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1916 - 2016

 

Der Imperialismus

als höchstes Stadium des Kapitalismus

 

Eines der bedeutendsten Bücher des Marxismus-Leninismus

Würdigung und Kommentar

Komintern (SH)

am 22. April 2016

 

Vor hundert Jahren schrieb Lenin eines seiner herausragendsten Werke, in denen er den Imperialismus als den Vorabend der sozialistischen Weltrevolution definierte.

Niemand kann dieses großartige, wichtige Werk besser deuten und würdigen als der Genosse Stalin, Lenins treueste Schüler und Kampfgefährte.

In der Geschichte der KPdSU [B] schrieb Stalin hierüber Folgendes:

Gewaltige Bedeutung für die Arbeiterklasse der ganzen Welt hatten Lenins theoretische Arbeiten während der Kriegszeit. Im Frühjahr 1916 schrieb Lenin das Werk „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“. Lenin zeigte in diesem Buch, dass der Imperialismus das höchste Stadium des Kapitalismus ist, in welchem dieser bereits aus dem „fortschrittlichen“ Kapitalismus umgeschlagen ist in den parasitären Kapitalismus, in den faulenden Kapitalismus, dass der Imperialismus sterbender Kapitalismus ist. Dies bedeutete natürlich nicht, dass der Kapitalismus von selbst absterben werde, ohne die Revolution des Proletariats, dass er, faul bis ins Mark, von selbst ein-stürzen werde. Lenin hat immer gelehrt, dass es ohne die Revolution der Arbeiterklasse unmöglich ist, den Kapitalismus zu stürzen. Darum wies Lenin, als er den Imperialismus als sterbenden Kapitalismus bezeichnete, in diesem Buche zugleich nach, dass der „Imperialismus der Vorabend der sozialen Revolution des Proletariats ist“.

Lenin zeigte, dass das kapitalistische Joch in der Epoche des Imperialismus immer schwerer wird, dass unter den Bedingungen des Imperialismus die Empörung des Proletariats gegen die Grundlagen des Kapitalismus wächst, dass sich innerhalb der kapitalistischen Länder Elemente einer revolutionären Explosion anhäufen.

Lenin zeigte, dass sich in der Epoche des Imperialismus die revolutionäre Krise in den kolonialen und abhängigen Ländern verschärft, dass die Kräfte der Empörung gegen den Imperialismus, dass die Elemente des Befreiungskrieges gegen den Imperialismus anwachsen.

Lenin zeigte, dass sich unter den Bedingungen des Imperialismus die Ungleichmäßigkeit der Entwicklung und die Widersprüche des Kapitalismus besonders verschärft haben, dass der Kampf um die Märkte für Warenabsatz und Kapitalausfuhr, der Kampf um Kolonien, um Rohstoffquellen - periodische imperialistische Kriege um eine Neuaufteilung der Welt unvermeidlich macht.

Lenin zeigte, dass es gerade infolge dieser Ungleichmäßigkeit der Entwicklung des Kapitalismus zu imperialistischen Kriegen kommt, die die Kräfte des Imperialismus schwächen und es möglich machen, die Front des Imperialismus an dem Punkt zu durchbrechen, der sich als der schwächste erweist.

Auf Grund von alledem kam Lenin zu der Schlussfolgerung, dass die Durchbrechung der imperialistischen Front durch das Proletariat an irgendeiner Stelle oder einigen Stellen durchaus möglich ist, dass der Sieg des Sozialismus ursprünglich in einigen Ländern oder sogar in einem einzeln genommenen Lande möglich ist, dass der gleichzeitige Sieg des Sozialismus in allen Ländern infolge der Ungleichmäßigkeit der Entwicklung des Kapitalismus in diesen Ländern - unmöglich ist, dass der Sozialismus vorerst in einem Lande oder einigen Ländern siegen wird, während die übrigen Länder für eine gewisse Zeit bürgerliche Länder bleiben werden.

Hier die Formulierung, die Lenin dieser genialen Schlussfolgerung in zwei verschiedenen, in der Periode des imperialistischen Krieges geschriebenen Artikeln gegeben hat:

1. „Die Ungleichmäßigkeit der ökonomischen und politischen Entwicklung ist ein unbedingtes Gesetz des Kapitalismus. Hieraus folgt, dass der Sieg des Sozialismus ursprünglich in wenigen kapitalistischen Ländern oder sogar in einem einzeln genommenen Lande möglich ist. Das siegreiche Proletariat dieses Landes würde sich nach Enteignung der Kapitalisten und nach Organisierung der sozialistischen Produktion im eigenen Lande der übrigen, der kapitalistischen Welt entgegenstellen und würde die unterdrückten Klassen der anderen Länder auf seine Seite ziehen ...“ (Aus dem Artikel „über die Losung der Vereinigten Staaten von Europa“, geschrieben im August 1915.) (Lenin, Ausgew. Werke in zwei Bänden, Bd. I, S.753.)

2. „Die Entwicklung des Kapitalismus geht in den verschiedenen Ländern höchst ungleichmäßig vor sich. Anders kann es auch nicht sein bei der Warenproduktion. Daher die unumgängliche Schlussfolgerung: der Sozialismus kann nicht gleichzeitig in allen Ländern siegen. Er wird vorerst in einem Lande oder einigen Ländern siegen, die übrigen aber werden für eine gewisse Zeit bürgerlich oder vorbürgerlich bleiben. Das muss nicht nur Reibungen hervorrufen, sondern auch das direkte Bestreben der Bourgeoisie anderer Länder, das siegreiche Proletariat des sozialistischen Staates niederzuwerfen. In diesen Fällen wäre ein Krieg von unserer Seite rechtmäßig und gerecht. Dies wäre ein Krieg für den Sozialismus, für die Befreiung anderer Völker von der Bourgeoisie.“ (Aus dem Artikel „Das Militärprogramm der proletarischen Revolution“, geschrieben im Herbst 1916.) (Lenin, Ausgew. Werke in zwei Bänden, Bd. I, S. 878.)

Das war eine neue, eine abgeschlossene Theorie der sozialistischen Revolution, eine Theorie von der Möglichkeit des Sieges des Sozialismus in einzelnen Ländern, von den Bedingungen seines Sieges, von den Perspektiven seines Sieges, eine Theorie, die Lenin in ihrem Grundriss schon im Jahre 1905 in der Broschüre „Zwei Taktiken der Sozialdemokratie in der demokratischen Revolution“ dargelegt hatte.

(Stalin, Geschichte der KPdSU[B] - Kurzer Lehrgang)

 

 

Lenin analysierte die grundlegenden Veränderungen in der kapitalistischen Produktionsweise, die den Kapitalismus in den Imperialismus verwandelten. In seinem Buch stellte Lenin den Zusammenhang und das Wechselverhältnis der grundlegenden ökonomischen Besonderheiten des Imperialismus dar.

Lenins gewaltige Forschungsarbeit wurde im Juni 1916 abgeschlossen, also mitten im 1. Weltkrieg. Die schwierigen Bedingungen unter dem 1. Weltkrieg bedeuteten eine große Herausforderung für die neue Strategie und Taktik des Weltproletariats. Lenin stellte sich dieser Herausforderung und schuf eines der größten Werke des Marxismus-Leninismus, welches bis heute von größter Bedeutung ist.

Marx hatte im "Kapital" die Analyse der Grundlagen des Kapitalismus gegeben. Lenin setzte das "Kapital" in genialer Weise fort. Lenin, der die dialektische Methode meisterhaft beherrschte, gab als erster und ter den Marxisten in seinem Werk eine allseitige und erschöpfende marxistische Analyse des Imperialismus als des höchsten und zugleich letzten Stadiums in der Entwicklung des Kapitalismus, legte seine Eiterbeulen bloß, deckte die Bedingungen seines unvermeidlichen Unterganges aus und bewies, dass der Imperialismus sterbender Kapitalismus ist, dass "der Imperialismus der Vorabend der sozialen Revolution des Proletariats ist".

Lenin gibt eine klassische Definition des Imperialismus:

"Der Imperialismus ist der Kapitalismus auf jener Entwicklungsstufe, wo die Herrschaft der Monopole und des Finanzkapitals sich herausgebildet, der Kapitalexport hervorragende Bedeutung gewonnen, die Verteilung der Welt durch die internationalen Trusts begonnen hat und die Aufteilung des gesamten Territoriums der Erde durch die größten kapitalistischen Länder abgeschlossen ist."

Lenin zeigte, dass auf politischem Gebiet für den Imperialimsus die Wendung von der Demokratie zur politischen Reaktion charakteristisch ist. Die gewaltige Macht des Finanzkapitals, die Beherrschung des politischen Apparats der bürgerlichen Staaten durch das Finanzkapital, das System der Lüge und des politischen Betrugs an den Massen, das "allgemeine" Hingerissensein von den Perspektiven imperialistischer Eroberungen veranlasst den "allgemeinen Übergang aller besitzenden Klassen auf die Seite des Imperialismus." Die imperialistische Ideologie dringt auch in die Arbeiterklasse ein, demoralisiert die Oberschicht, die Arbeiteraristokratie, und verwandelt sie in "Arbeiterkommis" der Bourgeoisie.

Lenin entlarvte restlos die kautskyanische anti-marxistische Theorie des "Ultra-Imperialismus", die behauptete, unter dem Imperialismus wäre ein friedliches Einvernehmen zwischen den kapitalistischen Staaten möglich, das die Kriege beseitigen und den Grundstein legen würde für die organisierte Weltwirtschaft. Nach dieser "Theorie" wäre es möglich, alle Widersprüche des Kapitalismus mit friedlichen Mitteln zu lösen, durch Reformen, ihne proletarische Revolution. Lenin erklärte, diese "Theorie" Kautskys sei eine "tote Abstraktion", ein "dummes Märchen", der "reaktionöre Versuch eines erschrockenen Kleinbürgers, sich über die grausame Wirklichkeit hinwegzusetzen."

Indem er die Lüge Kautskys entlarvte, der versicherte, das Aufkommen internationaler Kartelle führe zum Frieden zwischen den Völkern, bewies Lenin, dass in Wirklichkeit sie, diese Kartelle, zur äußersten Verschärfung der Gegensätze zwischen den kapitalistischen Ländern führen, dass unter dem Imperialismus Kriege unvermeidlich sind.

Lenin charakterisierte den Imperialismus als ein besonderes historisches Stadium des Kapitalismus, das durch den ganzen vorhergehenden Verlauf der Entwicklung gesetzmäßig vorbereitet worden ist. Die Besonderheit dieses Stadiums besteht nach Lenin darin, dass der Imperialismus

1. Monopolkapitalismus,

2. parasitärer oder verfaulender Kapitalismus und

3. sterbender Kapitalismus ist.

Das bedeutet natürlich nicht, dass der Kapitalismus von selbst, ohne proletarische Revolution, sterben wird.

Lenin zeigte in seinem Buch, dass in der Epoche des Imperialismus alle Widersprüche des Kapitalismus den äußersten Grad ihrer Verschärfung erreichen. Darum eben war Lenin auch der Auffassung, dass der Imperialismus der Vorabend der sozialistischen Revolution ist. Die räuberische kapitalistische Ausbeutung der Massen wird stärker und zugleich wächst die Empörung des Proletariats gegen den Kapitalismus, wachsen die Elemente des revolutionären Ausbruchs in den kapitalistischen Ländern heran. Die brutalste Ausbeutung und unmenschlichste Unterdrückung von hunderten Millionen Menschen in den Kolonien und abhängigen Ländern nimmt zu und zugleich wachsen in diesen Ländern die Elemente des Befreiungskrieges gegen den Imperialismus heran.

Die Arbeit Lenins über den Imperialismus ist von welthistorischer Bedeutung. Sie war eine neue Stufe in der Entwicklung der ökonomischen Theorie von Marx. Sie führte die marxistische Theorie weiter, bereicherte sie mit neuem Inhalt, half die praktischen Fragen der proletarischen Rwevolution zu überprüfen und auf neue Art zu lösen.

Durch das Studium des Imperialismus entdeckte Lenin das Gesetz von der ungleichmäßigen politischen und ökonomischen Entwicklung des Kapitalismus. Er zeigte, dass sich die Ungleichmäßigkeit der Entwicklung und die Widersprüche des Kapitalismus unter den Bedingungen des Imperialismus verschärfen. Die Entwicklung des Kapitalismus nimmt einen äußerst ungleichmäßigen, sprunghaften, Konflikt geladenen Charakter an. Der wütende Kampf zwischen den imperialistischen Räubern um Märkte für Warenabsatz und Kapitalexport, der Kampf um Kolonien und Rohstoffquellen spitzt sich zu, was periodische imperialistische Kriege um die Neuverteilung der Welt unvermeidlich macht. Die imperialistischen Kriege schwächen die Kräfte des Imperialismus, schaffen die Möglichkeit, die Front des Imperialismus dort zu durchbrechen, wo sie sich am schwächsten erweist. Hieraus kam Lenin zu dem Schluss, dass die alte Formel von Marx und Engels, wonach der Sieg des Sozialismus in einem einzelnen Lande unmöglich, dass er nur durch den gleichzeitigen Sieg der proletarischen Revolution in allen fortgeschrittenen kapitalistischen Ländern möglich ist, den neuen historischen Verhältnissen schon nicht mehr entspricht, dass sie durch eine neue Formel zu ersetzen ist, wonach der Sieg des Sozialismus in einem einzeln genommenen Land möglich, der gleichzeitige Sieg des Sozialismus in allen Ländern aber unmöglich ist.

Das war die bedeutendste Entdeckung unserer Epoche. Sie war das leitende Prinzip für das gesamte weitere Wirken Lenins, für die gesamte weitere Tätigkeit der bolschewistischen Partei.

 

* * *

 

Enver Hoxha: "Imperialismus und Revolution"

Genosse Enver Hoxha hat diese Lehren des Marxismus-Leninismus über den Imperialismus weiter entwickelt. Enver Hoxha wies nach, dass die modernen Revisionisten den Spuren von Kautsky und Bernstein folgten, von Browder und Tito, über Chruschtschow und die "Eurokommunisten", bis hin zu den Maoisten mit ihrer "Drei-Weltentheorie". Enver Hoxha wies all diese opportunistischen Thesen und Ansichten über die heutige Etappe des historischen Weltprozesses entschieden zurück, die die Revolution leugnen und die kapitalistische Ausbeutung verteidigen. Enver Hoxha verteidigte in seinem Buch "Imperialismus und Revolution" die Imperialismus-Theorie des Leninismus gegen die Ideologie des Weltimperialismus und gegen die Ideologie des Sozialimperialismus, gegen die beiden Supermächte - USA-Imperialismus und sowjetischer Sozialimperialismus, gegen die aufstrebende Supermacht des chinesischen Sozialimperialismus. Der Sozialimperialismus ist "sozialistisch" in Worten und imperialistisch in Taten. Enver Hoxha wies nach, dass die Theorie von Marx, Engels, Lenin und Stalin immer jung bleibt und ein sicherer Kompass für alle zukünftigen Siege zur revolutionären Befreiung des Weltproletariats ist.

Im Kapitel II, "Die leninistische Theorie über den Imperialismus bleibt stets aktuell" weist Enver Hoxha am Beispiel der heutigen Zeit nach, dass die leninistische Imperialismus-Theorie nach wie vor volle Gültigkeit behält.

Enver Hoxha hatte das geniale Werk Lenins gründlich studiert und erkannt, dass die Revisionisten, darunter auch die chinesischen Revisionistenführer, Lenins Auffassungen vom Imperialismus verfälschten:

"Wenn wie dieses Werk Lenins aufmerksam studieren und getreulich an seiner genialen Analyse und seinen genialen Schlussfolgerungen festhalten, werden wir feststellen, dass der Imperialismus unserer Tage genau die Charakteristika bewahrt, die Lenin an ihm festgestellt hat, dass die leninistische Definition unserer Epoche als der Epoche des Imperialismus, als Epoche der proletarischen Revolution unerschütterlichen Bestand hat, dass der Sieg der Revolution unvermeidlich ist."

Enver Hoxha definierte die Weltsituation wie folgt: "Wir leben heute in der Periode der Fäulnis des Kapitalismus, seiner Schwächung, des Auseinanderfallens und des Bankrotts dieses Systems, dieser verkommenen Gesellschaft." Das heutige Krisen geschüttelte Weltkapital beweist vollauf die Richtigkeit dieser Definition.

"Die Vertiefung der Krisen der kapitalistischen Welt bedeutet für diese den Beginn der Agonie und des Komas. Daher unternimmt das Weltkapital große Anstrengungen, sich diesem Würgegriff, der ihm den Atem nimmt, zu entwinden. Doch Rettung ist unmöglich, weil das kapitalistische System selbst diese Krisen hervorruft, nährt und bis zur schärfsten Zuspitzung vertieft. Der Kapitalismus hat seine Totengräber, das Proletariat, selbst hervor gebracht. Der Kampf des Proletariats und der Völker ist es, der das 'Todesfieber' des Imperialismus hervorruft. Die Verhandlungen und die zweitweiligen, Kunjunktur bedingten oder sogar relativ langfristigen Übereinkommen zwischen den Imperialisten wirken bestenfalls wie Schmerzmittel, sind auf Sand gebaut."

(Enver Hoxha, “Die Supermächte”, Seite 628).

 

Den Kampf gegen den heutigen Weltimperialismus definiert Enver Hoxha wie folgt:

"Unter Lenins Imperialismus-Definition müssen wir Marxisten-Leninisten verstehen, den Weltimperialismus, jeden Imperialismus, jede kapitalistische macht, die das Proletariat und die Völker ausbeutet, mit größter Schärfe bekämpfen müssen. Wir betonen die leninistische These, dass die Revolution heute auf der Tagesordnung steht. Die Welt wird zu einer neuen Gesellschaft voran schreiten, die die sozialistische Gesellschaft sein wird. Der Weltkapitalismus, der Imperialismus und der Sozialimperialismus werden noch mehr verfaulen und durch die Revolution ihr Ende finden."

Die Komintern (SH) lässt sich in ihrer Generallinie von den Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus und vom Programm der Komintern (1928) leiten, und ganz besonders von der leninistischen Imperialismus-Theorie, wie man das im zweiten Kapitel unserer Generallinie studieren kann:

"Die Weltrevolution und Lenins Lehre vom Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus."

Im Programm der Komintern heißt es:

"Die internationale proletarische Revolution entspringt so den Entwicklungsbedingungen des Kapitalismus im Allgemeinen und seiner imperialistischen Phase im Besonderen. Das kapitalistische System als Ganzes nähert sich seinem endgültigen Zusammenbruch. Die Diktatur des Finanzkapitals bricht zusammen und weicht der Diktatur des Proletariats."

 

Die Komintern (SH) wendet die Lehren Lenins über den Imperialismus korrekt an. In unserem theoretischen Artikel: "Warum ist Brasilien ein imperialistisches Land?" gingen wir von den charakteristischen Merkmalen des Imperialismus aus, die Lenin heraus gearbeitet hatte:

1. Konzentration der Produktion und des Kapitals, die eine so hohe Entwicklungsstufe erreicht hat, daß sie Monopole schafft, die im Wirtschaftsleben die entscheidende Rolle spielen;

2. Verschmelzung des Bankkapitals mit dem Industriekapital und Entstehung einer Finanzoligarchie auf der Basis dieses „Finanzkapitals“;

3. der Kapitalexport, zum Unterschied vom Warenexport, gewinnt besonders wichtige Bedeutung;

4. es bilden sich internationale monopolistische Kapitalistenverbände, die die Welt unter sich teilen, und

5. die territoriale Aufteilung der Erde unter die kapitalistischen Großmächte ist beendet.

 

Unser Artikel war ein wichtiger Beitrag zur Analyse der imperialistischen Entwicklung der neuen Schwellenländer, wodurch sie die Widersprüche im imperialistischen Weltsystem zusätzlich verschärft haben zwischen den alten und neuen imperialistischen Weltmächten.

Die Komintern (SH) hat auch den chinesischen Imperialismus analysiert, der um die Weltherrschaft als neue Supermacht kämpft.

Wir haben auch unsere Strategie und Taktik der sozialistischen Weltrevolution unter den heutigen Bedingungen der Globalisierung festgelegt, zum Beispiel in unserer Plattform aus dem Jahre 2009.

Die Globalisierung führt zu einer neuen Qualität des imperialistischen Weltsystems durch die gigantische Zentralisierung und Konzentration des Weltkapitals . Allerdings hat sich dabei das ausbeuterische und räuberische Wesen des Imperialismus nicht im Geringsten verändert. Im Gegenteil: Die Globalisierung hat die Unterdrückung, Ausbeutung und Verarmung des Weltproletariats und der Völker der Welt unendlich vergrößert und das in einem Tempo, wie nie zuvor in der gesamten Geschichte des Kapitalismus. Der globalisierte Widerspruch zwischen Arbeit und Kapital bestimmt auch die globalisierte Lösung dieses Widerspruchs - die sozialistische Weltrevolution. Die gigantische Zentralisierung und Konzentration des Weltkapitals bedingt also zwingend die gigantische Zentralisierung und Konzentration der Totengräber des globalisierten Weltimperialismus, also die Vereinigung des Weltproletariats unter Führung der Komintern (SH).

In unserer Generallinie heißt es:

"Jeder Augenblick des weiteren Verfall des Imperialismus bedeutet gleichzeitig auch das weitere Heranreifen der proletarischen Weltrevolution. Mit jeder neuen Krise, mit jeder neuen Zerfallsserscheinung des Weltimperialismus nähern wir uns der sozialistischen Weltrevolution und dem beginn der Epoche des Weltsozialismus. Sterbender Kapitalismus bedeutet unvermeidlich Wiedergeburt des Sozialismus. Die Restauration des Sozialismus ist die höchste Stufe des Sozialismus, ist die Ablösung der Epoche des Weltimperialismus durch die Epoche des Weltsozialismus".

* * *

"Das Weltwirtschaftsgesetz ist das Gesetz von der unbedingten Übereinstimmung der globalen Produktionsverhältnisse mit dem sozialen Charakter der globalisierten Produktivkräfte. Die aktuelle kapitalistische Weltkrise ist durch eine der tiefsten Störungen der Wirkungsweise des Weltwirtschaftsgesetzes geprägt. Auf der Entwicklungsstufe der Globalisierung geraten die materiellen Produktivekräfte der ganzen Weltgesellschaft in Widerspruch mit den weltimperialistischen Produktionsverhältnissen. Aus den globalisierten Produktivkräften schlagen die globalisierten Produktionsverhältnisse in deren Fesseln um und es tritt die Epoche der globalisierten sozialistischen Revolution ein.

Das Weltwirtschaftsgesetz lehrt uns, dass nur die weltsozialistischen Produktionsverhältnisse dem gesellschaftlichen Charakter der globalisierten Produktivkräfte entsprechen."

"Die Weltbourgeoisie ist nicht in der Lage, das Weltwirtschaftsgesetz korrekt anzuwenden, weil sie dem Gewinnstreben unterworfen ist. Eben das ist der Grund für den Untergang des Imperialismus. Nicht in den Händen der Weltbourgeoisie, sondern in den Händen des Weltproletariats kann das Weltwirtschaftsgesetz seine volle Wirkung entfalten. Das Weltwirtschaftsgesetz kommt dadurch voll zur Geltung, dass die maximale Zentralisierung der globalen Weltproduktion in Einklang gebracht wird mit der globalen Vergesellschaftung des privaten Welteigentums an den Produktionsmitteln (als höchstes und letztes Stadium des Eigentums)"

"Die Ungleichmäßigkeit der Entwicklung des Kapitalismus in den verschiedenen Ländern bestimmt unvermeidlich die Ungleichmäßigkeit seines Zerfallprozesses in den verschiedenen Ländern. Die Ungleichmäßigkeit des Zerfallprozesses in den einzelnen Ländern hat Auswirkungen auf die Ungleichmäßigkeit der sozialistischen Revolutionen in den einzelnen Ländern. Die zunehmende Ungleichmäßigkeit der Krisen geschüttelten imperialistischen Mächte beschleunigt den gesamten Sterbeprozess des weltimperialistischen Systems, der sich in den Weltwirtschaftskrisen ausdrückt, die immer gewaltigere Ausmaße annehmen. Mit zunehmender weltwirtschaftlicher Verflechtung und gegenseitiger Abhängigkeit reißen sich die Imperialisten in den Abgrund, und alle von ihnen abhängigen Länder gleich mit."

* * *

"Der Imperialism stirbt eines qualvollen Todes unter den Bedingungen der härtesten globalen Klassenkämpfe in der Geschichte der Menschheit. Der Kapitalismus wird nicht allein im Kugelhagel der Weltrevolution sterben. Der Kapitalismus versucht auch in der ganzen Epoche des Weltsozialismus sich zu restaurieren. Erst im Weltkommunismus ist der Kapitalismus endgültig besiegt. Der Kapitalismus stirbt im Weltmaßstab erst dann, wenn er auch in jedem einzelnen Land gestorben ist."

* * *

"Die Weltrevolution verkürzt den Sterbeprozess des Weltimperialismus, und darin liegt auch ihre Stärke und Bedeutung für das Proletariat in jedem Land der Welt. Die Dialektik des Entwicklungsprozesses der Weltrevolution besteht darin, dass sie auf der Beschleunigung des Sterbeprozesses des Imperialismus basiert. Ohne marxistisch-leninistische Analyse des eigentlichen Sterbeprozesses des Weltimperialismus kann es keinen Sieg der sozialistischen Weltrevolution geben. Die leninistische Lehre des Imperialismus als faulender, parasitärer, sterbender Kapitalismus ist dialektisch zu verknüpfen mit der leninistischen Theorie und Taktik der sozialistischen Weltrevolution. Unter den heutigen Bedingungen der Globalisierung sprechen wir nicht mehr allein von der Möglichkeit des Sozialismus in einem Land wie vor hundert Jahren, oder von der Möglichkeit eines sozialistischen Weltlagers wie vor 65 Jahren, sondern von der Möglichkeit des Weltsozialismus"
"Die Möglichkeit des Sozialismus" in einem Land wurde vom russischen Proletariat im Ersten Weltkrieg durch die Oktoberrevolution verwirklicht. Das war die Periode des sterbenden Kapitalismus in einem Land. Im Zweiten Weltkrieg starb der Kapitalismus bereits in mehreren Ländern dank des von Stalin geschaffenen sozialistischen Weltlagers. Es wurde von den modernen Revisionisten verraten. Heute vollzieht sich der Strebeprozess des Kapitalismus in globaliserter Form, weswegen wir von der globalisierten Form des Sozialismus ausgehen müssen."

Die heutige Epoche des Weltimperialismus verwandelt sich morgen in die Epoche des Weltsozialismus. Der Weltimperialismus als Übergang zum Weltsozialismus - das entspricht dem ehernen Gesetz der zukünftigen Entwicklung der Weltgesellschaft .

Lenin beschrieb dies in seinem berühmten Buch wie folgt:

"Aus Allem, was über das ökonomische Wesen des Imperialismus gesagt wurde, geht hervor, dass er charakterisiert werden muss als Übergangskapitalismus."

"In seinem imperialistischen Stadium führt der Kapitalismus bis dicht an die allseitige Vergesellschaftung der Produktion heran, er zieht die Kapitalisten gewissermaßen ohne ihr Wissen und gegen ihren Willen in eine Art neue Gesellschaftsordnung hinein, die den Übergang von der völlig freien Konkurrenz zur vollständigen Vergesellschaftung bildet."

Vollständige Vergesellschaftung heißt Weltsozialismus !

Anders kann und darf man dieses grandiose Buch von Lenin weder verstehen noch anwenden.

Komintern (SH)

22. April 2016

 


 

 

in 25 Sprachen

 

 

in Englisch

IMPERIALISM, THE HIGHEST STAGE OF CAPITALISM

 

 

 

in Arabisch

الإمبريالية - وهو أعلى مراحل الرأسمالية

مقتطفات

1916 كتبت في عام

 

 

in Katalanisch

L’imperialisme, fase superior del capitalisme

1916

 

 

 

 

in Chinesisch

帝国主义是资本主义的最高阶段

1916年1-6月

 

 

in Tschechisch

Imperialismus jako nejvyšší stadium kapitalismu

1916

 

 

in Dänisch

Imperialismen som kapitalismens højeste stadium

(1916)

bd. s. 66, gi. udg. bd. 6 s. 48

 

BIND 6

 

 

 

in Holländisch

Het imperialisme als hoogste stadium van het kapitalisme

1916

 

 

 

in Esperanto

Imperiismo, kiel la plej alta stadio de kapitalismo 

 

 

in Farsi (Persisch)

امپرياليسم بمثابه بالاترين مرحلۀ سرمايه داری

1916

 

 

in Französisch

L'IMPERIALISME, STADE SUPREME DU CAPITALISME

 

in Deutsch

Der Imperialismus

als höchstes Stadium des Kapitalismus

 

in Deutsch

(Introduction)

EINFÜHRUNG

(1983)

 

 

in Griechisch

Ο Ιμπεριαλισμός,

Ανώτατο Στάδιο του Καπιταλισμού

1916

 

 

 

in Indonesisch

Bab ke VIII dari "Imperialisme, Tahapan Tertinggi Kapitalisme"

 

V.I. Lenin (1916)

 

 

in Italienisch

L'imperialismo

Fase suprema del capitalismo

1916

 

in Japanisch

資本主義の最高の段階としての帝国主義

(一般向け概説)

1916

 

 

 

in Lettisch

IMPERIĀLISMS
KĀ KAPITĀLISMA AUGSTĀKA
STADIJA

1916

 

 

 

in Litauisch

Imperalizmas – aukščiausia kapitalizmo stadija

 

 in Polnisch

Imperializm jako najwyższe stadium kapitalizmu.

styczeń — czerwiec 1916 roku

 

 

in Portugiesisch

 

 

Imperialismo, fase superior do capitalismo

 

 

 

in Rumänisch

Imperialismul, stadiul cel mai înalt al capitalismului

1916

 

 

 

 

in Russisch

ИМПЕРИАЛИЗМ, КАК ВЫСШАЯ СТАДИЯ КАПИТАЛИЗМА

1916

 

 

in Serbokroatisch

IMPERIJALIZAM KAO NAJVIŠI STADIJ
KAPITALIZMA

 

 

in Spanisch

EL IMPERIALISMO, FASE SUPERIOR DEL CAPITALISMO

 

in Schwedisch

Imperialismen som kapitalismens högsta stadium

1916

 

 

 

 

in Türkisch

Emperyalizm
Kapitalizmin En Yüksek Aþamasý

1916

 

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in Urdu

Imperialism

The Highest Stage of Capitalism

 

 

 

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