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"Es ist uns gelungen, die revolutionäre Internationale, die Kommunistische Internationale, wiederzuerrichten, gerade jetzt, wo die sowjetische Form der Bewegung automatisch zum theoretischen wie zum praktischen Programm für die ganze III. Internationale geworden ist, wo dies eine Tatsache ist." (LENIN, Band 29, Seite 41)

 

 

vor 100 Jahren ...

 

Der VIII. Parteitag

der KPdSU (B)

18. - 23. März 1919

 

Stalin auf dem 8. Parteitag

(Auszug aus: Stalins - "Geschichte der KPdSU (B) - Kurzer Lehrgang)

VIII. Parteitag

In einer Situation widerstreitender Umstände - bedingt einerseits durch die Verstärkung des reaktionären Blocks der Ententestaaten gegen die Sowjetmacht, anderseits durch den revolutionären Aufschwung in Europa, hauptsächlich in den Ländern, die eine militärische Niederlage erlitten hatten, einen Aufschwung, der die Lage des Sowjetlandes beträchtlich erleichterte - trat im März 1919 der VIII. Parteitag unserer Partei zusammen.

Auf dem Parteitag waren 301 Delegierte mit beschließender Stimme anwesend, die 313766 Parteimitglieder vertraten. Delegierte mit beratender Stimme gab es 102.

Bei Eröffnung des Parteitags galt das erste Wort Lenins dem Andenken J. M. Swerdlows, eines der besten Organisatoren der Partei der Bolschewiki, der am Vorabend der Eröffnung des Parteitages gestorben war.

Auf dem Parteitag wurde das neue Parteiprogramm angenommen. In dem Programm wird eine Charakteristik des Kapitalismus und seines höchsten Stadiums, des Imperialismus, gegeben. In dem Programm werden zwei Staatssysteme, das bürgerlich-demokratische und das Sowjetsystem, miteinander verglichen. In dem Programm werden die konkreten Aufgaben der Partei im Kampf für den Sozialismus eingehend dargelegt: Zuendeführung der Expropriation der Bourgeoisie, Leitung der Wirtschaft des Landes nach einem einheitlichen sozialistischen Plan, Teilnahme der Gewerkschaften an der Organisierung der Volkswirtschaft, sozialistische Arbeitsdisziplin, Ausnutzung von Spezialisten in der Volkswirtschaft unter Kontrolle der Sowjetorgane, allmähliche und planmäßige Einbeziehung der Mittelbauernschaft in die sozialistische Aufbauarbeit.

Der Parteitag nahm den Vorschlag Lenins an, neben der Definition des Imperialismus als des höchsten Stadiums des Kapitalismus eine Beschreibung des Industriekapitalismus und der einfachen Warenwirtschaft in das Programm aufzunehmen, wie sie schon in dem alten, vom II. Parteitag angenommenen Programm enthalten war. Lenin hielt es für notwendig, die Kompliziertheit unseres Wirtschaftslebens im Programm zu berücksichtigen und darauf hinzuweisen, dass es im Lande verschiedene Wirtschaftsformationen gab, darunter die kleine Warenwirtschaft, deren Träger der Mittelbauer war. Daher trat Lenin bei Erörterung des Programms entschieden gegen die antibolschewistischen Auffassungen Bucharins auf, der beantragte, aus dem Programm die Punkte für den Kapitalismus, über die kleine Warenproduktion, über die Wirtschaft des Mittelbauern zu streichen. Die Auffassungen Bucharins bedeuteten die menschewistisch-trotzkistische Verneinung der Rolle des Mittelbauern in der Aufbauarbeit des Sowjetlandes. Gleichzeitig vertuschte Bucharin die Tatsache der Entstehung und des Wachstums kulakischer Elemente aus der kleinen, bäuerlichen Warenwirtschaft.

Lenin wies auch die antibolschewistischen Auffassungen Bucharins und Pjatakows in der nationalen Frage schlagend zurück. Sie sprachen sich gegen die Aufnahme des Punktes über das Selbstbestimmungsrecht der Nationen in das Programm, gegen die Gleichberechtigung der Nationen aus, unter dem Vorwand, dass diese Losung den Sieg der proletarischen Revolution, die Vereinigung der Proletarier verschiedener Nationalitäten angeblich behindere. Lenin warf diese überaus schädliche chauvinistische Großmachtskonzeption Bucharins und Pjatakows über den Haufen.

Einen bedeutsamen Platz in den Arbeiten des VIII. Parteitags nahm die Frage des Verhältnisses zum Mittelbauern ein. In Auswirkung des bekannten Dekrets über den Grund und Boden erhielt das Dorf immer mehr mittelbäuerlichen Charakter. Die Mittelbauern bildeten jetzt die Mehrheit der bäuerlichen Bevölkerung. Die Stimmungen und das Verhalten der Mittelbauernschaft, die zwischen der Bourgeoisie und dem Proletariat hin und her schwankte, hatten gewaltige Bedeutung für das Schicksal des Bürgerkrieges und des sozialistischen Aufbaus. Der Ausgang des Bürgerkrieges hing in vieler Hinsicht davon ab, für welche Seite sich der Mittelbauer bei seinen Schwankungen entscheiden würde, welche Klasse es verstehen würde, die Mittelbauernschaft für sich zu gewinnen - das Proletariat oder die Bourgeoisie. Den Tschechoslowaken, Weißgardisten, Kulaken, Sozialrevolutionären, Menschewiki war es im Sommer 1918 gelungen, die Sowjetmacht im Wolgagebiet zu stürzen, weil sie von einem bedeutenden Teil der Mittelbauernschaft unterstützt worden waren. Dasselbe war der Fall während der von Kulaken organisierten Aufstände in Zentralrussland. Aber seit dem Herbst 1918 trat in der Stimmung der Massen der Mittelbauernschaft ein Umschwung zugunsten der Sowjetmacht ein. Die Bauernschaft sah, dass der Sieg der Weißen die Wiederherstellung der Macht der Gutsbesitzer, die Wegnahme des Bauernlandes, Plünderungen, Misshandlungen und Peinigung der Bauern mit sich bringt. Der Umschwung in der Stimmung der Bauernschaft wurde auch durch die Tätigkeit der Komitees der Dorfarmut, von denen die Kulaken zu Boden geschlagen wurden, gefördert. Im Zusammenhang damit gab Lenin im November 1918 die Losung aus:

„Man muss verstehen, eine Verständigung mit dem Mittelbauern zu erzielen, dabei keine Minute lang auf den Kampf gegen den Kulaken verzichten und sich nur auf die Dorfarmut fest und sicher stützen.“ (Lenin, Sämtl. Werke, Bd. XXIII, S. 376.)

Natürlich hörten die Schwankungen der Mittelbauernschaft nicht völlig auf, aber die Mittelbauernschaft kam der Sowjetmacht näher und begann sie nachhaltiger zu unterstützen. Dies wurde in vieler Hinsicht gefördert durch die vom VIII. Parteitag vorgezeichnete Politik gegenüber der Mittelbauernschaft.

Der VIII. Parteitag war ein Wendepunkt in der Politik der Partei gegenüber der Mittelbauernschaft. Das Referat Lenins und die Beschlüsse des Parteitags bestimmten die neue Linie der Partei in dieser Frage. Der Parteitag verlangte, dass die Parteiorganisationen und alle Kommunisten die Mittelbauernschaft von den Kulaken streng unterscheiden und trennen, dass sie die Mittelbauernschaft durch entgegenkommendes Verhalten zu ihren Nöten auf die Seite der Arbeiterklasse ziehen. Gegen die Rückständigkeit des Mittelbauern musste mit Methoden der Überzeugung und keinesfalls mit Zwangsmaßnahmen, durch Gewaltanwendung, gekämpft werden. Daher gab der Parteitag die Anweisung, sozialistische Maßnahmen auf dem Lande (Schaffung von Kommunen, von landwirtschaftlichen Artels) ohne jede Zwangsanwendung durchzuführen. In allen Fällen, wo die Lebensinteressen des Mittelbauern berührt wurden, sollte man eine praktische Verständigung mit ihm suchen, sich zu Zugeständnissen an den Mittelbauern in der Wahl der Methoden bei der Durchführung sozialistischer Umgestaltungen verstehen. Der Parteitag forderte dazu auf, eine Politik des festen Bündnisses mit dem Mittelbauern bei Aufrechterhaltung der führenden Rolle des Proletariats in diesem Bündnis durchzuführen.

Die neue, von Lenin auf dem VIII. Parteitag verkündete Politik gegenüber der Mittelbauernschaft verlangte vom Proletariat, dass es sich auf die Dorfarmut stütze, das feste Bündnis mit dem Mittelbauern pflege und den Kampf gegen den Kulaken führe. Bis zum VIII. Parteitag betrieb die Partei im Allgemeinen die Politik der Neutralisierung des Mittelbauern. Dies bedeutet, dass sie den Mittelbauern dazu zu bestimmen suchte, nicht auf die Seite des Kulaken, auf die Seite der Bourgeoisie überhaupt überzugehen. Jetzt aber war das bereits ungenügend. Der VIII. Parteitag ging von der Politik der Neutralisierung des Mittelbauern zum festen Bündnis mit ihm über zum Zwecke des Kampfes gegen die weißgardistische Konterrevolution und gegen die ausländische Intervention sowie zum Zwecke des erfolgreichen sozialistischen Aufbaus.

Die vom Parteitag eingeschlagene Linie gegenüber der großen Masse der Bauernschaft, gegenüber dem Mittelbauern, spielte eine entscheidende Rolle für den erfolgreichen Ausgang des Bürgerkrieges gegen die ausländische Intervention und ihre weißgardistischen Lakaien. Im Herbst 1919, als es galt, zwischen der Sowjetmacht und Denikin zu wählen, unterstützte die Bauernschaft die Sowjets, und die proletarische Diktatur besiegte ihren gefährlichsten Feind.

Besondere Behandlung fand auf dem Parteitag die Frage des Aufbaus der Roten Armee. Auf dem Parteitag trat eine so genannte „militärische Opposition“ auf. Sie vereinigte eine nicht geringe Anzahl früherer „linker Kommunisten“. Aber außer Vertretern des zertrümmerten „linken Kommunismus“ gehörten der „militärischen Opposition“ auch Parteiarbeiter an, die niemals an irgendeiner Opposition teilgenommen hatten, aber unzufrieden waren mit Trotzkis Leitung in der Armee. Die meisten militärischen Delegierten waren schroff gegen Trotzki eingestellt, gegen seine Liebedienerei vor den militärischen Spezialisten aus der alten zaristischen Armee, von denen ein Teil uns während des Bürgerkrieges direkt verriet, gegen das hochmütige und feindliche Verhalten Trotzkis zu den alten bolschewistischen Kadern in der Armee. Auf dem Parteitag wurden Beispiele „aus der Praxis“ dafür angeführt, wie Trotzki eine ganze Reihe ihm missliebiger verantwortlicher Kommunisten, die als militärische Funktionäre an der Front standen, erschießen lassen wollte, womit er dem Feind in die Hände arbeitete, und wie nur die Einmischung des Zentralkomitees und die Proteste der militärischen Funktionäre den Tod dieser Genossen abwendeten.

Im Kampfe gegen die Entstellung der Militärpolitik der Partei durch Trotzki verfocht die „militärische Opposition“ jedoch unrichtige Auffassungen in einer Reihe von Fragen des militärischen Aufbaus. Lenin und Stalin traten entschieden gegen die „militärische Opposition“ auf, die die Überbleibsel des Partisanentums in der Armee verteidigte und gegen die Schaffung einer regulären Roten Armee, gegen die Ausnutzung militärischer Spezialisten und gegen die eiserne Disziplin kämpfte, ohne die eine Armee keine wirkliche Armee sein kann. Der „militärischen Opposition“ entgegentretend, forderte Genosse Stalin die Schaffung einer vom Geiste strengster Disziplin durchdrungenen regulären Armee.

„Entweder bringen wir es fertig“, sagte Genosse Stalin, „eine streng disziplinierte wirkliche Arbeiter- und Bauernarmee, vorwiegend aus Bauern bestehend, zu schaffen und behaupten die Republik, oder wir gehen zugrunde.“

Der Parteitag, der eine Reihe von Anträgen der „militärischen Opposition“ ablehnte, versetzte gleichzeitig Trotzki einen Hieb, und zwar dadurch, dass er eine Verbesserung der Arbeit der zentralen militärischen Institutionen und eine Verstärkung der Rolle der Kommunisten in der Armee forderte.

Infolge der Arbeit der auf dem Parteitag eingesetzten militärischen Kommission wurde ein einmütiger Beschluss des Parteitags zur Militärfrage erreicht.

Die Beschlüsse des Parteitags zur Militärfrage führten zur Stärkung der Roten Armee und zu ihrer weiteren Annäherung an die Partei.

Auf dem Parteitag wurde weiter die Frage des Partei- und Sowjetaufbaus, die Frage der führenden Rolle der Partei in der Arbeit der Sowjets erörtert. Bei Erörterung dieser Frage erteilte der Parteitag der opportunistischen Gruppe Sapronow-Ossinski, die die führende Rolle der Partei in der Arbeit der Sowjets verneinte, eine Abfuhr.

Endlich fasste der Parteitag angesichts des gewaltigen Zustroms neuer Parteimitglieder einen Beschluss über die Verbesserung der sozialen Zusammensetzung der Partei und über die Durchführung einer Umregistrierung.

Das war der Anfang der ersten Reinigung der Parteireihen.

 

Lenin auf dem VIII. Parteitag

 

 

Bericht an den VIII. Parteitag der KPdSU (B)

(Band 29, Lenin Gesammelte Werke - Teil 1)

 

 

 

Gedenkrede zum Tod von J. M. Swerdlow

18. März 1919

Die III. Internationale wurde in Moskau auf einem kurzen Kongreß gegründet Wenn wir auf dem Moskauer Kongreß der Kommunisten in kurzer Zeit so viel tun konnten, so deshalb, weil das Zentralkomitee unserer Partei und der Organisator des Kongresses, Gen. Swerdlow, eine gewaltige Vorbereitungsarbeit geleistet hat. (Lenin)


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Zitate aus Lenins Bericht an den VIII. Parteitag

Genossen,

Sie alle wissen natürlich, daß die Gründung der III., der Kommunistischen Internationale in Moskau im Sinne der Einschätzung unserer internationalen Lage ein Akt von größter Bedeutung ist. Gegen uns steht bislang noch eine bis an die Zähne bewaffnete gewaltige reale Militärmacht – die stärksten Großmächte der Welt. Und nichtsdestoweniger sagen wir uns voller Sicherheit, daß diese äußerlich gigantische Kraft, die in physischer Hinsicht unvergleichlich mächtiger ist als wir - daß diese Kraft ins Wanken geraten ist. Das ist schon keine Kraft mehr. Sie hat nicht jene Festigkeit, die sie früher besaß. Darum ist unsere Aufgabe und unser Ziel, als Sieger aus dem Kampf gegen diesen Giganten hervorzugehen, nicht utopisch. Im Gegenteil, ungeachtet dessen, daß wir heute künstlich von der ganzen Welt abgeschnitten sind, vergeht kein Tag, an dem die Zeitungen nicht Nachrichten brächten über das Anwachsen der revolutionären Bewegung in allen Ländern. Mehr noch, wir wissen, wir sehen, daß dieses Wachstum Sowjetform annimmt. Darin aber liegt die Gewähr dafür, daß wir mit der Verwirklichung der Sowjetmacht die internationale, weltweite Form der "Diktatur des Proletariats" herausgefunden haben. Und wir sind fest überzeugt, daß das Proletariat der ganzen Welt den Weg dieses Kampfes beschritten hat, den Weg der Schaffung solcher Formen der proletarischen Macht - der Macht der Arbeiter und Werktätigen -, und daß keine Macht der Welt die Bewegung der kommunistischen Weltrevolution zur Sowjet-Weltrepublik aufhalten wird. (Anhaltender Beifall.)


Wir müssen jetzt in der Praxis aufbauen und müssen mit den Händen unserer Feinde die kommunistische Gesellschaft schaffen. Das scheint ein Widerspruch, vielleicht sogar ein unlösbarer Widerspruch, in der Tat aber kann nur auf diesem Wege die Aufgabe des kommunistischen Aufbaus gelöst werden.

 

 

Statut der Kommunistischen Partei Rußlands (Bolschewiki)

angenommen auf der VIII. Allrussischen Konferenz der KPR (B)

(1919)

 

 

 

Das neue Parteiprogramm von 1919

"In unserem Programm handelt es sich um die soziale Revolution im Weltmaßstab."

Wir sind verpflichtet, von jenem allgemein anerkannten marxistischen Grundsatz auszugehen, daß ein Programm auf wissenschaftlichem Fundament aufgebaut sein muß. Es muß den Massen erklären, wie die kommunistische Revolution entstanden ist, warum sie unausbleiblich ist, worin ihre Bedeutung, ihr Wesen, ihre Kraft besteht, was sie zu lösen hat.

Wir müssen den Proletariern und den werktätigen Bauern sagen und beweisen, daß die kommunistische Revolution unvermeidlich ist.

Wir müssen wissenschaftlich aufzeigen, wie der Weg dieser kommunistischen Revolution verlaufen wird.

"Vielleicht werden wir ein allgemeines Programm haben, wenn die Sowjet-Weltrepublik geschaffen sein wird, aber bis dahin werden wir sicherlich noch einige Programme schreiben."

"Um international zu sein, muß unser Programm die Klassenmomente berücksichtigen, die ökonomisch für alle Länder charakteristisch sind. Für alle Länder ist charakteristisch, daß sich der Kapitalismus in sehr vielen Gegenden erst entwickelt."

"Alles läuft darauf hinaus, daß der Kapitalismus in den Imperialismus übergeht, der Imperialismus aber zum Beginn der sozialistischen Revolution führt. Das ist langweilig und lang, und noch kein einziges kapitalistisches Land hat diesen Prozeß bis zu Ende durchlaufen. Aber im Programm mußdieser Prozeß vermerkt sein."

(Lenin)

 

 

Entwurf des Programms der KPR (B);

(1) Erste Skizze (allg. Teil)

sowie:

4. Schlußwort zum Bericht über das Parteiprogramm
(Auszug)

(19. März 1919)

 

Die Ära der proletarischen, kommunistischen Weltrevolution ist angebrochen. [ hervorgehoben von der Komintern SH ]

Die Natur des Kapitalismus und der bürgerlichen Gesellschaft, die noch in den meisten zivilisierten Ländern herrscht und deren Entwicklung unvermeidlich zur kommunistischen Weltrevolution des Proletariats führt und geführt hat. [ hervorgehoben von der Komintern SH ] .

Die außerordentlich hohe Entwicklungsstufe des Weltkapitalismus überhaupt, die Ablösung der freien Konkurrenz durch den monopolistischen Kapitalismus, die Entwicklung eines Apparats für die gesellschaftliche Regulierung des Produktionsprozesses und der Verteilung der Produkte durch die Banken sowie durch die Kapitalistenverbände, die mit dem Wachstum der kapitalistischen Monopole verbundene Teuerung und die Zunahme des Drucks der Syndikate auf die Arbeiterklasse, die gewaltige Erschwerung ihres wirtschaftlichen und politischen Kampfes, die Schrecken, das Elend, der Ruin, die Verwilderung, die der imperialistische Krieg erzeugt – alles das macht die jetzt erreichte Entwicklungsstufe des Kapitalismus zur Ära der proletarischen, sozialistischen Revolution. Diese Ära hat begonnen [ hervorgehoben von der Komintern SH ] .

Nur die proletarische, sozialistische Revolution vermag die Menschheit aus der Sackgasse herauszuführen, die der Imperialismus und die imperialistischen Kriege geschaffen haben [ hervorgehoben von der Komintern SH ] .. Wie groß auch immer die Schwierigkeiten der Revolution, ihre eventuellen zeitweiligen Misserfolge oder die Wellen der Konterrevolution sein mögen, der endgültige Sieg des Proletariats ist unausbleiblich. [ hervorgehoben von der Komintern SH ] .

Der Sieg der proletarischen Revolution erfordert das vollste Vertrauen, das engste brüderliche Bündnis und die größtmögliche Einheit der revolutionären Aktionen der Arbeiterklasse aller fortgeschrittenen Länder.

 

 

Protokoll des VIII. Parteitags

in russischer Sprache

Восьмой съезд РКП(б)

Delegierte des VIII. Parteitags

(in der Mitte sitzend: Stalin, Lenin, Kalinin)

 

 

Lenin, Demyan Bedny und der Delegierte des 8. KPR-(B)-Parteitags aus der Ukraine, der Bauer F. D. Panfilov März 1919

* * *

Ein abschließendes Wort zu den heutigen Neo-Revisionisten in Russland:

"Kratze manch einen Kommunisten, und du wirst auf einen großrussischen Chauvinisten stoßen."

(Lenin)


 

KPdSU (B)

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