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26. Juni 1869 - 2019

150. Geburtstag

Martin Andersen Nexö

 

 

 

Martin Andersen Nexö wurde am 26. Juni 1869 in Christianshavn, einem Arbeiterviertel von Kopenhagen, als Sohn eines Steinhauers geboren.

Er wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. 1879 siedelte die Familie nach Nexö (Bornholm) über. Auf der Ostseeinsel war er zunächst Hütejunge und Stallknecht, dann folgte eine Schumacherlehre. Bereits in diesen frühen Jahren begann er, die deutsche Sprache zu erlernen. Als Zwanzigjähriger war er arbeitslos und unterrichtete an der Bornholmer Bauernvolkshochschule. Seine ersten dichterischen Versuche unternahm Andersen Nexö 1893, als er an Tuberkulose erkrankte. Die erste Erzählung „Der Lotterieschwede“ ist vom Naturalismus des späten 19. Jahrhunderts beeinflusst: Ein im Steinbruch arbeitender Schwede kauft sich ein Lotterielos, spricht aber dem Branntwein immer mehr zu, während seine Frau die Familie durchbringt. Erst nachdem er das Los beim Würfelspiel im Gasthaus verloren hat, fällt ein großer Gewinn darauf.

Von 1894 bis 1896 reist Andersen Nexö in den Süden und hält sich längere Zeit in Italien und Spanien auf. Nach Dänemark zurückgekehrt, besucht er einen Kursus an der Kopenhagener Lehrerhochschule, doch ab 1901 wird er freischaffender Schriftsteller. Es entstehen die „Bornholmer Novellen“ und „Pelle der Eroberer“. Der Roman, an dem er fast fünf Jahre gearbeitet hat, ist das erste Werk der westeuropäischen Literatur, in dem ein proletarischer Held realistisch gestaltet wird. Um der unerträglichen Not in Schweden zu entfliehen, versuchen der Vater und sein achtjähriger Sohn Pelle, auf Bornholm Arbeit zu finden. Aber auch hier sind sie nur Handlanger und Prügelknaben. Während sein Vater unter den Demütigungen mehr und mehr zerbricht, entwickelt Pelle, das Naturkind, eine unbändige Kraft und Lebenslust. Er verlässt Bornholm, um das Glück zu suchen, das es irgendwo auch für ihn geben muss. Mit „Pelle der Eroberer“, seinem meistgelesenen Roman, hat Andersen Nexö eine ergreifende Vater-Sohn-Geschichte geschaffen, in der er zum Teil sein eigenes Leben beschreibt.

Ab 1910 unternimmt Andersen Nexö längere Studienreisen nach Deutschland, und 1919 wird er Mitbegründer der Kommunistischen Partei Dänemarks. In seinem zweiten Hauptwerk, dem Roman „Ditte Menschenkind“ (1917-21) hat Andersen Nexö den opferreichen Weg einer proletarischen Frau und ihre moralische Größe gestaltet. Ditte, das Menschenkind, ein Mädchen aus armem Haus, geht seinen Weg durch die Düsternis des frühen Industriezeitalters. Ergreifend werden ihr Schicksal, ihre unermüdliche Fürsorge und die nie versagende Opferbereitschaft geschildert. Ihr, der „Mutter der Menschheit“, wollte Andersen Nexö ein Denkmal setzen: „Die Erde wurde bereichert durch sie … Sie war bloß eine von den vielen Namenlosen – das Menschenkind, dessen Kennzeichen die stets rauen Hände sind“.

1922 reist er zum ersten Mal in die Sowjetunion und übersiedelt anschließend nach Allensbach am Bodensee, wo er bis zu seiner Rückkehr nach Dänemark 1930 wohnen wird. Im Mai 1933 werden seine Bücher in Deutschland verboten. Nach der Besetzung Dänemarks durch deutsche Truppen wird Andersen Nexö 1941 verhaftet, doch 1943 gelingt ihm die Flucht über Schweden in die Sowjetunion. Erst nach Kriegsende kehrt er in seine Heimat zurück, wo bald darauf sein Roman „Morton der Rote“ erscheint, der eine Fortsetzung zu „Pelle der Eroberer“ ist. In den Erlebnissen des proletarischen Schriftstellers Morten und seiner Frau Vera spiegelt sich die Geschichte der dänischen Arbeiterbewegung wider. 1951 erhielt Andersen Nexö den Nationalpreis für Kunst und Literatur und er siedelt in die DDR über. Hier wohnt er mit seiner Familie bis zu seinem Tod am 1. Juni 1954 in einem Haus auf dem Weißen Hirsch in Dresden. Vier Tage später, am 5. Juni, wird er in Kopenhagen beigesetzt.

 

 

1933 Verbot und Verbrennung seiner Werke durch die Nazis.

1936 Entlarvung der Tätigkeit des Faschismus in Finnland

(Erlebnisse von Kommunisten in finnischen Gefängnissen / Aufsätze zur Verfolgung und Aburteilung
von Toivo Antikainen durch finnische Gerichte)

1939 Kampf gegen die Verleumdungen, die anläßlich des finnischen
Winterkriegs von der internationalen Reaktion gegen die
Sowjetunion gerichtet werden.

1937 Reise in die Sowjetunion-,
Teilnahme am Kongreß der Kulturschaffenden zur Verteidigung
der Kultur in dem von den Faschisten benannten Madrid.
Eine Kompanie der Internationalen Brigaden führt den Namen
"Martin Andersen Nexö"

1941 Verhaftung und Festsetzung in einem Gefängnis durch den
sozialdemokratischen [ !!! = sozialfaschistischen ] Regierungschef Statuning, der die
Verhaftungswelle der nazideutschen Besatzungsmacht auf
weitere Antifaschisten ausdehnt.

1944 Nach Moskau: Publizistische Tätigkeit am Dänischen und
Norwegischen Sender Moskau

1952 Mitglied des Komitees für die Zuerkennung der internationalen Stalinpreise "Für die Festigung des Friedens
unter den Völkern"

 

Teilahme an Kongressen:

4. Weltkongress der Komintern

AntikriegskongreB, Amsterdam. 27. - 28, Aug, 1932
Korrespondenz, insbes. mit dem Comité d'initiative International pour le Congres

Friedenskongreß in Jroclaw, 23. - 28. Aug. 1948 Polen
(Cultural Congress for Peace in «Vroclaw)

«Weltfriedenskongreß in Baris, 2o. - 23. Apr. 1949
Congrès Mondial des Partisans de la Paix, Paris

Weltfriedenskongreß in Helsinki, 2o. - 23. Juli 1951
World feace Council, Helsinki

Stalin—Friedenspreis—Komitee

 

Korrespondenz mit deutschen Zeitungen (A-Z)

Dresdener Volkszeitung, (1918, 1927-1928, 10)
Hamburger Echo, (19 2 5-1 3 2 8 , 20)
Leipziger Volkszeitung, (1925-1925, 9)
Münchener Post, (1926-1932, 25)
Die Rote Fahne, Berlin, (1921-1922, 4)
Tägliche Bundschau, Berlin, (1952-1953, 10)
Volksmacht, Breslau, (1925-192^, 20)
Vorwärts, Berlin, (1919, 1925-1529, 8 )


 

Pelle - Der Eroberer

(Band 2)

 

 

Die Passagiere der leeren Plätze

 

 

Der deutsche Faschismus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pelle Erobreren | Arnold Busck

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Erstausgaben der Werke von Martin. Andersen Nexö

in deutscher Sprache


1902 Sühn© (Roman), Dresdens M 0 Fischer
Originaltitel? Det b^des der for, 1899
1906 Bomholmsr Novellen, Berlin? Hassanstein
1909 Sonnentage■(Reiseschilderungen), Leipzig3 G 0 Merseburger
Originaltitel? Soldage, 1903
1911 Lobgesang ans der Tiefe (Erzählungen) , Leipzigs Q<, Merseburger
OriginsItitelg Af Dybets Lovgeaang, 1908
1912 Die Küste der Kindheit (Novellen), Münchens A 0 Langen
Originaltitels Bamdomiaens Kyst, 1911
1912 Pelle der Eroberer (Roman), Leipzigs Insel-Verlag
Originaltitels Pelle Erobreren, 1906-1910
1913 Der Morgen graut (Erzählungen), Berlins Vorwärts
1913 Das Glück (Erzählung), München* A 0 Langen
Originaltitels Lykken, 1913
1914 Überfluß (Roman), München? A 0 Laagen
Originaltitel? Dryss, 1902
1918 Stine Menschenkind I (Roman), Münchens Ao Langen
Originaltitelg Bitte Menneakebam, 1917
1919 Stine Menschenkind II (Roman), München? Ao Langen
Originaltitelg Bitte Meaneskebarn II, 1919
1919 Die Leute auf Dangaard (Schauspiel), München* A a Langen
Originaltitels Folkene pS Dangarden, 1 9 1 5
1920 Stine Menschenkind III (Roman), Münchens A« Langen
Originaltitels Ditte Menneskebazn III, 1919
1920 Die Familie Frank (Roman), Münchens A0 Langen
Originaltitels Familien Frank, 1901
1921 Stine Menschenkind IV (Roman) 0 München.; A 0 Langen
Originaltitels Ditte Meaneskebarn IV, 1920
1921 Die Passagiere dar leex’an Plätze (Erzählungen), Berlins
Malik«Verlag
Originaltitels D© tomme Pladsers Passagerer, 1921
1922
1923
1923
1923
1923
1924
1925
1925
1927
1929

1931
1940
1948
1949
1949
1950
1950
XIII
Für die russischen Kinder (Broschüre), Berlin?
Internationale Arbeiterhilfe
Stine Menschenkind V (Roman), München? A» Langen
Originaltitel: Bitte Menneskeharn V, 1921
Dem jungen Morgen zu (Reiseschilderungen), Konstanz:
0« Wöhrle
Originaltitels Mod Dagningen, 1923
Proletarier •=> Novellen, München? Ao Langen
Eine Mutter (Roman), Konstanz? 0o Wöhrle
Originaltitels En. Moder, 1900
TiefSeefische (Novellen), Konstanz: Qo Wöhrle
Originaltitel: Dybhavsfisk, 1918
Kinder der Zukunft (Novellen und Erzählungen),
Berlin: M e t z
Der Lotterieschwede (Erzählung), Berlins M e t z
Originaltitels Lotterisvensken, 1919
Bauem-Novellen, Münchens A 0 Langen
Im Gottesland (Roman), Münchens JU Langen
Originaltitel? Mxdt i en Jaeratid, 1929
See-Novellen, München: A 0 Langen
Die Kindheit I u 0 II (Erinnerungen I u e II), Moskau;
Meshdunarodnaja kniga
Originaltitels Erindringer I u 0 II, 1932, 1935
Erinnerungen (III u 0 IV), Berlin: Dietz
Originaltitel: Erindringer III u 0 XV, 1937» 1939
Morten der lote (Roman), Berlins Dietz
Originaltitel: Morten hin R^de, 1945
Die Zugvögel (Erzählungen), Berlin: Verlag "Lied der Zeit"
Die verlorene Generation (Roman), Berlins Dietz
Originaltitels Den fortabte Generation, 1948
Eine Beichte (Novelle), Berlin: Dietz
Originaltitels Et Skrifteaal, 1946

XIV
1953 Briefe an einen Landsmann^, Berlin? Dietz
Originaltitel: Breve til an Landsmand, 1945
1955 Zwei Welten (Reiseschilderungen)9 Berlin: Dietz
Originaltitel: To Verdener, 1934
1956 Reiseschilderungen (Reden und Artikel), Berlin: Dietz
Originaltitel8 Rejseskildringer9 1954
1957 Die rote Fahne (^den und Artikel) 9 Berlin: Dietz
Originaltitel: Det r^de Flag2 1954
1957 Kultur und Barbarei (Reden und Artikel)t Berlin: Dietz
Originaltitel: Kultur og Barbarin 1955
195Ö Jeanette (Roman) 9 Berlin: Dietz
Originaltitel: Jeanette, 1957