ES LEBEN DIE HELDENHAFTEN FEBRUARKÄMPFER !

- 1934 -

ÖSTERREICH

 

Wir gedenken der 2000 gefallenen, heldenhaften Februarkämpfer.

Wir gedenken der über 8 000 Gefangenen, von denen viele hinterher in den Konzentrationslagern ermordet wurden.

Wir gedenken aller Opfer des bewaffneten Aufstandes gegen den Faschismus.

Wir werden ihren Kampf so lange fortsetzen, bis die Unvermeidbarkeit des Faschismus auf der ganzen Welt für immer beseitigt ist !

 

AIZ

"Arbeiter Illustrierte Zeitung"

Februarkämpfe 1934

Nr. 8 ( Text - Auszug in PDF-Format)

 

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AIZ

"Der Putsch der Bankrotteure"

Der 25. Juli 1934 in Österreich

1934 - Nr. 31 ( Text - Auszug in PDF-Format)

 

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AIZ - "Sonderbeilage"

Seite 1

Seite 2

Nicht Gäste sondern Brüder

Die Schutzbündler in Moskau

Heinz Roscher, der Schutzbundkommandant von Floridsdorf.

 

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AIZ

"Alles Recht geht von Gott aus ...!"

aus: Sonderbeilage 1934

 

 

Die blutigen Februarkämpfe in Österreich und Wien

 

 

Lenin bezeichnete Otto Bauer ...

... als "den Besten unter den Sozialverrätern, der begann, dass Öl reformistischer Phrasen auf die Wogen der Revolution zu gießen."

"Was die österreichischen Sozialdemokraten an Stumpfsinn, Niedrigkeit und Gemeinheit fertig bringen, das zeigt gar zu augenscheinlich die ganze Politik Renners und ähnlicher österreichischer Scheidemänner, denen - zum Teil aus grenzenloser Dummheit und Charakterlosigkeit - die Otto Bauer und Friedrich Adler beispringen, die zu ganz gewöhnlichen Verrätern geworden sind."

(Lenin, Band 30, Seite 350-351).

***

"Als die Herren Bourgeois, die Herren Paktierer ... in Österreich ..., übersahen sie stets einen solchen Faktor wie die revolutionäre Entschlossenheit, Festigkeit und Unbeugsamkeit des Proletariats."

(Lenin, Band 30, Seite 446).

***

"Der schwerste Fehler, das schwerste Verbrechen solcher 'patentierten' Marxisten wie ... Otto Bauer ... besteht darin, diese Theorie [ von Marx und Engels als "eine Anleitung zum Handeln" - Anmerkung der Redaktion ] in den wichtigsten Augenblicken der Revolution des Proletariats anzuwenden."

(Lenin, Band 31, Seite 57).

***

 

 

Nieder mit dem Austro-"Marxismus"

= Steigbügelhalter-Ideologie des Faschismus !!

 

Faschisten und Sozialfaschisten sind Zwillingsbrüder !

Die Arbeiterklasse muss alle BEIDE nieder schlagen !!

Das eben ist die Lehre von den Februarkämpfen 1934 in Österreich.

 

 

Im folgenden Artikel werden die ideologischen Wurzeln für die Niederlage der Arbeiter in den Februarkämpfen aufgedeckt:

DIE ZICKZACK-SPRÜNGE

OTTO BAUERS

A. Rubinstein

aus: "Unter dem Banner des Marxismus"

Zeitschrift der Kommunistischen Internationale

VIII. Jahrgang 1934, Heft 3 - 4 / Oktober

feiger Sozial Faschist

Steigbügelhalter der Faschisten in Österreich

 

 

 

STALIN

UNTERREDUNG MIT DEM
ENGLISCHEN SCHRIFTSTELLER H. G. WELLS

23. Juli 1934

Der Faschismus ist eine reaktionäre Kraft, die unter Anwendung von Gewalt die alte Welt zu erhalten sucht.

Was wollen Sie mit den Faschisten machen?

Mit ihnen diskutieren?

Sie zu überzeugen versuchen?

Aber damit erreichen Sie bei ihnen nicht das Geringste. Die Kommunisten verherrlichen keineswegs die Anwendung von Gewalt. Aber sie, die Kommunisten, sind nicht willens, sich überrumpeln zu lassen, sie können sich nicht darauf verlassen, dass die alte Welt freiwillig von der Bühne abtritt, sie sehen, dass das alte System sich gewaltsam verteidigt, und deshalb sagen die Kommunisten der Arbeiterklasse: Beantwortet Gewalt mit Gewalt, tut alles, was in Euren Kräften steht, um zu verhindern, dass die alte, sterbende Ordnung Euch zermalmt, lasst nicht zu, dass sie Fesseln um Eure Hände legt, um die Hände, mit denen Ihr das alte System niederreißen werdet! Sie sehen also, die Kommunisten betrachten die Ablösung eines Gesellschaftssystems durch ein anderes nicht einfach als einen spontanen und friedlichen Prozess, sondern als einen komplizierten, langwierigen und gewaltsamen Prozess. Die Kommunisten können die Augen nicht vor den Tatsachen verschließen.

 

"Die Ereignisse in Österreich sind eine glänzende Bestätigung von Stalins These, dass die Idee der
Aufstandes im Bewusstsein der Massen herangereift ist."

(PRAWDA)

 

Die Kommunistische Internationale:

"Wien ist nie sozialistisch gewesen, weil die Sozialdemokratie eine bürgerliche Politik betrieb. Die österreichische Sozialdemokratie hat ihren völligen Bankrott selbst verschuldet. Sie hat ihren anti-demokratischen und sozialfaschistischen Charakter vor den Massen offenbart.

Aus dem Blute der Opfer des österreichischen Februaraufstandes versucht bereits jetzt schon die II. Internationale politisches Kapital zu schlagen. Die SPÖ versucht den Anschein zu erwecken, als ob sie die Initiatorin und Führerin der heldenmütigen Kämpfe gewesen sei. Es soll eine Legende entstehen von der kühnen revolutionären Sozialdemokratie Österreichs, die das stark beschädigte Ansehen der II. Internationale heben soll. Die Schande der SPD, so lautet die Legende, sei durch die mutigen Kämpfe der SPÖ gesühnt worden.

Die Sozialdemokratie trägt in Österreich die Verantwortung für den Faschismus, denn die Ereignisse vom Februar 1934 sind die Konsequenz des sozialdemokratischen „Weges zum Sozialismus"

 

 

 

 

Civil War in Austria

"Workers Age" - USA - March 1934

 

 

 

 

 

Kampf um die rote Front der Arbeiterklasse

 

 

„Immer deutlicher kann es jeder Arbeiter sehen, dass die sozialdemokratische Partei der letzte Schutzdamm des Kapitalismus vor der heraufziehenden revolutionären Flut ist. Und mit allen Mitteln suchen die sozialdemokratischen Führer den zusammenbrechenden Kapitalismus zu (…) stützen, und sind bereit dazu, den Massen die größten Opfer aufzuerlegen.

Wenn die Arbeiter die Macht ergreifen und sich von Kapitalismus befreien wollen, dann müssen die Fesseln zerschlagen werden, die die Sozialdemokratie den Massen anlegt. Es ist eine Lüge, wenn die sozialdemokratischen Führer behaupten, dass wir Kommunisten die Einheit der Arbeiterklasse zersplittern. Umgekehrt ist es wahr, dass die sozialdemokratischen Führer mit den kapitalistischen Klassenfeinden des werktätigen Volkes paktieren und zusammenarbeiten, um deren Klassenherrschaft zu retten und derart die Arbeiterklasse zu spalten! (…)

Wir Kommunisten rufen zur Herstellung der Einheit der Arbeiterklasse in der roten Front des revolutionären Kampfes gegen die kapitalistische Klasse und ihre Lakaien.“

Aus: „Wo ist der Ausweg? Programm der Kommunistischen Partei zur sozialen und nationalen Befreiung der Werktätigen Österreichs“ (1931)

 

 

Maidemonstration 1933 - Wien

 

 

Großkundgebung von 10 000 Anti-Faschisten

in Wien - 1932 !

 

 

 

 

 

 

 

Gegen Sozialfaschismus !!!!

 

 

 

 

 

 

 

Verbot der KPÖ am 26. Mai 1933

illegale Postkarte der KPÖ

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Arbeiterverräter !

Die Anti-Kommunisten !

Die Sozialfaschisten !!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Potestmarsch in den USA - Solidarität mit den Februarkämpfern in Wien

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Faschisten zerstörten die Wohnungen in den Arbeitervierteln

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Richard Zach:

Die Ballade vom Februar 1934

 

Über ein umgelegtes Tor
sprangen sie furchtlos
mit gefälltem Bajonett ein.
(Die anderen hatten nämlich
keine Patronen mehr.)

Ganz rückwärts ging ein Leutnant -
man konnte nie wissen -,
ein junger. Herr
Leutnant, sagte der Soldat
zu ihm. Bauerngesicht, rot und
stiernackig wie die anderen. - Herr
Leutnant. Melde gehorsamst..."
Und in seinen Augen
spiegelte sich ein brauner Acker
und die Zigarette,
die der Herr Leutnant rauchte, der Herr.
Er war Akademiker und
hatte einen wirklichen Schmiss.
Dann stieß
er mit dem Fuß einen Stein weg,
einen kleinen, eckigen.
(Er war nämlich auch Fußballer
und überhaupt ein fortschrittlicher Mensch.)
Und ließ sich
vom Fabriksschatten zurückschieben.
Es war nämlich
schmutzig und stank nach Maschinenöl.

Und der junge Kerl mit
dem breiten Bauerngesicht meldete,
dass
dreiundzwanzig Tote gefunden seien,
- nämlich
von den anderen -
und sechs Gefangene.
Und, ja, er
melde das gehorsamst, Herr...
Und er befahl, sie
abzuführen ins Direktionsgebäude, wo
er sein Quartier aufgeschlagen hatte, weil
es ihm kalt wurde.
Es lag
ein zerschossener Treibriemen neben ihm.
Und er wartete.
(gebunden, selbstverständlich)
ließ er den beiden letzten
eins in den Rücken hauen, weil
sie die Köpfe hängen ließen,
diese Schurken,
und trat
ihnen mit der Stiefelspitze in den Hintern.
Die beiden hatten nämlich
gegen "Ergeben" gestimmt früher. Aber
nicht deshalb trat er.
Er war ja ein gerechter Mensch und
wusste es auch nicht.
Er war nämlich
auch Fußballer.

Es war schon ziemlich dunkel,
aber, wie gesagt,
er war ein gerechter Mensch und
ließ ihnen noch eine halbe Stunde
Zeit, den sechs.
Dann nahm
er sich noch eine Zigarette,
eine Liebesgabenzigarette,
und ließ sich von dem jungen Kerl
mit dem Bauerngesicht
melden, dass
die sechs an die Wand
des Magazinschuppens gestellt seien
(gehorsamst selbstverständlich).
Er ging die zwanzig Schritte hinüber,
und bevor er die Hand
hob und befahl,
blickte er nochmals die sechs an,
ganz gedankenlos,
bloß
so aus Neugierde.
Und in den zwölf Augen
sah er die zerschossene Fabrik hinten.
Und eine gewisse Bürde
drückte allen die Stirne nieder.
Nur die beiden letzten -
sie sahen aus, wie echte Banditen,
dachte er, weil
er einmal Philosophie studiert hatte -
die beiden letzten
standen ganz gerade.
(Die glaubten nämlich nie
an Amnestie,
aber das wusste er nicht.)
Dann
bemerkte er noch zufällig
die schmutzigen, klobigen Hände,
vorne gebunden
und zerschunden
im Schatten der Wände.

Und er sah, dass auch seine Soldaten
klobige Hände hatten,
nur etwas röter
neben dem Stahl.
Dann befahl er (...)
Dann zündete er eine Zigarette
an, eine Liebesgabenzigarette,
und schrieb mit einem Rotstift,
dass im Objekt acht
nur zehn Tote gefunden seien.
Rief den jungen Kerl
und schickte ihn
mit einem schönen Gruß und
dem Blatt zum Oberst hinüber.
(Der Oberst war nämlich
auch sein Papa, doch er dachte darüber
nur nach, wenn er
Geld brauchte.)
Er selbst ging
zum Direktionsgebäude
und steckte beide
Hände ein.

Nur unterwegs stieß
er einen Stein
mit dem Fuß weg, einen
kleinen, eckigen.
(Er war nämlich
Fußballer, wie gesagt.)
Und dabei
fiel ihm ein Schlager ein,
der englische, den
die kleine Blonde immer sang
von unten, wenn
es besonders toll wurde.
(Übrigens
hatte der Junge
die gleichen blonden Haare
gehabt wie die Kleine,
nur mehr schmutzig, der Junge von
den Sechsen drüben.)
"Melde gehorsamst, Herr",
hatte der junge Kerl gesagt
mit dem Bauerngesicht,
"Herr Oberst", und in seinen Augen
glänzte ein brauner Acker und
die Gewissheit, dass
er Zugsführer wurde nachher.
"Melde gehorsamst", und
er gab das Blatt.
(Nun glänzte auch
in seinen Augen etwas matt
der Stern des Oberst mit, Herrn
Oberst.)
Und der Oberst zündete sich eine
Zigarette an, eine
Liebesgabenzigarette,
und las: Objekt... zehn
Tote gefunden ...,
und sagte: "Ab!"

Dann nahm er einen Rotstift
(er war nämlich
der Papa, wie gesagt),
dann
nahm er einen Rotstift
und strich die Null weg
von zehn.
Die Null!

 

 

KOMMUNISTISCHE INTERNATIONALE

MANIFEST ZU DEN EREIGNISSEN IN ÖSTERREICH

[ Auszüge ] 

herausgegeben von

EKKI, RILU, UND KJI

 

3. März 1934 Rundschau, 19, Seite. 711, vom 8. März 1934

 


Nach dem faschistischen Putsch in Deutschland machte die Bourgeoisie in Frankreich einen Versuch, die faschistischen Kräfte zu mobilisieren, und in Österreich einzusetzen, um einen entscheidenden Schlag gegen die Arbeiterklasse zu richten. In Frankreich antwortete das Proletariat mit Massendemonstrationen und einem Generalstreik, in Österreich mit einem Generalstreik und dem bewaffneten Aufstand .

Von Hunger und Arbeitslosigkeit gequält, verloren die österreichischen Arbeiter ihren Glauben an die Demokratie. Sie stiegen auf die Barrikaden und führten einen Krieg gegen die Unterdrücker. Vier Tage lang kämpften sie tapfer gegen die österreichischen Faschistzen. . . .

Tausende der kühnsten und ergebensten Kämpferder Arbeiterklasse fielen mit der Waffe in der Hand, unter ihnen Frauen und Kinder. Tausende fielen in die Hände der faschistischen Henker, viele fanden ihren Tod am Galgen, andere wurden vor das Kriegsgericht gestellt. Aber weder die Schwierigkeiten des Kampfes noch die ungeheuren Opfer können die Militanz der österreichischen Proletarier brechen. Der vorübergehende Sieg des Faschismus und seine Gräueltaten werden die Arbeiterklasse nur noch enger zusammen schweißen, werden ihren Hass auf die Bourgeoisie steigern. Ihre Entschlossenheit, die Herrschaft des Kapitals zu stürzen, wird sie in ihrem unerbittlichen Kampf gegen die Bourgeoisie anspornen .

Die Verantwortung für das geflossene Arbeiterblut in Österreich liegt nicht nur bei Dollfuß , Fey, und der österreichischen Bourgeoisie. Die deutschen Faschisten tragen gleichermaßen die Schuld.

Der deutsche Faschismus ist der Schrittmacher der Reaktion in Europa, ist der wildeste Henker der europäischen Arbeiterklasse. Die Ideologie des Faschismus ist der geistige Ursprung des blutigen Sadismus, der sich jetzt in der kapitalistischen Welt ausbreitet.

Proletarier Österreichs!

Die Weltarbeiterklasse und die Kommunistische Internationale haben Hochachtung vor eurem Heldentum. Wir senken unsere Fahnen an der Bahre der Gefallenen. Von der Sozialdemokratie verraten, habt ihr wie die Löwen für die Sache des Sozialismus gekämpft. . . .

Ihr gabt das erste Beispiel in Europa für den bewaffneten Aufstand gegen den Faschismus . Durch euren Aufstand habt ihr den Glauben der Arbeiterklasse in die eigene Macht gestärkt und gezeigt, wie man den Faschismus mit Taten und nicht nur mit Worten bekämpft. . . .

Der Faschismus hat euer Selbstvertrauen nicht erschüttern können. Inspiriert durch euren Aufstand sind Zehn-und Hunderttausende von Arbeitern in anderen kapitalistischen Ländern gegen die faschistische Reaktion auf d8ie Barrikaden gestiegen. Euer Aufstand markiert eine extrem wichtige Etappe in der Bewegung der sozialdemokratischen Arbeitermassen hin zum Kommunismus. Aus dem Blut Von Dollfuß und Fey wurde euer Blut vergossen, aber neue und stärkere Jahrgänge von proletarischen Kämpfern füllen die Reihen der Gefallenen im Kampf gegen den Verrat der Sozialdemokratie . Und das ist es, warum euer Kampf und eure schweren Opfer nicht umsonst waren. . . .

Mehr als einmal brach unter den sozialdemokratischen Arbeiter ein Sturm der Entrüstung aus gegen die verräterische Politik ihrer Führer. Irgendwann werden sie diesen Verrat nicht länger hinnehmen. Als Antwort auf die Provokationen der Regierung Dollfuß in Linz trat das österreichische Proletariat in den Generalstreik und griff zu den Waffen. Die Sozialdemokratie stimmte dem Generalstreik erst zu, als dieser bereits in Gange war. Aber in Wirlichkeit betätigten sich ihre Führerals Streikbrecher. Sie wollten die Regierung Dollfuß nur einschüchtern, um sie mit Verhandlungen zur friedlichen Beilegung des Konflikts zu bewegen. Der Aufstand des österreichischen Proletariats entzündete sich gegen den Willen der Sozialdemokratie. Die österreichischen Arbeiter lernten aus den bitteren Erfahrung der deutschen Arbeiter, wie sich der Verrat der Sozialdemokratie als Wegbereiter des Faschismus erwiesen hatte.

Aber waren die österreichischen Arbeitnehmer für diese bewaffneten Kampf vorbereitet und ausreichend ausgerüstet wie es die revolutionäre Situation verlangte ? Nein, die sozialdemokratischen Führer hinderten sie daran, die Initiative für den Kampf zu ergreifen. Der Schutzbund versäumte es, die bürgerlichen Machtzentren der Städte zu stürmen und diese zu besetzen. Sie haben diese strategische Aufgabe nicht zum Ausgangspunkt ihres Kampfes zur Eroberung der Macht gemacht.

Sie haben weder die Bahnhöfe noch die wichtigen strategischen Gebäude besetzt. Die Rebellen beschränkten sich auf die Verteidigung der Arbeiter- Wohnhäuser von Floridsdorf , Simmering , usw. , ohne gegen den bewaffneten Feind in die Offensive zu gehen. Sich im bewaffneten Aufstand auf die Defensive zu beschränken , ist tödlich für die Revolution.

Die Schutzbund-Kämpfer hatten keine zentrale Führung. Einige schändliche österreichische sozialdemokratische Führer gingen von Anfang an offen zu den Faschisten über, andere kapitulierten auf dem Högepunkt des Kampfes. Sie ließen sich von der Polizei verhaften, um sich der Verantwortung für den weiteren Verlauf der Ereignisse zu entziehen. Die Gewerkschaftsbosse verrieten die Arbeiter schon am ersten Tag, indem sie die Eisenbahnarbeiter nicht zum Streik aufriefen. Anstatt alle Arbeiter in den Streik zu führen, pfiffen sie die Arbeiter wieder zurück in die Fabriken, um dort die Arbeit wieder aufzunehmen. Die Kämpfer wurden somit allein gelassen . . . .

Aber das österreichische Proletariat hätte im Februar 1934 siegreich sein können, wenn der Aufstand unter der bolschewistischen Parole der Machtübernahme und der Bildung von Arbeiterräten stattgefunden hätte. Nur die Kommunisten, mit den sozialdemokratischen Arbeitern Schulter an Schulter kämpften, gaben klare und eindeutige Kampfparolen aus. Zwei Tage vor den Ereignissen in Linz hatte die österreichische KP die österreichischen Arbeiter aufgerufen, mit dem Generalstreik den bewaffneten Kampf zu beginnen. Es war das Unglück des österreichischen Proletariats , dass die KP noch zu schwach war, um sich selbstständig an die Spitze des Aufstandes zu stellen. . . .

Mit dem Ergreifen der Waffen im Kampf gegen die Bourgeoisie haben die sozialdemokratischen Arbeiter faktisch mit der Ideologie, der Politik und Taktik der Sozialdemokratie gebrochen.

Wer den Weg des bewaffneten Aufstandes beschreitet, stellt sich auf die Seite der kommunistischen Weltpartei und kehrt der Zweiten Internationale den Rücken . . . .

Die bolschewistische Weg ist der Weg zum Sieg: Der reformistische Weg ist der Weg in die Niederlage ....

Proletarier aller Länder,

die österreichischen und französischen Arbeiter, die auf den Straßen gegen die wachsende faschistische Reaktion kämpfen, tun dies für unsere gemeinsame Sache. Sie kämpfen für die Befreiung vom Joch des Kapitalismus.

Alles, was die internationalen Sozialdemokratie seit dem imperialistischen Krieg von 1914 bis 1918 gelehrt hatte, fiel durch die bewaffneten Kämpfe in sich zusammen. Dadurch wurde der Weg geebnet für eine echte Einheitsfront von unten. Diese Einheitsfront entsteht nur im erbarmungslosen Kampf gegen die verräterische II. Internationale, denn nur sie ist Schuld an der derzeitigen Lage der Arbeiter in den kapitalistischen Ländern, nur sie hat die Offensive des Kapitals tatenlos zugelassen und vor dem Terror der faschistischen Reaktion die Augen verschlossen. Anstatt die Arbeiter zusammenzuschweißen, hat sie diese gespalten. Heute, wo Millionen von Proletariern aller Länder bereit sind, den Kampf der österreichischen und der deutschen Arbeiter gegen den Faschismus zu unterstützen, betätigen sich die spanischen Sozialisten und Anarchisten als Agenten Hitlers und Starhemberg, als Streikbrecher der Solidaritätsstreiks des spanischen Proletariats.

In allen kapitalistischen Ländern versucht die Sozialdemokraten, den Kampf gegen den Faschismus zu hintertreiben und zu vereiteln, den Kampf, für den die revolutionären österreichischen Arbeiter ihr Leben gaben.

Nieder mit diesen Schergen Hitlers und Dollfuß innerhalb der Arbeiterklasse.

Ohne den Kampf gegen diese Verräter in den Reihen der Arbeiter ist der Sieg im Kampf gegen das Kapital und gegen den Faschismus unmöglich.

 


 

 

GENERALLINE

DER KOMINTERN (SH)

(Auszug)

 

Unser Grundsatz des Antifaschismus lautet:

Nur durch die Diktatur des Weltproletariats wird die Unvermeidbarkeit des Weltfaschismus für immer beseitigt.



Was ist der Unterschied zwischen der bürgerlichen und der proletarischen Linie des Antifaschismus ?


Die bürgerlich-demokratische " Antifaschismus " ist im besten Fall eine Zurückdrängung des Faschismus "auf Zeit", denn dieser "Antifaschismus" beruht auf der Einheit mit der kapitalistischen Klasse. Es ist eben das immanente Gesetz des Kapitalismus, das brutale kapitalistischen System der Ausbeutung und Unterdrückung, das den Faschismus unvermeidlich hervorruft. Ohne Beseitigung des Kapitalismus keine Beseitigung des Faschismus.

Bei dieser Form des "Anti-Faschismus " wird die Position der Klasse des Proletariats bestimmt durch ihre Unterordnung unter die Klasse der Bourgeoisie. Die sozialdemokratischen und revisionistischen Kräfte ( die sich vor allem aus den oberen Schichten des Proletariats , der Arbeiteraristokratie , den Intellektuellen und andere kleinbürgerlichen Elementen zusammensetzt ) paktieren mit der liberalen Bourgeoisie gegen den reaktionäre und faschistische Monopolbourgeoisie. Kurz : Ein solcher " Anti- Faschismus " ist für die Aufrechterhaltung des Krisen geschüttelten und dem Zusammenbruch entgegen gehenden Kapitalismus unvermeidlich. Dieser so genannte " Anti- Faschismus " ist nichts Anderes als das klassenversöhnlerische Zuckerbrot der Weltbourgeoisie, und der Faschismus ist die Peitsche, um dem unvermeidlichen Untergang des Weltkapitalismus zu entgehen und den Übergang zum Weltsozialismus hinauszuzögern.
Der bürgerliche "Anti-Faschismus" dient der Aufrechterhaltung der Diktatur der Bourgeoisie.

* * *

Das Ziel des proletarischen Antifaschismus ist die revolutionäre Zerschlagung des Kapitalismus und damit die Beseitigung der Ursache des Faschismus. Die proletarischen Antifaschismus basiert auf dem unvermeidlichen Untergang des Weltkapitalismus und den unvermeidlichen Sieg der kommunistischen Weltrevolution .

Die proletarische Antifaschismus ist der Weg zur Beseitigung der Unvermeidbarkeit des Faschismus durch die sozialistische Weltrevolution , dem globalen Sturz der gesamten Klasse der Weltbourgeoisie , durch die Errichtung der Diktatur des Weltproletariats auf den Ruinen des imperialistischen Welt System , durch die Errichtung der sozialistischen Weltsystems .

Es gibt keine Zwischenstufen zwischen diesen beiden Arten von Anti - Faschismus. Man muss sich entweder für oder gegen den bürgerlichen oder proletarischen Antifaschismus entscheiden. Jede zentristische Zwischenposition steht im Dienst der Bourgeoisie und ist daher schädlich für das Proletariat.

Das Ergebnis der opportunistischen Einheitsfrontpolitik , dh dieser "Deal" mit der liberalen Bourgeoisie , endete stets wie folgt :

- Gemeinsames Abschütteln des Jochs des Faschismus zu dem Preis, dass die Bourgeoisie die Macht beibehält und die Versklavung des Proletariats verewigt wird;

- Demagogische Phrase : das Proletariat und die Bourgeoisie sitzen in einem Boot und "teilen" sich angeblich vorübergehend" die Macht ;

leere Versprechungen : der angeblich "friedliche Weg zum Sozialismus " .


Jeder Marxist weiß jedoch genau:
Wer den bürgerlichen Antifaschismus hinter der Maske des angeblichen " sozialistischen " Anti- Faschismus verbirgt, ist kein Marxist, sondern ein Verräter am Marxismus, ist ein Revisionist .

Die Ausbeuter und Unterdrücker verzichten niemals auf ihre Macht. Dem Gesetz der Profitmaximierung folgend, sind sie auch weder bereit noch in der Lage, ihre Macht mit einer der von ihr ausgebeuteten Klasse zu teilen. Freiwillig wird sich die Bourgeoisie niemals den ausgebeuteten und unterdrückten Klassen fügen oder sich gar ihnen unterordnen lassen. Daher kann der proletarische Antifaschismus nichts Anderes sein als die Beseitigung des Kapitalismus, die Vernichtung des Faschismus und Sozialfaschismus durch die Hegemonialgewalt des revolutionären Weltproletariats.

Proletarischer Antifaschismus kann nichts Anderes sein als Antifaschismus unter der Führung des revolutionären Weltproletariats.





Der internationale proletarische Antifaschismus stellt sich folgende


9 Aufgaben :



1 .


Proletarischer Antifaschismus führt nur zum Sieg , wenn sowohl der Faschismus als auch der Sozialfaschismus zerschlagen wird.

Daher muss eine globale Einheitsfront aller Antifaschisten und Anti-Sozialfaschisten aufgebaut werden gegen alle Versuche der Weltbourgeoisie und ihrer Agenturen innerhalb der Arbeiter-und kommunistischen Weltbewegung, den anti-sozialfaschistischen Kampf vom antifaschistischen Kampf abzukoppeln und einen Keil zwischen Antifaschismus und Anti-Sozialfaschismus zu treiben.




2 .



Die globale Einheitsfront der Antifaschisten und Anti-Sozialfaschisten richtet sich gegen alle Versuche der Weltbourgeoisie und ihre Agenturen innerhalb der Arbeiter-und kommunistischen Weltbewegung , die Antifaschisten und Anti-Sozialfaschisten über die Wahrheit hinwegzutäuschen, dass der Kapitalismus (einschließlich Staatskapitalismus ) die Quelle des Faschismus und Sozialfaschismus ist.

Ohne Beseitigung des Kapitalismus keine Beseitigung des Faschismus und Sozialfaschismus.

 



3 .



Die globale Einheitsfront der Antifaschisten und Anti-Sozialfaschisten entlarvt und bekämpft alle Versuche der modernen Revisionisten , das Weltproletariat und alle Werktätigen mit der Ideologie und Politik des " friedlichen Übergangs zum Sozialismus" zu entwaffnen. Dies macht die Massen wehrlosen in ihrem Kampf gegen den faschistischen und sozialfaschistischen Terror.

 



4 .



Die globale Einheitsfront der Antifaschisten und Antisozialfaschisten entlarvt und bekämpft alle Versuche der Neo- Revisionisten , die Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus über den antifaschistischen und anti-sozialfaschistischen Kampf zu verfälschen, und den Terror des Sozialfaschismus mit pseudo-sozialistischen Argumenten zu "rechtfertigen ".

Zwischen bürgerlicher und proletarischer Diktatur kann es keinerlei Vereinheitlichungen geben.

 



5 .



Die globale Einheitsfront der Antifaschisten und Antisozialfaschisten beruht auf der Unverzichtbarkeit der revolutionären Gewalt gegen faschistischen und sozialfaschistischen Terror.

Die Einheitsfront der Antifaschisten und Antisozialfaschisten hat zum Ziel die bewaffnete Zerschlagung der konterrevolutionären Gewalt der faschistischen / sozialfaschistischen Weltfront.



6 .



Die globale Einheitsfront der Antifaschisten und Anti-Sozialfaschisten kämpft für demokratische Rechte aller ausgebeuteten und unterdrückten Klassen, für die proletarische sozialistische Demokratie, aber nicht für die Unterordnung unter das angeblich "demokratische" System der Bourgeoisie, das zwangsläufig zum Faschismus führt. Deshalb ist der Kampf für demokratische Rechte untrennbar Teil des Sturzes des Weltkapitalismus und seines imperialistischen Staatensystems .


7 .



Die globale Einheitsfront der Antifaschisten und Anti-Sozialfaschisten kämpft für die Abschaffung der Unvermeidbarkeit des Faschismus und Sozialfaschismus durch die Errichtung der Diktatur des Weltproletariats , durch das globalisierte Rätesystem, durch die sozialistische Weltrepublik.

8 .



Die globale Einheitsfront der Antifaschisten und Anti-Sozialfaschisten kämpft für die Beseitigung aller Überbleibsel der faschistischen und sozialfaschistischen Kräfte in der Periode des Weltsozialismus.

9 .


Die Komintern (SH) ist das globale Zentrum der internationalen antifaschistischen und anti-sozialfaschistischen Bewegung.

Die Komintern (SH) vereinigt und führt alle antifaschistischen und anti-sozialfaschistischen Kräfte zur sozialistischen Weltrevolution.



[ Generallinie der Komintern (SH) ]

 

 

 

 

 

 


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