"Wenn ein Kämpfer für die Sache des Weltproletariats aus dem Leben scheidet, wenn er aufhört zu arbeiten, dann möchte man nicht gern sagen: er ist gestorben. Man hat das Gefühl, es ist nicht wahr. Der Todestag ist der Beginn der Ernte, der Beginn der Ausweitung und Vertiefung seiner revolutionären Bedeutung."

(M. Gorki)

 

 

 

Lenin über Gorki

(Lenins Texte - zusammengestellt von Wolfgang Eggers)

 

 

Die Nähe Lenins hatte die Auflehnung Gorkis in das Gleis der Revolution gelenkt.

Den Beginn von Lenins Einfluss auf Gorki muss man noch in den Jahren vor der Revolution suchen, in jener bedeutsamen Tatsache, wie sie in der Freundschaft zweier Großer - eines großen revolutionären Volksführers und eines großen revolutionären Volksschriftstellers -, Lenin und Gorki, zum Ausdruck kommt. Der Einfluss Lenins auf Gorki, auf den eigentlichen Charakter seines Denkens, auf seine Einstellung zum Leben, zur Kunst und zu den Grundproblemen der Gesellschaft, sogar der unmittelbare Einfluss auf seine literarische Arbeit, war sehr groß - er war bemerkbar seit dem Erscheinen Gorkis in der Literatur und insbesondere seit ihrer persönlichen Begegnung im Jahre 1907 in London.

Die Entwicklung der vieljährigen Freundschaft dieser beiden bedeutenden Menschen, der Briefwechsel zwischen Lenin und Gorki, ihre Begegnungen, Unterhaltungen und Disputationen, Gorkis unveränderliche Hochachtung vor der Macht des Leninschen Geistes - alles dies bestimmte im hohen Maße die Richtung und den Charakter der Tätigkeit Gorkis sowohl als Schriftsteller als auch als Mann des öffentlichen Lebens.

Die Sowjetliteratur entstand und entwickelte sich im Lichte Leninscher Ideen und ist ohne sie völlig undenkbar. Aus den unversiegbaren Quellen Leninscher Gedanken erhielt sie die Stellung, die die Grundlage ihrer Existenz bildete. Im Kampf gegen Vulgarisierung und Vereinfachung legte Lenin die neue Sowjetliteratur fest, als eine gesetzmäßige Nachfolgerin des Besten, was "die mehr als 2000 jährige Entwicklung der menschlichen Gedanken und Kultur hervorgebracht hat. Das Neue kann nur auf der Grundlage der Aneignung des wertvollsten Alten, aus dessen kritischer Umarbeitung und Weiterentwicklung im Zusammenhang mit den neuen Bedingungen entstehen."

"Früher war das gesamte menschliche Denken, sein ganzer Genius nur darauf gerichtet, den Einen alle Güter der Technik und Kultur zu geben und den Anderen das Notwendigste vorzuenthalten: Bildung und Entwicklung. Jetzt dagegen werden alle Wunder der Technik, alle Errungenschaften der Kultur zum Gemeingut des Volkes werden, und von jetzt an wird das menschliche Denken, der menschliche Genius nicht mehr auf Mittel der Gewalt, auf Mittel der Ausbeutung gerichtet sein." (Lenin)

"Worin besteht das Prinzip der Parteiliteratur ? Nicht nur darin, dass für das sozialistische Proletariat die literarische Tätigkeit überhaupt keine Profitquelle für Einzelpersonen oder Gruppen sein darf, sie darf überhaupt keine von der allgemeinen Sache des Proletariats unabhängige, individuelle Angelegenheit sein. Weg mit den unparteiischen Literaten ! Weg mit dem literarischen Übermenschen. Die literarische Tätigkeit muss zu einem Bestandteil der allgemeinen proletarischen Sache werden." (Lenin)

Was ist Sowjetliteratur ?

"Das wird eine freie literatur sein, weil nicht Gewinnsucht und Karriere, sondern die Idee des Sozialismus und das Mitgefühl mit den Werktätigen neue Kräfte für ihre Reihen werden wird. Das wird eine freie Literatur sein, weil sie nicht einer übersättigten Heldin, nicht den sich langweilenden und an Fettsucht leidenden 'oberen Zehntausend', sondern den Millionen und aber Millionen Werktätigen dienen wird. Das wird eine freie Literatur sein, die das letzte Wort des revolutionären Gedankens der Menschheit durch die Erfahrung und die lebendige Arbeit des sozialistischen Proletariats befruchten wird."

Gorki über seine Begegnung mit Lenin im Mai 1907 und dessen Urteil über das Buch "Die Mutter":

"Dieser kahlköpfige, untersetzte und kräftige Mensch, der das 'R' schnarrend aussprach, begann, während er mit einer Hand seine Sokratesstirn rieb, sofort über die Mängel meines Buches 'Die Mutter' zu sprechen. Es stellte sich heraus, dass er das Manuskript gelesen hatte ... Ich sagte ihm, ich hätte mich mit dem Buch sehr beeilt, kam aber nicht zu der Erklärung, warum ich mich so beeilt hatte. Lenin nickte zustimmend und bestätigte, es sei sehr gut gewesen, dass ich mich beeilt hätte. Es sei ein sehr notwendiges Buch, denn viele Arbeiter hätten nur unbewusst und spontan an der revolutionären Bewegung teilgenommen. Nun würde ihnen die Lektüre der 'Mutter' sehr nützlich sein. 'Ein sehr aktuelles Buch' - das war seine einzige, für mich aber höchst wertvolle Anerkennung. Dann erkundigte er sich sachlich danach, ob das Buch auch in fremde Sprachen übersetzt werde und in welchem Maße ... die Zensur es entstellt habe. Als er erfuhr, der Verfasser solle vor Gericht gestellt werden, runzelte er zuerst die Stirn, legte dann den Kopf zurück, schloss die Augen und ließ sein eigenartiges Lachern hören." Bald darauf schrieb Lenin an Gorki: "Mit Ihrem Talent haben Sie der Arbeiterbewegung Russlands - und nicht nur allein Russlands - so gewaltigen Nutzen gebracht. Sie werden ihr noch soviel Nutzen bringen..." (Paris 1909)

 

Gorkis Erinnerungen an Lenin

"Wladimir Iljitsch Lenin ist tot - aber die Erben seines Geistes und Willens leben."

Gorki erfüllte die ehrenvolle Aufgabe, das Bild Lenins für viele Generationen festzuhalten. Äußerlich sehr schlicht, ja sogar knapp, gleichzeitig mit großem schöpferischen Elan zeichnet Gorki den Menschen und Staatsmann Lenin. Sein Äußeres, seine Sokrates-Stirn, seine alles durchdringenden Augen, sein mitreißendes Lachen, seine Fähigkeit, wie ein Kind an Schachspiel und Fischfang Freude zu finden, sein fürsorgliches Verhältnis zu den Genossen - alles formt sich zu einem Gesamtbild eines Menschen, der, wie Gorki sagt, magnetische Anziehungskraft besaß, der die Herzen und Sympathien der arbeitenden Menschen unwiderstehlich gewann. Zugliech ersteht vor dem Leser der größte Staatsmann der Geschichte mit seinem erstaunlich starken Willen und seiner übermenschlichen Arbeitskraft, dessen Denken sich stets "wie eine Kompassnadel den Klasseninteressen des arbeitenden Volkes zugewandt hat." Ganz besonders treffend charakterisiert Gorki Lenins Redeweise, die "ein physisches Gefühl der unwiderlegbaren Wahrheit" hervorrief, wenn, wie es schien, "die unbändige Energie seines Geistes wie Funken aus seinen Augen sprühte und die mit uhr geladenen Worte in der Luft blitzten."

Unversöhnliche Erbitterung gegen die Leiden der Menschheit und das leidenschaftliche Streben, der gesamten Menschheit die Freiheit zu erkämpfen, verbanden sich bei Lenin mit hohem Nationalstolz, mit dem Glauben an die Kraft und die Begabung des russischen Volkes, und dieser Mensch - so betont Gorki - war selbst ein Russe.

 

 

 

Stalin und Gorki

 

Gorki über Stalin:

"Ununterbrochen und immer rascher wächst in der Welt die Bedeutung Joseg Stalins, des Mannes, der die Energie und die Kühnheit seines Lehrers und Kameraden sich am tiefsten zu eigen gemacht hat und ihn nun schon 10 Jahre auf dem überaus schweren Posten des Führers der Partei würdig vertritt ... Der ausgezeichnet organisierte Wille, der durchdringende Verstand eines großen Theoretikers, die Kühnheit eines talentierten Sachwalters, die Intuition eines echten Revolutionärs, der es versteht, sich in den schwierigen Eigenschaften der menschen fein zurechtzufinden und, die besten dieser Eigenschaften kultivierend, schonungslos gegen diejenigen kämpft, die den Ersteren hinderlich sind, die äußerste Entwicklungshöhe zu erreichen, haben ihn auf Lenins Platz gestellt." (Maxim Gorki: "Über die Heimat", Seite 154/55)

 

Die Nähe Stalins gab Gorkis Schaffen in den letzten Jahren die Ausrichtung.

Nach dem Tode Lenins fuhr die Bolschewistische Partei unter der Führung Stalins fort, der Literatur große Aufmerksamkeit zu erweisen. Josef Wissarionowitsch Stalin selbst widmet der Literatur, ihren wichtigsten Problemen, ebenso wie anderen Kunstzweigen, nicht wenig Zeit. Über seine Äußerungen in Bezug uaf litararische Fragen, seine Unterhaltungen mit Schriftstellern und den Einfluss seiner kritischen Gedanken auf die Entwicklung der Sowjetliteratur werden einst ganze Bücher geschrieben werden. Die Definition der eigentlichen Methode der Sowjetliteratur als eine Methode des sozialistischen Realismus ist ein Verdienst Stalins. Ebenso ist die Definition des Schriftstellers als "Ingenieur der Seele", die in der Sowjetunion sehr populär war, ein Ausspruch Stalins.

 

STALINS BRIEF AN A. M. GORKI

 

Lieber Alexej Maximowitsch!

Bitte mich vielmals zu entschuldigen und mich nicht zu schelten wegen der späten (allzu späten!) Antwort. Bin furchtbar überlastet. Außerdem war ich nicht ganz wohlauf. Das kann mich natürlich nicht entschuldigen. Aber es kann einiges erklären.

1. Wir können ohne Selbstkritik nicht auskommen. Das können wir keinesfalls, Alexej Maximowitsch. Ohne sie sind Stagnation, Fäulnis im Apparat, Anwachsen des Bürokratismus, Drosselung der schöpferischen Initiative der Arbeiterklasse nicht zu vermeiden. Natürlich liefert die Selbstkritik den Feinden Material. Darin haben Sie völlig Recht. Aber sie liefert auch Material (und gibt den Anstoß) für unsere Vorwärtsbewegung, für die Entfaltung der Aufbauenergie der Werktätigen, für die Entwicklung des Wettbewerbs, für die Stoßbrigaden usw. Die negative Seite wird durch die positive aufgewogen und mehr als aufgewogen.

Es ist möglich, dass unsere Presse unsere Mängel zu sehr hervorhebt und bisweilen sogar (ungewollt) an die große Glocke hängt. Das ist möglich und sogar wahrscheinlich. Und das ist natürlich schlecht. Sie fordern daher, dass unsere Errungenschaften und unsere Mängel so beleuchtet werden, dass sie sich die Waage halten (ich würde sagen, dass die Errungenschaften schwerer in die Waagschale fallen sollen). Auch darin haben Sie natürlich Recht. Wir werden diesen Mangel unbedingt und unverzüglich beheben. Dessen können Sie gewiss sein.

2. Unsere Jugend ist nicht von ein und derselben Art. Es gibt Jugendliche, die greinen, die von Müdigkeit und Verzweiflung ergriffen sind (wie Senin). Es gibt Jugendliche, die guten Muts, voll Lebensfreude und Willenskraft sind, erfüllt von dem unbändigen Streben, den Sieg zu erringen. Es kann nicht sein, dass jetzt, da wir die alten Beziehungen im Leben zerreißen und neue knüpfen, da die gewohnten Wege und Stege eingeebnet und neue, ungewohnte angelegt werden, da ganze Bevölkerungsgruppen, die im Wohlstand lebten, aus der Bahn geworfen werden und abtreten, den Weg für Millionen früher nieder geduckter und gehetzter Menschen frei machend - es kann nicht sein, dass die Jugend eine gleichartige Masse mit uns Sympathisierender darstelle, dass es in ihr keine Differenzierung, keine Spaltung gäbe. Erstens gibt es unter der Jugend Söhne von reichen Eltern. Zweitens, selbst wenn man die Jugend nimmt, die (ihrer sozialen Lage nach) zu uns gehört, so bringt nicht jeder Nerven, Kraft, Charakter und Verständnis genug auf, um das grandiose Bild der Niederreißung des Alten und des fieberhaften Aufbaus des Neuen als ein Bild dessen zu betrachten, was notwendig und folglich wünschenswert ist, zumal dieses Bild wenig dem paradiesischen Idyll des „allgemeinen Wohlergehens“ gleicht, das die Möglichkeit geben soll, „auszuruhen“ und das „Glück zu genießen“. Begreiflicherweise kann es bei diesem „halsbrecherischen Getriebe“ nicht anders sein, als dass es bei uns Leute gibt, die müde werden, die Nerven verlieren, sich aufreiben, in Verzweiflung geraten, abtreten und schließlich in das Lager der Feinde überlaufen. Unvermeidliche „Spesen“ der Revolution.

Das Wesentlichste ist jetzt, dass unter der Jugend nicht die Greiner den Ton angeben, sondern die kämpferischen Mitglieder unseres Kommunistischen Jugendverbands, der Kern der neuen, zahlenmäßig starken Generation der Bolschewiki - der Zerstörer des Kapitalismus, der Bolschewiki - der Erbauer des Sozialismus, der Bolschewiki - der Befreier aller Unterdrückten und Versklavten. Darin liegt unsere Kraft. Darin liegt das Unterpfand unseres Sieges.

3. Das heißt natürlich nicht, dass wir nicht bemüht sein sollen, die Zahl derer, die da greinen, flennen, zweifeln usw., durch organisierte ideologische (und jegliche andere) Einwirkung auf sie zu verringern. Im Gegenteil, eine der Hauptaufgaben unserer Partei, unserer Kulturorganisationen, unserer Presse, unserer Sowjets besteht darin, diese Einwirkung zu organisieren und ernstliche Ergebnisse zu erzielen. Daher akzeptieren wir (unsere Freunde) voll und ganz Ihre Vorschläge:

a) eine Zeitschrift „Sa Rubeshom“ zu organisieren,

b) eine Reihe populärer Sammelbände über den „Bürgerkrieg“ herauszugeben und dazu A. Tolstoi und andere Meister der Feder heranzuziehen.

Nur muss hinzugefügt werden; dass wir keine dieser Unternehmungen der Führung Radeks oder irgendeines seiner Freunde anvertrauen dürfen. Es handelt sich nicht um die guten Absichten Radeks oder um seine Gewissenhaftigkeit. Es handelt sich um die Logik des Fraktionskampfes, von dem (das heißt von dem Kampf) er und seine Freunde sich nicht völlig losgesagt haben (es sind einige wichtige Meinungsverschiedenheiten geblieben, die sie zum Kampf treiben werden). Die Geschichte unserer Partei (und nicht nur die Geschichte unserer Partei) lehrt, dass die Logik der Dinge stärker ist als die Logik der Absichten des Menschen. Es wird richtiger sein, wenn wir die Leitung dieser Unternehmungen politisch standhaften Genossen übertragen, Radek aber und seine Freunde als Mitarbeiter heranziehen. Das wird richtiger sein.

4. Nach ernsthafter Erörterung der Frage der Organisierung einer speziellen Zeitschrift „Über den Krieg“ sind wir zu dem Schluss gekommen, dass jetzt kein Grund zur Herausgabe einer solchen Zeitschrift vorliegt. Wir halten es für zweckmäßiger, die Fragen des Krieges (ich spreche vom imperialistischen Krieg) in den bestehenden politischen Zeitschriften zu behandeln. Um so mehr, als die Fragen des Krieges nicht von den Fragen der Politik, deren Ausdruck der Krieg ist, getrennt werden dürfen.

Was die Erzählungen über den Krieg betrifft, so sind sie nur nach sorgfältiger Auswahl zu veröffentlichen. Auf dem Büchermarkt gibt es eine Menge belletristischer Erzählungen, die die „Schrecken“ des Krieges malen und Abscheu gegen jeglichen Krieg (nicht nur gegen den imperialistischen, sondern auch gegen jeden anderen Krieg) einflößen. Das sind bürgerlich-pazifistische Erzählungen, die nicht viel wert sind. Wir brauchen Erzählungen, die, ausgehend von den Schrecken des imperialistischen Krieges, die Leser an die Notwendigkeit der Überwindung der imperialistischen Regierungen, die diese Kriege organisieren, heranführen. Außerdem sind wir doch nicht gegen jeglichen Krieg. Wir sind gegen den imperialistischen Krieg als konterrevolutionären Krieg. Aber wir sind für den Befreiungskrieg, den antiimperialistischen, revolutionären Krieg, ungeachtet der Tatsache, dass ein solcher Krieg bekanntlich nicht frei ist von den „Schrecken des Blutvergießens“, sondern diese sogar reichlich aufweist.

Mir scheint, dass der Standpunkt Woronskis, der sich zum Feldzug gegen die „Schrecken“ des Krieges anschickt, sich nur wenig von dem Standpunkt bürgerlicher Pazifisten unterscheidet.

5. Sie haben völlig Recht, wenn Sie sagen, dass bei uns, in unserer Presse, ein großes Durcheinander in Fragen der antireligiösen Propaganda herrscht. Mitunter werden die unwahrscheinlichsten Dummheiten begangen, die Wasser auf die Mühle der Feinde leiten. Auf diesem Gebiet steht eine Unmenge Arbeit bevor. Ich habe jedoch mit den Genossen von der antireligiösen Propaganda noch nicht über Ihre Vorschläge Rücksprache nehmen können. Ich schreibe Ihnen darüber das nächste Mal.

6. Der Bitte Kamegulows kann ich nicht nachkommen. Keine Zeit! Außerdem, was, zum Teufel, bin ich für ein Kritiker!

Das ist alles.

Ich drücke Ihnen kräftig die Hand und wünsche Ihnen Gesundheit. Dank für den Gruß.

J. Stalin

Man sagt, dass Sie einen Arzt aus Rußland brauchen. Stimmt das? Wen wünschen Sie? Schreiben Sie - wir schicken ihn.

17. Januar 1930. J. St.

 

 

AUSGEWÄHLTE WERKE

Italienische Märchen. / Meine Universitäten. / Drei Menschen. / Die Mutter...

 

Ausgewählte Werke

 

 

Die Mutter. Roman. Mit einer Einleitung v.: Gorki, M.:

Die Mutter Einzig autorisierte Übersetzung von Adolf Hetz: Gorki, Maxim;

Sein Verständnis für die Schwierigkeit des Lebens der einfachen Arbeiter stammt aus der eigenen Erfahrung: Gorki wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf, schon mit elf wurde er zum Waisenkind und sollte selbst für das eigene Überleben sorgen.

Zitat aus: "Die Mutter"

Tagtäglich zitterten und brüllten in der rauchigen, öligen Luft Über der Arbeitervorstadt die Töne der Fabriksirene, und ihrem Ruf gehorchend kamen aus den kleinen grauen Häusern finstere Menschen, die ihre Muskeln durch Schlaf nicht hatten erfrischen können, gleich aufgeschreckten Schaben auf die Straße gelaufen. In der kalten Dämmerung schritten sie auf der ungepflasterten Straße zu den hohen Steinkäfigen der Fabrik, die sie mit gleichgültiger Sicherheit erwartete und die den schmutzigen Weg durch Dutzende fetter, gelber, quadratischer Augen erleuchtete. Der Schmutz schwappte unter den Füßen. Heisere Rufe verschlafener Stimmen ertönten; grobe, böse Schimpfreden durchschnitten die Luft, während andere Geräusche, schwerer Masdiinenlärm und das Brodeln des Dampfes, den Menschen entgegentönten. Finster und streng schimmerten die hohen, schwarzen Schornsteine, die wie mächtige Pfähle über der Vorstadt in die Höhe ragte

Die Mutter.: Gorki, Maxim

Die Mutter: Gorki, Maxim

Die Mutter. Roman. Aus dem Russischen übersetzt: Gorki, Maxim Die Mutter. Roman.: Gorki (Pseud. für

Die Mutter. Maxim Gorki. [Ins Dt. übertr.: Gorki, Maksim und

Die Mutter. 71-80. Tsd. (Aus dem Russischen: Gorki, Maxim

Die Mutter - Roman - aus der: Gorki, Maxim -

Die Mutter.: Maxim, Gorki:

Die Mutter. Roman.: Gorki, Maxim

Die Mutter

PDF - download

 

 

 

Das Werk der Artamonows

Maxim Gorki

 

 

 

Das Leben des Klim Samgin

Maxim Gorki

 

 

 

Drei Menschen

Maxim Gorki

 

 

 

 

Ehemalige Leute und andere Erzählungen

Maxim Gorki

 

 

 

 

Mein Weggenosse und andere Erzählungen

Maxim Gorki

 

 

 

 

Meister-Erzählungen

Maxim Gorki

 

 

Ein Brief an die Kinder

 

(weitere Werke von M. Gorki werden laufend von der Komintern (SH) publiziert)

 

 

Gorki bekam den Leninorden und wurde Mitglied des Zentralkomitees der KPdSU (B). Sein sechzigster Geburtstag wurde im ganzen Land feierlich begangen, zahlreiche Institutionen, u. a. das Moskauer Künstlertheater und das Moskauer Literaturinstitut, wurden nach ihm benannt. Seine Geburtsstadt Nischni Nowgorod wurde 1932 in Gorki umbenannt. 1930 gründete er die Zeitschrift Sowjetunion.

 

 

ZITATE

 

 

"Der Name Maxim Gorki ist den Werktätigen des Sowjetlandes und weit über seine Grenzen hinaus vertraut und teuer als der Name eines ganz großen revolutionären Künstlers, eines Kämpfers gegen den Zarismus, gegen den Kapitalismus, für die internationale proletarische Revolution, für die Befreiung der Werktätigen aller Länder vom Joch des Kapitalismus" Begrüßungsschreiben des ZK der KPdSU (B) zum 40. Jahrestag des Beginns seiner literarischen Tätigkeit – "Prawda" Nr. 266, Jahrgang 1932, Seite 1.

Kalinin:

Rede auf der Festsitzung anlässlich des Jubiläums von A. M. Gorki, 1932

Mit dem Gefühl höchster Freude erfülle ich den Auftrag des ZK der KPdSU (B), des ZEK und des Rates der Volkskommissare der UdSSR und entbiete Maxim Gorki in den 40 Jahren seiner literarischen, gesellschaftlichen und politischen Tätigkeit im Interesse der Werktätigen vollbrachte. Er hat vieles getan, er hat es gut getan. Unser heißester Wunsch ist, dass diese Tätigkeit Gorkis noch lange, lange Jahre andauern möge. Es lebe Maxim Gorki !

 

 

Im Jahre 1932 beging die Sowjetunion in feierlicher Form den 40. Jahrestag der literarischen Betätigung Gorkis. In der Begrüßung des ZK der KPdSU (B) hieß es:

"Der Name Gorki ist den Werktätigen des Sowjetlandes und weit außerhalb seiner Grenzen als der Name des größten Künstlers, Revolutionärs und Kämpfers gegen den Zarismus und den Kapitalismus, für die internationale proletarische Revolution und die Befreiung der Werktätigen aller Länder vom Joch des Kapitalismus wert und vertraut."

Gorki antwortete hierauf:

Ich habe natürlich nie daran gezweifelt, dass die Arbeiterklasse die Verdienste eines jeden seiner Kämpfer zu würdigen weiß ... Das ist sehr lehrreich. Nicht mehr für mich, denn ich werde nicht mehr lange leben,aber dies ist wichtig für meine Mitbrüder - die jungen Schriftsteller. Doch ich denke, daa meine Kollegen, jene Schriftsteller, die vielleicht noch nichts veröffentlicht haben, aber an Manuskripten arbeiten, von diesem Verhalten der Arbeiterklasse dem Litaraten gegenüber wissen müssen. Dieses Wissen wird zweifellos die Tatkraft der Jugend steigern und sie überhaupt dazu bringen, ernst und ehrlich zu arbeiten und das Gefühl der Verantwortung der Heimat gegenüber in sich zu erziehen ..."

 

 

"Unter uns lebten große Meister des Wortes, kluge Kenner des Lebens und der menschlichen Seele, Menschen von einem unbändigen Drang nach Vervollkommnung des Daseins, von einem tiefen Glauben an den Menschen beseelt. Sie haben Werke geschaffen, die niemals der Vergangenheit anheim fallen werden, denn in ihnen sind ewige Wahrheiten geprägt, aus ihren Werken weht unvergängliche Schönheit. Die Gestalten, die darin gezeichnet sind, bleiben lebendig, sie sind von der Kraft der Eingebung beseelt. In diesen Büchern ist Mut und lodernder Zorn, die Liebe glüht in ihnen innig und grenzenlos."

 

 

"Die Sowjetliteratur ist nicht nur eine Literatur der russischen Sprache, sie ist vielmehr eine Unionsliteratur. Die Sowjetliteratur lesen jetzt nicht nur die russischen Volksmassen, sondern auch die Werktätigen aller Völker der Sowjetunion. Durch sie werden die Geschlechter aller Nationalitäten erzogen. Somit erlangt die proletarische belletristische Sowjetliteratur in russischer Sprache ... internationalen Charakter ... Dieser wichtige historische Prozess rückt ... neue Aufgaben und neue Ansprüche in den Vordergrund." (Gorki auf dem Ersten Schriftstellerkongress)

 

 

"Zum Haupthelden unserer Bücher müssen wir die Arbeit wählen, d.h., den durch den Arbeitsprozess geformten Menschen ... Wir müssen die Arbeit als schöpferische Tat begreifen lernen ... Die sozialistische Individualität, wie wir sie am Beispiel unserer Helden der Arbeit erleben, die die Blüte der arbeitenden Massen sind - diese sozialistische Individualität kann sich nur unter den Bedingungen der kollektiven Arbeit entfalten ... Der sozialistische Realismus bestätigt das Leben als eine Tätigkeit, als Schaffensprozess, dessen Ziel die ständige Weiterentwicklung der wertvollsten individuellen Fähigkeiten des Menschen ist, und zwar für seinen Sieg über die Naturkräfte, für seine Gesunderhaltung, für ein langes Leben und für das große Glück, auf der Erde zu leben, die er, der ständigen Zunahme seiner Bedürfnisse entsprechend, in vollem Umfange als die herrliche Wohnstätte der zu einer Familie zusammen geschlossenen Menschheit bearbeiten will."

 

 

 

"Es gibt ein Gefühl, das Heimatliebe genannt wird. Dieses Gefühl verlangt gebieterisch von jedem Menschen, darauf hinzuarbeiten, dass sein eigenes Volk zu einem klugen, guten, gesunden und Gerechtigkeit liebenden Volk werde, dass seine Talente nicht verkümmern, sondern sich entfalten und für das Wohl der ganzen Welt und aller Menschen entbrennen. Das Glück seines Volkes ist sein eigenes Glück, sein eigener Freund."

 

 

"Wenn der Schriftsteller seine Blutsverbundenheit mit dem Volk zutiefst empfindet, verleiht ihm das Würde und Kraft."

 

 

Das Volk ist nicht nur eine Kraft, die materielle Werte schafft - es ist der einzige unerschöpfliche Quell geistiger Werte, der größte Philosoph und Dichter aller Zeiten, was Schönheit und schöpferisches Genie anbetrifft, der alle großen Dichtungen, alle Tragödien der Welt und als größte davon - die Geschichte der menschlichen Kultur geschaffen hat. Das einfache Volk war es, das die unsterblichen Gestalten von Herkules, Prometheus, Mikula Seljaninowitsch, Doktor Faust, den lustigen dummen Iwan und den Kasperle geschaffen hat, der den Popen besiegt, den polizisten, den Teufel und sogar den Tod ..."

 

 

"Ich kenne das russische Volk ... ich bin überzeugt davon, dieses Volk kann zum geistigen Leben der Erde etwas Eigenes und Tiefes, etwas für alle Wichtiges beisteuern."

 

 

"Im Prozess der grandiosen sozialistischen Arbeit entsteht der neue Typus des Kollektivmenschen, der als Eigentümer seines Landes alle Hindernisse auf dem Weg zu einem hohen Ziel überwindet." Nie und Nirgends hat sich die große Bedeutung der Arbeit mit derart geballter Kraft und in so heroischen Formen offenbart wie bei uns."

 

 

"Um uns herum fängt das Leben an zu brodeln, wird ein neues Bewusstsein wach, entstehen neue kühne Ansprüche, entwickelt sich ein neuer Mensch. Er ist auch der wissbegierige und auf Bücher vesessene Leser. Dieser Leser verlangt Antwort auf die Grundfragen des Lebens und des Denkens. Er will wissen, wo Wahrheit und Gerechtigkeit, wo seine Freunde und wo seine Feinde zu finden sind." (geschrieben 1899 !!)

 

 

"Der größte Genuss, die höchste Freude im Leben ist, zu spüren, dass die Menschen einen brauchen und einem nahe stehen. Dies ist eine Wahrheit - vergesst sie nie, und sie wird euch unermessliches Glück schenken."

 

 

"Wenn der Feind sich nicht ergibt, wird er vernichtet."

"Und wenn ihr gezwungen sein solltet, mit der Waffe in der Hand auf die Schlachtfelder des Kampfes gegen die alte Welt hinauszuziehen, dann geht in diesen letzten Kampf die erste Armee der Welt, in der jeder Kämpfer ganz genau wissen wird, wofür er kämpft und wer sein wirklicher Feind ist. Er wird wissen, dass dieser Feind von der Geschichte zum Untergang verurteilt und dass dessen Untergang der Anfang vom Glück der Schaffenden in der ganzen Welt ist."

 

 

"Das System der kapitalistischen Wirtschaft wird immer offener und unverhüllter zu einem System des Banditentums, zur Welt der Räuber."

"Die kapitalistische Welt zersetzt sich, und mit ihrem Leichengift infiziert sie alle, die gewollt oder ungewollt ihren unmenschlichen Interessen dienen."

"Ihre Kultur ist die Schule, in der gelogen wird, ist die Kirche, in der gelogen wird, ist das Parlament, in dem ebenfalls gelogen wird, ist die Presse, in der gelogen und verleumdet wird."

"Man muss sich darüber klar sein, dass es auch innerhalb der Bourgeoisie bisweilen 'weiße Raben' gibt, Menschen, die sich der empörenden Realität der Klassen scharfsichtiger und gründlicher bewusst geworden sind, als dies im allgemeinen Denken bürgerlichen Denken eigen ist."

 

 

"Der Faschismus ist ein wahnsinniges Tier, ein Tier, das vernichtet werden wird. Es handelt sich natürlich nicht darum, einem wilden Tier zuzureden, es solle sich einem Menschen gegenüber, der ihm in die Fänge geraten ist, gnädig zeigen, sondern darum, diesem wilden Tier die Fänge samz dem Kopf abzuschlagen."

"Der Faschismus ist eine Organisation der abscheulichsten Bestien und Schurken, die alle übrigen Menschen knechten und sie zu Haustieren des Kapitalismus abrichten wollen."

"Der Faschismus bereitet sich vor auf die sinnlose Vernichtung von Millionen gesunder Menschen, auf eine abermalige Zerstörung Jahrhunderte alter Kulturgüter durch Feuer, auf die Vernichtung der Früchte der schweren Arbeit der Massen, die die Fabriken und Werke geschaffen, die Felder kultiviert, Brücken und Wege gebaut haben."

 

 

"In meinem ganzen Leben habe ich festgestellt, dass die wirklichen Helden diejenigen Menschen sind, die zu arbeiten lieben und zu arbeiten verstehen, Menschen, die sich die Befreiung aller menschlichen Kraft für das schöpferische Schaffen, für die Verschönerung unserer Erde, für die Organisierung der Lebensformen auf ihr zum Ziel setzen, die des Menschen würdig sind."

 

 

"Der Humanismus des Proletariats erfordert unauslöschlichen Hass ... gegenüber allem, was Leiden verursacht, gegenüber allen, die von den Leiden von Hunderten von Millionen Menschen leben."

 

 

"Sind Sie ein schwacher Mensch - so wird man Sie kaufen und verkaufen, man wird Sie zu Tode hetzen, man wird Sie einschläfern, und Sie werden hinwelken, nachdem Sie sich als blühender Baum vorgekommen sind ... Doch für einen ehrlichen menschen, einen ehrlichen Schriftsteller und Revolutionär ist es eine Ehre, diesen Weg zu gehen - eine große Ehre ..."

 

 

"Wäre ich Kritiker und schriebe ein Buch über Maxim Gorki, so würde ich darin sagen, dass die Kraft, die Gorki zu dem gemacht hat, was er ist, als der er vor uns steht ... darin liegt ..., dass er als erster in der russischen Literatur und vielleicht als erster im Leben überhaupt von sich aus die riesengroße Bedeutung der Arbeit begriffen hat, die alles Kostbare, alles Herrliche, alles Große in dieser Welt gestaltet."

 

 

"Ich glaube, dass alle Geheimnisse und Tragödien des Lebens nur durch Arbeit zu überwinden sind, und nur sie wird den schönen Traum von der Gleichheit der Menschen, von einem gerechten Leben verwirklichen."

 

 

 

"unsere Sitten sind - milde ausgedrückt - schlecht. Dieses Schlechte ist vor Allem dadurch zu erklären, dass die Grüppchenstimmungen immer noch nicht überwunden sind, dass die Literaturschaffenden sich in "wir" und "jene" teilen, und das begünstigt die Menschen, die, je nach ihren niedrigen Vorteilen, den "Unseren" wie den "Anderen" dienen. Die Grüppchen bilden sich nicht nach dem Merkmal der "Parteilichkeit" und "Unparteilichkeit", nicht kraft der Notwendigkeit "schöpferischer" Auseinandersetzungen, sondern aus dem unverhüllten Bestreben der Ehrgeizigen, die Rolle von "Führern" zu spielen. Das "Führertum" ist eine Krankheit, die sich aus der Atrophie des Gefühls für das Kollektiv heraus entwickelt und sich in der Hypertrophie des "Individuellen" äußert. Während die "Einzelwirtschaft" auf dem Lande sehr schnell über wunden wird, macht sie sich in den Kreisen der Literaturschaffenden immer mehr bemerkbar. Diese Erscheinung ist nicht nur damit zu erklären, dass dem Kreise der Literaturschaffenden, als zu einer "Nebenbeschäftigung", die körperlich leichter ist als die Arbeit an der Werkbank in der Fabrik, ein im zoologischen Individualismus erstarrter Landbewohner zuströmt; sie erklärt sich auch daraus, dass man - hat man sich in aller Eile den Wortschatz Lenins und Stalins angeeignet - geschickt innerlich hohle Subjekte kommandieren kann, deren Prinzipienlosigkeit es ihnen gestattet,, "selbstlos", d.h. schmalos heute den "Unseren" und morgen den "Anderen" zu dien en. - (Gorki, Sommer 1934)

 

 

“Nach manchen Gesprächen mit Menschen hat man den Wunsch, einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzulächeln und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen!”

"Ein Mensch - wie stolz klingt das."

"Man muss dem Menschen einen Igel unter die Schädeldecke setzen, damit er sich nie beruhige."

Alles, was schön ist, bleibt schön, auch wenn es welkt.

 

Die Wissenschaft ist der Verstand der Welt, die Kunst ihre Seele.

Angst ist für die Seele ebenso gesund wie ein Bad für den Körper.

Eine Erzählung muss in die Tiefe des Lebens eindringen,
wie ein Bohrer in die Tiefe der Erde.

Man muss nicht in der Bratpfanne gelegen haben,
um über ein Schnitzel zu schreiben.

Talent, das ist der Glaube an sich selbst, an die eigene Kraft.

Eigentlich sollte man einen Menschen nicht bemitleiden,
besser ist es ihm zu helfen.

Bisweilen macht es Freude, einen Menschen dadurch in Erstaunen zu versetzen,
dass man ihm nicht ähnelt und anders denkt als er.

Der Mensch trägt selbst die Kosten für alles,
und darum ist er letztendlich frei!

Der Kleinbürger ist der, der sich selbst allen anderen vorzieht.

 

 

 

Die Komintern (SH) über Maxim Gorki -

dem Gründer der Sowjetliteratur

 

"Der Name Maxim Gorki ist den Werktätigen des Sowjetlandes und weit über seine Grenzen hinaus vertraut und teuer als der Name eines ganz großen revolutionären Künstlers, eines Kämpfers gegen den Zarismus, gegen den Kapitalismus, für die internationale proletarische Revolution, für die Befreiung der Werktätigen aller Länder vom Joch des Kapitalismus" Begrüßungsschreiben des ZK der KPdSU (B) zum 40. jahrestag des Beginns seiner literarischen Tätigkeit – "Prawda" Nr. 266, Jahrgang 1932, Seite 1.

Das große Volk, das sich in gigantischem, revolutionärem Drang erhoben und im Aufbau der sozialistischen Gesellschaft Wunder an Energie, Willen und Talent gezeigt hatte - Bilder des Kampfes von Millionen Menschen für ein neues Leben ohne Kapitalismus - mussten die Schriftsteller anregen. Das Sowjetvolk gebar aus sich heraus eine ganze Plejade neuer Dichter.

Die sowjetische Literatur erhob die Fahne der klassischen russischen Literatur, folgt ihrer besten gesellschaftlichen und künstlerischen Tradition, aber sie ist gleichzeitig eine neue Literatur, die revolutionäre Ideen, eine revolutionäre Einstellung zur Welt und Gestalten revolutionärer Menschen einer bisher niemals und nirgends existierenden sozialistischen Gesellschaft gab.

Gorki ist nicht nur der Stammvater der sowjetischen Literatur. Sein außerordentlicher Einfluss bestimmte auch im größten Ausmaße ihre ganze Entwicklung. Es handelt sich dabei nicht nur darum, dass viele sowjetische Schriftsteller, darunter auch W. Iwanow, F. Gladkow, K. Fedin, L. Leonow, unter dem direkten Einfluss Gorkis und seiner persönlichen, liebevollen Unterstützung aufwuchsen. Die gorkische Lebenseinstellung, oder genauer gesagt, die bolschewistische Lebenseinstellung, wurde zum charakteristischen Merkmal der sowjetischen Literatur. Ob Arbeiter oder Schriftsteller, wir alle müssen - dem großen Vorbild Gorkis folgend - Teilnehmer jener großen Sache sein, die für die künftige Menschheit, für den Weltsozialismus und für die sozialistische Weltrevolution unumgänglich notwendig ist.

Die Nähe Lenins hatte die Auflehnung Gorkis in das Gleis der Revolution gelenkt.

Die Nähe Stalins gab seinem Schaffen in den letzten Jahren die Ausrichtung.

Gorki stellte sich an die Spitze des literarischen Lebens des Sowjetlandes.

Er gründete und redigierte eine Reihe von Zeitschriften und leitete als Vorsitzender die Arbeit des Verbandes der Sowjetischen Schriftsteller.

In Gorki stand neben dem großen Schöpfer des Buches stets der hervorragende Arbeiter am Buch - ein unermüdlicher Redakteur.

Es gab kaum ein literarisches Projekt, an dem Gorki nicht nahe beteiligt gewesen wäre. Allein die bloße Aufzählung der Veröffentlichungen, die auf Veranlassung Gorkis unternommen wurden, setzt durch ihre Vielfalt in Erstaunen. Schon zu Lenins Zeiten unterstützte Gorki die Bolschewiki mit Beiträgen in ihren Zeitungen und Zeitschriften.

Später unter Stalin nahmen die Veröffentlichungen von Gorki Massencharakter an.

Darunter fallen sowohl Massenauflagen von Zeitschriften wie "Unsere Errungenschaften"; "Aus dem Auslande"; "Literarische Lehre"; "Der Kollektivbauer"; "Schaffen der Völker";

- als auch Serienveröffentlichungen wie:

"Das Leben großer Männer"; "Die Geschichte eines jungen Mannes des XIX. Jahrhunderts", "Die Bibliothek des Dichters"

- und auch Kollektivarbeiten wie: "Ein Tag der Welt";

- ferner Veröffentlichungen die der Vergangenheit der Heimat gewidmet waren - Bücher über die geschichtliche Entwicklung von Betrieben und Fabriken, die Geschichte des Bürgerkriegs, die Geschichte des Dorfes, der Almanach, "Das Jahr XVI", "Die Bibliothek des Kollektivbauern", "Die UdSSR im Bau", eine Riesenbibliothek von Zeitschriften und Büchern, von denen jede Seite durch die Hand eines Mannes gegangen war, der in die schöpferische Arbeit im wahrsten Sinne des Wortes verliebt war.

Viele dieser Unternehmen stellten eine Verwirklichung alter Pläne und Träume Gorkis dar.

Noch vor der Revolution war Gorki zum Beispiel der Gedanke gekommen, Sammlungen litararischer Werke der verschiedenenen Völker herauszugeben. Doch dies war damals schwer zu verwirklichen, und das ganze Unterfangen blieb in seinen Anfängen stecken.

Gleichzeitig mit der Riesenarbeit auf dem Gebiet der Organisierung der sowjetischen Litaratur nimmt Gorki an der Gründung neuer wissenschaftlicher Institutionen teil, verfolgt aufmerksam die Erfolge der Volkskunst, korrespondiert mit Erfindern und Konstrukteuren, studiert das Leben der Arbeitskommunen der Kinder ( siehe seine Korrespodenz mit Anton Makarenko) und arbeitete eine Vielzahl praktischer Entwürfe aus.

All diese Tätigkeiten beanspruchten viel Kraft und Zeit, doch Gorki setzte seine schöpferische schriftstellerische Tätigkeit trotzdem fort. Er schreibt die Fortsetzung zu seinem Roman "Das Leben des Klim Samgins", eine Reihe von Artikeln, Theaterstücken, unter denen "Jegor Bulytschew" zu den bedeutendsten und hervorragendsten Schöpfungen des Künstlers gehört.

Schon in seiner Kindheit musste Gorki für sich selbst sorgen. Alles hat sich Gorki selber mühselig erarbeiten müssen. Die Freiheit zu schreiben, musste er sich erkaufen durch Verrichtung der schwersten und dreckigsten Gelegenheitsarbeiten. Gorki: " Ich habe keine Zeit, viel zu schreiben, ich arbeite bis zu 12 Stunden täglich und spucke dabei Blut." Vieles lernte Gorki dadurch nicht nur bei berühmten Schriftstellern, sondern auch beim Volk. Er nahm die Sprache des geknechteten Volkes auf, indem er ihr Schicksal teilte, egal ob Bauern, Handwerker, Soldaten, Kaufleute, Wolgaschlepper, Matrosen, Chorsänger ... Er kam überall herum und erlernte so die mündliche Dichtkunst nicht nur des eigenen Volkes, sondern auch die anderer Völker. Er glaubte unerschütterlich an die schöpferischen Kräfte der Völker. Er war ein Internationalist der Tat - mit Leib und Seele. Er ging bei den Völkern in die Lehre und erreichte so jene hohe Stufe der Kunst, die Schönheit, Einfachheit und Wahrheit zu einer untrennbaren Einheit verschmilzt.

Maxim Gorki hat die Aufgaben der Literatur nicht nur theoretisch in ihrer vollen Tragweite erkannt, sondern auch durch sein dichterisches Schaffen den Nachweis dafür erbracht, wie ein Schriftsteller diesen Aufgaben vorbildlich gerecht wird. Natürlich hat ihm dabei seine große Lebenserfahrung geholfen, die daher rührte, dass er selbst das Leben des Proletariats gelebt hatte und schon in der Jugend mit den revolutionären Theorien in Berührung gekommen war. Besser als andere Schriftsteller vermochte er deshalb, die der Literatur vom Leben gestellten neuen Aufgaben und Forderungen zu erfassen. Das allein genügte aber nicht. Gab es doch viele Menschen, die ebenso wie Gorki über die Kenntnis des Arbeiterlebens und der revolutionären Theorie verfügten. Um in den ersten Schritten der revolutionären Bewegung den aufkommenden Sturm der Revolution zu erkennen und zu begreifen, welche Aufgaben sie dem Schriftsteller stellte, musste man einen außerordentlichen Weitblick besitzen, musste man sich über die Tagesereignisse stellen und ihren noch in der Zukunft verborgenen Sinn verstehen können. Maxim Gorki hat diesen tieferen Sinn vom Leben an die Literatur gestellten neuen Forderungen erfasst.

Das Eindringen in das eigentliche Wesen der Aufgaben, die die russische Literatur löste, war es, was Gorki von der Notwendigkeit ihrer Weiterentwicklung überzeugt hat. Schon ganz im Anfang seines Schaffens versuchte Gorki, neue schöpferische Wege zu finden. Er trat gegen die beengenden Schranken des alten Realismus auf. Er forderte, dass der Schriftsteller bei der Widerspiegelung des Lebens in seine Werke die Ideale hineinlege, die durch den Sturmwind der Revolution längst ihre Verkörperung im Leben gefunden hatten. Das war jedoch nur auf dem Wege wahrhaft bolschewistischer Parteinahme möglich. Nur unter dieser Bedingung konnte der Schriftsteller Werke schaffen, die für das Volk von Bedeutung waren.

Auf dieser Suche nach neuen Wegen für die Entwicklung der Literatur ließ sich Gorki vor Allem durch die von ihm selbst aufgestellte Grundforderung leiten, dass die Literatur der Heimat und dem Volk zu dienen habe. Das ganze Schaffen Gorkis war vom Glauben an die Kraft des russischen Volkes durchdrungen und hat dieser einen großen patriotischen Aufgabe gedient. Das Schaffen Gorkis war Ausdruck der gemeinsamen patriotischen Aufgabe, die sich die Arbeiterklasse unter der Führung der bolschewistischen Partei gestellt hatte, nämlich die Aufgabe der Befreiung der Arbeiterklasse. Für Gorki bestand zwischen Patriotismus und Liebe zur gesamten Menschheit niemals ein Gegensatz.

Die Hauptaufgabe der Literatur war die parteiliche Darstellung des Lebens, was in der künstlerischen Anlage des Werkes durch die Herausmeißelung der Gestalt des neuen Menschen ihren Ausdruck fand. In ihr verkörperte darum Gorki die wertvollsten Eigenschaften des sozialistischen Menschen, in ihr zeigte er die Charakterzüge des für die neue, sozialistische Welt kämpfenden Menschen. Dieser Mensch ist erfüllt von humanistischem Gedanken, vom Willen zum Kampf für das Glück und die Befreiung der gesamten Menschheit. In ihm spiegeln sich die neuen, sozialistischen Ideale der Arbeiterklasse wider. So hat Gorki jenes künstlerische Schaffensprinzip gefunden, das J. W. Stalin später, am 26. Oktober 1932, in einer Unterredung mit Schriftstellern als die Methode des sozialistischen Realismus definiert hat. Der Dichter hatte schon begonnen, die Grundzüge dieser künstlerischen Methode zu entwickeln, als die Arbeiterklasse um ihre Befreiung eröffnete. Es ist klar, dass dieses Prinzip nicht auf den ersten Anhieb schon als vollendet in Erscheinung treten konnte. Es entwickelte sich vielmehr mit dem Schaffen Gorkis, und zwar in dem Maße, wie seine Schöpfungen selbst reifer wurden, entsprechend dem Wachstum der revolutionären Bewegung und den entscheidenden Veränderungen im Leben nach der Oktoberrevolution, aus einem Boden also, dem es seine Entstehung überhaupt verdankte. So wurden die Grundsätze des sozialistischen Realismus, wie sie Lenin begründete und Gorki mit vollendeter Meisterschaft verwirklicht hat, später zur revolutionären Grundlage für die literarische Massenbewegung, die Grundlage für die Entwicklung der Sowjetliteratur in ihrer Gesamtheit. Das sozialistische Ideal, der positive Held, die Dialektik und Volksverbundenheit - das sind die Wesensmerkmale der Methode der Sowjetliteratur, wie sie von Lenin theoretisch entwickelt und erstmalig von Gorki praktisch angewandt worden sind. Bestes Beispiel für die Anwendung des sozialistischen Realismus ist Gorkis Roman "Die Mutter".

Gorki war ein scharfer Literaturkritiker. Für Gorki war die Literatur eine der Formen des Klassenkampfes. Insbesondere kritisierte er die Schriftsteller des Symbolismus. in den revolutionären Jahren vertraten die Symbolisten die Abkehr von der Revolution, traten sie ein für Passivität, und betätigten sich als Gegener des sozialistischen Realismus. Gorki sah im Symbolismus "eine schädliche, gesellschaftsfeindliche Erscheinung, die unbedingt bekämpft werden muss." Die Mystik der Symbolisten definierte Gorki als "spitzfindigen Kniff der durch die immer klarer und klarer aus dem Chaos des Lebens hervor tretenden Gegensätze beunruhigten bürgerlichen Gesellschaft, die ihr Gewissen beruhigen will und sich, in den Mantel der Pharisäer gehüllt, geschickt vor der Unheil drohenden Logik des Geschehens im Schutz der göttlichen Barmherzigkeit zu verbergen wünscht."

Ein besonderer charakteristischer Zug der Werke Gorkis ist der Internationalismus. J.W. Stalin hatte festgestellt, dass die Volkskultur nach der Oktoberrevolution ihre nationale Form bewahrt, zugleich aber einen internationalen sozialistischen Inhalt bekommen hat: "Proletarisch ihrem Inhalt nach, national ihrer Form nach - das ist die allgemein-menschliche Kultur, die sozialistischen Kultur. Die proletarische Kultur hebt die nationale Kultur nicht auf, sie verleiht ihr vielmehr den Inhalt. Und umgekehrt: Die nationale Kultur hebt die proletarische Kultur nicht auf, sondern verleiht ihr die Form." (Stalin).

Insbesondere in den Jahren des Ersten Weltkrieges stand Gorki auf dem festen Boden des proletarischen Internationalismus. Die Zeitschrift "Letopis", mit der Gorki in Verbindung stand, war in Russland das einzige legale Organ der Anti-Kriegspropaganda.

Gorki kämpfte gegen die weltimperialistische Verleumdung der sowjetischen Literatur, gegen das Bestreben, die Errungenschaften der sojwtischen Kultur als wertlos hinzustellen, gegen jeden Versuch, die sowjetischen Schriftsteller zu diskreditieren und überhaupt die selbständige Entwicklung der russischen Kultur abzuleugnen. Mit diesen Mitteln sollte das sozialistische Bewusstsein der Sowjetmenschen von den bürgerlichen Kosmopoliten erschüttert werden. Und so schoben sie der bolschewistischen Partei Lenins und Stalins die Schuld am Tod Gorkis in die Schuhe. Nach alter trotzkistischer Methode wurde Gorki und sein Werk von der Bourgeoisie so lange gelobpreist, bis er 1928 in die Sowjetunion zurückgekehrt war (Die "gute" (vor-sozialistische) Schaffensperiode bis 1928 im Gegensatz zu der nach 1928 folgenden "bösen" sozialistischen Schaffensperiode). So versuchte man "Gorki gegen Gorki" zu stellen und als zwielichtige "Gestalt" darzustellen. Die Bourgeoisie hält somit bis heute an der Verleumdung Stalins fest, er habe Gorki in seine "Marionette" verwandelt. Und jene unverschämte anti-kommunistische Lüge wird heute immer noch in der Weltöffentlichkeit gepflegt, nämlich dass Stalin Gorki angeblich umbringen ließ. Bis heute wird versucht, Gorki "aus den Klauen" des Kommunismus zu befreien und ihn als bürgerlichen Schriftsteller der Weltliteratur zu feiern. Deswegen werden heute auch keine Werke veröffentlicht, in denen er den Sozialismus offen propagiert. Gorki als Revolutionär gegen kapitalistische Knechtung wollte man gelten lassen, aber nicht den Gorki, der unter der Diktatur des Proletariats gewirkt hat. Es wird so getan, als wäre Gorki und der Sozialismus ein Gegensatz. Und man versucht dies fleißig zu untermauern mit Zitaten von Gorki, in denen er sich angeblich gegen Lenin und Stalin, gegen den Kommunismus stellen würde.

Die Tatsachen sprechen dagegen. Gorki gehört nicht der Bourgeoisie, sondern dem Weltproletariat und der gesamten Menschheit. Um so mehr ist es heute die Pflicht von uns Stalinisten-Hoxhaisten, Gorki gegen alle bürgerlich-revisionistischen Verleumdungen zu verteidigen. Hierzu hat die Komintern (SH) einen bescheidenen Beitrag geleistet und aus Anlass des 80. Todestages das weltweit größte Gorki-Archiv im Internet geschaffen. Gorki kann nun in 17 Sprachen studiert werden. Und es werden seine Werke demnächst in weiteren Sprachen von uns veröffentlicht werden.

Gorki verkörpert den zukünftigen Menschen des Weltsozialismus. Sein Werk ist eine Fackel, die den Weg zur sozialistischen Weltrevolution erhellt.

Gorki war der revolutionärste Schriftsteller der Welt. Auf seinem Werk basiert die sozialistische Weltliteratur in der Vergangenheit, in der Gegenwart und in der Zukunft.

Was charakterisiert heute den weltrevolutionären Schriftsteller ?

Der weltrevolutionäre Schiftsteller schöpft kritisch aus den negativen Erscheinungen des Weltkapitalismus, aus dem Elend, in das der Weltkapitalismus die gesamte Menschheit gestürzt hat. Er schöpft aus dem Kampf des Weltproletariats, um diesem Elend ein Ende zu bereiten mit der sozialistischen Weltrevolution. Es sind die wahren Helden des internationalen Klassenkampfes, die dem weltrevolutionären Schriftsteller als Vorbild dienen. Aus dem revolutionären Weltproletariat selbstlässt der weltrevolutionäre Schriftsteller seine künstlerischen Schöpfungen entstehen. Nur der Schriftsteller, welcher der Menschheit Mut macht, den Weltkapitalismus zu überwinden und für die Verwirklichung des ersehnten Weltkommunismus zu kämpfen, ist ein weltrevolutionärer Schriftsteller.

Der weltrevolutionäre Schriftsteller schreibt nicht für irgendein Volk, er schreibt für alle Ausgebeuteten und Unterdrückten in der ganzen Welt, er schreibt für die zukünftige kommunistische Weltgemeinschaft. Der Schriftsteller der Zukunft ist ein Weltrevolutionär, der selber am Kampf gegen den Weltkapitalismus und seine Überreste teilnimmt. Er streut den Weg zum Weltkommunismus nicht mit Blumen, sondern beschreibt ihn als Weg der sozialistischen Weltrevolution, als Weg, der mit härtesten globalen Prüfungen gepflastert ist. Er verabscheut die Welt des intellektualistischen Literatentums und reiht sich ein in das Kollektiv des Weltproletariats. Ein weltrevolutionärer Schriftsteller ist in seiner internationalen Größe bescheiden und groß in seiner Bescheidenheit gegenüber dem Weltproletariat. Ein weltrevolutionärer Schriftsteller lernt aus den Lebens- und Arbeitserfahrungen des Weltproletariats. Er schreibt die Wahrheit über das Weltproletariat, überwindet dabei alle nationalen Schranken und beteiligt sich aktiv am multinationalen Aufbau einer neuen weltkommunistischen Literatur.

Der weltrevolutionäre Schriftsteller ist ein Gegner der skeptischen Verneinung des Weltkapitalismus, ein Gegner der bürgerlich-revisionistischen Weltliteratur. Er ist ein Vertreter der Dialektik, der schöpferischen Verneinung, aus der eine neue sozialistische Weltgesellschaft hervorgeht mit allen ihren weltrevolutionären Helden.

Der weltrevolutionäre Schriftsteller muss sich die Fähigkeit aneignen, die Verantwortung für die Vorwärtsbewegung der gesamten Weltgeschichte auf sich zu nehmen und die Menschheit unbeirrbar zur Befreiung und zum Aufbau des Weltsozialismus und Weltkommunismus zu führen, alle Unterdrückten und Ausgebeuteten zu vereinigen und mituzureißen. Er schafft den positiven Helden des proletarischen Internationalismus, der mit revolutionärem Weltbewusstsein beseelt ist. Der weltrevolutionäre Schriftsteller erhebt seine Stimme auf allen Kontinenten der Erde. In welcher Sprache er auch schreiben mag – er steht mit allen anderen weltrevolutionären Schriftstellern gemeinsam an der Weltfront des mächtigen Wortes des Weltkommunismus. Es gibt keine ehrenvollere Pflicht der Weltgeschichte, als die Menschheit im Geiste des Kommunismus zu erziehen. Das ist auch die Pflicht aller weltrevolutionären Schriftsteller.

Der sozialistische Realismus ist hervorgegangen aus der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution. Und genauso geht der weltsozialistische Realismus aus der Großen Sozialistischen Weltrevolution hervor, die mit der Oktoberrevolution eingeläutet wurde und aus den Errungenschaften der Oktoberrevolution erwächst. Der Sieg der Oktoberrevolution erschloss die geistige sozialistische Welt der Sowjetvölker, und so wird auch die sozialistische Weltrevolution die geistige sozialistische Welt aller Völker erschließen.

Der Methode des weltsozialistische Realismus beruht auf den wissenschaftlichen Grundlagen des Stalinismus-Hoxhaismus und kann sich nur im Kampf gegen den Neo-Revisionismus entwickeln, insbesondere auf dem Gebiet der revolutionären Weltliteratur.

Nur mit der kommunistischen Weltanschauung kann man das Leben richtig studieren, seinen Entwicklungsweg im Kampf des neuen sozialistischen Lebens gegen das alte Leben im Kapitalismus. Eine weltsozialistische Literatur kann sich nur unter der Führung der Kommunistischen Internationale herausbilden. Man kann die weltsozialistische Literatur nur dadurch stärken, dass man die Komintern (SH) stärkt. Ein weltrevolutionärer Schriftsteller ist ein bewusster und leidenschaftlicher Kämpfer für die Sache des Weltkommunismus. Er muss daher in erster Linie immer die ideologische Position der bürgerlichen und kleinbürgerlichen Gegner sehen und mit ihr abrechnen auf dem Boden des Stalinismus-Hoxhaismus.

Am 18. juni 1936 hatten die Rechten und Trotzkisten Gorki ermordet, von Agenten des Weltimperialismus, gegen die Gorki mutig gekämpft hatte. Am 20. Juni wurde Gorki auf dem Roten Platz in Moskau beigesetzt. Unter den Trägern des Sarges befand sich auch Stalin, von dem Gorki schrieb: "Ununterbrochen und immer rascher wächst in der Welt die Bedeutung Joseg Stalins, des Mannes, der die Energie und die Kühnheit seines Lehrers und Kameraden sich am tiefsten zu eigen gemacht hat und ihn nun schon 10 Jahre auf dem überaus schweren Posten des Führers der Partei würdig vertritt ... Der ausgezeichnet organisierte Wille, der durchdringende Verstand eines großen Theoretikers, die Kühnheit eines talentierten Sachwalters, die Intuition eines echten Revolutionärs, der es versteht, sich in den schwierigen Eigenschaften der menschen fein zurechtzufinden und, die besten dieser Eigenschaften kultivierend, schonungslos gegen diejenigen kämpft, die den Ersteren hinderlich sind, die äußerste Entwicklungshöhe zu erreichen, haben ihn auf Lenins Platz gestellt." (Maxim Gorki: "Über die Heimat", Seite 154/55)

In den Tagen seiner Krankheit las Gorki Stalins Verfassungsentwurf. Tief bewegt sagte Gorki: " In unserem Lande singen sogar die Steine."

Die Traditionen Gorkis sind und bleiben uns teuer für alle Zeit. Mögen "die Steine der ganzen Welt zu singen anfangen". Es lebe Maxim Gorki !

18. Juni 2016

 

 

 

Gorki wurde ermordet ...

 

 

Maxim Gorki

aus: Geschichte der Sowjetliteratur

Berlin 1952

Empfehlung der Komintern (SH) :

"Eines der wichtigsten marxistisch-leninistischen Bücher zum Studium des Lebens und der Werke von Maxim Gorki."

 

 

 

Maxim Gorki

Sowjet-Enzyklopädie

1953

 

 

 

Maxim Gorki - Der Gründer der sowjetischen Literatur

 

 

 

 

FRANZ MEHRING

ÜBER GORKI's "NACHTASYL"

 

 

 

VIDEOS

 

Hanns Eisler / Bertolt Brecht:

Die Mutter

Maxim Gorky

 

Мать - 1919 Первая экранизация повести М. Горького

 

Детство Горького / Childhood (1938) - биография

 

Мои университеты (1939) Полная версия

 

Дело Артамоновых / Artamonov Business, The (1941) - экранизация

 

В людях (1938) Марк Донской

 

На дне ч.1 М.#Горький #театр #Современник #театрСовременник #ПолныеВерсииСпектаклей

На дне ч.2 М.#Горький #театр #Современник #театрСовременник #ПолныеВерсииСпектаклей

 

Аудиокнига Максим Горький -Детство

 

 

 

 

MAXIM GORKI

größte Bildsammlung der Welt,

veröffentlicht von der Komintern (SH) zum 80. Todestag

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Image result for Maxim Gorky stamp Image result for Maxim Gorky stamp

 

 

Image result for Maxim Gorki Briefmarke Image result for Maxim Gorki BriefmarkeImage result for Maxim Gorki Briefmarke

 

Image result for Maxim Gorki Briefmarke Image result for Maxim Gorky stamp

Image result for Maxim Gorky stamp Image result for Maxim Gorky stamp

 

Image result for Maxim Gorky stampImage result for Maxim Gorky stamp