Kommentar zu:

„Imperialismus und Revolution“ - Enver Hoxha





Ein hervorragender Beitrag zur Entlarvung der Strategie des Imperialismus und des modernen Revisionismus

Agim Popa

(Chefredakteur von Zëri i Popullit – Zentralorgan der PAA)

aus: „Albanien heute“ Nr. 2 (38), 1979

Der regressiven und konterrevolutionären Strategie des Imperialismus, des Sozialimperialismus und des Revisionismus, mit der das Rad der Geschichte aufgehalten und zurückgedreht werden soll, stellen die Marxisten-Leninisten die siegreiche marxistisch-leninistische Strategie der Revolution entgegen.

Das Buch des Genossen Enver Hoxha „Imperialismus und Revolution“ ist ein klarer Spiegel der revolutionären marxistisch-leninistischen Linie, die die Partei der Arbeit Albaniens stets mit größter Konsequenz verfolgt hat und verfolgt, sowohl was die Fragen der revolutionären Strategie und Taktik in unserem Land anbelangt, als auch in Bezug auf die Probleme der Entwicklung der revolutionären und Befreiungsbewegungen auf der Welt.

Die Welt ist heute in einer Phase, da das kapitalistische und imperialistische System als Ganzes in Fäulnis begriffen ist, sich in tiefer und allseitiger Krise und Auflösung befindet, da sich alle seine Widersprüche aufs Äußerste zugespitzt haben und die Revolution und der Befreiungskampf der Völker zum Sturz der Bourgeoisie und der imperialistischen Sklaverei zur Lösung auf der Tagesordnung stehen.

Angesichts des „Gespensts“ der Revolution, das sie zu Tode erschreckt, versuchen der Imperialismus und die kapitalistische Weltbourgeoisie, der Sozialimperialismus, die modernen Revisionisten aller Strömungen und die Sozialdemokratie, alle Kräfte des Rückschritts und der Reaktion mit allen Mitteln, due Revolution aufzuhalten und zu unterdrücken, die Werktätigen und die Völker zu verwirren und irrezuführen, sie von jeder wahren revolutionären und Befreiungsbewegung abzubringen, den Kapitalismus und die neokolonialistische Ausbeutung zu konservieren und zu verewigen, die dominierenden und hegemonistischen Positionen zu wahren oder den anderen zu entreißen. Das ist der Kern der Globalstrategie des Imperialismus und Sozialimperialismus in der heutigen Zeit, in deren Dienst sich auch die modernen Revisionisten mit ihren zersetzenden und spalterischen Predigten, ihrer Wühl- und Spaltertätigkeit gestellt haben.

Das Buch des Genossen Enver „Imperialismus und Revolution“ stellt einen hervorragenden Beitrag zur Entlarvung dieser gefährlichen konterrevolutionären Strategie dar.

Unsere Partei der Arbeit hat schon vor geraumer Zeit die betrügerischen revisionistischen Predigten, insbesondere der chinesischen Revisionisten zurückgewiesen, die, um ihre konterrevolutionäre Allianz mit dem amerikanischen Imperialismus zu rechtfertigen, die gefährliche Illusion verbreiten, dieser habe seine expansionistische, aggressive und versklavende Natur verloren, er befinde sich im Niedergang, in der Defensive und stelle als Folge davon nicht nur keine ernste Gefahr für die Völker mehr dar, sondern sei sogar zu ihrem Verbündeten im Kampf gegen den sowjetischen Sozialimperialismus geworden, in dem die chinesischen Revisionisten die einzige Gefahr erblicken. Die Tatsachen beweisen jedoch, dass der amerikanische Imperialismus der große und geschworene Feind des Sozialismus, der Revolution und der freiheitsliebenden Völker, der größte internationale Ausbeuter, das Hauptbollwerk des Weltimperialismus und der Weltreaktion, ein brutaler Gendarm und Unterdrücker jeder revolutionären und Befreiungsbewegung bleibt, dass er weiter im Angriff ist.

Die von Präsident Carter zur Verschleierung der wahren Ziele des amerikanischen Imperialismus verkündete „Neue Politik“ der USA entlarvend, betonte Genosse Enver Hoxha, dass es sich dabei keineswegs um eine neue Politik handelt, sondern um die alte räuberische, neokolonialistische, knechtende Politik der schonungslosen Ausbeutung der Völker und ihrer Reichtümer, eine Politik des Erstickens der Revolutionen und der nationalen Befreiungskämpfe, ungeachtet von der neuen Politur, mit der sie der amerikanische Imperialismus heute zu versehen trachtet. Wie früher liegt dieser Politik der wahnwitzige Traum des amerikanischen Imperialismus von der Errichtung seiner Herrschaft auf der ganzen Welt zu Grunde.

Deshalb waren und bleiben die Stellung zum amerikanischen Imperialismus, der kompromisslose Kampf gegen seine knechtende, hegemonistische und aggressive Politik und Strategie eine lebenswichtige Notwendigkeit für alle Völker und ein Prüfstein, der die wahren Revolutionäre von den revisionistischen Renegaten scheidet.

Die Partei der Arbeit Albaniens kämpft nicht nur seit jeher unbeugsam und konsequent gegen den amerikanischen Imperialismus, unversöhnlich und prinzipienfest gegen den anderen großen und gefährlichen Feind der Revolution, des Sozialismus und der Völker der Welt, den sowjetischen Sozialimperialismus. Sie entlarvte mutig und erbarmungslos die regressive konterrevolutionäre Wende, die in der Sowjetunion nach Stalins Tod, mit der Usurpierung der Macht durch die revisionistische Chruschtschow-Clique stattfand. Unsere Partei führte und führt einen ununterbrochenen Kampf besonders für die Entlarvung der gefährlichen, betrügerischen, pseudo-sozialistischen, pseudo-anti-imperialistischen, pseudo-internationalistischen und Pseudo-Friedens-Demagogie des sowjetischen Sozalimperialismus.. Denn, wie der 7. Parteitag der PAA betont hat, jede Illusion und jedes Schwanken in der Haltung zur heutigen Sowjetunion und sei es auch noch so geringfügig, bringt katastrophale Folgen für jene politischen Kräfte und Bewegungen mit sich, die der Demagogie und den Betrügereien Moskaus weiterhin Glauben schenken.

Diese unerschütterliche Haltung der Partei der Arbeit Albaniens fand ihre volle Widerspiegelung auch im Buch des Genossen Enver Hoxha „Imperialismus und Revolution“, in dem eine tiefgehende Analyse der allgemeinen Strategie des sowjetischen Sozialimperialismus vorgenommen wird.

„So wie der amerikanische Imperialismus“, betont Genosse Enver, „hat auch der sowjetische Sozialimperialismus seiner Außenpolitik den Expansionismus und Hegemonismus durch Wettrüsten, durch Erpressungen und Drohungen, durch militärische, wirtschaftliche und ideoligische Aggression zugrundegelegt. Das Ziel dieser Politik ist die Errichtung der Vorherrschaft des Sozialimperialismus über die ganze Welt.“

Diese imperialistischen Zielsetzungen und diese imperialistische Politik sieht man klar in der wirtschaftlichen, politischen und ideologischen Unterwerfung, Knechtung und Ausbeutung der Länder der „sozialistischen Gemeinschaft“ durch den sowjetischen Sozialimperialismus, bis hin zu deren militärischen Besetzung, wie bei der sozialfaschistischen Aggression gegen die Tschechoslowakei. Zugleich kämpft der sowjetische Sozialimperialismus jetzt, wie die anderen imperialistischen Staaten, um neue Märkte, um Einflusssphären, um die Investition seines Kapitals in verschiedenen Ländern, um die Eroberung von Rohstoffquellen, um seinen Neokolonialismus über Afrika, Asien, Lateinamerika und anderswo zu erstrecken. Mit ihrer zügellosen Demagogie von der „internationalistischen Hilfe“ für die revolutionären und Befreiungsbewegungen der verschiedenen Völker versuchen sie, diese Bewegungen zu unterhöhlen, sie unter ihre Kontrolle zu bringen und dazu auszunutzen, ihre kolonialistische Herrschaft auf verschiedene Länder und Gebiete zu verbreiten.

Ganz im Gegensatz zur anti-marxistischen Politik der chinesischen Revisionisten, die für Kompromisse und Bündnisse mit dem amerikanischen Imperialismus gegen den sowjetischen Sozialimperialismus sind, ziehen die wahrhaften Revolutionäre und Marxisten-Leninisten, wie dies auch Genosse Enver Hoxha in „Imperialismus und Revolution“ macht, aus der Analyse der konterrevolutionären, versklavenden und hegemonistischen Strategie der Supermächte die Schlussfolgerung, dass der Kampf gegen alle Supermächte, gegen jeden Imperialismus unbedingt notwendig ist, weil man sich auf keine der Supermächte stützen kann, um die anderen zu bekämpfen.

Besondere Bedeutung misst Genosse Enver in „Imperialismus und Revolution“ der durch Tatsachen und überzeugende Argumente belegten Analyse und Entlarvung der konterrevolutionären, expansionistischen, kriegstreiberischen Strategie der chinesischen Sozialimperialisten bei, ihrer hegemonistischen und rassistischen Zielsetzungen, China in eine Supermacht zu verwandeln und ihre Weltherrschaft zu errichten, der Entlarvung ihrer anti-marxistischen Spekulationen mit dem Kampf allein gegen den sowjetischen Sozialimperialismus. Der chinesische Revisionismus, sagt Genosse Enver Hoxha,

„wurde zum engen Verbündeten des amerikanischen Imperialismus und der internationalen Großbourgeoisie, um die revolutionären Kämpfe des Proletariats und der Völker abzuwürgen und zu sabotieren.“

Die rassistischen Hegemonie- und Weltherrschaftsträume der chinesischen Revisionisten sind alt und finden derzeit ihren Ausdruck in dem ehrgeizigen Plan, China noch vor Ende des Jahrhunderts in eine kapitalistische und imperialistische Supermacht zu verwandeln. Unter den gegenwärtigen Bedingungen bilden den Kern ihrer sozialimperialistischen Strategie, mit der sie diese Ziele erreichen wollen, das Bündnis in erster Linie und vor allem mit den USA, aber auch mit Japan und den westeuropäischen Mächten, um von ihnen Kredite und wirtschaftliche, technologische und militärische Hilfe zu erhalten und sich dem sowjetischen Sozialimperialismus entgegenzustellen; die Beherrschung der Länder der sogenannten „dritten Welt“ und „blockfreien Welt“, ihre Verwandlung in Einflussgebiete des chinesischen Sozialimperialismus; die Sabotage und Unterhöhlung jedes revolutionären und Befreiungskampfes und die Erhaltung des Status quo der bürgerlichen und imperialistischen Herrschaft, dem Bündnis Chinas mit dem Imperialismus, der Bourgeoisie und den reaktionären Regimen zuliebe, mit dem Ziel, dem chinesischen Expansionismus den Weg zu bahnen; das Anheizen eines Krieges und bewaffneter Konflikte zwischen den USA und den anderen Weltmächten auf der einen Seite und dem sowjetischen Sozialimperialismus auf der anderen mit dem Ziel, die Rivalen von heute und morgen zu schlagen, damit das revisionistische China schließlich der alleinige mächtige Herrscher bleibe.

Die allseitige Analyse, der Genosse Enver in „Imperialismus und Revolution“ die amerikanische, sowjetische und chinesische imperialistische bzw. Sozialimperialistische Strategie unterzieht, zeigt klar, dass:

Erstens, es unbedingt notwendig ist, mit jeder Illusion über den Charakter der Beziehungen, der Bündnisse und der Zusammenarbeit zwischen diesen Großmächten aufzuräumen, mit jeder Illusion, sie seien zum Nutzen der Völker und des Friedens, mit jeder Illusion darüber, dass die Widersprüche zwischen ihnen solche zwischen sozialistischen und imperialistischen Ländern seien, zwischen den Helfern der Völker und ihren Unterdrückern usw., und jede solche Illusion zu bekämpfen. Wir haben es hier mit einem Zusammenprall der Interessen von Imperialisten in ihrem Kampf um die Neuaufteilung der Welt zu tun. Wie die Erfahrungen und die Tatsachen bestätigen, bezahlen immer die Völker die Zeche, sei es, wenn die Supermächte übereinkommen und Bündnisse miteinander eingehen, sei es, wenn sie miteinander rivalisieren und aufeinander stoßen. Jede Illusion über jede von ihnen ist folgenschwer für die, die in die Falle der Demagogie der Supermächte gehen und die Wachsamkeit gegenüber der Tätigkeit der einen oder der anderen von ihnen verlieren.

Zweitens, die Strategie der imperialistischen und sozialimperialistischen Großmächte, ihre Bündnisse und ihre Rivalität, die Politik, die sie verfolgen, und die Ziele, die sie erreichen wollen, große Gefahren, zwischenimperialistischer Kriege bergen.

„Deshalb“, schreibt Genosse Enver Hoxha, „müssen sich die Völker mit allen Kräften bemühen, nicht überrumpelt zu werden, den zwischenimperialistischen, räuberischen Krieg zu sabotieren, damit dieser keine weltweiten Ausmaße annimmt, und, sollten sie das nicht erreichen, ihn dann in einen Befreiungskrieg zu verwandeln und zu siegen.“

Eine gefährliche konterrevolutionäre Rolle im Dienst der Globalstrategie des Imperialismus und Sozialimperialismus spielt der moderne Revisionismus. Die Entlarvung der Strategie der modernen Revisionisten schenkt Genosse Enver in seinem Buch „Imperialismus und Revolution“ besondere Aufmerksamkeit.

Es ist eine Tatsache, dass sich die Bourgeoisie und der Imperialismus, besonders der amerikanische Imperialismus, in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg, in seiner Absicht, das sozialistische Lager zu unterhöhlen und die kommunistische Weltbewegung zu spalten und zu zerschlagen, sehr auf den Revisionismus stützte. Der Verrat der jugoslawischen, sowjetischen und jetzt auch der chinesischen Revisionisten stellt die größte und gefährlichste konterrevolutionäre Wendung dar, die die Geschichte der revolutionären und Arbeiterbewegung auf der Welt gekannt hat.

Scharf kritisiert werden in „Imperialismus und Revolution“ nicht nur der chruschtschowsche und der chinesische Revisionismus, sondern auch der jugoslawische Revisionismus, als Werkzeug der imperialistischen Bourgeoisie und Feuerwehr gegen die Revolution und den Befreiungskampf der Völker, ebenso wie die revisionistische Strömung der sogenannten „Eurokommunisten“, die zusammen mit der Sozialdemokratie und den reformistischen Gewerkschaften zu den eifrigsten Veteidigern der westlichen Monopolbourgeoisie vor der Drohung durch die Revolution geworden sind. Genosse Enver entlarvt die jugoslawischen anti-marxistischen Predigten und Praktiken der „Selbstverwaltung“.

„Die Theorie und Praxis der jugoslawischen `Selbstverwaltung` , schreibt Genosse Enver, „sind eine offene Leugnung der Lehren des Marxismus-Leninismus und der allgemeinen Gesetze des Aufbaus des Sozialismus. Das `selbstverwaltete` ökonomische und politische System ist eine anarchosyndikalistische Form der bürgerlichen Diktatur, die in dem vom internationalen Kapital abhängigen Jugoslawien herrscht.“

Es kommt keineswegs von ungefähr, dass der Weltimperialismus dieses angeblich sozialistische System, das ihm unter gewissen Bedingungen als ein System in Reserve dient, um dem Kapitalismus das Leben zu verlängern, politisch vorbehaltlos unterstützt und durch Milliarden Dollar finanziert hat. Einer scharfen Kritik wird auch die jugoslawische Politik der „Blockfreiheit“ unterzogen, die dem Imperialismus und Sozialimperialismus dazu dient, die freiheitsliebenden Völker vom Weg der nationalen Befreiung und der Revolution abzubringen, den Status quo und die imperialistische Herrschaft unangetastet zu erhalten oder dem neokolonialistischen Vorstoß der Supermächte on die „blockfreien Länder“ Tür und Tor zu öffnen.

Der regressiven und konterrevolutionären Strategie des Imperialismus, des Sozialimperialismus und des Revisionismus, mit der das Rad der Geschichte aufgehalten und zurückgedreht werden soll, stellen die Marxisten-Leninisten die siegreiche marxistisch-leninistische Strategie der Revolution entgegen, die früher oder später zum vollständigen Sturz der verhassten, kapitalistischen und imperialistischen Ordnung der Ausbeutung und Unterdrückung führen wird. Denn es ist so, wie Genosse Enver Hoxha in „Imperialismus und Revolution“ schreibt:

„Die Zeit arbeitet für die Revolution, für den Sozialismus und nicht für die Bourgeoisie und den Imperialismus, nicht für den modernen Revisionismus und die Weltreaktion.“