ENVER HOXHA

 

ÜBER RUMÄNIEN

Zitate und Texte

zusammen gestellt von Wolfgang Eggers

08. 08. 2019

 

Rumänien war nur dem Namen nach "sozialistisch."

(Enver Hoxha)

[aus: Die Chruschtschowianer]

Die rumänische Partei war keine marxistisch-leninistische Partei.

(Enver Hoxha)

[aus: "Betrachtungen über China" II]

Ceaucescus Regime ist ein Regime der Korruption, des Bankrotts, der Diktatur von Personen und Familien. Er lebt aus der Tasche aller, die ihn bezahlen.

(Enver Hoxha)

[aus: "Betrachtungen über China" II]

Rumänien hat dem Kommunismus, der Revolution abgeschworen.

(Enver Hoxha)

[aus: "Betrachtungen über China" II]

Wir verurteilen die antimarxistische, proamerikanische und prorevisionistische Politik der rumänischen Führung

(Enver Hoxha)

[aus: "Betrachtungen über China" II]

 

Die Bukarester Bratung vom Juni 1960 war einerseits ein Schandfleck in der Geschichte der internationalen kommunistischen Bewegung, gleichzeitig aber leuchtete ein neuer Stern an ihrer Führungsspitze - der 5. Klassiker des Marxismus-Leninismus und sein heroischer Kampf gegen den modernen Revisionismus - Genosse Enver Hoxha.

Komintern (SH)

 

 


 

das wichtigste Dokument über Rumänien

besteht aus zwei zusammen gestellten Auszügen aus seinem Buch

"Die Chruschtschowianer"

(Auszüge)

 

 

1960

 

 

Auszug aus:

Geschichte der PAA

Die prinzipienfeste marxistisch-leninistische Haltung der PAA auf der Bukarester Beratung

 

 

MITTWOCH,
8. JUNI 1960


EIN ZWEITER BRIEF CHRUSCHTSCHOWS — WAS STECKT HINTER SEINER VORGEHENSWEISE?

aus: "Die Supermächte", Seite 21-22


Ich sprach mit Genossen Ramiz darüber, wie wir uns auf die bevorstehende Bukarester Beratung vorbereiten sollen.
Ich empfing den sowjetischen Botschafter Iwanow, der mich darüber unterrichtete, daß die vorgeschlagene Bukarester Beratung verschoben wird. Auch überreichte er mir einen zweiten Brief Chruschtschows, datiert vom 7. Juni, in dem erläutert wird, warum diese Versammlung verschoben wurde. In diesem zweiten Brief aber wird verlangt, daß sich die Vertreter der Bruderparteien des sozialistischen Lagers in Bukarest einfinden sollen, um Ort und Zeitpunkt einer künftigen Beratung festzulegen.
Eine seltsam verzwickte Angelegenheit: Die Versammlung soll »aufgeschoben« und gleichzeitig soll eine weitere Versammlung, ebenfalls in Bukarest, abgehalten werden:
Steckt irgendeine List dahinter?!1 Wie dem auch sei, ich bin der Meinung, daß als nächstes mit den Genossen des Politbüros folgendes besprochen werden muß: Da ja die Versammlung der Parteien aufgeschoben ist, ist es nicht nötig, daß ich selbst mich an der Spitze unserer Delegation nach Bukarest begebe.1 Es soll ein anderer Genosse hingehen, vielleicht Genosse Hysni.3 Er soll sich an dem Parteitag der Rumänischen Arbeiterpartei und auch an der Beratung der Vertreter der kommunistischen Parteien zur Festlegung von Ort und Zeitpunkt der künftigen Beratung beteiligen.

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1. Nach dem heftigen Angriff gegen den Marxismus-Leninismus und gegen das Werk Stalins, den die Sowjetführung mit Chruschtschow an der Spitze auf dem 20. Parteitag der KpdSU (Februar 1956) mit dem berüchtigten Bericht gegen Stalin vom Zaun brach, verfolgte und analysierte die Partei der Arbeit Albaniens aufmerksam jeden Schritt Chruschtschows und seiner Komplicen, die von Tag zu Tag ihre feindselige Tätigkeit gegen den Sozialismus, gegen die kommunistische Weltbewegung und die internationale Arbeiterbewegung eskalierten.

DIENSTAG,
21 JUNI 1960


AUS EINER BERATUNG WIRD EIN KOMPLOTT

aus: "Die Supermächte", Seite 23


Die Bukarester Beratung mit Vertretern der kommunistischen und Arbeiterparteien, die auf dem Parteitag der Rumänischen Arbeiterpartei zugegen sind, verwandelt sich tatsächlich in ein Komplott gegen die Kommunistische Partei Chinas. Wir müssen diese gefährliche Verschwörung zu Fall bringen. [1]

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[1] Im Gegensatz zu der im voraus getroffenen Vereinbarung, nach der diese Beratung nur als Vorbereitungstreffen dienen sollte, um Ort und Datum einer Beratung der kommunistischen und Arbeiterparteien der ganzen Welt festzulegen, und auch unter Verletzung sämtlicher leninistischer Organisationsnormen, die die Beziehungen zwischen kommunistischen Parteien ordnen, verlangte N. Chruschtschow auf der Bukarester Beratung, sofort jene Meinungsverschiedenheiten zu diskutieren, die zwischen der KPdSU und der KP Chinas zutage getreten waren. Wie Genosse Enver Hoxha schreibt, verlangte Chruschtschow im Rahmen dieses von ihm heimlich eingefädelten Komplotts, daß die Kommunistische Partei Chinas verurteilt und aus der internationalen kommunistischen Bewegung ausgestoßen würde. Dabei meinte er, daß er die Partei der Arbeit Albaniens mit Leichtigkeit -in die Tasche stecken« und unterwerfen könnte. Doch seine Rechnung ging nicht auf. -Auf der Bukarester Beratung hat unsere Partei eine wichtige Rolle gespielt Sie leistete als einzige Partei dem, was sich da zutrug, Widerstand. Von damals datiert die offene Feindschaft uns gegenüber, welche bis dahin noch nicht offen ausgetragen wurde.« (Enver Hoxha, Werke„ Bd. 19; alb. Ausgabe, Tirana 1975, S. 683).

 

 

MITTWOCH.
22. JUNI 1960


CHRUSCHTSCHOW WIRD DIE PARTEI DER ARBEIT ALBANIENS NIEMALS BELÜGEN KÖNNEN

aus: "Die Supermächte", Seite 24


Ich erhielt einige Radiogramme von Hysni, mit denen er mich über den Gang der Ereignisse in Bukarest in Kenntnis setzt.
Für uns ist es mehr als klar, daß Nikita Chruschtschow, um seine opportunistischen und revisionistischen Anschauungen zu verteidigen, den Marxismus-Leninismus angreift. Sämtliche Führer und Vertreter der kommunistischen und Arbeiterparteien, die sich jetzt in Bukarest befinden, betrügt er und zieht sie in das Netz der Verschwörung hinein, die er gerade vorbereitet. Doch unsere Partei wird sich von Chruschtschow niemals belügen lassen !
Ich habe das Politbüro informiert und über alles, was mir Hysni aus Bukarest meldet, in Kenntnis gesetzt.[1] Nach sorgfältiger Analyse der entstandenen Lage haben wir die Haltung, die Hysni auf der Beratung einnehmen soll, festgelegt und ihm die Ergebnisse unverzüglich mitgeteilt.[2]

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1. Siehe: Enver Hoxha, Werke, Bd. 19; alb. Ausgabe, Verlag »8 Nëntori«*, Tirana 1975, S. 2

2. ebd., G. 8

 

MONTAG.
27. JUNI 1960

UNSER KAMPF GEGEN DIE NEUEN, VERKAPPTEN REVISIONISTEN HAT BEGONNEN

aus: "Die Supermächte", Seite 25

Der sowjetische Botschafter Iwanow, der uns wie immer den Puls fühlen will, kommt weiter zu mir, doch wie er kommt, so geht er stets auch wieder hinaus.
Hysni kehrte heute aus Rumänien zurück und berichtete uns ausführlich über die Bukarester Beratung.
Diese Beratung wird in der Geschichte der internationalen kommunistischen Bewegung ein Schandfleck bleiben. Dort enthüllten Chruschtschow und seine Genossen ihr wahres Renegatengesicht.
So begann unser Kampf gegen die neuen, verkappten Revisionisten. Es wird ein langer und schwieriger Kampf werden, doch wir fürchten ihn nicht, sondern sind unerschütterlich davon überzeugt, daß wir siegen werden, denn wir sind auf dem richtigen, marxistisch-leninistischen Weg.

 

 

Enver Hoxha

Auszüge aus Band 19

über die Bukarester Beratung

 

 

1966

(deutsche Erstveröffentlichung der Komintern (SH)

UNSERE PARTEI FÜHRT WEITER DEN KLASSENKAMPF -
Konsequent, mutig und mit Reife

Aus einem Gespräch mit Zhou Enlai


24. Juni 1966

 

Wir denken, dass die neue Bourgeoisie, die durch die Konterrevolution in der Sowjetunion, Polen, der Tschechoslowakei, der Deutschen Demokratischen Republik, Ungarn, Jugoslawien, Bulgarien, Rumänien, der Mongolei usw. an die Macht gekommen ist und sich mit marxistischer Phraseologie verkleidet, kann nur durch eine Revolution gestürzt werden.

Die Staats- und Regierungschefs sind beschämte Revisionisten, die versuchen, einen Mittelweg einzuschlagen, den sie als «weise und flexible» Politik proklamieren, obwohl dies eine Politik ist, die von der großen Angst diktiert wird, die sie verfolgt. Die Rumänen haben Angst vor den Sowjets, den Bulgaren und den Ungarn, und deshalb haben sie sich mit Tito und den Imperialisten verbunden und lächeln uns sogar zu, wenn es ihnen passt. So beschreiten die Rumänen einen «besonderen authentisch marxistisch-leninistischen» Kurs. Ihnen zufolge sind die Linien der Sowjets, der Titoiten, der Bulgaren, von Kim Il Sung, der Japaner und vieler anderer alle «authentische marxistisch-leninistische» Linien.

Die Rumänen erheben einen Geschrei über den Warschauer Vertrag und präsentieren sich als «mutig unabhängig».

Dies ist die Linie von Tito und den Imperialisten. Wenn Rumänien den Warschauer Vertrag verlassen würde, wäre das in Ordnung. Aber wohin würde es gehen? Es würde aus dem Bett eines Feindes herauskommen, um mit einem anderen ins Bett zu gehen. Ob in N A T O oder im Warschauer Vertrag, es ist uns egal. Solange diese Verträge so bleiben, wie sie sind, macht es für uns keinen Unterschied, denn beide bekämpfen uns. Auch wenn sie zu einem verschmelzen, sind sie immer noch unsere Feinde, weil sie sich gegen uns vereinen. Wenn sie sich andererseits auflösen , tun sie dies nicht im Interesse der Revolution. Was ist dann der Zweck der rumänischen Führung, diese Seifenblase mit großem Geschreie zu produzieren? Der Sowjetunion zu zeigen, dass sie «stark» sind, weil sie mit Tito und den Imperialisten zusammen sind. Sie tun dies, um ihre territorialen Ansprüche geltend zu machen, um Geld von den Imperialisten als Belohnung für das Handeln zur Schwächung der Sowjetunion zu erhalten und um die kapitalistische Transformation von Rumänien durchzuführen, bevor die Sowjets einen Angriff starten können. Sie spielen die chinesische Karte nur für diese politische Zweckmäßigkeit und in dem Maße, wie sie der Politik und der allgemeinen Strategie des Imperialismus nicht schadet.

Auch die Rumänen lächeln uns zu, sie haben mich, mehrere Minister und Parteimitarbeiter zu Feiertagen eingeladen, sie laden uns privat zum Treffen des Warschauer Vertrages und ähnlichen Unsinns ein. Wir schlucken solche Köder nicht. Wir werden ihnen offen antworten, damit sie verstehen, dass diese Manöver sie nicht weiterbringen.

 

 

1970 - 1975

Erstveröffentlichung der Komintern (SH)

ÜBER RUMÄNIEN

Sammlung aus "Betrachtungen über China" - Bände I und II

 

 

 

1976

 

7. Parteitag der PAA


"Auch mit Rumänien als Balkanland wollen wir gute Beziehungen haben und sie normal entwickeln. Wir begrüßen die Bemühungen des brüderlichen rumänischen Volkes für den Fortschritt und den Wohlstand ihres Landes."

 

Sonntag

4. September 1977

AUCH HUA GUO-FENG AUF DEN KNIEN VOR TITO

Betrachtungen über China

China stimmte außerdem der von Tito, Ceausescu und anderen verfochtenen These von einer «neuen Weltwirtschaftsordnung» zu.

 

 

 

 

 

Enver Hoxha mit G. Georgiu Dej, Generalsekretär der Rumänischen Arbeiterpartei, Peking, September 1956

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(this picture is from 1956 - thus before Enver Hoxha had called Dej a submissive lackey of the Soviet revisionists)