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vor 80 Jahren ...

 

Der 18. Parteitag

der KPdSU (B)

10. März 1939

 

XVIII. Parteitag der KPdSU (B)


1569 Delegierte mit Entscheidend und 466 mit beratender Stimme

Tagesordnung:

1. Berichtsberichte: Zentralkomitee der KPdSU (B), Zentrale Revisionskommission, Delegation der CPSU (b) an die ECCI.

2. Der dritte Fünfjahresplan für die Entwicklung der Volkswirtschaft der UdSSR für 1938-1942.

3. Änderungen in der Charta der KPdSU (B).

4. Wahl der Kommission zur Änderung des Programms der KPdSU (B).

5. Wahl der zentralen Organe der Partei.
billigte den 3. Fünfjahresplan für die Erschließung des nationalen Nachlasses (1938-42)

 

 

 

 

J. W. Stalin gibt auf dem XVIII. Parteitag der KPdSU (B) den Rechenschaftsbericht über die Arbeit des ZK der KPdSU (B)

 

Rechenschaftsbericht an den XVIII. Parteitag über die Arbeit des ZK der KPdSU(B)

J. W. STALIN

 

Der XVIII. Parteitag

- der Parteitag zur Vorbereitung auf die Eroberung der proletarischen Weltherrschaft

Der Bericht des Genossen Stalin auf dem XVIII. Parteitag der KPdSU (B) ist ein programmatisches Dokument des Kommunismus, einer weiterer Schritt vorwärts in der Entwicklung der marxistisch-leninistischen Thjeorie. Stalin hat die Leninsche Theorie der sozialistischen Revolution weiterentwickelt. Er konkretisierte die Theorie von der Möglichkeit der Errichtung des Sozialismus in einem Land und gelangte zu der Schlussfolgerung, dass die Errichtung des Kommunismus in der Sowjetunion auch dann möglich ist, wenn die kapitalistische Umkreisung noch besteht. Diese Schlussfolgerung des Genossen Stalin bereichert den Leninismus, sie rüstet die Arbeiterklasse mit einer neuen ideologischen Waffe aus, sie eröffnet der Partei die gewaltige Perspektive des Kampfes für den Sieg des Kommunismus und bringt die marxistisch-leninistische Theorie voran.

Gestützt auf die gigantischen Erfahrungen des seit mehr als zwanzig Jahren bestehenden sozialistischen Sowjetstaates, entwickelte Genosse Stalin eine einheitliche und geschlossene Lehre vom sozialistischen Staat. Stalin gab eine umfassende Analyse der Entwicklungsetappen des sozialistischen Staates, der Veränderung seiner Funktionen im Zusammenhang mit den veränderten Verhältnissen, er verallgemeinerte die gesamten Aufbauerfahrungen des Sowjetstaates und kam zu der Schlussfolgerung, dass der Staat auch im Kommunismus erhalten bleiben muss, solange die kapitalistische Umkreisung noch besteht.

Und auf dem XVIII. Parteitag ging es genau um die ideologisch-politische und ökonomisch-militärische Vorbereitung zur Zerschlagung der kapitalistischen Umkreisung der Sowjetunion. Das bedeutete nichts Anderes, als Stalins Zielsetzung, den Weltimperialismus im bevorstehenden imperialistischen Krieg endgültig zu besiegen. Die Nazis waren gewarnt:

"Wenn es dort [in Deutschland] wirklich solche wahnwitzigen Leute gibt, so ist nicht daran zu zweifeln, dass sich in unserem Lande in genügender Zahl Zwangsjacken für solche Verrückten finden würden." (Stalin, Rechenschaftsbericht)

Aus der gegenseitigen Schwächung der imperialistischen Großmächte wird die Sowjetunion als Sieger hervorgehen. Darin sah Stalin die Möglichkeit der Errichtung der Weltdiktatur des Proletariats. Das versetzte die Weltbourgeoisie in Schrecken, und so malte sie die Weltherrschaft des Proletariats eiligst als "roten Weltimperialismus" an ihre anti-kommunistische Wand.

Wir müssen das zu Ende führen, was Stalin begonnen hat, die revolutionäre Zerschlagung des Weltimperialismus und die Errichtung der Diktatur des Weltproletariats !

Verwandeln wir die kapitalistische Umkreisung in die sozialistische Umkreisung !

Verwandeln wir die kapitalistische Welt in eine kommunistische Welt !

Auf diesen großen Sprung hatte sich der 18. Parteitag der KPdSU(B) unter Stalins Führung vorbereitet.

Die Veränderung der Welt nach dem Zweiten Weltkrieg zu Gunsten des Weltkommunismus - hierfür den Weg geebnet zu haben, das macht die welthistorische Bedeutung des 18. Parteitags aus. Aber es wurden dabei auch schon die Fäden der modernen Revisionisten gezogen, um Stalins Pläne zur Errichtung der proletarischen Weltherrschaft zu vereiteln.

Über den Revisionismus darf es keine Illusionen geben. Wir können den 18. Parteitag der KPdSU (B) nur verteidigen und die proletarische Weltherrschaft nur dann errichten, wenn wir die Neo-Revisionisten vernichtend schlagen !

 

 

 

 

Stalins Dialektik des sozialistischen Staates

"Wie ihr seht, haben wir jetzt einen völlig neuen, sozialistischen Staat, wie ihn die Geschichte noch nicht gekannt hat, der sich in seiner Form und in seinen Funktionen vom sozialistischen Staat der ersten Phase bedeutend unterscheidet.

Doch kann die Entwicklung dabei nicht stehen bleiben. Wir schreiten weiter, vorwärts, zum Kommunismus. Wird bei uns der Staat auch in der Periode des Kommunismus erhalten bleiben?

Ja, er wird erhalten bleiben, wenn die kapitalistische Umkreisung nicht beseitigt, wenn die Gefahr kriegerischer Überfälle von außen nicht überwunden wird; dabei ist es klar, dass sich die Formen unseres Staates neuerlich verändern werden, entsprechend den Veränderungen der inneren und äußeren Situation.

Nein, er wird nicht erhalten bleiben, sondern absterben, wenn die kapitalistische Umkreisung beseitigt, wenn sie durch eine sozialistische Umwelt abgelöst wird.

So steht es um die Frage des sozialistischen Staates."

(Aus dem Rechenschaftsbericht des Genossen Stalin)

Diese stalinistische Lehre über den Staat ist auch gültig im Weltmaßstab. Das lehrt der Stalinismus-Hoxhaismus.

 

 

 

Genosse Stalin fasst seinen Rechenschaftsbericht wie folgt zusammen:

"Ich habe in allgemeinen Zügen den Weg skizziert, den unsere Partei in der Berichtsperiode zurückgelegt hat. Die Ergebnisse der Arbeit der Partei und ihres Zentralkomitees in dieser Periode sind bekannt. Es gab bei uns Unzulänglichkeiten und Fehler. Die Partei und ihr Zentralkomitee haben sie nicht verheimlicht und haben sich bemüht, sie zu beheben. Es gibt auch ernste Erfolge und große Errungenschaften, die uns nicht zu Kopfe steigen sollen.

Das Hauptergebnis besteht darin, dass die Arbeiterklasse unseres Landes durch die Beseitigung der Ausbeutung des Menschen durch den Menschen und die Verankerung des sozialistischen Systems die Richtigkeit ihrer Sache der ganzen Welt bewiesen hat. Darin liegt das Hauptergebnis, da es den Glauben an die Kraft der Arbeiterklasse und an die Unvermeidlichkeit ihres endgültigen Sieges festigt.

Die Bourgeoisie aller Länder behauptet immer wieder, dass das Volk ohne Kapitalisten und Gutsbesitzer, ohne Händler und Kulaken nicht auskommen könne. Die Arbeiterklasse unseres Landes hat durch die Tat bewiesen, dass das Volk erfolgreich ohne Ausbeuter auskommen kann.

Die Bourgeoisie aller Länder behauptet immer wieder, dass die Arbeiterklasse, wenn sie die alten bürgerlichen Zustände zerstört hat, nicht fähig sei, etwas Neues anstelle des Alten aufzubauen. Die Arbeiterklasse unseres Landes hat durch die Tat bewiesen, dass sie durchaus fähig ist, nicht nur die alte Ordnung zu zerstören, sondern auch eine neue, bessere, die sozialistische Gesellschaftsordnung zu errichten, und zwar eine Gesellschaftsordnung, die weder Krisen noch Arbeitslosigkeit kennt.

Die Bourgeoisie aller Länder behauptet immer wieder, dass die Bauernschaft nicht fähig sei, den Weg des Sozialismus zu beschreiten. Die Kollektivbauernschaft unseres Landes hat durch die Tat bewiesen, dass sie mit Erfolg den Weg des Sozialismus beschreiten kann.

Das Wichtigste, was die Bourgeoisie aller Länder und ihr reformistischer Nachtrab besonders erstreben, besteht darin, in der Arbeiterklasse den Glauben an die eigene Kraft, den Glauben an die Möglichkeit und Unvermeidlichkeit ihres Sieges auszurotten und damit die kapitalistische Sklaverei zu verewigen. Denn die Bourgeoisie weiß: Wenn der Kapitalismus noch nicht gestürzt ist und nach wie vor besteht, so verdankt er dies nicht seinen guten Eigenschaften, sondern dem Umstand, dass das Proletariat noch nicht genügend festen Glauben an die Möglichkeit seines Sieges hat. Man kann nicht sagen, dass die Bemühungen der Bourgeoisie in dieser Richtung gänzlich erfolglos geblieben seien. Man muss zugeben, dass es der Bourgeoisie und ihren Agenten in der Arbeiterklasse bis zu einem gewissen Grade gelungen ist, die Seele der Arbeiterklasse mit Zweifel und Unglauben zu vergiften. Wenn die Erfolge der Arbeiterklasse unseres Landes, wenn ihr Kampf und ihr Sieg dazu dienen werden, den Geist der Arbeiterklasse der kapitalistischen Länder zu heben und in ihr den Glauben an ihre Kraft, den Glauben an ihren Sieg zu festigen, so kann unsere Partei sagen, dass sie nicht umsonst arbeitet. Es ist nicht daran zu zweifeln, dass es so sein wird."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

KPdSU (B)

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