ÜBER DIE KOMINFORM

eine stalinistisch-hoxhaistische Studie

 

aus Anlass des 70. Jahrestags der Gründung des Kominform-Büros

am 23. September 1947


herausgegeben zum 109. Geburtstag des Genossen Enver Hoxha

geschrieben von Wolfgang Eggers

16. 10. 2017


INHALTSVERZEICHNIS


TEIL I


1. Der Platz der Kominform in der Geschichte der kommunistischen Weltbewegung

zur kritischen Revision der revisionistischen Geschichtsschreibung


2. Die Kominform

- Zeittafel - organisatorische Struktur – Teilnehmer - Aufgabenstellungen - über die 3 Konferenzen – Auflösung der Kominform



TEIL II


3. Verhältnis von Komintern und Kominform


4. Die revisionistische "Shdanow–These" von den zwei Weltlagern


5. Die Kominform und die Frage der Volksdemokratie als "moderner Typ" der Diktatur des Proletariats

- proletarische oder bürgerliche Demokratie? die revisionistische Entartung der Volksdemokratien – Ursachen.


6. Die Kominform und die nationale Frage


Kampf gegen den revisionistischen "spezifisch-nationalen Weg zum Sozialismus".



7. Die Kominform im Kampf gegen Titos "Balkan-Föderation"



8. Die Kominform im Kampf gegen den Titoismus



9. Die Kominform und die revisionistische Entartung der Kommunistischen Parteien in den kapitalistischen Ländern


10. Die Kominform und die revisionistische Entartung der KPdSU (B)


11. Die Kominform und der Maoismus



TEIL III


12. Die Kominform, Enver Hoxha und die SVR ALBANIEN


13. Die Kominform und ihr fester Platz in der Epoche des Weltsozialismus





TEIL I



1. Der Platz der Kominform in der Geschichte der kommunistischen Weltbewegung

zur kritischen Revision der revisionistischen Geschichtsschreibung


Dies ist nur unsere Augenblicksbeurteilung der Geschichte der Kominform und sie kann auch gar nichts Anders sein, denn immer noch fehlen Dokumente bzw. werden sie weiterhin verfälscht, anti-kommunistisch interpretiert und "überarbeitet" - ganz im Dienste der herrschenden Klasse. Unter diesem Vorbehalt sind Korrekturen unserer Auffassungen über die Kominform unter Berücksichtigung neuer Dokumente nicht nur erlaubt, sondern auch wünschenswert und unverzichtbar.

Die historische Wahrheit kommt nur durch einen scharfen proletarischen Klassenkampf ans Tageslicht, weswegen wir alle an der Wahrheit interessierte Kommunisten ermutigen wollen, an der Aufarbeitung der Geschichte der Kominform aktiv mitzuwirken, und uns dabei zu unterstützen, die proletarische Geschichtsschreibung aus ihrer bürgerlich-revisionistischen Verfälschung zu befreien.

Insbesondere ist die Geschichtsschreibung der Kominform und des sozialistischen Lagers maßgeblich durch die modernen Revisionisten verfälscht worden. Tatsache ist, dass diese Geschichtsfälschung immer noch negativen, ja bestimmenden Einfluss auf die heutige kommunistische Weltbewegung hat. Dieser Herausforderung müssen wir uns stellen, wenn wir Ernst genommen werden wollen.

Für uns ist diese notwendige Korrektur der revisionistischen Geschichtsschreibung der Kominform ( und deren "Überarbeitung" durch Historiker des westlichen Kapitalismus) Neuland, weswegen es bei uns nicht ohne Fehler abgehen kann. Wir müssen uns zum Beispiel davor in Acht nehmen, dass unsere Kritik nicht über das Ziel hinaus schießt. Wir müssen uns streng an den dialektischen und historischen Materialismus halten, um Fehler in die entgegengesetzte Richtung zu vermeiden – Fehler des Sektierertums, Fehler des Dogmatismus. Über diese Gegengefahr sind wir uns bewusst. Das hält uns aber nicht davon ab, das zu tun, was zu tun wir verpflichtet sind:

Nur wir Stalinisten-Hoxhaisten sind dazu bestimmt und fähig, dem Neo-Revisionismus die Nabelschnur zum Mutterleib des modernen Revisionismus sauber und ohne Komplikationen durchzuschneiden. In dieser Richtung haben wir diese Kritik an der Kominform geschrieben.

Wir sind uns genauso darüber bewusst, dass die modernen Revisionisten insbesondere die Fehler, Mängel und Schwächen der Kominform dem Genossen Stalin in die Schuhe geschoben haben und in diesem Sinne betätigen sich auch die Neo-Revisionisten, allerdings unter der Tarnkappe der "4½ Klassiker des Marxismus-Leninismus".

Es ist völlig klar, dass sich die Geschichtsschreiber der modernen Revisionisten der Methode der bürgerlichen Ideologie bedienten, nämlich alles an der Kominform zu kritisieren, was stalinistisch war, und alles als angeblich "stalinistisch" hinzustellen, was revisionistisch war. Die ideologische Herausbildung der Macht der modernen Revisionisten basiert auf dem "Stalinismus" in Worten und Anti-Stalinismus in Taten. Und auf diesem Weg haben sie auch die Kominform vor ihren Karren gespannt– vor Allem nach Stalins Tod !

Die Wahrheit ist:

Die Kominform wurde von Stalin in der Absicht geschaffen, um dem vor sich gehenden Prozess der ideologischen Verflachung des Stalinismus entgegen zu wirken, um den wachsenden Einfluss des Revisionismus und Sozialdemokratismus in der kommunistischen Weltbewegung zurück zu drängen, um den vom Revisionismus befleckten Marxismus-Leninismus zu reinigen und die Revisionisten aus der kommunistischen Weltbewegung im Allgemeinen und aus dem stalinistischen Weltlager im Besonderen, hinauszusäubern.

Dies wurde insbesondere vom Genossen Enver Hoxha begrüßt und es sind die Dokumente der Partei der Arbeit Albaniens, die die Komintern (SH) über die anti-revisionistische Bedeutung der Kominform von Anfang an verteidigt, unterstützt und propagiert hat. In dieser Richtung verteidigen wir die Albaner gegen alle ihre Kritiker. Wir müssen uns die Tatsache bewusst machen, dass der Hoxhaismus, welcher Stalins Kritik am modernen Revisionismus vervollkommnet und weiter entwickelt hat, zum Zeitpunkt der Kominform noch in seinen Kinderschuhen steckte. Heute verfügen wir über die vollständige Waffe des Hoxhaismus und können mit ihm die Kominform kritisch beleuchten, was ohne Hoxhaismus unmöglich ist.

Seit der Gründung der Kominform sind 70 Jahre vergangenen. In diesen Jahren, insbesondere nach der teilweisen Öffnung der Archive, haben wir Dokumente zu Gesicht bekommen, die uns viel mehr kritischen Einblick in die Geschichte der Kominform verschaffen, als dies dem Genossen Enver Hoxha und der PAA damals möglich war. Heute kann und muss man als Stalinist-Hoxhaist die Geschichte der Kominform an Hand neuer Erkenntnisse unbedingt kritisch betrachten.

Die proletarische Ideologie ist bekanntlich dem Wesen nach eine kritische Ideologie und kann nur lebendig bleiben und sich weiter entwickeln, wenn sie sich mit der Geschichte kritisch auseinandersetzt, einschließlich der von uns Kommunisten gemachten Fehler.

Vom damaligen Standpunkt aus wurde die Kominform grob eingeschätzt mit folgender Faustregel: „Die Kominform war stalinistisch – ihre Auflösung durch Chruschtschow war revisionistisch.“ Diese Faustregel ist auf keinen Fall mehr haltbar und muss dringend einer Revision auf dem Boden des Stalinismus-Hoxhaismus unterzogen werden.

Man wird uns sicherlich kritisieren, dass wir mit unserer kritischen Revision „falsch liegen“, das ändert aber nichts an der prinzipiellen Notwendigkeit der Überarbeitung unserer bisherigen Auffassung über die Kominform, welche alles Andere als unkritisch war. Im Gegenteil.

Wer unsere Webseite über die Kominform

aufmerksam gelesen hat, welche seit 2013 existiert, wird auch den einleitenden Satz nicht übersehen können:

Die Komintern (SH) hat einen kritischen Standpunkt gegenüber dem dominierenden Einfluss der modernen Revisionisten innerhalb der KOMINFORM.
Um so mehr ist es notwendig, diese historischen Dokumente zu studieren, um unsere Augen zu öffnen und die modernen Revisionisten zu entlarven.


Aber erst jetzt haben wir die Zeit gefunden, unsere Kritik an der Kominform mit Inhalt zu füllen und theoretisch zu fundieren.

Wer unsere Revision also nicht schon vorher kritisiert hat, und erst jetzt mit seiner Kritik beginnt, kann uns keinen Opportunismus oder irgendeine „180 Grad-Wendung“ vorwerfen. Wir sind von Anfang an mit der Geschichte der Kominform genauso kritisch umgegangen wie mit der Geschichte der Komintern.

Und wer unsere Revision mutwillig mit „Revisionismus“ gleichsetzt, sie als einen „Beweis“ für die „Verfälschung des Marxismus-Leninismus“ hinstellt, ist und bleibt ein Dogmatiker und Sektierer. Mag sein, dass wir das Eine oder Andere noch nicht richtig gesehen haben, daran werden wir weiter arbeiten. Aber im Wesentlichen basiert unsere Revision der Geschichte der Kominform auf dem festen Boden des Stalinismus-Hoxhaismus und das ist das Entscheidende.

Nur die Bourgeoisie und ihre Agenten im Lager der stalinistisch-hoxhaistischen Weltbewegung haben ein Interesse daran, dass wir unsere Fehler nicht korrigieren. Für das Weltproletariat ist die Korrektur unserer Fehler hingegen Richtung weisend und somit von ausschlaggebender Bedeutung für den Sieg der sozialistischen Weltrevolution, weswegen es jede korrekte Kritik und Selbstkritik der Komintern (SH) grundsätzlich begrüßen wird. Ohne Überwindung unserer eigenen Fehler lässt sich der Weltimperialismus nicht niederschlagen.

Ohne selbstkritische Einschätzung und Abgrenzung von revisionistischen Positionen der Kominform setzen wir uns der Gefahr der Vereinnahmung durch solche politische Organisationen aus, die nicht die Position Stalins und Enver Hoxhas vertreten, sondern diese nur als Lippenbekenntnis missbrauchen, um das Weltproletariat zu täuschen. Wir lehnen eine neo-revisionistische Einheit auf der Grundlage antimarxistischer Positionen ab wie sie in der Kominform verbreitet wurden. Einheit mit der Komintern (SH) wird es nur auf den korrekten Positionen der Kominform geben, wenn diese auch von den überwiegend falschen Positionen dominiert wurden. Das setzt voraus, dass wir die korrekten Positionen der Kominform abgrenzen und trennen von revisionistischen Positionen in der Kominform, die nicht nur von der KPJ, sondern auch ausnahmslos von allen anderen Parteien in der Kominform vertreten worden sind, wenn auch mehr oder weniger verdeckt durch Phraseologie.

Unsere Kritik und Selbstkritik dient nicht dem Zweck, die Kominform für unbrauchbar, für einen „Irrtum der Geschichte“ zu erklären. Wir sind keine Liquidatoren, ganz im Gegenteil. Wir sind Stalinisten-Hoxhaisten, die die stalinistische Linie der Kominform verteidigt. Und wir verteidigen die stalinistische Linie der Kominform, indem wir sie nachträglich aus ihren revisionistischen Fesseln befreien, damit die neue Kominform auf unserem Weg zur Restauration des sozialistischen Weltlagers für uns nützlich wird.

Das bolschewistische Wesen von Kritik und Selbstkritik besteht darin, falsche Auffassungen und Handlungen RESTLOS zu verwerfen und sie durch richtige zu ersetzen. Wort und Tat müssen dabei übereinstimmen. Und selbst damit können wir uns nicht zufrieden geben, denn der Feind wird unsere Kritik und Selbstkritik nicht etwa freudig begrüßen, sondern sie mit allen Mitteln bekämpfen. Nur unsere falsche oder unvollkommene Kritik und Selbstkritik wird der Feind begrüßen, weil sie uns von unserem revolutionären Weg abbringt und damit nicht uns, sondern unseren Klassenfeinden nützen. Und selbst, wenn die Agenten der Bourgeoisie innerhalb unserer eigenen Reihen unsere Kritik und Selbstkritik in Worten „begrüßen“, so tun sie dies nicht aus ehrlicher Überzeugung, sondern nur aus Gründen ihrer Tarnung. Wir dürfen den Neo-Revisionisten also niemals erlauben, dass sie die von uns korrekt angewandte Waffe der Kritik und Selbstkritik gegen uns selbst richten. Auf der Grundlage a) der Vertuschung von Fehlern der Komintern und der Kominform und b) ihrer halbherzigen, fehlerhaften oder unvollständigen „Korrektur“, kann man diese beiden unverzichtbaren Instrumente des Weltproletariats und der kommunistischen Weltbewegung nicht wieder aufbauen. Wir wollen und müssen die Komintern und die Kominform wieder aufbauen. Das tun wir aber nur auf den soliden Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus, durch korrekte Anwendung des bolschewistischen Prinzips von Kritik und Selbstkritik.

Was war richtig und was war falsch?

Die Kominform befand sich anfangs zweifellos in den Händen Stalins.

Aber – im Gegensatz zur vorherrschenden Meinung - hatten die modernen Revisionisten bereits zu seinen Lebzeiten ihre Hände im Spiel. Die Kominform wurde von Anfang an von den modernen Revisionisten unterwandert und hintertrieben , um dann nach Stalins Tod vollkommen in die Hände der modernen Revisionisten zu fallen. Fast alle Kominform-Delegierten waren nur in Worten "Stalinisten" und zwar von Anfang an. Im historischen Rückblick zeigt sich an Hand von Fakten, dass kein einziges Mitglied der Kominform den Weg Stalins, den Weg des Marxismus-Leninismus gegangen ist. Sie entpuppten sich früher oder später als erklärte Stalingegner und bekleideten leitende Posten innerhalb des revisionistischen Weltlagers. Die meisten Delegierten der Kominform waren Verräter an der Revolution und dem Sozialismus, Verräter an der Sowjetunion lenins und Stalins, Verräter am sozialistischen Albanien unter Führung des Genossen Enver Hoxha. Und hier verläuft unsere Demarkationslinie nicht erst nach dem Tod des Genossen Stalin. Die Weichenstellung der Machteroberung der Revisionisten begann schon davor.

Im Zeitalter des Internets lassen sich gerade junge Menschen von Bildern und insbesondere von historischen Bildern stärker beeinflussen als von geschriebenen Texten, was sich die Bourgeoisie mit ihren vielschichtigen Manipulationen ausgiebig zu Nutze macht. Wer in dieser Welt die materielle Macht hat, der herrscht auch über das Internet und damit über die Macht der Desinformation. Da sind zum Beispiel viele Bilder aus der Zeit der Kominform und des sozialistischen Weltlagers zu sehen, die den Eindruck der Authentizität erwecken sollen, dass sie die damalige Wirklichkeit 1:1 exakt widerspiegeln würden. Man nennt das visuelle Verklärung (rosarote Brille) der Geschichte. Die Wirklichkeit war aber längst nicht so wie sie auf den Propagandabildern der Revisionisten dargestellt wurde. Auch unsere Genossinnen und Genossen sind nicht frei davon, solche historischen Bilder nicht kritisch genug zu betrachten. Man darf sich nicht irgendwelchen Wunschvorstellungen hingeben, sondern muss die Geschichte so betrachten wie sie war, also nicht subjektiv sondern objektiv. Illusionen sind für die Weltrevolution noch nie ein guter Ratgeber gewesen.

Nehmen wir die gegenwärtigen Kriegsvorbereitungen des Weltimperialismus als Beispiel, wozu auch die Kriegstreiber der russischen Imperialisten unter Führung von Putin gehören. Putin versucht ja nicht nur die Faschisten auf seine Seite zu ziehen, sondern auch die Sozialfaschisten vor seinen Karren zu spannen. Wie stellt Putin dies an? Äußerst geschickt, denn er war schließlich KGB-Offizier. Die Sozialfaschisten haben von ihm den Auftrag erhalten, die verbrecherische Umwandlung des sozialistischen Weltlagers in ein revisionistisches Weltlager hinter dem Banner Stalins verschwinden zu lassen, um die Stalinisten wie Hasen in die Küche Putins zu locken. Die Sozialfaschisten setzen diese alten Bilder aus der Zeit der Kominform ein, um über die damalige Heuchelei der Revisionisten gegenüber Stalin hinwegzutäuschen, und schließlich die Verbrechen der Revisionisten als "Verdienste Stalins" hinzustellen. Putin hatte seinen Aufstieg zur Macht niemand Anderem zu verdanken als den Sowjetrevisionisten und die Stalinisten sollen dazu auch noch Beifall klatschen ! Wer sich weigert, Beifall zu klatschen und Putins Demagogie und die Demagogie seiner sozialfaschistischen Lakaien durchschaut hat, wird als "Trotzkist" beschuldigt. Diese Beschuldigungen kommen aus dem Lager der Neo-Revisionisten - insbesondere gegen die Komintern (SH). Die Neo-Revisionisten sind Handlanger eben solcher Führer des Imperialismus, wie es Putin einer ist. Was wir damit sagen wollen, das ist Folgendes: Die kritische Haltung gegenüber der Kominform ist kein Geschichtsthema, nur um unsere historischen Kenntnisse aufzufrischen oder zu erweitern. Es geht nicht nur um eine Haltung, sondern um die Anwendung einer ideologische Waffe im heutigen Klassenkampf, die uns auf dem Weg zum Sieg der sozialistischen Weltrevolution den Weg frei schießt. Die Analyse, Auswertung und Verallgemeinerung der positiven wie negativen Erfahrungen mit der Kominform sollen uns letztlich in die Lage versetzen, die Kommunikation und Zusammenarbeit der Sektionen der Komintern (SH) unter den zukünftigen Bedingungen des Weltsozialismus auf eine höhere Stufe zu heben.


Aus all diesen Gründen ist es daher notwendig, diesen so genannten "Sozialismus" der Revisionisten zur Zeit der Kominform, zur Zeit des Entstehens der Volksdemokratien genauer unter die Lupe zu nehmen - mit der marxistischen Methode des historischen und dialektischen Materialismus. Niemals dürfen wir Stalinisten-Hoxhaisten dabei vergessen, dass sich aus dem nationalistischen Weg zum Sozialismus", also auf dem bürgerlichen Weg zum "Sozialismus", unvermeidlich der Sozialfaschismus entwickeln musste mit seinen gegenwärtigen Folgeerscheinungen, wie sie im reaktionären Nationalismus, Fremdenhass offenen Faschismus, etc in den ehemaligen Ostblockstaaten ins Auge fallen.



Kommen wir zurück zur Kominform.

Im Endergebnis wurde Stalins Kominform von den modernen Revisionisten aufgelöst, so wie dies bereits vorher mit der Komintern Lenins und Stalins geschehen war. Es waren die modernen Revisionisten in den einzelnen Ländern des Ostblocks, die den Weg der Volksdemokratien zum Sozialismus von unten zerstört haben. Und es waren die Sowjetrevisionisten, die das sozialistische Lager Stalins von oben zerstört haben. Diejenigen modernen Revisionisten, die sich durch Heuchelei in der Kominform den Säuberungsaktionen Stalins (von oben UND unten) entzogen, waren auch die Gleichen, welche später die verbrecherischen Säuberungsaktionen gegen uns Stalinisten zu verantworten hatten.

Kurz: unsere wissenschaftliche Arbeit über die Wahrheit der Kominform muss fortgesetzt werden unter Berücksichtigung neuer Erkenntnisse, was natürlicher Weise unvermeidlich selbstkritische Korrekturen unserer gegenwärtigen kritischen Einschätzung zur Folge hat.

Wir verteidigen die Kominform also nicht in Bausch und Bogen, genauso wenig wie wir sie in Bausch und Bogen kritisieren. Wir schauen etwas genauer hinter die Kulissen. Wir verteidigen nur das, was an der Kominform stalinistisch war, während wir alles Andere kritisieren, was wir an ihr für revisionistisch halten, nämlich "stalinistisch" in Worten und anti-stalinistisch in Taten.

1956, mit dem XX. Parteitag der KPdSU saßen die modernen Revisionisten fest im Sattel und konnten somit ihre bisherige Maske des "Stalinismus" vollständig und endgültig fallen lassen, die sie noch in der Kominformzeit gebraucht hatten. Und folgerichtig war das Jahr 1956 nicht zufällig das Jahr der Auflösung der Kominform, wurde die Kominform als "Relikt der unseeligen Stalinzeit" endgültig begraben.


Auf den Grundlagen der Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus wird die Komintern (SH) die Kritik am modernen Revisionismus auch in der Frage der Kominform fortsetzen. Uns ist bewusst, dass wir damit den Unmut der Neo-Revisionsiten auf uns ziehen, die in unserer kritischen Haltung zur Kominform eine weitere "Bestätigung" unseres angeblichen "Verrats" am Marxismus-Leninismus nachzuweisen versuchen. Wir werden unser ideologisches Niveau aber nicht ihnen zu Liebe herunter schrauben, und schon gar nicht bis auf die unterste Stufe der Neo-Revisionisten, auf der sie ihre Unfähigkeit zur ideologisch inhaltlichen Auseinandersetzung durch Schimpfereien und Beleidigungen kompensieren, genaus so wie sie es von den modernen Revisionisten gelernt haben.

Lasst die Neo-Revisionisten kläffen so laut und so viel sie wollen. Wir dagegen halten unseren stalinistisch-hoxhaistischen Kurs, um unsere revolutionären Ziele zu verwirklichen.

Es ist unsere Pflicht, die von den modernen Revisionisten gefälschte Geschichtsschreibung über die Kominform völlig auf den Kopf zu stellen. Damit setzen wir die von uns begonnene ideologische Entwaffnung der Neo-Revisionisten fort, schlagen wir ihnen eine ideologische Waffe nach der anderen aus der Hand.


Der Neo-Revisionismus in der Frage der Kominform besteht darin, ihren Sieg über den Titoismus in Worten anzuerkennen, aber gleichzeitig den Verrat aller anderen modernen Revisionisten im sozialistischen Weltlager zu verschweigen bzw. zu rechtfertigen, die sich - insbesondere in der Kominform - hinter dem Kampf gegen den Titoismus verbargen, um diesen nach Stalins Tod zu rehabilitieren.

Neo-Revisionismus ist "Anti-Titoismus" in Worten und Titoismus in Taten.

Neo-Revisionismus ist die Rechtfertigung der Anwendung von revisionistischen Mitteln im anti-revisionistischen Kampf.

Wer Revisionismus mit Revisionismus zu bekämpfen versucht, kämpft in Wahrheit gegen den Stalinismus-Hoxhaismus.

Seinen eigenen Revisionismus (zum Beispiel den von Dimitroff) hinter dem Revisionismus der Anderen zu verbergen (zum Beispiel den des Titoismus) , das ist Neo-Revisionismus.

Neo-Revisionismus ist "Anti-Revisionismus" in Worten und Revisionismus in Taten.

Wenn jemand unseren Kampf gegen den Neo-Revisionismus als Dogmatismus und Sektierertum bezeichnet, dann rufen wir ihm die Worte Enver Hoxhas zu:

«Nimm die revisionistische Brille ab, dann wirst du klarer sehen!»




Bevor wir direkt auf die Kominform eingehen, wollen wir uns mit dem sozialistischen Weltlager beschäftigen, in dem die Kominform gewirkt hat.


Was ist das sozialistische Weltlager?


Die kommunistische Weltbewegung war geschwächt worden durch den Krieg im Allgemeinen und durch die Auflösung der Komintern im Besonderen, was sich mit dem Sieg im Zweiten Weltkriegs schlagartig änderte. Wie bereits am Ende des Ersten Weltkriegs, so auch am Ende des Zweiten Weltkriegs, dehnte sich die kommunistische Weltbewegung weiter aus. Die Sowjetunion ging aus dem Zweiten Weltkrieg gestärkt hervor und wurde insbesondere durch die Schaffung des sozialistischen Weltlagers zu einem noch mächtigeren Hebel der kommunistischen Weltbewegung im Allgemeinen und der sozialistischen Weltrevolution im Besonderen.

Enver Hoxha bezeichnete die Bildung des sozialistischen Weltlagers als "das größte Ereignis seit der Oktoberrevolution." (Enver Hoxha, in: "Eurokommunismus", Seite 19)

Konkret seit der unmittelbaren Nachkriegszeit wird das sozialistische Weltlager im engeren Sinne verstanden als das Lager der vom Faschismus befreiten und von der Sowjetunion geführten Länder. Stalins Lehre von der Schaffung des sozialistischen Weltlagers, der Übergang von der Periode des "Sozialismus in einem Land" zur Periode der Bildung des Zusammenschlusses mehrerer sozialistischer Staaten, und damit die Vergrößerung des sozialistischen Weltlagers, das ist eine der Säulen des Stalinismus. Die leninistische Lehre vom "Sozialismus in einem Land" basiert ursprünglich auf der Wiederlegung der trotzkistischen "Theorie von der Unmöglichkeit des Sozialismus in einem Land".

Was die weitere historische Entwicklung des Trotzkismus in dieser Hinsicht betrifft, so hielt der Trotzkismus den "Sozialismus in einem Land" für "unmöglich". Als er aber trotz der Trotzkisten aufgebaut wurde, da schufen sich die Trotzkisten ihre "Opposition", um den Weg des Sozialismus in die Bahnen der Restauration des Kapitalismus zu lenken. Als Stalin die Trotzkisten dann aufs Haupt schlug und als der gemeinsame Aufbau des Sozialismus in mehreren Ländern schließlich möglich wurde durch den Sieg im Großen Vaterländischen Krieg, da bedienten sich die Trotzkisten ihrer spalterischen Methoden, um die Sowjetunion Lenins und Stalins zu isolieren, zu schwächen und zu liquidieren, das sozialistische Lager zu spalten und es dem imperialistischen Weltlager auszuliefern, zum Beispiel mit dem Spaltpilz namens Tito. Heute ist es möglich, den Weltsozialismus direkt nach dem Sturz des Weltimperialismus aufzubauen, weswegen die Trotzkisten auch diese Möglichkeit leugnen, so wie sie einst den Sozialismus in "einem" Land leugneten. Wühlarbeit innerhalb der kommunistischen Weltbewegung , um sie zu spalten und zu zersetzen - diese liquidatorische Linie befolgten die Trotzkisten in der Zeit bereits vor dem ersten sozialistischen Staat, dann im Sozialismus in "einem" Land, und schließlich setzte der Trotzkismus seine Wühlarbeit im sozialistischen Lager fort. Und heute? Heute setzen die Trotzkisten ihre liquidatorische Linie fort im Kampf gegen die Komintern (SH) für die sozialistische Weltrevolution, für den Weltsozialismus und Weltkommunismus.

Stalins Lehre von der Schaffung des sozialistischen Weltlagers, der revolutionäre Übergang vom "Sozialismus in einem Land" zum „Sozialismus mehrerer Länder“ , das ist eine der Säulen des Stalinismus.

Der Stalinismus-Hoxhaismus lehrt, dass die modernen Revisionisten die leninistische Losung vom "Sozialismus in einem Land" als Deckmantel und zur Tarnung für ihren bürgerlich-nationalen Weg zum "Sozialismus" missbrauchten. In der Nachkriegszeit war die alte leninistische Losung vom "Sozialismus in einem Land" durch die Bildung des sozialistischen Lagers bereits überholt, weil die Sowjetunion nicht mehr alleine war. Mit dem "Sozialismus in einigen Ländern" hatte Stalin direkt Kurs genommen auf den "Sozialismus in allen Ländern der Welt" ! Und eben das haben die modernen Revisionisten in den Volksdemokratien mit ihrer Konzeption vom bürgerlichen "nationalen Weg zum Sozialismus" verhindert (allen voran Tito) . Gleichzeitig nahmen die Sowjetrevisionisten Kurs auf die Unterwerfung der Volksdemokratien und verwandelten diese schließlich in ihre Wasallenstaaten.

Der Stalinismus-Hoxhaismus unterscheidet den Sozialismus in "einem" Land vom Sozialismus in einem Land – also erstens mit Anführungsstrichen und zweitens ohne Anführunsgsstriche, wobei ein sozialistisches Land mit Anführungsstrichen von kapitalistischen Staaten umgeben ist, während ein sozialistisches Land ohne Anführungsstrichen von sozialistischen Ländern umgeben ist. Das sozialistische Weltlager in der Nachkriegszeit bestand also im Gegensatz zu früher sowohl aus Grenzen zu kapitalistischen Ländern als auch aus Grenzen zu sozialistischen Ländern.


Als die Sowjetunion noch das einzige sozialistische Land auf der Welt war, definierten Lenin und Stalin das sozialistische Weltlager noch als das von der Sowjetunion geführte Bollwerk der kommunistischen Weltbewegung gegen den Kapitalismus, als Lager aller vom Weltproletariat vereinigten Kräfte, durch die die Epoche des Weltkapitalismus beendet und durch die Epoche des Weltsozialismus abgelöst wird.

Unter den Bedingungen der Globalisierung hat sich auch der Begriff vom sozialistischen Weltlager verändert . Die Komintern (SH) verwendet hierfür den neuen Begriff des weltsozialistischen Lagers.

Diese neuen weltsozialistischen Staaten, die das Ergebnis des Sieges des Weltproletariats über den Weltimperialismus sind, unterscheiden sich qualitativ von den früheren sozialistischen Staaten der ersten Periode des Sozialismus. Sie sind nicht mehr solche sozialistischen Staaten, die wie in der Vergangenheit von der Unvermeidlichkeit der Restauration des Kapitalismus bedroht sind. Sie sind also nicht mehr jene sozialistischen Nationalstaaten, die mit den kapitalistischen Staaten auf Leben und Tod koexistieren müssen. Sozialistische Weltstaaten sind nicht mehr von feindlichen kapitalistischen Staaten umgeben, sondern entwickeln sich in wahrhaft gegenseitiger friedlicher Koexistenz im Geiste des sozialistischen Internationalismus. Diese weltsozialistischen Staaten werden sich zu einer Föderation von Sowjetrepubliken zusammenschließen, die sich letztlich in einem einzigen sozialistischen Weltstaat verschmelzen werden. Dem sozialistischen Weltstaat, der aus dem Verschmelzungsprozess der Föderation von Sowjetrepubliken hervorgegangen ist, folgt dann der Prozess der Auflösung des sozialistischen Weltstaates, womit der letzte existierende Staates auf dieser Erde im Weltkommunismus verschwunden sein wird.

In meinem Artikel zum 50. Jahrestag der Konterrevolution in Ungarn (1956) schrieb ich über die beiden revisionistischen Hauptrichtungen im sozialistischen Weltlager:


"Wir müssen ans Licht bringen, dass sich damals die Revisionisten nicht nur Jugoslawiens und der Sowjetunion, sondern ausnahmslos alle einig waren, den Sozialismus, den Marxismus-Leninismus, die Arbeitermacht zu zerschlagen. Alle inneren und äußeren Revisionisten waren – auch wenn sie dabei ihre eigenen, besonderen Interessen vertraten, an der Konterrevolution in Ungarn beteiligt ( nicht unerwähnt zu lassen: der revisionistische Einfluss durch Togliattis Interview). Insbesondere war die Konterrevolution zwischen den Titoisten, hinter denen das Weltkapital stand, und den Chruschtschow-Revisionisten, den Vertretern des russischen Sozialimperialismus, vorher abgesprochen und arbeiteten sie auch während und nach der Konterrevolution zusammen und zwar sowohl geheim als auch offen. Es gab zwei Hauptrichtungen im Lager der modernen Revisionisten. Die eine Richtung, die stärkere Richtung, stützte sich auf den sowjetischen Revisionismus, der sich mit der „Fortsetzung“ der Tradition der ruhmreichen Sowjetunion Lenins und Stalins tarnte, um alle Verbündeten in Vasallen des russischen Sozialimperialismus zu verwandeln und als starkes imperialistisches Bollwerk aufzutreten mit dem Ziel des Kampfes gegen den Marxismus-Leninismus, gegen den Sozialismus, gegen die Revolutionen in einzelnen Ländern und gegen die Weltrevolution. Die andere Richtung vertrat das gleiche Ziel, aber in Rivalität zum Sowjetrevisionismus. Insbesondere Tito, aber auch Togliatti und andere revisionistische Führer wie später auch Mao, versuchten, ihren Revisionismus auf eigenem, unabhängigen Wege, in Abgrenzung von der sowjetischen Revisionisten-Clique, umzusetzen. Beide revisionistischen Hauptrichtungen dienten dem Weltkapitalismus, die Kettenglieder des Sozialismus zu schwächen, zu spalten, zu liquidieren, den Kommunismus zu begraben. Alle Revisionisten waren sich einig, im Namen des „Sozialismus“ und des „Marxismus“ aufzutreten, um den wahren Marxisten-Leninisten ihren revisionistischen Verrat am Kommunismus in die Schuhe zu schieben. Alle modernen Revisionisten bewarfen unsere Führer, Genosse Stalin und Enver Hoxha, mit Dreck und stellten sie als "Verbrecher "hin. Unsere marxistisch-leninistischen Führer sollten die Sündenböcke für all die konterrevolutionären Taten der modernen Revisionisten sein."


Nachdem die Großbourgeoisie in den volksdemokratischen Ländern die Flucht ins Ausland ergriff, bildete sich dort die revisionistische, neue Bourgeoisie heraus.

Hatte die nach der Revolution aus Russland geflüchtete Großbourgeoisie noch die ausländischen Interventionisten zur Hilfe rufen können, so war es die Sowjetunion Stalins, die mit ihrer Roten Armee die die volksdemokratischen Staaten vor militärischen Überfällen der ausländischen Imperialisten schützte. Es war die Sowjetunion Stalins, die die Unantastbarkeit der Volksdemokratien garantierte und nicht so sehr die Arbeiterklasse im eigenen Land, so wie dies in Albanien der Fall war. Die Volksdemokratien haben ihre Existenz allein der Roten Armee zu verdanken und waren selber weder aus der sozialistischen Revolution hervorgegangen, noch in einem darauf folgenden Bürgerkrieg gestählt worden. Die Arbeiterklasse in den Volksdemokratien errichtete nicht die Diktatur des Proletariats nach dem Vorbild der Oktoberrevolution, sondern wurde von einer aus Revisionisten und Sozialdemokraten vereinigten Partei geführt, womit es ihr unmöglich gemacht wurde, den Sozialismus unter der Herrschaft der Arbeiterklasse aufzubauen. Die Arbeiterklasse verfügte nicht wie in der Sowjetunion über eine gestählte bolschewistische Partei neuen Typs. Das war die entscheidende Schwäche der Volksdemokratien und erleichterte es den modernen Revisionisten ihre Macht in Händen zu halten und auszubauen.

Statt am Aufbau des Sozialismus waren die Revisionisten in den Volksdemokratien in erster Linie an der Wirtschaftshilfe des Molotow-Plans interessiert, um sich zu bereichern, um damit im eigenen Land den Kapitalismus aufzubauen. Sie waren am sozialistischen Weltlager nur so weit interessiert, als sie daraus Vorteile für sich herauspressen konnten. Ja, herauspressen. Nach allen Regeln der Kunst nutzten die revisionistischen Führer der Volksdemokratien die Widersprüche und Konflikte zwischen den USA und der Sowjetunion aus, welche Geld in diese Länder hineinpumpten, um sie einerseits in ihren Machtbereich einzugliedern, bzw., andererseits, diese zufrieden zu stellen, damit sie als Wasallenstaaten im Machtbereich der sowjetischen Sozialimperialisten verbleiben. Die Schwüre auf Stalin verstummten nach seinem Tod. Aber zu leiden hatten die revisionistischen Führer der Volksdemokratien eigentlich nie, denn was ihnen durch die Versklavung durch die Sowjetrevisionisten an Profiten weggeschnappt wurde, das pressten sie aus dem eigenen Volk durch doppelte Ausbeutung heraus. So begannen die revisionistischen Volksdemokratien - erst Jugoslawien und dann alle anderen folgend - , sich die Kredite aus dem kapitalistischen Weltlager zu verschaffen, wandten sie sich für einpaar Dollars zuerst von Stalin ab und sodann auch allmählich von den Sowjetrevisionisten, deren Macht durch ihre eigene Restauration des Kapitalismus ihrem Zusammenbruch entgegen ging. Der Internationalismus Stalins unterschied sich vom Nationalismus der revisionistischen Volksdemokratie dadurch, dass er an der marxistisch-leninistischen Politik in der nationalen Frage festhielt, die er auch beim Aufbau und der Zusammenarbeit der Sowjetrepubliken so erfolgreich umgesetzt hatte. Selbstkritisch hatte Stalin 1947 den Fehler erkannt und rückgängig gemacht, gemeinsame Gesellschaften mit den volksdemokratischen Bruderländern zur Ausbeutung der Bodenschätze zu schaffen. Stalin dachte und handelte selbstlos bei der Gewährung der Wirtschaftshilfen, während Chruschtschow zum Schaden des sozialistischen Weltlagers den kapitalistischen Weg der rücksichtslosen Ausbeutung der Volksdemokratien verfolgte. So wurde der RGW Stalins von den Sowjetrevisionisten in ein Instrument der Kontrolle und Ausbeutung der Mitgliedsländer verwandelt. Stalin hat nicht - wie ihm zu Unrecht vorgeworfen wurde - , Einflusssphären mit den Imperialisten nach der Kapitulation der Hitlerfaschisten abgesteckt, sondern im Gegenteil, er hatte alle Länder der Welt vor dem Zugriff der Imperialisten beschützt.


Das sozialistische Weltlager, welches Stalin geschaffen hatte, war der größte Sieg des Kommunismus nach dem Sieg der Oktoberrevolution. Aber die Geschichte bewies, dass das sozialistische Weltlager sich – bis auf Albanien – vom Weg des Sozialismus immer weiter entfernte, bis die Macht der modernen Revisionisten errichtet wurde und sich das sozialistische Weltlager nach Stalins Tod in ein revisionistisches Weltlager verwandelte und schließlich vom Weltimperialismus aufgelöst wurde. Der Verfall der Kominform war das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen den Weltimperialisten und ihren revisionistischen Lakaien, durch die das sozialistische Weltlager Stalins liquidiert wurde. Das Einzige, was an das sozialistische Weltlager noch erinnerte, war der Name "Sozialismus", hinter dem sich in Wahrheit der Kapitalismus verbarg, welcher sich auswuchs zum Sozialimperialismus und Sozialfaschismus, um dann schließlich als reife Frucht auf den Boden der Alleinherrschaft des Weltimperialismus zu fallen. Dies wirkte sich nicht nur negativ auf die kommunistische Weltbewegung aus, sondern auch auf die revolutionäre Befreiungsbewegung in den unterdrückten Ländern und ehemaligen Kolonien (so geannnte "Stellvertreterkriege" der Imperialisten und Sozialimperialisten). 1949 Gründung der NATO und Anzettelung des Koreakriegs durch die amerikanischen Imperialisten.


Die Kominform war eine Schöpfung des Genossen Stalin, eine internationale Organisation zum Aufbau und zur Stärkung des sozialistischen Weltlagers. Der Tod Stalins bedeutete auch den Tod der Kominform, die von Führern des modernen Revisionismus erobert wurde, die sie schließlich liquidierten. Es waren die gleichen revisionistischen Kräfte, die zuvor die Komintern liquidiert hatten.

Man kann die Komintern nicht wieder korrekt aufbauen, ohne sowohl die Fehler der Komintern als auch die der Kominform offen zu legen, selbstkritisch Rechenschaft darüber abzulegen, dass wir Stalinisten-Hoxhaisten erst jetzt einen klaren Schlussstrich unter den Verrat der revisionistischen Kominformmitglieder ziehen.

Wir sprechen hier wohlgemerkt von der gleichen erdrückenden Mehrheit der revisionistischen Kominform-Vertreter, die in personeller Hinsicht zum Teil sogar identisch waren mit den Vertretern der revisionistischen Parteien in der Komintern. [Beispiel KP Italiens: Togliatti (alias Ercoli)].

Genauso wie wir die Auflösung der Komintern kritisert haben, so kritisieren wir hiermit auch die Auflösung der Kominform, welche Stalin im Kampf gegen den modernen Revisionismus geschaffen hatte. Unsere dringend notwendige kritische Revision der bisher in der kommunistischen Weltbewegung allgemein üblich vertretenen Einschätzung der Kominform zu torpedieren, das macht eben den Verrat der Neo-Revisionisten aus. Es ist nicht falsch, Fehler zuzugeben, sondern auf Fehlern zu beharren. Darin unterscheidet sich der Stalinismus-Hoxhaismus heute vom Neo-Revisionismus. Denn es sind heute die Neo-Revisionisten, die diesen Verrat der revisionistischen Kominformverteter verteidigen und uns Stalinisten-Hoxhaisten beschimpfen, weil wir damit angeblich das "Ansehen" der Kominform in den Dreck ziehen wollten. Das Ansehen der Kominform können nur Revisionisten und ihre Nachfolger, die Neo-Revisionisten in den Dreck ziehen, aber nicht wir Stalinisten-Hoxhaisten. Wir haben von Anfang an die revolutionäre Linie von Stalin und Enver Hoxha gegen die Neo-Revisionisten verteidigt. Es sind jedoch die Neo-Revisionisten, die in Worten die Kominform "verteidigen", indem sie die Heuchelei der Revisionisten gegenüber Stalin und der Sowjetunion rechtfertigen und in Schutz nehmen. So wollen sie die modernen Revisionisten ungeschoren davon kommen lassen, um ihr Erbe ungestört anzutreten, nämlich das Erbe des revisionistischen Verrats an der Revolution und dem Sozialismus. Man kann den Neo-Revisionismus nicht besiegen, wenn man nicht seine Wurzeln ausreißt, die sich in der Komintern und dann weiter in der Kominform ausgebreitet hatten.

Die Komintern (SH) betrachtet die Geschichte der Kominform aus Sicht der Notwendigkeit der Wiedergründung der Komintern auf den Prinzipien des Marxismus-Leninismus – einen anderen Standpunkt kann und darf man als Stalinist-Hoxhaist nicht einnehmen wie das etwa die Neo-Revisionisten tun. Die Kominform kann im marxistisch-leninistischen Sinne als nichts Anderes betrachtet werden, als ein Hilfsmittel, als ein Schritt auf dem Weg zur Wiedergründung der Komintern - alles Andere ist Revisionismus.

Zur Beurteilung der Kominform ist also entscheidend, dass bei der Gründung der Kominform keinerlei Konsequenzen aus der revisionistischen Entartung und Auflösung der Komintern gezogen wurde, die nach unserer Auffassung nur darin bestehen konnte, die Komintern wieder aufzubauen auf den Grundlagen des Leninismus-Stalinismus.

Das marxistisch-leninistische Prinzip des Bürgerkrieges lautet:

Kann der Krieg nicht verhindert werden, ist er bereits ausgebrochen, dann muss er durch die sozialistische Revolution, vermittels des revolutionären Bürgerkrieges beendet werden.

Dieses Prinzip ist auch im Weltmaßstab anwendbar.

Es wurde unter der Führung von Lenin im 1. Weltkrieg siegreich angewandt. Es siegte die Oktoberrevolution, der aus ihr hervorgegangene Bürgerkrieg in Russland, und es konnte nicht nur mit dem Aufbau des Sozialismus im ersten Land der Welt begonnen werden, sondern auch die sozialistische Weltrevolution voran getragen werden durch die Unterstützung des Bürgerkriegs in Deutschland und anderen Ländern, die am Ersten Weltkrieg beteiligt waren. Die Komintern Lenins und Stalins diente der sozialistischen Weltrevolution. Das marxistisch-leninistische Prinzip des Bürgerkrieges behielt seine Bedeutung.

Im Zweiten Weltkrieg wurde es erfolgreich angewandt unter der Führung Stalins. Der Sieg der Roten Armee über den Hitlerfaschismus verschaffte der Sowjetunion eine Weltmachtstellung, die es Stalin ermöglichte, das sozialistische Weltlager aufzubauen.

Anstatt den Zweiten Weltkrieg für den Sieg der sozialistischen Weltrevolution zu nutzen und das bolschewistische Prinzip des revolutionären Weltbürgerkriegs anzuwenden und das Weltproletariat ideologisch, politisch und militärisch auf die entscheidende Schlacht gegen die Weltbourgeoisie vorzubereiten, schlug der 7. Weltkongress unter Führung von Dimitroff den verräterischen Weg des Paktierens mit der Bourgeoisie ein, stellte den Kampf für die sozialistische Weltrevolution ein und fiel mitten im Zweiten Weltkrieg durch ihre Auflösung der Sowjetunion Stalins in den Rücken. Die Liquidierung der Komintern hatte verheerende Folgen nicht nur für die gesamte kommunistische Weltbewegung, sondern wirkte sich auch zersetzend aus bei der Schaffung des stalinistischen Weltlagers. Dies zeigte sich bereits 4 Jahre nach der Auflösung der Komintern, also bei der Gründung der Kominform. Die kommunistische Weltbewegung hatte ihre führende Weltpartei verloren und überließ die kommunistischen Parteien ihrem Schicksal, was den bürgerlichen Einflüssen wie die des modernen Revisionismus, des Nationalismus, des Sozialdemokratismus usw. Tür und Tor öffnete. Inspiriert von der Dimitroffschen Volksfrontpolitik hatten sich einige kommunistische Parteien bereits mit den Sozialdemokraten vereinigt, während andere kommunistische Parteien diese Vereinigung vorbereiteten. Stalin gründete die Kominform also zum Zeitpunkt dieses Vereinigungsprozesses, der den modernen Revisionisten zur Ergreifung ihrer Macht verhelfen sollte. Stalin war mit der Kominform gezwungen, diesem Machtstreben der modernen Revisionisten entgegenzuwirken, um somit die Gefahr abzuwenden für die Sowjetunion, für das stalinistische Weltlager, für die kommunistische Weltbewegung und letztendlich für die sozialistische Weltrevolution. Wäre die Komintern nicht liquidiert worden, wäre die Gründung der Kominform nicht nötig gewesen. Ihre Gründung wurde unvermeidlich eben durch die revisionistische Entartung der Komintern, war eine Folge des sich ausbreitenden modernen Revisionismus.

Im Vergleich zum Einfluss des modernen Revisionismus auf die Komintern nahm dessen Einfluss innerhalb des stalinistischen Weltlagers eine neue Qualität an, weil die Parteien in den so genannten "Volksdemokratien" mit Hilfe der Roten Armee an die Macht kamen und zum ersten Mal mit entsprechenden staatlichen Machtorganen ausgestattet waren.

Wie sah es im sozialistischen Weltlager in der Zeit der Kominform aus?

Zwei Tendenzen, die sich ergänzten, hemmten den Aufbau des sozialistischen Weltlagers:

1. in den Volksdemokratien mussten noch große Hindernisse weggeräumt werden auf dem Weg zum Sozialismus . Man stand erst am Anfang.

2. in der Sowjetunion wurde der Einfluss der Sowjet-Revisionisten zu einer zunehmenden Gefahr der Restauration des Kapitalismus. Man stand bereits am Anfang des Endes.

Während der Kapitalismus in den Volksdemokratien zu allererst noch beseitigt werden musste, begannen die Sowjetrevisionisten bereits damit, den Kapitalismus zu restaurieren.

 

 

2. Die Kominform

- Zeittafel - organisatorische Struktur – Teilnehmer - Aufgabenstellungen - über die 3 Konferenzen – Auflösung der Kominform





Bereits am 27. Mai 1946, auf einem Treffen mit der jugoslawischen Regierungsdelegation unter Führung von Tito, hatte Stalin im Kreml einen Plan zur Schaffung der Kominform vorgestellt.

Vom 22. bis 27. September 1947 fand die Gründungskonferenz der Kominform in der polnischen Stadt Szklarska Poreba statt. Die Gründung des Kominform erfolgte offiziell am 30. September 1947.

Die zweite Konferenz der Kominform fand im Juni 1948 in Bukarest – Rumänien statt.

Die dritte Konferenz der Kominform tagte im November 1949 in Budapest – Ungarn.

Außerdem gab es 4 Sitzungen des Kominform-Sekretariats.

Alle Protokolle über Beschlüsse wurden angeblich (!) vom ZK der KPdSU (B) und Stalin persönlich geprüft.





Die Erste Konferenz der Kominform fand in Polen statt

vom 22. bis 27. September 1947

Vorsitz: Gomulka

Wladsylaw  Gomulka verlor sein Amt als Generalsekretär der polnischen Arbeiterpartei im Sommer 1948 (!). Nach einer umfassenden ‚Selbstkritik’ verlor er alle Ämter, wird aus der Regierung ausgeschlossen und sitzt von 1950 bis September 1954  im Gefängnis. An der Spitze der Gründungskonferenz der Kominform stand also ein Verräter !!! Gumulka war aber durchaus kein Einzelfall. Von Anfang bis Ende war die Kominform zusammengesetzt aus modernen Revisionisten, die ihre Ergebenheit gegenüber Stalin und der Sowjetunion geheuchelt hatten, um nach seinem Tod ihren Weg zu Ende zu gehen bis in den tiefsten Sozialfaschismus.

Teilnehmer an der Ersten Konferenz:

von Polen Gomulka und Minc (beides Revisionisten)

Minc, Hilary (1905-1974), polnischer Wirtschaftstheoretiker


[Bericht der Sowjetdelegierten an Stalin: „die Polen sind feige und wollen nicht assoziieren“]


aus Jugoslawien: Kardej und Djilas (Titoisten) [die sowjetische Delegation leitete folgende Mitteilung an Stalin: „Die Berichte von Kardej und Djilas machten einen sehr guten Eindruck“] (Diese Nachricht an Stalin, diese Lobhudelei gegenüber den Titoisten muss man sich auf der Zunge zergehen lassen!!).

Kardelj, Edvard (1910-1979);seit 1928 KP Mitglied; wird in der Parteischule In Moskau ausgebildet; 1941 Organisator des Partisanenkrieges in Slowenien; Mitglied des Obersten Kriegsrates; nach 1945 im ZK und Politbüro, enger Mitarbeiter Titos 1948-1954 Außenminister


aus Rumänien Dej und Anna Pauker Dej war Kollaborateur mit dem Westen; Anna Pauker wurde mit Zustimmung Stalins als Mitglied einer parteifeindlichen Gruppe aus der rumänischen Partei ausgeschlossen und 1953 inhaftiert. Sie war Delegierte des 7. Weltkongresses)


aus Ungarn: Farkas und József Révai (beides Revisionisten) - [ Bericht an Stalin: „Im Allgemeinen war Revais Bericht gut“.]

Revai, Jozsef (1888-1959), 1918 Gründungsmitglied der KP; nach Sturz der Räterepublik Emigration in die CSR; Mitglied des Exil ZK; 1930 Rückkehr nach Ungarn und Verhaftung; ab 1933/34 in der UdSSR Mitarbeiter des EKKI Apparates; 1937-1939 illegale Parteiarbeit in Prag; ab 1940 in der Propagandaabteilung der KOMINTERN; 1944 Rückkehr nach Ungarn; 1945-1948 ZK Sekretär in Budapest; 1945-1953 Minister für Volksbildung; später aus dem PB verdrängt .


aus Frankreich Duclos, Fajon, Georges Cogniot ( alle drei Revisionisten; Duclos= Delegierter des 7. Weltkongresses)


aus Italien Longo und Reale, Longo wurde Generalsekretär der revisionistischen italienischen KP, Reale war auch Revisionist) [Mitteilung an Stalin: „Bericht von Longo machte einen schmerzlichen Eindruck auf die Mehrheit der Teilnehmer“]

Reale, Eugenio (1905-1986) – trat 1956 aus der KPI aus.


aus Bulgarien Tscherwenkoff und Kostoff - (Beides Revisionisten)

Kostow, Traicho, D. (1897-1949); seit 1924 Mitglied des ZK der bulgarischen Kommunistischen Partei; Verhaftung, Freilassung 1929; arbeitet im Moskau im Balkansekretariat; organisiert während des Krieges den Partisanenkrieg gegen die Deutschen; im April 1942 verhaftet; 1944 aus dem Gefängnis befreit; ab 1933 Generalsekretär der Partisanenbewegung; stellvertretender bulgarischer Ministerpräsident (1949); wird verhaftet und am 14. Dezember 1949 hingerichtet.

und aus der Tschechoslowakei Slansky und Bashtevan. (Beides Revisionisten)

Die Beratungsteilnehmer kamen auf ihrer ersten Konferenz überein:

1. Ein Informationsbüro aus Vertretern der Kommunistischen Partei vorgenannter  Länder zu gründen.
2. Das Informationsbüro zu beauftragen, einen Erfahrungsaustausch zu  organisieren und nötigenfalls die Tätigkeit der kommunistischen Parteien auf  der Grundlage gegenseitigen Einvernehmens zu koordinieren.  
3. Dem Informationsbüro sollen je zwei Vertreter der entsprechenden  Zentralkomitees angehören, die von diesen zu ernennen und auszutauschen sind.
4. Das Informationsbüro soll eine gedruckte Halbmonatsschrift, später eine Wochenschrift herausgeben. Diese wird in französischer und russischer und  nach Möglichkeit auch in anderen Sprachen erscheinen.  
5. Das Informationsbüro soll seinen Sitz in Belgrad haben.



Warum wechselt Stalin den Sitz der Komintern ?

Moskau war und blieb auch während der Kominformzeit das Zentrum des sozialistischen Weltlagers. Trotzdem entschloss sich Stalin, den Sitz der Kominform nicht in Moskau zu installieren, sondern nach Richtung Westen zu verlegen, um damit mehrere Zeichen zu setzen:

1. gegenüber den amerikanischen Imperialisten, deren Strategie es war, ganz Europa zu einem anti-kommunistischen Bollwerk gegen die Sowjetunion zu machen.

2. gegenüber den neuen Volksdemokratien, deren Unabhängigkeit und Selbständigkeit damit unterstrichen werden sollte.

3. Auf jeder Kominform-Konferenz wurde der Sitz in ein neues Land verlegt. In Polen konstituierte sich die Kominform im Jahre 1947. Im darauf folgenden Jahr wurde der Sitz nach Bukarest verlagert, weil sich die eigentlich vorgesehene Verlegung nach Belgrad sich erübrigte durch deren Fernbleiben ab 2. Kominform Konferenz. Die dritte Konferenz fand im Jahre 1949 in Budapest statt.

Warum war ursprünglich Belgrad als Sitz der Kominform geplant? Damit wollte Stalin besser auf jenes Land Einfluss nehmen, welches sich bereits in jeder Hinsicht und auf allen Gebieten am weitesten von der Position der Sowjetunion entfernt und sich immer weiter dem Westen angenähert hatte. Stalin versuchte Tito im seinem eigenen Land kürzer an die Leine zu nehmen. Der Sitz in Belgrad wäre am besten geeignet, um die abweichende Linie in den westlichen Ländern mit der abweichenden Linie Jugoslawiens aufeinander prallen zu lassen, um dann erst die westlichen Parteien, sodann Jugoslawien und schließlich alle anderen Länder der Volksdemokratie wieder auf den korrekten Kurs des Stalinismus zu bringen. Im eigentlichen Sinne war die Kominform das Instrument Stalins, um die kommunistischen Parteien sowohl außerhalb als auch innerhalb des sozialistischen Weltlagers vom Einfluss des modernen Revisionismus zu befreien und die Abweichler hinauszusäubern. Die Kominform war das erste internationale Instrument der anti-revisionistischen Säuberungskampagne außerhalb der Sowjetunion. Der Kominform mehr Kontrollfunktion von Moskau aus geben zu können, entstand aus den diesbezüglichen negativen Erfahrungen mit der Komintern. Die Komintern-Führer hatten sich bereits zu sehr dem Einfluss Stalins entzogen. Die Reinigung der Komintern hatte sich als noch schwieriger erwiesen als die Reinigung der Kominform. Die Rechtsopportunisten im EKKI hatten die Komintern längst eingeschläfert und sie langsam sterben lassen, so dass sich Stalin zum Schluss entschied, ihrer Auflösung zuzustimmen. Auf der zweiten Konferenz der Kominform, der die Titoisten ferngeblieben waren und die umgehend ausgeschlossen wurden, wurde entschieden, den Sitz nach Bukarest zu verlegen, von wo aus dann die Köpfe der Verräter in Rumänien und Bulgarien rollten. Auf der 3. Kominform-Konferenz erfolgte dann die Verlegung des Sitzes nach Budapest. wo dann die Köpfe der ungarischen und tschechoslowakischen Revisionisten rollten.

Die Titoisten, die an der 1. Kominform-Konferenz noch teilgenommen hatten, weigerten sich, an der 2. Konferenz teilzunehmen, auf der sie dann auch aus der Kominform ausgeschlossen wurden.

Auf den Kominform-Konferenzen demonstrierten die modernen Revisionisten unterwürfig ihre Heuchelei gegenüber der Sowjetunion, der KPdSU (B) und vor Allem gegenüber Stalin !

Und in Taten kämpften die modernen Revisionisten ihrerseits gegen die Stalinisten. So wurde beispielsweise der polnische Kominform-Delegierte, Jakub Berman wegen seines „Stalinterrors“ aus der Partei ausgeschlossen, wurden die Stalinisten Gottwald aus der Tschechoslowakei und Bierut aus Polen von den Sowjetrevisionisten ermordet. All diese Verbrechen an den Stalinisten fanden noch während der Zeit der Kominform bzw. unmittelbar danach statt.

Außer Rakosi und Jakub Berman waren das größtenteils Vertreter des modernen Revisionismus, die an den Kominform-Konferenzen teilnahmen.

Was wir von Malenkov, Suslow, Judin und anderen Verrätern halten müssen, das haben wir von Enver Hoxha gelernt (Enver Hoxha: „Die Chruschtschowianer“!

Die Teilnehmer haben in ihrem Land auf eigene Faust gehandelt und sich immer mehr in Richtung modernem Revisionismus entwickelt. Größtenteils steckten sie schon tief im Sumpf des modernen Revisionismus.

Kominform-Vertreter der Tschechoslowakei war der Verräter Slansky, der ein Agent Titos, Trotzkist und Zionist war und 1952 zum Tode verurteilt wurde !

Clementis, Vladimir (1902-1951); Mitglied der Kommunistischen Partei seit 1924; ab 1953 KP-Abgeordneter; 1939 Exil in London; 1948 tschechischer Außenminister; 1949 ZK-Mitglied; 1951 verhaftet, im Slansky Prozess zum Tode verurteilt; am Dezember 1952 hingerichtet.

Was Togliatti betrifft, ist es für uns Stalinisten-Hoxhaisten eine glatte Provokation, dass er als Kominform-vertreter aufzutreten wagte, nachdem er einer der führenden Drahtzieher der Liquidierung der Komintern war! - Er hätte gar nicht teilnehmen dürfen. So wie noch viel zu wenig revisionistischen Verrätern der Prozess gemacht worden war, so hätte auch Togliatti zum Tode verurteilt werden müssen, und zwar wegen seines Verrats nicht erst während und nach der Kominform , sondern vorher allein schon wegen seines Verrats an der Komintern.

Die Kominform war nicht vom revolutionären Geist der Komintern Lenins und Stalins erfüllt. Die Delegierten waren hauptsächlich revisionistische Krämerseelen.

Man sehe sich die Figuren an, die da in der Kominform ihre revisionistische Politik gemacht haben: Suslow, Duclos, Togliatti und die revisionistischen Führer in Jugoslawien, Polen, Rumanien, Bulgarien usw. Eine Menge Spione und Agenten, deren Tätigkeit bis in die Zeit der Gestapo zurück verfolgt werden kann, waren Delegierte der Kominform, von denen wiederum einige hingerichtet wurden, nachdem sie 2 Jahre lang seit Bestehen der Kominform ihre Agententätigkeit ausgeübt hatten, ohne dass die Kominform davon irgendetwas gemerkt haben soll. Die Agenten, die in die Kominform geschickt wurden, wurden größtenteils hingerichtet, aber diejenigen, die sie in die Kominform geschickt verborgen gehalten haben und die dafür die eigentliche Verantwortung tragen, wie Tito und Dimitroff – sie alle wurden weder jemals zur Rechenschaft gezogen, noch verurteilt.

Keine der eingeladenen Parteien stand auf den festen Grundlagen des Marxismus-Leninismus. Alle waren weit entfernt von den Positionen der Komintern Lenins und Stalins.

Alle Spione und Agenten, die nach dem Ausschluss Jugoslawiens aus der Kominform verurteilt worden waren, wurden auf dem XX. Parteitag der KPdSU übrigens rehabilitiert.

Slánský (Tschechoslowakei) Prager Prozesse, Dezember 1952. Und was stand noch im Bericht von Malenkow an Stalin ? Darin wird Slanskys Bericht über die KP der Tschechoslowakei auf der Gründungskonferenz der Kominform ausdrücklich gelobt! Slansky war übrigens auch Delegierter des 7. Weltkongresses)

László Rajk (Ungarn) exekutiert am 15. Oktober 1949.

Kostoff, (Bulgarien) im November 1949 zum Tode verurteilt (als Delegierter der Kominform gerade einmal 1 Monat nach der 3. Konferenz der Kominform !!)

Lucrețiu Pătrășcanu (Rumänien) – wurde als Agent der Imperialisten hingerichtet

nicht unerwähnt bleiben soll der Kochi Xoxe Prozess in Albanien (dieser Verräter wurde erhängt im Mai 1949)

In den Prozessen ging es nicht um die persönliche Verfehlung der Angeklagten, sondern um die Verurteilung ihrer konterrevolutionären Tätigkeit für die Titoisten und deren imperialistischen Hintermänner. Wie überfällig die Purifizierung parteifeindlicher Elemente innerhalb des sozialistischen Weltlagers waren, zeigt sich selbst in der Kominform. Eine Reihe der Delegierten der Kominform wurden hingerichtet oder ins Gefängnis gesteckt. Solange Stalin Einfluss auf diese Prozesse gegen die Verräter nehmen konnte, folgte die Kominform offiziell dem Kurs Stalins. Als die Verräter dann umgekehrt Einfluss auf die Prozesse gewannen, nachdem die modernen Revisionisten immer mehr Machtpositionen erobert hatten, wurden die Stalinisten entmachtet, ins Gefängnis gesteckt oder ermordet. An diesen Säuberungsaktionen, welche insbesondere mit der Gründung der Kominform ihren Anfang nahmen, kann man ungefähr die Verwandlung der stalinistischen Kominform in eine anti-stalinistische Kominform ablesen. Die Anfangszeit der Kominform war eine Zeit des Höhepunkts des schärfsten Klassenkampfes zwischen den Stalinisten und den modernen Revisionisten. Mit der Auflösung der Kominform war der Kampf zwischen den Stalinisten und modernen Revisionisten nicht beendet. Die Prozesswellen zogen sich ungefähr bis zum XX. Parteitag der KPdSU hin. Spätestens danach wurden alle von den Stalinisten bestraften Verräter einer nach dem anderen rehabilitiert. Auch hieran lässt sich ablesen, wer zur Zeit der Kominform den Stalinisten und wer zu den Anti-Stalinisten gehörte.

Wie"friedlich" und "demokratisch" das Lager der modernen Revisionisten in Wirklichkeit war, das haben diese nicht nur mit ihrer Klassenversöhnung und Einstellung des Klassenkampfes gegen die Bourgeoisie unter Beweis gestellt, sondern auch mit ihrem sozialfaschistischen Terror gegen die Stalinisten im sozialistische Lager, innerhalb der kommunistischen Parteien, innerhalb der kommunistischen Weltbewegung. Diese anti-kommunistischen Verbrechen gegen die Stalinisten kommen in der bürgerlich-revisionistischen Geschichtsschreibung natürlich nicht vor. Hier ist es vor Allem die Komintern (SH), welche nicht erst mit dem XX. Parteitag der KPdSU ausnahmslos alle modernen Revisionisten ) an den Pranger stellt, sondern auch ihre Verbrechen während der Kominformzeit (und eben nicht etwa nur die Verbrechen der jugoslawischen Revisionisten!).

Shdanows Ermordung am 31. August 1948 fällt nicht rein zufällig zusammen mit dem Zeitpunkt des Auschlusses Jugoslawiens aus der Kominform. Noch im Januar des gleichen Jahres ist die jugoslawische Delegation in Leningrad von Shdanow herzlich empfangen worden, was in Moskau (Malenkow-Berija-Fraktion) nicht gerade mit Wohlwollen registriert wurde. Shdanow war übrigens im Politbüro zuständig für die Beziehungen zu den ausländischen kommunistischen Parteien.

Malenkow (anti-stalinistische Moskauer Malenkow/Berija-Fraktion im Konkurrenzkampf mit Shdanows Leningrad-Fraktion / Leningrader „Affäre“), Suslow (Breschnewianer)

Am 18. November 1947 gab es ein Treffen zwischen Stalin und Thorez

(anwesend: Molotow und Suslow)

Suslow war bei diesem also Gespräch anwesend. Das hinderte ihn aber auf der dritten Konferenz der Kominform nicht, entgegengesetzte revisionistische Auffassung zu vertreten und die anti-stalinistische These vom „Rechtssozialismus“ in seiner Resolution aufzunehmen, eine These, die Stalin in dem Gespräch mit Thorez scharf kritisiert hatte: „Die sozialdemokratischen Führer des linken Flügels sind die Agenten der Rechten“. (Stalin)

Diesen Kampf gegen das Versöhnlertum gegenüber dem „linken“ Flügel der Sozialdemokratie hatte Stalin schon viele Jahre vorher in der Komintern geführt. Daraus hat sich dann die Verschmelzung von kommunistischen und sozialdemokratischer Partei entwickelt, die Genosse Enver Hoxha einer scharfen Kritik unterzog. Unter dem Deckmantel der „Arbeitereinheitsfront“ erhielt die Ideologie des modernen Revisionismus durch diese Verschmelzung mit der Sozialdemokratie ihren organisatorischen Ausdruck - eine revisionistische Partei. Die revisionistische Ideologie des so genannten "Rechtssozialismus" dominierte nicht erst nach dem Tod Stalins, sondern hatte bereits zur seinen Lebzeiten in der Kominform einen bestimmenden Einfluss.



Die ZWEITE KONFERENZ DER KOMINFORM fand statt vom 19. bis 23. Juni 1948

Teilnehmer: B. Tscherwenkoff, Traicho Kostoff (Bulgarien – beides Revisionisten)

G. Bares, B. Geminder, V. Siroky, R. Slansky (Tschechoslowakei) (alles Revisionisten; Siroky war Delegierte des 7. Weltkongresses)

Geminder, Bedrich (1901-1952); seit 1921 Mitglied der KP; arbeitete im KOMINTERN Apparat in Moskau; nach 1945 Leiter verschiedener Sektionen des Parteisekretariats; 1951 verhaftet; zum Tode verurteilt und hingerichtet

M. Farkas, E. Gero, Matyas Rakosi (Ungarn) (bis auf Rakosi alles Revisionisten)

Farkas, Mihaly (1904-1985); ab 1921 Mitglied der tschechischen Kommunistischen Partei;1929-1937 leitend in der Jugendinternationale tätig; Teilnehmer am spanischen Bürgerkrieg (1935-1943); dort unter dem Decknamen ‚Michael Wolf’ tätig; Kandidat des EKKI Präsidiums; 1944 Rückkehr nach Ungarn; 1945-1953 Mitglied des Politbüros; 1948-1953 Verteidigungsminister; unter Rakosi Chef des Sicherheitsdienstes (AVO);1956 Parteiausschluss und Verurteilung

Gerö, Erno (1891-1980); seit 1918 Mitglied der Kommunistischen Partei; 1919 Flucht nach Wien; 1922 Rückkehr nach Ungarn; wird dort verhaftet und zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt; nach 2 Jahren in die UdSSR abgeschoben; ab 1924 KOMINTERN Berater in Frankreich und Belgien, dann NKDW Beauftragter im Spanischen Bürgerkrieg; während des Zweiten Weltkrieges Führungsmitglied der Exil-Partei in Moskau; nach 1945 ZK-Mitglied; im Politbüro für Wirtschafts- und Sicherheitsfragen zuständig; im Oktober 1956 Flucht in die UdSSR, 1962 wegen seiner Rolle in den Schauprozessen aus der Partei ausgestoßen; arbeitete später als Übersetzer.

J. Berman, A. Zawadski (Polen) (der Revisionist Zawadski hat Bierut nach dessen Ermordung abgelöst - Zawadzki, Aleksander (1899-1964); Vorsitzender des Zentralrats der polnischen Gewerkschaften, wird am 20. November 1952 Staatsratsvorsitzender. )

[ J. Berman (1901-1984); seit 1924 Mitglied der KP; ab 1925 im ZK; KOMINTERN Aufgaben in der SU; Führungsmitglied in der polnischen Exilregierung; 1944 in Polen; im PB u. a. verantwortlich für Staatssicherheit, Ideologie und Kultur; 1956 Ausschuss aus dem ZK wegen seiner Rolle bei den Prozessen in Ungarn; 1957 Parteiausschluss. Bis 1969 Lektor in einem Buchverlag]

G. Georgiu Dej, V. Luca, Anna Pauker (alles rumänische Revisionisten) - (V. Luca war Revisionist und wurde 1968 [5 Jahre nach seinem Tod in Haft] rehabilitiert)

Etienne Fajon, Jaques Duclos (Frankreich) (beides Revisionisten)

Fajon, Etienne (1906-1991); ab 1927 Mitglied der KPF; 1932-1945 Kandidat des ZK der KPF; 1936-1939 Abgeordneter; ab 1935 verantwortlich für die Kaderschulen der KPF; 1940-1943 inhaftiert; 1945-1978 Mitglied des Politbüros; 1948-1950 Chefredakteur der ‚Humanite’, ab 1958 deren politischer Direktor

P. Secchia, Palmiro Togliatti ( Italien) (beides Revisionisten)

Kommunistische Partei der Sowjetunion (Bolschewiki), A. Schdanow, G. Malenkov, M. Suslow – vertraten alle revisionistische Positionen in der Kominform;


Das Informationsbüro erörterte die Situation in der Kommunistischen Partei Jugoslawiens und verabschiedete einstimmig eine Entschließung zu der Frage

Die Tagesordnung der 2. Konferenz wurde laut Protokoll einstimmig beschlossen wie folgt:

1. Über die Lage in der Kommunistischen Partei Jugoslawiens.
2. Aktuelle Themen:
a) der Sitz des Informationsbüros;
b) über den Sitz der Zeitung des Informbüros
c) die Zusammensetzung der Redaktion der Zeitung
d) das Belgische Gewerkschaftsübereinkommen und der Rat der Balkanjugend.
(Entschließung des Politbüros des Zentralkomitees des RRS);
e) Anträge von einigen kommunistischen Parteien auf ihren Beitritt zum Informationsbüro
e) die Satzung des Informationsbüros
g) über den Apparat des Informbüros.





Die Dritte Konferenz fand im Jahre 1949 statt und zwar vom

16. bis 19. November 1949 in Budapest - Ungarn

Vorsitz: M. Rakosi (Ungarn)

Togliatti P. (Führer) [moderner Revisionist]


D'Onofrio E.4 (stellvertretender Leiter der Delegation) [1949 Sekretär des Zentralkomitees der italienischen Kommunistischen Partei - moderner Revisionist]
Chikalinini A.5 [?]

Longo L. [moderner Revisionist: Longo, Luigi (1900-1980); Mitbegründer der KPI (1921); Delegierter des IV. Weltkongress; 1927-1932 Exil in Frankreich; 1932-1935 in Moskau; 1936-1939 Generalinspekteur der internationalen Brigaden im spanischen Bürgerkrieg; 1939 in Frankreich interniert;1941 Auslieferung an die Gestapo; 5 Jahre Verbannung; nach Freilassung 1943-1945 Kommandeur aller kommunistischen Partisanengruppen in Norditalien; 1964-1972 Generalsekretär der KPI ]


Delegation der ungarischen Partei der Arbeit
Rakosi M. (Leiter der Delegation ) [
schwacher Stalinist, zum Beispiel hat er maßgeblich die revisionistische Verschmelzung der KP mit der sozialdemokratischen Partei betrieben und nicht konsequent gegen die Revisionisten gekämpft, insbesondere nicht gegen Tito]
Gare E. (stellvertretender Leiter) [?]
Revai I.[moderner Revisionist]
Kadar I.6 [moderner Revisionist]


Die Delegation des französischen Kommunisten
Duclos J. (Leiter) [moderner Revisionist, 7. Weltkongress]
Fajon E. [moderner Revisionist]


Delegation des All-Union-Kommunisten Partei (die Bolschewiki)
Suslow MA (Leiter) [moderner Revisionist]
Judin P. F. [moderner Revisionist]


Delegation der Rumänen
GeorgieG. Dej G. (Leiter) [moderner Revisionist]
Kischinjowskij I. (stellvertretender Leiter )[moderner Revisionist]
Mogiorosh A. [moderner Revisionist]


Die Delegation der polnischen Vereinigten Arbeiterpartei
Berman J. (Leiter) [Stalinist?]
Zavadsky A
. [revisionistischer Nachfolger von Präsident Bierut – gestorben 1964 = Renegat!]


Die Delegation Partei der KP der Tschechoslowakei
Slansky R. (Leiter) [1952 als Verräter zum Tode verurteilt]
Bashtovansky Sh. [moderner Revisionist]
Kopřiva L. [moderner Revisionist]
Geminder B. [zusammen mit Slansky exekutiert]


Die kommunistische Delegation der KP Bulgariens
V. Tscherwenkoff (Leiter) [= Anti-Stalinist: verschwägert mit Dimitroff und wurde dessen Nachfolger ]

V. POPTOMOV [moderner Revisionist: Poptomov, Vladimir (1890-1952); Mitglied der Kommunistischen Partei Bulgariens; von 1935-1943 Referent im Balkansekretariat des EKKI in Moskau; 1943-1944 Redakteur im Verlag für fremdsprachige Literatur in Moskau; Mitglied des Politbüros 1949-1950 und 1952 Minister für auswärtige Angelegenheiten der bulgarischen KP ]

Kostoff war an der 1. und 2. Sitzung der Kominform noch anwesend und im Dezember 1949 zum Tode verurteilt worden. Er war Dimitroffs Sündenbock für die anti-sowjetische Balkanföderation.

Als Gäste hatten teilgenommen:

Georgi Kumbiliev [moderner Revisionist – Außenhandelsminister Bulgariens]

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*) Anmerkung, wir haben nicht alle Namen mit der russischen Google-Übersetzung identifizieren können. Uns fehlte Geld für den Kauf der englischen Ausgabe.



Tagesordnung


1. Die Welt schützen und die Kriegsherren bekämpfen.
Rede von Suslow. (Sowjetunion)

2. Die Einheit der Arbeiterklasse und die Aufgaben der kommunistischen Parteien.
Rede von Togliatti. (Italien)


3. Kampf gegen die Tito-Clique.
Rede Georgi Dej (Rumänien)
und abschließendes Kommuniquée von Vertretern der kommunistischen Parteien zu diesem Thema .
4. Über den Entwurf des Statuts des Informationsbüros.
Duclos. (Frankreich)

Das Ende der KOMINFORM

Schon mit dem Tode Stalins kann die Kominform als erloschen angesehen werden.

Zwischen Sommer und Dezember 1950 weigerte sich Togliatti, den Vorsitz der Kominform zu  übernehmen und stellte sich damit offen gegen das sozialistische Lager und seine Kominform. Im Grunde drückte Togliatti hier seine ablehnende Haltung gegenüber Stalin und der Sowjetunion aus. Zwar hatte Chruschtschow die Kominform erst am 17. April 1956 offiziell aufgelöst, aber ab 1951 hatte Togliatti bereits faktisch zum Dahinvegetieren der Kominform beigetragen, ebenso Berija und andere Verräter Stalins. Die Auflösung des KOMINFORM wurde, wie die Auflösung  der KOMINTERN ohne Diskussion und ohne irgendwelche  Beratungen vollzogen. Im Kominform-Organ hieß es hierzu abschließend:

Das Informationsbüro und sein Presseorgan, die Zeitschrift ‚Für dauerhaften Frieden, für Volksdemokratie’ haben eine  positive Rolle für die Entwicklung und Stärkung der  brüderlichen Beziehungen wie für den Erfahrungsaustausch zwischen den kommunistischen und Arbeiterparteien gespielt, die Fragen der marxistisch-leninistischen Theorie entsprechend den konkreten Bedingungen der verschiedenen Länder sowie der Erfahrung der internationalen und kommunistischen  Arbeiterbewegung beleuchtet.’“

Zum Schluss existierte die Kominform nur noch durch die Redaktion des Kominform-Organs. Im wahrsten Sinne des Wortes stand die Kominform zum Schluss nur noch „auf dem Papier“:

 

 

Über das Organ der Kominform

"Für dauerhaften Frieden, für Volksdemokratie"

Allein diese zentrale Losung ist nicht dazu geeignet, die Generallinie der Kominform in die Tat umzusetzen, nämlich das sozialistische Weltlager vom zunehmenden Einfluss des modernen Revisionismus zu befreien und den Marxismus-Leninismus zur herrschenden Ideologie des sozialistischen Weltlagers zu machen. Diese Losung erinnert eher an Pazifismus und Reformismus und hat mit der erforderlichen Ausrichtung auf Revolution und Sozialismus nichts zu tun. Genosse Enver Hoxha hat diese revisionistische Losung nie in den Mund genommen.

Als die Kominform gegründet wurde, war der Marxismus-Leninismus in diesen Ländern nicht die herrschende Ideologie. Und sie hat sich dort bis heute nie zur herrschenden Ideologie entwickelt. Mit der Befreiung der Volksdemokratien vom Hitlerfaschismus durch die Rote Armee ist das Proletariat damit nicht automatisch befreit von der nach wie vor herrschenden kapitalistischen Ideologie der Ausbeutung und Unterdrückung. Es wurden lediglich günstige Bedingungen von außen hierfür geschaffen. Dies ist eine Aufgabe, die nicht von außen – etwa durch die Rote Armee – gelöst werden kann, sondern nur von der revolutionären Arbeiterklasse selbst, insbesondere von ihrer marxistisch-leninistischen Partei im eigenen Land. Die organisatorische Vereinigung der proletarischen und bürgerlichen Partei wäre ohne die Vereinigung der proletarischen Ideologie mit der bürgerlichen Ideologie unmöglich gewesen. Die vorherrschende Ideologie in der Volksdemokratie war also eine Mischung aus proletarischer und bürgerlicher Ideologie, wobei die politische Macht der alten Großbourgeoisie durch den Krieg bereits zerfallen war. Die Bourgeoisie flüchtete, aber nicht die bürgerliche Ideologie. Diese ließen sie im Land zurück, das sie aufgeben mussten. Und eben auf dieser bürgerlichen Ideologie konnte der moderne Revisionismus die bürgerliche Klassengesellschaft retten, konnten die modernen Revisionisten ihren "nationalen Weg zum Sozialismus" kultivieren unter dem Deckmantel des sozialistischen Internationalismus und der Freundschaft mit der Sowjetunion Lenins und Stalins.

Die Sowjetunion Lenins und Stalins befand sich zum damaligen Zeitpunkt in der historischen Phase der Nachkriegszeit, in der ihr die Aufgabe zufiel, unter ihrer Führung das sozialistische Weltlager aufzubauen, und das unter dem massiven anti-kommunistischen Druck des imperialistischen Weltlagers. Die imperialistische Umkreisung, die die Sowjetunion mit dem Zweiten Weltkrieg zum ersten Mal erfolgreich durchbrochen hatte, verwandelte sich in eine Umkreisung des sozialistischen Weltlagers. Es sollte sich historisch herausstellen, dass die Sowjetunion Lenins und Stalins ihren Kampf gegen die imperialistische Umkreisung erfolgreich gemeistert hatte, was man später von den Volksdemokratien nicht behaupten kannn. Nachdem die modernen Revisionisten die Macht erobert hatten, entstand eine neue Form der imperialistischen Umkreisung – nämlich die imperialistisch-revisionistische Umkreisung Albaniens, dem einzigen sozialistischen Land nach dem Tode Stalins. Die gleichen Volksdemokratien, die die Mitgliedschaft Albaniens in der Kominform verhindert hatten, bekämpften nicht etwa den Titoismus, sondern den Hoxhaismus – also die höchste Entwicklungsstufe des Marxismus-Leninismus-Stalinismus. Das sozialistische Weltlager, das sich in ein revisionistisches Weltlager verwandelt hatte, vereinigte sich mit dem imperialistischen Weltlager gegen das sozialistische Albanien des Genossen Enver Hoxha.

Genauso wie die bolschewistische Partei zuerst ideologisch aufgebaut werden muss, so galt dies auch für den Aufbau der Sowjetunion und um so mehr für das sozialistische Weltlager. Ein sozialistisches Weltlager, welches nicht von bolschewistischen Parteien geführt wird und welches sich nicht vom Marxismus-Leninismus leiten lässt, ist zum Scheitern verurteilt. Ein sozialistisches Weltlager muss aufgebaut sein auf korrekten ideologischen Grundlagen. Dies war generell nicht der Fall. Hierfür mussten die Bedingungen erst geschaffen werden. Und dazu gehörte auch die Kominform als ideologisches Instrument.

Dauerhafter Frieden ist nicht durch die Volksdemokratie, sondern nur durch den Sozialismus im Weltmaßstab zu garantieren. Dauerhafter Frieden ist auch nicht allein durch die Sowejetunion Lenins und Stalins zu garantieren. Das ist nur im Weltsozialismus möglich. Das ist nur möglich durch das sozialistische Weltlager und nicht durch das demokratische Weltlager.



Pawel Judin, Chefredateur des Organs der Kominform, war einst "roter Professor", der mit dem Stalinpreis ausgezeichnet worden war, und sich zum Breschnew-Revisionisten entwickelte. Er war Mitglied des ZK der KPdSU zwischen 1952 und 1961.

Das Organ der Kominform erschien einmal wöchentlich, meistens jeden Freitag und zwar in 19 Sprachen der Welt. Es wird darin über Ereignisse aus der gesamten kommunistischen Weltbewegung berichtet, Dokumente der Kommunistischen Parteien veröffentlicht, also nicht nur die aus dem sozialistischen (später revisionistischen) Weltlager. Das Organ diente nicht nur der ideologischen Ausrichtung, sondern auch der Lösung der internationalen Frage von Strategie und Taktik.

In Anlehnung an den Namen "Informations-Büro" erschien im August 1958 als das Nachfolgeorgan das "IB" ("Informations Bulletin"), was vom Verlag: "Frieden und Sozialismus" (Prag) veröffentlicht wurde ("Probleme des Friedens- und des Sozialismus.") . Die deutsche Ausgabe erschien im revisionistischen STERN-Verlag – Wien. Wir verfügen über dieses revisionistische Archiv mit den Ausgaben zwischen Mitte der 60er bis Mitte der 80er Jahre.

Nun zu unseren kritischen Bemerkungen über das Organ des Informationsbüros der Kommunistischen und Arbeiterparteien: "Für dauerhaften Frieden, für Volksdemokratie" :

Wir haben hier einpaar Beispiele aus den Ausgaben zwischen 1947 und 1956 ausgewählt. Die vollständigen Texte können zu Studienzwecken in englischer Sprache nachgelesen werden. Wir machen darauf aufmerksam, dass es sich hauptsächlich um revisionistische Artikel handelt, ausgenommen eine verschwindend geringe Anzahl von marxistisch-leninistische Artikeln , zu denen vor Allem die albanischen Artikel hervorzuheben sind. Bei den Autoren handelt es sich zum großen Teil um Revisionisten.

Am 1. Juli 1948 wird der moderne Revisionist Vahan Grigorian (Vertrauter Berijas und später unter Breschnew Nachfolger von Suslow) zum stellvertretenden Chefredakteur des Organs der Kominform ernannt.

Das Organ der Kominform ist prall gefüllt mit revisionistischen Artikeln, die von modernen Revisionisten geschrieben wurden:

aus einer langen Liste greifen wir nur 4 Beispiele von Autoren heraus, deren Beiträge im Organ der Kominform veröffentlicht wurden:

Roman Zambrowski (polnischer Revisionist, der mit Gomulka nach dem XX. Parteitag der KPdSU in der mit den Sozialdemokraten vereinigten Partei an die Macht kam.)

Mao Tsetung (chinesischer Revisionismus)

G. Dimitroff (bulagrischer Revisionist, Liquidator der Komintern, Verräter am Stalinismus)

Max Reimann - revisionistischer Parteivorsitzender der West-KPD; Delegierter des 7. Weltkongresses)

Walter Ulbricht – der Schlimmste aller deutschen Revisionisten)

Dolores Ibarruri (spanische Revisionistin)

OTTO GROTHEWOHL, JOSEF CYRANKIEWICZ, HARRY POLLIT und wie die damaligen Führer der KP's alle gehießen haben, welche sich mit den bürgerlichen, sozialdemokratischen Parteien vereinigten zu revisionistischen Parteien, sie alle kamen in dem von der Kominform herausgegebenen Organ zu Wort. Die Kominform machte sich zum internationalen ideologischen, politischen und organisatorischen Instrument, um die modernen Revisionisten an die Macht zu bringen. Und nachdem die modernen Revisionisten die Macht erobert hatten, brauchten sie die Kominform nicht mehr und lösten sie auf.

Es werden anfangs noch fleißig Stalinzitate benutzt, aber nur, um ihren Revisionismus damit zu schmücken. Später hat die Kominform diese Stalin-Maske abgelegt.



Hier folgen Kommentare zu ausgewählten Ausgaben, von denen die wenigen brauchbaren als solche gekennzeichnet sind.



Nr. 1, Montag, 10. November 1947

Gründungsdokumente der Kominform (einschließlich der Dokumente der Titoisten)



Nr. 12 (15), Dienstag, 15. Juni 1948

In dieser Nummer ist ein Artikel über Kritik und Selbstkritik zu finden. Darin wird lobend hervorgehoben, dass die KP Frankreichs und Italiens in der Kominform "Selbstkritik" geübt hätten. Dies wurde als nachahmenswertes Beispiel hingestellt. "Selbstkritik" hat es auch bereits 1 Jahr vorher schon von Thorez gegeben in seiner Unterredung mit Stalin. Aber all diese "Selbstkritik" war ein großer Bluff, denn diese beiden Parteien sind – wie alle anderen Parteien auch – den Weg des modernen Revisionismus und damit den Weg des Verrats an Stalin gegangen. Man kann doch erst dann wirklich von Selbstkritik reden, wenn den Worten auch Taten folgen. Dazu waren diese revisionistischen Parteien weder gewillt noch in der Lage. Kritik ist vor Allem an der Kominform zu üben, die diese Art von "Selbstkritik" gepriesen und nicht entlarvt hat.

In der gleichen Nummer wird die Verschmelzung der KP mit der sozialdemokratischen Partei propagiert vom sowjetrevisionistischen Redakteur des Kominform-Organs) der diese Vereinigung auch noch als Ausdruck der "Einheit der Arbeiterklasse" verkauft unter dem provokativen Titel: "Seid wachsam gegenüber den organisatorischen Prinzpien der Marxistischen Partei". Der blanke Hohn!

Diese Vereinigungs-Losung der Kominform wurde weder in Russland noch in Albanien propagiert und auch nicht in der Komintern, jedenfalls nicht bevor die Komintern in die Schoß von Dimitroff gefallen war. Aber auch Rakosi hat in dieser Ausgabe des Kominform-Organs die Vereinigung zwischen der KP und SP gelobt.



Nr. 13 (16), Donnerstag, 1. Juli 1948

Resolution über die Situation der KP Jugoslawiens (das wichtigste Dokument der Kominform!)

Dies ist gleichzeitig die erste Nummer, die nicht mehr wie anfangs in Belgrad, sondern in Bukarest erschien mit Verlagerung des Redaktionsortes nach Rumänien.

Nr. 16 (43), 15. August 1949

THE MASK IS OFF – Prawda-Artikel vom 13. August 1949 - brauchbarer Artikel

Aber in dieser Ausgabe wurde u.a. auch ein Artikel des albanischen Revisionisten Bedri Spahiu veröffentlicht.



Nr. 18 (45), Freitag, 16. September 1949

GANG OF FASCIST CONSPIRATORS, SPIES AND PROVOCATEUR“ - brauchbarer Artikel



Nr. 4 (64), FREITAG, 27. JANUAR 1950

Die Kominform über die kolonialen und abhängigen Länder

Ohne sozialistische Revolution und Errichtung der Diktatur des Proletariats in den imperialistischen Ländern kann es keine vollständige Befreiung im Hinterland des Imperialismus geben. Das hat die Oktoberrevolution gelehrt. Dieser zentrale Faktor der weltrevolutionären Zerschlagung des Kolonialismus im Bündnis des Weltproletariats mit den unterdrückten Völkern, wird in diesem Artikel mit keiner Silbe erwähnt. Es werden zwar Stalinzitate verwendet, aber letzten Endes bedeutet dieser Artikel dem Wesen nach eine Wegbereitung des modernen Revisionismus in der kolonialen Frage.



Nr. 27 (87) Juli 1950
„Neuer Schritt der Tito Clique zur Wiederherstellung des Kapitalismus in Jugoslawien“ - Jugoslawien war nie ein sozialistisches Land, weswegen in Jugoslawien der Kapitalismus logischer Weise auch nicht „wieder hergestellt“ werden kann, eben weil er die ganze Zeit existiert hat. Richtig an dem Artikel ist allerdings, dass Jugoslawiens Wirtschaft zunehmend von den US-Imperialisten beherrscht wurde, Nur insofern ist der Artikel brauchbar.

Nr. 32 (92), 11. August 1950

"Volksfront und Volksdemokratie"

amerikanischer Revisionist William Z. Foster, der die Volksfrontpolitik von Dimitroff in Amerika beklatschte, ohne sie befolgen zu wollen. Eine Volksfrontregierung ist seiner Meinung nach reine Spekulation, solange die USA noch nicht vom Faschismus heimgesucht worden ist.

"Wir erkennen die Unvermeidlichkeit des Faschismus nicht an, genauso wenig wie wir die Unvermeidlichkeit eines dritten Weltkrieges anerkennen.“

Anscheinend gibt es nach Ansicht der amerikanischen Kommunisten in den USA einen ganz besonders "fortschrittlichen" Imperialismus – einen ohne Krieg und Faschismus (siehe die gleichen Lügenmärchen des Browderismus). Trump wird sich für dieses Kompliment bedanken. Foster redet ständig um den heißen Brei und meint, dass eine Volksfront in Amerika wohl noch nicht auf der Tagesordnung stünde, aber deswegen dürfe man sie in der Perspektive nicht aus den Augen verlieren. Alles opportunistisches Geschwafel, denn in einem imperialistischen Land wie die USA kann nichts Anderes auf der Tagesordnung stehen als die sozialistische Revolution. Eben diese simple Sache, die jeder amerikanische Arbeiter versteht, hat der neunmal-kluge Wiliam Foster sein Leben lang nicht begriffen. Dafür holt er sich bei dem Sowjetrevisionisten Suslow um so mehr Rat und zitiert dessen Artikel aus dem Organ der Kominform ausgiebig. Foster zweifelt die Rolle der revolutionären Gewalt in Worten zwar nicht an, aber er hält sie unter gegenwärtigen Bedingungen (wie zur Zeit der Kominform) für "nicht zeitgemäß". Das ist Verrat am Marxismus-Leninismus, denn der Leninismus ist die marxistische Lehre in der Epoche (auch) des (amerikanischen) Imperialismus, eine Epoche der proletarischen Revolution (auch in den USA), gilt die Diktatur des Proletariats (auch für die USA).

Was die Volksdemokratien angeht, scheinen diese sich irgendwie auf friedlichem Wege in die Diktatur des Proletariats zu verwandeln. Aber das sind bei Foster alles nur Hypothesen. Das ist in Amerika alles "nicht so leicht" anwendbar, wo alles viel "komplizierter" ist.

29. September 1950

Artikel zum 1. Jahrestag der VR China

Mao Tse-tung sagte: "Wenn wir eine blühende Volkswirtschaft und Kultur geschaffen haben, wenn alle Bedingungen reif sind und wenn dies vom ganzen Land genehmigt wird, werden wir in unserem stetigen Vormarsch in die neue Ära des Sozialismus eintreten. "

Mittlerweile ist China eine sozialimperialistische Supermacht und weiter weg vom Sozialismus als je zuvor ....



Nr. 11 (175), 14. März 1952

Kanadas Weg zum Sozialismus” - "für demokratischen Fortschritt und Frieden".

Statt proletarische Demokratie Volksfrontregierung mit bürgerlichen Parteien. Kein Sozialismus auf dem Weg der proletarischen Revolution. Über eine Mehrheit im Parlament zum "Sozialismus".



Nr. 15 (179), 11. April 1952

In dieser Nummer erscheint ein längerer Artikel des Genossen Enver Hoxha:

"Die Partei der Arbeit Albaniens im Kampf für die Schaffung der Grundlagen des Sozialismus“ - Enver Hoxha – Generalsekretär des ZK der PAA

– Dieser Beitrag ist einer der wenigen marxistisch-leninistischen Beiträge im Organ der Kominform, die nicht mit revisionistischem Gedankengut vermengt sind. Hervorgehoben wird der Kampf der Albaner gegen die faschistische Tito-Bande.



Nr. 18 (182), 12. Mai 1952

"Der britische Weg zum Sozialismus" [!]

„Der Sieg des Befreiungskampfes der kolonialen und abhängigen Völker ist untrennbar mit dem Sieg der Ziele der Demokratie, der nationalen Unabhängigkeit und des Friedens in der ganzen Welt verbunden.“

(Mit allem Möglichen verbunden, nur nicht mit dem Kommunismus).

Geschrieben von Palme Dutt, der seine Loyalität gegenüber Stalin eintauschte mit seiner Loyalität gegenüber den Sowjetrevisionisten (von denen er bis zu seinem Tod seine Pension mit einem Jahreseinkommen von 15 000 £ bezahlt bekam). Palme Dutt verteidigte die Fraktion der Sowjetrevisionisten gegen die Fraktion der Eurokommunisten in der revisionistischen KP Britaniens.





Nr. 27 (191), 4. Juli 1952

In einem Artikel über den 30. Jahrestag der Kommunistischen Partei Japans heißt es:
„Die Ideen von Mao Tse-tung müssen auch unsere Ideen sein.
Es lebe Unabhängigkeit, Freiheit und Frieden für Japan!
Es lebe die nationale Befreiung, es lebe die demokratische Revolution!“


Nr. 19, 8. Mai 1953

"Schwedens Weg zum Sozialismus" – In dem Parteiprogramm, welches auf dem 16. Parteitag der KP Schwedens verabschiedet wurde, ist vom Weg der sozialistischen Revolution und der Errichtung der Diktatur des Proletariats nichts zu finden, nur die üblichen Losungen der modernen Revisionisten von "Frieden, Demokratie und Volksmacht."

 

Nr 51, December 23, 1955

Der Artikel: „Die alles erobernde Lehre von MARX-ENGELS-LENIN-STALIN“ - herausgegeben zum Geburtstag (!) von Stalin wird von den modernen Revisionisten reduziert auf:

"Die großen Ideen des Marxisten-Leninismus, die den Weg zum Frieden, zur Freiheit und zum Fortschritt für die ganze Menschheit beleuchten, leben weiter."

Diese Lehre beleuchtet „alles“ ? Ja, bis auf eine Kleinigkeit: den revolutionären Weg zum Sozialismus und zum Kommunismus haben die modernen Revisionisten verdunkelt..

 

Stalinpreise“ wurden am 9. Dezember 1955 vergeben - nicht etwa an verdiente Kommunisten, sondern - an

Lazaro Cardenas— Präsident von Mexiko;

Scheich Mohammed Al-Ashmar—Syrien;

Josef Wirth—deutscher Reichskanzler (Katholische Zentrumspartei) ;

Ton Duc Thang—Präsident unter der revisionistischen Führung von Le Duan);

Ragnar Forbekk—Pastor der Kathedrale in Oslo.


1956:

Chruschtschow: In einer der letzten Ausgaben (Februar 1956) des Organs der Kominform wurde seine Rede auf dem XX. Parteitag veröffentlicht (!!!) - also ausgerechnet im Organ der Kominform Stalins, die er nach Veröffentlichung seiner anti-stalinistischen Rede liquidierte ! Das zeigt, in welchen Händen sich die Kominform in Wahrheit befand – in den Händen der Sowjetrevisionisten !

Klar, dass Chruschtschow die Kominform auflöste, nachdem er sich 1955 bei einem Besuch in Belgrad vor Titos Augen taktisch verbogen hatte, um sich mit jedem zu verbünden, der seinen Kurs gegen Stalin unterstützte. War es das große Verdienst der Kominform, den Titoismus zu verurteilen, so musste die Kominform am Ende miterleben, wie Jugoslawien sich Dank Chruschtschow wieder in ein „sozialistisches“ Land verwandelt hatte. Und selbst Mao klatschte Beifall.



 

 

TEIL II

3. Verhältnis zwischen Komintern und Kominform



Wodurch unterscheiden sich Komintern und Kominform ?

Die Komintern war die von Lenin gegründete höchste Form der weltproletarischen Klassenorganisation.

Die Kominform war die von Stalin gegründete höchste Form der Organisation der vom Hitlerfaschismus befreiten Arbeiterklasse des sozialistischen Weltlagers.

Formal gesehen war die Kominform im Gegensatz zur Komintern nur ein für die Kommunistischen Parteien unverbindliches "Informations- und Beratungsgremium ohne übergeordnete Entscheidungskompetenz". Faktisch waren die Beschlüsse und Resolutionen der Kominform Richtung weisend und maßgebend für das gemeinsame Handeln, und zwar nicht nur für das sozialistische Weltlager, sondern auch für die gesamte kommunistische Weltbewegung.

Ohne Stalin, ohne Führung der Sowjetunion, hätte es keine Kominform gegeben. Wir sagen: die Gründung der Kominform war dringend notwendig gewesen und hat einen festen Platz in der Geschichte der kommunistischen Weltbewegung.

Wir müssen uns jedoch die kritische Frage stellen: Hat es eine Theorie der Kominform gegeben, auf der ihre Gründung basiert und von der sich ihre Praxis hat leiten lassen? Bei der Beantwortung dieser Frage stellen wir fest:

Die Theorie der Kominform, die wissenschaftliche Bestimmung ihrer Rolle in der Geschichte der kommunistischen Weltbewegung, war bei ihrer Gründung nicht ausgearbeitet. Eine Theorie der Kominform, in der die Komintern von keinerlei Relevanz ist, ist auf Sand gebaut, ist eine bürgerliche und keine sozialistische Theorie. Die Komintern (SH) hält die Schlussfolgerungen, die die Kominform aus der Komintern gezogen hat, für falsch, für einen Verrat an der Komintern Lenins und Stalins. Für die Komintern (SH) kann die Theorie der Kominform nichts Anderes als die notwendige Weiterentwicklung der Theorie der Komintern sein. Die Rolle der Kominform als Vermittler des Informationsaustausch der Kommunistischen Parteien innerhalb des sozialistischen Weltlagers unter Hinzuziehung zweier Kommunistischer Parteien aus dem imperialistischen Weltlager konnte nur als allererster Anfang zur Lösung ihrer Aufgabenstellung beitragen. Bevor es jedoch überhaupt zur Entwicklung einer eigenständigen Theorie der Kominform kam, die die Kominform als höchste Klassenorganisation des sozialistischen Weltlagers definiert mit ihren entsprechenden bolschewistischen Organisationsprinzipien, befand sich die Kominform schon in den Händen der modernen Revisionisten und wurde von ihnen aufgelöst, als sie ihnen keinen Nutzen mehr brachte. Eine Theorie der Kominform, die nicht auf dem festen Fundament der Komintern Lenins und Stalins entwickelt ist, die die Rolle der Komintern beim Aufbau des sozialistischen Weltlagers ignoriert oder sogar verneint, kann nur eine revisionistische Theorie sein. Das ist für uns eine der wichtigsten Lehren der Geschichte der Kominform.

Statt einer vorausgehenden Ausarbeitung einer auf das revolutionäre Ziel des Weltsozialismus orientierten Theorie der Kominform wurde eigentlich nur die alte Dimitroffsche Volksfronttaktik übernommen und diese der Kominform pragmatisch übergestülpt. Der Kominform ging es nicht um das Ziel der sozialistischen Weltrevolution und der Errichtung der Diktatur des Weltproletariats, wie es noch im Programm der Komintern Lenins und Stalins verankert worden war. Die Kominform ging nicht weiter als den Status quo einer friedlichen Koexistenz zwischen dem sozialistischen und imperialistischen Weltlager zu zementieren mit der Hauptlosung des demokratischen und friedlichen Kampfes. Lenins Losung von der Oktoberrevolution ist in der Kominform nicht zu finden. Die Kominform trat gegen die gewaltsame sozialistische Revolution und die Diktatur des Proletariats auf.

Die Weltrevolution war die Verteidigung von Lenins Losung auch im Komintern-Programm. Das Programm der Komintern ist daher heute für uns immer noch Grundlage unserer Generallinie und für unser Programm über den Weltkommunismus. Wir verteidigen das Komintern-Programm, genauso wie wir das Kommunistische Manifest verteidigen. Was das sozialistische Weltlager anbelangt, so hätte man das, was im Komintern-Programm bereits über die Sowjetunion richtig geschrieben wurde, nur auf das sozialistische Weltlager ausweiten brauchen und damit auf den neuesten Stand bringen können. Aber die Fortsetzung der Komintern wurde von der Kominform von vornherein verworfen und abgelehnt. Bis heute suchen wir vergeblich nach einer marxistisch-leninistisch fundierten Widerlegung der Richtigkeit bzw. Gültigkeit des Programms der Komintern. Es hat unseres Wissens nie und nirgends einen offiziell veröffentlichten Beschluss gegeben, mit dem die Ungültigkeit des Komintern-Programms begründet, geschweige denn erklärt worden ist. Über die Auflösung der Komintern wurden Beschlüsse gefasst, nicht aber über die Ungültigkeit des Komintern-Programms. Wir sagen: Ein wahrhaft sozialistisches Weltlager folgt dem weltrevolutionären Banner des Komintern-Programms, orientiert sich und Andere daran, lässt sich vom Komintern-Programm leiten, verteidigt es gegen den modernen Revisionismus. Aber die Kominform und das sozialistische Weltlager wollten nichts mehr wissen vom Komintern-Programm, und deswegen war ihr Schicksal voraus bestimmt, nämlich Opfer der modernen Revisionisten zu werden. Unserer Meinung hätte die revisionistische Entwicklung verhindert werden können, wenn man die Kominform und das sozialistische Weltlager streng nach den Prinzipien des Marxismus-Leninismus aufgebaut hätte. So bleibt uns heute nur, daraus Lehren für die Zukunft zu ziehen, damit sich eine derartige Geschichte der Kominform nicht wiederholt.

Als Trägerin der stalinistisch-hoxhaistischen Ideologie des Weltproletariats, fällt der Komintern (SH) die Aufgabe zu, nachträglich ihren Beitrag zur Theorie der Kominform zu leisten, denn wir kämpfen schließlich für die Restauration des sozialistischen Weltlagers, wenn auch für ein anderes sozialistisches Weltlager, nämlich modifiziert unter den Bedingungen der heutigen Globalisierung. Eine vollständige und umfassende theoretische Arbeit ist im Rahmen dieses Artikel nicht zu leisten, hierzu bedarf es eines eigenständigen theoretischen Artikels. Aber wir wollen wenigstens die Grundzüge der Theorie der Kominform umreißen.

Das sozialistisches Weltlager braucht nicht nur die führende Rolle des am weitesten entwickelten sozialistischen Landes, um aufgebaut zu werden und wachsen zu können. Es braucht auch das Proletariat innerhalb des imperialistischen Weltlagers – und umgekehrt. Der Weltsozialismus kann nur siegen durch die Vereinigung des gesamten Weltproletariats in einer "internationalen Front" wie Stalin sich ausdrückte, also durch die Vereinigung des Proletariats des imperialistischen Weltlagers mit der Arbeiterklasse im sozialistischen Weltlager im Kampf für den Sie der sozialistischen Weltrevolution, ohne die der Weltimperialismus nicht gestürzt werden kann. Nicht die Arbeiterklasse des sozialistischen Weltlagers als Teil des Weltproletariats beschreitet allein den Weg zum Weltsozialismus. Nicht ein Teil alleine, sondern das gesamte vereinigte Weltproletariat beschreitet in einer "internationalen Front", der Front für die sozialistische Weltrevolution diesen Weg zum Weltsozialismus.

Das sozialistische Weltlager dient dem Weltproletariat zur revolutionären globalen Befreiung und nicht umgekehrt. Die revolutionäre Befreiung des Weltproletariats kann durch Nichts und durch Niemanden untergeordnet werden. Die Einheit der Arbeiterklasse ist nur auf revolutionärem Weg zu erreichen und nicht auf revisionistischem Weg. Mit der sozialistischen Weltrevolution steht und fällt das Ende des Kapitalismus und der Anfang des Sozialismus im Weltmaßstab. Die Gesamtinteressen des Weltproletariats stehen stets höher als die Interessen der Proletarier einzelner Länder, also auch höher als die Interessen der Arbeiterklasse, die das sozialistische Weltlager bildet. Dies ist eine alte marxistische Lehre wie sie bereits im Kommunistischen Manifest formuliert ist. Und durch ein sozialistisches Weltlager ändert sich nichts an dessen Gültigkeit. Das hat die Komintern (SH) auch so in ihrer Generallinie übernommen und hält daran fest.

Das sozialistische Weltlager ist ein Hebel, mit dem die Spaltung des Weltproletariats in einen bereits befreiten und einen noch versklavten Teil durchbrochen wird. Es wäre aber töricht anzunehmen, dass dies der einzige Hebel sei. Mindestens genauso unentbehrlich ist der Hebel der sozialistischen Revolution innerhalb des imperialistischen Weltlagers. Und nur miteinander verbunden entsteht die Hebelkraft, die notwendig ist, um die alte Welt aus den Angeln zu heben. Das sozialistische Weltlager macht die sozialistische Weltrevolution nicht etwa überflüssig, wie es die Kominform fälschlicher Weise angenommen hat. Das sozialistische Weltlager schafft nur bessere Voraussetzungen für den gewaltsamen Sturz des imperialistischen Weltlagers, den es aber allein nicht herbeiführen kann. In Richtung sozialistische Weltrevolution hat die Kominform aber nie gewirkt und wollte sie auch nie wirken. Sie beschränkte sich auf den demokratischen Kampf. Wir sind durchaus nicht gegen den demokratischen Kampf, aber er ist auf die Herbeiführung der sozialistische Revolution zu richten, deren Notwendigkeit die Kominform leugnete. Der demokratische Kampf ist gemäß der Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus ein unverzichtbares Instrument zur Herbeiführung der sozialistischen Revolution. Jeder demokratische Kampf, der nicht den Sieg der sozialistischen Revolution als Ziel hat, ist ein Kampf für die bürgerliche Demokratie und nicht für die proletarische Demokratie, die eben nur auf dem Wege des gewaltsamen Sturz der Bourgeoisie entstehen kann. Für uns Stalinisten-Hoxhaisten bedeutet ein sozialistisches Weltlager sehr viel, aber nicht so viel, dass wir nur allein mit dem sozialistischen Weltlager in der Hand auf die sozialistische Weltrevolution verzichten würden und - wie es die Kominform leider getan hat - , um auf friedlichem, demokratischen Weg das imperialistische Weltlager aus dem Weg zu räumen. Dieser Weg führte geradewegs in die Arme des weltimperialistischen Lagers. Und das konnte auch gar nicht anders sein, denn es war ein revisionistischer Weg, ein Weg des Verrats am Marxismus-Leninismus.

Was lernen wir aus dieser leidvollen Geschichte der revisionistischen Entwicklung der Kominform?

Da die Kominform nichts Anderes sein konnte, als die höchste Klassenorganisation des sozialistische Weltlagers, so fehlt hier das Vorhandensein der Kommunistischen Internationale, die gemäß den Lehren des Stalinismus-Hoxhaismus als höchste Form der Klassenorganisation des Weltproletariats die führende Rolle bis zum Eintritt in den Weltkommunismus wahrzunehmen hat, d.h., auch während des Aufbaus des sozialistischen Weltlagers. Um das alte Zeitalter des Weltkapitalismus zu beenden, und dieses abzulösen durch das neue Zeitalter des Weltsozialismus, ist für das Weltproletariat die Kommunistische Internationale als seine Vorhutorganisation von ausschlaggebender Bedeutung und absolut unentbehrlich. Das ist die wichtigste Lehre, die wir aus dem Fehler der Kominform gelernt haben.

Bedeutet die führende Rolle der Komintern gleichzeitig den Verzicht auf die führende Rolle der Kominform? Und bedeutet dies konsequenter Weise, dass es nur die Komintern und nicht die Kominform geben kann ? Nein, das bedeutet es ganz und gar nicht. Für das Weltproletariat gilt es nicht zwischen Komintern oder Kominform alternativ zu wählen. Die Komintern war ja richtig und bleibt erhalten. Auch die Kominform war richtig und bleibt erhalten. Das Problem war nur, dass die Kominform ihre Aufgabe ohne die Komintern gar nicht erfüllen konnte. Es war also nur die Auflösung der Komintern, was falsch war und nicht die Gründung der Kominform.

Der Stalinismus-Hoxhaismus lehrt, dass weder die Kominform die Komintern ersetzt, noch dass umgekehrt die Komintern die Kominform ersetzt. Es sind beides höchste Formen der Organisation der Arbeiterklasse, die beide in der Phase des Aufbaus des sozialistischen Weltlagers unverzichtbar sind und sich gegenseitig ergänzen. Die Kominform ist ein integraler Bestandteil der Komintern, nämlich die eigenständige Vorhut jenes Teils des Weltproletariats, welcher bereits vom Kapitalismus befreit ist. Nur zusammen mit der Komintern und unter der Führung der Komintern kann die Kominform ihre eigenständigen Führungsaufgaben im sozialistischen Weltlager erfüllen. Die Kominform deckt nur die Führung eines Teils des Weltproletariats ab und kann nicht gleichzeitig die Führerin des gesamten Weltproletariats sein. Für das Weltproletariat ist eine Kominform unbrauchbar, durch die kein Platz mehr für die Komintern ist. Eine so genannte "Stellvertreterfunktion" der Komintern ist grundsätzlich abzulehnen, weil sie nicht den Lehren des Stalinismus-Hoxhaismus entspricht. Das Weltproletariat braucht stets seine eigene Weltpartei, solange das Weltproletariat existiert. Ohne die proletarische Weltpartei, ohne die Kommunistische Internationale, kann das Weltproletariat nicht zum Weltsozialismus, und auch nicht vom Weltsozialismus zum Weltkommunismus gelangen. Die Kominform führt das sozialistische Weltlager, während die Komintern das gesamte Weltproletariat führt.

Welches Verhältnis muss zwischen der Komintern und der Kominform bestehen?

Ganz einfach. Das Verhältnis zwischen der Komintern und der Kominform entspricht dem bereits zuvor bestandenen Verhältnis zwischen der Komintern und der KPdSU (B) des Genossen Lenin und Stalin. Das Verhältnis zwischen Sowjetunion und Komintern wird lediglich erweitert als das Verhältnis zwischen dem sozialistischen Weltlager und der Komintern, wobei die führende Rolle des am weitesten entwickelten sozialistische Landes unberührt bleibt, also fortgesetzt und ausgebaut wird.

Genauso wie die Komintern für die Vertretung der gesamten Interessen des Weltproletariats unentbehrlich ist, so unentbehrlich ist auch die Kominform als Vertreterin der Interessen der Arbeiterklasse innerhalb des sozialistischen Weltlagers. Die Komintern konnte ihre führende Rolle beim Aufbau des sozialistischen Weltlagers aber leider nicht mehr spielen, weil sie kurz vorher aufgelöst worden war. Diese Auflösung der Komintern gilt deswegen als größter Verrat in der Geschichte der proletarischen Internationale. Dieser Verrat bestand also nicht zuletzt darin, dass die Kominform ihre Tätigkeit ohne Führung durch die Komintern aufnehmen musste. Hätte die Komintern im Geiste Lenins und Stalins weiter die Führung innegehabt, dann wäre es den modernen Revisionisten mit Sicherheit viel schwerer gefallen, die Kominform in die Hände zu bekommen. Das Weltproletariat hätte dies mit der weiter existierenden Komintern des Genossen Lenin und Stalin leichter verhindern können (natürlich nicht mit der Dimitroff'schen "Komintern"). Das Weltproletariat und die kommunstische Weltbewegung verfügen somit zwar sowohl über die Erfahrungen der Komintern als auch über die Erfahrungen der Kominform, aber nicht über die Erfahrungen über eine in der Komintern integrierten Kominform. Die Geschichte hat uns aufgetragen, diese Erfahrungen selber zu machen, sobald wir das neue weltsozialistische Lager geschaffen haben, welches – wie wir immer betont haben – keine bloße Kopie des alten sozialistischen Weltlagers sein kann und auch nicht sein wird.

Der Stalinismus-Hoxhaismus lehrt auf Grund der historischen Erfahrungen, dass ein sozialistisches Weltlager scheitern muss, wenn es nicht unter der Führung des gesamten Weltproletariats und seiner Kommunistischen Internationale aufgebaut wird und ohne die Komintern in einseitige Abhängigkeit vom stärksten sozialistischen Land gerät. Das Weltproletariat ist die einzig revolutionäre Klasse in dieser globalisierten Welt und sonst niemand. Deswegen muss diese globale Klasse auch konsequenter Weise die Führung über das weltsozialistische Lager inne haben und damit selbstverständlich auch über das am weitesten entwickelte sozialistische Land. Das bedeutet keineswegs, dass dieses Land seine Funktion als wichtigsten Hebel der sozialistischen Weltrevolution verliert und nicht mehr die treibende Kraft auf dem Weg zum Weltsozialismus ist. Ganz im Gegenteil. Durch die Vergößerung des sozialistischen Weltlagers ist die Sowjetunion stärker geworden als je zuvor.

Das Gleiche gilt auch für die Rolle der Kommunistischen Partei in einem am weitesten entwickelten sozialistischen Land, sowohl für die Rolle innerhalb der Kominform im Besonderen, als auch für ihre Rolle innerhalb der Komintern, im Allgemeinen.

Der Stalinismus-Hoxhaismus lehrt, dass der Übergang vom sozialistischen Weltlager zum Weltsozialismus ohne die Kommunistische Internationale und die Kominform als ihre wichtigste Abteilung unmöglich ist. Ebenso ist der Aufbau und die Konsolidierung des sozialistischen Weltlagers in Hinblick auf den Übergang zum Weltsozialismus ohne die treibende Kraft des am weitesten fortgeschrittenen sozialistischen Landes innerhalb des sozialistischen Weltlagers nicht möglich. Hat sich das Weltproletariat wieder ein sozialistisches Lager geschaffen, dann kann das Ziel der sozialistischen Weltrepublik nicht ohne die Führung der Kommunistischen Internationale und ihrer Abteilung der Kominform erreicht werden.

Ist das theoretische Problem der Kominform damit gelöst ? Auf keinen Fall. Es wäre gelöst unter der falschen Voraussetzung, dass das sozialistische Weltlager aus eigener Kraft den Weltsozialismus herbeiführen könnte. Diese falsche Theorie haben wir aus oben genannten Gründen immer strikt abgelehnt, denn das Werk des Weltsozialismus kann nur das Werk des gesamten Weltproletariats sein. Wir haben also in unserer bisherigen theoretischen Modell völlig außer Acht gelassen, dass es nicht nur eine einzige Kominform geben darf. Wenn das sozialistische Weltlager mit der Kominform über eine eigenständige höchste Form der Klassenorganisation verfügt, warum soll dann das Proletariat im imperialistischen Weltlager nicht über seine eigene höchste Form der Klassenorganisation verfügen ? Das ist der springende Punkt.

Der Stalinismus-Hoxhaismus lehrt, dass es unter Führung der Kommunistischen Internationale unter den Bedingungen einer Welt, welche gespalten ist in ein Lager der Arbeiterklasse und ein Lager der Bourgeoisie, nicht nur eine, sondern unbedingt zwei Kominforms geben muss. Das ist die eine Kominform als die Vorhutorganisation der Arbeiterklasse im sozialistischen Weltlager, und die andere Kominform als die Vorhutorganisation des Proletariats im imperialistischen Weltlager.

Wir haben hier den unterschiedlichen Begriff von Proletariat und Arbeiterklasse gewählt, wobei wir unter dem Begriff "Proletariat" den noch nicht befreiten Teil des Weltproletariats verstehen und unter dem Begriff "Arbeiterklasse" den befreiten Teil des Weltproletariats. Als Oberbegriff benutzen wir das "Weltproletariat", solange es sich noch nicht global, also vollständig befreit hat. Im Weltsozialismus sollten wir dann zur entsprechenden Abgrenzung einen neuen Begriff verwenden, wie zum Beispiel den der "Weltarbeiterklasse".

Die Notwendigkeit der sozialistischen Weltrevolution bleibt solange bestehen bis zur vollständigen Befreiung des gesamten Weltproletariats. Sie wird also nicht überflüssig durch das sozialistische Weltlager, denn mit diesem allein kann und wird sich das Weltproletariat nicht befreien können.

Unsere Definition vom sozialistischen Weltlager ist die eines Lagers , welches aus der sozialistischen Revolution in den einzelnen Ländern hervorgeht, also ein Lager, welches sich durch den Sieg der sozialistischen Revolution in immer neuen Ländern ausdehnt, die sich dem sozialistischen Weltlager freiwillig anschließen. Aus dem sozialistischen Weltlager des Genossen Stalin ist außerhalb der Sowjetunion, in der die Oktoberrevolution bereits 1917 gesiegt hatte, nur Albanien hervorgegangen, in dem einzigen Land, in dem die Volksrevolution zur siegriechen sozialistischen Revolution übergeleitet worden ist. Dementsprechend gab es nur zwei Länder, in denen die Diktatur des Proletariats herrschte, in der Sowjetunion Lenins und Stalins und in Albanien des Genossen Enver Hoxha. Es handelte sich bei den kommunistischen Parteien, die in der Kominform vertreten waren, also nicht um Parteien, die die sozialistische Revolution zum Sieg geführt hatten. Es gibt keine sozialistische Revolution ohne Führung durch die bolschewistische Partei. Und es waren nach dem 7. Weltkongress keine bolschewistischen Parteien (mehr) wie vor dem 7. Weltkongress der Komintern, mit denen die Proletarier zum Sieg der sozialistischen Revolution hätten geführt werden können. Die Rote Armee konnte die Gesetzmäßigkeiten der sozialistischen Revolution in den vom Hitlerfaschismus befreiten Ländern nicht außer Kraft setzen, konnten die mit der Dimitroff-Linie verseuchten Parteien nicht in bolschewistische Parteien zurück verwandeln, sondern nur das Proletariat in den vom Hitlerfaschismus befreiten Ländern. Die Rote Armee konnte nur eins tun, nämlich Länder vom Hitlerfaschismus befreien, um damit den Proletariern ihren Weg zum Beschreiten der sozialistischen Revolution zu erleichtern und günstigere Voraussetzung für die Restauration des bolschewistischen Charakter der dortigen Parteien schaffen, mit anderen Worten: die modernen Revisionisten hinauszusäubern. Und diese äußeren Bedingungen wurden von der Roten Armee Dank Stalin siegreich hergestellt. Mehr konnte und durfte die Rote Armee nicht tun, denn die sozialistische Revolution muss von innen, vom Proletariat selber kommen. Trotzdem hat Stalin diesen Ländern mit der Einrichtung der Kominform sehr geholfen, so wir er stets den anderen Ländern und ihren Kommunistischen Parteien selbstlos geholfen und alles brüderlich mit ihnen geteilt hat. Die Kominform war nicht nur ein großes Geschenk des großen proletarischen Internationalisten Stalin, sondern auch des Schöpfers des sozialistischen Internationalismus, nämlich des Internationalismus des Stalinschen Weltlagers. Im Geiste des Stalinschen sozialistischen Internationalismus werden wir die sozialistische Weltrepublik aufbauen und mit der Weiterentwicklung der Lehre des sozialistischen Internationalismus einen neuen Beitrag zur Stärkung des Stalinismus-Hoxhaismus leisten.

Eine kommunistische Partei, die im Kampf gegen den Hitlerfaschismus gestanden hat, macht damit noch nicht automatisch eine kommunistische Partei aus, die die sozialistische Revolution führt und den Sozialismus aufbaut. Das ist ein großer Unterschied. Der Sieg über den Hitlerfaschismus ist in erster Linie von der Roten Armee Stalins errungen worden und nicht in erster Linie durch die Kommunistischen Parteien und ihren eigenen Befreiungsorganisationen. So kam es zu Volksfrontregierungen und Verschmelzung mit bürgerlichen Parteien, mit denen man den Kapitalismus, aber nicht den Sozialismus aufbauen kann. Den Sozialismus kann man nur unter der alleinigen Führung von bolschewistischen Parteien aufbauen, wie sie in der Sowjetunion und in Albanien hierfür geschaffen wurden.

Selbst wenn wir von der theoretischen Voraussetzung ausgehen, dass die Bedingungen eines sozialistischen Weltlagers erfüllt gewesen wären, dass dieses Lager also zumindest aus der sozialistischen Revolution der überwiegenden Mehrheit aller ihm angehörigen Länder hervor gegangen ist, so ändert dies nichts an der Unverzichtbarkeit einer weiteren Kominform im imperialistischen Weltlager.

Wie hätte die zweite Kominform, die Kominform innerhalb des imperialistischen Lagers aussehen müssen oder wie soll sie in Zukunft aussehen, wenn wir gleichzeitig die Kominform eines neu restaurierten sozialistischen Weltlagers wieder aufbauen?

Bevor wir unseren Blick auf die Zukunft richten, wenden wir diesen zurück in die Zeit der ersten westeuropäischen "Kominform", deren Aufbau nach dem Ersten Weltkongress begann. Das war das so geannnte "Westeuropäische Büro" – kurz "WEB". Damals gab es noch nicht das sozialistische Weltlager von 1947, aber sehr wohl die Sowjetunion Lenins und Stalins, die in der Komintern die Interessen des befreiten Teils des Weltproletariats vertrat, sozusagen ihren Stoßtrupp bildete. Außer dem "West-Büro" initiierte die Komintern auch den

Ersten Kongress der "Völker des Ostens" (Baku)

im September 1920, wo es auch zur Zusammenarbeit mit Vertretern des Westbüros kam (Holland) zwecks Vereinigung des gemeinsamen Kampfes des Weltproletariats mit den unterdrückten und vom imperialistischen Lager ausgebeuteten Völkern. Der erste Kongress war leider auch der letzte. Er war geleitet worden von Sinowjew, Radek und anderen Verrätern an der Sache des Weltproletariats. Später wurde die Liga gegen den Imperialismus ins Leben gerufen, die auf den Erfahrungen von Baku aufbaute und wegen der wachsenden Dominanz der abweichenden Linie von Münzenberg wieder aufgelöst wurde.

Der Weltimperialismus hat unter den heutigen Bedingungen der Globalisierung seine höchste und letzte Stufe erreicht. Alle Länder der Welt sind in kapitalistische Länder mit einem mehr oder weniger entwickelten Proletariat umgewandelt worden. Die globalisierte Armee des Weltproletariats ist objektiv reif für den internationalen revolutionären Sturz des Weltimperialismus. Um in der sozialistischen Weltrevolution heute zu siegen, bedarf es in der Komintern noch keiner Kominform, solange sich kein neues sozialistisches Lager gebildet hat. Und es bedarf auch keiner Liga gegen den Imperialismus mehr, weil sich die Klassenzusammensetzung in den Kolonien und bei den unterdrückten Völkern durch die Globalisierung zugunsten eines wachsenden Proletariats geändert hat. In allen Ländern der Welt existiert inzwischen die kapitalistische Klassengesellschaft, ist der Widerspruch zwischen Lohnarbeit und Kapital der Grundwiderspruch, der bekanntlich nur auf dem Wege der sozialistischen Revolution zu lösen ist. Heute steht die sozialistische Weltrevolution auf der Tagesordnung.

Wenn es also mit Beginn der Tätigkeit der Komintern ein Westbüro (zur Führung des damalige Proletariat in den kapitalistischen Ländern) und eine anti-imperialistische Organisation für die unterdrückten Völker (Baku) gab, die gemeinsam unter der Losung: Proletarier aller Länder und unterdrückte Völker – vereinigt euch!" kämpften, so ist diese Losung unter den heutigen Bedingungen des voll globalisierten Kapitalismus nicht mehr aktuell und muss daher verworfen werden.

Damals war diese Losung richtig und kann – wenn auch unter heute anderen Bedingungen – als Vorläufer zweier Büros der Komintern gelten.

Das WEB war ein Hebel der Komintern zur Verbreitung der Oktoberrevolution in Richtung Westen, insbesondere in Richtung Deutschland, wo der nächste Sieg der sozialistischen Revolution erwartet wurde (1918, Novemberrevolution, 1923; Hamburger Aufstand usw.). Der Erste Kongress der Komintern wählte noch kein Exekutivkomitee. Es sollte aus Delegierten der Kommunistischen Parteien Russlands, Deutschlands, Österreichs, Ungarns, des Balkanbundes, der Schweiz und Skandinaviens bestehen. In den ersten Wochen des Jahres 1920, wurde S. J. Rutgers und eine kleine Gruppe von Mitarbeitern von der Komintern beauftragt, ein westeuropäisches Büro der Komintern in Amsterdam zu gründen. Dieses befand sich allerdings in den Händen von Wijnkoop und Henriette Roland-Holst, welche von Lenin und Stalin wegen ihres Rechtsopportunismus genauso kritisiert wurden, wie wir dies mit Dimitroff tun, der 1929 die Leitung des WEB in Berlin übernahm. Wijkoops Amsterdamer Büro hatte ein Bulletin in drei Sprachen herausgegeben. Seine erste Aktion bestand darin, eine internationale Konferenz von Gruppen einzuberufen, die in Europa und Amerika dem so genannten „Linken Lager“ angehörten. Bereits am zweiten Konferenztag wurde die Versammlung von der Polizei aufgelöst. Das Amsterdamer Büro der Komintern musste im April 1920 auf Beschluss des EKKI geschlossen werden und wurde in Berlin wieder geöffnet als Scheinfirma – wo das WEB ab sofort gemäß der konspirativen Regeln der Illegalität aufgebaut wurde. Im WEB gab es außer Dimitroff auch andere Gestalten, die die Komintern verraten haben und später Führer der modernen Revisionisten wurden (z.B. Otto Kuusinen).

Mit der Machtübernahme des Hitlerfaschismus im Jahre 1933 wurde das WEB teils nach Paris und teils nach Kopenhagen verlegt. Mit der Wende durch den 7. Weltkongress brauchte die Komintern kein WEB mehr, denn die sozialistische Revolution stand seitdem nicht mehr auf der Tagesordnung in den westlichen kapitalistischen Ländern.

In der heutigen Welt des Imperialismus wird das Weltproletariat global ausgebeutet und unterdrückt, weswegen sich für die Komintern (SH) zur Zeit nicht die Frage der zwei Kominforms in einer in zwei Lager gespaltenen Welt stellt.

Was die Zeit im zukünftigen Weltsozialismus anbelangt, so hat die Komintern (SH) bereits einen

Verfassungsentwurf für die WUdSSR

veröffentlicht, wo ein Zweikammersystem vorgesehen ist nach dem Vorbild der Stalinschen Verfassung und der Verfassung der SVR Albaniens. Im neuen sozialistischen Weltsystem fällt die alte Funktion der Kominform als Führerin des sozialistischen Weltlagers zwar weg, ebenso wie die alte Funktion der anderen Kominform, welche Führerin des Proletariats im imperialistischen Weltlager war - , aber sie könnten eine neue gemeinsame Funktion übernehmen. Beide überflüssig gewordenen ehemaligen „Lager“-Kominforms könnten in einer vereinigten neuen Klassenorganisation der Sektionen in den einzelnen weltsozialistischen Ländern zusammengeschlossen werden. Selbstverständlich würden die Sektionen in dieser neuen Kominform mit ihren neuen Funktionen im sozialistischen Weltsystem weiterhin unter der Führung der Komintern stehen, die unangefochten die höchste Klassenorganisation der gesamten Weltarbeiterklasse im Weltsozialismus bleibt, um diese auf globalem Wege zum Weltkommunismus zu führen. Das Verhältnis zwischen der Welt-Sowjetunion und den einzelnen weltsozialistischen Sowjetrepubliken entspricht also dem Verhältnis zwischen der Weltpartei und ihren einzelnen weltsozialistischen Sektionen, die zu den alleinigen und führenden Parteien in ihrem Land geworden sind. Als Vorlage dient uns dabei weiterhin das von Stalin geschaffene enge Verhältnis zwischen der zentralen KPdSU (B) und den Parteien in den einzelnen Sowjetrepubliken.

Die Kominform der Sektionen und die Komintern bilden im Weltsozialismus somit keinen Gegensatz, sondern eine sinnvolle Kombination der höchsten Klassenorganisation, die solange bestehen bleibt, bis alle weltsozialistischen Länder der Welt miteinander verschmolzen sind und mit dem Eintritt in die klassenlose Weltgesellschaft die Nationen aufgehört haben zu existieren, indem sie sich in freiwillige Assoziationen verwandeln, wie sie im Kommunistischen Manifest von Marx und Engels beschrieben worden sind.

Nach dieser knappen Skizzierung unseres theoretischen Modells von den beiden Kominforms der zwei Weltlager und ihrer neuen Funktion im Weltsozialismus kommen wir zurück zu einigen historischen Fragen der Komintern des Genossen Stalin.

Das Verhältnis zwischen Komintern und Kominform spiegelt sich unter Anderem auch im Verhältnis ihrer konterrevolutionären Unterwanderung wider.

Bis zur Auflösung der Komintern wurde diese hauptsächlich von der Gestapo unterwandert, während die Unterwanderung der kommunistischen Parteien nach der Auflösung der Komintern von den Geheimdiensten der anglo-amerikanischen Imperialisten ausging – anfangs mehr durch die britischen Geheimdienste und dann zunehmend durch die amerikanischen Geheimdienste. So waren die auf den Kominformsitzungen eingeschleusten Delegierten solche Agenten und Spione, die bereits Ende der 30er Jahre und dann während des Zweiten Weltkrieges für die anglo-amerikanischen Imperialisten bzw. für die Titoisten als deren Agentur in Ost- und Südosteuropa gearbeitet hatten, was durch die zahlreichen und umfangreichen Prozessakten ausführlich dokumentiert ist.

Sowohl die Agententätigkeit in der Komintern als auch in der Kominform war in erster Linie gerichtet gegen Stalin und die Sowjetunion. Durch die Sowjetunion ging die Gefahr der sozialistischen Weltrevolution vor Allem von der Komintern aus, während durch den sowjetischen Sieg über den Hitlerfaschismus die Gefahr bereits von einem sozialistischen Weltlager ausging. Um die Ausbreitung des sozialistischen Weltlagers aufzuhalten, sahen sich die anglo-amerikanischen Imperialisten gezwungen, ihre Agenten in die Kominform einzuschleusen.

Man kann die Komintern nicht wieder aufbauen, ohne die Fehler der Kominform offen zu legen und zu vermeiden. Und umgekehrt kann die Kominform nicht restaurieren, ohne die Fehler der Komintern offenzulegen und zu vermeiden.

Die Komintern (SH) betrachtet die Geschichte der Kominform aus Sicht der Notwendigkeit der Wiedergründung der Komintern auf den Prinzipien des Marxismus-Leninismus – einen anderen Standpunkt kann und darf man als Stalinist-Hoxhaist gegenüber der Kominform nicht einnehmen.

Dies ist eine der wichtigsten Kritiken der Komintern (SH) an der Kominform.



Die Anti-Komintern-Position in Shdanows Bericht zur internationalen Lage

gehalten auf der Ersten Kominformkonferenz in Polen im September 1947

 

Was wir hier gleich lesen, mag auf den ersten Blick "plausibel" erscheinen, klingt "nachvollziehbar", "vernünftig" etc. Aber was soll hieran, bitte schön "marxistisch-leninistisch" sein, wenn Shdanow die von Lenin gegründete Kommunistische Internationale und ihre weltrevolutionäre Mission an den historischen Nagel hängt ? Die Komintern habe für immer "ausgedient" - das ist es, was er mit seiner Rede ausdrücken wollte. Nun, ein Shdanow kann die Komintern "für tot erklären" so viel er will, sie lebt fort und wird weiter fort leben !!

Was ist von dem alten Bolschewisten Shdanow übrig geblieben, wenn er salbungsvoll über die Komintern wie ein Bestatter spricht?

Enver Hoxha hatte Recht, wenn er die alte Garde der Bolschewiki als "bolschewistische Leichen" bezeichnete. Hierzu gehört auch die "bolschewistische Leiche" Shdanow, weil er der Komintern Lenins und Stalins für immer abgeschworen hat.

Shdanow rechtfertigt den Verrat der Auflösung der Komintern wie folgt:

(längeres Zitat)

"Die Auflösung der Komintern, die den Forderungen der Entwicklung der Arbeiterbewegung unter den neuen historischen Verhältnissen entsprach, hat ihre positive Rolle gespielt. Die Auflösung der Komintern hat für immer der von den Gegnern des Kommunismus und der Arbeiterbewegung vorgebrachten verleumderischen Behauptung ein Ende bereitet, daß Moskau sich angeblich in das innere Leben anderer Staaten einmische und daß die kommunistischen Parteien der verschiedenen Länder angeblich nicht im Interesse ihres Volkes, sondern auf Befehl von außen handeln.

Die Komintern wurde nach dem ersten Weltkrieg geschaffen, als die kommunistischen Parteien noch schwach waren, eine Verbindung zwischen der Arbeiterklasse in den verschiedenen Ländern fast noch nicht bestand und die kommunistischen Parteien noch keine allgemein anerkannten Führer der Arbeiterbewegung besaßen. Die Verdienste der Komintern bestehen darin, daß sie die Verbindung zwischen den Werktätigen der verschiedenen Länder wiederherstellte und festigte, die theoretischen Fragen der Arbeiterbewegung unter den neuen Verhältnissen, wie sie sich nach dem ersten Weltkrieg ergaben, ausarbeitete, allgemeine Normen für die Propaganda und Agitation der kommunistischen Ideen aufstellte und die Ausbildung von Führern der Arbeiterbewegung erleichterte. Dadurch wurden die Voraussetzungen geschaffen, um die jungen kommunistischen Parteien zu Massenparteien der Arbeiter zu machen. Mit der Verwandlung der kommunistischen Parteien in Massenparteien der Arbeiter wurde jedoch die Leitung dieser Parteien von einem Zentrum aus unmöglich und unzweckmäßig. Dadurch begann die Komintern sich aus einem Faktor, der die Entwicklung der kommunistischen Parteien förderte, in einen Faktor zu verwandeln, der diese Entwicklung hemmte. Die neue Etappe in der Entwicklung der kommunistischen Parteien erforderte neue Formen der Verbindung zwischen den Parteien. Diese Umstände bestimmten die Notwendigkeit, die Komintern aufzulösen und neue Formen der Verbindung zwischen den Parteien zu schaffen.

In den vier Jahren, die seit der Auflösung der Komintern verflossen sind, vollzog sich eine bedeutende Festigung der kommunistischen Parteien, eine Verstärkung ihres Einflusses in fast allen Ländern Europas und Asiens. Der Einfluß der kommunistischen Parteien wuchs nicht nur in Osteuropa, sondern auch in fast allen Ländern Europas, wo der Faschismus herrschte, sowie in den Ländern, welche die deutschfaschistische Okkupation erlebt haben - in Frankreich, Belgien, Holland, Norwegen, Dänemark, Finnland usw. Der Einfluß der Kommunisten erstarkte besonders in den Ländern der neuen Demokratie, wo die kommunistischen Parteien die einflußreichsten Parteien des Staates sind. Die gegenwärtige Lage der kommunistischen Parteien hat aber auch ihre Mängel. Einige Genossen haben die Sache so aufgefaßt, als ob die Auflösung der Komintern die Beseitigung jeder Verbindung, jedes Kontakts zwischen den kommunistischen Bruderparteien bedeute. Dabei zeigte die Erfahrung, daß eine derartige Getrenntheit der kommunistischen Parteien voneinander unrichtig, schädlich und im Grunde genommen unnatürlich ist. Die kommunistische Bewegung entwickelt sich im nationalen Rahmen, hat aber gleichzeitig für die Parteien der verschiedenen Länder gemeinsame Aufgaben und Interessen. Es entsteht ein recht sonderbares Bild: die Sozialisten, die sich förmlich überschlugen, um zu beweisen, daß die Komintern angeblich die Richtlinien Moskaus für die Kommunisten aller Länder herausgäbe, haben ihre Internationale wiederhergestellt, während die Kommunisten aus Furcht vor der Verleumdung der Feinde bezüglich der »Hand von Moskau« sogar auf Zusammenkünfte verzichten, ganz zu schweigen von Beratungen über Fragen von gemeinsamem Interesse. Vertreter der verschiedensten Tätigkeitskreise: Gelehrte, Genossenschafter, Gewerkschafter, Jugendliche und Studenten, halten es für möglich, einen internationalen Kontakt aufrechtzuerhalten, ihre Erfahrungen auszutauschen, sich über Fragen ihrer Arbeit zu beraten sowie internationale Konferenzen und Beratungen zu veranstalten. Die Kommunisten hingegen, sogar von Ländern, die miteinander verbündet sind, genieren sich, freundschaftliche Beziehungen untereinander aufzunehmen. Es besteht kein Zweifel darüber, daß eine solche Situation äußerst schädliche Folgen für die Entwicklung der Arbeit der Bruderparteien in sich bergen würde, falls sie weiterhin andauerte. Dieses Bedürfnis nach Beratung und freiwilliger Koordinierung der Tätigkeit der einzelnen Parteien ist jetzt ganz besonders dringlich, wo die andauernde Isolierung zu einer Abnahme des gegenseitigen Verständnisses und zuweilen zu ernsten Fehlern führen kann."

Wir haben all die kühnen Behauptungen, mit denen auch hier bei Shdanow der vergebliche Versuch unternommen wurde und weiter unternommen wird, die Auflösung der Komintern zu rechtfertigen, bereits in unserer Generallinie in

10 Leitsätzen

widerlegt: Dies kann jeder dort nachlesen.

- Die Auflösung der Komintern kann durch Nichts und Niemanden gerechtfertigt werden, denn die Kommunistische Internationale ist die einzige Partei, die das Weltproletariat zum Weltkommunismus führen kann.

- Die Auflösung der Komintern war allein schon aus diesem Grund der schlimmste Verrat am proletarischen Internationalismus, an der sozialistischen Weltrevolution, an der Diktatur des Proletariats.

- Die Auflösung der Komintern war ein Dolchstoß in den Rücken unseres höchsten Ideals - der Weltkommunismus.

- Die Auflösung der Komintern diente nicht der Abschaffung der Klassengesellschaft, sondern ihrer Aufrechterhaltung durch "friedliche Koexistenz" zweier Weltlager.

- Die Auflösung der Komintern war schließlich eine Kriegserklärung gegen die revolutionären Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus, welche stets für die proletarische Internationale eingetreten sind und die gegen diejenigen gekämpft haben, welche der proletarischen Internationale Schaden zufügten oder sie gar versuchten zu liquidieren.

Die Existenz der Komintern (SH) hat die Wahrheit bestätigt, die Lenin in seinem berühmten Satz ausgesprochen hatte:

"Die proletarische Internationale ist niemals gefallen und wird niemals fallen!"

- Die Auflösung der Komintern war eine Kapitulationserklärung gegenüber dem imperialistischen Weltlager und ein durch Nichts wieder gut zu machender Bärendienst für alle diejenigen, die von außen wie von innen an der Liquidierung der Kominform beteiligt waren. Wer die Liquidierung der Komintern rechtfertigt, der rechtfertigt auch die Liquidierung der Kominform, egal in welchen höchsten Tönen man die Komintern und die Kominform lobpreist. Die Liquidatoren der Komintern und der Kominform haben ein und denselben Namen – die modernen Revisionisten ! Und heute sind es die Neo-Revisionisten, die die Verbrechen dieser Liquidatoren an der kommunistischen Weltbewegung und ihrer Kommunistischen Internationale sowie an der Stalinschen Kominform rechtfertigen.


Mit der einstimmigen Annahme des Berichts von Shdanow über die internationale Situation wurde von ausnahmslos allen Delegierten der Kominform, ohne vorherige Diskussion hierüber, sowohl die Rechtfertigung der Auflösung der Komintern als auch die Ablehnung ihrer Wiedergründung bzw. ihre Ersetzung durch die Kominform gleich auf der Gründungskonferenz für eine beschlosse Sache erklärt. Dieser Beschluss der Kominform über Shdanows Bericht bedeutete mit dem ersten Tag ihres Bestehens gleichzeitig ihr unausweichliches Ende.

Die Existenz einer Kommunistischen Internationale ist weder vom Auf und Ab des kapitalistischen Weltlagers noch vom Auf und Ab des sozialistischen Weltlagers abhängig. Folglich ist es niemals erlaubt, die Unentbehrlichkeit ihrer Existenz vor dem Erreichen der klassenlosen Weltgesellschaft in Zweifel zu ziehen, zu widerrufen, zu behindern oder sie gar zu liquidieren.

Gerade beim Aufbau des sozialistischen Weltlagers ist die Kommunistische Internationale unverzichtbar im Kampf für den Sturz des imperialistischen Weltlagers. Wie anders kann sich ein sozialistisches Weltlager ausweiten, wenn nicht durch die sozialistischen Revolutionen in den Ländern des imperialistischen Lagers ? Für den Sturz der Weltbourgeoisie haben alle taktischen Erwägungen absolut untergeordnet zu bleiben und dürfen nicht etwa über die Prinzipien gestellt werden. Und die Fragen der Komintern und der Kominform sind in erster Linie prinzipielle Fragen. Wer diesen prinzipiellen Fragen ausweicht oder des vorübergehenden Vorteils wegen leugnet, ist ein Opportunist, um es einmal klar und deutlich zu sagen. Und diese Opportunisten sind es auch, die unsere Verteidigung der Komintern und der Kominform für reinen „Dogmatismus“ erklären. An den Prinzipien des Marxismus-Leninismus, an der Komintern bzw. an der Kominform festzuhalten ist solange überhaupt nicht dogmatisch wie diese Prinzipien, wie die Komintern bzw. die Kominform unter den veränderten Weltbedingungen ihre gültige Berechtigung behalten. Der Dogmatismus fängt erst dort an, wo man sich weigert, solche Prinzipien über Bord zu werfen, die unter veränderten Bedingungen durch entsprechend neue Prinzipien ersetzt werden müssen. So muss man also folglich die Kominform solange verwerfen, bis es wieder ein neues sozialistisches Weltlager gibt. Hingegen behält die Komintern davon ungeachtet ihre unumstößliche Existenzberechtigung, solange es ein Weltproletariat gibt, egal ob an der Macht oder nicht an der Macht.

Ohne Kommunistische Internationale kann die Beseitigung der Unvermeidlichkeit der Restauration des Kapitalismus nicht garantiert werden. Eine Kominform kann die Beseitigung der Unvermeidbarkeit der Restauration des Kapitalismus im sozialistischen Weltlager jedenfalls nicht garantieren, wie die Geschichte gezeigt hat. Solange das imperialistische Weltlager existiert, bietet die „friedliche Koexistenz“ zwischen den beiden Weltlagern keinerlei Garantie, um die drohende Gefahr der Restauration des Kapitalismus für immer zu beseitigen.

Die Lehre des Stalinismus-Hoxhaismus besteht darin, dass nicht nur der Sozialismus in der Sowjetunion nur durch den Sieg des Sozialismus im Weltmaßstab gesichert wird, sondern auch der Sieg des Sozialismus im sozialistischen Weltlager.

Länder der Diktatur des Proletariats, die dem sozialistischen Internationalismus verpflichtet sind, bleiben auch dem proletarischen Internationalismus gegenüber verpflichtet. Und man kann sich nur zum proletarischen Internationalismus verpflichten, wenn man sich der Kommunistischen Internationale verpflichtet. Eine Kominform, die sich nicht gegenüber der Kommunistischen Internationale verpflichtet füllt, verlässt damit auch den Boden des proletarischen Internationalismus. Wenn die Kominform die Wiedergründung einer entarteten Komintern unter Führung Dimitroffs abgelehnt hätte, wären wir damit sehr einverstanden gewesen. Aber die Kominform hat Dimitroff nie kritisiert oder verurteilt. Sie hat diesen Liquidator der Komintern Lenins und Stalins von Anfang bis Ende stets verteidigt, anstatt die Komintern Lenins und Stalins zu reorganisieren. Wie kann eine Kominform für die Zusammenarbeit und den Zusammenschluss der Kommunistischen Parteien sein, wenn die Kominform gleichzeitig ihre Auflösung als Sektionen der Komintern gerechtfertigt hat ? Müssen denn die Sektionen unter Führung der Komintern nicht die höchste Form der Klassenorganisation des Proletariats in den einzelnen Ländern sein ?

Durch die Auflösung der Komintern zerriss das internationalistische Band, welches alle Sektionen zusammen geführt und zusammen gehalten hatte, um gemeinsam für die sozialistische Weltrevolution zu kämpfen, traten infolgedessen all jene nationalistischen Tendenzen in den kommunistischen Parteien zum Vorschein ("eigener nationaler Weg zum Sozialismus", siehe: Titoismus, Browderismus usw.), denen Stalin den Kampf angesagt hatte. Aber die Kominform konnte und wollte dieses internationalistische Band nicht wieder herstellen, weil sie sich von Anfang an dem Wiederaufbau der Komintern verweigert hatte.


Der Übergang der Diktatur des Proletariats im sozialistischen Weltlager zur Diktatur des Weltproletariats ist unmöglich ohne den revolutionären Sturz des imperialistischen Weltlagers. Und dieser Sturz des imperialistischen Weltlagers ist wiederum ohne die sozialistische Weltrevolution des gesamten Weltproletariats unter Führung der Kommunistischen Internationale unmöglich.
Jede „Rechtfertigung“ einer vorzeitigen Auflösung der Komintern kann also nichts anderes bedeuten als die Rechtfertigung der Verlängerung der Herrschaft des imperialistischen Weltlagers, ist somit die Rechtfertigung der Unmöglichkeit des Übergangs zum Weltsozialismus und zum Weltkommunismus.

Es macht einen großen Unterschied, ob die Komintern sich selbst auflöst, bzw. ihr Wiederaufbau von der Kominform von vorn herein kategorisch abgelehnt wird, oder ob die Komintern durch die internationale Konterrevolution von außen zerschmettert wird. Im ersten Fall handelt es sich um die feige Kapitulation gegenüber der Weltbourgeoisie, im letzteren Fall aber wird die Komintern umgehend ihre Reorganisierung in Angriff nehmen, weil dies der Marxismus-Leninismus-Stalinismus-Hoxhaismus lehrt.

Nur weil die Oktoberrevolution NOCH nicht zum Sieg der Weltrevolution geführt hat, geben wir Stalinisten-Hoxhaisten doch nicht den Kampf für die Weltrevolution auf ! Solange das Weltproletariat für seine Befreiung kämpfen muss, muss auch die Weltbourgeoisie zwecks Aufrechterhaltung ihrer Macht versuchen, unsere Kommunistische Internationale zu zerstören. Und selbst wenn dem Weltimperialismus die Verhinderung des Wiederaufbaus der Kommunistischen Internationale zum hundertsten Mal gelingen sollte, dann werden wir eben zum 101. Male die Kommunistische Internationale wieder aufbauen – und darüber hinaus solange, bis die Kommunistische Internationale ihre weltproletarische Mission siegreich beendet hat. Alle "Theorien", die uns Stalinisten-Hoxhaisten vom Aufbau oder Wiederaufbau der Komintern (SH) abzuhalten versuchen, dienen dem Klassenfeind des Weltproletariats. Und hierzu gehört auch die Rechtfertigung des Beschlusses der Kominform, den Wiederaufbau der Komintern abzulehnen, egal mit welchen "Argumenten" diese Rechtfertigung aufrecht erhalten wurde und wird.


Wenn Dimitroff die Komintern aufgelöst hat, dann ist das schon schlimm genug. Wenn aber Shdanow als Leiter der Delegation der KPdSU (B) vier Jahre später die gleichen Gründe für die Auflösung wiederholt, dann sind sie dadurch nicht etwa "richtig" geworden. Unseres Wissens nach hat die KPdSU (B) Shdanows Ablehnung der Anerkennung ihrer weiteren Notwendigkeit nie und nirgends widersprochen, so dass wir davon ausgehen müssen, dass die KPdSU (B) mit der Einberufung der Kominform den Sarg der Komintern 1947 noch tiefer ins Erdreich gesenkt hat. Und wer sind die Wächter am Grab der Komintern? Die Wächter am Grab der Komintern können nur Renegaten sein, die den Sieg der Oktoberrevolution, welche den Beginn der Weltrevolution ankündigte, längst vergessen haben.

"Der Leninismus ist der Marxismus in der Epoche des Imperialismus und der proletarischen Revolution. Genauer: der Leninismus ist die Theorie und Taktik der proletarischen Revolution im allgemeinen, die Theorie und Taktik der Diktatur des Proletariats im besonderen."

Von wem stammt diese Definition des Leninismus? Natürlich von Stalin. Und Stalin lehrt uns auch, warum diese Definition richtig ist:

"Ist diese Definition richtig?

Ich glaube, daß sie richtig ist. Sie ist erstens richtig, weil sie richtig auf die historischen Wurzeln des Leninismus hinweist, indem sie ihn als den Marxismus der EPOCHE DES IMPERIALISMUS kennzeichnet, im Gegensatz zu gewissen Kritikern Lenins, die irrtümlich glauben, daß der Leninismus nach dem imperialistischen Kriege entstanden sei. Sie ist zweitens richtig, weil sie den internationalen Charakter des Leninismus richtig hervorhebt, im Gegensatz zur Sozialdemokratie, die der Ansicht ist, der Leninismus sei nur unter den nationalen russischen Verhältnissen anwendbar. Sie ist drittens richtig, weil sie den organischen Zusammenhang des Leninismus mit der Marxschen Lehre richtig hervorhebt, indem sie ihn als den MARXISMUS der Epoche des Imperialismus kennzeichnet, im Gegensatz zu gewissen Kritikern des Leninismus, die diesen nicht für eine Weiterentwicklung des Marxismus halten, sondern nur für eine Wiederherstellung des Marxismus und dessen Anwendung auf die russische Wirklichkeit."

Hat sich mit dem sozialistischen Weltlager und mit der Kominform irgendetwas an der Epoche des Imperialismus geändert ? Nein.

Hat sich mit dem sozialistischen Weltlager und der Kominform irgendetwas geändert an dem internationalen Charakter des Leninismus ? Nein.

Hat sich durch das sozialistische Weltlager und die Kominform irgendetwas geändert am Leninismus als Marxismus in der Epoche des Imperialismus ? Nein.

Hat sich an der leninistischen Theorie und Taktik der proletarischen Revolution und der Diktatur des Proletariats irgendetwas geändet durch das sozialistische Weltlager und die Kominform ? Nein.

Kann man also auf Grund der weiteren Gültigkeit des Leninismus zur Zeit des sozialistischen Weltlagers und der Kominform die von Lenin gegründete Komintern zum alten Eisen werfen ? Nein.

Wer die Komintern zu Grabe trägt, hat auch den Leninismus zu Grabe getragen.



In einem höchst wahrscheinlich von Traicho Kostoff geschriebenen Bericht erklärte Stalin der bulgarischen Delegation 1946 angeblich Folgendes:

"Wir werden den alten Stil der Kommunistischen Internationale nicht wiederherstellen, und nicht der These von Marx folgen, wonach die Revolution in allen Ländern gleichzeitig stattfinden würde. Das entspricht nicht mehr unserer gegenwärtigen Ideologie. " Sollen das etwa Argumente gegen die sozialistische Weltrevolution und die Komintern sein?

Wenn Stalin dies tatsächlich gesagt haben soll,

[was bislang nirgends gesichert dokumentiert ist. Anmerkung: Dieses Zitat stammt von einem bulgarischen Verräter, der mit Zustimmung des Genossen Stalin am 16. Dezember 1949 (also genau 1 Monat nach der 3. Konferenz der Kominform, an deren ersten beiden Konferenzen er noch teilgenommen hatte!) hingerichtet und am 6 November 1956 von den modernen Revisionisten wieder rehabilitiert wurde!]

dann hat Stalin hier nur den „alten Stil“ der Komintern nicht wieder herstellen wollen. Kann man damit einverstanden sein? Ja, das kann man bedenkenlos.

Die Komintern (SH) hat das alte Modell der Komintern als bloße Dachorganisation des Zusammenschlusses nationaler kommunistischer Parteien verworfen. Unter den gegenwärtigen Bedingungen der Globalisierung des Weltproletariats haben wir dieses veraltete Modell durch ein globalisiertes Modell ersetzt, wonach es auf der Welt nur noch eine einzige kommunistische Partei gibt, nämlich die Weltpartei des Stalinismus-Hoxhaismus, mit ihren eigenen Sektionen in jedem Land der Welt.

Und dann besagt das außerdem nicht etwa, der Weltrevolution abzuschwören, sondern nur eine Modifikation, die Art und Weise, den Weg ihrer Verwirklichung – eben nicht auf einen Schlag, nicht gleichzeitig in allen Ländern ! Stalin hat diesen Standpunkt nicht erst 1946 vertreten, sondern schon von Anfang an. Kann man also auch damit einverstanden sein? Damit muss man sogar unbedingt einverstanden sein, denn jeder weiß, dass sich die weltrevolutionären Prozesse auf dem gesamten Erdball im Verlauf von 100 Jahren weiter entwickelt haben. An diesem hundertjährigen objektiven Prozess des Heranreifens der sozialistischen Weltrevolution zerschellt jeder Versuch, der sozialistischen Weltrevolution das falsche Etikett des so genannten „gleichzeitigen Losschlagens“ aufzukleben. Weder Lenin und Stalin, noch Enver Hoxha haben jemals diese „Gleichzeitigkeit“ der Revolution propagiert. Im Gegenteil. Sie haben stets die Gesetzmäßigkeit der Ungleichmäßigkeit der Entwicklung des Kapitalismus in den verschiedenen Ländern propagiert. Aber wir wissen auch, warum die Feinde der Weltrevolution ihr dieses „gleichzeitige“ Schwindeletikett verpasst haben. Die dahinter steckende Absicht ist leicht zu durchschauen. Das Weltproletariat soll keinerlei Gedanken an die „Illusion“ von der Weltrevolution verschwenden. Als man dieses Etikett der Weltrevolution noch vor der Globalisierung aufgeklebt hatte, war das schon eine 100%ige Leugnung und Verfälschung der proletarischen Lehre von der sozialistischen Weltrevolution. Aber der Weltrevolution dieses Etikett im Zeitalter der Globalisierung wieder neu aufkleben zu wollen, das ist ein noch größeres Verbrechen am Kommunismus, denn der heutige Prozess der Globalisierung ist nun einmal ein objektiver Prozess der Globalisierung von Imperialismus und Revolution.

Zum Unterschied zur Zeit von Marx und Engels, als die kommunistische Weltbewegung noch in ihren Kinderschuhen steckte, gab es zur Zeit Stalins bereits ein sozialistisches Weltlager, innerhalb dessen die Sowjetunion sogar eine Weltmacht darstellte und die imperialistischen Weltmächte außerordentlich dezimiert - und geschwächt wie danch nie wieder. Diese äußerst günstigen Bedingungen eröffneten dem Weltproletariat neue Wege seiner Befreiung, angefangen mit dem Weg zum Sozialismus in den Volksdemokratien.

Enver Hoxha sprach ebenfalls von einer „Verschiebung des Kräfteverhältnisses zu Gunsten des Sozialismus und [!] der Revolution“ in der Nachkriegszeit. Enver Hoxha hat also niemals die Frage von Sozialismus und Revolution getrennt, auch nicht zur günstigen Nachkriegszeit, zur Zeit der Kominform. Im Gegenteil: „Diese Veränderungen [in der Nachkriegszeit]“, schreibt Enver Hoxha, „setzten die Frage der Revolution und [!] des Sieges des Sozialismus nicht nur in einem oder zwei Ländern, sondern in ganzen Regionen und Kontinenten [!] auf die Tagesordnung [!] .“ (Enver Hoxha, in: „Eurokommunismus“, Seite 17-18)

Was kann Genosse Enver Hoxha mit der Frage der Revolution auf „ganzen Kontinenten“ anderes gemeint haben, als die sozialistische Weltrevolution? Und wenn Stalin das Gegenteil gesagt haben soll, dann könnte Enver Hoxha nicht der Schüler Stalins sein. Wenn jedoch jemand den Sozialismus von der Revolution getrennt hat, dann war es nicht Stalin, sondern waren es die Revisionisten, und zwar alle wie sie da waren – innerhalb und außerhalb der Kominform!

Es dürften also keinerlei Meinungsverschiedenheiten darüber bestehen, dass diese von der Roten Armee geschaffene außerordentlich günstige Weltlage heute nicht mehr vorhanden ist und auf die gleiche Weise auch nicht wieder entstehen wird. Deswegen kann die alte Formel Stalins nicht als Grundlage der Generallinie der Komintern (SH) gültig sein. Heute handelt es sich nicht nur um Bedingungen der Alleinherrschaft des Weltkapitals, sondern um einen internationalen Klassenkampf zwischen Weltbourgeoisie und Weltproletariat, um eine globalisierte Konterrevolution gegen ein bereits globalisiertes Weltproletariat. Heute kann die globalisierte Konterrevolution nur durch eine globalisierte Revolution besiegt werden. Heute ist die sozialistische Weltrevolution unvermeidlich. Sie nimmt daher die zentrale Bedeutung in der Generallinie der Komintern (SH) ein. Es wäre ein Verbrechen am Weltproletariat, und ein dogmatischer Irrtum, diese historische Ungleichheit der Bedingungen zwischen heute und damals zu ignorieren oder gar in einen Topf zu werfen. Man kann den Stalinismus also heute nur verteidigen, wenn man den Stalinismus unter den Bedingungen von damals ersetzt durch den Stalinismus unter den Bedingungen von heute. Stalin kann dies nicht mehr tun, weil er tot ist. Aber wir Stalinisten, die wir lebendig und nicht dogmatisch verknöchert sind, können und müssen dies tun, weil es unsere Pflicht ist, die proletarische Ideologie – wie Stalin es getan hat - den neuesten Bedingungen anzupassen, sprich: die proletarische Ideologie stirbt, wenn sie nicht weiter entwickelt wird. Eben das unterscheidet uns ganz wesentlich von den Neo-Revisionisten, die dazu entweder nicht fähig sind, oder zu feige dazu sind. Sie begnügen sich mit der Feststellung, dass wir angeblich allein deswegen „Anti-Stalinisten“ seien, weil wir uns „anmaßen“, den alten Stalinismus von damals nicht auf die heutigen Verhältnisse übertragen zu wollen. Was wären das für Klassiker des Marxismus-Leninismus, wenn sie es nicht wagen würden, alte Losungen zu verwerfen und durch neue zu ersetzen ? Und was wären wir für Schüler, wenn wir nicht wagen würden, den Marxismus-Leninismus auf die heutigen Verhältnisse anzuwenden, was unmöglich ist, ohne sich von alten Losungen zu trennen, die nicht mehr zeitgemäß sind und uns auf dem Weg zur sozialistischen Weltrevolution nicht mehr weiter helfen können. Hierzu haben wir in unserer

„Plattform“ (2009)

ausführlich Stellung genommen.

Genauso wenig wie Stalin eine "anti-marxistische" Position angenommen hatte, als er die gleichzeitige Revolution in allen Ländern verwarf, genauso wenig nehmen wir heute eine "anti-stalinistische" Haltung ein, wenn wir die nicht mehr vorhandenen Bedingungen des sozialistischen Weltlagers unter Führung der Sowjetunion verwerfen und stattdessen die globalisierte sozialistische Weltrevolution als Generallinie festgelegt haben.

Und genauso verwerfen wir das alte Modell der Volksdemokratien, welches unter den Bedingungen der Sowjetmacht entstand. Stattdessen stützen wir uns im Verlauf des Sieges der sozialistischen Weltrevolution auf neu entstehende, auf weltsozialistische Staaten.



 

 

4. Die revisionistische "Shdanow–These" von den zwei Weltlagern



Genosse Enver Hoxha hat als einer der Ersten die Truman Doktrin bekämpft, mit dem die griechischen Monarcho-Faschisten Albanien militärisch provozierten. Enver Hoxha war sich bewusst darüber, dass die Truman Doktrin eine drohende Kriegsgefahr nicht nur für Albanien bedeutete. Er nahm daher in der Einschätzung der beiden feindlich gegenüber stehenden Weltlager eine marxistisch-leninistische Haltung ein:

"Das sozialistische Lager (steht) dem imperialistischen Lager (...) gegenüber." (Enver Hoxha: 16. November 1960)


Die Truman-Doktrin vom 12. März 1947 besagt, dass die Welt in zwei Lager gespalten sei. Zitat von Truman:

Im gegenwärtigen Moment in der Weltgeschichte muss fast jede Nation zwischen alternativen Lebensformen wählen. Die Wahl ist zu oft nicht frei. Ein Lebensweg beruht auf dem Willen der Mehrheit und unterscheidet sich durch freie Institutionen, repräsentative Regierungen, freie Wahlen, Garantien der individuellen Freiheit, Freiheit der Rede und Religion und Freiheit von politische Unterdrückung. Die zweite Lebensweise beruht auf dem Willen einer Minderheit, die der Mehrheit gewaltsam auferlegt wird. Es beruht auf Terror und Unterdrückung, einer kontrollierten Presse und Radio; feste Wahlen und die Unterdrückung der persönlichen Freiheiten.“

In unsere Worte übersetzt bedeutet die Truman-Doktrin von der angeblichen „freien Welt“ (womit der Kapitalismus gemeint ist) auf der einen Seite und der Welt des angeblichen „Totalitarismus“ ( womit Sozialismus gemeint ist) auf der anderen Seite, also die Teilung der Welt in ein kapitalistisches und sozialistisches Weltlager.

Trumans Doktrin war die Doktrin des amerikanischen Imperialismus, der Rolle des Weltführers zu spielen, um die Welt vor dem Kommunismus zu retten.


Als Antwort darauf formulierte Schdanow seine "Theorie von den zwei Weltlagern" auf der ersten Kominform-Konferenz am 22. September 1947 – also ein halbes Jahr später. In seiner Rede über die internationale Lage spricht Schdanow vom

"Entstehen von zwei Lagern, des imperialistischen und antidemokratischen Lagers einerseits und des antiimperialistischen und demokratischen andererseits."

Diese Definition ist unserer Meinung nach eine Verfälschung des Marxismus-Leninismus. Der Marxismus-Leninismus teilt die beiden Weltlager in das kapitalistische und sozialistische Weltlager und nicht in ein "demokratisches und anti-demokratisches" Weltlager.

Dies ist und bleibt unsere Meinung, selbst wenn es wahr sein sollte, dass Stalin angeblich Schdanows Bericht über die internationale Situation am 16. Juni 1948 genehmigt haben soll (laut Vorwort des Buches über die 3 Kominform-Konferenzen, das wir in russischer Sprache veröffentlicht haben):



Банда Тито

орудие американо-английских поджигателей войны

Госполитиздат 1951 год.

Грибанов (Gribanov), 1951


Wir halten die Wiedererrichtung des sozialistischen Weltlagers, wie es zur Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Tode Stalins existierte, für eine gefährliche Illusion, denn es ist und bleibt eine historische Tatsache, dass es sich in ein revisionistisches Weltlager verwandelte, welches den Aufbau des Sozialismus verhinderte. Wir kämpfen stattdessen für ein weltsozialistisches Lager, welches durch nichts Anderes als durch den Sieg der sozialistischen Weltrevolution entsteht, und zwar genauso wie die Sowjetunion durch die Oktoberrevolution entstanden ist. Die Entstehung zweier Weltlager beruht auf dem Sieg der sozialistischen Revolution, auf dem Sieg des proletarischen Lagers und auf Nichts Anderem. Wer versucht, den alten Weg des sozialistischen Weltlagers mit dem neuen Weg des weltsozialistischen Lagers zu versöhnen, nimmt uns gegenüber eine zentristische Haltung ein. Unsere Demarkationslinie gegen den Neo-Revisionismus beginnt folglich mit der Abgrenzung von zentristischen Linien, die alle in die gleiche Richtung führen – ins Lager der Weltbourgeoisie.


Bei der Bestimmung der zwei Weltlager durch die Kominform darf man Taktik nicht mit Prinzipien verwechseln. Die wissenschaftliche Definition der beiden Weltlager kann nur auf dem Boden der Prinzipien des Marxismus-Leninismus erfolgen.

Natürlich weisen wir den Vorwurf der Weltimperialisten zurück, dass sowohl die Komintern als auch danach die Kominform den Interessen der Sowjetunion angeblich "untergeordnet worden seien". Ist es nicht genau umgekehrt?

Die Sowjetunion Lenins und Stalins hatte sich von Anfang bis Ende (bis zum Tode Stalins) in den Dienst des Weltproletariats und der sozialistischen Weltrevolution gestellt, geleitet vom kommunistischen Prinzip des proletarischen Internationalismus.

Und genau diese Tatsache war den Weltimperialisten ein Dorn im Auge, weswegen ihre gekauften Geschichtsschreiber die Sowjetunion und die bolschewistische Partei Lenins und Stalins weiterhin verunglimpfen.

Was soll also in den Augen der unterdrückten und ausgebeuteten Klassen am Weltlager der Sowjetunion Lenins und Stalins so "verwerflich" gewesen sein?

Ist es nicht klar, dass das von der Sowjetunion Stalins geführte Weltlager dem Wesen nach nichts Anderes sein konnte als das sozialistische Lager des Weltproletariats, egal wie es sich genannt haben mochte, ob nun "demokratisch", "anti-imperialistisch" oder sonst wie ? Die Kominform bezeichnete die UdSSR hingegen lediglich als ein „demokratisches Land“, während wir Stalinisten-Hoxhaisten daran festhalten, dass die UdSSR ein sozialistisches Land war.

Bekanntlich verbergen wir Kommunisten uns nicht hinter einem "demokratischen" Schleier, sondern sagen offen unsere Meinung, nämlich dass wir die Diktatur der Bourgeoisie durch die sozialistische Revolution stürzen und die Diktatur des Proletariats errichten. Von dieser Definition war die Kominform weit entfernt, weswegen wir sie kritisieren müssen.

Es war kein kapitalistisches Weltlager (ob nun demokratisch oder faschistisch, Kapitalismus führt stets zum Faschismus!), sondern ein sozialistisches Weltlager, das Lager der proletarischen und nicht der bürgerlichen Demokratie. Wer das nicht auseinanderhält, betrügt die Massen.

Die Komintern (SH) definiert die beiden Weltlager - genauso wie zur Zeit der Oktoberrevolution, so auch zur Zeit der Kominform - als Weltlager des Imperialismus, dem das Weltlager des Sozialismus gegenüberstand.

Das ist die leninistische Definition, an der sich dem Wesen nach bis heute nichts geändert hat, selbst dann nicht, wenn das heutige "sozialistische Weltlager" als internationale Kampffront der kommunistischen Weltbewegung nicht mehr über den Hebel eine seinzigen sozialistischen Landes verfügt, so besteht es unter Führung der Komintern (SH) weiter und bleibt bestehen bis zum Sieg des Weltsozialismus.

Enver Hoxha hat die leninistisch-stalinistische Theorie von den zwei Weltlagern auch zur Zeit der Kominform verteidigt, als Shdanow seine revisionistische "Zwei-Weltlager"-Theorie als Richtschnur für die Generallinie der kommunistischen Weltbewegung ausgab:

"Wiederum und mit neuer Kraft bestätigte sich ihre [die unsterbliche Theorie von Marx, Engels, Lenin und Stalin] Lebenskraft und Richtigkeit im größten Krieg, den die Menschheit bis heute erlebt hat, einem Krieg, in dem ZWEI WELTEN, DIE SOZIALISTISCHE UND DIE KAPITALISTISCHE WELT, aufeinander prallten." [Enver Hoxha, in "Eurokommunismus", Seite 20 – Hervorhebung durch die Komintern (SH)]


Im Weltsozialismus gibt es keine zwei Weltlager mehr, und somit auch nicht die friedliche Koexistenz der beiden antagonistischen Gesellschaftsformationen mehr. Dadurch entscheidet sich ja gerade die erste von der zweiten Periode des Sozialismus. Das Wesen des Weltsozialismus unterscheidet sich vom Wesen des Sozialismus „in einem“ Land – und gleichfalls des sozialistische Weltlagers – eben darin, dass die Teilung der Welt in zwei entgegengesetzte Gesellschaftsformationen aufgehoben ist.

Die Politik der zwei Weltlager ist der Politik der Weltrevolution untergeordnet, dient ihr und darf sie nicht ersetzen, darf sie nicht für überflüssig erklären. Entscheidend ist der kommunistische Charakter des sozialistischen Weltlagers:

´“Die Organisierung der Kräfte der Weltrevolution ist deshalb nur auf der Plattform des Kommunismus möglich“ (Programm der Komintern 1928).

Ziel ist zunächst die Zerschlagung des Weltkapitalismus und das kann nur das Weltproletariat, formiert als eine internationale Klasse. Wie die Geschichte bewiesen hat, reicht dafür die friedliche Koexistenz der zwei Weltlager - allein und für sich genommen - nicht aus, kommt das Weltproletariat nicht an die sozialistische Weltrevolution heran, verwandelt sich die friedliche Koexistenz Lenins und Stalins von einer Triebfeder zu einem Hemmschuh der Weltrevolution. Fazit: Mit einer solchen revisionistischen Auslegung der Politik des sozialistischen Weltlagers, mit der die Weltrevolution faktisch für überflüssig erklärt wird, kommt man nicht etwa zum Weltsozialismus, sondern endet geradewegs im Weltkapitalismus. Und diese falschen Auffassungen von den beiden Weltlagern waren im Endeffekt Auffassungen zur Liquidierung des sozialistischen Weltlagers, waren Auffassungen, die gegen die Weltrevolution des Weltproletariats gerichtet waren – konterrevolutionäre Auffassungen des modernen Revisionismus, Auffassungen der Agenturen der Weltbourgeoisie zur Restauration des Weltkapitalismus.

Man darf also die Koexistenz der beiden Gesellschaftsordnungen nicht zum „ehernen Gesetz“ erheben, sondern muss sie als eine unvermeidliche taktische Stufe auf dem Weg zum Weltsozialismus begreifen, die man möglichst bald hinter sich lassen muss. Verabsolutiert man die friedliche Koexistenz, richtet man sich gemütlich auf ihr ein, verliert man dabei die Weltrevolution aus den Augen, begnügt man sich mit dem Erreichten, dann bedeutet das unweigerlich die Restauration des Kapitalismus und Abkehr von der Lehre Lenins über die friedliche Koexistenz. Die Phase der zwei Weltlager ist noch keine Garantie für den endgültigen Sieg des Sozialismus und kann es auch gar nicht sein. Wer das Gegenteil behauptet, ist ein Revisionist. Die Kommunistischen Parteien verließen den stalinistischen Kurs, um sich dem revisionistischen Kurs zuzuwenden und sich von einer bürgerlichen Politik leiten zu lassen. Sie passten sich an das kapitalistische Lager an, um sich später diesem anzubiedern, anstatt es revolutionär zu überwinden. Der subjektive Faktor versagte in diesem welthistorischen Augenblick der nahen politischen Machtübernahme des Weltproletariats insofern, als dieser von der Tagesordnung der Ziele und Prinzipien des proletarischen Internationalismus gestrichen wurde.

Man muss in der Kominform-Rede Shdanows die revolutionären, sozialistischen Klasseninteressen des Proletariats wie eine Stecknadel im Heuhaufen suchen. Das Wort „Klassenkampf“ kommt darin nicht ein einziges Mal vor, geschweige denn das Wort „Weltrevolution“, das weltproletarische Banner der einstigen Kommunistischen Internationale, und auch vom proletarischen Internationalismus ist in Shdanows Rede nichts – aber auch rein gar nichts - zu finden. Das Proletariat soll mit seiner Weltpolitik für alles Mögliche kämpfen, nur nicht für den Kommunismus, nur nicht für seine eigenen revolutionären Klasseninteressen. Stalin hat niemals vergessen, dass alle Teilungen in Weltlager, Teilungen in antagonistische Klassenlager und keine klassenversöhnlerische Weltlager sind, dass die Klasse des Weltproletariats der Klasse der Weltbourgeoisie im internationalen Klassenkampf feindlich gegenübersteht, dass dieser Klassenkampf mit der Beseitigung der Weltbourgeoisie beginnt und mit der klassenlosen Gesellschaft, mit dem Absterben der Klasse einschließlich des Weltproletariats im Kommunismus endet. Der Stalinismus lehrt, dass die beiden Weltlager einen Kampf auf Leben und Tod führen, dass der Klassenkampf des Weltproletariats gegen die Weltbourgeoisie dabei die Haupttriebfeder ist.

So spaltet sich die moderne Gesellschaft in zwei große Lager, jedes dieser Lager organisiert sich zu einer besonderen Klasse, der zwischen ihnen entbrannte Klassenkampf wird mit jedem Tag tiefer und stärker, und um diese beiden Lager scharen sich alle übrigen Gruppen zusammen“ (Stalin, Band 1, Seite 247).


Im Lager der bürgerlichen Demokratie hat sich noch nie proletarische Demokratie entwickelt und wird sie sich niemals entwickeln können. Proletarische Demokratie ist nur unter der Diktatur des Proletariats zu verwirklichen, also nur auf den Trümmern der bürgerlichen Demokratie. Die Diktatur des Proletariats ist nur auf dem Wege der gewaltsamen Revolution des Proletariats, nur durch den Sturz der Bourgeoisie samt ihrer bürgerlichen Demokratie herzustellen. Und nur auf dieser prinzipienfesten Grundlage kämpft das sozialistische Weltlager gegen das kapitalistische Weltlager. Hier kommen wir zum entscheidenden Argument Lenins, das wir gegen das so genannte demokratische Weltlager ins Feld führen:

Die Marxisten aber wissen, dass die Demokratie die Klassenunterdrückung nicht beseitigt, sondern lediglich den Klassenkampf reiner, breiter, offener, schärfer gestaltet, und das ist es, was wir brauchen“ (Lenin, Band 23, Seite 68).

Mit „lediglich“ meinte Lenin jedoch nicht „verzichtbar.“ Im Genteil, Lenin betont:

Der Sozialismus ist in zweifachem Sinne ohne die Demokratie unmöglich: 1. das Proletariat wird die sozialistische Revolution nicht durchführen können, wenn es sich nicht durch den Kampf für die Demokratie auf die Revolution vorbereitet; 2. ohne restlose Verwirklichung der Demokratie kann der siegreiche Sozialismus seinen Sieg nicht behaupten und das Absterben des Staates für die Menschheit nicht Wirklichkeit werden lassen“ (Lenin, Band 23, Seite 69).

Diese Lenin´ sche Lehre ist sowohl gültig im nationalen wie auch im internationalen Maßstab und das kann nur heißen:

Nicht das demokratische, sondern das sozialistische Weltlager beseitigt die Klassenunterdrückung des weltimperialistischen Lagers – Der Weltsozialismus ist nicht ohne restlose Verwirklichung der Weltdemokratie möglich. Nur beides zusammengenommen führt zum gewünschten Ergebnis. Trennt man beides, hat das die unvermeidliche Niederlage des Sozialismus zur Folge , und diese Niederlage hat sich bekanntlich historisch bestätigt.

Obwohl die Entfaltung der Demokratie unter den Bedingungen des Weltimperialismus eng begrenzt und formal ist, obwohl sie nur bedingt verwirklicht werden kann, proklamieren wir Marxisten-Leninisten deshalb noch lange nicht den Verzicht auf die Organisierung unserer demokratischen Weltfront, denn ein Verzicht auf die demokratische Weltfront des sozialistischen Weltlagers hieße, überhaupt auf den Kampf für den Weltsozialismus zu verzichten, bedeutet im leninschen Sinne die Unmöglichkeit des Weltsozialismus. Und diese Unverzichtbarkeit des demokratischen Kampfes traf gebieterisch auf die besonders günstige Situation nach dem Zweiten Weltkrieg zu, nämlich jene günstige Situation, den ansonsten eng begrenzten Rahmen der bürgerlichen Demokratie zum schwächsten Zeitpunkt der Weltbourgeoisie bis zu einem gewissen Grade zu sprengen und mit der Niederlage des Faschismus dem Weltproletariat den Weg zur proletarischen Demokratie zu öffnen und ihm das Erreichen des Zieles der Diktatur des Proletariats zu erleichtern.

Dort wo der Krieg die ökonomische Basis der Herrschaft der Bourgeoisie erschüttert und fast völlig zerstört hatte, mochte allein der demokratische Wille der Massen ausgereicht haben, um den Wiederaufbau in die eigene Hand nehmen zu können , ohne dass mit einem nennenswerten Widerstand der Fabrik- und Grundbesitzer gerechnet werden musste. Mit dem Sturz des Faschismus, mit dem Ende des Krieges und dem unmittelbaren Beginn der Nachkriegszeit gab es tatsächlich für ganz kurze Zeit eine solche friedliche und demokratische Phase als die letzte Chance, nach bestialischem Krieg und Faschismus erneut Opfer eines drohenden Weltbürgerkriegs zu vermeiden und die friedliche Entwicklung der Weltrevolution auszunutzen auf Grund des tiefen Friedenswunsches und des überwältigenden Bedürfnisses nach Demokratie bei den Millionenmassen in der ganzen Welt. Das war eine ähnliche (nur diesmal im Weltmaßstab) Situation wie zwischen der Februar- und der Oktoberrevolution, wo Lenin auf Grund der verheerenden Situation am Ausgang des Ersten Weltkrieges die Ausnutzung der Möglichkeiten für eine friedliche Entwicklung der Revolution hinarbeitete, um den drohenden Bürgerkrieg in Russland zu verhindern (siehe Lenin, Band 26). Auch bei noch so geringer Chance war diese demokratische Taktik der Weltrevolution auf Grund des vorhandenen sozialistischen Weltlagers, auf Grund der Massenbasis einerseits und der geschwächten Lage der Bourgeoisie andererseits nicht unbedingt aussichtslos, wäre es gegen die Grundbedürfnisse der Massen gerichtet, auf einen taktischen Friedensversuch von vornherein zu verzichten oder den Zeitpunkt dieses Versuchs zu versäumen und nutzlos verstreichen zu lassen.

Demokratische Grundsätze der Nachkriegswelt zu verwirklichen, das brauchte das sozialistische Weltlager, das war also natürlich gut. Sogar sehr gut. Dagegen haben wir nichts. Im Gegenteil. Es gab nach dem Zweiten Weltkrieg vielleicht für kurze Zeit eine friedliche Möglichkeit von Zugeständnissen insbesondere gegenüber dem demokratischen Kleinbürgertum (nicht gegenüber der Großbourgeoisie, an deren Regenerierung Stalin nach dem Krieg natürlich überhaupt nicht interessiert sein konnte). Allerdings sprach Stalin auch von konkreten Bedingungen, unter denen man die „patriotische Bourgeoisie“ ausnutzen könne, so äußerte sich Stalin zum Beispiel in einem Gespräch mit Enver Hoxha – März/April 1949:

Lenin lehrt uns, dass die Kommunisten dort, wo die Revolution anti-imperialistischen Charakter trägt, während der ersten Phase der Revolution die Hilfe der patriotischen Bourgeoisie ausnutzen können. Dies hängt natürlich von den konkreten Bedingungen, von der Haltung dieser Bourgeoisie selbst zu den brennendsten Problemen, vor denen das Land steht, ab. In den volksdemokratischen Ländern zum Beispiel hatte sich die Großbourgeoisie mit den deutschen Besatzern eingelassen und ihnen geholfen. Als die Sowjetarmee diese Länder befreite, wählte die gekaufte Bourgeoisie den Weg in die Emigration“ [Stalin, zitiert von Enver Hoxha, in: „Begegnungen mit Stalin, Seite 94, KPD/ML, 1980])

Hinzu kam, dass sich mit dem Großen Vaterländischen Krieg das Kleinbürgertum unter dem Wüten des Hitlerfaschismus zunächst voll auf die Seite des Sowjetpatriotismus gestellt hatte. In der Nachkriegszeit verblasste der Sowjetpatriotismus wieder im Kleinbürgertum. Insbesondere die Intelligenz begann auf den „demokratischen“ (im Gegensatz zum faschistischen) Westen zu schielen. Und das Kleinbürgertum, das sich so vehement auf die Seite des Anti-Faschismus gestellt hatte, fing an, sich mehr für die westliche Demokratie als für die proletarische Demokratie des Ostens zu interessieren. Alle diese Veränderungen nahmen von dem Augenblick an besonders zu als sich die Weltbourgeoisie wieder fing und sich schnell auf dem Weg der Regeneration befand, was ihr hauptsächlich mit der vermögenden Position des amerikanischen Imperialismus möglich war. Schwankte das demokratische Kleinbürgertum für einen Moment zwischen dem kapitalistischen und dem sozialistischen Weltlager hin und her, um sich vielleicht auf die friedlich-demokratische Seite des sozialistischen Weltlagers zu schlagen, wo man ihm [nicht nur ] die [leere] Hand hätte entgegenstrecken müssen, so änderte sich dies mit der schnellen Regeneration und der zunehmend aggressiven Haltung des kapitalistischen Weltlagers mit den USA an der Spitze gegenüber dem sozialistischen Weltlager, stellte sich das schwankende, kapitulantenhafte Verhalten des Kleinbürgertums schnell wieder ein. In Worten sich auf die Seite des vermeintlich Schwächeren zu stellen, um in Taten vor dem Stärkeren zu kapitulieren, darin besteht die Paktiererei des Kleinbürgertums im Weltmaßstab.

Zugeständnisse gegenüber dem Kleinbürgertum hängen nicht nur von der eigenen, von der proletarischen Stärke, sondern auch von der Schwäche des Klassenfeindes ab und das gilt besonders in Kriegssituationen, wo sich das Kräfteverhältnis zwischen Proletariat und Bourgeoisie von Minute zu Minute verändern kann. In Krisen- und Kriegszeiten muss man sich natürlich diese verstärkt auftretenden kleinbürgerlichen Schwankungen zunutze machen, aber man darf sich dabei nicht die Finger verbrennen. Das Proletariat muss in jeder sich rapide verändernden Situation Herr der Lage seiner Bündnispolitik bleiben. Mit dem Beginn des Kalten Krieges schlugen sich wieder immer mehr Kräfte des demokratischen Kleinbürgertums auf die Seite der Bourgeoisie, weswegen Stalin zwar nicht auf die Fortsetzung seines demokratischen Weltkampfes verzichtete, aber die einst noch günstigen Bedingungen hatten sich schnell wieder verschlechtert und das erforderte nicht etwa die Beibehaltung der Taktik für Zugeständnisse, sondern gebot im Gegenteil deren (von den veränderten Bedingungen aufgezwungenen) taktischen Rückzug. Die demokratische Weltfront verläuft nicht statisch, sie bewegt sich zwischen den beiden Weltlagern hin und her und schlug unmittelbar nach dem Krieg stärker aus als im weiteren Verlauf der Nachkriegszeit. All diese Dinge muss man taktisch klug im Auge haben, um optimal damit manövrieren zu können. Manchmal sind die Dinge ausgereizt und dann muss man seine Taktik ändern, wenn man an der demokratischen Weltfront keine Niederlagen erleiden und den Fuß in der Tür behalten will. Auf jeden Fall kann man mit der proletarischen Weltfront nicht so umgehen wie mit der demokratischen Weltfront. Da gibt es wesentliche (Klassen)Unterschiede. Auf keinen Fall darf man sie gleichsetzen oder gar die proletarische Weltfront in der demokratischen Weltfront aufgehen – also untergehen – lassen. Das ist das Entscheidende, was Dimitroff in der antifaschistischen Weltfront schon nicht begriffen hatte. Aus dem Verrat der Komintern-Führung hatte Schdanow keine Lehren gezogen, weswegen er mit seiner "demokratischen" Weltfront unvermeidlich scheitern musste, zum Wohlgefallen des kapitalistischen und zum Schaden des sozialistischen Weltlagers.

Hat sich das Wesen der imperialistischen USA etwa durch den Zweiten Weltkrieg um einen Milimeter geändert ? Natürlich nicht. Warum aber wurde dann die imperialistische USA zur Zeit des Kampfes gegen den Hitlerfaschismus als "demokratisches, antifaschistisches Land" definiert? Nach dem Sieg über den Hitlerfaschismus waren die USA die Führerin des imperialistischen Weltlagers, das nunmehr einem "demokratischen" Weltlager gegenüber stand. Haben wir den Marxismus-Leninismus bei dieser Chamäleon-Verwandlung des amerikanischen "Demokratie"-Begriffs vielleicht nicht richtig begriffen? Vielleicht hätten wir Earl Browder um Rat fragen sollen, der die KPUSA deswegen auflöste, weil er der Meinung war, dass sich das Amerika des Imperialismus von selbst in ein Amerika des Sozialismus verwandeln würde. Tatsache ist hingegen: Die amerikanischen Imperialisten bekämpften den Hitlerfaschismus nur, um dahinter ihren eigenen Faschismus zu verbergen. Der Browderismus war der Wegbereiter des Kapitulantentums gegenüber dem amerikanischen Imperialismus. Dass auch der amerikanische Imperialismus von Anfang an Krieg und Faschismus bedeutete, selbst dann als er sich damals gegen den Hitlerfaschismus richtete, ist eine historische Wahrheit, die sich bis heute mit jedem Tag bewahrheitet hat. Der Plan, in der Nachkriegszeit den Widerspruch zwischen Kapitalismus und Sozialismus, zwischen Bourgeoisie und Proletariat durch Klassenversöhnung zu lösen und mit der friedlichen Koexistenz die ganze Welt zu vereinigen, war eine anti-marxistisch-leninistische Auffassung, die Stalin schon während des Zweiten Weltkrieges zurück gewiesen hatte . Aber erst nach dem Krieg brach dieser Konflikt aus. Und es war schließlich kein anderer auf der Welt als Stalin, der als Erster nach der Kapitulation Hitlers das Weltfeuer gegen den amerikanischen Imperialismus eröffnete, wobei er die Kominform als eine starke Waffen der anti-imperialistischen Einheitsfront einsetzte. Die amerikanischen Imperialisten hatten sich nicht auf die Seite Stalins gestellt, um den Kommunismus zu unterstützen, sondern sie taten dies aus rein imperialistischen Gründen, nämlich im Interesse ihrer Weltherrschaft. Dazu musste mit Hilfe Stalins zuerst Hitler als Konkurrent aus dem Weg geräumt und dann Stalin beseitigt werden, also Stärkung des imperialistischen Weltlagers unter amerikanischer Führung mit dem Ziel der Vernichtung des Kommunismus und der sozialistischen Weltrevolution. Das war und ist die Strategie des amerikanischen Imperialismus bis auf den heutigen Tag. Nach Stalins Sieg über Hitler waren die USA gezwungen, nicht nur sich selbst zu retten, sondern den drohenden Sturz des gesamten imperialistischen Weltlagers durch die weltweite Ausbreitung des sozialistischen Weltlagers zu verhindern. Wenn man den neu veröffentlichten Dokumenten trauen kann, dann kommt darin auch die Position Molotows ans Licht, der – noch bevor er 1947 den Molotow-Plan aufstellte, zu den Vertretern der Zusammenarbeit mit den amerikanischen Imperialisten gehörte, als er vorschlug, sich an der Umsetzung des Marshall-Plans zu beteiligen.



Molotow- / Marshall Plan – 1948


1949 setzte Stalin ihn als Außenminister ab. Auch nach Stalins Tod war Molotow einer derjenigen, die mit den amerikanischen Imperialisten kollaborierten, insbesondere was die "Friedensverhandlungen" der Sowjetrevisionisten betraf.

Wie man die Situation mit Ende des Krieges auch einschätzen mag, - und wir leugnen durchaus nicht, dass es tatsächlich gewisse Kompromisslösungen auf Grund der vorübergehend günstigen Weltlage infolge des Zusammenbruchs des Hitlerfaschismus gegeben haben mochte, bei denen man nachgibt ohne dabei dem sozialistischen Weltlager zu schaden -, aber es bleibt unabhängig von diesen Besonderheiten in der Geschichte stets ein ehernes Gesetz des Marxismus-Leninismus, dass der demokratische Kampf prinzipiell also auch praktisch-konkret dem sozialistischen Kampf dient, diesem untergeordnet ist und nicht umgekehrt. Nur die Opportunisten beschränken ihre Haltung zum „Klassenkampf“ auf die Schaffung, Beibehaltung oder Wiedererrichtung bürgerlicher Verhältnisse. Eben eine Taktik, die nur in einem bestimmten Bereich der (sozialistischen) Politik eingeschlagen wird und die sich für einen kurzen Moment durch die veränderte Weltlage ergibt, eine solche Taktik, die im notwendigen Augenblick wieder fallen gelassen werden muss, sobald die Bedingungen sich geändert haben, eine solche Taktik unzulässig in den Rang von prinzipieller Bedeutung zu erheben, eine konkret auf den Augenblick zugeschnittene Taktik als neue „Generallinie“ deklarieren zu wollen, um auf diese Weise die „veraltete“ Generallinie Stalins zu ersetzen, den gewaltsamen Weg zum Sozialismus durch den friedlichen Weg zum Sozialismus zu ersetzen, eben das entspricht der Physiognomie des Opportunismus in der Frage des „demokratischen Weltlagers“, die im Prinzip die Lösung der Frage des sozialistischen Weltlagers ERSETZEN sollte.


Und Malenkow? In seinem Rechenschaftsbericht an den XIX. Parteitag nimmt er auf dem Gebiet der Außenpolitik der UdSSR die Haltung von „Friede, Freundschaft, Eierkuchen“ ein, anstatt wie Lenin und Stalin am Kommunistischen Manifest festhaltend, den Klassenkampf der Proletarier aller Länder, die Weltrevolution, hochzuhalten und für die Zerschlagung des Kapitalismus und des Weltimperialismus einzutreten. Ganz anders der Genosse Stalin. In seinem Rechenschaftsbericht auf dem XVII. Parteitag sagte er:

Während aber die Bourgeoisie den Weg des Krieges wählt, beschreitet die Arbeiterklasse der kapitalistischen Länder (...) den Weg der Revolution“ (Stalin, Band 13, Seite 265).

Im Rechenschaftsbericht an den XVIII. Parteitag hat Stalin die Frage von Krieg und Revolution allerdings nicht mehr ausdrücklich hervorgehoben, das ist eine Tatsache, die man nicht unter den Teppich kehren darf, wenn man sich Malenkows Rechenschaftsbericht anguckt.

Es ist das Wesen des Imperialismus, immer wieder, und zwar unvermeidlich, Krieg und Faschismus zu erzeugen. Und wie wir in den revisionistischen Ländern gesehen haben, zeigte auch der moderne Revisionismus seine blutige sozialfaschistische und Völker mordende sozialimperialistische Fresse, die nur von der revolutionären Arbeiterklasse poliert werden kann - und Stalin würde uns sicherlich zustimmen, wenn er noch lebte.

Die Komintern (SH) bleibt also mit ihrer heutigen Weltpolitik fest auf dem revolutionären Boden des Leninismus:

Der Leninismus ist die Theorie und Taktik der proletarischen Revolution im Allgemeinen, die Theorie und Taktik der Diktatur des Proletariats im Besonderen“ (Stalin, Die Grundlagen des Leninismus).

Davon war allerdings in der Kominform von Anfang bis Ende nie die Rede.

Der Stalinismus-Hoxhaismus ist die Theorie und Taktik der proletarischen Weltrevolution im Allgemeinen und die Theorie und Taktik der Diktatur des Weltproletariats im Besonderen. Das ist die Antwort der Komintern (SH) an die Komintern-Verräter und alle ihre heutigen Nachbeter.

Lenin hatte die Welt in ein kapitalistisches und in ein sozialistisches Lager aufgeteilt.

Bei Stalin könnten wir ein ganzes Dutzend Zitate anführen und wir haben bereits einige davon zitiert. Nehmen wir ein Zitat aus Stalins Schrift „Über die nächsten Aufgaben des Kommunismus in Georgien und Transkaukasien“ vom 6. Juli 1921:

Es bedarf wohl kaum eines Beweises, dass sich die Welt mit Beginn des Bürgerkriegs in zwei entgegengesetzte Lager gespalten hat, das Lager des Imperialismus mit der Entente an der Spitze und das Lager des Sozialismus mit Sowjetrussland an der Spitze, dass im ersten Lager sich alle möglichen kapitalistischen, `demokratischen` [sic!!] und menschewistischen Staaten befinden, während zu dem zweiten Lager die Sowjetstaaten, darunter auch Georgien (...) , gehören“ (Stalin, Band 5, Seite 76).

Nehmen wir das andere Zitat von Stalin. 1924 schrieb er in dem gleichen Werk `Über die Grundlagen des Leninismus`:

`a) die Welt ist in zwei Lager geteilt: in das Lager einer Handvoll zivilisierter Nationen, die über das Finanzkapital verfügen und die die gewaltige Mehrheit der Bevölkerung des Erdballs ausbeuten, und in das Lager der unterdrückten und ausgebeuteten Völker der Kolonien und der abhängigen Länder, die diese Mehrheit bilden` (Stalin, Bd. 6, Seite 148, alb. Ausgabe). Wir haben dieses Zitat bewusst ausgewählt: Aus diesen beiden Lagern von ausbeutenden und unterdrückenden Nationen und den ausgebeuteten und unterdrückten Nationen hat Mao nämlich seine berüchtigte „3 – Welten-Theorie“ zusammen gezimmert.

Und Stalin hat nicht nur in seinen „Frühschriften“, sondern noch 1952 in seiner letzten Schrift „Die ökonomischen Probleme des Sozialismus in der UdSSR“ klar definiert, worum es sich handelt, nämlich um ein „sozialistisches Lager, das dem Kapitalismus gegenübersteht“ (Moskau, 1952, Seite 37, dt. Ausgabe). Von einem „demokratischen Weltlager“ kann also weder bei Lenin noch bei Stalin die Rede sein.

Es gibt kein sozialistisches Weltlager, in dem Platz für Revisionisten ist. Ein sozialistisches Weltlager, welches eine Einheitsfront mit den Revisionisten bildet, setzt sich der Gefahr der Restauration des Kapitalismus aus. Und dass sich das sozialistische Weltlager nach dem Tod Stalins tatsächlich in ein revisionistisches Weltlager verwandelt hat, das hat die Geschichte gezeigt.

Auch der Begriff des Anti-Imperialismus ist ein Klassenbegriff. Es gibt keinen "anti-imperialistischen" Kampf, der über der Klassengesellschaft steht. Es gibt den Anti-imperialismus der verschiedenen Klassen, wobei wir Stalinisten-Hoxhaisten den revisionistischen "Anti-imperialismus" vom proletarischen Anti-Imperialismus unterscheiden, genauso wie wir den revisionistischen "Anti-Faschismus" und die revisionistische "Demokratie" vom proletarischen Anti-Faschismus und der proletarischen Demokratie unterscheiden. Es handelt sich hier um antagonistische Widersprüche zwischen dem Revisionismus und der proletarischen Ideologie, die nur auf revolutionärem Wege gelöst werden können. Ohne den revisionistischen "Anti-Imperialismus" zu besiegen, kann man auch nicht den Imperialismus besiegen. Ohne den revisionistischen "Anti-Fasachismus" zu besiegen, kann man auch den Faschismus nicht besiegen. Und ohne die revisionistische "Demokratie" zu besiegen, kann man auch nicht die bürgerliche Demokratie besiegen.


Aus all den von uns angeführten Gründen lehnen wir die Shdanowsche „Theorie von den zwei Lagern in der Weltpolitik“ ab. Dem Wesen nach ist die Shdanowsche „Zweiteilung der Welt“ nicht anders als Maos „Drei-Welten-Theorie“ = anti-marxistisch. Die eine wie die andere „Theorie“ leugnet die Existenz, die Eigenständigkeit des Sozialismus, wobei Shdanows „Theorie“ sich nur dadurch von Maos „Theorie“ unterscheidet, dass bei ihm der Sozialismus mit dem „demokratischen Weltlager“ identifiziert wird, um darin zu verschwinden, während bei Mao der Sozialismus mit dem Lager der „Dritten Welt“ identifiziert wird, um darin zu verschwinden. Wir lehnen beide als revisionistische Aufteilungen der Welt ab. Und noch einmal: Es gibt keinen „dritten Weg“ (Dritte Welt) zum Sozialismus, genauso wenig wie es ein „demokratisches Weltlager“ geben kann, das „friedlich“ zum Weltsozialismus führt. Ein demokratisches Weltlager kann nur auf dem Wege der sozialistischen Weltrevolution aufgebaut werden. Teilt man die Welt in ein anti-demokratisches und ein demokratisches Lager, wie es Shdanow getan hat, dann ist da kein Platz mehr für ein sozialistisches Lager ! Und so kam es denn ja auch !

Und Titos „blockfreie Welt?“ Diese im Dienst des amerikanischen Imperialismus stehende Weltpolitik hat Tito von Browder abgeguckt. Und wir wissen nicht wer alles von wem abgeguckt hat, aber eins ist für uns klar: Zwischen der Weltpolitik Shdanows, Maos, Titos, Browders, Dimitroffs usw. ist der Geist der II. Internationale und der gemeinsame anti-bolschewistische Kurs durchgehend derselbe: Aufhebung der Trennungslinie zwischen Bourgeoisie und Proletariat, zwischen Sozialismus und Kapitalismus. Alle diese Arten von Weltpolitik arbeiteten Hand in Hand gegen die Weltpolitik Stalins, so verhielt es sich ganz besonders mit der Weltpolitik Shdanows und der Weltpolitik Titos ! Sie sind wesensgleich.

Und heute ? Nachdem das letzte sozialistische Bollwerk Albanien im Jahre 1990 gefallen war, herrscht der Weltimperialismus über alle Länder der Welt. Heute ist die Welt nicht nur reif für die Wiedererrichtung eines neuen sozialistischen Lagers, sondern sogar für die Errichtung des Weltsozialismus. Die Komintern (SH) kämpft daher für die völlige Zerschlagung des gesamten Weltimperialismus zur Schaffung einer neuen sozialistischen Weltordnung. Damit wollen wir die imperialistische Epoche beenden und die Unvermeidbarkeit der Spaltung der Welt in ein kapitalistisches und sozialistisches Lager für immer beseitigen. Die Komintern (SH) vertritt die Theorie von dem politischen Lager des Weltproletariats und dem politischen Lager der Weltbourgeoisie. Das weltrevolutionäre Lager wird angeführt vom Weltproletariat und seiner Vorhutpartei, die Komintern (SH). Die Komintern (SH) vertritt die Weltpolitik des Proletariats, die Eroberung der politischen Macht des Weltproletariats vermittels seiner proletarischen Weltrevolution, die darin besteht, die Weltdiktatur der Bourgeoisie zu stürzen und die Weltdiktatur des Proletariats zu errichten. Unsere Definition der beiden heutigen Weltlager lautet:

Die heutige Welt ist gespalten in das Lager der proletarischen Weltrevolution und das Lager ihrer Gegner, das Lager der imperialistischen Konterrevolution.

Genossen, kann man die Generallinie der Komintern (SH), die Linie des Lagers der proletarischen Weltrevolution, noch klarer und unmissverständlicher ausdrücken ? Wir denken, nein. Entweder man ordnet sich unserem stalinistischen Lager der proletarischen Weltrevolution unter oder man stellt sich gegen unser Lager. Ein „revisionistisches Zwischending“ á la Shdanow oder à la Dimitroff kann und wird es nicht wieder geben.

Wie stellte Stalin die Frage von den beiden Weltlagern ?

Stalin sah die beiden Weltlager so, dass „sich im Laufe der weiteren Entwicklung der internationalen Revolution und der internationalen Reaktion zwei Zentren im Weltmaßstab herausbilden: ein sozialistisches Zentrum, das eine Anziehungskraft auf die Länder ausübt, die zum Sozialismus tendieren, und ein kapitalistisches Zentrum, das eine Anziehungskraft auf die Länder ausübt, die zum Kapitalismus tendieren. Der Kampf dieser beiden Lager wird das Schicksal des Kapitalismus und des Sozialismus in der ganzen Welt entscheiden“ (Stalin, Werke, Band 10, Seite 118).

Diese beiden Zentren im Weltmaßstab, die Stalin oben benennt, sind heute – unter den Klassenverhältnissen der Globalisierung - klar definiert: und zwar das Weltzentrum des Weltproletariats und das Weltzentrum der Weltbourgeoisie.

Der weltrevolutionäre Sieg des sozialistischen Weltzentrums über das kapitalistische Weltzentrum - das ist heute die Grundlage des Stalinismus für die Errichtung des Weltsozialismus.

Und Stalin hat auf dieser theoretischen Grundlage den Kampf um die praktische Verwirklichung der Errichtung des Weltsozialismus konsequent geführt mit einem überwältigenden welthistorischen Ergebnis. Stalin hat das „alte Gleichgewicht“ der beiden Weltlager auf den Kopf gestellt. Stalin baute die revolutionäre Weltfront zur Zerschlagung des Weltimperialismus auf – eine welthistorische Tat, die die Interessen des Weltproletariats zu jenem Zeitpunkt optimal zum Ausdruck brachten. Stalin entwickelte eine ideologische Basis für eine neue, marxistisch-leninistische, eine aktive, offensive weltproletarische Politik, die die bisherige Isolation des Sozialismus „in einem“ Land in eine Isolation des Kapitalismus in „zwei“ Ländern, des angloamerikanischen Kapitalismus, zu verwandeln begann. Es war die neue stalinsche Weltpolitik der Umkreisung des Kapitalismus durch den Sozialismus. Der Kalte Krieg der Imperialisten war der erste Krieg in der Geschichte des Imperialismus, wo die Frage entschieden werden musste: Welche Umkreisung wird siegen, die kapitalistische oder die sozialistische ? Wer umkreist wen ?


Die Kominform war nicht das Gleiche wie eine reorganisierte alte Komintern. Sie diente der Festigung und Ausbreitung des sozialistischen Weltlagers Stalins, diente als internationales Kampfinstrument zur Bekämpfung des revisionistischen Einflusses in der Kommunistischen Weltbewegung, war ein errichtetes Bollwerk gegen diesen Einfluss, insbesondere gegen den Titoismus, dem es gelungen war, sich zu einer Weltbühne des Revisionismus zu mausern, die gegen die Sowjetunion Stalins und das sozialistische Weltlager gerichtet war. Die Kominform war ein Versuch, den revisionistischen Einfluss in den revisionistischen Parteien zurück zu drängen und die revolutionären Kräfte in der Welt zu stärken und damit auch die Sowjetunion und ihr sozialistisches Lager. Ein bürgerlich- demokratisches Weltlager ist dem Wesen nach ein Weltlager für die Reichen und ein Betrug am Weltlager der Arbeiter . Das Weltlager der proletarischen Demokratie kann nur das Lager der Weltdiktatur des Proletariats und nicht das der Diktatur der Weltbourgeoisie sein. Dazwischen kann und wird es kein „Weltlager“ geben.

Das demokratische Weltlager-Modell ist ein Modell der friedlichen Koexistenz, ein Weltlager der „Aufrechterhaltung des Gleichgewichts“ der internationalen Klassenkräfte zwischen den beiden Polen - Weltproletariat und Weltbourgeoisie , während es die Aufgabe des sozialistischen Weltlagers ist das kapitalistische Weltlager zu beseitigen. Es gibt keinen demokratischen, friedlichen Weg, sondern nur den sozialistischen, bewaffneten Weg zum Weltsozialismus.

Enver Hoxha:

"Freiwillig gibt der Imperialismus die Waffen nicht aus der Hand. So etwas zu glauben, heisst soviel, wie sich selbst und andere zu betrügen." (Aus seiner Rede vom 16. November 1960)

Es geht uns Marxisten-Leninisten doch schließlich darum, die Unvermeidlichkeit der beiden Weltlager zu beseitigen, nämlich den Weltkapitalismus zu zerschlagen und den Übergang zum Weltsozialismus zu bewältigen. Die Situation der zwei Weltlager ist doch schließlich nur eine vorüber gehende Übergangssituation, in der sich entscheidet, welcher Weg siegt, der Weg zum Weltsozialismus oder der Weg zum Weltkapitalismus. Beides kann und wird nicht auf Ewigkeit bestehen bleiben. Und daruaf muss eine bolschewistische Weltpolitik ausgerichtet sein, die sich bei Shdanow leider vermissen lässt. Letztendlich wird die neue Welt die alte Welt besiegen und für immer die geteilte Welt beseitigen. Ein Zwischending gibt es nicht, einer Zwischenetappe bedarf es nicht. Die Verewigung der Politik der zwei Weltlager ist revisionistisch, denn sie führt stets zur Rettung des Weltkapitalismus. Das sozialistische Weltlager ist also nicht der historische „Schlussstrich“ unter die Entwicklung des Sozialismus, sondern nur ein Schritt hin zur Errichtung der Weltdiktatur des Proletariats, zur Beseitigung des Weltkapitalismus.

 

 

5. Kominform und die Frage der Volksdemokratie als "modernen Typ" der Diktatur des Proletariats

- proletarische oder bürgerliche Demokratie? die revisionistische Entartung der Volksdemokratien – Ursachen.

 

Es herrscht Einigkeit darüber, dass die Sowjetdemokratie Lenins und Stalins auf der Diktatur des Proletariats beruhte. Es herrscht allerdings Unklarheit und Uneinigkeit darüber, ob der „moderne Typus“ der Volksdemokratie tatsächlich auf der Diktatur des Proletariats aufgebaut wurde oder nicht. Für uns ist diese Frage geklärt.

Die Komintern (SH) verteidigt nur einen einzigen Typus der Volksdemokratie, den Typus der sozialistischen Volksdemokratie, das heißt, ausschließlich die sozialistische Volksdemokratie Albaniens unter Führung des Genossen Enver Hoxha.

Die einzig wahre Volksdemokratie, das ist die sozialistische Volksdemokratie unter der alleinigen Führung der marxistisch-leninistischen Partei.

Mit unserem Standpunkt grenzen wir uns prinzipiell ab von den Volksdemokratien aller anderen Länder, die wir als revisionistische Volksdemokratien unter der Herrschaft revisionistischer Parteien klassifizieren – ausgenommen von ihrer positiven Entwicklung in der Anfangsperiode (zu Lebzeiten Stalins). Die Geschichte hat bewiesen, dass alle diese Volksdemokratien auf dem Weg zum Sozialismus dem Verrat dieser oder jener modernen Revisionisten zu Opfer gefallen waren.

Daraus folgt:

Wir grenzen uns von den Neo-Revisionisten ab, die diese revisionistischen Volksdemokratien als "sozialistische" Volksdemokratien verteidigen.

Und schließlich grenzen wir uns von den Zentristen ab, die die sozialistische Volksdemokratie mit der revisionistischen Volksdemokratie zu versöhnen versuchen.

Zwischen der revisionistischen und der sozialistischen Volksdemokratie kann es keine Gemeinsamkeiten, keine Übereinstimmungen, keine Mischformen oder Zwischenstadien irgendwelcher Art geben. Zwischen der revisionistischen und der sozialistischen Volksdemokratie handelt es sich um einen antagonistischen, d.h., unversöhnlichen Widerspruch zwischen neuer Bourgeoisie und der Arbeiterklasse, der nur auf dem Wege der sozialistischen Revolution gelöst werdern kann. Das lehrt uns der Hoxhaismus, die anti-revisionistische Lehre, welche der Arbeiterklasse in den revisionistischen Ländern den Weg zur sozialistischen Revolution wies.

Eine sozialistische Volksdemokratie kann sich nur auf dem Boden der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus entwickeln, genauso wie die sozialistische Weltdemokratie sich nur auf dem Boden der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus entwickeln kann.

Die Sowjetunion Lenins und Stalins sowie Albanien des Genossen Enver Hoxha – das sind – wie wir stets wiederholt haben - die einzigen beiden sozialistischen Staaten auf der Welt gewesen, in der die Diktatur des Proletariats tatsächlich herrschte. An dieser historischen Wahrheit orientiert sich die stalinistisch-hoxhaistische Weltbewegung der Komintern (SH), die kommunistische Weltbewegung nach dem Sturz der Diktatur des Proletariats in Albanien. Auf den Lehren der albanischen und sowjetischen Diktatur des Proletariats bauen wir die Diktatur des Weltproletariats auf, ohne die es keine proletarische Weltdemokratie geben kann und nicht geben wird.


Was wir bei Mao Tsetung an der so genannten "neuen Demokratie", an der "demokratischen Diktatur des Volkes" kritisiert haben

(siehe Teil 2: Kriegserklärung gegen den Maoismus),

nämlich die Vereinigung von Bourgeoisie und Proletariat, das kritisieren wir auch an allen anderen revisionistischen Formen der "Demokratie", einschließlich der Dimitroff'schen Volksdemokratie, wie sie von seiner Volksfrontpolitik zur Zeit der Komintern abgeleitet wurde.

Demokratismus darf für uns Kommunisten nicht als klassenloser Begriff verwendet werden. Jenseits der proletarischen und bürgerlichen Demokratie kann es keine übergeordnete, über den Klassen stehende Demokratie geben. Wir Stalinisten-Hoxhaisten achten darauf, die bürgerliche und die proletarische Demokratie prinzipiell zu unterscheiden, beide Begriffe nicht gleichzusetzen oder gar gegeneinanderzustellen, schließlich entsteht die proletarische Demokratie aus nichts Anderem als aus der revolutionären Überwindung der bürgerlichen Demokratie. Wobei klar ist, dass es dazwischen keine Mischdemokratie aus proletarischer und bürgerlicher Demokratie geben kann. Hierauf ist die Kominform nie prinzipiell eingegangen. Deswegen wäre es korrekt gewesen, wenn die Kominform nur den Begriff vom Weltlager der proletarischen Demokratie verwendet hätte. Kommunisten sind bekanntlich nicht nur gegen die faschsitische Form der Diktatur der Bourgeoisie, sondern auch gegen ihre demokratische Form. Wir wollen die Diktatur der Bourgeoisie stürzen und das können wir nicht, wenn wir uns nur auf den Sturz der faschistischen Diktatur der Bourgeoisie beschränken. Das wäre Opportunismus. Die bürgerliche Demokratie, welche nichts Anderes ist als eine Form der Diktatur der Bourgeoisie, kann nicht abgewählt werden, sondern muss durch die bewaffnete sozialistische Revolution gestürzt werden. Das Gleiche gilt auch für den Sturz der faschistischen Diktatur der Bourgeoisie. Der Marxismus-Leninismus und die Erfahrungen der Oktoberrevolution lehren, dass wir nicht für die Wiederherstellung der bürgerlichen Demokratie kämpfen, sondern für ihren revolutionären Sturz. Unser Ziel ist die Diktatur des Proletariats. Eine Zwischenetappe zwischen Kapitalismus und Sozialismus (wie zum Beispiel die maoistische "Neue Demokratie") ist opportunistisch und mit dem Marxismus-Leninismus unvereinbar.

Der Stalinismus, das ist die Weiterentwicklung der marxistisch-leninistischen Lehre von der Revolution, vom Übergang der Volksrevolution zur sozialistischen Revolution unter den geschaffenen Voraussetzungen des Sieges des Großen Vaterländischen Krieges.

Sie wurde von Enver Hoxha in Albanien siegreich umgesetzt, weiter entwickelt und damit praktisch bestätigt. Diese Form beruhte aber erstens grundsätzlich auf der Voraussetzung der starken Diktatur des Proletariats der Sowjetunion als Basis und Hebel dieser Volksdemokratien und zweitens als eine neue Form der Errichtung der Diktatur des Proletariats in denjenigen Ländern, die die Sowjetarmee bereits befreit hatte (bzw. Albanien als Ausnahme, das sich ohne Einmarsch der Sowjetarmee selbst von faschistischer Unterjochung befreien konnte. Das ist sehr wichtig.) und sie somit dem Zugriff des Weltimperialismus entrissen hatte. Ohne diese Voraussetzungen gäbe es die Volksdemokratien, so wie sie entstanden, nicht.

Die volksdemokratische Revolution des Proletariats ersetzt nicht ihre unmittelbare Fortsetzung in die sozialistische Revolution, sondern bereitet der sozialistischen Revolution unmittelbar und direkt den Boden. Diese beiden Revolutionen sind weder gleichzusetzen, noch durch ein künstliches Zwischenstadium zu trennen, sondern sind aufeinander folgende, ineinander übergehende Formen eines einheitlichen Prozesses der permanenten Revolution (siehe die Lehren des Hoxhaismus über die Volksrevolution und ihren Übergang in die sozialistische Revolution unter Führung der Kommunistischen Partei Albaniens: Revolutionäre Beseitigung der militärischen und politischen Unterdrückung und Beendigung der ökonomischen Ausbeutung durch die faschistische Besatzung als Voraussetzung für den Übergang zur Diktatur des Proletariats und den Aufbau der sozialistischen Ökonomik). Da darf man nicht auf halbem Wege stehen bleiben. Der sozialistische Kampf ist die unverzichtbare und unmittelbare Fortsetzung des von den Kommunisten geführten [!!] demokratischen, anti-faschistischen Kampfes , um die Volksrevolution zu festigen und den siegreichen Übergang von der Volksrevolution zur sozialistischen Revolution sicherzustellen, ansonsten muss die Volksrevolution scheitern. Die modernen Revisionisten predigten, sich im Klassenkampf zurückzuhalten, predigten die Einstellung des Klassenkampfes. Angeblich würde es dem Weg zum Sozialismus schaden, wenn man die Bourgeoisie zu scharf angreife. Wir Stalinisten-Hoxhaisten lehren genau das Gegenteil: Jedes Zurückweichen vor dem Klassenfeind ermuntert ihn, gegen die Revolution und den Sozialismus zu kämpfen. Ohne Verschärfung des Klassenkampfes des Proletariats bleibt der Weg von der Volksrevolution zur sozialistischen Revolution eine Illusion. Das ist Verrat an der Arbeiterklasse und deswegen bekämpfen wir diesen Verrat, der heute von den Neo-Revisionisten propagiert wird.


Im Rahmen eines demokratischen Weltlagers kann man die Millionenmassen der Werktätigen nicht dauerhaft im Klassenkampf zusammenschließen auf Grund der kapitalistischen Verhältnisse einer bürgerlichen Demokratie, weil es sie selber gar nicht beseitigen kann. Diese Millionenmassen der Werktätigen verbleiben als Angehörige von ausgebeuteten Klassen solange sie nur einem demokratischen Weltlager angehören. Nur im sozialistischen Weltlager können sich die werktätigen Millionenmassen unter Führung des Proletariats vereinigen zu einem dauerhaften Bund, wird die Ausbeutung und Unterdrückung beseitigt, die Diktatur des Proletariats gefestigt und die sozialistische Ökonomik aufgebaut usw. usf..

Ein demokratisches Weltlager kann vielleicht die Fesseln des Faschismus lockern, kann die Lage und den Kampf der Arbeiterklasse erleichtern aber niemals die Klassenfesseln des Kapitalismus beseitigen.

Ein demokratisches Weltlager findet fertige Formen der kapitalistischen Verhältnisse vor. Das sozialistische Weltlager muss sich die neuen Formen sozialistischer Verhältnisse erst schaffen.

Ein demokratisches Weltlager darf niemals das sozialistische Weltlager ersetzen, denn nur dieses verfügt über einen längeren Hebel und eine breitere Basis zur Auslösung der sozialistischen Weltrevolution als der Sozialismus „in einem“ Land. Auf friedlichem Wege, mit einem demokratischen Weltlager, kann man die Herrschaft der Weltbourgeoisie nicht zerschlagen. Mit einem demokratischen Weltlager kann man keine Diktatur des Weltproletariats errichten.

Ein sozialistisches Weltlager darf man also nicht etwa mit einem kleinbürgerlichen „Friede-Freundschaft-Eierkuchen“-Weltlager verwechseln ( vgl. Maos kleinbürgerliches Paktierertum: „gute“ Kapitalisten / „schlechte“ Kapitalisten) und schon gar nicht an dieses mit der Bourgeoisie paktierende Kleinbürgertum verschachern. Die Proletarier haben keine Prinzipien zu verschenken, weder an die Bourgeoisie noch an das Kleinbürgertum. Die Taktik des demokratischen Weltkampfes darf nicht zur Entwaffnung des sozialistischen Weltlagers missbraucht werden, sondern muss vielmehr zur Stärkung, Vergrößerung und Festigung des sozialistischen Weltlagers beitragen. Wir kritisieren Shdanow nicht, dass er für die Ausnutzung der Möglichkeit der demokratischen Weltfront eintrat, sondern dass er in der Kominform daraus in unzulässiger Weise eine prinzipielle KlassenLinie ableitete, nämlich das sozialistische Weltlager durch das demokratische Weltlager zu ersetzen – und all das zu einem Zeitpunkt, als die friedliche „Atempause“ vorüber und der Kalte Krieg bereits in vollem Gange war, wo man sich schon wieder auf militärische Fragen des Schutzes des sozialistischen Weltlagers und die Fortsetzung des weltrevolutionären Befreiungskrieges konzentrieren musste und also die demokratischen Möglichkeiten der Änderung der Klassenverhältnisse in der Welt unmittelbar nach Kriegsende von den Imperialisten längst begraben worden waren (1948 !!!).

Im Aufbau einer demokratischen Weltfront, darin erschöpft sich nun einmal nicht der Stalinismus. Sie ist nur ein Bestandteil der Einheitsfronttaktik des Stalinismus unter gegebenen Augenblicksvoraussetzungen der sich verändernden politischen Weltlage.

Ein demokratisches Weltlager ist längst nicht hinreichend für das Ziel der Weltdiktatur des Proletariats, füllt nicht allein die stalinistische Außenpolitik aus, um beispielsweise nicht nur den Hitlerfaschismus zu besiegen, sondern die Unvermeidlichkeit von Krieg und Faschismus überhaupt aufzuheben

Dieser Kampf gegen die Unvermeidlichkeit des Faschismus kann doch nicht der demokratische, sondern das kann nur der sozialistische Kampf sein. Erst mit der Weltdiktatur des Proletariats ist die Unvermeidbarkeit des Faschismus beseitigt – nicht vorher, also nicht durch ein „demokratisches Weltlager“. Um die Unvermeidlichkeit vom Faschismus zu beseitigen, um die demokratischen Grundsätze der Nachkriegszeit konsequent zu verwirklichen, hätte Shdanow für die revolutionäre Vernichtung des Weltimperialismus durch die proletarische Weltrevolution und die Errichtung der Diktatur des Weltproletariats kämpfen müssen:

Noch keine einzige Frage des Klassenkampfes [auch nicht die Klassenfrage des demokratischen bzw. anti-faschistischen Kampfes – Anmerkung W.E.] ist in der Geschichte anders als durch Gewalt entschieden worden“ (Lenin, Band 26, Seite 459).

Die Frage des internationalen Klassenkampfes kann nicht anders als durch revolutionäre Gewalt im Weltmaßstab, durch die gewaltsame proletarische Weltrevolution, entschieden werden, während die demokratische Weltfront diesen Kampf nur erleichtern kann.

Das Wesen des proletarischen Antifaschismus ist es niemals gewesen, der Wiedererrichtung der bürgerlichen Demokratie zu dienen, denn aus keiner anderen als der bürgerlichen Demokratie ist der Faschismus entstanden und daraus wird stets nur wieder unvermeidlich neuer Faschismus entstehen, aber niemals Sozialismus. Wer für die Wiedererrichtung der Diktatur der Bourgeoisie kämpft, kann also nicht zum Lager des Sozialismus gehören und damit auch nicht zum Kämpfer für die proletarische Demokratie, kann kein wahrer Antifaschist sein. Nur proletarischer Antifaschismus ist wahrer Antifaschismus, ist der einzige Antifaschismus auf der Welt, der die Geißel des Faschismus durch den Weltsozialismus für immer vom Erdball beseitigt. Der Weltbourgeoisie kommt es in erster Linie darauf an, ihre ökonomische Weltmacht in den Händen zu behalten, die Frage der politischen Form ist dem untergeordnet; da ist die Weltbourgeoisie „flexibel“, ist sie sogar bereit und in der Lage, dem Proletariat gewisse Zugeständnisse in Fragen der Demokratie zu machen, die das Proletariat seinerseits für seine sozialistische Revolution auszunutzen versteht.

... bei einem starken Druck `von unten` hat sich die Bourgeoisie immer und überall mit der Republik ´abgefunden` , wenn sie nur ihre ökonomische Herrschaft behielt“ (Lenin, Band 26, Seite 36). [oder diese zurückerhielt – W.E.].

Was also die demokratischen Fragen anbelangt, da darf man keine gefährlichen Illusionen schüren, damit beseitigt man nicht die kapitalistische Klassengesellschaft wie Lenin richtig festgestellt hat. Es geht um die Beseitigung der politischen Macht der Weltbourgeoisie, um ihr die weltökonomische Macht überhaupt entreißen zu können – und das ist eine sozialistische, keine demokratische Frage des Klassenkampfes.

Die konsequentesten Antifaschisten können nur die Proletarier als revolutionäre Klasse sein, können nur die Kommunisten sein, denn sie kämpfen als einzige Antifaschisten nicht nur gegen diesen oder jenen konkreten, besonderen Faschismus, sondern darüber hinaus gegen seine Unvermeidbarkeit, gegen den Faschismus generell und überhaupt, gegen das sozialdemokratische Paktierertum gegenüber der Bourgeoisie als die andere Seite der Medaille des Faschismus.

Das Weltproletariat in ein demokratisches Lager um den Preis hinein zwängen zu wollen, wohlgemerkt: auf Kosten des sozialistischen Lagers -, ist also revisionistisch, bedeutet, auf den Spuren der revisionistischen Einheitsfronttaktik Dimitroffs im bürgerlichen Lager des Sozialdemokratismus zu landen.

Die Menschewisten haben gegenüber dem Stalinismus nie etwas Anderes getan als zu schwanken. Und die heftigsten Schwankungen des Menschewismus fanden mit dem Entstehen des Klassenkampfes zwischen dem sozialistischen und des kapitalistischen Weltlager nach dem Großen Vaterländischen Krieg statt. Die als „Stalinisten“ verkappten Menschewiki konnten sich weder für das eine, noch für das andere Lager konsequent entscheiden. Sie nahmen keinerlei selbständigen Standpunkt ein, sondern Zuflucht zum Phantom des „demokratischen Weltlagers“. Das bedeutete für Stalin ganz und gar nicht, dass ihm diese kleinbürgerliche Pufferzone zwischen dem bürgerlichen und dem proletarischen Weltlager egal war. Er verstand es meisterlich, diese Neutralisierungskräfte in Kräfte gegen den Weltimperialismus zu verwandeln, wenn auch nur im begrenzten Rahmen und nur für eine begrenzte Zeit.

Die schwankende Haltung zwischen dem Lager der Bourgeoisie und dem Lager des Proletariats ist weit entfernt vom Klassenstandpunkt des Weltproletariats und entsprach stets dem Wesen des Menschewismus, ja brachte den Klassenstandpunkt des Kleinbürgertums immer besonders dann zum Ausdruck, wenn diese beiden Lager unversöhnlich und mit gigantischen Kräften aufeinander prallten. Es ist klar: Zu keiner Zeit in der Geschichte des Sozialismus prallten die beiden Lager, Bourgeoisie und Proletariat, so gewaltig aufeinander wie gerade in der Zeit des kapitalistischen und sozialistischen Weltlagers, war die schwankende Haltung des Menschewismus nie zu einem so großen Hemmschuh geworden wie mit dem Eintritt in die Übergangsphase von der kapitalistischen in die sozialistische Welt, also unter den Nachkriegsbedingungen des Stalinismus. So gab es auch in der ganzen Geschichte der KPdSU (B) keinen vergleichbareren erbitterterten Kampf gegen den Menschewismus wie gerade zu dieser Zeit.

Die Losung vom „demokratischen Weltlager“ ist eine klassenversöhnlerische Losung, die vom Sozialismus weg und zurück zum Kapitalismus führt, die der Restauration des Kapitalismus den Weg ebnet . Der Marxismus-Leninismus lehrt, dass der Kapitalismus durch die sozialistische Revolution zerschlagen werden muss, dass die revolutionäre Zerschlagung des Faschismus mit dem direkten Ziel der Errichtung der Diktatur des Proletariats verbunden werden muss – und zwar so wie es die Albaner vorgemacht haben. Es ist das Verdienst von Stalin und Enver Hoxha, dass sich ihre marxistisch-leninistische These des revolutionären Übergangs vom Faschismus zum Sozialismus in der Praxis bestätigt und bewährt hat (und also gültig bleibt im Weltmaßstab !! ) und dass dieser Übergang unmöglich durch eine reformistische Volksfrontpolitik oder reformistische Weltdemokratiepolitik gewährleistet werden kann, in welcher Form auch immer. Was also heißt heute, Gültigkeit dieser marxistisch-leninistischen These unter den Bedingungen der Globalisierung ?

Die Stalinisten von heute, wir Weltbolschewisten, kämpfen für den Übergang des Weltfaschismus in den Weltsozialismus unter Zu-Hilfenahme des demokratischen Weltkampfes. Der heutige antifaschistische Kampf ist dem Wesen nach ein weltrevolutionärer Klassenkampf unter Führung des Weltproletariats zur Zerschlagung des Weltfaschismus und zur Errichtung der Weltdiktatur des Proletariats. Das ist unsere Demarkationslinie, das ist die Grundlage unserer Bündnispolitik für unsere globalisierte Einheitsfront gegen den Weltfaschismus. Für uns gibt es nur eine anti-weltfaschistische Einheitsfront, nämlich die vom revolutionären Weltproletariat angeführt wird und direkt zur Eroberung seiner politischen Weltherrschaft über den Weltimperialismus führt.

Wer dies leugnet und stattdessen mit der revisionistischen „Zweistadientheorie“ der Wiederherstellung gemäßigterer, moderater, „noch erträglicher“ Regierungsformen der Diktatur der Bourgeoisie befolgt, um „von dort aus“ auf den friedlichen Weg zum Weltsozialismus zu gelangen, der lässt es zu, dass sich aus der bürgerlichen Demokratie unvermeidlich wieder Faschismus entwickelt. Dies mit „Marxismus-Leninismus“ begründen zu wollen, das ist Sozialfaschismus, nämlich Sozialismus in Worten und Faschismus in Taten. Wir Marxisten-Leninisten sind nicht nur Gegner dieser „Stadientheorie“ des friedlichen Weges zum Sozialismus im nationalen Maßstab, wir sind es als Internationalisten um so mehr im Weltmaßstab. Es gibt keinen friedlichen Weg eines demokratischen Weltlagers zum sozialistischen Weltlager, es gibt keinen friedlichen Weg zum Weltsozialismus solange der Weltimperialismus die Welt beherrscht.

Der Kommunist kämpft nur für die eine Demokratie, nämlich für die proletarische Demokratie, für die Diktatur des Proletariats, was Bündnisse und Kompromisse auf dem Weg dorthin nicht ausschließt, aber solche faulen Bündnisse und Kompromisse sehr wohl ausschließt, die vom Ziel der Diktatur des Proletariats wegführen. Im antifaschistischen Kampf kann man für wahre Demokratie nur auf dem Boden des Marxismus-Leninismus kämpfen und das heißt nichts Anderes, als für die proletarische Demokratie, für den Sozialismus, für die Diktatur des Proletariats und eben nicht für die Fortsetzung oder die Wiedererrichtung der Diktatur der Bourgeoisie zu kämpfen. Die proletarische Demokratie ist nicht mit der Bourgeoisie teilbar; sie schließen einander aus. Der Zerfall und schließlich die Beseitigung der bürgerlichen Demokratie ist nicht etwa eine bolschewistische Erfindung, sondern eine absolute historische Notwendigkeit und genauso unvermeidlich wie der Sieg der proletarischen Demokratie. Das ist eine unwiderlegbare Lehre der Geschichte, eine Bestätigung der Lehre des Marxismus. Das ist eine Demarkationslinie gegenüber dem Revisionismus, der die Demokratie des Proletariats an den Kapitalismus anzupassen, sie diesem unterzuordnen versucht, die bürgerliche Demokratie zu retten und zu restaurieren versucht, um sie gegen das Weltproletariat zu richten.

Und die Demokratie des Weltproletariats zu errichten, muss es in der sozialistischen Weltrevolution den Sieg erringen. Dies zu unterstützen und voranzutreiben, das ist und kann nur Sinn und Zweck der internationalistischen Außenpolitik eines marxistisch-leninistischen Staates sein. Wenn von den angloamerikanischen Imperialisten die Hauptgefahr ausging, so hätten die Kominform gerade in diesen Ländern die Arbeiterklasse in den Kampf für die sozialistische Revolution führen müssen. Das wäre nicht nur eine große Tat des proletarischen Internationalismus, sondern auch eine Verpflichtung gegen über dem Weltproletariat gewesen, und Shdanow hätte diesen revolutionären Kampf der Arbeiterklasse in den USA und in England mit aller Kraft unterstützen müssen, aber er schwieg, was das anging. Stattdessen propagierte Shdanow, sich in Amerika und England, also den Hauptkriegsbrandstiftern, dem anti-kommunistischen Weltzentrum (!!), mit der „Verwirklichung demokratischer Grundsätze“ zu begnügen, anstatt für ihren Sturz unter dem Siegesbanner des Kommunismus zu kämpfen (natürlich nicht ohne Ausnutzung des Kampfes für die proletarische Demokratie – damit wir hier nicht falsch verstanden und in die sektiererisch-dogmatische Ecke gestellt werden !).

Volksdemokratie als besondere Form der Diktatur des Proletariats ?

Ist Volksdemokratie wirklich dem Wesen nach mit der Diktatur des Proletariats identisch ? Wir teilen diese Meinung nicht aus folgenden Gründen:

Die Kominform basiert auf dem Prinzip der Volksdemokratie und nicht auf der Diktatur des Proletariats. Die sozialfaschistische Entartung der Volksdemokratien in Osteuropa zeigt, dass man die Diktatur des Proletariats nur auf dem Wege der bewaffneten sozialistischen Revolution erreichen kann, so wie in Albanien !

Während Schdanow auf der 1. Konferenz der Kominform in seinem Bericht zur internationalen Situation noch korrekt von den Volksdemokratien sprach, „die sich zum Sozialismus entwickeln“, ist bei dem Revisionisten Suslow auf der 3. Konferenz der Kominform vom Sozialismus nicht mehr die Rede.

Worin besteht die revisionistische Auffassung von der Volksdemokratie?

Die revisionistische Auffassung von den Volksdemokratien besteht darin, sie als ein Endziel zu definieren, das heißt ihre notwendige Weiterentwicklung als Übergang zur Diktatur des Proletariats fallen zu lassen.

Die Kritik der Komintern (SH) an den modernen Revisionisten beschränkt sich also nicht allein auf die Restauration des Kapitalismus in der Sowjetunion, sondern schließt darin unbedingt mit ein die Behinderung und schließlich Verhinderung des Aufbaus des Sozialismus in den Ländern der Volksdemokratien. Die modernen Revisionisten entpuppten sich bereits in der Kominform als Verräter am Marxismus-Leninismus. Die Kominform-These vom "imperialistischen und demokratischen Weltlager" war nichts Anderes als die Restauration der alten Dimitroff'schen Volksfrontthese, nur dass diese These nicht mehr gegen den deutschen sondern fortan gegen den amerikanischen Imperialismus verwendet wurde.


Alle diese politischen Stände, die für den Sozialismus zugunsten der Klassenzusammenarbeit kämpfen, wurden in die endgültige Kominform-Resolution über "Die Verteidigung des Friedens und den Kampf gegen die Kriegstreiber" aufgenommen. Als die andere Entschließung zum Thema "Arbeiterklasse Einheit und die Aufgaben der Kommunisten und Arbeiterparteien" wurde dies einstimmig auf der Grundlage von Togliattis Bericht über das Thema genehmigt: ähnliche revisionistische und rechtsgerichtete Sachen, die "Frieden, Brot und" fordern demokratische Freiheiten "! "Die Kommunistische Partei Jugoslawiens in der Macht der Mörder und Spione".

Stalin:

Es wäre töricht anzunehmen, das internationale Kapital werde uns in Ruhe lassen. Nein, Genossen, so ist es nicht. Es existieren Klassen, es existiert das internationale Kapital, und dieses kann der Entwicklung des Landes, das den Sozialismus aufbaut, nicht ruhig zusehen. Früher glaubte das internationale Kapital, die Sowjetmacht durch eine direkte militärische Intervention stürzen zu können. Der Versuch ist misslungen. Heute ist es bestrebt und wird auch in Zukunft bestrebt sein, unsere wirtschaftliche Macht durch eine nicht sichtbare, nicht immer zu bemerkende, aber ziemlich nachhaltige ökonomische Intervention zu schwächen, idem es Schädlingsarbeit organisiert, allerlei „Krisen“ in diesem oder jenem Industriezweig vorbereitet und dadurch die Möglichkeit einer künftigen militärischen Intervention erleichtert. Hier ist alles zu einem Knoten geschürzt, zum Knoten des Klassenkampfes des internationalen Kapitals gegen die Sowjetmacht, und von irgendwelchen Zufällen kann gar keine Rede sein. Eins von Beiden:

Entweder wir werden auch in Zukunft eine revolutionäre Politik betreiben und die Proletarier und Unterdrückten aller Länder um die Arbeiterklasse der Sowjetunion scharen – und dann wird uns das internationale Kapital mit allen Mitteln in unserem Vormarsch zu stören such; oder wir verzichten auf unsere revolutionäre Politik, machen dem internationalen Kapital eine Reihe prinzipieller Zugeständnisse – und dann dürfte das internationale Kapital wohl nicht abgeneigt sein, uns bei der Umwandlung unseres sozialistischen Landes in eine „gute“ bürgerliche Republik zu „helfen“. (Stalin, Band 11, Seite 48-49)

Diese Lehre Stalins wurde später im sozialistischen Weltlager nur von den Albanern beherzigt und erfolgreich umgesetzt.

Enver Hoxha kritisierte den so genannten „demokratischen“ Weg zum Sozialismus“. Die modernen Revisionisten traten die marxistisch-leninistische These von der Notwendigkeit der gewaltsamen Revolution mit Füßen und leugneten den revolutionären Klasseninhalt der Diktatur des Proletariats. Gemäß dieses „demokratischen Weges zum Sozialismus“ findet sich im Organ der Kominform auch keinerlei Propagierung der bewaffneten sozialistischen Revolution, geschweige denn der Weltrevolution. Das Organ der Kominform zeigte dem Proletariat und den Völkern der Welt nicht, dass der Weg zum Sieg über den Imperialismus und Kapitalismus nicht auf „demokratischem“ Wege erreicht werden kann, sondern über die gewaltsame Revolution.

 

 

6. Die Kominform und die nationale Frage


Kampf gegen den revisionistischen "spezifisch-nationalen Weg zum Sozialismus".


Auf den Kominform-Konferenzen wurde die revisionistische These vom Verzicht auf die Diktatur des Proletariats im eigenen Land vertreten mit der Begründung der bloßen Existenz der Sowjetunion.

Die Auflösung der Komintern und der damit verbundene Umweg zur sozialistischen Weltrevolution hingen zweifellos mit dem Zweiten Weltkrieg zusammen, in den die Sowjetunion hineingezogen wurde. Das war der „Große Vaterländische Krieg“. Diese Bezeichnung bringt deutlich zum Ausdruck, dass der Sowjetpatriotismus zur Verteidigung des ersten sozialistischen Staates auf der Welt von großer Bedeutung für den Sieg der Sowjetunion Stalins über den Hitlerfaschismus war. Da die Sowjetunion Lenins und Stalins für die kommunistischen Weltbewegung nach wie vor die entscheidende Rolle spielte, konzentrierte sich diese auf ihre Hauptaufgabe, nämlich alle Kräfte zu mobilisieren im weltweiten Kampf gegen den Hitlerfaschismus, welcher Krieg gegen die Sowjetunion führte, um diese „Brutstätte“ des Weltkommunismus auszulöschen und sich das riesige Gebiet der Sowjetunion gewaltsam einzuverleiben.

Auf dem fruchtbaren Boden der nationalen Befreiungsbewegung gegen den Hitlerfaschismus gedieh der moderne Revisionismus mit seiner Ideologie vom so genannten „nationalen Weg zum Sozialismus“, insbesondere in den Volksdemokratien, die unter dem Schutz der Sowjetunion standen. Der bürgerliche Nationalismus gewann nach Kriegsende an Einfluss, wofür Jugoslawien das prägnanteste Beispiel darstellt. Zweifellos begann dieser Einfluss nicht erst im Zweiten Weltkrieg oder zur Zeit der Kominform. Dieser nationalistische Einfluss begann bereits mit der Auflösung der Komintern, wodurch ja auch die einzelnen Sektionen, die kommunistischen Parteien, ihrem eigenen Schicksal überlassen wurden, was es den innerparteilichen Feinden erleichterte, in ihnen ihren revisionistischen Einfluss zu stärken. Damit wurde die bisher enge Verbindung zwischen den kommunistischen Parteien und der KPdSU (B) zwar nicht aufgelöst, aber in erheblichem Maße durchlöchert worden, was sich durch den Zweiten Weltkrieg noch weiter fortsetzte sollte und sich dann nach dem Zweiten Weltkrieg als unerträglicher Hemmschuh herausstellte, was Stalin zur Gründung der Kominform veranlasste. Dies war bitter nötig, denn der nationale Weg zum Sozialismus hatte auch den Weg zur Auflösung der kommunistischen Partei neuen Typs frei gemacht mittels Vereinigung mit der sozialdemokratischen Partei. Mit der Resolutionen der Kominform im Jahre 1948, die vor Allem Stalin zu verdanken war, wurde dem so genannten „nationalen Weg zum Sozialismus“ ein Riegel vorgeschoben, der dem Wesen nach nichts anderes war als der Weg des bürgerlichen Sozialismus, also der Weg des Kapitalismus, und damit Abkehr von der Sowjetunion. Mit diesem wenn auch schweren Schlag der Kominform war die revisionistische Ideologie des „nationalen Weges zum Sozialismus“ jedoch noch längst nicht beseitigt. Einige moderne Revisionisten wurden zwar verhaftet und zum Tode verurteilt, aber die Meisten heuchelten „Selbstkritik“, um dahinter ihre wahren Absichten zu verbergen, nämlich ihren „nationalen Weg zum Sozialismus“ heimlich fortzusetzen solange Stalin noch am Leben war.

Als feindliche Ideologie des proletarischen Internationalismus schürte der Nationalismus unter den Volksdemokratien nationale Zwietracht, insbesondere gegen die Sowjetunion Stalins mit der Losung, sich nicht länger von Stalin „bevormunden“ zu lassen und stattdessen auf den eigenen Weg zu setzen - „möglichst außer Reichweite von Stalins langem Arm“ - , was in Titos Blockbildung gegen den Stalinismus ihren schärfsten Ausdruck fand. Entsprechend der Bestrebungen der modernen Revisionisten sollte der Aufbau des Sozialismus auf die einzelne Volksdemokratie beschränkt bleiben und sollte der gemeinsame Aufbau des Sozialismus unter der Führung der Sowjetunion Lenins und Stalins gemieden werden. Mit dieser spalterischen nationalistischen Linie sollte der Weg zum sozialistischen Internationalismus aufgehalten und versperrt werden. Dieser feindliche Isolationskurs war ein schweres Verbrechen gegen die Sowjetunion, die alles für den Aufbau des Sozialismus in den Ländern der Volksdemokratie getan hatte, obwohl sie selber am meisten unter den großen Verlusten durch den Krieg litt. Die Theorie vom „nationalen Weg zum Sozialismus“ wurde gerechtfertigt mit dem Prinzip der schöpferischen Anwendung des Marxismus-Leninismus auf die besonderen Bedingungen in den verschiedenen Ländern der Volksdemokratie. Aber Theorie und Praxis klafften zur Zeit der Kominform bereits auseinander, wurde das gegenseitige Vertrauen der Volksdemokratien verletzt, und ganz besonders das Vertrauen in die Sowjetunion Lenins und Stalins.
Was Titos anti-marxistisch-leninistische Auffassung von der nationalen Frage anbelangt, so hatte Stalin bereits im Juni 1925 in der Komintern den falschen Standpunkt des Jugoslawen Semitsch in der Jugoslawienkommission kritisiert, nämlich dass man die nationale Frage nicht von der Frage der Revolution trennen darf, wobei man die bürgerlich-demokratische Revolution (
vor der Oktoberrevolution) nicht mit der sozialistischen Revolution (nach der Oktoberrevolution) gleichsetzen darf (siehe: Stalin, Band 7, Seite 186 – 195)

Auch vorher in seiner Rede in der jugoslawischen Kommission des EKKI vom 30. März 1925 nahm Stalin Stellung zur nationalen Frage in Jugoslawien ( Stalin, Werke Band 7, Seite 59 - 65). Darin stellte Stalin den Grundsatz auf,

dass ohne den Sturz der Bourgeoisie und den Sieg der Revolution die nationale Frage nicht auch nur einigermaßen befriedigend gelöst werden kann. Also Recht auf Lostrennung für diejenigen Nationalitäten, die sich werden lostrennen wollen, und Recht auf Autonomie für diejenigen Nationalitäten, die es vorziehen werden, im Rahmen des jugoslawischen Staates zu verbleiben.“

Nach allen leidvollen Geschehnissen in Jugoslawien ist mehr als offensichtlich, dass Tito den von Stalin aufgestellten Grundsatz von Anfang bis Ende stets mit Füßen getreten hat.



Sehen wir, was Shdanow den kommunistischen Bruderparteien Frankreichs, Italiens, Englands und der anderen Länder als „besondere Aufgabe“ zuwies:

Sie müssen das Banner der Verteidigung der nationalen Unabhängigkeit und Souveränität ihrer Länder [wohlgemerkt bürgerlichen, imperialistischen Länder – Anmerkung der Redaktion] hochhalten (...), dann wird kein Plan zur Versklavung Europas verwirklicht werden können“ (Shdanow, ebenda, aus: Tägliche Rundschau“, 24. Oktober 1947).

Für die nationale Unabhängigkeit und Souveränität der Imperialisten kämpfen, um damit die Welt von der Versklavung des Imperialismus zu befreien ???? Na bestens ! Die USA, der Hauptfeind Nr. 1, wo der Kommunistischen Partei, wo der Arbeiterklasse eine besonders wichtige Aufgabe zugekommen war, nennt Shdanow „eigenartiger Weise“ überhaupt nicht. Und warum nicht ? Weil der Klassenkampf in den USA für ihn gar nicht existierte, weil er die Bedeutung der revolutionären Haupttriebkraft des Weltproletariats in seiner „Weltpolitik“ völlig außer Acht gelassen hatte und sie stattdessen durch geopolitische Gesichtspunkte ersetzte, die seine „Weltpolitik“ bestimmten. Und eben hierauf stützte sich ganz besonders Maos „Drei-Welten-Theorie“. Und tatsächlich entspricht die Losung von der Befreiung imperialistischer Länder aus der "Versklavung" der imperialistischen Supermacht USA, genau der revisionistischen Weltentheorie des Zusammenschlusses der 2. mit der 3. Welt gegen die erste Welt. Die leninistisch-stalinistische Linie vom Weltproletariat, das im Bündnis mit den armen Bauern in der sozialistischen Weltrevolution den Weltimperialismus stürzt – hat die Kominform von Anfang bis Ende nie vertreten. Das ist eine Tatsache, die sich in jedem Kominform-Dokument bestätigt.

Wer wie Shdanow und Mao den Klassenkampf als Grundlage und Ausgangspunkt für die Theorie der Weltpolitik leugnet, der betreibt Klassenversöhnung. Mit der Klassenversöhnung aber konnte weder Shdanows „demokratisches Weltlager“, noch Maos Lager der „Dritten Welt“ zur Demokratie, geschweige denn zum Sozialismus führen. Beide „Theorien“ lenken von der Hauptaufgabe der sozialen Befreiung durch die sozialistische Revolution ab, wie Enver Hoxha es hervorgehoben hat:

Wir sind (...) gegen jene revisionistischen Theoretiker, die predigen, der gesamte revolutionäre Kampf müsse jetzt auf den Kampf für die nationale Unabhängigkeit reduziert werden, um sie zu erringen und sie vor der Aggression der imperialistischen Mächte zu beschützen, und damit den Kampf für die soziale Befreiung leugnen. Allein der Sieg dieses Kampfes sichert auch die vollständige und wahre nationale Freiheit, Unabhängigkeit und Souveränität“ (Enver Hoxha, Imperialismus und Revolution, Seite 318).

Wir sehen heute, wohin diese „Verwirklichung demokratischer Grundsätze“, wohin die „Verteidigung nationaler Unabhängigkeit und Souveränität“ (wohlgemerkt in den Ländern der imperialistischen Hauptkriegsbrandstifter !!! - nicht in den vom Imperialismus unterdrückten Ländern) geführt hat – nämlich genau zur jener Versklavung Europas, die dadurch angeblich verhindert werden sollte !! Was da verwirklicht wurde, ist kapitalistische Weltversklavung, ist imperialistischer Krieg und Weltfaschismus. Ist diese heutige Tatsache nicht Beweis genug dafür, dass man mit der Shdanowschen Kominform -Taktik keinen Weltimperialismus in die Knie zwingen und dass sich das Proletariat damit überhaupt nicht von kapitalistischer Sklaverei befreien kann ? Wenn man in den Ländern der Kriegsbrandstifter das Proletariat zur „Verteidigung der nationalen Unabhängigkeit“ und „Souveränität“ aufruft, dann ist das im Grunde genommen Verrat an den revolutionären Interessen des Weltproletariats, an den Interessen der vom Weltimperialismus unterdrückten Völker, dann spricht daraus der Geist der II. und nicht der III. Internationale Lenins und Stalins.

Suslow auf der 3. Konferenz der Kominform:

Statt das Banner der Revolution und des Sozialismus in den kapitalistischen Ländern hoch zu halten, fordert er:

Die kommunistischen- und Arbeiterparteien müssen das Banner des Schutzes der nationalen Unabhängigkeit und Souveränität ihrer Länder hochhalten.“

Dagegen lehrt Stalin:

"Die Partei geht davon aus, dass die 'nationalen' und die internationalen Aufgaben des Proletariats der UdSSR mit der gemeinsamen Aufgabe der Befreiung der Proletarier aller Länder vom Kapitalismus verschmelzen, dass die Interessen des Aufbaus des Sozialismus in unserem Lande mit den Interessen der revolutionären Bewegung aller Länder voll und ganz zu einem gemeinsamen Interesse – Sieg der sozialistischen Revolution in allen Ländern – verschmelzen. Die proletarische Revolution in einem Lande ist nicht Selbstzweck, sondern Mittel und Hilfe für die Entwicklung und den Sieg der Revolution in allen Ländern." ( Stalin, Band 9, Seite 24)

Hätte dies nicht auch selbstverständlich die Leitlinie der Kominform sein müssen ?

Die Kominform hatte jedoch nie diesen Stalinschen internationalistischen Weg der Revolution beschreiten wollen und ihn tatsächlich auch nie beschritten. Die Kominform hielt die Volksdemokratien im sozialistischen Weltlagern vom Ziel der sozialistischen Weltrevolution fern.

Und erinnern wir uns an Trotzki. Für ihn war der sozialistische Aufbau im "nationalen" Rahmen eines Staates unmöglich. Lenin und Stalin bewiesen in Theorie und Praxis genau das Gegenteil. Aber mit dem neuen sozialistischen Weltlager wurde es zum ersten Mal möglich, über den nationalen Rahmen hinaus den Sozialismus aufzubauen, also im internationalen Rahmen. Und um eben diese Neuerung "unmöglich" zu machen, kramten die Trotzkisten den von der Sowjetunion Lenins und Stalins losgelösten und gegen sie gerichteten, "spezifischen Weg" hervor und priesen zum Beispiel den titoistischen "Weg zum Sozialismus" als einen "Weg für alle". Dies diente den Trotzkisten zum Zwecke der Spaltung und Zerschlagung des Stalinschen sozialistischen Weltlagers: "Lieber einen spezifisch bürgerlichen Weg zum Sozialismus, als den internationalistischen Weg Stalins."

Und was sagte Tito ? (zitiert nach Savo Kerzovic, Dragan Markovic, „Was ist das Kominformbüro?“ Prishtina 1977, Seite 207) :

Wir mussten uns bis zum Letzten auch von den stalinistischen Rezepten, von der Lehre über den Sozialismus, die Revolution freimachen – den Staat und die Partei, bis hin zu allen Gebieten des Schaffens.“

Was Tito stattdessen bis zum Letzten tun musste war klar: die marxistisch-leninistischen Prinzipien durch einen spezifischen, „national-jugoslawischen Marxismus“, eine eklektische anti-marxistische Lehre, ersetzen die zu seinen hegemonistischen und konterrevolutionären Zielen passte.

Auf dem 5. Parteitag der KPJ im Jahre 1948 machte Tito unter der Losung der „schöpferischen Anwendung“ des Marxismus und der „Überprüfung der Werke der Klassiker“ der bürgerlichen Ideologie in Gestalt eines „spezifischen“, „unabhängigen Sozialismus“ usw. den Weg frei.

Und wer ist schließlich alles mit der Auflösung der Kominform den "überlegenen" jugoslawischen Weg Titos gegangen ? Das waren nicht nur Chruschtschow und Mao, sondern auch alle anderen – einschließlich aller !!) Delegierten der Kominform. Chruschtschow nahm bei seinem Tito-Besuch nicht einmal mehr das Wort "sozialistisches Weltlager" in den Mund.

In seiner Broschüre

"Die jugoslawische Selbstverwaltung"

entlarvt Enver Hoxha die revisionistische "Theorie" vom spezifischen Weg zum Sozialismus:

"Als Antimarxisten waren und sind die jugoslawischen Titoisten nicht für den Aufbau des Sozialismus, sondern für die Verewigung des Kapitalismus in verschiedenen Formen. Sie missbrauchen und verdrehen die richtige marxistisch-leninistische These über die schöpferische Anwendung der Ideologie der Arbeiterklasse unter den besonderen Bedingungen jedes Landes, wenn sie darauf bestehen, dass für den Aufbau des Sozialismus keine allgemeingültigen Gesetze für alle Länder existieren, dass vielmehr jedes Land nach eigenem Wunsch und auf eigene Weise einen von den anderen unterschiedlichen 'Sozialismus' aufbauen könne. Nun müssen beim sozialistischen Aufbau unbedingt die konkreten Bedingungen jedes Landes berücksichtigen, aber der Sozialismus kann in ausnahmslos jedem Land nur auf der Grundlage des Marxismus-Leninismus, auf der Grundlage der allen Ländern gemeinsamen Gesetze und Prinzipien errichtet werden, die man nicht umgehen kann. Ohne Theorie des wissenschaftlichen Sozialismus kann man keinen spezifischen Sozialismus aufbauen." ( Seite 90)

 

 

7. Die Kominform im Kampf gegen Titos "Balkan-Föderation"


Die Balkan-Föderation war eine Form der Blockbildung von Staaten innerhalb des sozialistischen Weltlagers zum Zwecke ihrer Einverleibung durch das imperialistische Weltlager, zur Zerschlagung des sozialistischen Weltlagers und seiner Führung durch die Sowjetunion Lenins und Stalins.

Titos Plan war es, sich den ganzen Balkan einzuverleiben, diesen als seine Kolonie rücksichtslos auszubeuten und zu unterdrücken. Dieser Plan der Bildung eines titoistisch-kapitalistischen Staatenblocks außerhalb des sozialistischen Weltlagers der Sowjetunion wurde von den anglo-amerikanischen Imperialisten geschmiedet und voran getrieben, um damit den Vormarsch der Sowjetunion Lenins und Stalins aufzuhalten. Stalin brachte diese Pläne erfolgreich zum Scheitern, schlug Tito und auch Dimitroff aufs Haupt, der sich an der Bildung der Balkan-Föderation maßgeblich mitschuldig gemacht hatte, nicht aus uneigennützigen sozialistischen, sondern aus nationalistisch-kapitalistischen Gründen Bulgariens.


[siehe:

a)

aus einem Gespräch des Treffens mit Tito im Kreml am 27. Mai 1946 : Stalin: "Sprechen Sie sich im gegenwärtigen Augenblick zu Gunsten einer Föderation mit Bulgarien aus?"Tito: "Nein. Nicht zu diesem Zeitpunkt. Viele Dinge sind in Bulgarien noch ungelöst – [laut Protokoll der KPJ-Delegation]

b)

Artikel Stalins in der Prawda vom 28. Januar 1948;

c)

„Selbstkritik“ Dimitroffs auf dem Parteitag der Vaterländischen Front, am 2. Februar 1948; ]


ENVER HOXHA:

All die Worte und Schwüre Titos waren ein Bluff: Er belog und betrog uns über die Wahrheit der Idee von der 'Balkanföderation'. Tito, das haben die Tatsachen und die Zeit bewiesen, war ein bösartiger Antimarxist, ein Nationalist, Chauvinist und Agent der Bourgeoisie und des Imperialismus, er war ein 'Trojanisches Pferd' im Lager des Sozialismus, in der internationalen kommunistischen Bewegung und erst recht auf dem Balkan. Die Idee der 'Balkanföderation' aufgreifend, kämpfte er für das Ziel, Jugoslawien den ganzen Balkan anzuschließen, und in diesem Rahmen auch Albanien.

Stalin, der Titos expansionistischen Pläne gerochen hatte, lenkte Dimitroffs Aufmerksamkeit darauf, und Dimitroff erklärte Anfang 1948 öffentlich, er habe über die Föderation zwischen Jugoslawien und Bulgarien falsch gedacht.“ (Enver Hoxha, „Die Titoisten“, Seite 319 und 320)

"Wir mischen uns in die inneren Angelegenheiten der anderen nicht ein, aber wenn es infolge des Abflauens des Kampfes gegen die jugoslawischen Revisionisten so weit kommt, dass in einem befreundeten Lande wie Bulgarien eine Balkankarte gedruckt wird, die Albanien innerhalb der jugoslawischen Grenzen zeigt, dann können wir nicht ruhig sein."

"Kann man den bulgarischen Genossen nachsehen, als sie, ohne sich mit der albanischen Regierung, mit der sie durch einen Verteidigungspakt verbunden sind, zu beraten, der griechischen Regierung einen Freundschafts- und Nichtangriffspakt vorschlagen, und zwar zu einer Zeit, in der Griechenland sich mit Albanien immer noch in Kriegszustand befindet und Gebietsansprüche gegen unser Vaterland erhebt? Uns scheint es sehr gefährlich, solche Handlungen einseitig zu unternehmen."

(Enver Hoxha (16. November 1960)


Dabei muss unbedingt hervorgehoben werden, dass Stalin Dimitroff zur „Selbstkritik“ gezwungen hatte auf dem geheimen Treffen mit Jugoslawien und Bulgarien am 10. Februar 1948 in Moskau. Erst danach hat Dimitroff also öffentlich „Selbstkritik“ geübt. Man lese hierzu Stalin:

„Gegen die Vulgarisierung der Losung der Selbstkritik“, Stalin, Band 11 Seite 113- 122 und Seite 26 – 35).

Wir sind der Meinung, dass Dimitroffs „Selbstkritik“ Heuchelei war.

Selbst wenn Dimitroff nicht Hauptschuldiger bei der anti-stalinistischen Balkan-Föderation gewesen ist, so können wir ihn nicht von seiner Mitschuld frei sprechen. Wir halten die Kritik Stalins an Dimitroff für korrekt. Deswegen können wir Stalinisten-Hoxhaisten den Genossen Stalin nur verteidigen, wenn wir Stalins Kritik an Dimitroff verteidigen. Verrat an Stalin haben die Neo-Revisionisten begangen, indem sie Dimitroff verteidigen. Dimitroff war in Wort und Tat Kollaborateur des Titoismus. Er bediente sich des Zentrismus, der Versöhnung des Titoismus mit dem Stalinismus, heuchelte Selbstkritik, schwor Loyalität, erst NACHDEM er von Stalin kritisiert worden war, nur um damit seinen eigenen Kopf zu retten. Aber Dimitroffs Rolle in der Komintern und Dimitroffs Rolle in der Balkan-Föderation, das sind nicht die einzigen Rollen, die Dimitroff als Wegbereiter des modernen Revisionismus gespielt hat. Er hatte auch die Arbeiterklasse Bulgariens verraten, indem er dort die Weichen für die Machtübernahme der modernen Revisionisten gestellt hatte. Stalinismus in Worten, Revisionismus in Taten – das ist die Physiognomie des Verrats von Dimitroff.

Am 10. Februar 1948 findet in Moskau auf Einladung Stalins ein geheimes Treffen statt zwischen den Delegationen der Sowjetunion (Stalin, Molotow, Malenkow, Schdanow, Suslow und Sorin), Jugoslawiens (Djilas , Kardelj und Vacaric) und Bulgariens Dimitroff, Kostoff und Kolaroff). ] Stalin verurteilte die verbrecherischen Pläne Titos. Auf diesem Treffen widersprach Stalin in allen Punkten auch den Argumenten Dimitroffs und kritisierte ihn der Form nach in aller Schärfe.

Der Dialog zwischen Stalin und Dimitroff könnte in Etwa wie folgt verlaufen sein:

Stalin: "Du hast uns nicht informiert über die Bekanntgabe der Balkan-Föderation. Wir bekommen nur aus den Zeitungen davon zu lesen. Du hast vorher nicht über die politischen Konsequenzen solcher Aussagen nachgedacht !“ Dimitroffs „Selbstkritik“: "Ja, das war schädlich und grundsätzlich falsch. Solche Aussagen werde ich in Zukunft nicht wiederholen." Stalin erwidert: „Du bist doch kein Vorschulkind, sondern ein alter Politiker. In deiner Selbstkritik geht es doch nicht darum, die Sowjetunion nicht informiert zu haben. So eine Balkan-Föderation nutzen die Imperialisten gnadenlos zum eigenen Vorteil gegen uns aus, das ist der springende Punkt.“ Dimitroff: „Ja, ich gebe zu, ich habe mich geirrt, aber aus Fehlern lernt man.“ Stalin daraufhin: „Hier geht es doch nicht um einen Fehler, sondern um deine falsche Politik. Du bist seit 50 Jahren Politiker und fängst jetzt damit an, deine Fehler korrigieren zu wollen?“ Dimitroff wird rot, gibt sich geschlagen und ist wie am Boden zerstört …. (vorstellbare Szene wie sie sich so oder ähnlich vielleicht abgespielt haben mochte - von W. E.) .


Nach Stalins Tod entstand aus der Idee der Balkan-Föderation später die titoistische Vereinigung „blockfreier Länder“ . Für die beiden Supermächte war dies zum gegenseitigen Vorteil – eine gewisse Pufferzone ihrer Einflusssphären. Und Tito konnte sich mit der „blockfreien Zone“ ein paar Dollar und Rubel hinzu verdienen. Für die kommunistische Weltbewegung bedeutete dies eine Schwächung durch Spaltung der Einheit, durch Zerfall des sozialistischen Weltlagers, durch Isolierung der Sowjetunion Lenins und Stalins und die Restauration des Kapitalismus.

Die titoistische Linie der Balkan-Föderation und späteren Linie der „blockfreien Länder“ war ein konterrevolutionärer Akt, gerichtet gegen die Weltrevolution und den Weltsozialismus im Allgemeinen und gegen das Leuchtfeuer des Sozialismus – Albanien – im Besonderen.


Ausdruck des jugoslawischen Expansionismus war Titos Plan, sich Albanien als 7. Republik Jugoslawiens einzuverleiben – nicht durch militärische Okkupation, sondern als angebliche jugoslawische „Schutzmacht“ gegen den Überfall auf Albanien durch die griechischen Monarcho-Faschisten, durch „Diplomatie“ (=Verschacherung Albaniens) in der internationalen Arena ( Geheimvertrag zwischen Tito und den griechischen Monarcho-Faschisten zur Aufstückelung Albaniens auf der Pariser Friedenskonferenz im August 1946) sowie durch mehrere Putschversuche innerhalb der KPA vermittels jugoslawischer Agententätigkeit auf albanischem Territorium. Die jugoslawischen Annexionisten verteidigten nicht Albanien als souveränen Staat, sondern als ein Gebiet der jugoslawischen „Großstaates“ - „Verteidigung“ Albaniens de jure, um Albanien de facto zu verschlingen. „Gegner“ des Annexionismus in Worten und Annexionisten in Taten, das war der chauvinistische Verrat der jugoslawischen Revisionisten an Stalins prinzipienfester Lehre in der nationalen Frage und ein Verbrechen am albanischen Volk. Stalin und Enver Hoxha machten Tito einen Strich durch diese Rechnung.

Während Tito auf dem geheimen Treffen mit Stalin am 10. Februar 1948 heuchlerisch „Selbstkritik“ übte, beging er gleichzeitig im Kosova Völkermord. In Worten war Tito für die Wiedervereinigung aller Albaner in einem Staat, aber er erlaubte Enver Hoxha, nicht einmal, seine albanischen Landsleute im Kosova besuchen zu dürfen, geschweige denn durften die albanischen Kommunisten des Kosova die KPA des Genossen Enver Hoxha besuchen. Stattdessen wurden diese in jugoslawische Internierungslager gesteckt. Um Kosova zu entvölkern, zwangen die Titoisten Hunderttausende Albaner, in die Türkei und anderswohin zu emigrieren. So sah Titos Balkanföderation also in Wirklichkeit aus.


Ferner ist Titos Zugriff auf Mazedonien sowie Titos Eroberung von Istrien und der Städte Zadar und Rijeka zu erwähnen. Mit dieser Provokation verletzte Tito nicht nur die Vereinbarungen zwischen Stalin und den Westalliierten, sondern gefährdete damit auch den Weltfrieden. Unmittelbar nach 1945 hätte die Fortsetzung des Krieges gegen Hitler durch einen Krieg gegen die USA schwerwiegende Folgen für die Sowjetunion, für das sozialistische Weltlager und für die gesamte kommunistische Weltbewegung gehabt.

Außerdem beanspruchte Tito ungarische Gebiete an der kroatisch-serbischen Grenze (zum Beispiel die Stadt Pecs) – angeblich "zum Schutz des ungarischen Volkes". [laut Protokoll von Blagoe Neshkovich, damals Führer in der KPJ]

Mit seinem jugoslawischen Expansionimus machte Tito auch vor Griechenland nicht halt. Auf einem Treffen zwischen Stalin und Tito am 27. Mai 1946 soll Molotow gesagt haben: "Ja, Salonikki ist eine alte slawische Staat. Ihr braucht den Zugang zum Ägaischen Meer." [!] [laut Protokoll von Blagoe Neshkovich, damals Führer in der KPJ]

Tito war als Helfershelfer der britschen und amerikanischen Imperialisten in Griechenland nicht uneigennützig. Die Kollaboration mit den griechischen Monarcho-Fachisten passte in seine expansionistischen Pläne (konterrevolutionäre Athen-Belgrad-Rom-Achse des anglo-amerikanischen Imperialismus). Stalin war hingegen - unter den unmittelbaren Nachkriegsbedingungen - gegen die Einmischung in die inneren Angelegenheiten des griechischen Volkes durch expansionistische Machtinteressen von außen. Stalin war zunächst fest vom Sieg im griechischen Bürgerkrieg überzeugt. Er stellte sich auf die Seite des anti-monarchofaschistischen Kampfes, auf die Seite des Kampfes gegen die griechischen Finanzhaie, die Griechenland ans kapitalistische Ausland verkauften. Aber Stalin war so ehrlich zuzugeben, es sei durchaus möglich, dass die Kräfte zum Sieg nicht ausreichen könnten und der Guerillakrieg in Griechenland deswegen abgebrochen und eines Tages unter besseren Ausgangsbedingungen fortgesetzt werden sollte. Stalin forderte den bedingungslosen Abzug britischer und amerikanischer Truppen aus Griechenland.

Mit seiner Friedenspolitik kämpfte Stalin gegen alle Provakteure eines erneuten Weltkrieges – auch gegen die Provokationen Titos. Am 27. Mai 1946 soll Stalin zu Tito gesagt haben: "Wenn die Slawen nicht noch weitere 10 Millionen Opfer beklagen wollen, dann müssen sich die Slawen in einer einzigen Front mit der Sowjetunion vereinen." [laut Protokoll von Blagoe Neshkovich, damals Führer in der KPJ]

Noch im Jahre 1947 stellte sich die Sowjetunion geschlossen sowohl hinter Albanien, als auch hinter Bulgarien und Jugoslawien. Erst ein Jahr später kam es zum offenen Bruch mit Tito, und wurde Bulgariens Zusammenarbeit mit Tito unterbunden und die militärisch-expansionistischen Angriffe auf Albanien seitens der imperialistisch-revisionistischen Allianz, zu der auch die italienischen Neo-faschisten, die griechischen Monarcho-Faschisten und die jugoslawischen und bulgarischen Revisionisten gehörten, durch Stalin zurück geworfen. Es wird Stalin vorgeworfen, er hätte mit Churchill Schacher um Griechenland betrieben (so genannte "Prozentsatzvereinbarung"). Wir führen zur Entkräftung dieses Vorwurfes folgendes Zitat Stalins an:

"England zum Beispiel verlangt von uns, dass wir zusammen mit ihm zu Raubzwecken Einflusssphären irgendwo, sagen wir in Persien, in Afghanistan oder in der Türkei, festlegen, wobei es seine Bereitschaft beteuert, mit uns 'Freundschaft' zu schließen, wenn wir auf diese Zugeständnisse eingehen. Aber gerade weil wir nicht auf diese und ähnliche Zugeständnisse eingehen können, ohne uns selbst aufzugeben – gerade darum müssen wir darauf gefasst sein, dass das internationale Kapital gegen uns auch in Zukunft allerlei Gemeinheiten begehen wird." (Stalin, Werke Band 11, Seite 49 und 50)

Wortbrüchig verletzten die Westalliierten die Vereinbarung mit der Sowjetunion, nach Kriegsende in allen Ländern, die in den Kriegshandlungen des Zweiten Weltkrieges verwickelt waren, Friedensverträge abzuschließen und dann alle Besatzungstruppen zurückzuziehen.


Kostov auf der 2. Konferenz der Kominform:

Die Partei hat folgende Fehler gemacht: Unterschätzung des Klassenkampfes, Illusionen über die friedlichen Möglichkeit, diesen Kampf in den Bedingungen des heutigen Bulgariens zu führen, das Versagen, eine klare Vorstellung vom Weg und Tempo der Entwicklung zu haben, von der harmonischen Vereinigung des Staates zu sprechen, vom private Sektoren in der Wirtschaft, und so weiter. Aber all diese Fehler wurden rechtzeitig korrigiert, oft dank der Beratung mit der KPdSU (B) und dem Genossen Stalin persönlich.“


Tscherwenkoff kritisierte ein Jahr später Kostoff, der jetzt zum Sündenbock für ehemalige bulgarische Versuche gemacht wurde, zusammen mit Tito das Land aus dem sozialistischen Lager heraus zu entreißen und den stalinistischen Weg zum Sozialismus in Bulgarien zu verhindern.
Kostoff sollte im Dezember hingerichtet werden, während Dimitroff im Juli auf unerklärliche Weise an einer „Krankheit gestorben“ sein soll. Es war auch weithin bekannt, dass sie während der vierziger Jahre die bulgarische Politik gegenüber der UdSSR und Jugoslawien koordiniert hatten. Laut Tscherwenkoff sei Bulgarien in der Lage gewesen, seine sozialistischen Grundlagen zu stärken und nationalistische Abweichungen dank der sowjetischen Kommunistischen Partei und Stalin zu bekämpfen, der als "direkter Lehrer und Führer" des bulgarischen Volkes bezeichnet wird. Nicht einmal ein einziger Verweis auf die Person Dimitroff ist im gesamten Bericht von Tscherwenkoff zu finden. Das ist doch seltsam.

Und auch im Bericht von V. POPTOMOV wird Dimitroff im Zusammenhang mit Titos Balkan-Föderation mit keiner Silbe erwähnt und somit stillschweigend in Schutz genommen. Eine marxistisch-leninistische Kritik an Dimitroff hat es in der Kominform niemals gegeben, auch nicht von Seiten der Sowjetdelegierten.

In den Berichten der bulgarischen Delegation der Kominform blieb Dimitroff völlig verschont. Stattdessen wurde nur Tito an den Pranger gestellt. Es ist klar, dass die Komintern (SH) diese prinzipienlose Haltung der Kominform gegenüber nicht rechtfertigen kann. Es ist klar, dass hinter dem Verschweigen des anti-stalinistischen Weges von Dimitroff in der Frage der Balkan-Föderation die Rechtfertigung der Liquidierung der Komintern steckte, die es ohne Dimitroff so nicht gegeben hätte.

Bereits auf dem Parteitag in Berat, November 1944, versuchte die Tito-Gruppe Kochi Xoxe und Pandi Kristo Albanien Jugoslawien zu unterwerfen und der Balkan-Föderation unter Führung Titos einzugliedern. Dass sich die Albaner heldenhaft gegen ihre jugoslawische Versklavung wehrten, dazu erinnern wir an den albanischen Aufstand in Kosova im Jahre 1981. Es war auch die Volksfrontpolitik Dimitroffs, mit der Tito versuchte, die Kommunistische Partei Albaniens zu liquidieren. Davon wollen die heutigen Verteidiger Dimitroffs natürlich nichts wissen und verschweigen diese verbrecherischen Pläne gegen den Genossen Enver Hoxha und das albanische Volk..






8. Die Kominform im Kampf gegen den Titoismus

Was ist der Titoismus ?

Im Allgemeinen ist der Titoismus der am weitesten vorgeschobene Posten des anti-kommunistischen Bollwerks des Weltimperialismus, eine Variante der Ideologie des modernen Revisionismus gegen den Stalinismus zum Zwecke der Isolierung und Schwächung der Sowjetunion Lenins und Stalins, zum Herausbrechen einzelner Kettenglieder aus dem sozialistischen Weltlager mit dem Ziel seiner vollständigen Vernichtung; und im Besonderen ist der Titoismus die revisionistische Ideologie der nationalistischen Verbürgerlichung der Volksdemokratie, ihre Anpassung an den Kapitalismus zwecks Assimilation durch das imperialistische Weltlager. Der Titoismus leugnet die internationale Bedeutung der Oktoberrevolution und lehnt die universellen Lehren der Oktoberrevolution (nicht nur für Jugoslawien) ab, um die kommunistische Weltbewegung stattdessen auf einen von der Oktoberrevolution abweichenden Weg der jugoslawischen „Revolution“ zu zerren. Der Titoismus gibt sich als „schöpferische Weiterentwicklung“ des Marxismus-Leninismus aus, ist in Wahrheit aber eine Ideologie des Verrats am Marxismus-Leninismus (Definition der Komintern [SH])



Stalin schrieb in seinem Brief vom 27. MÄRZ 1948:

"Ferner muss gesagt werden, dass die jugoslawische Staatspolizei auch den Vertreter der KPdSU beim Kominform, den Genossen Judin, überwacht.

Wie Sie wissen, machen bei den jugoslawischen Führern antisowjetische Gerüchte die Runde: Die KPdSU sei in Entartung begriffen, in der USSR herrsche Großmacht-Chauvinismus, die USSR wolle das neue Jugoslawien wirtschaftlich unterjochen, die Kominform sei für die KPdSU ein Mittel, die anderen Parteien unter ihre Herrschaft zu bringen, usw. ... Diese antisowjetischen Äußerungen werden meistens unter linkslerischen Phrasen versteckt, wie: „Der Sozialismus hat in der USSR aufgehört, revolutionär zu sein,“ oder „einzig Jugoslawien ist der wahre Träger des revolutionären Sozialismus.“

Stalin schrieb in seinem Brief vom 4. Mai 1948:

"Wie es scheint, gedenken die jugoslawischen Führer in Zukunft auf ihrer antisowjetischen Haltung zu beharren; aber die jugoslawischen Genossen sollen jetzt schon wissen, dass damit ein Weg beschritten wird, der zum Verzicht auf die freundschaftlichen Beziehungen mit der Sowjetunion führt, ein Weg des Verrats an der Freundschaft mit der Sowjetunion, des Verrats an der sozialistischen Einheitsfront, an der USSR und den Volksdemokratien.

Dabei muss betont werden, dass die jugoslawischen Genossen, die nach Moskau oder sonst in unser Land kommen, die Städte der USSR frei besuchen und mit unseren Bürgern zusammenkommen können. Anlässlich seiner letzten Reise nach der Sowjetunion fuhr der Genosse Djilas nach einem Moskauer Aufenthalt für einige Tage nach Leningrad, um sich dort mit Sowjetgenossen zu unterhalten. Wir haben von Djilas nicht verlangt, er solle uns über seine Besprechungen mit den Organisationen von Leningrad Rechenschaft ablegen. Wir nehmen an, dass er dort nicht Auskünfte für den angloamerikanischen oder französischen Nachrichtendienst sammelte, wohl aber für die leitenden Organe Jugoslawiens.

Am 31. August 1948 stirbt Shdanow, also kurz nach der 2. Kominform-Konferenz im Juni 1948 in Rumänien.

Auf der 3. Konferenz der Kominform ist Shdanow nicht mehr anwesend.

Stalin schrieb in seinem Brief vom 22. Mai 1948:

"Die Genossen Tito und Kardelj haben dem ZK der KPdSU schon oft Versprechungen gemacht, ohne sie zu halten. Die Genossen Tito und Kardelj erklären, das ZK der KPJ verzichte darauf, an der Sitzung des Informationsbüros zu erscheinen und lehne es ab, die Frage der Lage innerhalb der KPJ vor diesem Büro darzulegen. Wenn dies ihr endgültiger Beschluss ist, so bedeutet das, dass sie vor dem Informationsbüro nichts auszusagen haben, dass sie ihre Schuld erkennen und sich fürchten, vor die Bruderparteien hinzutreten. Mehr noch: Die Weigerung, vor dem Informationsbüro zu erscheinen, bedeutet, dass das ZK der KPJ einen Weg beschreitet, der zur Loslösung von der vereinigten internationalen Front der Volksdemokratien und der USSR führt und dass es seine Partei und das jugoslawische Volk jetzt auf den Verrat an dieser vereinigten Front vorbereitet . Da das Informationsbüro die Basis der vereinigten internationalen Front bildet, führt diese Politik zum Verrat am internationalen Solidaritätswerk der Arbeiterklasse und bildet den Übergang zu einer Haltung des Nationalismus. Sie stellt eine feindliche Handlung gegenüber der Arbeiterklasse dar.

Unabhängig davon, ob die Vertreter des ZK der KPJ an der nächsten Sitzung des Informationsbüros teilnehmen werden oder nicht, besteht das ZK der KPdSU darauf, dass beim nächsten Zusammentreffen des Informationsbüros die Lage innerhalb der KPJ geprüft werde.

Das ZK der KPdSU erklärt sich mit dem Vorschlag der tschechischen und ungarischen Genossen einverstanden, wonach das Informationsbüro in der zweiten Hälfte Juni zusammentreten soll."

Die Kritik der Kominform an der KPJ wurde auf der 2. Kominform-Konferenz von den Vertretern der französischen und italienischen kommunistischen Parteien vorgetragen, während umgekehrt die Kritik der Kominform an der KP Frankreichs und Italiens in der ersten Kominform-Konferenz von den Vertretern der KPJ vorgetragen worden waren. (!)

a) Kritik an der jugoslawischen Politik der Feindseligkeit gegenüber der sozialistischen Sowjetunion. Infragestellung der führenden Rolle der Sowjetunion in der kommunistischen Weltbewegung. Gleichsetzen der Außenpolitik der Sowjetunion mit der Außenpolitik der imperialistischen Mächte. »Degeneration« der KPdSU aus dem Waffenarsenal des Trotzkismus entnommen. Die »kapitalistischen Staaten stellen eine geringere Gefahr für die Unabhängigkeit Jugoslawiens dar als die Sowjetunion «.

b) Kritik an der Hegemonie der jugoslawischen Bauernschaft gegenüber der Arbeiterklasse. Kritik an der Leugnung der leninistisch-stalinistischen These, dass der Klassenkampf während der Periode des Übergangs vom Kapitalismus zum Sozialismus schärfer wird. Bucharins Theorie des „friedlichen Hineinwachsens des Kapitalismus in den Sozialismus.

c) Kritik daran, dass in Jugoslawien die Volksfront und nicht die Kommunistische Partei die führende Rolle spielt, was letztendlich auf die Liquiderung der KP hinausläuft. Unterordnung der kommunistischen Partei in der revisionistischen Volksfront und schließliche Auflösung der kommunistischen Partei in der Volksfront

[– in dieser Richtung kämpfen die Neo-Revisionisten heute auch gegen die Komintern (SH), indem die Neo-Revisionisten gegen uns ganz offen die Volksfrontpolitik von Dimitroff verteidigen.] (*)

_____

(*) Hierzu eine wichtige Anmerkung der Komintern (SH):

Was lernen wir aus dieser Kritik (c) für uns selbst ?

Wir lernen daraus, dass die Komintern (SH) in der stalinistisch-hoxhaistischen Weltbewegung stets die unbestrittene führende Rolle behalten muss. Wenn sich eine „stalinistisch-hoxhaistische Weltbewegung“ außerhalb der Komintern (SH) entwickeln sollte, oder wenn es einer einzelnen Sektion einfällt, ihre „eigene“ „stalinistisch-hoxhaistische Bewegung“ , also neben, ohne oder sogar gegen die Komintern (SH) aufbauen zu wollen, dann bedeutet dies die Liquidierung der Komintern (SH) . Dann bedeutete das ebenso die Liquidierung der stalinistisch-hoxhaistischen Weltbewegung, welche ohne Führung der Komintern (SH) weder existieren kann noch wird.

In Ergänzung zu dieser titoistischen Methode der Liquidierung der Komintern (SH) [= Methode der Dezentralisierung der Bewegung durch Zurückdrängen und schließlich Ausschaltung des bestimmenden Einflusses der Zentrale] gibt es natürlich auch die klassische Methode der Revisionisten, nämlich die Notwendigkeit der Komintern (SH) in Worten nicht anzuzweifeln, aber in Taten die Komintern (SH) in eine revisionistische Weltpartei zu verwandeln, um damit die sozialistische Weltrevolution ins Fahrwasser der Bourgeoisie zu lenken. (= Methode der Zerschlagung der Bewegung durch einen revisionistischen Führungswechsel in der Komintern (SH)]. Beides läuft auch das Gleiche hinaus: Ausschaltung des Führungsstabes des Weltproletariats.

Welche der beiden Methoden ist gefährlicher ? Gefährlicher ist immer jene Methode, die man nicht konsequent genug bekämpft.

d) Kritik an der jugoslawischen Kommunistische Partei, die Kominform zu verlassen und die Kritik der Kominform zu ignorieren.

e) Kollaboration der jugoslawischen Führung mit dem imperialistischen Weltlager.



Prawda, 18.-19. Oktober 1947 (!) , gewidmet aus Anlaß der ersten Ausgabe von: "Für einen dauerhaften Frieden, Für eine Volksdemokratie in Belgrad", lesen wir unter der Unterschrift von M. Maritine: "Der Bericht von Edouard Kardelj präsentiert ein wahrhaft grandioses Diagramm, von den sehr bedeutenden historischen Reformen, die in den letzten Jahren in Jugoslawien vollbracht wurden. " Der Autor fährt dann fort, den Bericht von Kardelj über Jugoslawien und Kardeljs Schlussfolgerung vollständig zu unterstützen:

"Jugoslawien ist nicht mehr ein kapitalistisches Land, noch ist es ein Land mit einem dominanten kapitalistischen Sektor. Aber es ist ein typisches Land, das den Übergang vom Kapitalismus zum Sozialismus, ein Land, in dem eine sozialistische Wirtschaft regiert, als Ergebnis des Kampfes der Arbeiterklasse und aller Werktätigen verwirklicht."

(!)

Es stellt sich die Frage, warum die erste Konferenz der Kominform so freundschaftlich mit Jugoslawien verlief (zum Beispiel Übereinstimmung mit Jugoslawiens Kritik an den KPs in Frankreich und Italien) und nur ein [!] Jahr später erfolgte der Ausschluss Jugoslawiens.

Auf einmal heucheln alle ihren "Schulterschluss" mit der Sowjetunion gegen Tito. Dabei haben sie Tito auf ihren 7. Weltkongress Beifall geklatscht, hat Tito an der Liquidierung der Komintern mit ihnen gemeinsame Sache gemacht ! Das sind doch die Tatsachen, um die man nicht herumreden darf!

Die Regime der Volksdemokratie könnten entstehen, bleiben und sich entwickeln nur dank der Unterstützung der UdSSR. [revisionistisch! Lenin propagierte die Diktatur des Proletariats – das ist auch die stalinistische Definition des Leninismus in der Epoche des Imperialismus – Die Volksrepublik Albanien entwickelte sich alleine weiter nach dem Verrat der Sowjetrevisionisten] Die Physiognomie der revisionistischen Linie in der Kominform lässt sich am Beispiel Jugoslawiens verdeutlichen: Jugoslawien wird nicht vom Standpunkt der Diktatur des Proletariats und der sozialistischen Revolution aus der Kominform entfernt, sondern weil Jugoslawien sich nicht auf die Volksdemokratie nach dem Einheitsfront-Muster Dimitroffs gestellt hat mit seine revisionistischen These vom angeblich „endgültigen“ Sieg des Sozialismus in der Sowjetunion. Man kommt nicht automatisch zum Sozialismus allein durch die äußere Existenz der Sowjetunion. Nach dieser liquidatorischen These wäre der Sozialismus in keinem Land ohne Sowjetunion möglich. Wenn ein sozialistisches Land den Kapitalismus restauriert, dann kann man trotzdem den Sozialismus im eigenen Land aufbauen. Das haben die Albaner 40 Jahre lang bewiesen. Albanien ist der beste Beweis für die Unhaltbarkeit der Thesen der Kominform.

In der Kominform saßen Leute, die den jugoslawischen Revisionismus verurteilten, um dahinter den Revisionismus in ihrem eigenen Land zu verbergen.

Es war allgemein üblich, die wahren Marxisten-Leninisten kurzerhand des „Trotzkismus“ zu beschuldigen, wenn sie berechtigte Kritik an revisionistischen Fehlern und Abweichungen übten. Auf diese Weise sprang auch die KP Griechenlands mit Enver Hoxha um, als er seine kritische Meinung über die falsche Linie der KP Griechenlands vorgetragen hatte. (siehe 4. Begegnung Enver Hoxhas mit Stalin)

Nach seinem Ausschluss aus der Kominform unterdrückte Tito diejenigen, die die Kominform unterstützten. Er beschimpfte sie als "Kominformisten", als „Feinde“ Jugoslawiens, wobei sich Tito noch in einem Brief an die Sowjetunion vom 13. April 1948 als den "treuesten" Kominformisten ausgegeben hatte und deswegen nur Monate später hätte "auf eigenen Befehl" selber inhaftiert und hingerichtet werden müssen. Ab 1949 ließ Tito alle Masken fallen und bediente sich offen der Werkzeuge der Trotzkisten, um die Sowjetunion Stalins zu beschimpfen und zu verunglimpfen. Tito war dazu übergegangen, das sozialistische Weltlager Stalins offen anzugreifen, es zu zersetzen und in ein Lager des westlichen Imperialismus zu verwandeln. Der erste sozialfaschistische Gestapo-Staat auf der Welt, der titoistische Staat, ermordete Tausende von Kommunisten im KZ Goli Otok. Viele jugoslawische Kommunisten konnten flüchten und kämpften vom Ausland aus für die Zerschlagung des faschistischen Tito-Regimes. Tausende jugoslawische Bergleute weigerten sich, das von ihnen geförderte Erz den Imperialisten zu überlassen und leisteten Widerstand gegen die Exporte in imperialistische Länder. Die Eisenbahner bestreikten die Transporte. 50 % der Arbeiter stoppten die Industrieproduktion durch Sabotage, durch Verlassen des Arbeitsplatzes oder durch die Widerstandsloung „arbeitet langsam“. Auch die jugoslawischen Bauern sabotierten die Produktion in der Landwirtschaft und widersetzten sich der Versklavung durch das titoistische Kulakentum. Und es war der Genosse Enver Hoxha, der den einzig richtigen Ausweg, die Notwendigkeit der sozialistischen Revolution und der Errichtung der Diktatur des Proletariats in allen revisionistischen Ländern propagierte.





Die Briefe Stalins an Tito - 1948

J. W. Stalin:

3 Schreiben

des ZK der KPdSU an das ZK der KP Jugoslawiens

27. März 1948

4. Mai 1948

22. Mai 1948



Die Titoisten - Historische Aufzeichnungen

Auszug aus: Kapitel 10

Der Kampf gegen den Titoismus - eine historische Notwendigkeit

1983


Aus dem Buch der Komintern (SH):

über den Kampf gegen den Revisionismus:


Auszug: Über den Kampf gegen den jugoslawischen Revisionismus




Die Tito-Clique - eine Agentur der Kriegsbrandstifter

Kalinin

(Aus: 'Neue Welt', Heft 19, Oktober 1950, S. 54ff).

 

 

Jugoslawien in der Gewalt der faschistischen Clique

(Aus: 'Neue Welt', Heft 12, Juni 1950, SS. 52ff)

 


Über die Entartung der Führung der KP Jugoslawiens

1948 (Schulungsheft der SED)

Anmerkung der Komintern (SH):

Dieses Schulungsheft ist mit genügend kritischem Blick zu studieren. Damals traute sich die SED noch nicht offen gegen Stalin aufzutreten und war gezwungen, noch einen halbwegs "Stalin-treuen Kurs" vorzuheucheln. Wegen eines in der Hauptseite korrekten Inhalts haben wir dieses Schulungsheft trotz Bedenken wegen einiger vorhandener Abweichungen veröffentlicht.

Diese Dokumente aus den ersten Nachkriegsjahren sind ansonsten bislang nirgends online veröffentlicht worden - außer von uns.





9. Die Kominform und die revisionistische Entartung der Kommunistischen Parteien in den kapitalistischen Ländern




Aus der ersten Konferenz der Kominform entnehmen wir zum ersten Mal die Kritik der Sowjetunion an der Volksfrontpolitik der westlichen Parteien, ohne dass dabei auf den Namen des Urhebers dieser revisionistischen Linie eingegangen wird – auf Dimitroff, welcher seine Volksfrontpolitik auch im sozialistischen Weltlager vertrat und umsetzte, während er gleichzeitig seine Loyalität gegenüber Stalin geheuchelt hatte !

Der "parlamentarische Weg zum Sozialismus" weicht vom Marxismus-Leninismus ab und ist revisionistisch. Togliatti. Kritik der Jugoslawen auf der 1. Kominform-Sitzung Ein wesentlicher politischer Inhalt der ersten Konferenz der Kominform war eine starke Kritik am Revisionismus der französischen und italienischen kommunistischen Parteien.
Die Konferenz diente weitgehend als Plattform, aus der kräftige, vernichtende Kritik am Opportunismus, dem Legalismus, dem bürgerlichen Parlamentarismus und anderen solchen Beschwerden hervorgeht, mit denen die französischen und italienischen kommunistischen Parteien geplagt wurden. D
iese Kritik kam offiziell von Jugoslawien und nicht von der Sowjetunion – die Prawda hatte Jugoslawien bis unmittelbar vor Gründung der Kominform noch gelobt- im September 1947. Das war eine hervorragende Taktik Stalins, den Revisionismus der KP Frankreichs und Italiens gegen den jugoslawischen Titoismus auszuspielen. Zuerst gegen die ersten (1. Konferenz der Kominform 1947), dann gegen den zweiten (2. Konferenz der Komiform 1948 – vorher eingefädelt durch die Briefe Stalins an die KP Jugoslawiens)

Später kritisierte Togliatti die Moskauer Erklärung, weil in ihr noch der Titoismus verurteilt worden war. Er forderte, die Verurteilung des Titoismus zurückzunehmen ! (Togliatti, 10. Januar 1963, „Lasst uns die Diskussion in ihre wahren Grenzen zurückführen“[Artikel in: „L'Unità“])

Am dritten Tag der 1. Kominform-Konferenz trugen die jugoslawischen Revisionisten ihre Kritik gegen die italienische und französische Kommunistische Partei vor. Das italienische und französische Volksdemokratie-Modell dürfe nicht unter der Führung einer bürgerlichen Regierung initiiert werden. Die jugoslawischen Delegierten kritisierten auch den opportunistischen Slogan der KP Italiens: "Weder London, noch Washington, noch Moskau." Die Niederlagen, die die beiden westlichen Parteien erlitten hatten, das hätten vor allem ihre Führer mit ihrem politischen und ideologischen Liberalismus zu verantworten. Die jugoslawischen Delegierten betonten, dass nach dem Krieg gewisse Kommunisten dachten (zum Beispiel die Browderisten) , dass eine friedliche, parlamentarische Zeit des Abebbens des Klassenkampfes angebrochen sei - dass es eine entsprechende Abweichung des Opportunismus gäbe, insbesondere in der Frage des Parlamentarismus sowohl in der französischen und italienischen Partei, als auch in anderen Parteien.

Diese Kritik ist eine marxistisch-leninistische Kritik, auch wenn sie von den Jugoslawen in der Absicht vorgetragen worden waren, um sich vor Vorwürfen gegen ihren eigenen Revisionismus zu wappnen! Man darf die Kritik am französischen und italienischen Revisionismus nicht dadurch versuchen zu entkräften, dass sie von revisionistischen Jugoslawen vorgebracht wurden, welches dahinter den eigenen Revisionismus verbargen. Man kann sich nicht auf die Seite des einen revisionistischen Lagers stellen, um ein anderes zu bekämpfen!! Das ist nichts Anderes als Neo-Revisionismus, nämlich Kritik am Revisionismus in Worten und Verteidigung des Revisionismus in Taten.

Der Übergang der KP Frankreichs zum Revisionismus begann auf dem 7. Weltkongress und kam schließlich erst nach dem Tod Stalins offen zum Vorschein.

Die ‚Volksfront’ in Frankreich bildete sich am Jahrestag der Erstürmung der Bastille (14. Juli 1935) in Paris. Im Januar 1936 einigten sich die Parteien auf ihre  gegenseitige Unterstützung und zogen ins Parlament ein.  Es war eigentlich der Block eines kapitalistischen Flügels, der sich  im Januar 1936 durch das Programm ‚Rassemblement populaire’ (Sammlung des Volkes) einen offiziellen Namen, der so gebildeten  Koalition gab. Blum beendete die Periode der Volksfrontregierung mit seinem Rücktritt am 7. April 1938.

Die Führer der KP Frankreichs und Italiens entpuppten sich als Verräter an der Revolution und am Sozialismus. Daran ändert sich auch nichts durch ihre scharfe Kritik gegen den Titoismus auf der zweiten Konferenz der Kominform. Hinter der Kritik am Titoismus verbargen sie geschickt ihren eigenen Revisionismus. Ihre Maske ließen sie erst fallen nach dem Tod Stalins und dem Machtantritt der Chruschtschow-Revisionisten.

Enver Hoxha schreibt über Frankreich und Italien in seinem Buch „Eurokommunismus ist Antikommunismus“ :

"In Frankreich und Italien kamen Regierungen bürgerlichen Typs an die Macht. Die Beteiligung der Kommunisten an ihnen änderte nichts an ihrem Charakter. Ihre Propaganda und Agitation, die Demonstrationen und Streiks, die die KP Frankreichs führte, lag nicht auf der Linie, der Bourgeoisie die Macht zu entreißen. (…) nahmen die Form eines Kampfes um Reformen (…) an. Sie beschritt nicht den marxistisch-leninistischen Weg. Die Kommunistische Partei Frankreichs unterließ es, (…) den Kampf um die nationale Befreiung in eine Volksrevolution zu verwandeln, sie wich dem Kampf für die bewaffnete Machtergreifung aus. Wie soll man diese Handlungsweise der Kommunistischen Partei Frankreichs nennen? Verrat an der Revolution.

Während in Italien günstige Bedingungen dafür bestanden, die Revolution voranzutreiben (…) war die Partei für eine parlamentarische Lösung im Rahmen der Legalität der bürgerlichen Ordnung. Ihr weitestgehender Anspruch war die Beteiligung an der Regierung mit zwei drei Ministern. Auf diese Weise geriet die Kommunistische Partei Italiens in das Wechselspiel der bürgerlichen Politik und machte ein prinzipienloses Zugeständnis nach dem anderen. Freiwillig streckte sie vor der Bourgeoisie die Waffen. Sie ging vom revolutionären Weg ab und schlug den parlamentarischen Weg ein, auf dem sie sich allmählich von einer Partei der Revolution in eine bürgerliche Sozialreformpartei der Arbeiterklasse verwandelte.“

Vor Allem unter dem trotzkistischen Einfluss der Titoisten kam es zuerst zur Spaltung des sozialistischen Weltlagers und daraus wiederum nach dem Tod Stalins zur Spaltung des revisionistischen Weltlagers. Die eine Fraktion verfolgte den Weg der Lostrennung von den Sowjetrevisionisten, während die andere Fraktion diesen weiterhin die Stiefel leckte. Auch Mao machte sich diese Spaltung zu Nutze, indem er die Fraktion der Lostrennung von den Sowjetrevisionisten vor seinen Karren zu spannen versuchte. Dazu gehörten auch die Fraktionen, die sich insbesondere in Westeuropa gebildet hatten, wozu die maoistischen Parteien auf der einen Seite gehörten und auf der anderen Seite die Eurokommunisten. Infolge dieses Zerfallsprozesses des revisionistischen Weltlagers bildeten sich unzählige Strömungen des Revisionismus heraus, die mehr offen oder verdeckt den Marxismus-Leninismus verfälschten, verrieten und ihn allmählich durch die bürgerliche Ideologie ersetzten. Und wir weisen nochmals darauf hin, dass sich diese Entwicklung des Verrats an der Weltrevolution bereits in der Kominform abzeichnete.

Enver Hoxha schreibt treffend in: „Eurokommunismus = Antikommunismus:

Diese unzähligen anti-marxistischen Strömungen, die sich in der heutigen kapitalistischen und revisionistischen Welt entwickeln, sind die fünfte Kolonne in den Reihen der Weltrevolution.“ (Seite 93)






10. Die Kominform und die revisionistische Entartung der KPdSU (B)


Der Sowjetrevisionist Suslow propagierte auf der 3. Sitzung der Kominform (1949) offen den Verzicht auf den Übergang zum Kommunismus durch die Diktatur des Proletariats. Von Sozialismus ist nicht mehr die Rede. (Enver Hoxha hat Suslow in seinen Werken wiederholt als revisionistischen Sowjetführer entlarvt.)

Die Vertreter der Sowjetunion in der Kominform bekämpften den jugoslawischen Revisionismus nicht im Interesse des Weltproletariats, nicht im Interesse der proletarischen Weltrevolution, nicht im Interesse der Schaffung des stalinistischen Weltlagers, sondern in ihrem eigenen Interesse. Sie hatten zum Ziel, die Ausbreitung revisionistischer Königreiche außerhalb der Sowjetunion zu verhindern, um eine sozialimperialistische Weltmacht zu werden. Die Revisionisten der anderen Länder sollten mit Druckmitteln unter die sowjetrevisionistischen Fittiche genommen werden. Dies bezweckten die Sowjetrevisionisten insbesondere mit dem Ausschluss Titos, wobei sie sich des Deckmantels des "Stalinismus" bedienten. Die Ermordung von Shdanow als Leiter der Kominform erfolgte im Auftrag der modernen Sowjetrevisionisten. Es waren dann solche modernen Revisionisten wie Suslow, die das Ruder in der Kominform übernahmen. Diese Vorgänge in der Kominform betrachten wir Stalinisten-Hoxhaisten nicht als Zufall.



In der Sowjetunion wurde ein heftiger Kampf gegen das Aufkommen des modernen Revisionismus geführt. So wurde der einst so renomierte Wirtschaftswissenschaftler Varga 1948 des Revisionismus überführt in den grundlegenden Fragen des wirtschaftlichen Aufbaus in den volksdemokratischen Ländern.

Aber auch zwischen der Leningrader Revisionistenfraktion und der Moskauer Revisionistenfraktion fanden heftige Kämpfe statt, in deren Verlauf zum Beispiel Schdanow und Wosnessenski, der mit Schdanow eng zusammen gearbeitet hatte, getötet wurden. Wosnessenski wollte Leningrad zur Hauptstadt der Sowjetunion machen und hatte zum Beispiel revisionistische Auffassungen über die Wirtschaftsplanung in der UdSSR vertreten.

Im Mai 1955 führte Nikita Chrustschow in Belgrad offizielle Gespräche, um die Versöhnung zwischen der KPdSU und der KPJ zu besiegeln. (siehe Enver Hoxha):

Chruschtschows Kniefall vor Tito

13. September 1963



Enver Hoxha über den Sowjetrevisionismus

(Sammlung von Enver Hoxhas Schriften und Dokumenten der PAA)




ENVER HOXHA

Die Chruschtschowianer



"Der Kampf der Partei der Arbeit Albaniens gegen den Chruschtschow-Revisionismus"

(Band 19 - Enver Hoxha Werke)



Die sowjetischen Revisionistenführer schworen Stein und Bein auf ihre "Treue" zum proletarischen Internationalismus, gelobten ihre "Hilfe" für die revolutionären Bewegungen für die soeben befreiten Länder und versprachen ihre "Unterstützung" für die kommunistischen Weltbewegung nach dem Kriege.

Sie benützen diese Schwüre, um ihre expansionistischen und aggressiven Ziele zu verschleiern und die Menschen hinters Licht zu führen. Ihre gesamte praktische Aktivität zeigt jedoch, dass die Sowjetrevisionsten dieses große Prinzip der Arbeiterklasse seit langem über Bord geworfen haben, so wie sie die marxistisch-leninistische Lehre verrieten.

Zur Zeit der Kominform - bis zum Tod des Genossen Stalin - war die Sowjetunion Zentrum und Basis der Weltrevolution.

Revolutionär und Internationalist ist heute nur derjenige, der nicht nur den Titoismus, sondern auch den Einfluss der Sowjetrevisionisten und der Revisionistenführer aller anderen Länder in der Kominform bekämpft und ihren Verrat entlarvt, welchen diese Verräter dort hinter Schwüren auf Stalin verborgen hielten.



11. Die Kominform und der Maoismus


Was den Maoismus betrifft, so hat Stalin nicht nur den Titoismus verurteilt, sondern Mao zu Recht als "halben Titoisten" bezeichnet.

Selbst in der kritischen chinesischen Schrift: "Ist Jugoslawien ein sozialistischer Staat?" (vom 26. September 1963 – aus der Polemik zur Generallinie der internationalen kommunistischen Bewegung) wird die Resolution der Kominform gegen den Titoismus (1948) nicht verteidigt, geschweige denn überhaupt erwähnt. In dieser Schrift: "Ist Jugoslawien ein sozialistischer Staat?" sucht man vergeblich die historischen Briefe Stalins an Tito, in denen Stalin die erhobenen Anschuldigungen Titos gegen die Sowjetunion zurückwies und den Titoismus zum ersten Mal scharf verurteilte. Den chinesischen Revisionisten ging es nicht um Stalin, sondern lediglich darum, sich selber gegenüber den Sowjetrevisionisten, die Tito auf die Knie gefallen waren, als "wahre Verteidiger" des Marxismus-Leninismus aufzuspielen, um dahinter ihren eigenen Revisionismus zu verbergen. In Wahrheit haben die chinesischen Revisionisten nicht nur eine versöhnlerisch Haltung gegenüber den Sowjetrevisionismus eingenommen, sondern auch gegenüber den Titoismus, was in verschiedensten chinesischen Schriften dokumentiert ist. Sie haben auch zugegeben, dass sie zwar der Kominform-Resolution halbherzig zugestimmt, sie aber in Wirklichkeit verurteilt haben. Somit haben die chinesischen Revisionisten gegenüber der Kominform die gleiche opportunistische Haltung eingenommen wie all die anderen Revisionisten aus den Ländern der Volksdemokratie.

In Worten für die Kominform – in Taten gegen die Kominform – das ist die Physiognomie des revisionistischen Verrats an der Kominform.


Judin, der gleiche Sowjetrevisionist, welcher Chefredakteur des Kominform-Organs war, wurde von Chruschtschow später als Botschafter in China eingesetzt zwischen 1953 und 1959. Bis Januar 1955 unterhielt China keine diplomatischen Beziehungen zu Jugoslawien. Aus Judins Tagebüchern erfahren wir einiges Wissenswertes über Maos wahre ablehnende Haltung zur Kominform:

"Mao sagte:

Wir haben unsere Unterstützung der Kominform-Entscheidung von 1948 zwar nicht verweigert, aber wir waren mit der Kominform-Resolution von 1949 nicht einverstanden. Sie brachte uns alle in eine passive Situation und Tito erinnert uns heute noch immer an diese Resolution. Stalin hätte nicht so eine rüde Haltung gegenüber Jugoslawien einnehmen müssen.“ ( April 19, 1958, Zitat aus Judins Tagebuch) . Stalins Kampf gegen den Titoismus ist doch nicht etwa eine Frage, die mit der Methode diplomatischer Höflichkeit gelöst werden kann! Wer hat denn die Sowjetunion auf rüdeste, infamste Weise in Misskredit gebracht ? Das war Tito. Und wer Tito in Schutz nimmt, ist bereits ein "halber Tito". Und das war Mao. So sah es Stalin, so sah es Enver Hoxha, und so sieht es die Komintern (SH).


In seinen Werken Band V schreibt Mao:

"Als wir den Krieg gewannen, mutmaßte Stalin, dass dies ein Sieg in der Art
von Tito sei, und 1949 und 1950 hat er viel Druck auf uns ausgeübt.“
(Mao Tsetung,
Ausgewählte Werke, Band V, S.328 – franz. Ausgabe).


Mao übernimmt bei der Gründung der VR China im Wesen die Einheitsfrontpolitik Dimitroffs und die Volksfrontpolitik Jugoslawiens. Mao, die Weltbourgeoisie und das ganze revisionistische Weltlager sprechen stets von der "sozialistischen Revolution in China". Dabei fiel bei der Gründung der VR China 1949 nicht ein einziges Mal das Wort "Sozialismus", geschweige denn das Wort "sozialistische Revolution".

Nach Auffassung der Komintern (SH) kann weder in China, noch in allen anderen Volksdemokratien die Rede sein von irgendeiner "sozialistischen Revolution". Die bürgerlich-demokratische chinesische Revolution obendrein als "höhere Entwicklung der Oktoberrevolution" herauszuputzen, dieses maoistische Eigenlob ist nicht nur eine Verhöhnung des chinesischen Proletariats, nicht nur eine Verhöhnung der Oktoberrevolution, sondern stellt auch einen frontalen Angriff auf den Weltbolschewismus und die sozialistische Weltrevolution dar.

Man vergleiche die Linie Maos mit der Generallinie der Komintern (SH). Die eine Linie ist von der anderen Linie tausende von Lichtjahren entfernt:

Mao-Zitat:

"Gegenwärtig dürfen wir die Bourgeoisie nicht von uns wegstoßen, sondern müssen sie um uns zusammenschließen. (6. September 1950; "NICHT NACH ALLEN RICHTUNGEN LOSSCHLAGEN", Mao, Band V, Seite 31-34).


Auf dem Denkmal der "Helden des Volkes" sind viele Inschriften zu lesen, welche von Mao Tsetung entworfen worden waren. Wenn man diese Inschriften liest, dann haben sich die Helden für alles Mögliche geopfert, nur nicht für den Kommunismus. Das nennt die Komintern (SH) Verhöhnung des chinesischen Proletariats, Verhöhnung des gesamten Weltproletariats, welches sein Blut dem Kostbarsten auf der Welt geopfert hat, nämlich dem Kommunismus.


Hier fügen wir einige Zitate von Enver Hoxha an, in denen er treffend zum Ausdruck bringt, was er von Tito und Mao gehalten hat:


"Tito und Mao haben die gleiche Farbe, allerdings keine rote."



Wenn Mao Tsetung annimmt, Stalin habe Tito gegenüber Fehler gemacht, so heisst dies, dass er die Methoden der `Selbstverwaltung` der jugoslawischen Wirtschaft billigt, d.h., die Methoden der titoistischen revisionistischen `Selbstverwaltung` . Diese `Selbstverwaltung` möchte Mao fortschreitend auch in China einführen. Er versäumt es auch nicht, über die Besonderheiten zu sprechen. Es ist interessant, was die Chinesen sagen: sie wollten einen spezifischen Sozialismus aufbauen. In dieser Frage treffen sie sich mit Tito, der seit langem vom Aufbau des `spezifischen Sozialismus` schwatzt. Hier geht es nicht nur um den Begriff, den die Chinesen verwenden, sondern auch um den Inhalt, darum, dass darin auch die Erfahrungen à la Tito einbezogen wird.“ (Betrachtungen über China“, Dezember 1976, Band II, Seite 381-382, dt. Ausgabe).


Die Chinesen stehen im Gegensatz zur Linie unserer Partei und unseres Staates. Sie haben uns offen empfohlen, ein Bündnis mit Jugoslawien einzugehen ( so sagte Tschou En-lai zu Beqir Balluku). Das heisst, sie wärmten die alte Geschichte wieder auf, den Traum der Titoisten, aus Albanien die siebte Republik Jugoslawiens zu machen. Täglich bringen die chinesischen Zeitungen Nachrichten über Jugoslawien, verteidigen seine Politik, lobhudeln Tito offen in überschwenglichen Worten. Mao Tsetung hat seit damals als er zu mir und Mehmet sagte: `Tito hat keine Schuld, Schuld haben vielmehr Stalin und die Komintern`, seine Ansicht über Tito nicht im geringsten geändert. Doch Stalin war und bleibt ein großer Marxist, Tito und Mao dagegen haben die gleiche Farbe, allerdings keine rote.


Nehmen wir einmal an, Stalin sei `nicht wachsam gewesen` und habe `nicht schon früher Maßnahmen ergriffen`. Aber ihr, meine chinesischen Genossen, die ihr Stalin kritisiert, warum habt ihr 10-14 Jahre lang Chruschtschow nicht durchschaut, 18 Jahre lang Tito und mindestens 16 Jahre lang die Gruppen von Liu Schao-tschi und Peng Tschen? Ihr hattet sowohl die große revolutionäre Erfahrung Lenins und Stalins, als auch die bittere Erfahrung mit Tito, Chruschtschow, Gao Gang, Wang Ming usw. (ENVER HOXHA)


Abschließend veröffentlichen wir einen längeren Auszug aus einer Aufzeichnung des Gesprächs, welches Mao mit der jugoslawischen Delegation in Peking führte ( September 1956):

Es gab Zeiten, in denen wir euch fallen gelassen haben. Wir hatten in der Vergangenheit die Meinung des Informationsbüros eingeholt. Obwohl wir uns nicht direkt an der Arbeit der Kominform beteiligten, war es für uns schwierig, sie nicht zu unterstützen. Im Jahre 1949 verurteilte die Kominform Sie als „Schlächter“ und „Hitler-Faschisten“, aber wir verschwiegen die Resolution über Jugoslawien, obwohl wir im Jahre 1948 Artikel veröffentlicht haben, in denen wir Sie kritisiert haben. Im Nachhinein hätten wir das nicht tun sollen. Wir hätten diese Frage mit Ihnen besprechen müssen. Wenn einige Ihrer Standpunkte falsch waren, hätten Sie zu einer Selbstkritik kommen können, und es gab keine Notwendigkeit, sich dabei zu übereilen, wie wir es getan haben. Dasselbe gilt für uns: Sollten Sie mit uns nicht einverstanden sein, sollten Sie dasselbe tun, das heißt, mit der Methode der Überzeugung und Beratung. Es gab nicht so viele erfolgreiche Fälle, in denen man ausländische Parteien in Zeitungen kritisiert. Ihr Fall bietet eine tiefgehende historische Lehre für die internationale kommunistische Bewegung. Obwohl Sie unter der Kritik gelitten haben, hat die internationale kommunistische Bewegung Lehren aus diesem Fehler gezogen. Die internationale kommunistische Bewegung muss diesen Fehler vollkommen verstehen.

Es gab jedoch einen weiteren Faktor, der uns daran hinderte, Ihnen zu antworten: Die sowjetischen Freunde wollten nicht, dass wir diplomatische Beziehungen mit Ihnen aufnehmen. Obwohl China ein unabhängiger Staat ist, haben wir ihre Anweisungen befolgt. Als die Sowjetunion uns bat, ihr zu folgen, war es für uns schwer, uns dagegen zu wehren. Damals gab es einige Leute [Mao meint mit „einigen Leuten“ wohl Stalin - Anmerkung], die behaupteten, dass es zwei Titos auf der Welt gäbe: einen in Jugoslawien, und noch einen in China, auch wenn es keine Veröffentlichungen darüber gegeben hat, dass dieser zweite Tito Mao Tsetung heißen würde. Ich habe einmal die sowjetischen Genossen darauf hingewiesen, dass sie vermuteten, ich sei ein halbherziger Tito, aber sie weigern sich, dies zu bestätigen. Wann haben sie das Etikett vom halbherzigem Tito von meiner Stirn entfernt?

Die sowjetische Partei kann von sich aus Stalin kritisieren; aber es wäre unangemessen für uns, ihn zu kritisieren. Wir sollten eine gute Beziehung zur Sowjetunion aufrechterhalten. Vielleicht könnten wir unsere Kritik irgendwann in der Zukunft öffentlich machen. Es muss so sein in der heutigen Welt, denn Tatsachen sind Tatsachen.

Die Komintern machte in der Vergangenheit zahlreiche Fehler. Ihre erste und letzte Periode waren nicht so schlimm, aber die mittlere Periode [womit Mao die Linie Stalins meinte, in der alle Anti-Stalinisten über die „dritte Periode“ herfielen, ohne dass Mao den Namen Stalins nannte - Anmerkung]. Es war alles in Ordnung, als Lenin lebte und als Dimitroff verantwortlich war.

[Mit anderen Worten: die von Stalin geführte Komintern nach Lenin und vor Dimitroff war angeblich „nicht in Ordnung“- Anmerkung].

Das war das erste Mal, dass wir das Schlimmste von Stalin erwarteten.

Erst nach der Auflösung der Komintern fingen wir an, mehr Freiheit zu genießen.
Es gibt zwei Arten von Chinesen: die Einen sind Dogmatiker, die Stalins Linie vollkommen akzeptieren; der Anderen widersetzen sich dem Dogmatismus und weigern sich daher, Stalins Anweisungen zu befolgen. Moskau betrachtete mich als halbherzigen Tito oder Halb-Titoisten.
Ihr Leid, das Ihnen von Stalin zugefügt wurde, ist dem Volk und der ganzen Welt bekannt.
Chruschtschow hat nun mein Etikett vom "halbherzigen Tito" entfernt. Somit freuen wir uns, dass beide Etikette entfernt wurden, das von Tito und das vom halben Tito.“


Soweit das Gespräch von Mao mit der jugoslawischen Delegation, in der sich Mao für Chinas einstige feindselige Haltung gegenüber Jugoslawien entschuldigt. Er bringt darin seinen Anti-Stalinismus zum Ausdruck und erklärt, dass er den Anti-Stalinismus mit den Titoisten teilt und somit ihrer Linie folgt.

Es war Enver Hoxha, der diese beiden „Etikette“, die Stalin Tito und Mao vollkommen zu Recht verpasst hatte, niemals daran dachte, diese zu entfernen, wie es die Revisionisten getan haben.

Die Verbrechen der Titoisten und Maoisten sind unauslöschbar.

Für uns Stalinisten-Hoxhaisten ist die Resolution der Kominform, in der Jugoslawien verurteilt wurde, nach wie vor gültig und wir werden die Kominform in allen Punkten, wo sie korrekt gehandelt hat, auch gegen die Maoisten verteidigen, die den Titoismus so viel „kritisieren“ können wie sie wollen. In Wahrheit sind die Maoisten Anti-Stalinisten, sind sie Verfechter des Titoismus und verteidigen sie den Verrat Dimitroffs gegen Stalin.

 

 

TEIL III



12. Die Kominform, Enver Hoxha und die SVRA



Im April 1946 hatten die jugoslawischen Revisionisten der KPA geraten, Verträge mit den amerikanischen Imperialisten zu akzeptieren und abzuschließen. [!]

Aus dem von der KPJ-Führung angefertigten Protokoll des Treffens zwischen Tito und Stalin am 27. Mai 1946 in Moskau geht hervor, dass Tito seine feindlichen Absichten gegenüber Albanien verheimlicht und sich bei Stalin als "Förderer und Beschützer" Albaniens ausgegeben hat. In Wahrheit hatte Tito längst beschlossen, Albanien zur 7. Republik Jugoslawiens zu machen. Das verheimlichte er vor Stalin, was dieser erst später von Enver Hoxha persönlich erfuhr. Auf Anfrage von Stalin gab Tito eine negative Einschätzung über Enver Hoxha. In Wahrheit ließ Tito nichts unversucht, Enver Hoxha zu stürzen.


Kurz bevor die Kominform gegründet wurde, hatte Enver Hoxha seine erste Begegnung mit Stalin am 16. Juli 1947 in Moskau, wo Enver Hoxha bereits über die Konflikte mit Tito berichtete. Am 21. März 1949 traf sich Enver Hoxha zum zweiten Mal mit Stalin, also zu einer Zeit als die Titoisten aus der Kominform bereits ausgeschlossen waren. Die Zeit zwischen der ersten und zweiten Begegnung mit Stalin beschreibt Enver Hoxha wie folgt:

"Der Zeitraum von Anfang November 1947 bis März, April 1948 wird als eine der schwersten und gefährlichsten Perioden, die unsere Partei und unser Volk jemals durchgemacht haben, in die Geschichte eingehen." (Enver Hoxha "Die Titoisten", Seite 393).

Tito wollte sich Albanien einverleiben und die KPA liquidieren. Diese siegreich Schlacht gegen den Titoismus war eine der ruhmreichsten Schlachten der KPA in der Geschichte des Kampfes gegen den modernen Revisionismus.

Auf dem 11. Plenum des ZK der PAA und auf dem 1. Parteitag wurden die Verbrechen der Titoisten entlarvt und verurteilt [siehe hierzu die Dokumente Enver Hoxhas und der PAA, die wir jetzt in albanischer und deutscher Sprache veröffentlicht haben].


Enver Hoxha:

Referat gehalten auf der Konferenz der Partei von Tirana, über die Analyse und die Schlussfolgerungen des 11. Plenums des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Albaniens

vom 4. Oktober 1948

(Auszug aus Band 1 der Ausgewählten Werke - Seite 642 – 770)


Enver Hoxha:

Bericht auf dem 1. Parteitag der PAA

8. November 1948

(Auszug: Kapitel III DIE PARTEI - Kampf gegen den Titoismus)


Enver Hoxha:

DER KAMPF GEGEN DEN TITOISMUS UND DIE ABWEICHUNGEN

VON DER LINIE DER PARTEI

31. März 1952

(Auszug aus dem Bericht an den 2. Parteitag der PAA)



In seiner zweiten Begegnung mit Stalin sagte Enver Hoxha:

"Im Licht dieser Dokumente [Enver Hoxha meinte die 3 Briefe Stalins an die KPJ sowie die Resolution der Kominform – beschlossen auf der zweiten Konferenz]

, die in einem für unsere Partei und unser Volk sehr kritischen Augenblick erschienen, gewann das ZK völlige Klarheit über den Charakter und die Ziele der jugoslawischen Einmischung in Albanien."

Darauf antwortete Stalin:

"Unsere Briefe an die jugoslawische Führung enthalten nicht alles, denn viele Dinge sind erst später ans Licht gekommen. Wir wussten nicht, dass die Jugoslawen unter dem Vorwand, euer Land gegen einen Überfall der griechischen Faschisten zu verteidigen, Einheiten ihrer Armee in die VRA bringen wollten. Sie versuchten dabei, klammheimlich vorzugehen. In Wirklichkeit hatten sie daberi durch und durch feindselige Abischten, denn es ging ihnen darum, die Verhältnisse in Albanien umzuwälzen. Die Mitteilung, die ihr uns über die Sache gamcht habt, war wichtig, denn sonst hätten wir von den Divisionen, die sie auf euer Territorium verlegen wollten, überhaupt nichts erfahren. Die Jugoslawen haben Andeutungen gemacht, die Sowjetunion habe diesen Schritt angeblich gebilligt! Wenn ihr meint, ihr hättet euch wachsamer zeigen müssen, dann ist dazu zu sagen, dass es im Hinblick auf die Beziehungen zu Jugoslawien in Wirklichkeit nicht nur euch, sondern auch Anderen an Wachsamkeit mangelte."


Zum dritten Mal traf sich Enver Hoxha mit Stalin im November 1949 in Suchumi.

Auf dem Weg dorthin, besuchte Enver Hoxha Rakosi in Budapest, wo zum gleichen Zeitpunkt die dritte Konferenz der Kominform stattfand.

In Suchumi teilte Enver Hoxha mit, dass Tito am 2. November den jugoslawisch-albanischen Freundschaftsvertrag gekündigt hatte.


Albanien entwickelte indessen im Kampf gegen den Titoismus seine prinzipienfeste anti-revisionistische Linie.

"Aus dem ersten direkten Zusammenstoß mit der titoistischen Variante des modernen Revisionismus sollten wir siegreich hervorgehen. Und als uns im April des Jahres 1948 die Briefe des ZK der KPdSU an die jugoslawische Revisionistenführung in die Hände fielen, würde unsere Genugtuung groß und berechtigt sien. Im orinzipiellen Inhalt dieser Briefe sahen wir unter anderen die Bekräftigung der Richtigkeit des Kampfes, in den wir uns geworfen hatten. Das trug sich zu, als wir nichts davon wussten, dass auch die KpdSU-Führung mit Stalin an der Spitze gegen die Belgrader Renegaten längst denselben Kampf führte." (Enver Hoxha, "Die Titoisten", Seite 395-396)

Dies Zitat von Enver Hoxha drückt nicht nur die damalige Isoliertheit der KP Albaniens durch die KPJ, sondern auch die aller anderen kommunistischen Parteien aus, deren Ursache letzten Endes bereits in der Auflösung der Komintern zu suchen sind, an der Tito und Dimitroff mitgewirkt hatten. Diese Isoliertheit zu überwinden, das war der Wille Stalins, das war einer seiner Gründe, weswegen er die Kominform ins Leben rief. Mit der Kominform versuchte Stalin die Isoliertheit innerhalb der gesamten kommunistischen Weltbewegung zu überwinden, mit großem Erfolg, wie sich am Beispiel Albaniens zeigt.

Genosse Enver Hoxha schreibt über die Titoisten in seinen historischen Aufzeichnungen, "Die Titoisten", Seite 414:

" Ihr Hauptziel war, unser Land zu einer siebten Republik Jugoslawiens zu machen, es unter den Befehl Belgrads zu stellen und in eine Kolonie Jugoslawiens zu verwandeln; unsere Unabhängigkeit sollte formal sein, bemäntel und getarnt mit den Formen bürgerlicher Pseudo-Unabhängigkeit. Diese Anklage [Titos Vorwurf über den angeblichen "Anti-Jugoslawismus" Albaniens – Anmerkung W.E.] zielte darauf ab, Albanien aus dem sozialistischen Lager herauszulösen, es mit der Sowjetunion zu entzweien und unsere Partei auf den anti-marxistischen Weg zu zerren. Albanien sollte für die jugoslawischen Trotzkisten jener kleine Staat des sozialistischen Lagers sein, in dem sie das erste Experiment für die Realisierung ihrer verräterischen Linie gegen den Sozialismus vornehmen würden."

Man kann nicht der einen Volksdemokratie die Mitgliedschaft in der Kominform verweigern, nur um damit eine andere besser ausschließen zu können ??!! Was hat diese undemokratische Willkürmaßnahme mit Marxismus-Leninismus zu tun? Nichts! Wir Stalinisten-Hoxhaisten kritisieren die Kominform, weil sie der albanischen Volksdemokratie die Mitgliedschaft in der Kominform verweigert hat.

Am 13. Dezember 1947 informierte Stalin Tito vom Antrag der albanischen Regierung auf eine Lieferung von 5 Tausend Tonnen Hafer aus der UdSSR, und erkundigte sich, ob Jugoslawien irgendwelche Einwände dagegen hätte.
Zwei Tage später antwortete Tito dem Botschafter, dass die Lieferungen aus der UdSSR nicht nötig sind: Albanien würde den Hafer aus Jugoslawien erhalten. Doch der von Jugoslawien versprochene Hafer kamen nie in Albanien an. Auch nach dem Treffen in Moskau, in der zweiten Hälfte des Februar 1948, versuchte Lavrent'ev in einem Gespräch mit Kardej herauszufinden, warum kein Hafer geliefert worden sei. Kardelj erklärte dies mit einem Missverständnis und fehlender Kooperation zwischen dem entsprechende Regierungsstellen in Jugoslawien.


Auf dem Treffen zwischen der Sowjetunion, Jugoslawiens und Bulgariens vom 10. Februar 1948 verurteilte Stalin die Versuche von Tito, mit einer jugoslawischen Division in Albanien einzumarschieren.

"Unsere Volksrepublik ist (...) von kapitalistischen Staaten und von den jugoslawischen Revisionisten umgeben" (Enver Hoxha, 16. November 1960)

Später war Albanien von der gesamten bürgerlich-revisionistischen Welt umgeben und der letzte und einzige sozialistischer Staat, in welchem die Ideologie des Hoxhaismus herrschte.

Man darf nicht vergessen, dass die Kominform nicht nur Jugoslawien, sondern auch die Mitgliedschaft Albaniens ausgeschlossen hat. Selbst nach Studium der Aufzeichnungen Enver Hoxhas über seine Begegnungen mit Stalin, die unter Anderem genau zum Zeitpunkt stattfanden, als der Antrag Albaniens, in die Kominform aufgenommen zu werden, abgelehnt worden war, lässt sich keine Antwort auf die Frage finden, ob und wie Stalin und Enver Hoxha hierüber gesprochen ode nicht gesprochen hatten. Wir können aber nicht ausschließen und vermuten, dass über die Kominform und den abgelehnten Aufnahmeantrag Albaniens gesprochen wurde.

Man darf außerdem nicht vergessen, dass die Kominform-Resolution gegen den Titoismus mit dem Satz einer versöhnlerischen Geste endet:

Das Informationsbüro zweifelt nicht daran, dass die Kommunistische Partei Jugoslawiens diese ehrenvolle Aufgabe [der Selbstkritik und Korrektur ihres falschen Kurses - W.E.] erfüllen kann.“

Wir stellen dieser versöhnlerischen Haltung in dieser Kominform-Resolution die marxistisch-leninistische Haltung des Genossen Enver Hoxha gegenüber:

"Gibt es denn nicht auch in den anderen Parteien Besorgnis erregende Erscheinungen des modernen Revisionismus? Wer das leugnet, der verschließt die Augen vor dieser Gefahr. Unsere Partei ist der Meinung, dass der Verzicht auf die restlose Entlarvung der revisionistischen Tito-Gruppe und die trügerischen "Hoffnungen" auf eine angebliche «Besserung» und positive «Wendung" dieser Verrätergruppe den versőhnlerischen Neigungen zuzuschreiben sind, dem falschen Standpunkt und der falschen Einschätzung der gefährlichen titoistischen Revisionistengruppe durch Chruschtschow und etliche andere sowjetische Führer. Wir werden gegen den modernen Revisionismus, besonders gegen den jugoslawischen titoistischen Revisionismus pausenlos, in aller Schärfe und ohne jeglichen Kompromiss kämpfen." (Enver Hoxhas Rede vom 16. November 1960 in Moskau)

weiter führende Dokumente des Genossen Enver Hoxha:

Auszüge aus seiner Rede zum TITOISMUS

Rede im Namen des ZK der PAA

auf der Beratung der 81 Kommunistischen und Arbeiterparteien in Moskau

16. November 1960

 

ENVER HOXHA

Die jugoslawische 'Selbstverwaltung' kapitalistische Theorie und Praxis


40 JAHRE RESOLUTION DES INFORMBÜROS

ÜBER DIE LAGE IN DER KOMMUNISTISCHEN PARTEI JUGOSLAWIENS

"ZERI I POPULLIT", 1988

* * *

 

In Rückblick auf die Kominform-Zeit, insbesondere nach dem XX. Parteitag der KPdSU, schreibt Genosse Enver Hoxha in seinen Erinnerungen:

Bekannt ist die Tatsache, dass Chruschtschow insbesondere im Anschluss an den 20. Parteitag vom Februar 1956 in Zusammenarbeit mit Tito alle Hebel in Bewegung gesetzt hat, um die Lage in allen damals volksdemokratischen Ländern umzustürzen. Wie ich weiter oben geschrieben habe, gehörte zu den ersten von Chruschtschow unternommenen Maßnahmen auch die Rehabilitierung der in der Zeit des Kominform-Büros Verurteilten und ihre Beförderung in die Partei- und Staatsführungen der damaligen Volksdemokratien. Der Reihe nach wurden rehabilitiert: Rajk in Ungarn, Gomulka in Polen, Kostoff in Bulgarien; die so genannte "Bewegung für Demokratisierung", für die "Überprüfung der unter dem Einfluss Stalins und des Kominform-Büros gefassten Beschlüsse" usw. brach los. In zahlreichen Ländern wurde die "neue Linie" der Versöhnung mit den damaligen Feinden, der "friedlichen Koexistenz" mit dem Imperialismus usw. Gesetz. Weder die übrigen ehemals volksdemokratischen Länder Europas noch das China Mao Tsetungs bleiben bei diesem ganzen Galopp zurück.

Diesen Prozess betrachtete sich Tito mit Genugtuung und ließ nichts unversucht, um ihm neue Impulse zu verleihen und ihn in seinem Interesse voranzutreiben. In der Hoffnung, die Zeit sei gekommen, das Banner zu ergreifen, hat er nicht nur einmal erklärt, dass an Allem, was passiert war, die sozialistische Ordnung "selbst schuld" war, infolgedessen müsste der "dogmatische", "Stalinistische" Sozialismus gestürzt und die jugoslawische Ordnung, die "vitale", "humane Selbstverwaltung" errichtet werden.

Viele wurden betrogen oder konnten diesen Verrat kaum abwarten, der jetzt kodifiziert und offizielle Ideologie wurde. Nur unsere Partei und unser Land haben unerschütterlich an der früheren Linie festgehalten." (Enver Hoxha: "Die Titoisten", Seite 657-658)




13. Die Kominform und ihr fester Platz in der Epoche des Weltsozialismus





Je länger man sich mit der Kritik an der Kominform beschäftigt, je tiefer man ins Detail geht, desto klarer und deutlicher muss unsere Demarkationslinie hervortreten, insbesondere nach den historischen Erfahrungen mit dem Verrat der modernen Revisionisten und den sozialfaschistischen Entwicklungen innerhalb der kommunistischen Weltbewegung.

Die Kritik der Neo-Revisionisten, die Komintern (SH) würde gegenüber der Kominform eine trotzkistische Linie vertreten, weisen wir zurück. Umgekehrt wird ein Schuh daraus: Neo-Revisionisten sind höchstens Verteidiger des Anti-Revisionismus der Kominform in Worten, aber in Taten setzen sie den Verrat der modernen Revisionisten unter dem Deckmantel des Marxismus-Leninismus fort.

Es waren die Trotzkisten, die mit den Titoisten zusammenarbeiteten, und zwar im Spanischen Bürgerkrieg, im jugoslawischen Partisanenkampf unter Anleitung des britischen Geheimdienstes, im Kampf gegen die Sowjetunion und gegen das sozialistische Weltlager – und heute im Kampf gegen den Aufbau eines stalinistisch-hoxhaistischen Weltlagers.

Die Trotzkisten loben den „Anti-Stalinismus“ Titos und gleichzeitig kritisieren sie Titos Nationalismus. Vor allem kritisieren die Trotzkisten Tito deswegen, weil er nicht schon früher den offenen Bruch mit dem Stalinismus vollzogen habe, wodurch er die „stalinistischen Überreste“ nicht überwand. Aber im Wesen bleiben sich Titoisten und Trotzkisten bis auf den heutigen Tag einig im Kampf gegen den Stalinismus-Hoxhaismus. So wie Tito damals ein Spalter des sozialistischen Weltlagers war, so sind die Trotzkisten weiterhin Spalter der kommunistischen Weltbewegung.

Titoismus und Trotzkismus sind eng miteinander verbundene Zweige der imperialistischen Ideologie zur Spaltung und Zersetzung der proletarischen Ideologie zwecks Anpassung an die Ideologie der Bourgeoisie.

Wir Stalinisten-Hoxhaisten führen den Kampf sowohl gegen den Trotzkismus als auch gegen den Titoismus auf dem Boden des Stalinismus-Hoxhaismus. Wenn die Neo-Revisionisten uns als „Trotzkisten“ beschimpfen, geschieht dies im Dienste der Konterrevolution, machen sie sich zu Erfüllungsgehilfen des Weltimperialismus, sind sie Feinde der sozialistischen Weltrevolution, des Weltsozialismus und Weltkommunismus.

Mit der Liquidierung der Kominform wurde das sozialistische Weltlager liquidiert und damit die gesamte kommunistische Weltbewegung. Aber durch die Wirkungsweise des dialektischen Prinzips von der Negation der Negation entwickelte sich im Kampf gegen den Verrat der modernen Revisionisten an der Kominform und am sozialistischen Weltlager die marxistisch-leninistische Weltbewegung mit der Partei der Arbeit Albaniens an der Spitze. Und aus dem neo-revisionistischen Verrat an der marxistisch-leninistischen Weltbewegung unter Führung der Partei der Arbeit des Genossen Enver Hoxha entwickelte sich die stalinistisch-hoxhaistische Weltbewegung unter Führung der Komintern (SH).

Wer waren die Feinde der Kominform ?

Die Feinde der Kominform waren Gegner der internationalen Stalin-Front.

Sie waren Feinde der internationalen Lehre von der weltproletarischen Organisation.

Sie waren Feinde der internationalen Lehre von der proletarischen Weltideologie.

Sie waren Feinde der internationalen Lehre von der kommunistischen Weltbewegung.

Ohne den Stalinismus hätte es keine Kominform gegeben.

Und ohne Kominform gäbe es keine Führung des sozialistischen Weltlagers, welches ohne Führung zu Grunde geht.

Dieses Wechselverhältnis entspricht der dialektischen Einheit von Ideologie, Organisation und Bewegung.

Ohne die Entwicklung der proletarischen Ideologie gibt es keine Entwicklung der proletarischen Weltorganisation.

Und ohne proletarische Weltorganisation gibt es keine Entwicklung der kommunistischen Weltbewegung.

1. Der Stalinismus-Hoxhaismus beleuchtet den Weg zur sozialistischen Weltrevolution.

2. Die Komintern (SH) weist der stalinistisch-hoxhaistische Weltbewegung den Weg zur Mobilisierung der Massen, um diese zur sozialistischen Weltrevolution zu führen.

3. Die stalinistisch-hoxhaistische Weltbewegung beschreitet den Weg der sozialistischen Weltrevolution als die bewusste revolutionäre Bewegung des Weltproletariats und seiner verbündeten Klassen.

1. Wodurch wird die Entwicklung der proletarischen Weltorganisation bestimmt?

Die Entwicklung der proletarischen Weltorganisation als höchste Form der Organisation des Weltproletariats wird dadurch bestimmt, wie weit es ihr gelingt, das Bewusstseins der stalinistisch-hoxhaistischen Weltbewegung auf die höchste Entwicklungsstufe der proletarischen Ideologie zu heben, um das Weltproletariat im Klassenkampf zu befähigen, den Sieg der sozialistischen Weltrevolution herbeizuführen. Die Komintern (SH) ist der Kapitän des proletarischen Schiffes, das er mit Hilfe des Kompasses der Ideologie des Stalinismus-Hoxhaismus sicher in den Hafen des Weltsozialismus lenkt.

2. Wodurch wird die Entwicklung der proletarischen Ideologie bestimmt ?

Die Entwicklung der proletarischen Ideologie wird bestimmt vom Grad ihrer Übereinstimmung mit der objektiven Entwicklung der Klassengesellschaft und des in ihr objektiv vorgehenden Klassenkampfes im Allgemeinen, und vom Grad der Übereinstimmung der Entwicklung der proletarischen Weltorganisation mit der Entwicklung der stalinistisch-hoxhaistischen Weltbewegung im Besonderen. Es ist die proletarische Weltorganisation die die Entwicklung der proletarischen Ideologie vorantreibt und mit ihr das Bewusstsein der stalinistisch-hoxhaistischen Weltbewegung ständig erweitert und vertieft. In der Anfangszeit hatte die bürgerliche Intelligenz den wissenschaftlichen Sozialismus ausgearbeitet. Im Gegensatz dazu wird heute der wissenschaftliche Sozialismus weiterentwickelt unter Führung der Komintern (SH). Es entspricht durchaus den Gesetzen des dialektischen Materialismus, dass das Hineintragen des Sozialismus in die Arbeiterklasse diese ihrerseits befähigen muss, die sozialistische Wissenschaft ohne und gegen die bürgerliche Intelligenz zu meistern und weiter zu entwickeln, so wie dies die Arbeiterklasse in der Sowjetunion Lenins und Stalins sowie der Arbeiterklasse im sozialistischen Albanien unter Führung des Genossen Enver Hoxha so eindrucksvoll wie überzeugend unter Beweis gestellt haben.Das Weltproletariat ist Träger der proletarischen Ideologie und bestimmt selber ihre Entwicklung, nicht spontan, sondern vermittels der Komintern (SH). Träger der Ideologie des Stalinismus-Hoxhaismus ist heute die Komintern (SH). Der Stalinismus-Hoxhaismus ist der Kompass des Schiffs, mit dem das Weltproletariat das Ufer des Weltsozialismus erreicht.

3. Wodurch wird die Entwicklung der stalinistisch-hoxhaistischen Weltbewegung bestimmt ?

Die Entwicklung der stalinistisch-hoxhaistischen Weltbewegung wird im Allgemeinen dadurch bestimmt wie weit es ihr gelingt, dem Klassenkampf der Arbeiterbewegung einen stalinistisch-hoxhaistischen Charakter zu verleihen. Im Besonderen wird das Bewusstsein der stalinistisch-hoxhaistischen Weltbewegung bestimmt vom Grad der Übereinstimmung der Entwicklung der proletarischen Ideologie mit der Entwicklung der Kommunistischen Internationale, die die stalinistisch-hoxhaistische Weltbewegung in Gang setzt und sie in die richtige Richtung lenkt. Vermittels der proletarischen Weltorganisation wird die proletarische Ideologie nicht angepasst an das Bewusstsein der stalinistisch-hoxhaistischen Weltbewegung, sondern umgekehrt. Das Bewusstsein der stalinistisch-hoxhaistischen Weltbewegung wird an die weiter entwickelte proletarische Ideologie angepasst vermittels der proletarischen Weltorganisation. Die stalinistisch-hoxhaistische Bewegung ist die entscheidende Kraft, welche das Schiff des Weltproletariats antreibt, um in den Hafen des Weltsozialismus zu gelangen.



Stalin definierte das Informationsbüro als

„Basis der vereinigten internationalen Front.“

Was hat Stalin damit gemeint ?

Der Stalinismus lehrt, dass die Kominform die organisatorische Form des politisch-ideologischen Überbaus der ökonomischen Basis des sozialistischen Weltlagers war. Unter der Führung der Sowjetunion Stalins stand die Kominform an der Spitze jener internationalen Front, die dem imperialistischen Lager in der Nachkriegszeit feindlich (und nicht friedlich!) gegenüber stand. Die Kominform unter Stalins Führung war dazu bestimmt, eine Basis zu schaffen für eine internationale anti-imperialistische Front mit dem Ziel der Zerschlagung des imperialistische Weltlagers, welches ohne revolutionäre Gewalt, also auf friedlichem Wege niemals beseitigt werden kann und niemals beseitigt wird. Der Sieg des sozialistischen Weltlagers über das imperialistische Weltlager bedeutet das Ende des Zeitalters des Weltkapitalismus und damit der Beginn des Übergangs zum Weltsozialismus, der auf den Trümmern des Weltimperialismus aufgebaut wird. Das sozialistische Weltlager war unter den damals gegebenen Bedingungen die Verlängerung des bereits bestehenden weltrevolutionären Hebels, den die Sowjetunion Lenins und Stalins bildete. Nach Auffassung der Komintern (SH) war Stalins Kominform deswegen ein großer Sieg der sozialistischen Weltrevolution, weil diese durch die Verlängerung des bereits bestehenden Hebels neuen Aufschwung und mehr Hebelkraft bekam, um das weltimperialistische Lager „aus den Angeln zu hebe(l)n“.

Der Stalinismus lehrt:

Je mehr es uns gelingt, den Hebel der sozialistischen Weltrevolution zu verlängern, desto mehr vergrößern wir damit ihre Hebelkraft.

Das ist die Definition der Komintern (SH) über das Wesen der Kominform und ihre internationale Bedeutung als verlängerter Hebel der sozialistischen Weltrevolution.

Heute – ohne sozialistisches Weltlager - ist die Komintern (SH) die einzige Basis und der einzige Hebel der sozialistischen Weltrevolution. Gemäß der Lehren des Stalinismus vergrößert sich die Hebelkraft der Komintern (SH) durch die Verlängerung ihrer Arme, und insbesondere durch die Gründung neuer Sektionen. Es sind vor Allem die Sektionen, welche derzeit die verlängerten Arme der Komintern (SH) bilden - in immer mehr Ländern. Die Lehre von der Schaffung der Kominform ist, angewandt auf die heutigen Bedingungen, die Lehre von der Stärkung der Komintern (SH) durch die Schaffung neuer Sektionen.

Die Kominform lehrt, dass das sozialistische Weltlager nicht ohne eine führende gemeinsame und demokratisch-zentralisierte Klassenorganisation aufgebaut werden kann.

Ohne kommunistische Weltbewegung gibt es keine Weltorganisation und umgekehrt, die kommunistische Weltbewegung kann sich ohne ihre Weltorganisation nicht weiter entwickeln.

Die proletarische Internationale ist nie untergegangen und wird nie untergehen. Sie ist und bleibt die lenkende Kraft in der gesamten Entwicklungsgeschichte der kommunistischen Weltbewegung bis in die Zeit des Weltkommunismus.

Ihre Bedeutung ist trotz der Rückschläge stetig gewachsen – angefangen vom Kommunistischen Manifest von Marx und Engels, angefangen von der Ersten und Zweiten Internationale, von der Komintern zur Kominform, bis hin zur Komintern (SH).

Die Lehre von der Unverzichtbarkeit des Fortbestehens und der Weiterentwicklung der führenden Rolle der proletarischen Internationale beim Übergang zum Weltsozialismus und zum Weltkommunismus ist eine der wichtigsten Lehren des Stalinismus-Hoxhaismus.

Die Kominform ist die organisatorische Form zur Führung des sozialistischen Weltlagers und bildet damit eine bestimmte Entwicklungsstufe der Organisationsform der Führung in der Geschichte der kommunistischen Weltbewegung. Mit jeder Weiterentwicklung der kommunistischen Weltbewegung entwickelte sich auch die organisatorische Form ihrer Führung weiter - und umgekehrt.

Wenn wir die Ursprünge der internationalen Organisationsformen des Proletariats zurück verfolgen, so ist allgemein anerkannt, dass das Kommunistische Manifest dabei eine Schlüsselrolle gespielt hat. Es war zunächst das Programm des Kommunistischen Bundes in Deutschland und wurde später die programmatische Richtschnur jeder marxistischen Bewegung auf der Welt. Die Wahrheit ist, dass das Kommunistischen Manifest in der Praxis nicht anders angewandt werden konnte als durch die Führung der Kommunisten, die zunächst die treibende Kraft in den bestehenden proletarischen Parteien waren. Mit der Gründung der Ersten Internationale wurde das Kommunistische Manifest zur programmatischen Grundlage der kommunistischen Weltbewegung und ist es bis auf den heutigen Tag geblieben. Somit kann heute kein Kommunist daran zweifeln, dass das Kommunistische Manifest auch nichts Anderes sein konnte als die ursprünglichste und allgemeinste Grundlage der Kominform, was von den bürgerlich-revisionistischen Historikern und ihren neo-revisionistischen Nachbetern natürlich bestritten wird.

Im Kommunistischen Manifest heißt es, dass die Kommunisten „in den verschiedenen nationalen Kämpfen der Proletarier die gemeinsamen, von der Nationalität unabhängigen Interessen des gesamten Proletariats hervorheben und zur Geltung bringen, andererseits dadurch, dass die in den verschiedenen Entwicklungsstufen, welche der Kampf zwischen Proletariat und Bourgeoisie durchläuft, stets das Interesse der Gesamtbewegung vertreten.“

Wie hat Stalin das Kommunistische Manifest mit der Methode des historischen und dialektischen Materialismus auf die Bedingungen der Nachkriegszeit so unübertroffen wie kein Anderer angewandt ?

Zu jener Zeit führten die Proletarier in den vom Hitlerfaschismus befreiten Länder. ihren Kampf für den Aufbau des Sozialismus zwar im vorgegebenen nationalen Rahmen, aber in seiner Bedeutung ein Werk, das über den nationalen Rahmen weit hinaus ragt. Das war nach den tiefen Kriegserschütterungen und all seinen Millionen Opfern ein heldenmütiges Werk von welthistorischer Bedeutung. Es wird höchste Zeit, dass wir die großartigen Anstrengungen der Arbeiterklasse und der armen Bauern beim Aufbau des sozialistischen Weltlagers endlich gebührend würdigen. Sie beweisen uns heute, dass die Arbeiterklasse und die armen Bauern trotz größter Entbehrungen und Verluste durch den Krieg so unendlich viel Kraft und Enthusiasmus aufzubringen in der Lage waren, dass wir heute um so fester davon überzeugt sind, selber trotz größter Schwierigkeiten die gleiche proletarische Kraft und den gleichen Enthusiasmus des proletarischen Internationalismus aufzubringen, um ein neues weltsozialistisches Lager unter der Führung unserer stalinistisch-hoxhaistischen Kominform aufzubauen. Die Arbeiterklasse hat im sozialistischen Weltlager Stalins bewiesen, dass sie alle ihre Errungenschaften nicht etwa durch die modernen Revisionisten, sondern durch ihr eigen Schweiß und Blut errungen haben – und zwar TROTZ des Verrats der modernen Revisionisten !

Stalin handelte im Geiste des Kommunistischen Manifests, als er mit der Gründung der Kominform einerseits die gemeinsamen, vom nationalen Rahmen des Aufbaus des Sozialismus unabhängigen Interessen des Proletariats im gesamten sozialistischen Lager hervorhob und zur Geltung brachte. Andererseits vertrat Stalin in den verschiedenen Kämpfen des Proletariats gegen die Bourgeoisie, also sowohl seine Kämpfe gegen die Bourgeoisie innerhalb als auch außerhalb des sozialistischen Weltlagers, stets das Interesse der gesamten Weltproletariats und der kommunistischen Weltbewegung.

Diese größte Aufgabe in der Geschichte des Kommunismus konnte kein Anderer so genial lösen wie der große Stalin, der wahre Führer des Weltproletariats, der sozialistischen Weltrevolution und des sozialistischen Lagers !

Und was schrieb der Chefredakteur der Kominform, der „rote Professor“ Judin, zum 100. Jahrestag des Kommunistischen Manifests im Kominform-Organ ? Das folgende Zitat bedarf wohl keines Kommentars. Darin wird der antagonistische Widerspruch zwischen der stalinistischen und revisionistischen Auffassung vom Kommunistischen Manifest mehr als deutlich:

Die konkrete Verkörperung der Ideen des Marxismus über die Einheit der Arbeiterklasse mit der Mehrheit der arbeitenden Menschen ist heute in den neuen Demokratien zu sehen. Diese Idee der Einheitsfront wurde in Jugoslawien [!!!] konsequent entwickelt.“ (Ausgabe des Kominform-Organs im Februar 1948

Nur 4 Monate [!!] später verurteilt der gleiche Judin den Titoismus in der Jugoslawien-Resolution der Kominform! Ein nicht zu übertreffender Opportunismus! Ein Dokument der Selbstentlarvung der modernen Revisionisten. Ein Dokument des Verrats der modernen Revisionisten an der Kominform des Genossen Stalin !

Gescheitert ist die Kominform nicht an der korrekten Linie Stalins, sondern an den modernen Revisionisten, die die Kominform in ein revisionistisches Fahrwasser lenkten, um sie dort auf den Meeresgrund zu versenken.

Die Lehren über die Kominform, über den Aufbau und die Verteidigung des sozialistischen Weltlagers im Kampf gegen den modernen Revisionismus – das sind wichtige Lehren des Stalinismus-Hoxhaismus, die für den Aufbau des zukünftigen weltrevolutionären Lagers bzw. seine Transformation in die Weltföderation sozialistischer Sowjetrepubliken von grundlegender Bedeutung sind.

Erheben wir das Banner der Kominform Stalins und reinigen wir es mit dem Hoxhaismus vom Rost der modernen Revisionisten.

Mit den Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus entfernen wir die frische „rote“ Farbe, mit denen die Neo-Revisionisten den Verrat der modernen Revisionisten an der Kominform Stalins übertünchen!

Vorwärts mit der sozialistischen Weltrevolution !

Es lebe das neu entstehende weltsozialistische Lager !

Krönen wir es durch die Errichtung der Weltföderation der sozialistischen Sowjetrepubliken - auf den Ruinen des zerschlagenen imperialistischen Weltlagers !

Es lebe die Diktatur des Weltproletariats !

Vorwärts auf dem Weg zum Weltsozialismus und Weltkommunismus !

Es lebe die Komintern (SH) und die Sektionen als ihre verlängerten Arme der sozialistischen Weltrevolution in allen Ländern der Welt!

Es lebe der Stalinismus- Hoxhaismus !


Wolfgang Eggers





ES LEBE DIE STALINISTISCH-HOXHAISTISCHE KOMINFORM !

 

Wenn wir mit unseren Sektionen erst einmal  in mehreren Ländern die sozialistische Revolution zum Sieg geführt haben, werden wir dort die neue Kominform (SH)  als Zusammenschluss aller siegreichen Sektionen schaffen, die das neue weltsozialistische Lager anführt.
Die Komintern (SH) bleibt dabei stets  die führende Weltpartei, die dann auch eine weitere  Kominform als Zusammenschluss der Sektionen aller Länder schafft, in denen die sozialistische Revolution noch nicht gesiegt hat.
Das werden dann zwei parallele, von der Komintern (SH) geführte Kominforms sein.

Mit Unterstützung der beiden Kominforms ...

(einmal die Kominform im neuen weltsozialistischen Lager und die andere Kominform  innerhalb des alten weltimperialistischen Lagers)

...  wird die Komintern (SH) dann das gesamte Weltproletariat  zum Sieg der sozialistischen Weltrevolution führen und die Diktatur des Weltproletariats errichten.




 

 

als Material veröffentlichen wir hierzu:

 

Bill Bland über die Kominform

und unsere Kritik an Bill Bland

 

sowie

 

Berichterstattung an Stalin

über den Verlauf der drei Konferenzen der Kominform (1947, 1948, 1949) - übermittelt von den in der Kominform vertretenen Sowjetdelegierten

(leider nur eine Google-Übersetzung aus dem Russischen)

 

(aber mit [kritischen] Zwischenbemerkungen von uns)



 

 

Kominform