Kommentar

zum Erscheinen des

Bandes 24

der Werke des Genossen

Enver Hoxha

unter dem Titel:

Kämpfen wir, solange unsere Herzen schlagen,

für den Triumph des Marxismus-Leninismus“

von Piro Bita

ZËRI I POPULLIT“

(erschienen in „Albanien heute“ Nr. 4/1977, Seite30 – 32)

Kürzlich erschien in Albanien der Band 24 der Werke des Genossen Enver Hoxha. Der Band enthält Reden, Artikel und Diskussionsbeiträge der Zeitspanne November 1962 – Mai 1963. Einen wichtigen Platz nimmt die Behandlung des unnachgiebigen Kampfes der Partei der Arbeit Albaniens gegen den Imperialismus und den von N. Chruschtschow angeführten modernen Revisionismus ein.

Zum Erscheinen dieses Bandes brachte die Zeitung „ZËRI I POPULLIT“ einen Artikel von Piro Bita unter dem Titel „Kämpfen wir, solange unsere Herzen schlagen, für den Triumph des Marxismus-Leninismus.“



Die Reden, Artikel und Diskussionsbeiträge, die im Band 24 der Werke des Genossen Enver (November 1962 – Mai 1963) enthalten sind, sind ein weiterer konzentrierter Ausdruck der politischen Linie unserer Partei, des unbeugsamen Kampfes, den sie gegen den Imperialismus mit dem amerikanischen Imperialismus an der Spitze und gegen den modernen Revisionismus mit dem sowjetischen an der Spitze geführt hat. Sie stellen zum Anderen eine weitere Klärung und Vertiefung des theoretischen Denkens über einige wichtige Fragen dar, wie die sozialistische Revolution, den Befreiungskampf der Völker, Krieg und Frieden, die Notwendigkeit des gleichzeitigen Kampfes gegen Imperialismus und Revisionismus, die Prinzipien des proletarischen Internationalismus.

Seit damals sind bereits 14 Jahre vergangen, dennoch behalten die Materialien dieses Bandes ihre volle Aktualität und sind spannend zu lesen, als wären sie geschrieben, um die Probleme und Aufgaben von heute zu erläutern. Sie sind auch deshalb aktuell, weil der moderne Revisionismus, trotz der Schläge, die er hat hinnehmen müssen, nach wie vor die Hauptgefahr für die revolutionäre kommunistische Bewegung, eine große und ständige Gefahr für die Sache des Sozialismus bleibt. Sie sind ein weiterer Beweis für die Richtigkeit der Generallinie unserer Partei, die voll und ganz den Interessen der Revolution und des Sozialismus in Albanien und auf der ganzen Welt entspricht.

Seitdem die Chruschtschow`sche Führungsgruppe die damals in der kommunistischen Bewegung gärenden Meinungsverschiedenheiten der Öffentlichkeit preisgab, wurde es jedem wirklichen Marxisten-Leninisten klar, dass dieser offene Kampf, der den marxistisch-leninistischen Parteien aufgezwungen wurde, zu Ende geführt werden musste und dass jedes Abweichen und jeder Rückzug nur den chruschtschow`schen modernen Revisionismus nutzen würde.

Unsere Partei hat nicht erst in den letzten drei Jahren, sagt Genosse Enver Hoxha, sondern schon seitdem N. Chruschtschow an die Partei- und Staatsführung in der Sowjetunion kam, festgestellt, dass er einen anti-marxistischen und anti-leninistischen Weg eingeschlagen hatte. Die Führung der Partei hielt mit ihren Bemerkungen und Ansichten zu dieser Frage gegenüber der sowjetischen Führung nicht hinterm Berg, sondern teilte sie ihr entsprechend den leninistischen Normen und Regeln mit. Die prinzipienfeste Haltung der Führung der Partei der Arbeit Albaniens beunruhigte und erzürnte die sowjetrevisionistische Führung sehr. Zusammen mit den Revisionisten der anderen Länder erdichtete sie Lügen, schmiedete Lügen und Komplotte, um unsere Partei, diesen harten Brocken, der ihnen im Halse stecken geblieben war, loszuwerden. Sie ließen nichts unversucht: - wirtschaftliche Sabotage, - politische Erpressungen, - militärische Drohungen. Sie sprachen und schrieben über die sogenannte „albanische Frage“, die, wir Genosse Enver sagte, nicht als solche existiert, sondern

... ein Aspekt des Kampfes zwischen dem Marxismus-Leninismus und dem Revisionismus ist ..., mit der Generallinie der internationalen kommunistischen Bewegung zusammenhängt, ... mit der Frage, auf welchem Weg sich diese Bewegung entwickeln muss – auf dem Weg des Marxismus-Leninismus oder des Revisionismus.“ (nirgends Quellenangaben des Kommentators zu finden- Anmerkung der Redaktion)

In den Schriften und Reden dieses Bandes bekräftigt Genosse Enver Hoxha erneut die Notwendigkeit, den Kampf gegen den modernen Revisionismus zu Ende zu führen. Er sagt:

Wenn die wirklich kommunistischen Parteien und die wirklichen Revolutionäre nicht überall auf der Welt die modernen Revisionisten entlarven, werden letztere an Boden gewinnen ... gegen die Revisionisten müssen wir unbedingt entschieden kämpfen.“

Er ruft auf: “Kämpfen wir, solange unsere Herzen schlagen, für den Triumph des Marxismus-Leninismus.“

Um die Zusammenarbeit mit dem Imperialismus und der Bourgeoisie und den Kniefall vor ihnen zu rechtfertigen, sagten und sagen die modernen Revisionisten und alle Opportunisten, die Zeiten hätten sich „geändert“, die Häupter des Imperialismus seien „vernünftig“ geworden, der amerikanische Imperialismus habe „seine Zähne verloren“, die Siege des Sozialismus und des Befreiungskampfes der Völker seien so groß, dass sie den Imperialismus zwingen, den Kurs des Friedens zu steuern usw. usf. Genosse Enver weist alle ihre Illusionen und Betrügereien zurück. Er sagt, der Imperialismus sei zwar nicht imstande, dafür zu sorgen, dass sich auf der Welt alles nach seinem Wunsch entwickelt, das heiße aber noch lange nicht, dass sich seine Natur geändert hat, dass er nicht mehr aggressiv ist, dass er besänftigt und überredet werden kann. Aus den Schriften von Genossen Enver geht klar hervor, dass es die Völker sind, die mit ihrem revolutionären Kampf für Freiheit, Unabhängigkeit und Sozialismus die für die Imperialisten und Sozialimperialisten schwierigen Situationen schaffen, und nicht verschiedene bürgerliche und revisionistische Häupter, mögen sie auch Widersprüche untereinander haben.

Die Völker, sagte Genosse Enver Hoxha, müssen nicht nur wachsam sein und sich vorbereiten, um jeder Aggression und Einmischung durch den Imperialismus im Allgemeinen und den USA-Imperialismus im Besonderen gewachsen zu sein, sondern sie müssen auch bereit sein zur Revolution, zur Eroberung der Staatsmacht. Die chruschtschow`schen Ansichten über den Imperialismus akzeptieren, sagt er ferner,

... heißt die Wachsamkeit der Völker mindern, den revolutionären Schwung und den Kampf der Arbeiterklasse für den Sturz des Kapitalismus und die Eroberung der Staatsmacht abwürgen, die sozialistische Revolution leugnen.“

Er verteidigt entschieden den Marxismus-Leninismus und betont, dass die wirklichen Marxisten-Leninisten und Revolutionäre sich überall auf der Welt auf die gewaltsame Eroberung der Staatsmacht vorbereiten müssen, dass der Weg der revolutionären Gewalt

nicht nur den Sieg der Revolution sichert, sondern auch im Kampf, den die Völker führen, um den Imperialismus an der Entfesselung des Krieges zu hindern, große Vorteile hat.“

Für unsere Partei ist der Weltkrieg nicht ein unvermeidliches Verhängnis; der Kampf gegen Imperialismus und Revisionismus ist niemals von der proletarischen Revolution zu trennen; der Kampf gegen den Imperialismus ist nicht vom Kampf gegen den Revisionismus zu trennen und umgekehrt.

Der Band 24 der Werke des Genossen Enver zeigt erneut sehr deutlich, dass unsere Partei die nationale Befreiungsbewegung der Völker gegen den Imperialismus „als eine der größten Bewegungen unserer Zeit, die die Stellungen des Imperialismus unterhöhlt, seinen Herrschaftsbereich schwächt und einengt ..., al einen großen Verbündeten und eine starke Stütze für den revolutionären Kampf der internationalen Arbeiterklasse und für alle sozialistischen Länder“ ansieht.

Unsere Partei hat den revolutionären, anti-imperialistischen Kampf der Völker für die nationale Befreiung, für Freiheit, Unabhängigkeit und gesellschaftlichen Fortschritt nicht nur unterstützt, sondern sie ist darüber hinaus stets der Ansicht gewesen, dass die internationalistische Hilfe für ihn eine internationalistische Pflicht aller wirklich sozialistischen Länder und des Weltproletariats ist. Diese Hilfe kann nur dann real, wirksam, konsequent sein, wenn der Imperialismus und Sozialimperialismus bedingungslos bekämpft werden.

Während unsere Partei beharrlich den anti-imperialistischen Kampf der Völker verteidigte, entlarvte sie die Theorien der jugoslawischen und anderer Revisionisten über die „Nichtpaktgebundenheit“, die Politik des „Gleichgewichts“, über den Kampf für den Frieden als „wichtigste Voraussetzung des Kampfes für den Sozialismus“, diese „Theorien“, deren Ziel es ist, die Völker in Passivität und schließlich in die Arme der imperialistischen Mächte zu treiben. N. Chruschtschow beschuldigte unsere Partei und all diejenigen, die auf diese Weise gegen den USA-Imperialismus kämpften, sie gäben angeblich „großspurige Erklärungen“ ab und würden „umsonst schimpfen“, da dies dem Imperialismus nichts antue. Die Zeit hat aber voll und ganz bewiesen, dass nicht die allseitige Entlarvung und der heftige Kampf gegen den Imperialismus und seine Pläne, die Völker zu unterjochen, sondern die Illusionen ihm gegenüber, die Zusammenarbeit und das Küssen mit ihm zum Verrat am Kampf der revolutionären Völker der Welt und all jener führen, die vom Imperialismus und Sozialimperialismus bedroht werden.

Im Mittelpunkt des Kampfes, den die PAA und Genosse Enver Hoxha auch in dieser Periode führen, steht die offene und allseitige Entlarvung des sowjetischen Chruschtschow-Revisionismus. Denn der Sowjetrevisionismus als Revisionismus an der Macht liquidierte nicht nur rasch die Errungenschaften des Sozialismus und der Diktatur des Proletariats in der Sowjetunion und führte diese zum Sozialimperialismus, sondern verübte auch den größten Anschlag, das größte Verbrechen am internationalen Proletariat, am revolutionären Kampf und am Sozialismus in allen Ländern. Dass unsere Partei den Hauptschlag gegen den Sowjetrevisionismus konzentrierte, hinderte sie nicht daran, einen entschlossenen und prinzipienfesten Kampf gegen den Revisionismus im Allgemeinen zu führen, besonders gegen seine am meisten verbreiteten und gefährlichsten Strömungen.

Der Kampf gegen den jugoslawischen Revisionismus war damals wie heute eine Demarkationslinie zwischen den wahren und falschen Marxisten-Leninisten. Die nach dem Krieg von der internationalen kommunistischen Bewegung kollegial getroffenen Beschlüsse sowie die, die N. Chruschtschow und seine Gruppe auf der Moskauer Beratung der 81 kommunistischen Parteien im Jahre 1961 zu unterzeichnen gezwungen waren und die den jugoslawischen Revisionismus offen und unmissverständlich brandmarkten, wurden auf brutalste Weise und entgegen jeder leninistischen Norm und jedem leninistischen Prinzip verletzt. Die Annäherung, die Zusammenarbeit und schließlich die Verschmelzung der modernen Revisionisten mit den jugoslawischen Revisionisten wurde jahrelang sorgfältig und beharrlich vorbereitet, denn es sollte die revisionistische Einheitsfront geschaffen werden. Das geschah nicht etwa, betonte Genosse Enver Hoxha, weil die jugoslawischen Revisionisten sich geändert hatten,

sondern weil die Haltung Chruschtschows und seiner Gruppe sich geändert hatte, die selbst auf die Positionen des Revisionismus übergegangen sind.“

Für N. Chruschtschow und seine Gruppe waren die Worte über den modernen Revisionismus als Hauptgefahr für die internationale kommunistische und Arbeiterbewegung zu einer hohlen Phrase verkommen. Nicht nur gegen den jugoslawischen Revisionismus, sondern auch gegen den Revisionismus überhaupt wurde praktisch jeder Kampf eingestellt. Die konterrevolutionären Ansichten des italienischen Revisionistenführers P. Togliatti hatten zu jener Zeit auch außerhalb Italiens überhand genommen. Die bürgerliche Presse war ihr bester Propagandist. Doch die Revisionisten, die sich Kommunisten und Marxisten-Leninisten nannten und in der Sowjetunion und vielen anderen Ländern die Führung der Parteien innehatten, taten so, als würden sie das nicht merken. Mit ihrem Stillschweigen, mit ihren Verbindungen und Umarmungen bereiteten sie vielmehr den italienischen und allen anderen Revisionisten in den kapitalistischen Ländern den Weg. Genosse Enver analysierte den revisionistischen Kurs der italienischen Revisionistenführer, der sich eindeutig in den Thesen äußerte, die sie für ihren damaligen Parteitag vorbereitet hatten. Er schreibt dazu:

Was können schon die Polemiken der Führer der KP Italiens mit der italienischen Bourgeoisie wert sein, der sie sich in wesentlichen Fragen angepasst haben und morgen noch mehr anpassen werden. Sie werden zu Lakaien des US-Imperialismus verkommen, genau wie es die Führer der italienischen Großbourgeoisie sind.“

Die Zeit hat völlig die Richtigkeit dieser Analyse bestätigt. Selbst die bürgerliche Presse von heute verweist in Europa und Amerika immer mehr darauf, dass es durchaus „nicht dramatisch“ für die USA ist, wenn die „eurokommunistischen Parteien“ (womit sie vor allem die Revisionistencliquen von Berlinguer, Marchais und Carillo meinen) an die Macht kommen, sondern sogar in ihrem Interesse läge. Denn die „eurokommunistischen Parteien“ haben mittlerweile die „Prüfung der Demokratie bestanden“, ihre Spitzenführer „sind ernsthaft und vertrauenswürdig“, wenn sie von der Aufrechterhaltung der NATO und von „politischem Pluralismus“ sprechen. Und sie erbringen auch tagtäglich „Beweise“ für ihre Treue ... zum Kapital ! Carillo, der spanische Erz-Revisionist, erklärte öffentlich, dass die Monarchie, die Franco schuf, demokratisch und für Spanien günstig ist. Er beschloss, die Fahne der spanischen Republik fallen zu lassen, und ergriff die Fahne des spanischen Faschismus. Jeder Tag bestätigt das, was Genosse Enver Hoxha auf dem 7. Parteitag der PAA sagte, dass die modernen Revisionisten von der Forderung nach Zusammenarbeit mit der Bourgeoisie dazu übergingen, selbst Bourgeois zu werden; sie sind inzwischen Verfechter der bürgerlichen Ordnung, Soldaten der Konterrevolution.

Das Aufkommen des modernen Revisionismus, betonte Genosse Enver, zeigte, dass viele alte kommunistische Parteien im Innern morsch geworden waren. Aber die aufrechten Revolutionäre erhoben sich mutig zum Kampf, sie überwanden zahllose Hindernisse und Schwierigkeiten, und in vielen Ländern mussten sie sich mit ihrem Blut den Weg bahnen, um die jungen marxistisch-leninistischen Parteien zu bilden und zu festigen, die heute die wahren Parteien der Revolution und des Sozialismus auf der Welt sind.

In den Schriften und Diskussionsbeiträgen des Genossen Enver Hoxha jener Monate sehen wir einmal mehr sein großes Vertrauen zu diesen jungen, wirklich revolutionären Kräften sowie die Hochschätzung ihrer Tätigkeit.

Es gibt auf der Welt Millionen Kommunisten und Arbeiter“, betont Genosse Enver, „die für die Verteidigung des Marxismus-Leninismus kämpfen und den modernen Revisionismus entgegentreten.“

In den Werken von Genossen Enver sehen wir auch, wie unsere Partei ihre internationalistische Pflichten erfüllt hat.

Der Band 24 der Werke des Genossen Enver ist eine weitere Waffe, die den albanischen Kommunisten und Werktätigen in die Hand gegeben wird in ihrem selbstlosen Kampf für den Aufbau des Sozialismus, für die Verteidigung des Marxismus-Leninismus und seinen Triumph über den modernen Revisionismus und den Opportunismus überhaupt. Sein Studium erweckt bei jedem bewussten Menschen berechtigten Stolz auf die konsequente, zutiefst marxistisch-leninistische Linie unserer Partei der Arbeit, die ihren höchsten Ausdruck in den Werken unseres geliebten Führers, des Genossen Enver, findet.

Ende