AFRIKA

 

 

 

 

Deutsch

 

 

    Afrika-Plattform

    der Komintern (SH)

     

    Theorie und Taktik

    der sozialistischen

    Weltrevolution

    in Afrika

    beschlossen von der Komintern (SH)

    am 10. Oktober 2012

    verfasst von Wolfgang Eggers

    Einführung

    Eine ernsthafte Vorbereitung der sozialistischen Weltrevolution setzt die Schaffung von Sektionen der Komintern (SH) auf allen Erdteilen voraus. Bislang gibt es nur Sektionen auf dem europäischen Kontinent.

     

    Die Komintern (SH) hat es sich zum Ziel gesetzt, auch auf den anderen Kontinenten Sektionen zu errichten.

    Das Weltproletariat kann seine Abteilungen der Länder aller Kontinente nicht siegreich gegen den globalen Feind in die Schlacht führen ohne starke Sektionen der Kommunistischen Internationale auf allen Kontinenten.

     

    Was die Gründung unserer Sektion in Afrika anbelangt, so haben wir hiermit eine "Afrika-Plattform" ausgearbeitet, die als ideologische Grundlage für den Aufbau unserer bolschewistischen Weltpartei in Afrika dient.

     

    Diese "Afrika-Plattform" ist die Konkretisierung

    unserer generellen Plattform der Komintern (SH)

    und basiert auf der Generallinie der Komintern (SH).

     

    Die Aufgabe der Komintern (SH) besteht nunmehr darin, afrikanische Genossen für unsere "Afrika-Plattform" zu begeistern und sie unter dem Banner der Komintern (SH) zu sammeln und zu organiseren. Die "Afrika-Plattform" soll es neuen afrikanischen Genossen erleichtern, ihre Sektion in Afrika auf den Grundlagen der Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus aufzubauen.

     

    Gleichzeitig haben wir unsere neue Webseite "Afrika" gestartet. Alle interessierten Genossen sind herzlich willkommen, an dieser Webseite mitzuarbeiten.

    Sie erfüllt die leninistische Funktion eines kollektiven Propagandisten, Agitators und Organisators und wird nach erfolgter Gründung der "Sektion Afrika" als offizielles afrikanisches Zentralorgan der Komintern (SH) herausgegeben.

     

    Genossinnen und Genossen vom afrikanischen Kontinent !

    Baut eure starke "Sektion Afrika" auf !

    Es lebe die sozialistische Weltrevolution !

     

     

     

     

     

     

     

     

    Afrika ist die Mutter der Menschheit.

     

    Afrika ist ein fruchtbarer Boden für den Weltkommunismus.

     

    In Afrika bildete sich die erste Urgemeinschaft der Menschheit.

     

    "In der Urgemeinschaft war die Grundlage der Produktionsverhältnisse das gesellschaftliche Eigentum an den Produktionsmitteln" (Stalin, Historischer Materialismus).

    Die Dialektik der afrikanischen Geschichte ist derart, dass die ersten ursprünglich klassenlosen Produktionsverhältnisse der Menschheit nach dem Durchlaufen der 4 Grundformationen der Klassengesellschaft (Sklavenhaltertum, Feudalismus, Kapitalismus, Sozialismus) auf höchster Entwicklungsstufe wieder als klassenlose, kommunistische Produktionsverhältnisse zurückkehren. In Afrika vollzieht sich so zusagen die Negation der Negation der ersten klassenlosen Gesellschaft in der Menschheitsgeschichte. Das verstehen wir Kommunisten unter der "Renaissance Afrikas".

    Der Weg zur "Renaissance Afrikas" ist ein sehr beschwerlicher undaufopferungsvoller Weg, den die werktätige Weltgemeinschaft solidarisch begleiten wird. Und wenn Afrika in nicht all zu ferner Zukunft den Weg der sozialistischen Klassengesellschaft beschreitet, dann ist die klassenlose Gesellschaft nicht mehr weit. Der Weltsozialismus schafft die objektiven Voraussetzungen für den Weltkommunismus und damit auch für ein kommunistisches Afrika.

     

    Die Geschichte der afrikanischen Klassengesellschaft ist die Geschichte seines heldenhaften Klassenkampfes gegen Sklaverei und Ausplünderung, die Geschichte von Niederlagen und Siegen seiner Befreiung. Die afrikanischen Völker sind reich an Lehren, aus denen sie für ihre vollständige Befreiung und Emanzipation schöpfen können. Und auch die afrikanische Proletariat ist in der Lage, die Lehren aus der jüngsten Geschichte der Arbeiterbewegung in Afrika zu ziehen. Und das gilt auch für die Lehren der kommunistischen Bewegung und insbesondere für den anti-revisionistischen Kampf in Afrika.

     

    Die Auswirkungen des Kolonialismus der Vergangenheit und Gegenwart sind in ganz Afrika sichtbar.

    Die Afrikaner wurden aus ihrer großen traditionellen Geschichte heraus gerissen und ihr entfremdet.

    Der Weltimperialismus zwingt den Afrikanern eine dekadente, verfaulte und verlogene "Kultur" von außen auf, die angetrieben wird vom globalisierten Profitstreben des Kapitalismus.

     

    Afrika ist die Mutter der Menschheit.

    Afrika ist die Wiege der ersten menschlichen Zivilisation und die seit Tausenden von Jahren ...

    ... und Afrika wird dies nicht nur bleiben, sondern auch zur Wiedergeburt der menschlichen Zivilisation einen hervorragenden Beitrag leisten - in einer sozialistischen Welt.

    Von Afrika aus nahm die Entwicklung der Menschheit ihren Lauf. Afrika war einst "die erste Welt" - auch in wirtschaftlicher und technologischer Hinsicht. Afrikaner waren es , die die Pyramiden gebaut haben. Und niemand - selbst nicht im 21. Jahrhundert - hat jemals etwas Vergleichbares geschaffen.
    Der "Atlantische Ozean" nannte sich einst "Äthiopisches Meer". Und erst im Jahre 1626 wurde das "Azanianische Meer" in "Indisches Meer" umbenannt. Das Volk Azanias entwickelte den Handel mit dem Osten. Mit dem "Gesetz über das vereinigte Südafrika" aus dem Jahre 1909 gaben die britischen Imperialisten dem Land des Volkes von Azania den kolonialistischen Namen "Südafrika". Dort, insbesondere in Mapungubwe, wurde Gold und Kupfer schon im 9. Jahrhundert abgebaut und das war Grundlage der Entstehung hoher afrikanischer Kulturen.

     

    Afrika hat die schlimmsten Völkermorde und Holocausts erlebt und unter Sklaverei und Kolonialismus gelitten - bis in die heutigen Tage.

    Sklavenhalter und Sklaven - das ist die erste große afrikanische Klassenscheidung. Die zweite große afrikanische Klassenscheidung war die zwischen Fronherren und leibeigenen Bauern. Und schließlich - heute - polarisiert sich das kapitalistische Afrika in die Klasse der Proletarier und der Bourgeoisie.

    Die so genannte "Europäische Renaissance" war das dunkelste Kapitel der Geschichte der Völker Afrikas. 1441 wurde Afrika den Portugiesen zugesprochen. Mit der neuesten Technologie der Kriegswaffen, und mit der Kenntnis vom Kompass aus China ausgestattet, hatte Europa die afrikanischen Völker - nur mit ihren einfachen Speeren bewaffnet - unterworfen. Portugal war das erste kolonialistische Land und China ist das bislang letzte Land, welches in Afrika vorherrscht.

    Zuerst war es der "friedliebende" Islam, mit dem die arabischen Sklavenhändler in Afrika eindrangen.

    Ende des 17. Jahrhunderts unterwarf der Imam die ostafrikanischen Gebiete. Dann kam

    das "friedliebende" Christentum, das so genannte "zivilisierten" Europa nach Afrika, um den trans-atlantischen Sklavenhandel zu betreiben. Tatsächlich hieß das erste englische Schiff der Sklavenhändler "Jesus", welches 1562 seine Reise zur afrikanischen "Goldküste" antrat. Früher sagten die Leute: "Liverpool ist auf afrikanischen Sklavenschädeln aufgebaut."

    Sklavenhandel war und ist eines der schwersten Verbrechen in der Menschheitsgeschichte, auf denen sich der Reichtum der so genannten "zivilisierte Weltordnung" von heute einst aufgebaut hatte. Für Afrika und seine Bevölkerung war das bis heute der Anfang schwerster Ausbeutung und Unterdrückung. Einige Historiker haben geschätzt, dass jedes Jahr an der Goldküste (heute Ghana) 5OOO bis 6OOO Afrikaner in die Sklaverei verkauft wurden - und das 400 Jahre lang. Das waren rund 2 - 1/2 Millionen Menschen !!

    Das bleibt nicht ungestraft !! Solche schwersten Verbrechen in der Geschichte der Menschheit bleiben unvergessen.

    Und die Geschichte wird es zeigen:

    Es ist nicht etwa die klassenlose Gesellschaft, die ihre Zeit überlebt hat. Es ist in Wahrheit die Klassengesellschaft, die ihrem endgültigen Untergang entgegen geht. Afrika ist auf dem Weg zurück zu seinen Wurzeln - zur klassenlosen Gesellschaft, und damit auf dem Weg zum Kommunismus - in einer klassenlosen Welt !

     

    Der Ausbreitung des Kapitalismus auf dem afrikanischen Kontinent, die mit so viel Elend und Blut verbunden ist, folgt die Ausbreitung des Sozialismus, der auch in Afrika unvermeidlich aus dem Kapitalismus hervorgehen und im Interesse aller afrikanischen Völker - und der Völker in der ganzen Welt - aufblühen wird. Das wird dann schon ein Sozialismus mit weltsozialistischen Zügen sein als natürliche Folge der Globalisierung des afrikanischen Kontinents.

    Die Geschichte der Versklavung der afrikanischen Völker ist die Geschichte ihrer heroischen Sklavenaufstände.

     

     

    Den Sklavenhändlern folgten dann die Kolonialisten. Die Kolonialisten kamen nach Afrika, um Land und Leute auszurauben. Jedes kolonalistische Land nahm sich so viele Kolonien wie es kriegen konnte. Die Kolonialisten bemächtigten sich des afrikanischen Kontinents, indem sie die afrikanische Erde mit dem Blut seiner Völker tränkten. Die afrikanischen Völker wurden in die Diener ihrer Kolonialherren verwandelt.
    Die afrikanische Kolonialgeschichte ist die Geschichte des heroischen Widerstandskrieges der afrikanischen Völker gegen die Kolonialisten.

     

    Nachdem die letzten weißen Flecken auf der afrikanischen Landkarte verschwunden waren und sich diese in blutige Flecken der letzten Kolonialisierung verwandelt hatten, war die Periode der Kolonialpolitik der kapitalistischen Länder beendet - nämlich die Periode der Besitzergreifung aller unbesetzten Länder Afrikas.

     

    Lenin:

    "Als zum Beispiel die europäischen Mächte mit ihren Kolonien erst den zehnten Teil von Afrika besetzt hatten, wie es noch 1876 der Fall war, da konnte sich die Kolonialpolitik auf nicht-monopolistische Weise entfalten, in der Art einer so zu sagen 'freibeuterischen' Besetzung des Landes. Als aber neun Zehntel Afrikas bereits besetzt waren (gegen 1900), als die ganze Welt verteilt war, da begann unvermeidlich die Ära des monopolkapitalistischen Kolonialbesitzes und folglich auch eines besonders verschärften Kampfes um die Aufteilung und Neuaufteilung der Welt. Monopole, Oligarchie, das Streben nach Herrschaft statt nach Freiheit, die Ausbeutung einer immer größeren Anzahl kleiner oder schwacher Nationen durch ganz wenige reiche oder mächtige Nationen - all das erzeugt jene Merkmale des Imperialismus, die uns veranlassen, ihn als parasitären oder in Fäulnis begriffenen Kapitalismus zu kennzeichnen" (Lenin: "Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus).

     

     

    Danach begann das bereits aufgeteilte Afrika zum Zankapfel unter den imperialistischen Weltmächten zu werden.

    Also verwandelten die Imperialisten den afrikanischen Kontinent in ein neues, noch größeres und noch blutigeres Schlachtfeld - nämlich zur Neuaufteilung ihrer Einflusssphären, Rohstoffquellen und Absatzmärkte. So wurden die afrikanischen Völker in die imperialistischen Kriege hineingezogen - erster Weltkrieg - zweiter Weltkrieg. Die Aufteilung Afrikas erzwang den Übergang von der kolonialistischen Expansion zum bewaffneten Kampf um die Neuaufteilung der afrikanischen Kolonien und Einflusssphären. Die einen Kolonialherren lösten die anderen ab - aber die Kolonien blieben weiter bestehen.

    Die Geschichte der imperialistischen Kriege zur Neuaufteilung Afrikas ist die heroische Geschichte seiner anti-imperialistischen Befreiungskriege.

     

     

     

    Das russische Proletariat und seine siegreiche Oktoberrevolution begann, den imperialistischen Krieg in einen revolutionären Krieg zu Beseitigung des Weltimperialismus zu verwandeln. Mit dem Zerreißen des schwächsten Kettengliedes des Imperialismus konnten sich alle Völker von den Ketten des zaristischen Reiches befreien und mit dem russischen Proletariat an der Spitze die große Sowjetunion Lenins und Stalins aufbauen.
    Die Oktoberrevolution ist der Beginn der sozialistischen Weltrevolution. Es wird keine sozialistische Afrika geben ohne die Erfahrungen und Lehren der Oktoberrevolution korrekt anzuwenden. Mit der Oktoberrevolution begann die Vereinigung des anti-imperialistischen Krieges des Weltproletariats mit dem Befreiungskrieg der unterdrückten Völker. Die Fortsetzung der Oktoberrevolution, die sozialistische Weltrevolution ist der einzige Weg der Befreiung Afrikas von imperialistischer Ausbeutung und Unterdrückung.
    Die Sowjetunion Lenins und Stalins und die Komintern waren die besten und treuesten Freunde der afrikanischen Völker, die für die Niederwerfung des Jochs des Imperialismus kämpften. Nach wie vor lassen sich die Kommunisten in Afrika prinzipiell von den Richtlinien und Direktiven der Komintern leiten, insbesondere in der nationalen und kolonialen Frage:

     

    THESEN

    ZUR REVOLUTIONÄREN BEWEGUNG IN DEN

    KOLONIALEN UND HALB-KOLONIALEN LÄNDERN

    VI. KONGRESS

    September 1928

     

     

    In seinen Thesen zur nationalen und kolonialen Frage, die Lenin 1920 dem Zweiten Kongress der Kommunistischen Internationale vorgelegte hatte, heißt es:

     

    "Die Jahrhunderte lange Unterdrückung der kolonialen und schwachen Völker durch die imperialistischen Mächte hat bei den werktätigen Massen der unterdrückten Länder nicht nur Erbitterung, sondern auch Mißtrauen gegen die Unterdrückernationen überhaupt und auch gegen das Proletariat dieser Nationen hinterlassen.

    Der niederträchtige Verrat am Sozialismus (...) mußte dieses vollauf berechtigte Mißtrauen unweigerlich noch verstärken. Je rückständiger anderseits ein Land ist, desto stärker sind in ihm die landwirtschaftliche Kleinproduktion, der patriarchalische Geist und die Krähwinkelei, die den am tiefsten verwurzelten keinbürgerlichen Vorurteilen, nämlich den Vorurteilen des nationalen Egoismus und der nationalen Beschränktheit, unvermeidlich zu besonderer Kraft und Dauerhaftigkeit verhelfen. Da diese Vorurteile erst nach dem Verschwinden des Imperialismus und des Kapitalismus in den fortgeschrittenen Ländern und nach der radikalen Umgestaltung aller Grundlagen des wirtschaftlichen Lebens der zurückgebliebenen Länder verschwinden können, geht das Absterben dieser Vorurteile notwendigerweise nur sehr langsam vor sich. Daraus erwächst dem klassenbewußten kommunistischen Proletariat aller Länder die Pflicht, sich besonders behutsam und besonders aufmerksam zu den überlebenden nationalen Gefühlen in den am längsten unterdrückten Ländern und Völkern zu verhalten, wie auch die Pflicht, gewisse Zugeständnisse zu machen, damit dieses Mißtrauen und diese Vorurteile rascher überwunden werden. Ohne das freiwillige Streben des Proletariats, und dann auch aller werktätigen Massen aller Länder und der Nationen der ganzen Welt, nach einem Bund und nach Einheit kann das Werk des Sieges über den Kapitalismus nicht mit Erfolg vollendet werden." (Lenin, Band 31, Seite 132 - 139, deutsche Ausgabe)

     

    Und im Programm der Komintern (1928) heißt es:

     

    "Von den Zentren der kapitalistischen Macht bis in die entferntesten Winkel der kolonialen Welt unterwirft der Imperialismus die gewaltige Masse der Proletarier aller Länder der Diktatur der finanzkapitalistischen Plutokratie.

    Die Organisierung der Kräfte der Weltrevolution ist nur auf der Plattform des Kommunismus möglich.

    Als Erfüllung des historischen Erfordernisses nach einer internationalen Organisation der revolutionären Proletarier, der Totengräber des kapitalistischen Systems, ist die Kommunistische Internationale die einzige internationale Macht, deren Programm die Diktatur des Proletariats und der Kommunismus ist, und die offen als Organisator der internationalen proletarischen Revolution auftritt.

    Die eigentümlichen Bedingungen des revolutionären Kampfes in den kolonialen und halbkolonialen Ländern, die Unvermeidlichkeit lange währender Kämpfe um die demokratische Diktatur des Proletariats und der Bauernschaft und das Hinüberwachsen dieser Diktatur in die Diktatur des Proletariats; schließlich die ausschlaggebende Bedeutung nationaler Momente in diesem Ringen stellen den kommunistischen Parteien dieser Länder eine Reihe von besonderen Aufgaben, deren Lösung eine Voraussetzung für die Bewältigung der allgemeinen Aufgaben der proletarischen Diktatur bildet.

    Als die wichtigsten dieser Aufgaben betrachtet die Kommunistische Internationale die folgenden:

    1. Sturz des ausländischen Imperialismus, des Feudalismus und der feudalen Bürokratie;

    2. Errichtung der demokratischen Diktatur des Proletariats und der Bauernschaft auf der Grundlage der Räte;

    3. Völlige nationale Unabhängigkeit und staatliche Einheit;

    4. Annulierung der Staatsschulden,

    5. Nationalisierung der den Imperialisten gehörenden Großunternehmen ( der Industrie, des Transports, der Banken usw.);

    6. Die Enteignung des Großgrundbesitzes, der Kirchen, der Klosterländereien, Nationalisierung des gesamten Grund und Bodens;

    7. Einführung des Achtstundentages;

    8. Schaffung einer revolutionären Arbeiter- und Bauernarmee.

    Mit der fortschreitenden Entwicklung und Verschärfung des weiteren Kampfes (Sabotage der Bourgeoisie, Konfiskation der den sabotierenden Teilen der Bourgeoisie gehörenden Betriebe, die unvermeidlich zur Nationalisierung der Großindustrie wird), wird in jenen Kolonien und Halbkolonien, wo das Proletariat die Rolle des Führers und Hegemons spielt, die konsequente bürgerlich-demokratische Revolution in die proletarische hinüberwachsen. In Kolonien, in denen kein Proletariat vorhanden ist, muss der Sturz der imperialistischen Macht begleitet sein von der Organisierung der Macht der Volks- (Bauern ) Räte, von der Konfiskation der Betriebe und des Bodens der Ausländer und der Übergabe dieser Besitztümer an den Staat.

    Vom Standpunkt des Kampfes gegen den Imperialismus und der Erkämpfung der Macht durch die Arbeiterklasse spielen die kolonialen Revolutionen und nationalen Freiheitsbewegungen die allergrößte Rolle. In der Übergangsperiode sind die Kolonien und Halbkolonien auch deshalb von Bedeutung, weil sie gegenüber den Industrieländern, die in der Weltwirtschaft die Rolle der Weltstadt spielen, das Weltdorf darstellen. Dabei wird die Frage der Organisierung der sozialistischen Weltwirtschaft, der richtigen Verbindung von Industrie und Landwirtschaft in hohem Maße zur Frage des Verhältnisses zu den ehemaligen Kolonien des Imperialismus. Ein brüderliches Kampfbündnis mit den werktätigen Massen der Kolonien herzustellen, ist daher eine der Hauptaufgaben des industriellen Weltproletariats, als des Hegemon und Führers im Kampfe gegen den Imperialismus.

    Der Gang der Weltrevolution treibt die Arbeiter der imperialistischen Staaten in den Kampf für die proletarische Diktatur und rüttelt zugleich Hunderte von Millionen kolonialer Arbeiter und Bauern zum Kampfe gegen den ausländischen Imperialismus auf. Sobald Zentren des Sozialismus in Gestalt der sozialistischen Räte-Republiken mit ihrer zunehmenden wirtschaftlichen Macht bestehen, vollzieht sich die wirtschaftliche Annäherung und schrittweise Vereinigung der vom Imperialismus abgefallenen Kolonien mit den Industriezentren des Weltsozialismus. Damit werden sie in den Aufbau des Sozialismus hineingezogen, überspringen die Stufe der Entwicklung des Kapitalismus als herrschendes System und erhalten die Möglichkeit rascher wirtschaftlichen und kulturellen Fortschritts. Die Bauernräte der rückständigen und die Arbeiter- und Bauernräte der fortgeschritteneren ehemaligen Kolonien gruppieren sich politisch um die Zentren der proletarischen Diktatur und werden so in das allgemeine System der stets wachsenden Föderation der Räte-Republiken und damit in das System der Weltdiktatur des Proletariats einbezogen.

    So erhält die Entwicklung des Sozialismus als neue Produktionsweise Weltausmaß.

     

    In einer Epoche, wo in den fortgeschrittenen kapitalistischen Ländern die Machteroberung durch das Proletariat auf die Tagesordnung gestellt ist und wo in der Sowjetunion bereits die proletarische Revolution besteht und einen Faktor von Weltbedeutung darstellt, können die durch das Eindringen des Weltkapitalismus in den kolonialen und halbkolonialen Ländern hervorgerufenen Freiheitsbewegungen - trotz der Unreife der sozialen Verhältnisse dieser Länder, isoliert betrachtet - mit Hilfe und Unterstützung der Diktatur des Proletariats und der internationalen Arbeiterbewegung zur Entwicklung zum Sozialismus gelangen." (aus: Programm der Komintern).

    Als Stalin nach dem zweiten Weltkrieg damit begann, das sozialistische Weltlager zu schaffen, da ergab sich für die afrikanischen Völker die erste und bislang größte Gelegenheit, sich für immer zu befreien und den Weg zum Sozialismus zu beschreiten. Der Weltimperialismus war durch die Sowjetunion Lenins und Stalins so sehr geschwächt, dass die afrikanischen Völker noch nie so nahe am Ziel ihrer Befreiung waren.

     

    Doch der anglo-amerikanische Imperialismus konnte sich dank des Verrats der modernen Revisionisten schnell wieder erholen. Die Sowjetunion, einst Freund der afrikanischen Völker, verwandelte sich in ihren gefährlichsten Feind. Gefährlich deshalb, weil die Sowjetrevisionisten in Worten für den Befreiunskampf waren, aber nur, um dahinter ihre tatsächlichen sozial-imperialistischen Interessen der Ausbeutung und Unterdrückung Afrikas zu verbergen. Die beiden Supermächte - USA und Sowjetunion - wurden gemeinsam der größte Feind der afrikanischen Völker. In Afrika, Asien und Lateinamerika richtete sich von nun an der Hauptschlag der revolutionären Befreiungsbewegung gegen diese beiden Supermächte.

     

    Als sich in Afrika der Kampf gegen den Einfluss des modernen Revisionismus auszuweiten und zu verstärken begann, tauchte dort zum ersten Mal der Maoismus auf, um den Weltimperialismus auch auf dem afrikanischen Kontinent zu schützen, nachdem der sowjetische Imperialismus entlarvt und gebrandtmarkt worden war.

     

    Der sowjetische Sozialimperialismus wurde in Afrika tatsächlich durch den chinesischen Sozialimperialismus verdrängt. Der Einfluss des Maoismus - und insbesondere die "Drei-Welten-Theorie" - führte nun erneut zur Schwächung und Spaltung der afrikanischen, kommunistischen Bewegung.

    Die Geschichte der Rivalität der Supermächte zur Neuaufteilung Afrikas ist also mit dem Zusammenbruch des sowjetischen Sozialimperialismus nicht zu Ende gegangen.
    Heute sind es die beiden Supermächte, die imperialistischen USA und das sozial-imperialistische China, die der Hauptfeind der afrikanischen Völker sind.

    Auf die Frage: Wer ist gefährlicher ? antwortet die Komintern (SH): "Beide zusammen sind gleichermaßen gefährlich".

    Die Komintern (SH) sieht ihre Aufgabe darin, Afrika im anti-imperialistischen Kampf gegen alle ausländischen und innländischen Imperialisten und alle ihre afrikanischen Lakaien zu unterstützen, insbesondere gegen diese beiden Hauptfeinde.

    Die chinesischen Sozialimperialisten lernte schnell aus den Fehlern der amerikanischen, sowjetischen und anderen Imperialisten. Sie sind auf dem Vormarsch und haben tatsächlich die dominante Rolle auf dem afrikanischen Kontinent, insbesondere im Bereich der Wirtschaft übernommen. Die chinesischen Sozialimperialisten haben allen anderen Imperialisten die afrikanische Beute abgejagt.

    Ist es nicht klar, dass die rasante Veränderung des Kräfteverhältnisses auf dem afrikanischen Kontinent, dass das schnelle Wachstum des chinesichen Finanzkapitals, unweigerlich die Gegensätze im Weltkapitalismus enorm verschärft und eines Tages nur in Gewalt, in imperialistischen Kriegen enden werden ?

     

    Deswegen ist der Maoismus, die Ideologie des chinesischen Sozialimperialismus, nicht nur ein besonders gefährliches Gift für den Befreiungskampf der afrikanischen Völker, sondern auch der stärkste Hemmschuh für seine sozialistische Zukunft. Wenn die Maoisten den westlichen Imperialismus anschwärzen, um den chinesischen Imperialismus reinzuwaschen, dann lügen die Maoisten. Denn die Wahrheit ist, dass die beiden Supermächte bei der Aufrechterhaltung der Ausbeutung und Unterdrückung des afrikanischen Kontinents zusammenarbeiten. Freiwillig, das heißt ohne Revolutionen, wird China niemals bereit sein, sein erbeutetes Afrika wieder herzugeben.
    Deswegen setzt die Komintern (SH) den hoxhaistischen Kampf gegen den Maoismus konsequent fort und ist somit die einzige weltrevolutionäre Kraft, die die afrikanischen Völker im Kampf gegen den Maoismus unterstützt.

     

     

     

     

    In Afrika kämpft heute der Imperialismus gegen den Imperialismus, das Monopol gegen das Monopol, das Finanzkapital gegen das Finanzkapital. Diese Grundzüge und Haupteigenschaften des Imperialismus in Afrika zu vergessen, das heißt nichts anderes als den Marxismus-Leninismus durch den Reformismus und Revisionismus zu ersetzen.

    Es sind vor allem die Maoisten in Afrika, die uns glauben machen wollen, dass die Chinesen - angeblich "im Gegensatz" zu den imperialistischen Mächten des Westens - "fairen und freien" Handel mit den Afrikanern betreiben würden. Genau diese Lüge entspricht der Kritik an den Kautskyanern, der Kritik an der "Theorie des Ultraimperialismus", die Lenin so treffend in seiner Imperialismusanalyse entlarvt und gebrandmarkt hatte.

    Das ist ein großer Betrug an den afrikanischen Massen. Diese Periode des angeblichen "Handels zu gegenseitigen Vorteil" ist notwendigerweise nichts anderes als eine Atempause zwischen den imperialistischen Kriegen. Und da kann sich Afrika nicht auf die eine Seite des einen Imperialismus stellen, um die andere zu bekämpfen, wie es beispielsweise die Maoisten predigen. Afrika stellt sich siegreich gegen alle Imperialisten, gegen den gesamten Weltimperialismus, indem es sich auf das Bündnis seiner Arbeiter, Bauern und Soldaten stützt.

    Es ist die Taktik der afrikanischen Maoisten, die chinesische Plünderung des afrikanischen Kontinents herunter zu spielen und sich mit dem chinesischen Sozialimperialismus zu versöhnen, ja ihn dadurch zu stärken, dass ihm Afrika seine westlichen Rivalen aus dem Wege schafft. Krieg und Frieden bedingen sich gegenseitig und bewegen sich auf ein und demselben Boden imperialistischer Zusammenhänge und Wechselwirkungen der Weltwirtschaft und der Weltpolitik. Mit der maoistischen Politik der Klassenversöhnung wird Afrika den Weltimperialismus niemals besiegen können. Im Gegenteil, China hat Afrika bereits genauso versklavt wie alle anderen Imperialisten auch.

    Der chinesische Imperialismus unterstützt die faschistischen Regimes und hat an der Armut, dem Hunger, den Kriegen, Bürgerkriegen und Vertreibungen der Afrikaner nichts geändert - im Gegenteil.

     

    Auf dem afrikanischen Kontinent konnten sich zuerst diejenigen Völker (vorübergehend) befreien, die von solchen imperialistischen Ländern unterjocht waren, welche selber zu einem der schwachen Glieder in der imperialistischen Weltkette geworden waren - Beispiel Portugal - Spanien - Belgien.

    Afrika befreit sich zuerst von den schwächsten Kettengliedern der imperialistischen Weltkette, zuletzt von ihren stärksten Kettengliedern.

    Solange aber der Weltimperialismus nicht beseitigt ist, werden auch in Afrika die alten imperialistischen Mächte von neuen imperialistischen Mächten ersetzt ( siehe zB. der chinesische oder brasilianische Imperialismus).

     

     

    Mit der kapitalistischen Entwicklung in den ehemaligen Kolonien ist die globale Entwicklung des Weltimperialismus so gut wie ausgereift und abgeschlossen. Und es ist nicht verwunderlich, dass der Kapitalismus in den Kolonien am schnellsten wuchs und damit den Fäulnisprozess des Weltimperialismus beschleunigt und seinen Parasitismus vertieft hat. Diese Fäulnis, diese Krisenerschütterungen bekommt auch Afrika zu spüren. Die Weltkrise rücksichtslos auszunutzen, um aus Afrika zehn Mal mehr wieder herauszuholen, als hineingesteckt wurde - das ist das Wesen des imperialistischen Parasitismus.

     

    Und der chinesische Parasitismus hat jeden bisher da gewesenen Parasitismus bei weitem übertrumpft. Und genau das spiegelt sich heute in der afrikanischen Klassengesellschaft - und insbesondere durch den Opportunismus und Korruption in der kommunistischen und Arbeiterbewegung Afrikas wider.

     

    Der Neo-kolonialismus ist das höchste Stadium des Kolonialismus - ist parasitärer,verfaulender, sterbender Kolonialismus. Der Imperialismus hat die Tendenz, sein Hinterland selber zu vernichten. Ohne sein Hinterland ist der Imperialismus aber zum Sterben verurteilt.

    Der Neo-Kolonialismus unterscheidet sich also im Wesen nicht vom alten Kolonialismus - nur dass sich die offene Ausbeutung und Unterdrückung nunmehr hinter so genannter "Entwicklungshilfe", "Wirtschaftshilfe", "Partnerschaft" usw. verbirgt.

    Dies war unvermeidlich nach dem Siegeszug des Sozialismus, der auch das Hinterland des Weltimperialismus erfasste und dort den Befreiungskampf

    beflügelte. Die Siege des Befreiungskampfes der unterdrückten Völker Afrikas, Asiens und Lateinamerikas manifestierten sich in der Schaffung ihrer eigenständigen Staaten. Der Imperialismus konnte die Kolonien nicht mehr so ausbeuten und unterdrücken wie bisher. Er war gezwungen, einen Kampf zur Restauration des Kolonialismus zu führen. Neo-Kolonialismus ist die Restauration des Kolonialismus zur Rettung des weltimperialistischen Hinterlandes. Die neuen unabhängigen Staaten waren für den Weltmperialismus eine Herausforderung. Wenn er sie sich nicht einverleiben konnte, so musste es ihm wenigstens gelingen, sie vor seinen Karren zu spannen.
    Zu diesem Zweck instrumentalisiert der Imperialismus die afrikanischen Staaten, er manipuliert sie, erpresst sie, hetzt sie gegeneinander auf, verwickelt sie in Kriege, führt notfalls selber Krieg gegen sie und vor allem unterstützt er in Afrika die Bourgeoisie und ihre staatliche Konterrevolution zur Niederhaltung der revolutionären Bewegung. Damit schufen die imperialistischen Mächte auf afrikanischem Boden eine konterrevolutionäre Pufferzone sowohl gegen die Ausbreitung der Revolution von außen als auch von innen. Diejenigen, die den afrikanischen Kontinent ausbeuten, fürchten nichts mehr als die Revolution in Afrika.

    Der Weltimperialismus hat mit seinem globalisierten Neo-Kolonialismus die Kontinente Afrika, Asien und Lateinamerika in kapitalistische Kontinente verwandelt. Das entspricht dem Zwang des Kapitals, sich weltweit auszudehnen und überall zu etablieren.

    Mit dem Neo-Kolonialismus wurde die alte Sklaverei in eine moderne Lohnsklaverei verwandelt. Und das ist der entscheidende Unterschied zur alten Sklaverei und Kolonialismus.

    In der Sklavenhaltergesellschaft war die Existenz der Sklaven noch relativ gesichert. In der kapitalistischen Gesellschaft sinkt der Lohnsklave in eine Lage herab, wo sie ihn ernähren muss, statt von ihm ernährt zu werden. (Marx-Engels, "Kommunistisches Manifest").

     

    Mit der Einführung der kapitalistischen Produktionsweise in den Ländern Afrika, Asien und Südamerika wurde eine neue, entscheidende Grundlage geschaffen für den Sieg der sozialistischen Weltrevolution - nämlich die Schaffung eines neuen Industrieproletariats, ein neuer Totengräber des Weltkapitals.

    Der Stalinismus-Hoxhaismus ist die Lehre von der Vorbereitung, Rekrutierung, zentralisierter Organisierung und Mobilisierung der proletarischen Weltarmee,im Allgemeinen, und ist die Verwandlung der Reserven des imperialistischen Hinterlandes in proletarische Abteilungen der sozialistischen Weltrevolution, im Besonderen.

     

     

    Je bedeutsamer Afrika für die Globalisierung wurde und je schärfer der Konkurrenzkampf auf den Weltmärkten geführt wurde, desto härter wird auch der afrikanische Kontinent vom Weltimperialismus umkämpft, desto mehr kommt es dort zu gewaltigen imperialistischen Widersprüchen, die wiederum gewaltige Revolutionen unvermeidlich hervorrufen.
    Die Geschichte der Rivalität der Imperialisten, insbesondere der beiden Supermächte, auf dem afrikanischen Kontinent ist auch die Geschichte der Ausnutzung dieser Rivalität im anti-imperialistischen Befreiungskampf der afrikanischen Völker, bei der das Proletariat die zentrale Rolle spielt.

     

    Die Theorie des Kampfes gegen die beiden Supermächte ist ein Grundpfeiler des Hoxhaismus und ist heute asktueller denn je. Der afrikanische Proletariat muss wissen, dass die alten sowjetischen sozial-imperialistischen Supermacht durch die neue chinesische sozial-imperialistische Supermacht abgelöst wurde.

    Es war das sozialistische Albanien des Genossen Enver Hoxha, das als einzig übrig gebliebene sozialistische Land in der Welt, den revolutionären Befreiungskampf der afrikanischen Völker im Geiste des Marxismus-Leninismus unterstützt hat. Genosse Enver Hoxha ist der Fahnenträger der heutigen proletarischen Internationalismus - auch in Afrika.

     

    Der Kampf Albaniens zur Verteidigung des Marxismus-Leninismus gegen den modernen Revisionismus, einschließlich des chinesischen Revisionismus, war und ist für die revolutionären Völker Afrikas, für das ganze afrikanische Proletariat, von allergrößter Bedeutung und von unschätzbarem Wert.

    Ohne eine revolutionäre Weltorganisation, ohne die Kommunistische Internationale, die sich von den Lehren der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus leiten lässt, wird es auch in Afrika keinen Kommunismus geben.

    Wir kämpfen für die Wiederbelebung und Reorganisierung der Hoxhaistischen Bewegung in Afrika!

    Die Komintern (SH) dokumentiert hierzu auf ihrer Webseite "Afrika" vor allem die Geschichte der Freundschaft und des proletarischen Internationalismus des sozialistischen Albaniens und des Genossen Enver Hoxhas mit dem Klassenkampf des afrikanischen Proletariats und dem Befreiungskampf der afrikanischen Völker.

    Zwischen Mitte der 70er Jahre und Mitte der 80er Jahre erlebte der Hoxhaismus in verschiedenen marxistisch-leninistischen afrikanischen Organisationen seine Blütezeit. In dieser Zeit intensivierten viele afrikanische Parteien und Organisationen ihre Zusammenarbeit mit Albanien und der Hoxhaistischen Weltbewegung, insbesondere nach Ziehung der Demarkationslinie gegen den Maoismus.

    Die Restauration des Kapitalismus in Albanien war ein schwerer Schlag für die marxistisch-leninistische Weltbewegung, für das Weltproletariat und für die unterdrückten Völker, insbesondere in Afrika.

    Wie in anderen Teilen der Welt, geriet auch in Afrika der Genosse Enver Hoxha und das einst sozialistische Albanien in Vergessenheit. Stattdessen wandte man sich den Positionen von neo-revisionistischen Organisationen zu ( liberale und versöhnlerische Haltung zu verschiedensten anti-marxistischen Strömungen, wie Maoismus, Guevarismus, Kastroismus, Anarchismus, die "Grünen" usw...)

     

    Selbstredend haben sich seit den 70er-80er Jahren die Klassenverhältnisse in Afrika enorm verändert, so dass wir heute diese Entwicklung in einer veränderten kommunistischen Strategie und Taktik zu berücksichtigen haben. Für verschiedene Zeiten muss man nach verschiedenen Antworten suchen und neue Wege gehen.

    Unser erklärtes Ziel ist es, Einfluss auf die kommunistische und Arbeiterbewegung in Afrika zu nehmen und dort neue, junge, afrikanische revolutionäre Kräfte für die Sache der proletarischen Weltrevolution zu gewinnen.

    Unser Ziel ist der Aufbau einer starken revolutionären Abteilung des Weltproletariats auf dem afrikanischen Kontinent - die Schaffung einer starken afrikanischen Sektion der Kommunistischen Internationale - eines Stützpunktes der stalinistisch-hoxhaistischen Weltbewegung in Afrika.

    Wir rufen daher alle interessierten afrikanischen Genossinnen und Genossen auf, mit der Komintern (SH) Kontakt aufzunehmen. Wir heißen euch herzlich willkommen, unsere "Afrika" - Webseite mit zu gestalten. Sendet uns eure Korrespondenzen und sie werden veröffentlicht !

    Wir appellieren an die afrikanischen Revolutionäre, an die militanten Kämpfer gegen den Revisionismus, Neo-Revisionismus, und vor allem gegen den Maoismus. Heute zeichnet sich ein afrikanischer Kommunist dadurch aus, dass er konsequent die hoxhaistisch-stalinistische Demarkationslinie gegenüber dem Neo-Revisionismus, insbesondere den Maoismus gezogen hat.

    Wir wollen afrikanische Genossen gewinnen, die unversöhnlich sind gegenüber dem Revisionismus, die ihm entschlossen entgegentreten und den revisionistischen Einfluss unter den revolutionären Arbeitern und Kommunisten unnachgiebig bekämpfen.

    Die Kernfrage der kommunistischen Bewegung in Afrika besteht darin, sich nicht mit dem revisionistischen oder neo-revisionistischen Elementen im Kampf gegen den Imperialismus zu vereinigen, sondern Imperialismus mit der sozialistischen Revolution zu begegnen auf der Basis der 5 Klassiker des Marxismus-Leninismus. Darin unterscheidet sich der Stalinismus-Hoxhaismus vom Neorevisionismus nicht nur in Afrika, sondern in der ganzen Welt.

     

     

    Für die Epoche des Imperialismus nennt Lenin die Kolonialpolitik als vierte besondere Hauptart oder Haupterscheinungsform des Monopolkapitalismus:

     

    "Viertens: Das Monopol ist aus der Kolonialpolitik erwachsen."

    (Lenin: "Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus").

     

    Lenin betont hier ausdrücklich das Hervorgehen des Monopols aus der Kolonialpolitik. Seitdem sind über 100 Jahre vergangen.

    Lenin hebt hervor:

    "Aus allem, was über das ökonomische Wesen des Imperialismus gesagt wurde, geht hervor, dass er charakterisiert werden muss als Übergangskapitalismus oder, richtiger, als sterbender Kapitalismus."

    (Lenin: "Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus").

    Lenin definierte Imperialismus als "sterbenden" Kapitalismus und somit ist die Kolonialpolitik dialektisch auch als eine Übergangspolitik zu definieren, genauer gesagt als "sterbende" Kolonialpolitik. Wenn das imperialistische Weltsystem unweigerlich zusammenbrechen wird, dann bedeutet dies auch zwangsläufig den Zusammenbruch des kolonialen Weltsystems.

    Die internationale Verfilzung des Finanzkapitals konnte schließlich vor dem afrikanischen Kontinent nicht halt machen. Das Finanzkapital hat die Epoche des Monopols geschaffen. Das Monopol beherrscht heute die ganze afrikanische Gesellschaft. Und Afrika ist wie alle anderen Kontinente auch, Teil eines großen Weltmonopols geworden.

    Früher wahr in den Kolonien der Warenaustausch vorherrschend. Die kapitalistische Produktion ist dann insbesondere im Zeitalter der Globalisierung im beschleunigten Tempo in die Kolonien verpflanzt worden.

    Globalisierung kann nicht existieren, ohne insbesondere die Produktionsverhältnisse, ohne die allgemeinen sozialen Verhältnisse in Afrika kapitalistisch umzuwälzen.

    Man kann aber nicht diese kapitalistische Produktion in Afrika nachhaltig vergesellschaften, ohne das internationale Finanzkapital zu zerschlagen, in dessen Händen sich die kapitalistische Produktion in Afrika befindet. Das ist erst durch eine Reihe von Revolutionen und Aufständen sowohl in Afrika als auch in den Finanzmetropolen der herrschenden Welt möglich und letztendlich erst garantiert durch den Sieg der proletarischen Weltrevolution und dem Aufbau des Weltsozialismus. Die Dialektik der Geschichte ist derart, dass das afrikanische Proletariat dann den Sieg über den Imperialismus in Afrika erringen wird, wenn es sich mit dem gesamten sozialistischen Weltproletariat zum Sturm auf den Weltimperialismus vereinigt hat.

     

    Durch die Globalisierung hat sich der Kapitalismus in den afrikanischen Ländern schneller als je zuvor entwickelt und damit steht Afrika direkt vor der Lösung der sozialistischen Revolution.
    Der nationale Befreiungskampf der afrikanischen Völker hat nicht nur neue Nationen, sondern auch eine neue Klassengesellschaft in den afrikanischen Ländern geschaffen. Wie einst in Europa - hatten die neuen, unabhängigen afrikanischen Nationen anfangs noch fortschrittlichen Charakter. Das Proletariat war aber noch nicht stark genug, um sich eine bolschewistische Partei zu schaffen, die in der Lage gewesen wäre, die bürgerlich-demokratische Revolution in die sozialistische Revolution überzuleiten, die Diktatur des Proletariats zu errichten und in Afrika den Sozialismus aufzubauen.

     

     

    Die armen Bauern sind die engsten, verlässlichsten und entscheidensten Bündnispartner des afrikanischen Proletariats.

    Da die überwiegende Mehrheit der afrikanischen Bevölkerung mit dem Leben auf dem Lande verbunden ist, kommt dem Ausplünderungs-Charakter der Bauern durch den Imperialismus und durch die Großgrundbesitzer und die nationale Bourgeoisie besondere Bedeutung zu. Über 60 % aller erwerbstätigen Afrikaner arbeiten in der Landwirtschaft.

     

    Die nationale Bourgeoisie enteignet die Kleinbauern entschädigungslos, um riesige Ländereien an die Imperialisten zu verschachern, u.a. auch an die chinesischen Imperialisten. Diese errichten darauf agrarische Großanlagen, um die erzeugten Agrarprodukte auf dem Weltmarkt zu verkaufen. Dadurch wird dem armen Bauern in Afrika die Lebensgrundlage entzogen.

    Das Wasserreservoir von Dörfern und ganzen Landregionen, zum Beispiel in Kenia, wird vom Staat konfisziert und das Wasser in ausländische, industrielle Betriebe geleitet, um die damit erzeugten Produkte auf dem Weltmarkt profitabel zu verkaufen. Und die Dorfbewohner lässt man verdursten.

    In Europa subventionierte Milch zerstört die afrikanische Milcherzeugung.

    Der Hunger der Afrikaner beruht also zum größten Teil auf der Profit-orientierten Agrarindustrie der imperialistischen Länder. Die Ursache des Hungers ist der Kapitalismus.

    Die Weltlandwirtschaft könnte in der heutigen Entwicklung problemlos zwölf Milliarden Menschen ernähren. Die afrikanische Landwirtschaft könnte die eigene Bevölkerung , also 1 Milliarden Menschen, durchaus ausreichend versorgen.

    Die Konterrevolution bedient sich des Hungers als Waffe gegen die Revolution.

    Der Kampf gegen den Hunger ist also ein Kampf für die Revolution und den Sozialismus.

    Die Lösung des Hungerproblems entscheidet in Afrika über Sieg oder Niederlage der sozialistischen Revolution. Darüber muss sich die afrikanische Arbeiterklasse vollkommen klar sein.

    Die Komintern (SH) stellt für Afrika drei Hauptlosungen auf:

    1. Zentralisierung des Ernährungs- und Transportwesens

    2. Zusammenschluss der Proletarier aller afrikanischen Länder

    3. Organisierung der armen afrikanischen Bauern

    Nur im vereinigten Kampf der Arbeiter, Bauern und Soldaten für die sozialistische Revolution kann das Problem des Hungers in Afrika gelöst werden.

     

    In der Praxis führt die Agrarpolitik der Bourgeoisie zur Bereicherung der Großgrundbesitzer und der multinationalen Agrarkonzerne. Noch mehr aber bedeutet sie eine größere Verarmung der überwältigenden Mehrheit der afrikanischen Bauern, was wiederum die Entwicklung des Binnenmarktes untergräbt.

     

    Alles Geschwätz der Imperialisten und ihrer Lakaien über die Politik der "Entwicklungshilfe", der "Hilfe zur Selbsthilfe" usw. , was die imperialistischen Mächte verbreiten, ist nichts anderes als eine imperialistische Lüge.

    Jedes Jahr überweist Afrika mehr Geld in die imperialistischen Länder, um seine Schulden zu begleichen, als es Entwicklungshilfe aus diesen Ländern bekommt. Es ist von größter Bedeutung für alle Kommunisten, die Lügen der Imperialisten zu entlarven.

    Die unerträgliche Ausbeutung der afrikanischen Bauernschaft kann nur durch die Agrarrevolution beendet werden. Die Bauernschaft ist als Verbündeter des Proletarias eine der treibenden Kräfte der sozialistischen Revolution in Afrika.

    Die Bauernschaft kann sich nur unter der Führung des Proletariats befreien, während das Proletariat die sozialistische Revolution nur zum Sieg führen kann, wenn sich die Bauernschaft mit ihm vereinigt hat.

    Das Proletariat kann die Führung der Bauernschaft nur erreichen, wenn es für ihre bäuerlichen Forderungen kämpft, für die vollständige Durchführung der Agrarrevolution, also nur dann, wenn es die Führung übernimmt im Kampf der bäuerlichen Massen für eine revolutionäre Lösung der Agrarfrage.

    Von der Komintern (SH) ist ein weltrevolutionäres Agrarprogramm zu erarbeiten.

    Das allmähliche Eingreifen in den revolutionären Kampf der breiten Masse der Landarbeiter und Bauern, und die Organisierung dieser Massen - das sind einige der wichtigsten Aufgaben für die neue zu schaffende Sektion Afrika der Komintern (SH).

    Auch in Afrika gilt unsere Losung:

    Revolutionäre Vereinigung der Arbeiter, Bauern und Soldaten !

    Schaffung von Räterepubliken der Arbeiter, Bauern und Soldaten !

    Aufbau einer roten Arbeiter- und Bauernarmee !

     

     

    Mit der Macht der Bourgeoisie und der zunehmenden Ausbeutung und Unterdrückung unterscheidet sich die kapitalistische Ausbeutung und Unterdrückung in afrikanischen Ländern nicht wesentlich von allen anderen Ländern auf der Welt. Überall herrscht das Gesetz des Kapitalismus.

    Auch innerhalb Afrikas wirkt das leninistische Gesetz von der ungleichmäßigen Entwicklung der kapitalistischen Länder - mit all seinen Auswirkungen.

    Schnell platzten auf dem afrikanischen Kontinent die Eiterbeulen des Kapitalismus. Und angesichts des Elends, das der Kapitalismus dort erzeugt, beginnen die afrikanischen Völker heute schneller denn je, sich von ihren Illusionen, die die nationale Bourgeoisie verbreitet, zu befreien.

    Im Wesentlichen muss man die künstliche Entstehung und Entwicklung der afrikanischen Nationen im Zusammenhang mit dem Imperialismus, mit den Kolonialmächten begreifen. Die Kolonien bildeten das sichere Hinterland der imperialistischen Mächte. Und damit hat auch die Schwäche eines Kettengliedes in der weltimperialistischen Kette Auswirkung auf die Schwäche in seinem Hinterland, die dort umgekehrt zur Stärkung des nationalen Befreiungskampfes führte. Mit der Schwächung der gesamten weltimperialistischen Kette durch das sozialistische Weltlager Stalins brach auch das ganze alte Kolonialsystem in Afrika zusammen. Der afrikanische Kontinent wurde zum Schlachtfeld des Kampfes zwischen der alten kapitalistischen und der neuen sozialistischen Welt.

    Afrika erwachte aus seinem Jahrhunderte langen Sklavendasein und erhob sich heldenhaft gegen die ganze imperialistische Welt. Diese heroischen anti-imperialistischen Befreiungskriege bleiben unauslöschlich das leuchtendste und größte Ereignis in der ruhmreichen Geschichte der afrikanischen Völker. Der Tag der Befreiung Afrikas vom Joch der Fremdherrschaft wird seit 1958 gefeiert. Der 25. Mai ist in Afrika und in der ganzen Welt das Symbol für die endgültige Zerschlagung der Ketten der Sklaverei, ist der Tag des revolutionären Kampfes für ein sozialistisches Afrika.

     

    Dass sich der alte Kolonialismus in den Neo-Kolonialismus häuten (hinüberretten) konnte, war vor allem bedingt durch die Mächte des modernen Revisionismus mit dem sowjetischen Revisionismus an der Spitze. Neo-Kolonialismus ist ein gehäuteter Kolonialismus, ist "Entkolonialisierung" in Worten und Re-Kolonialisierung in Taten.

    Und so enstanden die afrikanischen Stellvertreterkriege zwischen dem westlichen Imperialismus und dem östlichen Imperialismus mit den sowjetischen Sozialimperialisten an der Spitze.

    Eines der charakteristischen Merkmale des Sozialimperialismus ist derjenige Neo-Kolonialismus, der sich hinter sozialistischer Phraseologie verbirgt.

    In der jüngsten Geschichte Afrikas, also mit der Herausbildung des kapitalistischen Afrikas, hat die Unterdrückung und Ausbeutung von schwachen afrikanischen Staaten durch starke afrikanische Staaten rapide zugenommen. Die Entwicklungslinie der inner-afrikanischen Ausbeutung und Unterdrückung verläuft im Allgemeinen von den Küsten aus [insbesondere von Süd- und Nordafrika aus ], in Richtung Zentralafrika. In die gleiche Richtung muss auch die revolutionäre taktische Linie des afrikanischen Proletariats verlaufen, um die zunehmende Ausbeutung und Unterdrückung von Afrikanern durch Afrikaner zu beseitigen.

     

    In Afrika vollzieht sich die ganze Entwicklungsgeschichte der bürgerlichen Nationen im Prinzip wie in Europa - also das Umschlagen der progressiven Anfangstendenz in das verfaulende, sich zersetzende Endstadium und die Ablösung des bürgerlichen Staates durch den sozialistischen Staat und schließlich das Absterben des Staates im Kommunismus.

    In der ganzen Welt haben sich die bürgerlichen Nationen mit der kapitalistischen Gesellschaftsformation herausgebildet. Allerdings gibt es in Afrika einen wesentlichen Unterschied:

     

    Afrika ist der Kontinent mit den meisten Staaten. Viele davon sind relativ klein. Die Grenzen fast aller afrikanischen Staaten wurden von den Kolonialisten und imperialistischen Besatzern willkürlich auf dem Reißbrett gezogen (wie das Abstecken von Claims). Dies hatte zur Folge, dass zahlreiche, afrikanische Völker in einen Staat leben, andere Völker wiederum auf mehrere afrikanische Staaten verteilt sind. Dass dieser Willkürakt der Grenzziehung durch die Fremdherrschaft einschneidende Folgen für die Entwicklung der afrikanischen Völker hatte und weiter hat, ist offensichtlich. Millionen Afrikaner sind in diesen inneren Konflikten getötet worden.

    Die Komintern (SH) hält deswegen insbesondere in Afrika an der konsequenten Umsetzung der leninistischen Lehren von der Selbstbestimmung der Völker fest.

     

    Die Staatenbildung in Afrika ist die Negation der Negation der einstigen europäischen Staatenbildung. Das heißt:

    Die europäischen bürgerlichen Staaten gingen aus dem Feudalismus hervor. Die bürgerlichen Staaten Afrikas gingen hingegen hauptsächlich aus den Unabhängigkeitsbestrebungen der afrikanischen Völker gegen den Kolonialismus der imperialistischen Weltmächte hervor. Die Überwindung des Feudalismus war also nur noch ein "Nebenprodukt" bei der Herausbildung des afrikanischen Staates. Dies war alles Andere als einfach. Es gibt heute in Afrika noch erhebliche Überbleibsel des Feudalismus der Stammeskultur, des Okkultismus, der Islamisierung und Christianisierung, die alle eine reaktionäre Rolle spielen und bei der Vorbereitung der sozialistischen Revolution nicht zu unterschätzen sind. Aber trotz allem ist es einleuchtend, dass Afrika die Entwicklungsgeschichte der Nation, die Überwindung des Feudalismus, viel schneller durchlaufen konnte als dies in Europa der Fall war. Erstens flossen in die nationalen Prozesse Afrikas die Erfahrungen der Sowjetunion Lenins und Stalins sowie die Erfahrungen des sozialistischen Albaniens des Genossen Enver Hoxhas ein und zweitens vollzog sich der Prozess der Nationalisierung in Abgrenzung zur Globalisierung des Imperialismus.

     

    Schon Marx und Engels schrieben in ihrem "Kommunistischen Manifest":

    "Die Bourgeoisie hat durch die Exploitation des Weltmarktes die Produktion und Konsumtion aller Länder kosmopolitisch gestaltet."

    Die afrikanischen Staaten wurden errichtet, als der Weltkapitalismus sein höchstes Stadium bereits erreicht hatte, also in einer Epoche des Weltapitalismus, der seiner Umwandlung in eine sozialistische Welt entgegengeht.

    Die afrikanischen Staaten wurden in einer Zeit geschaffen, als das Kapital schon lange damit begonnen hatte, nationale Schranken niederzureißen und die nationalen Interessen der Völker mit Füßen zu treten.

     

    Der Kapitalismus kann zwischen weißem und schwarzen Kapital keine Grenze ziehen, um sich zu globalisieren.
    Als sich die unabhängigen afrikanischen Staaten herausbildeten, verschob sich die einheimische Bourgeoisie Schritt um Schritt ins Lager der Reaktion, bis sie schließlich selber zum Instrument der internationalen Konterrevolution wurde. Viele der einstigen Führer der nationalen Befreiungskriege ( insbesondere diejenigen, die zuerst vom sowjetischen und dann vom chinesischen Revisionismus vergiftet oder bestochen wurden ) verrieten später ihr eigenes Volk und wurden zu korrupten Führern oder Lakaien der neuen herrschenden Bourgeoisie im eigenen Land bzw. Erfüllungsgehilfen der ausländischen imperialistischen Mächte. So entwickelte sich im Laufe der neuen Geschichte des kapitalistischen Afrikas die Diktatur der schwarzen Bourgeoisie - mit typischen faschistischen und sozial-faschistischen Charakterzügen. Die reichen korrupten Schwarzen beuten die armen Schwarzen aus, unterdrücken und töten sie - für ihren eigenen Profit und für den des internationalen Finanzkapitals.

    Das Proletariat, welches für seine soziale Befreiung kämpft, wurde nunmehr zum hegemonialen Führer der national-revolutionären Bewegung .

    Der Marxismus-Leninismus lehrt, dass die nationale Frage sich nicht ohne die soziale Frage lösen lässt, dass die Lösung der nationalen Frage ein Teil der sozialen Frage ist und ihr untergeordnet ist. Dieses Prinzip ist unter den sich verändernden Bedingungen in Afrika immer klarer und konsequenter anzuwenden. Das afrikanische Proletariat wird seinen revolutionären Kampf für den Sozialismus unbedingt mit der Frage der Unabhängigkeit Afrikas vom Weltimperialismus, mit der Frage der Demokratisierung der gesamten afrikanischen Gesellschaft verbinden, um die Expropriation auf dem ganzen Kontinent zu vollenden.

     

    Eine der grundlegendsten Eigenschaften des Imperialismus besteht darin, die nationale Unterdrückung zu verschärfen und die afrikanischen Völker gegeneinander zu hetzen und das Proletariat zu spalten. Und eben das bedeutet, die nationalen Kriege in Afrika in Befreiungskriege zu verwandeln, um das Joch der Ausbeutung und Unterdrückung abzuschütteln.

    Das gilt auch für die unvermeidbar auftretetenden Bürgerkriege in Afrika, die die schärfste Form des Klassenkampfes darstellen.

    Afrikanische Polizeikräfte werden von der ausländischen imperialistischen Konterrevolution ausgebildet, um Revolutionen und Aufstände nieder zu werfen, um Kriege und Bürgerkriege anzuzetteln. Ganze afrikanische Völker wurden auf diese Weise ausradiert, andere sind dadurch vom Aussterben bedroht. Wenn Afrikaner auf Afrikaner schießen, dann bringt das den Imperialisten mehr Profit als ihre so genannte "Entwicklungshilfe".

    Erst nachdem das Weltproletariat die Weltbourgeoisie niedergeworfen, vollständig besiegt und expropriiert hat - werden Kriege in Afrika und in der ganzen Welt unmöglich werden. Der Imperialismus in Afrika erzeugt nicht nur revolutionäre Kriege und Aufstände gegen nationale Unterdrückung, sondern auch Kriege und Aufstände des Proletariats gegen die Bourgeoisie. Vor allem aber erzeugt der Imperialismus in Afrika die entscheidende Vereinigung beider Arten von revolutionären Kriegen und Aufständen.

     

    Das afrikanische Proletariat kämpft nicht nur gegen die Unterdrückung im eigenen Land, nicht nur gegen die Unterdrückung auf dem afrikanischen Kontinent, sondern überhaupt und im Weltmaßstab für die Beseitigung der Unvermeidbarkeit der nationalen Unterdrückung.

    Das Weltproletariat kämpft für den proletarischen Internationalismus an zwei Fronten, also sowohl gegen den bürgerlichen Nationalismus als auch gegen den Kosmopolitismus der Imperialisten - nicht zuletzt auch in Afrika. Der Pan-Afrikanismus hat tiefe Wurzeln und Traditionen. Die Komintern (SH) unterstützt aber nur den proletarischen, internationalistischen Pan-Afrikanismus, um den feudalistisch-religiösen, aber auch den aufgeklärten bürgerlich-nationalistischen und schließlich monopolistischen Pan-Afrikanismus zu bekämpfen.

     

    Ob schwarze oder weiße Ketten - Afrika wird alle Ketten des Kapitalismus sprengen - zusammen mit allen anderen Kontinenten - in der großen sozialistischen Weltrevolution.

    Lenin lehrt: Die kapitalistischen Ketten auf allen Kontinenten sind globale Ketten, die auch nur im Weltmaßstab gesprengt werden können.

     

    Wir folgen also dem internationalistischen Prinzip der Zusammenfasssung aller afrikanischen Proleten als Abteilung der Armee des Weltproletariats zur globalen Abschaffung des Widerspruchs zwischen unterdrückenden und unterdrückten Nationen. Die Errichtung eines starken afrikanischen sozialistischen Bollwerks gegen den Weltimperialismus und seiner afrikanischen Bourgeoisie ist unabdinbar für die Sicherung der sozialistischen Weltrevolution und den Aufbau des Weltsozialismus. Die sozialistische Weltrevolution ist der Schlüssel nicht nur zur Lösung der nationalen und sozialen Frage in Afrika, sondern in der ganzen Welt.

    Heute erhebt sich das Proletariat als globale Klasse, so auch in Afrika.

    Die gravierenden Veränderungen in der Entwicklung der Gesellschaft von Klassen in unserer Zeit der Globalisierung ist von entscheidender Bedeutung. Das bedeutet eine notwendige Korrektur der bisherigen Theorie und Taktik der sozialistischen Weltrevolution, wie sie von der Komintern 1928 erarbeitet wurde . Die objektiven Bedingungen zum Sieg der sozialistischen Weltrevolution haben sich für das Weltproletaria heute deutlich verbessert.

    Im Gegensatz zur Zeit der Komintern, insbesondere als sie ihre Thesen im September 1928 verabschiedete, ist Afrika weder Hinterland des Imperialismus noch das Hinterland der sozialistischen Weltrevolution. Diese alten Leitsätze sind unter den heutigen Klassenverhältnissen in Afrika überholt und damit auch die alte Strategie und Taktik der Komintern nicht mehr unmodifiziert anwendbar.

    Der Weltimperialismus hatte sich bisher den Schlägen der Arbeiterbewegung der westlichen kapitalistischen Ländern entziehen können, indem er sich auf sein Hinterland, auf seine dortigen Reserven, auf seine Kolonialwelt stützte, wo das revolutionäre Proletariat einst nicht vertreten bzw. erst schwach entwickelt war.

    Wenn das afrikanische Proletariat eine der wichtigsten Platinminen der Welt wochenlang lahmlegt, dann kann sich der ganze Weltimperialismus seines Hinterlandes in Afrika nicht mehr sicher sein.

    Durch die Globalisierung ist das Weltproletariat zu einem solchen gewichtigen Faktor geworden, dass der Weltimperialismus nirgends mehr auf der Welt vor seinen Schlägen sicher ist. Inzwischen hat das Weltproletariat seine Befehlsgewalt über eigene starke Abteilungen in jedem Land der Welt.

    Gleichzeitig schuf der Imperialismus mit den Superprofiten aus den Kolonien eine korrumpierte Arbeiteraristokratie, die die revolutionäre Vereinigung des Proletariats der unterdrückten und unterdrückenden Länder zu verhindern sucht. Heute ist eine neue Arbeiteraristokratie auch in Afrika entstanden, die gemeinsam von den ausländischen Imperialisten und der nationalen Bourgeoisie herangezüchtet wurde, um den revolutionären Kampf des afrikanischen Proletariats zu paralysieren. Die neue Arbeiteraristokratie Afrikas wird unterstützt von den reformistischen Weltgewerkschaften. Es ist daher notwendig, die revolutionären Gewerkschafter Afrikas in der RGI zusammenzuschließen und in solchen Fällen neue rote Gewerkschaften zu gründen, wo die Arbeit als revolutionäre Opposition innerhalb der sozial-faschistischen Gewerkschaften unmöglich gemacht worden ist. Das ändert nichts daran, für die Legalisierung der revolutionären Gewerkschaftsopposition in den gelben Gewerkschaften zu kämpfen.

     

    Die Globalisierung der Produktivkräfte vollzog sich nicht zuletzt durch die Verlagerung von Produktionsstätten der klassischen westlichen Industrienationen in die so genannten "Billiglohnländer" in Afrika, Asien und Lateinamerika.

    Heute gilt der neue Grundsatz:

     

    Das afrikanische Proletariat, sowie das Proletariat aller unterdrückten Völker ist ein Teil der Vorhut der sozialistischen Weltrevolution geworden.

     

    Die objektiven Bedingungen für die alte marxistisch-leninistische Formel von der Herstellung der anti-imperialistischen Vereinigung des Proletariats der westlichen kapitalistischen Länder einerseits und der unterdrückten Völker Afrikas, Lateinamerikas und Asiens andererseits, haben sich zu Gunsten des Proletariats verändert. Durch die globalisierten Produktionsverhältnisse sind auch neue globalisierte Klassenverhältnisse entstanden, insbesondere innerhalb den unterdrückten Völker Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Die Globalisierung der kapitalistischen Produktionsweise hat alle Länder in das kapitalistisches Weltproduktionssystem eingegliedert - wohlgemerkt als nunmehr kapitalistische Länder, wobei Südafrikas bereits auf dem besten Wege ist, ein imperialistisches Land wie Brasilien zu werden - beides ehemalige Kolonien (!). Eine solche Entwicklung war für die Komintern im Jahre 1928 natürlich nicht vorauszusehen.

    So hat auch in allen afrikanischen Ländern die kapitalistische Produktionsweise Einzug gehalten und ein beachtliches, potenzielles Proletariat entstehen lassen. Die sozialistische Zukunft des afrikanischen Proletariats ist glänzend. Heute hat das Proletariat damit begonnen, in jedem afrikanischen Land die führende Stellung im Klassenkampf einzunehmen.

    Die Komintern (SH) stellt hiermit fest:

     

    Die Voraussetzungen zur Vereinigung der Proletarier aller Länder im Weltmaßstab sind zum ersten Mal flächendeckend erfüllt.

     

    Deshalb ist heute die Errichtung der Diktatur des Proletariats eine praktische Aufgabe, die in jedem Land der Welt zur Lösung ansteht. Basierend auf diesem Ziel, ruft der Komintern (SH) direkt dazu auf:

    "Arbeiter Afrikas ! Errichtet eure proletarische Diktatur in jedem afrikanischen Land!"

     

    In der weiteren Entwicklung zu früher nimmt heute das Proletariat im nationalen Maßstab und gleichzeitig im Weltmaßstab die führende Stellung im Kampf gegen den Weltimperialismus ein. Das Weltproletariat steht heute in allen Ländern der Welt an der Spitze des Klassenkampfes und kann die Mission seiner sozialistischen Weltrevolution in allen Ländern der Welt flächendeckend erfüllen - natürlich nicht ohne seine Bündnispartner, vor allem die armen Bauern.

     

    Die Globalisierung des Kapitals hat die Globalisierung der Arbeit geschaffen und damit das afrikanische Proletariat in eine der Abteilungen des Weltproletariats verwandelt. Die sozialistische Weltrevolution stützt sich heute auf ein schnell heran wachsendes afrikanisches Proletariat, das sich im Sozialismus zu einer mächtigen globalen Produktivkraft entwickeln wird.

     

    Das immer selbstbewusster und Kampf erprobt und reifer werdende afrikanische Proletariat hat also ein gezieltes Interesse daran, seine kontinentale Klasseneinheit organisatorisch herzustellen und sich so mit dem Weltproletariat zum Kampf gegen den Weltimperialismus zu vereinigen.

    Dabei ist es die Aufgabe der Komintern (SH), den zentral organisierten Klassenkampf der Proletarier Afrikas in den globalen Klassenkampf des Weltproletariats einzubinden. Es ist folglich für die Komintern (SH) unverzichtbar, eine zentrale "Sektion Afrika" aufzubauen, in der alle revolutionären Proletarier Afrikas zusammengeschlossen sind, um ihren einheitlichen Willen in einheitliches Handeln zu verwandeln, um die afrikanischekommunistische Bewegung zu zentralisieren und geschlossen zum Sieg zu führen.

     

    Von den 49 ärmsten Staaten der Erde liegen 33 in Afrika.

    Viele Millionen Afrikaner sind jedes Jahr innerhalb Afrikas auf der Flucht oder verlassen Afrika. Jeder 5. Afrikaner stirbt auf der Flucht.

    Früher wurden die Afrikaner gezwungen, ihre Heimat auf Sklavenschiffen zu verlassen - heute ist es umgekehrt: Afrikaner werden gezwungen, Afrika NICHT zu verlassen.

    Die Afrikaner werden ihrem Schicksal überlassen, nämlich elendig zu Grunde zu gehen. Allein an AIDS und Malaria sind 30 Millionen Afrikaner gestorben. Die Zahlen nehmen dramatisch zu. Die Gesundheitsversorgung der Mehrheit der afrikanischen Bevölkerung ist katastrophal.

    Die Arbeitslosigkeit ist in Afrika erschreckend hoch (Zimbabwe = 82 % !) und eines der wichtigsten Probleme in Afrika überhaupt. Besonders für die Menschen in den Metropolen wie Lagos in Nigeria und Kinshasa in der Demokratische Republik des Kongo, die dort in großen Slums hausen müssen.

    Unter der von den Imperialisten verursachten Zerstörung der Umwelt hat Afrika mehr zu leiden als auf jedem anderen Kontinent (Dürrekatastrophen; Rodung des tropischen Regenwaldes, Raubbau an den natürlichen Resourcen Afrikas, usw.).

    Die Säuglingssterblichkeit ist hoch, während die Lebenserwartung, die Alphabetisierungsrate und das Bildungsniveau erschreckend niedrig sind. Nirgends in der Welt ist die soziale Ungleichheit größer als in Afrika.

    Es ist der globalisierte Imperialismus, der in ganz Afrika die Widersprüche zwischen Armen und Reichen, die Klassenwidersprüche enorm verschärft hat, der die ganze afrikanische Klassengesellschaft in zwei Lager gespalten hat - der Bourgeoisie auf der einen Seite und dem Proletariat und den armen Bauern auf der anderer Seite. Es ist daher der Klassenkampf zwischen dem afrikanischen Proletariat und den armen Buern und der afrikanischen Bourgeoisie, der Klassenkampf zwischen dem Weltproletariat und der Weltbourgeoisie, der über die Zukunft der afrikanischen Völker und die Zukunft aller Völker der Welt entscheiden.

    Wenn sich das ökonomische Gravitationszentrum immer weiter nach Süden und Osten verlagern wird, dann kommt auch der afrikanischen kommunistischen Bewegung eine wachsende internationale Bedeutung zu. Das afrikanische Proletariat ist heute dazu bestimmt, eine hervorragende Rolle in der sozialistischen Weltrevolution zu spielen. Der afrikanische Arbeiter wird zum Gewinner des globalisierten Sozialismus werden.

     

    Der Sturm der Befreiung, fegt über die arabischen und afrikanischen Ländern, erschüttert die ganze Welt. Die Funken des "Arabischen Frühlings" haben den ganzen afrikanischen Kontinent in einen Steppenbrand verwandelt. Die Funken haben bereits das "Kap der Guten Hoffung" erreicht und entzünden den revolutionären Kampf der Arbeiter in Süd-Afrika.

     

    Die arabische und afrikanische Revolution geht weiter - ununterbrochen und ohne auf halbem Wege stehen zu bleiben. Die demokratische Revolution ist der Vorabend der sozialistischen Revolution. Erst mit dieser Umwandlung in eine sozialistische Revolution, können sich die arabischen und afrikanischen Völker vom Kapitalismus befreien.

    Zur Sicherung des Sieg ist es wichtig, die spontanen, unbewaffneten Proteste und Aufstände in geordnete, organisierte, bewaffnete Aufstände zu verwandeln. Sowohl die Waffen der revolutionären Elemente der Armee als auch die Waffen der Aufständischen - der Arbeiter und armen Bauern - sind wichtig und unverzichtbar für den Sieg der Revolution in den arabischen und afrikanischen Ländern. Der Klassenkampf gegen den Imperialismus - die ganze anti-imperialistische Front muss als aktive Kriegsführung der bewaffneten, führenden Klasse des Weltproletariats, ihrer Avantgarde, ihrer Verbündeten, etc. verstanden werden. Dies ist der Kern der Lehre des Marxismus-Leninismus in der Frage des heutigen militärischen Kampfes für die Weltrevolution.

     

    Die Interessen der Revolution in Afrika bewusst und tatkräftig in den Dienst der Interessen der sozialistischen Weltrevolution zu stellen – eben darin drückt sich der Internationalismus des afrikanischen Proletariats aus.

    Lasst uns für ein kommunistisches Afrika in einer kommunistischen Welt kämpfen - klassenlos - ohne Sklaverei, ohne Ausbeutung und Unterdrückung von Menschen durch Menschen!
    Es lebe der proletarische Internationalismus !

    Es lebe die sozialistische Revolution der Arbeiterklasse Afrikas !

    Es lebe die sozialistische Weltrevolution !

    Es lebe der Weltkommunismus !

     

     

    Komintern (SH)

    10. Oktober 2012