetzmäßigkeiten sollen uns befreien
Friedrich Engels Wissenschaft soll uns befreien

Einst gab er "die Lage der arbeitende Klasse in England" bekannt.
Doch in der DDR -Zone haben Sozialfaschisten "die wahren Sozialisten " verbrannt.
Doch heut, da machen Revisionisten   auf "menschlich" und wollen mit dem Kapital Frieden schaffen.
Diese ganzen Kaninchenzuchtvereine stinken zum Himmel,  sind nur darauf aus, nach Profit zu raffen!


Friedrichs Engels Rat, Tat und Werke  sollen uns eine Lehre sein
Friedrichs Engels Gesetzmäßigkeiten werden uns befreien
Friedrich Engels Wissenschaft wird uns befreien

Grundsätze des Kommunismus sind unsere  Taten.
Doch der bürokratische Kapitalismus  heimste ein den fetten  Braten
Ein Schlag  aus Proletariers Hammer ballerte der sozialfaschistischen  DDR eine
Nun flieht  wie Erich der Letzte , seine Urne kümmert Margot nicht, ihr elenden Bonzenschweine.

Friedrichs Engels Rat, Tat und Werke  sollen uns eine Lehre sein
Friedrichs Engels Gesetzmäßigkeiten werden uns befreien
Friedrich Engels Wissenschaft wird uns befreien.

 


Friedrich Engels

- wir werden dich nie vergessen !  


Es ist schon lange her
Als die Pariser Kommune noch stand.
Die Proleten  hörten damals schon von einem Mann,
Ein Revolutionär aus deutschem Land
Friedrich Engels war sein Name.
Und lasen wir seine Werke,  flippten wir völlig aus.
Und was  alle dachten, das sprach er ohne Pardon  aus.

Friedrich Engels - du warst einer der Besten .
Friedrich Engels - wir werden dich nie vergessen !   

Du schriebst unsere Hymne "Grundsätze des Kommunismus"
Und fordertest die Diktatur des Proletariat.
Du schriebst  vom Klassenkampf und Umdrehen der Gewehrläufe   unserer Soldaten
Gegen die preußische Militärpest - und zwar rabiat!
Wie viele Nächte haben wir durchgemacht
Im Rausch alter Werke  schrien wir Lieder.
"Die Lage der arbeitenden Klasse in England"  und "der deutsche Bauernkrieg" Immer, immer wieder.  

 
Die Nachricht von deinem Tod
Die konnten Proleten, Bauern und Unterdrückte auf der ganzen Welt   erst gar nicht glauben!
Wie konnte das Schicksal uns nur einen wie dich rauben?
Doch bist du jetzt auch tot,
Dein revolutionärer Geist und dein Klassenkampf  werden weiterleben.
Auf unseren Friedrich Engels im Engelreich lasst uns die Fäuste heben.

 

 


Friedrich Engels wußte wir sind proletarisch- ja einfach korrekt
weder opportunistisch, maoistisch, trotzkistisch noch revisionistisch befleckt

Vor langer langer Zeit war der Friedrich Engels noch bekannt
Auf der ganzen Welt waren sie für ihn bereit
Es wurden Straßen nach ihm benannt
Jetzt wird sein Vermächtnis vernichtet
Seine Werke von Trotzkisten , Revisionisten und Maoisten umgedichtet
Aber das Weltproletariat wird sich durch  den Verrat nicht unterbelichten
Auch unterdrückte Völker lassen sich nicht unterdrücken


Friedrich Engels wußte wir sind proletarisch
Friedrich Engels bewies, wir sind die revolutionäre Klasse

Gerade durch Friedrich werden wir das Klassenbewußtsein nie verlieren
Sollen die Herrschenden der Welt es ruhig probieren
Proletarier aller Länder werden es ihnen zeigen
Arbeitereinheit schließt die Reihen
Werktätige, laßt uns deshlab auf die Straßen marschieren
internationale Solidarität und  Klassenbewußtsein nie verlieren

Friedrich Engels wußte wir sind proletarisch
Friedrich Engels bewies, wir sind die revolutionäre Klasse

Weltproletarisch werden wir immer bleiben
Bourgoisie und Bonzen können uns einfach nicht vertreiben
Das Bündnis mit den Bauern könnt ihr Oligarchen nicht vernichten
Die Werktätigen werden es der Arbeiteraristokratie und den Arbeiterfeinden schon zeigen
Wir werden den Weltkapitalismus zu Grunde richten


Friedrich Engels wußte wir sind proletarisch- ja einfach korrekt
weder opportunistisch, maoistisch, trotzkistisch noch revisionistisch befleckt

Friedrich Engels wußte wir sind proletarisch- ja einfach korrekt
weder opportunistisch, maoistisch, trotzkistisch noch revisionistisch befleckt

Friedrich Engels wußte wir sind proletarisch
Friedrich Engels bewies, wir sind die revolutionäre Klasse