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Die Bedeutung der Revolution in Marokko für die sozialistische Weltrevolution

 05. 08. 2017


Liebe marokkanischen Genossinnen und Genossen !


Ihr habt uns gebeten, dass wir unsere Solidarität mit eurem gegenwärtigen Kampf zum Ausdruck bringen. Eurer Bitte möchten wir an dieser Stelle gerne Folge leisten.

 

Zuerst möchten wir euch gratulieren zu euren großen Siegen im Kampf zur Befreiung politischer Gefangener. Eure Kampagnen sind längst zu großen Massenbewegungen geworden. Die Konterrevolution wird überrollt durch die anwachsenden Wellen eures Widerstandes und erleidet eine Niederlage nach der anderen. Der Hass gegen das korrupte Regime in Marokko wächst mit jedem Tag und mit jeder Nacht. Eure Massenbewegung für die politischen Gefangenen hat große politische Bedeutung für die erfolgreiche Fortsetzung der Bewegung des 20. Februar und das ist vorbildlich - insbesondere für die ganze arabische Welt und im Weltmaßstab ganz allgemein.

Was wir hier über den revolutionären Prozess in Marokko schreiben, das gilt auch im Allgemeinen für die ganze arabische Welt, wobei wir die revolutionäre Entwicklung in Marokko als die am weitesten fortgeschrittene Entwicklung in der arabischen Welt einschätzen. Die Stalinisten-Hoxhaisten in Marokko übernehmen damit eine historische Vorreiterrolle neben Tunesien, wo der "Arabische Frühling" begann. Die marokkanischen Genossinnen und Genossen haben daher nicht nur eine große Verantwortung für die Revolution in ihrem eigenen Land, sondern leisten auch ihren solidarischen Beitrag für die Revolution aller anderen arabischen Völker.



Es lebe die RIF-REVOLUTION !

 

Mit der Oktoberrevolution 1917 erfolgte ein dramatischer Aufschwung der antikolonialen Bewegungen in Asien, Afrika und Amerika. Der Befreiungskampf der Kolonialvölker wurde mit dem Jahr 1917 zum unzertrennlichen Bestandteil der beginnenden sozialistischen Weltrevolution. Dazu gehörte auch der Befreiungskrieg der Rifkabylen in Marokko gegen Spanien und Frankreich 1920-1927. Der objektiv existierende Widerspruch zwischen der Kolonialpolitik des Weltimperialismus und dem anti-imperialistischen Kampf in Marokko ist bis heute nicht beseitigt worden. Das genaue Gegenteil beweist die gegenwärtige Protestbewegung in der Rif-Region.

In den frühen 1920er Jahren, während der Protektoratszeit, als das Land zwischen französischer und spanischer Kontrolle aufgeteilt wurde, erklärte die Rif-Region ihre Unabhängigkeit von Marokko und gründete die "Rif-Republik". In Marokko konnten die Imperialisten die Aufstände nur durch einen lang andauernden Krieg niederringen. Nach Jahren des Krieges zwischen Rif-Bewohnern und spanischen Kolonialistenen (unterstützt von den Franzosen) wurde die Republik besiegt und wieder unter Kontrolle der Monarchie gebracht. Was die französischen Imperialisten heute betrifft, so setzte Macron auf seiner kürzlichen Reise nach Marokko den marrokanischen König unter Druck, den wachsenden Protest, insbesondere in der RIF-Region besser unter Kontrolle zu kriegen, denn für das Krisen geschüttelte Europa der Imperialisten bedeuten Aufstände vor ihrer Haustür, insbesondere an der afrikanischen Mittelmeerküste, eine akute Bedrohung. Frankreich hat seine Niederlagen in den anti-kolonialistischen Befreiungskämpfen der Marokkaner bis heute nicht vergessen und sollte sie auch nicht vergessen ! Marokko ist Europas bezahlter Kettenhund vor der Küste Spaniens, dem man die Zähne ausschlagen muss.

Die Beziehung der Rif-Bewohner zur marokkanischen Zentralregierung ist auch nachdem Marokko 1956 die Unabhängigkeit erklärt hatte, und vor allem nach der blutigen Niederschlagung der Rif-Aufstände in den Jahren 1958 und 1959, extrem belastet. Mit einem monarchistischen Dekret von 1958 war die El-Hoceima-Provinz (Teil des Rif) zur Militärzone erklärt worden. 1969 bombardierten französische Piloten die Rif-Bevölkerung. Und auch beim Aufstand von 1984 gab es Hunderte von Toten.
Diese historischen Ereignisse wiegen schwer in der Erinnerung aller Rif-Bewohner, die Jahrzehnte lang unter doppelter Ausbeutung und Unterdrückung zu leiden hatten. Die jüngsten Protestbewegungen haben nun die alten Wunden der Rif-Region wieder aufplatzen lassen.

Der Widerstandskampf der Berberstämme gegen ausländische Eroberer geht zurück auf weit über 1000 Jahre. Die Rif Berber verfügen also weltweit über eine der längsten Traditionen im anti-kolonialistischen Kampf. Dieser Kampf wurde auch von der Komintern unterstützt. Mit dem „Ersten Kongress gegen Koloniale Unterdrückung und Imperialismus“, am 10. Februar 1927 - also vor 90 Jahren - wurde die "Liga gegen den Imperialismus" gegründet, an dem viele afrikanische Delegationen teilnahmen, u.a. auch aus Marokko. Heute setzt die Gruppe "Matin Rouge" aus Brüssel, die von der Komintern (SH) unterstützt wird, den Kampf für die revolutionäre Befreiung des marokkanischen Volkes ehrenvoll fort. Die in Brüssel gegründete Liga gegen den Imperialismus wurde zehn Jahre später, im Jahre 1937, wieder aufgelöst. In Fortsetzung des Kampfes der Komintern Lenins und Stalins solidarisiert sich die Komintern (SH) aktuell mit den neu entflammten Freiheitskämpfen der RIF-Region im Dienste der proletarischen Weltrevolution. In der Fortsetzung der 20. Februar-Bewegung, an der die Rif-Region maßgeblich beteiligt war, erreicht die Massenprotestbewegung in Marokko seit fast einem Jahr wieder einen neuen Höhepunkt. Vor allem möchten wir unsere Solidarität des proletarischen Internationalismus zum Ausdruck bringen mit den gegenwärtigen Protesten, die im vergangenen Jahr am 28. Oktober in Al-Hoceima begannen und die sich über das ganze Land ausgebreitet haben. Genau 7 Monate später, am 28 June 2017, versuchte die Konterrevolution eine Demonstration in Al-Hoceima brutal niederzuschlagen. Die Stadt wurde zu diesem Zweck von den „Sicherheitskräften“ hermetisch abgeriegelt und ein Medienverbot verhängt. Öffentliche Plätze wurden von der Polizei gesperrt, aber die Demonstranten entwickelten dagegen eine wirkungsvolle neue Kampftaktik. Per Handy vereinbarten sie, sich überraschend an einem bestimmten Ort zu versammeln, um sich dann erneut an anderer Stelle zu treffen. So hatten sie die Polizeisperren unbrauchbar gemacht. Auf diese Weise bringt die marokkanische Revolution immer neue Kampfformen hervor, gegen die die Konterrevolution machtlos ist. Die Macht der herrschenden Klasse in Marokko ist an ihrem schwächsten Kettenglied gefährdet, und das zeigt die Niederlage des Polizeieinsatzes gegen die protestierende Rif-Region an der Mittelmeerküste. Die Proteste in der Rif-Region sind zu den mächtigsten Protesten geworden seit dem Beginn des „Arabischen Frühlings“ in Marokko zu Beginn des Jahres 2011. Sie sind ein Zeichen dafür, dass die Revolution in Marokko lebt und wieder mächtig anschwillt. Die Protestbewegungen in der Rif-Region sind Fanal und Ansporn für die Fortsetzung der Revolution in der gesamten arabischen Welt.

 

ES LEBE DER BEFREIUNGSKAMPF DER VOLKSMASSEN DES RIF!
MILITÄR UND BÜRGERKRIEGSTRUPPEN – RAUS AUS DER RIFREGION!
SOFORTIGE UND BEDINGUNGSLOSE FREILASSUNG ALLER POLITISCHEN GEFANGENEN DES RIF!
NIEDER MIT DER MAROKKANISCHEN DIKTATUR DER BOURGEOISIE!
NIEDER MIT DEM IMPERIALISMUS!

NIEDER MIT DEN DIKTATUREN IN ALLEN ARABISCHEN STAATEN! NIEDER MIT DEM ZIONISMUS!

ES LEBE DIE SOZIALISTISCHE REVOLUTION IN MAROKKO UND ÜBERALL AUF DER WELT !

 


Es lebe die gemeinsame Kampffront der marrokanischen und europäischen Arbeiterklasse gegen den europäischen Imperialismus!


Geographisch ist der afrikanische Kontinent durch die Straße von Gibraltar vom europäischen Kontinent getrennt. Das war ursprünglich nicht so – Europa und Afrika waren geographisch einmal ein einziger Kontinent.

Marokko markiert die historische Trennungslinie zwischen den kolonialistischen Völkern Europas und den Kolonialvölkern Afrikas. Diese Trennung ist nicht auf natürliche Weise entstanden, sondern Ausdruck des spalterischen Systems des Weltimperialismus. Und dieses System ist dem Untergang geweiht. Seine Totengräber sind insgesamt das Weltproletariat und insbesondere das marokkanische Proletariat. Eines Tages werden alle Schutzwälle der Imperialisten der Vergangenheit angehören, genauso wie in Marokko der römische Limes-Grenzwall der Vergangenheit angehört. Marokkos Zukunft besteht darin, als Bindeglied zwischen der Revolution in Europa und der Revolution in Afrika eine welthistorisch wichtige Rolle spielen.

Die Globalisierung führte dazu, dass die alte Trennung zwischen Zentren und Hinterland des Weltimperialismus in große Bewegung geraten ist, dass der Kapitalismus sein Hinterland bereits in kapitalistische Länder verwandelt hat, dass der Widerspruch zwischen Zentrum und Hinterland seiner revolutionären Lösung immer näher entgegen geht. Marokkos Rolle in der Weltrevolution besteht also darin, dass es durch seine Lage entscheidend dazu beitragen kann, diese alte Trennungslinie zwischen Zentrum und Peripherie des Weltimperialismus zu zerschlagen. Marokko beschreitet den Weg der Oktoberrevolution, indem es sich in einen Schnittpunkt verwandelt, von wo aus der Weltimperialismus sowohl an der Peripherie als auch in seinem Zentrum erschüttert werden kann. Die Abschaffung des Widerspruchs zwischen seinen Zentren und seinem Hinterland, das ist der weltrevolutionäre Weg zur Beseitigung des Weltimperialismus.

Die europäischen Imperialisten profitieren von der Trennung und errichten auf marokkanischem Boden einen Grenzwall, um ihren Reichtum zu schützen, der insbesondere auf Ausbeutung und Unterdrückung der afrikanischen Völker basiert. Für die internationale Konterrevolution ist Marokko ein Schutzwall. Dagegen ist Marokko für das Weltproletariat eine Brücke zur Weltrevolution. Das strategische Ziel des Weltproletariats ist es, eine revolutionäre Brücke der Proletarier aller Länder zu bauen, um den Widerspruch zwischen Lohnarbeit und Kapital im Weltmaßstab zu lösen.

Es ist daher die gemeinsame Aufgabe der europäischen und afrikanischen Arbeiterklasse, den imperialistischen Schutzwall zwischen beiden Kontinenten zu durchbrechen und auf seinen Ruinen den Sozialismus in Afrika und Europa gemeinsam aufzubauen. Marokko ist das Tor zur Vereinigung der Arbeiterklasse Europas und Afrikas als eine strategisch wichtige Voraussetzung für den Sieg der sozialistischen Weltrevolution. Die marokkanischen Schittstelle zwischen den armen Ländern Afrikas und den reichen Ländern Europas muss in eine revolutionäre Brücke zur Überwindung des internationalen Widerspruchs zwischen Reichtum und Armut verwandelt werden. Der Kampf muss konkret geführt werden. So zum Beispiel gegen FRONTEX. Wir wollen kein europäisches Migrantengefängnis in Marokko.

Die Lösung der Frage der afrikanischen Migranten spielt eine wichtige Rolle, denn Marokko ist für die Migranten das Tor nach Europa.

In Europa arbeitet ein 2, 5 Millionen starkes marokkanisches Arbeiterheer und bildet somit eine beachtliche Abteilung des gesamten Proletariats in Europa. Das Migrantenproletariat ist ein ständig anwachsendes Kettenglied zwischen den armen und reichen Ländern im Kampf gegen den Weltimperialismus. An der Grenze zwischen der afrikanischen und europäischen Welt kann die marokkanische Konterrevolution nicht anders aufmarschieren, als gleichzeitig die Revolution in Marsch zu setzen, mit der der Weg zur Abschaffung der Grenzen zwischen Reichtum und Armut beschritten wird.

Als Transitland und Europas Abschiebeland wird sich die marokkanische Arbeiterklasse über ihre eigene Lage im Weltmaßstab immer mehr bewusst, nämlich, dass die Migranten ein bedeutsamer Hebel für die Befreiung der marokkanischen Arbeiterklasse sind. Der Weg zur Befreiung der marokkanischen Arbeiterklasse führt unvermeidlich über den Weg der Solidarität nicht nur mit der Arbeiterklasse in der arabischen Welt, sondern zunehmend auch über den Weg der Solidarität mit den afrikanischen Migranten und damit bis hinein in die gesamte afrikanische Arbeiterklasse. Alle Migranten in Afrika teilen das gleiche Schicksal und bedürfen der gegenseitigen Solidarität. Wir sind gegen die Zusammenarbeit Marokkos mit Frontex. Es ist notwendig, dass sich die Arbeiterklasse in Marokko der internationalen Widerstandsbewegung gegen Frontex anschließt und unterstützt. Jede Schwächung des imperialistischen Europas dient letztlich auch der Befreiung der marokkanischen Arbeiterklasse. Gemeinsamer Kampf gegen Fluchtursachen heißt nichts Anderes als gemeinsamer revolutionärer Kampf gegen den Weltimperialismus.

 

 

Es lebe der proletarische Internationalismus !

 

Für die marokkanische Arbeiterklasse ist die Frage der ideologischen Überwindung des religiösen Einflusses, des nationalistischen Einflusses der marokkanischen Bourgeoisie, die Frage der ideologischen Überwindung des imperialistischen Einflusses Europas und des kosmopolitischen Einflusses der Weltbourgeoisie von ausschlaggebender Bedeutung für die Bewusstwerdung über die eigene Rolle im Kampf für den proletarischen Internationalismus.

Marokko ist nicht nur ein Wegbereiter der Vereinigung der arabischen Welt gegen den Weltimperialismus, wobei der Zusammenschluss mit dem Nachbarland Tunesien eine wichtige Rolle spielt, sondern gleichzeitig auch Schmelzpunkt der Vereinigung der afrikanischen Arbeiterklasse im Kampf gegen den Weltimperialismus und insbesondere des europäischen Imperialismus. Der proletarische Internationalismus der marokkanischen Arbeiterklasse besteht im Wesentlichen in der Vereinigung der Solidarität zwischen der arabischen und afrikanischen Arbeiterklasse. Das ist der wichtigste Beitrag, den die marokkanische Arbeiterklasse für die sozialistische Weltrevolution leisten kann und worauf sie sich sorgfältig vorbereiten muss. Die Aufgabe des Weltproletariats und vor Allem des europäischen Proletariats ist es, sich mit der marokkanische Arbeiterklasse zu verbinden und sie solidarisch bei der Erfüllung ihrer internationalistischen Aufgabe zu unterstützen.

Auch in Marokko gibt es nur einen wirklichen Internationalismus: die hingebungsvolle Arbeit an der Entwicklung der weltrevolutionären Bewegung und des weltrevolutionären Kampfes des Weltproletariats, die Unterstützung (durch Propaganda, durch moralische und materielle Hilfe) eben eines solchen Kampfes, eben einer solchen Linie und nur einer solchen allein durch die Proletarier in ausnahmslos allen Ländern.

 


Baut die marokkanische Sektion der Komintern (SH) auf !


Marokko ist ein kapitalistisches Land mit dem Hauptwiderspruch zwischen Kapital und Arbeit.

Marokko wird von Klassen der Ausbeutung und Unterdrückung beherrscht, von Lakaien der Mächte des weltimperialistischen Systems. Seit Jahrhunderten wird Marokko vorwiegend von Europa und dann auch von Nordamerika ausgebeutet. Heute nimmt außerdem die Ausbeutung durch die chinesischen Imperialisten rasant zu und damit auch der Kampf der marokkanischen Arbeiterklasse gegen den chinesischen Imperialismus. Marokko ist der äußerste westliche Vorposten des östlichen Imperialismus und der östlichen Revolution.

Der marokkanischen Arbeiterklasse muss bewusst sein, das das marokkanische Volk nicht frei sein kann, solange es das Volk der Sahrawi unterdrückt und den Volksstamm der Berber im eigenen Land diskriminiert. Die marokkanische Regierung missbraucht die Migranten als Druckmittel und Tauschobjekt für die internationale Anerkennung von Westsahara als „marokkanisches Hoheitsgebiet“. Der marokkanische Annexionismus gehört ins Museum der Geschichte.

Die Volksmassen in Marokko kämpfen nicht nur gegen die Bourgeoisie und die Überreste der feudalen Klasse im eigenen Land, sondern auch gegen die weltimperialistische Sklaverei. Somit sind die Massenproteste in Marokko Ausdruck der voranschreitenden sozialistischen Weltrevolution. Die Komintern (SH) ist das einzig zuverlässige Bollwerk der marokkanischen Arbeiterklasse in ihrem Kampf zur Befreiung von kapitalistischer Tyrannei und imperialistischem Joch - unterstützt von den marokkanischen Genossen von „Matin Rouge“. Es ist die Aufgabe der Stalinisten-Hoxhaisten in Marokko, die marokkanische Sektion der Komintern (SH) zu gründen und aufzubauen.


 

Vom "Arabischen Frühling" zum Sozialismus der arabischen Welt !


Der Kampf des marokkanischen Volkes ist eine wichtige Triebfeder des „Arabischen Frühlings“. Solange aber die Macht in den Händen der Bourgeoisie bleibt, wird jede demokratisch-revolutionäre Bewegung unterdrückt und liquidiert. Deswegen muss die bürgerlich-demokratische Revolution in den arabischen Ländern von den Kommunisten fortgesetzt und umgewandelt werden in die proletarische sozialistische Revolution. In wie weit die bürgerlich-demokratische Revolution tatsächlich in der Lage sein wird, alle ihre grundlegenden Aufgaben zu erfüllen, und in wie weit diese Aufgaben dann durch die sozialistische Revolution vollendet werden, das wird vom Verlauf der revolutionären Massenbewegung der Arbeiter, Bauern und Jugend abhängen, von ihren Erfolgen oder Niederlagen im Kampf gegen die ausländischen Imperialisten und gegen die Klassenfeinde im eigenen Land. Das Wesen der bürgerlich-demokratischen Revolution in Marokko besteht darin, sie mit dem anti-imperialistischen Kampf zu verknüpfen. Der Übergang der bürgerlich-demokratischen Revolution in die sozialistische Revolution ist ein internationalistisch-proletarischer Prozess – und kein nationalistisch-reformistischer Prozess. Das geringste Anzeichen des Einflusses des bürgerlichen und kleinbürgerlichen Nationalismus innerhalb der Arbeiterbewegung ist schon im Keim zu ersticken. Je weniger gründlich und nachhaltig die bürgerlich-demokratischen Revolution in Marokko gegen den inneren bürgerlichen Nationalismus und äußeren Imperialismus gerichtet wird, und je weniger sich die Lage der Massen verbessert haben wird, desto langwieriger und schwieriger wird dieser revolutionäre Prozess des Übergangs der Revolution sein. Es ist vollkommen klar, dass der „Arabische Frühling“ durch illusionären Reformismus unweigerlich in einer Niederlage enden muss. Überall dort, wo das marokkanischen Volk seinen Kampf gegen die Konterrevolution richtet, steht der Sozialdemokratismus mit all seinen Lügenmärchen in Wirklichkeit immer auf der Seite der imperialistischen Henker der Revolution.

Je mehr Einfluss der revolutionären Kräfte auf die marrokanischen Massen gewinnen, desto mehr werden sich die Opportunisten offen auf die Seite der Konterrevolution stellen. Deswegen müssen die Stalinisten-Hoxhaisten in Marokko von Anfang an einen unerbittlichen Kampf gegen alle reformistischen und revisionistischen Strömungen führen, wobei die neo-revisionistische Strömung die gefährlichste ist. Nur unter der Führung der Stalinisten-Hoxhaisten kann dieser Kampf gegen den Opportunismus gewonnen werden. Es ist absolut notwendig, dass sich unsere marokkanischen Genossinnen und Genossen von vornherein - sowohl politisch als auch organisatorisch - von allen kleinbürgerlichen Gruppen und Parteien in Marokko abgrenzen.

Die sozialistische Revolution in Marokko siegt nicht unter Führung des Kleinbürgertums, sondern durch das Proletariat im Bündnis mit der armen Bauernschaft, die fast die Hälfte der marokkanischen Werktätigen ausmacht.

Jede zentristische Haltung gegenüber den Opportunisten nützt nur der Konterrevolution und schwächt die revolutionäre Bewegung in Marokko. Der historische Prozess des „Arabischen Frühlings“ kann ohne Überleitung in die proletarische sozialistische Revolution nicht vollendet werden. Die objektiven Voraussetzungen für den Aufbau des Sozialismus in Marokko sind längst herangereift.

Das Vermächtnis der Märtyrer der arabischen Revolution kann nicht anders erfüllt werden als durch den revolutionären Sturz des kapitalistischen Systems der Ausbeuter und Unterdrücker und durch den Aufbau des Sozialismus in Marokko – unter Anwendung der Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus durch die marokkanische Sektion der Komintern (SH).



Der Weg der marokkanischen Revolution führt über die sozialistische Weltrevolution zum Kommunismus !



Das höchste Ziel des Kampfes in Marokko muss der Kampf für den Weltsozialismus und Weltkommunismus sein. Der Klassenkampf in Marokko ist Teil des internationalen Klassenkampfes zur Befreiung des Weltproletariats vom Joch des Weltimperialismus. Alle grundlegenden Fragen der revolutionären Bewegung in Marokko sind weitestgehend mit dem großen epochalen Kampf gegen den Weltkapitalismus und für den Weltsozialismus verknüpft. Die Bourgeoisie Marokkos dient in erster Linie der Aufrechterhaltung des Systems des Weltimperialismus. Die Aufgabe der Arbeiterklasse Marokkos ist es folglich, die Bourgeoisie im eigenen Land zu besiegen, um den Weltimperialismus zu schwächen und die Weltrevolution zu stärken. Die Konterrevolution in Marokko ist der Henker des Weltimperialismus. Diese internationale Rolle der marokkanischen Konterrevolution muss allen anti-imperialistischen Kräften in Marokko bewusst sein, wenn sie am 13. August den Märtyrern gedenken. Das Blut des marokkanischen Volkes wird vergossen, um von den Weltimperialisten ausgesaugt zu werden. Das Wesen der weltimperialistischen Versklavung Marokkos besteht darin, dieses Land zu zwingen, die Interessen des eigenen Volkes den Interessen des Weltkapitals zu opfern. Das Herrschaftssystem in Marokko handelt im Interesse und direkten Auftrag der Weltimperialisten, indem es die Proteste des marokkanischen Volkes niederschlägt. Reformen werden in Marokko nur soweit erlaubt, wie sie nicht den Interessen des Weltkapitals widersprechen.

Noch nie in der Geschichte Marokkos war seine Abhängigkeit vom Weltkapital größer als heute. Noch nie haben sich die Widersprüche zwischen Kapital und Arbeit dort so scharf zugespitzt wir heute. Dieser Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit ist der Hauptwiderspruch im heutigen Marokko. Und dieser Widerspruch kann nicht durch kapitalistische Reformen, sondern nur durch die sozialistische Revolution gelöst werden. Reform oder Revolution ? Das ist die entscheidende Frage, die das marokkanische Volk mit der revolutionären Bewegung des 20. Februar 2011 richtig zu beantworten begonnen hat. Und diese Bewegung ist unbesiegbar, wenn sie konsequent bis zur Errichtung der Diktatur des Proletariats fortgesetzt wird. Demokratie für die Volksmassen in Marokko kann es niemals unter der Herrschaft der Bourgeoisie geben, sondern nur unter der Herrschaft der Arbeiterklasse. Noch ist die Revolution zu schwach und die Konterrevolution zu stark für die Schaffung eines sozialistischen Marokkos. Aber unter dem Druck der heutigen Befreiungsbewegung könnte sich die Konterrevolution in Marokko ohne Unterstützung der Weltimperialisten nicht einen Tag länger halten. Eben deswegen muss sich der Protest nicht nur gegen die Konterrevolution im eigenen Land richten, sondern gegen ihre Verbindung zur internationalen Konterrevolution.

Vom Imperialismus kann man sich nur durch die gewaltsame anti-imperialistische Revolution befreien. Eben deswegen ist die internationale proletarische Unterstützung der Protestbewegung in Marokko so wichtig.

Eben deswegen unterstützt die Komintern (SH) diese Protestbewegung in Marokko.

Eben deswegen solidarisieren wir uns mit den politischen Gefangenen und dem Jahrestag der Märtyrer am 13. August. Erst mit dem Ende der Herrschaft Weltimperialismus kann das marokkanische Volk wirklich frei sein. Deswegen muss sich das marokkanische Volk im eigenen Interesse einreihen in den internationalen Kampf des Weltproletariats zum Sturz der Herrschaft der Weltbourgeoisie.

Es ist das korrupte kapitalistische System in Marokko, das die Aufstände verursacht. Wenn die Menschen in Marokko gegen Arbeitslosigkeit protestieren und für medizinische Versorgung und Bildung auf die Straße gehen, dann müssen sie als Ursache den Kapitalismus bekämpfen, müssen sie die politischen Macht der herrschenden Klassen zerschlagen. Das marokkanische Proletariat ist die einzige revolutionäre Klasse und dazu bestimmt, die sozialistische Revolution durchzuführen und die Diktatur des Proletariats in Marokko zu errichten. Die Frage nach der politischen Macht des Proletariats ist die entscheidende Frage zur praktischen Lösung aller heute existierenden Widersprüche in Marokko.
Die kapitalistische Ausbeutung und Unterdrückung kann nicht durch Reformen überwunden werden - sondern nur durch die sozialistische Revolution - geführt von der marokkanischen Sektion der Komintern (SH).

Zwischenstadien zwischen Kapitalismus und Sozialismus gibt es nicht und kann es nicht geben. Das wollen nur die Reformisten und Revisionisten, um ein Bollwerk gegen die Revolution in Marokko zu errichten und zwar in der Absicht, sie zu liquidieren und den Kapitalismus in Marokko zu retten. Deswegen muss die Revolution ununterbrochen und unvermindert fortgesetzt werden – solange, bis das Ziel des Sozialismus erreicht ist.

 

"Zuerst Demokratisierung und Reformen im Rahmen des Kapitalismus – danach Sozialismus"

– das sagen uns die Opportunisten.

"Zuerst Sturz der Bourgeoisie, Beseitigung des Kapitalismus. Zuerst proletarische Macht, Errichtung der Diktatur des Proletariats als Grundvoraussetzung für den Aufbau des Sozialismus"

– das sagt uns die revolutionäre Arbeiterklasse. Das entspricht genau der Leninistischen Lehre von der Oktoberrevolution.

Geleitet von den Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus wird die sozialistische Revolution in Marokko siegen !

Es lebe die sozialistische Weltrevolution !

Es lebe der proletarische Internationalismus !

Es lebe das kommunistische Marokko in einer kommunistischen Welt !

 



Komintern (SH)

5. August 2017

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es lebe die Weltrevolution in Afrika !

Es lebe das rote

AFRIKA

in einer roten Welt !