Shdanow

* 26. Februar 1896

† 31. August 1948

 

Безымянный

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

A. SHDANOW

 

 

REDEN UND SCHRIFTEN

A. Shdanow

Über Kunst und Wissenschaft

1951

 

 

BEFEHL Nr. 42

an die Truppen der Nordwestfront

Leningrad, 14. März 1940.

Genossen, Rotarmisten, Kommandeure, Kommissare und politische Arbeiter!

Am 12. März 1940 wurde ein Friedensvertrag zwischen der UdSSR und Finnland unterzeichnet, und am 13. März ab 12.00 Uhr wurden die Feindseligkeiten an allen Fronten beendet.

Die mächtige Kraft der Roten Armee hat wieder einen dauerhaften Frieden und Sicherheit in einem Bereich der heiligen Grenzen unseres Vaterlandes gesichert.

Anglo-französische Kriegstreiber, die an unseren nordwestlichen Grenzen eine Brutstätte des Krieges schaffen wollten, warfen Finnland in ein kriminelles Abenteuer gegen die UdSSR.

Durch den Willen der Partei und der Regierung reagierten Einheiten der Roten Armee mit einem mächtigen Schlag gegen den Kriegstreiber.

Seit den ersten Tagen des Krieges überschritten die Einheiten der Roten Armee die feindliche Grenze mit einer starken Offensive.

Keine einzige Siedlung, kein einziger Sowjetbürger erlebte die Kriegsnot in ihren Gebieten.

Der Feind versuchte dem mächtigen Ansturm der Regimenter der Roten Armee mit starken Befestigungen der Mannerheim-Linie zu widerstehen, die unter der Führung anglo-französischer Spezialisten gebaut wurden. Der Feind versuchte, den Vormarsch der Roten Armee mit Blockaden aller Art, mit Fallen und heimtückischen Angriffen zu stoppen.

Natürliche Bedingungen auf dem Schlachtfeld, Frost und Tiefschnee, fehlende Straßen, Wälder und Feuchtgebiete waren die Hauptgründe, die den Vormarsch unserer Truppen behinderten.

Aber es gibt keine Kraft, die den Schlag einer Armee stoppen könnte, die von der Partei Lenins und Stalins geschaffen und genährt wird. Es gibt keine Festungen, die die Bolschewiki nicht einnehmen könnten. Unter den Schlägen der Truppen der Nordwestfront wurden die ersten Stahlbetonfestungen der "Mannerheim-Linie" pulverisiert.

Indem die tapferen Truppen der Nordwestfront die permanenten Verteidigungslinien des Feindes durchbrochen haben, haben sie eine in der Geschichte beispiellose Tat vollbracht. Keine andere Armee der Welt hat mehr moderne befestigte Gebiete durchbrochen. Die so genannten europäischen Armeen erster Klasse stehen den befestigten Linien der deutsch-französischen Grenze gegenüber und können nicht gegen sie stürmen.

Truppen der Nordwestfront, die die ruhmreichen Traditionen des Bürgerkriegs fortführen, haben eine weitere ausgezeichnete Seite des Heldentums in der Geschichte der Roten Armee hinzugefügt.

Das ganze Sowjetvolk ist stolz auf die Taten seiner Söhne, auf den Mut und das Heldentum, die den Sieg über den Feind und die Sicherheit und Unverletzlichkeit der Grenzen unseres Landes und einen dauerhaften Frieden an den Küsten der Ostsee und des Arktischen Ozeans sicherstellten .

Der Militärrat der Nordwestfront drückt allen Soldaten, Befehlshabern, Kommissaren, Offizieren und politischen Arbeitern ihren Dank aus für die Tapferkeit, den Mut und die treue Erfüllung der Militärpflicht gegenüber dem Vaterland.

Wir senken das Kampfesbanner in leuchtender Erinnerung an die glorreichen Söhne des Sowjetvolkes, die ihr Leben in Kämpfen für die Ehre, die Würde und die Sicherheit unserer Heimat gegeben haben.

Der Militärrat sendet den Soldaten, Befehlshabern und politischen Arbeitern, die in heroischen Schlachten verwundet wurden, Grüße und Wünsche für eine schnelle Genesung.

Es lebe die siegreiche Rote Armee!

Es lebe unser großer Führer, in dessen Namen unsere Truppen an den Fronten in den Kampf zogen und gewannen, geliebter Genosse Stalin!

Die Resulution soll in allen Einheiten, deren Untereinheiten, Trupps, Stäben und Frontformationen verlesen werden.

Kommandant der Nordwestfront

Armeekommandeur des 1. Ranges

S. TIMOSHENKO

Mitglied des Militärrates

der Nordwestfront

A. SHDANOW

Stabschef

der Nordwestfront

Armeekommandeur des 2. Ranges

I. SMORODINOW

 

 

ÜBER SHDANOW

 

 

Grußadresse der Solidarität

 

Grußadresse aus Anlass des 70 Todestags von Andrej Shdanow

31. August 1948 - 31. August 2018

Heute jährt sich der Todestag von Shdanow zum 70. Mal.

Shdanow war ein hervorragender Führer der KPdSU (B) und einer der engsten Kampfgefährten Stalins. Shdanow gehörte zu den Nachwuchskräften, die zunächst im Komsomol aktiv waren und dann mit Stalins Unterstützung in die Führungsspitze aufrückten.

Wir haben den 70. Todestag zum willkommenen Anlass genommen, die uns zur Verfügung stehenden Schriften von Shdanow in deutscher, englischer und russischer Sprache zu veröffentlichen.

Andrei Shdanow wurde am 14. Februar 1896 in Mariupol in der Ukraine geboren. Er schloss sich 1915 den Bolschewiki an und als enger Mitarbeiter von Joseph Stalin übernahm er führende Aufgaben in der bolschewistischen Partei.
Shdanow galt im Politbüro als " Intellektueller", der über ein breites Wissen verfügte.
Shdanow trug zur Stärkung der Kulturpolitik Stalins bei, war Mitbegründer der Vereinigung der sowjetischen Schriftsteller und prägte wie kein Anderer die Entwicklung des Sozialistischen Realismus.

Nach der Ermordung von Sergei Kirow im Jahre 1934 ernannte Josef Stalin Shdanov zum Gouverneur von Leningrad. In dieser Position spielte er eine wichtige Rolle bei der Großen Säuberung, die in der kommunistischen Partei zwischen 1934 und 1941 stattfand.

Shdanow war ein junger, begabter Genosse, der schon im Komsomol erfolgreich die Abweichler hinaus gejagt hatte und sich im Kampf um die Gewerkschaften gegen den Verräter Tomski große Verdienste erworben hatte. Stalin konnte sich auf Shdanow stützen im Kampf gegen die Parteifeinde insbesondere im Einflussgebiet von Leningrad.

Als Parteiführer von Leningrad trug Shdanow maßgeblich zur Verteidigung der Stadt im Zweiten Weltkrieg bei.

Nach dem Krieg leitete Shdanow die Kominform (Kommunistisches Informationsbüro) bis zu seinem Tod am 31. August 1948.

Shdanow hatte sich im Kampf gegen die Abweichler in der Parteigeschichte der KPdSU (B) große Verdienst erworben. Dies gilt es an seinem 70. Todestag besonders hervorzuheben. Hier verteidige wir Shdanow gegen alle späteren Anfeindungen. Jedoch wich er zum Schluss selber vom Kurs ab als er seine revisionistische Doktrin der beiden Weltlager, "imperialistisches und demokratisches (!) Weltlager" in der Kominform vertrat (Shdanows Rede "Über die internationale Lage"). Diese Doktrin stand im Widerspruch zur Lehre des Marxismus-Leninismus über das kapitalistische und sozialistische Weltlager.

Shdanow leitete auch die Säuberung revisionistischer Künstler und Intellektueller in der Sowjetunion nach dem Krieg. Er beharrte auf strenge Einhaltung der Parteilichkeit in Wissenschaft und Kunst. Shdanow kritisierte zum Beispiel die in Leningrad erschienenen Zeitschriften und schloss solche revisionistischen Schriftsteller wie Michail Soschtschenko aus der Vereinigung der sowjetischen Schriftsteller aus. Im Namen des Zentralkomitees der Partei leitete er die philosophische Diskussion im Juni 1947 gegen revisionistische Abweichungen und Entstellungen.



Der sowjetische Revisionist Nikita Chruschtschow verurteilte später die stalinistische Kulturpolitik von Shdanow wie folgt:

"Ich glaube, Stalins Kulturpolitik, insbesondere die Kulturpolitik von Shdanow in Leningrad war aufgezwungen , war grausam und sinnlos. Man kann die Literatur, Kunst, und Kultur nicht mit einem Dirigentenstab führen und von oben befehligen. Man kann die Künstler nicht an die Leine legen, um sicherzustellen, dass sie nicht vom geraden Weg abkommen. Wenn man versucht, seine Künstler zu streng zu kontrollieren, wenn man keinen Widerspruch duldet, dann kann sich keine fruchtbare Kritik entwickeln und bleibt folglich die Wahrheit auf der Strecke. Dabei kann nur ein düsteres Stereotyp heraus kommen, langweilig und nutzlos. " (Chruschtschow argumentiert hier genauso wie später Mao mit seinem bürgerlich-revisionistischen Slogan: "Lass 1000 Blumen blühen!"). Stalin bekämpfte die Gefahr der Restauration des Kapitalismus auch an der Kulturfront und Shdanow vollstreckte diesen Kampf, wenn auch nicht immer konsequent genug vom internationalistischen proletarischen Klassenstandpunkt aus.

* * *

Shdanow wurde in eine Familie von Schulinspektoren geboren. Er besuchte in Tver die Realschule, dann das Moskauer Institut für Landwirtschaft und die Schule der Fähnriche in Tiflis.

Im Jahr 1912 trat A. A. Shdanow der Jugendorganisation der SDAPR bei und verband von 1915 an für immer sein Leben mit der Partei. A. A. Shdanow war ein aktiver Teilnehmer an der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution, der Errichtung der Sowjetmacht im Ural. Während des Bürgerkrieges ist er einer der Organisatoren und politischen Führer der Roten Armee im Ural und in Tver.
Im Jahre 1919 ist er Lehrer für politische Bildung in der Roten Armee.

Nach dem Bürgerkrieg übernahm er 1922 eine verantwortliche Parteifunktion an der Wirtschaftsfront in Tver. Und von 1924 bis 1934 leitete Andrei Shdanow die Nischni Nowgorod Region Gorki und regionale Parteiorganisationen.

Shdanow wurde von Stalin, Molotow, Kalinin, Ordzhonikidze, Kuibyschew und anderen unterstützt und gefördert. Die Region Nischni Nowgorod entwickelte sich zu einem leistungsfähigen industriellen und landwirtschaftlichen Vorposten des Landes. In Rekordzeit entstanden Betriebsriesen der sozialistischen Industrie wie in der Automobilindustrie, Luftfahrt, Landwirtschaft, Wolga-Projekt, Ingenieurwesen, Werkzeugmaschinen und in anderen Industriezweigen.

Hunderte von Kinos, Dutzende von Häusern der Pioniere, Museen, sowie viele einzigartige Objekte wurden in kürzester Zeit geschaffen. Dutzende von Ferienhäusern und eine Reihe von Sanatorien wurden auf dem Gelände der einstigen Bourgeoisie eröffnet.

Shdanow widmete der Herausbildung der militär-technischen Basis viel Aufmerksamkeit. Seine Militärschulen absolvierten viele hervorragende militärische Führer, Helden der Sowjetunion.

Der erste Fünfjahresplan in der Provinz, der Region und Gorki wurde vorzeitig erfüllt. Im Jahr 1934 erhielt die Provinz den Lenin-Orden, und dies ist das große Verdienst von Shdanow.

1934 wird Shdanow Sekretär des Zentralkomitees der KPdSU (B) und 1. Sekretär der KPdSU (B) von Leningrad (Region- und Stadt) .

Seit 1930 galt Shdanow als einflussreicher Ideologe der Partei. Er war Mitautor der "Geschichte des Bürgerkriegs" (zusammen mit Stalin,Kirov und anderen Parteiführern (1936 veröffentlicht).

Seit 1935 ist Shdanow Mitglied des Militärrats des Militärbezirks Leningrad.

Im Jahr 1936 organisierte er als erster Sekretär der Leningrad Partei einen Wettbewerb für das Schreiben von literarischen Werken.

1938 wird Shdanow Mitglied des Hauptmilitärrates der sowjetischen Marine.

Vom 15. Juli 1938 bis zum 20. Juni 1947 ist er Vorsitzender des Obersten Sowjets.

Seit 1939, mit dem XVIII. Parteitag der KPdSU (B) bis zu seinem Tode, ist Shdanow Politbüromitglied.

1939-1940 war er Mitglied des Militärrats der Nordwestfront während des sowjetisch-finnischen Krieges.

Während des Großen Vaterländischen Krieges war er Mitglied des Militärrates der Nord-West-Front und bis 1944 - im Kriegsrat an der Leningrader Front.

Seit 1944 - Generaloberst.

Mitglied der Kommission zur Untersuchung der Gräueltaten der Nazi-Invasoren (1942).

In den Jahren 1944-1947 leitete er die Alliierte Kontrollkommission in Finnland.

Shdanow war schon im Alter von 52 (!) Jahren schwer erkrankt und starb an einem Herzinfarkt. Damals waren ungeklärte Ursachen seines Todes Gegenstand der daraufhin erfolgten juristischen Untersuchungen zu den so genannten "Ärztefällen". Im Sanatorium des Zentralkomitees der KPdSU (B) erklärte eine Ärztin, Lydia Timaschuk, dass die Professoren, die die Behandlung leiteten, eine falsche Diagnose gestellt hätten. Die falsche Behandlung hätte dann zum Tod von Shdanow geführt. Kurz vor seinem Tod hatte Stalin eine Reihe von Ärzten angeklagt, die in politische Auftragmorde verwickelt waren. Am 13. Januar 1953 war in der „Prawda“ die Schlagzeile zu lesen: „Bösartige Spione und Mörder unter der Maske akademischer Ärzte.“ Im Artikel dazu hieß es, mindestens ein Dutzend Ärzte hätten „sich das Ziel gesetzt, durch schädliche Behandlungsmethoden das Leben führender Persönlichkeiten der Sowjetunion zu verkürzen“. Vor einiger Zeit habe, wie die sowjetische Nachrichtenagentur Tass mitteilte, das Ministerium für Staatssicherheit diese „terroristische Medizinergruppe entlarvt“. Neun Personen seien verhaftet worden, darunter ein gewisser Professor Wladimir N. Winogradow: Stalins Leibarzt. Stalin hatte bereits die Erschießung der Verurteilten für den März 1953 auf dem Roten Platz angeordnet. Nach der Ermordung Stalins wurden all diese Gerichtsverfahren gegen die Ärzte sofort wieder eingestellt, wahrscheinlich veranlasst von den gleichen Mördern aus der Führung der Partei. Chruschtschow, Beria, Malenkow, Bulganin und andere, behaupteten frech, dass die "Ärztefälle" von Stalin selber "erfunden" seien. Die Mörder Stalins feierten sich als Helden gegen die letzte "Terrorwelle des Stalinismus". Die Mörder Stalins waren wahrscheinlich auch schon die Mörder Shdanows. Hier sind vor allem Beria und Malenkow zu nennen, die mit der "Leningrad-Affäre" versucht hatten, Shdanow als Nachfolger Stalins aus dem Weg zu räumen, was Stalin jedoch verhindern konnte (Näheres zur Leningrader Affäre siehe: "Über die Grundlagen und zu den Fragen des Stalinismus" - veröffentlicht von der Komintern -SH).

Dass der Konkurrenzkampf zwischen dem Machtzentrum in Moskau und Leningrad immer größere Ausmaße angenommen hatte und Shdanows Tod damit unmittelbar in Verbindung stand, steht fest. Ebenso steht fest, dass dieser Konkurrenzkampf nicht unbedingt auf dem Boden des Marxismus-Leninismus ausgetragen worden war. Es ist vor Allem dem Genossen Stalin zu verdanken gewesen, bezüglich der Tendenzen zur Restauration des Kapitalismus Schaden von der Sowjetunion abzuwenden, dass sich die nicht-antagonistischen Widersprüche nicht in antagonistische Widersprüche verwandeln konnten.

Shdanow verfolgte den Kurs der Befestigung der Sowjetunion und schärferen Abgrenzung gegen die zunehmende anti-kommunistische Umklammerung und anti-sowjetischen Attacken des westlichen Imperialismus unter der Führung der USA-Imperialisten. Deswegen verfolgte er auch einen strengeren Kurs gegen den Titoismus, der Agentur des westlichen Imperialismus, zum Beispiel in der Kominform, während die modernen Revisionisten den liquidatorischen Kurs einer offenen Annäherung an den Westen einschlugen. Es ist also kein Zufall, dass Shdanows Tod direkt mit der Kominform zusammenhängt, die danach den Sowjetrevisionisten in die Hände fiel.

Auch mit der Außenpolitik Molotows war Shdanow nicht einverstanden. Shdanow war derjenige gewesen, der es durchgesetzt hatte, daß die anfangs zustimmende Haltung Molotows gegenüber dem Marshall-Plan wieder rückgängig gemacht wurde.

Shadanow wurde mit allen Ehren an der Kreml-Mauer begraben.

Zu Ehren von Shdanow trugen einst viele Orte, Straßen, Institutionen, Betriebe usw. seinen Namen: seine Heimatstadt Mariupol, die Universität von Leningrad, Shdanow Bezirk in Moskau und Leningrad, Moskauer U-Bahn-Station „Shdanow“ (jetzt „Vykhino“), der Kreuzer „Shdanow“. „Putilow Werke“, Palast der Pioniere in Leningrad, eine Straße in Kiew usw. Seit Gorbatschows "Perestroika" wurde alles, was den Namen Shdanow trug verboten und umbenannt (mit einigen Ausnahmen). Wir werden dafür sorgen, dass dies eines Tages wieder geändert wird.

Jeder weiß, dass Genosse Enver Hoxha an den Führern der Sowjetunion, insbesondere nach dem Tod des Genossen Stalin, scharfe Kritik geübt hat. Zu Recht. "Stalin hat bis zu seinem Tod entschlossen gegen die offenen und verkappten Feinde gekämpft. Was war denn mit Leningrad nach dem Krieg ? Was waren denn das für Reformen im Zentralkomitee ? Was hatte es denn zu bedeuten, dass Stalin sagte: "Ihr werdet vor dem Imperialismus kapitulieren. Und alles, was Stalin gesagt hat, hat sich bestätigt." ( 3. Januar 1967, politisches Tagebuch von Enver Hoxha)

Genosse Enver Hoxha bezeichnete die alte Führungsriege als "Bolschewistischen Leichnam". Hierzu rechnen wir auch Shdanow. Allerdings, wenn wir Shdanow kritisieren, so tun wir dies nicht, um seine Verdienste auch nur im Geringsten zu schmälern. Die Verdienste von Shdanow sind unauslöschlich. Wir verteidigen Shdanow, lernen von ihm und kritisieren gleichzeitig seine Fehler, um den Neo-Revisionismus im Keim zu ersticken.

Diese kritische hoxhaistische Haltung haben wir auch gegenüber vielen anderen Führern der KPdSU (B) eingenommen. Das entbindet uns jedoch keineswegs von der Aufgabe, unsere Haltung im Laufe des Studiums der Geschichte der KPdSU (B) und ihrer Führer permanent zu modifizieren und notfalls zu korrigieren. Wir halten uns dabei streng an das Prinzip bolschewistischer Kritik und Selbstkritik.

Wer Fehler unter den Teppich kehrt, die zum Revisionismus an der Macht führten, ist ein Neo-Revisionist. Und wer die Kritik an den Füherern der ruhmreichen KPdSU (B) überspitzt, gleitet unweigerlich ins Lager des Trotzkismu ab. Beide Richtungen müssen vom Boden des Stalinismus-Hoxhaismus aus korrekt und entschlossen bekämpft werden, denn Beides, also sowohl der rechte als auch der "linke" Opportunismus" ist Ausdruck des ideologischen Einflusses der Weltbourgeoisie innerhalb der kommunistischen Weltbewegung. Das gilt insbesondere für unsere korrekte Haltung zur Verteidigung des Genossen Shdanow.

 

Wolfgang Eggers

Komintern (SH)

31. August 2018

 

 

 

ZU UNSEREN KRITIKPUNKTEN AN SHDANOW

 

1

Kritischer Standpunkt der Komintern (SH) in Bezug auf

Shdanows Haltung gegenüber der Komintern und der Kominform

 

2

Kritischer Standpunkt der Komintern (SH) in Bezug auf

Shdanows Haltung zu organisatorischen Fragen der Partei

 

3

Kritischer Standpunkt der Komintern (SH) in Bezug auf

Shdanows Haltung zum Kosmopolitismus und der Kulturrevolution

(in Vorbereitung)

 

4

Wie Shdanow die

2 - Welten -Theorie von Lenin und Stalin

revidierte

(und Mao sie in seine 3-Welten-Theorie verwandelte)

 

 

 

 

Shdanow - ein großer Kommunist und Ästhetiker

Kulturgruppe "A. Shdanow"

1971

Shdanow war unzweifelhaft ein großer Kommunist und Ästhetiker, aber die Betonung liegt auf dem Wörtchen "war". Man muss Shdanow nämlich kritisch betrachten und nicht durch eine rosarot gefärbte Mao-Brille. Die Komintern (SH) ist der Auffassung, dass Shdanow am Ende seines Lebens vom Weg Lenins und Stalins abgewichen ist und sogar zum Renegat wurde, der dem modernen Revisionismus den Weg ebnete.

Trotzdem haben wir diesen Kommentar der maoistischen "Shdanow-Gruppe" aus dem Jahre 1971 veröffentlicht, da er viele positive Seiten von Shdanow beinhaltet. Man darf aber die negativen Seiten nicht unter den Teppich kehren. Man muss aus den negativen Seiten Lehren ziehen, damit der Weg des Revisionismus zur Macht niemals wieder beschritten wird. Wir empfehlen daher unbedingt, unsere kritische Einschätzung über Shdanow zu lesen, zum Beispiel in unserem Buch "Über die Grundlagen und zu den Fragen des Stalinismus" sowie in unserem kritischen Buch "Über die Kominform".