Historische Ereignisse

der internationalen revolutionären Bewegung

 

27. September 1975

Ermordung

von 5 spanischen Genossen

durch die Franco-Faschisten

 

 

 

 

DEUTSCH


 

 

 

Grußadressen der Solidarität

 

27. September 2015

In Erinnerung an den

40. Jahrestag der Ermordung

von 5 spanischen Genossen

der FRAP und der ETA

 

Heute vor 40 Jahren, am 27. September 1975, gedenken wir der Genossen Jose Baena Alonso, Roman Sanz, Luis Sanchez-Bravo, Angel Oteagui und Juan Paredes Manot.

Auf Befehl der faschistischen spanischen Regierung wurden am 27. September die fünf zum Tod verurteilten Patrioten, drei Mitglieder der FRAP, der Revolutionären Antifaschistischen und Patriotischen Front, und zwei baskische Kämpfer hingerichtet.

Dieses Verbrechen war untrennbar Bestandteil der Kampagne grausamer Repressalien und blutigen Terrors, die das Franco-Regime unternahm und in einem immer größeren Ausmaß gegen die besten Söhne und Töchter des spanischen Volkes, darunter die marxistisch-leninistischen Kommunisten, gegen all diejenigen fortsetzt, die sich entschlossen und tapfer im Kampf gegen die Unterdrückung und Ausbeutung erhoben hatten.

Die unbeugsame tapfere Haltung der fünf antifaschistischen spanischen Patrioten vor dem faschistischen Gericht, ihre Entschlossenheit, bis zum letzten Moment ihres Lebens zu kämpfen, ihr für die große Sache der Freiheit des Volkes vergossenes Blut sind für immer ein großes anspornendes Beispiel für alle Freiheitskämpfer in Spanien und überall auf der Welt.

Wir drücken unsere tiefe Trauer für diese 5 Genossen aus. Ihr Blut ist nicht umsonst geflossen. Die Komintern (SH) kämpft solidarisch an der Seite der spanischen Arbeiterklasse für die revolutionäre Zerschlagung des spanischen Ausbeuter- und Unterdrückungsstaates und für die Errichtung der Diktatur des Proletariats, für ein sozialistisches Spanien in einer sozialistischen Welt.

Auf den Weißen Terror der Franco-Faschisten antworteten die spanischen Werktätigen mit Streiks und Demonstrationen, gegen die die Franco-Diktatur mit brutaler Gewalt und mit Verhaftungen vorgingen.

21 Faschisten der Guardia Civil wurden unmittelbar nach dem 27. September 1975 von den revolutionären Kräften getötet.

Solange die faschistische Bestie auch nur in einem einzigen Land existiert, werden sich alle Völker der Welt erheben, um sie zu erschlagen.

Weder die Hinrichtungen der Patrioten, noch die faschistischen Gesetze, weder die allseitige Unterstützung des amerikanischen Imperialismus und der internationalen Reaktion noch der Verrat und die Sabotagetätigkeit der Revisionisten konnten die spanischen faschistischen Henker mit dem Diktator Franco an der Spitze vor der unausweichlichen Niederlage retten. Sie sind von der Geschichte dazu verurteilt, das Schicksal aller faschistischen Verbrecher und aller an den Weltimperialismus verkauften Cliquen und Marionetten zu erleiden.

Die starke internationale Woge des Protestes gegen das Verbrechen des blutrünstigen Franco-Regimes sind Beweis des Siegs der fortschrittlichen revolutionären Kräfte über die brutale faschistische Gewalt. Sie zeugen von der Tatsache, daß die Faschisten und Neofaschisten nicht nur in Spanien, sondern auch in allen anderen Ländern der Welt den revolutionären Kampf nicht aufhalten können.

An vorderster Front dieser breiten Protestbewegung standen 1975 die marxistisch - leninistischen Kräfte, die marxistisch-leninistischen Parteien und Gruppen, die entschieden und mit tiefem Hass die verbrecherischen Akte des faschistischen Franco-Regimes verurteilen und erneut ihre volle Solidarität mit dem gerechten und entschlossenen Kampf der tapferen revolutionären Patrioten Spaniens und der marxistisch -leninistischen kommunistischen Kämpfer gegen das blutige faschistische Regime des Landes zum Ausdruck brachten.

Am 27. September 1975 verstärkte sich die internationalistische Solidarität zwischen den marxistisch-leninistischen Bruderparteien.

Die marxistisch-leninistischen Parteien organisierten in vielen Ländern machtvolle Kundgebungen und Demonstrationen zur Unterstützung des antifaschistischen Kampfes des spanischen Volkes und der spanischen Marxisten-Leninisten und verurteilten mit Nachdruck die blutigen Verbrechen der faschistischen Franco-Clique.

Die erschossenen FRAP-Genossen waren Mitglieder der KPSp/ML, also Mitglieder unserer Bruderpartei der marxistisch-leninistischen Weltbewegung mit Genossen Enver Hoxha an der Spitze. Diese ehemalige Partei, die KPSp/ML, hat nach dem Sturz der Diktatur des Proletariats in Albanien den revolutionären gewaltsamen Kampf in Spanien aufgegeben, und damit das Vermächtnis der 5 Genossen ermordeten mit Füßen getreten, nämlich dass sich die spanischen Völker nur durch die bewaffnete sozialistische Revolution befreien können. Damals war die KPSp/ML noch eine revolutionäre Partei, als sie schwor:

"Dies ist nicht die Zeit der Tränen, sondern die Zeit des allgemeinen Krieges! Wer den Weg des friedlichen Weges propagiert, verewigt die Unterdrückung und Ausplünderung Spaniens"

Damit verteidigte die KPSp/ML damals korrekt die marxistisch-leninistischen Prinzipien der bewaffneten Revolution gegen alle Reformisten, Pazifisten, Revisionisten und Opportunisten, die nicht nur die revolutionäre Gewalt ablehnten, sondern auch direkt oder indirekt die 5 ermordeten Genossen verurteilten.

Heute hat sich die KPSp/ML selber auf die Seite der spanischen Bourgeoisie geschlagen hat, indem sie gegen den bewaffneten revolutionären Sturz des kapitalistischen Staates auftritt und in ihrer opportunistischen "Volksfront"-Politik gemeinsame Sache mit den Feinden der spanischen Arbeiterklasse macht.

Damals war es die Revisionisten, die Solidarität mit den 5 ermordeten Genossen heuchelte. Heute ist noch die Heuchelei der Neo-Revisionisten von der KPSp/ML dazu gekommen.

Wir haben damals die Scheinheiligkeit der Revisionisten bekämpft. Und heute kämpfen wir gegen die Scheinheiligkeit der Neo-Revisionisten !

Das sind wir nicht zuletzt den 5 ermordeten Helden des anti-faschistischen Kampfes in Spanien schuldig.

Es gibt nur eine Antwort auf faschistische Gewalt:

Das ist die revolutionäre Gewalt des Weltproletariats, das ist die sozialistische Weltrevolution !

Es leben die 5 unsterblichen Helden des spanischen anti-faschistischen Kampfes !

 

 

Komintern (SH)

 

 

 

RADIO TIRANA

1975

Über den Kampf gegen die Franco-Diktatur in Spanien

 

* * *

 

ENVER HOXHA

DIENSTAG,

30. SEPTEMBER 1975

IN CHINA HAT MAN KEIN WORT UBER DIE SPANISCHEN

HELDEN VERLOREN

Antimarxistisch und skandalös ist es von den Chinesen, dass sie bis heute noch mit keinem einzigen Wort für unsere fünf spanischen Genossen, darunter drei Mitglieder der Kommunistischen Partei Spaniens/Marxisten-Leninisten, eingetreten sind, die der Henker Franco erschiessen liess. Die ganze Welt erhob sich und protestierte scharf, das ganze Weltproletariat, ja sogar bürgerliche Regierungen, selbst der Vatikan protestierten gegen diesen empörenden, gemeinen Akt und riefen ihre Botschafter aus Madrid zurück. Nur das «revolutionäre, sozialistische China Maos» hat kein Wort über die spanischen Helden verloren!! Das soll eine revolutionäre Haltung sein?! Eine marxistisch-leninistische Haltung? Nein, das ist eine reaktionäre Haltung in der vollen Bedeutung des Wortes. China verteidigt Franco, so wie es gestern Pinochet in Chile verteidigte. Klar ist also, dass China die faschistische Brut des amerikanischen Imperialismus verteidigt, die Vereinigten Staaten von Amerika verteidigt. Diese Haltung lässt sich nicht mit Schlagworten wie «... die Völker wollen Revolution» usw. kaschieren, wenn China in Wirklichkeit für die Konterrevolution eintritt.

 

VR ALBANIEN

Immer an der Seite der spanischen Völker

(aus: ROTER MORGEN Nr. 41 vom 11. Oktober 1975

 

Bereizs in den Tagen vor der Ermordung der fünf spanischen Genossen fanden in der Volksrepublik Albanien Protestveranstaltungen und Kundgebungen statt, auf denen die albanischen Werktätigen, Jugendlichen und Studenten die die Verbrechen des Franco-Faschismus verurteilten und die Freilassung der eingekerkerten Genossen in Spanien forderte. Eine Delegation der Kommunistischen Partei Spaniens/Marxisten-Leninisten, die in diesen Tagen in der Volksrepublik Albanien weilte, wurde auf ihrer Reise in den albanischen Betrieben und LPGs begeistert empfangen.

So berichtete ein Mitglied des Exekutivkomitees der KPSp/ML vor jungen Aktionisten, die am Bau der Eisenbahnlinie Prrenjas-Gur i Kuq arbeiten, über den heroischen Kampf der spanischen Völker für Freiheit, Demokratie und Fortschritt. Die Mitglieder des Aktionistenlagers sandten eine Grußbotschaft an das Exekutivkomitee der KPSp/ML, in der es u.a. heißt:

 

"In diesen faschistischen Akten sehen wir nicht die Stärke, sondern die Schwäche des Faschismus, sein letztes Aufbäumen auf dem Sterbebett. Wir sind überzeugt, dass, je stärker der Kampf gegen das blutrünstige faschistische Regime sein wird, desto rascher es sein Ende nehmen wird."

 

Am 22. September nahmen die spanischen Genossen an einer Versammlung teil, die die Werktätigen einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft höheren Typs organisierten, auf der Genosse Rod Marca, Vorsitzendender der KPSp/ML eine Ansprache hielt. Die Versammlung schickte ein Grußtelegramm an das Präsidium der FRAP, in dem es heißt:

 

"Wir vereinigen unsere Stimme mit aller anti-faschistischen, anti-imperialistischen und anti-revisionistischen Kämpfer in der Welt, die in den sehr schwierigen Augenblicken den Kampf des spanischen Volkes für Freiheit und Unabhängigkeit unterstützen. Wir drücken unsere tiefe Überzeugung aus, dass die echten spanischen Revolutionäre, wie schon früher, ihren Kampf nicht einstellen werden und dass das Beispiel der FRAP-Kämpfer und ihre heroische Haltung vor den faschistischen Foltern und Gerichten im Kampf für die endgültige Befreiung des spanischen Volkes von der faschistischen Franco-Clique als ein weiterer Ansporn dienen wird."

 

 

 

 

 

 


in Portugal brennt die spanische Botschaft !

 

Als die Nachricht von der Ermordung der 5 Genossen Portugal 1975 erreichte, griffen viele revolutionäre Gruppen, und insbesondere die Marxisten-Leninisten, zu den Waffen.

Sie organisierten einen bewaffneten Angriff auf die spanische Botschaft. Sie steckten die faschistische Botschaft in Brand, die fast vollständig zerstört wurde. Der faschistische Botschafter verließ sofort mein Land, um nicht getötet zu werden.

(Ein portugiesischer Genosse)

 

 

 

 

Demonstration in Paris und vielen anderen französischen Städten

 

 

 

 

 

 

 

Roter Morgen

(Zentralorgan der KPD/ML)

1975

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Westberlin, Düsseldorf und München werden spanische Touristenbüros zerstört, ebenso der spanische Stand auf der Automobilausstellung in Frankfurt. Am 20. 9. finden in mehreren Städten Demonstrationen statt, zu denen die FRAP, die KPD/ML und andere revolutionäre Organisationen aufrufen. In Düsseldorf ziehen ungefähr 1 000 Menschen zum spanischen Generalkonsulat, das von der Polizei schwer bewacht wird. In Bremen demonstrieren 500 Menschen unter der Parole "Tod dem Franco-Faschismus!" und "Rettet das Leben der spanischen Kommunisten und Anti-Faschisten!"

Die Fahne der FRAP, der KPSp/ML und der KPD/ML werden in der Demonstration mitgetragen. Während der Demonstration werden vier Kundgebungen durchgeführt. In Heidelberg formiert sich eine spontane Demonstration von 200 Menschen gegen die Todesurteile. In verschiedenen Städten wir z.B. in Bochum, Friedrichshafen, Mannheim und Ludwigshafen, Bielefeld halten die Partei, die ROTE GARDE und die ROTE HILFE DEUTSCHLANDS Kundgebungen ab. In Wattenscheid wurden Unterschriften gegen die Todesurteile gesammelt. In Kiel fanden Spendensammlungen für die FRAP statt. Und in Würzburg wurden 180 Protest-Postkarten verkauft.

In Freiburg führte die Partei vor 100 Passanten eine Kundgebung durch. 2 Genossen wurden verhaftet. Zur gleichen Zeit fand auch in Bonn vor der spanischen Botschaft, die mit Panzerwagen geschützt wurde, eine Demonstration statt. Am Samstag wurden in zahlreichen Städten Kundgebungen durchgeführt.

 

 

 

ROTER MORGEN - 4. Oktober 1975

Protestresolution

der politischen Gefangenen der KPD/ML aus deutschen Gefängnissen

 

Stellvertretend für viele Protestresolution, die uns wegen der Todesurteile gegen die spanischen Antifaschisten und Patrioten erreicht haben, möchten wir an dieser Stelle eine Protestresolution abdrucken, die uns, unterzeichnet von den inhaftierten Genossen Hubert Lehmann, Peter Bayer und Hans-Georg Schmidt erreicht hat:

 

An die Kommunistische Partei Spaniens/Marxisten-Leninisten

Durch unmenschliche Folter und konstruierte Beweise hat die spanische faschistische Klassenjustiz fünf Patrioten und Revolutionäre zum Tode verurteilt. Die zeigt, dass sich das faschistische Franco-Regime nur noch durch unmenschlichen Terror gegen den Kampf des Volkes, das sich in der FRAP unter der Führung der PCE/ML zusammengeschlossen hat, behaupten kann. Aus deutschen Gefängnissen heraus, in welche uns die westdeutsche Bourgeoisie geworfen hat, weil wir unter Führung der KPD/ML gegen Friedensheuchelei und imperialistischen Krieg gekämpft haben, solidarisieren wir uns mit dem Kampf des spanischen Volkes und fordern:

Sofortige Aufhebung der Todesurteile !

Sofortige Freilassung aller patriotischen und revolutionären Gefangenen!

Fest gestützt auf die Prinzipien des Marxismus-Leninismus wird das spanische Volk ganz sicher den Sieg erringen.

Es lebe der Kampf des spanischen Volkes !

Es lebe die FRAP !

Es lebe die PCE/ML !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

POEM

 

When five revolutionaries needed you most, revisionists walked out the door
blood on Rose`s, Roman`s, Luis, Angel`s and Ruan`s  face as they lay on the floor
I never even knew nazifascist Franco  had a friend,
neo-revisionist CP Spain/ML  round the bend

Leave us with Maoist scum be,  leave us with Trotskyist scum be
working class  had enough, can't ya see
reformists left the 5 revolutionaries for dead, left the revolution for dead
Franco fascists kicked 5 revolutionaries  in the head and you oppurtunists left they for dead
you dam pacifists left 5 revolutionaries for dead , left they for dead
Franco fascist police  kicked 5 revolutionaries in the mouth and opportunists left they for dead.

Reformism can't recognise Roses, Romans, Luis, Angels and Ruans bloodstained face
But the class struggle  still carry on cos the dominant class call FRAP and ETA a real headcase
Nobody never even knew that workers of the world  went out with Franco fascist scum like you
But for socialist world revolution  it's never too late now 'cos we've had our Comintern (SH) crew.

Leave the worl proletariat with Maoist scum be,  leave the smallfolk with Trotskyist scum be
working class  had enough, can't ya see
reformists left the 5 revolutionaries for dead, left the revolution for dead
Franco fascists kicked 5 revolutionaries  in the head and you oppurtunists left they for dead
you dam pacifists left 5 revolutionaries for dead , left they for dead
Franco fascist police  kicked 5 revolutionaries in the mouth and reformists left they for dead.