zum 140. Geburtstag Lenins

zusammengestellte Zitate ausgewählt aus Enver Hoxhas bekanntesten Schriften

von Wolfgang Eggers

Herausgeber Komintern (SH)

22. 4. 2010





Unsere Aufgabe als Kommunistische Internationale ist es, alles zu tun, um das Weltproletariat vom Leninismus zu überzeugen, dass es keinen anderen Ausweg als die leninistische, sozialistische Weltrevolution und die Weltdiktatur des Proletariats geben kann und geben wird und dass wir deswegen alle ideologischen Einflüsse, die diesem einzigen Ausweg entgegen wirken, entlarven, bekämpfen, aus den Weg räumen müssen. Hierbei stützen wir Stalinisten-Hoxhaisten uns vor allem auf den Genossen Enver Hoxha, der Stalins Kampf gegen den modernen Revisionismus unter schwierigsten Bedingungen fortsetzte, um den Leninismus der proletarischen Weltrevolution weiter zu verteidigen. Der Hoxhaismus ist die höchst entwickelte Stufe der siegreichen Wissenschaft der Weltrevolution, des Marxismus-Leninismus.















Unsere Partei hat stets als Beispiel die Tätigkeit des großen Lenin vor Augen,



der niemals Opportunist war,



sondern immer das große Interesse der Weltrevolution sah.“



(Enver Hoxha: Betrachtungen über China, Band II ; Seite 568)











WIE



DER GENOSSE ENVER HOXHA



DIE LEHREN LENINS VON DER WELTREVOLUTION



GEGEN DIE MODERNEN REVISIONISTEN VERTEIDIGTE







Genosse Enver Hoxha, der 5. Führer des Weltproletariats, hatte ein neues Bollwerk der Weltrevolution gegen die neue kapitalistisch-revisionistische Welt aufgebaut mit dem sozialistischen Albanien als Weltzentrum – die hoxhaistische Weltbewegung. Enver Hoxha, der fünfte Klassiker des Marxismus-Leninismus, setzte das Werk der Weltrevolution seiner vier Vorgänger Marx, Engels, Lenin und Stalin in herausragender Weise fort, so auch die Anwendung und Weiterentwicklung der Lehre des Genossen Lenin über die sozialistische Weltrevolution. Wir wollen dies an dieser Stelle mit Zitaten des Genossen Enver Hoxha belegen:





I

Imperialismus und Revolution“

Vorwort:

Seit dem Erscheinen des „Manifests der Kommunistischen Partei“ von Marx und Engels im Jahr 1848 hat sich der Kampf zwischen dem revolutionären Marxismus und dem Opportunismus auf politischem wie auf ideologischem Gebiet auf ein Problem konzentriert: Ist die Revolution zur Umwandlung der Gesellschaft auf sozialistischen Grundlagen notwendig oder nicht, sind die Voraussetzungen für die Durchführung der Revolution gegeben oder nicht, kann sie auf friedlichem Weg vollzogen werden oder ist die revolutionäre Gewalt unerlässlich ?

Die Bourgeoisie und die Opportunisten bemühten und bemühen sich mit all ihren Theorien, die nach Dutzenden, wenn nicht nach Hunderten zählen, die unanfechtbare Wahrheit zu leugnen, dass der Grundwiderspruch zwischen den Ausbeutern und den Ausgebeuteten ist, sie versuchen den historischen Platz und die historische Rolle der Arbeiterklasse, ja auch den Klassenkampf selbst als bestimmenden Faktor der Entwicklung und des Fortschritts der menschlichen Gesellschaft zu leugnen. Ihre Absicht war und ist das Proletariat ideologisch zu beirren, die Revolution zu verhindern, die kapitalistische Ausbeutung zu verewigen, den Marxismus-Leninismus, die siegreiche Wissenschaft der Revolution und des Aufbaus des Sozialismus, zu zerstören.

Alle diese Gegner und Feinde des Proletariats und der Revolution haben versucht, den Marxismus-Leninismus für überholt zu erklären und, angeblich in Übereinstimmung mit den neuen historischen Bedingungen, mit den Veränderungen, die der Kapitalismus, der Imperialismus erfahren haben, mit der Evolution, die die menschliche Gesellschaft im Allgemeinen durch gemacht hat, verschiedene „Theorien“ aufzustellen.

So erklärte Bernstein Marx für überholt, und Kautsky leugnete, in Spekulation mit dem Übergang des Kapitalismus zum Imperialismus, die Revolution. Ihrem Vorbild und ihren Methoden folgten auch alle modernen Revisionisten von Browder und Tito, Chruschtschow und den „Eurokommunisten“ bis hin zu den chinesischen „Theoretikern“ der „drei Welten“.

Unter dem verlogenen Vorwand, sie würden den Marxismus-Leninismus „auf schöpferische Weise“ anwenden und entwickeln, indem sie ihn den heute auf der Welt bestehenden neuen Bedingungen anpassen, versuchen alle diese Anti-Marxisten, die wissenschaftliche Ideologie der Arbeiterklasse zu bestreiten und sie durch den bürgerlichen Opportunismus zu ersetzen.

Das Proletariat, die Revolutionäre und ihre wahren marxistisch-leninistischen Parteien führten und führen gegen den modernen Revisionismus und seine verschiedenen Strömungen einen harten Kampf, der nicht aufgehört hat und nie aufhören wird.

Die Revisionisten, die reaktionäre Bourgeoisie und ihre Parteien bemühen sich, unsere Theorie, den Marxismus-Leninismus, als ein Dogma hinzustellen, als Etwas Fixes und Starres, das angeblich nicht in die heutige Zeit passt, die voll Dynamik und Leben ist. Doch wenn von Dynamik und Leben die Rede sein kann, so gilt dies nur für den Marxismus-Leninismus, denn er ist die Theorie der Arbeiterklasse, der fortgeschrittensten Klasse der Gesellschaft, der aktivsten und revolutionärsten Klasse, die richtig denkt, die die materiellen Güter produziert und sich stets in Aktivität befindet.

Die Bemühungen der Bourgeoisie und ihrer Ideologen, die Menschen davon zu überzeugen, dass der Marxismus-Leninismus überholt sei und den „modernen Zeiten“ nicht entspreche, haben das Ziel, die wissenschaftliche Ideologie des Proletariats zu bekämpfen und sie durch einige Theorien zu ersetzen, die ein ein verkommenes Leben, ein Lumpemleben, eine Gesellschaft hemmungsloser Entartung, eine so genannte Konsumgesellschaft predigen. Die Theoretisirereien, mit denen behauptet wird, man habe jetzt angeblich die Formen einer neuen Gesellschaft in ständiger Bewegung und in ständigem Fortschritt gefunden, zielen ebenso darauf ab, das fortschrittliche revolutionäre Denken des Proletariats, seine führende Ideologie zu treffen, die kapitalistische Unterdrückung und Ausbeutung zu verewigen.

Wie Lenin uns lehrt, beurteilt und bestimmt unsere Theorie die Formen und Methoden des Klassenkampfes richtig. Sie steht in enger Verbindung zu den praktischen Problemen, die das Leben aufwirft, die die Epoche aufwirft. Diese Waffe hilft uns, zu jedem Zeitpunkt den Kurs der menschlichen Entwicklung richtig zu analysieren und zu verstehen, jede historische Wende der Gesellschaft richtig zu analysieren und zu verstehen, deren revolutionäre Umwandlung durchzuführen.

Unsere Partei entlarvte auf ihrem 7. Parteitag all die verschiedenen revisionistischen Strömungen, darunter auch die chinesische Theorie der „drei Welten“ . Sie betonte die lebenswichtige Bedeutung, die der Marxismus-Leninismus für den Sieg der Revolution, des Sozialismus und der Befreiung der Völker hat, wies die bürgerlich-opportunistischen Thesen und Ansichten über die heutige Etappe des historischen Weltprozesses entschieden zurück, die die Revolution leugnen und die kapitalistische Ausbeutung verteidigen und betonte nachdrücklich, dass keine Veränderung in der Entwicklung des Kapitalismus und des Imperialismus die revisionistischen „Erfindungen“ und Hirngespinste rechtfertigen kann. Die prinzipienfeste Kritik und die ununterbrochene Entlarvung der anti-revolutionären und anti-kommunistischen Theorien sind unabdingbar, um den Marxismus-Leninismus zu vrteidigen, um die Sache der Revolution und der Völker voranzutreiben, um zu zeigen, dass die Theorie von Marx, Engels, Lenin und Stalin immer jung, ein sicherer Kompass hin zu künftigen Siegen bleibt

April 1978











II

Betrachtungen über China“

Wenn wir hier die internationale Bedeutung des Kampfes hervorheben wollen, den der Genosse Enver Hoxha zur Verteidigung der Leninschen Lehren über die Weltrevolution geführt hat - insbesondere gegen die chinesisch-revisionistische Kolonne des Weltimperialismus [ wobei China mittlerweile eine imperialistische Supermacht geworden ist ] - , dann gehört dazu auch die globale Bedeutung der chinesischen Revolution als Teil der Weltrevolution. Nur mit Hilfe der Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus wird sich das chinesische Proletariat vom bürgerlichen Einfluss Mao Tse-tungs befreien und mit der Diktatur des Proletariats einen großen Beitrag für die Weltrevolution, für den Weltsozialismus leisten. Wenn der Stalinismus-Hoxhaismus in China gesiegt hat, dann kann der Sieg des Weltsozialismus bereits als „sicher“ gelten.

Die chinesischen Genossen meinen, die Hilfe für die kommunistische Weltbewegung und die Weltrevolution bestünde in der Empfehlung, die Große Proletarische Kulturrevolution zu machen, so wie sie China gemacht hat. Ihnen zufolge ist es zukünftig nicht nötig, sich von der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution (außer vielleicht von der Pariser Kommune) inspirieren zu lassen, sondern von der Kulturrevolution, denn so, wie der Marxismus-Leninismus durch die 'Mao Tse-tung-Ideen' ersetzt worden sei, so trage auch die Kulturrevolution die Sozialistische Oktoberrevolution in sich! Das steht in den chinesischen Zeitungen ! Diese Einstellung ist schändlich und anti-marxistisch. Ihre Fehler und ihre Anmaßung gehen so weit, dass sie behaupten: 'Mao ist es, der die Volkskriege geschaffen hat, er ist der Vater der Volkskriege'. Mit anderen Worten, die Völker, die seit Jahrhunderten für Freiheit, Unabhängigkeit usw. gekämpft haben, sie haben nichts getan. Folglich haben auch die Bolschewistische Partei und die Partei der Arbeit Albaniens, die den Volkskrieg geführt haben, nichts getan. Um Volkskriege zu sein, müssen diese Kämpfe den Stempel Maos und seiner Ideen tragen !

So setzt man hinter die Klassiker einen Punkt, einen Punkt setzt man auch hinter die Theorie der Revolution und des Volkskriegs. Dieses Gehabe ist nicht nur inakzeptabel, sondern auch unerträglich“ (14. Juli 1967„Betrachtungen über China“, Band I, Seite 390 und 391).

Die chinesischen Genossen sind zu der Meinung gekommen, das rote Buch mit den 'Worten Mao Tse-tungs' sei 'das Höchste der marxistisch-leninistischen Wissenschaft und Philosophie, der Schlüssel zu Revolutionen, zu Siegen'. Und sie sagen:'Nimm es, lies es, lern' es auswendig, und dann geh auf die Straße und mach Revolution'. Wir müssen sagen, dass diese Ansprüche kindisch sind“ (14. Juli 1967Betrachtungen über China“, Band I, Seite 392).

Unter dem Deckmantel der Kulturrevolution haben sich die chinesischen Genossen vollständig in ihrem Schneckenhaus verkrochen. Sie wollen ihr den Anstrich einerWeltrevolution“ geben, doch praktisch unternehmen sie nichts, das es rechtfertigte, sie wenigstens 'Welt'-Revolution zu nennen“ (25. April 1968,Betrachtungen über China“, Band I, Seite 433).



Sie lehnen es ab, wie üblich eine Delegation zu unserer 1.Maifeier zu schicken, weil sie angeblich mit der Kulturrevolution beschäftigt sind ! Wenn die Volksrepublik China so weiter macht, dann gute Nacht!“ (25. April 1968,Betrachtungen über China“, Band I, Seite 433 - 434).

Es muss klar gemacht werden: 1) Was sind die Kennzeichen der Kulturrevolution innerhalb Chinas, und was sind ihre internationalen Kennzeichen, so wie es Lenin für die Große Sozialistische Oktoberrevolution bestimmte. 2) Wenn man vom Imperialismus spricht, muss man Lenins Analyse des Imperialismus auf dem aktuellen Stand fortführen. Das, so meine ich, muss auch Mao Tse-tung tun, besonders, was die Kulturrevolution anbelangt. Hat er sie inzwischen gemacht? Mir scheint, noch nicht. Mao scheint mir, muss dies tun, denn die chinesischen Genossen sprechen ja ständig davon, dass 'diese Revolution internationale Bedeutung hat und die Marxisten-Leninisten sich von ihr inspirieren lassen müssen'(9. Januar 1970, Betrachtungen über China“, Band I, Seite 515).

Wir erkennen an, dass die Revolution im Anstieg ist, dass die Völker für Freiheit kämpfen, dass der amerikanische Imperialismus gegenwärtig geschwächt wird und eine schwere Krise durch macht, und nicht nur er, sondern das ganze kapitalistische Weltsystem, und das unabhängig von ihrem Willen, ungeachtet ihrer blutigen Raubkriege. Doch das Bild, das uns Genosse Tschou En-lai zeichnet, indem er uns eine ganze Reihe vollkommen richtiger Tatsachen vorhält, kann die Schlussfolgerungen nicht belegen, dass 'der amerikanische Imperialismus ganz und gar zermürbt ist und ein Windstoß reicht, ihn umzuwerfen', auch wenn man uns Zitate von Nixon selbst vorbringt“ (22. Juni 1971, Betrachtungen über China“, Band I, Seite 584).

Für China zählt Europa nicht mehr für die Revolution. Für Tschou En-lai zählen die großartigen Streiks und Demonstrationen der europäischen Arbeiterklasse nicht“ (27. Juli 1971, Betrachtungen über China“, Band I, Seite 598 - 599).

China bejaht die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, bejaht die Schaffung eines „Vereinten Europa“, mit dessen Aufbau die Staaten Westeuropas begonnen haben, und heißt sie gut. Mit dieser Linie und dieser Orientierung sind wir nicht nur keinesfalls einverstanden, wir sind sogar dagegen, weil sie grundsätzlich und in der Praxis falsch sind, weil sie der marxistisch-leninistischen Linie nicht entsprechen, sondern zuwider laufen. Das sind revisionistisch-opportunistische Auffassungen; sie tragen nicht zur Revolution, zum Erwachen und zum revolutionären Kampf der Völker gegen Imperialismus, Kapitalismus und die reaktionäre Bourgeoisie bei“ (Die Supermächte, Seite 388 - 389)



Wir müssen gestützt auf unsere marxistisch-leninistische Theorie zeigen, dass die Thesen unseres 7. Parteitags richtig, marxistisch-leninistisch sind, dass sie auf den Lehren unserer Klassiker gründen, (..) deren einziges Ziel ist: Durchführung der proletarischen Revolutionen und Befreiung der Völker(„Betrachtungen über China“, Band II, Seite 492).



In seiner Schrift Euro-Kommunismus ist Antikommunismus“ hob der Genossen Enver Hoxha zum Beispiel hervor:

Diese unzähligen anti-marxistischen Strömungen, die sich in der heutigen kapitalistischen und revisionistischen Welt entwickeln, sind die fünfte Kolonne in den Reihen der Weltrevolution. Sie haben den Zweck, das Ende des Weltkapitalismus hinauszuschieben, indem sie die Revolution von innen heraus bekämpfen(Seite 93, deutsche Ausgabe).



Die Wege, Formen und Taktiken, derer sie sich im Kampf gegen den Marxismus-Leninismus, die Revolution und den Sozialismus bedienen, mögen verschieden sein, ihre konterrevolutionären Ziele aber sind die Gleichen“ (Enver Hoxha, „Imperialismus und Revolution“, Seite 72).



Den Marxismus-Leninismus der Unglaubwürdigkeit zu überführen, ist das Ziel, das der Kapitalismus und der Imperialismus schon immer erreichen wollten. Dabei hilft ihnen heute der moderne Revisionismus mit allen Mitteln und Methoden, offenen und getarnten, mit allen möglichen Theorien und pseudo-wissenschaftlichen philosophischen Schlagworten“ (Enver Hoxha, Eurokommunismus ist Antikommunismus, Seite 90 – 94).



Diese ganze Stagnation, dieses ganze Durcheinander wird geschaffen, um das Dasein des Kapitals zu verlängern und die Ideen von Marx, Engels, Lenin und Stalin zu bekämpfen. Anders ausgedrückt, die Revisionisten versuchen auf verschiedene Art (..) die kommunistischen Parteien, das Weltproletariat (..) von den Ideen des Marxismus-Leninismus, von der wahren Wissenschaft der Revolution (..) abzubringen. Sie versuchen außerdem, einige pseudo-marxistische, pseudo-sozialistische und pseudo-demokratische Anschauungen in die Welt zu setzen, die angeblich auf die Periode zugeschnitten sind, die die Menschheit gegenwärtig durchläuft. All diese Anti-Marxisten behaupten, die Erscheinungen der gegenwärtigen Periode hätten keine Ähnlichkeit mit den Erscheinungen der Periode, in der Marx, Engels und Lenin gelebt und geschrieben hatten. Und angeblich bestätigen sich deren Voraussagen, die von ihnen enthüllten Gesetze der Revolution und der Gesellschaft heute in der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft nicht. Das ist überhaupt der Kern der anti-marxistischen Theorie. Also können aufbauend auf dieser pseudo-marxistischen Ideologie hunderte von Theorien entwickelt werden, von denen jede einzelne den Kampf gegen die proletarische Revolution zum Ziel hat, zugleich aber als proletarische Ideologie hingestellt wird. Das ist das Ziel all dieser anti-marxistischen Gruppierungen, die sich selbst kommunistisch nennen, vom Titoismus, dem Chruschtschow-Revisionismus über den 'Euro-Kommunismus' bis hin zum chinesischen Revisionismus („Betrachtungen über China“, Band II, Seite 603 – 604).





Unsere Partei wird wie bisher, so auch in Zukunft, nach dem Vorbild des großen Lehrmeisters Lenin handeln, der, ohne jemals zu zögern, nicht nur allen Sorten von Parteienen der Bourgeoise in verschiedenen Ländern Schläge versetzte, sondern auch die Renegaten angriff, jene, die anfänglich eine marxistisch-leninistische Haltung eingenommen hatten, dann aber Verrat begingen. Unsere Partei hat stets als Beispiel die Tätigkeit des großen Lenin vor Augen, der niemals Opportunist war, sondern immer das große Interesse der Weltrevolution sah.(Enver Hoxha: Betrachtungen II. Seite 568)



Der Marxismus-Leninismus ist nicht tot, er ist auch nicht alt geworden, er ist immer revolutionär, ist jung, ist die Triebkraft der heutigen Welt. Die Revolution unter Führung des Proletariats ist die große Kraft, die die Welt umgestalten wird, und nicht jene 'dritte Welt', für die Mao und die Maoisten die Trommel rühren“ („Betrachtungen über China“, Band II, Seite 526).

Zur fünften Kolonne in den Reihen der Weltrevolution zählte der Genosse Enver Hoxha auch die revisionistische Ideologie der so genannten „Mao Tsetung- Ideen“.

Mao Tse-tung hat gesagt: ' Alle 7 Jahre wird eine Revolution stattfinden, es werden die Rechten kommen, dann werden die Linken kommen und so weiter, zehntausend Jahre lang'.

Mao Tse-tung sprach davon, dass 'das Dorf die Stadt einkreisen' müsse. Diese Ansicht Mao Tse-tungs haben wir niemals als marxistisch-leninistisch akzeptiert, betrachtet Mao Tse-tung doch damit die Bauernschaft als die revolutionärste Klasse. Das ist eine anti-marxistische Ansicht. Die revolutionärste Klasse der Gesellschaft ist das Proletariat, deshalb muss es die Revolution im Bündnis mit der Bauernschaft führen, dem treuesten Verbündeten des Proletariats. Das Proletariat muss diesen Verbündeten gewinnen, den auch die Bourgeoisie auf ihre Seite zu ziehen versucht. Maos Theorie geht noch weiter: 'Die Völker der drei Kontinente Asien, Afrika und Lateinamerika', predigt Mao, ' müssen sich zusammenschließen gegen die beiden anderen Kontinente, den alten Kontinent und den nordamerikanischen Kontinent', also gegen Europa und die Vereinigten Staaten von Amerika. Seiner Ansicht nach sind Europa und Nordamerika die Städte, das Proletariat, die anderen drei Kontinente dagegen die Bauernschaft. Diese Theorie ist widersinnig, sie berücksichtigt nicht die objektive Realität, die materialistische Entwicklung der Geschichte, ihr ist die Rolle der Arbeiterklasse, des Proletariats und seiner marxistisch-leninistischen Partei nicht klar, sie lässt die Revolution außer Acht. Es ist gerade Mao Tse-tungs Theorie, die die verschiedenen Etappen, in denen die Entwicklung der Menschheit notwendigerweise verläuft, nicht berücksichtigt. Mao Tse-tungs Vorstellung, dass 'das Dorf die Stadt einkreisen' müsse, nimmt gegenwärtig in der Theorie der 'dritten Welt' Gestalt an. Tatsache ist, dass Mao Tse-tung, da er damit die 'dritte Welt' zur gegenwärtigen Hauptkraft der Revolution erklärt, die große revolutionäre Kraft, die die Geschichte vorwärts treibt, das Weltproletariat, in der Theorie liquidiert. Das ist absurd. Diese 'Theorie' (..) bedeutet eine Unterstützung für die feindliche Ansicht, dass 'die Revolution fehl geschlagen' sei, 'sich in einer starken Rückentwicklung' befinde, und wir jetzt nicht mehr von der proletarischen Revolution sprechen dürften(„Betrachtungen über China“, Band II, Seite 491 – 492).



China stimmt nicht überein mit der Bestimmung unserer Epoche durch die Klassiker des Marxismus-Leninismus, die sagten, dass die Welt nach dem Sieg der Sowjetunion, nach dem Sieg der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution, in die Epoche der proletarischen Revolutionen eingetreten ist. Für China 'lebt die Menschheit nicht in dieser Epoche', es behauptet, wir befänden uns noch in der Periode der bürgerlich-demokratischen Revolutionen“ („Betrachtungen über China“, Band II, Seite 488).



Die Partei der Arbeit Albaniens wird auch in Zukunft den prinzipienfesten Kampf für die vollständige Entlarvung des chinesischen Revisionismus konsequent fortsetzen, um eine klare und scharfe Grenze zwischen dem Marxismus-Leninismus und den anti-marxistischen Ideen Mao Tse-tungs zu ziehen. Ohne die Mao Tse-tung-Ideen anzuprangern und zu verwerfen, ohne ihren ganzen Einfluss in der revolutionären Bewegung zu bekämpfen und auszumerzen, kann weder vom Kampf gegen den chinesischen Revisionismus noch vom Kampf gegen den modernen Revisionismus insgesamt die Rede sein, kann sich die marxistisch-leninistische Bewegung nicht im erforderlichen Maße konsolidieren und entwickeln, kann die Sache der Revolution nicht erfolgreich vorangetrieben werden. (Enver Hoxha, Bericht an den 8. Parteitag der PAA, Seite 283 – 290; dt. Ausgabe).



Wir standen und stehen auf der Seite der Revolution und der Revolutionäre und hoffen und wünschen, dass die Revolution in China sich nicht mehr vom 'Banner der Mao Tse-tung-Ideen', sondern von den Ideen von Marx, Engels, Lenin und Stalin leiten lassen möge. Nur so wird die Revolution in China siegen(Betrachtungen über China“, Band II, Seite 332).



Es war, ist und bleibt das große Interesse der Revolution, des Weltproletariats, des Sozialismus, Albaniens, dass das große China ein sozialistisches Land sei. Doch leider gibt es zahlreiche Tatsachen, die davon zeugen und die beweisen, dass es nicht so ist. Die Tatsachen zeigen uns, und die Zukunft wird diese bittere Wahrheit bestätigen, dass sich China sehr rasch auf einem dem Sozialismus entgegen gesetzten Weg voran bewegt. Es ist dabei, sich in einen mächtigen kapitalistischen Staat zu verwandeln, in einen bürgerlich demokratischen Staat, der darum kämpfen wird, neue bürgerliche Formen und Merkmale anzunehmen, um die Bourgeoisie reicher zu machen, das Proletariat und die Völker zu betrügen und so den Triumph der Revolution zu verhindern(geschrieben am 7. September 1977 in:Betrachtungen über China“, Band II, Seite 639).



Diese ganze heutige Politik Chinas hat ein klares Ziel: Zeit zu gewinnen, um aufzurüsten und zur kapitalistischen Großmacht zu werden, das heißt, die gleiche Position einzunehmen, wie die beiden anderen Supermächte und sich in eine Reihe mit ihnen zu stellen. Was die Revolution betrifft, so wurde sie auf den Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben“ („Betrachtungen über China“, Band II, Seite 504).

Heute bekennt sich eine weltweit verbreitete Sekte zum maoistischen „Drei-Hinterwäldlertum“ („Third Worldism“). Daran ist die welthistorische Bedeutung der Lehren Enver Hoxhas im Kampf gegen den Maoismus zu messen, deren Anwendung uns Stalinisten-Hoxhaisten heute verpflichten, gegen alle zersplitterten maoistischen Bewegungen auf nationaler wie auf internationaler Ebene mit aller Konsequenz vorzugehen , um die leninistische Idee von der sozialistischen Weltrevolution gegen ihren maoistischen Verrat zu verteidigen und dem Weltproletariat die Schädlichkeit und Gefahr dieser anti-marxistischen , maoistischen Strömungen in der Welt unbedingt bewusst zu machen.

In seiner Schrift Betrachtungen über China“ hebt der Genosse Enver Hoxha verschiedene Kritiken bezüglich des chinesischen Verrats an der proletarischen Weltrevolution und an den Lehren Lenins hervor. Genosse Enver Hoxha kritisierte insbesondere Maos Theorie der drei Welten“ , die die Klassengrenzen bei der Einteilung der Welt verwischt. Die „Theorie der Drei Welten“ zieht keine Schlussfolgerung in Bezug auf die Weltrevolution, sondern ignoriert sie vielmehr.





DIE THEORIE DER «DREI WELTEN»

IST GEGEN DIE PROLETARISCHE WELTREVOLUTION GERICHTET





Gerade weil sich die beiden Supermächte, die USA genauso wie die Sowjetunion, in der gegenwärtigen Situation [ 8. April 1975 ] in einer großen Krise befinden, meine ich, dass der Kampf gegen sie an beiden Fronten scharf weiter geführt werden muss. Wir können die Schlussfolgerung gewisser Leute nicht nach vollziehen, geschweige denn uns mit ihr einverstanden erklären, der zu Folge „der sowjetische Sozialimperialismuws gefährlicher ist als der amerikanische Imperilaimsus“, weshalb „wir den Kampf gegen den Ersteren verschärfen und gegen den Letzteren abschwächen müssten“

[Diese falschen, anti-marxistischen Auffassungen, die die Partei der Arbeit Albaniens, sofort nach ihrem Auftauchen einer scharfen, grundsätzlichen Kritik unterzog, wurden von der Führung der Kommunistischen Partei Chinas vertreten und verbreitet. Die Zeit hat bestätigt, dass sie auf diese Weise ihren politischen Kurs der Annäherung an den amerikanischen Imperialismus und an das Weltkapital und der Zusammenarbeit mit ihnen gegen den Sozialismus und die Völker zu rechtfertigen suchte – (Anmerkung der Redaktion von 1986 zu dieser Veröffentlichung aus seinen Politischen Tagebüchern.) ]

Das würde bedeuten, dem Einen, dem amerikanischen Imperialismus dadurch zu helfen , dass wir uns mit ihm im Kampf gegen den Anderen, den sowjetischen Sozialimperialismus, zusammenschließen. „Wir vertiefen ihre Widersprüche“, behaupten sie. Doch zu wessen Gunsten vertiefen sie sie ? Wenn sie behaupten, sie zu Gunsten des Proletariats und der Völker vertiefen zu wollen, dann müsste man ja wohl den Schlag in gleicher Weise gegen beide Supermächte führen.

Meiner Meinung nach sind jene Anschauungen genauso falsch, denen zu Folge man den Europäischen Gemeinsamen Markt verteidigen muss, der nichts anderes ist als eine Schöpfung des Weltkapitalismus. Warum soll man ihn denn verteidigen ? Angeblich, um dem Druck der Vereinigten Staaten von Amerika und der Sowjetunion standhalten zu können. Aber in wessen Händen befindet sich dieser gemeinsame Markt ? In den Händen der Kapitalisten und der internationalen Monopole, die mit ihm die Völker unterdrücken und ausbeuten wollen. In der Konsequenz akzeptieren die Vertreter dieser Theorie, dass die Herrschaft der europäischen Bourgeoisie über die Völker gestärkt werden müsse. Das würde bedeuten, dass wir anstatt der fortschrittlichen Volksrevolutionen gegen das nationale bzw. das kosmopolitische Kapital die Ausbeutung, die Unterdrückung und den imperialistischen Weltkrieg fördern. Wir Kommunisten sind für gerechte, nicht für ungerechte Kriege, und wenn der Weltimperialismus einen ungerechten Krieg vom Zaun bricht, haben wir ihn zu sabotieren und in einen revolutionären Krieg umzuwandeln. ( Die Supermächte, Seite 460 - 461)

Vor dem Ersten Weltkrieg schickten die Großmächte ihre Armeen und kriegsschiffe offiziell aus, um die Völker zu kolonialisieren. Nach diesem maskierten sie sich sorgfältiger. Nach dem Zweiten Weltkrieg passierte das Gleiche, doch in anderen Formen. Verschiedene Länder, zum Beispiel in Europa, wurden de jure und de facto von den Supermächten mit ihren Armeen besetzt, welche auch die Atomwaffen mitbrachten. Diese Streitkräfte werden ständig verstärkt, an ihrem Verbleib wird nicht gerüttelt, seit der Krieg gegen Hitler gewonnen wurde. Die Völker Europas wurden nicht befreit, sondern dreifach, nämlich politisch, ökonomisch und militärisch, geknechtet. Die anderen Staaten der Welt, mit Ausnahme Albaniens, sind ebenfalls in so zu sagen dreifacher Weise besetzt: Die Einen in politischer Hinsicht Anhängsel der beiden Supermächte, die Nächsten sind ökonomisch ihre Kolonien und wieder Andere sind zu ihren Militärbasen geworden. Die hier herrschenden Cliquen werden mit Waffen versorgt, damit sie ihre Völker unter dem Joch halten können.

Diese Taktiken und diese tödliche Strategie der beiden Supermächte müssen entlarvt und bekämpft werden. Das ist die gemeinsame Sache aller Völker, und deshalb muss der Kampf von allen Völkern mit aller Härte geführt werden. Der Kampf gegen die beiden Supermächjte und ihre Satelliten in aller Welt ist ein gewaltiges, bedeutungsvolles und verwickeltes Unterfangen, welches nicht den erforderlichen Erfolg zeitigen kann, WENN sich nicht alle Völker erheben [ wenn sich nicht das Weltproletariat erhebt! ]. In diesem Kampf müssen die Völker der Welt ihre jeweils eigene Strategie und Taktik verfolgen, welche revolutionär sein muss. In nicht-kommunistischen Ländern ist nicht gesagt, dass nur wahrhafte Kommunisten diesen Kampf organisieren und führen dürften. Nein, das wäre ein Fehler. Der Kampf gegen die beiden Supermächte und ihre Verbündeten kann nicht von einer Minderheit, sondern muss von einer Mehrheit geführt werden, allerdings nur unter der Bedingung, dass diese Minderheit, d.h., die marxistisch-leninistische Partei, ihre Eigenständigkeit nicht einbüßt, und nicht wie es China macht, welches erklärt: „es zähle sich selbst zur 'dritten Welt'“ oder „man dürfe nur gegen die eine Supermacht kämpfen“ usw. Das sozialistische Albanien zählt sich nicht zur so genannten 'dritten Welt', genauso wenig akzeptiert es diesen ant-marxistischen Begriff. Albanien hilft allen Völkern und Staaten, die sich gegen die beiden Supermächte erheben, und deren aggressive Versklavungspläne zu durchkreuzen; es hilft all denen, die die Supermächte durch ihre Schläge schwächen und kämpferischen, revolutionären Geist entwickeln in dem Bemühen, dem vollständigen Sieg der Völker näher zu kommen. An ihrer Seite wird das sozialistische Albanien stehen, ohne zur 'zweiten' oder zur 'dritten Welt' zu gehören; Albanien gehört allein der sozialistischen Welt an und kämpft für diese auf marxistisch-leninistischem Weg. ( „Die Supermächte“, Seite 464 – 465)

Die Widersprüche zwischen dem Imperialismus müssen zu unseren Gunsten vertieft und ausgenutzt werden, aber nur von Klassenpositionen, nur von den Positionen der proletarischen Revolution aus. China tut nicht das, sondern das gegenteil, es erklärt den Völkern Europas, Amerikas und der 'dritten Welt': „Unterstützt eure kapitalistische und imperialistische Bourgeoisie, denn der Hauptfeind ist der sowjetische Sozialimperialismus“. Dieser Kurs ist nicht leninistisch, er fördert nicht die Revolution, sondern verficht jenen Opportunismus, den schon die Zweite Internationale vertrat, die von Lenin entlarvt wurde. Also können wir uns mit dieser Strategie und Taktik Chinas nicht abfinden. Der Hauptkampf gegen die imperialistischen Supermächte und den Weltkapitalismus ist für uns der Kampf der Völker, der Kampf der Proletarier, die proletarische Weltrevolution. In diesem Sinne – während wir diesen gerechten Kämpfe unterstützen – müssen wir manövrieren und von den Zeitumständen profitieren. Dami tragen wir zur Vertiefung der Widersprüche bei. (Die Supermächte, Seite 481 – 482)

Wenn man auf festen revolutionären Positionen steht, kann man sowohl die Widersprüche unter den Feinden besser ausnutzen, als auch in erster Linie die Gefährlichsten schwächen, ohne dabei diejenigen zu vergessen, die zwar einen Augenblick lang geschwächt sein mögen, aber auch wieder zu Kräften kommen können. Betrachtet man die Ereignisse und Situationen von revolutionären Positionen aus, ist klar ersichtlich, dass man als Stütze nicht einen konjunkturellen Faktor hat, sondern ein sehr mächtiges und beständiges Potential im Kampf gegen das Kapital – das Proletariat jedes Landes, das Weltproletariat überhaupt sowie die Völker, die Freiheit und Revolution wollen. Man muss die Revolution machen, indem man sowohl gegen die Vereinigten Staaten von Amerika als auch gegen die Sowjetunion kämpft. (Die Supermächte, Seite 485)



China, das auf der Welt eine Rolle spielen kann und wird, hat dabei die Wahl zwischen zwei Wegen: entweder dem marxistisch-leninistischen Weg, dem Weg der Revolution, oder dem bürgerlich-kapitalistischen Weg mit einer neuen revisionistischen Schattierung. Nur wenn China auf dem revolutionären, marxistisch-leninistischen Weg schreitet, wird es das Vertrauen der Völker gewinnen, die die Revolution wollen und für sie kämpfen. (Die Supermächte, Seite 482 – 483)



Tschou En-lai tut nichts dafür, dass sich die Völker zur Revolution erheben. Er tut nichts, um die verschiedenen Glieder der kapitalistischen Kette zu schwächen, er trägt nicht dazu bei, dass die schwächsten Glieder dieser für die Völker so schwere Kette brechen. Stattdessen predigt er zum Nutzen Chinas, ohne es offen auszusprechen, die Bildung verschiedener Blöcke, um die Kräfte, nicht auf marxistisch-leninistischem Weg, nicht auf revolutionärem Weg gegeneinander auszubalancieren“ (15. Januar 1973, „Betrachtungen über China“, Band II, Seite 478 – 479).



Die Chinesen haben alle ihre Kräfte aufgeboten, um die Theorie der «drei Welten» zu verteidigen. So haben sie einige «marxistisch-leninistische kommunistische» Parteien in Bewegung gesetzt, die zu demonstrieren versuchen, dass die von Mao Tse-tung formulierte «dritte Welt» angeblich theoretisch unanfechtbar und die anti-imperialistische und anti-sozialimperialistische Hauptkraft auf dem Erdball ist. Das ist nicht wahr. Wahr ist, was unsere Partei der Arbeit sagt: dass das Proletariat und die Völker, die um ihre Befreiung kämpfen, die Hauptkraft gegen die reaktionäre inländische Bourgeoisie sowie den Imperialismus und Sozialimperialismus darstellen.

Die Theorie der «drei Welten» ist gegen die proletarische Revolution und ersetzt sie durch die bürgerlich-demokratische Revolution. Diese anti-marxistische Theorie streicht die entscheidende führende Rolle des Proletariats in der Revolution, nivelliert die Kräfte und steckt sie unter einen Schirm bzw. in einen Topf, indem sie sie «dritte Welt» nennt. Dieser spricht sie eine Rolle und Attribute zu, die sie nicht hat, und leugnet mit dieser «Welt» die sozialistische Welt. Das heißt, China negiert sich selbst als sozialistisches Land, bezeichnet sich als «Entwicklungsland» und nicht als sozialistisches Land. Ein sozialistisches Land ist man nach dieser Theorie, wenn man ein unentwickeltes Land ist. Diese Theorie ist schlicht anti-marxistisch, reaktionär zu nennen, sie bedeutet, dass man alle unentwickelten Länder mit bürgerlich-kapitalistischem System als sozialistische Länder zu betrachten hätte. Warum tut China dies? Mir scheint, es will damit nicht nur eine irrige ideologische These verteidigen, sondern auch sein geheimes Ziel erreichen: all diese Staaten Asiens, Afrikas oder Lateinamerikas zu führen, die es in diese Welt steckt, zu ihrer Leadership zu werden, indem es sich als ihr Hauptfürsprecher ausgibt. In Wirklichkeit aber verteidigt China überhaupt nichts, denn es gibt diesen - bürgerlichen, kapitalistischen - Staaten, keinerlei Hilfe, nicht einmal wirtschaftliche. Diese Länder sind in ihrer Mehrzahl entweder mit den Vereinigten Staaten von Amerika und dem Kapital der anderen Imperialisten oder mit der Sowjetunion verbunden. Die Widersprüche, die in ihnen bestehen, leugnet China nicht, doch ohne auch die inneren Unterdrücker dort zu bekämpfen, ohne den modernen Revisionismus - eine Strömung des Kapitals, deren Zweck es ist, die Völker auf ewig unter dessen Unterdrückung zu halten - zu bekämpfen, kann man weder die Freiheit noch die Unabhängigkeit erringen und schon gar nicht den Sozialismus aufbauen.

Also müssen die um Befreiung kämpfenden Völker ihre Einheit mit der Arbeiterklasse festigen und unter der Führung der Arbeiterklasse für ihre Befreiung von der inländischen kapitalistischen Bourgeoisie und ihrer Hauptstütze, dem amerikanischen Imperialismus und dem sowjetischen Sozialimperialismus kämpfen. („Betrachtungen über China“, Band II, Seite 478 – 479).



Unsere Partei beurteilt die Lage und die Feinde nicht nur unter einem engen Blickwinkel, von nationalen Positionen aus, sondern auch als Partei, die sich vom Gesamtinteresse der proletarischen Revolution und vom proletarischen Internationalismus leiten lässt. Weder Mao noch die Kommunistische Partei Chinas, noch ihre Advokaten sprechen in ihren Angriffen auf uns von der proletarischen Revolution, vom proletarischen Internationalismus, vom Kampf der marxistisch-leninistischen Parteien der Welt. Würden sie auf diese lebenswichtigen Probleme der Revolution eingehen, dann würden sie mit Sicherheit auch die letzten paar Federn lassen, die ihnen noch geblieben sind“ („Betrachtungen über China“, Band II, Seite 458).



In diesem „Dekalog“ [April 1956 – Maos Rede auf der erweiterten Politbürositzung: „Über die 10 großen Beziehungen“ - Eckpunkte seiner unmarxistischen, eklektischen Strategie und Weltanschauung ] werden die Weltrevolution, die Diktatur des Proletariats, der Klassenkampf und die Hilfe für die Völker, die Freiheit wollen und für ihre Befreiung kämpfen, mit keinem Wort erwähnt“ („Betrachtungen über China“, Band II, Seite 373).



Stellt sich China auf feste und unerschütterliche marxistisch-leninistische Positionen, wird es zu einer großen sozialistischen Macht, zum Eckpfeiler der Weltrevolution, zum geschworenen Feind der imperialistischen Supermächte: der Sowjetunion und der Vereinigten Staaten von Amerika. Andernfalls wird China zu einer sozialimperialistischen Macht Und dann werden alle drei Mächte mit Raubkriegen über die Völker herrschen, wird man das Spiel der imperialistischen Bündnisse und der ungerechten Kriege um Hegemonie und Neuaufteilung der Einflusszonen betreiben usw. Welche Position nimmt China gegenwärtig in der internationalen Arena ein? Meiner Meinung nach nimmt es keine revolutionäre Haltung ein, verfolgt es keine Politik, die, wie es sein müsste, vom klassenmäßigen Standpunkt der Revolution aus gesehen wird“ (Juli 1975, „Betrachtungen über China“, Band II, Seite 141).



Wenn sich diese Staaten [ USA - Russland - China ] aufeinander stützen, so ist das stets zum Schaden der Weltrevolution(„Betrachtungen über China“, Band II, Seite 463).

China wird versuchen, das Gleichgewicht zur amerikanischen und sowjetischen Macht in neuen Einflusssphären, die es diesen beiden entreißen muss, zu bilden, leider aber nicht zu Gunsten der Revolution(28. Oktober 1971, „Betrachtungen über China“, Band I, Seite 633).

Mit Recht schreiben die Zeitungen:'Tschou ließ die Weltrevolution bei Seite'. Derart niederträchtig und skandalös ist die Propaganda und Demagogie, die Peking für den wütenden Faschisten, den Schlächter der Völker der Welt, das Oberhaupt des Weltimperialismus, Nixon, betreibt! Und wer ? Eben das Peking, das Anspruch darauf erhebt, das Weltzentrum des Marxismus-Leninismus zu sein !“ (21. März 1972, Nixons Chinareise, „Betrachtungen über China“, Band I, Seite 720). „Was die Weltrevolution, den Kommunismus und den Sozialismus anbelangt, so will er sie zu Grabe tragen, wie dies die Revisionisten in der Sowjetunion und anderswo taten. Der Weg, den sie eingeschlagen haben, führt dort hin“ (21. März 1972, Nixons Chinareise, „Betrachtungen über China“, Band I, Seite 725)

Unsere Partei vertritt den Standpunkt, dass die Befürworter der Theorie der ´drei Welten` Renegaten des Marxismus-Leninismus, gefährliche Feinde der Völker sind, weil sie das Ziel verfolgen, die Befreiungskämpfe der Völker und die proletarische Weltrevolution zu sabotieren(Enver Hoxha, Wahlrede am 8. November 1978, Seite 14, dt. Ausgabe).



Wer bei (..) revisionistischen Umtrieben verliert, ist die Revolution. China hat den Weg des Verrat am Marxismus-Leninismus und an der Revolution eingeschlagen und wird sich noch tiefer darin verrennen. Wenn es darum geht, anti-marxistische Handlungen von ihrer Seite zu entlarven, werden wir dazu die Formen und Methoden finden, die von allen verstanden werden, ohne das Kind beim Namen zu nennen. So muss unsere gegenwärtige Taktik aussehen, solange sich die anti-marxistischen Handlungen der Chinesen gegen uns nicht sichtbar überstürzen. Wir müssen alles mit kühlem Kopf abwägen im Interesse der Weltrevolution (..)“ (geschrieben am 16. September 1977 in:„Betrachtungen über China“, Band II, Seite 657, 658,659).



Die Chinesen wollen Mao Tse-tungs Theorie der 'drei Welten' (..) den Anstrich geben, als stütze sie sich völlig auf die Theorie von Marx, Engels, Lenin und Stalin“ (Betrachtungen über China“, Band II, Seite 676). „Die Theorie der 'drei Welten' führt direkt zum Großmacht-Chauvinismus“ („Betrachtungen über China“, Band II, Seite 637).

Die Chinesen wissen sehr gut, dass die Klassiker des Marxismus-Leninismus auf der Grundlage der materialistischen Methodologie den Kapitalismus in zwei Phasen (oder Stadien) einteilen: den vor-monopolistischen Kapitalismus und den monopolistischen Kapitalismus oder Imperialismus. Die zweite Phase, den Imperialismus, nannten sie die höchste und letzte Phase, nach der, vermittels der proletarischen Revolution, unvermeidlich der Sozialismus kommt. Deshalb bezeichnete Lenin den Imperialismus als den Vorabend der proletarischen Revolution. Die Renegaten des Marxismus-Leninismus haben immer versucht, den staatsmonopolistischen Kapitalismus als besondere Phase mit völlig neuen Merkmalen vom Imperialismus abzulösen, und ihn dabei auch als „Staatssozialismus“ dargestellt. (..) Die chinesischen Revisionisten (..) verkünden, er sei eine unvermeidliche Phase, die jedes Land durchlaufen müsse, ehe der Sozialismus erreicht werde. Dem Proletariat und den Völkern sagen sie, sie sollten warten, bis diese unvermeidliche Phase eintrete. Und wenn sie dann eingetreten sei, verlaufe der Weg zum Sozialismus nicht über die proletarische Revolution. (…) Sie streben danach, das Ende des Kapitalismus hinauszuschieben. Sie predigen (...) den Pluralismus völlig im Gegensatz zur Lehre Lenins, der festgestellt hat, dass nur durch die Revolution und

'..in der Revolution der staatsmonopolistische Kapitalismus direkt in den Sozialismus hinüber geführt wird'. (Lenin)

Die Chinesen sagen das nicht direkt, doch ihre These von der Einheit und vom Bündnis der 'dritten Welt' mit der 'zweiten Welt' unter Beilegung der Differenzen mit den ehemals starken kapitalistischen und imperialistischen Ländern und vom Bündnis dieser beiden Welten mit dem amerikanischen Imperialismus gegen den sowjetischen Sozialimperialismus beweist nur den trotzkistischen Weg, den die revisionistischen chinesischen Führer eingeschlagen haben. Die Verbindungen, die China zu der kapitalistischen Weltwirtschaft herstellt, bedeuten eine Unterstützung für den Neo-Kolonialismus und die Entwicklung des internationalen monopolistischen Finanzkapitals. Auch China gehört zu denen, die Kapitalexporte aus dem Ausland unterstützen und von ihnen profitieren“ („Betrachtungen über China“, Band II, Seite 607- 608).

Zur Theorie der „drei Welten“ schreibt Enver Hoxha, sie leugnet die proletarische Revolution und nimmt den Imperialismus, die Bourgeoisie und die internationale Reaktion in Schutz“, predigt „die Einheit des Proletariats mit dem Kapitalismus“ und „ihre ganze Politik zielt darauf ab, die Einheit des Weltproletariats zu spalten“ („Betrachtungen über China“, Band II, Seite 681 und 682).

Mit Zitaten von Marx, Engels, Lenin und Stalin soll „untermauert“ werden, dassdie Staaten der 'dritten Welt' angeblich die Hauptkraft der Revolution zu spielen haben“ („Betrachtungen über China, Band II, Seite 676).

Für die Chinesen ist Lenins These, dass der Imperialismus das letzte Stadium des Kapitalismus und der Vorabend der proletarischen Revolution ist, überholt. Die proletarische Revolution existiert für die Chinesen nicht mehr, ist für sie doch das Bündnis mit der Bourgeoisie, mit dem Weltimperialismus, mit dem amerikanischen Imperialismus an die erste Stelle getreten“ („Betrachtungen über China, Band II, Seite 677).

Mijal [ Kazimierz Mijal - ein polnischer, von Enver Hoxha aufgedeckter und entlarvter Agent des modernen Revisionismus, der innerhalb der hoxhaistischen Weltbewegung lange Zeit spalterisch tätig war. Er warf unserer hoxhaistischen Bewegung vor, wir hätten deswegen eine „anti-leninistische“ und anti-stalinistische“ Position, weil wir uns von den Mao Tse-tung Ideen distanziert hätten !!!i Kazimierz Mijal = Gründer der Kommunistischen Partei Polens, die heute noch als kleine, unbedeutende Sekte in Polen aktiv ist („Maoist Third-Worldism“), während Mijal hauptsächlich im Ausland – insbesondere in Belgien und dann in Albanien – als Agent tätig war. ] führt den Frieden von Brest-Litowsk als Beispiel an und nennt ihn 'einen Kompromiss Lenins mit Deutschland'. Der Friede von Brest-Litowsk war nicht, wie Mijal ihn interpretiert ein prinzipienloser Kompromiss [ nach trotzkistischer Manier ], sondern ein Friede, der Lenin durch die Notwendigkeit aufgezwungen wurde, die Sowjetrepublik zu retten. Dadurch entzog Lenin den ersten Staat der Proletarier, den er geschaffen hatte, einem imperialistischen Raubkrieg und verteidigte die Revolution. Damit versucht dieser Renegat, Lenin und die Oktoberrevolution mit Schmutz zu bewerfen, weil sie angeblich vom deutschen Kaiserreich unterstützt wurden“ („Betrachtungen über China, Band II, Seite 456).

Der 'Advokat' [ Mijal ] sagt, um sich zu tarnen und abzusichern: 'Als Lenin davon sprach, die kommunistische Weltbewegung müsse die revolutionären Bewegungen der Länder Asiens, Afrikas und Lateinamerikas unterstützen, die Mao 'dritte Welt' nennt [ so hat er auch Mao an die Seite Lenins gestellt, um uns weiszumachen, Mao denke wie Lenin ! ], wollte er damit nicht die Staaten unterstützen, sondern die revolutionären Bewegungen in diesen Staaten'. usw. Was beweist der 'Advokat' [ Mijal ] damit ? Das Gegenteil von dem, was er verteidigen will, denn was er sagt, beweist, dass Mao weder in der Theorie noch in der Praxis für die revolutionäre Bewegungen innerhalb dieser Staaten eintritt, sondern für die Staaten, die das Proletariat und die Revolution unterdrücken(„Betrachtungen über China, Band II, Seite 451).

Lenin hat weder 1920 noch vorher, noch nachher gesagt, das Proletariat solle sich mit dem amerikanischen Imperialismus, mit dem englischen Imperialismus zusammen schließen. Ganz im Gegenteil, er betonte den Grundwiderspruch zwischen Proletariat und Bourgeoisie und wies den Weg zur Befreiung zur Befreiung des Proletariats durch die proletarische Revolution und zur Befreiung der unterdrückten Völker durch die nationalen Befreiungskämpfe. Die Theorie der „drei Welten“ hingegen ignoriert diese Lehren Lenins, sie stellt keinerlei Aufgaben für die Revolution(„Betrachtungen über China, Band II, Seite 694).

Lenin und Stalin (…) Diese hervorragenden Marxisten und Führer des Weltproletariats betrachteten die Welt vom Standpunkt der proletarischen Revolution, vom Standpunkt des Bündnisses des Proletariats mit den unterdrückten Völkern aus. In flagrantem Gegensatz zu den Lehren von Lenin und Stalin, die sie zitieren, betrachten die chinesischen Revisionisten die nationalen und internationalen Probleme nicht vom Klassenstandpunkt und den Positionen des dialektischen und historischen Materialismus aus, sondern idealistisch und metaphysisch. Sie behandeln diese Fragen auf der Grundlage der Entwicklung, an der China gegenwärtig interessiert ist, um zur Führung der Länder zu werden, die es „dritte Welt“ nennt“ (ebenda, Seite 683)

Die Chinesen sagen: 'Da die Sowjetunion und einige ehemals sozialistischen Länder Verrat begangen haben und zu kapitalistischen Ländern geworden sind, ist das sozialistische System verschwunden'! Nein, das sozialistische System ist nicht verschwunden, es existiert und schreitet voran in den wahrhaft sozialistischen Ländern wie die Sozialistische Volksrepublik Albanien, die dem Marxismus-Leninismus treu bleiben. Doch auch wenn kein einziger sozialistischer Staat mehr übrig geblieben wäre, stünde Lenins These unerschütterlich. Auch dann würden im Kampf, in der Revolution zwei Welten geschaffen werden, also existieren“ (ebenda, Seite 424)



Die Thesen stellen für die Weltrevolution und die nationalen Revolutionen einen ernsten Hemmschuh dar. 'Die Nationen wollen Freiheit, die Völker wollen Revolution“ usw., sagt Mao. Das stimmt, doch gegen wen müssen die Völker kämpfen ? Seine Aussage darüber ist nicht vollständig. 'Gegen die Sowjetunion, den Hauptfeind, und in zweiter Linie gegen die Vereinigten Staaten von Amerika', sagt Mao. Gegen die sie unterdrückenden Kapitalisten im eigenen Land müssen diese Völker nicht kämpfen ? Diesen Kampf erwähnt Mao nicht, denn nach ihm darf es ihn nicht geben, da er globalisiert. Wie kann man zur Befreiung und zur Revolution gelangen, wenn man keinen Unterschied zwischen den Unterdrückern und den Unterdrückten, den Ausbeutern und den Ausgebeuteten macht, und wenn zwischen ihnen kein Kampf stattfindet ?! Nicht allein, dass Mao Tse-tung mit der „Theorie der drei Welten“ gerade diesen Unterschied nicht macht, erkämpft sogar, den Klassenkampf auf nationaler und internationaler Ebene aus der Welt zu schaffen, zu ersticken“ („Betrachtungen über China, Band II, Seite 435/436).



Mao Tse-tung, Liu Schao-tschi und Tschou En-lai kämpften nicht für den Triumph des Sozialismus und des Kommunismus. Sie waren bestrebt, die proletarische Revolution in Asien und nun auf der Welt zu verhindern (Band II, Seite 719).



China, das sich gegen die Weltrevolution, gegen die proletarischen Revolutionen, gegen die leninistischen Thesen stellt, macht mit aller Kraft Front gegen die marxistisch-leninistischen Parteien, die es spaltet und für deren Liquidierung es kämpft. Die chinesische Politik muss erbarmungslos bekämpft, sie muss entlarvt werden, denn sie fügt der Weltrevolution, den Völkern und dem Sozialismus großen Schaden zu, sie ist eine opportunistische Politik, die Wasser auf die Mühlen des Imperialismus und des Revisionismus leitet. Das ist verbrecherisch, und die Verbrecher, auch die politischen, müssen entlarvt und aufs Haupt geschlagen werden“ (Band II, Seite 763 – 764).



Die Volksrepublik China wurde geschaffen und hätte zusammen mit der Sowjetunion – wären sie einen wirklich marxistisch-leninistischen Weg gegangen – zu einem mächtigen Bollwerk der großen proletarischen Weltrevolution werden können“ (Band II, Seite 787 – 788).



Die Ansichten Mao Tsetungs werden heute, in der Epoche der Fäulnis des Imperialismus, im letzten Stadium des Kapitalismus entwickelt, in der Epoche also, da die proletarischen Revolutionen auf der Tagesordnung stehen und das Beispiel und die großen Lehren der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution, die Lehren von Marx und Lenin für uns ein unfehlbarer Wegweiser sind. Mao Tsetungs Theorie, die „Mao Tsetung-Ideen“, die unter diesen neuen Bedingungen entstanden, würden sich in das Gewand der revolutionärsten und wissenschaftlichsten Theorie der Zeit, des Marxismus-Leninismus, zu kleiden versuchen, im Kern aber blieben sie eine anti-marxistische Theorie, denn sie steht im Gegensatz zu den proletarischen Revolutionen und kommt dem in Fäulnis begriffenen Imperialismus zu Hilfe“ (Band II, Seite 802 – 803).



Enver Hoxha schreibt weiter, dass „das maoistische China auf die eine oder andere Weise das Bündnis des Weltproletariats mit der kapitalistischen Bourgeoisie und dem amerikanischen Imperialismus predigt. Damit, dass es diesen Weg eingeschlagen hat, hemmt China tatsächlich die Weltrevolution, entstellt es die marxistisch-leninistische Theorie, so wie es auch die anderen Revisionisten tun“ ; „beide Länder [China und die Sowjetunion ] sind revisionistisch, lassen sich von einer bürgerlichen Ideologie leiten und kämpfen genau unter den Bedingungen der Fäulnis des Imperialismus gegen die Revolution“ (ebenda, Seite 805).

Die 'Mao Tse-tung-Ideen' sind konterrevolutionär, streikbrecherisch, sie haben es übernommen und sind dabei, die marxistisch-leninistische revolutionäre Bewegung zu spalten, die aus dem Kampf gegen den chruschtschowschen modernen Revisionismus und die anderen revisionistischen Parteien hervor gegangen ist und sich in diesem Kampf konsolidiert hat. Die Gegensätze zwischen den Chruschtschowianern und den Maoisten sind nicht grundsätzlicher Natur, beide Strömungen sind anti-marxistisch, revisionistisch. Den Gegensätzen, die diesen Anschauungen entspringen, liegen die Rivalitäten der beiden imperialistischen Großmächte zu Grunde, die eine ausgeformt und die andere im Aufstieg begriffen. Wie wir die Chruschtschow-Revisionisten entlarvt haben, so müssen wir auch die Maoisten entlarven“ (ebenda, Seite 437).

Mao und der 'Maoismus' sind zu einem der ernstesten Hindernisse für die Einheit des Weltproletariats und der neuen marxistisch-leninistischen kommunistischen und Arbeiterparteien geworden. Deshalb muss diesem neuen getarnten Übel in allem unsere unfehlbare Theorie, der Marxismus-Leninismus, entgegen gesetzt werden (…) muss die Partei der Arbeit Albaniens im Interesse der proletarischen Revolution auch in die offene Polemik mit ihr eintreten“ ( ebenda, Seite 254 – 255).





V

Betrachtungen über den Nahen und Mittleren Osten“





Thesen zu einem neuen Artikel über die Ereignisse im Iran (Dienstag, 13. Februar 1979)

Ich sprach zu den Genossen über die Notwendigkeit der Vorbereitung eines weiteren Artikel über die Revolution des iranischen Volkes; darin soll hervorgehoben werden, dass diese Revolution, die im Iran die mittelalterliche feudale Monarchie des Schahs stürzte, auch den imperialistischen Mächten, und besonders dem amerikanischen Imperialismus, wie auch dem Weltkapitalismus überhaupt, einen schweren Schlag versetzte.

In diesem Artikel wollen wir des Weiteren betonen, dass Lenins These bestätigt wird, wonach die heutige Epoche die Epoche der Revolutionen und der Diktatur des Proletariats ist. Auch unsere Partei, so sollten wir ferner unterstreichen, hat erklärt, die Revolution sei nicht mehr nur ein Ideal, sondern eine Frage, die zur Lösung ansteht, und diese These wird auch durch den Aufstand des iranischen Volkes belegt. In der gegenwärtigen Situation der Weltentwicklung wird diese Revolution sicherlich auch andere Revolutionen nach sich ziehen, die allerdings eine unterschiedliche Intensität haben werden. Das Beispiel des Irans wird seinen Einfluss in anderen Ländern ausüben, was einen Beitrag für den Befreiungskampf aller unterdrückten Völker darstellt.

Im Artikel dürfen wir nicht den subjektiven Einfluss der religiösen Schiitensekten ableugnen (..), eines Volkes, das nach außen hin als gläubig erscheinen mag, in seinen Handlungen und gerade in dieser Revolution sich aber als fortschrittlich, objektiv und radikal erwiesen hat. Es soll eindeutig hervorgekehrt werden, dass die Inspiration zu dieser Revolution gegen die feudale Dynastie des Schahs Mohammed Reza Pahlewi und gegen den Imperialismus nicht bloß religiöser und idealistischer Natur ist, sondern auch einen demokratischen, fortschrittlichen Charakter besitzt. Es soll also hervorgehoben werden, dass für diese Massen nicht die Frage des moslemischen Glaubens, sondern die Frage der Befreiung des Volkes, der Arbeiterklasse, der Bauernschaft, der Frauen und der Jugend dieses Landes aufgeworfen wurde.

Ebenfalls sollen die Worte Lenins über die Revolution angeführt werden, dass sie nämlich eine ernsthafte Sache darstellt, die, wenn man sie schon einmal angepackt hat, auch zu Ende führen muss. Dadurch soll die Aufmerksamkeit des iranischen Volkes auf die Aufmerksamkeit des iranischen Volkes auf die Frage seiner Wachsamkeit gelenkt werden, auf dass es sich nicht mehr von den fremden Imperialisten unterjochen lässt (…), die mit Sicherheit weiter intrigieren (..), im in anderen „neuen“ Formen wiederum zu den alten Konzessionen und Stellungen zu gelangen, die ihnen große Profite und dem iranischen Volk große Verluste einbringen werden. Das, so müssen wir im Artikel betonen, darf das iranische Volk nicht gestatten.

Und, um das zu erreichen, muss es die alte Macht bis auf die Fundamente einreißen, die neuen Machtorgane bilden und auch seine neue Verfassung ausarbeiten, in der es nichts von der so genannten bürgerlichen Demokratie Entlehntes geben darf. In der Frage der Machtorganisierung darf das iranische Volk der Feudalbourgeoisie keineswegs erlauben, dass sie in seine Institutionen vordringt, es muss diese vielmehr in eigener Regie betreiben und in sie seine treuesten Vertreter einsetzen, die große und wahrhaft soziale und wirtschaftliche Reformen durchführen.

Den Teil über Lenins These, die besagt, dass man die Revolution zu Ende führen müsse, sollten wir gründlich behandeln und klar machen, dass man nicht von heute auf morgen zur proletarischen Revolution übergehen kann. Die progressiven Kräfte müssen schrittweise an Boden gewinnen, solide demokratische und fortschrittliche Positionen gegen sämtliche reaktionäre Elemente und vor allem gegen die Überbleibsel des rückschrittlichen Feudalismus der vergangenen Zeiten einnehmen, die der Revolution Widerstand leisten.

Des Weiteren könnte man im Artikel auch auf die Notwendigkeit hinweisen, dass das iranische Volk die strategische Stellung seines Landes wie auch alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel zur Verteidigung der Revolution in Rechnung ziehen muss. Unter diesen Mitteln stellt das Erdöl die mächtigste Waffe in seinen Händen dar, weiß man doch, dass derjenige, der im Iran das Erdöl besitzt, auch die Macht besitzt. Daher darf die Arbeiterklasse niemandem erlauben, ihr diese Waffe aus der Hand zu reißen. Während der ganzen iranischen Revolution und besonders in diesen letzten vier Monaten erschüttert das Erdöl nach wie vor die kapitalistische Welt. Daher ist im Artikel zu unterstreichen, dass sich das iranische Volk darüber bewusst werden muss, diese starke Waffe nicht fallen zu lassen, sich weder vor den Amerikanern noch vor den Sowjets und deren Koalitionen zu fürchten, sich vor keinerlei Isolation Angst einjagen zu lassen und diesen Reichtum entschlossen zu verteidigen. Ein in der Revolution befindliches Land, das eine Waffe wie das Erdöl besitzt, das ein derart tapferes Volk hat, fähig, eine alte und verfaulte Welt der Art des Pahlewi-Kaiserreichs und der Pahlewi-Dynastie zu stürzen, um ein neues Leben aufzubauen, wobei es mit Klugheit die Zeitumstände wie es sein muss ausnutzte und dabei stets die Interessen seines Vaterlandes und die der anderen um ihre Freiheit kämpfenden Völker berücksichtigte – ein solches Land also ist in der Lage, allen seinen Feinden die Stirn zu bieten.

Das iranische Volk, so könnten wir im Artikel betonen, soll daran denken, dass sein Kampf auch die Befreiungskämpfe anderer Völker unterstütze. Vor diesem Kampf haben wir Albaner eine außerordentlich hohe Achtung und wir neigen uns in Ehrfurcht vor den gefallenen Helden, die auf den Straßen der iranischen Städte kämpften und ihr Leben für den Sieg hingaben.

In dem Artikel sind auch die marxistisch-leninistischen Kommunisten und die aufrechten Revolutionäre zu erwähnen. Diese, so sollen nwir unterstreichen, müssen an der vordersten Front des Kampfes stehen und sich in diesen Momenten weder als Sektierer noch als Opportunisten erweisen, auf keinem Fall dürfen sie das Spiel jener mitmachen, die sich durch tausenderlei Tücken bemühen werden, das Volk irrezuführen und den Supermächten zu dienen, unter welcher Maske auch immer sie auftreten mögen.

Gegen die Standhaftigkeit und Entschlossenheit des iranischen Volkes zum Erlangen seiner Rechte konnten sich die Monarchie, das Pahlewi-Kaiserreich und die Kaste der hohen Militärs, ungeachtet der Unterstützung durch den amerikanischen Imperialismus und den sowjetischen Sozialimperialismus, nicht behaupten – sie wurden gestürzt. Angesichts dieses Volksaufstandes vermochte die Militärkaste, der Kettenhund des Schahs vom Iran und mit den US-Dollars gemästet, die Einheit der Armee nicht aufrecht erhalten, weil die Söhne des Volkes ihr den Gehorsam verweigerten. Die Hauptkraft einer jeden Armee, so ist hervorzukehren, sind die Söhne des Volkes, und deshalb hat die neue Armee im Iran eine demokratische Armee zu sein. Die fortschrittlich gesinnten Männer, die an ihre Spitze gestellt werden, dürfen nicht gestatten, dass in die Reihen dieser Armee Elemente der reaktionären Militärkaste durchsickern, die sich erneut bemühen wird, die Söhne des Volkes für das Töten des Volkes einzusetzen. Es soll dabei erwähnt werden, dass auch während der bürgerlich-demokratischen Revolution in Frankreich die Sansculotten hervorragende Feldherren aus ihren Reihen hervor brachten und die Armeen des feudalen Königs von Frankreich wie auch der Könige Europas in die Flucht jagten. Dieses Moment, so können wir im Artikel anführen, ist äußerst kennzeichnend auch für unsere Zeit, da die modernen Waffen zum Schrecken der Welt geworden sind, was aber allerdings davon abhängt, wer diese Waffen besitzt und gegen wen er sie richtet. ( Enver Hoxha, „Betrachtungen über den Nahen und Mittleren Osten, Seite 265 - 271)



Weitere Thesen zum Artikel über die Ereignisse im Iran (Mittwoch, 14. Februar 1979)

...es wäre angebracht, dass man in dem über den Iran zu veröffentlichten Artikel, an der Stelle, an der die Rede von den breiten Millionen starken Volksmassen ist, die auf die Straße gingen und sich gegen den Schah und seinen Oberherrn, den Imperialismus, zur Revolution erhoben, auch Auszüge aus unserem vor zehn oder 11 Jahren, an der Schwelle der Besetzung der Tschechoslowakei durch die sowjetischen Sozialimperialisten, abgedruckten Artikel bringen. Das wäre das Eine.

Das andere (..) wäre das genaue Hervorheben der Tatsache, dass man die Revolution nicht ohne Gewalt durchführen könne. Im Iran zum Beispiel wurden Hunderte und Tausende Menschen von den Banden des Schahs auf den Straßen nieder gemetzelt. Die Revolution siegte zwar in diesem Land, der Sieg wurde aber mit Blut errungen.

Alsdann äußerte ich die Meinung, dass wir einige Fragen dieses Artikels mit Auszügen aus dem BuchImperialismus und Revolution“ ergänzen sollten: Unsere Partei habe die wichtigen Thesen des Marxismus-Leninismus verfochten, und zwar: die Revolution werde durch Gewalt mit dem Sieg gekrönt, heute stehe die Revolution auf der Tagesordnung, zahlreiche einheimische Cliquen befänden sich im Dienst des Imperialismus und, bekämpfe man diese Cliquen nicht, so könne man auch nicht erfolgreich gegen den Imperialismus kämpfen. Die Ereignisse im Iran bestätigen die Richtigkeit dieser Thesen und, so sei zu betonen, das, was im Iran geschehen ist, werde auch in anderen Ländern geschehen.

Ebenfalls soll in diesem Artikel eindeutig auf die Tatsache hingewiesen werden, dass die Arbiterklasse zu den Waffen griff und auf die Straße ging, dass sie sich zum Kampf erhob, die Schah-Administration boykottierte und, indem sie sich an die Spitze des Kampfes des iranischen Volkes zur Abschüttelung des brutalen ausbeuterischen Jochs des Schahs und der ausländischen Imperialisten stellte, erschütterte sie den amerikanischen Imperialismus und die gesamte westliche kapitalistische Welt. Durch den von ihr in dieser demokratischen, anti-feudalen und anti-imperialistischen Revolution geführten Kampf und durch die Rolle, die sie dabei spielte, zeigte die iranische Arbeiterklasse der ganzen Welt, dass sie die einzige gesellschaftliche Kraft ist, der die Zukunft gehört.

Im Artikel müssen wir des Weiteren betonen, dass auf Grund der Lehren Lenins die Arbeiterklasse die einzige Klasse ist, die die Revolution führen kann. Der von der Arbeiterklasse geführte Aufstand des iranischen Volkes beweist das Gegenteil der bürgerlichen und revisionistischen Predigten über die Rolle dieser Klasse in der Revolution. Es war eben die iranische Arbeiterklasse, die die morsche bürgerliche Welt in den Fundamenten erschütterte, nur dass diese Arbeiterklasse fortan wachsam sein muss, um nicht wiederum getreten zu werden. So wie es im Iran geschah, wird es auch in allen anderen so genannten unabhängigen und demokratischen Ländern geschehen; mögen nun diese Länder Königreiche oder Republiken heißen, in ihnen sitzt den Völkern die ausbeuterische Großbourgeoisie im Nacken, die sich den Ausländern mit Haut und Haaren verschrieben hat.

In diesem Artikel werden wir also den Thesen unserer Partei, die in ihren verschiedenen Dokumenten zum Ausdruck gebracht worden sind, eine ergänzende Erklärung geben.

Ich habe die Anweisung gegeben, dass dieser Artikel gleich nach seiner Veröffentlichung auch in den fremdsprachigen Sendungen von Radio – Tirana ausgestrahlt wird, da die Revolution des iranischen Volkes gegen die Monarchie und den Imperialismus ein Ereignis von weltweiter Bedeutung ist.









VI

Die Supermächte



Donnerstag, 4. Januar 1968

Die Entwicklung der Krise des Kapitalismus

Diese Notizen verwendete Enver Hoxha für den Artikel: „Eine tiefe und allseitige Krise erschüttert die kapitalistische Welt“ (Zeri i Popullit, vom 31. März 1968)



Die revisionistischen Länder Europas werden ebenfalls eine schwere Krise durchmachen. Die Verräter in diesen Ländern werden immer in Ungewissheit, unter dem schrecklichen Druck der Sowjet-Revisionisten und des Weltkapitalismus, leben müssen und ihnen auf gedeih und Verderb ausgeliefert sein. Sie werden weiter vor denjenigen katzbuckeln, der sie am besten für ihren Verrat entlohnt. In ihren Ländern wird sich die politische und ideologische Entartung verstärken, Korruption, Verelendung, Ausbeutung, Arbeitslosigkeit usw. werden zunehmen und, wenn sich die Völker, vor allem die Arbeiterklasse, nicht zum Kampf und zur Revolution erheben, um die Macht wieder zu ergreifen, um die Diktatur des Proletariats wieder herzustellen und den Verrat nieder zu treten, wird sich auch die Verwandlung dieser Länder in kapitalistische Länder vollziehen. Die Situation auf der Welt entwickelt sich also zu Gunsten der Weltrevolution, der nationalen Befreiungskämpfe. Für uns ist das vorteilhaft. Die auf objektive marxistisch-leninistische Analysen gestützten Prognosen unserer Partei finden ihre Bestätigung … (Die Supermächte, Seite 239)





Dienstag, 23. Juli 1968

Die sowjetischen Revisionisten und die Tschechoslowakei

Der sowjetische Revisionismus macht einige schwere Krisen durch, welche ihm teuer zu stehen kommen, und das Hauptübel, das mit Feuer und Revolution ausgebrannt werden muss, ist in dem großen Verrat der Chruschtschowianer zu suchen. (Die Supermächte, Seite 257)





Mittwoch, 21. August 1968

Die sowjetischen Revisionisten marschieren mit ihrer Armee in die Tschechoslowakei ein

Dem tschechoslowakischen Volk und den revolutionären tschechoslowakischen Marxisten-Leninisten müssen wir sagen, dass, wenn sie frei leben und tatsächlich ein sozialistisches Land aufbauen wollen, die bewaffnete Revolution gegen die äußeren revisionistischen Besatzer und ihre inneren Handlanger und gegen jede Einmischung der Imperialisten und der Titoisten der einzige Weg zu ihrer Rettung ist. Einen anderen Weg gibt es nicht.

Der bewaffnete Kampf erfordert die Schaffung einer neuen marxistisch-leninistischen Partei Leninschen und Stalinschen Typs in der Tschechoslowakei. Eine andere, zusammen geschusterte Partei wäre unbrauchbar und unfähig, den richtigen Weg zu weisen. (Die Supermächte, Seite 262)





Mittwoch, 28. August 1968

Epilog auf das tschechoslowakische Drama

Die tschechoslowakischen Revolutionäre hegen aufrichtige Liebe und Bewunderung für die richtige Linie unserer Partei. Sie hören mit größter Aufmerksamkeit Radio Tirana. Wir müssen unsere Propaganda in Richtung Tschechoslowakei verstärken und vervollkommnen. Wir haben alle Möglichkeiten dazu und werden uns im Interesse des Marxismus-Leninismus und der proletarischen Revolution entsprechend verhalten. (Die Supermächte, Seite 266)



Montag, 23. September 1968

Ziel der Sowjet-Revisionisten: Im Bündnis mit den USA die Hegemonie auf der Welt zu errichten

Die vielgestaltige Gesamtheit der Widersprüche zwischen den revisionistischen Cliquen, zwischen den verschiedenen revisionistischen Parteien, zwischen den Imperialisten und den Revisionisten wird sehr zu deren Schaden und zum Nutzen der Revolution an Umfang und Schärfe noch zunehmen. Aus diesem Grund müssen die Revolutionäre ihren Kampf an zwei Fronten organisieren: gegen den Imperialismus und gegen den Revisionismus. (Die Supermächte, Seite 274)



Dienstag, 24. März 1968

Umfassende Krise in der Sowjetunion:

Das Uhrwerk des Verrats ist aufgezogen und wird so geschmiert, dass das Weltkapital in der Sowjetunion Sicherheit und eine blühende Zukunft für sich selbst erblicken und tatsächlich haben kann. Der Weltkapitalismus ist zu der Schlussfolgerung gelangt, dass er sich mittels des chruschtschowianischen Verrats eine mächtige Agentur geschaffen hat, mit deren Hilfe er in der Lage sein müsste, 'mit Erfolg' den Kommunismus und die Weltrevolution zu bekämpfen. Allein war er dazu weder mit sozialer Demagogie noch mit Waffengewalt in der Lage. Der Weltkapitalismus versteht sehr gut, dass die sowjet-revisionistischen Verräter für lange Zeit die große Autorität und das große Prestige der Sowjetunion, die Autorität, die Lenin, der Leninismus, der Marxismus-Leninismus auf der ganzen Welt genießen, für ihre konterrevolutionäre Wühlarbeit werden nutzen können.

Welche Vorteile brachte der chruschtschowianische Revisionismus dem Weltkapitalismus ?

Der Weltkapitalismus und der moderne Revisionismus kämpfen also vereint gegen die Revolution, gegen den Kommunismus, gegen den Sozialismus und gegen die Völker, welche sich erhoben haben und für ihre Freiheit kämpfen. (Die Supermächte, Seite 313 - 314)

Überall stoßen sie auf Widerstand und heftigen Kampf, gleichermaßen innerhalb wie außerhalb ihres Staates. Albanien und die anderen revolutionären Kräfte sind unbeugsame Feinde der Revisionisten und Imperialisten, deshalb ist deren Speerspitze nach außen hin auch gegen uns und die Revolutionäre der ganzen Welt gerichtet. Die Staatsmacht der revisionistischen Sowjetunion wird ständig weiter nach rechts gehen, bis die neue proletarische Revolution, die in der Sowjetunion von einer neuen wahrhaft marxistisch-leninistisch- [ ! ] stalinistischen [ ! ] Partei organisiert werden wird, sie auslöschen wird. (Seite 319)



Samstag, 3. Juni 1972

Mit allen Kräften müssen wir das konterrevolutionäre sowjetisch-amerikanische Bündnis entlarven und ihm Widerstand leisten

Es gibt keinen Imperialismus, also braucht es auch keinen Klassenkampf, keine Anstrengungen, Revolution zu machen, um Freiheit und Unabhängigkeit zu gewinnen“ - das ist es, was die sowjetischen Revisionisten, diese Saboteure, diese eifrigen Feuerlöscher gegen die Flammen der Revolution und der nationalen Befreiungskämpfe der Völker, sagen wollen.





Montag, 15. Januar 1973

Einige anti-marxistische Erklärungen Tschou - En-lai's

Es bestehen tatsächlich Widersprüche zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Sowjetunion, und wir müssen sie vertiefen. Worauf sind diese Widersprüche zurück zuführen, worauf gründen sie ? Sie entspringen dem Wesen, den ewigen Zielen des Kapitalismus selbst, der erbarmungslosen Ausbeutung des Proletariats, der Versklavung der Völker. Der Imperialismus, das letzte Stadium des Kapitalismus, ist am Verfaulen. Um die Völker geknechtet zu halten, die Revolution zu unterdrücken, die Rivalen, die ihm in der internationalen Arena entgegen treten, zu schlagen, kämpft er mit Blut und Eisen, Politik und Ideologie. Seine entscheidenden Feinde, die ihn schließlich vernichten werden, sind die Völker, ist das Weltproletariat, ist die Revolution. (Die Supermächte, Seite 391)

Die Bildung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, die Idee der „Vereinigten Staaten von Europa“, all dies dient nicht nur dem Ziel, sich vom amerikanischen Diktat frei zumachen. Das ist die eine Seite. Auf der anderen Seite zeigt sich, dass die Bourgeoisie meint, durch die Vereinigung der Großmonopole dieser Länder lasse sich eine kompakte, wirtschaftliche, politische und militärische Macht schaffen, die besser in der Lage ist, die Volksrevolten und Volksrevolutionen zu unterdrücken, die ihr schon jetzt unüberwindliche Schwierigkeiten bereiten, Schwierigkeiten, die sich später infolge der chronischen Krisen noch düsterer darstellen werden. (Die Supermächte; Seite 396)





Donnerstag, 28. Juni 1973

Die neuen sowjetisch-amerikanischen Abkommen – eine schwere Herausforderung für alle Völker

(„Zëri i Popullit“ - Artikel vom Juni 1973 [ Auszüge ] ; veröffentlicht in: Enver Hoxha, „Gegen den modernen Revisionismus (Werkauswahl) 1971 – 1975“ ; alb. Ausgaqbe, Tirana 1980, Seite 396 ff. ) [ Enver Hoxha verteidigt hier Lenin gegen Brechnew ]

Der Breschnew-Besuch in Amerika ist ein neuer Beweis für die Tatsache, wie weit sich die sowjetischen Revisionisten vom Marxismus-Leninismus entfernt haben, wie gründlich sie die Sache der Oktoberrevolution, das Leninsche und Stalinsche Werk verraten haben, wie tief sie die Autorität und den Respekt in den Schmutz gezogen haben, die die Sowjetunion als erster sozialistischer Staat einmal auf der Welt gehabt hatte, wie schwer sie das Prestige und den hohen Namen der sowjetischen Völker geschädigt haben. Der Eindruck, die Meinung, die der Sekretär der Kommunistischen Partei der Sowjetunion in Amerika, ja sogar bei den Ultra-Reaktionären und den Anti-Kommunisten hinterließ, lässt sich so zusammenfassen, dass sich die amerikanische Öffentlichkeit einem ausgemachten Businessman gegenüber sah, der dem Kommunismus genauso fern steht wie die New Yorker Bankdirektoren oder texanischen Erdölkönige. Die amerikanische Presse vermerkte mit großer Zufriedenheit, dass Breschnew in seinen langen Reden, in seinen Trinksprüchen und Presse-Interviews nicht das benutzte, was sie 'kommunistische Terminologie' nennen, nicht ein Wort aussprach, das an Sozialismus oder Marxismus hätte erinnern können. Diese „gemäßigte Sprache der Sowjets“ bzw. dieses „Fehlen kommunistischer Rhetorik“, wie Rogers es nannte, begrüßte man in Amerika als einen neuen Beweis dafür, dass sich die Kremlführer endgültig von der revolutionären, sozialistischen Vergangenheit der Sowjetunion gelöst haben. (Die Supermächte, Seite 419 - 420)

[ Enver Hoxha stützte sich hier wahrscheinlich auf eine Kritik Lenins, die dieser knapp 60 Jahre zuvor ( April 1914, also als der Opportunismus noch nicht die Macht des ersten sozialistischen Staates zerschlagen hatte ) gegen den opportunistischen deutschen Sozialdemokraten Legien von der II. Internationale zu dessen Amerikareise geübt hatte. Zum Vergleich mit Enver Hoxhas Artikel bietet die Komintern (SH) hierzu einen kurzen Ausschnitt aus dem Artikel von Lenin nachfolgend an]



Was man der deutschen Arbeiterbewegung nicht nachahmen soll

Prosweschtschenije“ Nr. 4; Unterschrift W. I.

Lenin, Band 20, Seite 251 – 255

Eine Episode von der Reise Legiens ist außerordentlich lehrreich und zeigt uns besonders klar die zwei Tendenzen der internationalen, besonders aber der deutschen Arbeiterbewegung.

In Europa wäre es undenkbar, dass ein Sozialdemokrat in der offiziellen Sitzung eines bürgerlichen Parlaments eine Begrüßungsansprache hält. In Amerika aber wickelte sich das sehr einfach ab, und der Name Sozialdemokrat erschreckte niemanden … außer diesen Sozialdemokraten selbst !

Hierin zeigte sich eben die amerikanisch-bürgerliche Art, die nicht hieb – und stichfesten Sozialisten „durch Milde erledigen“, und die deutsche opportunistische Art, aus Gefälligkeit gegenüber der „milden“, liebenswürdigen und demokratischen Bourgeoisie auf den Sozialismus zu verzichten.(Seite 252)

Den „Staatsmännern“ des deutschen Opportunismus liegt ein solcher Gedanke [ gegen den Kapitalismus zu sprechen - Anmerkung der Komintern (SH) ] unendlich fern: sie reden in einer Weise, dass dem „Kapitalismus“ nur ja nicht zu nahe getreten werde. Und während sie sich durch diesen lakaienhaften Verzicht auf den Sozialismus mit Schande bedecken, brüsten sie sich noch mit ihrer Schmach. (Seite 253 - 254)

Auf dem Internationalen Kongress in Stuttgart erwies sich die Hälfte der deutschen Delegation, die für die erz- opportunistische Resolution zur Kolonialfrage stimmte, als ebensolche Jammersozialisten.

Die Verdienst der deutschen Sozialdemokratie sind Verdienste nicht durch solch schmähliche Reden wie die Rede Legiens und die „Reden“ (in der Presse) der Mitarbeiter der „Sozialistischen Monatshefte“, sondern trotz dieser Reden. Wir dürfen die unbestreitbare Krankheit der deutschen Partei, die sich in derartigen Erscheinungen kundtut, nicht vertuschen und durch „offiziell-optimistische“ Phrasen verhüllen, sondern wir müssen sie den russischen Arbeitern aufzeigen, damit wir aus den Erfahrungen einer älteren Bewegung lernen, lernen, was man nicht nachahmen soll.



In dem einzigen Fall, wo Breschnew den Namen Lenin in den Mund nahm, stellte er die Sache so dar, als hätte doch tatsächlich Lenin die Grundlagen für die gegenwärtige sowjetisch-amerikanische Zusammenarbeit gelegt, welche jetzt Breschnew und Genossen verwirklichen. Sie spielen sich auf, als stützten sie sich bei ihren Rohstoffverkäufen und bei den Konzessionen, die sie den amerikanischen Kapitalisten gewähren, auf Lenin. Dass wir es hier mit einer Entstellung der Leninschen Ideen und seiner Haltung gegenüber dem amerikanischen Imperialismusb zu tun haben, liegt klar auf der Hand. Doch die Revisionisten schämen sich solcher Entstellungen nicht. Eine Verdrehung des Leninismus mehr oder weniger bereitet ihnen jetzt keinerlei schlaflose Nächte mehr, haben sie ihn doch in seiner Gesamtheit verworfen ! Aber die Kreml-Oberhäupter zitieren schon mal die eine oder andere These Lenins, um ihren Verrat zu tarnen oder zu legalisieren. Es ist ja wahr, dass Lenin vom Handel mit den Kapitalisten gesprochen hat, aber in einem völlig anderen Sinn und, was noch schwerer wiegt, im Sinne eines Ziels, das sich von dem, welches heute die Revisionisten der sowjetisch-amerikanischen Zusammenarbeit stecken, vollständig unterscheidet. Lenin trat für einen Handel ein, der der Revolution zu dienen und sie zu verteidigen, der beim Durchbrechen der Blockade zu helfen hatte, welche die gesamte damalige kapitalistische Welt gegen den ersten sozialistischen Staat verhängt hatte. Er betrachtete ihn als ein Instrument, um den interventionistischen Block der imperialistischen Länder aufzubrechen, um in der kapitalistischen Welt neue Widersprüche aufzureißen und die alten auszunutzen. Lenins Grundsatz in allen diesen Fragen war:

Wir treiben Handel, doch machen wir weder politische noch ideologische Zugeständnisse; wir verzichten weder auf die Revolution noch auf die Solidarität und Unterstützung für die revolutionäre Bewegung.“ (Lenin)

Die Haltung Lenins gegenüber dem amerikanischen Imperialismus war zutiefst grundsätzlich und konsequent, und die heutigen revisionistischen Führer der Sowjetunion können sich anstrengen, so viel sie wollen, sie werden ihn doch nicht entstellen und nach Belieben interpretieren können. Lenin selbst hat gesagt, dass von jedem amerikanischen Dollar Blut tropft, und er war der Erste, der mit beispielloser Schärfe den aggressiven und räuberischen Charakter des Imperialismus der Vereinigten Staaten von Amerika herausgearbeitet hat. Mehr als nur einmal während seiner revolutionären Tätifkeit hat er zur Wachsamkeit und zum kompromisslosen Kampf gegen den größten und gefährlichsten Imperialismus, den die Weltgeschichte kennt, aufgerufen.

Lenin war gegen die Geheimdiplomatie, die er als eine der verhassten Methoden entlarvte und anklagte, welcher sich die Bourgeoisie bedient, um ihre reaktionären Handlungen gegen die Freiheit und Souveränität der Völker zu verbergen. Die Rückkehr der revisionistischen Sowjetherrscher zur bürgerlichen Demokratie ist ein weiterer Beweis dafür, wie weit sie sich von Lenin und vom Leninismus entfernt haben. (Die Supermächte, Seite 420 - 421)

Der unaufhaltsame Prozess sowjetisch-amerikanischer Annäherung und Zusammenarbeit, die immer stärkere Koordinierung der konterrevolutionären Tätigkeit der beiden Supermächte, die immer offenere Missachtung der Interessen der Völker und der immer größere Umfang neuer Zielsetzungen, für deren Erfüllung sie ihre expansionistischen und hegemonistischen Aktionen ausweiten, bestätigen in der Praxis einmal mehr die Richtigkeit der Thesen und der revolutionären Haltung der Partei der Arbeit Albaniens, welche auch der 6. Parteitag in dem Sinne unterstrich, dass der amerikanische Imperialismus wie auch der sowjetische Sozialimperialismus in gleicher Weise bekämpft und entlarvt werden müssen, weil beide verschlagen und gefährlich sind. Die Zeit beweist, dass bei allen Widersprüchen, Rivalitäten und unvermeidlichen Konkurrenzerscheinungen zwischen beiden, gegenwärtig die Vereinigten Staaten von Amerika und die Sowjetunion in einer gemeinsamen Front gegen die Völker zusammen geschlossen sind und einander in ihren räuberischen und aggressiven Zielen unterstützen und fördern. Der Eine gleicht dem Anderen von Angesicht, sie sind geschworene Feinde der Revolution und der Völker, Einer wie der Andere arbeitet und kämpft für den Untergang des Sozialismus. Darum bleibt in dieser Situation der Kampf an den beiden Fronten sowohl gegen den einen als auch gegen den anderen Imperialismus, eine der grundlegenden Bedingungen dafür, dem Druck ihrer konterrevolutionären Allianz standhalten und ihren teuflischen Manövern Widerstand leisten zu können, um über ihre aggressiven Pläne den Sieg davon zutragen. (Die Supermächte, Seite 423 - 424)

Die Welt sitzt auf einem Vulkan, und nur der entschlossene Widerstand der Völker kann die Menschheit vor diesen beiden Drachen, vor diesen Intrigen retten. (Seite 453)



Montag, 1. Oktober 1973

Die tragischen Ereignisse in Chile – eine Lehre für die Revolutionäre der ganzen Welt

Solange der Imperialismus besteht, bleibt auch die Grundlage, bleiben auch die Möglichkeiten für seine unwandelbare Politik der Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder, der konterrevolutionären Verschwörungen, des Sturzes rechtmäßiger Regierungen, der Liquidierung fortschrittlicher und demokratischer Kräfte und der Erdrosselung der Revolution bestehen. (Seite 428)

Die Ereignisse in Chile haben einmal mehr das wahre Gesicht des amerikanischen Imperialismus gezeigt. Sie haben erneut bewiesen, dass er immer ein tollwütiger Feind aller Völker, ein brutaler Feind der Gerechtigkeit und des Fortschritts, der Freiheits – und Unabhängigkeitskämpfe, der Revolution und des Sozialismus war und bleiben wird. (Seite 429)

Verwickelt in die Ereignisse in Chile sind auch die sowjetischen Revisionisten. Sie dachten gar nicht daran, es war überhaupt nicht ihr Wille, der Regierung Allende zu helfen, als sie an der Macht war, denn sonst wären sie mit dem amerikanischen Imperialismus aneinander geraten. Und ihre herzlichen Beziehungen zu ihm wären zu Bruch gegangen. Diese Haltung der chruschtschowianischen Revisionisten gegenüber Chile wie gegenüber der Theorie der Revolution hat sich nicht nur anlässlich der chilenischen Ereignisse, sondern auch schon früher gezeigt. (Seite 430)





Samstag, 15. Dezember 1973

Die Geheimdiplomatie der beiden Supermächte – eine große Gefahr für die Freiheit und Unabhängigkeit der Völker

( aus dem am 16. Dezember 1973 erschiedenen, gleichnamigen Titel von „Zëri i Popullit“ )

Schon 1908 enthüllte Lenin die Heuchelei dieser Diplomatie [ Enver zitiert aus: Lenin, Band 15, Seite 186 ]

Die Geheimdiplomatie ist ein Geschöpf des Imperialismus und sein Werkzeug. Lenin hat ihr die Maske vom Gesicht gerissen, ihre Methoden grundlegend enthüllt und gleichzeitig, dass sie eine der schmutzigsten und gleichzeitig brutalsten und barbarischsten Handlungsweisen der imperialistischen Regierungen gegenüber den Völkern, ihre Freiheit, Unabhängigkeit und nationale Souveränität darstellt. Gleich im ersten praktischen Schritt der Sowjetregierung, im Dekret über den Frieden wurde gleichzeitig mit der Verkündung des Sturzes der Bourgeoisie auch die Beseitigung der Geheimdiplomatie verkündet, welche den Völkern kaum weniger Leiden und Unheil gebracht hatte als der imperialistische Krieg. Als Sowjetrussland 1918 die Geheimverträge, darunter auch das Geheimabkommen von London über die Zerstückelung Albaniens, veröffentlicht hatte, jonnten sich die Völker mit den fürchterlichen Verschwörungen, Intrigen und Ungerechtigkeiten bekannt machen, von denen sie nichts gewusst, deren schwer wiegendem barbarische Folgen sie aber auf ihrem Rücken zu spüren bekommen hatten. (Seite 434 – 435)

Die Geheimdiplomatie bleibt weiterhin die bevorzugte Methode sämtlicher bürgerlich-kapitalistischer Staaten, sämtlicher Imperialisten. Doch jetzt ist sie auch zu einer Methode für die sowjetischen Revisionisten geworden. Nachdem diese die Lehren Lenins und der Oktoberrevolution verworfen hatten, haben sie sich nun wieder der Geheimdiplomatie der Zaren zugewandt. Dies ist auch ein weiterer Beweis dafür, dass in der Sowjetunion der Kapitalismus restauriert wird, ein Beweis ihrer Umwandlung in einen Sozialimpeialismus, ein weiteres Zeugnis der Verwandlung der sowjetischen Revisionisten in eine Feuerwehr gegen die Weltrevolution und gegen die Befreiungskämpfe der Völker. (Seite 435 - 436)

In diesem von der Geheimdiplomatie verbreiteten Nebel des Verbrechens sind alle jene Diplomaten wie eine Rötung auf der Haut, unter der jener gefährliche Wurmfraß vonstatten geht, der das Leben der Völker unterwühlt und der mit verlogenen Parolen zerredet werden soll. Können das Proletariat und die Völker eine solche Situation hinnehmen ? Würden sie das tun, würden sie ihren eigenen Tod akzeptieren. Doch die Völker und das Proletariat der Welt nehmen ein solches Todesurteil nicht kampflos hin, siw wissen, dass dieses Gewürm nur im Kampf zertreten werden kann. (Seite 447)





Samstag, 21. Juni 1975

China gerät in das Räderwerk des politischen Spiels der beiden Supermächte

Der Verrat der Chruschtschowianer vertrieb bei der kapitalistischen Bourgeoisie die Angst vor der Revolution und dem Kommunismus, er half dem Weltkapital und gab ihm Gelegenheit, Atem zu schöpfen. Der chruschtschow'sche Verrat spaltete die revolutionären Kräfte auf der ganzen Welt, ließ die proletarische Revolution ferner rücken, förderte die nationalistischen Erscheinungen und gab den kapitalistischen Bourgeois Zeit und Gelegenheit, ihre schwache Position im Innern auf Kosten der proletarischen Revolution zu stärken und international unter den Staaten neue Schritte zu unternehmen, neue Kombinationen anzustellen. (Die Supermächte, Seite 477)

Die europäische Bourgeoisie ist ein alter Fuchs. Sie ist gewievt in Tücken und Intrigen. Allein durch den revolutionären Kampf des Proletariats und des Volkes wird mit ihr abgerechnet. Auf diesem Schlachtfeld wird sie entlarvt und bezwungen, verlieren ihre Intrigen und Tücken die Kraft.



Dienstag, 27. September 1977

Die multi-nationalen Gesellschaften – Strick um den Hals der Völker

Welcher Weg muss also eingeschlagen werden ? Der Weg des politischen, ideologischen Kampfes, des Kampfes bis hin zu bewaffneten Formen, des Kampfes aller Völker, aller fortschrittlichen und revolutionären Kräfte gegen die imperialistischen Mächte, gegen die Weltreaktion, gegen den Kapitalismus, gegen die großen multi-nationalen Gesellschaften …

Die auf internationaler Ebene existierenden Widersprüche zwischen den imperialistischen Mächten werden sich immer weiter vertiefen; verschärfen werden sich die vier Widersprüche der heutigen Epoche, die Lenin und Stalin definiert haben.

[ gemeint sind: der Widerspruch zwischen den beiden entgegengesetzten Gesellschaftssystemen – Sozialismus und Kapitalismus; der Widerspruch zwischen Arbeit und Kapital in den kapitalistischen Ländern; der Widerspruch zwischen den unterdrückten Völkern und Nationen einerseits und dem Imperialismus andererseits sowie die Widersprüche zwischen den imperialistischen Mächten selbst ]

Diese Widersprüche werden sich so entwickeln, dass der Imperialismus, dieser in Fäulnis über gegangene Kapitalismus, durch die Revolution zerschlagen werden wird. Diesen haben wir immer vor Augen, und in diesem Sinne kämpft unsere Partei mit aller Kraft, um den Völkern der Welt ihre richtige Politik zu erklären. (Die Supermächte, Seite 512 – 513).



Samstag, 21. Oktober 1978

Die beiden Supermächte und die anderen Anwärter auf Weltherrschaft gefährden die Völker

Es ist nun einmal so, dass es Großmächte mit gewaltigem wirtschaftlich-militärischem und politisch-demagogischem Potential sind, die diese ganze Globalstrategie des Weltimperialismus befolgen, Doch auch unsere ruhmreiche Strategie der Revolution, auch die große Theorie des Marxismus-Leninismus existiert. Das Feuer der Revolution brennt überall in den Herzen der unterdrückten Völker, die danach streben, Freiheit, Demokratie, wahre Souveränität zu erringen, die die Macht in die eigenen Hände nehmen wollen, deren Wunsch es ist, den Weg des Sozialismus zu gehen und die imperialistischen Mächte und deren Lakaien im eigenen Land zu vernichten.

Wir Marxisten-Leninisten, die wir an der Spitze des revolutionären Kampfes stehen, der heute zwischen dem Proletariat und den unterdrückten, nach Freiheit strebenden Völkern auf der einen Seite, und den brutalen und räuberischen Imperialisten auf der anderen Seite tobt – wir müssen die Ziele und Taktiken, die Varianten und Formen des Kampfes unserer gemeinsamen Feinde und der jeweiligen Feinde im einzelnen Land gut durchschauen. Das wird uns nicht gelingen, wenn wir uns nicht auf die marxistisch-leninistische Theorie der Revolution stützen, und wenn wir nicht verstehen, dass in den gegenwärtigen und noch auf uns zu kommenden Situationen in der Kette des Weltkapitalismus eine Reihe von schwachen Gliedern existiert. Die Revolutionäre und die Völker müssen, jeder an seinem Platz und alle zusammen, eine kontinuierliche Tätigkeit, einen organisierten, unbeugsamen und mutigen Kampf entfalten, damit die Glieder der Kette nacheinander aufgebrochen werden. Das verlangt natürlich Arbeit, kampf, Opfer, Selbstlosigkeit. Wenn sie die Interessen der Revolution unter dem Blickwinkel unserer marxistisch-leninistischen Theorie sehen, die den Völkern den Weg zur Verwirklichung ihrer Bestrebungen weist, dann können und werden die Völker und die mutigen Menschen, die sich von diesen Interessen leiten lassen, diesen großen Kräften des Imperialismus und der Reaktion standhalten, die immer wieder auf den Plan treten, immer wieder neue Bündnisse miteinander eingehen, die immer wieder Auswege aus den schwierigen Situationen suchen, in die sie geraten. Die Völker sind es, die diesen rückschrittlichen Kräften Schwierigkeiten bereiten; schwer zu schaffen macht ihnen die Tatsache, dass die Marxisten-Leninisten ihre imperialistischen Doktrinen und handlungen in allen Staaten und auf allen Kontinenten entlarven.

Deshalb müssen wir mit unserem Handeln und mit unseren Auffassungen offen, ohne zu zögern, tapfer und ohne Opfer zu scheuen, an die Öffentlichkeit treten. So leisten wir unseren Beitrag zu dem großen Kampf, den die Völker gegen ihre kapitalistischen und imperialistischen Unterdrücker führen und führen müssen. Diese dürfen nicht einen Augenblick lang in Ruhe ihren Geschäften nachgehen können, und wir dürfen nicht zulassen, dass sie ihre Pläne und Intrigen zum Schaden der Völker der Welt unbehelligt einfädeln können. (Die Supermächte, Seite 561 - 563)



Pogradec, Montag, 13. August 1979

Starke Schwankungen in der Politik des Imperialismus und Revisionismus

Noch nie waren derart starke Schwankungen in der Politik des Imperialismus und des modernen Revisionismus festzustellen wie zur Zeit. Sie sind auf die große, allgemeine krise in Wirtschaft und Politik, im Militärwesen wie im Währungsbereich, auf die breite Bewegung der Völker gegen die Unterdrückung durch den westlichen wie den östlichen Monopolkapitalismus, aber auch auf die tiefe Krise in China, in den Ländern Südost-Asiens und im Nahen und Mittleren Osten zurückzuführen. In Afrika schwelt es. Die afrikanischen Staaten kommen nicht zur Ruhe, dort wird sowohl im Innern als auch auf der Ebene der Außenpolitik der Klassenkampf gegen die Metropole geführt, die durch ihre neo-kolonialistische Politik herrschen.

Was uns betrifft, so müssen wir diese Situation unter dem Blickwinkel des Marxismus-Leninismus analysieren, eine richtige Haltung zu der Entwicklung einnehmen und die Wahrheit ans Licht bringen, die wir nach Kräften allen Menschen, allen Völkern, die die Möglichkeit haben, auf uns zu hören und uns zu verstehen, bekannt machen müssen. Den gegenwärtigen Entwicklungen müssen die Völker der Welt entschlossen Widerstand leisten. Sie müssen sich zum nationalen Befreiungskampf gegen die herrschenden einheimischen Cliquen wie auch gegen den USA-Imperialismus, den sowjetischen und den chinesischen Sozialimperialismus, gegen jede andere Spielart des Imperialismus erheben, wie auch immer er sich tarnt. Die Maske muss den Imperialisten herunter gerissen werden, aber das genügt noch lange nicht. Die Völker, die unter Ausbeutung und Unterdrückung durch die imperialistischen Großmächte und durch deren dienstbare Cliquen zu leiden haben, müssen sich in Streiks und Demonstrationen erheben, sie müssen auf die Barrikaden gehen, die Revolution in Angriff nehmen. Die Revolution wird all diejenigen vernichten, die die Völker in Knechtschaft und Elend halten wollen. (Die Supermächte, Seite 596 und 604)



Donnerstag, 28. Februar 1980

Gedanken zu dem Interview Zbigniew Brzezinskis

Jeder Schritt und jede Aktion, die die Supermächte und ihre Verbündeten organisieren und in die Tat umsetzen, führen diese einzig und allein in ihrem eigene Interesse durch – auf Kosten der Lebensinteressen der Völker und des Friedens. (seite 626 - 627)

Daraus entstehen Ungleichgewichte, entstehen und verschärfen sich die Widersprüche und Meinungsverschiedenheiten, die sich bis hin zu bewaffneten Zusammenstößen ausweiten können, hier beginnen Rüstungswettläufe, brechen begrenzte, lokale Kriege aus, welche angeheizt werden, um die Menschheit in einen allgemeinen imperialistischen Raubkrieg zu treiben. Die großen imperialistischen Mächte, aber auch die weniger großen, denken, handeln und entwickeln Theorien ganz so, als wären sie es, die das Schicksal der Völker und der Menschheit in der Hand halten, und streben auf dieser Grundlage danach, die Völker zu unterwerfen. Diese aggressiven Mächte unterschätzen die dialektische Entwicklung und Verstärkung der Befreiungskämpfe und der Revolutionen. Ihnen ist der Blick getrübt, sie wollen nicht verstehen, dass jeder Fortschritt, den die Völker erreichen im Widerstand gegen die doppelte Unterdrückung und Versklavung, im Inneren wie von Außen, eine Bresche in die Mauer des kapitalistischen Gefängnis reißt, die in der Zukunft immer weiter aufgebrochen wird.

Das Erwachen der Völker der Welt ist eine unbestreitbare Tatsache. Und diese steht im Widerspruch zu den Wünschen der Imperialisten und Kapitalisten aller Art. Weder der religiöse Glaube noch die versklavenden Theorien, die im Dienst des Kapitals stehen, haben zum Erwachen der Völker und zu ihrem Kampf für politische und soziale Errungenschaften geführt. Unabhängig davon, was für eine Ausrichtung der subjektive Faktor in einem Volskaufstand gehabt haben mag, war dieser Aufstand unbedingt ein entscheidendes Minus für das vorher herrschende Regime, und dieses Minus für das vorher herrschende Regime, und dieses Minus für die Reaktion verwandelt sich in ein Plus für die weitere Entwicklung der Volksrevolution und für die Stärkung der fortschrittlichen subjektiven Faktoren, die die Volksrevolution bis zur proletarischen Revolution vorantreiben. (Die Supermächte, Seite 627 - 628)





Mittwoch, 30. April 1980

Über die internationale Lage

Uns kommt die Aufgabe zu, diese Situation auszunutzen. Wir albanischen Kommunisten haben in vollständiger Einheit mit den kämpfenden Völkern und den Kommunisten auf der Welt erbarmungslos und mit all unseren Kräften und Mitteln die aggressiven Absichten, Handlungen und Verschwörungen, die scheindemokratische, scheinsozialistische, faschistische Politik aller imperialistischer Länder nach Möglichkeit zu bekämpfen und restlos zu entlarven, die vom Strudel des seine Seele aushauchenden Weltkapitalismus mitgerissen werden. Den Krieg müssen wir dadurch verhindern, dass wir gegen sie kämpfen und Wachsamkeit an den Tag legen – jedoch keine Wachsamkeit voll Apathie, indem wir, die Hände in den Schoß, abwarten, sondern eine Wachsamkeit der Tat, der Aktion, des Kampfes, um jeden Riss auszunutzen. Die wirklichen Marxisten-Leninisten, die revolutionären Kräfte, die freiheitsliebenden Völker müssen begreifen, dass die Situation zwar gefährlich, zugleich aber auch äußerst günstig für die Völker, für die Revolution ist. (Die Supermächte, Seite 646)



Dienstag, 1. Juli 1980

Die große Weltwirtschaftskrise vertieft sich

Die Marxisten-Leninisten müssen sich den historischen Materialismus aneignen und ihn in der Praxis anwenden. Die Weltentwicklung und jede Veränderung müssen sie aus dem Blickwinkel des Marxismus-Leninismus betrachten.

Jene selbst ernannten Marxisten-Leninisten, welche „argumentieren“ wollen, dass man das afghanische Volk und die Elemente der mittleren, ja sogar der höheren Bourgeoisie, die gegen die sowjetischen Besatzer kämpfen, nicht als patriotisch bewerten dürfe, können nicht als Marxisten, sondern nur als Anti-Marxisten gelten. Wer so denkt und handelt, hat von den Lehren des Marxismus-Leninismus über Bündnisse und Fronten in den nationalen Befreioungskämpfen überhaupt nichts verstanden. Genauso wenig kann man das Denken und Handeln einiger „kommunistischer“ Genossen im Ausland marxistisch-leninistisch nennen, welche die anti-imperialistischen Seiten des Kampfes der arabischen Völker, des iranischen Volkes, der moslemischen Welt nicht sehen. Wenn man diese anti-imperialistischen Gesichtspunkte unterbewertet und nicht nutzt, sich „orthodox“ gibt, indem man verlangt, dass diese Völker in der Revolution von heute auf morgen den Glauben an ihre Religion, die darauf beruhenden Sitten und gebräcuhe aufgeben, so beweist dies minestens eine ideologische marxistisch-leninistische Unreife.

Wie die Ereignisse im Iran bezeugen, spielen die Volksmassen eine wichtige, entscheidende Rolle bei der Durchführung der Revolution. Gerade sie haben sich an die Spitze des Kampfes gestellt, die feudale Monarchie der Pahlewis gestürzt und dem Imperialismus gewaltige Schläge versetzt. Aber wir können nicht sagen, dass die mit dem blinden, mittelalterlichen Fanatismus der Ajatollahs schon gesiegt hätten und ihr Kampf dadurch voran getrieben werden könnte. Die Kommunisten müssen die revolutionären Massen und die fortschrittlichen Kräfte in ihrem Kampf unterstützen und ihnen helfen. Der Kampf, den diese gegenwärtig führen, schafft für die Kommunisten die Bedingungen, sich in den Massen zu verankern, für ihre richtige Erziehung zu arbeiten, die eigene marxistisch-leninistische Weltanschauung zu vertiefen, sich auf das revolutionäre Volk und in erster Linie auf die Arbeiterklasse zu stützen und zu lernen, jede für die Revolution günstige Situation auszunutzen.

So muss der Entwicklungsprozess des Kampfes der Völker verstanden und verfolgt werden. Wenn die Gefühle der Völker, welche es auch immer sein mögen, mit denen der bürgerlich.kapitalistischen Gruppen, die sich in einem bestimmten Land an der Macht befinden, verwechselt oder identifiziert werden, so ist das ein schwerer Fehler.

Die marxistisch-leninistischen Kommunisten müssen es verstehen, richtige Analysen anzustellen, die erforderliche Strategie und die notwendigen Taktiken zu entwickeln, zu Gunsten der Revolution Bündnisse zu schließen, richtige revolutionäre Aktionen und keine Abenteuer durchzuführen. Und all das muss unter dem Blickwinkel der marxistisch-leninistischen Theorie betrachtet werden, weil man nur so der Befreiung der Völker vom Kapitalismus dienen und die Revolution durchführen kann.

Die nationalen Befreiungskriege sind gerechte Kriege. Sie brechen aus, wenn die objektiven und subjektiven Faktoren vorhanden und herangereift sind. Um diese Faktoren zu schaffen, müssen auch die Marxisten-Leninisten selber beitragen. In gerechten Kriegen dürfen die Marxisten-Leninisten niemals mit verschränkten Armen zuschauen und sich vom Kampf fern halten, weder als Partei oder Gruppe, wenn sie sich noch nicht als Partei organisiert haben, noch als einzelne Kämpfer. Niemals dürfen sie sich von den Massen trennen, die für gesellschaftliche und nationale Befreiung kämpfen, sondern sie müssen ihre kommunistischen Überzeugungen durchsetzen, sich organisieren, die Arbeiterklasse zur führenden Klasse machen, indem sie mitten unter ihnen kämpfen. Selbst wenn sie nicht organisiert sind, müssen sie die Vorhut der Massen bilden, durch Kampf und Opfer, um zu erreichen, dass der nationale Befreiungskampf in Richtung der maximalen Ziele voran geht und danach auch in Richtung der maximalen.

Dass die Bedingungen für den Ausbruch von nationalen Befreiungskämpfen entstehen, hängt nicht vom Willen der einen oder anderen Persönlichkeit ab. Es sind objektive und subjektive Bedingungen, die nationale Befreiungskämpfe ausbrechen lassen, welche eine hochentwickelte Form des Klassenkampfes sind. Die Klasse, die sich an die Spitze setzt und den nationalen Befreiungskampf anführt, ist die fortschrittlichste, ist der entscheidende Faktor. Von den fortschrittlichen Klassen ist die Arbeiterklasse die fortschrittlichste. Sie muss die Leitung des Befreiungskampfes übernehmen. Auch wenn sie zu Beginn des Kampfes ihre führende Position noch nicht gefestigt hat, muss sie an der Spitze des Kampfes und der Opfer bleiben, weil sie nur so die militärische und politische Führung übernehmen, die Ziele des nationalen Befreiungskampfes gewährleisten und ihre eigenen Bestrebungen verwirklichen kann. (Die Supermächte, Seite 658 – 660)



Pogradec, Mittwoch, 15. Juli 1980

BETRACHTUNGEN

Der Kampf eines Volkes um nationale Existenz hängt nicht von diplomatischen Kombinationen und Intrigen der anderen Staaten, seien sie groß oder klein, ab, und kann davon auch nicht bestimmt werden. Dieser Kampf ist von dem Selbstbewusstsein des Volkes selbst abhängig, davon, dass dieses dahin kommt, zu begreifen, welches seine wahren Rechte und Interessen sind, in jeder Situation, zu jeder Zeit Vertrauen in die eigene Kraft zu setzen und dass es mit eisernem Willen, gesunder Logik und revolutionärem Kampf diese Rechte und Interessen zu verteidigen versteht. Nur auf diese Weise verhundertfacht sich die Kraft des Volkes, wird unbezwnigbar und bricht wie ein unaufhaltsamer Wirbelsturm los. (Die Supermächte, Seite 696)

Heute ist der größte und schärfste Widerspruch der zwischen dem Weltkapitalismus einerseits und der Arbeiterklasse und den werktätigen Massen in allen Ländern der Erde andererseits. Dieser Widerspruch ist innerhalb der kapitalistischen und revisionistischen Regime unlösbar. Angesichts dieser Lage entwickelt sich ein konkreter Kampf für nationale und gesellschaftliche Befreiung, für Reformen; Streiks und Demonstrationen mit politisch-ökonomischen Charakterzügen breiten sich aus. Dies alles erschüttert nach wie vor die kapitalistische Weltbourgeoisie in ihren Grundfesten, von Tag zu Tag zunehmend, revolutionären Situationen und Revolutionen reifen heran und kommen näher.

Auf internationaler Ebene entwickeln sich unterschiedliche Kampfformen auf beiden Seiten. Zunehmend und schärfer kommt die kapitalistische und revisionistische Gewalt, Peitsche und Demagogie zur Anwendung. Zum Waffenarsenal der von der Welle der Revolutionen erschreckten kapitalistischen Bourgeoisie gehört es, die Korruption der heimlich wie auch offen herrschenden Cliquen zu verbreiten; mit sämtlichen Mitteln der Propaganda wird nach wie vor auch die intellektuelle und sittliche Entartung geschürt. Die Bourgeoisie nutzt auch ihre in Krisenzeiten bevorzugte Waffe, den Terrorismus, mit dessen Hilfe sie versucht, dem flammenden Gefühl der Befreiung aus den Ketten des Kapitals in den Augen des aufgebrachten Volkes einen Makel anzuhängen, und sie will dadurch, dass sie die Aktionen der echten Revolutionäre mit dem Terrorismus gleichsetzt, den Massen Angst einjagen, sie von der Revolution abbringen, die eigene unterdrückerische Ordnung aufrecht erhalten und ohne große Schmerzen aus der schweren, tödlichen Krise heraus kommen. (Die Supermächte, Seite 704 - 705)

Die Völker können und dürfen der Politik der kapitalistischen und revisionistischen Staaten und der dazu gehörenden Demagogie, nicht vertrauen. Zwischen den konkreten Tatsachen, in dem dichten Nebel, womit der Überbau der kapitalistischen und revisionistischen Regime die Sicht verhüllt, die Realität entstellt, die Menschen belügt und den Weg der Revolution zu verdunkeln trachten, dürfen die Völker nicht die äußeren Formen der Struktur der kapitalistischen und revisionistischen Staaten, sondern müssen den Inhalt, das Wesen dieser Struktur, klar vor Augen haben, sie müssen wissen, in wessen Händen sich die Waffen befinden und welcher Klasse sie dienen.

Dies bildet ein großes, wichtiges und schwer zu verstehendes und zu lösendes Problem, doch eine Lösung ist nicht unmöglich. Die Kräfte, die sich dem Joch des Kapitals entgegen stellen, sind größer und mächtiger. Durchgesetzt werden muss nur, dass sie vollständig erwachen, ihr Selbstbewusstsein gestärkt wird und diese Kräfte auf nationaler und internationaler Ebene organisiert werden. Die Devise auf der die Stärke des Kapitalismus beruht, lautet: „Teile und herrsche !“ Damit unterdrückt er den Schwächsten und nimmt ihm die Möglichkeit, Widerstand zu leisten, er fesselt ihn mit tausend Stricken, so dass der Schwache sein ganzes Leben als Individuum, als Volk und als Staat als Sklavenleben vebringt; er beutet ihn bis aufs Mark aus und bereitet ihm die Illusion, dass er in einer „freien, demokratischen“ Welt“ lebe, in der er mit diesem elenden Leben, das er führt, zufrieden sein müsse und dem eigenen Herrn auch noch zu Dank verpflichtet sei. Dieser Devise müssen die Völker Marx' berühmte Parole entgegen halten: „Proletarier aller Länder, vereinigt euch !“, eine Losung, welche der kapitalistischen Bourgeoisie in jeder Epoche das Fürchten gelehrt hat.

Nichts kommt angesichts dieser chaotischen und ungleichmäßigen Entwicklung voran, ohne vielfältige Anstrengungen und ohne Kampf zwischen Unterdrückern und Unterdrückten, zwischen Ausbeutern und Ausgebeuteten. Die kapitalistischen Staaten stehen miteinander im Wettkampf um Überlegenheit. In der Mehrzahl der Fälle verläuft dieser Wettstreit zwischen ihnen auf Grund ihrer Interessenlage in Uneinigkeit. Wer der Größte ist, wer dem Anderen ein Bein stellen und ihn zu Fall bringen kann, wer das Gesetz machen kann und es schafft, dass seine Herrschaftspolitik hingenommen wird, entpuppt sich als der Schlaueste und politisch Geschicktetste. Trotzdem ist auch seinen Machtpositionen keine lange Dauer beschieden, weil er sich zwei Arten von Gegnern schafft: Gegner aus der eigenen Klasse, denen es um die Machtposition und um Revanche für entgangene kapitalistische Profite geht, und den großen Gegner, die Arbeiterklasse und die breiten werktätigen Massen, die in verschiedenen Formen des Klassenkampfes, die kapitalistische Ordnung von Innen heraus unterhöhlen, ihr Breschen schlagen und ihr eine Niederlage nach der anderen bereiten. (Die Supermächte, Seite 711 – 712)

Wir meinen, dass diese Herrschaft gnadenlos bekämpft und zerschlagen werden muss. Wir müssen aus dem Teufelskreis der modernen geistigen, wirtschaftlichen und politischen Versklavung ausbrechen. Diese moderne Versklavung ist das grausame Werk der kapitalistisch-bürgerlichen Klasse und der von ihr geschaffenen wirtschaftlich-politischen Ordnung. Die Arbeiterklasse eines jeden Landes ist die Zerstörerin dieser kapitalistischen Herrschaft, es sind die breiten Massen zur Revolution führen für ein neues, wirklich sozialistisches Leben ohne Ausbeuter und ohne Ausgebeutete. (Die Supermächte, Seite 716)





Sonntag, 30. Dezember 1984

Überblick

Der äußerliche Eindruck der wirtschaftlichen, politischen und militärischen Stärke des Kapitalismus (..) darf die Völker, die unter der kolonialistischen und neo-kolonialistischen Herrschaft leiden, und ihre Freiheit erkämpfen, die wahren marxistisch-leninistischen Kräfte, die revolutionären Proletarier nicht erschrecken. Der Kapitalismus ist nur stark, wenn man gegen ihn nicht mit Gewalt und Entschlossenheit vorgeht. Seine „Stärke“ wird angesichts der kolossalen Kraft des revolutionären und freiheitsliebenden Drangs und der Bestrebungen der Proletarier und Völker zerschmettert … (Die Supermächte, Seite 764)