Jugoslawien

in der Gewalt der faschistischen Clique

 

(Aus: 'Neue Welt', Heft 12, Juni 1950, SS. 52ff)



 

 

 

"Die Verräter der Kommunistischen Partei Jugoslawiens und die Agenten des Imperialismus in dieser Partei waren immer bemüht, die Partei zu schwächen und ihre ideologische und organisatorische Einheit mit allen Mitteln zu verhindern.

 

Im Verlauf ihrer dreißigjährigen Geschichte wurde die Kommunistische Partei Jugoslawiens durch Verrat, Gruppenbildung und Fraktionskämpfe zersetzt. In den dreißiger Jahren war die KPJ trotzkistisch verseucht. Ungestraft trieben in ihr die verschiedensten Provokateure ihr Unwesen. Es genügt, daran zu erinnern, dass in den dreißig Jahren des Bestehens der KPJ alle Generalsekretäre bis auf einen, den 1929 meuchlerisch ermordeten Djura Djakovic, Feinde der Arbeiterklasse waren.

 

Den Weisungen ihrer anglo-amerikanischen Herren gehorchend, setzte sich die verbrecherische Faschistenbande Titos und Rankovic das Ziel, die proletarischen Elemente aus der Partei auszumerzen und die Partei führerlos zu machen. Als die Titoisten noch im Dienste der Gestapo standen, verrieten sie viele Kommunisten und Patrioten. So lieferte der Titoist Vukmanovic ('Tempo') 1941 die kommunistische Partei- und Jugendorganisation von Sarajewo der Gestapo aus. Hunderte von ehrlichen Menschen wurden damals in Gefängnisse und Lager gesteckt, viele von ihnen umgebracht.

 

Im gleichen Jahr spielte sich eine andere Tragödie ab. Das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Kroatiens fasste den Beschluss, die zum Tode verurteilten und in das Hitlerische Lager Kerstinez bei Zagreb gesperrten Kommunisten zu befreien. Mit der Durchführung dieser Aufgabe wurde das Parteikomitee von Zagreb, an dessen Spitze Anton Rob stand, betraut. Dieser erwies sich als Verräter. Die Gestapo zerschlug die Zagreber Organisation und die meisten Kommunisten wurden erschossen, unter ihnen der bekannte proletarische Schriftsteller August Zesarez, ferner die Kommunisten Kerschovani, Priza Adjia und andere.

 

1941 verriet Titos Mitarbeiter Velebit die Mitglieder des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kroatiens, die in seiner Villa zu einer Sitzung zusammen gekommen waren. Damals fiel auch Andria Hebrang in die Hände der Feinde. Er wurde von den Ustaschi unmenschlich gefoltert, gab aber niemanden preis. Die Tito-Rankovic-Clique organisierte den Mord an Djura Strugar, Mirko Tomic, Ivan Milutoninovic, Lola Ribar, Franz Rojman, Orze Nikolic, die gleich den heute in den Folterkammern Rankovics schmachtenden Andria Hebrang und Streten Juievic und dem 1948 von den Titoisten bestialisch ermordeten Arno Iovanovic den Kampf der jugoslawischen Völker gegen die faschistischen Eindringlinge organisierten und inspirierten.

 

In dem Bestreben, die kommunistische und Arbeiterbewegung im Lande ihrer Führung zu berauben, richteten die Titoisten ihre Politik auf die Massenvernichtung der besten proletarischen Kräfte.

 

Da die jugoslawischen Regenten nach ihrer Machtergreifung die Entlarvung fürchteten, erweiterten und festigten sie mit allen Mitteln den Apparat der geheimen Staatspolizei Rankovics. Dieser streckte seine Fühler über das ganze Land aus. Tito und seine Handlanger gaben sich nach wie vor als 'Kommunisten', als 'Freunde' der Sowjetunion und 'Anhänger' der sozialistischen Einheitsfront aus. Diese Taktik erklärt sich dadurch, dass noch nicht alle Glieder des Staatsapparates, auch nicht die Armee, unter die sichere Polizeikontrolle Rankovics gestellt waren und noch nicht alle so genannten gesellschaftlichen und politischen Organisationen endgültig faschisiert waren.

 

Auf Geheiß ihrer transatlantischen Gebieter beging die Titoclique in verhältnismäßig kurzer Frist ihren Verrat, indem sie offen in das Lager des Kapitalismus und der Reaktion überging und das faschistische Regime mit der dazugehörigen militärisch-terroristischen Diktatur im Lande einführte. Heute sind jene niederträchtigen Räubermethoden bereist völlig entlarvt, mit deren Hilfe die Titoisten die kommunistische Partei liquidierten und sie in ein Anhängsel des Polizeiapparats von Rankovic verwandelten.

 

Die Liquidierung der kommunistischen Partei, der führenden Kraft der Arbeiterklasse, erfolgte mit gründlichem Vorbedacht. Sie nahm im allgemeinen Plan der Titoclique zur Umstellung auf das faschistische Regime den wichtigsten Platz ein. Die Titoisten ignorierten bewusst die Arbeiterklasse. Unter Missachtung der marxistisch-leninistischen Lehre von der führenden Rolle des Proletariats in der sozialistischen Revolution, propagierten sie in der Partei ihre eigene 'Theorie', derzufolge die Bauernschaft das 'sicherste Fundament des jugoslawischen Staates' sei. Ein Komplice Titos, der gewiefte Trotzkist Mosche Pijade, trat im Sommer 1948 mit einem offiziellen Artikel vor die Öffentlichkeit, in dem er die jugoslawische Arbeiterklasse verleumdete, deren Rolle herzumindern versuchte und zugleich bemüht war, die Bauernschaft als Hauptkraft der Volksbefreiungsbewegung in den Jahren des Krieges hinzustellen. Die Titoisten leugneten die marxistisch-leninistische Lehre, dass der Übergang von der kapitalistischen Gesellschaft zur sozialistischen nur über die Diktatur des Proletariats möglich ist. Gleichzeitig verbreiteten sie eifrig in der Partei verschiedene volksfeindliche Theorien vom 'friedlichen' Hineinwachsen des Kapitalismus in den Sozialismus.

 

Nachdem die faschistische Titoclique entlarvt war, begannen die Schergen von Rankovic ganz ungeniert vorzugehen. Man bildete besondere Ausschüsse, die jeden aus der Partei, aus dem Staatsapparat und aus den Massenorganisationen entfernten, der auch nur die geringste Unzufriedenheit mit der verräterischen Politik der jugoslawischen Regenten zeigte. Diese Kampagne war von Massenverhaftungen, Terrorakten und Repressalien begleitet.

 

Die Parteiorganisationen, die sich für den Internationalismus einsetzten, wurden aufgelöst. Von dem maßlosen faschistischen Gestapoterror zeugt beispielsweise folgende Tatsache: Ein Sarajewoer Komitee der Kommunistischen Partei hielt eine Beratung ab, an der 40 Personen teilnahmen. 39 von ihnen bekannten sich zur Resolution des Kominformbüros. Daraufhin wurden sie nach Belgrad befohlen und die meisten von ihnen festgenommen. Der gleiche Vorgang spielte sich an der Belgrader und der Zagreber Universität ab, in Timoc und überall im ganzen Lande.

 

Die Häuptlinge der faschistischen Titobande empfahlen den Schergen Rankovic, keine Mittel, selbst nicht den Mord, zu scheuen. Auf einer Versammlung der Staatlichen Kontrollkommission von Wojwodina drohte Isso Iovanovic, einer der führenden Männer der Titobande, offen damit, 'jeden einen Kopf kürzer zu machen, der für die Resolution des Informbüros eintritt'. Slobodan Penesic, der serbische Innenminster, gab auf einer Offiziersversammlung in Udba folgende Direktive aus: 'Haltet euch die Hände frei, schlagt jeden tot, den totzuschlagen ihr für notwendig erachtet.' Die Schergen Rankovics mordeten Tausende von kommunistischen Patrioten, brachten Tausende von Patrioten in die Folterkammern.

 

Zugleich ging die Titoclique daran, volksfeindliche Elemente - Tschetniks, Ustaschi, Kulaken, kleinbürgerliche Karrieristen, notorische Nationalisten usw. - in Massen in die Partei aufzunehmen. Allein in Wojwodina erhöhte sich aufgrund der so genannten Mai-Werbekampagne die Mitgliederzahl der 'Partei' auf das Doppelte. Das jugoslawische Volk nannte diese Kampagne ironisch 'Frühjahrs-Querfeldeinlauf'.

 

Bald nach Veröffentlichung der Resolution des Informbüros über die Lage der Kommunistischen Partei Jugoslawiens setzt die Titoclique den so genannten 5. Parteitag der KPJ in Szene. Faktisch war es den Titoisten zu jener Zeit bereits gelungen, die Partei mit ihrem stark veränderten sozialen Bestand in ein Hilfsorgan des faschistischen Polizeiapparats zu verwandeln. Die Zusammensetzung der Parteitagsteilnehmer wurde im voraus bestimmt und von Rankovic persönlich gründlich geprüft. Man sollte glauben, dass die Titobande nach dieser sorgfältigen Vorbereitung über die 'Ordnung' auf dem Parteitag völlig beruhigt sein konnte. Trotzdem hatten sie Angst. Im Sitzungssaal waren in jeder Reihe bewaffnete Polizeiagenten in Zivil zwischen den Delegierten verstreut. Eine dichte Kette bildeten die Agenten um die Journalisten der demokratischen Länder. Alle angrenzenden Stadtviertel waren mit Polizeitruppen gespickt. Ununterbrochen patrouillierten Soldaten durch die Straßen. Im nahegelegenen Park hatten militärische Einheiten die Anhöhen besetzt. Die Bahnhöfe und Eisenbahnstrecken wurden verstärkt bewacht. Nachdem Tito und seine Mitarbeiter - Rankovic, Kardelj, Djilas, Pijade - einen starken bewaffneten Sicherheitsgürtel um die Stadt und das Sitzungsgebäude gelegt hatten, konnten sie in Ruhe ihre stundenlangen, von Heuchelei und schamloser Selbstverherrlichung erfüllten Reden halten.

 

Der Henker Rankovic, Chef der Polizei und zugleich Organisationssekretär des Zentralkomitees, hat seine Pflichten bei der Partei und bei der Polizei so eng miteinander verflochten, dass er zuweilen Besucher in 'Parteiangelegenheiten' in seinem Arbeitszimmer als Polizeichef empfängt, Verhaftete aber im Gebäude des Zentralkomitees verhört.

 

Mit Hilfe brutalen Terrors und raffinierten Provokationsmethoden zerschlug die Titobande den revolutionären Kern der Kommunistischen Partei. Die übriggebliebenen gesunden Kräfte, die standhaften internationalistischen Kommunisten, erkannten, dass ihnen der Weg des legalen Kampfes versperrt war und gingen in die Illegalität.

 

Die Titobande erfüllte strikt die Pläne ihrer anglo-amerikanischen Gebieter und nahm Kurs auf einen konterrevolutionären Umsturz im Lande. Die formal noch bestehende volksdemokratische Ordnung wurde durch ein Militär- und Polizeiregime mit rücksichtsloser terroristischer Diktatur ersetzt.

 

Die Titoisten faschisierten den Staatsapparat und die gesellschaftlich-politischen Massenorganisationen: die Gewerkschaften, die Volkskomitees, die Volksfront, den Volksjugendverband, die antifaschistische Frauenfront. Sie stellten die Presse, den Rundfunk und die Kunst in den Dienst ihrer antikommunistischen Propaganda. In den faschisierten Gewerkschaften, wo ein Militär- und Polizeiregime herrscht, führen die Trotzkisten, die alten Agenten verschiedener imperialistischer Geheimdienste, das Kommando. Die wahren Kämpfer für die Sache der Arbeiterklasse, die konsequenten Internationalisten, sind aus den Gewerkschaften vertrieben worden und schmachten schon lange in den Folterkammern Rankovics.

 

Alle Glieder des Staatsapparats, der Machtorgane, der Massenorganisationen, alle Gebiete der Kunst sind von oben bis unten faschisiert. Überall liegt die Leitung in den Händen tollwütiger Titoisten, die mit Rankovics Polizeiapparat in unmittelbarer Verbindung stehen. Hemmungsloser Terror, Massenspionage und Provokationen, Unterdrückung jeder freien Meinungsäußerung, Demoralisierung der Volksmassen, Entartung der Politik, Verfall der Wirtschaft und Kultur - das ist die eine Seite des heutigen faschistischen Gestaporegimes in Jugoslawien. Die Kehrseite dieses Regimes, die von der gedungenen Belgrader Bande sorgfältig verborgen gehalten wird, bildet aber die Verwirklichung der aggressiven Pläne der anglo-amerikanischen Imperialisten, was die Prozesse gegen Koci Xoxe in Tirana, Laszlo Rajk in Budapest und Traitscho Kostoff in Sofia deutlich genug erwiesen haben. Alle diese hartgesottenen Trotzkisten, diese Spitzel der anglo-amerikanischen Geheimdienste, unterhielten enge Beziehungen zur käuflichen Titobande, der Hauptvollzieherin der auf Wiederherstellung des Kapitalismus in den volksdemokratischen Ländern und auf Umwandlung des Balkans in den Herd eines neuen Krieges gerichteten Pläne der anglo-amerikanischen Reaktion.

 

Heute weiß man, dass die Titobande schon in den Jahren des Zweiten Weltkriegs in enge Verbindung mit dem amerikanischen und dem englischen Geheimdienst getreten ist. Bereits im Frühjahr 1943 wurde Vertretern der englischen Streitkräfte der Aufenthalt im Führungsstab der jugoslawischen Partisanen gestattet. Man kann sich vorstellen, was das für 'offizielle' Vertreter waren, die in Titos Stab abkommandiert wurden! So stand zum Beispiel der Sohn Churchills an der Spitze einer in die jugoslawischen Berge entsandten Gruppe englischer Offiziere. Bereits damals bekundete die Titobande ihre Bereitschaft, auf den Vorschlag Churchills einzugehen und die jugoslawische Adriaküste durch englische Truppen besetzen zu lassen sowie die 'Hilfe' der Anglo-Amerikaner bei der 'Befreiung' des Landes anzunehmen. In den nachfolgenden Jahren stellten die Verräter mit größtem Eifer Beziehungen zu dem englischen und dem amerikanischen Geheimdienst her, festigten diese Beziehungen und erfüllten dienstbeflissen alle Aufträge ihrer imperialistischen Herren.

 

Bei ihrer zügellosen Hetzkampagne gegen die Sowjetunion und die Länder des Volksdemokratie, gegen die einheitliche kommunistische und Arbeiterfront scheut die Titobande keine Kosten.

 

Allein in der Auslandsredaktion des Belgrader Rundfunks ist eine Riesenschar von Redakteuren und 'literarischen' Mitarbeitern am Werk. Dort werden die unsinnigsten Märchen erfunden und über den Äther verbreitet, um das Lager des Friedens und der Demokratie, vor allem aber dessen führende Kraft, die Sowjetunion, zu diffamieren. Mit der Herstellung und dem Vertrieb dieser antisowjetischen 'Enten' befasst sich eine bei der Informationsdirektion eigens hierfür eingerichtete Abteilung. Sie nennt sich auch direkt 'Abteilung für Propaganda gegen das Kominformbüro'. Für die Tätigkeit dieser Abteilung wurden 1948 40 Millionen Dollar aufgewandt, 1949 100 Millionen.

 

Belgrad ist zur Zentrale der von Washington gelenkten antikommunistischen Propaganda geworden. Diese ganze schmutzige Tätigkeit untersteht einem der nächsten Mitarbeiter Titos, Milovan Djilas, der während der Prozesse in Tirana, Budapest und Sofia als anglo-amerikanischer Agent entlarvt wurde. Stützen seines Propagandaapparates sind 'literarische' Gangster aus der Zeit des jugoslawischen Königreichs, alte und junge Spione der imperialistischen Geheimdienste, allerhand käufliches Gesindel. Chef der Informationsdirektion und Leiter der Presseabteilung der Tito-Partei, d. h. die rechte Hand von Djilas, ist Vlado Dedier. Seine Jugend verbrachte er in Chicago, wo er auf Kosten des bekannten Millionärs McCormick die Schule besuchte. Nachdem Dedier mit Unterstützung eines reichen Onkels seine Ausbildung erhalten hatte, kehrte er nach Jugoslawien zurück und nahm als 'Kommunist' bald darauf Verbindung mit Tito auf. Während des Krieges fungierte Dedier als Verbindungsmann zwischen den Agenten des englischen und amerikanischen Geheimdienstes unter den Partisanen in den jugoslawischen Bergen.

 

Nicht weniger charakteristisch ist auch eine andere Gestalt, die in Titos Propagandaapparat an hervorragender Stelle steht: Vladislav Ribnikar, Agent mehrerer imperialistischer Geheimdienste. Gegenwärtig gibt er die schmutzige Gazette 'Politika' heraus und leitet zugleich das Komitee für Filmangelegenheiten. Der jugoslawische Hearst, so nennen die Belgrader Vladislav Ribnikar. Vor dem Kriege war er Direktor der größten Verlagsgesellschaft und arbeitete in den Jahren der Besatzung aktiv mit den serbischen Quislingen zusammen. Kurz vor Kriegsschluss 'floh' Ribnikar unter höchst merkwürdigen Umständen in die Berge zu den Partisanen und wurde ... Titos Privatsekretär. Die von Ribnikar herausgegebene 'Politika' ist das Sprachrohr der jugoslawischen Reaktion. Ihre Spalten sind mit niederträchtigen Verleumdungen gegen die Sowjetunion und das demokratische Lager angefüllt.

 

Die Zeitung 'Neues Jugoslawien' dient dem Zweck, für die 'Tätigkeit' der Titobande außerhalb der Grenzen des Landes Reklame zu machen. Chefredakteur der Zeitung ist ein gewisser Predrag Milojevic. Vor dem Kriege war er Korrespondent eines Belgrader liberal-bürgerlichen Blättchens im faschistischen Deutschland. Er ist wegen seiner Verbindungen zur Gestapo bekannt. Kurz vor dem Überfall Hitlers auf Jugoslawien kehrte Milojevic aus Berlin nach Belgrad zurück und übernahm die Leitung des 'Presseamtes' beim Innenministerium. Während der Besatzungszeit betätigte er sich als Chefredakteur der 'Neuen Zeit', eines Organs der serbischen Quislinge. Der alte Ränkeschmied und Spion Predrag Milojevic erwies sich als der geeignete Mann, dem Djilas die Organisierung eines neuen schmutzigen Blattes anvertrauen konnte.

 

Leuten wie Dedier, Ribnikar, Milojevic und ihresgleichen kann man nicht nur in der Presse begegnen, sondern auch in der Literatur wie auch auf allen Gebieten der Kunst. Wieder wird der Name des bürgerlichen kroatischen Schriftstellers Krlej, dieses Kriegsverbrechers, lobend hervorgehoben. In den Jahren des Krieges arbeitete er mit den Hitleristen zusammen. Er war der Vertreter Pavelics, des Henkers des kroatischen Volkes, in der Residenz des serbischen Quislings Nedic.

 

Die Titoleute geben sich die größte Mühe, die Sowjetarmee in Misskredit zu bringen, die Liebe zu den Befreiern, der Sowjetarmee, aus dem Herzen des Volkes zu reißen und die Erinnerung an jene Menschen, die mit ihrem Blut die jugoslawische Erde tränkten, um sie von den Unterdrückern zu befreien, auszurotten.

 

In der Nähe von Belgrad erhebt sich der malerische Berg Avala. Jeder, der zum ersten Mal in die jugoslawische Hauptstadt kommt, ist darauf bedacht, diesen Berg zu besteigen und das großartige Marmormonument, das Grab des unbekannten Soldaten, zu besichtigen. Von hier aus erblickt man an sonnigen Tagen das Panorama der Stadt, das von Nord und West durch die beiden zusammenfließenden Wasserstraßen, die Donau und die Save, umsäumt wird.

 

Vor fünf Jahren, als sich die Sowjetarmee, die Befreierin, den Weg nach Belgrad bahnte, indem sie zahlreiche Verteidigungsanlagen der Hitleristen überwand, kämpften die Sowjetkrieger heldenhaft an den Zugängen zum Berg und auf seinen Hängen. Viele von ihnen starben in diesen Kämpfen den Heldentod.

 

Damals, im denkwürdigen Herbst des Jahres 1944, brachte die Bevölkerung von Belgrad am Gipfel des Berges Avala eine Gedenktafel an. In diese Tafel waren Worte gemeißelt, die den Heldenmut der Sowjetkrieger und ihren unschätzbaren Beitrag zur Befreiung der Völker Jugoslawiens von den deutsch-faschistischen Unterdrückern priesen. Wenn die Belgrader auf den Berg hinaufstiegen, legten sie Kränze und Sträuße von frischen Blumen am Postament der Gedenktafel nieder; sie ehrten das Andenken ihrer Befreier.

 

Im Sommer 1947 verschwand die Gedenktafel. 1949 wurde sie wieder angebracht, aber mit einer anderen Inschrift. Die Worte, die den Ruhm der Sowjetarmee verkündeten, waren verschwunden.

 

Das angeführte Beispiel ist typisch für die Titoclique. Es entlarvt sie auch als Fälscher. Den Titoleuten ist jedes Mittel recht, um die Rolle der UdSSR bei der Befreiung der Völker Jugoslawiens von den Hitlerheeren herabzumindern, um das große Land des Sozialismus und die Länder der Volksdemokratie zu verleumden.

 

Die volksfeindliche antidemokratische Politik der jugoslawischen Lakaien des Imperialismus hat dazu geführt, dass die anglo-amerikanischen Monopole heute unumschränkt in Jugoslawien herrschen. Zahlreiche Agenten des anglo-amerikanischen Kapitals - Geschäftsleute, 'Sachverständige', 'Konsultanten' und 'Berater' aller Art - strömen ins Land, um sich auf Kosten des jugoslawischen Volkes zu bereichern.

 

Sie modeln die jugoslawische Wirtschaft nach ihrer Facon um, unterwerfen sie den Interessen der amerikanischen Monopole. Als sich die Belgrader Behörden an die Weltbank für Wiederherstellung und Entwicklung mit der Bitte um eine Anleihe in Höhe von 280 Millionen Dollar gewandt hatten, kam 1949 eine amerikanische Kommission mit dem bekannten Businessman Hore an der Spitze nach Jugoslawien. Diese Kommission untersuchte die Lage der jugoslawischen Wirtschaft und 'bestimmte' deren Bedarf. Hore erklärte in einer Pressekonferenz, dass die Bank sich das Recht vorbehalte, die Verwendung des der jugoslawischen Regierung zu gewährenden Kredites zu überwachen. Er wies darauf hin, dass die Bank ihre ganze Aufmerksamkeit auf die Landwirtschaft, die Erzgewinnung und die Entwicklung des Transportwesens konzentrieren werde. Hore betonte, dass Jugoslawien die Rolle eines Lieferanten von landwirtschaftlichen Produkten und strategischen Rohstoffen für die interessierten Länder spielen müsse.

 

Hore fügte dem noch hinzu, dass die von ihm vertretene Weltbank keine Kredite an 'kommunistische' Regierungen gewähre, er aber beschlossen habe, die Gelder für die Durchführung 'besonderer jugoslawischer Pläne' zur Verfügung zu stellen. Es ist nicht schwer zu erraten, was das für Pläne sind, die mit den Dollars der anglo-amerikanischen Imperialisten verwirklicht werden sollen. Das sind die Pläne zur völligen Knechtung des Landes durch das Auslandskapital und zur Umwandlung Jugoslawiens in einen strategischen Aufmarschraum der USA in Europa. Die amerikanisachen Kapitalisten entscheiden nach ihrem Gutdünken, welche Zweige der jugoslawischen Wirtschaft entwickelt und welche stillgelegt werden sollen.

 

Auf Anregung Achesons gab das State Department Ende vorigen Jahres seine Zustimmung dazu, dass die Export- und Importbank den jugoslawischen Lakaien eine Anleihe in Höhe von 20 Millionen Dollar gewährt. Diese Anleihe bedeutet eine Gegenleistung der amerikanischen Bankiers für das Recht auf Ausraubung der jugoslawischen Bodenschätze. Truman und Acheson billigten den von amerikanischen Firmen in Aussicht gestellten Bau einer Stahlgießerei in Jugoslawien und die Lieferung der hierfür erforderlichen Werksausrüstungen im Werte von drei Millionen Dollar. Sie machen die jugoslawischen Regenten aber darauf aufmerksam, dass man die Ausrüstungen erst anderthalb Jahre später nach Jugoslawien bringen werde. Falls Tito jedoch in der Zwischenzeit den Gehorsam verweigern oder seinen 'Kurs' ändern sollte, werde er nichts erhalten.

 

Der Verräter Tito und seine Komplicen haben in diesem Falle weiter nichts als Versprechungen erhalten. Trotzdem legen sie den größten Eifer an den Tag, um sich bei ihren Herren beliebt zu machen. Sie beeilen sich, die Millionenschulden der alten, vom jugoslawischen Volk gestürzten und davongejagten königlichen Regierung an die Auslandskapitalisten zurückzuzahlen. Die Belgrader Regenten haben die ausländischen Kapitalisten für ihren in Jugoslawien nationalisierten Besitz, den die jugoslawischen Werktätigen längst mit ihrem Fleiß und Schweiß bezahlt haben, aus den Taschen des Volkes 'entschädigt'. Die Titoclique zahlt an die amerikanischen Kapitalisten 38,5 Millionen Dollar, an die englischen 4,5 Millionen Pfund und an die Schweizer 75 Millionen Schweizer Franken. Selbst den türkischen Kapitalisten, die jahrhundertelang das jugoslawische Volk unterdrückten, zahlt die Titoclique noch irgendwelche 'Schulden' ab.

 

Die Titoisten machen viel Aufhebens von ihren wirtschaftlichen Erfolgen. Aber im Memorandum vom September 1949, das die Belgrader Regierung an die UN-Wirtschaftskommission für Europa richtete, waren die Titoisten gezwungen, ihre Karten aufzudecken. Im besagten Memorandum (das sie in der eigenen Presse nicht zu veröffentlichen wagten) gaben sie nicht nur das Scheitern des Fünfjahrplanes, sondern auch die katastrophale Lage der Wirtschaft und der Finanzen zu. In diesem Dokument erklärte die Titoclique offiziell den Verzicht auf die wirtschaftliche Unabhängigkeit Jugoslawiens. 'Jugoslawien muss sich', heißt es in dem Memorandum, ' als Agrar- und Industrieland entwickeln, das industrielle und landwirtschaftliche Rohstoffe erzeugt, ohne die wirtschaftliche Unabhängigkeit anzustreben.'

 

Von der Wirtschaftskatastrophe in Jugoslawien zeugt auch die Erklärung des ehemaligen US-Botschafters in Belgrad, Cannon, der kaum einer titoistischen Gesinnung verdächtigt werden kann. Im Oktober vorigen Jahres teilte er den in der Londoner Beratung der in den Ländern Osteuropas akkreditierten amerikanischen Diplomaten mit, dass der jugoslawische Fünfjahrplan für 1947 bis 1951 gänzlich gescheitert sei. Wie Cannon ausführte, habe nach den amtlichen Angaben die jugoslawische Erdölindustrie den Plan nur mit 56 % erfüllt, die metallurgische Industrie mit 80,4 %, der Motorenbau mit 68 % usw., doch entsprächen selbst diese Zahlen nicht den wirklichen Ergebnissen, die bedeutend geringer seien.

 

Cannon empfahl, die katastrophale Lage Jugoslawiens unverzüglich dazu auszunutzen, 'den Einfluss Amerikas in diesem Land durch Erhöhung der amerikanischen Kapitalinvestitionen in die Industrie und durch Errichtung einer wirksamen Kontrolle über deren Entwicklung zu verstärken'. Noch lange vor ihrer Entlarvung exportierte die Titoclique strategische Rohstoffe - Kupfer, Zink, Blei, Zinn, Quecksilber, Bauxit, Chromerz - für militärische Zwecke nach den USA und England. Gleichzeitig weigerten sich die Titoisten, Rohstoffe für den friedlichen Wirtschaftsaufbau an die volksdemokratischen Länder, selbst zu höheren Preisen, zu verkaufen. Allein in den fünf Monaten des Jahres 1949 führte Jugoslawien für 3,734 Millionen Dollar strategische Rohstoffe nach Amerika aus. Was erhielten nun die Titoisten hierfür von ihren amerikanischen Bossen? 980 Tonnen Milchpulver, für 168.640 Dollar Paraffin, für 101.769 Dollar Nähmaschinen nebst Ersatzteilen, ferner Seide, Puder, Luxusartikel und verschiedene Ramschwaren. Der Gesamtwert all dessen belief sich auf 8.364.170 Dollar.

 

Somit erreichte das Außenhandelsdefizit allein in diesen Monaten 4,630 Millionen Dollar.

 

Nach der Wirtschaft stellte die Titoclique auch das Territorium des Landes in die volle Verfügungsgewalt der imperialistischen Kriegshetzer. Während die Titoisten ihren Herren eifrig zu Diensten sind, spekuliern sie auf die 'Vorteile' der militärisch-strategischen Lage Jugoslawiens als Aufmarschraum für einen Überfall auf die Länder der Volksdemokratie. Die amerikanischen Kriegstreiber erhielten sämtliche Flughäfen und Brennstoffbasen Jugoslawiens. Auf Befehl ihrer Herren treiben die Belgrader Söldlinge die Bevölkerung gewaltsam zum Bau der strategisch wichtigen Strecke Belgrad-Zagreb zusammen. In der Nähe dieser Bahn werden große betonierte Plätze angelegt, die jederzeit in Flugplätze verwandelt werden können.

 

Tito hält annähernd eine Million Menschen unter Waffen, die von eigens hierzu in Westdeutschland angeworbenen SS-Leuten unter Aufsicht von Beamten der amerikanischen Militärmission eifrig gedrillt werden. Die anglo-amerikanischen Kriegstreiber haben bereits den Plan gefasst, Titos Divisionen, das gesamte Territorium Jugoslawiens, dessen Wirtschafts- und Menschenreserven für ihre Zwecke auszunutzen.

 

Somit ist Jugoslawien dazu ausersehen, als zusätzliche Quelle von strategischen Rohstoffen und Nahrungsmitteln, als Aufmarschraum auf dem Balkan und als Kanonenfutterlieferant der neuen Weltherrschaftsprätendenten zu dienen.

 

Tito verschachert die Völker Jugoslawiens en gros und en detail. Wie die französische Zeitung 'Paris Press Intransigeant' meldet, gab der türkische Präsident Ismet Inönü das Bestehen eines vom türkischen Marschall Omurtak ausgearbeiteten Aggressionsplans bekannt. Dem ging eine Reise Omurtaks in die Länder des Mittleren Ostens und die Herstellung eines engen Kontakts zur griechischen und jugoslawischen Regierung voraus. Der türkische Plan steht im Zusammenhang mit einem anderen, vom englischen Marshall William Slim ausgearbeiteten Plan. Der Sinn dieser Projekte besteht im Grunde genommen darin, im Norden und im Süden Europas zwei vorgeschobene Posten des Atlantikblocks zu bilden, die sich gegen die Sowjetunion richten.

 

Eine andere, ebenfalls vom rührigen Omurtak ausgearbeitete Variante sieht die Schaffung eines neuen Blocks unter Beteiligung Frankreichs, Italiens, Griechenlands, Jugoslawiens, Ägyptens, Syriens, des Libanons und Englands vor. Den Kern dieses Blocks soll die Türkei bilden. Die genannte französische Zeitung stellt fest, dass die türkischen Pläne 'eigentümlich an die dem Herzen Churchills teure' Idee einer Operation auf dem Balkan erinnert. So wird die Achse Belgrad-Ankara geschmiedet.

 

Jahrhundertelang unterjochten die türkischen Satrapen die Balkanvölker, unterdrückten deren nationale Unabhängigkeit, erstickten brutal die nationale Kultur der Balkanslaven, errichteten auf dem Balkan ein unmenschliches Regime der Sklaverei. Für die Völker der Balkanhalbinsel gibt es keinen verhassteren Namen als den der türkischen Unterdrücker. Und nun schmiedet Tito auf Geheiß seiner transatlantischen Gebieter einen Block mit den türkischen Satrapen, den ältesten und ärgsten Feinden des jugoslawischen Volkes und aller Balkanvölker.

 

Zugleich werden die alten Spionageverbindungen der Belgrader Verräter weiter ausgebaut. Kürzlich traf der verantwortliche Vertreter des US State Departments, M. Black, in Athen ein, um eine Beratung mit dem amerikanischen Botschafter in Griechenland, Grady, und dem amerikanischen Botschafter in Jugoslawien, George Allen, abzuhalten. Zu der Beratung wurde auch der amerikanische Botschafter in der UdSSR, Archibald Kerr, bestellt.

 

Ziel der Athener Beratung war die Herstellung einer neuen verbrecherischen Achse: Belgrad-Athen. Gelegentlich eines Interviews erklärte Tito einem 'Times'-Korrespondenten, dass sich die Beziehungen zu Griechenland regeln lassen würden, sobald dort die nötige Ordnung hergestellt sein werde. Hierbei ließ er deutlich durchblicken, dass diese 'Ordnung' vom amerikanischen Botschafter in Griechenland Grady geschaffen werden soll.

 

Im Zusammenhang mit der erwähnten Beratung stellten die griechischen Zeitungen fest, dass Jugoslawien jetzt zum Mittelpunkt des amerikanischen Interesses auf dem Balkan geworden sei. So berichtete eine dieser Zeitungen, dass George Allen vor seiner Abfahrt nach Athen eine längere Unterredung mit Tito hatte, deren Gegenstand die Einbeziehung Jugoslawiens in den so genannten Mittelmeerpakt, der als Zusatz zum Nordatlantikpakt gedacht ist, bildete. Die amerikanischen Imperialisten stellten Jugoslawien eine neue Anleihe in Aussicht, verlangten aber, dass ihnen die Insel Korcula (Curzola) für die Errichtung eines US-Marinestützpunktes überlassen werde. Tito versprach seinen transatlantischen Herren, die Frage 'in positivem Sinne' zu regeln.

 

Wie der Washingtoner Korrespondent der 'New York Times' berichtete, billigte der Nationale Sicherheitsrat der USA den 'strategischen Plan für Osteuropa', der militärische Hilfe und Lieferung von Kriegsmaterial an Jugoslawien vorsieht. Und es ist kein Zufall, dass über Salzburg (amerikanische Besatzungszone Österreichs) regelmäßig ganze Güterzüge mit Waffen und Kriegsmaterial aus Westdeutschland nach Jugoslawien rollen. Wie die 'Österreichische Zeitung' schreibt, befördern diese Züge Militärautos, Zugmaschinen, Geschütze und Munition. Diese Ausrüstungen gehörten früher der Hitlerwehrmacht und befanden sich dann als Kriegsbeute in der Verfügungsgewalt der amerikanischen Truppen.

 

Von der Umwandlung Jugoslawiens in einen amerikanischen Aufmarschraum zeugt auch das am 24. Dezember zwischen den USA und Jugoslawien abgeschlossene Luftfahrtabkommen. Heute ist den amerikanischen Flugzeugen erlaubt, ungehindert über jugoslawischem Gebiet zu fliegen und auf jugoslawischen Flugplätzen zu landen. Die US-Presse gibt unverhohlen zu, dass 'Belgrad zu einem amerikanischen Hilfsflughafen geworden ist'. Die 'New York Times' stellt fest, dass das Luftfahrtabkommen den USA gestattet, den monarcho-faschistischen Regenten Griechenlands wirksamer zu helfen und die Lage der USA auf dem Balkan zu festigen.

 

Die englische Zeitung 'Economist' meint, dass die Flugstrecke Paris-Rom-Belgrad und die Eisenbahnlinie, die Jugoslawien mit Griechenland verbindet, 'ausnehmende Bedeutung gewinnen können, falls der Krieg einmal Wirklichkeit werden sollte'.

 

Die soziale Stütze des faschistischen Polizeiregimes der Tito-Rankovic-Clique bildet neben den kapitalistischen Elementen der Stadt auch das Kulakentum im jugoslawischen Dorf. Die Titoisten zwingen die werktätige Bauernschaft zu ständigen Abgaben und zu zahlreichen Arbeitseinsätzen und liefern die werktätigen Massen des Dorfes der rücksichtslosen Ausbeutung, dem Elend und dem Ruin aus.

 

Welche Maßnahme die jugoslawischen Regenten in den Dörfern auch durchführen, stets ist sie gegen die Lebensinteressen der werktätigen Bauernschaft gerichtet und zwingt diese unter das Joch des Kulaken. Entsprechend der Preispolitik Titos gelangen alle für das Dorf bestimmten Anrechtsscheine auf Industrieerzeugnisse in die Hände des Kulaken. Will nun ein armer Bauern Salz, Petroleum oder andere Waren erstehen, so ist er gezwungen beim Kulaken für diese Anrechtsscheine zu arbeiten.

 

Durch die zahlreichen Erlasse der Belgrader Regenten über die Ablieferung von Getreide und anderen landwirtschaftlichen Produkten werden den Bauern untragbar schwere Lasten auferlegt. So muss nach dem Erlass vom 15. Oktober 1949 über die Pflichtablieferung von Getreide im Wirtschaftsjahr 1950/51 ein Bauer, der zwei bis fünf ha Land hat, mehr Getreide pro ha abliefern als ein Kulak, der 20 ha und mehr besitzt. Mit der Umlage der Pflichtablieferungen auf die einzelnen Wirtschaften sind Titos örtliche Komitees beauftragt, in denen die Kulaken die Schlüsselstellungen haben. Die jugoslawischen Regenten greifen zur Gewalt, um den Bauern ihre Erzeugnisse zu nehmen. So ensandte man in der Wojwodina einen 45 Mann starken Polizeitrupp zur Eintreibung der Abgaben. Alle Bauern, die nicht genügend Produkte abliefern konnten, wurden verhaftet. Das ist ein für alle Dörfer typisches Bild.

 

Die verschiedenen 'Arbeitsgenossenschaften', in die die werktätige Bauernschaft gepresst wird, wurden von den Titoisten in eine zusätzliche, so genannte 'mobile' Ausbeutungsform der werktätigen Massen des Dorfes verwandelt. Die maßgebende Rolle spielt hier der, der einen großen Anteil an Boden, Zugkraft und Inventar eingebracht hat. Die Ernteerträge und Einnahmen werden in den 'Genossenchaften' entsprechend diesem Prinzip aufgeteilt. Da die Klein- und Mittelbauern naturgemäß nur geringe Anteile aufbringen konnten, entfallen auf sie dürftige Krumen, obwohl sie sich von früh bis spät mühen. Dagegen steckt der Kulak, auch ohne zu arbeiten, den Löwenanteil an Produkten und Geld ein. Um sich wenigstens die notdürftigste Nahrung zu erwerben, sind die armen Bauern gezwungen, den Kulaken Frondienste zu leisten.

 

Die Häuptlinge der faschistischen Tito-Rankovic-Bande suchen ihre Kulakenpolitik auf dem Lande 'theoretisch zu untermauern', wozu sie sich der alten, längst widerlegten 'Theorie' des Volksfeindes Bucharin vom so genannten 'friedlichen' Hineinwachsen des Kulaken in den Sozialismus bedienen. So behauptet zum Beispiel Bakaric, Titos Statthalter in Kroatien, dass sich die Kulaken in Jugoslawien von dem Drang nach Bereicherung völlig losgesagt hätten und sich freiwillig in die Kategorie der Werktätigen einreihen wollten. Tito erklärt, dass der Umfang des Grundbesitzes dieses oder jenes Bauern und seine Vermögensverhältnisse keine ausreichenden Merkmale für seine die Feststellung seiner Klassenzugehörigkeit sind. Das einzige Kriterium in dieser Frage ist für Tito die aktive Teilnahme am Aufbau des 'Sozialismus' auf dem Lande durch den Eintritt in die Pseudogenossenschaften.

 

Die Tatsache, dass sich die Tito-Rankovic-Clique auf den Kulaken stützt, was man durch Märchen vom friedlichen Hineinwachsen des Kulaken in den Sozialismus zu bemänteln sucht, hat bereits zur Festigung der kapitalistischen Kulakenelemente auf dem Lande sowie zur verstärkten Ausbeutung und Verelendung der werktätigen Bauernschaft geführt.

 

Jugoslawien ist heute in ein einziges Zwangslager verwandelt worden. Die Schergen Rankovics haben die von den türkischen Janitscharen, den österreichischen Statthaltern, den Dynastien Obrenovic und Karadjordjevic und den deutsch-italienischen Faschisten übernommenen Gefängnisse nicht nur ausgenutzt, sondern auch 'vervollkommnet'.

In allen Teilen des Landes werden immer neue Gefängnisse und Konzentrationslager als vordringliche Bauten errichtet.

 

Das alte Belgrader Gefängnis aus der Königszeit hat sich im Laufe eines Jahres über ein ganzes Stadtviertel mit einem Dutzend mehrstöckiger Kerker ausgedehnt. Hier schmachten Tausende von Patrioten. Aber dieses Gefängnis ist nicht das einzige in Belgrad. Weitere vier Gefängnisse und zwei Konzentrationslager sind dort errichtet worden. Auf der Insel Ada Zinganlia (Ada Kaleh) wurde ein Kerker wieder hergestellt, der noch aus der Zeit des Türkenjochs stammt. Nahe bei Zemun hat man ein mehrere Quadratkilometer großes Konzentrationslager eingerichtet.

 

Selbst die Bestialität der Hitlerbanditen reicht nicht an die Grausamkeit heran, mit der der Polizeiapparat Rankovics die Kämpfer für die Freiheit, die dem sozialistischen Lager und den Ideen des Internationalismus die Treue bewahrt haben, vernichtet. Die Schergen foltern ihre Opfer mit elektrischem Strom, schlagen sie mit Eisenruten, werfen sie in Zellen mit kaltem Wasser. Viele Patrioten, die in die Folterkammern der faschistischen Henker geraten, verschwinden spurlos.

 

Brutalter Terror und Repressalien werden auch in der jugoslawischen Armee angewandt, die der Tito-Klüngel in sein gehorsamer Werkzeug, in Kanonenfutter für die anglo-amerikanischen Kriegshetzer verwandeln will.

 

Ein aktiver Offizier berichtet in einem Brief aus Jugoslawien über folgende Tatsache:

 

Der Tito-Lakai, General V. Micunovic, bezeichnete in einer Versammlung der politischen Leitung alle jüngeren Offiziere der jugoslawischen Armee als Feinde Tito-Jugoslawiens. Er warf ihnen mangelnden Eifer vor, weil 90 % des Unteroffizierskorps auf ihre Demobilisierung bestünden. Gegen solche Menschen gehen die Schergen Rankovic erbarmungslos vor. Über zweitausend jüngere Offiziere darben heute in den Gefängnissen Rankovics.

 

'Unsere verhafteten Kameraden', wird in dem Brief berichtet, 'beweisen auf der Polizei und vor Gericht ihren Heldenmut. So sagte der Oberstleutnant Ivan Konte, der bestialisch gefoltert wurde, den Tito-Banditen offen ins Gesicht: 'Ihr könnt mich umbringen, aber uns alle könnt ihr nicht vernichten. Es wird der Tag kommen, da ihr für eure Verbrechen zur Rechenschaft gezogen werdet.'

 

Ein Major, Volksdeputierter aus Kosova und der Metohija, erklärte vor Gericht: 'Ja, ich bin mit der Resolution des Informbüros vom ersten bis zum letzten Wort einverstanden. Richtet mich, aber bald werdet ihr und eure Handlanger auf der Anklagebank sitzen und unser Volk wird euch richten.' '

 

Viele ehrliche Offiziere unter den Richtern des Kriegstribunals lehnen es ab, die Menschen, die der Sache der Arbeiterklasse treu geblieben sind, zu verurteilen. So weigerte sich der Generalmajor Mirko Krdjic, Präsident des Obersten Tribunals, über die Kommunisten zu Gericht zu sitzen. Bald danach wurde er aus dem Militärdienst entlassen, degradiert und daraufhin verhaftet.

 

Rankovic ernennt seine Agenten zu Richtern bei den Kriegsgerichten. Den Posten des obersten Kriegs-Staatsanwalts der jugoslawischen Armee bekleidet heute Oberst Ilja Kostic, ein bekannter Verräter und Henker. In dem bereits zitierten Brief heißt es weiter:

 

'Aber dieser ganze unerhörte Terror, den das Gesindel Rankovics in der Armee ausübt, wird die jugoslawischen Patrioten nicht beugen. Unsere illegalen Organisationen in der Armee werden immer stärker und kampferfahrener. Eine ständig zunehmende Zahl von Militärangehörigen geht auf die Seite des Volkes über. Sie erkennen, dass Tito, dieser anglo-amerikanische Spion, einen unerhörten Verrat an unserer Heimat begangen hat.'

 

Mit jedem Tag wird das Leben der Werktätigen im heutigen Jugoslawien schwerer. Ein Facharbeiter verdient durchschnittlich 3.000 bis 3.500 Dinar monatlich. Die Miete beträgt dagegen im Durchschnitt 600 bis 1.200 Dinar, die Stromrechnung 350 bis 400 Dinar und das Fahrgeld 300 bis 400 Dinar. Womit soll nun der Arbeiter auch nur jenes geringe Quantum an Lebensmitteln bezahlen, das er auf Karten zugeteilt erhält? Es ist daher nicht verwunderlich, wenn auf den Märkten in Belgrad und anderen jugoslawischen Städten Massen ausgemergelter Menschen ihre letzten Habseligkeiten zum Kauf anbieten.

 

Die Lebensmittelpreise auf den Märkten sind in den letzten zwei Jahren auf das Vier- bis Fünffache angestiegen. 1947 kostete ein Kilo Butter 120 Dinar; heute kostet es 800 bis 1.000 Dinar. Der Preis für ein Liter Pflanzenöl hat sich von 60 bis 80 Dinar auf 350 bis 400 Dinar, für ein Kilo Zucker von 80 auf 400 Dinar erhöht. Die Preise für Kartoffeln und andere Produkte sind um das vier- bis sechsfache angestiegen.

 

Jugoslawien verwandelt sich in ein Land der Slums und Elendsbehausungen. Sehen Sie sich zum Beispiel das Bergwerk 'Podvis' an. Sie werden ein Bild erblicken, das für alle jugoslawischen Bergwerkssiedlungen typisch ist: Es gibt keine Häuser für die Arbeiter; die Menschen hausen in engen und schmutzigen Baracken, schlafen auf Pritschen und haben keine Gelegenheit, sich nach der schweren, erschöpfenden Arbeit zu waschen.

 

Der Belgrader Korrespondent der rechtsgerichteten französischen Zeitung 'France Soir' schreibt über die Lage der Werktätigen Jugoslawiens: 'Das Leben in Jugoslawien ist überaus schwer und armselig. In den Geschäften gibt es fast keine Waren; auf dem schwarzen Markt sind die Preise hoch.'

 

Und der Korrespondent der englischen Zeitung 'Daily Telegraph and Morning Post' berichtet: 'Überall in den Straßen sieht man ein erdrückendes Bild der Armut. Vor den Geschäften stehen die Menschen stundenlang Schlange und können trotzdem nicht einmal eine geringe Menge Produkte erhalten. In den Städten herrscht ernster Lebensmittelmangel.'

 

'Belgrad heißt auf Serbisch Beograd; das bedeutet 'weiße Stadt' ', schreibt die fortschrittliche amerikanische Zeitschrift 'Republic'. 'Aber Belgrad ist nicht weiß, sondern grau und düster. Die Lebensmittel sind knapp und teuer. Die Massenbedarfsgüter reichen nicht aus. Die Schaufenster sind leer oder enthalten außerordentlich teure Sachen schlechter Qualität, die nur auf Karten zu haben sind. Die Tito-Regierung zwingt die Menschen gegen deren Willen zur Arbeit. Jedem, der die Zwangsarbeit, die 'freiwillige Arbeit' heißt, nicht leisten will, werden die Karten entzogen.'

 

Früher konnte man in Belgrad in das Restaurant 'Majestic' gehen oder in Zagreb ins 'Esplanade', um dort zu Abend zu essen, Musik zu hören und sich zu erholen. Heute ist das für die Werktätigen unerschwinglich. Doch die Lokale sind voll: Dort schwelgen die Amerikaner, Engländer und Tito-Agenten.

 

Die Meute der Businessmen, die aus Amerika und England nach Jugoslawien strömen, macht schmutzige Geschäfte auf Kosten der Werktätigen Jugoslawiens. Viele 'Spezialisten' (darunter auch in Westdeutschland angeheuerte SS-Leute) erhalten ihre Bezüge unmittelbar von der jugoslawischen Regierung. Ihr Verdienst übertrifft den der Ingenieure und Techniker um das Fünfzehn- bis Zwangzigfache. Sie haben die besten Hotels und Villen besetzt und erhalten gute Verpflegung zu ermäßigten Preisen.

 

Gleich ihren anglo-amerikanischen Herren führen auch die Belgrader 'Regenten' ein luxuriöses Leben. Tito, der Bandenhäuptling, hat die schönsten Paläste und Schlösser, die den dynastischen Gruppen im alten Jugoslawien gehörten, mit den dazugehörigen Ländereien und Forsten in seinen Besitz gebracht. Aber an den alten Schlössern hatte er noch nicht genug, und so ließ er sich neue Paläste in jeder so genannten Republik errichten.

 

Der Clown und Wichtigtuer Tito wechselt mehrere Male am Tage seine Uniform. Er behängt sich mit Orden. Er paradiert mit seinen weißen Lackstiefeln. Er glänzt von Kopf bis Fuß wie ein geputzter Weihnachtsbaum. Wenn Tito sich irgendwohin begibt, schickt man ihm seinen vergoldeten Lieblingssessel hinterher.

 

In mannigfaltigen Posen, in verschiedenen Uniformen, mit zahlreichen funkelnden Ringen an den Fingern lässt sich Tito für geschmacklose Wochenschauen aufnehmen. Seine Fotos prangen in den Schaufenstern neben den Bildern halbentblößter, mit Tand behängter amerikanischer Filmstars. Tito und seine Komplicen wenden beträchtliche Summen aus dem Volksvermögen für den Ankauf von Schmuck auf. In Belgrad wissen es viele, dass beispielsweise

die bekannte Spionin Mitra Mitrovic Djilas, die früher als Gestapoagentin tätig war und heute Minsterin für Bildungswesen ist, für nur einen Ring 750.000 Dinar bezahlt hat. Mitra Djilas, die Frau des Goebbels von Belgrad, ist keine Ausnahme unter den Frauen und Geliebten der Tito-Satrapen. Tito und seine Bande wissen, dass der Boden unter ihren Füßen immer heißer wird. Um ihre Zukunft besorgt, decken sie sich für alle Fälle mit Gold, Juwelen und Auslandsvaluta ein. Die amerikanischen und Schweizer Banken, die die Reste der zusammengeraubten Reichtümer des ehemaligen Königs Peter von Jugoslawien, des Exkönigs Michael von Rumänien und so vieler anderer so genannter 'Ehemaliger' in Verwahrung nahmen, nehmen heute die Einlagen der Titoclique entgegen.

 

Die jugoslawischen Regenten fürchten den Zorn des Volkes und geben Riesensummen für die Unterhaltung der Meute der tollwütigen Spürhunde Rankovics, der Hauptstütze des im Lande errichteten faschistischen Regimes, aus.

Tito ermöglicht seinen Knechten, den Mördern jugoslawischen Patrioten, ein herrliches Leben. Indessen werden den Werktätigen sogar die spärlichen Rationen, die ihnen auf Karten zustehen, nicht ausgegeben. Ein jugoslawischer Arbeiter mit einem Monatslohn von 3.000 Dinar ist gezwungen, alles auf dem Markt zu kaufen, wo die Preise von den Kulaken diktiert werden. Dagegen erhält jeder Tito-Gendarm, der in der Regel mindestens 6.000 Dinar verdient, die Lebensmittel und Waren zu so genannten festen Sätzen, d. h. faktisch zum halben Preis.

 

Die Häuptlinge der Belgrader faschistischen Clique sorgen nicht umsonst so eifrig für ihre Leibwächter und die Henker. Die Belgrader 'Kalifen für eine Stunde' haben Todesangst vor dem Volk. Allein für die Bewachung der Schlösser, Paläste und Güter Titos werden Millionen Dinar verwandt. Tito hat in Amerika ein besonderes Panzerauto bestellt und kurz darauf drei weitere, damit man nicht feststellen kann, in welchem Wagen er sich befindet. Wenn Tito durch die Straßen von Belgrad fährt, säumen militärische Einheiten und Polizeitruppen die ganze Strecke. Titos Panzerauto wird von sechs Wagen mit bewaffneten Schutzmannschaften eskortiert.

 

Die Entlarvung des Verrats der Titoclique ist von größter Bedeutung für die internationale revolutionäre Bewegung.

 

Die Entlarvung der verbrecherischen Faschistenbande Titos steigerte die Wachsamkeit der kommunistischen und Arbeiterparteien gegenüber den Machenschaften der imperialistischen Reaktion und ihrer Agenturen.

 

Die Gerichtsverfahren gegen Koci Xoxe in Albanien, Laszlo Rajk in Ungarn, Traitscho Kostoff in Bulgarien und andere Prozesse haben ein übriges Mal erwiesen, welch große Rolle der Titoclique in den Plänen des anglo-amerikanischen Faschismus zukommt, wie wachsam die Anhänger des Friedens und der Demokratie sein müssen.

 

'Die Entlarvung des schändlichen Verrats der Titoclique in Jugoslawien hat große positive Bedeutung. Jetzt kann sich diese verbrecherische Faschistenbande im eigenen Lande nicht mehr hinter der Maske des Kommunismus verbergen und in den anderen Ländern nicht mehr die Reihen der ehrlichen Demokraten und Sozialisten zersetzen.

Die Völker Jugoslawiens werden natürlich aus der dort geschaffenen Lage ihre Schlüsse ziehen', sagte Molotow in seiner Rede in der Wählerversammlung des Molotow-Wahlkreises der Stadt Moskau am 10. März 1950.

 

Der faschistische Terror und die Repressalien der Tito-Rankovic-Clique, die die Macht im Lande widerrechtlich an sich gerissen hat, haben den freiheitlichen Geist der jugoslawischen Völker nicht brechen können. Die demokratischen Kräfte, die einen heroischen Kampf gegen das von den Belgrader Söldlingen der imperialistischen Reaktion errichtete blutige faschistische Regime führen, werden immer größer und stärker. An der Spitze der demokratischen Kräfte stehen die Kommunisten, die den Grundsätzen des Internationalismus treu sind.

 

Das Netz illegaler Parteiorganisationen und Gruppen in den Fabriken und Werken, Gruben und Minen, an den Universitäten, in den Dörfern und in der Armee wächst ständig. Aus der Illegalität leiten die jugoslawischen Kommunisten den zunehmenden Widerstand der jugoslawischen Völker gegen die faschistische Tito-Rankovic-Clique und führen eine beharrliche Aufklärungsarbeit unter der Bevölkerung durch.

 

Die von den Kommunisten geführten jungen Patrioten geben Agitationsschriften heraus, in denen das Volk zum Kampf gegen die Titoisten aufgerufen wird. Weder Verhaftungen noch Hinrichtungen vermögen den Willen der jugoslawischen Patrioten, die für die Freiheit und Unabhängigkeit ihres Landes kämpfen, zu brechen. An den Häusermauern in Städten und Dörfern, an Straßenbahnen und in den Zügen, selbst an den Mauern der Gefängnisse sieht man immer häufiger die Losungen: 'Nieder mit dem blutigen Regime Titos und Rankovics!', 'Es lebe die ewige und unverbrüchliche Freundschaft der Völker der Sowjetunion und der Völker Jugoslawiens!', 'Es lebe unser geliebter Führer und Lehrer Stalin!'

 

Viele Kommunisten und Patrioten sind in die Wälder und Berge gegangen. Sie stellen Partisanengruppen zum Kampf gegen die Tito-Bande auf. Zahlreiche Patrioten waren gezwungen, das Land zu verlassen, um außerhalb seiner Grenzen den Kampf gegen die Verräter der Heimat zu führen. Die jugoslawischen Kommunisten geben eigene Zeitungen heraus, und zwar in der Sowjetunion: 'Für ein sozialistisches Jugoslawien', in Bulgarien: 'Vorwärts', in Rumänien: 'Unter dem Banner des Internationalismus', in der Tschechoslowakei: 'Neuer Kampf', in Polen: das Bulletin 'Für den Sieg'.

 

Durch diese Zeitungen sprechen die außerhalb ihres Landes lebenden jugoslawischen Kommunisten zu den breiten Massen der Völker Jugoslawiens, durch diese Zeitungen führen die emigrierten Kommunisten den Kampf gegen die faschistische Tito-Rankovic-Bande.

 

Die Kommunisten notieren und vervielfältigen die Meldungen des Moskauer Rundfunks und der Rundfunkstationen der volksdemokratischen Länder. Die Arbeit der Kommunisten in den breiten Massen der Werktätigen trägt bereits ihre Früchte. Das jugoslawische Volk erkennt, dass die Belgrader Söldlinge des Imperialismus den anglo-amerikanischen Aggressoren die Freiheit und Unabhängigkeit ihrer Heimat verkauft haben und das Land ausplündern. Überall wächste der Widerstand der Werktätigen gegen das Tito-Regime. Die Weigerung der Arbeiter, Zwangsarbeit zu leisten, ist zu einer Massenerscheinung geworden. Das musste selbst Tito, der Häuptling der faschistischen Bande, zugeben, der in seiner 'Wahl'rede in Ujiza erklärte, dass 400.000 von 2 200.000 Werktätigen regelmäßig der Arbeit fernbleiben.

 

In den zehn Monaten des vorigen Jahres war es den Titoisten gelungen, 628.074 Menschen zur Arbeit in Bergwerken, Gruben und der Holzaufbereitung Serbiens zu pressen. Aber trotz aller Vorsichtsmaßnahmen sind 430.050 Personen dieser Zwangsarbeit entflohen. Wem aber die Flucht noch nicht geglückt ist, der erscheint nicht zur Arbeit. In der Industrie Serbiens beträgt, selbst nach amtlichen Angaben, die Arbeitsversäumnis aus nicht triftigen Gründen 20 bis 38 Prozent. Eine in Montenegro erscheinende faschistische Zeitung schreibt in ihrer Nummer vom 23. März 1950: 'Die Abwanderung der Arbeitskraft ist das brennendste Problem und das schwerste Hindernis.'

 

Die werktätige Bauernschaft Jugoslawiens verweigert die Abgabe von Produkten. Ein in Bosnien erscheinendes faschistisches Blatt gab am 29. Januar 1950 zu, dass die Beschaffung landwirtschaftlicher Erzeugnisse sabotiert wurde. Im Kreis Odjan wurde der Maisbeschaffungsplan nur mit 25,5 % erfüllt, während im Kreis Tuelin 2.000 Bauernwirtschaften auch nicht ein Kilo Mais ablieferten. Ebenso beharrlich widersetzen sich die Bauern der Eintreibung von Getreide.

 

Als Antwort auf die ihre Kraft übersteigenden Umlagen weigern sich die Bauern, die Felder zu bestellen. Im Herbst vorigen Jahres besäten die Bauern von Wojwodina, der Kornkammer Jugoslawiens, nur 70 Prozent der in Titos Plänen vorgeschriebenen Fläche. Im Kreis Alibunar wurde der Aussaatplan nur mit 62,3 Prozent, Srembka Mitroviza mit 54 und in Jaschatolinc mit 28 Prozent erfüllt.

 

Eine andere faschistische Zeitung berichtete am 5. April 1950, dass 'der Frühjahrsbestellungsplan im ganzen Land bisher nur mit 25 Prozent und der Aussaatplan mit 11 Prozent erfüllt sind. In Montenegro wurden insgesamt 2 Prozent der Saatflächen bestellt.'

 

Die jugoslawische Landwirtschaft verfällt. Die Saatfläche bleibt wesentlich hinter dem Vorkriegsstand zurück. Schon im Vergleich zu 1948 verringerte sich 1949 die Saatfläche um eine halbe Million Hektar.

 

Nein, die Werktätigen Jugoslawiens werden nicht gehorsam Sklaven der anglo-amerikanischen Kolonisatoren sein. 'Kein Gramm Rohstoffe, kein Gramm Getreide für die Kriegshetzer und ihre Belgrader Lakaien!' Diese Kampflosung erschallt immer lauter in den Städten und Dörfern Jugoslawiens.

 

Der Kampf der jugoslawischen Völker gegen die Belgrader Söldlinge der imperialistischen Reaktion ist der Kampf für den Frieden, die Freiheit und Unabhängigkeit des Landes. Diesem Kampf, der immer heftiger entbrennt, schließen sich immer weitere Schichten der Bevölkerung an.

 

Gruß den Völkern Jugoslawiens, die gegen das faschistische Regime der Tito-Clique, gegen die Lakaien des Imperialismus kämpfen!"

 


 

 

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