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Ludlow Massaker

Lied von Woody Guthrie


 

 

20. April 1914

100 Jahre

Ludlow Massaker an

streikende Bergarbeiter in den Colorada-Minen der USA

Es lebe die internationalistische Solidarität aller Bergarbeiter der ganzen Welt !

 

Euer Blut ist nicht umsonst vergossen worden !

Em Ende des kapitalistischen Tunnels ist das Licht !

Der Sieg wird euer sein !

 

 

 

 

Als die Kohlengesellschaften die Bergarbeiter und ihre Familien von den Werkshäusern vertrieben, errichteten die Streikenden eine Zeltsiedlung auf öffentlichem Land.

Um 10.00 Uhr am 20. April 1914 wurde die Zeltsiedlung von Kohlengesellschaftswächtern und einer Gruppe von den Kohlengesellschaften angeheuerten Milizionären und Streikbrechern umzingelt. Mit einem auf einem Panzerwagen befestigten Maschinengewehr wurde auf die Zelte geschossen, bevor das Zeltlager in Brand gesteckt und angegriffen wurde. 20 Personen, einschließlich einem Dutzend Frauen und Kindern, wurden abgeschlachtet. Verhaftet wurde nicht der Minenbesitzer Rockefeller, sondern die Streikführer der Bergarbeiter.

 

 

Die Geschichte der Ludlow -Massaker an den Bergleuten ist das brutalste Kapitel in der Geschichte des Kapitalismus in den USA.
Das war das grausamste Mittel, mit Hilfe der Nationalgarde und der lokalen Streikbrecher unter dem Kommando der Rockefeller-Familie einen Streik von zwölftausend Arbeitern zu unterdrücken.

Vor allem im Westen des Landes waren Streiks vor dem Ersten Weltkrieg weit verbreitet. Die Spannungen stiegen auf einen Schmelzpunkt als ein Gewerkschaftsaktivist Ende 1913 vom Rockefeller-Clan während eines Streiks umgebracht wurde. Die Bergleute verließen die Kohlenlager am 23. September 1913 aus Protest gegen Niedriglöhne, schlechte Arbeitsbedingungen und Schikanierung der Gewerkschaftsaktivisten . Dies alles ging dem Ludlow Massaker voraus.

Der Lohn der Bergleute belief sich auf 1,68 $ pro Tag - und das für Schwerstarbeit, die unter extrem harten und gefährlichen Bedingungen geleistet wurde. Die "Sterblichkeitsrate" der Bergleute aus Colorado lag doppelt so hoch wie im Landesdurchschnitt. Was gezahlt wurde, behielt Rockefeller in seinen Schreibtischen verschlossen. Er war niemandem gegenüber rechenschaftspflichtig bei der Festlegung der Lohnhöhe.

Seit ihrem ersten Streik vom Jahre 1883 versuchten die Bergleute vergeblich, der westlichen Vereinigung der Bergwerksbesitzer Zugeständnisse abzuringen. 1913 organisierten sie sich in der Gewerkschaft der Vereinigten Minenarbeiter Amerikas. Im Jahre 1927 schlossen sie sich den "Industriearbeitern der Welt" an.

Die Forderungen der UMWA sahen wie folgt aus:

" ... Anerkennung der Gewerkschaft der Vereinigten Minenarbeiter Amerikas als Tarifpartei für die Beschäftigten in den Kohleminen von Colorado und im nördlichen Neu Mexico;

ein effektives System der Aufsicht in allen Minen, Entgelt für vereinbarte Tonnenrate basierend auf 2000 £ , halbmonatliche Zahlung der Löhne in US-Dollar , die Abschaffung der "heiligen Schriften" (Werksordnung) und des Lkw- System , ein Ende der Diskriminierung von Gewerkschaftsmitgliedern , und die strikte Durchsetzung der staatlichen Gesetze in Bezug auf Verpflichtungen der Betreiber bei der Versorgung mit Schutzvorrichtungen für die Arbeit unter Tage vor Ort.

Die Forderungen der Gewerkschaft und der anhaltenden Streiks wurden vom Rockefeller - Clan strikt abgelehnt. Sie vertrieben streikende Arbeiter aus ihren firmeneigenen Wohnungen samt Familien. Diese waren den harten Wintern in Colorados schutzlos ausgesetzt. Die UMWA Gruppen unterstützte die Streikenden mit der Organisierung von " Zeltstädten " in der Nähe der Canyon-Eingänge, insbesondere vor den Kohle - Camps, um von dort aus die Streikbrecher besser blockieren zu können.

Mit Hilfe verschiedener Leiharbeiterfirmen war das Unternehmen in der Lage, die auf die Straße gesetzten streikenden Bergarbeiter wieder durch neue Lohnsklaven zu ersetzen. Firmeneigenes Militär ging bewaffnet gegen die Streikenden und ihre Gewerkschaftsführer vor. Ein Panzerwagen genannt "Sondertod", auf dem ein Maschinengewehr montiert war, sorgte für "Ruhe und Ordnung". Als die Spannungen zwischen Rockefeller und den Streikenden eskalierten, verschanzten sich die Familien in Gruben, die sie direkt unter ihren Zelten ausgegraben hatten. Am 17. Oktober 1913 kam der 'Death Special' wieder einmal zum Einsatz, wo in der Forbes Zeltkolonie ein Bergmann zu Tode gekommen war durch die Firmenwachen. Dabei wurde ein junges Mädchen ins Gesicht geschossen und Beine eines Jungen mit Maschinengewehrkugeln durchsiebt. Auseinandersetzungen zwischen streikenden Bergarbeitern und Streikbrechern führten ebenfalls zu Todesopfern. Am 28. Oktober befahl der Gouverneur von Colorado, Elias M Ammons der Nationalgarde militärisch einzugreifen.

Die Bergleute ließen sich davon nicht einschüchtern und setzten ihren Streik fort. Die Gewerkschaftsmitglieder wurden entführt und geschlagen. Die Arbeiter bewaffneten sich und erwiderten das Feuer der Nationalgarde und der bewaffneten Streikbrecher. Als das im bitteren Winter. Der Einsatz der Nationalgarde wurde allmählich zu teuer, und so wurden die firmeneigenen Wachen in die Uniformen der Nationalgarde gesteckt - finanziert aus der Ausbeutung der Bergleute.

Am 10. März fand man den toten Körper eines Streikbrechers in der Nähe der Eisenbahnschienen vor den Forbes Zelten. Daraufhin befahl General Chase von der Nationalgarde die Zerstörung der Kolonie. Der Streik erreichte seinen Höhepunkt als die Nationalgarde auf das Grundstück der Zeltkolonie vorrückte, das von der Gewerkschaft angemietet war.

Am Morgen des 20. April 1914 feuerten die Truppen mit Maschinengewehren in das Ludlow-Lager. Es wurde auf alles geschossen, was sich bewegte. Die Bergleute waren vorbereitet und feuerten zurück. Das Kreuzfeuer tobte 14 Stunden .

 

Am Nachmittag nahm ein vorbeifahrender Zug viele Verletzte und Familienangehörige auf. Sie wurden Richtung Osten in Sicherheit gebracht.

 

Nach dem stungenlangen Feuerwechsel traf sich Louis Tikas, der Streikführer, mit Leutnant Linderfelt, der den Angriff gegen das Ludlow-Lager befehligte. Es wurde ein Waffenstillstand verhandelt. Dabei schlug Linderfelt mit dem Gewehrkolben auf Tikas ein, so dass dieser zu Boden sank. Ein Soldat feuerte mehrmals in seinen Rücken, bis Tikas sich nicht mehr regte.

Mit Einbruch der Dunkelheit drangen die Soldaten in den Lager der Arbeiter ein, setzten die Zelte in Brand töteten zwei Frauen unde 11 Kinder. 13 weitere Angehörige des Zeltlagers wurden vorher im Gefecht getötet.

Als sich diese greuliche Nachricht im Lande verbreitete, antworteten die Arbeiter überall mit Solidaritätsstreiks für die gefallenen Kollegen und ihren Familienangehörigen. Eine Reihe von Städten wurden von den Bergleuten besetzt und einige Soldaten der Nationalgarde schlugen sich auf die Seite der Aufständischen, nachdem sie sich geweigert hatten, auf Arbeiter zu schießen.

Am Ende obsiegte die kapitalistische Staatsgewalt. Die Forderungen der Bergleute blieben weiter unerfüllt, und viele Bergleute wurden durch Nicht-Gewerkschaftsmitglieder ersetzt. Die Nationalgarde wurde zur Rechenschaft gezogen für insgesamt 66 getötete Arbeiter.

1918 wurde ein Denkmal errichtet, um derer zu gedenken, die bei dem Lidlow Massaker umgekommen waren. Dort sind auch die folgenden Namen eingraviert:

Louis Tikas, Alter: 30 Jahre
James Fyler, Alter: 43 Jahre
John Bartolotti, Alter: 45 Jahre
Charlie Costa, Alter: 31 Jahre
Fedelina Costas, Alter: 27 Jahre
Onafrio Costa, Alter: 4 Jahre
Frank Rubino, Alter: 23 Jahre
Patria Valdez, Alter: 37 Jahre
Eulala Valdez, Alter: 8 Jahre
Mary Valdez, Alter: 7 Jahre
Elvira Valdez, Alter: 3 Monate (!)
Joe Petrucci, Alter: 4 ½ Jahre
Lucy Petrucci, Alter: 2 ½ Jahre
Frank Petrucci, Alter: 4 Monate (!)
William Snyder Jr, Alter: 11 Jahre
Rodgerlo Pedregone, Alter: 8 Jahre
Cloriva Pedregone, Alter: 4 Jahre


Über das Ludlow-Massaker schrieben unter anderem Jane Addams, Max Eastman, Mother Jones, John Reed, Walter Lippmann und Upton Sinclair.

 

 


 

John Reed kam in Colorado kurz nach dem Massaker . Er beschrieb die tragische Szene auf dem Camp , wo Kinderwagen und Kinderspielzeug herumlagen - von Kugeln durchsiebt . Reed schrieb auch darüber, wie die Bergleute kämpften. Reed beschrieb, wie sich die Nachricht von dem Massaker wie ein Lauffeuer verbreitete :

Binnen drei Stunden wusste jeder im Umkreis von 50 Meilen, dass die Milizen Frauen und Kinder getötet hatten. Montag Nacht wurden die Waffen gezogen. Die ganze Nacht waren die Straßen mit zerlumpten Gestalten gefüllt, die Richtung Bergwerk strömten. Auch in Aguilar , Walsenburg und Trinidad, griffen Büroangestellte, Taxifahrer , Chauffeure , Lehrer und sogar Banker zu den Waffen und begaben sich zur Front. Das Feuer in Ludlow hatte das ganze Land in Brand gesetzt .

Schließlich griff die Bundesregierung ein, nicht um die Streikenden zu schützen, sondern um die Minenbesitzer vor ihnen zu schützen. Trotz der weit verbreiteten Empörung über das Massaker und große Demonstrationen in Solidarität mit den Streikenden wurde der Streik mit einer Niederlage beendet.

Als Reed vom Streik berichtet , nannte er seinen Artikel "Der Colorado Krieg" . Der Artikel verursachte solche Empörung unter den Minenbesitzern , dass einige Buchhandlungen sich weigerten, seinen Artikel zu verkaufen. In dem Artikel deckte Reed die erschreckende Verbrechen der Minenbesitzer auf, weswegen einfache Arbeitern zu den Waffen griffen.

Er wies darauf hin , dass die Arbeiter keine kommunistischen Revolutionäre waren, sondern einfach für einen existenzsichernden Lohn und Sicherheit am Arbeitsplatz kämpften.

Reed beschrieb auch, wie Bergleute seit Generationen kämpften. Nach jeder Niederlage wurden sie durch jüngere Arbeiter ersetzt, die in Strömen nach Amerika ausgewandert waren - vorwiegend aus Südeuropa und Mexiko.

"Hier lebten mehr als 1200 Leute aus 21 Nationalitäten, wodurch sie erfuhren, dass sie alle gemeinsam unter der Brutalität der Lohnsklaverei zu leiden hatten. Dieses gemeinsame Schicksal stärkte ihre Solidarität im Kampf für ihre Arbeiterrechte. Zwietracht, die von den Minenbesitzern systematisch betrieben worden war, prallte ab an der Solidarität und Einheit der Arbeiter von Ludlow. Der Colorado -Krieg zerschlug den amerikanischen Traum. Die Realität bestand aus brutaler Unterdrückung durch die herrschende Klasse, durch die die Einheit der Arbeiterklasse im Feuere des Kampfes geschmiedet wurde. Es vermittelt einen unvergesslichen Eindruck davon, wie die militante Tradition der US- Arbeiterklasse wirklich ist.

 

Um an diese kämpferische Tradition der amerikanischen Gewerkschaftsbewegung zur Zeit des Ludlow Masserks anzuknüpfen, muss die amerikanische Arbeiterklasse sich aus der Fessel des Reformismus und Revisionismus befreien, muss sie die Arbeiteraristokratie bekämpfen, die kapitalistisch orientierten Gewerkschaftsbonzen zum Teufel jagen und klassenkämpferische Gewerkschaften aufbauen.

 

Es ist Zeit, dass sich nach dem 11. Gründungstag der Roten Gewerkschaftsinternationale eine Rote Gewerkschaft in den USA gründet, die nicht nur für eine Verbesserung der Lebensbedingungen der Arbeiter kämpft, sondern dabei die Abschaffung der Lohnsklaverei als Ziel vor Augen hat. Es geht darum, in den USA eine revolutionäre Gewerkschaft aufzubauen, mit deren Hilfe der Kapitalismus besiegt wird unter Führung der zu gründenden amerikanischen Sektion der Kommunistischen Internationale (Stalinisten-Hoxhaisten).

 

Die Befreiung der amerikanischen Arbeiterklasse hilft dem ganzen Weltproletariat und den unterdrückten Völkern, sich aus der Knechtschaft des US-Imperialismus zu befreien, der noch immer Hauptfeind Nr. 1 ist, wenn auch unter dem Druck der Weltkrise weitestgehend angeschlagen.

Der US-Imperialismus fällt nicht von allein. Er muss im Kampf der Arbeiterklasse mit der sozialistischen Revolution niedergerungen werden.

Das ist die einzig eichtige und konsequente Lehre aus dem Ludlow Massaker vor 100 Jahren.

 

 

 

Bilder - Gallerie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bergproletarier aller Länder,   vereinigt sich!

20. April 2015

 

Bergarbeiter von Millizionären massakriert
Kohlegesellschaften und Minenbesitzer haben abkassiert
USA wo ist eure Demokratie und Menschlichkeit?
Geht es um Profitmaximierung , ist für sowas keine  Zeit
Scheiß arbeiteraristokratische Streikbrecher,
liefert das Industrieproletariat ans Messer
Wir lassen die Minenbesitzer Rockefeller  nicht mehr in Ruhe
durch das Ludlow Massaker kamen zu viele in die Truhe


Refrain : Ludlower Massaker
    fuck you rockefeller, motherfucker!


Politbonzen und Rockefeller immer Reden schwingen
Nationalgarde unsere Bergleute umbringen
Zeltsiedlung mit Frauen und Kinder  ausradiert
Gewerkschafter sind alle  krepiert!
Leutnant Linderfelt verhandelt mit Waffenstillstand
Nicht mit uns, scheiß drauf, steck die Leiharbeiterfirmen in Brand
Dampf und Klassenkampf  dem  Rockefellerkonzern für Dich und mich
Bergproletarier aller Länder,   vereinigt sich!


Refrain : Ludlower Massaker
    fuck you rockefeller, motherfucker!


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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