Die Tito-Clique - eine Agentur der Kriegsbrandstifter

 

A. Kalinin


(Aus: 'Neue Welt', Heft 19, Oktober 1950, S. 54ff).


"Die Beratung des Informationsbüros der kommunistischen Parteien, die im November 1949 in Ungarn stattfand, stellte in ihrer Resolution zum Bericht M. A. Suslows 'Die Verteidigung des Friedens und der Kampf gegen die Kriegsbrandstifter' fest: 'Eine wesentliche Rolle weisen die anglo-amerikanischen Imperialisten bei der Verwirklichung ihrer Aggressionspläne insbesondere in Mittel- und Südosteuropa der nationalistischen Tito-Clique zu, die den Imperialisten Spionagedienste leistet.'

 

Die ganze unter dem Diktat von Washington und London durchgeführte Innen- und Außenpolitik der Belgrader Favoriten ist ein beredter Beweis dieser Schlussfolgerung.

 

Nachdem die Tito-Clique als eine Agentur ausländischer Spionageorgane entlarvt worden war, begannen die amerikanischen und englischen Imperialisten ihre Belgrader Günstlinge ganz unverhüllt als Helfershelfer bei der Durchführung ihrer militärischen Aggressionspläne zu benutzen. Sie führten ihre Titoreserven in den offenen Kampf gegen das Lager des Friedens, der Demokratie und des Sozialismus.

 

Nach dem Plan der amerikanischen und englischen Kriegsbrandstifter, in dem Jugoslawien als vorgeschobener 'Verteidigungs'posten des Westblocks betrachtet wird, machte Tito das Land zu einem militärstrategischen Stützpunkt der Imperialisten gegen die Sowjetunion und die volksdemokratischen Länder. Aufgrund des 'Luftabkommens' zwischen den USA und Jugoslawien stellte Tito die Flugplätze Jugoslawiens den amerikanischen Imperialisten zur Verfügung. Aber das weitverzweigte Netz der jugoslawischen Flugplätze genügte dem Generalstab der Kriegsbrandstifter immer noch nicht, und sie gaben ihren Belgrader Helfershelfern die Anweisung, die Zahl der Flugplätze zu erhöhen. Was der Herr befiehlt, führt der Lakai eifrig aus. Die Titoleute treiben Tausende von Menschen zum Bau neuer Flugplätze für die amerikanischen Langstreckenbomber. Um ihren Verrat vor dem Volk zu verschleiern, behaupten die Titoleute heuchlerisch, der Bau von Flugplätzen entspräche den Bedürfnissen der Zivilluftfahrt. Aber diese Lüge ist leicht zu entlarven. Bekanntlich hat zum Beispiel Belgrad einen gut ausgestatteten, mit einer großen Start- und Landebahn versehenen Flugplatz mit unterirdischen Flugzeughallen und anderen offensichtlich militärischen Zwecken dienenden Einrichtungen gebaut.

 

Duch das 'Luftabkommen' sind die Imperialisten aus Übersee tatsächlich die Herren der militärischen Luftwaffenstützpunkte Jugoslawiens geworden. In ihrem Kommentar zu dem genannten Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Jugoslawien über die Schaffung einer Fluglinie schrieb die 'New York Times':

 

'Der Abschluss dieses Abkommens erlaubt es den USA, die Lage auf dem Balkan noch mehr zu festigen.'

 

Abschließend bemerkt die Zeitung:

 

'Die Gewährung von Zutritt zu wenigstens einigen Balkanländern verschafft uns bessere Möglichkeiten, unseren zuverlässigen Freunden zu helfen.'

Nachdem Tito den amerikanischen Kriegsbrandstiftern die Luftstützpunkte ausgeliefert hatte, erließ er mit der Ausrede, dies sei ein Akt der Höflichkeit, eine Verfügung, die ausländischen Kriegsschiffen das Recht gab, die jugoslawischen Häfen anzulaufen und in jugoslawischen Hoheitsgewässern 'Übungen' durchzuführen. Es liegt auf der Hand, dass Tito mit diesem Erlass über den Höflichkeitsakt seinen Herren und Gebietern alle Flottenstützpunkte zur Verfügung stellte, deren sich die amerikanischen und englischen Kriegsbrandstifter nun im gegebenen Moment gegen die Sowjetunion und die Länder der Volksdemokratie bedienen können.

 

Neben dem Bau von Flugplätzen betreibt die Titoclique die Anlage neuer Häfen am Adriatischen Meer und erweitert die alten im Einklang mit den Aufgaben, die der vereinigten Kriegsmarine der aggressiven imperialistischen Länder gestellt sind. Auf Weisung aus Washington wird verstärkt an einer Reihe strategischer Straßen gebaut, in erster Linie an einer Autostraße Belgrad-Zagreb-Triest, die bis Saloniki und Skopje geführt werden soll. Zweck der Autostraße ist es, die Punkte, an denen eine Landung amerikanischer und englischer Truppen und die Ausladung von Waffen in den Häfen des Adriatischen und des Ägäischen Meeres erfolgen könnte, mit den Grenzen der volksdemokratischen Länder zu verbinden, gegen die die Aggression vorbereitet wird.

 

Bekanntlich ist ein Engpass in den Aggressionsplänen der amerikanischen und englischen Kriegsbrandstifter der Mangel an Kanonenfutter. Die Commis voyageur (= die Lakaien - Red.) der Kriegsbrandstifter streifen überall umher auf der Suche nach Truppenkontingenten, die bereit wären, sich für die Errichtung der amerikanischen Weltherrschaft zu schlagen. Die Verräterclique Titos ist auf jede Weise bemüht, sich auch auf diesem Gebiet bei ihrem Herren lieb Kind zu machen. Über eine Million Menschen hat Tito unter Waffen gerufen und in die Kasernen getrieben - dreimal so viel wie während des Krieges. In einer kürzlich vom State Department der USA (= US-Außenministerium - Red.) herausgegebenen Broschüre 'Westeuropa heute' wird mit zynischer Offentheit festgestellt, das Abkommen mit Tito sei 'erheblich vorteilhafter als, sagen wir, das mit Frankreich. Die Ausrüstung von neun französischen Divisionen beispielsweise kommt den Amerikanern auf eine Milliarde Dollar zu stehen. Tito dagegen garantiert den Westmächten mehr als 20 Divisionen, und das alles kostet nicht mehr als 50 Millionen Dollar'.

 

Auch der New Yorker Kommentator Alsop berichtet ganz offen darüber, dass die amerikanischen Imperialisten darauf rechnen, Jugoslawien als Kanonenfutterlieferanten zu verwenden.

 

Bekanntlich hat Truman schon im Januar 1950 Korrekturen an seiner 'Doktrin' bezüglich Griechenland und der Türkei vorgenommen. Der Kern dieser Korrekturen besteht, wie die amerikanische und englische Regierungspresse schreibt, darin, dass 'außer Griechenland und der Türkei auch Jugoslawien in die Truman-Doktrin einbezogen wird.'

 

George Allen, der amerikanische Botschafter in Belgrad, teilte Tito offiziell mit, dass die Truman-Doktrin sich in militärischer Hinsicht auf Jugoslawien ebenso wie auf Griechenland und die Türkei erstrecken werde. Im Einklang hiermit hoben die USA das Embargo für die Ausfuhr von Waffen nach Jugoslawien auf. Sie rüsten die Armee Titos verstärkt nach amerikanischem Muster aus, wobei sie eine Standardisierung der Bewaffnung anstreben. Züge mit militärischer Ausrüstung für Jugoslawien rollen durch Österreich. Aus Westdeutschland erhalten die Titoleute außer Artillerie auch V-2-Geschosse. Um die Armee zu einem gefügigen Werkzeug für ihre schändlichen Pläne zu machen, entfernten die Titoleute aus ihr mehr als 10.000 Offiziere, die ihrem Volke ergeben sind. An ihre Stelle kamen wütende Reaktionäre, Tschetniki und Ustaschi - alles mögliche Gesindel, das durch Verrat und Verbrechen mit der Titoclique verbunden ist.

 

Die amerikanischen und englischen Imperialisten forderten von Jugoslawien und den griechischen und türkischen Marionetten die Herstellung eines engen militärischen Kontakts und gegenseitige Hilfeleistungen. Unter dem Diktat Washingtons und Londons entsteht die berüchtigte Achse Belgrad-Athen und das Dreieck Belgrad-Athen-Ankara, eine Variante des Mittelmeerblocks. Nachdem Tito in der Skupschtina (=jugosl. Parlament - Red.) über die Notwendigkeit gesprochen hatte, enge Beziehungen mit dem monarcho-faschistischen Griechenland herzustellen, brachte die griechische Regierungspresse Bilder von Tito und erging sich in rückhaltloser Begeisterung über die gemeinsamen Aufgaben Griechenlands und Tito-Jugoslawiens auf dem Balkan. Um das Abkommen mit dem monarcho-faschistischen Griechenland vor dem Volke zu rechtfertigen, erklärte Kardelj: 'In Griechenland ist der Bürgerkrieg beendet, und Griechenland kann jetzt seinen eigenen Weg gehen.'

 

Als die Amerikaner in der türkischen Regierung einige ihrer Mietlinge durch andere ersetzt hatten, machte sich die faschistische Belgrader Zeitung 'Borba' in einem riesigen Artikel Luft, in dem sie das Loblied der 'türkischen Demokratie' sang. Über die von Washington aus dirigierte türkische Wahlfarce schrieb diese Zeitung, dass der Sieg der Opposition in der Türkei die Garantie der politischen Grundfreiheiten sei.

 

Die türkischen Halsabschneider ihrerseits blieben nichts schuldig. Sie priesen das faschistische Tito-Regime in den höchsten Tönen. Nach dem Willen ihrer Herren und Gebieter 'normalisiert' die Tito-Clique eiligst ihre Beziehungen mit de Gasperi, dem neofaschistischen Österreich und der Bonner Bastard-'Regierung' Adenauers in Westdeutschland. Als Vorschuss auf die 'Normalisierung' dieser Beziehungen wurden 1.500 deutsche Kriegsverbrecher freigelassen, die das jugoslawischen Volk für ihre im Krieg begangenen Übeltaten verurteilt hatte. Begnadigt wurden auch die österreichischen Hitlerleute, sogar die seinerzeit zum Tode Verurteilten. Der Faschist Tito vergibt den Hitlerfaschisten ihre Sünden.

 

Die Vorbereitung eines Kriegsabenteuers durch die Titoclique, diese ganze Militarisierung des Landes erlegt den Werktätigen Jugoslawiens eine schwere Last auf. Das Budget Titos ist ein Budget des Krieges und der Ausplünderung des Volkes.

 

Um die Aufmerksamkeit der internationalen Öffentlichkeit von der amerikanischen Aggression auf Korea abzulenken, beauftragten die USA-Imperialisten ihre Belgrader Agentur, die Provokationen an den Grenzen der volksdemokratischen Länder zu verstärken. Die Belgrader Lakaien des Imperialismus, die im Sicherheitsrat der UN die amerikanische Aggression in Korea und auf Formosa sanktioniert haben, sind heute mit Eifer dabei, den neuen Befehl ihrer Gebieter auszuführen. Allein in letzter Zeit haben sie 150 bewaffnete Überfälle an den Grenzen Albaniens organisiert. Auch an den Grenzen Bulgariens haben die Tito-Leute ihre Wühlarbeit verstärkt. Bei diesen Ablenkungsmanövern werden albanische und bulgarische Soldaten ermordet. Es ist bezeichnend, dass gleichzeitig mit den Provokationen der Titoleute gegen die volksdemokratischen Länder die griechischen Monarchofaschisten Ausfälle gegen die Grenzen derselben Länder unternehmen.Täglich provozieren die Titoleute 'Zwischenfälle' auch an den Grenzen Ungarns und Rumäniens. Um den wahren Zweck der Konzentrierung jugoslawischer Truppen an den Grenzen der Volksdemokratien vor dem Volk zu verheimlichen, greifen die jugoslawischen Glücksritter zu der gleichen Taktik wie ihre Herren und Gebieter: Sie erheben ein großes Geschrei über die Jugoslawien angeblich von Osten drohende Kriegsgefahr. Unter diesem Vorwand schaffen die Titoleute längs der Grenzen eine 15, stellenweise sogar bis zu 60 km tiefe militarisierte Zone, in der Truppen konzentriert werden.

 

Die Titoleute haben die Entsendung von Spionage- und Sabotagegruppen in die Länder der Volksdemokratie verstärkt. In Bulgarien wurden in der letzten Zeit 16 von den Titoleuten hinübergeschickte Spione und Saboteure gefangen, in Ungarn 115. Das gleiche Bild bietet sich in den anderen volksdemokratischen Ländern. Wie dokumentarisch festgestellt ist, sind die jugoslawischen Botschaften in den Ländern der Volksdemokratie in Zentren der Spionage- und Wühlarbeit verwandelt worden. Alle Mitarbeiter der diplomatischen Missionen Titos, vom Botschafter bis zum Boten, arbeiten im Auftrage des UDB (der jugoslawischen Geheimpolizei) und der amerikanisch-englischen Spionagedienste. Die kürzlich durchgeführten Prozesse gegen Tito-Spione und -Saboteure in Bulgarien, Albanien, Rumänien und anderen Ländern haben gezeigt, dass die Tito-Rankovic-Clique (Rankovic=Titos Innenminister - Red.) auf jugoslawischem Gebiet ein großes Netz besonderer Spionageschulen geschaffen hat; hier werden Spione und Saboteure ausgebildet und dann in die volksdemokratischen Länder gesandt. Die Besucher der Leute sind UDB-Leute, Tschetniki, Ustaschi. Außerdem werden dort Leute ausgebildet, die besonders in den Grenzgebieten ausgesucht worden sind. In einer dieser Schulen lernen 40 Frauen, die zur Spionage ins Ausland geschickt werden sollen. Die Ausbildung der Spione liegt in den Händen von Leuten, die sich in der während des Krieges von der SS in Zagreb unterhaltenen Spionageschule gründliche Kenntnisse auf diesem Gebiet angeeignet haben.

 

Die zukünfigen Spione bekommen mehrere Male in der Woche amerikanische Gangsterfilme zu sehen. Auf der Leinwand führt man ihnen die Methoden der Spionage vor. SS-'Lehrer' geben Erklärungen zu den Filmen. Der Leiter der Personalabteilung des UDB Serbiens, Oberst Sretschko, der diese Schulen inspizierte, versicherte den Hörern, jeder von ihnen würde, wenn er einige Aufträge erledigt hätte, auf einen verantwortungsvollen Posten gestellt werden, einen hohen Dienstgrad und eine Belohnung erhalten. Was die Beförderung in die volksdemokratischen Länder anlangt, bemerkte Sretschko, so wird ein Teil als Botschaftsangestellte hinkommen, andere werden illegal über die Grenze gehen und einige mit dem Fallschirm abspringen.

 

Um die Völker Jugoslawiens irrezuführen und sie mit Hass gegen ihre Nachbarn zu erfüllen, stellen die Tito-Leute die Maßnahmen, die die Volksdemokratien ergreifen, um sich gegen die Schädlinge Titos zu sichern, als eine Diskriminierung des jugoslawischen Volkes hin. Zu diesem Zweck wurde sogar in der Skupschtina ein Sonderausschuss gebildet, vor dem als 'Zeugen' Tito-Diplomaten auftreten, die in den volksdemokratischen Ländern auf frischer Tat bei der Ausführung von Spionage- und Sabotagakten ertappt worden sind.

 

Die amerikanischen Imperialisten drängen die Tito-Bande zum militärischen Vorgehen gegen die Länder der Volksdemokratie. Um jedoch die Vorbereitung der neuen Sabotageakte zu vertuschen, verstärken die amerikanischen und englischen Imperialisten gleichzeitig mit der Titoclique das Geschrei über die 'Gefahr', die Tito-Jugoslawien angeblich von Osten her droht. Damit diese Komödie wirkungsvoller ist, wird dazu auch die berüchtigte Balkankommission der UN herangezogen, die nach den Direktiven Achesons arbeitet und Dokumente fabriziert, um die kriegsschürende Aktivität der amerikanischen und englischen Brandfackelträger des Krieges und ihrer Belgrader Handlanger zu bemänteln.

 

Aber so sehr die Imperialisten sich auch bemühen mögen, ihre Tätigkeit zur Entfachung neuer Kriegsherde zu tarnen, es wird ihnen nicht gelingen. Sie verraten sich selbst. Churchill hat kürzlich erklärt, wenn die Amerikaner die Operation in Korea verlieren sollten, so würde dies unausweichlich zu einem dritten Weltkrieg führen. Der Sinn der provokatorischen Rede Churchills ist klar. Die Presse der kapitalistischen Länder teilt mit, dass Tito nach Ansicht in Belgrad weilender Diplomaten nicht abgeneigt wäre, einen provokatorischen bewaffneten Angriff auf die Jugoslawien benachbarten Volksdemokratien zu unternehmen.

 

Die Belgrader Handlanger der amerikanischen und englischen Kriegsbrandstifter sind ebenso wie ihre Herren und Gebieter aufs höchste erschreckt durch die in der Geschichte beispielslose Bewegung der Friedensanhänger, die wahrhaft eine Bewegung der Völker ist.

 

Darum begannen die Belgrader Kriegsbrandstifter sofort eine wütende Wühlarbeit gegen die Friedensanhänger. Als diese Bewegung noch in ihren Anfängen steckte, begannen die Titoleute besonders eifrig Loblieder auf die 'Fiedensliebe' der amerikanischen und englischen Imperialisten zu singen. Es wurden 'theoretische' Äußerungen der Rädelsführer der faschistischen Bande verbreitet, nach denen der Imperialismus in der gegenwärtigen Etappe stabil geworden sei und keinen Drang zum Krieg mehr kenne. Der Faschist Tito versicherte:

 

'Ich sehe keinen Grund zum Kriege.'

 

Kardelj entwickelte Titos 'theoretische' Analyse der internationalen Lage weiter und erklärte, in Westeuropa sei der Kapitalismus erstarkt und brauche zur Zeit keinen Krieg. Die Titopresse schrie: 'Moskau stellt die Kriegsgefahr übertrieben dar!'

 

Mit all diesen, mit Verlaub gesagt, 'theoretischen' Darlegungen, wollten die Titoleute den Gedanken verbreiten, es sei überflüssig und unnütz, das Volk zur Verteidigung des Friedens aufzurufen, und sie bemühten sich, die Unzweckmäßigkeit der Friedensbewegung zu beweisen.

 

Die Belgrader Mietlinge des Imperialismus taten alles in ihrer Macht Stehende, um diese Bewegung durch verschiedene organisatorische Maßnahmen von außen her zu unterminieren.

 

Die Schädlings- und Wühlarbeit der faschistischen Tito-Rankovic-Bande, deren Ziel es war, die Einheit und Geschlossenheit der Friedenskämpfer zu sprengen, wurde rechtzeitig entlarvt, und die Titoleute wurden aus dem Ständigen Komitee des Weltfriedenskongresses ausgeschlossen. Das Ständige Komitee nahm einen Vertreter des gegen die Titoclique kämpfenden friedliebenden jugoslawischen Volkes, Pero Popivoda, auf.

 

Die faschistische Titobande verleumdet mit vermehrtem Eifer die Bewegung der Friedensanhänger. Die schmutzigen Lügen der Belgrader Goebbelsjünger werden unverzüglich von der 'Stimme Amerikas', dem BBC und der ganzen reaktionären Presse der imperialistischen Länder aufgegriffen.

 

Die Belgrader Brandfackelträger können der direkten Antwort auf den Stockholmer Appel nicht ausweichen. Darum ist es kein Zufall, dass Tito in seinen Reden wiederholt erklärt hat, die Diskussion über das Verbot der Atombombe und die Schaffung einer strengen Kontrolle über die Atomenergie sei zur Zeit einfach Verschwendung kostbarer Zeit und die Bewegung für das Verbot der Atombombe sei eine Bagatelle. Die Belgrader Lakaien der amerikanischen Aggressoren haben die Sammlung von Unterschriften zum Stockholmer Appell verboten. Wahre Kämpfer für Frieden und Demokratie werden auf das grausamste verfolgt. Um die Aufmerksamkeit der Völker Jugoslawiens vom Kampf für Frieden und Freundschaft zwischen den Völkern abzulenken, veranstalteten die Tito-leute vor kurzem wieder einmal eine lärmende Farce. Am 17. Juli beriefen sie in Belgrad eine Sitzung des so genannten 'Nationalkomitees zur Verteidigung des Friedens' ein. In diesen Tagen, wo die amerikanischen Imperialisten in Korea Zehntausende völlig unschuldiger Frauen, Greise und Kinder hinmorden, wo die ganze Menschheit den Stab über den amerikanischen Raubüberfall auf die koreanische Halbinsel bricht, fand die faschistische Tito-Bande kein Wort der Verurteilung für die amerikanische Aggression. Ja, in ihren Reden und in den von diesem 'Komitee' angenommenen Entschließungen rechtfertigen die Tito-Leute sogar die amerikanischen Imperialisten und verurteilen im Grunde genommen den Heldenkampf des koreanischen Volkes für seine Freiheit und Unabhängigkeit. Sie behaupten, der Kampf des koreanischen Volkes sei nicht durch die direkte Aggression der amerikanischen Imperialisten hervorgerufen, wie dies unwiderlegbar bewiesen ist*, sondern durch irgendwelche Meinungsverschiedenheiten zwischen den Großmächten, und der Kampf des koreanischen Volkes stelle eine Gefahr für die nationale Unabhängigkeit und Freiheit Koreas dar.

 

Die faschistische Bande Titos empfiehlt den Koreanern, den Kampf für die wahre Freiheit und Unabhängigkeit aufzugeben und sich mit solchen 'Rechten' zufrieden zu geben, wie die amerikanischen und englischen Imperialisten sie beispielsweise dem Volke Pakistans gewährt haben.

 

In einem Augenblick, wo die amerikanischen Aggressionen in ihrem Bestreben, den Willen des koreanischen Volkes zu brechen, damit drohen, auf die friedlichen Städte und Dörfer Koreas Atombomben zu werfen, erwähnten die Tito-Leute mit keinem einzigen Wort die Notwendigkeit des Verbots der Atombombe. Sie schwiegen auch über den Stockholmer Appell und über die Hunderte von Millionen Unterschriften zu der von den Völkern gebilligten Charta des Friedens.

 

Die Belgrader Brandfackelträger inszenierten diese Schaubudenvorstellung unter dem Titel 'Nationalkomitee zur Verteidigung des Friedens' auf Anordnung ihrer amerikanischen Gebieter, die ihren imperialistischen Raubüberfall auf Korea zu rechtfertigen suchen. Darum beschäftigte sich das Titosche 'Komitee' in Wirklichkeit damit, die amerikanische Aggression zu rechtfertigen, indem es in blindem Gehorsam das hysterische Geheul Trumans, Churchills und Achesons wiederholte, der Friede würde überall durch die Sowjetunion und die volksdemokratischen Länder bedroht. Mit dem hysterischen Geschrei über die Jugoslawien angeblich von Albanien, Bulgarien und den anderen volksdemokratischen Ländern drohende 'Gefahr' wollen die Titoleute abermals das jugoslawische Volk betrügen, nationalistische Stimmungen in ihm erwecken und die Vorbereitung zu einer abenteuerlichen Aggression gegen die friedliebenden Nachbarländer tarnen.

 

Die Völker Jugoslawiens, die sich aus eigener Erfahrung davon überzeugt haben, wohin die Titoclique sie geführt hat, lassen sich durch die Lügen und Täuschungsmanöver Titos nicht einfangen. Sie entfalten immer entschlossener und breiter den Kampf gegen das faschistische Regime in ihrem Lande, den Kampf für Frieden, Freiheit und Unabhängigkeit."

 

 

Kominform