DEUTSCH

 

herausgegeben zum

125. Geburtstag von Molotow

am 25. Februar 1890

"Der Revisionismus

ist die Idee und die Tat, die die Restauration eines Landes vom Sozialismus zum Kapitalismus, einer kommunistischen Partei in eine faschistische Partei leiten."

"Malenkow, Molotow, Kaganowitsch, Woroschilow und andere

HATTEN IHREN REVOLUTIONÄREN GEIST EINGEBÜSST, WAREN LEICHEN DES BOLSCHEWISMUS, KEINE MARXISTEN-LENINISTEN MEHR."

(Enver Hoxha, "Die Chruschtschowianer")

 

 

 

Juli 1947

 

ENVER HOXHA

ÜBER

MOLOTOW


zusammengestellt von Wolfgang Eggers

 

(1)

Zitate aus

"Die Chruschtschowianer"

"Stalin war noch kaum tot, und die oberste Sowjetführung hatte nichts Besseres zu tun als die Ministerposten zu verteilen:

Malenkow, Berija, Bulganin, Kaganowitsch, Mikojan, Molotow."

(Die Chruschtschowiander, Seite 14)

 

* * *


Jeder versuchte sich bei Stalins Beisetzung in den Vordergrund zu drängen. Chruschtschow eröffnete die Trauerfeier, Malenkow, Berija und Molotow sprachen vor dem Lenin-Mausoleum

(Die Chruschtschowiander, Seite 16)

 

* * *


Wie viele andere meinten auch wir, Molotow, der engste Mitarbeiter Stalins, der älteste, reifste, erfahrenste und in- und außerhalb der Sowjetunion bekannteste Bolschewik, werde zum ersten Sekretär des ZK der KPdSU gewählt werden. Doch das war nicht der Fall.

(Die Chruschtschowiander, Seite 16/17)

 

* * *


Bei meinen Kontakten mit Stalin selbst, mit Malenkow,Molotow, Chruschtschow, Berija, Mikojan, Suslow, Woroschilow, Kaganowitsch und anderen hohen Füherern war mir nicht die geringste Spaltung oder Unstimmigkeit unter ihnen aufgefallen

(Die Chruschtschowiander, Seite 17/18)

 

* * *

 

Nach Berija kam Molotow, ruhig, sympathisch. Wir hielten ihn für einen der Seriösesten und achteten ihn mit am maiesten, war er doch ein alter Bolschewik schon aus der Zeit Lenins und ein enger Gefährte Stalins. Dies war unsere Meinung über Molotow auch nach Stalins Tod.

(Die Chruschtschowiander, Seite 22)

 

* * *

 

Molotow hielt den Kopf gesenkt. Er sagte etwas über die Beziehungen Albaniens zu seinen Nachbarn, hob dabei aber kein einziges Mal den Blick.

(Die Chruschtschowiander, Seite 25/26)

 

* * *

 

Malenkow und Berija dominierten, Molotow sagte fast überhaupt nichts, Mikojan im Schatten, verspritzte Gift, während Bulganin Mist von sich gab.

(Die Chruschtschowiander, Seite 25/26)

 

* * *


[Enver Hoxha zitiert Suslow:]

"Auch Molotow", fuhr Suslow fort, " hat zu diesem Problem [ gemeint ist der Kniefall vor Tito - Anmerkung ] eine ziemlich sektiererische Haltung eingenommen. Er selbst hat Fehler in den staatlichen Beziehungen zu Jugoslawien gemacht und ist dann beharrlich dabei geblieben, dass die Fehler bei den jugoslawischen Genossen lägen. Doch das Zentralkomitee forderte Molotow auf, zu beweisen, wo die Jugoslawen Fehler begangen haben, und wir haben ihn für seine Haltung schwer kritisiert. Schließlich schloss sich auch er dem Standpunkt des Zentralkomitees an."

(Die Chruschschowianer, Seite 147)

 

* * *

 

Chruschtschow und Mikojan fingen an, einen nach dem anderen und schließlich alle auf einmal jene Mitglieder des Präsidiums des ZK der Partei auszuschlaten, die sie dann als "parteifeindliche Gruppe" hinstellten. Nachdem sie Malenkow ein Bein gestellt und ihn vorläufig durch Bulganin ersetzt hatten, kam Molotow an die Reihe. Das war am 2. Juni 1956. An diesem Tag erschien die "Prawda" mit einer großen Fotografie Titos, mit dem "Herzlich Willkommen!" zur Ankunft des Oberhaupts der belgrader Clique in Moskau auf der Frontseite, und sie beschloss auf Seite 4 in den "Tagesmeldungen" mit der Nachricht von Molotows Absetzung als Außenminister der Sowjetunion. In der Meldung hieß es, Molotow sei "auf eigenen Wunsch" von dieser Funktion entbunden worden, in Wirklichkeit wurde er aber abgesetzt, weil dies Titos Vorbedingung für seinen ersten Besuch in der Sowjetunion seit dem Abbruch der Beziehungen 1948-49 gewesen war. Und Chruschtschow und Konsorten erfüllten die aus Belgrad kommende Vorbedingung umgehend, um Tito Satisfaktion zu geben, hatte doch Molotow zusammen mit Stalin 1948 die Briefe der Sowjetführung an die jugoslawische Führung unterzeichnet.

Die Stellung der revisionistischen Reaktionäre festigte sich, und ihre Gegner im Präsidium - Malenkow, Molotow, Kaganowitsch, Woroschilow und andere - begannen nun die revisionistische Intrige und die teuflischen Pläne, die Chruschtschow gegen die Kommunistische Partei der Sowjetunion und den Staat der Diktatur des Proletariats betrieb, deutlicher zu durchschauen. Auf einer Sitzung des Präsigiums des Zentralkomitees der Partei im Sommer 1957 im Kreml blieb Chruschtschow nach zahlreichen Kritiken in der Minderheit und wurde, wie uns Poljanski hächst persönlich erzählte, von seiner Funktion als Erster Sekretär entbunden und zum Landwirtschaftsminister gemacht, weil er doch "Kukuruzspezialist" [Maisspezialist] war. Aber das galt nur für ein paar Stunden. Chruschtschow und Konsorten gaben heimlich Alarm, die Marschäle ließen den Kreml mit Panzern und Soldaten umstellen und gaben Befehl, noch nicht einmal eine Maus aus dem Kreml herauszulassen. Außerdem wurden überallhin Flugzeuge ausgeschickt, um die Plenumsmitglieder des ZK der KPdSU zusammenzuholen. "Dann", erzählte uns Poljanski," diese Kreatur Chruschtschows, "gingen wir in den Kreml und verlangten Zutritt zu der Sitzung. Woroschilow kam heraus und fragte, was wir wollten. Als wir ihm sagten, wir wollten Zutritt zu Sitzung, lehnte er ab. Als wir ihm die Faust zeigten, fragte er: 'Was geht hier vor?' Wir warnten ihn aber:: Red' nicht lange herum, sonst verhaften wir dich. Wir gingen in die Sitzung und sorgten dafür, dass sich das Blatt wendete. Chruschtschow holte sich die Macht zurück."

So wurden diese ehemaligen Kampfgefährten Stalins, die sich den Verleumdungen gegen sein ruhmreiches Werk angeschlossen hatten, nach diesem gescheiterten Versuch als "parteifeindliche Gruppe" bezeichnet und von den Chruschtschowianern endgültig abserviert. Niemand weinte ihnen eine Träne nach, niemand taten sie leid.

SIE HATTEN IHREN REVOLUTIONÄREN GEIST EINGEBÜSST, WAREN LEICHEN DES BOLSCHEWISMUS, KEINE MARXISTEN-LENINISTEN MEHR.

Sie hatten sich mit Chruschtschow zusammengetan und zugelassen, dass Stalin und sein Werk mit Schmutz beworfen wurden; sie versuchten etwas zu tun, aber nicht auf dem Parteiweg, denn auch für sie gab es die Partei nicht.

 

(Die Chruschschowianer, Seite 204-207)

 

* * *

 

 

Im April 1957, als die "parteifeindliche Gruppe" Malenkows, Molotows usw. noch nicht ausgeschaltet war, hielt ich mich mit einer Partei- und Regierungsdelegation in Moskau auf. Nach einem offiziellen Abendessen im Katerinsky-Saal im Kreml, saßen wir noch mit Chruschtschow, Molotow, Mikojan, Bulganin u.a. zum Kaffeetrinken zusammen. Während des Gesprächs wandte sich Molotow an mich und sagte wie im Spaß:

"Mikojan fährt morgen nach Wien. Er will dort auch so ein Schlamassel anrichten wie in Budapest."

Um im Gespräch bei diesem Thema zu halten, fragte ich ihn:

"Wieso, hat Mikojan dieses Schlamassel angerichtet?"

"Wer sonst?" entgegnete Molotow.

"Dann kann sich aber Mikojan nicht mehr in Budapest blicken lassen", sagte ich.

"Wenn Mikojan sich in Budapest noch einmal blicken lässt", fuhr Molotow fort, "wird man ihn aufknüpfen."

Chruschtschow saß mit gesenktem Kopf da und rührte in seinem Kaffee. Mikojan lief dunkel an, seine Kiefer arbeiteten, dann sagte er mit einem zynischen Lächeln:

"Warum sollte ich denn nicht nach Budapest gehen ? Wenn sie mich hängen, hängen sie auch Kadar; schließlich haben wir dieses Schlamassel zusammen angerichtet."

Die Rolle der Chruschtschowianer bei der ungarischen Tragödie war für mich nun klar.

 

(Die Chruschschowianer, Seite 290-291)

 

* * *

 

Die Sowjets waren durch die Ereignisse in Polen beunruhigt, erschreckt, weil sie sahen, dass der von ihnen selbst verkündete "neue Kurs" die polnischen Führer dazu trieb, weiter zu gehen, als es ihnen selbst lieb sein konnte: Polen drohte ihrem Einfluss zu entgleiten. In den Tagen des Plenums, das Gomulka wieder an die Macht brachte, reisten Chruschtschow, Molotow, Kaganowitsch und Mikojan eilig nach Polen. Schließlich erteilte Chruschtschow Gomulka den Segen."

 

(Die Chruschschowianer, Seite 332)

 

* * *

 

Ich erinnere mich, dass neben vielen Anderen auch Molotow einen Trinkspruch ausbrachte:

"Ich gehöre zu jener Kategorie von Leuten", sagte er, "die Albanien keine Bedeutung beigemessen und es nicht gekannt haben. Nun rühmt sich unser Volk, einen so treuen, unbeirrten und kämpferischen Freund zu haben. Die Sowjetunion hat viele Freunde, doch nicht alle sind gleich. Albanien ist unser bester Freund. Trinken wir darauf, dass die Sowjetunion immer so treue Freunde hat wie Albanien!"

 

(Die Chruschschowianer, Seite 344)

 

* * *

 

Auf dem 20. Parteitag wurde Breschnew zum Kandidaten des Präsidiums des Zentralkomitees gewählt, und rund ein Jahr später, auf dem Juniplenum 1957 des Zentralkomitees der KP der Sowejetunion, das die "parteifeindliche Molotow-Malenkow-Gruppe" verurteilte und ausschaltete, stieg er vom Kandidaten zum Mitglied des Präsidiums auf. Das war offenbar eine Belohnung für seine "Verdienste" bei der Beseitigung von Molotow, Malenkow und den anderen aus der Parteiführung.

 

(Die Chruschschowianer, Seite 346)

 

* * *

 

Als wir kritisierten, dass wir über die Ereignisse in Ungarn nicht auf dem Laufenden gehalten worden waren, antwortete Suslow, die Ereignisse seien überraschend gerkommen und es habe keine Zeit für Konsultationen gegeben.

"Auch mit den anderen Parteien haben keine Konsultationen stattgefunden. Erst beim zweiten Eingreifen haben wir uns mit den Chinesen beraten, und Chruschtschow, Malenkow und Molotow sind nach Rumänien und in die Tschechoslowakei gefahren."

 

(Die Chruschschowianer, Seite 348)

 

 

* * *


 

 

(2)

Zitate aus

"Begegnungen mit Stalin"

 

Nachdem die Chruschtschow-Leute einen Teil der Führungskader der Kommunistischen Partei der Sowjetunion kompromittiert hatten, bedienten sie sich ihrer ausgiebig, um ihnen dann einen Fußtritt zu versetzen und sie als parteifeindliche Elemente zu liquidieren.

 

(Begegnungen mit Stalin, Seite 36)

 

* * *

 

In meinen Aufzeichnungen habe ich über eine Zusammenkunft mit den Sowjetführern berichtet, an der Chruschtschow, Mikojan, Molotow und einige andere teilnahmen. Da Mikojan im Begriff war, nach Österreich zu reisen, wandte sich Molotow scherzhaft an ihn und sagte: "Pass auf, dass du nicht auch in Österreich so ein 'Schlamassel' anrichtest wie in Ungarn." Ich fragte Molotow sofort: "Warum hat Mikojan ein 'Schlamassel' in Ungarn angerichtet?" Er antwortete mir: "Ja", und fuhr fort, "wenn Mikojan sich dort noch einmal blicken lässt, wird man ihn hängen." Mikojan, dieser verkappte anti-marxistische Kosmopolit, entgegnete: "Wenn sie mich hängen, hängen sie auch Kádár." Doch auch wenn sie beide gehängt worden wären, Intrigen und Schurkereien bleiben dennoch amoralisch.

 

(Begegnungen mit Stalin, Seite 38)

 

* * *

 

Stalin: "Ihr werdet die Sowjetunion an den Imperialismus verkaufen". Und so geschah es auch, seine Worte bewahrheiteten sich.

 

(Begegnungen mit Stalin, Seite 42)

 

Obwohl der Genosse Stalin von den Genossen Molotow, Wyschinski und anderen bestimmt über das brutale und schimpfliche Verhalten der englischen und amerikanischen Imperialisten gegenüber Albanien informiert worden waren, sprach ich dieses Thema noch einmal an. Dabei hob ich die schroffe, tückische und feindselige Haltung hervor, die sie auf der Pariser Konferenz uns gegenüber eingenommen hatten. Ich betonte außerdem, dass sich die Situation zwischen uns und den Anglo-Amerikanern keinen Deut geändert hatte, dass wir ihre Haltung immer noch als bedrohlich betrachteten.

 

(Begegnungen mit Stalin, Seite 75)

 

* * *

 

Wir unterhielten uns mit Genossen Stalin und Genossen Molotow eingehend über die Probleme, die der Wiederaufbau des durch den Krieg zerstörten Landes, der Aufbau eines neuen Albanien mit sich bringt.

 

(Begegnungen mit Stalin, Seite 81)

 

* * *

 

im Zentralstadion

Stalin und Enver Hoxha, Moskau, Juli 1947

( Beria and Molotov wegretuschiert)

 

Einige Tage nach unserer Ankunft in Moskau wohnteich gemeinsam mit Genossen Stalin und anderen Fiffirernder sowjetischen Partei und des Sowjetstaates im MoskauerZentralstadion einer gesamtsowjetischen Turn- und Sport-veranstaltung bei. Mit welcher Anteilnahme verfolgteStalin dicse Veranstaltung! Mehr als zwei Stunden langkonzentrierte er sich vollig auf die Darbietungen der Teil-nehmer. Und obwohl es gegen Ende der Vcranstaltung zuregnen begann und ihn Molotow mehrmals bat zu gehen,verfolgte er die Vorfhrungen aufmerksarn bis zum Schlufi,scherzte und winkte.

 

(Begegnungen mit Stalin, Seite 87)

 

Stalin Enver

im Zentralstadion Juli 1947

 

 

* * *

 

Ab und zu wandte er [Stalin] sich an Molotow und Mikojan und fragte sie nach ihrer Meinung.

 

(Begegnungen mit Stalin, Seite 91)

 

* * *

 

Molotow hob immer wieder ein Glas, um mich zu veranlassen, mehr zu trinken. Und als er sah, dass ich mich zurückhielt, fragte er mich: "Warum trinken Sie so wenig?! Gestern abend haben Sie mehr getrunken!"

"Ah, gestern ! Gestern, das war etwas Anderes !" sagte ich lachend. Molotow wandte sich an Stalin: "Gestern abend", sagte er, "waren wir mit Genossen Enver bei Wyschinski zum Abendessen.

[Anmerkung: kurze Zeit später setzte Stalin Molotow vom Posten des Außenministers ab und setzte Wyschinski an dessen Stelle ein - W. Eggers]

Da kam die Nachricht, dass Enver Hoxha gestern, am 31. März, Vater eines Sohnes geworden war. Um das zu feiern, haben wir ein bisschen mehr getrunken." "Herzlichen Glückwunsch!" sagte Stalin und prostete mir zu. "Trinken wir auf das Wohl ihres kleinen Jungen und Ihrer Frau !"

 

(Begegnungen mit Stalin, Seite 137)

 

 

* * *

 

Bei dem Gespräch mit Genossen Stalin im November 1949 in Suchumi hatte er mich gefragt, wann wir zusammen mit Vertretern der Kommunistischen Partei Griechenlands ein Treffen durchführen könnten, um die prinzipiellen Meinungsverschiedenheiten zwischen uns und den Führern dieser Partei zu klären. Die Beratung fand Anfang Januar 1950 im Kreml statt. Von sowjetischer Seite nahmen an der Beratung teil: Genosse Stalin, Molotow, Malenkow und eine Reihe von Funktionären des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion.

 

(Begegnungen mit Stalin, Seite 181-182)

 

* * *

 

Als wir uns alle zum Aufbruch bereit machten, wandte sich Molotow noch einmal an Nikos Zachariadis:

"Ich hätte Ihnen noch etwas zu sagen, Genosse Nikos. Das Das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei der Sowjetunion hat von einem Eurer Genossen einen Brief erhalten, in dem er schreibt: 'Nikos Zachariadis ist ein Agent der Engländer.' Es ist nicht unsere Sache, diese Frage zu lösen, doch wir können Ihnen den Inhalt nicht verheimlichen, besonders, da darin ein führender Genosse der Kommunistischen Partei Griechenlands beschuldigt wird. Hier ist der Brief. Was sagen Sie dazu?" (...) Stalin schaltete sich ein: "Auch diese Sache ist abgeschlossen. Umarmt euch, Genosse Hoxha und Genosse Zachariades!"

 

(Begegnungen mit Stalin, Seite 222-223)

 

* * *

 

Das letzte Treffen, das ich mit Genossen Stalin hatte, fand am 2. April 1951, abends um 10.30 Uhr Moskauer Zeit in Moskau statt. An diesem Treffen nahmen auch Molotow, Malenkow, Berija und Bulganin teil.

 

 


 

(3)

Zitate aus

(Diskussion auf der Sitzung des Politbüros
des ZK der PAA
22. Juni 1966)

Enver Hoxha, Band 33, Seite 81

[erstmals von der Komintern (SH) übersetzt vom albanischen Originaltext]

 

Es gibt einige äußerst symptomatische Hinweise, die
von der hohen Wachsamkeit Stalins in der letzten Phase seines Lebens zeugen. Natürlich können wir dies nur aus den Dokumenten der Revisionisten entnehmen, denn sie halten die Wahrheit unter Verschluss. Mikojan sagte uns selbst, dass er zusammen mit Chruschtschow Stalin in den letzten Jahren, bevor er starb, töten wollte.
Man ging davon aus, dass anarchistische Agenten ein Attentat vorbereiten würden. Aus dieser
Tatsache schöpfen wir unser Wissen, dass Stalin seine Wachsamkeit erhöht hatte. Er war auf solche Mordpläne, wie die von
Mikojan und Chruschtschow vorbereitet.

Er kritisierte auch Molotow, Woroschilow und Andere. Dies bedeutet, dass es ständig auf der Hut war.
Das Leben bestätigte die berechtigten Zweifel Stalins.
Als Chruschtschow die Macht in seinen Händen hielt, reagierten Molotow und all die anderen Genossen nicht wie Revolutionäre, die die
Linie Stalins verteidigen, sondern sie erstarrten vor dem bürokratischen Apparat wie vor dem Anblick einer Schlange.

Sie traten einst so mutig und konsequent gegen die Trotzkisten, gegen Sinowjew und gegen viele Andere auf, nicht aber gegen Chruschtschow und seine Kohorten. Dies zeigt den Verlust der einst so revolutionären Dynamik der Kommunistischen Partei der Sowjetunion.

 

* * *

 


 

(4)

 

Aus Gesprächen mit Tschou En Lai

 

vom 24. Juni 1966

(albanischer Originaltext)

 

1

 

Ne mendojmë se ka pasur kontradikta, ka pasur
fërkime në udhëheqjen e Bashkimit Sovjetik dhe nuk
mund të pranojmë tezën absurde të hrushovianëve se
asnjë udhëheqës nuk mund të hapte gojën për të thënë mendimin e, tij, pse kishte frikë nga Stalini. Por, nga sa kemi marrë vesh, Stalini edhe Hrushovin e ka quajtur narodnik, edhe Voroshilovin e ka kritikuar, po kështu edhe Molotovin e të tjerë. Pra, nga një anë duhet të konkludojmë se Stalini nuk ishte miop politik, por, nga ana tjetër, nuk përdorte gjithmonë plumbin dhe terrorin, siç pretendojnë armiqtë, përkundrazi bindjen dhe rrahjen e mendimeve.

 

(Enver Hoxha, Band 33, Seite 94)

 

2

 

Molotovi dhe shokët e tij ishin revolucionarë të vjetër, komunistë të ndershëm, por ishin përfaqësuesit tipikë të asaj rutine burokratike, të atij «legaliteti» burokratik dhe, kur ata deshën në mënyrë të zbehtë ta përdornin atë kundër komplotit evident të hrushovianëve, puna kishte marrë fund me kohë. Burokracia dhe «legaliteti» burokratik u përdorën nga tradhtarët, të cilët me këtë «legalitet» mbuluan komplotin e pallatit dhe manovruan nëpërmjet rrjetit të tyre gjithë shtresës së burokratëve me origjinë proletare dhe jo me origjinë kulake ose kapitaliste, feudale, për të marrë në dorë frenat e partisë dhe të organeve të pushtetit.

 

(Enver Hoxha, Band 33, Seite 100)

 

* * *

 

 


 

(5)

Möge der revolutionäre Sturm mächtig losbrechen!


- Zëri i popullit, 17. Mai 1968 -


 

Im Kampfe um die Macht werden die revisionistischen Cliquen nicht ermangeln, auch die Traditionen der KP der SU gegen die Fraktionisten und Deviatoren auszuwerten. Unter dieser Maske bereiteten Chruschtschow und die Chruschtschowianer das Terrain ideologisch-politisch und organisatorisch gegen Stalin und den Leninismus vor und griffen dann die Molotowgruppe als Parteifeind an. Hierauf wurden Chruschtschow selbst und sein Anhang eliminiert.

Aber dennoch existieren heute in der Sowjetführung und in der gesamten Partei tiefgehende Divergenzen, existieren aktive Gruppen, die um die Vorherrschaft kämpfen. Wer zeitweilig ans Ruder kommt, trachtet die gegnerischen Gruppen zu schwächen und zu neutralisieren und, wenn sie gefährlich werden, zu eliminieren, indem er ihnen das Etikett „Parteifeindliche Gruppe“ anhängt, weil die so genannte Partei momentan ihr wichtigstes Mittel ist, um die Volksmassen der SU, die an der Tradition gewöhnt sind, zu betrügen. Außerdem werden sich die Cliquen, welche ans Ruder kommen, auf die Waffen ihrer Diktatur des Proletariats, auf die Kräfte der Staatssicherheit und der Armee stützen.

 

 

* * *

 


 

(6)

 

Das Volk und die Armee sind eindeutig politisch

- 30. Oktober 1964

(Enver Hoxha, Band 28, Seite 77)

 

Në kongreset e 20-të dhe të 22-të ka disa çështje që
duhen goditur, në mënyrë të veçantë si çështja e qëndrimit ndaj Stalinit që është kryesore, nga më kryesoret, është strumbullari. Hrushovi, njeriu që bëri gjithë ato poshtërsi e krime në BRSS dhe në lëvizjen komuniste ndërkombëtare, s'la gjë pa thënë edhe kundër Stalinit.
Por tani mendja e njerëzve punon, çdo njeri arsyeton
dhe thotë: Hrushovit, këtij njeriu të poshtër, që ka
bërë gjithë këto veprime revizioniste, që ka thënë gjithë ato gjëra kundër Stalinit, po i dalin qëllimet antimarksiste, prandaj gjersa është kështu, atëherë edhe ato që ai ka thënë kundër Stahnit nuk mund të jenë të drejta.
Pra, mendja e njerëzve punon dhe do të punojë, ky është një proces që do ca kohë.
Kur të vijë çështja, për shembull, që të publikohet
se ka qenë gabim hapja e tokave të reja, të tjerët do
të thonë: Atëherë, përse e rrëzuan Molotovin që ishte njeriu më i afërt i Stalinit, kur ai kundërshtoi qysh atëherë hapjen e këtyre tokave? Kjo do të thotë që ai kishte pasur të drejtë. Pra, mendimet e njerëzve do të ndjekin procesin e vet dialektik. Kjo nuk duhet harruar.
Bashkekzistenca paqësore duhet të zgjidhet vetëm
në bazë të parimeve leniniste. Këtë e thonë edhe revizionistët.
Por ne nuk gënjehemi nga demagogjia e tyre
mbi bashkekzistencën, por kundrejt armikut më të madh të komunizmit, imperializmit, mbajmë qëndrimin që na mëson marksizmi. Në marrëdhëniet me imperializmin
duhet të ndreqen qëndrimet thellësisht oportuniste të Hrushovit. Ai ishte një tradhtar, një agjent i borgjezisë, që i bëri lëshime serioze imperializmit amerikan. Këto lëshime janë bërë, prandaj duhen pranuar hapur nga udhëheqësit e sotëm revizionistë sovjetikë. Partia jonë i ka mirë parasysh këto gjëra, ka parasysh gjithashtu edhe të gjitha komplotet që ka organizuar Hrushovi me imperialistët kundër socializmit dhe paqes.

 

* * *

 


 

(7)

 

PARTI E RINI, SI KURDOHERE, TE PUNOJME, TE MESOME E TE VIGJELOJME NE UNITET TE ÇELIKTE, NE SOLIDARITET DHE BESNIKERI TE PATUNDUR

 

Fjala e mbylljes në Plenumin IV të përbashkët
të KQ të PPSH dhe të KQ të BRPSIII
26 shtator 1961

 

Grupi revizionist i Hrushovit ka goditur gjithashtu
edhe të gjithë udhëheqësit e vjetër sovjetikë që kishin mbetur pas Stalinit, si Molotovin me shokë. Që Hrushovi t'i kishte duart të lira duhej të pastroheshin këta nga rruga e tij. Në fillim ai thoshte se në Komitetin Qendror ka mjaft nuanca në pikëpamjet e udhëheqësve dhe kuptohet se atëherë ai pregatiste likuidimin e këtyre udhëheqësve. Nuk mendohej që këta shokë bolshevikë Me tradita dhe eksperiencë të madhe revolucionare dhe që gëzonin respektin dhe përkrahjen e gjithë partive dhe të popullit sovjetik, të tregoheshin kaq naivë ndaj veprimeve të N. Hrushovit, pavarësisht se ndonjëri mund të kishte bërë ndonjë gabim.

 

* * *

 

 


 

(8)

 

FJALIM I MBAJTUR NE SEANCËN PLENARE TE
KONFERENCES SË PAQES NË PARIS
21 gusht 1946

 

Shqipëria u bë kështjellë e luftës për liri e demokraci. Lufta jonë çlirimtare u njoh shpejt edhe jashtë.
Në dhjetor 1942, zotërinjtë Iden, Hull dhe Mollotov i drejtonin përgëzime popullit shqiptar për rezistencën e tij që i siguronte indipendencën dhe që ndihmonte luftën e përbashkët.

 

 

* * *

 

INTERVISTE DHENE GAZETES «BASHKIMI» RRETH PRETENDIMEVE GREKE NË KËSHILLIN
E SIGURIMIT KUNDER PRANIMIT TË SHQIPERISE NË OKB
10 mars 1946

 

Në gjithë botën përparimtare dhe antifashiste është bërë dallimi i kuislingëve nga
populli. Në Shqipërinë tonë ky dallim u bë që më 7 prill, u bë me armë dhe me luftë të pamëshirshme, të paprerë e pa kompromis. Greqisë nuk ja deklaroi luftën
populli shqiptar, por Italia fashiste dhe kuislingu Shefqet Vërlaci me shokët e tij. Se qysh e filloi dhe e mbaroi luftën e tij heroike populli shqiptar kundër Italisë fashiste, zoti Rendis dhe shokët e tij le të informohen më mirë, le të këqyrin më së afërmi përpjekjet e përgjakshme të popullit tonë, le të studjojnë më mirë deklaratat që kanë bërë ministrat e jashtëm të aleatëve të mëdhenj Mollotov, Hull dhe Iden, le të studjojnë deklaratat e oficerëve aleatë kur ndodheshin në vendin tonë gjatë kësaj lufte.
Se ç'përfaqësonin kuislingët në vendin tonë dhe ç'dënim u dha këtyre populli, pseudodemokrati Rendis, po të interesohet t'i mësojë, do t'i copëtohet zemra për fatin që pësuan këta tradhëtarë.

 

* * *

 

 


Juli 1947

 

Enver Hoxha

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