Konstantin Simonow

28. November 1915 - 28. November 2015

100. Geburtstag

 

 

 

Konstantin Simonow

Simonow gehört zu den zahlreichen sowjetischen Schriftstellern, die sich nach dem Tod Stalins auf den revisionistischen Weg begeben haben. Gleichwohl halten wir es für ungerechtfertigt, damit auch jenes Schaffen von Simonow auszulöschen, das einst der Sowjetunion Lenins und Stalins gedient hat . Deswegen veröffentlichen wir hier nur ausgewählte Werke, die er in den 30er und 40er Jahren geschrieben hat.

(Auch die begrenzte Anzahl von Fotos wurden aus dieser Zeit ausgewählt)

 

Die Werke von Konstantin Simonow wurden 62 mal in 26 Ländern verlegt worden.

Die Heimatliebe wird zum vorherrschenden Thema. So heißt es in einem Gedicht Konstantin Simonows, das A. Surkow gewidmet ist:

 

"Noch durften die Kugeln uns beide verfehlen,

ob dreimal der Tod auch schon hob seine Hand,

doch tiefer nur Liebe und Stolz mich beseelen,

für dich, du mein Ursprung, mein russisches Land.

Wie gut, dass zu kämpfen für dich mir bereitet,

dass mein' eine russische Mutter harrt,

ein russisches Weib mich zum Abschied begleitet,

mich dreimal umarmte nach russischer Art."

 

Simonow hat mit großer Kunst gezeigt, wie der Soldat von dem Gedanken an seine Angehörigen erhoben wird, wie er in den schwersten Augenblicken aus dem Bewusstsein, dass man zu Hause als Sieger erwartet wird, neue Kräfte schöpft. Sein Gedicht "Warte auf mich", das dieses Thema behandelt, hat unter den Soldaten an der Front große Verbreitung gefunden, es wurde überall abgeschrieben und den Angehörigen in Briefen nach Hause geschickt.

Simonow hat mit diesem Gedicht die sprachliche Form gefunden, die echt und ungekünstelt das Empfinden eines Menschen widergibt, der, um all das zu retten, was ihm teuer ist, der Gefahr trotzt und von seinen Angehörigen geistige Hilfe erwartet, die ihm neuen Mut und neue Standhaftigkeit zuführt. Der erregende, immer wieder abbrechende Rhythmus, der auf dem Wechsel von drei- und vierfüßigen choreischen Zeilen beruht, steigert sich in den Wortwiederholungen der Zeilen:

 

"Warte, wenn der Schneesturm tobt,

Wenn der Sommer glüht.

Warte, wenn die andern längst,

längst des Warten müd.

Warte, wenn vom fernen Ort

dich kein Brief erreicht.

Warte - bis auf Erden nichts

deinem Warten gleicht."

 

Das alles gibt gleichsam lebendig und unmittelbar die Sprache wieder, in der die Gefühlserlebnisse verkörpert sind, und macht das Gedicht künstlerisch konkret und überzeugend.

 

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"Tage und Nächte"

Dieses Werk offenbart von der Vaterlandsverteidigung hervorgerufene Züge der Sowjetmenschen.

Es vermittelt einen Einblick in die Schule des Krieges, die ständig die Leistungsfähigkeit der Soldaten steigerte. So die in der Geschichte beispiellose Tapferkeit bei der Verteidigung Stalingrads

 

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Auszüge aus den Werken von Konstantin Siminow

"Tage und Nächte"

Drei Punkte. An den Genossen ... New York

Warte auf mich

Meeting in Kanada

Der Deutsche

Der Tiger

 

 

Monogramm