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BILDERSAMMLUNG DER KOMINTERN (SH)

ZUM 100. JAHRESTAG DER NOVEMBERREVOLUTION

 

  BESCHLUSS

DER KOMINTERN (SH)

vom 9. November 2017

 

Die deutsche Sektion der Komintern (SH) erhält mit heutigem Tag den Auftrag, die Hundertjahrfeier zur Novemberrevolution vorzubereiten und im Jahre 2018 erfolgreich durchzuführen - mit Unterstützung der deutschen Sektion der K J I (SH). 

 

Erläuterung des Beschlusses:

 

Für uns ist die Hundertjahrfeier der Novemberrevolution nicht nur ein herausragendes historisches Ereignis der ruhmreichen kommunistischen Bewegung in Deutschland, sondern darüber hinaus eine große Gelegenheit und Pflicht zur Mobilisierung und Vereinigung aller revolutionären Kräfte in Deutschland unter dem Banner der sozialistischen Revolution, zur siegreichen Vollendung der Novemberrevolution von 1918. Dabei ist die internationale Bedeutung der Novemberrevolution hervorzuheben, die darin bestand, das Siegesbanner der Oktoberrevolution nach Deutschland und von dort aus in die ganze kapitalistische Welt zu tragen. Mit der Schicksal der Novemberrevolution war damals Sieg oder Niederlage der Weltrevolution verbunden.

Die Novemberrevolution scheiterte, aber ihr Sieg bestand trotzdem darin, dass wir die damaligen Schwächen und Fehler als Lehren für die Zukunft zu nutzen verstehen, die uns diesmal zum Sieg der sozialistischen Revolution in Deutschland verhelfen.

An Hand der historischen Lehren aus der Novemberrevolution muss die Bedeutung der sozialistischen Revolution in Deutschland für die sozialistische Weltrevolution herausgearbeitet werden.

Es gilt, den Weg hell zu erleuchten, auf dem wir in Deutschland unser Höchstmaß an Unterstützung für die sozialistische Weltrevolution leisten können und müssen.

Der Beschluss der Komintern (SH) ist eingebettet in die Umsetzung von drei Hauptaufgaben der deutschen Sektion für das kommende Jahr 2018 :

1. Umsetzung des Beschlusses der Komintern (SH) über den Aufbau einer soliden internationalen Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit.

2. Unterstützung des internationalen Karl-Marx-Jahres (200. Geburtstag) der Komintern (SH).

3. 100-Jahrfeier der Novemberrevolution der deutschen Sektion.

Die Ausrichtung auf die 100 Jahrfeier der Novemberrevolution wird von der deutschen Sektion organisiert und wird von der Komintern (SH) unterstützt. Die deutsche Sektion wird aus ihren Erfahrungen über die Durchführung der 100-Jahrfeier der Novemberrevolution Lehren ziehen an Hand eines abschließenden Berichts.


1.

zu allen historischen Ereignissen in Deutschland, über die die deutsche Sektion im Jahre 2018 berichten wird, sollte nach Möglichkeit ein Bezug hergestellt werden zur Novemberrevolution.

(Zum Beispiel anlässlich der Ermordung von Rosa und Karl am 15. Januar 2018 in Berlin soll deren gemeinsamer Beitrag zur Novemberrevolution gewürdigt werden) .

2.

In unsereren theoretischen Arbeiten sollte die heutige Bedeutung der Novemberrevolution heraus gearbeitet werden. Es sollte außerdem ein Schulungstag über die heutigen Lehren aus der Novemberrevolution organisiert werden.

3.

Im organisatorischen Mittelpunkt soll von der deutschen Sektionen ein so genanntes "November-Aufgebot" gestellt werden zum Zwecke der Mobilisierung und Gewinnung neuer GenossInnen für die Partei. Schließlich kann der Kampf für die siegreiche Fortsetzung der Novemberrevolution organisatorisch mit keinem anderen Ziel verfolgt werden, als mit dem Einreihen neuer GenossInnen in die deutsche Sektion der bolschewistischen Weltpartei.

4.

Die anderen Sektionen verpflichten sich dazu, der deutschen Sektion eine Grußadresse aus Anlass der 100-Jahrfeier der Novemberrevolution zu schicken in englischer Sprache und in ihrer Heimatsprache. Die Komintern (SH) wird sich nach Kräften bemühen, deutsche Texte zur Novemberrevolution in englischer Sprache zu veröffentlichen.

 

5.

Alle GenossInnen und Sympathisanten in unseren "Massen"organisationen sind eingeladen, eigene Aktivitäten unter Anleitung und mit Unterstützung der deutschen Sektion zu starten

(KJI, RGI, KFI, IKS etc.)

 

6.

Dort, wo die deutsche Sektion aus eigener Kraft noch keine "100-Jahr"-Veranstaltung auf die Beine stellen kann, sollte nach alternativen Möglichkeiten gesucht werden.

Zum Beispiel könnten unsere GenossInnen an Veranstaltungen anderer Oganisationen teilnehmen, (nicht offiziell, sondern incognito) um mit einigen interessierten Teilnehmern der Veranstaltung ins Gespräch zu kommen und Kontakt aufzunehmen, mit anderen Worten, um gezielt neue Sympathisanten für die Partei zu gewinnen. Das muss aber gut vorbereitet sein, indem man sich zum Beispiel mit der opportunistischen Linie der Veranstalter vorher kritisch auseinandergesetzt hat, um potentielle Sympathisanten nicht nur mit unserer eigenen Agitation und Propaganda zu überzeugen, sondern auch mit unserer Kritik an den Veranstaltern.

Es gibt viele Möglichkeiten, um seinen Beitrag zum Gelingen der Novemberrevolution-Kampagne zu leisten. Das können künstlerische Beiträge sein, wie Gedichte, Lieder, Bilder und Plakate, Beschaffung, Übersetzung, Scannen und Digitalisierung von Texten zur Novemberrevolution etc.

Vielleicht ließe sich sogar ein Schild oder Transparent zur Novemberrevolution herstellen, um es bei Demonstrationen mitzuführen.

 

* * *

Liebe Genossinnen und Genossen von der deutschen Sektion,

Bei einer derart großen Kampagne muss man darauf achten, seine wenigen Kräfte richtig einzuteilen. Wir gehen nicht sektiererisch oder dogmatisch an die praktische Umsetzung der Kampagne heran. Die Kampagne darf nicht dazu führen, dass wir alle anderen Aufgaben unserer Partei vernachlässigen. Unsere Kampagne soll ja kein Hindernis für alle anderen Parteiaktivitäten sein, sondern im Gegenteil eine Bereicherung für unser Vorwärtskommen zur sozialistischen Revolution in Deutschland sein, indem unsere Partei dort bekannter wird und wir neue Kräfte hinzugewinnen.

Die deutsche Sektion ist durchaus nicht gezwungen, ihre Kampagne aus dem hohlen Bauch heraus zu organiseren. Wir können auf viele hervorragende Quellen unserer bisherigen Arbeit über die Novemberrevolution zurückgreifen. Es ist die Aufgabe der deutschen Sektion im Jahr 2018, unsere bereits zur Verfügung stehenden Schätze von Publikationen über die Novemberrevolution für die Kampagne zu nutzen. Und unsere Propagierung der No0vemberrevolution wird natürlich nicht mit der 100-Jahr-Kampagne beendet sein. Im Gegenteil. Die Krönung der Novemberrevolution durch den Sieg der sozialistischen Revolution in Deutschland ist unser höchstes Ziel.
Als Beitrag zur Umsetzung von Parteitätigkeiten könnte eine neue Facebook-Seite eingerichtet werden.


Für 2018 wird vor allem der ideologische Kampf gegen die neo-revisionistischen Verzerrungen der Geschichte der Novemberrevolution zu einer der zentralen Aufgaben der deutschen Sektion.

Wir folgen den revolutionären Lehren der 5 Klassiker und schließen jegliche Einheit mit den offenen wie versteckten Feinden der Novemberrevolution, mit den Opportunisten, mit zentralistischen, revisionistischen und neo-revisionistischen und sozialdemokratischen Lakaien aus. Auch mit Trotzkisten und Anarchisten gibt es keinerlei Übereinstimmungen, sondern nur um so klarere Abgrenzungen.

Die stalinistisch-hoxhaistische Verteidigung der Novemberrevolution ist ein Schlachtfeld, das wir nicht Ende des Jahres 2018 räumen werden. Wir werden dieses Schlachtfeld nicht ohne unseren Sieg verlassen.


Die deutsche Sektion und die Komintern (SH) stehen für alle Fragen, Kritiken, Anregungen und Vorschläge zur erfolgreichen Durchführung unsrer November-Kampagne zur Verfügung und wünschen euch viel Glück.

Die Novemberrevolution wird durch den Sieg der sozialistischen Revolution in Deutschland gekrönt, nicht mehr wie damals unterstützt durch die Große Sozialistische Oktoberrevolution, sondern diesmal durch die sozialistische Weltrevolution des gesamten Weltproletariats unter der Führung der Komintern (SH).

Verwandeln wir ihre Niederlage in einen Sieg, indem wir uns von den Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus leiten lassen , von Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha!

 

Es lebe der 100. Jahrestag der Novemberrevolution 1918 !

 

 

 

 

 

Zur internationalen Bedeutung der Novemberrevolution

 

Der erste imperialistische Weltkrieg hat die erste internationale proletarische Revolution hervorgebracht, die in Russland begann und in Deutschland ihre Fortsetzung fand.

Die Novemberrevolution wurde zum Außenposten der Oktoberrevolution. Mit der Novemberrevolution verwandelte sich der Bolschewismus in den Weltbolschewismus, also "als Taktik für alle" - wie es Lenin ausdrückte. Wäre diese Taktik in der Novemberrevolution korrekt angewandt, wäre die Novemberrevolution unbesiegbar gewesen.

Der Form nach handelte es sich in Russland wie in Deutschland um eine nationale Revolution, aber dem Wesen nach gingen diese Revolutionen weit über ihre nationalen Grenzen hinaus, waren sie Teil einer einzigen Revolution, der sozialistischen Weltrevolution.

Die weltgeschichtliche Bedeutung der Novemberrevolution besteht eben darin, dass sie den Nachweis dafür lieferte, dass sich die Oktoberrevolution über ihre nationalen Grenzen hinweg ausgebreitet hatte und damit die sozialistische Weltevolution einläutete, die wir siegreich zu Ende führen werden. Gleichzeitig hat die Novemberrevolution die Oktoberrevolution verteidigt und gefestigt und sie damit auf eine höhere internationale Entwicklungsstufe gestellt, als Basis und Hebel der sozialistischen Weltrevolution.

Nach 100 Jahren kann man also die Novemberrevolution nicht anders verstehen, als die Ausbreitung der Oktoberrevolution auf deutschem Boden. Ohne die Oktoberrevolution hätte es keine Novemberrevolution gegeben. Die Oktoberrevolution gab der Novemberrevolution ihren internationalistischen Charakter, machte sie zu einem bedeutsamen Teil der beginnenden sozialistischen Weltrevolution. In dieser Einschätzung der Novemberrevolution unterscheidet sich die Komintern (SH) von allen anderen Parteien auf der ganzen Welt. Unsere Einschätzung beruht auf der dialektischen Erkenntnis, dass die sozialistische Weltrevolution ihrem Wesen nach international und ihrer Form nach national ist, dass sich die sozialistische Weltrevolution aus nichts Anderem ergibt, als aus einzelnen sozialistischen Revolution in allen Ländern der Welt. Dieser Entwicklungsprozess vollzieht sich gesetzmäßig aus dem Zerfallsprozess des Weltimperialismus.

Unsere Einschätzung beruht auf dem Marxismus-Leninismus, wonach die imperialistische Kette nirgends woanders reißen konnte, als zuerst im imperialistischen Russland, also an ihrem schwächsten Kettenglied. Und die imperialistische Kette konnte nur an ihrem zweitschwächsten Kettenglied weiter zerrissen werden, also im imperialistischen Deutschland. Durch das (wenn auch gescheiterte) Herausreißen dieses zweiten Glieds der imperialistischen Weltkette verwandelte sich die Novemberrevolution in das neue Hauptkettenglied der Weltrevolution.

Das war jedenfalls die Auffassung von Lenin, der sogar so weit ging, dass er einen Sieg der Novemberrevolution bereits als ausreichend ansah für den möglichen Aufbau des Weltsozialismus (!).

Kann man die internationale Bedeutung der Novemberrevoluion höher einschätzen, als es Lenin getan hat ?Wohl kaum.

Und hätte die Novemberrevolution in allen Ländern gesiegt, die den ersten Weltkrieg verloren hatten, dann wäre dieser Sieg auch der Motor für die sozialistische Revolution der Arbeiterklasse in denjenigen Ländern, die den Krieg gewonnen hatten. Die Weltrevolution verwandelt den Krieg, den die Imperialisten untereinander führen, in den Weltbürgerkrieg, in einen Krieg gegen den inneren Feind - gegen die sozialistische Revolution der Arbeiterklasse im eigenen Land.

Je stärker ein imperialistisches Kettenglied ist, desto schwieriger ist es für das Weltproletariat, es zu zerschlagen. Aber gelingt seine Zerschlagung, dann wächst damit die Wahrscheinlichkeit der Zerschlagung der gesamten weltimperialistischen Kette und damit die Unvermeidlichkeit des Sieges der Weltrevolution. Die sozialistische Revolution in den Siegerländern wäre zum endgültigen Hauptkettenglied der sozialistischen Weltrevolution geworden. Und das hätte unvermeidlich die Errichtung der sozialistischen Weltrepublik zur Folge gehabt, für deren Sieg Lenin sein Leben lang gekämpft hatte und wofür wir heute weiter kämpfen. Diese Situation wiederholte sich nur einmal Mal in der Geschichte der Weltrevolution mit dem Sieg Stalins im Großen Vaterländischen Krieg.

 

Die Komintern (SH) hat die Gesetzmäßigkeit der Entwicklung der sozialistischen Weltrevolution in dialektischen Zusammenhang gebracht mit der Gesetzmäßigkeit des Zerfalls der imperialistischen Weltkette.

Die Glieder der weltsozialistischen Kette entstehen aus nichts Anderem als aus den zerschlagenen Gliedern der weltimperialistischen Kette.

Es ist das Merkmal der sozialistischen Weltrevolution, dass sie sich nicht von all ihren verschiedenen nationalen Hüllen vollständig befreien kann, solange Sie ihren Sieg im Weltmaßstab noch nicht gesichert hat.

Zunächst dominierte die nationale Form der Novemberrevolution, in der sich die Weltrevolution weiter entwickelt hatte. Mit der heutigen Globalisierung verschwinden diese nationalen Merkmale zusehends. Nach hundert Jahren wird die Novemberrevolution zunehmend internationale Form annehmen. Die Verwandlung der Niederlage der Novemberrevolution in einen Sieg wird sich zu einer Zeit vollziehen, in der sich die Globalisierung bereits gegen den Weltimperialismus selbst gerichtet hat, und wo also die altersschwach gewordene weltimperialistische Kette in sich selbst zerfällt und sich viel leichter vollständig zerschlagen lassen wird, was die Bourgeoisie damals zur Zeit der Novemberrevolution noch verhindern konnte.

Mit jedem Ausreißen der nächstfolgenden schwächsten Kettenglieder des Weltimperialismus vollzog sich auch die entsprechende Befreiung der Völker, die von den schwächsten imperialistischen Kettengliedern versklavt wurden.

Die internationale Bedeutung der Novemberrevolution besteht also auch darin, dass der deutsche Imperialismus seine Kolonien verlor. Wenn die deutschen Kolonien auch von den Siegermächten umgehend annektiert wurden, so verschaffte die Novemberrevolution den Völker, die vom deutschen Imperialismus geknechtet und versklavt worden waren, wenigsten eine Atempause. Unter den heutigen Bedingungen er Globalisierung wird die sozialistische Weltrevolution nicht nur die gesamte iimperialistische Weltkette zerschlagen, sondern auch alle Ketten der kolonialen und neo-kolonialen Versklavung der Völker. Erst durch die Globalisierung verschweißt sich die Bewegung des Weltproletariats mit der Befreiungsbewegung der Völker zu einer unbezwingbaren Bewegung zum Sturz des Weltimperialismus. Und die Novemberrevolution hat trotz ihrer Niederlage zu dieser unaufhaltsamen Vereinigung der weltrevolutionären Kräfte nicht wenig beigetragen.

Ohne den Sieg der Weltrevolution, ohne den Sieg des Weltbolschewismus, lehrte Lenin, wird der Sozialismus unweigerlich vom Weltimperialismus erdrosselt werden. Die Weltgeschichte hat ihm recht gegeben. Aber die Weltrevolution lernt nicht nur aus ihren Siegen, sondern vor Allem aus ihren Niederlagen, und eben das gilt auch für die Niederlage der Novemberrevolution in Deutschland. Ihre Niederlage hat uns den Weg geebnet, um sie in einen Sieg zu verwandeln. Und nicht zuletzt darin besteht die internationale Bedeutung der Novemberrevolution.

Wolfgang Eggers

22. Februar 2018

 

 

 

 

Serie:

Dokumente der Novemberrevolution 1918

 

 

Mit der Veröffentlichung des folgenden Artikels leisten wir einen weiteren Beitrag zur unserer Reihe "Dokumentation der Novemberrevolution", nämlich einen Beitrag zu ihrer Vorgeschichte.

 

Die revolutionäre Gärung im deutschen Proletariat begann bereits in der zweiten Hälfte des Jahres 1917.

Der erste Widerhall in der deutschen Arbeiterklasse auf die Große Sozialistische Oktoberrevolution und den Friedensvorschlag der Sowjetregierung

1957

 

 

 

Die Große Sowjet-Enzyklopädie

Moskau 1952

Deutschland in der Periode des revolutionären Aufschwungs unter dem Einfluss der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution in Russland

(historischer Abriss in deutscher Übersetzung)

 

 

 

 

 

Chronik

der Revolutionsjahre

1917 -1918

1919

 

 

 

Lenin über die

deutsche Novemberrevolution

1918/19

Zitatensammlung

- zusammengestellt von Wolfgang Eggers

aus Anlass des 100. Jahrestages der Novemberrevolution und zum 148. Geburtstag des Genossen Lenin am 22. April 2018

 

 

Stalin schrieb über die Novemberrevolution:


"Allerdings war die Revolution in Deutschland eine bürgerliche Revolution und keine sozialistische, waren die Räte das gefügige Werkzeug des bürgerlichen Parlaments, denn in den Räten herrschten die Sozialdemokraten, Paktierer vom Schlage der russischen Menschewiki, und daraus eben erklärt sich die Schwäche der Revolution ... Wie schwach die Revolution dort war, ist schon daraus ersichtlich, daß sie die straflose Ermordung so hervorragender Revolutionäre wie Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht durch deutsche Weißgardisten zuließ.

Aber trotzdem war es eine Revolution, Wilhelm war gestürzt worden, die Arbeiter entledigten sich ihrer Ketten ... "

(Geschichte der KPdsu [B]. Kurzer
Lehrgang.)

 

Brief des ZK der KPR an den deutschen Spartakusbund und an die Kommunistischen Parteien Deutsch-Österreichs und Ungarns

unterzeichnet von Lenin, Stalin und Swerdlow, geschrieben Anfang Januar 1919

 

 

 

Die deutsche Novemberrevolution

9. November 1918

 

Die Novemberrevolution von 19I8 hatte die Monarchie beseitigt und Deutschland in eine Republik verwandelt. Nach der Verfassung gab es keine Gesindeordnung und keine Ausnahmegesetze gegen die Landarbeiter mehr.
Die Arbeiter hatten Vereins- und Versammlungsfreiheit.· Ein Gesetz vom Januar I919 hatte den Arbeitern den Achtstundentag zugebilligt. Die Frauen, die bisher kein Wahlrecht hatten, durften jetzt bei allen Wahlen gleichberechtigt mit den Männern ihre Stimme abgeben. Aus der Arbeiterschaft gewählte Betriebsräte waren als Vertreter der Arbeiterschaft gegenüber den Unternehmern gesetzlich anerkannt. Die Arbeiter hatten das Streikrecht. Auch in den Schulen hatte sich einiges geändert. Die vier ersten Schuljahre hindurch mußten jetzt alle Kinder die allgemeine Grundschule besuchen. An Stelle der vor der Revolution noch verbreiteten Aufsicht der Kirche über die Schulen trat die staatliche Aufsicht über die Schulen.
Aber alle diese Errungenschaften waren nicht mehr als die bürgerlichen Freiheiten, die es in anderen europäischen Ländern zum Teil schon lange gab.
Die sozialistischen Forderungen, die vom Spartakusbund und später von der Kommunistischen Partei Deutschlands erhoben worden waren, wurden nicht verwirklicht. Die Werktätigen hatten nicht die Macht im Staate. Die Monopolkapitalisten
und Großgrnndbesitzer, die erbittertsten Feinde des Volkes,
waren nicht enteignet worden. In den Verwaltungsbüros blieben die alten kaiserlichen Beamten. Die Diplomaten, Polizeioffiziere und arbeiterfeindlichen Richter wurden weder abgesetzt noch eingesperrt und verurteilt, obwohl sie ein gerüttelt Maß Schuld am Kriege trugen und stets als Feinde des Volkes aufgetreten waren. Die Militaristen, die so großes Unglück über das
deutsche Volk und ganz Europa gebracht hatten, beauftragte die Ebertregierung damit, die Revolution niederzuschlagen. Die hohen Staatsbeamten lind Offiziere stammten nach wie vor aus den Kreisen der Kapitalisten und Großgrundbesitzer.

 

Die Novemberrevolution endete mit einer Niederlage der deutschen Arbeiterklasse.


Die Arbeiterklasse hatte keine revolutionäre Kampfpartei mit einer zielklaren Führung. Die Sozialdemokratische Partei war keine revolutionäre Partei. Sie bereitete die Arbeiter nicht auf den Kampf gegen ihre Ausbeuter vor.
im Gegenteil: die rechten Führer der Sozialdemokratie lenkten die Arbeiter vom revolutionären Kampf ab. Sie hatten die sozialistische Arbeiterbewegung gespalten und damit ihre Kraft geschwächt. Die Arbeiter waren für die siegreiche Fortführung der Revolution weder gerüstet noch organisatorisch vorbereitet.

 

Dazu kam, daß auch die revolutionären Arbeiter in Deutschland unerfahren waren und selbst ihre besten Führer nicht die Kampferfahrung und Klarheit hatten wie die Bolschewiki. Die revolutionäre Vorhut der Arbeiterklasse war entschlossen, die Revolution zu verteidigen und weiterzuführen, aber große Teile der Arbeiter erlagen dem Betrug und dem reaktionären Einfluß
der rechten sozialdemokratischen Führer, denen es gelang, ein Bündnis der deutschen mit der siegreichen russischen Arbeiterklasse zu verhindern. So konnte es geschehen, daß die größten heldenhaften revolutionären Führer KarI Liebknecht und Rosa Luxernburg ungesühnt von reaktionären Offizieren
ermordet wurden. Der heroische Kampf der besten Teile der deutschen Arbeiter endete mit einer Niederlage. Das war eine Niederlage aller Werktätigen, des ganzen deutschen Volkes.

Die Lehre daraus:

Die Novemberrevolution wird durch den Sieg der sozialistischen Revolution in Deutschland gekrönt, nicht mehr wie damals unterstützt durch die Große Sozialistische Oktoberrevolution, sondern diesmal durch die sozialistische Weltrevolution des gesamten Weltproletariats unter der Führung der Komintern (SH).

Es lebe die Novemberrevolution 1918 !

Verwandeln wir ihre Niederlage in einen Sieg, indem wir uns von den Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus leiten lassen , von Marx, Engels, Lenin, Stalin und Enver Hoxha!

 

 

 



9. November 1918

 


Sonntagsausgabe

 

Die Rote Fahne

- vom 10. November 1918 :

 

Stolz weht die rote Fahne über der Reichshauptstadt. Spät ist Berlin dem glorreichen Beispiel der Kieler Matrosen, der Hamburger Werftsarbeiter und den Soldaten- und Arbeitern verschiedener anderer Städte gefolgt. Die Bewegung hat auch hier trotz umfassender Rüstungen von Polizei und Militär einen schnellen ersten Sieg errungen. Die Soldaten folgen dem roten Banner, und die Polizei hat kapituliert, ihre Ohnmacht erkennend. Die rote Fahne weht über Berlin, der Kaiser hat abgedankt, ein neues Ministerium wird gebildet. Es ist wie bei allen bürgerlichen Revolutionen, die Ereignisse überstürzen sich, alle Ereignisse scheinen in Feuerbrillianten gefasst, die Extase ist die Atmosphäre des Tages, so spricht Marx. Aber er spricht auch von dem Katzenjammer, der den bürgerlichen Revolutionen folgt. Hüten wir uns vor einem Katzenjammer. Diese Revolution muss nicht nur hinwegschwemmen alle Reste und Ruinen des Feudalismus, sie muss nicht nur brechen alle Zwingburgen des Junkertums, sie muss nicht nur ein Ende machen mit jener unheilvollen Zersplitterung in Vaterländer und Vaterländchen, ihre Losung heißt nicht nur Republik, sondern s o z i a l i s t i s c h e Republik! Ihr Banner ist nicht die schwarzrotgoldene Fahne der bürgerlichen Republik von 1848 und der russischen Revolution von 1905 und 1912. Die Umwälzung im Deutschen Reiche muss unter diesem Zeichen die Bahn freimachen für den Sozialismus. Aus dem Schutt und den Trümmern des Weltkrieges muss das revolutionäre, siegreiche Proletariat die neue Wirtschaft errichten. Dazu bedarf es der politischen Macht und der wirtschaftlichen Kräfte. Die nächsten Aufgaben auf diesem Wege sind schneller Friede, wirkliche proletarische Herrschaft, Umbau der Wirtschaft vom Schein-Sozialismus des Krieges zum wirtschaftlichen Sozialismus des Friedens. Noch stehen wir am Anfang dieses schwierigen und vielleicht von Rückschlägen nicht freien Weges, Nicht gilt es, sich vorschnell des errungenen Sieges zu freuen.

Arbeiter und Soldaten!

Organisiert euch, befestigt eure Macht!

Behaltet die Waffen! Haltet fest an den alten sozialistischen Forderungen der Republik und des Sozialismus!

Denkt daran, dass alle Reformen nur Stückwerk sind, wenn sie nicht als Mittel betrachtet werden, endlich aus dem Elendstal des Kapitalismus in das so lange ersehnte Land der Errichtung des Sozialismus zu führen!

Lasst euch nicht täuschen durch allzu schnelles Umlernen!

Es gilt, das Errungene zu behaupten und weiter auszubauen!

Vorwärts unter dem siegreichen Banner der roten Fahne!

Gruß an die russische Sowjetrepublik:

Die Rote Fahne (Organ der Spartakusrichtung) schickt ihren ersten und heißesten Gruß der föderativen sozialistischen Sowjetrepublik und bittet sie, unseren russischen Brüdern kundzutun, dass die Berliner Arbeiterschaft den ersten Jahrestag der russischen Revolution gefeiert hat durch die Vollbringung der deutschen Revolution.

 

 

Zu Ehren

von Rosa Luxemburg

und Karl Liebknecht

 

... den beiden Gründern der Roten Fahne

Das "Rote Fahne" -Archiv

 

 

Wie "Die Rote Fahne" am ersten Tag der Novemberrevolution das Licht der Welt erblickte ...

 

 

Rote Fahne Nr. 165 , vom 11. August 1932

Plakat aus Anlassdes 13. Jahrestags der Verfassung der Weimarer Republik

 

 

Serie:

Dokumente der Novemberrevolution 1918

Die Komintern (SH) veröffentlicht aus Anlass des diesjährigen internationalen Frauentages einen Artikel von Clara Zetkin, der am 22. November 1918 in der "Roten Fahne" erschien.

Dieser Artikel kam zustande auf Anraten und Bitten von Rosa Luxemburg, dass Clara Zetkin einen Artikel über die Rolle der Frau in der Novemberrevolution schreiben möge:

"Die Frauen und die Nationalversammlung"

Dieser Leitartikel der "Roten Fahne" ist heute eine Erstveröffentlichung der Komintern (SH). [PDF]

 

22. November 1918

"Die Revolution - der Frauen Dank"

Clara Zetkin

Leitartikel "Rote Fahne"

Nr. 7 vom 22. November 1918

Gestern noch wurde im Reichstag, in den Landtagen einzelner Bundesstaaten, in vielen Gemeinden feierlich beschworen, dass wir Frauen nicht "reif" seien, als gleichberechtigte Staatsbürgerinnen mit den Männern zusammen zu wirken. Gestern noch "unreif", um über die Anstellung eines Nachtwächters in Buxtehude mit zu entscheiden, sind sie heute für "reif" erklärt worden, als gleichberechtigte Wählerinnen und Gewählte die wichtigsten Entscheidungen für die Gestaltung des politischen Lebens, der wirtschaftlichen Zustände zu fällen.

In der Tat ! Auch die Frauen haben mittels eines demokratischen Wahlrechts über Staatsform und Staatseinrichtungen zu (..)schaffen, die das Werk der geplanten konstituierenden Nationalversammlungen im "weiteren" und "engeren" Vaterland sein sollen, deren Hauptaufgabe aber nach den Wünschen der besitzenden Klassen es sein würde, unter der trügerischen Losung: "Sicherung der Demokratie" die politische Macht den Händen der proletarischen Massen zu entwinden und den Weg zur wirklichen vollen Demokratie zu versperren.

Auch in Frauenhand soll die Entscheidung liegen über die Frage: bürgerliche Republik oder proletarische Republik; mit anderen Worten: politisch-formal gemilderte Klassenherrschaft der Aneigner des gesellschaftlichen Reichtums oder die gesamte politische Macht für die (...) großzügige sozialistische Politik, um das alte "morsche Ding" des kapitalistischen Zwangsstaates, die kapitalistische Ausbeutungswirtschaft "umzuhämmern" in die sozialistische Ordnung in einer Gesellschaft von Gleichen und Freien oder aber grundsatzlose bürgerlich-proletarische Harmonie- und Konzessionspolitik, um durch politisches und wirtschaftlches Flick- und Stückwerk die kapitalistische Gesellschaft zu erhalten? Auch die Frauen werden über diese Lebensfragen für das deutsche Volk zu entscheiden haben, und es gilt dabei, die politische Reife der Frauen zu beweisen!

Denn das dürfen die deutschen Frauen nie vergessen. Ihre politische Gleichberechtigung ist ihnen nicht gegeben worden als Siegespreis ihres Kampfes, sondern als Geschenk einer Revolution, die von proletarischen Massen getragen wurde, und daher auf ihre Fahne auch volle Demokratie, ganzes Volksrecht schreiben musste. Ganzes Recht auch für die Frauen! Sind wir Frauen nicht Volk, die Hälfte des Volks, und infolge der dem Imperialismus geopfterten Millionen Männer mehr als je die größere Hälfte des Volks? Und sind wir Frauen in der erdrückenden Mehrzahl nicht schaffendes Volk, das den materiellen und kulturellen Reichtum der Gesellschaft mehrt? Zum schaffenden Volk gehört die Fabrikarbeiterin wie die Angestellte und Lehrerin, die Kleinbäuerin, aber auch die Hausfrau, die mit ihrer persönlichen Fürsorge und Arbeit das Heim der kleinen Leute aufbaut und erhält, gehört vor Allem die Mutter, deren Wirken den Wert aller Werte bilden hilft: ein Geschlecht gesund und stark an Leib und Seele, dessen Tätigkeit den Menschheitsschatz bereichern wird. Außerhalb der großen Schwesternschaft schaffender Frauen stehen nur jene Damen, die ohne pflichtgemäße eigene Tätigkeit auf Kosten ausgebeuteter fremder Arbeit leben und statt Mehrerinnen nichts als Verzehrerinnen gesellschaftlicher Güter sind.

Die Revolution hat den schaffenden Frauen ihr Bürgerrecht gebracht, ohne danach zu fragen, ob sie in ihrer Mehrheit dieses Recht gefordert, ob sie für seinen Besitz gekämpft haben. Sie hat das tapfere Ringen ihrer Vorhut als Bürgschaft gelten lassen für die Fähigkeit, den Willen aller, Bürgerpflicht zu erfüllen. Nun gilt es für die Frauen, ihre Dankesschuld der Revolution zu bezahlen und das in sie gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen. Seien wir stolz und kühn! Empfangen wir nicht, ohne zu geben, lassen wir uns nicht durch die Gespenster der Vergangenheit schrecken, stürmen wir entschlossen vorwärts, der Zukunft entgegen.

Die Revolution ist bedroht. Überall im Reiche kriechen die Mächte der Reaktion, der Gegenrevolution aus den Schlupfwinkeln hervor, in die der eherne Tritt revolutionierender Massen sie gescheucht hatte. Die besitzenden Klassen beginnen sich zu sammeln und zu rüsten, um dem werktätigen Volk die kaum eroberte politische Macht wieder zu entreißen. Ihre Sachwalter in der Presse, in den öffentlichen Verwaltungen, in den von der Revolution beiseite geschobenen Parlamenten treten auf den Plan. Die Konservativen entdecken ihr "demokratisches" Herz und die bürgerlichen Demokraten werden sich bewusst, dass sie konservativ wirken müssen, dass jenseits der Grenze bürgerlicher Klasseninteressen das demokratische Prinzip vor der kapitalistischen Praxis abdanken muss. Die verkappten Feinde der revolutionären Macht sind gefährlicher als ihre offenen Gegner. Die bürgerliche Demokratie als papierenes Formelrecht soll die lebendige proletarische Demokratie abwürgen, zu deren Verwirklichung die Revolution einen ersten Schritt getan hat.

Die Forderung konstituierender Nationalversammlungen für das Reich und die Einzelstaaten ist das Feigenblatt für den Vorstoß, die politische Macht für die besitzenden Klassen zurückzuerobern. Teilung der politischen Macht zwischen allen Schichten und Klassen des gesamten Volkes, wie harmlos und ideal, wie gerecht und demokratisch hört sich das an ! Allein, das Lammgewand verhüllt den Wolf. Das Proletariat hat entweder die ganze politische Macht, um sie an die Verwirklichung seines Endziels zu setzen: Überwindung des Kapitalismus durch den Sozialismus, oder es hat keine Macht dazu, hat nur den Splitter der Macht, Reformen durchzusetzen, die die kapitalistische Ordnung nicht gefährden, sondern stützen. Eine Teilung der Macht zwischen Arbeiterklasse und Bourgeoisie, bleibt verhüllte, leicht gemilderte Klassendiktatur der Besitzenden und Ausbeutenden.

Das Trümmerfeld der kapitalistischen Ordnung, das den Weltkrieg geschaffen, fordert gebieterisch den Aufbau der Gesellschaft auf sozialistischer Grundlage, wenn nicht das arbeitende Volk an Leib und Seele verderben soll. Der Sozialismus, nicht als Gesellschaftstheorie, als Gesellschaftspraxis ist das Gebot der Zeit. Die Aufgaben, die gestellt werden durch die Lebensmittel- und Rohstoffbeschaffung, durch Demobilisation, Arbeitsvermittlung, Arbeitslosenfürsorge, Wiedererrichtung der aus Rand und Band geratenen Wirtschaft: können nur durch sozialistische Losungen bewältigt werden, ohne dass die breitesten Volksmassen Opfer unerträglicher Zustände werden. Der Kern des Kampfes um die politische Macht ist der Kampf um die Wirtschaftsordnung der Gesellschaft. Wer die Niederwerfung des Kapitalismus, das Erstreben des Sozialismus will, der darf nicht zulassen, dass die politische Macht des arbeitenden Volks durch die politische Macht der Besitzenden gelähmt wird. Er muss die ganze Macht für des Proletariats Riesenhand fordern. Der politische Umsturz, der Throne und Bürokratensessel zerschmettert hat, er muss zum wirtschaftlichen Umsturz werden, der dem Kapitalismus das Ende bereitet.

DIE REVOLUTION MUSS ERHALTEN UND WEITER GETRIEBEN WERDEN !

Dieses Ziel ist das der Frauen, die sehnsüchtig ihre volle Befreiung erwarten. Alle Härten und Schrecken, die dem Volk der Kopf- und Handarbeitenden drohen, wenn der ausbeutende und knechtende Kapitalismus an der Herrschaft bleibt, werden erdrückend, zermalmend auf den FRauen lasten. Nur die Revolution kann sie vom traurigsten Geschick erretten: eine Revolution, die von politischen zu wirtschaftlichen Zielen vorwärts stürmt.

Proletarische Frauen haben die ersten Schlachten der Revolution gegen Monarchie, Junkerherrschaft und Militarismus schlagen helfen. Die proletarischen Frauen müssen mit dafür sorgen, dass das Erbe der Revolution erhalten bleibt, die Errungenschaften der politischen Macht nicht angetastet werden. Mögen sich die Frauen nicht darüber täuschen und täuschen lassen, dass volle Demokratie für sie nicht von der Rednertribüne konstituierender Nationalversammlungen geschaffen wird, die nur darauf hinaus laufen können, die kapitalistische Ordnung zu verewigen. Mögen sie sich bewusst bleiben, dass diese Demokratie in dem Boden einer sozialistischen Ordnung verankert sein muss, die mit Zertrümmerung des wirtschaftlichen Jochs der Arbeit den Gesellschaftsbürger in Wahrheit und Tat befreit. An die Arbeit Frauen, Proletarierinnen, damit diese Erkenntnis bis in das bescheidenste Dachstübchen dringt!

An die Arbeit, damit diese Erkenntnis opferbereiter, tatkräftiger Wille werde!

Kein Zagen vor den vorrückenden reaktionären Gewalten!

Kein Proletarier mit falschen Freunden !

Rüsten wir uns, die Gegner auf jedem Boden und mit allen Waffen zu bestehen !

Bleiben wir eingedenk, dass der Frauen Recht in ihrer Macht als Schaffende ruht ! Frauenarm ist heute stark genug, die Räder des Wirtschaftsgetriebes still stehen zu machen, wenn Frauenwille das befiehlt !

Kämpfen wir !

Der Revolution - Frauen Dank !

CLARA ZETKIN

 

ROTE FAHNE

Leitartikel vom 7. Dezember 1928

10 Jahre

Ebert Putsch vom Dezember 1918

Damals - Blutbad in der Chausseestraße

Heute - Kriegs- und Hungerkoalition

 

10 Jahre sind vergangen, seit am 6. Dezember 1918 die Ebert-Scheidemann-Wels das erste Blutbad unter revolutionären Proletariern in den Straßen Berlins inszenierten. Heute, vor 10 Jahren am 7. Dezember 1918, brachte die "Rote Fahne" den Aufruf des Spartakusbundes an die Arbeiterschaft Berlins zum Massenprotest gegen das Blutbad und den gegenrevolutionären Putsch der Ebert, Wels und Konsorten.

Was war geschehen?

Am Freitag, den 6. Dezember, versuchten die in der gemeinsamen Regierung mit der USP befindlichen Sozialdemokraten Ebert, Scheidemann, Landsberg unter Mithilfe des Berliner Stadtkommandanten Wels und seiner Soldateska, einen groß angelegten Anschlag gegen die Revolution durchzuführen.

Meuternde Soldaten unter der Führung eines Soldaten Spiro marschierten zur Reichskanzlei, verlangten den Volksbeauftragten Ebert zu sprechen, forderten die sofortige Einberufung der Nationalversammlung und riefen den "überraschten Kameraden Ebert" zum Reichspräsidenten aus.

Andere Soldaten der gleichen Truppe marschierten zum Obersten Organ der Arbeiter- und Soldatenräte, dem Vollzugsrat, und erklärten ihn für verhaftet.

Der gleiche "Soldat Spiro" besetzte die Redaktion der "Roten Fahne", um Karl Liebknecht und "die ganze Spartakusgruppe" zu verhaften.

Und zur selben Zeit, während diese drei Akte des gegenrevolutionären Putsches abrollten, bereiteten in der Chaussee- Ecke Invalidenstraße andere konterrevolutionäre Truppen jenes Blutbad vor, dem 14 Teilnehmer einer unbewaffneten Demonstration zum Opfer fielen. In den Hausfluren der Chausseestraße wurden schon vorher Maschinengewehre aufgestellt, um die aus einer Versammlung in den Germaniasälen heraus strömenden Demonstranten niedermetzeln zu können.

Das waren die Tatsachen !

 

* * *

 

Der ganze Putsch war wohl vorbereitet. Er misslang, weil die Wachsamkeit der revolutionären Arbeiter größer war als die gegenrevolutionären Putschisten und Arbeitermörder erwartet hatten. Er misslang, weil auch unter den missbrauchten Soldaten der Funke der revolutionären Gesinnung nicht erloschen war. Ebert musste erkennen, dass er seinen Anschlag verfrüht unternommen, übereilt losgeschlagen hatte. So versuchte er die Verantwortung abzuleugnen.

Aber die Beweise seiner Blutschuld waren erdrückend. Er hatte den Putsch so gut vorbereitet, dass das Flugblatt, mit dem sein Erfolg hätte gemeldet werden sollen, schon zu früh zur Austeilung gelangte. Das war der erste dokumentarische Beweis ihrer Schuld.

Und weiter.

Der Soldatenrat des Franzerregiments, aus dessen Reihen sich die meuternden Soldaten zusammensetzten, enthüllte, dass vor dem Putsch eine Besprechung stattgefunden hatte, in der die Einzelheiten der Ebert-Demonstration festgelegt wurden, und dass zu den Teilnehmern dieser Besprechung der heutige SPD-Chef Wels gehörte.

Und weiter.

Jener "Soldat Spiro", der plötzlich aus dem Nichts auftauchte, war nur die vorgeschobene Puppe des Grafen Wolfgang Metternich, der Spitzel der Ebert-Scheidemann-Wels und der davongejagten Hohenzollern, der sich an alle Truppen der Revolution heranzuschmieren und unter ihnen zu agitieren versuchte. Metternich war der eigentliche Anführer jener meuternden Soldateska gewesen.

So schloss sich die Kette des Schuldbeweises.

 

Die Ebert, Scheidemann, Wels hatten schon an jenem 6. Dezember, vier Wochen nach der Geburtsstunde der deutschen Revolution, mit brutaler Gewalt die Herrschaft der Konterrevolution zu errichten versucht. Noch einmal wurde sie zurück geworfen.

Ihr nächster Anschlag erfolgte in den Weihnachtstagen 1918, als die Truppen des Generals Lequis von Potsdam her ihren Putsch gegen die Volksmarine-Division gegen Schloss und Marstall unternahmen. Auch dieser zweite Anschlag misslang.

 

Und dann kam Noske.

Dann kamen die Januarkämpfe, der Meuchelmord an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg.

Das Blutbad in der Chaussestraße am 6. Dezember 1918 war nur der Auftakt für die ganze Kette bestialischer Verbrechen der sozialdemokratischen Arbeitermörder und Gegenrevolutionäre gewesen.

 

* * *

 

10 Jahre vergingen.

Wie damals die Ebert-Scheidemann-Wels, den deutschen Arbeitern mit Blutvergießen, Tücke und List ihren Sieg entrangen und der gestürzten Bourgeoisie erneut in den Sattel verhalfen, so steht auch heute die Sozialdemokratie als Schutzgarde und als Prellbock vor der Bourgeoisie bei deren verbrecherischen Anschlägen gegen die Arbeiterklasse.

10 Jahre nach jenem Blutbad in der Chausseestraße führt der Bluthund Wels die SPD !

10 Jahre nach jenem putschistischen Versuch, Ebert zum Präsidenten auszurufen, bemüht sich der diensteifrige Lakai der Stresemann und Konsorten, Hermann Müller, sein "Kabinett der Köpfe" in eine offizielle und feste Regierung der Großen Koalition umzuwandeln.

10 Jahre nach dem ersten großen SPD-Anschlag auf die Macht der Arbeiter- und Soldatenräte, der Organe der proletarischen Revolution, hat Herr Severing die infame Rolle übernommen, nach dem Diktat der Hüttenbarone die verratenen Ruhrproleten durch seinen Schiedsspruch mit neuen Hungerlöhnen und dem Zehn- und Zwölfstundentag zu beglücken.

10 Jahre nach dem blutigen Arbeitermord am 6. Dezember 1918 ist die Sozialdemokratie die wichtigste Triebkraft bei der Vorbereitung des neuen imperialistischen Krieges gegen die Sowjetunion, die wichtigste Triebkraft der Kriegsrüstungen, der Kriegshetze und der Entfesselung eines Blutvergießens, das nicht 14, sondern Millionen Proleten das Leben kosten wird !

 

* * *

 

Damals wie heute:

Die sozialdemokratische Führerschaft kennt nur den Klassenverrat an den Interessen der Arbeiterschaft, kennt nur den Liebesdienst für die Bourgeoisie, für das System des Kapitalismus !

Der einzige Unterschied:

Heute ist ihre Rolle noch gefährlicher als in jenen Wochen und Monaten des offenen Bürgerkrieges, gerade weil sie nicht unmittelbar die Politik des Blutvergießens und der Maschinengewehre betreibt, zugleich aber die Arbeiterklasse den noch größeren Verbrechen der Bourgeoisie und des Imperialismus ausliefert !

Am 10. Jahrestag jener unglücklichen Opfer der sozialdemokratischen Blutpolitik gilt es, schonungslos Abrechnung zu erhalten mit der Partei der gewerbsmäßigen Arbeiterverräter ! Gilt es die Reihen der kämpfenden Einheitsfront der deutschen Arbeiter zu schließen in der Partei Karl Liebknechts und Rosa Luxemburgs - der KPD !

 

 

 

 

 

 

JUBILÄUMS-AUSGABE

ZUM 10. JAHRESTAG DER NOVEMBERREVOLUTION

 

Lenin

über den Spartakusbund

Zitatensammlung

- zusammengestellt von Wolfgang Eggers

aus Anlass des 100. Gründungstages des Spartakusbundes

am 1. Januar 2016

 

 

 

 

Rede

anlässlich der Ermordung
Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts

 19. Januar 1918

 

 

Als die deutsche Novemberrevolution den Kaiser entmachtet hatte, agitierte Rosa Luxemburg für die proletarische Revolution:

„Die Abschaffung der Kapitalsherrschaft, die Verwirklichung der sozialistischen Gesellschaftsordnung – dies und nichts Geringeres ist das geschichtliche Thema der gegenwärtigen Revolution. Ein gewaltiges Werk, das nicht im Handumdrehen durch ein paar Dekrete von oben herab vollbracht, das nur durch die eigene bewusste Aktion der Masse der Arbeitenden in Stadt und Land ins Leben gerufen, das nur durch höchste geistige Reife und unerschöpflichen Idealismus der Volksmassen durch alle Stürme glücklich in den Hafen gebracht werden kann.“

 

* * *

 

zum 100. Jahrestag der Novemberrevolution

Die zwei Wege in der deutschen Rätebewegung

1918/1919

- wie die Betriebsräte entstanden -

 

Aufruf

Revolutionäre Obleute und Vertrauensmänner - USPD - KPD

5. Januar 1919

Flugblatt: veröffentlicht in: Die Rote Fahne, Nr. 5

(Abend-Ausgabe), 5. Januar 1919.

 

Arbeiter! Parteigenossen! Heute große Massendemonstration!

Die Regierung Ebert-Scheidemann hat ihr revolutionsfeindliches Treiben zu einem neuen niederträchtigen Anschlag gegen die revolutionäre Arbeiterschaft Groß- Berlins gesteigert: sie versucht, den Polizeipräsidenten Eichhorn in heimtückischer Weise aus seinem Amte zu drängen.

Sie will ihr willfährigstes Werkzeug, den derzeitigen preußischen Polizeiminister Ernst, an Eichhorns Stelle setzen.

Die Regierung Ebert-Scheidemann will damit nicht nur den letzten Vertrauensmann der revolutionären Berliner Arbeiterschaft beseitigen, sondern vor allem in Berlin ein Gewaltregiment gegen die revolutionäre Berliner Arbeiterschaft aufrichten.

Arbeiter! Parteigenossen! Es handelt sich hierbei nicht um die Person Eichhorns. Ihr selbst sollt vielmehr durch den Gewaltstreich um den letzten Rest der revolutionären Errungenschaften gebracht werden. Mit Hilfe der Bajonette will die Ebert-Regierung mit ihren Helfershelfern im preußischen Ministerium ihre Macht stützen und sich die Gunst des kapitalistischen Bürgertums sichern, dessen verkappte Interessenvertreter sie von Anfang an waren. Mit dem Schlage, der gegen das Berliner Polizeipräsidium geführt wird, soll das ganze deutsche Proletariat, die ganze deutsche Revolution getroffen werden.

Arbeiter! Parteigenossen!

Das könnt, das dürft ihr nicht dulden! Heraus darum zu wuchtigen Massendemonstrationen [1]! Zeigt den Gewalthabern von heute eure Macht: zeigt, daß der revolutionäre Geist der Novembertage in euch nicht erloschen ist. Sammelt euch heute, Sonntag, um 2 Uhr, zur imposanten Massenkundgebung in der Siegesallee! Marschiert in Massen auf! Es gilt eure Freiheit, eure Zukunft, es gilt das Schicksal der deutschen Revolution!

Nieder mit der Gewaltherrschaft der Ebert-Scheidemann, Hirsch und Ernst!

Es lebe der revolutionäre internationale Sozialismus!

 

Die revolutionären Obleute und Vertrauensmänner
der Großbetriebe Großberlins [2].

Der Zentralvorstand der sozialdemokratischen Wahlvereine Großberlin,
der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei.

Die Zentrale der Kommunistischen Partei Deutschlands (Spartakusbund).

________

Anmerkungen:

 

[1]. Am Sonntag, dem 5. Januar 1919, kam es am Nachmittag zu einer gewaltigen Massenkundgebung der revolutionären Arbeiter und Soldaten Berlins in der Siegesallee. Mit den Forderungen: Entwaffnung der Konterrevolution, Bewaffnung des Proletariat«, Bildung einer Roten Garde, Entlassung der jungen Jahrgänge zogen die Massen zum Polizeipräsidium am Alexanderplatz, wo sie bekundeten, Eichhorn vor den Anschlägen der Konterrevolution zu schützen. Karl Liebknecht sprach mehrere Male zu den Demonstranten, die immer wieder Waffen und revolutionäre Kampfaktionen forderten. Am 6. Januar waren wiederum Hunderttausende Arbeiter und Soldaten auf den Straßen, um den Kampf gegen die Regierung Ebert-Scheidemann und die von ihr organisierte Konterrevolution aufzunehmen.

 

[2]. Die revolutionären Obleute waren oppositionell eingestellte Berliner Funktionäre des Deutschen Metallarbeiterverbandes, die seit Frühjahr 1916 großen Anteil an der Organisierung und Leitung der Kämpfe der Berliner Arbeiter hatten. Die Mehrheit von ihnen schloss sich dem linken Flügel der USPD und zum Teil der Spartakusgruppe an. Ende 1917 erfolgte eine organisatorische Gliederung und Zusammenfassung der Obleute noch Bezirken und die Bildung einer Leitung, an deren Spitze Richard Müller (USPD) und nach dessen Verhaftung im Januarstreik Emil Barth (USPD) stand. Im November 1918 kam es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen den revolutionären Obleuten und der Parteileitung der USPD über den Eintritt von drei USPD-Führern in den Rat der Volksbeauftragten. Aus diesem Grunde schlossen sich die revolutionären Obleute der Forderung des Spartakusbundes nach Einberufung eines Parteitags der USPD an. Als der Spartakusbund den Beschluss fasste, aus der USPD auszutreten und die KPD zu gründen, hielten die revolutionären Obleute am 31. Dezember 1918 eine Konferenz ab, auf der die Loslösung von der USPD und die Bildung einer eigenen Partei behandelt wurde. Am gleichen Tage und am 1. Januar 1919 verhandelte eine Kommission von 7 Mitgliedern der revolutionären Obleute, unter anderen Ledebour, Däumig, Richard Müller, Nowakowski, mit Vertretern der KPD über den Anschluss der revolutionären Obleute an die KPD. Die Kommission der revolutionären Obleute forderte unter anderem: Zurückziehung des Beschlusses, an den Wahlen zur Nationalversammlung nicht teilzunehmen, Parität in der Programm- und Organisationskommission, die vom Parteitag gewählt werden sollte, entscheidenden Einfluss auf die Presse der KPD und Änderung des Namens der Partei. In der von der KPD geforderten Abstimmung der revolutionären Obleute erklärte sich ihre Mehrheit für diese Forderungen. Die Forderungen, die auf die Bildung einer selbständigen Organisation der revolutionären Obleute innerhalb der KPD hinausliefen, wurden vom Parteitag zurückgewiesen.

 

 

 

Die Lehren

der deutschen Novemberrevolution von 1918

ein Wegweiser für das deutsche Proletariat im Kampf für die sozialistische Revolution

Radio Tirana vom 9. 11. 1977

(59. Jahrestag)

 

Die Lehren der Novemberrevolution 1918 in Deutschland sind auch heute aktuell

Radio Tirana vom 14 11 1978

(60. Jahrestag)

 

 

 

 

Karl Liebknecht

An die Arbeiter und Soldaten der Entente !

Berlin, 31. Oktober 1918

 

Aufruf zum Sturz der Regierung

Karl Liebknecht

6. Januar 1919

 

 

 

 

 

letztes Flugblatt

Trotz alledem !

Rote Fahne, 15. Januar 1919.

 

 

 

 

 

Ernst Thälmann

9. November 1918

Die Geburtsstunde der deutschen Revolution

9. November 1928

 

 

 

RESOLUTION

der Spartakusgrupope

7. Oktober 1918

 

 

 

 

 

 

 

Aufrufe an die Arbeiter und Soldaten

November 1918

 

 

 

 

 

 

Fernspruch

von Lenin - Swerdlow - Stalin

23. Oktober 1918

 

 

 

 

 

 

Spartakuskonferenz

Oktober 1918

 

 

 

 

 

 

Wer schwingt die Hungerpeitsche ?

Flugblatt Dezember 1918

 

 

 

 

 

Spartakusbund

Dokumente

 

 

Programm des Spartakusbundes

 

1918

 

 

 

 

 

 

R S B

Roter Soldatenbund Deutschlands

 

 

 

Die bewaffneten Kämpfe der deutschen Arbeiterklasse in der Novemberrevolution 1918/19

 

 

 

 

"Der Sturm bricht los ..."

 

(Bericht über die Ereignisse in der Novemberrevolution 1918)

 

 

 

 

Revolutionstage -

November 1918 

 

 

 

Fritz Heckert

Führer der Novemberrevolution

in Karl Marx Stadt (Chemnitz)

 

 

 

 

GEDICHT

Marianne Bruns

REVOLUTION 1918

Er war zwanzig Jahre und kam aus dem Krieg,

von der Front nach Berlin geschoben.

Und als er zum Hof des Vaters aufstieg,

hat er den Kopf nicht gehoben.

 

Zur Türe herein, in der Tasche die Hand.

Der Vater steht starr und beklommen:

so wild blickt der Junge und so gespannt !

Hat die Faust aus der Tasche genommen

 

und hin gehalten: Ein Achselstück,

matt silbern, geflochtene Schnüre.

Der Alte fährt wie gestochen zurück:

Das tragen die Herrn Offiziere !

 

Der Sohn hat wieder die Faust geballt

und, ohne ein Wort zu reden,

das Achselstück auf den Kehricht geknallt

und unter die Füße getreten.

 

Dann hat er die Jacke vom Leibe gestreift

und im Schuppen ein Beil gegriffen

- viel Holz ist morsch, der Novemberwind pfeift -

und hat es sorgsam geschliffen.

 

Der Gutsherr unten ist auch Major.

Dem Alten ist nicht geheuer,

was der Sohn getan hat. Und was hat er vor?

Er wirft zitternd den Kehricht ins Feuer.

 

 

Zentrale Verfolgungsaktion gegen Spartakus

Aus geheimen Kriegsakten der Polizei

aus : Rote Fahne, vom 1. August 1929

 

 

 

"ROTE FAHNE"

vom 13. Januar 1919

Entwaffnung der Bourgeoisie - Bewaffnung des Proletariats

Die erste Tat der durch Blut neu "gestärkten" Ebert-Scheidemann-Regierung wird sein, die "Entwaffnung" durchzuführen. Bekanntlich hat noch die Ebert-Hansesche Regierung den Erlass heraus gegeben, wonach "Heeresgut" abzuliefern sei. Das soll heißen: Die Proletarier haben ihre Waffen abzugeben. Die Bourgeois können sich Waffen kaufen und dürfen sie behahalten. Die Waffen behalten werden selbstverständlich auch all die zusammen getrommelten Offiziere, die Bourgeoissöhnchen und Kriegsvereinsstandartenführer, die in diesen Tagen auf den Hilferuf der Ebert-Scheidemann-Noske herbei geeilt sind, um den versinkenenden Kapitalismus noch einmal zu retten.

Damit soll die allererste Forderung der Revolution, die Entwaffnung der Bourgeoisie und die Bewaffnung des Proletariats in ihr Gegenteil verwandelt werden.

Der Proletarier, der unter solchen Umständen die Waffen heraus gibt, versündigt sich an der Revolution.

Die Waffen gehören in die Hand der Proletarier und nicht in die der Ebert-Scheidemann'schen Schergen.

Proletarier ! Seht euch vor !

Wenn die Ebert-Noske'schen Schnüffler suchen kommen, dann dürfen sie bei euch nichts finden !

Die Waffen gehören nicht Ebert-Noske und nicht der Bourgeoisie.

Die haben sie auch nich bezahlt.

 

 

 

 

SERIE: 100 JAHRE NOVEMBERREVOLUTION 1918

Kieler Matrosen

 

 

 

 

veröffentlicht von der Komintern (SH) aus Anlass des 100. Jahrestages der Novemberrevolution

 

 

ROTE FAHNEN ÜBER KIEL

Alfred Rebe

aus:

"ROTE FAHNE"

vom 2. November 1928

 

 

 

 

aus: Roter Morgen 1978 Nr. 35

 

 

 

 

 

 

 

 

Funker Hein Briggs

Ludwig Turek

 

 

Die Kieler Matrosen gaben das Signal

aus: Roter Morgen Nr. 44, vom 3. November 1978

 

 

 

Mit der roten Fahne zum Vizeadmiral Souchon

Karl Artelt

 

 

 

Auf der Bremer Weserwerft weht die rote Fahne

Sepp Miller

 

 

 

 

Wir kämpften in Bremen für die Räterepublik

Karl Jannack

 

 

 

Im Kampf für ein sozialistisches Vaterland

Wilhelm Eildermann

 

 

Kreuzer "Augsburg" wird unter roter Flagge von Cuxhaven nach Hamburg geschickt

Karl Baier

 

 

 

 

 

November 1918

"Die rote Fahne weht über Berlin"

 

Artikel aus: Roter Morgen Nr. 45, vom 10. November 1978

 

 

 

 

 

 

 

Die Novemberrevolution 1918

zum 70. Jahrestag

November 1918 - November 1988

 

aus: Roter Morgen Nr. 9, November 1988

 

 

 

 

Die Novemberrevolution 1918

zum 75. Jahrestag

November 1918 - November 1993

 

aus: Roter Blitz Nr. 1, Januar 1994

 

 

 

 

Willi Bredel

Fiete Peter

 

 

Adam Scharrer

Ende und Beginn

 

 

Herbert Horn

Der Junge und die große Kraft

 

 

 

 

Anna Schlotterbeck

Der 9. November

 

 

 

 

 

Was will die Freie Sozialistische Jugend ?

Erklärung der FSJ von Mitte Februar 1919 mit Forderungen der Arbeiterjugend

 

 

 

 

Werner Reinowski

Die schönen Apfelschimmel

 

 

 

 

 

 

 

Jacob Weber

Vorwärts

 

 

 

 

Reinhard Höhne

Letzte Begegnung

 

Anna Seghers

Die Erschiessung

 

 

Wieland Herzfelde

SCHUTZHAFT

(Originalbericht eines Häftlings vom 7. - 20. März 1919)

 

 

Der Berner Schwindel

Stellungnahme der KPD von Mitte Februar 1919 zur Internationalen Sozialistischen Konferenz in Bern

 

Räterepublik Bayern

 

 

 

Grußadressen der Solidarität

 

Grußadresse der deutschen Sektion

zum 9. November 1918

• Auf der am 7. Oktober 1918 stattfindenden Reichskonferenz rief die Spartakusgruppe die Arbeiterklasse und Bauern des Deutschen Reiches zum Sturz der imperialistischen Regierung und zur Revolution auf.

Die Konferenz verkündete ihre Solidarität mit der russischen Revolution und der Partei der Bolschewiki:

In der Diskussion über die internationale Lage wurde der Tatsache Ausdruck gegeben, daß die Bewegung in Deutschland eine wesentliche moralische Unterstützung durch die russische Revolution gefunden hat. Es wurde beschlossen, den Genossen in Rußland den Ausdruck des Dankes, der Solidarität und brüderlichen Sympathie zu übermitteln mit dem Versprechen, diese Solidarität nicht nur durch Worte, sondern durch Aktionen, entsprechend dem russischen Vorbild, zu betätigen." („Spartakus", Nr. 12 vom Oktober 1918, in: „ Spartakusbriefe", Berlin 1958, S.470/471)

• Der Matrosenaufstand in Kiel Anfang November 1918 war das Signal: Binnen weniger Tage bildeten sich überall im Deutschen Reich Arbeiter-Bauern- und Soldatenräte.  Mehrere hunderttausend Menschen gingen auf die Straße, bewaffneten sich, besetzten fast alle Regierungsgebäude, befreiten die Gefangenen und stürzten die Monarchie.

Am 8. November öffneten sich auch für Rosa Luxemburg unter dem Druck der Massen die Gefängnistore, nachdem schon vorher Karl Liebknecht amnestiert worden war. Beide warfen sich, ohne eine Sekunde zu zögern, in die Kämpfe und sahen auch gleich die Notwendigkeit, diesen spontanen Erhebungen bewußten Charakter zu verleihen. Clara Zetkin schilderte diese Phase des Kampfes folgendermaßen:

Die Revolution bedurfte einer Stimme, die die Massen weckte, ihnen die Richtung und das Ziel ihres Kampfes zeigte und das gefährliche Treiben der Gegenrevolution unter sozialistischer Flagge enthüllte; sie bedurfte einer Stimme, die sie vor Halbheit und Flauheit warnte und lehrte, kämpfend auf die eigene Kraft zu bauen. Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg riefen zusammen die ‚Rote Fahne' ins Leben.“ (Clara Zetkin, „Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht", Februar 1919, Ausgewählte Reden und Schriften. Band 11, S. 84)

• Am 9. November 1918, dem Tag des Sturzes der Monarchie, erschien erstmals „Die Rote Fahne" als Zeitung der Spartakusgruppe in Berlin. Sie wurde in einer besetzten Druckerei und einem besetzten bürgerlichen Zeitungsverlag herausgegeben.

• Am 11. November 1918 wurde auf einer Besprechung führender Mitglieder der Spartakusgruppe in Berlin der Spartakusbund zur Leitung der revolutionären Massenbewegung gegründet. Eine Zentrale des Bundes wurde gebildet, in der u. a. Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht Mitglied waren.

• In Berlin drängten die revolutionären Arbeiter, Bauern und Soldaten zu immer entschiedeneren Schritten gegen die Konterrevolution. Der Einfluß des Spartakusbundes auf die revolutionären Massen und ihre Aktionen nahm zu. So rief „Spartakus" am 7. Dezember nach einem mißlungenen Putsch der Konterrevolution die Arbeiter, Bauern und Soldaten zu einer bewaffneten Demonstration auf, der 30 000 folgten. Auch nach einem mißlungenen Angriff der Reaktion auf die revolutionären Matrosen folgten Tausende von Arbeitern, Bauern und Soldaten den Aufruf von „Spartakus" zur Demonstration, in deren Verlauf Druckerei und Redaktion des „Vorwärts", des Zentralorgans der sozialfaschistischen SPD, besetzt wurden. In diesen Kämpfen wurde der „Rote Soldatenbund" unter der Führung von „Spartakus" gebildet.

Die Zentrale des Spartakusbundes rief für den 29. Dezember 1918 eine Reichskonferenz des Spartakusbundes ein. Die wichtigsten Beschlüsse dieser Konferenz waren die Gründung der KPD und die Diskussion und Verabschiedung des Parteiprogramms.

Gegen die sozialfaschistische sozialdemokratistische Tradition, die Partei als „Wahlverein" anzusehen, haben Rosa und Karl mit der Gründung der KPD 1918 ganz bewußt gebrochen. Sie haben sich als Ziel gesetzt, die gerade gegründete Kommunistische Partei als eine revolutionäre Kampforganisation aufzubauen, die in der Lage ist, die proletarischen Massen und ihre Verbündeten im Bürgerkrieg gegen den Weltimperialismus im allgemeinen und insbesondere den deutschen Imperialismus zum Sieg zu führen.

Im Januar 1919 schrieb Rosa Luxemburg, daß der erste Parteitag der KPD hoffen läßt, „daß die Kommunistische Partei Deutschlands als Stoßtrupp der proletarischen Revolution zum Totengräber der bürgerlichen Gesellschaft wird.

Jetzt gilt es mit aller Kraft ans Werk zu gehen ...

Das deutsche Proletariat zu denn gewaltigen Hammer zu schmieden, der die Klassenherrschaft zerschmettern wird, das ist die geschichtliche Mission der Kommunistischen Partei Deutschlands."

(Rosa Luxemburg, „Der erste Parteitag", 1919, Gesammelte Werke, Band 4, S. 514/515)

• Die Gründung der KPD erfolgte jedoch zu spät. Die Massen haben sich bereits zur Revolution erhoben. Die junge Partei konnte unmöglich in wenigen Wochen das leisten, wozu Jahre nötig sind: das Vertrauen der Massen in den Kämpfen gewinnen und den Einfluß jeglicher Opportunisten in der Arbeiterbewegung systematisch untergraben und vernichten. Das Verbleiben der Menschewiki in der SPD und später in der USPD bis zum Ausbruch der Revolution im Deutschen Reich hatte es den kontenevolutionären Führern des ins imperialistische Lager gewechselten Sozialdemokratismus erleichtert, die Arbeiterklasse über ihre verräterische Politik zu täuschen und sie gegen die revolutionäre Politik aufzuhetzen. So folgte in den Tagen der Entscheidung die Mehrheit der Arbeiterklasse nicht den Kommunisten. Den opportunistischen Führern, die an der Spitze der imperialistischen Konterrevolution standen, gelang es, die zusammen mit der marxistischen Avantgarde kämpfenden Massen gewaltsam niederzuschlagen.

In den Januarkämpfen 1919 in Berlin ermordeten die unter dem Oberbefehl Noskes (sozialfaschistische SPD) stehenden konterrevolutionären Truppen der sozialfaschistischen SPD-Regierung Hunderte von revolutionären Arbeitern, Bauern und Soldaten, zum Teil nachdem sie sich bereits ergeben hatten. Am 15. Januar 1919 wurden von dieser von der seit 1914 ins imperialistische Lager gewechselten sozialfaschistischen SPD befehligten Soldateska gleich Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg verhaftet und brutal ermordet.

• Diese Tragödie hat Ernst Thälmann 10 Jahre später der deutschen Arbeiterbewegung als negative Lehre aufgezeigt:

Die Tragödie der deutschen Revolution im Jahre 1918, in den Januarkämpfen 1919, in den Kämpfen nach dem Kapp-Putsch 1920, den Märzkämpfen 1921, bis zur letzten Welle der akuten revolutionären Situation, dieser ersten Periode, im Oktober 1923 - sie bestand in dem Zwiespalt zwischen den objektiven ausgereiften revolutionären Verhältnissen einerseits und der subjektiven Schwäche des deutschen Proletariats, hervorgerufen durch das Fehlen einer zielklaren bolschewistischen Partei andererseits.

An der Jahreswende 1918/1919 waren die Massen bereit zum Kampf, aber es fehlte die zielklare Führerin, die diesen Kampf hätte organisieren, den Bluthund Noske und seine Komplizen Ebert und Scheidemann samt ihren Generalen und weißen Garden durch die planvolle Organisierung und Durchführung des bewaffneten Aufstandes zerschmettern und ausrotten können. (…) Karl und Rosa wurden gerade deshalb zu Opfern der barbarischen sozialdemokratischen Konterrevolution, zu Opfern der Noske, Ebert und Scheidemann und ihrer gekauften Meuchelmörder, weil sie noch nicht dem deutschen Proletariat die Waffe hatten schmieden können, die das russische Proletariat zum Siege befähigte: die bolschewistische Partei!"

(Ernst Thälmann, „9. November 1918 - die Geburtsstunde der deutschen Revolution", 1923, „Reden und Aufsätze". Band 11, Frankfurt 1972, S. 13)

Nichts konnte das Fehlen einer kampferprobten revolutionären Partei, das von ihr beschaffene Klassenbewußtsein und die Organisiertheit der Mehrheit der working class ersetzen.

Die Gründung der KPD und die revolutionäre Schaffung einer programmatischen Grundlage in Form des Programms der KPD war nichtsdestotrotz ein herausragender Meilenstein auf dem weiteren Weg zur proletarischen Revolution, für die Schaffung einer starken Kommunistischen Partei.

Telegramm des Gründungsparteitags der KPD an die  Sowjetregierung:

Einstimmig wurde beschlossen, der  Sowjetregierung ein Begrüßungstelegramm zu senden.

An die  sozialistische Sowjetrepublik!

Die Reichskonferenz des Spartakusbundes, die heute die Kommunistische Partei Deutschlands gegründet hat, sendet die aufrichtigsten Grüße der ukrainischen Räterepublik, den sowjetischen Mitkämpfern gegen den gemeinsamen Feind der Unterdrückten aller Länder. Das Bewußtsein, daß bei Euch alle Herzen für uns schlagen, gibt uns in unserem Kampfe Kraft und Stärke.

Es lebe der Sozialismus!

Es lebe die Weltrevolution!

 

 

 

 

Gedichte:

 

Oi! Oi!

November Revolution

 

Liebknecht und Rosa stand firm and proud out in the streets.
Watching the upper class Noske, Friedrich Ebert and their flaking   just want to scream.
oppressed just can't stand this greedy bourgoisie, can't stand them at all.
You feel the proletarian  anger in your mind, peoples want to see the world capital fall. 

Oi! Oi! November Revolution , the strengh and truth
Oi! Oi! November Revolution the working class youth.
Oi! Oi! November Revolution reality crew,
Oi! Oi! November Revolution the chosen few.


World bourgoisie thinks, workers and farmers are parasite, the scum of the earth.
 But your class pride will never go away, working class'll never crawl in their dirt.
 Also Kieler Sailors  represent of the culture -  the proud working class.
So listen now you fucking (world)imperialist brats, you may kiss your own ass.

Oi! Oi! November Revolution , the strengh and truth
Oi! Oi! November Revolution the workingclass youth.
Oi! Oi! November Revolution reality crew,
Oi! Oi! November Revolution the chosen few.


The reality speaks another truth - specially just for you.
 world war  earn much money without to work, you know that  is true.
November Revolution  is the truth, the pride & glory - as the worldproletariat you're the voice.
You know the socialist world revolution must  live - that's your only choice.

 



 

The World November Revolution - now and forever !

 

The November Revolution is  the voice of a generation
We've heard too many about Karl Liebknecht and Rosa Luxemburg in every nation
The November Revolution gonna hit the streets
works and doing of Karl Liebknecht and Rosa Luxemburg is what we needs
workers of the world'll be knocking down the world capital`s doors
capitalist and imperialist systems and leaders of all countrys are whores


November Revolution - Now or never - the Comintern(SH) gonna strike back
socialist November Revolution- Now or never - Liebknecht and Luxemburg are on the attack
November Revolution - Now or never - workers of the world gonna strike back
proletarian November Revolution- Now or never -world proletariat and farmers on attack


the proletarian November Revolution  is a call on our class brothers
Marx, Engels, Lenin, Stalin and Enver Hoxha are classics, not others!
revolutionary class war , not others
Together workers and farmers  can make a change
sometimes the class war is strange
The time has come to take some action
workers and peasants make some correct connections
Tomorrow nothing will ever be the same
world proletariat and peasants smash the imperialist game


November Revolution - Now or never - thecomintern/SH gonna strike back
socialist November Revolution - Now or never - Liebknecht and Luxemburg are on the attack
November Revolution - Now or never - workers of the world gonna strike back
proletarian November Revolution - Now or never -world proletariat and farmers on attack

the second November Revolution're not just gonna watch imperialism the world destroy
CPG of Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg, the Comintern of Lenin and Stalin forever oi oi oi!
the World November won't let faith decide
CPG of Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg, Comintern of Lenin and Stalin forever, class pride world wide!!
workers of all countries  gonna take the world in your own hands
the world imperialism send his conter-revolutionary gangs
Decide ourselves, what's happening with our production means
socialist world November Revolution, it seems

November Revolution - Now or never - thecomintern/SH gonna strike back
socialist November Revolution - Now or never - Liebknecht and Luxemburg are on the attack
November Revolution - Now or never - workers of the world gonna strike back
proletarian November Revolution - Now or never – world proletariat and farmers on attack

November world revolution - Now or never!!
the revolutionary CPG of  Karl Liebknecht and Rosa Luxemburg  forever!
red world November  -Now or never!!
workers and farmers of the world united forever
prolerarian red world November - Now or never!!
Marx,Engels, Lenin, Stalin and Enver Hoxha forever!
socialist world November - Now or never!!
Bolshevism all over the earth forever!
socialist red world November - now or never!!
Karl Liebknecht, Rosa Luxembirg and the revolutionary CPG forever!!


red world November - Now or never!!
socialist world November - Now or never!!
  proletarian world November - Now or never!!
November world Revolution - Now or never!!



 

 

 

 

Deutsche Märzrevolution

1920

(Kapp-Putsch)

 

 

 

Auf, auf zum Kampf zum Kampf - Hannes Wader

 

 

 

 

https://ia800207.us.archive.org/16/items/bub_gb_jCcmh1T0r5sC/bub_gb_jCcmh1T0r5sC.pdf