Artur Becker

12. Mai 1905 – (?) 1938

 

Webseite erstellt zum

115. Geburtstag

Vorsitzenden der KJVD, Mitglied der Zentrale der KPD, jüngster Reichtagsabgeordenter, Mitglied in der Zentrale der Kommunistischen Jugendinternationale, Spanienkämpfer,

gefoltert und ermordet von der GeStaPo.

ARTUR BECKER

12. Mai 1905

 

 

Artur Becker

von den Nazi-Henkern ermordet in Spanien 1938


Artur Becker (born 1905 Germany died 1938 in Spain) was an official of the Communist Youth Association of Germany (KJVD), Member of the Reichstag and fighter in the Spanish Civil War.
As a teenager, he joined the Free Socialist Youth in 1919, the Communist Youth Association (KJVD) in 1920 and the German Communist Party (KPD) in 1922. As a political opponent of the National Socialists, he was forced to emigrate in 1933 and fled to Moscow.
He later organized the fight for the Spanish Republic. From August 1937 he took part in the armed fighting, from spring 1938 as Political Commissioner of the Thälmann Battalion of the International Brigades. On April 13, 1938, he was severely wounded in captivity. He is said to have been shot in a Burgos prison on 16 May 1938 after several weeks of interrogation.

 

 

Artur Becker wurde am 12.05.1905 in Remscheid geboren und wurde am 16.05.1938 in Burgos (Spanien) ermordet.

Becker war seit 1923 Funktionär der KJVD (Kommunistischer Jugendverband Deutschlands) auf Unter- bzw. Bezirksmaßstab.

1928 war er Teilnehmer des V. Kongresses der KJI (Kommunistische Jugendinternationale) in Moskau.

Seit 1929 war er Kandidat des ZK der KPD und Mitglied des ZK des KJVD und 1931/1932 Erster Vorsitzender des KJVD.

Seit 1930 war Artur Becker Mitglied des Deutschen Reichstages.

Er war u.a. Mitorganisator und Teilnehmer der internationalen “Kongresse gegen Krieg und Faschismus”.

Seit 1937 nahm Artur Becker auf Seiten Spanischen Republik am spanischen Bürgerkrieg teil. Dort war er 1938 als Politkommissar des Thälmannbataillons der Internationalen Brigaden des tätig.

In der Schlacht am Ebro fiel er schwer verwundet in die Hände der Franco-Truppen und wurde nach wochenlangen Verhören erschossen.

 


Als Artur Becker am 1. April 1938 schwerverwundet in die Hände der Franco-Truppen geriet, lag hinter dem 33-jährigen Jungkommunisten aus dem Rheinland bereits ein kampferfüllter Lebensweg.

Geboren in Remscheid als Sohn eines Feilenhauers erblickte er das Licht der Welt während des großen Streiks im Jahre 1905 und lernte in seiner Kindheit schon die Sorgen und Nöte seiner Klasse kennen. Er war ein Schuljunge, als der erste Weltkrieg begann, und er hatte die Schule noch nicht beendet, als er nach dem Krieg zum erstenmal in einer Versammlung der Jungarbeiter das Wort ergriff. Der Schlosserlehrling wurde Mitglied des Deutschen Metallarbeiterverbandes und trat später in den Kommunistischen Jugendverband Deutschlands ein. Als nach dem Kapp-Putsch im Frühjahr 1920 die reaktionären Freikorps in Remscheid einmarschierten, um auf Befehl Noskes und der Konzernherren an Rhein und Ruhr die kämpfenden Arbeiter niederzuschlagen, beteiligte sich Artur Becker, damals ein Junge von fünfzehn Jahren, an den Abwehrkämpfen der Arbeiter, schleppte Wasser und Munition zu den Barrikaden und brachte die Verwundeten in Deckung. Später, nach dem Sieg über die Putschisten und nachdem die SPD-Regierung ihre Retter verraten, entwaffnet und niedergeschlagen hatte, wurde Artur Vertrauensmann in seinem Betrieb und kurz darauf Mitglied der KPD.

Die Partei entsandte den begabten Jungen auf die Schule der Kommunistischen Jugendinternationale in Moskau, um ihm Gelegenheit zu geben, sich durch eingehendes Studium des Marxismus-Leninismus auf künftige Aufgaben vorzubereiten. Nach seiner Rückkehr im Jahre 1926 übernahm Artur die Bezirksleitung des KJVD Niederrhein. Als hervorragender Redner stand er Tag für Tag inmitten der Jungarbeiter des Rhein-Ruhr-Gebietes, rüttelte die Massen auf und war als Organisator unermüdlich tätig, um die Reihen der kämpfenden Jugend zu festigen. Es gelang ihm, den Einfluss des Kommunistischen Jugendverbandes zu stärken und den Gedanken der Aktionseinheit der Jugendlichen gegen die Vorbereitung eines neuen Völkermordens vielen jungen Menschen nahezubringen.

1928 wurde Artur Becker nach Berlin berufen, um die Organisationsabteilung des Zentralkomitees des KJVD zu leiten. Am 14. September 1930 wurde er schließlich mit dem Mandat der KPD in den Reichstag gewählt. Artur war der jüngste Abgeordnete des Deutschen Reichstages. In dieser Zeit arbeitete er vor allem auch daran, die Verbindung mit den Genossen der Sozialistischen Arbeiterjugend herzustellen und den Pionierverband zu vergrößern und zu stärken.

Parallel dazu war er als gewähltes Mitglied des Exekutivkomitees der Kommunistischen Jugendinternationale maßgeblich beteiligt an der internationalen Organisierung des Jugendwiderstands gegen Faschismus und Krieg.

Nach der Errichtung der faschistischen Diktatur in Deutschland 1933 ging Artur Becker, um sich der ihm drohenden Verhaftung zu entziehen, in die Emigration. Vom Ausland aus führte er den Kampf gegen das Hitlerregime konsequent weiter.

Von Paris aus organisierte er ab 1936 die Unterstützung der spanischen Republik im Kampf gegen Francos Falangisten und ihre faschistischen Helfer aus Deutschland und Italien. Ein reichliches Jahr später reihte er sich selbst in den aktiven Kampf auf Seiten der Internationalen Brigaden ein und übernahm schon bald Verantwortung als Politischer Kommissar und Parteisekretär im legendären Thälmann-Bataillon. Am 1. April 1938 wurde er bei einem verlustreichen Einsatz des Bataillons bei Abwehrkämpfen am Ebro schwer verwundet. Mitkämpfer, die nicht mehr vermochten zu ihm vorzudringen, berichteten, dass er am Boden lag, eine Kugel im Leib. Man sah, dass er noch lebte und dass die Faschisten sich daran machten, ihn in ihre Stellungen zu bringen.

Später erfuhr man, dass er Vertretern der Gestapo in Burgos übergeben und dort inhaftiert worden war. Weder deren Versprechungen noch deren Drohungen konnten ihn jedoch beirren oder beugen. Nach einem missglückten Ausbruchsversuch und schweren Folterungen ging Artur Becker standhaft in den Tod.

 

 

115. Geburtstag

Vorsitzenden der KJVD

ARTUR BECKER

12. Mai 1905


Mein fleißiger Arbeitskollge, die hörst genauso wie ich weltproletarische Mucke auf CD
Als ich bei dir war, hämmerte das eine Lied, es ging um Artur Becker und die KJVD


Beim Kommunistischen Jugendverband Deutschlands, als er noch revolutionär war, will jeder sein
zu harten metallischen Klängen dankt die band für den Antrag, und wie sie ihn ausfüllt, jetzt treten sie ein


Artur Becker war nicht nur beim Kommunistischen Jugendverband Deutschlands dabei
Der Sitz des Vorsitzenden beim Kommunistischen Jugendverband Deutschlands war noch frei


Für die Fortsetzung des Spanischen Bürgerkrieges sind wir verpflichtet einzustehen
Es gibt nur sehr gute Gründe in die KJI(SH) zu gehen


Artur Becker war nicht nur beim Kommunistischen Jugendverband Deutschlands dabei
denn auch ein Platz bei den Internationalen Brigraden war noch frei


Es gibt die bolschewistischen Traditionen für sozialistische Weltrevolution zu sein
Ja unser weltproletarisches Leben soll sich lohnen, drum werde KJI(SH)-Mitglied, trete ein !