HEINRICH MANN

Webseite erstellt aus Anlass des 70. Todestages

(27. März 1871 – 11. März 1950)

 

ZEITTAFEL

 

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Artikel über Heinrich Mann aus Anlass des 30. Todestages:

"Roter Morgen" Nr. 12 vom 21. März 1980

hierzu eine Anmerkung:

In diesem Artikel wurde von unserer Partei, der KPD/ML, bereits 1980 die klassenversöhnlerische "Volksfront"politik von Dimitroff vertreten, die wir heute aufs Schärfste bekämpfen. Es muss ferner angemerkt werden, dass Heinrich Mann einer der führenden literarischen Vertreter der Volksfrontpolitik von Dimitroff war.

Wir sind jedoch der Meinung, dass Heinrich Mann einer der wenigen Vertreter der bürgerlichen Schriftsteller war, die sich als verfolgte Demokraten positiv von Reaktion und Faschismus abgrenzten und mit dem revolutionären Kampf der Arbeiterklasse sympathisierten.

1933 verbrannten die Nazis die Bücher von Heinrich Mann.

Allein das ist Grund genug dafür, dass die Komintern (SH) Heinrich Mann nicht in Vergessenheit geraten lassen wird, obwohl er kein Arbeiterschriftsteller war.

 

3 Zitate von Heinrich Mann

"Die Literatur, ob sie es will oder nicht, ist im Begriff, ganz und gar sozialistisch zu werden. Warum? Weil außerhalb der sozialistischen Welt keine Literatur mehr bestehen kann. Die Literatur geht unweigerlich zu deb Arbeitern, weil bei ihnen die Menschlichkeit geachtet, die Kultur verteidigt wird."

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"Hingerichtet sind Rudolf Claus, Fiete Schulze und viele andere Vorbilder dieses Volkes. Nicht jeder bringt es bis zur öffentlichen Auszeichnung durch Block und Beil. Man wird verfolgt, geschlagen, eingesperrt, kommt halb verhungert heraus - hat hiermit getan, was recht ist, womit heute Ansehen bei den Kameraden und Selbstachtung zu erwerben sind. Man fährt fort wie vorher. Der Schrecken, am eigenen Leibe grausam verspürt, er schreckt nicht. Er wirkt nicht. Der Schrecken schüchtert die Staatsfeinde nicht ein, er macht sie entschlossener. Sie reifen durch Leiden, ihre schweren Erfahrungen machen sie geschickter zum Kampf. Sie lernen denken, und ihr Herz schlägt höher ..."

 

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(Ein Aufruf von Heinrich Mann aus dem mexikanischen Exil kurz nach Kapitulation des Hitlerfaschismus 1945)

"An das befreite Berlin:

Ruht nicht, bis alle lebenswichtigen Unternehmungen übergegangen sind aus der Privathand in die öffentliche ! Solange noch eine der großen Industrien individualistisch betrieben wird, drohen euch Rechtlosigkeit und Gewalt wie je. Der nächste Krieg wäre euch sicher, wie der vorherige euch gewiss war.

Was ihr endlich wagen müsst, oder alles wäre für immer verloren, das ist nicht nur die versäumte Revolution; sie nachzuholen, schuldet ihr einfach euch selbst, euren Kindern, eurer Ehre. Verlangt wird mehr als eine einmalige revolutionäre Handlung. (-) Eine revolutionäre Gesinnung, die standhaft bleibt, eine Revolution, die sich vererbt und verewigt: das wird verlangt ...

Kämpft unerbittlich für einen Staat, der dem Volk nicht nur verantwortlich, der verkörpert ist in ihm ! ... Duldet nicht noch einmal eine Weimarer Verfassung ! Sie hat Handhabungen enthalten für alles, was kam, einbegriffen der Hitler. Sie war voller Stricke und Fallen, die Unterlegenheit der Arbeitenden war in ihr festgelegt auf listige Art, die Diktatur gegen das Volk wurde sogar offen in ihr bekannt ... Begreift es ganz: nur ein revolutionäres Deutschland wird geachtet sein bei den Fremden, die es von seinen bisherigen Unterdrückern befreit haben."

Heinrich Mann

 

 

 

 

 

DER UNTERTAN

(Der gleichnamige Film war in der BRD bis 1958 verboten)

 

 

Professor Unrat

Verfilmung bekannt unter dem Titel

"Der Blaue Engel" mit Marlene Dietrich in der Hauptrolle

 

 

1906

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heinrich Mann und Bruder Thomas Mann