DEUTSCH

 

 

 

 

ENVER HOXHA



über

INDOCHINA

 

Zitatensammlung

zusammengestellt von Wolfgang Eggers

aus Anlass der Befreiung von Vietnam und Kambodscha im April 1975

 

INDOCHINA

 

1964 - 1979

 

Die Supermächte

Auszüge Indochina betreffend


 

1973

 

Betrachtungen über China Band II

Samstag, 10. Februar 1973

 

Die Chinesen greifen die Sowjets an, die sich insgeheim mit den Amerikanern verständigen. Doch was machen denn die chinesischen Führer selbst? Sie haben genau das Gleiche begonnen und setzen es im Galopp fort. Sie wetteifern mit den Sowjets um die «bonnes gräces»* *( Gunst (frz. im Original).) des Faschisten Nixon. Nixons «Ribbentrop» Kissinger wird in Moskau, in Peking und anderswo erwartet wie der Messias der Juden; man erwartet ihn, damit er das rettende «Manna»* *( Wunderbare Nahrung, die, nach der biblischen Legende, Gott den Hebräern bei ihrer Wüstenwanderung sandte; hier in allegorischer Bedeutung: unerhoffte, wohltätige Gab) bringe, das gnädige Wort der «Gottheit» des Weissen Hauses. Das ist skandalös!

Was mögen die anderen Völker, die gegen den amerikanischen Imperialismus und seine Lakaien kämpfen, denken und sagen, wenn sie gerade die chinesischen Führer solche Dinge machen sehen? Ob ihnen diese schmutzigen Abmachungen in ihrem Kampf wohl helfen? Was sagen wohl die Vietnamesen, die Laoten, die Kambodschaner, die Araber und die Völker ganzer Kontinente, die Revolutionäre, die wahren Marxisten-Leninisten dazu? Sie sagen: Schande! Verrat! Revisionistischer Kompromiss! Verletzung der Prinzipien, die die Freiheit, Unabhängigkeit und Souveränität der Völker schützen!

 

 

 

1975

 

Betrachtungen über China Band II

MITTWOCH, 3. DEZEMBER 1975

 

FORD IST VON MAO TSETUNG EMPFANGEN WORDEN

 

China ist gegen die Sowjetunion, doch anstatt in Asien und Umgebung tätig zu werden interessiert es sich in unrealistischer Weise für Europa. Die Sowjetunion hat ihre Klauen auf die beiden Vietnams gelegt, auf Laos, und es besteht die Gefahr, dass sie sogar auch in Kambodscha oder in Thailand eindringt.


 


1977

Betrachtungen über China Band II

SONNTAG, 27. NOVEMBER 1977


WIR KÖNNEN DEM CHINESISCHEN REVISIONISMUS GEGENÜBER KEINEN MILDEREN TON ANSCHLAGEN

 

China ist ein vor dem amerikanischen Imperialismus katzbuckelnder grosser Staat geworden, der den Kapitalismus und die gesamte reaktionäre Bourgeoisie verteidigt, unter welcher Maske sie auch auftritt. Es unterstützt den Schah des Iran, die Politik von Washington, Paris, Bonn, London, mit einem Wort, die Politik der Imperialisten jeder Art, jeden Kalibers und jeder Stärke. All dies tarnt es mit einem Feigenblatt, dem angeblichen Kampf gegen den sowjetischen Sozialimperialismus. Doch Chinas Kampf gegen den sowjetischen Sozialimperialismus trägt nur den Charakter territorialer Expansion. Chinas Ziel ist, die nördlich von ihm gelegenen Gebiete - Sibirien, die Mongolei und andere - zu besetzen. Ebenso hat es ein Auge auf ganz Indien und die anderen Länder Südasiens geworfen, etwa Indonesien und die Philippinen, auf die Länder des Fernen Ostens, auf Australien usw., um sie, wenn schon nicht in seine Hand, so doch unter seinen Einfluss zu bringen.


 

 

 

1979

Imperialismus und Revolution

Seite 218 - 226


Einen Weg voll Leid und Qual, voll unbarmherziger imperialistischer Ausbeutung und Unterdrückung haben auch die Völker Asiens zurückgelegt.


Nach dem Krieg wurde auch in Asien die Kolonialordnung zerschlagen. In den Kolonien wurden eigene Nationalstaaten errichtet. Die Mehrzahl dieser Länder errang diesen Sieg durch einen blutigen Kampf der Volksmassen gegen die japanischen Kolonisatoren und Besatzer.

Besondere Bedeutung für den Sturz des Kolonialismus in Asien hatte der Befreiungskampf des chinesischen Volkes, der zur Befreiung Chinas von der japanischen imperialistischen Herrschaft, zur Zerschlagung der reaktionären Kräfte Tschiang Kai-scheks und zum Sieg der demokratischen Revolution führte. Dieser Sieg in einem grossen Land wie China übte eine Zeitlang einen breiten Einfluss auf den Befreiungskampf der asiatischen Völker und der Völker anderer von den imperialistischen Mächten beherrschter oder abhängiger Länder aus. Dieser Einfluss nahm jedoch wegen der Linie, die die chinesische Führung nach der Gründung der Volksrepublik China verfolgte, immer mehr ab.

Die chinesische Führung verkündete, China habe den Weg der sozialistischen Entwicklung eingeschlagen. Die Revolutionäre und die freiheitsliebenden Völker der Welt, die wünschten und erwarteten, dass China zu einem mächtigen Bollwerk des Sozialismus und der Weltrevolution werde, begrüssten diese Erklärung begeistert. Ihre Wünsche und Hoffnungen erfüllten sich aber nicht. Die Menschen wollten es nicht glauben, doch die Tatsachen und die sehr verworrene und undurchsichtige Lage, die in China herrschte, zeigten, dass dieses nicht den Weg des Sozialismus ging.

Der Kampf der asiatischen Völker war unterdessen mit der Zerschlagung des Kolonialismus noch nicht zu Ende. Gezwungen, die Selbständigkeit der ehemaligen Kolonien anzuerkennen, wollten die britischen, französischen, holländischen u.a. Kolonisatoren ihre wirtschaftlichen und politischen Positionen in diesen Ländern wahren, um ihre Herrschaft und Ausbeutung in anderen, neokolonialistischen Formen fortzusetzen. Die Lage wurde besonders durch das Eindringen der Vereinigten Staaten von Amerika in Asien und vor allem im Fernen Osten, in Südostasien und auf den Pazifik-Inseln erschwert. Dieser Raum hatte und hat für den amerikanischen Imperialismus grosse wirtschaftliche und militärisch-strategische Bedeutung. Er errichtete dort Militärstützpunkte und stationierte grosse Kriegsflotten.

Parallel dazu schlug das amerikanische Kapital seine blutigen Klauen in die dortige Wirtschaft ein. Inzwischen unternahmen die amerikanischen Imperialisten breitangelegte militärische Operationen und Diversionsakte, um die nationalen Befreiungsbewegungen in den asiatischen Ländern zu unterdrücken. Es gelang ihnen, Korea und Vietnam in zwei Teile zu spalten und in den südlichen Teilen dieser Länder reaktionäre Marionettenregime zu errichten. Proimperialistische grossgrundbesitzerlich-bürgerliche Regime wurden auch in einer ganzen Reihe ehemaliger Kolonien und Halbkolonien Asiens errichtet. Auf diese Weise wurde dort die mittelalterliche Sklaverei, die brutale Herrschaft der Maharadschas, der Könige, der Scheichs, der Samurais, der «modernisierten» kapitalistischen Herren aufrechterhalten.

Diese Regime verkauften erneut die Länder an die Imperialisten, besonders an den amerikanischen Imperialismus, und bremsten damit die wirtschaftlich-soziale und kulturelle Entwicklung dieser Länder masslos.

Unter diesen Bedingungen waren die Völker Asiens, auf deren Nacken wieder das schwere Joch der Imperialisten, der Grossgrundbesitzer und der Bourgeoisie lastete, gezwungen, die Waffen nicht aus der Hand zu geben, sondern ihren Befreiungskampf fortzusetzen, um dieses Joch abzuwerfen.

Dieser Kampf wurde im allgemeinen von den kommunistischen Parteien geführt. Dort, wo diese Parteien es vermocht hatten, solide Verbindungen zu den Massen herzustellen, sie der Befreiungsziele ihres Kampfes bewusst zu machen, sie zum bewaffneten revolutionären Kampf zu mobilisieren und zu organisieren, brachte dieser Kampf positive Ergebnisse. Der historische Sieg der Völker Indochinas, vor allem des vietnamesischen Volkes, über die amerikanischen Imperialisten und ihre einheimischen Lakaien, die Grossgrundbesitzer und die Bourgeoisie, zeigte der ganzen Welt, dass der Imperialismus, sei es auch eine Supermacht wie die Vereinigten Staaten von Amerika, trotz seines ganzen grossen wirtschaftlichen und militärischen Potentials, trotz all der modernen Kriegsmittel, über die er verfügt und die er zur Unterdrückung der Befreiungsbewegungen einsetzt, nicht in der Lage ist, die Völker und Länder, ob gross oder klein, zu unterwerfen, wenn diese entschlossen sind, jedes Opfer zu bringen und bis zuletzt entsagungsvoll für ihre Freiheit und Unabhängigkeit zu kämpfen.

Bewaffnete Befreiungskämpfe wurden und werden weiter in vielen anderen Ländern Asiens geführt, so in Burma, Malaysia, auf den Philippinen, in Indonesien und anderswo. Diese Kämpfe hätten mit Sicherheit grössere Erfolge und Siege geerntet, wären sie nicht durch die Einmischung und die antimarxistischen und chauvinistischen Haltungen der chinesischen Führung behindert worden, die Spaltung und Verwirrung unter die Parteien, die Führerinnen dieser Kräfte, trugen.

Auf der einen Seite verkündeten die chinesischen Führer, sie unterstützten die Befreiungskämpfe in diesen Ländern, auf der anderen Seite aber unterstützten sie die reaktionären Regime, empfingen und verabschiedeten sie die Chefs dieser Regime mit tausend Ehrenbezeigungen und Lobpreisungen.

Sie haben immer die Strategie und Taktik der Unterordnung der Befreiungsbewegungen in den asiatischen Ländern unter ihre pragmatische Politik und ihre hegemonistischen Interessen verfolgt.

Sie haben immer Druck auf die revolutionären Kräfte und ihre Führungen ausgeübt, um ihnen diese Politik aufzuzwingen. In Wirklichkeit waren sie nicht um die Sache der Befreiung der Völker und der Revolution in den asiatischen Ländern besorgt, sondern um die Sache der Verwirklichung ihrer chauvinistischen Ziele. Sie haben diesen Völkern nicht geholfen, sondern sie nur behindert.

Die Frage der Revolution und des Befreiungskampfes in Asien stand noch nie mit solcher Wucht und in solch imperativer Weise zur Lösung an wie jetzt, und noch nie war es so kompliziert und schwierig, sie zu lösen.

Diese Kompliziertheit und diese Schwierigkeiten sind hauptsächlich auf die Ziele und Aktivitäten der amerikanischen Imperialisten sowie auf die antimarxistischen, volksfeindlichen, hegemonistischen und expansionistischen Ziele und Aktivitäten der sowjetischen und chinesischen Revisionisten und Sozialimperialisten zurückzuführen.

Die Vereinigten Staaten von Amerika beabsichtigen und versuchen mit allen Mitteln und Kräften, ihre strategischen, wirtschaftlichen und militärischen Positionen in Asien zu wahren und zu festigen, denn sie betrachten diese als lebenswichtig für ihre imperialistischen Interessen.

Die Sowjetunion beabsichtigt und versucht ebenfalls mit allen Mitteln und Kräften, die Positionen, die sie inzwischen in Asien besetzt hat, auszubauen.

China seinerseits ist offen mit dem Anspruch aufgetreten, zum Herrscher über die asiatischen Länder zu werden, schliesst zu diesem Zweck Bündnisse mit den Vereinigten Staaten von Amerika und vor allem mit Japan ab und stellt sich der Sowjetunion direkt entgegen.

Das Ziel, in Asien zu herrschen, hat auch Japan — das alte Ziel des japanischen Imperialismus.

Deshalb hat die Sowjetunion so grosse Angst vor dem chinesisch-japanischen Bündnis und bekämpft es mit so viel Kraft. Aber auch der amerikanische Imperialismus möchte nicht, dass dieses Bündnis sich auswächst und die Grenzen überschreitet, jenseits derer seine eigenen Interessen angetastet werden könnten, obwohl er die Unterzeichnung des Vertrags zwischen China und Japan ermutigte und sein «Plazet» dazu gab, in der Berechnung, dass dieser Vertrag der für die amerikanische Herrschaft schädlichen sowjetischen Expansion Zügel anlegen könnte.

Indien, ein grosses Land, hat ebenfalls Ambitionen, zu einer Grossmacht mit Atombomben und mit Gewicht in Asien zu werden, eine besondere Rolle zu spielen, vor allem durch die strategische Position, die es bei den sich kreuzenden expansionistischen Interessen der beiden imperialistischen Supermächte — der amerikanischen und der sowjetischen— im Indischen Ozean, im Persischen Golf und an seinen eigenen Nord- und Ostgrenzen einnimmt.

Sein Ziel, in den asiatischen Ländern zu herrschen, hat auch der englische Imperialismus nicht aufgegeben. Ebensolche Ziele verfolgen auch einige andere kapitalistisch-imperialistische Staaten.

Aus diesem Grund ist Asien heute zu einer der Zonen der schärfsten zwischenimperialistischen Rivalitäten geworden, und als Folge davon sind dort zahlreiche gefährliche Herde von Weltbränden entstanden, deren Zeche die Völker zu bezahlen haben werden.

Um die Revolutionen und den Befreiungskampf in den Ländern Asiens zu ersticken und ihren hegemonistischen und expansionistischen Plänen den Weg zu ebnen, betrieben und betreiben die sowjetischen und chinesischen Revisionisten in fieberhafter Konkurrenz miteinander eine äusserst schmutzige spalterische und zerstörerische Tätigkeit unter den kommunistischen Parteien und den revolutionären und freiheitsliebenden Kräften dieser Länder. Diese Tätigkeit war eine der Hauptursachen der Katastrophe, die die Kommunistische Partei Indonesiens erlitten hat, der Spaltung und der Zerschlagung der Kommunistischen Partei Indiens usw. Die sowjetischen und chinesischen Revisionisten predigen das Bündnis und die Einheit des Proletariats und der breiten Volksmassen mit der einheimischen reaktionären Bourgeoisie, wobei sich jeder von ihnen auf eigene Rechnung bemüht, die Freundschaft dieser herrschenden Bourgeoisie zu gewinnen.

Die ihren hegemonistischen und expansionistischen Positionen und Zielen entspringende Einmischung der sowjetischen und chinesischen Sozialimperialisten in den verschiedenen Ländern Asiens hat die Befreiungsbewegungen dieser Völker grossen Gefahren ausgesetzt und auch die Siege des Befreiungskampfes in Vietnam, Kambodscha und Laos in unmittelbare Gefahr gebracht.

Die von den marxistisch-leninistischen kommunistischen Parteien geführten revolutionären und freiheitsliebenden Kräfte der asiatischen Länder müssen nicht nur die Gefahr abwehren und beseitigen, die ihnen von der durch die imperialistischen Schutzherren bewaffneten einheimischen Reaktion droht, sondern auch die Gefahren, die von der spalterischen und Wühlarbeit sowie von den hegemonistischen und expansionistischen Plänen der sowjetischen und chinesischen Revisionisten ausgehen. Sie müssen sich auch von einer Reihe alter reaktionärer, religiöser, mystischer, buddhistischer, brahmanischer u. a. Ideen und Vorstellungen freimachen, die die Befreiungsbewegung bremsen. Auch dürfen sie nicht zulassen, dass «neue» reaktionäre Ideen und Vorstellungen Wurzeln fassen, etwa die chruschtschowschen oder maoistischen revisionistischen Ideen und andere nicht minder reaktionäre Theorien, die die Massen verwirren, täuschen, ihnen den kämpferischen Klassengeist nehmen und sie auf krumme Wege, in die Sackgasse führen.

Der Befreiungskampf, den die Völker Asiens vor sich haben, ist wirklich schwierig und stösst tatsächlich auf viele Hindernisse, doch einen leichten Befreiungskampf und eine leichte Revolution, ohne grosse Schwierigkeiten und Hindernisse, die überwunden werden müssen, ohne Blut und so viele Opfer, um den Endsieg zu erringen, gibt es nicht und wird es nie geben.

 

Die chinesische Führung hat die Aggression der Vereinigten Staaten von Amerika gegen Korea vergessen, sie hat ihren langen und barbarischen Krieg gegen Vietnam, Kambodscha und Laos vergessen.

Sie hat dies alles aus ihrem Gedächtnis gelöscht und kommt uns mit dem Schluss, der amerikanische Imperialismus sei zahm geworden! Sie vergisst, dass der amerikanische Imperialismus seine Fänge überall hin, auf die ganze Welt gelegt hat, dass er überall Militärstützpunkte geschaffen hat, die er ausbaut und verstärkt. Das haben Mao Tsetung und Tschou En-lai vergessen, das vergisst auch die chinesische revisionistische Führung, wenn sie uns sagt, der amerikanische Imperialismus sei schwach und zahm geworden, deshalb könne man ein Bündnis mit ihm eingehen! So zu handeln heisst, den Kampf gegen den Imperialismus im allgemeinen und gegen den amerikanischen Imperialismus im besonderen, ja sogar auch gegen den sowjetischen Sozialimperialismus, gegen den so sehr zu Kämpfen China für sich in Anspruch nimmt, einstellen zu wollen.


Über die Länder Asiens lässt sich sagen, dass China dort keinen erkennbaren und beständigen Einfluss besitzt.

China ist mit seinen Nachbarländern nicht durch aufrichtige und enge Freundschaft verbunden, geschweige denn mit anderen Ländern, die weiter entfernt sind. Chinas Politik ist nicht richtig und kann nicht richtig sein, solange sie nicht marxistisch-leninistisch ist. Auf der Grundlage einer solchen Politik kann China mit Vietnam, Korea, Kambodscha, Laos, Thailand usw. nicht aufrichtig befreundet sein. China gibt vor, es wolle Freundschaft mit diesen Ländern, tatsächlich aber existieren zwischen ihm und ihnen Gegensätze in politischen, territorialen und wirtschaftlichen Fragen.

Mit der Politik, die es verfolgt, ist China nun in offenen Konflikt mit Vietnam geraten. Zwischen diesen beiden Ländern ereignen sich schwere Grenzzwischenfälle. Die chinesischen Sozialimperialisten haben sich schwerwiegend in die inneren Angelegenheiten Vietnams eingemischt, im Sinne ihre expansionistischen Ziele schüren sie den Konflikt zwischen Kambodscha und Vietnam, usw. Wenn die chinesische Führung mit Vietnam, einem Land, das es bis gestern noch als Bruderland und engen Freund betrachtete, auf diese Weise umspringt, was mögen dann die Länder Asiens wohl von der chinesischen Politik denken? Können sie wohl Vertrauen in sie setzen?

 

 

 

 


 


 

 

1. Vietnam

1965

Man muss die doppelzüngige Haltung der Chruschtschow-Revisionisten zu dem Kampfe des

Vietnamesischen Volkes

bis zum Schluss entlarven

Tirana, 1965

 

 

1966

 

5. Parteitag der PAA

1. November 1966

Zum Epizentrum der heutigen internationalen Situation ist der Krieg in Vietnam geworden. In Vietnam hat der amerikanische Imperialismus sich die offenste, arroganteste und gefährlichste Herausforderung gegenüber der Sache der Völkerfreiheit und des Weltfriedens geleistet. Er führt dort einen blutigen, barbarischen Klrieg, benützt dort nahezu alle möglichen Waffen und Mittel, und begeht ungeheuerliche Verbrechen, die selbst jene der Hitlerfaschisten übertreffen. Doch was ist das Resultat ? Niederlage nach Niederlage. (langanhaltender Beifall) !

Der amerikanische Imperialismus bemüht sich in dieser Situation gleich einem durch die schweren Schläge, die ihm der Widerstand und der legendäre Kampf des vietnamesischen Volkes im Süden und Norden tagtäglich versetzte und versetzt, toll gewordenen Tier, einerseits seine aussichtslose Aggression noch auszudehnen, und andererseits mit dem Betrug so genannter „friedlicher Verhandlungen“ das zu erreichen, was er auf dem Schlachtfeld nicht erreichen kann.

Das Vietnamesische Volk führt einen Krieg auf Leben und Tod gegen den gemeinsamen Feind der Völker der ganzen Welt. Vietnam ist heute die Hauptfront des Kampfes gegen den amerikanischen Imperialismus. Die Haltung gegenüber diesem Krieg ist zum Prüfstein geworden, für die politischen Kräfte und Parteien. Die Frage ist: Entweder mit dem vietnamesischen Volk und seiner gerechten Sache und daher mit allen Kräften gegen die amerikanischen Aggressoren – oder mit den amerikanischen Imperialisten und daher gegen das vietnamesische Volk, und seinen gerechten Kampf. Einen Mittelweg gibt es nicht (Beifall). Man kann nicht zu gleicher Zeit sowohl Freund und Verbündeter des vietnamesischen Volkes, als auch Freund und Verbündeter seiner amerikanischen Mörder sein.

Wie aber ist die Haltung der sowjetischen Führer in dieser Kardinalfrage ? Diese Verräter spielen auf dem Rücken des vietnamesischen Volkes ein doppeltes Spiel: In Worten erklären sie sich gegen die amerikanische Aggression in Vietnam und machen großen Lärm bezüglich einiger „Unterstützungen“, die sie Vietnam geben, während sie andererseits den imperialistischen Aggressoren freie Hand gelassen haben, ununterbrochen Feuer und Eisen über das vietnamesische Volk zu speien und ihre unprovozierte Aggression zu verbreitern. Sie schreien sich die Kehle heiser, dass sie auf der Seite des vietnamesischen Volkes stünden und seinen gerechten Kampf unterstützen, doch in der Praxis bieten sie alle Kräfte auf, um dem vietnamesischen Volk Johnsons Schwindelparolen von „friedlichen Verhandlungen“ aufzuzwingen und so die amerikanischen Aggressoren vor ihrer unvermeidlichen Niederlage zu bewahren. Mit Worten posaunen sie ihre Solidarität mit Vietnam aus und stellen sich in anti-imperialistische Positur, während sie jedoch nicht nur keinen einzigen Schritt unternommen haben, um zumindest die Beziehungen zu den Henkern des vietnamesischen Volkes abzubrechen, sondern im Gegenteil diese Beziehungen tagtäglich ausbauen und stärken und zum Hauptanliegen ihrer Außenpolitik erhoben haben.

Um ihren Verrat zu bemänteln, sprechen die chruschtschowschen Revisionisten viel von der Notwendigkeit, zu einer so genannten Einheit in der Vietnamfrage zu gelangen. Doch von welcher Einheit in der Vietnamfrage kann denn zwischen Marxisten-Leninisten und Revisionisten die Rede sein, wenn die sowjetische Führung mit den amerikanischen Imperialisten gemeinsame anti-vietnamesische und anti-revolutionäre Aktionen unternimmt ? Was verstehen denn die Revisionisten und jene, die ihnen ihre demagogischen Phrasen nachbeten, unter „Aktionseinheit“ in der Vietnamfrage ? Doch wohl nicht, dass auch wir Marxisten-Leninisten und unsere sozialistischen Länder unsere Aktionen mit denen der amerikanischen Imperialisten koordinieren und dass wir uns, nach dem Beispiel der Chruschtschow-Revisionisten, in Mitarbeiter der Imperialisten gegen das vietnamesische Volk verwandeln ? Nein, das wird nie geschehen ! (Langandauernder Beifall, Ovationen).

Wir sind vollkommen davon überzeugt, dass weder die bewaffnete Aggression, noch die revisionistische Demagogie oder der imperialistische „Ölzweig“ das vietnamesische Brudervolk jemals wird niederringen und irreführen können. Es ist gering an Zahl, doch groß und unbezwingbar im Kampf. Es ist ein Heldenvolk, das für eine gerechte Sache kämpft, für die Befreiung des Südens, für die Verteidigung des Nordens, für die Wiedervereinigung des Vaterlandes (langandauernder Beifall). Das vietnamesische Volk hat bereits sein Wort gesprochen. Es wird 5, 10, 20 Jahre und, wenn nötig, noch länger kämpfen, bis auch der letzte amerikanische Aggressor aus Vietnam vertrieben ist. Die Regierung der Demokratischen Republik Vietnam und die Südvietnamesische Nationale Befreiungsfront haben mit Entrüstung das Betrugsmanöver der amerikanischen Imperialisten und ihrer Lakaien über „friedliche Verhandlungen“ zurückgewiesen. Sie halten die Fahne des Volkskrieges hoch und werden sie vorwärts führen bis zum endgültigen Sieg.

Der heroische Kampf des vietnamesischen Volkes dient den Völkern und dem internationalen Proletariat als großes begeisterndes Beispiel, wie dem Imperialismus Widerstand geleistet, wie gegen ihn gekämpft werden muss und wie er geschlagen werden kann. Die großen Niederlagen, welche die Vereinigten Staaten von Amerika erleiden, der unabwendbare Zusammenbruch ihres vietnamesischen Kriegsabenteuers haben eine ungeheure Bedeutung und unübersehbare Auswirkung für den Kampf der Völker gegen den Imperialismus und für die internationale Situation. Sie beschleunigen die politische und militärische Diskreditierung der USA, prangern wirksam den Verrat der sowjetischen Revisionisten an, ermutigen die Völker zum Kampf und beschleunigen so den Sieg der Revolution. Daher ist die Solidarität mit dem vietnamesischen Brudervolk, die rückhaltlose Unterstützung seines heroischen Kampfes, eine außer aller Diskussion stehende Pflicht aller Revolutionäre, aller fortschrittlichen und freiheitsliebenden Völker und Kräfte der Welt, die in den Kampfreihen der großen anti-imperialistischen Front stehen.

Die Partei der Arbeit Albanins, das albanische Volk und seine Regierung stehen entschieden auf Seiten des vietnamesischen Brudervolkes gegen die barbarischen amerikanischen Aggressoren und unterstützen es mit allen ihren Kräften. Den Kampf des vietnamesischen Brudervolkes betrachten wir auch als unseren Kampf und werden Schulter an Schulter mit ihm stehen bis zu einem vollen Sieg über die amerikanischen Imperialisten. Von der Tribüne dieses unseres 5. Parteitags erklären wir noch einmal, dass wir mit allen unseren Kräften die vier Forderungen der Regierung der Demokratischen Republik Vietnam unterstützen, ebenso wie die Fünf-Punkte-Erklärung der Südvietnamesischen Nationalen Befreiungsfront und den Aufruf des Präsidenten Ho Tschi Minh vom 17. Juli. Wir unterstützen sie als den einzigen rechten Weg zur Lösung der Vietnamfrage gemäß dem Recht und den berechtigten Forderungen des vietnamesischen Volks. Die amerikanischen Imperialisten werden unbedingt Schiffbruch erleiden, das vietnamesische Volk wird unbedingt siegen (stürmischer Beifall).


Das Zentralkomitee teilt dem Parteitag mit, dass das Zentralkomitee der Südvietnamesischen Nationalen Befreiungsfront im Einvernehmen mit der Regierung der Volksrepublik Albanien in Tirana eine Ständige Mission errichten wird. Unsere Partei und Regierung begrüßen dieses bedeutsame Ereignis als einen Beitrag zur weiteren Stärkung der Freundschaft und Kampfsolidarität zwischen dem albanischen und dem heroischen vietnamesischen Volk (stürmischer Beifall, Ovationen).

 

 

1968

Betrachtungen über China Band I

Sonntag, 2. Juni 1968

 

Die vorgerückte chinesische Stellung zum Krieg in Vietnam

 

Eine richtige Position gegen die Amerikaner und entlarvend für die Sowjetrevisionisten. In einem Artikel von "Renmin Ribao" erklären die Chinesen den Amerikanern:

"... ihr braucht euch weder zu wundern und Lärm zu machen, weil Nordvietnam seinen Brüdern im Süden hilft, noch braucht ihr euch zu wundern und Lärm zu machen, dass die Chinesen ihren vietnamesischen Brüdern helfen. Auch jene formale Grenze, die es gab, existiert nicht mehr, ihr habt den 17. Breitengrad verletzt und kämpft gegen alle Vietnamesen. Ihr seid über den Ozean gekommen und kämpft gegen uns, und wir Chinesen sollen nicht das Recht haben, unsere Brüder, unsere Länder, unsere Freiheit und Unabhängigkeit zu verteidigen ? Wir, die Chinesen und die Vietnamesen, sind vereint, wir werden bis zuletzt kämpfen und euch besiegen."

 

Das ist in wenigen Worten die chinesische Haltung, eine Haltung mit schweren Konsequenzen für die amerikanischen Aggressoren und die revisionistischen Verräter.

Die Vereinigten Staaten von Amerika haben nun zu wählen:

entweder den Krieg fortsetzen, sich noch tiefer darin verstricken und ins Grab stürzen, oder "den Schwanz einziehen" wie Frankreich und aus Vietnam verschwinden. Die amerikanische Erpressung zieht nicht mehr. Die Initiative liegt nun nicht mehr in der Hand der Amerikaner. Keine Demagogie ihrerseits verfängt mehr, auch bei ihren Freunden nicht. Raubkrieg bleibt Raubkrieg. Er wird sich in einen zweiten Koreakrieg verwandeln, mit dem Unterschied, dass viele Verbündete, die den Vereinigten Staaten von Amerika in Korea halfen, in Vietnam nicht präsent sein werden. Das Ende der Amerikaner wird früher kommen.

Die Sowjetrevisionisten sind nun in schwerer Verlegenheit, sie stehen vor der spektakulären Entlarvung. Diese chinesische Haltung, wenn sie nicht schwankend wird, verbaut ihnen den Weg verräterischer Geheimverträge, zertrümmert die Demagogie, entlarvt ihre Posen als "Retter" Vietnams und macht die Ziele "friedlicher Übereinkünfte", d.h. die wahren Kapitulantenziele zunichte.

Ganz Vietnam, ganz Indochina muss Feuer fangen, und die Amerikaner müssen so schnell wie möglich ins Meer geworfen werden. Das ist der einzige Weg der Rettung:

der möglichst harte Kampf bis zum Schluss, um zu verhindern, dass die Vereinigten Staaten von Amerika ihre schwachen Positionen in Vietnam festigen, um dafür zu sorgen, dass die Vereinigten Staaten von Amerika es nicht wagen, lokale Kriege anderswo auszuweiten, dass die Vereinigten Staaten von Amerika so bald wie möglich eine kolossale militärische und politische Ohrfeige zu kassieren haben.

 

 

1971

 

Betrachtungen über China Band I

Durres, Samstag, 24. Juli 1971

Nixons Empfang in China ist ein großer opportunistischer Fehler

 

Der Wunsch dieses faschistischen Präsidenten, nach China zu kommen war der Wunsch eines Aggressors, eines Völkermörders, eines Feindes des Kommunismus, des Sozialismus...

Wir von unserer Seite aus hatten deshalb weder damals noch heute im Sinn, "diese Wünsche" dieses Schlächters zu erkunden, deren Ziel es war, die Volksrepublik China zu diskreditieren, sie von ihren Freunden abzuspalten und sich selbst mit dem Ölzweig zu schmücken, zu einer Zeit, da über Vietnam und anderswo schreckliche mengen von Bomben abgeworfen wurden.

Wir glauben nicht, dass die Vereinigten Staaten von Amerika die Truppen abziehen und die Militärstützpunkte auflösen werden, die sie auf der Welt haben, wenn sie nicht im Kampf dazu gezwungen werden.

Die Gespräche über den Krieg in Vietnam sind nur in Ordnung, wenn sie nach einer Konsultation mit den Vietnamesen und auf richtigen und prinzipienfesten Grundlagen erfolgt sind. Wir haben unsere Linie zum Krieg in Vietnam festgelegt und definieren sie ihnen erneut.

 

 

Betrachtungen über China Band I

China, Vietnam, Korea und Nixons Perking-Reise

 

(PDF - DATEI)

Durres, Mittwoch, 28. Juli 1971

 

 

 

1971 - 1972

 

Betrachtungen über China Band I

Montag, 22. November 1971

China, Vietnam und die Geheimverhandlungen mit den Vereinigten Staaten von Amerika

 

Dienstag, 28. Dezember 1971

Massive amerikanische Bombenangriffe auf Nordvietnam

 

Samstag, 22. April 1972

Die vietnamesische Offensive und China

 

Sonntag, 25. Juni 1972

Podgorny in Hanoi und Kissinger in Peking

 

alle 4 Texte zusammen in einer PDF-DATEI

 

 

Betrachtungen über China Band I

Montag, 29. Mai 1972

Die sowjetisch-amerikanischen Verhandlungen in Moskau und Chinas Haltung

 

Was gewannen China und der Sozialismus mit der Abschwächung des revolutionären Kampfes durch die Chinesen ? Nichts ! Meiner Meinung nach verloren China und die Revolution. In Vietnam rief China eine Abkühlung hervor und drängte die Vietnamesen in eine Position, in der diese ihm unverblümt sagen müssen, er solle mit Nixon nicht über die Vietnamfrage verhandeln. Die Vietnamesen ihrerseits begannen die Offensive und setzen sie auch jetzt, da Nixon seine Geschäfte in Moskau beendet hat, erfolgreich fort. Was heißt das ? Das heißt ganz klar, dass es zwei Wege gibt: einerseits den revolutionären Weg und andererseits den Weg der "chruschtschowschen friedlichen Koexistenz". Dieser letztere Weg ist das sozialistische China nicht würdig."

 

 

Betrachtungen über China Band I

Vlora, Sonntag, 17. Dezember 1972

Beim Lesen des Protokolls eines Gesprächs mit Tschou En-lai

Über die Politik, die China gegenüber den vereinigten Staaten von Amerika verfolgt, sagte Tschou En-lai fast gar nichts; möglich, dass er diese Frage im Wissen um unseren Standpunkt absichtlich mit Schweigen überging, oder dass er nicht wollte, dass die "Beziehungen zur Vorbereitung der Annäherung", denen sie nach den "Friedensschluss in Vietnam" freien Lauf geben können, herauskommen. Ich meine, dass es diese beiden Gründe waren, die Tschou En-lai veranlassten, nicht über diesen Punkt zu sprechen.

In dieser Meinung bestärkt mich auch Tschou En-lais Standpunkt im Zusammenhang mit der Perspektive des Kriegs in Vietnam. Er sagte, die Sowjetunion helfe Vietnam wenig. Das ist wahr, doch Vietnam wenig zu helfen heißt, seine Verteidigung zu schwächen. Tschou En-lai war der Meinung, die Sowjetunion wünsche, dass der Krieg in Vietnam weiter geht. Hier gibt es einen Widerspruch, und zwar folgenden:

"einerseits den Vietnamesen nicht helfen, und andererseits wollen, dass der krieg weiter geht."

Die Sowjets mögen wollen, dass der krieg in Vietnam weiter geht, damit die Vereinigten Staaten von Amerika durch diesen Krieg gebunden bleiben, damit China daran gehindert wird, "die Freundschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika" zu festigen, damit es auch weiterhin keine diplomatischen Beziehungen mit diesen hat, damit die Frage Taiwans und des "Verweilens" der 7. amerikanischen Flotte in den chinesischen Gewässern nicht "gelöst" wird.

 

 

 

 

 

1973

Betrachtungen über China Band II

Montag 15. Januar 1973

 

Tschou En-lai und die chinesische Führung geben an, an beiden Flanken zu kämpfen: sowohl gegen den amerikanischen Imperialismus auch gegen den sowjetischen Sozialimperialismus. Den Kampf gegen die Vereinigten Staaten von Amerika haben sie allerdings gedrosselt. Und das gerade zu einer Zeit, da diese einen barbarischen Krieg gegen Vietnam führen und ihren Aggressionskrieg anderswo fortsetzen. Gerade zu dieser Zeit behauptet Tschou En-lai: «In den Vereinigten Staaten von Amerika steht die Revolution vor der Tür.» Dem amerikanischen Imperialismus in diesen Krisenmomenten die Hand zu reichen, wie das China tat und tut, ist nicht nur nicht richtig, sondern heisst darüber hinaus, ihm Hilfestellung zu sten. Lässt sich so etwa Tschous These beweisen, dass «all das geschieht, um zum Nutzen des Sozialismus die Widersprüche zwischen den beiden Supermächten zu vertiefen»? Haben Vietnam oder Nahe Osten irgend etwas dabei gewonnen? Wurden die Verbindungen der amerikanischen Imperialisten und der sowjetischen Soldimperialisten durch Chinas Eingehen auf den Nixon-Besuch geschwächt? Nichts davon hat sich bestätigt. Anscheinend ist die chinesische Politik für die Schaffung geschlossener Blöcke, die natürlich in Rivalität miteinander stehen und durch grosse Widersprüche zerfressen werden.


Vor einigen Monaten erklärte Dji Peng-fe, der chinesische Außenminister, annähernd folgendes: «China, Korea, Vietnam, Kambodscha, Laos und die anderen Länder Indochinas sind eine grosse Familie...» usw. Dabei fällt natürlich nicht das Wort «Block», «Lager», «sozialistische Länder», vielmehr riecht es nach «gelber Familie», «asiatischer Gruppierung», riecht es nicht gerade nach Marxismus-Leninismus. Heute rufen sie also zum «Vereinten Europa», zur «grossen Familie», zur «dritten Welt» auf, morgen mögen sie zur Integration der Länder Lateinamerikas oder «der schwarzafrikanischen Völker» aufrufen. Das ist die Tendenz, die sich in der chinesischen Politik bemerkbar macht, und diese Tendenz ist nicht marxistisch-leninistisch, nicht revolutionär. Das bedeutet, die Aufmerksamkeit der Völker vom wahrhaft revolutionären Kampf abzulenken.

 

 

 

1974

 

Unsere Politik ist eine offene Politik, die Politik der proletarischen Prinzipien

Rede vor der Wählerversammlung des Wahlbezirks 209 in Tirana am 3. Oktober 1974

Eine enge brüderliche Freundschaft verbindet unser Volk mit dem heroischen Volk Vietnams. Unser Land unterstützt nach wie vor entschlossen den gerechten Kampf des vietnamesischen Volkes für die Befreiung Südvietnams, für die Verteidigung der Demokratischen Republik Vietnam und für die Wiedervereinigung des Vaterlandes. Die Partei, die Regierung und das ganze albanische Volk verurteilen nachdrücklich die aggressive Politik der Vereinigten Staaten von Amerika in Vietnam, die ihr militärisches Engagement fortsetzen, die Saigoner Verwaltung dazu ermuntern, das Pariser Abkommen mit Füßen zu treten und sie zu schweren Provokationen gegen das vietnamesische Volk aufaufhetzen. Wir bekunden das unerschütterliche Vertrauen, dass das Brudervolk Vietnams durch seinen entschlossenen Kampf all seine nationalen Bestrebungen verwirklichen und dass seine gerechte Sache vollkommen triumphieren wird.

 

 

1975

Betrachtungen über China Band II

Donnerstag. 21. August 1975

 

Die Vietnamesen und die Chinesen sprechen hinter vorgehaltener Hand nicht gut voneinander. Die Vietnamesen sagen, die Chinesen mischten sich in ihre inneren Angelegenheiten ein. Wie weit das stimmt, wissen wir àicht, aber China hat ein Interesse daran, dass Vietnam nicht zu einern Stützpunkt der Sowjetunion wird: Im Falle eines Angriffs der Sowjetrevisionisteñ stellt Vietnam eine grosse Géfahr für China dar.

 

* * *

 

So windet sich China zwischen den tückischen und feindseligen Japanern, dem größenwahnsinnigen, schwankenden und revisionistischen Kim Ir Sen, den prosowjetischen Vietnamesen und dem feindlichen Indien! Bei dieser Politik ohne marxistisch-leninistisches Rückgrat kann nichts Gesundes herauskommen.

 

 

 

Betrachtungen über China Band II

MITTWOCH, 19. NOVEMBER 1975


CHINA UND VIETNAM SIND WEGEN GRENZFRAGEN

AUFEINANDER BÖSE


China ist auf die Vietnamesen unter anderem wegen der Frage einiger Inseln böse, die «Nordvietnam besetzt hat». China behauptet, sie gehörten ihm und müssten ihm zurückgegeben werden, kurzum, es kramt alte «Grundbuchauszüge» hervor, setzt Geographen und Historiker in Bewegung, um seine Thesen zu untermauern. Vietnam schweigt, bleibt auf den Inseln, heisst es doch, dort gebe es Erdöl, und luchst China Kredite ab. Dieses wiederum erklärt uns: «Ich kann euch nicht so hohe Kredite geben, wie ihr es wünscht, denn ich helfe Vietnam.»

 

 

 

1976

 

Bericht an den 7. Parteitag der PAA

(1. November 1976)

 

Inhalt und Intensität der Befreiungsbewegung der Völker erreichen täglich eine neues, höheres Niveau. Der welthistorische Sieg der Völker Vietnams, Kambodschas und Laos, der nicht nur ein Sieg über den amerikanischen Imperialismus, sondern auch über die Komplotte, Intrigen und Einmischungen des sowjetischen Sozialimperialismus war, bewies, dass die Supermächte trotz ihrer großen Kraft und ihres großen Reichtums, trotz des modernen Kriegsgeräts, über das sie verfügen, nicht imstande sind, die Völker und Länder zu unterdrücken – seien sie auch klein -, wenn diese entschlossen sind, bis zuletzt zu kämpfen und keine Opfer zu scheuen. Dieser Sieg bestätigte die These, dass Freiheit und Unabhängigkeit mit dem Gewehr, im Kampf errungen und verteidigt werden und dass die Strategie des nationalen Volksbefreiungskrieges eine siegreiche Strategie ist.

 

Asien, Afrika und Lateinamerika bilden heute eine breite Kampffront gegen den amerikanischen Imperialismus, den sowjetischen Sozialimperialismus und die anderen imperialistischen Mächte. Die Völker dieser Kontinente unternehmen große und allseitige Anstrengungen, um die politische Unabhängigkeit zu festigen, um sich von der kolonialen und neo-kolonialen Herrschaft zu lösen. Wir alle sind heute Zeugen, wie die afrikanischen Völker sich nachdrücklich um ihre allgemeine Emanzipation bemühen, nachdem sie die Jahrhunderte lange Knechtschaft abgeschüttelt haben. Dass einige Länder, die bis vor Kurzem unter portugiesischer Kolonialherrschaft standen, zur Unabhängigkeit gelangt sind, hat den Kampf gegen den Rassismus und die Rassendiskriminierung in Rhodesien und Südafrika noch mehr angefacht.

Auch der Kampf der fortschrittlichen und demokratischen Kräfte gegen Faschismus und Reaktion nimmt zu und erweitert sich. Der Sturz der Diktaturen in einigen Ländern, der Kampf der Patrioten in Brasilien und Bolivien, in Thailand und Malaysia, der Widerstand der Völker Chiles, Argentiniens und Indonesiens gegen die faschistischen Regime versetzten den Kräften der Reaktion und ihren imperialistischen Oberherren schwere Schläge. Die Völker des indischen Ozeans, Südostasiens und der Küstenländer Afrikas kämpfen beharrlich dafür, dass die Stützpunkte der Supermächte aufgelöst und ihre Kriegsflotten abgezogen werden. Überall erwachen die Völker und werden sich immer mehr der Gefahr bewusst, die ihrem Leben durch Aggressions-, Expansions – und Hegemoniepolitik des amerikanischen Imperialismus und des sowjetischen Sozialimperialismus droht.


Sollten die sowjetischen Sozialimperialisten sich in irgendein Abenteuer gegen unser Land stürzen, werden sie eine nicht wieder gut zu machende Niederlage erleiden.

Dasselbe sagen wir auch im Zusammenhang mit dem amerikanischen Imperialismus. Sollte er sich erdreisten, eine solche Aggression zu unternehmen, wird er nicht lebendig davonkommen. Die Lehren der Niederlagen in Vietnam und Kambodscha sind sehr frisch.


 


 

 

1977

 

 

Zeri i Popullit

14. August 1977

Das vietnamesische Brudervolk, das einen heldenhaften Krieg führt, verdient jede Unterstützung. Gegen die Kämpfer Südvietnams setzt der US-Imperialismus auch Giftgas ein, und über Nordvietnam wirft er systematisch Tod bringendende Bomben.

Es ist die heilige Aufgabe aller Völker und Revolutionäre, die gerechte Sache des vietnamesischen Brudervolkes zu verteidigen und dieses mit allen Mitteln zu unterstützen, damit es den Sieg davon trägt.

(aus Enver Hoxhas gespräch mit Tschou En-lai im März 1965 in Tirana)

 

 

 

Betrachtungen über China Band II

DONNERSTAG, 8. DEZEMBER 1977


EIN DÜSTERES CHINESISCHES PANORAMA

Sowohl die Völker als auch die reaktionären Führer, durch die sie in Knechtschaft gehalten werden, durchschauen, in welcher Absicht China die Sowjetunion angreift. Sie erkennen, dass China diese Politik betreibt und ein antisowjetisches Steckenpferd reitet, weil es bestrebt ist, sich in der sogenannten dritten Welt strategische Positionen und Märkte zu verschaffen.

Dasselbe gilt für Vietnam. Kürzlich kam Le Duan nach China, und wie die Meldungen besagen, gelangten die beiden Seiten dabei nicht zu einer Festigung ihrer Freundschaft, weil China Anspruch auf vietnamesische Gebiete erhebt. Es will dem verbrannten und zerstörten Vietnam keine Kredite geben und ist dazu auch nicht in der Lage. Darüber hinaus möchte es auch nicht, dass Vietnam Kredite vom sowjetischen Sozialimperialismus nimmt. China möchte, dass Vietnam ein Vasall der Vereinigten Staaten von Amerika wird, würde sich freuen, wenn es so käme.

 

 

Betrachtungen über China Band II

SONNTAG, 18. DEZEMBER 1977


DIE ZUSAMMENHANGLOSIGKEIT DER CHINESISCHEN

AUSSENPOLITIK

Chinas Politik in seinen Beziehungen zu den anderen Ländern drehte sich also um die Achse China-Vereinigte Staaten von Amerika. Vergessen war Taiwan, vergessen waren Hongkong und Macao, vergessen war auch Vietnam, das sich im Kampf befand. Und gerade, als Vietnam brutal bombardiert wurde, fanden auch die abschließenden Gespräche zwischen Mao und Tschou En-lai auf der einen und Kissinger und Nixon auf der anderen Seite statt. Mao schlug also diesen antimarxistischen, probimperialistischen Weg ein, als Vietnam gerade unter den Bomben von Nixons B-52-Flugzeugen verbrannte, eben des Nixon, der nach Peking reiste, dort von Mao Tsetung und Tschou En-lai begrüßt wurde und mit ihnen vertraute Gespräche führte.

 

 

 


 

 

2. Kambodscha

 

1972

 

 

Betrachtungen über China Band I

Sonntag, 25. Juni 1972

Podgorny in Hanoi und Kissinger in Peking

Gestern abend gaben wir ein Abendessen zu Ehren Sihanouks. Er sprach sehr gut über Albanien und legte auch sehr gut seine kämpferische politische Haltung gegenüber den amerikanischen Aggressoren dar. Beim Essen setzten wir das politische Gespräch über aktuelle internationale Probleme, über China, Vietnam und Laos fort. Wir unterhielten uns außerdem über die Kunst und Kultur in Kambodscha und Albanien. Sihanouk gefielen die albanischen Lieder und Tänze, die unsere Künstler bei diesem Abendessen darboten.

 

 

1974

 

Unsere Politik ist eine offene Politik, die Politik der proletarischen Prinzipien

Rede vor der Wählerversammlung des Wahlbezirks 209 in Tirana am 3. Oktober 1974

Wir begrüßen die historischen Siege des tapferen kambodschanischen Volkes unter Führung der Nationalen Einheitsfront, mit Samdech Norodom Sihanouk an der Spitze, im Kampf gegen die aggressiven US-Imperialisten und das Marionettenregime Lon Nols. Die Königliche Regierung der Nationalen Union Kambodschas ist die einzig rechtmäßige Regierung des kambodschanischen Volkes. Sie besitzt alle notwendigen Eigenschaften und hat das volle Recht, Kambodscha auf der internationalen Arena zu vertreten. Wir sind überzeugt, dass der endgültige Sieg des kambodschanischen Volkes über die ausländischen Aggressoren und die Phnim Penher Verräter unausbleiblich ist."

 

 

1975

 

 

Albanien und die PAA grüßen Kambodscha

Grußadresse veröffentlicht in: "Roter Morgen" 1975, Nr. 17 / vom 26 April


Der Genosse Enver Hoxha, erster Sekretär des Zentralkomitees der Partei der Arbeit Albaniens übermittelte seiner Exzellenz Samdech Norodom Sihanuk, Staatsoberhaupt und Vorsitzender der Nationalen Einheitsfront Kambodschas und seiner Exzellenz Samdech Penn Nouth, Vorsitzender der Königlichen Regierung der Nationalen Union Kamboschas, folgendes Grußtelegramm:


Das albanische Volk vernahm mit großer Freude und Begeisterung die Nachricht über die Befreiung der Hauptstadt Ihres Vaterlandes Phnom Penh durch die ruhmreichen nazionalen Volksbefreiungs-Streitkräfte Kambodschas. Es ist für uns eine besondere Freude, aus Anlass dieses großen historischen Sieges im Namen des albanischen Volkes, des Präsidiums der Volksversammlung des Ministerrats der Volksrepublik Albanien und in meinem eigenen Namen Ihnen, der Nationalen Einheitsfront Kambodschas, der Königlichen Regierung der Nationalen Union Kambodschas, dem kambodschanischen Brudervolk und den heroischen Kämpfern der Volksbefreiungs-Streitkräfte Kambodschas die wärmsten Glückwünsche und herzlichsten Grüße zu übermitteln.


Mit der Befreiung Phnom Penhs haben das kambodschanische Volk und seine Streitkräfte den endgültigen Sieg errungen. Sie haben damit den bewaffneten Kampf, den sie 5 Jahre lang gegen die amerikanischen, imperialistischen Aggressoren und ihre Marionetten, die gekaufte Lon Nol-Clique, geführt haben, mit dem vollen Triumph gekrönt. In diesem gerechten Kampf für die Freiheit und nationale Rettung hat das tapfere und unbeugsame kambodschanische Volk unter der klugen und mutigen Führung der Nationalen Einheitsfront und der Königlichen Regierung der Nationalen Union Kambodschas seltenen Heldenmut an den Tag gelegt, sein Blut vergossen und unzählige Opfer gebracht, alle Hindernisse und Schwierigkeiten überwunden, die Komplotte und Intrigen der Feinde zerschmettert und ist dabei stets vorwärts geschritten bis zur totalen Befreiung seines geliebten und Leid geprüften Vaterlandes. Mit seinem heroischen Kampf hat das kambodschanische Volk dem amerikanischen Imperialismus fortwährende und nicht wieder gut zu machende Schläge versetzt und ihm eine der schwersten Niederlagen zugefügt. Auf dem Schlachtfeld in Kambodscha, wie bereits auf dem Schlachtfeld im heroischen Vietnam, wurde endgültig der Nimbus der Unbesiegbarkeit der aggressiven Militärmaschine des amerikanischen Imperialismus zunichte gemacht.


Der Sieg des kambodschanischen Volkes auf dem Schlachtfeld bewies deutlich, dass es keine stärkere Kraft, keine stärkere Armee, als das bewaffnete Volk gibt und keine stärkere Waffe als den Volkskrieg, in dessen Feuer jeder Aggressor vernichtet und zerschmettert wird.

Der legendäre Kampf des kambodschanischen Volkes zeigte, dass ein Volk unbesiegbar ist, wenn es auch klein, aber fest entschlossen ist, mit der Waffe in der Hand bis zum Schluss für die Verteidigung seiner gerechten Sache zu kämpfen.

In seinem langwierigen Kampf hat das heroische kambodschanische Volk einen wertvollen Beitrag zur Sache der für ihre Freiheit und Unabhängigkeit, gegen Imperialismus, Sozialimperialismus und alle reaktionären Kräfte kämpfenden Völker aller Welt geleistet. Im Kampf für die Verwirklichung des hohen nationalen Ideals hatte und hat das kambodschanische Volk die ständige Solidarität und Unterstützung der Brudervölker Indochinas und aller Freiheit leibenden Völker der Welt. Es hat stets die machtvolle Unterstützung und vorbehaltlose brüderliche Hilfe des 800 Millionen starken chinesischen Volkes, Mao Tsetung, Volkschina gehabt, des treuen Freundes und entschlossenen verteidigers der gerechten Sache der Völker Kambodschas, Vietnams und aller Welt [Anmerkung der Komintern (SH): bis 1977 unterhielt Albanien freundschaftliche Beziehungen zu China, bis China dann den schändlichen Bruch mit Albanien vollzog].

Das albanische Volk, von seiner Partei der Arbeit erzogen, stand stets mit seinem Herzen an der Seite des kambodschanischen Brudervolkes, es hat den siegreichen Verlauf seines Kampfes mit Aufmerksamkeit und besonderem Interesse verfolgt und die gerechte Sache des kambodschanischen Volkes stets mit nachdruck unterstützt. Es glaubte stets fest daran, dass der bewaffnete Kampf des kambodschanischen Brudervolkes gegen die amerikanischen Aggressoren und seine Lakaien bestimmt vom vollstängigen Sieg gekrönt wird. Die Befreiung Phnom Penhs und Ihres ganzen Vaterlandes betrachten wir als unseren eigenen Sieg und das albanische Volk feiert mit großer Freude.

In diesen bedeutenden historischen Tagen, die eine neue Epoche für das kambodschanische Volk einleiten, begrüßen wir Sie noch einmal zu diesem großen Sieg und übermitteln dem heroischen kambodschanischen Volk, den tapferen Kämpfern der Nationalen Volksbefreiungs-Streitkräfte, der Nationalen Einheitsfront, der Königlichen Regierung und der Nationalen Union Kambodschas die wärmsten Glückwünsche für weitere Erfolge bei der Konsolidierung der erzielten Siege, beim Wiederaufbau des Landes, für Fortschritt, Gedeihen und Prosperität Ihres Vaterlandes.


Es lebe und festige sich die Freundschaft, Zusammenarbeit und kämpferische Solidarität zwischen unseren beiden Brudervölkern und Bruderländern !

 

 

1977

Betrachtungen über China Band II

DONNERSTAG, 8. DEZEMBER 1977


EIN DÜSTERES CHINESISCHES PANORAMA

China gibt sich den Anschein, als unterhalte es gute Beziehungen zu Kambodscha. Natürlich ist Kambodscha ein sehr armer Staat, kaum aus dem Krieg hervorgegangen, es hat noch keine klar herauskristallisierte Politik. Unter diesen Umständen, auch wegen der schwierigen Situation zwischen Kambodscha und Thailand sowie zwischen Kambodscha und Vietnam, für die territoriale Konflikte verantwortlich sind, scheint es mit China auf gutem Fuss zu stehen.

 

 

 

 

 

1981

 

Bericht an den 8. Parteitag der PAA

1. November 1981

 

Unser Land haz auch mit einer Reihe asiatischer Länder gute Beziehungen. Mit der Sozialistischen Republik Vietnam, mit Laos und mit der Demokratischen Volksrepublik Korea entwickeln sich usnere Beziehungen auf freundschaftlichem Weg; wir bringen unseren Wunsch zum Ausdruck, dass sie sich in Zukunft weiter festigen werden.

Was Kambodscha betrifft, so haben unsere Partei und unser Staat die blutrünstigen Machenschaften der Pol-Pot-Clique, Werkzeug der chinesischen Sozialimperialisten verurteilt. Wir wünschen dem kambodschanischen Volk die Schwierigkeiten, auf die es stößt, möglichst rasch zu überwinden und in voller Freiheit, ohne irgendeine "Vormundschaft", selbst über sein Schicksal und seine Zukunft zu entscheiden.

 

 

 

 


 

 

 

3. Laos

(erwähnt in anderen Zitaten auf dieser Webseite)

 

 

 

 

 


 

 

 

4. Malaysia

 

1977

 

Betrachtungen über China Band II

SONNTAG, 27. NOVEMBER 1977


WIR KÖNNEN DEM CHINESISCHEN REVISIONISMUS GEGENÜBER KEINEN MILDEREN TON ANSCHLAGEN

Ebenso verfuhren die revisionistischen chinesischen Führer bei der Spaltung und Liquidierung der Kommunistischen Partei Malayas, gegen die der englische Imperialismus seine Schläge gerichtet hatte, wobei Zehntausende von Kommunisten getötet worden waren.

 

 

 

 

Betrachtungen über China Band II

FREITAG, 2. DEZEMBER 1977


AUF DER WELT WERDEN KOMMUNISTEN GETÖTET - DIE CHINESEN LÄSST DAS UNGERÜHRT

 

Nicht anders verfuhren die chinesischen Revisionisten auch mit der heroischen Partei Malayas, mit der Partei Birmas, deren Kommunisten U Ne Win, der Freund Mao Tsetungs und der chinesischen Revisionisten, aufrieb. Völlig ungerührt ließen die Chinesen auch die anderen Parteien des Fernen Ostens, mit denen man auf die gleiche Weise verfuhr.

Dies ist ein Verbrechen der maoistischen Führung an den Marxisten-Leninisten in Asien. Inzwischen betreibt sie diese Tätigkeit überall auf der Welt, in Europa, in Lateinamerika, in Afrika, in Australien und überall sonst.

Unter der Maske des Marxismus-Leninismus zielt sie darauf ab, diese Länder und diese Parteien auf dem kapitalistischen Weg zu führen und Chinas Hegemonie über sie zu errichten, um ein Gegengewicht zu den beiden Supermächten zu schaffen und selbst zur Supermacht zu werden.

 

 

 

 

 

 


 

 

5. Thailand

 

1971 

Betrachtungen über China Band I

Montag, 22. November 1971

China, Vietnam und die Geheimverhandlungen mit den Vereinigten Staaten von Amerika

 

Gerade jetzt erst erklärte Nixon auf einer Pressekonferenz, er werde auch aus Vietnam "ein Truppenkontingent abziehen". Gewiss ist dies der "Wurm am Angelhaken" in Zusammenhang mit den Gegeimverträgen: gib du mir, so geb ich dir; so viel, wie du mir zugestehst, gestehe ich dir zu. Zu dieser Zeit fand im von den Amerikanern beherrschten Thailand ein Militärputsch statt. Ministerpräsident wurde ein "Marschall", und in die Regierung kamen 10 Generäle, allesamt Agenten des Pentagon. Deshalb, sagt Nixon, "werden wir, wenn wir in Vietnam einen Kompromiss erzielen, den krieg in Kambodscha, in Laos fortsetzen, mit einer sicheren Basis in Thailand."

 

 

 

 

 


 

 

6. Myanmar (Burma)

 

 

1977

Betrachtungen über China Band II

VLORA, SAMSTAG, 5. MÁRZ 1977

 

CHINA IST BESTREBT, ZUR SUPERMACHT ZU WERDEN

 


China teilt die Welt in drei Teile und eliminiert jeden inneren, aber auch äußeren Klassenunterschied, weil es sich vom Kampf der Volksmassen gegen Unterdrückung und Ausbeutung abgekehrt hat, weil die gegenwärtige chinesische Strategie die Ziele des Staates mit den Interessen der von diesem Staat der reaktionären Bourgeoisie unterdrückten und ausgebeuteten Volksmassen vermengt. Für China gibt es nur Staaten, die seine Politik und seine Strategie unterstützen, die im Kampf gegen einen einzigen Feind, den sowjetischen Sozialimperialismus, und in der Einstellung des Kampfes gegen die Vereinigten Staaten von Amerika bestehen. Das heisst, China predigt den sozialen Frieden aus dem einzigen Grund, diesen sozialen Frieden seiner Strategie dienstbar zu machen, die darauf angelegt ist, die dominierende Stellung Chinas in der sogenannten dritten Welt zu festigen und die Vereinigten Staaten von Amerika vor den Schlägen zu bewahren, die ihnen die Völker direkt oder auch indirekt - durch Schläge gegen die in den Staaten der sogenannten dritten Welt herrschenden, mit dem amerikanischen Imperialismus verbundenen kapitalistischen Gruppen - versetzen könnten. An den Staaten, die unter der Herrschaft der Sowjetunion stehen, ist China dagegen nicht im geringsten interessiert; es hat die Völker dieser Länder mit den Gruppen von modernen Revisionisten und Kapitalisten, die sich untereinander völlig einig sind und diese Völker unterdrücken, in einen Topf geworfen. Das heisst, China differenziert nicht, kümmert sich nicht um die Interessen dieser Völker, sei es nun der ehemals volksdemokratischen Länder, sei es der anderen kapitalistischen Staaten, die sich unter sowjetischem Einfluss befinden. China identifiziert diese Länder mit der Staatsmacht der Bourgeoisie und der hegemonistischen Linie der sowjetischen Führung.


Der Einteilung der Welt nach Art der Chinesen liegt also die Absicht zugrunde, den Kampf der Volksmassen, die das Joch des einheimischen und ausländischen Kapitals abschütteln wollen, auszulöschen. Das kann keine revolutionäre, marxistisch-leninistische Linie sein, weil sie den revolutionären Kampf der Werktätigen gegen das unterdrückende Kapital ignoriert, weil China nicht für die revolution und die nationalen Befreiungskämpfe der Völker eintritt.

Nehmen wir ein Beispiel, Birma. China soll ruhig diplomatische Eeziehungen zum Birma U Ne Wins unterhalten, doch nicht so enge, wie das gegenwärtig der Fall ist. Es nennt die Beziehungen zu Birma ewig, außerordentlich vertraut, während es auf der anderen Seite in Birma bekanntlich eine von der Kommunistischen Partei Birmas geführte Bewegung nationaler Volksbefreiungskräfte gibt, die aus eigener Kraft unter außerordentlich schwierigen Bedingungen in den Dschungeln und Bergen gegen die reaktionären Unterdrückungskräfte Ne Wins kämpft. Dieser überfällt und mordet Kommunisten und Patrioten. Der Generalsekretär der Kommunistischen Partei Birmas selbst ist in diesen Kämpfen gefallen. Ist es da richtig und marxistisch-leninistisch, dass China während dieser Zeit seine Beziehungen zum Birma Ne Wins überschwänglich preist und zu eben diesem Ne Win Tschou En-lais Frau auf Freundschaftsbesuch schickt, die diesen Henker des birmanischen Volkes mit Blumen überschüttet? So versteht China die Beziehungen zu kapitalistischen Staaten, so wenig sind ihm seine Beziehungen zu den Völkern wert, die gegen die reaktionären Cliquen kämpfen, von denen sie unterdrückt und bis auf die Knochen ausgebeutet werden, so wenig gilt ihm die Hilfe, die es diesen Ländern geben müsste.

Deshalb ist die «dritte Welt» für China das Bündnis mit den Regiárungen der Staaten dieser sogenannten dritten Welt und nicht das Bündnis und die Freundschaft mit den Völkern dieser Länder. China unterstützt die Bestrebungen dieser Völker nicht im mindesten, Bestrebungen, die im offenen Gegensatz und im Kampf mit den Führungen dieser Länder stehen, denn diese Führungen sind der Kapitalismus an der Macht.

Nirgendwo in der chinesischen Presse und im chinesischen lind funk ist ein Eintreten für die nationalen Befreiungsbewegungen der Völker erkennbar, und sei es auch nur gering, von den mächtigen Demonstrationen des Weltproletariats in allen kapitalistischen Ländern ist dort nichts zu hören und nichts zu lesen, vom Kampf der marxistisch-leninistischen Parteien dieser Länder ist nicht die Rede. Nein, diese Propaganda ist aus den Spalten der chinesischen Presse verschwunden. Diese Haltung dient Chinas Strategie, den kapitalistischen Staaten und dem amerikanischen Imperialismus zu verstehen zu geben, dass China den revolutionären Kampf und die Hilfe für die Völker, die für Befreiung kämpfen, eingestellt hat. Andererseits bestehen Chinas Betrug und Demagogie eben darin, dass es sich als revolutionär aufspielt, so tut, als helfe es den Revolutionären und den marxistisch-leninistischen Parteien, was durchaus nicht stimmt. In Wirklichkeit hilft China nur jenen Elementen und jenen sogenannten marxistisch-leninistischen Gruppen, die seiner konterrevolutionären Strategie und Politik Lobeshymnen darbringen. Unter diesen Umständen lässt sich also keinesfalls sagen, die politische und ideologische Linie der Kommunistischen Partei Chinas sei richtig, revolutionär und marxistisch-leninistisch. Sie hat sich in eine Sackgasse verrannt, einen konterrevolutionären Weg eingeschlagen. Deshalb müssen wir durch unsere Propaganda und unsere Haltung die wirklich marxistisch-leninistische Linie betonen, die in der nachdrücklichen Verteidigung der nationalen Befreiungsbewegung der Völker, der wahren marxistisch-leninistischen Partien und aller demokratischen, fortschrittlichen Menschen besteht, die gegen die Unterdrückung durch das einheimische und das kosmopolitische Kapital kämpfen.

Es scheint, als unterstütze China die Länder der «dritten Welt». Die Unterstützung gilt den Positionen der Regierenden dieser Staaten, einschließlich jener, die mit dem amerikanischen Imperialismus bzw. mit allen bürgerlich-kapitalistischen Staaten, die sich dem sowjetischen Sozialimperialismus entgegenstellen, verbunden sind. Da es nicht auf revolutionären Positionen steht und nicht für das Interesse der Völker kämpft, macht China jedoch keinen Schritt vorwärts, im Gegenteil, es macht Schritte rückwärts.


 

 

Betrachtungen über China Band II

SONNTAG, 27. NOVEMBER 1977


WIR KÖNNEN DEM CHINESISCHEN REVISIONISMUS GEGENÜBER KEINEN MILDEREN TON ANSCHLAGEN

Mao Tsetung wollte, dass China seine alte, Jahrhunderte zurückliegende Grösse wiedererlange. Mit anderen Worten, China sollte auch in moderner Zeit das «Reich der Mitte» werden, wie man es vor langem, zur Zeit des Konfuzius und der Kaiser nannte. Mao Tsetung, Liu Schao-tschi und Tschou En-lai kämpften nicht für den Triumph des Sozialismus und des Kommunismus. Sie waren bestrebt, die proletarischen Revolutionen in Asien und nun auf der Welt zu verhindern. Die maoistische Führung Chinas erlaubte Tschiang Kaischecks Truppen den Durchzug nach Birma, wo sie gegen die dortige nationale Befreiungsbewegung kämpften, die von der Kommunistischen Partei Birmas geführt wurde. Ja, sie kämpfen sogar noch heute gegen sie. Auch wenn es heisst, ein Teil dieser Truppen sei nach Taiwan gegangen, so sind doch die maoistischen Führer Chinas in ihrer Freundschaft mit U Ne Win zu dessen wichtigsten Stütze bei seinem Vorhaben geworden, die Kommunistische Partei Birmas zu liquidieren.

 

 

Betrachtungen über China Band II

FREITAG, 2. DEZEMBER 1977


AUF DER WELT WERDEN KOMMUNISTEN GETÖTET - DIE CHINESEN LÄSST DAS UNGERÜHRT

Nicht anders verfuhren die chinesischen Revisionisten auch mit der heroischen Partei Malayas, mit der Partei Birmas, deren Kommunisten U Ne Win, der Freund Mao Tsetungs und der chinesischen Revisionisten, aufrieb. Völlig ungerührt liessen die Chinesen auch die anderen Parteien des Fernen Ostens, mit denen man auf die gleiche Weise verfuhr.

Dies ist ein Verbrechen der maoistischen Führung an den Marxisten-Leninisten in Asien. Inzwischen betreibt sie diese Tätigkeit überall auf der Welt, in Europa, in Lateinamerika, in Afrika, in Australien und überall sonst.

Unter der Maske des Marxismus-Leninismus zielt sie darauf ab, diese Länder und diese Parteien auf dem kapitalistischen Weg zu führen und Chinas Hegemonie über sie zu errichten, um ein Gegengewicht zu den beiden Supermächten zu schaffen und selbst zur Supermacht zu werden.

 




 

 

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