Ungarische Revolution 1919

 

 

 

 

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100 Jahre

1919 - 2019

 

 

Ungarische Revolution 1919

 

 

 

Éljen a világforradalom !"

Transparent: "Es lebe die Weltrevolution"

1. Mai-Demonstration in Budapest - 1919

 

 

 

 

 

 

 

A KMP gunyoros hangú röpcédulája 1918 decemberéből a szocdemek ellen

 

 

 

 

 

 

 

Magyar Tanácsköztársaság emlékkiállítás

 

 

Az őszirózsás forradalom után kiadott egyik könyv borítója

 

 

 

1918. november 2-i hadügyminisztériumi hirdetmény

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Forradalmárok, katonák egy vörös csillagos transzparenssel 1919-ben

 

 

 

 

Korabeli mozgósító plakát

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

A Lenin-fiúk vezérei: 1. Cserny József parancsnok, 2. Papp Sándor, 3. Radányi Kornél, 4. Nével József, 5. Natusek Szaniszló

 

 

Grußadresse der Komintern (SH)

Es lebe der 95. Jahrestag der ungarischen Revolution vom 21. März 1919 !

Am 95. Jahrestag der ungarischen Revolution grüßen wir besonders das ungarische Proletariat, die ungarischen Genossinnen und Genossen sowie alle Kommunisten auf der ganzen Welt.

Heute hissen wir das rote Banner der ungarischen Räterepublik, damit es von der proletarischen Welt nicht vergessen wird.

Wir ehren alle ungarischen Kommunisten und Internationalisten, die die ungarische Räterepublik mit so großer begeisterung aufgebaut haben und wir ehren alle Genossinnen und Genossen, die bei der heldenhaften Verteidigung der Diktatur des Proletariats umgekommen sind.

Das ungarische Proletariat hat sein Blut nicht umsonst vergossen. Die Erfahrungen der Diktatur des Proletariats können niemals aus den Köpfen der ungarischen Arbeiter gelöscht werden.

Nicht zuletzt stellte der Kampf der ungarischen Arbeiter gegen den Imperialismus ein Beitrag zur Verteidigung der Sowjetunion bei, die von Feinden umringt war, indem sie einen Teil der imperialistischen Kräfte auf sich lenkte.

Die ungarische Diktatur des Proletariats konnte sich nur für kurze Zeit heldenhaft behaupten.

Aber das ist trotzdem ein großer historischer Sieg der Arbeiter über die Bourgeoisie, den kein Feind der Arbeiterklasse leugnen kann. Lenin bezeichnete die ungarische proletarische Revolution als "welthistorischen Umsturz".

Die ungarische Räterepublik wird wieder erwachen und neu entstehen in einer sozialistischen Weltrepublik.

 

Der Sieg der ungarischen Revolution ist der erste Beweis dafür, dass der Bolschewismus nicht nur in Russland erfolgreich war, sondern sich über die russischen Grenzen hinaus schnell verbreitete.

"Ungarn hat das Beispiel einer Revolution gezeigt, die auf ganz anderem Wege zustande kommt." (Lenin)

Die ungarische Revolution war somit der nächste Schritt auf dem Weg zum Sieg des Weltbolschewismus, auf dem das Weltproletariat heute mutig voran schreitet.

Mit der ungarischen Räterepublik wurde das leninistische Weltlager geschaffen vom 21. März bis 4. August 1919.

Dagegen existierte das stalinistische Weltlager bereits fast 10 Jahre lang , von 1945 - 1953.

1919 entstand die Komintern etwa zum gleichen Zeitpunkt wie die ungarische Räterepublik. Die Kommunistishe Internationale hatte somit von Anfang an die Solidarität des Weltproletariats mit dem ungarischen Proletariat organisiert und direkt an der internationalen Stärkung der Diktatur des Proletariats außerhalb Russlands mitgewirkt. Die Komintern (SH) setzt den Kampf für die Diktatur des Proletariats im Weltmaßstab heute weiter fort.

Unser Ziel beschränkt sich heute nicht allein auf die Wiederherstellung des sozialistischen Weltlagers. Unser Ziel ist die Beseitigung der Unvermeidbarkeit des Weltimperialismus, nämlich durch dessen revolutionäre, restlose Zerschlagung. Unser Ziel ist die Beendigung der Weltherrschaft der Bourgeoisie. Unser Ziel ist die Alleinherrschaft des Weltproletariats und der dauerhafte Sieg des Sozialismus und Kommunismus im Weltmaßstab.

Das sind die Aufgaben, die sich die Komintern (SH) heute stellt und die sich aus der Niederwerfung der Diktatur des Proletariats in Ungarn ergeben, nämlich den Sieg der Diktatur des Proletariats in jedem Land der Welt dauerhaft zu garantieren.

Nur die Diktatur des Weltproletariat kann und wird die Epoche der Weltherrschaft der Bourgeoisie beenden und die Epoche des Weltsozialismus einleiten.

 

Auf dem Weg zum Weltkommunismus spielt die ungarische Revolution von 1919 also eine bedeutsame historische Rolle, die wir niemals in Vergessenheit geraten lassen werden.

Mit der ungarischen Revolution setzte die sozialistische Weltrevolution ihren Siegeszug fort, der mit der Oktoberrevolution begann. Die Geschichte der sozialistischen Weltrevolution zeigt, dass ihr Weg lang und schwer ist, aber ihr endgültiger Sieg ist unvermeidbar.

"Wir werden es erleben — nach der russischen und ungarischen Sowjetrepublik wird die internationale Sowjetrepublik Wirklichkeit werden." (Lenin)

* * *

 

Gleich als Lenin mitten auf dem VIII. Parteitag der KPR (B) vom Sieg der ungarischen Revolution erfuhr, übermittelte er in einem Telegramm seine flammenden Grüße. Die Gründung der zweiten Räterepublik der Welt war für Lenin der lebendige Beweis dafür, "dass

"... die Zeit nicht fern ist, da der Kommunismus in der ganzen
Welt siegen wird."

Sofort sicherte Lenin die Unterstützung durch die russische Sowjetrepublik zu.

Gleichzeitig gab er seine feste Überzeugung darüber zum Ausdruck, dass das Proletariat in der ganzen Welt es den Imperialisten nicht erlauben wird, die Hand gegen die neue Räterepublik zu erheben. Lenin widmete sich der Hauptfrage, wie jede Möglichkeit der Rückkehr der Herrschaft der Bourgeoisie beseitigt werden kann. Und seine Antwort lautete klar und deutlich:

 

"daß es eine Gesetzmäßigkeit gibt in dem Kampf, der unter dem Ansturm der gesamten internationalen Bourgeoisie ausgefochten wird. Jetzt hat die internationale Bourgeoisie in ihrem Handeln schon nicht mehr freie Hand. Der beste
Beweis dafür ist die ungarische proletarische Revolution"

 

Lenin sagte in seinem Schlusswort auf dem VIII. Parteitag der KPR (B):

 

Genossen,

uns ist eine ganze Reihe von Revolutionären vorausgegangen, die ihr Leben der Befreiung Rußlands zum Opfer brachten. Die Mehrzahl dieser Revolutionäre traf ein schweres Los. Sie wurden vom Zarismus verfolgt, und es war ihnen nicht das Glück vergönnt, die siegreiche Revolution mitzuerleben. Uns aber ist ein noch höheres Glück beschieden. Wir haben nicht nur den Sieg unserer Revolution erlebt, wir haben nicht nur erlebt, wie sie sich bei allen unerhörten Schwierigkeiten festigte und neue Formen der Macht schuf, die uns die Sympathien der ganzen Welt gewinnen, sondern wir erleben auch, daß die Saat, die die russische Revolution gesät hat, in Europa aufgeht. Das gibt uns die absolute, unerschütterliche Überzeugung:

So schwer auch die Prüfungen sein mögen, die über uns noch hereinbrechen können, so groß auch die Leiden sein mögen, die uns die verendende Bestie des internationalen Imperialismus noch zufügen kann, diese Bestie wird zugrunde gehen, und der Sozialismus wird in der ganzen Welt siegen."

 

Es stellte sich heraus, daß die linken Sozialisten zu Bela Kun ins Gefängnis gekommen waren, um über die Regierungsbildung zu beraten. Und nur diese mit den Kommunisten sympathisierenden linken Sozialisten sowie Leute des Zentrums haben die neue Regierung gebildet, während die rechten Sozialisten, die sozusagen unversöhnlichen und unverbesserlichen Sozialverräter, völlig aus der Partei ausgeschieden sind, ausgeschieden sind, ohne daß ihnen ein einziger Arbeiter gefolgt wäre. Bela Kun konnte sofort ein Gesetz über den Übergang aller kapitalistisch geleiteten Industriebetriebe Ungarns in gesellschaftliches Eigentum durchbringen. Die ungarische Revolution hat sofort kommunistische Bahnen eingeschlagen. Die Bourgeoisie selber hat die Macht den Kommunisten Ungarns abgetreten. Die Bourgeoisie hat der ganzen Welt gezeigt, daß sie, wenn eine schwere Krise eintritt, wenn die Nation in Gefahr ist, nicht regieren kann. Es gibt nur eine einzige wirklich vom Volk getragene, vom Volk geliebte Macht - die Macht der Arbeiter-, Soldaten- und Bauernräte. (Lenin)

 

Lenin lehrt:

"Die proletarische Diktatur setzt die schonungslos harte, schnelle und entschiedene Gewaltanwendung voraus, um den Widerstand der Ausbeuter, der Kapitalisten, Gutsbesitzer und ihrer Handlanger zu brechen. Wer das nicht verstanden hat, der ist kein Revolutionär. Aber nicht in der Gewalt allein und nicht hauptsächlich in der Gewalt besteht das Wesen der proletarischen Diktatur. Ihr Hauptwesen besteht in der Organisation und Disziplin der fortgeschrittensten Abteilung der Werktätigen, ihrer Avantgarde, ihres einzigen Führers, des Proletariats. Sein Ziel ist, den Sozialismus zu errichten, die Teilung der Gesellschaft in Klassen aufzuheben, alle Mitglieder der Gesellschaft zu Werktätigen zu machen, jeglicher Ausbeutung des Menschen durch den Menschen den Boden zu entziehen. Die Aufhebung der Klassen ist das Werk eines langwierigen, schweren, hartnäckigen Klassenkampfes, der nach dem Sturz der Macht des Kapitals, nach der Zerstörung des bürgerlichen Staates, nach der Aufrichtung der Diktatur des Proletariats nicht verschwindet, sondern nur seine Formen ändert und in vieler Hinsicht noch erbitterter wird.

 

Lenin rief den ungarischen Arbeitern zu:

Genossen ungarische Arbeiter!

Euch steht jetzt eine höchst dankbare und höchst schwere Aufgabe bevor - auszuhalten im schweren Krieg gegen die Entente. Bleibt fest! Wenn sich Schwankungen bei den gestern zu Euch, zur Diktatur des Proletariats, gekommenen Sozialisten oder bei dem Kleinbürgertum zeigen, dann unterdrückt diese Schwankungen schonungslos!

Erschießung - das ist das verdiente Los des Feiglings im Krieg.
Ihr führt den einzig legitimen, gerechten, wahrhaft revolutionären Krieg, den Krieg der Unterdrückten gegen die Unterdrücker, den Krieg der Werktätigen gegen die Ausbeuter, den Krieg für den Sieg des Sozialismus.
In der ganzen Welt ist alles, was es an Ehrlichem in der Arbeiterklasse gibt, auf Eurer Seite.

Jeder Monat bringt die proletarische Weltrevolution
näher.
Bleibt fest! Der Sieg wird Euer sein!

"

 

Was die Niederlage der ungarischen Revolution anbelangte, so äußerte sich Lenin wie folgt:

"Der ersten Revolution, die unterlegen ist, wird eine zweite, siegreiche folgen!"

 

"Dieses Übel besteht darin, daß die alten Führer, die den unaufhaltsamen Drang der Massen zum Bolschewismus und zur Sowjetmacht sehen, in dem Lippenbekenntnis zur Diktatur des Proletariats und zur Sowjetmacht einen Ausweg suchen (und oft enden!); in Wirklichkeit aber bleiben sie entweder Feinde der Diktatur des Proletariats oder Menschen, die unfähig oder nicht gewillt sind, die Bedeutung der Diktatur des Proletariats zu erfassen und sie zu verwirklichen.
Wie ungeheuer, wie unermeßlich groß die Gefahr eines solchen Übels ist, das zeigt besonders anschaulich die Niederlage der ersten Räterepublik in Ungarn (der ersten, die unterlegen ist, wird eine zweite, siegreiche folgen). Eine Reihe von Artikeln in der „Roten Fahne" („Die Rote Fahne", Wien), dem Zentralorgan der Kommunistischen Partei Österreichs, hat eine der Hauptursachen dieser Niederlage aufgedeckt: den Verrat der „Sozialisten", die sich in Worten auf die Seite Bela Kuns stellten und sich als Kommunisten ausgaben, in Wirklichkeit aber keine der Diktatur des Proletariats entsprechende Politik trieben, sondern schwankten, kleinmütig wurden, mit der Bourgeoisie anbändelten und die proletarische Revolution teilweise direkt sabotierten und verrieten. Die allmächtigen imperialistischen Räuber, die die Ungarische Räterepublik umzingelt hatten (d. h. die bürgerlichen Regierungen Englands, Frankreichs usw.), verstanden es natürlich, diese Schwankungen innerhalb der Regierung der ungarischen Rätemacht auszunutzen, und erdrosselten sie bestialisch durch die Hand der rumänischen Henker.
Zweifellos war ein Teil der ungarischen Sozialisten aufrichtig zu Bela Kun übergegangen und hatte sich aufrichtig zum Kommunismus bekannt.
Doch das Wesen der Sache ändert sich dadurch nicht im Geringsten: ein Mensch, der sich „aufrichtig" zum Kommunismus bekannt hat, aber in Wirklichkeit anstatt einer schonungslos harten, unbeugsam entschlossenen, hingebungsvoll kühnen und heldenmütigen Politik (und nur eine solche Politik steht im Einklang mit der Anerkennung der proletarischen Diktatur) eine schwankende und kleinmütige Haltung einnimmt, ein solcher Mensch begeht durch seine Charakterlosigkeit, seine Schwankungen und seine Unentschlossenheit den gleichen Verrat wie ein direkter Verräter.
Persönlich ist der Unterschied zwischen einem Verräter aus Schwäche und einem Verräter aus Absicht und Berechnung sehr beträchtlich; in politischer Hinsicht gibt es einen solchen Unterschied nicht, denn von der Politik hängt faktisch das Schicksal von Millionen Menschen ab, und dieses Schicksal ändert sich nicht, ob nun Millionen Arbeiter und armer Bauern von Verrätern aus Schwäche oder von Verrätern aus Eigennutz verraten werden.

Sie fahren fort, die bisherige Politik kleiner Zugeständnisse an den Sozialchauvinismus, den Opportunismus, die bürgerliche Demokratie, die Politik des Schwankens, der Unentschlossenheit und Nachgiebigkeit, des Ausweichens und Verschweigens und dergleichen mehr sowohl in ihren Resolutionen zu verteidigen als auch in der Praxis durchzuführen. Diese kleinen Zugeständnisse und Schwankungen, diese Unentschlossenheit und Nachgiebigkeit, dieses Ausweichen und Verschweigen ergeben in ihrer Gesamtheit unvermeidlich den Verrat an der Diktatur des Proletariats.
Diktatur ist ein großes, hartes, blutiges Wort, ein Wort, das den erbarmungslosen Kampf zweier Klassen, zweier Welten, zweier weltgeschichtlicher Epochen, einen Kampf auf Leben und Tod ausdrückt.
Mit solchen Worten darf man nicht leichtsinnig umgehen.

Die Diktatur des Proletariats anerkennen heißt: die tagtägliche Arbeit der Partei von Grund aus umgestalten, nach unten gehen, zu jenen Millionen Arbeitern, Landarbeitern und Kleinbauern, für die es ohne Sowjets, ohne den Sturz der Bourgeoisie eine Rettung aus dem Elend des Kapitalismus und der Kriege nicht gibt. Das den Massen, den Millionen und aber Millionen Menschen konkret, einfach, verständlich erläutern, ihnen sagen, daß ihre Sowjets die ganze Macht ergreifen müssen, daß ihre Vorhut, die Partei des revolutionären Proletariats, den Kampf leiten muß - das ist Diktatur des Proletariats."

 

 

Im Falle der Niederlage Deutschlands als schwächstes Kettenglied nach dem Ersten Weltkrieg, und wo die Novemberrevolution nicht siegreich beendet werden konnte, waren folglich die Bedingungen für einen dauerhaften Sieg der sozialistischen Revolution in Ungarn erschwert. In diesem Fall, profitierten die Siegermächte der Entente. Sie schlugen die ungarische Sowjetrepublik nieder mit der innländischen Hilfe der Sozialfaschisten und anderer ungarischer Konterrevolutionäre. Dabei erstarkten die imperialistischen Kriegsprofiteure im Kampf gegen die Weltrevolution, im Kampf gegen ihre heldenmütige proletarisch-internationalistische Abteilung - das ungarische Proletariat.

 

 

Lenin zog auf dem 2. Kongress der Internationale die wichtigste Lehre aus der Niederlage der ungarischen Räterepublik:

 

KEIN EINZIGER KOMMUNIST DARF DIE LEHREN DER UNGARISCHEN RÄTEREPUBLIK VERGESSEN.


DIE VERSCHMELZUNG DER UNGARISCHEN KOMMUNISTEN MIT DEN SO GENANNTEN "LINKEN" SOZIALDEMOKRATEN IST DEM UNGARISCHEN PROLETARIAT TEUER ZU STEHEN GEKOMMEN.


aus: Leitsätze über die Bedingungen der Aufnahme in die Kommunistische Internationale, angenommen auf dem II. Kongress der Kommunistischen Internationale, am 6. August 1920

 

 

 

"Das Exekutivkomitee der Komintern erwartet von Eurem Parteitag den Beschluss, dass Eure Partei den Namen Kommunistische Partei annimmt."

(ECCI: Brief an den Parteitag der ungarischen Kommunisten, in: 'Kommunistische Internationale', Band 1, Nr.1, Mai 1919).

 

 

 

 

 

Bezüglich der ungarischen Revolution von 1919

 

äußerte sich die

 

Komintern auf ihrem 2. Weltkongress

im verabschiedeten Manifest

in Moskau (Juli-August 1920)

wie folgt:

 

Der heldenhafte Versuch des ungarischen Proletariats, sich aus dem staatlichen und wirtschaftlichen Chaos Mitteleuropas den Weg zur Sowjetförderung zu bahnen - den einzigen Weg der Rettung -, wurde von der vereinigten kapitalistischen Reaktion zu einem Zeitpunkt erstickt, als das von seinen Parteien betrogene Proletariat der stärksten Staaten Europas sich noch unfähig erwies, seine Pflicht gegen das sozialistische Ungarn und gegen sich selbst zu erfüllen.

Die Sowjetregierung Budapests wurde unter Mitwirkung der Sozialverräter gestürzt , die nach dreieinhalb tägigen Besitz der Macht von dem zügellosen konterrevolutionären Gesindel beiseite geworfen wurden, dessen blutige Verbrechen die Koltschaks, Denekins, Wrangels und anderer Agenten der Entente noch übertreffen. Aber sogar das vorübergehend unterdrückte Sowjetungarn winkt den Werktätigen Mitteleuropas wie ein Leuchtfeuer.

 

* * *

 

Die Offiziershorde des weißen Ungarn, die neben der von England unterstützten Regierung der konterrevolutionären Henker besteht, zeigte dem Proletariat der ganzen Welt, wie jene Zivilisation und jene Humanität aussieht, die Wilson und Lloyd george der Sowjetmacht und der revolutionären Gewalt gegenüber stellen.

 

* * *

 

Proletarier Italiens, denkt an Ungarn, dessen Beispiel der Geschichte angehört, als drohende Warnung, dass im Kampf um die Macht und nach seiner Ergreifung das Proletariat sich fest auf seine eigenen Füße stellen muss, indem es alle überlebten und schwankenden Elemente ausmerzt und mit schonungsloser Hand alle Versuche des Verrats aburteilt !

Die Kommunistische Internationale fordert die Verjagung aller der Führer aus den Reihen der Arbeiterbewegung, die durch direkte oder indirekte Zusammenarbeit mit der Bourgeoisie verbunden sind, die auf direktem oder indirektem Wege der Bourgeoisie politisch irgendwelche Beihilfe leisteten. Wir brauchen Führer, die keine andere Beziehung zur Bourgeoisie haben als tödlichen Hass, die das Proletariat zu unermüdlichem Kampfe rufen und leiten, die bereit sind, eine Armee Aufständiger in den Kampf zu führen, die nicht auf halbem Wege zurückschrecken, und die, was auch kommen mag, nicht ablassen, schonungslos diejenigen zu bestrafen, die den Versuch machen sollten, sie zurückzuhalten. Die Kommunistische Internationale ist die Internationale Partei des proletarischen Aufstands und der proletarischen Diktatur.

Arbeiter und Arbeiterinnen !

Es gibt auf der Erde nur ein Banner, das wert ist, dass unter ihm gekämpft und gestorben wird:

das Banner ist die Kommunistische Internationale !

 

 

 

 

 

 

Auch Enver Hoxha äußerte sich kritisch gegenüber der Vereinigung der Kommunistischen Partei mit der sozialdemokratischen Partei:

"Die ungarische Partei war entstanden aus einem Zusammenschluß der angeblichen illegalen kommunistischen Partei (ungarische Kriegsgefangene in der Sowjetunion), der alten Kommunisten Bela Kuns sowie der sozialdemokratischen Partei. Dieser Zusammenschluß war also ein ungesunder Verschnitt, aus dem nie etwas wurde, bis dann die Konterrevolution und Kadar im Verein mit Chruschtschow und Mikojan per Dekret die vollständige Liquidierung der Ungarischen Partei der Werktätigen verkündeten."

 

Soweit uns aus Dokumenten bekannt ist, hat auch Bela Kun seinen Fehler gegenüber der sozialdemokratischen Partei Ungarns eingesehen.

 

Deswegen konnte Bela Kun nach unserem gegenwärtigen Kenntnisstand mit der Volksfrontpolitik Dimitroffs nicht einverstanden sein. Bela Kun übte Selbstkritik für seine Fehler , die er während der ungarischen Revolution 1919 gemacht hatte und machte sich in Ungarn zum Verteidiger der Stalin'schen Sozialfaschismus-These. Es war also eine logische Schlussfolgerung, dass Bela Kun 1935 aus der Kominternführung ausgeschlossen wurde, die die Sozialfaschismus - These als angeblich "sektiererisch" verworfen hatte. Die Sozialfaschismus-These stand im Widerspruch zur revisionistischen Volksfrontpolitik Dimitroffs und musste beseitigt werden.

Die KP Ungarns war zunächst nicht bereit, die revisionistische Volksfrontpolitik in Ungarn umzusetzen. Im Länderbericht der Komintern wurde die KP Ungarns deswegen von der rechten Kominternführung unter Druck gesetzt und schonungslos angegriffen.

Gleichzeitig wurde die "Kommission gegen den Krieg, gegen die II. Internationale (!!) und gegen den Faschismus", die Bela Kun leitete, von Dimitroff kurzer Hand aufgelöst. Den VII. Weltkongress erlebte Bela Kun noch als Präsidiumsmitglied. In seinem Redebeitrag auf dem VII. Weltkongress hatte Bela Kun eingangs dem Thesenentwurf und Bericht von Dimitroff zugestimmt und ihn sogar "begrüßt" (Protokoll des VII. Weltkongresses, Band I, Seite 428). Allerdings betonte Bela Kun in seinem Schlusssatz ausdrücklich:

"Im Ringen für eine einzige, einheitliche, revolutionäre Partei der Arbeiterklasse, die es verstehen wird, die Volksmassen auf Grund der Lehren von Marx, Engels, Lenin und Stalin zum Siege, zur proletarischen Diktatur, zur Sowjetmacht zu führen."

Bela Kun richtete das Ziel des Klassenkampfes auf die Diktatur des Proletariats, die von der Kominternführung fallen gelassen wurde zugunsten des Paktierens mit der Bourgeoisie.Ganz im Gegensatz zu Bela Kun steht der Redebeitrag vom Erz-Revisionisten Nagy auf dem VII. Weltkongress, der von der Kominternführung als Sprecher der ungarischen Sektion auserkoren worden war:

"Innerhalb unserer Partei besteht noch eine sektiererische Einstellung gegen die Sozialdemokratie." (Protokoll des VII. Weltkongresses, Band II, Seite 612).

 

In ihren Berichten zum VII. Weltkongress verschwieg die rechte Kominternführung in ihren Berichten das ungarische Volk, das unter dem Faschismus litt - und das, obwohl sich der VII. Weltkongress den Kampf gegen den Faschismus zur wichtigsten Aufgabe gemacht hatte.

Das hatte seinen Grund. Die Lehren der ungarischen Revolution von 1919, der Verrat der Sozialdemokratie, eignete sich nicht für die Vereinigung mit der Sozialdemokratie in der Volksfront.

Bereits ein Jahr später wurde Bela Kun vom KGB eines Jeschows verhaftet, der später als Konterrevolutionär enttarnt und hingerichtet wurde.

Bela Kun wurde von Dimitroff und all den Füherern der Komintern aus dem Weg geräumt, die später revisionistische Führer wurden, wie zum Beispiel Togliatti, Pieck und andere . 1939 wurde Bela Kun zum Tode verurteilt.

 

Was lehrt uns die Geschichte der ungarischen Revolution ?

Weder mit der Sozialdemokratie von damals, noch mit dem modernen Revisionismus, noch mit dem heutigen Neo-Revisionismus wird es eine Einheit geben. Das ungarische Proletariat und das ganze Weltproletariat werden den Sieg in der sozialistischen Revolution davon tragen, wenn sie sich ausschließlich von den Lehren von Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha leiten lassen und einen kompromisslosen Kampf gegen den Sozialdemokratismus, modernen Revisionismus und Neo-Revisionismus führen.

Um den endgültigen Sieg der Diktatur des Proletariats zu sichern, bedarf es einer starken Komintern (SH) mit einer neu zu gründenden ungarischen Sektion !

 

Es lebe die ungarische Revolution von 1919 !

Es lebe die Diktatur des ungarischen Proletariats !

Es lebe die ungarische Räterepublik !

 

Es lebe die sozialistische Weltrevolution !

Es lebe die Weltdiktatur des Proletariats !

Es lebe die proletarische Weltrepublik !

Es lebe der Weltsozialismus und Weltkommunismus !

 

Es leben die 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus, Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha !

 

Es lebe die Kommunistische Internationale (Stalinisten-Hoxhaisten) !


 

 

 

 

Lenin

Über die ungarische Revolution 1919

(Quellen zusammengestellt von Wolfgang Eggers)

 

Lenin Archívum Magyar

LENIN ARCHIV

in ungarischer Sprache

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus dem Programm der KOMINTERN - 1928

Die gewaltige Erschütterung des gesamten Weltkapitalismus, die Verschärfung des Klassenkampfes und der unmittelbare Einfluss der proletarischen Oktoberrevolution riefen in Europa, wie in den kolonialen und halbkolonialen Ländern eine Reihe von Revolutionen und revolutionären Aktionen hervor: Januar 1918 - Arbeiterrevolution in Finnland; - August 1918 <Reisaufstände> in Japan; - November 1918 Rvolutionen in Österreich und Deutschland, die die halbfeudalen Monarchien stürzten; März 1919 proletarische Revolution in Ungarn; Aufstand in Korea; April 1919 - Rätemacht in Bayern; Januar 1920 - bürgerlich-nationale Revolution in der Türkei; September 1920 - Besetzung der Betriebe durch die Arbeiter in Italien; März 1921 - Aufstand der proletarischen Vorhut in Deutschland; September 1923 - Aufstand in Bulgarien; Herbst 1923 revolutionäre Krise in Deutschland; Dezember 1924 - Aufstand in Estland; April 1925 - Aufstand in Marokko; August 1925 –Aufstand in Marokko; August 1925 - Aufstand in Syrien; Mai 1926 - Generalstreik in England; Juli 1927 - Arbeiteraufstand in Wien. All das zusammen mit Ereignissen, wie dem Aufstand in Indonesien, der tiefen Gärung in Indien, der machtvollen chinesischen Revolution, die ganz Asien erschütterte, sind Glieder der Kette der internationalen Revolution, sind Bestandteile der tief aufwühlenden allgemeinen Krise des Kapitalismus. Dieser internationale revolutionäre Prozess umfasst den Kampf für die Diktatur des Proletariats, wie auch die nationalen Befreiungskriege und die kolonialen Aufstände gegen den Imperialismus, die wiederum untrennbar verbunden sind mit der Agrarrevolution der Millionen zählenden Bauernmasse. So wurden gewaltige Menschenmassen in den Strom der Revolution hineingerissen. Die Weltgeschichte ist in eine neue Phase ihrer Entwicklung eingetreten: in die Phase einer langwierigen allgemeinen Krise des kapitalistischen Systems. Die Einheit der Weltwirtschaft fand dabei ihren Ausdruck in dem internationalen Charakter der Revolution, - die Ungleichmäßigkeit der Entwicklung der einzelnen Teile der Weltwirtschaft - in der Ungleichzeitigkeit der Revolution in den einzelnen Ländern.

 

 

 

"Rote Fahne" vom 24. April 1919:

Aus der Internationale

EIN AUFRUF

Budapest, 20. April

Der Volkskommissar für Äußeres, Bela Kun, veröffentlicht folgenden Aufruf:

An die revolutionäre Arbeiterschaft und Arbeiterpresse aller Länder

 

Genossen !

Am 4. Mai tritt der Kongress der ungarländischen revolutionären Arbeiter- und Soldatenräte zusammen. Diesem Kongress wird der revolutionäre Regierungsrat seinen Bericht erstatten über eine sechs-wöchige Tätigkeit, die er zur Vernichtung des Kapitalismus und zum Aufbau des Sozialismus geleistet hat. Wir laden euch ein, eure Vertreter zu diesem Kongress zu entsenden, damit sie sich mit eigenen Augen von der zerstörenden und zugleich aufbauenden Tätigkeit der ungarländischen proletarischen Diktatur überzeugen können. Zu den Hauptwaffen des Kapitalismus gehört Verleumdung. Die Unterdrücker, in deren Händen sich nicht nur die materiellen, sondern auch die geistigen Machtmittel befinden, sind bestrebt, von unseren Zuständen ein Zerrbild zu geben, damit es den Unterdrückern als Schreckgespenst diene.

Selbst sozialistische Blätter verbreiten die Märchen, dass unsere Diktatur gegen das Proletariat wäre. Es ist das eine elende Lüge. Was wir leisten, ist nicht das Werk Einzelner, sondern das Werk des gesamten Proletariats.

 

Die Vorgänge in Ungarn

Budapest, 20. April

Über die Vorgänge in Ungarn gehen uns folgende Nachrichten zu:

Der Aufruf des Zentral-, Soldaten-, Arbeiter- und Bauernrates, der zur Verteidigung der Errungenschaften der Proletarierdiktatur den Verteidigungskrieg beschloss und zugleich aussprach, dass die Hälfte der Arbeiterschaft sämtlicher Betriebe zu den Waffen greift, um die Macht des Proletariats gegen die durch die westliche Bourgeoisie Proletarierrepublik gehetzten tschechischen, rumänischen und ingloslawischen Truppen zu verteidigen, wurde in der ganzen Hauptstadt in einigen Viertelstunden bekannt und erweckte allenthalben stürmische Begeisterung. Da in den Abendstunden mehrere Parteiorganisationen und Gewerkschaften Sitzungen abhielten, wurde der Beschluss des Zentral-Arbeiterrates schon in diesen Sitzungen mit enthusiastischer Begeisterung begrüßt und wurden nach den Sitzungen an vielen Stellen große Demonstrationen für den Verteidigungskrieg veranstaltet. Die größeren Straßen der Hauptstadt durchzogen mehrere Demonstrationszüge. Am imposantischsten war die Demonstration der jugendlichen Arbeiter des vierten Bezirks. Sie zogen aus ihren Gewerkschaftslokalitäten entlang die Kosshut-Lajusgasse und die Ringstraße und ließen die Proletarierdiktatur und Errungenschaften der Revolution hoch leben. Ihrem Demonstrationszuge schlossen sich sehr viele Passanten an. Mehrere Demonstranten hielten Ansprachen. Die Teilnehmer des Demonstrationszuges gingen erst in späten Nachtstunden in musterhafter Ordnung auseinander.

 

"Rote Fahne" vom 24. April 1919:

Aus der Internationale

die Lage in Ungarn

Am Ostersonntag fanden unter Teilnahme der meisten Volksbeauftragten und Führer der Sozialistenpartei in fast sämtlichen größeren Städten des Landes Volksversammlungen statt. Der Präsident der Räteregierung, Alexander [Sandor] Garbei, sprach in Miskolc, wo er ausführte, der Krieg habe das ganze ungarische Nationalvermögen verschlungen. Wenn Deutschland 125 Milliarden Kriegsentschädigung bezahlen muss, folgere ich, dass Ungarn 25 Milliarden auferlegt werden, was eine jährliche Zinsenlast von mehr als 3 1/2 Milliarden bedeutet. Die Versorgung der Invaliden, Witwen und Waisen verschlingt 2 Milliarden. Das ordentliche Staatsbudget betrug während des Krieges 2 1/4 Milliarden. Das arbeitende Volk müsste daher jährlich 8 Milliarden bezahlen. Dem Lande werden die wertvollsten Gebiete entrissen, so dass etwa 8 Millionen Seelen diese 8 Milliarden zahlen müssten. Wenn wir Stroh essen, in Strohkleidern gehen und täglich 20 Stunden arbeiten, auch dann können wir dies nicht ertragen. Wir sagen zur Bourgeoisie: Weil eure Herren den Krieg gemacht haben, sollen sie auch die Kosten bezahlen. Unsere Grafen und Bankiers sind, als sie fühlten, dass sie zahlen müssen, in die Schweiz und anderwärts geflüchtet. Wären sie hier geblieben und hätten alle zahlen sollen, auch dann hätten sie diese Aufgabe nicht lösen können. Sie haben den Krieg und damit die bürgerliche Gesellschaftsordnung und bisherige Produktionsordnung verloren. Nicht Ungarn allein ist im Kriege zu Grunde gegangen, auch Italien, Russland, Serbien, sowie jedes Land, das 5 Jahre im Kriege stand, so auch Deutschland und Deutschösterreich. Ich mache die Bourgeoisie aufmerksam, dass sie nicht versuchen soll, die alte Ordnung wieder herzustellen. Dies kann nicht gelingen. In der Staatsordnung der Bourgeoisie hat eine kleine Gruppe ihren Willen der arbeitenden Millionen aufgezwungen. In der Räterepublik zwinge das Volk seinen Willen der kleinen Gruppe auf, das von der Ausbeutung leben will. Wenn sie sich der neuen Ordnung unterwirft, wird sie von den Rechten nicht weiter ausgeschlossen sein.

 

 

 

 

 

AUFRUF DES EKKI

Im Namen der ungarischen Räterepublik !

(Rückübersetzung ins Deutsche aus der englischen Übersetzung, da wir leider nicht über das originale Dokument in deutscher Sprache verfügen)


Juli 1919

Beschluss des Ersten Kongresses, S. 100


An Alle ! An Alle ! An Alle !


Es ist ein solch ungeheurliches Verbrechen geschehen, welches alle bisherigen Missetaten der besitzenden Klassen während des Krieges in den Schatten stellt. Die englischen und französischen Imperialisten haben die Räterepublik von allen Seiten umzingelt, um die ungarischen Arbeiter und ihre sozialistische Revolution im Blut zu ertränken.

Vom Adel getäuscht, stacheln die rumänischen Feudalherren die Truppen gegen Ungarn auf. Von zwei anderen Richtungen aus setzen sich die Truppen der tschechoslowakischen und jugoslawischen Regierung gegen Ungarn in Bewegung, angetrieben von den französischen Imperialisten. Die ungarische Sowjetregierung hatte zugesagt, fast alle Friedensbedingungen zu akzeptieren und alle demütigenden Forderungen der reaktionären rumänischen und tschechoslowakischen Regierung zu erfüllen. trotzdem setzen die Armeen dieser reaktionären Regierungen ihre Offensive gegen Ungarn weiter fort.

Die Bedeutung dieser Ereignisse ist klar. Die ungarische Räterepublik will keinen Krieg. Die Räterepublik folgt dem Willen der ungarischen Arbeiter. Die ungarischen Arbeiter haben die Macht der Kapitalisten gestürzt - das war ihr einziges "Verbrechen"!

Der Vormarsch der Imperialisten gegen das sozialistische Ungarn findet offen Sympathie und Beifall bei den Sozialverrätern, die sich "Sozialdemokraten" nennen. Die Konferenz der gelben Amsterdamer "Internationale" hat sich mit keinem einzigen Wort des Protestes gegen den räuberischen Feldzug gegen Ungarn geäußert.

Das Exekutivkomitee der Kommunistischen Internationale appelliert an die tschechoslowakischen, rumänischen und jugoslawischen Arbeiter und Soldaten:

Genossen, lasst euch nicht länger zum verlängerten Arm der Zwangsvollstrecker der ungarischen Arbeiter machen! Reicht euren Brüdern, den ungarischen Soldaten und Arbeitern, die Hand. Die Arbeiter der ganzen Welt wenden sich voll Verachtung von denjenigen ab, die in diesem großen Augenblick nicht ihre internationalistische Pflicht erfüllen.

Arbeiter und Soldaten aus Frankreich!

Es ist der bürgerliche Staat, der an der Henker-Kampagne gegen die ungarische Räterepublik schuld ist. Erhebt eure Stimme zum Protest! Reißt die Macht aus den Händen derjenigen, die die größten Übeltäter sind, die die Welt je gekannt hat. Schlagt den Mördern das Messer aus der Hand, das gegen unsere Brüder, die ungarischen Arbeiter, gezogen wird.

Die klassenbewussten Arbeiter der ganzen Welt sind stolz auf die Heldentat der ungarischen Arbeiter. Sie haben in Ungarn eine Arbeiterrepublik gegründet.

Die kommunistischen Arbeiter der Welt senden euch glühende Grüße, euch ungarische Proletarier, die ihr von allen Seiten von Feinden umgeben seid. Seit eineinhalb Jahren ist die Diktatur des russischen Proletariats in eine ähnlich schwierigen Lage geraten. Und trotzdem hat sie sich allen Schwierigkeiten entgegen gestellt. Wir sind fest davon überzeugt, dass ihr standhaft bleibt und alle schweren Prüfungen bestehen werdet.


Nieder mit den internationalen Räuber!

Es lebe die Räterepublik!

 

 

 

 

ERKLÄRUNG DES EKKI

Zum Sturz der ungarischen Räterepublik


5. August 1919

Beschlusse des Ersten Kongresses , S . 136



Genossinnen und Genossen !

Der größte Verrat !

Die Sowjetmacht in Ungarn ist unter dem Druck der imperialistischen Räuber und dem ungeheurlichen Verrat der Sozialpatrioten zusammengebrochen. Die Führer der Zweiten Internationale , die das imperialistische Gemetzel unterstützten, betätigten sich als Streikbrecher des internationalen Protests. Die imperialistischen Räuber , angeführt von Clemenceau und Wilson , sind immer unverschämter geworden. Das Ultimatum, welches sie stellten lautet: "Zuerst stürzt eure Sowjetregierung , erst dann werden wir euch in Ruhe lassen ! "

Der gämzlich verabscheuungswürdige Charakter der ehemaligen sozialdemokratischen Partei trat zum Vorschein. Sie leisteten einen Meineid auf die proletarische Diktatur, unterschrieben Vereinbarungen mit der Kommunistischen Partei Ungarns, und vereinigten sich schließlich mit dieser Partei. Auf feierlichen Sitzungen, auf den Kongressen der Sowjets , auf dem Parteitag erklärten sie scheinheilig, dass sie bis zum letzten Blutstropfen für den Kommunismus und die Revolution kämpfen. Durch die Vereinigung mit den Kommunisten verpflichteten sie sich, der Dritten , der Kommunistischen Internationale zu folgen.


Diese Partei trägt jetzt das Kainsmal auf der Stirn . Sie hat das Proletariat , die Revolution , die ruhmreiche Partei der ungarischen Kommunisten und die Internationale verraten und verkauft. Nach Abschluss eines Geheimvertrag mit den Mördern des Versailler Vertrages und mit den Konterrevolutionären im eigenen Land, bestochen mit dem Gold der Imperialisten und unterstützt von den Bajonetten der Henker, stürzten sie die Regierung des kommunistischen Proletariats. Diese "wahren Sozialisten " sind nun dabei, das vergesellschaftete Eigentum wieder in Privateigentum zu verwandeln. Die Großmächte im Völkerbund entsenden jeweils ein Regiment zu ihrer Unterstützung. An der Spitze der Regierung steht Peidl , ein Mörder der Arbeiter, der ungarische Noske.

Der verräterische Charakter der Sozialpatrioten hat sich vollkommen entlarvt. So wie die Scheidemänner und Kautskyaner in Deutschland wurde die proletarische Revolution im Blut ertränkt. Sie unterscheiden sich nicht von den Sozialrevolutionäre und Menschewiki und deren Unterstützung, der zaristischen Generale. Ihr Verrat unterscheidet sich nicht vom Verrat an der internationalen Arbeiterklasse durch die gelbe Internationale in Bern .

Als verschacherte Beute an den Völkerbund - dafür haben die ungarischen Sozialverräter die ungarischen Räterepublik, diesen Stolz des Weltproletariats, preisgegeben und in Stücke zerreißen lassen.

In der Dritten Internationale ist kein Platz für Provokateure und bezahlte Henker des Kapitals!

Sollen sie verschwinden und zur II. Internationale gehen, wo sie hingehören, zu Branting und Thomas , zu Noske und Kautsky !

Die Kommunistische Internationale trauert um den Untergang der Räterepublik in Ungarn und um den Verlust ihres glorreichen Führers Tibor Szamuely. Wir fordern die Proletarier der Welt auf, sich noch enger unter dem kommunistischen Banner zu scharen und die Offensive gegen die Festung des Kapitals zu verstärken.

In den großen historischen Kämpfen unserer Tage gibt es große Siege und Niederlagen. Aber die blutigen Erfahrungen aus Finnland und Sibirien haben uns gezeigt, dass in Ländern, wo einst die Sowjets an der Macht waren, die Konterrevolution nicht von Dauer sein kann. Überall steigt die Welle der Empörung weiter an. Unser letzter Sieg ist so unvermeidlich wie der Untergang der Bourgeoisie und der Sozialverräter.

Die Kommunistische Internationale fordert das ungarische Proletariat auf, weiterhin gefasst, mutig und aufrecht zu stehen.

An die Arbeit , Genossen ! Beginnt umgehend mit der Organisierung einer illegalen kommunistischen Partei . Die blutige Lektion von Ungarn hat das ganze Weltproletariat gelehrt , dass es niemals Koalitionen , niemals Einheit mit den Sozial-Kompromißlern geben kann ! Die opportunistischen Führer müssen erbramungslos hinweggefegt werden . Neue Männer müssen an die Spitze der Bewegung treten und zwar aus der Arbeiterklasse. Denn der Sieg liegt in der hand der Arbeiterklasse und nicht in der hand der Klassenfeinde.


Sowjet-Ungarn ist gefallen - es lebe Sowjet Ungarn !

Es lebe die Kommunistische Partei Ungarns !

Es lebe die Arbeiterrevolution auf der ganzen Welt!

Es lebe der Kommunismus !

 

 

 

 

 

 

Budapest - 1919

BELA KUN

 

 

Lenin mochte Bela Kun:

 

"Genosse Béla Kun kannte ich schon gut, als er noch Kriegsgefangener in Russland war und häufig zu mir kam, um sich mit mir über den Kommunismus und die kommunistische Revolution zu unterhalten."

(Lenin, Werke, Band 29, Seite 230)

 

Der ungarische Genosse Bela Kun - einer der besten ungarischen Kommunisten

(Lenin, Werke Band 29, Seite 258)

 

 

 

 

 

 

 

Aufruf der ungarischen kommunistischen Partei an die internationale Arbeiterklasse

Der Ruf, 30. Dezember 1919, Seite.4;

 

Genossinnen und Genossen ,

Nach Monaten des heroischen Kampfes sind wir durch die gut ausgestatteten und gut organisierten Armeen der Konterrevolutionäre geschlagen worden . Die Weißgardisten der ungarischen Konterrevolution terrorisieren unser Volk mit den barbarischsten Akten der Repression. Sie werden vom internationalen Kapital unterstützt, um einen schrecklichen Vernichtungskrieg und Rachefeldzug gegen das ungarische Proletariat zu führen, damit sich die Revolution nicht auf andere Länder ausweitet.

Tausende unserer Genossinnen und Genossen wurden grausam gefoltert, um aus ihnen Geständnisse von verbrechen herauszupressen, die sie nie begangen haben. Auf sie wartet die Vollstreckung des Todesurteils durch Enthauptung. Frauen und Kinder wurden nicht verschont. Den Frauen wurden die Kleider herunter gerissen, und man peitschte sie nackt durch die Straßen. Arbeiter und Studenten wurden an Schwänzen von Pferden gefesselt und so lange über den Boden gezogen, bis sie tot waren. Sowjetdelegierte wurden lebendig begraben. Die Verfolgungen und Folterungengerhen unvermindert weiter. Der entartete ungarische Adel dürstet nach Blut, und rächt sich brutal an der Arbeiterklasse, die es gewagt hatte, die ungarische Monarchie hinwegzufegen, um eine kommunistische Gesellschaft aufzubauen. Es liegen schon genug verstümmelte Leichen auf den Straßen, aber das reicht den Schlächtern noch nicht. Jetzt haben Schauprozesse begonnen. Unsere Genossinnen und Genossen , die ehrlich und gewissenhaft ihre Aufgaben in der kommunistischen Regierung durchgeführt haben, warten auf ihr Todesurteil !

Alle Sympathie für die Arbeiterbewegung im Verdacht stehen , die in dem Lager interniert Heymasker , so dass keine revolutionäre Bewegung in der Lage ist , wieder zwischen der Donau und Tibisk steigen. Ein Konzentrationslager wurde für 120.000 Gefangene hergerichtet. Dort wartet der Hungertod.

Unsere Rote Armee hat für vier Monate tapfer gekämpft , um die Revolution zu verteidigen und sie nach Rumänien und in andere Regionen zu tragen .

Wir wenden uns an die internationale Arbeiterklasse , wir appellieren an euer Gewissen und eure Vernunft. Helft dem ungarischen Volk in dieser schrecklichen Stunde der Not. Protestiert gegen die Todesurteile und gegen Internierung in den Lagern, wo Hunger und Tod auf uns wartet.

Die ungarische Revolution ist nicht tot , der ungarische Proletariat wird seinen Platz wieder einnehmen bis zum letzten Kampf. Lasst nicht zu dass eure ungarischen Brüder ausgerottet werden . Wir senden euch unsere besten Grüße , und wir sind sicher , dass die Italienische, französische , englische, belgische und amerikanische Arbeiterklasse uns nicht ignoriert. Unsere Sache ist auch eure Sache !

Wir rufen euch zu:

"Es lebe die sozialistische Revolution . "

 

Das Exekutivkomitee der Kommunistischen Partei Ungarns

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ungarische Sowjetrepublik - Karte 1919

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Rote Fahne" - KPD

Nr. 47 vom 11. April 1919

 

"Aus Russland, dem heiligen Herde der proletarischen Revolution, sprang der Funke über nach Ungarn, zündend, belebend, Altes verzehrend, Neues erweckend. Doch auf Ungarn blieb der Brand nicht beschränkt. Deutsch Österreich ist auf dem Punkte, die Räterepublik zu errichten, und vor Allem: auf deutschem Boden selbst ist der Rätegedanke zum ersten Male Wirklichkweit geworden: Bayern ist Räterepublik.

Es lebe die Weltrevolution !"

 

* * *

 

Leitsätze der KPD vom 19. Mai 1919

zum Versailler Friedensvertrag (Leitsätze über den Frieden)

 

Paragraph VIII

Poltisch sichert die Rätediktatur der deutschen Revolution die Hilfe des russischen und ungarischen Proletariats, beflügelt den Gang der Revolution in Österreich, in Polen, in Tschechien, in Südslawien, in den Ländern der Entente.

 

Paragraph IX

Wirtschaftlich bedeutet sie die Befreiung von der Last der inneren Kriegsschuld, wirtschaftliche Reorganisation der Industrie, Rettung der Landwirtschaft und der Kleinbourgeoisie.

Russland und Ungarn würden mit Deutschland eine gemeinsame Produktionsbasis bilden, deren Wirtschaft nach einheitlichem, zentralem Plan geleitet würde. Die industrielle und landwirtschaftliche Maschinerie Deutschlands, seine geschulte Arbeiterschaft, seine technische und kaufmännische Intellignez einerseits, die Rohstoffproduktion Russlands und Ungarns andererseits ergänzen sich gegenseitig. Unmittelbares Zusammenwirken und Austausch von indistriellen und landwirtschaftlichen Produkten, Maschinerie, technischen und wissenschaftlichen Verfahren und von Arbeitskräften würden leisten, was ein bloßer Handelsverkehr unter dem Gesichtspunkt kapitalistischen Austauschs nie zu leisten imstande wäre.

 

Paragraph X

Eine Räteregierung als Ausdruck der proletarischen Diktatur, gestützt auf das Machtbewusstsein, dass der Sieg über die eigene Bourgeoisie dem Proletariat verleiht, gestützt durch die unmittelbare Verbindung mit Russland und Ungarn, gestärkt durch die moralische Unterstützung der Arbeiterklassen der Ententeländer, würde von vornherein den imperialistischen Siegern mit anderer Autorität gegenübertreten als die Regierung des bakrotten Imperialismus. Die Friedensbedingungen könntern nicht die selbensein wie gegenüber der verkrachten Bourgeoisie und ihren verkrachten und verächtlichen Bedienten.

("Die Internationale", Jg 1, 1919, Heft 2/3, Seiten 28 - 32)

 

 

 

 


 

Die Arbeiter- Bauern- und Soldatenräte kommen immer näher !

 

Ungarische working class und Proletariat werden (unter  anderem im 1 . Weltkrieg) gejagt und gehetzt  wie ein Tier.
Du weißt genau die Weltreaktion und Weltbourhoisie hetzen euch in den Tod für ihre Profitgier
Arbeiter, Bauern, Ausgebeutete und Unterdrückte werden mit Füßen getreten ,doch wir bieten euch die Stirn !
Sozialfaschismus und Nazifaschismus  bohrt sich durch das Herz Der Revolution, wann geht das rein in euer Gehirn?

Doch die Gewehrläufe drehen sich um jetzt rennt der Monarch und die Monopolherren, bald geht nix mehr
Denn Arbeiter-Bauern- und Soldatenräte kommen immer näher und das Großkapital weißt nicht wer
Die Kapitalitenklasse schreit um Hilfe so laut sie's schafft
Die Imperialistenklasse rennt um ihr Leben mit letzter Kraft

Weltkapitalismus ,das ist dein Tod
dein Tod heute Nacht
Weltimperialismus  du weißt genau
Gleich wirst du abgeschafft
Hammer, Sichel und Gewehr
dazu gelber Spartakusstern aus  blankem Stahl
Die alten Kriegstreiber haben jetzt selber Angst vor dem Tod
Die Monopolbourgoisie hat Angst vor der Qual.

Die Bonzen fliehen mit einem Sack Geld in eine Ecke obwohl's sie nicht schützt
Arbeiteraristokraten und andere Peiniger winseln um Gnade obwohl's ihnen nix nützt.
Du siehst den geschundenen Proleten mitten ins  Gesicht
Versuchst zu entkommen, versuchst dich freizukaufen, doch das schaffst du nicht.

Spekulanten denken  an goldene Chefetagen , die Stunden, die Tage voll Glück.
Multis, Banken und Konzerne  denken an die guten Ausbeuterzeiten zurück
Jeder hört die Schreie bei der  1. Weltkriegschlachterei
Durch die Diktatur des Proletariat fühlt ihr  selbst die Unterdrückung  und es ist vorbei.

 

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